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Medacta mit tieferem

Medacta mit tieferem Halbjahresgewinn

Das Orthopädieunternehmen Medacta hat wegen der Corona-Krise weniger verdient. Dass der Umsatz im ersten Halbjahr wegen der Verzögerungen von orthopädischen Eingriffen deutlich zurückgegangen war, war bereits bekannt.

07.09.2020 07:58

Unter dem Strich verbuchte Medacta einen um 14 Prozent tieferen Reingewinn von 9,7 Millionen Euro, wie aus einer Mitteilung vom Montag hervorging. Im Vorjahr war dieser bereits wegen Sonderkosten um gut 50 Prozent eingebrochen. Nebst der Kosten für den Börsengang im April 2019 belasteten damals auch Wechselkursverluste das Resultat.

Bereits seit Juli ist bekannt, dass der Umsatz im ersten Semester 2020 um 11 Prozent auf 134,8 Millionen Euro gefallen ist. Nach einem einstelligen Wachstum im ersten Quartal sei es in einem zweiten Quartal zum ersten Rückgang in der Firmengeschichte gekommen.

Unsicherheit hält an

Der Rückgang der Volumen konnte auf Margenebene teilweise durch Kosteneinsparungen aufgefangen werden. In einigen Ländern hätten zudem staatliche Zuschüsse in Höhe von 2,2 Millionen Euro geholfen, etwa im Zusammenhang mit Kurzarbeit. Des Weiteren gab es positive Steuereffekte, wie es hiess.

Mit Blick in die Zukunft bleibt die konkrete Guidance für das Gesamtjahr weiterhin ausgesetzt. Wegen der Unsicherheit sei es nicht möglich, einen kurzfristigen Ausblick zu geben, hiess es am Montag.

Der Auftragsbestand habe sich in den Monaten Juni, Juli und August allerdings "gut" erholt - mit zweistelligen Wachstumsraten. Das Unternehmen bleibe dennoch sehr vorsichtig mit Blick auf das zweite Semester. Die mittelfristigen und langfristigen Fundamentaldaten seien aber intakt.

(AWP)

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SF Retail Properties Fund mit

SF Retail Properties Fund mit mehr Gewinn im 1. Halbjahr

Der SF Retail Properties Fund hat das erste Halbjahr 2020 trotz Coronakrise erfolgreich abgeschlossen. Der Fonds hat an mehreren Standorten neue Mietverträge abgeschlossen und alte verlängert.

07.09.2020 07:40

Der Marktwert der Liegenschaften stieg laut einer Mitteilung vom Montag per Ende Juni 2020 um 6,3 Prozent auf 763,4 Millionen Franken. Das Portfolio bestehe aus 88 Liegenschaften in 20 Kantonen.

Das Nettofondsvermögen stieg in der Berichtsperiode um 52,1 Millionen Franken auf 606,9 Millionen Franken. Die Mietzinseinnahmen erhöhten sich auf 19,2 von 18,9 Millionen Franken im Jahr zuvor. Der Gesamterfolg stieg auf 13,2 Prozent auf 12,4 Millionen Franken und der Nettoertrag um 2,2 Prozent auf 13,2 Millionen Franken, was 2,17 Franken pro Anteil entspricht.

Von Covid-19 betroffen kaum betroffen

Mit Ankermietern wie den grossen Lebensmittelhändlern Coop, Aldi, Lidl und Denner sowie diversen Drogerien, Apotheken, Bäckereien und Kiosken mit einem Mietertragsanteil von über 60 Prozent sei SFP Retail in der Krise gut aufgestellt gewesen, hiess es weiter. Diese Verkaufsgeschäfte blieben für die Sicherstellung der Grundversorgung permanent geöffnet.

Zusätzliche 15 Prozent der Mieteinnahmen, die sich aus Büro-, Gewerbeflächen, Parkplätze resp. Wohnungen zusammensetzen, waren von den Schliessungsmassnahmen des Bundes nicht betroffen, wie SFP weiter schreibt.

Bis zum 30. Juni 2020 hätten zudem Vereinbarungen mit rund 95 Prozent der von den Problemen im Zusammenhang mit Covid-19 betroffenen Mieter abgeschlossen werden können. Die Abmachungen beinhalten Mietzinsstundungen bzw. Mietzinsverzicht bei gleichzeitiger Verlängerung der Vertragslaufzeiten, so die Mitteilung weiter.

Neue Projekte

SFP Retail Properties blickt zuversichtlich in die Zukunft. Die Vermietung von verfügbaren Mietflächen und die Optimierung der bestehenden Mietverträge blieben weiterhin die Fokusthemen, hiess es weiter. Der Abschluss von Neubauprojekten und Erweiterungs- und Erneuerungsprojekte stünden im Zentrum der Bauprojekte.

Ein Neubauprojekt sei abgeschlossen und per 1. Juli 2020 ins Portfolio aufgenommen worden. Das Objekt bietet Mietflächen für Retail, eine Gemeinschaftspraxis und zwölf Wohnungen. Das Objekt sei bereits vor Vollendung vollvermietet gewesen. Der Ankermieter sei Migros für die Retailflächen. Der Vertrag weise eine fixe Laufzeit von 15 Jahren auf.

pre/rw

(AWP)

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Poenina mit tieferem Umsatz

Poenina mit tieferem Umsatz und Gewinn im ersten Halbjahr

Das auf Gebäudetechnik und Gebäudehüllen spezialisierte Unternehmen Poenina hat im ersten Halbjahr durch die Corona-Krise einen Rückgang beim Betriebsertrag hinnehmen müssen. Das Ergebnis hat überproportional nachgegeben und angesichts der weiter bestehenden Unsicherheit wird kein Jahresausblick gegeben.

08.09.2020 08:00

Der Betriebsertrag sank im Verglich zum Vorjahr um 6,2 Prozent auf 110,6 Millionen Franken. Der EBIT büsste 22 Prozent auf 4,5 Millionen ein und der Gewinn schliesslich verminderte sich um 21 Prozent auf 3,4 Millionen.

Damit lagen der Ertrag und der Betriebsgewinn unter, der Reingewinn leicht über den Schätzungen der Analysten. Der AWP-Konsens lautete auf einen Ertrag von 114,5 Millionen Franken, einen EBIT von 4,7 Millionen und einen Reingewinn von 3,2 Millionen.

Das Baugewerbe sei bisher von markanten Einschnitten verschont geblieben, auch wenn sich die Bedingungen im Marktumfeld verschlechtert hätten, schreibt das Unternehmen weiter. In Anbetracht der Umstände sei das Resultat im ersten Semester "solide".

Rückgänge seien insbesondere in der Nachfrage beim bewohnten Umbau sowie bei Servicearbeiten spürbar. Poenina rechnet damit, dass es sich dabei um zeitliche Verzögerungen handelt. Bei einer Entspannung der Situation könnten die entsprechenden Arbeiten nachgeholt werden.

Fusion mit Caleira

Durch die per Ende Juni vollzogene Fusion mit Caleira sei im zweiten Halbjahr eine deutliche Steigerung der absoluten Finanzkennzahlen zu erwarten, betont Poenina weiter. Damit erhöht sich die Zahl der Gesellschaften in der Schweiz und Liechtenstein um zwölf auf 26. Das fusionierte Unternehmen hat im vergangenen Jahr pro forma einen Ertrag von 365 Millionen Franken erzielt, verglichen mit 253,2 Millionen von Poenina alleine.

Eine Guidance auf das Gesamtjahr gibt das Management jedoch nicht. Aufgrund der Unsicherheit mit Blick auf die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie und der daraus resultierenden wirtschaftlichen Folgen sei ein Ausblick derzeit nach wie vor nicht möglich.

yr/rw

(AWP)

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Alpine Select rutscht im

Alpine Select rutscht im ersten Halbjahr wie erwartet in die roten Zahlen

Die Beteiligungsgesellschaft Alpine Select ist wie Mitte August angekündigt im ersten Halbjahr in die roten Zahlen gerutscht.

Aktualisiert um 07:26

Der konsolidierte Verlust belief sich auf den bereits gemeldeten 9,7 Millionen Franken nach einem Gewinn im Vorjahreszeitraum von 9,3 Millionen, wie das Unternehmen am Montagabend mit Vorlage des Halbjahresberichts bestätigte.

Auf das Ergebnis gedrückt hat das japanische Geschäft mit einem Nettoverlust von 3 Millionen Franken sowie das strategische Engagement in Global Macro und Credit Strategien, wo sich das Minus gar auf 6 Millionen belief. Bei den börsennotierten Positionen gab es bei Castle Alternativ Investments einen Nettoverlust von 1,3 Millionen, während HBM Healthcare (+1,3 Mio) sowie ein Special Situation Investment in Xbiotech Inc. (+0,8 Mio) positive Beiträge leisteten.

Die Aktie von Alpine Select büsste in der ersten Jahreshälfte 5,45 Prozent an Wert ein, dies auch nach Ausschüttung einer Dividende von einem Franken je Namenaktie im Mai. Der Nettoinventarwert (NAV) reduzierte sich im gleichen Zeitraum um 5,93 Prozent.

Aufgrund des unsicheren Ausblicks auf die weltwirtschaftliche Erholung neigt die Gesellschaft zur Vorsicht. Dies um auf die bevorstehenden Unsicherheiten agiler reagieren zu können, wie es heisst. Die Marktbewertungen seien durchaus erhöht. In solchen Zeiten gelte es selektiv investiert zu bleiben und ein taktisches Investitionsvorgehen zu wählen.

(AWP)

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SBB fahren wegen Corona-Krise

SBB fahren wegen Corona-Krise starke Verluste ein

(Zusammenfassung) - Die Corona-Krise schlägt sich stark auf das Halbjahresergebnis der SBB nieder: Im ersten Halbjahr weist das Konzernergebnis ein Minus von 479 Millionen Franken aus, im Vorjahr hatten die SBB noch ein positives Ergebnis von 279 Millionen erzielt. Die Auswirkungen der Pandemie werden die SBB auch weiterhin prägen.

10.09.2020 12:08

"Die Situation ist sehr ernst", sagte SBB-CEO Vincent Ducrot am Donnerstag vor den Medien in Bern, der kurz nach Beginn des Lockdowns sein Amt angetreten hat. Nach einem guten Start ins neue Jahr habe das Coronavirus für einen starken Passagierrückgang gesorgt.

So büssten die SBB im zweiten Quartal rund die Hälfte ihrer Personenverkehrserträge gegenüber dem Vorjahr ein. Der Verlust 419 beträgt Millionen Franken (Vorjahr: plus 124 Millionen Franken), wobei insbesondere der Fernverkehr mit einem Minus von 261 Millionen Franken gegenüber einem Plus von 81 Millionen Franken im Vorjahr betroffen war.

Ab März seien täglich durchschnittlich 810'000 Passagiere befördert worden - mehr als ein Drittel weniger als im Vorjahr (1,29 Millionen). Die Personenkilometer seien um rund 38 Prozent gesunken. Momentan liege die Auslastung im Fernverkehr bei etwas über 70 Prozent, im Regionalverkehr bei 80 Prozent, sagte Ducrot.

Eine zweite Covid-19 Welle, die Entwicklung bei Grossveranstaltungen und im Homeoffice würden sich auf Frequenzen auswirken. Zufrieden ist Ducrot mit der Disziplin der Zugpassagiere, die Maskentragquote sei hoch. Er betonte zudem die Hygienemassnahmen - die SBB würden "massiv mehr reinigen".

Verschuldung ist gestiegen

Die Erträge sind in allen Divisionen stark eingebrochen, gleichzeitig liessen sich die Kosten wegen des weiter geführten Grundangebots während des Lockdowns nur leicht dämpfen. In die Tasche griffen die SBB auch mit Kulanzmassnahmen - sie bezahlten ihren Abo-Kundinnen und Kunden 100 Millionen Franken Entschädigung für das vorübergehend reduzierte Bahnangebot.

Die Verschuldung der SBB liegt nun mit 13,4 Prozent deutlich über der vom Bund geforderten Höchstgrenze von 6,5 Prozent, hiess es weiter. Zur Deckung der Liquiditätsengpässe hat der Bund die kurzfristige Kreditlimite um 550 Millionen Franken erhöht.

Während der laufenden Herbstsession behandelt das Parlament eine Sonderbotschaft im Zusammenhang mit ungedeckten Kosten während der Corona-Krise, darunter im Regionalverkehr. Im Fernverkehr tragen die SBB die Defizite selber, dies seien im ersten Halbjahr 216 Millionen Franken gewesen, sagte Ducrot.

Der Ständerat will öffentliche Verkehrsbetriebe in der Corona-Krise unterstützen. Der Nationalrat berät die Vorlage am Donnerstag.

Sparmassnahmen

Mit Sparmassnahmen wollen die SBB rund 250 Millionen Franken Kosten reduzieren, insbesondere im Bereich IT und Innovation aber auch Werbung, wie Ducrot sagte. Der operative Bahnbetrieb werde nicht davon tangiert.

Fehler in der Planung führten auch zum Lokführermangel, der bereits mehrfach ein Thema war. Für dessen Auswirkungen entschuldigte sich Ducrot, doch zaubern könne man nicht. Vor allem der Raum Genf und Aarau/Olten seien davon betroffen. Eine erste Verbesserung soll mit dem Fahrplanwechsel im Dezember eintreten.

Kunden zufrieden

Laut Ducrot litt die Kundenzufriedenheit nicht unter der Corona-Krise, sie stieg im Vergleich zum Vorjahr um 1,1 Punkte auf 76,6 Prozent. Die Pünktlichkeit liegt neu bei 93,6 Prozent (Vorjahr 91,6 Prozent).

Bei den Generalabonnementen (GA) gab es wegen der Corona-Auswirkungen einen Rückgang von 7 Prozent, total nutzen 459'000 Menschen ein GA (Vorjahr: 493'000), hiess es weiter. Erfreulich sei, dass mehr Reisende mit einem Halbtaxabonnement unterwegs seien, insgesamt 2,72 Millionen (Vorjahr: 2,64 Millionen).

Die SBB rechnen im zweiten Halbjahr mit einer Steigerung der Nachfrage. Man erwarte wegen Corona mittelfristig jedoch weitere Auswirkungen auf das Mobilitätsverhalten.

(AWP)

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Globus hält trotz Corona an

Globus hält trotz Corona an hohen Investitionen fest

Der Warenhauskonzern Globus will trotz Rückschlägen im Detailhandel durch die Corona-Pandemie am Investitionsprogramm von 300 Millionen Franken festhalten. Die Warenhäuser an den zehn Standorten in der ganzen Schweiz würden weitergeführt.

14.09.2020 07:15

Die thailändische Central Group und die österreichische Signa hatten die Globus-Gruppe Im letzten Februar von der Migros übernommen. Das Ziel sei es, die ikonischen Globus-Warenhäuser für die nächsten Generationen optimal aufzustellen, sagte der CEO von Globus, Franco Savastano, in einem Interview mit der "Neuen Zürcher Zeitung".

Konzentration der Mittel

Die Globus-Gruppe wolle sich auf die zehn Warenhäuser und den Online-Kanal konzentrieren. Die Mittel im Umfang von 300 Millionen Franken würden dort investiert, wo es mit Blick auf die nächsten zwanzig bis dreissig Jahre sinnvoll sei.

Starten werde der Warenhauskonzern im März 2021 mit dem Umbau in Zürich. Genf werde der zweite Standort sein, wo umgebaut werde. Der grösste Teil der Investitionssumme entfalle auf das Gebäude in Basel. Globus plane dort, das Gebäude komplett auszuhöhlen und innen neu aufzubauen. Dieser Umbau dürfte 2022 beginnen.

Luxus wird gross geschrieben

Die neuen Besitzer wollen laut Savastano aus der Globus-Gruppe eine Luxus-Warenhausgruppe formen. Je nach Standort werde das eher Premium oder Luxus bedeuten. Es gebe noch viel Potenzial, so etwa bei Accessoires, Handtaschen oder Schuhen. Weit oben sei Globus bereits mit Delicatessa, Heim & Haushalt sowie im Beauty-Geschäft.

Der Online-Handel bleibe ein wichtiges Standbein. In der ersten Corona-Phase im Frühjahr habe Globus online um über 50 Prozent zugelegt. Dadurch werde der Umsatzanteil des Online-Geschäfts in diesem Jahr von 10 auf 15 Prozent steigen. Der Online-Shop sei mittlerweile die drittgrösste "Filiale" und arbeite profitabel.

(AWP)

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Vekselberg vs. Schweizer

Vekselberg vs. Schweizer Postfinance: Prozess hat begonnen

Am Berner Handelsgericht hat ein Prozess begonnen, in dem sich der in der Schweiz lebende russische Investor Viktor Vekselberg und die Postfinance gegenüberstehen.

15.09.2020 09:57

Vekselberg will am Prozess erreichen, dass ihm Postfinance ein Konto gibt. Wie aus Gerichtsunterlagen hervorgeht, ist Streitgegenstand die Weiterführung der Geschäftsbeziehung. Konkret geht es um ein Privatkonto in Schweizer Franken. Vekselberg ist Kläger, die Postfinance AG ist die Beklagte.

Der Anwalt Vekselbergs sagte am Dienstagmorgen nach Prozessauftakt, Postfinance weigere sich mit Verweis auf US-Sanktionen gegen russische Oligarchen, für Vekselberg ein Konto zu führen. Dieser brauche ein Konto, um seinen Lebensunterhalt bestreiten und beispielsweise auch Steuern zu zahlen. Postfinance habe einen Auftrag zur Grundversorgung und müsse in der Schweiz lebenden Personen ein Konto zur Verfügung stellen.

Die Anwältin von Postfinance entgegnete, umstritten sei, ob Postfinance eine Ausnahme von diesem Grundauftrag in Anspruch nehmen könne. Postfinance sei der Auffassung, das sei der Fall.

Es bestehe für Postfinance das Risiko, dass dann, wenn das Institut eine signifikante Transaktion für Vekselberg erleichtere oder ausführe, die sekundären US-Sanktionen griffen. Dieses Risiko gelte es auszuräumen, und das gehe nur ohne Konto.

Im April 2018 hatte die Administration Trump Sanktionen gegen sieben Russen, darunter den in Zug wohnhaften Vekselberg, verhängt. Washington wirft ihnen vor, sich an einer autoritären und gegen den Westen gerichteten Politik des Kremls zu bereichern. Nach den Sanktionen reduzierte Vekselberg seine Beteiligung an Schweizer Industriekonzernen, damit diese den US-Sanktionen entgehen.

Vekselberg nicht anwesend

Der Prozess im Berner Amthaus findet ohne Vekselberg statt. Er hatte laut der Gerichtsverfügung nur zu erscheinen, wenn er wollte, dass das Gericht ihn befragt. Das ist nun also nicht der Fall. Vekselberg ist aber vertreten durch einen Zürcher Anwalt.

Im Verlauf des Dienstags sollen fünf Zeugen einvernommen werden, darunter vier Angestellte der Postfinance AG. Das Gericht tagt in Dreierbesetzung und will das Urteil am Mittwoch nach den Schlussvorträgen der Anwälte bekanntgeben - eventuell aber auch später.

(AWP)

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Swiss Central City Real

Swiss Central City Real Estate Fund plant Kapitalerhöhung über 129 Millionen Fr.

Der Immobilienfonds Swiss Central City Real Estate Fund will im Oktober eine Kapitalerhöhung mit Bezugsrecht über maximal 128,9 Millionen Franken durchführen. Der Emissionserlös soll für den weiteren Ausbau des Immobilienportfolios verwendet werden, wie die Gesellschaft am Montag mitteilte.

21.09.2020 08:30

Die Kapitalerhöhung wurde bereits am 10. September ohne Details angekündigt. Der Ausgabepreis liege bei 180,40 Franken je Anteil und die Bezugsfrist soll vom 14. Oktober bis zum 27. Oktober 2020 laufen, so die heutige Mitteilung. Ein Bezugsrecht soll dabei zum Bezug von einem neuen Fondsanteil berechtigen.

an/rw

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Für die Swiss wird der Weg

Für die Swiss wird der Weg zurück zur Normalität lang

Reiserestriktionen im Zuge der Coronakrise bremsen die Erholung im Luftverkehr. So läuft das Hochfahren der Flugkapazitäten bei der Swiss holpriger als noch im Sommer gehofft. Das Vorkrisenniveau dürfte frühestens 2024 wieder erreicht werden.

21.09.2020 17:03

Die Swiss rechnet aufgrund der Reiserestriktionen damit, im Winterflugplan etwa 30 bis maximal 40 Prozent der Kapazitäten des Vorjahres anzubieten. Eigentlich hatte die Lufthansa-Tochter das Ziel verfolgt, bis Dezember etwa die Hälfte des geplanten Flugplans wieder anbieten zu können.

"Im Laufe des Julis waren wir noch ganz zuversichtlich, dass wir das erreichen können", sagte Swiss-Netzwerkchef Michael Trestl am Montag an einem Mediengespräch. So habe die Swiss über die Sommermonate Juli und August eine überraschend starke Nachfrage verzeichnet. Vor allem bei den Kurzstrecken waren Ferienziele beliebt, dazu kamen Flüge zum Besuch von Freunden und Verwandten.

Neue Reiserestriktionen

Doch bereits im September haben Reiserestriktionen der Swiss wieder einen kräftigen Strich durch die Rechnung gemacht. So gibt es etwa in der Schweiz eine Quarantänepflicht für Rückkehrer aus beliebten Ferienzielen wie Spanien. Umgekehrt haben auch einzelne Länder wie Grossbritannien die Schweiz auf ihre Risikoliste genommen.

Das führt zu zahlreichen Annullationen und sogenannten "No Shows", also wenn Passagiere ihren Flug nicht antreten. Unter dem Strich kämen die Buchungszahlen der Swiss somit nicht vom Fleck, so Trestl: Die Nettobuchungen stagnierten oder seien sogar leicht rückläufig.

Entsprechend muss auch der Flugplan immer wieder angepasst werden. Dabei gilt es, den Kunden Verlässlichkeit zu bieten und gleichzeitig grössere Verluste zu verhindern. "Der Wiederaufbau des Netzwerks bedeutet Investition", sagte Trestl. "Aber zumindest die variablen Kosten müssen gedeckt sein."

Starke Frachtnachfrage

Immerhin profitiert die Swiss zugleich von einer starken Nachfrage nach Frachtflügen. Diese stehen normalerweise bei der Airline nicht im Vordergrund: So werden vor allem Passagierflugzeuge mit Fracht aufgefüllt. Doch seit die Coronakrise die Lieferketten weltweit unterbrochen hat, hat sich das geändert.

Bis Ende August führte die Swiss rund 800 reine Frachtflüge durch und transportierte 27'000 Tonnen an Material. Dadurch kann sie auch einige Langstreckenflüge anbieten, die sonst nicht möglich wären.

Dennoch: Es zeichne sich ab, dass der Winterflugplan von November bis März deutlich hinter den Erwartungen liegen werde, sagte Netzwerkchef Trestl. Der neue Winterflugplan der Swiss soll am nächsten Dienstag (29. September) vorgestellt werden.

Lufthansa legt mehr Flugzeuge still

Die Swiss steht mit den aktuellen Problemen konzernintern nicht alleine da: Der Mutterkonzern Lufthansa gab am Montag bekannt, vorerst nur noch 20 bis 30 Prozent des Vorjahresangebots in die Luft zu bringen.

Die Lufthansa will nun eine grössere Zahl an Flugzeugen als ursprünglich geplant stilllegen. So soll die Flotte von Lufthansa und den anderen Airlines des Konzerns bis zu dem erst für Mitte des Jahrzehnts erwarteten Ende der Krise um 150 Maschinen auf dann rund 610 Flugzeuge schrumpfen und damit um 50 mehr als bislang vorgesehen. Dazu kommt ein noch grösserer Stellenabbau als geplant, um die Kosten zu senken.

Gespräche mit SBB

Die Auswirkungen auf die Swiss sind unklar. "Wir gehen für 2024 vom gleichen Flottenbestand wie im Frühjahr 2020 aus", sagte Trestl. Es komme natürlich zu Veränderungen im Rahmen der geplanten Flottenerneuerung. "Da kann man jetzt nicht einfach die Reisslinie ziehen." Aber die Grössenordnung solle dieselbe bleiben.

Auch beim Personal hofft die Swiss weiterhin, ohne Entlassungen durchzukommen, wie Flugbetriebsleiter Oliver Buchhofer erklärte. Am Wochenende hatten Medien darüber berichtet, dass die Swiss eine Job-Kooperation mit den SBB prüfe. Dabei geht es darum, ob Piloten auch als Lokführer eingesetzt werden könnten.

Buchhofer bestätigte entsprechende Gespräche. "Es gibt in dieser Krise fast nichts, das wir uns nicht anschauen." Er dämpfte aber auch entsprechende Erwartungen: Es müssten erst noch viele Fragen geklärt werden.

Eine Million Verlust pro Tag

Weiterhin verliert die Swiss rund eine Million Franken pro Tag, wie Buchhofer sagte. Zu Spitzenzeiten im April und Mai waren es rund 3 Millionen gewesen.

Die Swiss ist derzeit auf Bundeshilfe angewiesen: Insgesamt hat die Schweiz 1,275 Milliarden Franken Garantien für die Airline und ihre Schwester Edelweiss beschlossen. Damit können sich die beiden Fluggesellschaften Kredite im Umfang von 1,5 Milliarden Franken bei den Banken holen.

tt/mk

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BFW Liegenschaften verlassen

BFW Liegenschaften verlassen Börse

Die Tage der BFW-Liegenschaften-Aktien an der Schweizer Börse sind endgültig gezählt: Sie werden am 1. Oktober letztmals gehandelt, am 2. Oktober werden sie dekotiert.

22.09.2020 08:07

Die noch im Umlauf verbliebenen Namenaktien A sind inzwischen für kraftlos erklärt worden, wie BFW am Dienstag mitteilte. Das entsprechende Urteil des Thurgauer Obergerichts ist nun rechtskräftig. Für die vormaligen Aktionäre dieser kraftlos erklärten Aktien bedeutet dies, dass sie eine Entschädigung von 44,25 Franken je Aktie in bar erhalten werden.

So viel hatte die BFW Holding von Firmengründer Beat Frischknecht in einem öffentlichen Übernahmeangebot für die Titel geboten. Die Holding hatte im Februar mitgeteilt, die Liegenschaftsgesellschaft von der Börse nehmen zu wollen. Grund dafür seien die fehlenden attraktiven Investitionsmöglichkeiten.

(AWP)

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