Bayer

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23.03.2016 18:29
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Bayer

Nachdem die Gerüchtebörse um Syngenta etwas abgeflaut ist, sind neu wiederum Gespräche Monsanto - Bayer bestätigt. Kurs heute 104.2 €

Ich habe mir daher paar Calls mit weitem KO zugelegt.

 

http://www.finanzen.ch/nachrichten/aktien/Monsanto-liebaeugelt-mit-Bayers-Agrarchemie-1001110191

 

hier noch die Kursziele:

AnalystBuyHoldSellKurszielAbstandDatumDeutsche Bank AG   140,00€34,36%22.03.16Bankhaus Lampe KG   130,00€24,76%21.03.16equinet AG   120,00€15,16%21.03.16Warburg Research   139,00€33,40%21.03.16Citigroup Corp.   115,00€10,36%21.03.16JP Morgan Chase & Co.   111,00€6,53%21.03.16Bernstein Research   125,00€19,96%18.03.16 

 

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Valor: 
10367293 - Bayer
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06.10.2016 08:20
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Monsanto grenzt vor Übernahme durch Bayer Verlust ein

Der US-Agrarkonzern Monsanto hat vor der Rekordübernahme durch Bayer seinen Verlust eingedämmt.

Im Geschäftsquartal bis Ende August ging der Verlust verglichen mit dem Vorjahreszeitraum von 495 auf 191 Millionen US-Dollar (171 Mio Euro) zurück, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Der Konzern leidet weiter unter schwachen Geschäften in der Landwirtschaft. Beim bereinigten Gewinn je Aktie übertraf der Konzern mit 7 US-Cent die Erwartungen der Analysten aber deutlich. Im Geschäftsjahr 2017 soll der Gewinn je Aktie auf 4,50 bis 4,90 Dollar klettern. Im Schlussquartal legte der Umsatz um neun Prozent auf 2,56 Milliarden Dollar zu.

Erst vor drei Wochen hatte Monsanto dem Kauf durch die Deutschen für 66 Milliarden US-Dollar inklusive Schulden zugestimmt und damit einen monatelangen Poker beendet. Die Monsanto-Aktionäre und die Behörden müssen dem Deal noch zustimmen. Die Übernahme würde Bayer mit einem Schlag zur weltweiten Nummer eins bei Saatgut und Pflanzenschutzmitteln machen. Der Abschluss der Transaktion wird Ende 2017 erwartet. Monsanto bestätigte nun die zum Teil noch vagen Zeitpläne.

(AWP)

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21.09.2016 08:21
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Evotec entwickelt mit Bayer Therapien für die Behandlung von Nierenerkrankungen
21.09.2016 08:14

HAMBURG (awp international) - Das Hamburger Biotechnologie-Unternehmen Evotec wird gemeinsam mit dem Leverkusener Pharma- und Chemiekonzern Bayer neue Therapien für die Behandlung von Nierenerkrankungen entwickeln. Die Zusammenarbeit sei auf fünf Jahre ausgelegt und Evotec erhalte mindestens 14 Millionen Euro an Forschungszahlungen und Lizenzgebühren, teilte die im TecDax notierte Gesellschaft am Mittwoch mit.

Zudem habe das Biotechnologie-Unternehmen Anspruch auf sogenannte Meilensteinzahlungen von potenziell über 300 Millionen Euro. Darüber hinaus werde Evotec an den Umsätzen der mit Bayer gemeinsam entwickelten Produkten im unteren zweistelligen Prozentbereich beteiligt. Evotec-Aktien legten vorbörslich fast um vier Prozent zu.

Im Gegenzug erhält Bayer den Angaben zufolge einen exklusiven Zugang zu ausgewählten Wirkstoffstrukturen sowie zu Evotecs Pipeline CureNephron. Bayer sei für eine anschliessende Entwicklung und Vermarktung geeigneter Kandidaten alleine verantwortlich. Evotec und Bayer arbeiten seit 2012 bereits bei der Entwicklung von Therapien zur Behandlung von Endometriose, einer Erkrankung von Frauen bei der Gebärmutterschleimhaut, zusammen./mne

(AWP)

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20.09.2016 11:46
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Bayer mit Optimismus für alle Geschäftsbereiche nach Monsanto-Deal
20.09.2016 09:06

(Ausführliche Fassung)

KÖLN/LEVERKUSEN (awp international) - Der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer zeigt sich kurz nach der angelaufenen Übernahme des umstrittenen US-Saatgutspezialisten Monsanto ehrgeizig. "Für die mittelfristige Entwicklung sind wir optimistisch und haben uns entsprechend ambitionierte Ziele gesetzt", sagte Vorstandschef Werner Baumann am Dienstag laut Mitteilung auf einer Investorenkonferenz in Köln. Für alle Geschäftsbereiche seien Umsatz- und Ergebnissteigerung angepeilt - besonders zuversichtlich sind die Leverkusener für ihr Pharmageschäft. Anleger reagierten positiv. Die im Dax notierte Aktie legte in den ersten Handelsminuten rund 1,5 Prozent zu.

Vor allem an das Geschäft mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln (Pharmaceuticals) haben die Leverkusener hohe Erwartungen: Bis Ende 2018 soll ein jährliches durchschnittliches Umsatzwachstum von rund sechs Prozent erzielt werden. Nicht eingerechnet sind dabei Währungs- und Portfolioeffekte. Im vergangenen Jahr lagen die Umsätze dieses Bereichs bei 15,3 Milliarden Euro. Bayer erwartet zudem, dass von den Erlösen mehr beim Unternehmen hängen bleibt: Die operative Marge auf Basis des bereinigten Gewinns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) soll im Jahr 2018 zwischen 32 und 34 Prozent liegen (2015: 30,1 Prozent).

AGRAR SOLL VON MONSANTO PROFITIEREN

Das jährliche Spitzenumsatzpotenzial der fünf neueren Pharma-Produkte hob Baumann von bisher mindestens 7,5 Milliarden auf über 10 Milliarden Euro an. So rechnet Bayer beim Gerinnungshemmer Xarelto nun mit einem Umsatz von über 5 (bisher: ca. 3,5) Milliarden Euro, beim Augenmedikament Eylea sind es jetzt mehr als 2,5 (bisher: mindestens 1,5) Milliarden Euro. Zudem hat Bayer weitere Produktkandidaten in der Pipeline - sechs davon mit einem kombinierten Spitzenumsatzpotenzial von mindestens 6 Milliarden Euro.

Das Agrargeschäft (Crop Science) soll inklusive des Monsantogeschäfts beim bereinigten Umsatzwachstum in den kommenden Jahren besser als der Markt abschneiden. Die Profitabilität will Bayer auch deutlich erhöhen. Die Deutschen hatten bei der Übernahme Synergien in Milliardenhöhe angekündigt. Auch bei den rezeptfreien Gesundheitsprodukten (Consumer Health) wie Aspirin und im Tiergesundheitsgeschäft seien die Aussichten positiv, hiess es.

BEI FRAGERUNDE DÜRFTE MONSANTO-DEAL IM FOKUS STEHEN

Die turnusmässige Konferenz mit dem Bayer-Führungsteam war bereits seit längerer Zeit geplant. Bei der Fragerunde am Morgen mit Analysten dürfte der milliardenschwere Monsanto-Zukauf im Mittelpunkt stehen - vor allem die kartellrechtlichen Hürden. Experten sehen besonders bei Baumwoll- und Raps-Saatgut mit Blick auf die notwendigen Freigaben Handlungsbedarf.

Erst am vergangenen Mittwoch hatte Monsanto dem Kauf durch die Deutschen für 66 Milliarden US-Dollar (aktuell knapp 59 Mrd Euro) inklusive Schulden zugestimmt und damit einen monatelangen Poker beendet. Die Monsanto-Aktionäre und die Behörden müssen dem Deal noch zustimmen. Die Übernahme würde Bayer mit einem Schlag zur weltweiten Nummer eins bei Saatgut und Pflanzenschutzmitteln machen und die Gewichte im Konzern verschieben. Der Abschluss der Transaktion wird Ende 2017 erwartet./stk/she/zb

(AWP)

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19.09.2016 08:29
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Bittere Pille für Bayers Pharmageschäft?

Bayer könnte mit der Mega-Übernahme von Monsanto zum Weltmarkführer für Saatgut und Pflanzenschutzmitteln aufsteigen. Experten fürchten aber, dass damit das Pharmageschäft ins Hintertreffen geraten könnte.

"Evolution statt Revolution" hatte Bayer-Chef Werner Baumann kurz vor seinem Amtsantritt im Frühjahr als Devise für den Pharma- und Chemiekonzern ausgegeben. Nur wenige Monate später stellt er das Leverkusener Traditionsunternehmen mit der 66 Milliarden Dollar schweren Übernahme des US-Saatgutriesen Monsanto auf den Kopf.

Bayer könnte mit dem Mega-Deal zum Weltmarkführer für Saatgut und Pflanzenschutzmitteln aufsteigen. Experten und Investoren fürchten aber, dass damit das traditionsreiche Pharmageschäft des Aspirin-Hersteller ins Hintertreffen geraten könnte. "Der Aufwand für die Integration von Monsanto könnte leicht dazu führen, dass das Pharmageschäft vernachlässigt wird", sorgt sich Greg Herbert von der britischen Fondsgesellschaft Jupiter Asset Management, die zu den 30 grössten Bayer-Investoren gehört.

Vor allem für grössere Zukäufe im Arzneimittelbereich dürfte den Leverkusenern nun erstmal das Geld fehlen. "Nach einem Monsanto-Deal wäre es weitgehend ausgeschlossen, dass Bayer über die nächsten zwei bis drei Jahre die finanzielle Flexibilität für Zukäufe im Pharmabereich behält", sagt Fondsmanager Markus Manns von Union Investment. Dafür bestehe derzeit aber auch nicht "dramatische Notwendigkeit", vielmehr müsse sich das Management nun auf die Integration von Monsanto konzentrieren.

Wenn Baumann die Übernahme von Monsanto erfolgreich unter Dach und Fach bringt, werden sich die Gewichte bei Bayer deutlich zugunsten des Agrarchemiegeschäfts verschieben. Der Bayer-Konzern - ohne die Kunststofftochter Covestro - erzielte im vergangenen Jahr im Pharmageschäft noch 45 Prozent seines Umsatzes und 30 Prozent im Agrargeschäft CropScience. Zusammen mit Monsanto würde der Umsatzbeitrag des Saatgut- und Pflanzenschutzgeschäfts dagegen auf fast 50 Prozent steigen.

Warten auf neue Pharma-Blockbuster

Baumann, der mit Monsanto die grösste Übernahme stemmt, die ein deutsches Unternehmens je getätigt hat, versucht, Bedenken zu zerstreuen. Das Pharmageschäft werde unter dem Milliardenzukauf nicht leiden und zugunsten des Agrargeschäfts vernachlässigt werden, hatte er bereits im Mai bei Bekanntgabe der Übernahmepläne gesagt. "Wir werden auch künftig unser Pharmageschäft weiter entwickeln." Vor allem Produkte im frühen oder mittlerem Stadium der klinischen Entwicklung sollen vorangetrieben werden.

Denkbar sind auch ergänzende Zukäufe oder Allianzen. Versprechen, an denen sich Baumann wird messen lassen müssen. "Bayer muss da jetzt auch liefern, dass keine Kürzungen kommen", sagt Analyst Ulrich Huwald von MM Warburg. Immerhin: 4,5 Milliarden Euro will Bayer dieses Jahr in Forschung und Entwicklung stecken, 58 Prozent davon ins Pharmageschäft.

Analysten haben dennoch Zweifel. Zwar hat Bayer seit 2009 fünf neue Medikamente auf den Markt gebracht, die teils wie der Blutgerinnungshemmer Xarelto und das Augenmittel Eylea Milliardenumsätze erzielen. Der Nachschub an neuen Medikamenten in der Pipeline mit vergleichbarem Potenzial sei aber dünn, urteilen die Analysten der Deutschen Bank.

Sie sehen gegenwärtig nur zwei bis drei neue Produkte in der Pipeline mit Blockbuster-Potenzial, diese seien aber noch weit von der Marktzulassung entfernt. "Das wirft Fragen auf, wie Bayer plant, seine Pipeline zu erneuern, vor allem wenn der Monsanto-Deal abgeschlossen ist und Pharma-Investitionen hemmt." Statt diese Frage zu klären, habe sich das Management entschieden, diese Sorge zu einem kleineren Problem innerhalb einer grösseren Gruppe zu machen, heisst es in einer Studie der Deutschen Bank.

Schweigen in Berlin

Zum grossen Schlag im Pharmageschäft hatte Bayer vor zehn Jahren mit der 17 Milliarden Euro schweren Übernahme des Berliner Arzneimittelherstellers Schering ausgeholt - der bis dato grösste Zukauf in der mehr als 150-jährigen Unternehmensgeschichte. Vor zwei Jahren hatten die Leverkusener ihr Gesundheitsgeschäft weiter deutlich ausgebaut und für 14,2 Milliarden Dollar die Gesundheitspräparate-Sparte des US-Pharmakonzerns Merck übernommen.

Viele Investoren hatten Bayer deshalb als Pharma-Investment gesehen. "Zur Zeit sind überwiegend Investoren dabei, die am Healthcare-Geschäft interessiert sind", stellt Fondsmanager Manns fest. Diese dürften sich nun bei den Leverkusenern verabschieden.

Schwinden dürften aber auch die Spekulationen, dass Bayer - eher einer der mittelgrossen Wettbewerber im weltweiten Pharmamarkt - einmal von einem grösseren Rivalen aus den USA übernommen werden könnte. Mit der Übernahme von Monsanto werde Bayer wieder ein Stück mehr zum Mischkonzern, sagt Manns. "Damit ist es jetzt deutlich unwahrscheinlicher geworden, dass Bayer übernommen wird."

Und die Mitarbeiter? Am Sitz der Bayer-Pharmazentrale in Berlin herrscht Schweigen. Dort haben die Beschäftigten offenbar einen Maulkorb verpasst bekommen. Befragt nach der Stimmung am Standort wollten sie sich nicht äussern - es sei ihnen verboten worden, über die Monsanto-Übernahme zu sprechen, sagte mehrere Mitarbeiter zu Reuters.

(Reuters)

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14.09.2016 15:13
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Der Megadeal ist perfekt: Bayer kauft Monsanto
14.09.2016 15:04

(Mit weiteren Angaben ergänzt)

LEVERKUSEN/ST. LOUIS (awp international) - Die grösste Firmen-Übernahme durch einen deutschen Konzern ist perfekt: Bayer kauft das umstrittene US-Saatgutunternehmen Monsanto. Die beiden Konzerne unterzeichneten am Mittwoch eine bindende Fusionsvereinbarung, wie sie in einer gemeinsamen Erklärung mitteilten. Zuvor hatte der Leverkusener Konzern sein Angebot noch einmal leicht auf rund 128 US-Dollar je Monsanto-Aktie erhöht. Damit bewertet Bayer das US-Unternehmen mit rund 66 Milliarden Dollar (knapp 59 Milliarden Euro), wie die Leverkusener mitteilten. Noch nie zuvor hat ein deutsches Unternehmen eine so grosse Übernahme gewagt. Die Monsanto-Aktionäre müssen dem Zusammenschluss noch zustimmen.

Der Schritt sei von den Führungsgremien beider Konzerne einstimmig beschlossen worden, berichtete Bayer. Konzernchef Werner Baumann betonte, der Zusammenschluss festige die Stellung von Bayer als globales, innovationsgetriebenes Unternehmen im Gesundheits- und Pflanzenschutzbereich.

MONSANTO-CHEF: 'BESTMÖGLICHE WERTSCHAFFUNG'

Monsanto-Chef Hugh Grant sagte, dass der Schritt für die Aktionäre des US-Konzerns die "bestmögliche Wertschaffung" bedeute. Das Angebot bedeutet einen Aufschlag von 44 Prozent auf den Kurs der Monsanto-Aktie vor dem ersten schriftlichen Angebot von Bayer. Zusammen werde das neue Unternehmen ein "Innovationstreiber" sein, der den Landwirten helfe, die Hürden von morgen zu überwinden, sagte Grant.

Zusammen erzielen die beiden Unternehmen im Agrargeschäft einen Umsatz von 23 Milliarden Euro im Jahr. Bayer erwartet durch die Fusion Synergieeffekte in Milliardenhöhe. Finanziert werden soll der Kauf teilweise durch eine Kapitalerhöhung.

BAYER-AKTIEN GEFRAGT

Am Finanzmarkt war die Reaktion positiv. Bayer-Aktien legten am frühen Nachmittag um mehr als drei Prozent zu. Börsianer hatten befürchtet, dass Bayer sich finanziell überheben könnte mit einem Angebot von 130 Dollar oder mehr. Entsprechende Erleichterung herrschte nun. Auch Monsanto-Aktien waren vorbörslich gefragt.

Doch nicht bei allen Analysten stösst die Mega-Übernahme auf Wohlwollen: "Grundsätzlich sehen wir den Übernahmepreis für Monsanto als zu hoch an und lehnen die Transaktion daher ab", erklärte etwa DZ-Bank-Analyst Peter Spengler. Bayer müsse nun das Beste aus der Situation machen. Auch UBS-Experte Jack Scannell zeigte sich kritisch: Es dürfte schwer werden die anvisierten positiven Effekt zu realisieren. Kurzfristig sei gar eine leichte Gewinnverwässerung möglich.

ABSCHLUSS BIS ENDE 2017 ERWARTET

Der Zusammenschluss steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Monsanto-Aktionäre und der Freigabe durch die Regulierungsbehörden. Mit dem Abschluss der Transaktion rechnen die Konzerne bis Ende 2017. Für den Fall, dass die notwendigen Kartellfreigaben doch nicht erteilt werden sollten, hat sich Bayer zur Zahlung von zwei Milliarden US-Dollar an Monsanto verpflichtet.

Bayer hatte im Mai angekündigt, den umstrittenen Biotechnologie-Riesen übernehmen zu wollen. Zunächst bot der Leverkusener Konzern 62 Milliarden Dollar für den US-Konzern. Die Übernahme wird Bayer zur weltweiten Nummer eins im Geschäft mit Agrarchemie machen.

ÜBERNAHME UMSTRITTEN

Die Übernahmepläne von Bayer-Chef Baumann sind allerdings umstritten. Monsanto steht in Europa seit Jahren wegen seiner gentechnisch veränderten Produkte in der Kritik. Ausserdem vertreibt Monsanto den Unkrautvernichter Glyphosat, der im Verdacht steht, krebserregend zu sein.

Umweltverbände und die Grünen äusserten scharfe Kritik an der Übernahme: "Diesen Deal darf es nicht geben. So entsteht ein übermächtiger Konzern, der den Welthunger nicht bekämpft, sondern verstärkt", kritisierten die Grünen-Politiker Anton Hofreiter und Katharina Dröge. Der Greenpeace-Landwirtschaftsexperte Dirk Zimmermann sprach von einer schlechten Nachricht für nachhaltige Landwirte, Verbraucher und die Umwelt. "Der neue Agrochemiegigant häuft eine bislang ungekannte Marktmacht an. Er wird massgeblich mitbestimmen, welches Saatgut und welche Pestizide auf den Markt kommen."

UMWÄLZUNGEN IM GLOBALEN GESCHÄFT

Der Bayer-Chef dagegen betont die Vorteile eines Zusammenschlusses. Die Agarindustrie stehe angesichts der schnell wachsenden Weltbevölkerung und der globalen Erwärmung vor gigantischen Herausforderungen. Durch die Kombination ihrer Fähigkeiten könnten Bayer und Monsanto hier wegweisende Antworten geben. Immerhin müssten bis 2050 Milliarden Menschen zusätzlich ernährt werden. Gleichzeitig müsse man die Folgen der Klimaerwärmung auf die Landwirtschaft in den Griff bekommen.

Interessant für Bayer ist der innovative US-Konzern nicht nur wegen seines Know-hows in der Biotechnologie, sondern auch wegen seiner führenden Rolle beim "digital farming" - der Nutzung digitaler Techniken für die Landwirtschaft.

Das globale Geschäft rund um Saatgut und Pflanzenschutzmittel steht vor gewaltigen Umwälzungen. Bayer und Monsanto stehen mit ihrer Fusion nicht allein. So hatten zuletzt die US-Behörden die geplante Milliarden-Übernahme des Schweizer Agrarchemie-Konzerns Syngenta durch das chinesische Staatsunternehmen ChemChina genehmigt. Im vorigen Dezember hatten ausserdem Dow Chemical und Dupont verkündet, über einen Zusammenschluss zu verhandeln./rea/hoe/jha

(AWP)

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14.09.2016 08:12
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Angeblicher Durchbruch bei Monsanto-Übernahme

Dank einer erneut aufgebesserten Offerte soll Bayer nach Insider-Informationen kurz vor der Übernahme des US-Saatgutriesen Monsanto stehen.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf mehrere "mit der Angelegenheit vertrauten Personen berichtet, hat Bayer seine Offerte erneut aufgebessert.

Nach der Erhöhung sei es zum Durchbruch in den bereits mehr als vier Monate andauernden Verhandlungen gekommen. Das Angebot soll neu bei mehr als 66 Milliarden Dollar liegen. Die Transaktion werde womöglich bereits an diesem Mittwoch vor US-Börsenbeginn öffentlich gemacht, meldete Reuters weiter. Bayers Kaufgebot ist die höchste Barofferte aller Zeiten.

Den Insidern zufolge sollte der Monsanto-Verwaltungsrat den Deal noch am Dienstag absegnen. Der Bayer-Aufsichtsrat werde sich dann an diesem Mittwoch treffen, um dem Geschäft zuzustimmen. "Es geht voran, eine Einigung ist mit Händen greifbar", sagte einer der Insider.

Der deutsche Konzern hatte erst vor einer Woche mitgeteilt, die Offerte für Monsanto auf mehr als 65 Milliarden Dollar erhöht zu haben. Die Amerikaner hatten sich zurückhaltend gegeben und nur "konstruktive Verhandlungen" bestätigt. Das nun abermals aufgestockte Angebot liegt Insidern zufolge etwas über dem zuletzt gebotenen Preis von 127,50 Dollar je Aktie. Die von Monsanto erhofften 130 Dollar seien es aber nicht.

Bayer hat in den Verhandlungen seine Offerte mehrmals erhöht. Gestartet war das Unternehmen im Mai mit 122 Dollar je Anteilsschein. Die letzte Aufstockung auf 127,50 Dollar ermöglichte Bayer Insidern zufolge einen vertieften Blick in die Bücher von Monsanto. Der US-Konzern hatte damit lange gezögert.

(AWP)

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07.09.2016 11:46
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Bayer plant mitten im Monsanto-Poker hohe Investitionen im Agrargeschäft
07.09.2016 10:31

LEVERKUSEN (awp international) - Mitten im Mega-Übernahmepoker um den US-Saatgutkonzern Monsanto treibt der Pharma- und Agrochemiekonzern Bayer sein eigenes Pflanzenschutzgeschäft voran. Zwischen 2017 und 2020 sollen 2,5 Milliarden Euro als Investitionen in das weltweite Agrarchemie-Geschäft fliessen, teilte Bayer am Mittwoch in Leverkusen mit. Darüber hinaus will Bayer pro Jahr mehr als eine Milliarde Euro in die Forschung und Entwicklung stecken.

"Wir sind sehr zuversichtlich in Bezug auf das langfristige Wachstumspotenzial der Agrarmärkte", sagte der Bayer-Vorstand und CropScience-Chef, Liam Condon. Er bestätigte die Ziele für das laufende Jahr, das durch die Schwäche der Agrarmärkte und die Turbulenzen in den Schwellenländern geprägt wird. Auch an den Zielen für neuere Produkte hält er fest. Bayer rechnet mit einem Spitzenumsatzpotential mit neuen Agro-Produkten, die im Zeitraum 2015 bis 2020 auf den Markt gebracht werden, in Höhe von mehr als fünf Milliarden Euro./jha/stb

(AWP)

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06.09.2016 10:32
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Mega-Übernahme-Poker: Bayer stockt Monsanto-Gebot erneut auf (3. AF)
06.09.2016 09:47

(Neu: Monsanto-Reaktion, Aktienkurs, Analyst)

LEVERKUSEN (awp international) - Bewegung im Mega-Übernahme-Poker: Bayer hat sein Übernahmeangebot für den umstrittenen US-Biotechnologiekonzern Monsanto noch einmal leicht aufgestockt. Statt 125 US-Dollar will der Dax-Konzern nun 127,50 US-Dollar pro Anteilsschein in bar zahlen, wie das Leverkusener Unternehmen in der Nacht zum Dienstag mitteilte. Sollte es zu einem Zusammenschluss kommen, würde der deutsche Chemie- und Pharmakonzern zur weltweiten Nummer eins im Agrarchemiegeschäft aufsteigen. Es wäre zudem die bislang grösste Übernahme durch einen deutschen Konzern überhaupt.

Bayer wäre nach eigenen Angaben nur "unter der Voraussetzung einer einvernehmlichen Übernahme bereit", den erhöhten Aktienpreis zu zahlen. Ein Vertragsabschluss der beiden Parteien, die in "fortgeschrittenen Verhandlungen" über die geplante Übernahme stünden, sei nicht gewährleistet. Die genauen Konditionen stünden noch nicht fest. "Die genauen Bedingungen einer endgültigen Transaktionsvereinbarung müssen vom Aufsichtsrat der Bayer AG genehmigt werden", erklärte Bayer. Bayer-Aktien standen im frühen Handel mit Abschlägen von 0,4 Prozent leicht unter Druck. Analyst Daniel Wendorff von der Commerzbank sieht es als Ziel des Bayer-Managements, den Deal letztlich mit 130 US-Dollar je Aktie einzutüten.

MONSANTO PRÜFT OFFERTE UND ANDERE OPTIONEN

Bayer-Chef Werner Baumann hatte unmittelbar nach seinem Amtsantritt im Mai überraschend bekanntgegeben, Monsanto übernehmen zu wollen. Nach der letzten Aufbesserung des Angebots Mitte Juli stand der Übernahmepreis bei 64 Milliarden Dollar. Die beiden bisherigen Offerten hatte das Monsanto-Management um Vorstandschef Hugh Grant als zu niedrig eingestuft. Monsanto prüfe nun die neue Gesamtofferte in Höhe von rund 64,8 Milliarden Dollar (58 Mrd Euro), wie auch Vorschläge anderer Parteien und weitere strategische Alternativen.

Über die neuerliche Aufstockung hatte zuerst die in Düsseldorf erscheinende "Rheinische Post" (Dienstagausgabe) berichtet. Dem Bericht zufolge könnte Bayer sein Gebot auf bis zu 130 Dollar erhöhen. Um die Übernahme zügig und freundlich zu Ende zu bringen, sei möglicherweise auch dieser Preis nötig, schreibt die Zeitung unter Berufung auf Kreise aus dem Bayer-Konzern. Für eine derartige Erhöhung brauche der Vorstand grünes Licht vom Aufsichtsrat. Grundsätzlich seien die Kontrolleure aber nicht abgeneigt, schreibt das Blatt.

DEAL VON ANFANG AN UMSTRITTEN

Gemeinsam mit Monsanto würde sich Bayer als integrierter Anbieter an die Weltspitze katapultieren. Dennoch war der Deal von Anfang an umstritten. Denn Monsanto steht in Europa seit Jahren wegen seiner gentechnisch veränderten Produkte in der Kritik. Dem US-Konzern wird unter anderem ruppiges Verhalten im Umgang mit seinen Kunden vorgeworfen. Ausserdem vertreibt Monsanto den Unkrautvernichter Glyphosat. Dieser steht im Verdacht, krebserregend zu sein.

Zugleich hätte ein Zusammenschluss nicht nur aus Sicht von Bayer strategische Vorzüge, auch Monsanto erkennt darin Vorteile. Die Leverkusener äusserten sich bislang überzeugt, dass der Zusammenschluss nicht an den Kartellbehörden scheitern werde, da sich beide Unternehmen bei Produkten und geografischer Präsenz ergänzten.

AUCH KONKURRENZ AKTIV

Die Konkurrenz ist ebenfalls umtriebig. So hatten zuletzt die US-Behörden für die geplante Milliarden-Übernahme des Schweizer Agrarchemie-Konzerns Syngenta durch das chinesische Staatsunternehmen ChemChina grünes Licht gegeben. Die US-Regulierungsbehörde Committee on Foreign Investment (CFIUS) stimmte dem 43-Milliarden-Dollar-Deal Mitte August zu. Monsanto dürfte sich damit endgültig geschlagen geben, nachdem der US-Konzern mit seiner Kauf-Offerte bei Syngenta zuvor abgeblitzt war.

Im Dezember hatten Dow Chemical und Dupont verkündet, über einen Zusammenschluss zu verhandeln. Nach der Fusion der US-Konzerne soll der neue Gigant dann in drei einzelne und jeweils börsennotierte Unternehmen für Spezialchemikalien, Kunststoffe und Agrarchemikalien aufgespalten werden. So entsteht ein neuer starker Player auch im Agrarchemiegeschäft. Das globale Geschäft rund um Saatgut und Pflanzenschutzmittel steht vor gewaltigen Umwälzungen./jha/stb

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27.07.2016 08:44
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Pharmageschäft treibt Bayer weiter an
27.07.2016 08:16

LEVERKUSEN (awp international) - Gut laufende Geschäfte mit neueren Pillen haben dem Pharma- und Pflanzenschutzkonzern Bayer im zweiten Quartal einen kräftigen Gewinnschub beschert. Der Umsatz ging von April bis Ende Juni aber wegen negativer Wechselkurseffekte um 1,4 Prozent auf 11,8 Milliarden Euro zurück, wie das Dax -Schwergewicht am Mittwoch in Leverkusen mitteilte. Bereinigt um Zu- und Verkäufe sowie um Wechselkursschwankungen wäre der Umsatz um 2,3 Prozent gestiegen.

Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sonderposten kletterte um 5,7 Prozent auf 3,05 Milliarden Euro. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 1,38 Milliarden Euro - 18,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Analysten hatten etwas mehr Umsatz aber weniger Gewinn erwartet. Bayer-Aktien waren vorbörslich gefragt. Der Kurs der Aktien legte um mehr als 2 Prozent zu.

Besonders stark waren die Umsatzzuwächse im Pharmageschäft mit neueren Mitteln. Beim Geschäft rund um rezeptfreie Medikamenten profitierte Bayer von starken Marken, während die Schwellenländer bremsten. Im Agrarchemiegeschäft blieb das Umfeld angesichts der Wirtschaftskrise in Brasilien und des Preisdrucks wichtiger Agrargütern schwierig.

Die Anfang Oktober an die Börse gebrachte Kunststoff-Tochter Covestro steigerte laut Angaben vom Dienstag bei einem Umsatzrückgang den Gewinn. Bayer wurde durch den Börsengang zum reinen Anbieter für die Gesundheits- und Agrarwirtschaft. Derzeit hält Bayer noch rund 64 Prozent an Covestro./jha/fbr

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19.07.2016 16:29
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Monsanto weist auch höheres Bayer-Angebot zurück
19.07.2016 16:15

(neu: Aussagen von Bayer-Betriebsrat, Aktienkurse, Hintergrund)

ST. LOUIS/LEVERKUSEN (awp international) - Der Milliardenpoker von Bayer und Monsanto geht weiter: Der US-Saatguthersteller hält auch das erhöhte milliardenschwere Übernahmeangebot des deutschen Pharma- und Agrarchemiekonzerns für zu niedrig. Die Offerte reiche finanziell nicht aus, um ein Geschäft sicherzustellen, teilte Monsanto am Dienstag in St. Louis mit. Monsanto bleibe aber offen für Gespräche mit dem Leverkusener Konzern sowie anderen Parteien, hiess es. Bayer teilte auf Anfrage lediglich mit: "Wir prüfen die Antwort."

Den Markt liess dies kalt: Bayer-Aktien büssten wie der Dax rund ein Prozent an Wert ein. Monsanto-Aktien standen in den USA ebenfalls etwas unter Druck.

BETRIEBSRAT MAHNT ZÜGIGE ENTSCHEIDUNG AN

Bayer hatte seine Offerte in der vergangenen Woche von 122 auf 125 US-Dollar je Aktie leicht angehoben. Insgesamt bedeutet das einen Aufschlag von rund 1,3 Milliarden US-Dollar. Am Markt wird davon ausgegangen, dass die Deutschen die Amerikaner auf diese Weise dazu bewegen wollten, Einblick in die Bücher zu gewähren. Das würde es Bayer erleichtern, sich ein genaues Bild vom Wert des US-Konzerns zu machen. Analysten gehen davon aus, dass sich die Türen wohl ab rund 130 Dollar öffnen könnten.

Der Chef des Gesamtbetriebsrats von Bayer, Oliver Zühlke, mahnte unterdessen eine zügige Entscheidung an. "Je schneller der Übernahmekampf entschieden wird, desto besser. Mit jeder neuen Nachricht nehmen die Spekulationen im Konzern zu", sagte Zühlke der "Rheinischen Post" (Mittwochausgabe). Eine weitere Anhebung des Angebots sei Sache des Vorstandes. Dieser wisse, was er dem Konzern finanziell zumuten könne. "Strategisch ist die Übernahme sinnvoll", sagte Zühlke.

BAYER WIRBT FÜR DIE OFFERTE

Bayers Ursprungsangebot lag bei insgesamt 62 Milliarden Dollar inklusive der Schulden von Monsanto. Bayer bot Monsanto darüber hinaus zuletzt eine sogenannte Aufhebungszahlung von 1,5 Milliarden Dollar an, falls die Kartellfreigaben nicht erteilt werden sollten. Die Aufstockung war laut Bayer möglich geworden, nachdem der Konzern in vertraulichen Gesprächen mit Monsanto zusätzliche Informationen erhalten habe, hiess es damals. Bayer sprach von einer "hoch attraktiven" Offerte für die Monsanto-Aktionäre. Sie biete die beste Gelegenheit zur sofortigen und sicheren Wertsteigerung für deren Aktien, sagte Bayer-Chef Werner Baumann am vergangenen Donnerstag. Bayer habe die feste Absicht, diese Transaktion abzuschliessen.

Die Leverkusener hatten im Mai überraschend die geplante Übernahme des Saatgutspezialisten aus den USA angekündigt. Der deutsche Konzern würde durch den Rekord-Zusammenschluss zur weltweiten Nummer eins im Agrarchemiegeschäft aufsteigen. Dennoch war der Deal von Anfang an umstritten: Monsanto steht in Europa seit Jahren wegen seiner gentechnisch veränderten Produkte in der Kritik.

KRITIK AN MONSANTO

Dem US-Hersteller von genmanipuliertem Saatgut wird unter anderem ruppiges Verhalten im Umgang mit seinen Kunden vorgeworfen. Ausserdem vertreibt Monsanto den Unkrautvernichter Glyphosat. Dieser steht im Verdacht, krebserregend zu sein. Monsanto vermarktet Glyphosat unter dem Namen Roundup. Vor kurzem hatte die EU-Kommission die Europa-Zulassung des umstrittenen Unkrautvernichters um bis zu 18 Monate verlängert.

Monsanto hatte Kreisen zufolge erst vor Kurzem Gespräche mit dem Bayer-Konkurrenten BASF über eine Kombination der jeweiligen Agrarchemie-Sparten wieder aufgenommen. Die Amerikaner prüften verschiedene Transaktionen einschliesslich der Übernahme des BASF-Geschäfts mit Lösungen für die Agrarwirtschaft, hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg vor rund einer Woche unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet.

VIEL BEWEGUNG IN DER BRANCHE

In der Branche ist generell viel in Bewegung: So will etwa der chinesische Chemiekonzern ChemChina den schweizerischen Agrarchemie-Anbieter Syngenta für 43 Milliarden Dollar schlucken. Auch die US-Konkurrenten Dow Chemical und Dupont wollen zusammengehen. Sie würden damit erst einmal den Branchenprimus BASF vom Thron stossen. Allerdings wollen sich die beiden US-Konzerne nach der geplanten Fusion in drei börsennotierte Unternehmen aufspalten./jha/he

(AWP)

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19.07.2016 08:18
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Bewegung in Gesprächen zwischen Monsanto und Bayer

In die Übernahmeverhandlungen zwischen Bayer und Monsanto kommt Insider-Informationen zufolge Bewegung.

Der Leverkusener Pharma- und Chemiekonzern und der US-Saatgutriese sprächen derzeit über die Bedingungen einer Verschwiegenheitsvereinbarung, die den Weg für eine umfassende Buchprüfung freimachen solle, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person am Montag. Es sei zwar nicht sicher, ob die Beratungen in ein Geheimhaltungsabkommen mündeten. Der Schritt deute aber darauf hin, dass das jüngste Angebot von Bayer dazu beitrage, die Verhandlungen voranzubringen. Monsanto werde Bayer trotzdem auffordern, die Offerte weiter anzuheben, um einem Verkauf zuzustimmen. Zugang zu vertraulichen Informationen war ein entscheidender Knackpunkt seit Beginn der Verhandlungen der beiden Unternehmen. Bayer und Monsanto wollten sich nicht zu den Informationen äußern.

Bayer hatte in der vergangenen Woche seine Offerte aufgestockt und bietet nun 64 Milliarden Dollar. Damit will der Konzern die Amerikaner zum Einlenken bewegen. Sollte die Übernahme glücken, wäre sie die größte in der deutschen Wirtschaftsgeschichte. Monsanto hatte im Mai das frühere, 62 Milliarden Dollar schwere Angebot von Bayer zurückgewiesen, aber Gesprächsbereitschaft bekundet.

Insiderinformationen zufolge hat der Investmentfonds Corvex kleinere Anteile an beiden Unternehmen zusammengetragen. Er favorisiere eine Monsanto-Übernahme durch Bayer, sollte der Preis stimmen, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen. Zu den größten Monsanto-Aktionären gehört bereits der Hedgefonds Glenview, der ein Paket von 2,5 Prozent hält.

Monsanto ist bei der Herstellung von Saatgut weltweit die Nummer eins, Bayer ist nach der Schweizer Syngenta die Nummer zwei unter den Anbietern von Pflanzenschutzmitteln.

(Reuters)

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14.07.2016 08:19
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Monsanto nimmt Gespräche mit BASF wieder auf

Der von Bayer umworbene US-Saatgutspezialist Monsanto hat Kreisen zufolge Gespräche mit BASF über eine Kombination der jeweiligen Agrochemie-Sparten wieder aufgenommen.

Die Amerikaner prüften verschiedene Transaktionen einschliesslich der Übernahme des BASF-Geschäfts mit Lösungen für die Agrarwirtschaft, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Weder Monsanto noch BASF wollten Stellung nehmen.

Im Gegenzug würde BASF wahrscheinlich neu ausgegeben Monsanto-Aktien erhalten, hiess es weiter. Die Diskusionen befänden sich in einem frühen Stadium, eine endgültige Entscheidung sei noch nicht gefallen. Die Gespräche mit Bayer gingen derweil weiter.

Die Aktionäre des US-Konzerns konnten sich am Mittwoch über ein Plus von knapp zwei Prozent ihrer Papiere im nachbörslichen Handel freuen. Die Anteilscheine der beiden deutschen Konzerne reagierten hingegen zunächst kaum auf die Neuigkeiten.

Monsanto mit Schlüsselposition im Saatgutgeschäft

Monsanto lässt sich bei der Milliarden-Offerte des Konkurrenten nicht in die Karten schauen. Bei Vorlage der Quartalsbilanz erklärte Konzernchef Hugh Grant am Mittwoch lediglich, dass er in den vergangenen Wochen mit dem Bayer-Management und auch anderen Gesprächspartnern geredet habe. Er zeigte sich weiter von der Logik einer Zusammenlegung der Geschäfte überzeugt, hält das Angebot finanziell aber nicht für adequat. Ein offizielles Update zur Bayer-Offerte gebe es nicht.

Der Manager zeigte sich von einer integrierten Lösung in der Branche vom Saatgut bis zum Spritzmittel überzeugt. Vor diesem Hintergrund gab er sich offen für entsprechende strategische Optionen. Dabei stehe die Optimierung des Werts für die Aktionäre im Mittelpunkt, betonte Grant. Monsanto verfüge über eine Schlüsselposition im Saatgutgeschäft und bei digitalen Services.

Bayer hatte vor gut fünf Wochen überraschend ein Übernahmeangebot für den Saatgutspezialisten aus den USA angekündigt. Die Leverkusener bieten 62 Milliarden US-Dollar (gut 55 Mrd Euro) in bar. Nachdem das Monsanto-Management die Offerte zuletzt als zu niedrig zurückgewiesen hatte, wird seit längerem über einen Preisaufschlag spekuliert. Monsanto-Aktien legten am Mittwoch um mehr als zwei Prozent zu, blieben damit aber weiter deutlich unter dem von Bayer gebotenen Preis.

Monsantos Geschäfte laufen mau

Die Geschäfte bei Monsanto laufen indes weiterhin nicht rund: Monsanto leidet unter einem Preisverfall in der Landwirtschaft. Auch Währungsabwertungen und die Turbulenzen in den Schwellenländern sorgten nach wie vor für reichlich Gegenwind. Im dritten Quartal sackte der Gewinn verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um mehr als ein Drittel auf 717 Millionen Dollar ab. Der Umsatz ging um mehr als acht Prozent auf 4,2 Milliarden Dollar zurück.

Die schon gekappte Prognose schränkte Konzernchef Grant erneut etwas ein. Für das laufende Geschäftsjahr bis Ende August stellte er nun einen bereinigten Gewinn je Aktie am unteren Ende der zuletzt auf 4,40 bis 5,10 Dollar gesenkten Spanne in Aussicht. Mit seinen Kennzahlen blieb der Konzern hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Aus Sicht von Grant befindet sich die Branche am Tiefpunkt. Er sieht aber frühe Anzeichen einer Erholung. Mit einem Sparprogramm und Stellenstreichungen steuert er gegen.

Übernahme-Wagnis für Bayer

Für Bayer gilt die Übernahme des Konzerns nicht nur aus finanziellen Gründen als ein Wagnis. Auch wegen des schlechten Rufes von Monsanto sind die Übernahmepläne in die Kritik geraten. Dem US-Hersteller von genmanipuliertem Saatgut wird unter anderem ruppiges Verhalten im Umgang mit seinen Kunden vorgeworfen. Ausserdem vertreibt Monsanto den Unkrautvernichter Glyphosat. Dieser steht im Verdacht, krebserregend zu sein.

Monsanto vermarktet Glyphosat unter dem Namen Roundup. Am Mittwoch verlängerte die EU-Kommission die Europa-Zulassung des Unkrautvernichters um bis zu 18 Monate.

In der Branche ist auch sonst viel in Bewegung: So will etwa der chinesische Chemiekonzern ChemChina den Schweizer Agrarchemie-Anbieter Syngenta für 43 Milliarden Dollar schlucken. Auch die US-Konkurrenten Dow Chemical und Dupont wollen zusammengehen. Sie würden damit erst einmal den Branchenprimus BASF vom Thron stossen. Allerdings wollen sich die beiden US-Konzerne nach der geplanten Fusion in drei börsennotierte Unternehmen aufspalten.

(AWP)

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30.06.2016 08:25
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Presse: Monsanto verlangt bis zu 7 Milliarden Dollar mehr von Bayer
29.06.2016 20:12

FRANKFURT (awp international) - Bayer sieht sich laut einem Medienbericht bei der avisierten Übernahme von Monsanto hohen Forderungen der Amerikaner gegenüber. Der US-Agrochemiekonzern habe einen Aufschlag auf den bislang gebotenen Preis in Höhe von bis zu 7 Milliarden Dollar verlangt, schrieb das "Handelsblatt" am Mittwochabend auf seiner englischsprachigen Website. Eine genauere Quelle für die Informationen nannte die Zeitung dabei nicht. Bayer war für eine Stellungnahme am Abend zunächst nicht zu erreichen.

Bayer bietet aktuell 122 Dollar pro Aktie oder insgesamt 62 Milliarden Dollar für den US-Hersteller von Saatgut und Unkrautvernichtern. Monsanto-Chef Hugh Grant machte aber am Mittwoch erneut deutlich, dass ihm dies zu wenig ist. Er erklärte, in den vergangenen Wochen mit dem Bayer-Management, aber auch mit Dritten in der Sache geredet zu haben. Laut "Handelsblatt" verlangt Monsanto einen Aufschlag von 10 bis 15 Dollar pro Aktie, was den Gesamtpreis auf 67 bis 69 Milliarden Dollar hochtriebe./das/edh

(AWP)

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10.06.2016 08:42
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US-Bauernverband signalisiert Zustimmung zur Monsanto-Übernahme durch Bayer
10.06.2016 08:38

NEW YORK (awp international) - Der grösste amerikanische Bauernverband sieht Vorteile für Landwirte bei der Übernahme von Monsanto durch Bayer . "Die Preise könnten durch Kosteneinsparungen fallen", sagte der Chefökonom und stellvertretende Geschäftsführer der American Farm Bureau Federation dem "Handelsblatt" (Freitagausgabe). Auch die Entwicklung von neuen Produkten und die Zulassung könnte sich beschleunigen, wenn Pflanzenschutz und Saatgut unter einem Dach vereinigt seien. "Es entfallen all die Verhandlungen um Lizensierungen", erklärte er. Darüber hinaus könnten Chemiker und Biotechniker vom ersten Tag an zusammenarbeiten.

Allerdings müsste Bayer mehr darüber informieren, was es mit Monsanto vorhabe. Wichtig sei vor allem, die Forschungsmittel für die Landwirtschaft nicht zu kürzen, mahnte Young. Bislang verwendet Monsanto rund zehn Prozent seines Umsatzes für Forschung und Entwicklung. Den hohen Wert soll Bayer zusichern. "Das würde uns sehr beruhigen", sagte Young.

Amerikas grösster Bauernverband Farm Bureau ist damit deutlich weniger kritisch gegen die Übernahme eingestellt als die National Farmers Union. Deren Präsident Roger Johnson befürchtete zuletzt steigende Preise und meldete Widerstand an. Mit knapp sechs Millionen Mitgliedern ist das Farmers Bureau deutlich grösser als der Konkurrenzverband, der auf rund 200 000 Mitglieder kommt.

Der Einbruch der Preise für Agrargüter setzt nicht nur die Landwirte unter Druck. In der Branche dreht sich das Übernahmekarussell im Rekordtempo. Derzeit sollen gleich drei der wichtigsten Saatgut- und Pflanzenschutzhersteller fusionieren oder verkauft werden. So schliessen sich etwa die US-Giganten Dow Chemical und Dupont zusammen, die schweizerische Syngenta wird vom chinesischen Staatskonzern Chemchina geschluckt und Bayer will Monsanto für umgerechnet rund 55 Milliarden Euro übernehmen. Die Transaktionen dürften die Branche grundlegend umwälzen./jha/nmu/fbr

(AWP)

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03.06.2016 08:16
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Offeriert Bayer Monsanto bald mehr Geld?

Bayer hat sich Spielraum für eine höhere Offerte für den US-Saatgutkonzern Monsanto verschafft.

Der Konzern habe sich eine Brückenfinanzierung von 60 Milliarden Euro gesichert und könne diese bei Bedarf auf bis zu 75 Milliarden Euro aufstocken, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person am Donnerstag. Der Pharma- und Chemiekonzern gewinne damit bis zu einem Jahr Zeit. Bayer lehnte eine Stellungnahme ab. Zuvor hatte das "Handelsblatt" (Freitagausgabe) unter Berufung auf Finanzkreise darüber berichtet.

Monsanto hat die 62 Milliarden Dollar schwere Offerte der Leverkusener als zu niedrig zurückgewiesen, sich zugleich aber für Gespräche offen gezeigt. Bayer ließ sich eine Anhebung des Gebots von 122 Dollar je Aktie offen. Gemeinsam würden Bayer und Monsanto einen weltweit führenden Anbieter für Saatgut und Pflanzenschutzmittel schaffen.

Dem Insider zufolge stemmen fünf Banken das riesige Kreditpaket zu gleichen Teilen: Bank of America Merrill Lynch, Credit Suisse, HSBC, Goldman Sachs und JP Morgan. Dem Handelsblatt zufolge kassierten die fünf Banken einen Zins von rund 0,5 Prozent für das erste Halbjahr. Dieser steige, falls sich die Laufzeiten verlängerten. Hoffnungen machten sich die Institute auch, wenn es darum geht, Aktien aus der nötigen Kapitalerhöhung bei Bayer und neue Anleihen zu platzieren. Zudem sei geplant, langfristige Kredite aufzunehmen, deren Volumen 20 Milliarden Euro betragen könnte, berichtet das Blatt weiter. Die Banken waren entweder zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen oder lehnten einen Kommentar ab.

(Reuters)

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01.06.2016 08:41
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Bayer-Chef: Monsanto-Übernahme wird 'Marathon'
01.06.2016 08:37

DÜSSELDORF/LEVERKUSEN (awp international) - Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer braucht nach Ansicht von Chef Werner Baumann für die anvisierte milliardenschwere Monsanto-Übernahme einen langen Atem. "Die geplante Übernahme von Monsanto wird kein Sprint, sondern sicherlich eher ein Marathon", sagte der Vorstandschef der "Wirtschaftswoche" laut einem Vorab vom Mittwoch. Insbesondere die Abstimmungen mit Kartellwächtern könnten sich gegebenenfalls hinziehen. Zunächst steht aber ohnehin noch eine Einigung mit dem Monsanto-Management selbst aus. Baumann wertete die Zurückweisung des bisherigen Gebots von 62 Milliarden US-Dollar (55,6 Mrd Euro) wegen der Gesprächsbereitschaft des umstrittenen US-Agrarchemiekonzerns als "konstruktive Ablehnung".

Baumann verteidigte das Übernahmeangebot weiter als "richtige strategische Entscheidung" für den Leverkusener Dax-Konzern . Am Markt wird darauf spekuliert, dass Bayer die Offerte von 122 Dollar je Monsanto-Aktie noch aufstocken könnte./men/stb

(AWP)

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27.05.2016 13:32
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Bayer wirbt unter Investoren um Zustimmung für den Monsanto-Deal
27.05.2016 12:33

LEVERKUSEN (awp international) - Bayer wirbt in diesen Tagen bei seinen wichtigsten Aktionären um Zustimmung für die geplante milliardenschwere Übernahme des US-Konzerns Monsanto. Nach Angaben eines Firmensprechers vom Freitag soll die Aktion noch bis zur kommenden Woche andauern. Zu den Reaktionen unter den Investoren wurden keine Angaben gemacht.

Vor wenigen Tagen hatte Bayer für Monsanto ein Kaufangebot von umgerechnet 55 Milliarden Euro angekündigt. Der US-Anbieter von Saatgut und Pflanzenschutzmittel wies die Offerte zwar als zu niedrig zurück, zeigte sich aber für weitere Verhandlungen offen.

Die Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), eine der grössten Vertretungen von Kleinanlegern in Deutschland, hatte die Pläne des Vorstands kurz nach Bekanntgabe bereits begrüsst. Die US-kanadische Blackrock-Gruppe, derzeit mit mehr als 6 Prozent grösster Einzelaktionär von Bayer, wollte sich dagegen nicht äussern.

Vor wenigen Tagen hatte eine Umfrage des US-Analysehauses Bernstein unter Bayer-Aktionären ergeben, dass die Mehrheit die Höhe des Kaufpreises ablehnen. Unklar blieb allerdings, wie viele Anleger mit welchen Anteilen überhaupt befragt wurden. Mit rund 300 000 Aktionären gehört Bayer zu den grossen Publikumsgesellschaften in Deutschland. Rund 11 Prozent sind Privatanleger, darunter auch 1 Prozent Belegschaftsaktien./ls/DP/stb

(AWP)

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25.05.2016 08:11
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Monsanto lehnt Bayer-Übernahmeofferte ab - Deutsche wollen reden
25.05.2016 07:16

(neu: Stellungnahme Bayer)

ST. LOUIS/LEVERKUSEN (awp international) - Bayer muss bei seiner geplanten Milliardenübernahme des umstrittenen US-Agrarchemiekonzern Monsanto nachbessern. Monsanto lehnt das bisherige Angebot von Bayer in Höhe von 55 Milliarden Euro als finanziell unzureichend ab. Der Verwaltungsrat habe sich einstimmig gegen die Offerte entschieden, sei aber offen für konstruktive Gespräche, teilte der Konzern mit.

Bayer erklärte am späten Dienstagabend seine Bereitschaft zu solchen Gesprächen. Das Angebot von 122 US-Dollar je Aktie in bar stelle allerdings einen "attraktiven und sicheren Wert für die Aktionäre" dar, hiess es in der Mitteilung des Leverkusener Dax -Konzerns.

MONSANTO WILL MEHR GELD

"Wir freuen uns, dass der Verwaltungsrat von Monsanto unsere Überzeugung von den erheblichen Vorteilen einer integrierten Strategie für Landwirte und die Gesellschaft insgesamt teilt", sagte Bayer-Chef Werner Baumann. "Wir sind zuversichtlich, dass wir alle Fragen zur Finanzierung und zu regulatorischen Aspekten im Zusammenhang mit der Transaktion klären können. Es ist weiterhin unser Ziel, diese für beide Seiten überzeugende Transaktion gemeinsam zum Abschluss zu bringen."

Monsanto-Chef Hugh Grant hatte zuvor verkündet, eine "integrierte Strategie" könne erhebliche Vorteile haben. Damit zeigt die umworbene Gesellschaft grundsätzliche Offenheit für Fusionsverhandlungen. Allerdings bewerte das derzeitige Angebot von Bayer Monsanto als deutlich zu niedrig. Der Verwaltungsrat habe keinen Zeitplan für weitere Gespräche mit Bayer vorgegeben.

RATINGAGENTUREN DROHEN BAYER MIT DEUTLICHEN ABSTUFUNGEN

Am Montag war bekanntgeworden, dass der deutsche Pharma- und Pflanzenschutzriese umgerechnet mehr als 55 Milliarden Euro für Monsanto bietet. Es wäre eine der teuersten Übernahmen der deutschen Wirtschaftsgeschichte. Der Konzern bietet insgesamt 62 Milliarden Dollar. Händler und Analysten waren von der Höhe des Gebots überrascht. Die Ratingagenturen Moody's und Fitch drohten Bayer wegen der Fusionspläne mit deutlichen Bonitätssenkungen.

Doch nicht nur wegen des hohen Preises, auch wegen des schlechten Rufs von Monsanto vor allem in Europa gilt das Vorhaben als riskant. Der US-Konzern steht seit Jahren wegen seiner gentechnisch veränderten Produkte in der Kritik. Zudem wird seit langem über mögliche gesundheitsschädliche Auswirkungen des Wirkstoffs Glyphosat diskutiert, den Monsanto in seinem weltweit verbreiteten Unkrautvernichter "Roundup" benutzt. Bayer lässt sich von den Image-Problemen indes nicht abschrecken.

BAYER-CHEF KAUFT IM GROSSEN STIL AKTIEN SEINES UNTERNEHMENS

Die Leverkusener wollen mit der Übernahme zum weltgrössten Agrarchemie-Hersteller aufsteigen. Vorstandschef Werner Baumann verteidigt den Plan gegen Vorbehalte, nachdem die Aktionäre skeptisch auf die Verkündung der Übernahmeabsichten reagierten. Die Agrarindustrie stehe angesichts der schnell wachsenden Weltbevölkerung und der globalen Erwärmung vor gigantischen Herausforderungen. Durch einen Zusammenschluss könnten Bayer und Monsanto hier wegweisende Antworten geben, so Baumann. Davon würden die Landwirtschaft, aber auch die eigenen Aktionäre profitieren.

Als wolle er seine Entschlossenheit untermauern, deckte sich der Bayer-Chef im Zuge der Milliarden-Offerte selbst in grossem Stil mit Aktien seines Unternehmens ein. Allein seit Montag hat der erst seit gut drei Wochen amtierende Chef des Dax-Konzerns Aktien für fast eine Million Euro erworben, wie aus Stimmrechtsmitteilungen hervorgeht. Insgesamt kaufte Baumann 11 000 Bayer-Anteilsscheine. Dabei spielte ihm eine deutliche Vergünstigung der Papiere in die Karten - denn der Kurs ist seit den aufkommenden Spekulationen über eine Übernahme von Monsanto kräftig gesunken./he/hbr/DP/he

(AWP)

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24.05.2016 08:36
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Bayer plant den Mega-Deal: 55 Milliarden Euro für Monsanto geboten
24.05.2016 06:34

LEVERKUSEN/ST. LOUIS (awp international) - Der Pharma- und Pflanzenschutzriese Bayer will den umstritten Biotechnologiekonzern Monsanto für mehr als 55 Milliarden Euro übernehmen und damit zum weltgrössten Agrarchemie-Hersteller aufsteigen. Es wäre eine der teuersten Übernahmen der deutschen Wirtschaftsgeschichte. An der Börse sorgte die Bekanntgabe des gebotenen Kaufpreises am Montag für weitere Kursverluste der Bayer-Aktie.

Bayer-Chef Werner Baumann verteidigt trotz der Vorbehalte der Aktionäre seine Übernahmepläne. Die Agrarindustrie stehe angesichts der schnell wachsenden Weltbevölkerung und der globalen Erwärmung vor gigantischen Herausforderungen. Durch die Kombination ihrer Fähigkeiten könnten Bayer und Monsanto hier wegweisende Antworten geben. Davon würden die Landwirtschaft, aber auch die eigenen Aktionäre profitieren.

BAYERS ZIEL: WELTWEITE NUMMER EINS IN DER AGRARCHEMIE

Die Leverkusener würden durch den Zusammenschluss zur weltweiten Nummer eins im Agrarchemiegeschäft aufsteigen. Der Konzernumsatz würde auf rund 60 Milliarden Euro (bisher: 46,3 Milliarden) zulegen, die Zahl der Mitarbeiter auf fast 140 000 (bisher: knapp 117 000) klettern.

Dafür will Bayer tief in die Tasche greifen. Der Dax -Konzern bietet je Monsanto-Aktie 122 US-Dollar in bar - insgesamt 62 Milliarden Dollar. Die Offerte entspricht einem Aufschlag von 37 Prozent auf den Schlusskurs der Monsanto-Aktie vor dem Bekanntwerden der ersten Übernahme-Spekulationen. Am Montag legten die Anteillscheine des US-Saatgutherstellers um 4,41 Prozent auf 106 Dollar zu. Monsanto selbst äusserte sich bisher noch nicht öffentlich. US-Landwirtschaftsminister Tom Vilsack berichtete jedoch nach einem Gespräch mit Monsanto-Chef Hugh Grant, dieser sei überrascht davon gewesen, mit welcher Offenheit der deutsche Konzern mit seinem Vorhaben an die Öffentlichkeit getreten sei.

KAPITALERHÖHUNG GEPLANT

Zur Finanzierung setzt Bayer auch auf eine Kapitalerhöhung. Der gebotene Kaufpreis liegt noch einmal deutlich über den knapp 40 Milliarden Dollar, die Daimler 1998 für Chrysler zahlte, und übertrifft auch die rund 50 Milliarden Dollar, die die Deutsche Telekom im Jahr 2000 auf dem Höhepunkt des Telekommunikations-Booms für den US-Rivalen Voicestream hinblätterte.

"Wir sind seit langem von Monsanto beeindruckt", begründete Baumann den Schritt. Nicht zuletzt die führende Rolle der Amerikaner in der Biotechnologie und beim "digital farming" - der Nutzung digitaler Techniken für die Landwirtschaft - mache Monsanto attraktiv. Bereits nach drei Jahren rechnen die Leverkusener durch den Zusammenschluss mit Einsparungen von rund 1,5 Milliarden Dollar jährlich.

DEUTSCHE ARBEITNEHMERVERTRETER BEGRÜSSEN PLAN

Nachteile für die deutschen Bayer-Beschäftigten sind nach Angaben der IG BCE ausgeschlossen. Die Vereinbarungen zur Beschäftigungssicherung blieben unangetastet, alle Standorte erhalten, betonte die Gewerkschaft. Auch bleibe die Forschung und Entwicklung weiterhin in Deutschland angesiedelt. Der Bayer-Betriebsrat begrüsst den geplanten Zusammenschluss. "Die Übernahme von Monsanto sichert nachhaltig die Zukunftsfähigkeit von Bayer", sagte Gesamtbetriebsratschef Oliver Zühlke der "Rheinischen Post" (Dienstag). Der Konzern habe sich unter anderem verpflichtet, bis 2020 am Kündigungsschutz festzuhalten.

Unterstützung bekam der Bayer-Chef auch von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW). Deren Hauptgeschäftsführer Marc Tüngler sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Wir finden es richtig, dass Bayer diesen Versuch startet." Dem Unternehmen biete sich eine einmalige Chance, zum Weltmarktführer aufzusteigen - auch wenn es dazu sein Angebot möglicherweise sogar noch einmal erhöhen müsse.

UMWELTSCHÜTZER SKEPTISCH

Umweltschützer und die Bundestagsfraktion der Grünen sehen den Zusammenschluss dagegen kritisch. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) warnte, der Konzern wolle offenbar trotz allen gesellschaftlichen Widerstands verstärkt auf Gentechnik setzen.

Monsanto steht in Europa seit Jahren wegen seiner gentechnisch veränderten Produkte in der Kritik. Zudem wird seit langem über mögliche gesundheitsschädliche Auswirkungen des Wirkstoffs Glyphosat diskutiert, den Monsanto in seinem weltweit verbreiteten Unkrautvernichter "Roundup" benutzt. Bayer hält die Image-Probleme indes für beherrschbar.

BAYER-AKTIENKURS GIBT WEITER NACH

Bei den Aktionären kommt das vom Bayer-Vorstand und -Aufsichtsrat einstimmig beschlossene Übernahmeangebot bislang allerdings nicht gut an. Bereits die erste Ankündigung der Pläne vor wenigen Tagen hatte die Bayer-Aktie auf Talfahrt geschickt. Die Bekanntgabe des Kaufpreises liess den Kurs am Montag noch einmal um fast sechs Prozent nachgeben./jap/DP/men

(AWP)

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23.05.2016 08:19
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Bayer will Monsanto für 62 Milliarden US-Dollar kaufen
23.05.2016 08:03

(Meldung weiter ausgebaut)

LEVERKUSEN/ST. LOUIS (awp international) - Der deutsche Pharma- und Chemiekonzern Bayer will den US-amerikanischen Agrochemie-Spezialisten Monsanto für 62 Milliarden US-Dollar schlucken. "Wir sind seit langem von Monsanto beeindruckt und teilen die Überzeugung, dass durch ein integriertes Geschäft erheblicher Wert für die Aktionäre beider Unternehmen entstehen würde", sagte Bayer-Chef Werner Baumann am Montag laut Mitteilung. Er hat das Ruder bei Bayer erst vor drei Wochen übernommen.

Mit der Übernahme würde Bayer zum weltweit grössten Agrochemie-Hersteller aufsteigen. Am vergangenen Donnerstag hatten die beiden Konzerne bereits Übernahmegespräche bestätigt. Zum aktuellen Angebot hat sich Monsanto bisher aber nicht geäussert.

Wie der Dax-Konzern am Montag mitteilte, bieten die Leverkusener je Monsanto-Aktie 122 US-Dollar (108,70 Euro) in bar. Zum genannten Gesamtpreis werden noch die Schulden von Monsanto hinzugerechnet. Am Freitag schlossen die Aktien an der New Yorker Börse bei 101,52 Dollar. Die schriftlich unterbreitete Offerte entspreche einem Aufschlag von 37 Prozent auf den Schlusskurs der Monsanto-Aktie vor zwei Wochen, erklärte Bayer. Kurz danach waren erste Übernahme-Spekulationen aufgekommen.

Zur Finanzierung setzt Bayer neben dem Einsatz von Fremdkapital auch auf eine Kapitalerhöhung. Der Eigenkapitalanteil solle rund 25 Prozent abdecken, hiess es. Bereits am vergangenen Donnerstag hatten die Übernahmegespräche den Bayer-Aktienkurs stark belastet und die Monsanto-Bewertung kräftig in die Höhe getrieben. Am Montag fiel die Bayer-Aktie vorbörslich beim Broker Lang & Schwarz um weitere 3 Prozent.

MILLIARDENSCHWERE SYNERGIEN ERWARTET

Bayer sei darauf vorbereitet, zügig mit der Unternehmensprüfung zu beginnen, Verhandlungen aufzunehmen und schnell zu einer Einigung über eine Transaktion zu gelangen. Die Transaktion stehe unter den üblichen Vollzugsbedingungen.

Der Zusammenschluss soll laut Bayer im ersten vollen Jahr nach dem Abschluss der Transaktion einen positiven Beitrag zum bereinigten Ergebnis je Aktie im mittleren einstelligen Prozentbereich leisten und später im zweistelligen Prozentbereich. Die Synergien dürften nach drei Jahren bei rund 1,5 Milliarden Dollar pro Jahr liegen, hiess es weiter.

MONSANTO WIRD VOM JÄGER ZUM GEJAGTEN

In der Chemiebranche brodelt seit langem die Gerüchteküche über die Zukunft der Unternehmen, die sich auf das Geschäft mit der Landwirtschaft spezialisiert haben. Dieses steht wegen niedrigerer Preise für Agrarprodukte, der Turbulenzen in den Schwellenländern und der Rezession in Brasilien seit einiger Zeit unter erheblichem Druck. Aus diesem Grund war auch der weltgrösste Chemiekonzern BASF als möglicher Interessent für Monsanto genannt worden.

Das US-Unternehmen wiederum will sein Saatgutgeschäft seit längerem stärken und hatte dazu selbst immer wieder eigene Zukäufe oder Partnerschaften im klassischen Pflanzenschutz ins Auge gefasst. In jüngster Zeit war Monsanto aber mit seinen Übernahmeplänen in Europa aber gescheitert.

So blitzte Monsanto etwa im vergangenen Jahr beim schweizerischen Konzern Syngenta ab. Diesen will nun das chinesische Unternehmen ChemChina für 43 Milliarden Dollar schlucken. Jetzt ist Monsanto selbst zu einem Übernahmekandidaten geworden, zumal der Aktienkurs des Unternehmens in der Vergangenheit unter anderem wegen einer gekappten Gewinnprognose unter Druck stand.

GESAMTE BRANCHE IN BEWEGUNG

In der Chemiebranche dreht sich das Fusionskarussell nicht nur beim Geschäft mit Agrarrohstoffen. So planen die US-Konzerne Dow Chemical und Dupont ihren Zusammenschluss. Sie würden damit erst einmal den Branchenprimus BASF vom Thron stossen. Allerdings wollen sich die beiden US-Konzerne nach der geplanten Fusion in drei börsennotierte Unternehmen aufspalten, darunter ein schlagkräftiger Agrarchemiekonzern.

Bayer selbst hat den Schwerpunkt zuletzt vor allem auf sein Pharmageschäft ausgerichtet. So wurde das bei der Tochter Covestro geparkte Chemiegeschäft zum Teil an die Börse gebracht. Aktuell halten die Leverkusener noch 64 Prozent - doch Bayer will sich komplett von Covestro trennen. Auch das Tiermedizingeschäft könnte laut Analysten zur Finanzierung der Megaübernahme herangezogen werden./jha/stk/das

(AWP)

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19.05.2016 08:22
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Spekulationen bestätigt: Bayer buhlt um US-Konzern Monsanto
19.05.2016 07:53

(Neu: Weitere Details zu den Grössenordnungen im neunten, zehnten und elften Absatz.)

LEVERKUSEN (awp international) - Bayer will sein Agrarchemie-Geschäft mit dem Kauf des US-Unternehmens Monsanto aufpolieren. Ein Bayer-Sprecher bestätigte am Donnerstagmorgen in Leverkusen Gespräche über ein mögliches Gebot. Zuvor hatte der US-Konzern in St. Louis mitgeteilt, dass er eine unaufgeforderte, nicht-bindende Offerte des deutschen Pharma- und Agrarchemiekonzerns erhalten habe.

Finanzielle Details nannte das US-Unternehmen, das an der Börse derzeit mit 42,4 Milliarden Dollar (37,8 Mrd Euro) bewertet wird, nicht. Bayer kommt auf eine Marktkapitalisierung von knapp 80 Milliarden Euro. Der Verwaltungsrat von Monsanto werde die Offerte jetzt prüfen. Bis diese Überprüfung abgeschlossen ist, werde es keine weitere Mitteilung des Unternehmens geben. Auch Bayer hielt sich mit Details bedeckt.

GERÜCHTEKÜCHE BRODELT SEIT LÄNGEREM

Über ein Bayer-Gebot für Monsanto war zuletzt bereits spekuliert worden. So hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg am vergangenen Donnerstag berichtet, dass Bayer eine Offerte auslotet. Der Aktienkurs des deutschen Unternehmens gab seitdem etwas mehr als drei Prozent nach. Die Monsanto-Anteile legten im Gegenzug um knapp um acht Prozent zu.

In der Chemiebranche brodelt seit langem die Gerüchteküche über die Zukunft der Unternehmen, die sich auf das Geschäft mit der Landwirtschaft spezialisiert haben. Dieses steht wegen niedrigerer Preise für Agrarrohstoffe, den Turbulenzen in den Schwellenländern und der Rezession in Brasilien seit einiger Zeit unter erheblichem Druck.

AUCH BASF WURDE INTERESSE NACHGESAGT

Aus diesem Grund war auch der weltgrösste Chemiekonzern BASF als möglicher Interessent für Monsanto genannt worden. Viele Experten hatten bisher eine Komplettübernahme durch einen der deutschen Konzerne für eher unwahrscheinlich gehalten. So hatte zum Beispiel Analyst John Klein von der Privatbank Berenberg zwar eine Kooperation von Monsanto mit Bayer oder BASF für möglich gehalten. Übernahmen oder Fusionen hielt er dagegen für weniger wahrscheinlich.

Das US-Unternehmen, das wegen seiner gentechnisch veränderten Produkte immer wieder in der Kritik steht, will sein Saatgutgeschäft seit längerem stärken und hatte dazu selbst immer wieder eigene Übernahmen oder Partnerschaften im klassischen Pflanzenschutz ins Auge gefasst. In jüngster Zeit war Monsanto aber mehrfach mit seinen Zukaufsplänen in Europa gescheitert.

MONSANTO BEI SYNGENTA GESCHEITERT - GESAMTE BRANCHE IN BEWEGUNG

So blitzte der Konzern etwa im vergangenen Jahr beim schweizerischen Konzern Syngenta ab. Diesen will nun das chinesische Unternehmen ChemChina für 43 Milliarden US-Dollar schlucken. Nun ist Monsanto selbst zu einem Übernahmekandidaten geworden, zumal der Aktienkurs des Unternehmens seit einiger Zeit unter anderem wegen einer jüngst gekappten Gewinnprognose unter Druck steht.

In der Chemiebranche dreht sich das Fusionskarussell nicht nur beim Geschäft mit Agrarrohstoffen. So planen die US-Konzerne Dow Chemical und Dupont ihren Zusammenschluss. Sie würden damit erst einmal den Branchenprimus BASF vom Thron stossen. Allerdings wollen sich die beiden US-Konzerne nach der geplanten Fusion in drei börsennotierte Unternehmen aufspalten.

BAYER: MONSANTO WÜRDE KERNGESCHÄFT STÄRKEN

Bayer selbst hat den Schwerpunkt seines Geschäfts zuletzt vor allem auf die Pharmasparten des Unternehmens ausgerichtet. So wurde das bei der Tochter Covestro geparkte Chemiegeschäft zum Teil an die Börse gebracht. Aktuell halten die Leverkusener noch 64 Prozent - doch Bayer will sich so schnell wie möglich komplett von Covestro trennen.

Immer wieder wurde auch darüber spekuliert, ob sich Bayer von der Sparte Crop Science, in der das Geschäft mit Agrarstoffen gebündelt ist, trennen will. Doch jetzt soll der Bereich, der 2015 mit 10,4 Milliarden Euro etwas mehr als ein Fünftel zum Konzernumsatz beisteuerte, gestärkt werden. Bayer selbst sprach am Donnerstag davon, dass mit einer Monsanto-Übernahme das Kerngeschäft gestärkt werden würde.

BAYER/MONSANTO KÄME AUF EIN VIERTEL DES BRANCHENUMSATZES

Monsanto setzte im vergangenen Jahr 15 Milliarden Dollar um und kam dabei auf einen Gewinn von 2,3 Milliarden Dollar. Einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge, der sich auf eine Studie von Morgan Stanley stützt, würden die beiden Unternehmen rund ein Viertel der weltweit verkauften Pflanzenschutzmittel absetzen. Für ein Zusammengehen spricht, dass Monsanto in den USA stärker aufgestellt ist, Bayer in Europa und Asien. Das könnte den Unternehmen auch bessere Karten bei den Wettbewerbshütern bescheren./zb/stk/stb

(AWP)

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26.04.2016 08:17
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Bayer sieht sich weiter klar auf Wachstumskurs
26.04.2016 07:44

LEVERKUSEN (awp international) - Bayer blickt nach dem Umbau zum reinen Gesundheits- und Agrochemiekonzern im vergangenen Jahr weiterhin zuversichtlich auf das laufende Jahr. "Den Ausblick für 2016 bestätigen wir", sagte der scheidende Konzernchef Marijn Dekkers am Dienstag in Leverkusen laut Mitteilung. Inklusive der im Oktober an die Börse gebrachten Kunststofftochter Covestro dürfte der Umsatz auf über 47 Milliarden Euro klettern. Das entspreche einem um Währungseinflüsse und Zu- und Verkäufe bereinigten Wachstum im unteren einstelligen Prozentbereich.

Der operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sonderposten dürfte dabei etwas kräftiger zulegen. Die Steigerung dürfte im mittleren einstelligen Prozentbereich liegen. Beim Ergebnis je Aktie peilt Bayer 2016 einen Anstieg im mittleren einstelligen Prozentbereich an. Ohne Covestro wäre das erwartete Umsatzplus etwas höher. Zum 1. Mai übernimmt Strategiechef Werner Baumann bei Bayer das Ruder./jha/stb

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25.04.2016 08:23
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Bayer-Tochter Covestro sieht sich weiter auf Kurs
25.04.2016 07:20

LEVERKUSEN (awp international) - Die Bayer-Tochter Covestro hat dank niedrigerer Rohstoffkosten und einer robusten Nachfrage ihre Profitabilität im ersten Quartal kräftig gesteigert. Der Umsatz sank wegen niedrigerer Preise allerdings um 5,9 Prozent auf 2,875 Milliarden Euro, wie der Konzern am Montag in Leverkusen mitteilte. Wegen niedriger Preise für Ölderivate verdiente Covestro in den ersten drei Monaten des Jahres aber operativ deutlich mehr.

Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sei im Jahresvergleich um 29,3 Prozent auf 508 Millionen Euro geklettert. Unter dem Strich legte der Gewinn um 58,3 Prozent auf 182 Millionen Euro zu. Das war mehr als von Analysten erwartet. Trotz eines geringeren Wachstumstempos der Weltwirtschaft hält Konzernchef Patrick Thomas an den Prognosen für 2016 fest. Er stellt weiter ein Mengenwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich in Aussicht.

Der Covestro-Börsengang Anfang Oktober war einer der grössten in Deutschland seit dem Boomjahr 2000. Auch nach dem Börsengang hält der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer noch rund 64 Prozent an Covestro. Der Kunststoffspezialist - bis vor kurzem noch bekannt als Bayer MaterialScience - stellt unter anderem den transparenten Kunststoff Polycarbonat her. Die Materialien werden etwa in der Auto-, Bau- und in der Elektroindustrie verwendet. Weltweit haben die Leverkusener rund 15 700 Mitarbeiter./jha/stb

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24.04.2016 18:39
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Warburg ist für Buy Z 139€

Warburg Research belässt Bayer auf 'Buy' - Ziel 139 Euro

Das Analysehaus Warburg Research hat die Einstufung für Bayer vor Zahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 139 Euro belassen. Das Wachstum aus eigener Kraft dürfte im ersten Quartal für die Pharmasparte stark gewesen sein, schrieb Analyst Ulrich Huwald in einer Studie vom Donnerstag. Dies dürfte zum Teil jedoch von Rückgängen in der Agrarsparte CropScience und bei der Kunststofftochter Covestro konterkariert worden sein./mzs/ck
AFA0190 2016-04-21/22:02

Ich gehe auch davon aus, dass Bayer vom (noch) tiefen Oelpreis profitiert.

21.04.2016 13:13
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Bayer senkt Anteil an Covestro auf rund 64 Prozent
21.04.2016 12:09

LEVERKUSEN (awp international) - Der Pharma- und Pflanzenschutzkonzern Bayer hat seinen Anteil an der Kunststofftochter Covestro verringert. Der Konzern überführe 10 Millionen Aktien in seinen Pensions-Treuhandverein, wie Bayer am Donnerstag mitteilte. Das Paket entspreche 4,94 Prozent des gesamten Aktienbestands von Covestro, womit der Bayer-Anteil von rund 69 auf etwa 64 Prozent sinke. "Damit sichern wir die Altersversorgungszusagen des Konzerns weiter ab", sagte Bayer-Finanzchef Johannes Dietsch laut Mitteilung.

So muss Bayer weniger eigene Mittel in den Fonds stecken. Bayer hatte zuletzt eine zügige Reduzierung seines Anteils an dem Polymerwerkstoff-Hersteller angekündigt./jha/stb

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18.04.2016 15:07
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Einschätzung JPM

Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für Bayer vor Zahlen zum ersten Quartal auf "Neutral" belassen. Seine Gewinnschätzung (Core EPS) für den Pharmakonzern liege rund 2 Prozent unter der durchschnittlichen Analystenprognose, schrieb Analyst Richard Vosser in einer Studie vom Montag. In Erwartung bestätigter Jahresziele sollten aber auch leicht enttäuschende Kennziffern der Bayer-Aktie kaum etwas anhaben können./edh/tav

120.742 (Durchschnitt) *0.98 = KZ 118.29 €

13.04.2016 15:15
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Kursziel 140€ von DB

Bayer-Aktie nimmt Fahrt auf: "35 Prozent Potenzial"

Die Aktie von Bayer hat ihre kurze Konsolidierungsphase wieder abgeschlossen und kann zur Wochenmitte weitere Kursgewinne verbuchen. Am Mittwochvormittag legt die Aktie 1,4 Prozent auf 104,00 Euro zu. Der Wert profitiert dabei unter anderem von einem positiven Analystenkommentar. Die Deutsche Bank hat die Einstufung für Bayer vor den Zahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 140 Euro belassen. Der Pharma- und Chemiekonzern sollte über ein erstes Quartal mit moderaten Zuwächsen berichten, schrieb Analyst Tim Race in einer Studie vom Dienstag. Der Fokus der Anleger dürfte auf dem Umbau des DAX-Konzerns liegen, etwa den Plänen für die restlichen Anteile an der Kunststofftochter Covestro.

08.04.2016 14:31
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CS ist für Outperform

Credit Suisse belässt Bayer auf 'Outperform' Die Schweizer Bank Credit Suisse hat die Einstufung für Bayer auf "Outperform" belassen. Dies geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Studie zur europäischen Pharmabranche hervor./ajx/edh AFA0076 2016-04-07/15:21 Kursziel ist leider nicht genannt.

07.04.2016 10:52
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Kursziel 108 €

Bayer-Aktie: Neuorientierung auf Life-Science-Geschäft schreitet voran - Kurszielerhöhung - AktienanalyseParis - Bayer-Aktienanalyse von Analyst Florent Cespedes von der Société Générale: Florent Cespedes, Analyst der Société Générale, erhöht in einer aktuellen Aktienanalyse das Kursziel für die Aktie des Chemie- und Pharmakonzerns Bayer AG (ISIN: DE000BAY0017, WKN: BAY001, Ticker-Symbol: BAYN, Nasdaq OTC-Symbol: BAYZF) von 106 auf 108 Euro.

 

30.03.2016 09:59
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grosse Chance bei Bayer

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