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Slack-Chef Butterfield

Slack-Chef Butterfield schiesst verbal gegen Microsoft

Der Bürokommunikations-Dienst Slack rechnet im als unfair empfundenen Wettbewerb mit Microsoft nicht mit einer Unterstützung durch ein Kartellverfahren in den USA.

05.07.2020 16:00

Microsoft sei aber geradezu von der Idee besessen, Slack an den Rand zu drängen, und verteile seine Teams-Software massenhaft kostenlos mit Windows 10, sagte Slack-CEO Stewart Butterfield in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Trotzdem sei es Microsoft nicht gelungen, sein Unternehmen vom Markt zu fegen. Slack habe derzeit weltweit 122'000 Kunden und verzeichne weiter ein starkes Wachstum.

"Ich glaube, dass Märkte eine Rolle spielen und Wettbewerb gut ist", betonte Butterfield. Und deshalb sei es sehr schwer, festzulegen, wo man eine Grenze ziehen müsse und wo der Staat tatsächlich eingreifen sollte. Sich in den USA für ein Kartellverfahren stark zu machen, sei aber im Grunde eine Zeitverschwendung. "Der Kongress müsste handeln, und es kann Jahre dauern, bis da eine Entscheidung fällt." Und da ein Votum der Politik mit Sicherheit vor Gerichten angefochten werde, würde vermutlich mehr als ein Jahrzehnt verstreichen, bevor Microsoft in die Schranken gewiesen werde.

Im Vergleich zu den Zeiten, in denen Microsoft im "Browserkrieg" seinen Wettbewerber Netscape auch mit umstrittenen Massnahmen niedergerungen habe, sei der Konzern aber inzwischen "durch eine wärmere und freundlichere Kultur geprägt", sagte Butterfield. Obwohl man Slack in Microsoft-Pressemitteilungen diskreditiert habe. "Microsoft-CEO Satya Nadella ist eine grossartige Person - aber man wird auch nicht Chef dieses Konzerns, wenn man keine scharfen Ellbogen besitzt."

Microsoft entgegnet, ihre Software Teams werde bei Windows 10 nicht standardmässig installiert, weder in den Versionen für Privatanwender noch bei den sogenannten Commercial-Lizenzen für gewerbliche Kunden. "Grundsätzlich kann aber jeder PC-Hersteller natürlich Microsoft-365-Anwendungen oder andere Programme installieren."

In der Corona-Krise viele neue Kunden gewonnen

Slack-CEO Butterfield will sich aber nicht nur als Gegenpol zu Microsoft definieren: Obwohl Microsoft so auf Slack fixiert sei, sehe er den Service seiner Firma gar nicht im direkten Wettbewerb mit Microsoft Teams, sagte Butterfield. Der Schwerpunkt von Teams liege eindeutig im Bereich von Video-Konferenzlösungen, während Slack hier keine grossen eigenen Anstrengungen unternehme. Für Video habe man nur eine beschränkte eigene Funktion. Stattdessen integriere man lieber Tools von Spezialfirmen wie Zoom oder Cisco WebEx. Slack könne sogar mit Microsoft Teams als Video-Lösung verknüpft werden. Slack stehe vor allem dafür, die Zusammenarbeit in einer Firma und mit Partnerunternehmen zu vereinfachen und effizienter zu machen.

Eine Schub für das eigene Geschäft verspricht sich Butterfield von dem neuen Dienst "Slack Connect", der die Nutzung von E-Mails noch weiter zurückdrängen soll. Mit dem neuen Service sollen sich künftig auch bis zu 20 Partner, Kunden und Lieferanten in die Team-Kommunikation einbinden lassen. Damit soll es laut Slack möglich sein, komplette Lieferketten zu organisieren. Butterfield betonte, mit "Slack Connect" werde die Kommunikation über Firmengrenzen hinweg auch sicherer, weil dadurch inoffizielle Kommunikationskanäle wie SMS, WhatsApp oder andere unsichere Dienste abgelöst werden könnten. Ausserdem entfalle die Bedrohung durch Spam-E-Mails.

Slack steigerte zuletzt seinen Umsatz in dem Ende April abgeschlossenen ersten Geschäftsquartal im Jahresvergleich um 50 Prozent auf 201,7 Millionen Dollar. Allerdings wuchs Slack auch schon vorher mit ähnlichem Tempo. Investoren hatten erwartet, dass die Heimarbeit und das Lernen zu Hause in der Corona-Krise das Geschäft der Firma noch stärker ankurbeln. Für das laufende Vierteljahr stellte Slack ein Umsatzplus von bis zu 44 Prozent in Aussicht.

Butterfield sagte, Slack habe in der Corona-Krise auf der einen Seite viele neue Kunden gewonnen. Auf der anderen Seite schlage der Einbruch in der Wirtschaft auch auf die Pläne durch, Slack in Unternehmen als Kommunikationsplattform breit auszurollen. "Wir haben es deshalb mit Rückenwind und Gegenwind gleichzeitig zu tun, der bei den Finanzergebnissen zu Turbulenzen führt."

(AWP)

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L'Oreal-Chef: Schnelle

L'Oreal-Chef: Schnelle Belebung bei Kosmetik

Der französische Kosmetikkonzern L'Oreal rechnet in seinem Stammgeschäft mit einer schnellen Erholung von den Corona-Belastungen. "Wir haben keine Nachfragekrise, sondern eine Versorgungskrise", sagte Konzernchef Jean-Paul Agon im Gespräch der "Welt am Sonntag". "Seit es Lockerungen gibt und Geschäfte wieder öffnen dürfen, legen die Verkäufe deutlich zu, allen voran in China", sagte der Manager dem Blatt. "Ich bin daher zuversichtlich für das zweite Halbjahr - immer vorausgesetzt, die Pandemie kehrt nicht nochmal mit Wucht zurück." Kosmetik sei ein kleines Stück Alltagsluxus, das sich die Menschen leisten wollten.

05.07.2020 15:59

Auch der weltgrösste Kosmetikhersteller war hart von der Krise getroffen worden. "Es ist klar, dass in der schwierigsten Zeit, ich würde sagen im April und Mai, viele Geschäfte geschlossen waren. Das hat sich natürlich auf unser Geschäft ausgewirkt", sagte Agon. Details nannte er nicht, die Zahlen zum zweiten Quartal legen die Franzosen am 30. Juli vor. In den ersten drei Jahresmonaten hatte der Konzern bereits einen Umsatzrückgang verzeichnet./men

(AWP)

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Britische Grossbank Lloyds

Britische Grossbank Lloyds muss sich neuen Chef suchen

Die britische Grossbank Lloyds steht vor der Suche nach einem neuen Chef. Der amtierende Bankchef Antonio Horta-Osorio will im Jahr 2021 abtreten, wie die Bank am Montag in London mitteilte. Als Zieldatum für einen Wechsel sei Ende Juni nächsten Jahres vereinbart worden, damit es einen reibungslosen Übergang gibt.

06.07.2020 08:33

Zeitgleich hat Lloyds auch eine Neubesetzung an der Spitze des Verwaltungsrats bekanntgegeben. Hier wird Lord Blackwell im Laufe des nächsten Jahres seinen Stuhl räumen. Als Nachfolger wurde Robin Budenberg berufen. Budenberg kommt aus der Bankenwelt und hat in der Finanzkrise und bei deren Aufarbeitung für die Regierung gearbeitet.

Lloyds hat die Corona-Pandemie im ersten Quartal schmerzhaft zu spüren bekommen und musste die Vorsorge für mögliche Kreditausfälle deutlich hochfahren. Bankchef Horta-Osorio hatte aus diesem Grund seine bisherigen Geschäftsziele gestrichen./stk/zb/jha/

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HeidelbergCement muss

HeidelbergCement muss Milliarden abschreiben

(Ausführliche Fassung) - Der Baustoffkonzern HeidelbergCement muss im Zuge der Corona-Krise Milliarden abschreiben. Der überwiegende Teil betrifft dabei die zwei grossen Übernahmen aus den vergangenen Jahren, Hanson und Italcementi, wie das Unternehmen am Montagabend in Heidelberg mitteilte. Die Wertberichtigungen belaufen sich dabei auf insgesamt 3,4 Milliarden Euro. Den grössten Batzen muss HeidelbergCement dabei in Grossbritannien abschreiben. Hier belastet nicht nur die Corona-Krise, sondern auch der anstehende Brexit.

07.07.2020 10:12

Die Aktie verlor am Dienstagmorgen zeitweise knapp 2 Prozent. Für Marktteilnehmer dürfte dieser Schritt nicht gänzlich überraschend kommen, erläuterte Robert Gardiner von Davy Research. Jedoch seien die Abschreibungen empfindlich hoch. Das sei unabhängig der aktuellen Umstände eine bittere Pille für die Aktionäre.

Elodie Rall von JPMorgan vermutet, dass der erst seit Februar amtierende Chef Dominik von Achten vor dem Mitte September geplanten Kapitalmarkttag reinen Tisch machen will. Dann will der Nachfolger des langjährigen Unternehmenschef Bernd Scheifele seine Strategie für den Baustoffkonzern für die kommenden Jahre vorlegen.

Zwei Drittel der Wertberichtigungen belaufen sich dabei auf die Übernahmen von Hanson und Italcementi. Rund die Hälfte - Davy Research schätzt rund 1,8 Milliarden Euro - muss HeidelbergCement dabei insgesamt auf britische Aktivitäten im Zusammenhang mit der Hanson-Übernahme wertberichtigen. Der Konzern hatte Hanson 2007 kurz vor Ausbruch der weltweiten Finanzkrise für einen niedrigen zweistelligen Milliardenbetrag gekauft. Die Übernahme der italienischen Italcementi liess sich HeidelbergCement 2016 ebenfalls Milliarden kosten.

Die Wertminderung sei dabei unabhängig von der kurzfristigen operativen Entwicklung des Unternehmens, erklärte HeidelbergCement. Der Dax-Konzern hatte Ende Februar ein Sparprogramm aufgesetzt, um die Kosten zu senken und die Liquidität zu sichern. Die Massnahmen, etwa geringere Personalaufwendungen, freiwillige Kürzungen der Management-Gehälter, die Beschränkung von Investitionen sowie geringere Steuerzahlungen - sollen bereits kurzfristig greifen. Die Belastungen durch die Absatzrückgänge im zweiten Quartal will HeidelbergCement damit teilweise kompensieren. Langfristig rechnet der Baustoffhersteller weiterhin mit guten Geschäftsaussichten.

Das Unternehmen will am 30. Juli seine Zahlen für das zweite Quartal vorlegen. Die Analysten von JPMorgan rechnen dabei mit einem vergleichbaren Rückgang des operativen Ergebnisses (Ebitda) von rund 36 Prozent. Seinen Ausblick auf 2020 hat das Unternehmen im März zurückgezogen./nas/knd/jha/

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Israelische Fluglinie El Al

Israelische Fluglinie El Al stimmt Rettungspaket der Regierung zu

Die angeschlagene israelische Fluglinie El Al hat einem staatlichen Rettungspaket zugestimmt. Nach einer Mitteilung vom Montagabend billigte der Vorstand einen Plan der Regierung, an dessen Ende eine erneute Verstaatlichung der Airline stehen könnte.

07.07.2020 10:11

Dem Paket zufolge soll El Al Kredite im Volumen von 250 Millionen Dollar (rund 221 Millionen Euro) erhalten, der Staat soll für den grössten Teil garantieren. Das Unternehmen soll zudem ein Aktienpaket im Umfang von etwa 133 Millionen Euro ausgeben. Sollten Anteile keine Abnehmer finden, will die Regierung einspringen. Einem Bericht der Zeitung "Haaretz" zufolge würde der Staat 61 Prozent von El Al übernehmen, sollte er alle Aktien dieses Pakets kaufen. Der Mitteilung zufolge muss dem Rettungspaket unter anderem noch der Finanzausschuss des Parlaments zustimmen.

El Al ist die grösste Fluglinie Israels. Sie war erst im Januar 2005 privatisiert worden. Die Corona-Krise hat der ohnehin angeschlagenen Airline schwer zugesetzt. Seit Israel im März die Grenzen geschlossen hat, sind nahezu alle Maschinen der Fluglinie am Boden geblieben. Viele der insgesamt 6000 Mitarbeiter sind in unbezahlter Freistellung./seb/DP/jha

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Passagierzahlen am

Passagierzahlen am Frankfurter Flughafen erholen sich weiter

Die Passagierzahlen am Frankfurter Flughafen haben sich in der vergangenen Woche weiter etwas verbessert, bleiben aber wegen der Corona-Krise auf sehr niedrigem Niveau.

07.07.2020 09:22

In der 27. Kalenderwoche (29. Juni bis 5. Juli) zählte der Flughafenbetreiber Fraport an Deutschlands grösstem Airport rund 251 000 Fluggäste und damit 83,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie aus einer Aufstellung auf der Internetseite des Frankfurter Konzerns hervorgeht. Das waren gut 78 000 Fluggäste mehr als eine Woche zuvor, als der Rückgang noch 89,3 Prozent betragen hatte.

Die Zahl der Flugbewegungen ging in der vergangenen Woche im Vergleich zum Vorjahr um 71,2 Prozent auf 3074 Starts und Landungen zurück. Auch dieser Wert verbesserte sich im Wochenvergleich. In der 26. Kalenderwoche hatte der Rückgang noch fast 80 Prozent auf 2365 betragen. Etwas schwächer fiel dagegen im Vergleich zur vorangegangenen Woche das Frachtgeschäft aus. Das Aufkommen an Fracht und Luftpost fiel in den den sieben Tagen bis zum 5. Juli im Vergleich zur entsprechenden Woche des Vorjahres um fast ein Fünftel auf 34 155 Tonnen. In der 26. Kalenderwoche hatte der Rückgang bei 17,8 Prozent gelegen.

Viele Fluggesellschaften bieten seit Juni wieder mehr Flüge an, nachdem der Passagierverkehr wegen der weltweiten Reisebeschränkungen seit Ende März weitgehend zusammengebrochen war. Seit 15. Juni hat das Auswärtige Amt die Reisewarnungen für die meisten EU-Mitgliedsstaaten, den Schengen-Raum und Grossbritannien aufgehoben. Branchenvertreter erwarten jedoch, dass der Passagierverkehr erst in einigen Jahren wieder das Niveau aus der Zeit vor der Coronavirus-Pandemie erreicht.

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Boeing einigt sich mit

Boeing einigt sich mit Angehörigen der Opfer des Flugzeugabsturzes

Der US-Luftfahrtriese Boeing hat sich mit den meisten Angehörigen der Opfer des Lion-Air-Absturzes einer 737-Max-Maschine in Indonesien auf Entschädigungen geeinigt. Bei mehr als 90 Prozent der Todesfälle seien mittlerweile Vergleiche erzielt worden, teilte das Unternehmen am Dienstag (Ortszeit) in einem Statusbericht zum Sammelverfahren beim zuständigen Bundesgericht in Chicago mit.

08.07.2020 06:28

Insgesamt seien Klagen im Zusammenhang mit 171 der 189 Menschen, die am 29. Oktober 2018 beim Lion-Air-Flug der Unglücksmaschine vom Typ 737 Max starben, vollständig oder teilweise beigelegt worden. Zur Höhe der Entschädigungen oder sonstigen Details machte Boeing keine Angaben. Ein Sprecher erklärte auf Nachfrage nur, dass man froh über die Fortschritte sei und glaube, die Familien fair zu entschädigen.

Kurz nach dem Unglück in Indonesien stürzte eine weitere Boeing 737 Max in Äthiopien ab, dabei kamen 157 Menschen ums Leben. Auch hier ist Boeing mit Klagen konfrontiert. Der US-Konzern steht im Verdacht, die 737 Max überstürzt auf den Markt gebracht und die Sicherheit vernachlässigt zu haben. Als entscheidende Absturzursache gilt ein Softwarefehler. Für die 737 Max gelten seit März 2019 Flugverbote.

Parallel zu den Vergleichsverhandlungen bot Boeing den Angehörigen von Opfern der Flugzeugabstürze in Indonesien und Äthiopien vor rund einem Jahr bereits Mittel aus einem 100 Millionen Dollar schweren Entschädigungsfonds an. Das Geld sollte auch Gemeinden zugute kommen, die von den Abstürzen betroffen sind. Es werde in Zusammenarbeit mit Nicht-Regierungsorganisationen und örtlichen Behörden in Programme etwa zugunsten von Ausbildung und Entwicklung fliessen, so Boeing./hbr/DP/stk

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Zalando und Amazon lassen

Zalando und Amazon lassen Boohoo wegen Verstössen fallen

Die Online-Plattformen Next, Zalando und Amazon stellen den Verkauf von Produkten des britischen Modeherstellers Boohoo nach einem Bericht über schlechte Arbeitsbedingungen in einer englischen Fabrik vorübergehend ein.

08.07.2020 06:28

Wie die Zeitung "Sunday Times" berichtete, sollen Arbeiter in Leicester für die Herstellung der Modeartikel einen Stundenlohn von 4,38 Euro erhalten haben. Einem Bericht der "Financial Times" zufolge soll auch der Online-Mode- und Kosmetikhändler ASOS seine Handelsbeziehung mit allen Boohoo-Marken vorerst ausgesetzt haben.

Boohoo erklärte, es werde die Geschäftsbeziehungen zu allen Lieferanten beenden, die gegen die Verhaltensrichtlinien verstiessen. Für eine weitere Stellungnahme war Bohoo zunächst nicht zu erreichen.

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Logistik-Konzern DHL streicht

Logistik-Konzern DHL streicht 2200 Arbeitplätze

Das deutsches Logistikunternehmen DHL will bis zu 2200 Mitarbeiter entlassen, die für die Belieferung der Jaguar Land Rover-Werke in Grossbritannien tätig sind. Vom Stellenabbau seien rund 40 Prozent des DHL-Personals betroffen, teilte die Gewerkschaft Unite mit.

08.07.2020 06:26

DHL habe als Gründe angegeben, dass die Kündigungen auf einen Rückgang der Automobilproduktion wegen der Coronavirus-Pandemie und auf erwartete Effizienzeinsparungen zurückzuführen seien, fügte die Gewerkschaft hinzu. DHL dürfe keine fest angestellten Vollzeitkräfte entlassen, so lange die Arbeit weiterhin an Subunternehmer ausgelagert werde, forderte Unite.

Vergangenen Monat hatte bereits der indische Automobilhersteller Tata Motors angekündigt, voraussichtlich rund 1100 befristete Stellen bei Jaguar Land Rover abzubauen, um infolge der wirtschaftlichen Einbussen durch die Coronavirus-Pandemie in ihrer Luxuseinheit die Kosten zu senken. DHL und Jaguar Land Rover waren nicht sofort für eine Stellungnahme zu erreichen.

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Levi's streicht Hunderte Jobs

Levi's streicht Hunderte Jobs - Corona-Krise sorgt für rote Zahlen

Der traditionsreiche Jeans-Hersteller Levi Strauss (Levi's) will nach einem starken Umsatzrückgang und roten Zahlen in der Corona-Krise Hunderte Stellen streichen. Im zweiten Quartal brachen die Erlöse im Jahresvergleich um 62 Prozent auf 498 Millionen Dollar (442 Mio Euro) ein, wie das Unternehmen am Dienstag nach US-Börsenschluss in San Francisco mitteilte. Unterm Strich erlitt Levi's einen Quartalsverlust von 363 Millionen Dollar.

08.07.2020 06:26

Die Aktie reagierte nachbörslich mit deutlichen Kursabschlägen. Um die Kosten zu senken, sollen jetzt rund 700 Bürojobs wegfallen. Das entspricht laut Levi's etwa 15 Prozent der Stellen ausserhalb von Verkauf und Produktion. Die Massnahme soll jährlich 100 Millionen Dollar einsparen. Insgesamt hat Levi's nach eigenen Angaben rund 14 400 Mitarbeiter. Das Unternehmen war 2019 nach langer Abstinenz an die Börse zurückgekehrt, doch die Aktie ist seitdem stark gesunken./hbr/DP/stk

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Boeing will 'Starliner'-Test

Boeing will 'Starliner'-Test noch dieses Jahr wiederholen

Nachdem das "Starliner"-Raumschiff es bei einem ersten Flugversuch nicht zur Internationalen Raumstation ISS geschafft hatte, soll der Test noch in diesem Jahr wiederholt werden. Das teilten die Betreiberfirma Boeing und die US-Raumfahrtbehörde Nasa am Dienstag (Ortszeit) bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit. Ein genaues Datum für den neuen unbemannten Testflug wurde zunächst nicht mitgeteilt.

08.07.2020 06:25

Mit dem von Boeing im Auftrag der Nasa entwickelten "Starliner" sollten eigentlich bereits dieses Jahr Astronauten zur ISS gebracht werden. Bei einem unbemannten Test im Dezember hatte es das Raumschiff aber nicht in den Orbit und zur ISS geschafft, unter anderem wegen eines Problems mit der automatischen Zündung der Antriebe. Ein zweiter Test war eigentlich nicht geplant gewesen. Eine Untersuchung von Boeing und Nasa hatte vor kurzem ergeben, dass Boeing 61 Korrekturen an dem Raumschiff vornehmen muss. Bei der Pressekonferenz am Dienstag teilten Boeing und Nasa mit, dass diese Zahl nach endgültigem Abschluss der Untersuchung nun auf 80 angestiegen sei.

Boeing-Konkurrent SpaceX, von der Nasa ebenfalls zur Beförderung von Astronauten angeheuert, hatte Ende Mai beim letzten Flugtest des "Crew Dragon" erstmals zwei US-Raumfahrer erfolgreich zur ISS gebracht./cah/DP/stk

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US-Versicherer Allstate

US-Versicherer Allstate übernimmt Konkurrenten National General

Der US-Versicherungsriese Allstate kauft den Konkurrenten National General in einem Milliardendeal. Die Aktionäre von National General sollen demnach je Aktie 32 US-Dollar in bar plus die Dividende von erwarteten 2,50 US-Dollar erhalten, also insgesamt 34,50 Dollar, teilte Allstate am Dienstag (Ortszeit) in Northbrook mit. Damit ergebe sich eine Kaufsumme von rund 4 Milliarden US-Dollar (3,55 Milliarden Euro). Die Übernahme soll Ende 2021 abgeschlossen sein.

08.07.2020 08:46

Der Versicherer will durch die Übernahme Anteile im Markt für Immobilienversicherungen hinzugewinnen und sein Netzwerk an unabhängigen Vertretern erweitern. Der Zukauf soll bereits im ersten Jahr zum bereinigten Nettogewinn beitragen. Finanziert werden soll die Übernahme durch vorhandene Liquidität sowie - abhängig vom Marktumfeld - der Ausgabe von Anleihen./ssc/nas/mis

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Deutsche Post mit

Deutsche Post mit Gewinnanstieg im zweiten Quartal und neuem Ausblick

Die Deutsche Post blickt nach einem Gewinnanstieg im zweiten Quartal wieder mit mehr Gewissheit auf das laufende Jahr. Post-Chef Frank Appel will 2020 nun vor Zinsen und Steuern 3,5 bis 3,8 Milliarden Gewinn einfahren, wie der Dax -Konzern am Dienstag nach Börsenschluss in Bonn mitteilte. Das ist nicht mehr so viel wie im Vorjahr mit 4,1 Milliarden, und auch nicht soviel wie ursprünglich vor der Corona-Pandemie mit über 5 Milliarden angepeilt. Doch die vorläufigen Ergebnisse von April bis Juni machen das Management zuversichtlich. Auch für das Jahr 2022 setzte sich die Post neue Ziele - und will die Mitarbeiter für den Corona-Stress der vergangenen Monate belohnen.

07.07.2020 19:13

"Wir haben unser Unternehmen bisher sehr gut durch diese Krise gesteuert", sagte Appel. "Das verdanken wir unseren engagierten Kolleginnen und Kollegen weltweit, die in den vergangenen Monaten Aussergewöhnliches geleistet haben." Die weltweit mehr als 500 000 Mitarbeiter sollen nun einen einmaligen Sonderbonus von 300 Euro bekommen, was den Konzern im dritten Quartal rund 200 Millionen Euro kosten wird.

Die Aktionäre sollen für das vergangene Jahr nach der nun für den 27. August geplanten Hauptversammlung eine stabile Dividende von 1,15 Euro je Aktie erhalten. Die Post-Aktie legte nach der Mitteilung auf der Handelsplattform Tradegate nachbörslich um etwa 0,8 Prozent zu.

Im zweiten Quartal hat das Unternehmen nach vorläufigen Zahlen einen Anstieg des operativen Ergebnisses um 16 Prozent 890 Millionen Euro erreicht. Darin seien neben Belastungen von rund 100 Millionen Euro aus der Neuausrichtung des Elektrolieferwagens Streetscooter auch weitere 100 Millionen Euro an Sonderabschreibungen enthalten, die durch die Massnahmen des Corona-Lockdowns ausgelöst wurden. Bereinigt um Sonderposten im Vorjahr und in diesem Jahr habe das operative Ergebnis sogar um ein Viertel zugelegt, rechneten die Bonner vor. Die vollständigen Zahlen will die Post mit dem Halbjahresbericht am 5. August vorlegen.

Im Verlauf des zweiten Quartals hätten sich die zunächst stark unter Druck geratenen Volumina wieder langsam zu normalisieren begonnen. Der Onlinehandel boomt und gab der Post international wie auch in Deutschland Auftrieb.

In der neuen Prognose für das laufende Jahr sind die rund 400 Millionen Euro Kosten enthalten, die die Post für den verlustbringenden Streetscooter in die Hand nimmt. Auch die Prämienzahlung an die Mitarbeiter und die Corona-Abschreibungen auf die Lieferkettenlogistik sind bereits einbezogen.

Für das Jahr 2022 hat das Management mittelfristig drei Szenarien im Blick: Eine schnelle Erholung der Weltwirtschaft, eine eher zögerliche und eine sehr langsame. Im besten Fall sind nach Ansicht der Führungsetage in zwei Jahren 5,3 Milliarden Euro operatives Ergebnis machbar, im mittleren Fall dürften es 5,1 Milliarden sein. Für den pessimistischen Fall stellt die Post immerhin noch 4,7 Milliarden Euro Ebit in Aussicht.

In diesem und den kommenden beiden Jahren will die Post nach wie vor 8,5 bis 9,5 Milliarden Euro für Investitionen ausgeben. Der freie Mittelzufluss soll über diese Zeit weiter zwischen 5 und 6 Milliarden Euro insgesamt liegen./men/fba

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Salzgitter-Aktionäre müssen

Salzgitter-Aktionäre müssen auf Dividende verzichten - keine Fusion

(Ausführliche Fassung) - Die Aktionäre des Stahlkonzerns Salzgitter müssen wegen der schwierigen Lage für Unternehmen und Konjunktur auf eine Gewinnbeteiligung in diesem Jahr verzichten. "Angesichts der spürbar negativen Auswirkungen der Corona-Krise auf den Geschäftsverlauf des Salzgitter-Konzerns halten Vorstand und Aufsichtsrat die Ausschüttung einer Dividende für das Geschäftsjahr 2019 nicht für angemessen", sagte Vorstandschef Heinz Jörg Fuhrmann am Mittwoch. Im Mai hatte der Stahlhersteller angekündigt, dass erstmals seit dem Börsengang 1998 keine Auszahlung vorgeschlagen werden soll. Nun stimmte die Hauptversammlung mit deutlicher Mehrheit zu.

08.07.2020 12:41

Salzgitter hatte aufgrund hoher Abschreibungen sowie Umbaukosten im Geschäftsjahr 2019 einen beträchtlichen Verlust verbucht. Unter dem Strich stand ein Fehlbetrag von 237,3 Millionen Euro - ein Jahr zuvor hatte noch ein Gewinn von knapp 278 Millionen Euro in der Bilanz gestanden. Bereinigt um Sonderfaktoren lag das Ergebnis vor Steuern bei 143 Millionen Euro und damit im Rahmen der Konzernprognose.

Ein schwacher Stahlmarkt hatte die Zahlen im ersten Quartal 2020 aber weiter gedrückt. Dabei fiel ein Nettoverlust von 43,7 Millionen Euro an, nach einem Plus von fast 97 Millionen Euro im Vorjahr.

Bisher hatte die Viruskrise zwar nur begrenzte Auswirkungen, sie wird sich nach Einschätzung der Konzernführung jedoch in den kommenden Quartalen niederschlagen. Zuletzt rechnete Salzgitter daher für 2020 mit einem "beträchtlichen, sehr wahrscheinlich dreistelligen" Millionen-Euro-Verlust und einem "merklich" reduzierten Umsatz. Eine genauere Prognose ist aus Sicht des Konzerns nicht möglich. Aufgrund der vielen denkbaren Szenarien sei jeder Versuch Spekulation, sagte Fuhrmann bei der Online-Hauptversammlung.

Mit Blick auf Spekulationen über eine Fusion etwa mit dem Konkurrenten Thyssenkrupp bekräftigte der Salzgitter-Chef: "Wir sehen aktuell kein Szenario, das unsere Situation im Vergleich zur Eigenständigkeit verbessern würde." Er wolle hervorheben, dass der Konzern selbst in dieser turbulenten Zeit keinerlei Anlass für kurzfristigen Aktionismus sehe und keinen Druck - von welcher Seite auch immer - verspüre./bch/DP/jha

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United Airlines warnt: Corona

United Airlines warnt: Corona-Krise bedroht 36'000 Jobs

Das US-Unternehmen United Airlines hat wegen der Corona-Krise gewarnt, über ein Drittel seiner Mitarbeiter in unbezahlten und unfreiwilligen Zwangsurlaub zu schicken.

09.07.2020 06:31

Rund 36'000 Beschäftigte würden in Kenntnis gesetzt, dass ihnen ab Oktober dieses Schicksal drohen könnte, teilte das Unternehmen der Belegschaft am Mittwoch in einem Rundschreiben mit. Nicht alle, die eine solche Warnung erhielten, werde es zwangsläufig treffen, so United. Zunächst will das Unternehmen weiter auf freiwillige Lösungen setzen.

Die Pandemie hat den internationalen Flugverkehr streckenweise zum Erliegen und viele Airlines in grosse Finanznot gebracht. Die US-Regierung griff den heimischen Fluggesellschaften wie United mit Milliarden an Staatshilfen unter die Arme, doch die Lage blieb kritisch. United schrieb im ersten Quartal einen Nettoverlust von 1,7 Milliarden Dollar und warnte, im zweiten Quartal zwischen 40 Millionen und 45 Millionen Dollar pro Tag einzubüssen. Experten rechnen nicht mit einer raschen Erholung der Branche.

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Bestellflaute bei Airbus hält

Bestellflaute bei Airbus hält an

Airbus hat im Juni angesichts der Corona-Krise wie schon im Mai keine neuen Flugzeug-Bestellungen eingesammelt.

09.07.2020 05:47

Allerdings muss der Konzern trotz andauernder Corona-Krise nur eine Stornierung für den Monat hinnehmen. Seit dem Jahreswechsel summierten sich die Netto-Bestellungen auf 298 Verkehrsflugzeuge, teilte der europäische Luftfahrt- und Rüstungskonzern am Mittwochabend in Toulouse mit. Das Unternehmen lieferte im Juni 36 Flugzeuge aus. Seit dem Jahreswechsel kommt Airbus damit auf 196 Flugzeug-Auslieferungen.

Die Corona-Krise trifft die Luftfahrt mit voller Wucht, und damit auch den Flugzeugbauer Airbus. Das Unternehmen will weltweit 15'000 Stellen streichen. Am Mittwoch hatten in Norddeutschland 1500 Menschen gegen die Pläne protestiert.

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Rocket-Internet-Beteiligung

Rocket-Internet-Beteiligung GFG mit operativem Gewinn im zweiten Quartal

Der Online-Modehändler Global Fashion Group (GFG) hat es im zweiten Jahresviertel operativ in die schwarze Zahlen geschafft. Die Zahl der Bestellungen sei im Quartalsverlauf kräftig gestiegen, teilte der auf Schwellenländer ausgerichtete Onlinehändler am Donnerstag in Luxemburg mit. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) werde positiv sein und besser als die Markterwartungen. Diese lägen bei einer bereinigten Ebitda-Marge von minus 2 bis plus 0,7 Prozent. Starke Nachfrage habe es unter anderem in Lateinamerika gegeben.

09.07.2020 21:41

Die detaillierten Quartalszahlen will GFG am 20. August vorlegen. Die Jahresprognose hatte das 2011 gegründete Unternehmen, an dem unter anderem der MDax-Konzern Rocket Internet mit 17,06 Prozent beteiligt ist, Ende März zurückgezogen und hat bisher auch keinen neuen Ausblick vorgelegt./stk/ck

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Emirates erwartet weitere

Emirates erwartet weitere Verschiebung von neuer Boeing 777X

Boeings Top-Kunde Emirates rechnet wegen der Corona-Krise mit einer nochmaligen Terminverschiebung beim modernisierten Grossraumjet 777X. Die Fluggesellschaft gehe nicht mehr davon aus, die ersten Modelle im kommenden Jahr zu erhalten, sagte Emirates-Vorstand Adel Al Redha am Donnerstag dem Finanznachrichtendienst Bloomberg. Eigentlich plant Boeing , die Maschinen ab Anfang 2021 auszuliefern, nachdem es zuvor schon einmal zu einer Verschiebung wegen technischer Probleme gekommen war.

09.07.2020 20:52

Boeing teilte in einem Statement lediglich mit, bei der Bewältigung der Covid-19-Situation eng mit den Kunden zu kooperieren. Für den Hersteller ist die 777X, die im Januar ihren Erstflug absolvierte, sehr wichtig. Für das Modell, das dank neuer Triebwerke und verbesserter Aerodynamik deutlich weniger Kerosin verbrauchen soll als die Vorgängerin Boeing 777, liegen zahlreiche Bestellungen vor. Die Corona-Pandemie hat allerdings etliche Fluggesellschaften in Finanznot gebracht, was die Auftragslage generell ungewiss macht.

Laut Vorstand Al Redha erwägt Emirates, bei Boeing einen Umtausch einiger seiner 115 bestellten 777X-Maschinen in kleinere Langstreckenjets vom Typ 787 "Dreamliner" anzuleiern. Die Fluggesellschaft hatte ihre 777X-Bestellungen bereits Ende 2019 deutlich zusammengestrichen. Boeing kann solche Rückschläge derzeit besonders schlecht gebrauchen - nach dem teuren Debakel rund um den nach zwei Abstürzen mit Flugverboten belegten Krisenjet 737 Max wäre ein Erfolg der neuen Modellreihe umso dringender nötig./hbr/DP/stk

(AWP)

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Qiagen wächst kräftiger als

Qiagen wächst kräftiger als erwartet - Pandemie treibt Nachfrage

(Ausführliche Fassung) - Das Diagnostikunternehmen Qiagen erlebt wegen der Pandemie eine nach eigenen Worten beispiellose Nachfrage nach seinen Coronavirus-Testprodukten. Erste Zahlen zum Geschäftsverlauf im zweiten Quartal übertreffen die eigenen Prognosen von Anfang Mai deutlich. Die Aktie zog im nachbörslichen Handel um knapp ein Prozent an.

09.07.2020 19:15

Der Umsatz werde im zweiten Quartal bei konstanten Wechselkursen um etwa 18 bis 19 Prozent zugelegt haben, teilte der MDax -Konzern am Donnerstagabend überraschend mit. Im Vorjahr erzielte Qiagen Erlöse von 381,6 Millionen US-Dollar. Anfang Mai war Qiagen noch von einem Plus von mindestens 12 Prozent ausgegangen. Die starken Verkäufe von Testkits und entsprechenden Diagnostik-Plattformen hätten auch die schwächere Nachfrage in anderen Produktbereichen ausgeglichen.

Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis je Aktie (EPS) werde voraussichtlich währungsbereinigt um etwa 68 Prozent auf 0,55 bis 0,56 US-Dollar steigen. Anfang Mai bei den Zahlen zum ersten Quartal rechnete Qiagen noch mit mindestens 0,40 US-Dollar.

Angesichts der hohen Nachfrage, die Qiagen nicht komplett bedienen kann, würden weiterhin Produktionskapazitäten für diese Produkte ausgebaut, hiess es weiter.

Mehr Informationen will Qiagen noch in der ersten Julihälfte bekanntgegeben. Dann soll es einen umfassenderen Überblick über vorläufige Ergebnisse für das zweite Quartal sowie Prognosen für das weitere Jahr geben. Am 4. August sollen dann die vollständigen Zahlen für das zweite Quartal 2020 veröffentlicht werden.

Qiagen steht womöglich vor einer Übernahme. So will der US-Technologiekonzern Thermo Fisher Scientific das Gendiagnostik- und Biotechunternehmen im ersten Halbjahr 2021 für rund zehn Milliarden Euro schlucken. Nach früheren Einschätzungen von Analysten könnte mit guten Zahlen aber der Druck auf die Amerikaner wachsen, ihr Angebot für Qiagen noch zu erhöhen./stk/men

(AWP)

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The Native legt revidierten

The Native legt revidierten Geschäftsbericht 2019 vor

Die Beteiligungsgesellschaft The Native hat ihren geprüften Geschäftsbericht 2019 am (gestrigen) Sonntag publiziert. Im Juni hatte das in einem Konkursverfahren steckende Unternehmen nur einen ungeprüften Bericht vorgelegt. Durch den Gewinn aus Beteiligungsverkäufen wird nun ein Gewinn statt eines Verlustes ausgewiesen.

13.07.2020 08:25

Durch den Verkauf der Beteiligungen, etwa an der US-Tochter "The Native Media" oder der Lausanner "Blockchain Lab", wurde ein Gewinn von 22,1 Millionen Franken erzielt. Unter dem Strich hat das Unternehmen damit nun einen Nettogewinn von 9,9 Millionen Franken erzielt. In dem im Juni veröffentlichten ungeprüften Bericht war noch ein Nettoverlust von 12,2 Millionen Franken ausgewiesen worden.

The Native beziffert den konsolidierten Umsatz weiter auf 142,2 Millionen Franken (VJ 102,6 Mio). Das Betriebsergebnis weist den geprüften Zahlen zufolge auf Stufe EBITDA einen Verlust von 6,0 Millionen Franken aus nach 0,2 Millionen im Vorjahr und auf Stufe EBIT von 12,1 Millionen verglichen mit einem Fehlbetrag von 8,7 Millionen im Vorjahr.

Rechtsstreit mit früherem CEO

Das Unternehmen befindet sich in einem Rechtsstreit mit dem früheren Firmenchef Nicolò von Wunster. Dieser macht Ansprüche aus einer Aufhebungsvereinbarung geltend. Im Zuge dieses Verfahrens hatte Ende März ein Basler Gericht den Konkurs über das Unternehmen verhängt.

The Native hat Rekurs gegen die Bankrotterklärung eingereicht und damit eine aufschiebende Wirkung erwirkt. Der Ball liegt also wieder bei den Gerichten.

Die Beteiligungsgesellschaft steckt mitten in einer Neuausrichtung und hatte sich Ende 2019 von sämtlichen Vermögenswerten getrennt. Ihre Aktiva bestehen seither nur noch aus zinstragenden Finanzinstrumenten.

yr/tt

(AWP)

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Flughafenbetreiber Fraport

Flughafenbetreiber Fraport ringt weiter heftig mit Corona-Folgen

Die Corona-Pandemie belastet den Flughafenbetreiber Fraport trotz der Lockerungen bei den Reisebestimmungen weiter stark.

13.07.2020 07:39

Zumindest besserte sich die Lage im Juni aber im Vergleich zu den beiden Vormonaten weiter etwas. So ging die Zahl der Passagiere am Flughafen Frankfurt, dem grössten Airport Deutschlands, im Juni im Vergleich zum Vorjahr zwar immer noch um knapp 91 Prozent auf 599 314 zurück, wie der im MDax notierte Flughafenbetreiber am Montag in Frankfurt mitteilte. Im April und Mai war die Passagierzahl allerdings noch um fast 97 Prozent beziehungsweise 96 Prozent gefallen. Im ersten Halbjahr, das ab Mitte März von der Corona-Krise geprägt war, sank die Zahl der abgefertigten Passagiere in Frankfurt um knapp 64 Prozent auf 12,2 Millionen.

Da das Unternehmen seit Ausbruch der Corona-Pandemie wöchentliche Zahlen zum Flugverkehr am Frankfurter Flughafen veröffentlicht, liefern die Monatsdaten keine grosse Überraschung mehr, zeigen aber deutlich, wie stark die Krise den Konzern belastet. Bei den monatlichen Zahlen veröffentlicht Fraport auch Angaben zu den Auslandsflughäfen. Hier sind die Rückgänge fast überall - vor allem in Brasilien, Bulgarien, Griechenland und der Türkei - weiter sehr hoch. Lediglich am Flughafen im chinesischen Xi'an, an dem Fraport 24,5 Prozent hält, gehen die Rückgangsraten deutlich zurück. Im Juni sank die Zahl der dort abgefertigten Passagiere um knapp 32 Prozent auf 2,62 Millionen.

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Übernahme in US-Chipbranche -

Übernahme in US-Chipbranche - Analog Devices hat Interesse an Maxim

In der US-Chipbranche steht wohl nach der Corona-Pause wieder eine Milliarden-Übernahme an.

13.07.2020 07:10

Der Halbleiterhersteller Analog Devices ist kurz davor für den Konkurrenten Maxim Integrated Products ein Angebot vorzulegen, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Montagmorgen unter Berufung auf Insider berichtet. Den Informationen zufolge soll der Deal komplett in Aktien abgewickelt werden. Dabei werde Maxim höher als die aktuelle Marktkapitalisierung von rund 17 Milliarden US-Dollar bewertet. Analog Devices kommt auf einen Börsenwert von 46 Milliarden Dollar. Den Insidern zufolge könnte die Transaktion an diesem Montag bekannt gegeben werden. Die Firmen wollten sich zu den Spekulationen nicht äussern. Zuvor hatte das "Wall Street Journal" über die mögliche Übernahme geschrieben.

In den USA nehmen die Übernahmen quer durch alle Branchen nach dem Corona-Stillstand allmählich wieder Fahrt auf. In der Chip-Branche sind Beobachtern zufolge wegen der Corono-Pandemie einige Deals verschoben oder abgesagt worden. Mit der Übernahme von Maxim könnte Analog Devices die Lücke zum Marktführer Texas Instruments etwas schliessen und sein Produkt-Angebot ausweiten.

(AWP)

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MultiPlan fusioniert mit

MultiPlan fusioniert mit Churchill Capital und geht an die Börse

Das US-Zweck-Akquisitionsunternehmen Churchill Capital will mit dem amerikanischen Gesundheitsdienstleistungsunternehmen MultiPlan fusionieren. Der Zusammenschluss gehe im Wert von 11 Milliarden Dollar an die New Yorker Börse, teilten die Unternehmen in einer gemeinsamen Erklärung am Sonntag (Ortszeit) mit.

13.07.2020 06:30

Der Deal stelle die grösste solcher Fusion aller Zeiten dar, ergänzte MultiPlan-Mutter Hellman & Friedman. Mark Tabak, Chef von MultiPlan, werde Konzernchef des kombinierten Unternehmens. Als börsennotierter Konzern werde MultiPlan besser gerüstet sein, um mit Fusionen und Investitionen in neue Technologien zu wachsen, sagte Tabak. Die Parteien erwarten, dass die Transaktion bis Ende Oktober abgeschlossen sein wird.

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Grosse US-Zeitungsgruppe

Grosse US-Zeitungsgruppe McClatchy soll an Hedge-Fonds gehen

Eine der grössten US-Zeitungsgruppen mit zahlreichen Lokalblättern soll an den Hedge-Fonds Chatham Asset Management gehen. Die McClatchy-Gruppe teilte am Sonntag mit, Chatham Asset Management sei als erfolgreicher Bieter aus der vom Insolvenzgericht beaufsichtigen Auktion hervorgegangen. Das Gericht müsse die Vereinbarung noch bestätigen. Einzelheiten des Gebots wurden nicht mitgeteilt.

12.07.2020 21:53

Die McClatchy-Gruppe hatte im Februar nach amerikanischem Insolvenzrecht Gläubigerschutz beantragt. Damals hatte das an der New Yorker Börse notierte Pressehaus mitgeteilt, die 30 Redaktionen der McClatchy-Gruppe würden während des Verfahrens "normal weiter arbeiten". Mit einem Restrukturierungsplan wollte sich die Firma nach eigenen Angaben vor allem von alten Schulden und Pensionsverpflichtungen befreien.

McClatchy gilt als die zweitgrösste Lokalzeitungsgruppe in den USA. Zu den Zeitungen des Unternehmens gehört unter anderem der "Miami Herald", "The Kansas City Star" und die am Unternehmenssitz im Bundesstaat Kalifornien verlegte Zeitung "The Sacramento Bee". Die Blätter haben angesichts schwächelnder Print-Erlöse bereits mehrere Sparpläne hinter sich. Ende 2018 hatte das Unternehmen nach eigenen Angaben rund 3500 Angestellte./cy/shg/jbz/DP/he

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Sparpläne bei Daimler sollen

Sparpläne bei Daimler sollen noch deutlich mehr Stellen kosten

(erweiterte Fassung) - Der Autobauer Daimler muss wegen der Corona-Krise noch stärker sparen und will nun noch deutlich mehr Stellen streichen als bisher bekannt. Zudem schliesst der Konzern auch betriebsbedingte Kündigungen nicht mehr aus. Personalvorstand Wilfried Porth nennt zwar weiterhin keine konkrete Zahl an Arbeitsplätzen, die wegfallen sollen. Die bisher in der Öffentlichkeit diskutierten 10 000 oder gar 15 000 seien allerdings nicht genug. "Die neue Zahl ist auf jeden Fall grösser als die beiden", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. "Und die bräuchten wir, um betriebsbedingte Beendigungskündigungen zu verhindern." Dem Betriebsrat warf er mangelndes Entgegenkommen vor.

12.07.2020 15:00

Gesamtbetriebsratschef Michael Brecht wiederum warnte davor, die Transformation der Branche gegen die Beschäftigten durchzudrücken. "Auch dem Vorstand muss klar sein, dass der Wandel mit der Belegschaft gelingen muss, nicht gegen sie", sagte er.

Die Corona-Krise setzt den zuletzt ohnehin schwächelnden Konzern mit seinen weltweit rund 300 000 Mitarbeitern unter Druck. Vorstandschef Ola Källenius hatte schon bei der Hauptversammlung am Mittwoch betont, dass das im vergangenen Herbst aufgelegte Sparprogramm verschärft werden müsse. Darin waren, neben einer Vielzahl weiterer Massnahmen, Einsparungen im Personalbereich in Höhe von 1,4 Milliarden Euro vorgesehen. Aber auch die reichen nun nicht. "1,4 Milliarden waren die Basis. Jetzt wird die Zahl definitiv grösser", sagte Porth.

"Wir haben drei unterschiedliche Themenkomplexe: Das eine ist die Corona-Pandemie, die jetzt zusätzlich für eine Wirtschaftskrise sorgt", erläuterte er. "Wir haben das Thema der Elektromobilität, und wir haben das Thema der wettbewerbsfähigen Kostenpositionierung. Zwei der Themen gab es schon vorher, Corona kommt nun noch dazu." Nun gehe es nicht darum, neue Massnahmen zu erfinden. Stattdessen müsse man die vorhandenen Stellhebel noch stärker in Anspruch nehmen.

Bisher setzt Daimler vor allem auf Fluktuation, Altersteilzeit oder Abfindungsangebote. Die zielen bisher ausschliesslich auf die Verwaltung. Es könne aber sein, sagte Porth, dass sie nun auch auf einzelne Produktionsbereiche ausgeweitet würden, in denen es Überkapazitäten gebe. Etwa 700 Mitarbeiter hätten das Angebot bisher angenommen. Zudem gebe es Gespräche darüber, den IT-Service an eine externe Firma auszulagern, wovon etwa 2000 Stellen betroffen wären.

Dass es bis zum Ende des Jahrzehnts keine betriebsbedingten Kündigungen geben soll, hatten Konzern und Betriebsrat im Zusammenhang mit dem Konzernumbau in der "Zukunftssicherung 2030" vereinbart - intern "ZuSi" genannt. Darin stehe aber auch, sagte Porth, dass neu verhandelt werde, wenn sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen signifikant verändern.

"Die ZuSi beschreibt den Weg, den man gemeinsam geht, um Beschäftigung zu sichern", betonte er. "Bei veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beschreibt sie aber auch den Weg, der am Ende zu betriebsbedingten Kündigungen führen kann, ohne dass es einer Kündigung der Vereinbarung bedarf."

Nun sei man im Gespräch. Und darüber, dass sich die Rahmenbedingungen signifikant geändert hätten, gebe es auch keinen Dissens. "Aber die Bereitschaft des Betriebsrates, hier wirklich signifikante Massnahmen zuzugestehen, ist leider nicht besonders ausgeprägt", kritisierte Porth. Um das Ziel, betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden, halten zu können, brauche man deutlich mehr Entgegenkommen.

Es gehe auch, aber nicht nur um die Zahl der Arbeitsplätze. "Wir haben tarifliche Vereinbarungen wie Pausenregelungen, wir zahlen Spätschichtzulagen ab 14.00 Uhr - das sind alles historische Dinge, die mögen zum damaligen Zeitpunkt alle richtig gewesen sein. Aber sie passen nicht mehr in die heutige Zeit, und sie passen nicht mehr in die heutigen Kostenstrukturen", sagte Porth.

Man rede über Arbeitszeitverkürzungen ohne Lohnausgleich, man könne auch über Weihnachts- und Urlaubsgeld reden. "Die Frage ist: Was kann man am einfachsten umsetzen? Und was ist für die Mitarbeiter von begrenzter Auswirkung?", sagte Porth. "Wir wollen nicht die Entgeltlinien absenken. Und wir wollen nichts tun, das die Mitarbeiter wirklich in wirtschaftliche Schwierigkeiten bringt. Aber wir müssen einen Weg finden, die Restrukturierung des Unternehmens zeitnah umzusetzen. Das ist die Grundvoraussetzung dafür, dass die ZuSi in der Form weiter gelten kann."

Brecht betonte, der Ernst der Lage sei dem Gesamtbetriebsrat durchaus bewusst. "Der Ton in den Gesprächen wird rauer und stellt die Zusammenarbeit mit der Unternehmensleitung auf eine Bewährungsprobe", sagte er. "Aber wir haben in der Vergangenheit bewiesen, dass wir Krisen bewältigen können und stark daraus hervorgehen. Wir haben nicht vor, dass es dieses Mal anders sein wird. Bei allem Druck: Wir sprechen über Menschen und Existenzen."

Die Vereinbarung zur Beschäftigungssicherung habe weiter Bestand, stellte er klar. Man sei in Gesprächen darüber, wie man die wirtschaftliche Lage weiter stabilisiere. "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten" sagte er, eine Verkürzung der Arbeitszeit sei "ein passendes Instrument" - ohne Lohnausgleich allerdings schwer vorstellbar.

Eine allgemeine Arbeitszeitabsenkung lehnt Personalchef Porth ab. Man befinde sich nicht wie 2008/09 in einer ausschliesslichen Wirtschaftskrise, sondern in einer Restrukturierung der Autoindustrie. Sprich: Am Ende würden weniger Arbeitskräfte gebraucht. Dieses Problem könne man nicht aussitzen. "Es nützt nichts, wenn die Gewerkschaft allgemeine Arbeitszeitverkürzungen und die 30-Stunden-Woche fordert", sagte er. "Das verzögert unser Problem."/eni/DP/he

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Erholung am Frankfurter

Erholung am Frankfurter Flughafen verläuft weiter schleppend

Die Passagierzahlen am Frankfurter Flughafen haben sich in der vergangenen Woche weiter etwas verbessert. Nach wie drückt die Corona-Krise aber auf das Geschäft und die Erholung verläuft sehr schleppend. In der 28. Kalenderwoche (6. bis 12. Juli) zählte der Flughafenbetreiber Fraport an Deutschlands grösstem Airport rund 275 000 Fluggäste und damit 82,1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Dies geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Aufstellung auf der Internetseite des Frankfurter Konzerns hervor. In der Vorwoche war die Zahl der Passagiere um etwas mehr als 83 Prozent auf 251.00 gefallen.

14.07.2020 07:42

Die Zahl der Flugbewegungen ging in der am Sonntag beendeten Kalenderwoche im Vergleich zum Vorjahr um 68,2 Prozent auf 3364 zurück. Auch dieser Wert verbesserte sich im Wochenvergleich. Beim Frachtgeschäft sah es ähnlich aus. Das Aufkommen an Fracht und Luftpost fiel in den den sieben Tagen bis zum 12. Juli im Vergleich zur entsprechenden Woche des Vorjahres um knapp 17 Prozent auf 33 785 Tonnen, nachdem es in den sieben Tagen zuvor noch um um rund ein Fünftel gefallen war.

Viele Fluggesellschaften bieten seit Juni wieder mehr Flüge an, nachdem der Passagierverkehr wegen der weltweiten Reisebeschränkungen seit Ende März weitgehend zusammengebrochen war. Seit 15. Juni hat das Auswärtige Amt die Reisewarnungen für die meisten EU-Mitgliedsstaaten, den Schengen-Raum und Grossbritannien aufgehoben. Branchenvertreter erwarten jedoch, dass der Passagierverkehr erst in einigen Jahren wieder das Niveau aus der Zeit vor der Coronavirus-Pandemie erreicht./zb//stk

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EU verlangt von

EU verlangt von EssilorLuxottica Zugeständnisse für GrandVision-Kauf

Der Brillenkonzern EssilorLuxottica muss einem Pressebericht zufolge bei seiner geplanten Übernahme des niederländischen Optik-Einzelhändlers GrandVision Zugeständnisse machen. EssilorLuxottica soll nach dem Willen der EU-Kommission in Italien und anderen EU-Ländern Filialen verkaufen, um eine Genehmigung für den Zukauf zu bekommen, wie die "Financial Times" (FT) am Dienstag mit Bezug auf EU-Kreise berichtet. EssilorLuxottica und die EU-Kommission wollten sich auf Anfrage der Zeitung dazu nicht äussern.

14.07.2020 07:42

Seit Februar ist bekannt, dass die EU eine vertiefte Prüfung der Transaktion vornimmt. Am 20. August soll von der EU-Wettbewerbsbehörde eine Entscheidung fallen. Kritik an dem geplanten Zusammenschluss kommt auch von Optikern aus vielen EU-Ländern.

Wie die "FT" schreibt, habe sich EssilorLuxottica angesichts der Covid-19-Pandemie in den "hitzigen" Verhandlungen mit der EU noch nicht auf eine Trennung von Filialen eingelassen. EssilorLuxottica argumentiere, wegen der Pandemie seien die Bedingungen sehr ungünstig. Sollte EssilorLuxottica einlenken, könnte auch der Kaufpreis für GrandVision neu verhandelt werden, weil dann der Wert des Deals geringer wird, wie das Blatt weiter schreibt.

EssilorLuxottica hatte im Juli 2019 seine Pläne veröffentlicht, GrandVision, zu dem auch die Kette Apollo-Optik gehört, für etwas über 7 Milliarden Euro kaufen zu wollen. Der Brillenkonzern will insgesamt 76,72 Prozent des niederländischen Unternehmens übernehmen. Pro Aktie will EssilorLuxottica 28 Euro zahlen. Der französische Brillenglasproduzent Essilor und der italienische Hersteller von Brillenfassungen Luxottica - mit Marken wie Ray Ban und Oakley - hatten sich im Oktober 2018 zusammengeschlossen./stk/jha/

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Boeing erhält Auftrag der US

Boeing erhält Auftrag der US-Luftwaffe über 1,2 Milliarden Dollar

Der amerikanische Flugzeughersteller Boeing hat von der US-Luftwaffe einen Auftrag über knapp 1,2 Milliarden Dollar erhalten. Dieser gilt für den Bau von acht F-15EX-Kampfflugzeugen.

14.07.2020 06:34

Die ersten beiden Jets, die sich bereits in der Fertigung befänden, würden im kommenden Jahr ausgeliefert, teilte die US-Luftwaffe am Montag (Ortszeit) mit. "Das digitale Rückgrat, die offenen Missionssysteme und die grosszügige Nutzlastkapazität der F-15EX passen gut zu unserer Vision einer künftigen netzfähigen Kriegsführung", sagte Will Roper, stellvertretender Sekretär der US-Luftwaffe für Akquisition, Technologie und Logistik, diesbezüglich.

Die Finanzierung zwölf weiterer Jets seien für den Haushalt 2021 bereits angefragt. Insgesamt sollen über einen Zeitraum von fünf Jahren 76 F-15EX angeschafft werden, um die alternde Flotte der US-Luftwaffe auszutauschen.

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Hellofresh erhöht erneut

Hellofresh erhöht erneut Prognose - Starkes zweites Quartal

Der Kochboxenlieferant Hellofresh profitiert weiter von der Corona-Krise. Da die Nachfrage weiter boomt, erhöhte das Unternehmen am späten Montagabend erneut seine Umsatzprognose für das laufende Jahr. Zudem ist Hellofresh auch beim Blick auf die Marge etwas optimistischer.

13.07.2020 22:27

Nach einem starken zweiten Quartal und einer seitdem weiter guten Entwicklung rechnet das im MDax notierte Unternehmen jetzt mit einem um Währungseffekte bereinigten Umsatzplus zwischen 55 Prozent und 70 Prozent. Damit liegt die neue Prognose 15 Prozentpunkte über den erst im Mai erhöhten in Aussicht gestellten Wachstumsraten.

Bei der operativen Marge rechnet Hellofresh jetzt mit einem Wert zwischen acht und zehn Prozent nach zuvor sechs bis zehn Prozent. Die Aktie lege nachbörslich auf der Handelsplattform Lang & Schwarz rund drei Prozent zu, nachdem der Kurs im Xetra-Handel nach einer Abstufung durch die US-Bank JPMorgan noch um knapp fünf Prozent gefallen war./zb/he

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Chipzulieferer ASML erwartet

Chipzulieferer ASML erwartet weiter Wachstum trotz abflauender Bestellungen

Der Chipindustrie-Zulieferer ASML rechnet für das laufende Quartal trotz zuletzt sinkender Aufträge mit weiterem Wachstum. Zwischen Juli und September dürfte der Umsatz auf 3,6 bis 3,8 Milliarden Euro klettern, wie ASML-Chef Peter Wennink am Mittwoch im niederländischen Veldhoven sagte. Das Schwergewicht aus dem Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 hat im zweiten Quartal 3,3 Milliarden Euro erlöst, rund 36 Prozent mehr als im ersten Quartal. ASML hatte ein Umsatzplus von rund der Hälfte in Aussicht gestellt, auch Analysten hatten sich zuvor mehr erwartet.

15.07.2020 07:28

Die in der Branche wichtige Bruttomarge kletterte von 45,1 auf 48,2 Prozent. Sie gibt an, wie viel vom Verkaufspreis nach Abzug der Herstellungskosten übrig bleibt. Im dritten Quartal dürfte sie wieder leicht auf zwischen 47 und 48 Prozent sinken. Der Nettogewinn stieg im zurückliegenden Quartal um 92 Prozent auf 751 Millionen Euro.

Einen Dämpfer musste der Anbieter von Lithographiesystemen für die Halbleiterindustrie allerdings beim Auftragseingang hinnehmen. Zwischen April und Ende Juni gingen Bestellungen für 1,1 Milliarden Euro ein, deutlich weniger als noch im ersten Quartal mit 3,1 Milliarden. Die besonders zukunftsträchtigen EUV-Maschinen machten davon 461 Millionen Euro aus. Dennoch verbreitete Wennink Optimismus. Die Wachstumsaussichten für das laufende Jahr seien trotz der Covid-19-Pandemie im wesentlichen unverändert zur Sicht am Anfang des Jahres. Da hatte Wennink ein weiteres Wachstumsjahr angekündigt./men/jha/

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