Facebook

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Feraud
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Alphabet sehe ich kritisch.

Alphabet sehe ich kritisch. Das Umsatzwachstum wird durch höhere Kosten mittlerweile fast völlständig aufgefressen. Lt. letztem Quartalsbericht von Alphabet wird sich der Trend auch in Zukunft fortsetzen.

Bzgl. Netflix: was macht ein Geschäftsmodel denn so besonders? Ich denke, die Suche nach dem Burggraben ist ein guter Ansatz. Auch FB ist oberflächlich betrachtet nichts besonderes. Trotzdem hat es die anderen Plattformen wie StudiVz verdrängt.

Allgemein auc die Frage, woran man die Bewertung einer FANG-Aktie festmacht. Amazon z.B. hat zwar gut zugelegt im Kurs, aber der GAP zu den Earnings wird voarussichtlich rasch geschlossen. Ende des GJ läge der fair Wert bereits bei 1.500 USD.

Amazon Bewertung

paul81
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Alphabet & Facebook: top
  • Alphabet & Facebook: top Unternehmen, günstig bewertet (bin drin)
  • Amazon: top Unternehmen, ist mir schon seit Jahren zu teuer, wächst trotzem immer weiter Biggrin
  • Netflix = Blase, Geschäftsmodell finde ich auch nicht besonders interessant/sicher
Zyndicate
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Höchststrafe für Facebook in

Höchststrafe für Facebook in Grossbritannien

Im Skandal um weitergegebene Facebook-Nutzerdaten will die britische Datenschutzbehörde eine Strafe von umgerechnet 660'000 Franken aussprechen. Für den US-Konzern ist das relativ wenig, für die Behörde aber das Maximum.

11.07.2018 07:38

Facebook habe die Daten nicht geschützt und gegen das Gesetz verstossen. Zudem habe es keine Transparenz darüber gegeben, wie Daten der Plattform von Dritten abgefischt worden seien, erklärte Behördenchefin Elizabeth Denham am Mittwoch.

Hintergrund des Skandals ist die Weitergabe von Daten von 87 Millionen Facebook-Nutzern an die britische Beratungsfirma Cambridge Analytica. Das Unternehmen unterstützte 2016 das Wahlkampfteam des späteren US-Präsidenten Donald Trump. Die von Facebook erlangten Daten verwendete es nach eigener Darstellung aber nicht für den amerikanischen Wahlkampf.

Die Strafe von 500'000 Pfund (660'000 Franken) ist für Facebook vergleichsweise klein, weil der Konzern einen Marktwert von 590 Milliarden Dollar hat. Sie ist aber der Höchstbetrag, den ICO-Chefin Denham verhängen kann. Facebook kann sich vor der endgültigen Entscheidung noch zu den Vorwürfen äussern.

Das Unternehmen kündigte an, den Zwischenbericht der britischen Behörde zu prüfen und in Kürze darauf zu reagieren. Die Datenschutzbeauftragte Erin Egan bekräftigte, man hätte im Zusammenhang mit Cambridge Analytica schon früher tätig werden müssen. Facebook arbeitet nach eigenen Angaben bei den Ermittlungen mit den Behörden zusammen.

(SDA)

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Facebook will an Bankkunden

Facebook will an Bankkunden kommen

Facebook will eigenen Angaben zufolge seine Dienste ausweiten und ist deshalb mit Banken in Kontakt.

07.08.2018 06:53

Zugleich könnten Finanzinstitute dadurch ihr Angebot verbessern, teilte Facebook am Montag mit. Facebook-Nutzer könnten ihre Bankkonten von beispielsweise PayPal, Citibank oder American Express mit dem Messenger von Facebook verknüpfen und über diesen Weg mit einem Kundenbetreuer in Verbindung treten. Zuvor hatte das "Wall Street Journal" berichtet, Facebook habe bei grossen US-Banken Kundendaten angefragt. So sei der Internetkonzern im Verlauf des letzen Jahres an JPMorgan, Wells Fargo, Citigroup und US Bankcorp herangetreten.

Sollten sich Kunden für das neue Facebook-Angebot entscheiden, sei es möglich, dass Facebook einige Finanzinformationen der Bankkonten einsehen könnte. Diese würden aber nicht für Werbung oder ähnliches genutzt. "Die Idee, die dahinter steckt, ist, dass es einfacher sein kann mit der Bank über Messenger zu kommunizieren als in der Warteschleife am Telefon zu hängen", hiess es in der Mitteilung von Facebook.

(Reuters)

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Facebook löscht erneut

Facebook löscht erneut hunderte falsche Accounts

(Ausführliche Fassung) - In der Cyberwelt der USA wird kräftig aufgeräumt. Nach einem entschiedenen Vorgehen von Microsoft gegen Hacker ist jetzt auch Facebook gegen Beeinflussung von aussen vorgegangen.

22.08.2018 06:48

Das Online-Netzwerk hat nach Darstellung seiner Chefs Mark Zuckerberg den nächsten Versuch aufgedeckt, Propaganda mit Hilfe hunderter gefälschter Profile zu verbreiten. Das soziale Netzwerk löschte 652 Accounts, Seiten und Gruppen, die aus dem Iran und mutmasslich vom Umfeld des russischen Militärgeheimdiensts betrieben worden seien. Es habe sich um koordinierte Aktionen mit verknüpften Accounts gehandelt, sagte Zuckerberg in einer Telefonkonferenz mit Journalisten in der Nacht zum Mittwoch.

Am Vortag hatte Microsoft die Kontrolle über sechs täuschend echt aussehende Webdomains übernommen, auf die Computernutzer gelockt werden könnten, um ihre Geräte mit Schadsoftware zu infizieren. Auf ähnliche Weise war vermutlich dieselbe Hackergruppe im amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf 2016 in Computersysteme der demokratischen Partei eingebrochen und hatte in grossem Stil Daten entwendet. Nach Ansicht von Microsoft seien Cyberattacken auf den US-Senat und konservative Denkfabriken mit Blick auf die nächste grosse Wahlrunde in den USA im November vorbereitet worden.

Die Domains erweckten zum Teil den Eindruck, mit Microsoft-Diensten verbunden zu sein. Sie seien von einer Hackergruppe registriert worden, die im Westen unter den Namen APT28, "Fancy Bear", "Strontium" oder "Sofacy" bekannt ist, erklärte Microsoft. Sie wird unter anderem auch hinter dem Hackerangriff auf den Bundestag 2015 vermutet. Nach Einschätzung westlicher Experten stehen hinter der Gruppe russische Geheimdienste. Der Kreml wies alle Anschuldigungen umgehend zurück.

Das aktuelle Vorgehen von Facebook sei das Ergebnis von vier getrennten Untersuchungen gewesen, erklärte Zuckerberg. "Wir ermitteln immer noch und es gibt eine Menge, was wir noch nicht wissen." Die Verbindungen der iranischen Accounts zu staatlichen Medien des Landes hätten zum Teil über öffentlich zugängliche Registrierungsinformationen nachgewiesen werden können.

Hunderttausende Nutzer hätten mindestens einen dieser gefälschten Accounts abonniert. Die Zuordnung von Aktivität zu russischen Geheimdienstkreisen beruhe hingegen auf Erkenntnissen amerikanischer Sicherheitsbehörden, hiess es. Diese Accounts hätten sich vor allem auf Syrien und die Ukraine fokussiert und diesmal die USA nicht im Visier gehabt.

Facebook hatte zuletzt Ende Juli einen Versuch gemeldet, mit einem Netzwerk gefälschter Profile die öffentliche Meinung in den USA zu manipulieren. Facebook war hart dafür kritisiert worden, dass auf der Plattform vor allem im US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 gefälschte Accounts in grossem Stil Falschinformationen verbreiten konnten.

Deswegen verschärfte das Online-Netzwerk im vergangenen Jahr massiv die Sicherheitsvorkehrungen. Aktuell liefen noch mehrere weitere ähnliche Untersuchungen, sagte Zuckerberg. In den USA will man vor allem Manipulationen der öffentlichen Meinung vor den Kongresswahlen im November verhindern.

Die Aktivität russischer Hacker ist in den USA ein brisantes Thema. Grösste Aufmerksamkeit haben die Untersuchungen des Sonderermittlers Robert Mueller zur Einmischung Russlands in die Präsidentenwahl 2016, die von Trump als "Hexenjagd" abgetan werden./so/DP/zb

(AWP)

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Facebook & Co. bekommen

Facebook & Co. bekommen eigenen Branchenindex

An der Wall Street stehen im September weitreichende Änderungen an: Der Index-Anbieter S&P klassifiziert Firmen wie Facebook und Netflix künftig in anderen Sektoren. Experten zufolge bietet dieser Schritt kleineren Technologiefirmen die Chance, aus dem Schatten von Internet-Giganten wie Amazon oder der Google-Mutter Alphabet herauszutreten.

26.08.2018 11:20

Obwohl Anleger Firmen wie Alphabet als Vorreiter der Digitalisierung sehen, sind sie bei S&P künftig nicht mehr im Unterindex für Technologiefirmen sondern in einem Sektor mit dem Namen "Kommunikationsdienstleistungen" notiert. Neben Alphabet gehören dem Index, der ab dem 24. September gelten soll, Firmen wie die Online-Videothek Netflix, der Kurznachrichtendienst Twitter, der Bezahlservice Paypal, das Online-Netzwerk Facebook und der Videospiel-Hersteller Electronic Arts an.

Die technische Umsortierung dürfte an den Börsen nicht ohne Auswirkungen bleiben: Weil hunderte Portfoliomanager in den Tagen nach der Umstellung ihre Fonds und ETFs neu strukturieren und bestimmte Aktien kaufen und verkaufen müssen, drohen heftige Kursausschläge, prognostiziert Andrew Bodner, Geschäftführer des Brokers Double Diamond. "Das ist ein zeitlich begrenztes Szenario und könnte für viele Anleger gute Kaufgelegenheiten bieten."

Nach Daten des Fondsanalysehauses Lipper sind über börsengehandelte Fonds (ETFs) rund 89 Milliarden Dollar im Technologiesektor angelegt. Ein Grossteil davon muss nach Einschätzung von Fachleuten aktualisiert werden. Grossanleger wie der Vermögensverwalter Vanguard haben nach eigenen Angaben bereits damit begonnen, ihre ETFs anzupassen.

Chancen für die zweite Liga

Profitieren könnten von der Umstellung auch kleinere Firmen. "Investoren erhalten ohne solche Riesenkonzerne, die eigentlich Medienunternehmen sind, einen ganz anderen Blickwinkel auf den Technologiesektor", erläutert Mike O'Rourke, Chef-Anlagestratege des Brokerhauses JonesTrading. Ausserdem müssten Portfoliomanager künftig nicht mehr entscheiden, ob sie aus dem Techsektor in Amazon oder Apple investieren, sondern könnten Titel von beiden Unternehmen kaufen.

Fonds haben in der Regel Quoten für Aktien aus den unterschiedlichen Branchen. Weil Schwergewichte wie Amazon und andere aus dem S&P-Technologieindex herausgenommen werden, steigt die Bedeutung von Werten wie Microsoft, Intel, Cisco Systems oder Oracle. Der erweiterte Sektorindex Kommunikationsdienstleistungen wird künftig für ein Zehntel des S&P 500 stehen. Bislang war der Index, der lediglich die Telekombranche abbildete, für weniger als zwei Prozent des Hauptindex verantwortlich.

(AWP)

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Facebook führt Videoplattform

Facebook führt Videoplattform Watch weltweit ein

Facebook startet einen gross angelegten Angriff auf die Dominanz der Google -Plattform YouTube bei Online-Videos. Das Online-Netzwerk macht sein Konkurrenz-Angebot Watch auf einen Schlag fast überall auf der Welt verfügbar. Bisher war die Facebook-Plattform seit einem Jahr nur in den USA aktiv. Bei Watch werden Videos aus Facebook-Seiten an einem Ort gebündelt. Facebook zeigt aber zum Beispiel auch an, welche Videos Freunden gefallen haben oder von ihnen geteilt wurden.

29.08.2018 12:41

Autoren der Videos sollen Geld mit Werbepausen verdienen können. Diese Möglichkeit wird zunächst in den grossen Märkten eingeführt, im September auch in Deutschland. Facebook behält 45 Prozent der Werbeerlöse. Facebook ist auch in Gesprächen mit der Fernsehbranche und wirbt unter anderem mit der Aussicht auf eine stärkere Personalisierung des TV-Konsums für die Plattform. Facebook mit seinen über zwei Milliarden Nutzern weltweit wolle der Ort sein, an dem Videoinhalte gemeinsam mit Freunden und Familie angesehen und diskutiert werden. Umfragen und Abstimmungen sollen die Zuschauer stärker einbinden - bis hin zu Entscheidungen, welche Richtung eine Geschichte nehmen soll.

"Wir wissen, dass es eine gewaltige Konkurrenz um die Zuschauer gibt", räumte die zuständige Facebook-Managerin Fidji Simo ein. YouTube gilt als klare Nummer eins bei Internet-Video.

In den USA besuchten inzwischen monatlich 50 Millionen Nutzer die Watch-Plattform für mindestens eine Minute, sagte Simo. Die Länge der insgesamt angesehen Videos sei 14 Mal höher als zu Jahresbeginn. In den USA gibt es auch Eigenproduktionen speziell für Watch, in Europa ist das bisher nicht geplant. Wie auch die anderen Facebook-Dienste wird Watch nicht in China sowie Ländern wie Nordkorea verfügbar sein.

Watch startet im Rest der Welt zunächst auf Smartphones mit dem Google-System Android, Apples iPhones sollen folgen. Fernsehgeräte stünden ebenfalls im Fokus, sagte Simo. Facebook hat bereits eine Video-App für vernetzte Fernseher und Streaming-Boxen. Für Facebook soll Watch auch das Problem lösen, dass die Newsfeeds der Nutzer stärker auf Beiträge von Familie und Freunden ausgerichtet wurden. Damit wurden Videos dort weniger sichtbar - und das schränkt auch die Möglichkeiten zum Geldverdienen mit Werbung ein./so/DP/jha

(AWP)

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Instagram-Gründer kehren

Instagram-Gründer kehren Facebook den Rücken

Facebook verliert mit dem Abgang der beiden Instagram-Gründer zwei der wichtigsten kreativen Köpfe des Konzerns. Die Aktie gibt vorbörslich nach.

25.09.2018 12:30

Nach sechs Jahren kehren Kevin Systrom und Mike Krieger "in Kürze" dem weltgrößten Internet-Netzwerk den Rücken. In einer dürftigen Erklärung führte der bisherige Spartenchef Systrom an, beide wollten sich eine Auszeit nehmen, um ihre "Neugierde und Kreativität" wiederzuentdecken. Erst vor wenigen Monaten hatte Whatsapp-Gründer Jan Koum bei Facebook gekündigt.

Facebook schreibt seit Monaten Negativ-Schlagzeilen. Dem US-Konzern machen Forderungen nach mehr Datenschutz, Kritik wegen Hassrede und Terror-Propaganda zu schaffen. Gerüchte reißen nicht ab, dass die Abgänge in direktem Zusammenhang mit Firmenchef Mark Zuckerberg stehen, der die Zügel in dem mit 480 Milliarden Dollar bewerteten Konzern wieder enger anzieht.

Aktie gibt vorbörslich nach

Anleger verunsicherten die jüngsten Nachrichten: Die Facebook-Aktie verlor vorbörslich 2,2 Prozent.

Lange Zeit mischte sich Zuckerberg kaum ins Tagesgeschäft von Instagram ein. Die Gründer hatten freie Hand und unter ihrem Regime wurde der Foto-Dienst zu einer der wertvollsten Apps der Welt. Inzwischen kommt Instagram mit seinen mehr als eine Milliarde aktiven Nutzern auf einen Jahresumsatz von geschätzten acht Milliarden Dollar - vor allem mit Werbung. Facebook zählt gut 2,2 Milliarden Mitglieder.

Die beiden Stanford-Absolventen Systrom und Krieger gründeten Instagram 2010. Zwei Jahre später holte Zuckerberg den rasant wachsenden Dienst, der sich zunehmend als Konkurrent entpuppte, für eine Milliarde Dollar in den Konzern. Ähnlich verfuhr Facebook mit Whatsapp - der Messaging-Dienst gehört seit der 19 Milliarden Dollar schweren Übernahme 2014 zu dem US-Unternehmen.

Zuckerberg sagte zum zumindest für die Öffentlichkeit überraschenden Abgang von Systrom und Krieger: "Ich habe in den letzten sechs Jahren eine Menge durch die Zusammenarbeit mit ihnen gelernt und es wirklich genossen." Im letzten Quartalsbericht hatte Zuckerberg davon gesprochen, welch "großartiger Erfolg" der Instagram-Kauf war. Es sei ein innovativer Dienst. Zuckerberg nannte diesbezüglich die Möglichkeit, dass ähnlich wie bei dem Rivalen Snapchat Inhalte nach 24 Stunden wieder verschwinden, sowie die Einbindung von längeren Videos über die Anwendung IGTV.

Zuckerberg verstärkt Kontrolle

Spätestens seit dem Datenskandal, bei dem Informationen von bis zu 87 Millionen Mitgliedern genutzt wurden, um US-Präsident Donald Trump im Wahlkampf zu unterstützen, nimmt Zuckerberg die Schalthebel bei Facebook wieder fester in die Hand. Nach dem Abgang von Koum übertrug er seinem langjährigen Vertrauten Chris Cox die Kontrolle über Whatsapp und Instagram. Zudem installierte er seinen engen Mitarbeiter Adam Mosseri als Produktchef bei Instagram. Der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge kam es zuletzt immer wieder zu Streitigkeiten zwischen den Instagram-Gründern und Zuckerberg über die Ausrichtung des Fotodienstes.

Der 34-jährige Facebook-Gründer müht sich seit Monaten, aus den Schlagzeilen zu kommen. Im Zusammenhang mit dem Datenskandal ermitteln unter anderem die US-Verbraucherschutzbehörde FTC und die Generalstaatsanwälte von 37 Bundesstaaten. Immer wieder werden hochrangige Manager vor den US-Kongress zitiert, um Stellung zu Fragen des Datenschutzes, der Verbreitung von Falschinformationen und der Rolle Facebooks im Wahlkampf zu nehmen. Ganz neu ist die Klage einer Frau, die mit der Prüfung von Inhalten auf der Plattform beauftragt war und behauptet, Facebook habe sie nicht ausreichend vor den Folgen von erschütterndem Material geschützt. In der Klage steht, dass die damit beauftragten Mitarbeiter von Facebook-Dienstleistern mit "Tausenden Videos, Bildern und Echtzeit-Übertragungen von Kindesmissbrauch, Vergewaltigung, Folter, Brutalität, Köpfungen, Selbstmord und Mord" bombardiert würden.

(Reuters)

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Trauma durch Schock-Inhalte?

Trauma durch Schock-Inhalte? Facebook droht Sammelklage in USA

(Ausführliche Fassung) - Der Arbeitsalltag in Facebooks Löschzentren ist nichts für schwache Nerven: Tagtäglich werden die Mitarbeiter als eine Art menschlicher Filter mit verstörenden Bildern und Videos konfrontiert. Die Frage, ob sich der Konzern ausreichend um sie kümmert, wird nun zum Rechtsstreit. Eine ehemalige Mitarbeiterin hat Facebook verklagt, weil die ständige Belastung sie krank gemacht habe. Es könnte ein grösseres Verfahren werden: Denn die Anwälte der Frau aus San Francisco streben eine Sammelklage an, der sich auch andere Beschäftigte anschliessen könnten. Auch in Deutschland gibt es zwei Löschzentren - in Berlin und Essen.

25.09.2018 17:35

Die Vorwürfe klingen heftig: Die als Zeitarbeiter eingestellten sogenannten Facebook-Moderatoren würden "täglich mit Tausenden Videos, Bildern und Live-Übertragungen von sexuellem Missbrauch von Kindern, Vergewaltigungen, Folter, Tiersex, Enthauptungen, Suiziden und Morden bombardiert", erklärte Klägeranwalt Korey Nelson von der Kanzlei Burns Charest am Montag (Ortszeit). Hauptklägerin in dem Verfahren ist Selena Scola, die ab Juni 2017 neun Monate im Auftrag einer Zeitarbeitsfirma für Facebook gearbeitet und durch den Job ein posttraumatisches Belastungssyndrom erlitten haben soll.

"Wir prüfen die Behauptungen derzeit", teilte Facebook in einem Statement mit. Der Internetriese räumte ein, dass die Arbeit häufig schwierig sei. "Darum nehmen wir die Unterstützung unserer Moderatoren unglaublich ernst". Die Mitarbeiter erhielten spezielles Training, zudem biete man ihnen psychologische Hilfe an. Facebook-Angestellten stehe dies hausintern zur Verfügung, auch von Partnerfirmen würden entsprechende Ressourcen verlangt. Über die Arbeitsbedingungen in Facebooks sogenannten Löschzentren unter anderem in Asien gab es bereits wiederholt negative Medienberichte.

In den Löschzentren werden unter anderem anstössige Videos und Bilder, Hassrede oder Gewaltdarstellung gesichtet und entfernt. In der US-Klage, die bei einem Gericht im kalifornischen San Mateo eingereicht wurde, wird Facebook beschuldigt, seine Pflicht zu ignorieren, für die Sicherheit dieser Mitarbeiter zu sorgen. Der Konzern greife beim Ausmisten seiner Plattform auf Zeitarbeiter zurück, die angesichts der schockierenden Inhalte irreparable traumatische Schäden erlitten. Das bei der Hauptklägerin diagnostizierte Leiden PTSD ist etwa bei Soldaten nach Schreckenserlebnissen im Krieg ein bekanntes Phänomen.

Die Klage richtet sich neben Facebook auch gegen die Zeitarbeitsfirma Pro Unlimited aus Boca Raton im US-Bundesstaat Florida, für die Scola tätig war. Ihre Rechtsanwälte streben eine Sammelklage im Namen aller betroffenen Facebook-Mitarbeiter an und fordern unter anderem die Einrichtung eines Fonds für medizinische Tests und Versorgung der Moderatoren. Facebook beschäftigt derzeit insgesamt rund 7500 solcher Mitarbeiter. Ob das Verfahren als Sammelklage zugelassen wird, muss das zuständige Gericht allerdings erst noch entscheiden.

Die deutschen Löschzentren in Berlin und Essen betreibt Facebook nicht selbst, sondern greift auf die Dienstleistungsfirmen CCC und Arvato zurück, die unter anderem im Call-Center-Geschäft sind. Nach Kritik an den Arbeitsbedingungen gewährte Facebook im vergangenen Jahr einigen wenigen Journalisten Zugang zum Berliner Löschzentrum und betonte auch hier die Massnahmen zur psychologischen Unterstützung.

Gespräche mit Mitarbeitern - in Anwesenheit von Facebook-Vertretern - zeichneten damals ein Bild von Menschen, die mit der Härte des Jobs zu kämpfen haben und zum Teil abstumpfen. "Ich weiss noch, das erste Enthauptungsvideo - da hab' ich dann ausgemacht, bin raus und hab erstmal ein wenig geheult", erinnerte sich damals eine 28-jährige Mitarbeiterin. "Jetzt hat man sich so daran gewöhnt, es ist nicht mehr so schlimm."

Einer der Teamleiter sagte damals auch, Mitarbeiter müssten sich selbst melden, um psychologische Betreuung zu bekommen. "Ich als Teamleiter weiss ja nicht, ob jemand Betreuung braucht oder nicht." Zugleich arbeiten die Menschen in den Löschzentren mit dem Gefühl, andere vor Schaden zu bewahren: "Wenn ich jemandem ersparen kann durch meine Arbeit, dass er das sehen muss, dann finde ich das sehr gut", sagte eine der Frauen. Laut Facebook können sich die Mitarbeiter jederzeit in andere Aufgabenbereiche versetzen lassen, wenn es ihnen zu hart wird./hbr/so/DP/tos

(AWP)

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Hacker hatten Zugang zu fast

Hacker hatten Zugang zu fast 50 Millionen Facebook-Accounts

Wegen einer Sicherheitslücke bei Facebook haben Hacker auf Profile von fast 50 Millionen Nutzern zugreifen können als wären es ihre eigenen. Nach bisherigen Erkenntnissen hätten die unbekannten Angreifer aber keine privaten Nachrichten abgerufen oder versucht, etwas im Namen der betroffenen Nutzer bei Facebook zu posten, betonte das Online-Netzwerk am Wochenende.

30.09.2018 18:05

Abgeschöpft hätten die Angreifer aber Profil-Informationen wie Name, Geschlecht und Wohnort. Dadurch sei die Attacke auch erst aufgefallen. Bisher habe Facebook keinen speziellen Fokus auf bestimmte Regionen oder Nutzergruppen feststellen können. Die Angreifer hatten digitale Schlüssel zu den Accounts gestohlen, mit denen man in die Profile kommt, ohne ein Passwort eingeben zu müssen.

Potenziell gefährlich ist, dass die Hacker sich mit den erbeuteten Digitalschlüsseln auch bei anderen Online-Diensten anmelden konnten, die mit dem Facebook-Login genutzt wurden. Ob es dazu kam, ist bisher unklar. Die Option "Login mit Facebook" bieten unter anderem Internet-Händler sowie viele andere Websites an. Das soll Nutzern den Aufwand ersparen, sich noch mehr Passwörter ausdenken zu müssen.

Die Sicherheitslücke sei am Donnerstag geschlossen worden, versicherte Facebook. Zumindest gemessen an der Zahl betroffener Nutzer ist es der bisher grösste bekanntgewordene Hacker-Angriff auf das Online-Netzwerk. Facebook hat insgesamt mehr als 2,2 Milliarden aktive Mitglieder.

"Wir wissen nicht, wer hinter dieser Attacke steckt", sagte Facebooks Gründer und Chef Mark Zuckerberg in einer Telefonkonferenz. Man werde das möglicherweise auch nie erfahren, fügte Produktchef Guy Rosen hinzu. Auch die Profile von Zuckerberg und Geschäftsführerin Sheryl Sandberg seien betroffen gewesen, berichteten die "New York Times" und die "Financial Times".

Die Angreifer hätten eine Sicherheitslücke in der Funktion ausgenutzt, mit der Facebook-Mitglieder sich ihr Profil aus der Sicht anderer Nutzer anzeigen lassen können, erläuterte das Unternehmen. Die Schwachstelle erlaubte es ihnen demnach, sogenannte Token zu stehlen - eine Art Langzeitschlüssel, der auf einem Gerät gespeichert wird. Facebook stellte fest, dass rund 50 Millionen dieser Token gestohlen wurden. Das Passwort selbst kann dabei nicht ausgelesen werden.

Die Funktion mit der Anzeige des Profils aus Sicht von Facebook-Freunden - mit der Nutzer eigentlich ihre Privatsphäre besser im Griff haben sollten - sei vorerst sicherheitshalber abgeschaltet worden, teilte Facebook weiter mit. Zur Sicherheit werden sich weitere rund 40 Millionen Nutzer auf ihren Geräten neu anmelden müssen, nur weil sie diese Funktion im vergangenen Jahr benutzt haben.

Die Attacke kommt zu einem extrem ungünstigen Zeitpunkt für das Online-Netzwerk, das noch um das Vertrauen der Nutzer nach dem Datenskandal um Cambridge Analytica kämpfen muss. Die Datenanalyse-Firma hatte unberechtigterweise Zugang zu Informationen von Dutzenden Millionen Nutzern bekommen. Diese Enthüllung hatte Facebook in die bisher schwerste Krise gestürzt. Derzeit versucht das Unternehmen zudem mit grössten Anstrengungen, die Plattform vor den wichtigen Kongress-Wahlen in den USA im November gegen Manipulation von aussen abzusichern. Die Facebook-Aktie fiel zum US-Handelsschluss am Freitag um rund 2,6 Prozent.

Die Schwachstelle sei bereits im Juli 2017 durch eine Kombination aus drei Software-Fehlern entstanden, erläuterte Rosen. Zunächst einmal sei eine damals neu eingeführte Funktion zum Hochladen von Videos fälschlicherweise in der später ausgenutzten Fremdansicht angezeigt worden. Das sei zwar nur vorgekommen, wenn es um Geburtstagsgrüsse ging - hätte aber überhaupt nicht passieren dürfen.

Zweitens sei fälschlicherweise zugelassen worden, dass für diesen Video-Uploader auch Digitalschlüssel generiert werden konnten. Und schliesslich sei dabei ein Token nicht für den Account des Nutzers erstellt worden - sondern für den des Facebooks-Freundes, aus dessen Perspektive man sich sein eigenes Profil ansehen wollte. So hätten die Hacker über das Freundesnetz Zugriff zu immer mehr Profilen bekommen können. Den Angreifern war es gelungen, diese Kombination aus mehreren Faktoren nicht nur zu entdecken, sondern auch in grösserem Stil auszunutzen.

Facebook macht keine Angaben dazu, wann genau die Hacker die Token gestohlen und damit Zugriff auf die Nutzer-Profile gehabt haben könnten. Facebook habe zunächst ungewöhnlich hohe Aktivität bei einer Schnittstelle am 16. September entdeckt. Am Dienstagabend dieser Woche sei man dann sicher gewesen, dass eine Attacke laufe und habe die Sicherheitslücke bis Donnerstag gefunden und geschlossen. Neben dem FBI seien gemäss der EU-Datenschutzverordnung (DSGVO) auch Behörden in Irland eingeschaltet worden. Die DSGVO sieht bei Verstössen gegen den Datenschutz Strafen von bis zu vier Prozent des Jahresumsatzes vor.

Die Facebook-Mitteilung brachte neue Aufmerksamkeit für die Ankündigung eines Hackers aus Taiwan von Mitte der Woche, am Sonntag in einem Livestream das Facebook-Profil von Mark Zuckerberg zu löschen. Am Freitag sagte er die Übertragung dann ab und erklärte, er habe stattdessen Facebook kontaktiert./so/DP/zb

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Weniger als zehn Prozent der

Weniger als zehn Prozent der Betroffenen bei Facebook-Hack aus EU

Von den fast 50 Millionen von einem Hacker-Angriff betroffenen Facebook -Nutzer stammen weniger als zehn Prozent aus der Europäischen Union. Das teilte die zuständige irische Datenschutzbehörde am Montagabend bei Twitter mit. Facebook habe zugesichert, "bald" ausführlichere Informationen liefern zu können, hiess es in der knappen Stellungnahme weiter.

02.10.2018 06:32

Facebook hatte am Freitag mitgeteilt, dass unbekannte Angreifer vollen Zugriff auf fast 50 Millionen Profile bei dem Online-Netzwerk erlangt hatten. Die Basis dafür war der Diebstahl digitaler Schlüssel, mit denen man in einen Account kommt, ohne dafür das Passwort eingeben zu müssen. Die Hacker hätten auch Zugang zu anderen Online-Diensten bekommen können, bei denen sich die Nutzer mit ihrem Facebook-Login anmeldeten, räumte Facebook ein. Die Lücke sei am Donnerstag geschlossen worden und nach bisherigen Erkenntnissen hätten die Angreifer nicht versucht, private Nachrichten abzurufen oder etwas im Namen der Nutzer bei Facebook zu posten, hiess es.

Facebook hatte die irischen Datenschützer bereits vergangene Woche unterrichtet. Die neue EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) sieht eine Benachrichtigung der Behörden binnen drei Tagen vor. Unternehmen drohen nach der DSGVO bei Verstössen gegen Datenschutzregeln Strafen von bis zu vier Prozent des Jahresumsatzes - das wären im Fall von Facebook 1,6 Milliarden Dollar nach Zahlen von 2017./so/DP/he

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Neuer Chef für Fotodienst

Neuer Chef für Fotodienst Instagram ernannt

Facebooks Fotoplattform Instagram bekommt nach dem Abgang der beiden Gründer einen neuen Chef aus dem Führungszirkel des Online-Netzwerks. Adam Mosseri war lange für den Newsfeed verantwortlich - das Herzstück von Facebook , in dem die Nutzer tagtäglich die neuen Beiträge sehen. Er war bereits vor einigen Monaten als Produktchef zu Instagram gegangen und übernimmt jetzt den Chefposten bei dem Dienst, wie die Fotoplattform am Montag mitteilte.

01.10.2018 20:42

Instagram war von Facebook 2012 für rund eine Milliarde Dollar gekauft worden, konnte aber mit den beiden Gründern Kevin Systrom und Mike Krieger an der Spitze weitgehend eigenständig weiteragieren. Vor einer Woche gaben Systrom und Krieger aber ihren Rückzug bekannt. Laut Medienberichten gab es Differenzen mit der Facebook-Führung über die Strategie. Zudem seien die beiden auch unzufrieden darüber gewesen, dass Facebooks Gründer und Chef Mark Zuckerberg immer mehr bei Instagram mitmischen wollte.

Mosseris Einsetzung als Vizepräsident bei Instagram war bereits als Versuch der Facebook-Führung gesehen worden, den Foto-Dienst stärker zu kontrollieren. Instagram mit mehr als einer Milliarde Nutzer wird immer wichtiger für Facebook, während sich das Geschäftswachstum bei der Haupt-Plattform des Online-Netzwerks zuletzt deutlich verlangsamte./so/DP/he

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Irischer Datenschutz

Irischer Datenschutz ermittelt gegen Facebook

Die irische Datenschutzbehörde DPC nimmt nach dem massivem Hackerangriff auf Facebook Ermittlungen gegen das soziale Netzwerk auf.

04.10.2018 07:08

Die Behörde teilte am Mittwoch mit, dass sich die Nachforschungen insbesondere darauf konzentrierten, ob sich Facebook an die vor kurzem verschärften Datenvorschriften gehalten habe. Nach dem jüngsten Hackerangriff auf Facebook, von dem mindestens 50 Millionen Nutzer betroffen waren, droht dem Netzwerk nun im Sinne der Datenschutz-Grundverordnung eine Strafe von bis zu vier Prozent des Jahresumsatzes oder 20 Millionen Euro. Facebook hat seine Europa-Zentrale in Irland.

Nach dem jüngsten Datendiebstahl bei Facebook haben Hacker Untersuchungen des Konzerns zufolge die Login-Daten der Kunden nicht für den Zugang zu anderen Webseiten benutzt. "Wir haben keine Hinweise darauf gefunden, dass sich die Hacker mit Hilfe des Facebook-Logins Zugang zu anderen Apps verschafft haben", erklärte der für die Sicherheit bei Facebook zuständige Manager Guy Rosen am Dienstag.

Immer mehr Nutzer greifen auf die Möglichkeit zurück, sich mit ihrer Facebook-Identität bei Apps oder Online-Verkaufsplattformen zu registrieren und sich so langwierige Einlogg-Prozeduren mit separatem Passwort zu ersparen. Bei dem von Facebook vergangene Woche bekanntgegebenen Angriff war befürchtet worden, die Hacker hätten über diese sogenannten Single-Sign-Ons (SSO) auch Zugriff auf weitere Apps und Webseiten gehabt.

Der Angriff kommt zu einer ungünstigen Zeit für das Online-Netzwerk. Der größere Datenskandal, bei dem die britische Firma Cambridge Analytica die Daten von 87 Millionen Facebook-Nutzern mutmaßlich missbraucht hat, ist noch Gegenstand von Ermittlungen.

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Facebook will mit

Facebook will mit Videotelefonie und VR Menschen besser verbinden

Facebook will mit Hilfe von Videotelefonie und Virtueller Realität persönliche Verbindungen von räumlich getrennten Menschen vertiefen. "Wir werden persönliche Treffen niemals ersetzen und wir planen auch nicht, das zu tun", sagt Andrew Bosworth, Vizepräsident bei Facebook für Virtuelle (VR) und Erweiterte Realität (AR). Aber schon einen Teil der persönlichen Interaktion ins Virtuelle umzusetzen, sei bereits sehr wertvoll. Etwa, weil Kosten und Zeitaufwand für Reisen und Pendeln entfielen.

08.10.2018 15:05

Um Videotelefonie zu verbessern, hat Facebook am Montag zwei neue Geräte vorgestellt. Portal und Portal+ sind eine Kombination aus Bildschirm, Webcam und smartem Lautsprecher. Sie verfolgen automatisch Personen im Blickfeld der Kamera und zoomen eigenständig auf deren Gesichter.

VR und AR sollen dafür ebenfalls genutzt werden. VR biete mehr Interaktivität als Videotelefonie, sagt Bosworth. Hier gebe es allerdings noch Probleme mit der Ausdrucksfähigkeit, beispielsweise mit Mimik und Aussehen. "Aber die Technologie liegt am Horizont."/DP/jha

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Facebook bereitet sich auf

Facebook bereitet sich auf Umbruch in seinem Werbegeschäft vor

31.10.2018 06:32

MENLO PARK (awp international) - Dem Werbegeschäft von Facebook steht ein Umbruch bevor, der die jahrelang auf Hochtouren laufende Geldmaschine des Online-Netzwerks abbremsen wird. Die Mitglieder teilten ihre Beiträge verstärkt im kleineren Freundeskreis statt im Newsfeed, der bisher das Herzstück der Facebook-Nutzung war, wie Gründer und Chef Mark Zuckerberg am Dienstagabend erläuterte.

Facebook muss deswegen sein Geschäft umbauen. Der Newsfeed bietet viel Platz für Anzeigen - und das Online-Netzwerk macht damit Milliardengewinne. Bei Werbung in den neuen Formaten steht Facebook aber erst am Anfang und muss sich unter anderem bei den Anzeigenpreisen noch durchtasten. "Das ist eine Reise, die Jahre und nicht Quartale dauern wird", sagte Finanzchef Dave Wehner.

Zu den neuen Formaten gehören zum Beispiel die sogenannten "Stories", bei denen Nutzer ihre Fotos und Videos typischerweise für einen Tag für ausgewählte Freunde veröffentlichen. "In nicht allzu ferner Zukunft werden die Leute mehr in Stories als in Feeds teilen", prognostizierte Zuckerberg.

Facebook durchlebte bereits einen ähnlichen Umbruch, als Nutzer vom PC auf Smartphones wechselten. Damals hatte das Online-Netzwerk zunächst kein Geschäftsmodell für das Handy und Anleger zweifelten an den Zukunftsaussichten der Firma. Doch die Newsfeed-Anzeigen als Lösung für das Problem erwiesen sich als eine Goldgrube. Zuckerberg und Geschäftsführerin Sheryl Sandberg erinnerten jetzt daran, um besorgte Investoren zu beruhigen. Das klappte ganz gut: Die Aktie, die nach Zuckerbergs Warnungen erst fast vier Prozent verlor, erholte sich auf ein Plus von über drei Prozent.

Schon die Zahlen für das vergangene Quartal offenbarten einige Probleme. So verlor das Online-Netzwerk im zweiten Quartal in Folge eine Million Nutzer in Europa und hat hier noch 375 Millionen mindestens einmal im Monat aktive Mitglieder. Facebook hatte bereits gewarnt, dass die Regelungen der seit Ende Mai greifenden Datenschutz-Grundverordnung das Geschäft in Europa erschweren werden.

Weltweit gesehen geht das Wachstum des Online-Netzwerks weiter. Die Zahl monatlich aktiver Facebook-Nutzer legte binnen drei Monaten von 2,23 auf 2,27 Milliarden zu. Und auch die Werbeeinnahmen wuchsen noch deutlich: Der Quartalsumsatz stieg im Jahresvergleich um rund ein Drittel auf 13,7 Milliarden Dollar. Der Gewinn kletterte um neun Prozent auf knapp 1,34 Milliarden Dollar.

Doch ein genauerer Blick in die Facebook-Zahlen zeigt, dass das Wachstum vor allem aus Regionen kommt, die für das Online-Netzwerk bisher weniger lukrativ sind. In den USA und Kanada kommt Facebook nun auf 242 Millionen monatlich aktive Nutzer - eine Million mehr als vor drei Monaten. Es ist aber der mit Abstand lukrativste Markt für das Online-Netzwerk: Hier machte Facebook im vergangenen Quartal einen Umsatz von 27,61 Dollar pro Nutzer. In Europa sind es 8,82 Dollar pro Nutzer und im weltweiten Durchschnitt 6,09 Dollar.

Zugleich dürften die Ausgaben in diesem Jahr um über 50 Prozent steigen und 2019 um weitere 40 bis 50 Prozent. Das sei unter anderem für die Sicherheit und den Kampf gegen Hass und Hetze nötig, sagte Zuckerberg. Unter anderem stellt Facebook mehr Mitarbeiter für seine Löschzentren ein, die verbotene Inhalte entfernen. Die Zahl der Beschäftigten stieg binnen eines Jahres um 45 Prozent auf gut 33 600. Er verliere aber das Gleichgewicht von Kosten und Einnahmen nicht aus den Augen, versicherte Zuckerberg vor Analysten.

Zuckerberg, der sonst Wettbewerber selten erwähnt, räumte ein, dass Facebook bei Video hinter Googles Plattform YouTube zurückliege. Das Online-Netzwerk habe aber bisher die Zeit, die Nutzer mit dem Ansehen von Videos verbringen können, bewusst reduziert. Facebook stecke in einem Dilemma: "Die Leute wollen sich Videos anschauen", sagte Zuckerberg. Zugleich erwarteten sie von Facebook aber auch soziale Kontakte mit Freunden und Familie. Deswegen habe Facebook die Ausbreitung sogenannter "viraler" Unterhaltungsvideos gebremst.

Facebook wurde in diesem Jahr von dem Datenskandal um Cambridge Analytica in eine Krise gestürzt. Zuletzt sorgte ein Hacker-Angriff, von dem rund 30 Millionen Nutzer betroffen waren, für neue Negativ-Schlagzeilen. Diese Turbulenzen scheinen das Geschäft des Online-Netzwerks jedoch bisher kaum beeinflusst zu haben./so/DP/zb

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Korr: Facebook verliert

Korr: Facebook verliert weitere Million Nutzer in Europa

31.10.2018 14:43

MENLO PARK (awp international) - Facebook steht ein Umbruch in seinem Werbegeschäft bevor, der die jahrelang auf Hochtouren laufende Geldmaschine des Online-Netzwerks abbremsen wird. Die Mitglieder teilten ihre Beiträge verstärkt im kleineren Freundeskreis statt im Newsfeed, der bisher das Herzstück der Facebook-Nutzung war, wie Gründer und Chef Mark Zuckerberg am Dienstag erläuterte. Facebook muss deswegen sein Geschäft umbauen - und tastet sich erst zu einer Lösung durch.

Denn aktuell kommen die Milliardengewinne des Online-Netzwerks fast ausschliesslich aus dem Newsfeed, der viel Platz für Anzeigen bietet. Beim Geldverdienen in seinen Chatdiensten WhatsApp und Messenger sowie den neuen Formaten auf der Facebook-Plattform steht die Firma aber erst am Anfang und weiss zum Beispiel noch nicht, wie sich die Anzeigenpreise entwickeln werden. "Das ist eine Reise, die Jahre und nicht Quartale dauern wird", sagte Finanzchef Dave Wehner.

Zu den neuen Formaten gehören zum Beispiel die sogenannten "Stories", bei denen Nutzer ihre Fotos und Videos für einen Tag für ausgewählte Freunde veröffentlichen. "In nicht allzu ferner Zukunft werden die Leute mehr in Stories als in Feeds teilen", prognostizierte Zuckerberg.

Es hat eine gewisse Ironie, dass Facebook das "Stories"-Format hemmungslos beim Herausforderer Snapchat kopierte. Facebook gelang es dadurch zwar, den Aufstieg von Snapchat zu stoppen - die Foto-App kämpft seitdem mit Nutzerschwund. Doch jetzt muss Facebook selbst die wirtschaftlichen Konsequenzen des veränderten Nutzer-Verhaltens tragen. Der Wandel verlaufe weniger geschmeidig als er es sich erhofft habe, räumte Zuckerberg ein. Doch für Facebook spreche allein schon, dass täglich mehr als zwei Milliarden Menschen mindestens ein Produkt der Firma nutzen. Dem Online-Netzwerk gehört auch die erfolgreiche Foto-Plattform Instagram.

Facebook durchlebte bereits einen ähnlichen Umbruch, als Nutzer vom PC auf Smartphones wechselten. Damals hatte das Online-Netzwerk zunächst kein Geschäftsmodell für das Handy und Anleger zweifelten an den Zukunftsaussichten der Firma. Doch die Newsfeed-Anzeigen als Lösung für das Problem erwiesen sich als eine Goldgrube. Zuckerberg und Geschäftsführerin Sheryl Sandberg erinnerten jetzt daran, um besorgte Investoren zu beruhigen. Das klappte im nachbörslichen Handel ganz gut: Die Aktie, die nach Zuckerbergs Warnungen erst fast vier Prozent verlor, erholte sich auf ein Plus von über drei Prozent.

Schon die Zahlen für das vergangene Quartal offenbarten einige Probleme. So verlor das Online-Netzwerk im zweiten Vierteljahr in Folge eine Million Nutzer in Europa und hat hier noch 375 Millionen mindestens einmal im Monat aktive Mitglieder. Facebook hatte bereits gewarnt, dass die Regelungen der seit Ende Mai greifenden Datenschutz-Grundverordnung das Geschäft in Europa erschweren werden.

Weltweit gesehen geht das Wachstum des Online-Netzwerks weiter. Die Zahl monatlich aktiver Facebook-Nutzer legte binnen drei Monaten von 2,23 auf 2,27 Milliarden zu. Und auch die Werbeeinnahmen wuchsen noch deutlich: Der Quartalsumsatz stieg im Jahresvergleich um rund ein Drittel auf 13,7 Milliarden Dollar. Der Gewinn kletterte um neun Prozent auf knapp 5,14 Milliarden Dollar.

Doch ein genauerer Blick in die Facebook-Zahlen zeigt, dass die Nutzer-Zuwächse vor allem aus Regionen kommen, die für das Online-Netzwerk bisher weniger lukrativ sind. In den USA und Kanada kommt Facebook nun auf 242 Millionen monatlich aktive Nutzer - gerade einmal eine Million mehr als vor drei Monaten. Es ist aber der mit Abstand profitabelste Markt für das Online-Netzwerk: Hier machte Facebook im vergangenen Quartal einen Umsatz von 27,61 Dollar pro Nutzer. In Europa sind es 8,82 Dollar pro Nutzer und im weltweiten Durchschnitt 6,09 Dollar.

Zugleich dürften die Ausgaben in diesem Jahr um über 50 Prozent steigen und 2019 um weitere 40 bis 50 Prozent. Das sei unter anderem für die Sicherheit und den Kampf gegen Hass und Hetze nötig, sagte Zuckerberg. So stellt Facebook mehr Mitarbeiter für seine Löschzentren ein, die verbotene Inhalte entfernen. Vor allem dadurch stieg die Zahl der Beschäftigten binnen eines Jahres um 45 Prozent auf gut 33 600.

Zuckerberg, der sonst Wettbewerber selten erwähnt, räumte ein, dass Facebook bei Video hinter Googles Plattform YouTube zurückliege. Das Online-Netzwerk habe aber bisher die Zeit, die Nutzer mit dem Ansehen von Videos verbringen können, bewusst reduziert. Facebook stecke in einem Dilemma: "Die Leute wollen sich Videos anschauen", sagte Zuckerberg. Zugleich erwarteten sie von Facebook aber auch soziale Kontakte mit Freunden und Familie. Deswegen habe Facebook die Ausbreitung sogenannter "viraler" Unterhaltungsvideos gebremst.

Facebook wurde in diesem Jahr von dem Datenskandal um Cambridge Analytica in eine Krise gestürzt. Zuletzt sorgte ein Hacker-Angriff, von dem rund 30 Millionen Nutzer betroffen waren, für neue Negativ-Schlagzeilen. Diese Turbulenzen scheinen das Geschäft des Online-Netzwerks jedoch bisher kaum beeinflusst zu haben./so/DP/fba

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Washington DC verklagt

Washington DC verklagt Facebook wegen Cambridge-Analytica-Skandals

Dem Online-Riesen Facebook droht wegen des Cambridge-Analytica-Datenskandals rechtlicher Ärger. Der US-Regierungsbezirk Washington DC reichte am Mittwoch Klage gegen den Konzern von Tech-Milliardär Mark Zuckerberg ein. Generalstaatsanwalt Karl A. Racine beschuldigt Facebook massiver Schlamperei beim Datenschutz, wegen der die Informationen vieler Nutzer im Wahlkampf 2016 für politische Manipulationen missbraucht werden konnten. Facebook äusserte sich zunächst nicht zu den Vorwürfen.

19.12.2018 19:45

"Facebook hat es verfehlt, die Privatsphäre seiner User zu schützen und sie darüber getäuscht, wer Zugang zu ihren Daten hatte und wie diese genutzt wurden", sagte Racine laut Pressemitteilung. An der Börse gerieten Facebooks Aktien stärker unter Druck. Im März hatte der Cambridge-Analytica-Skandal Facebook in eine schwere Krise gestürzt. Es wurde bekannt, dass die Datenanalyse-Firma, die im US-Wahlkampf auch für den späteren Präsidenten Donald Trump arbeitete, sich vor Jahren Zugang zu Daten von Millionen Nutzern verschafft hatte./hbr/mis

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Facebook-Chef will über

Facebook-Chef will über Technologie und Gesellschaft diskutieren

Facebook-Chef Mark Zuckerberg will sich in diesem Jahr stärker der Diskussion über die künftige Rolle der Technologie in der Gesellschaft stellen. Er habe sich für 2019 das Ziel gesetzt, alle paar Wochen an öffentlichen Debatten zu verschiedenen Aspekten dieses Themas teilzunehmen, kündigte Zuckerberg am Dienstag an. Facebook war im vergangenen Jahr wegen der Rolle des Online-Netzwerks im US-Wahlkampf 2016 und des Datenskandals um Cambridge Analytica massiv in die Kritik geraten. Dabei wird immer wieder auch eine striktere Regulierung von Technologiefirmen ins Gespräch gebracht.

08.01.2019 21:45

Zuckerberg setzt damit seine Serie jährlicher persönlicher Ziele fort. Dazu gehörte in der Vergangenheit, in einem Jahr 365 Meilen zu laufen, Chinesisch zu lernen sowie Software mit künstlicher Intelligenz für sein Zuhause zu programmieren. Im vergangenen Jahr hatte Zuckerberg sich das Ziel gesetzt, Facebook sicherer zu machen.

Der 34-jährige Tech-Milliardär räumte ein, dass öffentliche Debatten für ihn eine Herausforderung darstellten. Er sei im Grunde ein Software-Entwickler, der daran gewöhnt sei, dass seine Produkte für sich sprächen. "Aber das, was wir tun, ist so wichtig, dass dies nicht mehr ausreicht."

Zuckerberg hatte in der Vergangenheit wiederholt eine schlechte Figur bei öffentlichen Auftritten gemacht. So wurde er im vergangenen Jahr heftig kritisiert, nachdem er in einem Interview sagte, Holocaust-Leugner könnten ja auch aufrichtig falsch liegen und deshalb wolle er ihre Beiträge bei Facebook nicht weltweit sperren./so/DP/he

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Facebook investiert 300

Facebook investiert 300 Millionen Dollar in Journalismus

Facebook will mit einer Finanzspritze von 300 Millionen Dollar (263 Millionen Euro) den Journalismus in den USA und international unterstützen. Das Geld solle in den kommenden drei Jahren in Nachrichtenprogramme, Partnerschaften und Inhalte fliessen - "mit einem grossen Schwerpunkt auf Lokalnachrichten", erklärte Facebook-Managerin Campbell Brown am Dienstag.

15.01.2019 17:59

Der Schritt folgt auf Vorwürfe aus der Medienbranche, grosse Internetkonzerne wie Google oder Facebook setzten den Verlagen und ihren Geschäftsmodellen massiv zu. "Wir wollen die Verleger nicht von uns abhängig machen, sondern wir wollen sie unterstützen", zitierte der US-Sender CNN Brown aus einer Telefonkonferenz.

Ein ähnliches Programm hatte bereits auch Google für Medien und Journalisten auf den Weg gebracht. Im März 2018 rief der Internet-Konzern die "Google News Initiative" (GNI) als globales Dach ins Leben. Sie setzt im Wesentlichen auf der Arbeit der "Digitalen News Initiative" auf, mit der das Unternehmen auf europäischer Ebene zum Beispiel Entwicklungsprojekte in Verlagen förderte. Auch Google kündigte damals eine Investition in Höhe von 300 Millionen Dollar an, die das Projekt über einen Zeitraum von drei Jahren unterfüttern soll./jto/gri/DP/he

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Facebook zeigt sich offen für

Facebook zeigt sich offen für staatliche Regulierung

Facebook zeigt sich offen für die Regulierung des Online-Netzwerks durch staatliche Stellen - zumindest in Grenzen. Es gehe nicht mehr darum, ob soziale Medien reguliert werden sollten, sondern um die Frage des Wie.

28.01.2019 15:02

Das sagte der neue Chef-Lobbyist Nick Clegg am Montag in Brüssel. Facebook bereite sich darauf vor, in jenen Bereichen, in denen es für ein Privatunternehmen keinen Sinn ergebe, selbst Regeln aufzustellen, mit Regierungen zusammenzuarbeiten.

Facebook war im vergangenen Jahr vor allem wegen seiner Rolle im US-Wahlkampf 2016 und wegen des Datenskandals um Cambridge Analytica massiv in die Kritik geraten. Immer öfter wird auch eine striktere Regulierung ins Gespräch gebracht.

Am Wochenende war bekanntgeworden, dass Facebook erwägt, die technische Infrastruktur hinter seinen Chat-Diensten WhatsApp und Messenger sowie der Kommunikations-Funktion bei Instagram zusammenzulegen. Jeder Dienst hat jeweils mehr als eine Milliarde Nutzer. Ein solcher Schritt könnte neue Fragen sowohl zum Datenschutz als auch zum Wettbewerb aufwerfen.

Der ehemalige britische Vize-Premier Clegg betonte mit Blick auf die Konkurrenz aus China, es gebe die Wahl zwischen einem angemessen regulierten Technologie-Sektor - mit einer Balance aus Privatsphäre, freier Meinungsäusserung und Innovation - sowie einer Alternative, bei der grundlegende Garantien wie Privatsphäre und Grundrechte verletzt werden. Die EU müsse einen Weg finden, die Dynamik des Silicon Valley mit dem Regulierungswillen Brüssels zu verbinden. "Wir wären gerne im Herzen dieser Debatte."

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Bericht: Teenager öffnen

Bericht: Teenager öffnen Facebook für Geld gesamten Datenverkehr

Facebook hat nach einem Medienbericht unter anderem auch Teenagern Geld bezahlt, um sich Zugang zu ihren gesamten Aktivitäten auf Smartphones zu verschaffen. Nutzer der App "Facebook Research" im Alter zwischen 13 und 35 Jahren bekämen dafür bis zu 20 Dollar im Monat, schrieb das Technologieblog "TechCrunch" in der Nacht zum Mittwoch. Facebook habe "TechCrunch" bestätigt, dass das Online-Netzwerk mit der "Forschungs"-App Daten zu Online-Gewohnheiten sammeln wolle.

30.01.2019 06:32

Mit den angeforderten Berechtigungen könne die App unter anderem auf Unterhaltungen in Chat-Diensten, verschickte Fotos und Videos, Adressen besuchter Webseiten und auch Daten aus Ortungs-Anwendungen zugreifen, sagte IT-Sicherheitsexperte Will Strafach dem Blog. Unklar blieb zunächst, an welchen Informationen genau Facebook interessiert sei.

Die Nutzer für die App werden demnach als Teilnehmer einer Forschungs-Studie zum Online-Verhalten rekrutiert und auf die Sammlung privater Daten hingewiesen. Bei Minderjährigen werde die Zustimmung der Eltern eingefordert. Zugleich sei nicht immer gleich erkennbar gewesen, dass Facebook hinter der Studie stehe. Nutzer seien zum Teil auch aufgefordert worden, eine Liste ihrer Amazon -Bestellungen einzureichen.

Das Online-Netzwerk betrieb zuvor bereits die App "Onavo", die als eine sichere VPN-Tunnel-Verbindung beworben wurde. Zugleich lieferte die App Facebook aber auch wichtige Informationen darüber, welche anderen Online-Dienste bei Nutzern populär sind. Apple verbannte sie im vergangenen Jahr nach einer Verschärfung der Regeln zum Datenzugriff von Apps aus seiner Download-Plattform. Die App "Facebook Research" werde nun auf iPhones an Apple vorbei installiert, schrieb "TechCrunch". Facebook mache dafür von seinen Möglichkeiten Gebrauch, als Firma eigene Apps auf Telefone von Mitarbeitern aufspielen zu können. Aus Sicht des IT-Experten Strafach ist diese Vorgehensweise ein Verstoss gegen Apples App-Store-Regeln, Facebook bestritt dies./so/DP/jha

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Facebook-Krisen schlagen

Facebook-Krisen schlagen nicht auf das Geschäft durch

(Neu: Aussagen Analystenkonferenz) - Obwohl Facebook seit Monaten aus einer Krise in die nächste tappt, nimmt das Geschäft des weltgrössten Online-Netzwerks dadurch keinen Schaden. Selbst in Europa sprang die Nutzerzahl zum Jahresende wieder hoch, nachdem sie zuvor leicht rückläufig war.

31.01.2019 07:27

Im Weihnachtsquartal steigerte Facebook den Umsatz im Jahresvergleich um 30 Prozent auf 16,9 Milliarden Dollar (14,8 Mrd Euro). Die Zahl mindestens ein Mal im Monat aktiver Nutzer wuchs binnen drei Monaten im üblichen Tempo um rund 50 Millionen auf etwa 2,32 Milliarden. Täglich kommen 1,52 Milliarden Nutzer zu Facebook.

Insgesamt greifen jetzt schätzungsweise rund 2,7 Milliarden Menschen auf zumindest eine App des Konzerns zurück, zu dem auch WhatsApp und Instagram gehören. Der Konzern kündigte an, dass er in Zukunft viel stärker diese Zahl in den Vordergrund stellen wird, statt der bisherigen Angaben zur Nutzerschaft der Kern-Facebook-Plattform. WhatsApp und Instagram haben jeweils mehr als eine Milliarde Nutzer.

Gründer und Chef Mark Zuckerberg bestätigte Pläne, die Chatdienste WhatsApp und Facebook Messenger sowie die Kommunikations-Funktion der Foto-Plattform Instagram auf eine gemeinsame technische Plattform zu bringen. Dabei solle auch der Einsatz von Verschlüsselung ausgeweitet werden, sagte er in einer Telefonkonferenz mit Analysten. Aktuell setzt nur WhatsApp standardmässig Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ein, durch die Inhalte nur für Absender und Empfänger im Klartext sichtbar sind. Die Überlegungen seien aber noch in einem frühen Stadium, es sei eher ein Vorhaben für das Jahr 2020 und später. Vor allem in Europa sehen Datenschützer eine Zusammenlegung von Daten aus verschiedenen Diensten als Problem.

Unterm Strich erwirtschaftete Facebook im vergangenen Quartal einen Rekordgewinn von knapp 6,9 Milliarden Dollar. Ein Vergleich mit den 4,27 Milliarden Dollar Gewinn vor einem Jahr ist nicht aussagekräftig, weil damals die einmalige Abgabe auf Auslandsgewinne im Zuge der US-Steuerreform den Überschuss drückte. Facebook hatte zum Quartalsende Geldreserven von 41 Milliarden Dollar.

Die Aktie reagierte auf die besser als erwartet ausgefallenen Zahlen mit einem Plus von mehr als elf Prozent im nachbörslichen Handel am Mittwoch. Das dürfte auch die Erleichterung der Anleger zeigen, nachdem Facebook unter anderem wegen Datenskandalen und Problemen im Kampf gegen Manipulation und Propaganda so stark in der Kritik stand wie nie zuvor. Erst am Mittwoch gab es neue Negativ-Schlagzeilen, weil bekannt wurde, dass Facebook sich mit einer Marktforschungs-App den Zugriff auf den nahezu kompletten Datenverkehr von Studienteilnehmern verschafft hatte.

In Europa hatte Facebook zum Jahresende 381 Millionen monatlich aktive Nutzer. In den Quartalen davor war die Nutzerzahl von 377 auf 375 Millionen zurückgegangen, Facebook hatte das unter anderem mit der Umstellung durch die EU-Datenschutzgrundverordnung begründet. In den USA stagnierte die Nutzerzahl bei 242 Millionen. Das stärkste Wachstum habe es in Indien, Indonesien und auf den Philippinen gegeben, hiess es.

Der durchschnittliche Umsatz pro Nutzer legte innerhalb von drei Monaten von 6,09 auf 7,37 Dollar zu. Er ist am höchsten in den USA und Kanada mit 34,86 Dollar pro Nutzer. In Europa kommt Facebook auf Erlöse von 10,98 Dollar pro Nutzer.

Facebook warnte zugleich erneut, dass sich das Umsatzwachstum in diesem Jahr wahrscheinlich verlangsamen werde. Denn bei den Nutzern würden die sogenannten Stories vor allem bei Instagram populärer, in der Bilder und Videos für einen Tag für Freunde veröffentlicht werden können. Bei Instagram griffen rund 500 Millionen Nutzer auf die Stories zu. Diese Funktion sei jedoch mit Werbung nicht so gut erschlossen wie der Facebook-Newsfeed auf der Hauptplattform. Inzwischen schalteten allerdings zwei Millionen der insgesamt sieben Millionen Werbekunden von Facebook Anzeigen in Stories-Formaten.

Facebook hatte zum Jahresende 35 587 Mitarbeiter - 42 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Das Online-Netzwerk hatte unter anderem zahlreiche neue Beschäftigte eingestellt, die unerlaubte Inhalte löschen sollen./so/DP/zb

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Facebook bekommt Zertifikate

Facebook bekommt Zertifikate für interne iPhone-Apps wieder

Apple hat Facebook nach einem Tag die Möglichkeit zurückgegeben, interne Apps auf iPhones seiner Mitarbeiter zu laden. Der iPhone-Konzern hatte die dafür nötigen Software-Zertifikate gelöscht, nachdem herauskam, dass Facebook auf diesem Wege auch jahrelang eine Marktforschungs-App an Studienteilnehmer an Apple vorbei verteilt hatte.

01.02.2019 06:40

Am Donnerstagabend funktionierten auch Googles Zertifikate für Firmen-Apps auf Apple-Geräten nicht mehr. Zuvor war bekanntgeworden, dass der Internet-Konzern ebenfalls auf ähnliche Weise eine App zur Analyse des Online-Verhaltens auf iPhones gebracht hatte. Google sprach von einer "temporären Störung" bei einigen internen Apps für das iPhone-Betriebssystem iOS. Man arbeite mit Apple daran, das Problem zu lösen. Apple erklärte der Website "Axios", man wolle Google helfen, die Unternehmens-Zertifikate so schnell wie möglich wiederzubekommen.

Der Service ist dafür gedacht, dass Unternehmen zum Beispiel Testversionen von Apps direkt auf iPhones oder iPads ihrer Mitarbeiter bringen können. Damit es funktioniert, bekommen sie die spezielle Software-Zertifikate. Apple betrachtete das Angebot von Apps an externe Nutzer auf diesem Wege als einen Verstoss gegen die Regeln und Vereinbarungen.

Die Marktforschungs-App "Facebook Research" sicherte sich bei der Installation weitreichenden Zugriff auf Daten auf dem Gerät. Apple hätte sie vermutlich nicht auf seine Download-Plattform gelassen. Facebook nutzt aber das Unternehmenszertifikat für einen Umweg.

Facebook betonte, die Nutzer im Alter von 13 bis 35 Jahren seien über die Datensammlung informiert worden - und bei Minderjährigen sei auch die Bestätigung der Eltern eingefordert worden. Zugleich kündigte das Online-Netzwerk an, die seit 2016 eingesetzte App zur Erforschung von Online-Gewohnheiten einzustellen. In der Nacht zum Freitag stellte Apple Facebook neue App-Zertifikate aus, wie das Online-Netzwerk unter anderem "Axios" bestätigte.

Unterdessen kam heraus, dass auch Google eine Marktforschungs-App mit weitreichenden Zugriffsmöglichkeiten über Firmen-Zertifikate auf iPhones brachte. Der Internet-Konzern zog sie zurück und erklärte "TechCrunch", dass es ein Fehler gewesen sein. Wenige Stunden später bekam auch der Internet-Konzern Probleme mit Zertifikaten für seine unternehmensinterne Apps.

Das Vorgehen von Apple löste im Netz sowohl Zuspruch als auch Kritik aus. Einige Beobachter sahen darin eine konsequente Erfüllung von Regeln unter anderem beim Datenschutz, ohne Rücksicht darauf, wie gross die betroffenen Unternehmen sind. Andere zeigten sich besorgt darüber, dass Apple dieser Art von Kontrolle darüber ausüben kann, welche Apps auf Geräte des Konzerns dürfen./so/DP/zb

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Kartellamt will Entscheidung

Kartellamt will Entscheidung in Facebook-Verfahren bekanntgeben

Das Bundeskartellamt wird am Donnerstag (10.00 Uhr) bekanntgeben, ob es von Facebook verlangen will, das Sammeln von Daten in Deutschland einzuschränken. Die Wettbewerbshüter hatten geprüft, ob das Online-Netzwerk eine marktbeherrschende Stellung besitzt und diese bei der Sammlung von Nutzerdaten missbraucht.

07.02.2019 06:35

In einer im Dezember 2017 veröffentlichen vorläufigen Einschätzung sah die deutsche Kartellbehörde ihren Verdacht bestätigt. Facebook bestreitet die Vorwürfe des Kartellamts. Man habe keine dominante Marktstellung, hatte das Unternehmen erklärt. Das Online-Netzwerk kann im Verfahren zu den Einschätzungen das Kartellamts Stellung nehmen. Möglich wäre auch, dass der Fall durch die Gerichtsinstanzen geht.

Das Bundeskartellamt untersucht bisher nur die Datensammlung ausserhalb der Facebook-Kernplattform - zum Beispiel über den "Gefällt-mir"-Button des Online-Netzwerks auf anderen Webseiten. Ein zentraler Kritikpunkt der Wettbewerbshüter in der vorläufigen Einschätzung war, dass man der Datenerhebung "als Gesamtpaket" zustimmen muss, um Facebook überhaupt nutzen zu können.

Die anderswo gesammelten Daten verknüpfe Facebook dann mit Informationen über die Nutzer von der Plattform selbst und könne dadurch Nutzern und Werbekunden einen besseren Service bieten, betont das Bundeskartellamt.

Es sieht darin gleich mehrere Probleme. Zum einen könne sich der Nutzer der Zusammenführung der Daten nicht entziehen - weil er angesichts der Marktmacht wenig Alternativen zu Facebook habe. Deshalb betrachten die Wettbewerbshüter auch die Einwilligung zur Datenverarbeitung als nicht wirksam.

Zum anderen werde Facebook so "für Werbekunden immer unverzichtbarer". Das könne dem Wettbewerb und den Werbekunden schaden, die auf einen "mächtigen Anbieter" träfen, hiess es bei der vorläufigen Einschätzung.

Eine entscheidende Frage in dem Verfahren wird sein, wie man den Markt für soziale Netzwerke überhaupt definiert - denn das ist nicht so eindeutig wie bei klassischen Industrien. Das Bundeskartellamt entschied sich für eine enge Auslegung und zählt Berufsnetzwerke wie Xing und Linkedin , sowie Chatdienste wie WhatsApp, aber auch Plattformen wie Snapchat , Twitter oder YouTube nicht dazu.

Bei Netzwerken, die von der Funktionsweise letztlich wie Facebook sind, waren in den vergangenen Jahren diverse Konkurrenten wie StudiVZ oder Google + nach und nach in der Bedeutungslosigkeit verschwunden. Aus Sicht von Facebook müssen aber die anderen sozialen Medien, die das Kartellamt aussen vor lässt, mit in die Rechnung einbezogen werden.

Facebook hat in Deutschland den Angaben zufolge rund 30 Millionen mindestens einmal im Monat aktive Nutzer, 23 Millionen greifen täglich auf den Dienst zu.

Das Bundeskartellamt zählt zu den "Drittquellen" für die Daten auch zum Facebook-Konzern gehörende Dienste wie WhatsApp und Instagram. Daten, die bei der Nutzung von Facebooks Kern-Plattform selbst anfallen, sind ausdrücklich nicht Gegenstand der Untersuchung.

Anfang des Jahres hatte Kartellamtspräsident Andreas Mundt Facebook mit Sanktionen gedroht. Wenn das soziale Netzwerk seine Praxis nicht ändere, müsse das Kartellamt das Sammeln und Verwerten von Daten aus Drittquellen ohne ausdrückliche Zustimmung der Nutzer verbieten, sagte er der "Rheinischen Post"./hff/so/DP/zb

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Möglicherweise Milliarden

Möglicherweise Milliarden-Bussgeld gegen Facebook in USA

Facebook muss einem Zeitungsbericht zufolge wegen Datenschutz-Verstössen in den USA möglicherweise ein Milliarden-Bussgeld bezahlen.

15.02.2019 06:52

Die US-Handelsaufsicht und das Unternehmen verhandelten derzeit über eine Einigung in dem Streit über die Weitergabe der Daten von 87 Millionen Nutzern an die inzwischen aufgelöste britische Beratungsfirma Cambridge Analytica, berichtete die "Washington Post" am Donnerstag. Beide Seiten hätten sich noch nicht auf die konkrete Summe einer Strafzahlung geeinigt, es könnte mit mehreren Milliarden Dollar aber die bislang grösste Strafe für ein Technologieunternehmen sein, sagten zwei mit dem Vorgang vertraute Personen der Zeitung. Facebook erklärte, das Unternehmen arbeite mit der Aufsicht zusammen, lehnte weitergehende Äusserungen jedoch ab. Die Aufsicht nahm ebenfalls keine Stellung zu dem Bericht.

Die Handelsaufsicht untersucht, ob Facebook mit der Weitergabe von Nutzerdaten an Cambridge Analytica und andere gegen ein Datenschutz-Gesetz von 2011 verstossen hat. Mit 22,5 Millionen Dollar musste die Google-Mutter Alphabet die bislang grösste Strafe bezahlen, die wegen Datenschutzvergehen verhängt wurde.

(Reuters)

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Facebook arbeitet an

Facebook arbeitet an Assistenten mit 'gesundem Menschenverstand'

Facebook will für seine Nutzer mit der Zeit digitale Assistenten mit "gesundem Menschenverstand" entwickeln, mit denen sie sich frei unterhalten können. "Sie haben Hintergrundwissen und man kann mit ihnen eine Diskussion zu jedem Thema führen", beschrieb der bei Facebook für die Forschung an künstlicher Intelligenz zuständige Yann LeCun die Idee in einem Interview der "Financial Times". Zugleich räumte er ein, dass dies "nicht morgen" erreicht werden könne.

19.02.2019 10:31

Beim heutigen maschinellen Lernen werden Computer mit grossen Mengen an Daten "angelernt", damit sie anhand erkannter Muster Vorhersagen zu ähnlichen Fällen treffen können. Dieses Verfahren wird unter anderem breit zur Bearbeitung von Fotografien eingesetzt. Zugleich stelle es eine grosse Herausforderung für die Maschinen dar, Vorhersagen zu machen, wenn sie unter unsicheren Rahmenbedingungen agieren müssen, sagte LeCun.

Facebook setzt künstliche Intelligenz bereits unter anderem dafür ein, Beiträge mit nicht zugelassenen Inhalten wie Terrorpropaganda oder Nacktheit zu erkennen. Zugleich soll Software verstärkt auch Videos in Echtzeit prüfen - und das stellt neue Kapazitätsanforderungen an die Systeme.

LeCun machte deutlich, dass Facebook - ähnlich wie unter anderem Google - auch eigene Chip für lernende Maschinen entwickeln könnte, um sie effizienter zu machen. Die Baupläne würden dann veröffentlicht werden, um sie für alle nutzbar zu machen. Das hatte Facebook bereits bei seinen Entwicklungen bei Technik für Rechenzentren so gemacht./so/DP/jha

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Zuckerberg verspricht mehr

Zuckerberg verspricht mehr Privatsphäre bei Facebook

(Meldung vom Vorabend ergänzt) - Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat nach der massiven Kritik der vergangenen Monate angekündigt, das Online-Netzwerk stärker auf den Schutz der Privatsphäre auszurichten. "Ich glaube, dass die Kommunikation sich in der Zukunft zunehmend auf vertrauliche, verschlüsselte Dienste verlagern wird, in denen die Menschen sich darauf verlassen können, dass das, was sie einander mitteilen, sicher bleibt", schrieb Zuckerberg am Mittwoch. An dieser Zukunft wolle Facebook mitarbeiten.

07.03.2019 08:50

Das weltgrösste Online-Netzwerk war insbesondere nach dem Ausbruch des Datenskandals um Cambridge Analytica scharf für den Umgang mit Nutzerdaten kritisiert worden. "Ich verstehe, dass viele Leute nicht glauben, dass Facebook eine solche auf Privatsphäre fokussierte Plattform aufbauen würde oder wollte", räumte Zuckerberg ein. Das Online-Netzwerk habe nicht den Ruf, auf den Schutz der Privatsphäre ausgerichtete Dienste zu entwickeln.

Die Ankündigung von Mittwoch bedeutet tatsächlich ein kategorisches Umdenken im Vergleich zu Zuckerbergs Einstellung in den frühen Jahren von Facebook. Damals hatte er noch erklärt, der Trend gehe dazu, dass Menschen immer mehr über sich öffentlich machen. Facebook war wiederholt in Konflikte mit Datenschützern und Aufsichtsbehörden geraten, als der Konzern die Grenzen bei der Öffnung der Privatsphäre austestete.

Jetzt kündigte Zuckerberg an, mehr Angebote des Konzerns würden eine Komplett-Verschlüsselung nach dem Vorbild des Chatdienstes WhatsApp bekommen. Bei der sogenannten Ende-zu-Ende-Verschlüsselung können die Inhalte einer Unterhaltung nur von Absender und Empfänger eingesehen werden. Sie verhindere, dass andere - "uns inklusive - sehen, was Menschen in unseren Diensten teilen", schrieb auch Zuckerberg. Weitere Dienste wie Videochats, E-Commerce-Angebote, Bezahl-Services würden auf dieser abgesicherten Basis aufbauen. Er rechne damit, dass in wenigen Jahren WhatsApp und der zweite Chatdienst des Konzerns, der Facebook Messenger, zum zentralen Weg werden, über den Menschen auf der Plattform kommunizieren, prognostizierte Zuckerberg.

Unklar blieb, was der neue Kurs für das Geschäftsmodell von Facebook bedeuten wird. Das Online-Netzwerk ist aktuell darauf angewiesen, möglichst viel über die Interessen, Ansichten, Pläne und Lebensumstände seiner Nutzer zu wissen - um zielgerichtete Werbung vermitteln zu können. Bei einer konsequenten Umsetzung der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung hätte auch Facebook aber keinen Zugang zu den Inhalten der Nutzer.

In seinem Facebook-Eintrag ging Zuckerberg nicht darauf ein, in einem Interview der "New York Times" signalisierte er, dass Facebook neue Ideen zum Geldverdienen finden könnte. "Es gibt jede Menge Geschäftsmöglichkeiten, insbesondere in Entwicklungsländern. Es können mehr private Werkzeuge rund um den Aufenthaltsort der Leute entwickelt werden", sagte er.

Ein breiterer Einsatz von Ende-zu-Ende-Verschlüsselung auf der Facebook-Plattform könnte auch das Problem der Verbreitung von Falschinformationen und illegaler Inhalte verschärfen. Denn auch Facebooks Teams, die Beiträge prüfen und löschen, hätten keinen Zugriff darauf. Unter anderem in Indien und Myanmar wurden private WhatsApp-Gruppen bereits für Hetzkampagnen benutzt. Zuckerberg schrieb, Facebook arbeite daran, Accounts mit bösen Absichten auch ohne Zugang zu den Inhalten zum Beispiel an Verhaltensmustern zu erkennen.

Zuckerberg betonte auch, dass Facebook die Entscheidung getroffen habe, keine Rechenzentren in Ländern zu bauen, die Menschenrechte verletzten oder die Meinungsfreiheit einschränkten. Mit dieser Feststellung dürfte unter anderem ein Markteintritt in China, über den in den vergangenen Jahren immer wieder spekuliert wurde, vom Tisch sein.

Ein weiterer Aspekt des Plans ist, dass Nutzer-Daten bei Facebook sich nach einer bestimmten Zeit automatisch löschen könnten. "Das würde das Risiko verringern, dass Nachrichten später wieder auftauchen und einem peinlich sind", schrieb Zuckerberg. Das automatische Löschen könnte auch abgeschaltet - oder für einige Inhalte auch auf wenige Minuten eingestellt werden

Im Fall Cambridge Analytica, der Facebook massiv unter Druck brachte, waren Daten von Facebook-Nutzern vom Entwickler einer Umfrage-App vor über fünf Jahren widerrechtlich an eine Datenanalysefirma weitergegeben worden. Facebook wusste seit Ende 2016 davon, begnügte sich aber mit der Zusicherung, dass die Daten vernichtet worden seien und informierte die Nutzer nicht./so/DP/zb

(AWP)

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Ermittler nehmen Facebook

Ermittler nehmen Facebook-Datendeals genauer unter die Lupe

US-Ermittler untersuchen Vereinbarungen des sozialen Netzwerks Facebook mit grossen Technologieunternehmen zur gemeinsamen Datennutzung. Dies berichtete die "New York Times" in der Nacht auf Donnerstag.

14.03.2019 06:34

Mindestens zwei grössere Hersteller von Smartphones und anderen Geräten seien in Vorladungen aufgefordert worden, Unterlagen offenzulegen, hiess es.

Beide Firmen hätten Partnerschaften mit Facebook vereinbart, um Zugang zu persönlichen Informationen der Facebook-Nutzer zu erhalten. "Wir arbeiten mit den Ermittlern zusammen und nehmen diese Untersuchungen ernst", zitiert die Zeitung ein Facebook-Statement.

(AWP)

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Enger Vertrauter von

Enger Vertrauter von Zuckerberg verlässt Facebook

Einer der engsten Vertrauten von Facebook-Chef Mark Zuckerberg verlässt das Online-Netzwerk wenige Tage nach der Ankündigung eines tiefgreifenden Strategiewechsels.

15.03.2019 06:33

Chris Cox hatte in den 13 Jahren bei Facebook unter anderem den Newsfeed mitentworfen, über den die meisten Nutzer ihre Informationen bei dem Netzwerk bekommen. Und noch ein weiterer Top-Manager geht: Chris Daniels, der vor weniger als einem Jahr die Führung des Chatdienstes WhatsApp nach dem Abgang der Gründer übernommen hatte.

Zuckerberg hatte vergangene Woche angekündigt, Facebook stärker auf Kommunikation in verschlüsselten Chatdiensten und einen strikteren Schutz der Privatsphäre auszurichten. Die Kehrtwende wirft viele Fragen auf - unter anderem nach Facebooks künftigem Geschäftsmodell. Denn aktuell erwirtschaftet das Online-Netzwerk seine Milliardengewinne hauptsächlich mit Anzeigen im Newsfeed.

Der Facebook-Chef bemühte sich, es nicht nach einem Zerwürfnis aussehen zu lassen. "Seit einigen Jahren hat Chris mit mir über seinen Wunsch gesprochen, etwas anderes zu machen", schrieb Zuckerberg in einem Blogeintrag am späten Donnerstag. "Aber nach dem Jahr 2016" - eine Anspielung auf die Kritik an Facebooks Rolle bei der US-Präsidentenwahl - hätten beide beschlossen, dass es dafür noch zu viel bei dem Online-Netzwerk zu verbessern gebe. Inzwischen seien jedoch Fortschritte gemacht worden. "Ich werde Chris sehr vermissen." Die beiden Männer gelten auch privat als Freunde.

Cox selbst schrieb in seiner Abschiedsnotiz nichts davon, dass er gern etwas anderes machen wolle - sondern, dass er "mit grosser Traurigkeit" bekanntgebe, Facebook nach 13 Jahren zu verlassen. Er deutete auch an, dass er nicht der Richtige für den angekündigten Strategiewechsel sei: "Das wird ein grosses Projekt sein, und wir werden Führungspersönlichkeiten brauchen, die begeistert sind, die Neuausrichtung durchzusetzen." Die Website "Buzzfeed" berichtete unter Berufung auf eine informierte Quelle, zu dem Abgang hätten Differenzen über die Ausrichtung geführt.

Nummer drei in der Facebook-Rangfolge

Der 36-jährige Cox war in der Rolle des Produktchefs in der Öffentlichkeit nur wenig bekannt, galt aber als Nummer drei in der Facebook-Rangfolge nach Zuckerberg und Geschäftsführerin Sheryl Sandberg. Vergangenes Jahr hatte Zuckerberg ihm die Gesamtaufsicht über alle Apps des Konzerns übergeben: Die zentrale Facebook-Anwendung sowie Instagram und die Chatdienste WhatsApp und Messenger. Damit galt Cox einigen Branchenbeobachtern bereits als Kronprinz. Sein bisheriger Posten wird zunächst nicht neu besetzt. Die Chefs der einzelnen Apps sollen künftig stattdessen direkt Zuckerberg unterstellt sein.

Neuer Chef von WhatsApp wird Will Cathcart, der zuletzt für die Facebook-App verantwortlich war. Bei dem für rund 22 Milliarden Dollar zugekauften Chatdienst waren die Gründer Brian Acton und Jan Koum 2017 und 2018 gegangen. Laut Medienberichten hatten sie sich damals gegen eine Aufweichung der Verschlüsselung in der App gestemmt, auf die von Facebook-Seite hingearbeitet worden war.

Zwar sollen nach dem neuen Plan von Zuckerberg im Gegenteil mehr Facebook-Angebote wie WhatsApp komplett verschlüsselt sein. Allerdings sei Daniels mit einigen Entscheidungen bei Zuckerbergs Plan, die technische Infrastruktur hinter WhatsApp, Messenger und der Chatfunktion von Instagram zusammenzulegen, nicht einverstanden gewesen, schrieb die "New York Times".

Cox sei "einer aus der Gruppe von Leuten gewesen, die es gut meinten, aber 2009 Entscheidungen trafen, die 2019 nicht mehr anwendbar sind", sagte ein ehemaliger Facebook-Mitarbeiter "Buzzfeed".

(AWP)

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Instagram lässt direkt in der

Instagram lässt direkt in der App einkaufen - zunächst nur in den USA

Facebook macht seinen Foto-Dienst Instagram zur Shopping-Plattform. Zunächst können Nutzer in den USA Artikel von 23 Marken direkt in der Instagram-App kaufen.

19.03.2019 14:00

Unter den Partnern zum Start sind Firmen wie Adidas , H&M, Zara, Nike und Uniqlo - sowie Nobel-Marken wie Prada, Dior, Burberry und Balmain. Weitere Anbieter sollen in den kommenden Monaten folgen, wie Instagram am Dienstag ankündigte. Zur internationalen Verfügbarkeit des Shopping-Angebots gab es zunächst keine Angaben.

Fotoplattformen wie Instagram und Pinterest werden von vielen Marken genutzt, um ihre Produkte zu präsentieren. Sie auch direkt dort an interessierte Nutzer zu verkaufen, gilt schon seit einiger Zeit als der logische nächste Schritt, um Reibungsverluste bei der Weiterleitung zum herkömmlichen Online-Shop zu vermeiden. Pinterest ermöglichst es Firmen in den USA bereits seit kurzem, den kompletten Produktkatalog über Bilder in der App anzubieten. Im Fall von Facebook gilt das Instagram-Shopping auch als potenzielle wichtige Erlösequelle für die Zukunft. Instagram hat mehr als eine Milliarde Nutzer weltweit./so/DP/jha

(AWP)

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