Qiagen QIA

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25.07.2012 08:17
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Qiagen QIA

Ein Titel, der viel zu wenig Beachtung findet.

 

Qiagen erhöht nach Umsatzplus im zweiten Quartal Ausblick für 2012

(25.07.2012 / 08:09:58)

 

HILDEN/VENLO (awp international) - Der Biotech-Konzern Qiagen hat nach einem stärker als vom Markt erwarteten Umsatzplus im zweiten Quartal seine Prognosen für das laufende Geschäftsjahr nach oben geschraubt. "Bei der Umsetzung unserer strategischer Initiativen liefert Qiagen trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen solide Ergebnisse", wird Unternehmenschef Peer Schatz in der Mitteilung vom Dienstagabend zitiert. Aufgrund der starken Entwicklung im ersten Halbjahr und der positiven Effekte der jüngsten Zukäufe werde unter Ausklammerung von Wechselkurseffekten 2012 mit einem Anstieg des Umsatzes um etwa 8 bis 9 Prozent gerechnet, teilte der Diagnostik-Spezialist nach Börsenschluss in den USA mit. Zuvor hatten die Hildener ein Plus von 6 bis 8 Prozent erwartet. Im Vorjahr standen bei Deutschlands grösstem Biotech-Konzern rund 1,2 Milliarden Dollar in der Bilanz.

Für das bereinigte Ergebnis pro Aktie stellte Qiagen für das laufende Geschäftsjahr einen Anstieg auf 1,04 bis 1,06 nach zuvor 1,03 bis 1,05 US-Dollar in Aussicht. 2011 hatten die Hildener 0,98 Dollar erzielt. Im laufenden dritten Quartal soll der Konzernumsatz zu konstanten Wechselkursen um 9 bis 10 Prozent zulegen und der bereinigte Gewinn je Aktie 0,25 Dollar erreichen, hiess es in der Mitteilung weiter.

Bereinigt um Sonderposten stieg der Überschuss im zweiten Quartal um 11 Prozent auf 60,8 Millionen US-Dollar. Inklusive Kosten für den Konsernumbau und die Zukäufe blieb er mit 33,3 Millionen US-Dollar zwar auf dem Niveau des Vorjahres, übertraf aber die Analystenerwartungen ebenso wie der Umsatz. Kosten für die Integration der jüngsten Zukäufe und höhere Vertriebsausgaben als im gleichen Zeitraum des Vorjahres sorgten beim Betriebsergebnis für einen leichten Rückgang von 46,4 Millionen auf 45,4 Millionen US-Dollar.

Beim Erlös wies Qiagen dank zweistelliger Zuwachsraten in wichtigen Regionen wie Europa und Asien sowie einem Anstieg von mehr als einem Fünftel im Kerngeschäft molekulare Diagnostik ein Plus von 9 Prozent auf 307,2 Millionen Dollar aus. Die molekulare Diagnostik mit Tests für Krankheiten und Infektionen machte im Quartal 48 Prozent des Konzernumsatzes aus und wuchs um 22 Prozent. "Für einen Umsatzschub sorgten auch die Zukäufe der australischen Diagnostikfirma Cellestis, des Krebstest-Spezialisten Ipsogen sowie der in Boston ansässigen Firma AmniSure, die zusammen 9 Prozentpunkte zum Wachstum beitrugen. Dagegen hatten Wechselkursentwicklungen einen negativen Effekt von 5 Prozentpunkten.

Trotz schwieriger Rahmenbedingungen habe Qiagen im zweiten Quartal solide Ergebnisse geliefert, sagte Unternehmenschef Peer Schatz und kündigte erstmals in der Unternehmensgeschichte einen Aktienrückkauf an. "Das zeigt, dass wir von den Zukunftsaussichten überzeugt sind, und dies gerade in einer Zeit, in der die Qiagen-Aktie unserer Einschätzung nach unterbewertet ist", sagte Schatz. Die Hildener wollen eigene Aktien im Wert von bis zu 100 Millionen Dollar zurückkaufen.

Mit seiner im vergangenen November angekündigten Restrukturierung kommt Qiagen weiter voran. Das TecDax -Schwergewicht hatte sich einen Sparkurs verordnet, um effizienter zu werden und Ressourcen stärker in die Wachstumsbereiche molekulare Diagnostik und personalisierte Medizin zu verlagern. Qiagen konkurriert mit seinen Tests im Kerngeschäft molekulare Diagnostik unter anderem mit Roche und dem US-Pharmakonzern Abbott ./ep/he

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