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Amazon baut in Leipzig

Amazon baut in Leipzig befristete Stellen ab

Beim Internetversandhändler Amazon in Leipzig sollen künftig weniger als 1500 Menschen arbeiten. Das habe der Arbeitgeber am vergangenen Freitag bei einer Betriebsversammlung verkündet, sagte Thomas Schneider von der Gewerkschaft Verdi am Donnerstag. Zuvor hatte die "Leipziger Volkszeitung" über den Stellenabbau berichtet.

04.04.2019 12:25

Verdi beobachte bereits seit zwei Jahren, dass der Konzern seine Belegschaft reduziert, sagte Schneider. Anfang 2017 hätten 1950 Menschen beim Versandhändler gearbeitet, zu Beginn dieses Jahres seien es noch 1580 gewesen. Teilweise werde Druck auf Beschäftigte ausgeübt zu kündigen, so der Gewerkschaftssekretär. Amazon dementierte dies.

Von einem Personalabbau könne keine Rede sein, sagte Amazon-Sprecher Michael Schneider. "Das Logistikzentrum in Leipzig hat ein festes und eingespieltes Team von rund 1500 Mitarbeitern. Daran wird sich nichts ändern." Allerdings liefen befristete Verträge teilweise aus.

Derzeit investiere Amazon mehr als fünf Millionen Euro in ein neues Hochregallager, sagte der Unternehmenssprecher. Die damit verbundene Erweiterung des Sortiments ziehe aber keine Zunahme von Kündigungen oder Aufhebungsverträgen nach sich./trh/DP/fba

(AWP)

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Amazon gibt Marktplatz

Amazon gibt Marktplatz-Angebot in China auf

Der Online-Händler Amazon will sein Angebot in China einschränken.

18.04.2019 04:07

Amazon werde den sogenannten Marktplatz aufgeben, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen Reuters. Damit werden Kunden in China nicht mehr über Amazon Waren von Drittanbietern beziehen können.

Der US-Konzern werde in den kommenden 90 Tagen Dienstleistungszentren schließen und die Zusammenarbeit mit chinesischen Verkäufern verringern, die ihre Waren in China anbieten. Amazon weicht damit offenbar der Dominanz der chinesischen Online-Händler Alibaba und JD.com. Nach einer Untersuchung der Verbraucher-Analysten von iResearch Global beherrschen die chinesischen Firmen knapp 82 Prozent des Online-Handels in der Volksrepublik.

(Reuters)

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Korr: Amazon-Beschäftigte

Korr: Amazon-Beschäftigte erneut zu Warnstreik in Leipzig aufgerufen

(Warnstreik statt Streik an mehreren Stellen.) - Die Gewerkschaft Verdi hat Amazon -Beschäftigte in Leipzig erneut zum Warnstreik aufgerufen. Beginnend um Mitternacht sollen Beschäftigte am Dienstag für 24 Stunden ihre Arbeit niederlegen, wie die Gewerkschaft mitteilte. "Das Geschäft von Amazon funktioniert, weil wir eine gute Infrastruktur haben. Amazon nutzt alle Vorteile auch zu Lasten der Beschäftigten. Denn branchenübliche Tarifbedingen werden den Beschäftigten von Amazon verweigert", teilte der Verdi-Verhandlungsführer für den Einzel- und Versandhandel, Jörg Lauenroth-Mago, mit. Amazon war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

11.06.2019 07:04

Verdi versucht seit rund sechs Jahren, Tarifverhandlungen beim US-Versandriesen durchzusetzen. Amazon lehnt das strikt ab. Der Online-Händler hat in Deutschland rund ein Dutzend Warenlager und beschäftigt nach eigenen Angaben rund 13 000 Festangestellte.//mni/awr/DP/stk

(AWP)

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Greenpeace protestiert gegen

Greenpeace protestiert gegen Vernichtung von Online-Retouren

Die Umweltorganisation Greenpeace hat beim Online-Händler Amazon in Winsen (Landkreis Harburg) gegen die Vernichtung zurückgesendeter neuer Waren protestiert. Die Aktivisten seien am Sonntagabend auf das Gebäude geklettert und hätten aus Versandkartons einen 27 Meter langen Schriftzug "Für die Tonne" errichtet.

14.07.2019 20:39

Anlass für den Protest ist die Aktion "Prime-Day" am Montag und Dienstag mit Sonderangeboten für Amazon-Kunden, sagte Viola Wohlgemuth von Greenpeace. "Wir wollen auf die klimaschädliche Ressourcenvernichtung bei Amazon aufmerksam machen."

Greenpeace zufolge gehen rund 30 Prozent aller Amazon-Retouren nicht wieder in den direkten Verkauf. Marktführer Amazon hatte dazu im Juni erklärt, die überwiegende Mehrheit der zurückgegebenen Produkte komme erneut in den Verkauf, gehe an Lieferanten zurück oder würde je nach Zustand an gemeinnützige Organisationen gespendet./ken/DP/fba

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Amazon will in Deutschland

Amazon will in Deutschland mehr als 2800 Stellen schaffen

Amazon will in seinen bundesweit über 35 Standorten in Deutschland bis Ende 2019 mehr als 2800 neue, unbefristete Arbeitsplätze schaffen. Damit steige die Zahl der Mitarbeiter auf deutlich über 20 000, kündigte der amerikanische Online-Händler am Sonntag an. Ebenfalls für dieses Jahr sei die Eröffnung des 13. Logistikzentrums in Mönchengladbach geplant. Deutschland-Chef Ralf Kleber wirbt mit "exzellenter Bezahlung, hervorragenden Karrieremöglichkeiten und attraktiven Zusatzleistungen". Das Unternehmen liegt seit Jahren im Clinch mit der Gewerkschaft Verdi, die eine Tarifbindung bei Amazon erstreiten will.

14.07.2019 14:25

Amazon suche "Menschen, die sich für digitale Innovationen begeistern und Neues erfinden möchten". Ansprechen möchte das Unternehmen sowohl Berufseinsteiger als auch erfahrene Fachkräfte, etwa Software-Entwickler, Sprachwissenschaftler und IT-Spezialisten. Die Arbeitsplätze entstünden vor allem an bestehenden und neuen Logistikstandorten, wo Mitarbeiter mid modernster Technologie arbeiten, hiess es.

Seit Jahren befindet sich der Online-Riese im Streit mit der Gewerkschaft Verdi, die erst vor rund vier Wochen in Leipzig wieder zum Streik aufgerufen hatte. Die Gewerkschaft fordert in zähen Kämpfen Tarifverhandlungen, denen sich das US-Unternehmen strikt verweigert - und auf seine "gute Bezahlung und attraktive Arbeitsbedingungen" verweist.

Während Verdi von dem Online-Händler die Bezahlung nach den Tarifen des Einzelhandels einfordert, sieht sich Amazon dagegen als reiner Logistiker. Amazon bezahlt seinen Mitarbeitern in den Logistikzentren in Deutschland nach eigenen Angaben mindestens 10,78 Euro brutto die Stunde. Nach zwei Jahren gebe es im Schnitt ein Monatsgehalt von 2397 Euro inklusive weiterer Extras wie betriebliche Altersversorgung und subventionierte Kantinen. Laut Lohnspiegel der Hans Böckler Stiftung verdient eine Verkäuferin im Einzelhandel mit Tarifbindung im Schnitt 2050 Euro./gri/DP/fba

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Ortlieb setzt sich im Streit

Ortlieb setzt sich im Streit mit Amazon um Markennutzung durch

Markenhersteller müssen die irreführende Verwendung ihres Namens in Anzeigen des Internet-Händlers Amazon bei Google nicht hinnehmen. Der Anbieter von wasserdichten Fahrradtaschen, Ortlieb, setzte sich jetzt im Rechtsstreit mit Amazon in letzter Instanz durch. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe wies am Donnerstag die Revision des Internet-Riesen gegen ein entsprechendes Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) München zurück. (Az. I ZR 29/18).

25.07.2019 12:36

Der Mittelständler aus dem fränkischen Heilsbronn sieht in der Verlinkung von Anzeigen mit gemischten Angebotslisten auch anderer Hersteller zu Recht eine Verletzung der Marke Ortlieb, entschied der für das Markenrecht zuständige I. Zivilsenat. Die Marke werde irreführend verwendet, denn die Kunden erwarteten nach Überzeugung des Gerichts beim Anklicken der Anzeige ausschliesslich Angebote von Ortlieb, sagte der Vorsitzende Richter Thomas Koch.

Ortlieb-Vertriebsleiter Martin Esslinger äusserte sich zufrieden über das Urteil. "Das ist allgemein für Marken eine richtungsweisende Entscheidung", sagte er. "Es geht für uns darum, unsere Markenhoheit in der Hand zu behalten."

Amazon teilte mit, die Entscheidung des BGH anzuerkennen. "Wie andere Unternehmen auch, nutzen wir unser Anzeigenmarketing, um die relevantesten Produkte zu präsentieren, die wir in unseren Stores anbieten - damit unsere Kunden die Produkte finden, die sie begeistern."

Der Sportartikelhersteller Ortlieb bietet wasserdichte Fahrradtaschen, Rucksäcke und andere Freizeitausrüstung an. Das Unternehmen setzt auf ein selektives Vertriebssystem im Fachhandel. Die autorisierten Fachhandelspartner dürfen Ortlieb-Produkte nicht über allgemeine Internet-Marktplätze verkaufen.

Der Mittelständler wehrte sich mit der Klage dagegen, dass bei Eingabe der Suchbegriffe "Ortlieb Fahrradtasche", "Ortlieb Gepäcktasche" oder "Ortlieb Outlet" eine Amazon-Anzeige bei Google erscheint, die auf eine "Riesenauswahl an Sportartikeln" verweist. Beim Anklicken gelangt der Internetnutzer auf eine Angebotsliste mit Artikel von Ortlieb und zahlreichen Konkurrenten.

Nach der BGH-Entscheidung darf ein Händler eine Marke in der Werbung für ein Produktsortiment verwenden, auch wenn er Konkurrenzprodukte anbietet. Nicht erlaubt sei aber die irreführende Gestaltung einer Anzeige, so dass Kunden durch eine ausgebeutete Werbewirkung der Marke auch zu Fremdprodukten geleitet werden, sagte Koch.

In der Verhandlung hatte der Amazon-Anwalt vergeblich mit einem Kaufhausvergleich argumentiert. Wenn dort jemand nach Schuhen etwa von Adidas frage, schicke der Verkäufer ihn auch zu einem Regal, in dem Schuhe verschiedener Hersteller stehen.

Ortlieb und Amazon hatten sich bereits vor einigen Monaten vor dem BGH gegenübergestanden. Damals ging es um die Suche nach Produkten direkt auf der Internetseite von Amazon. Auch da wollten die Franken nicht gemeinsam in Angebotslisten mit Konkurrenten erscheinen. Der BGH verwies die Sache zurück zum OLG nach München, wo Ortlieb unterlag. Anders als im aktuellen Fall war keine Werbeanzeige bei Google dazwischengeschaltet. "Das ist der entscheidende Unterschied", sagte Koch./moe/DP/jha

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Amazon steigert Gewinn -

Amazon steigert Gewinn - enttäuscht aber die Erwartungen

(Ausführliche Fassung) - Der brummende Internethandel und florierende Cloud-Dienste haben Amazon erneut zu mehr Gewinn verholfen. Ein starker Anstieg der Ausgaben sorgte im zweiten Quartal allerdings dafür, dass der grösste Online-Händler der Welt nicht an die glänzenden Zahlen der Vorquartale anknüpfen konnte. Verglichen mit dem Vorjahreswert nahm der Überschuss um vier Prozent auf 2,6 Milliarden Dollar (2,3 Mrd Euro) zu. Das teilte der Konzern von Tech-Milliardär Jeff Bezos am Donnerstag nach US-Börsenschluss mit.

26.07.2019 06:32

Damit blieb das Ergebnis deutlich unter den Erwartungen der Finanzexperten. Nach einer Serie von vier Quartalen mit Rekordgewinnen reagierten Anleger zunächst enttäuscht und liessen die Aktie nachbörslich um gut zwei Prozent fallen. Der Kurs hat seit Jahresbeginn allerdings auch schon um mehr als 30 Prozent zugelegt, so dass die Gelegenheit für Gewinnmitnahmen günstig wäre.

Amazon verzeichnete einen kräftigen Kostenanstieg um 21 Prozent auf 60,3 Milliarden Dollar. Der Konzern hatte bereits angekündigt, im zweiten Quartal 800 Millionen Dollar für den Ausbau der Lieferlogistik in die Hand zu nehmen. Amazon will Zustellungen innerhalb von 24 Stunden für Kunden seines "Prime"-Services zum Standard machen - zunächst in Nordamerika und dann weltweit. Für diesen logistischen Kraftakt sind allerdings erst einmal hohe Investitionen erforderlich.

Auch der Ausblick auf das laufende Quartal liess aus Sicht der Aktionäre zu wünschen übrig. Amazon stellte einen Betriebsgewinn zwischen 2,1 Milliarden und 3,1 Milliarden Dollar in Aussicht - Analysten hatten mit deutlich mehr gerechnet. Zum Vergleich: Im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatte der Gewinn 3,7 Milliarden Dollar betragen. Beim Umsatz peilt Amazon im laufenden Vierteljahr einen Anstieg auf 66 Milliarden bis 70 Milliarden Dollar an.

Im abgelaufenen Quartal kletterten die Erlöse im Jahresvergleich um 20 Prozent auf 63,4 Milliarden Dollar. Das lukrative Geschäft mit IT-Diensten und Speicherplatz im Netz läuft rund, allerdings flaut das Wachstum weiter ab. Amazons gefragte Web-Plattform AWS, die Cloud-Services an Firmen verkauft, steigerte die Einnahmen um 38 Prozent auf 8,4 Milliarden Dollar. Auch das war jedoch trotz des starken Anstiegs deutlich weniger als von Experten erwartet./hbr/DP/zb

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Amazon klemmt bald 'Dash'

Amazon klemmt bald 'Dash'-Bestellknöpfe ab

(Ausführliche Fassung) - Amazons "Dash"-Bestellknöpfe zum schnellen Nachordern von Alltagsartikeln werden in wenigen Wochen zu einem wertlosen Stück Plastik. Der Online-Händler klemmt sie zum 31. August weltweit ab. Dagegen bleiben die virtuellen "Dash"-Buttons, die man sich auf der Amazon -Website oder in der App einrichten kann, oder der automatische "Dash"-Nachbestelldienst in Geräten weiterhin aktiv, betonte der Konzern am Donnerstag.

02.08.2019 06:36

Amazon hatte den Verkauf neuer Bestell-Knöpfe bereits im März eingestellt. Damals hiess es noch: "Wenn man jetzt einen "Dash"-Button zu Hause hat, bleibt er natürlich funktionsfähig." Nun erklärte Amazon aber, seit dem Verkaufsstopp habe die Nutzung der Hardware-Buttons "signifikant nachgelassen". Die Abschaltung der physischen Knöpfe sei die "natürliche Weiterentwicklung" des "Dash"-Programms: "Wir haben immer gesagt, dass wir uns eine Zukunft vorstellen, in der Kunden zu Hause keinen physischen Knopf drücken müssen, um Produkte nachzubestellen."

Für Deutschland hat die Entscheidung eine zusätzliche Brisanz. Amazon hatte im Januar in zweiter Instanz vor dem Oberlandesgericht München einen Rechtsstreit mit der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen um die Knöpfe verloren. Die Richter entschieden, dass Amazon gegen Gesetze zum Online-Handel verstosse, weil beim Einkauf klare Informationen zu Inhalt, Preis und der Hinweis auf eine zahlungspflichtige Bestellung fehlten. Die Buttons, die an eine Türklingel erinnern, haben nur das Logo des Anbieters eines Produkts und den Knopf, der eine Bestellung auslöst.

Amazon hatte die Buttons 2016 nach Deutschland gebracht. Zum Stopp des Verkaufs waren es rund 70 für diverse Artikel wie Waschmittel, Windeln, Kondome, Kaffee oder Kosmetik. Bastler funktionierten die Knöpfe aber zum Teil auch um, so dass sie damit zum Beispiel vernetzte Lampen im smarten Zuhause steuern konnten. Die speziell für solche Anwendungsfälle gedachte Version des Knopfs für Entwickler - der "AWS IoT Button" - wird weiter angeboten./so/DP/zb

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Amazon setzt stärker auf TV

Amazon setzt stärker auf TV-Bedienung per Sprache

Amazon macht den nächsten Schritt im Kampf der Tech-Schwergewichte um die Schlüsselrolle auf dem heimischen Fernseher und will in mehr Fällen die TV-Fernbedienung durch Sprachbefehle ablösen. Am Rande der Technik-Messe IFA in Berlin wurde ein erstes TV-Gerät der Marke Grundig vorgestellt, bei dem die Mikrofone für Amazons Sprachassistentin Alexa direkt integriert sind.

05.09.2019 06:36

Von Amazon selbst gibt es die Streaming-Box Fire TV Cube mit eingebauten Mikrofonen. Sie kommt im Oktober in Deutschland auf den Markt. "Wir glauben, dass der Stimme die Zukunft im Wohnzimmer gehört", sagte der zuständige Amazon-Manager Marc Whitten.

Zugleich schränkte er ein, dass Amazon die Fernbedienung nicht komplett abschaffen wolle - in einigen Situationen werde sie die bessere Lösung sein. Man könne zwar auch durch Menüs oder Listen mit Kommandos wie "Alexa, weiter nach rechts" kommen - "aber in dieser Situation würde ich empfehlen, nach der Fernbedienung zu greifen".

Die deutsche Traditionsmarke Grundig, die dem türkischen Arçelik-Konzern gehört, wurde zum weltweit ersten Anbieter eines Fernsehers mit eingebauten Alexa-Mikrofonen. Bei Grundig habe man sich zwar auch mit der Frage auseinandergesetzt, ob eine Marke schneller austauschbarer wird, wenn die Bedienung eines Fernsehers an Alexa und Amazon abgetreten wird, sagte der zuständige Manager Mario Vogl. "Aber die Geschwindigkeit, die wir uns mit einem globalen digitalen Player holen, war für uns entscheidend." Diese Abwägung könne zwar bei einzelnen Firmen unterschiedlich ausfallen. "Aber ich denke, viele mittelgrosse Hersteller, wie wir einer sind, haben die Frage so beantwortet."

Grundig setzte die unverbindliche Preisempfehlung für den Alexa-Fernseher mit OLED-Display bei rund 1300 Euro an - und für 100 Euro weniger gibt es eine Version ohne die eingebauten Mikrofone. Zugleich hat die Marke auch diverse Hausgeräte im Angebot, in denen Alexa ebenfalls zum Einsatz kommen könnte.

Ein weiterer neuer TV-Partner in Deutschland ist Media Saturn - als Betreiber der Elektronik-Märkte Media-Markt und Saturn eigentlich ein erbitterter Wettbewerber des Amazon-Konzerns. Die Media-Saturn-Eigenmarke ok. wird aber Anfang kommenden Jahres einen Fernseher mit integrierter Fire-TV-Plattform auf den Markt bringen. Die Kunden fragten danach, sagte Eigenmarken-Chef Karsten Sommer.

Amazon hat mit der Kombination aus seinen vernetzten Echo-Lautsprechern und Alexa eine neue Gerätekategorie etabliert. Inzwischen sind unter anderem auch Google mit seinem Assistant und Apple mit Siri auf Aufholjagd. Bei den meisten Fire-TV-Geräten kann Alexa bisher meist über ein Mikrofon auf der Amazon-Fernbedienung ausgelöst werden. Ein grosser Konkurrent ist Apple. Der iPhone-Konzern hat schon seit mehr als zehn Jahren die Streaming-Box Apple TV im Angebot und bringt inzwischen seine Inhalte-Plattform auch in TV-Geräte mehrerer grosser Hersteller.

Amazon habe kein Problem damit, wenn die Fire-TV-Funktionalität in in Fernsehgeräte wandert und der Konzern damit weniger eigene Streaming-Boxen und -Sticks verkauft, sagte Whitten. "Ich betrachte Fire TV inzwischen mehr als einen Service." Bedienung per Sprache sei zum Beispiel sinnvoll, damit man sich nicht mehr merken müsse, auf welchem Kanal ein Fernsehsender einprogrammiert wurde oder welche Staffel einer Serie bei welchem Streaming-Anbieter verfügbar ist. Fire TV wähle dabei immer die günstigste Option für den Kunden, auch wenn der Inhalt dann nicht von Amazons hauseigener Plattform komme, versicherte Whitten./so/DP/zb

(AWP)

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