Uneinheitlicher Erholungskurs für 2016

Die weltweite wirtschaftliche Erholung schreitet voran – allerdings schwach und ungleichmässig. Gemäss Helge Pedersen von Nordea entwickelt sich in Nordeuropa insbesondere Schweden gut.
13.12.2015 11:19

Die Wirtschaft nimmt in den Industrieländern schrittweise Fahrt auf. Gleichzeitig erholen sich die Schwellenmärkte langsamer als zu Beginn des Jahres 2015 erwartet. Nordea geht im aktuellen Wirtschaftsausblick von einem Wachstum des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 3,1 Prozent in diesem Jahr und 3,5 Prozent im kommenden Jahr aus.

Der aktuelle Rückgang des Welthandels stellt eine Herausforderung für die kleinen und offenen nordischen Volkswirtschaften dar. Trotz des unterschiedlichen Wachstumsmusters in den Staaten erwarten die Nordea-Experten für die nordischen Länder insgesamt ein Wachstum von 2,0 Prozent im Jahr 2015 und 2,2 Prozent für 2016. Insbesondere die schwedische Wirtschaft befinde sich auf einem guten Weg, erklärt Helge J. Pedersen, Chef-Ökonom von Nordea. Dort stelle sich angesichts einer starken Inlandsnachfrage ein zunehmender Aufschwung ein.

Schweden: Schnelleres Wachstum in 2016
In Schweden biete die Flüchtlingskrise angesichts erhöhter staatlicher Investitionen finanzielle Anreize. Exporte haben aufgrund des Wachstums in der Eurozone zugenommen. Für das schwedische BIP erwartet Nordea eine Beschleunigung des Wachstums auf rund 3,5 Prozent für 2015 und 2016.

Norwegen leidet unter dem anhaltenden Abschwung in der Öl-Dienstleistungsindustrie. Die steigenden Verbraucherausgaben dürften helfen, den wirtschaftlichen Rückschlag abzufangen. Festland-Exporte profitieren derzeit erheblich von der Schwäche der Krone.

Dänemark verzeichnet den Beginn einer umfassenden und hauptsächlich durch Verbraucherausgaben getragenen Erholung. Die Nordea-Ökonomen erwarten für 2016 eine weitere Beschleunigung, unter anderem durch zunehmende Investitionen.

Die Wirtschaft in Finnland wird eher langsam expandieren – dies sei ein Zeichen für den Reformbedarf des Landes. Probleme im Export, mangelnde Zuversicht und schlechte Wachstumsaussichten beeinträchtigen die Inlandsnachfrage.

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