Aktieninvestition > 8 Jahre

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harley-rider
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Aktieninvestition > 8 Jahre

Hallo zusammen

Ich habe mich erst kürzlich entschlossen in das Aktieninvestment einzusteigen da ja zur Zeit bekanntlich mit andern gebräuchlichen Anlagen (Bankkonto, Obligationen etc.) nichts mehr zu holen ist.

Meine Absicht ist langfristig mittels Aktien / Dividenden langfristig einen grösseren Ertrag als die obgenannten Anlagemöglichkeiten zu erzielen.

Grundsätzlich habe ich mich entschieden mit 2/3 des verfügbaren Kapitals auf Dividendenperlen zu setzen und mit 1/3 zu zocken. In diesem Thread geht es mir nun aber über die langfristige Anlage. Ich weiss es gibt einen ähnlichen Thread aber der ist leider momentan auf Kindergartenniveau. Auch sehe ich mich nicht als 'Gott' dieses Themas.

Ich habe zur Zeit 4 verschiedene Aktien à ca. 5k um das Risiko auch in den Langzeitanlagen zu verteilen.
Wie ich gelesen habe wird bei den Langzeitanlagen i.d.R. die Dividende reinvestiert. Ich sehe da aber bei meinem Anlagevolumen das Problem dass ich mit der Dividende kaum 1 zusätzliche Aktie kaufen kann und wenn ich dann noch die Kostenanschaue dann erst recht nicht.

Was würdet ihr mir raten, resp. was ist eure Strategie ?

sarastro
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Hallo harley-rider

Vielleicht läuft es mit dem langfristigen Investieren in Aktien ähnlich, wie mir dem Harley-fahren: Sicher fahren mit bärenstarken Aktien und dabei die Welt genießen.

Mit vier verschiedenen Aktientitel hast Du schon gut begonnen. Die Reinvestition der Dividenden ist zwar richtig, aber bei einem Depot von Fr. 20'000 vorerst noch nebensächlich. Viel wichtiger ist, dass Du deinen Beruf pflegst und für einen guten Lohn sorgst. Dann kannst Du jährlich einen festen Geldbetrag, z.B. Fr. 5000, plus die Dividenden in weitere gute Aktien oder in einen ETF auf einen Aktienindex stecken. Mit diesem Vorgehen liegt nach zehn Jahren der Wert deines Depots in der Größenordnung von Fr. 100'000.  Wichtig ist, dass Du in guten und in schlechten Börsenjahren zukaufst. Je schlechter die Börse, desto mehr Aktien bekommst Du für dein Geld. Viel Spaß!

harley-rider
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sarastro hat am 27.03.2015 - 23:10 folgendes geschrieben:

Dann kannst Du jährlich einen festen Geldbetrag, z.B. Fr. 5000, plus die Dividenden in weitere gute Aktien oder in einen ETF auf einen Aktienindex stecken.

Danke schon mal für diese Antwort. Du schreibst hier von Aktien oder ETF als weitere regelmässige Anlagen. Mein Bakberater hat mit bei der Eröffnung des Onlinedepots etc. eher abgeraten in EFT's zu investieren und an Stelle dieser ein Fondskonto mit Fonds und regelmässigen Nachzahlungen zu eröffnen.

Ich habe nun mal versucht den Unterschied zwischen Fondskonto und ETF herauszufinden und bin zum Schluss gekommen dass eigentlich inhaltlich keiner besteht. Ob Fond oder ETF, dahinter steckt ein gesammeltes Paket von Aktien, Obligationen etc. von dem Anteile gehandelt werden. Ein Unterschied ist sicher bei den Kaufkosten, hier könnte ich bei Fondsanteilen mit kleineren Brötchen backen da die Gebühr ~1% der Kaufsumme ist und nicht wie beim ETF ein im Verhältnis grosser Fixbetrag von Courtage etc.
Somit könnte ich also monatlich einen bescheiden Betrag investieren und müsste nicht ein Jahr warten bis wieder ein grösser Betrag zum Einsetzen vorhanden ist damit die Kaufkosten einigermassen im Rahmen bleiben.

Was wären Argumente die eher für ETF anstelle von Fonds sprechen ?

PS: Ich weiss wir sind hier im Aktienforum aber ich hoffe es gibt trotzdem Antworten dazu, denn ich denke bei Investitionen auf längere Zeit sollten auch mehrere Anlagearten gewählt werden.

marabu
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Deine Frage

Ich kann deine Frage nur in einer Richtung beantworten: Du sagst, dass du in vier Titel à "5 k" investiert hast. Du meinst aber kaum 5'000 Stück pro Titel, denn ausser in Penny Stocks wärst du dann schon ein mittelgrosser Investor. Von Penny Stocks rate ich dir dringend ab, denn das Verlustrisiko ist viel zu gross. Ich habe meine Erfahrungen damit gesammelt. Da tummeln sich viele Scharlatane im Haifischbecken, die dir irgend welchen Ramsch aufschwatzen wollen. Ich denke da vor allem an OTC.

Bei Aktienfonds liegt das Problem der jährlich anfallenden Gebühren (bei meiner Hausbank ca. 2%! - jetzt findest du wohl heraus, bei welcher Wink - deshalb eher ETF's), welche mir einfach zu gross scheinen. Habe in den letzten zwei Wochen bei meiner Hausbank mit Ausnahme eines einzelnen Fonds alle liquidiert - ganz zum Leidwesen meines Anlageberaters, der nun der "Bewirtschaftung" meines Kapitals nachtrauert. Bei ETF müsste man aber *dynamische* Fonds, also keine starren Einmalinvestments, kaufen.

Ich habe mich entschieden, nur in 5 Bluechips zu investieren und diese, unter Beobachtung aussergewöhnlicher Situationen (wie jetzt zB bei Holcim oder Sika) Veränderungen vorzunehmen.

Du hast zwei Möglichkeiten:

1) Hast du ein grösseres Kapital, so investiere in Unternehmen, bei denen du glaubst, dass diese auch in 20 Jahren noch existieren. Für mich persönlich ist auf jeden Fall ein defensiver Titel wie Nestle mit im Boot.  Dann zB je nach Überzeugung Roche, Novartis, UBS oder Zürich, nur um Beispiele zu nennen. Dann vergessen und liegen lassen.

2) Du bist jung und hast ein gutes Einkommen, aber noch wenig Kapital. Dann kaufe periodisch Titel deiner Wahl hinzu und schaue nicht auf die kurzfristigen Launen der Börse.

harley-rider
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marabu hat am 28.03.2015 - 19:17 folgendes geschrieben:

Du meinst aber kaum 5'000 Stück pro Titel,

Bei Aktienfonds liegt das Problem der jährlich anfallenden Gebühren (bei meiner Hausbank ca. 2%! - jetzt findest du wohl heraus, bei welcher Wink - deshalb eher ETF's)

Bei 5'000 Aktien / Titel hätte ich wohl kein Problem bezüglich der Reinvestition der Dividene, sind natürlich 5k CHF gemeint.
Ich habe mich mal für folgende Titel entschieden : Novartis, Helvetia, Zürich und BKW
Bei der PF hätte ich keine Depotgebühren (für PF Fonds) und die Kaufkommission liegt bei 0.5%. Mir ist schon klar dass der Berater lieber seine eigenen Produkte verkauft, deshalb evtl. das Abraten von EFT.

Die '> 8 Jahre' im Titel kommen daher, dass sich nach dieser Zeit die Frage der Frühpensionierung stellen könnte und bis dann kann ich pro Jahr ca. CHF 5k zusätzlich investieren.

Tengri Lethos
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Hallo harley

Du schreibst richtig, dass der Thread "Langfristiges Investment" zu einem Kindergarten verkommen ist. Nicht zum ersten, aber wahrscheinlich zum letzten Mal.

Dennoch findest Du dort - wenn Du die "guten" Beiträge liest und die "schlechten" überfliegst - die besten Antworten auf Deine Fragen.

2/3 in Qualitätsaktien und 1/3 in spekulative Titel zu investieren, ist sicher nicht verkehrt. Es lässt auch auf eine gewisse Risikobereitschaft schliessen, was beim Aktieninvestment unabkömmlich ist.

Was mir auffällt bei Deiner Fragestellung ist, dass Du Dich "kürzlich" entschlossen hast für Aktieninvestment und bereits 4 Aktien hältst à 5k - und dennoch die Dividenden nicht für Wiederanlage reichen.

Ist meine Schlussfolgerung richtig, dass Du somit bereit einen schönen Teil Deines Investvermögens in kurzer Zeit angelegt hast ? Wenn ja, möchte ich Dich - als Einsteiger - vor Ungeduld warnen ! Diversifizieren heisst nicht nur, in verschiedene Titel, unterschiedliche Sektoren, diverse Währungen zu investieren, sondern auch zu unterschiedlichen Zeitpunkten zu kaufen !

Damit meine ich keineswegs Abstände von Wochen oder Monaten. Je nach Lebenssituation und Risikoprofil solltest Du Dir gar Jahre Zeit lassen von Kauf zu Kauf. Warum ? Wir haben eine inzwischen über 6 Jahre lang andauernde Rallye/Hausse hinter uns, und die Geschichte hat uns gelernt, dass es nicht immer und ewig nur nach oben gehen kann.

Gängige Richtlinien von professionellen Investoren sagen, dass man zu einem solchen Zeitpunkt maximal 1/3 seines freien Vermögens investiert haben sollte. Der zweite Drittel soll in Form von Cash bereitstehen, um im Fall einer deutlichen Korrektur oder eines Crashs nachzukaufen. Der letzte Drittel indes steht für den Notfall bereit, sollte man bei Korrektur oder Crash in einen vermeintlichen Boden investiert haben und er entpuppte sich als fallendes Messer.

Daraus wird klar, dass sich ein gestaffelter Einkauf durchaus empfiehlt - und da spielen natürlich auch die Dividenden, seien sie noch so klein im Betrag, eine Rolle.

Wartest Du beispielsweise ein Jahr mit dem nächsten Einkauf, erhältst Du zum richtigen Zeitpunkt für Dein Geld mehr Aktien - zum einen weil sie in einer Korrektur gefallen sind, und zum anderen, weil der Betrag auf dem Konto durch die Dividenden etwas höher ist.

Ich wünsche Dir viel Erfolg und Glück bei Deinen Anlagen !

Tengri

 

 

sarastro
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@harley-rider

harley-rider hat am 28.03.2015 - 16:45 folgendes geschrieben:

Danke schon mal für diese Antwort. Du schreibst hier von Aktien oder ETF als weitere regelmässige Anlagen. Mein Bakberater hat mit bei der Eröffnung des Onlinedepots etc. eher abgeraten in EFT's zu investieren und an Stelle dieser ein Fondskonto mit Fonds und regelmässigen Nachzahlungen zu eröffnen.

Ich habe nun mal versucht den Unterschied zwischen Fondskonto und ETF herauszufinden und bin zum Schluss gekommen dass eigentlich inhaltlich keiner besteht. Ob Fond oder ETF, dahinter steckt ein gesammeltes Paket von Aktien, Obligationen etc. von dem Anteile gehandelt werden. Ein Unterschied ist sicher bei den Kaufkosten, hier könnte ich bei Fondsanteilen mit kleineren Brötchen backen da die Gebühr ~1% der Kaufsumme ist und nicht wie beim ETF ein im Verhältnis grosser Fixbetrag von Courtage etc.
Somit könnte ich also monatlich einen bescheiden Betrag investieren und müsste nicht ein Jahr warten bis wieder ein grösser Betrag zum Einsetzen vorhanden ist damit die Kaufkosten einigermassen im Rahmen bleiben.

Was wären Argumente die eher für ETF anstelle von Fonds sprechen ?

 

 

Der wichtigste Grund, weshalb der Bankberater einen Fonds anstelle eines ETF empfiehlt, wird wohlweislich verschwiegen: Bei Fonds erhält der Berater eine satte Provision und die Bank bekommt auch noch ein „Kick-back“, das juristisch Dir gehören würde, das die Bank aber im Kleingedruckten zum Depot-Vertrag für sich abzweigt. Beim ETF verdienen also Bank und Berater weniger als bei Fonds. Das gilt besonders auch bei „aktiv“ gemanagten Fonds. (Vielleicht erzählt Dir der Bankberater auch noch, dass ihre Fonds einen Index schlagen. In Wahrheit schlagen die wenigsten Fonds einen Index.)

Der einzige Grund, der für Fonds sprechen könnte, sind die Kaufspesen (Courtage). Die fallen bei jedem Kauf über die Börse an. Das heißt, dass bei kleinen Kaufaufträgen (z.B. ≤ 1000 Franken) die Spesen bei Aktien und ETF maßgebend werden könnten. Deshalb empfehle ich, größere Tranchen aufs Mal zu kaufen (z.B. ≥ 4000 Franken). Die beste Zeit für den Kauf von Aktien und ETF ist erfahrungsgemäß die flauere Börsenperiode zwischen Mai und Oktober. Die Aufteilung in mehrere kleine Monatskäufe wird von den Banken auch gerne erwähnt. Dieser Effekt ist aber so klein, dass er die Mehrkosten eines Fonds nicht aufwiegt.

Also lass Dich nicht beschwatzen vom Bankberater und beharre auf dem ETF (sofern Du nicht in kleinsten Beträgen zukaufen willst). Der Berater und seine Bank bekommen von Dir noch immer genug Geld mit den Depotspesen.

Karat1
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Fusion?

Ich wäre für eine Fusion!

Da wo die Halte-Strategien nicht ganz zusammen passen, was ja eigentlich nur die Dauer der gehaltenen Aktien anbetrifft, würde man Kompromisse finden. Aber es nützt nichts, wenn die Störefriede nicht ferngehalten werden können. Ich könnte mir aber vorstellen, dass diese Vögel zur Raison kommen würden, wenn ihre deplatzierten Beiträge laufend gelöscht würden. Wenn das nicht geregelt werden kann, und Cash nicht Hand bietet für eine dauernde Lösung, muss ich mir schon überlegen, ob ich dieses "Schulbubentheater" noch antun will. Hier in diesem Forum und in diesem Beitrag will ich mich einfach mit Gleichgesinnten über Aktienanlage austauschen. Vermutlich die meisten hier auch.

Die Fusion müsste allerdings im Beitrag Langfristig in Aktien investieren vorgenommen werden. Dieser Beitrag besteht ja schon viel länger und ist ein wahrer Funds für Langfristanleger und solche die es noch werden wollen. Karat1

harley-rider
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Danke für eure Antworten

Tengri Lethos hat am 28.03.2015 - 20:59 folgendes geschrieben:

Was mir auffällt bei Deiner Fragestellung ist, dass Du Dich "kürzlich" entschlossen hast für Aktieninvestment und bereits 4 Aktien hältst à 5k - und dennoch die Dividenden nicht für Wiederanlage reichen.

Vermutlich hast Du die Präzisierung dass es um CHF 5k und nicht 5k Aktientitel geht nicht gelesen.
Ansonsten würde mich diese Antwort schon sehr erstaunen.
Für meine 50 Novartis habe ich CHF 85.-- erhalten, würde gerade knapp für eine zusätzliche reichen aber mit ienem Kostenanteil von 33% was mir für den Kauf doch zu viel ist.

Ist meine Schlussfolgerung richtig, dass Du somit bereit einen schönen Teil Deines Investvermögens in kurzer Zeit angelegt hast ? Wenn ja, möchte ich Dich - als Einsteiger - vor Ungeduld warnen ! Diversifizieren heisst nicht nur, in verschiedene Titel, unterschiedliche Sektoren, diverse Währungen zu investieren, sondern auch zu unterschiedlichen Zeitpunkten zu kaufen !

Gängige Richtlinien von professionellen Investoren sagen, dass man zu einem solchen Zeitpunkt maximal 1/3 seines freien Vermögens investiert haben sollte. Der zweite Drittel soll in Form von Cash bereitstehen, um im Fall einer deutlichen Korrektur oder eines Crashs nachzukaufen. Der letzte Drittel indes steht für den Notfall bereit, sollte man bei Korrektur oder Crash in einen vermeintlichen Boden investiert haben und er entpuppte sich als fallendes Messer.

Yeap, die ist richtig.
Die genannten Kaufstrategien würde ja nun auf meine Situation bedeuten, dass ich erst ca. CHF 7k hätte investieren sollen und mit dem Rest zuwarten. Die Kaufkosten von 120.-- würden sich damit aber nur auf diese 7'000.-- verteilen was 1.6% entspricht. Nehme ich die zukünftigen Verkaufskosten noch dazu müssten die Kurse schon mal >3% steigen damit eine schwarze Null erzielt wird. Da mein Anlagehorizont gegenwärtig um die 8 Jahre ist habe ich mir mal die Performance des SMI über die letzten 8 Jahre (ab 1.01.07) angeschaut und es ist doch erstaunlich diese ist gerade mal ~3%...

sarastro hat am 29.03.2015 - 00:58 folgendes geschrieben:

Falls John Doe 2.0 seinen Langfrist-Thread weiterleben lässt, gebe ich das "Copy-Right" meiner Posts gerne ab, ...

Das Copy-Right musst Du nicht explizit abgeben, denn das hast Du bereits bei Deiner Forumsregistratur gemacht.

@all im speziellen Teetasse und Karat1 :

Hier geht es um Langfristanlagen, ob die 8 - 10 Jahre schon als langfristig betrachtet werden können sei mal dahingestellt.
In diesem Thema sind gegenwärtig 8 Beiträge vorhanden mit den unterschiedlichsten Themen
- Diversifikation (Aktien, Fonds, ETF, etc.)
- Grundeinsatz (% des Anlagekapitals)
- Kaufstrategien (Nach- / Kaufzeitpunkte)
die bei dieser Anlageart betrachtet werden können aufgeführt.
Ich bin sicher diese drei sind nur ein kleiner Bruchteil was alles in Betracht zu ziehen ist und diskutiert werden kann.

Aus dem Grund bin ich mir gar nicht mehr sicher ob die Thematik 'langfristige Anlage' überhaupt in einem einzelnen Thema diskutiert werden kann ohne dass die Übersicht und Unterstützung für Neueinsteiger verloren geht. Schön wäre es ein solches Thema als Hauptthema (Bereich) zu definieren wo dann alle zugehörenden Themen einzeln diskutiert werden könnten. Damit wäre eine Übersichtlichkeit gewahrt und jeder der dazu was sucht würde schneller fündig als in einem 90-seitigen Thema das wesentliche zu suchen.

Tengri Lethos
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Harley, nein nein, ich hatte das schon richtig verstanden mit den CHF 5'000. Es ging mir einzig um die dann folgende Aussage, dass Du dann womöglich schon mit einem grossen prozentualen Teil des Vermögens investiert bist.

Stimmt, nach den genannten Richtwerten hättest Du dann lediglich CHF 7k investieren sollen, damit sich das ganze mit Courtagen etc. aufgeht nur in einen einzigen Titel, nehmen wir die Novartis. Die nächsten CHF 7k wären dann frühstens bei der nächsten Korrektur einzusetzen, besser in einen zweiten Titel statt Novartis aufzustocken. Und der letzte Drittel für den Notfall eines Komplettabsturzes.

Der Gedanke dahinter ist der, dass Du im Fall einer Korrektur (sagen wir mal 10-15%) bei Deinen Novartis nur auf CHF 1'000 Verlust sitzt und sich nach einem Nachkauf einer weiteren Aktie die Märkte nur 5-7.5% erholen müssen, damit Du wieder bei Deinem Anfangsvermögen stehst.

Du hast schon recht mit Deinen Berechnungen der Courtagen und dass du so und soviel % Gewinn machen musst, dass es rentieren würde zu verkaufen.

Aber auf Sicht von 8 Jahren spielt diese Berechnung eine untergeordnete Rolle gegenüber den möglichen Korrekturszenarien (anders sieht das natürlich für Händler oder gar Daytrader aus. Die brauchen allerdings eine höhere Payroll als 20k, um überhaupt eine Chance zu haben rentabel handeln zu können).

Deshalb Langfriststrategie ja, alles auf einmal kaufen eher nein.

khug
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Hallo Harley, willkommen im Club. Vielleicht schaust Du Dir mal meine Website an, da habe ich ein paar Ideen zusammengetragen, wie man kleinere Portfolios zu grösseren entwickeln kann. In meinen Modell-Portfolios besteht ja das exakt gleiche Problem, welches Du auch hast. 

In meinen Augen ist das Reinvestieren von Dividenden nicht sklavisch auszulegen: Wenn Du nur 50 oder 100 Franken an Divis erhältst, wartest Du halt ab, bis Du wieder mindestens 3000 Franken beisammen hast (mit Sparen, usw.) und dann investierst Du in eine weitere Aktie. Ich finde, man sollte mindestens 3000 Franken in einem Rutsch investieren, damit die Spesen nicht zu hoch werden. Sonst macht nur Deine Bank den Profit, den Du doch machen wolltest. Am Anfang ist es wichtiger, weiter zu diversifizieren, bis Du mindestens ein Dutzend gute Aktien im Portfolio hast. Mit den Jahren kommt immer mehr an Dividenden zusammen, und wenn Du vielleicht wirklich grosse Positionen hast, kannst Du dann die Dividenden eins zu eins gleich wieder investieren. Aber das funktioniert nur gut mit Positionen über etwa 100'000 Franken. 

Falls Du englisch liest: Ich habe eben das Buch Get Rich with Dividends von Marc Lichtenfeld gelesen(http://www.amazon.de/Get-Rich-Dividends-Earning-Double-Digit-ebook/dp/B00SHVJ3T8) , welches interessante Überlegungen zum Thema bringt. Vieles lässt sich nicht 1:1 auf die Schweiz übertragen, aber ich habe wieder einige wertvolle Inputs erhalten. Zentral wichtig beim dividendenorientierten Investieren ist der Zeithorizont: Der Zinseszinseffekt kommt erst nach etwa 12 Jahren wirklich zum Tragen. Geduld ist also gefragt!

Unabhängige Informationen zum Investieren in Aktien findet Ihr auf 
www.clever-investiert.info

Tengri Lethos
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Dieser Thread ist ja wohl zu jung, um überhaupt einen Zusammenhang zu dem erwähnten Thread von JD herzustellen.

Hier kam eine klar definierte Frage, darauf folgten ein paar ernsthaft gemeinte Antworten.

Das ist alles - und ach ja, hier wurde noch nicht gestritten.

khug
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TeeTasse83 hat am 30.03.2015 - 00:02 folgendes geschrieben:

Sieht so aus als seiht Ihr die  Erben von JD's Langfrist- Thread. 

Ja, sieht ganz so aus als wäre da was gelöscht worden... Schade um all die guten Beiträge im Thread. Nicht schade um all den Stuss, den es dort auch zu lesen gab.

Ich finde, dass dieser Thread ganz gut begonnen hat, praktisch orientiert, pragmatisch, und nicht belehrend. So darf es bleiben, ohne dass wir nun versuchen, hier irgend ein Erbe zu übernehmen. 

Das Problem welches den Thread von JD zu Grunde gerichtet hat ist weiterhin vorhanden, somit wäre es illusorisch zu glauben dass jetzt alles besser kommt.

Das Problem sind verschiedene unreife Autoren, die versucht haben, sich gegenseitig fertig zu machen. Es ist nicht illusorisch zu glauben, dass man das besser machen kann. Es genügt, gewiss Wörter nicht zu gebrauchen, auch wenn man stark provoziert wird. Jederzeit einen minimalen Anstand wahren, und dann wird es kaum Probleme geben, auch bei grossen Meinungsverschiedenheiten. Beim Schreiben wie beim Investieren den gesunden Menschenverstand nicht aussen vor lassen, dann kommt's schon richtig.

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MarcusFabian
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sarastro hat am 29.03.2015 - 00:35 folgendes geschrieben:


Der einzige Grund, der für Fonds sprechen könnte, sind die Kaufspesen (Courtage). Die fallen bei jedem Kauf über die Börse an.

Es gibt noch einen weiteren Grund, der für Fonds spricht. Dann nämlich, wenn es sich um einen speziellen Fonds handelt, bei dem die Aktienauswahl sehr viel know-how und Branchenkenntnis verlangt. Beispielsweise Bio-Tech-Fonds oder Fonds, die speziell in Start-Ups investieren. Da ist der hohe Aufwand des Teams durchaus gerechtfertigt.

Aber das sind Ausnahmen und deshalb nur der Vollständigkeit halber erwähnt.

Grundsätzlich stimmt es schon, dass ETFs günstiger und besser sind als Fonds, die sich nahe an einem Index orientieren.

 

 

Nightwatch
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Guten Abend allerseits

Ich würde ebenfalls die PF Fonds empfehlen. Allerdings wie oben geschrieben nur den Suisse, Global und den Postfinance5.

Die Drittanbieterfonds, welche angeboten werden sind nicht mal so schlecht, allerdings sind die Gebühren ziemlich hoch und nur eine Handvoll ist ausschüttend. Ich hab mir einige davon trotzdem in den Korb gelegt.

Die Performance ist bei den meisten zwar nicht überragend, aber falls man z.B. mit einem kleinen Betrag monatlich auf Gold setzen möchte, bietet der Pictet phys. Gold mit 0.38% TER eine vernünftige Möglichkeit.

Ich habe mir persönlich noch einige andere dieser Drittfonds gekauft. Dies allerdings frei Schnauze, also nach Gewichtung der Sektoren, nach Region, Währung. Die Kosten und ob ausschüttend oder nicht, waren Kriterien. Weniger die Performance insb. der letzten 5 Jahre, weil diese halt Einbrüche wie 2008 nicht berücksichtigt.

Die beiden Allianz-Fonds find ich ganz gut aufgestellt.

Interessant wäre sicher der UBS-Energy oder der Fidelity Latin America.

Je nach dem wie der Anlagehorizont liegt und die finanziellen Möglichkeiten. Wenn man jährlich die Fr. 6768.- resp. Fr. 33'840.- in ein 3a Konto stecken kann und damit die Pensionsfonds 25/45 der PF zeichnet, dann ist man damit langfristig bestimmt schon auf einem guten Weg. Der Steuerabzug, die tiefen Kosten und die Überschaubarkeit des Risikos sind mMn die eher verhaltene Performance wert. Und die liegt ja weit über dem, was man sonst bei 3a Lösungen erwarten kann.

Dann liegt auch ein bisschen Zocken per Daytrading drin.

Bedacht muss allerdings auch werden, dass meines Wissens die PF-Fonds (auch 3a) UBS-Fonds sind.

Cash und Gold physisch zu halten ist sicher nicht schlecht, allerdings gibt es auch dort Grenzen, ab wann das einfach keinen Sinn mehr macht. Ich denke die Grenze wird irgendwo bei 6 Monatseinkommen liegen.

Auf bald.

 

Supermari
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Die PF Fonds kann ich durchaus empfehlen. Ich kaufe seit längerem regelmässig...

 

PostFinance Suisse > lehnt sich dem SPI Index an

Pictet USA > lehnt sich dem S&P500 Index an

Pictet Europa > lehnt sich dem MSCI Europa Index an

 

Kauf läuft alles automatisch soweit. USA und Europa kaufe ich auch mal manuell falls ich mehr als 2x Monat wünsche. Fond Suisse kann ich selber alles entscheiden. Bei den anderen beiden kann ich über Fond-Sparplan nur am 5. und am 20. jedes Monates kaufen.

TER sind bei allen Fonds soweit im Rahmen. Kauf kostet "nur" 0.5% bei mir. Verkauf ist gratis (ist ja selten so). Und vorallem... kleinste Tranche 100 CHF (resp. 95€ resp. 115$). Sprich spitze um nicht gleich in einem blöderen Moment zu kaufen und auch für den kleinen Mann etwas.

Und wenn man die TER betrachtet... muss man noch sehen. Bei der PF gibts keine Depotkosten. Zudem muss ich mich auch nicht um Spreads kümmern.

Leider sind Fondspar-Pläne ansonsten ersten rar gesätt, zweitens kann man oft geneau die teuren Fonds kaufen die bei der Bank & Partner schlecht laufen und drittens ist man auch nicht immer so flexibel.

Da hebt sich die Postfinance klar ab. Cash Zweiplus Lösung erscheint mir auch nicht mal so schlecht was Fonds-Sparen angeht (grosse Auswahl an Fonds möglich... über 300 ist schon fast ein Highlight wenn man die Konkurrenten anschaut... zudem auch günstige ETF von iShare können ausgewählt werden) nur leider ist man dort nicht so flexibel was kaufen verkaufen gewichten angeht. Zudem schon einiges teurer (Kaufgebühren höher, Depotgebüren).

Mit kleinen Vermögen würde ich mir lieber mal eine solide Basis aufbauen und später auf Einzeltiteln los gehen. Vermögensaufbau braucht seine Zeit. Solide Basis ist da bestimmt hilfreich.

harley-rider
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Es gibt also doch auch Fonds(Invest) Befürworter.
Ich habe aktuell von der PF und Valiant Vorschläge und werde mir diese wohl über Ostern mal genauer anschauen.
Kostenmässig wird aber wohl die PF nicht zu schlagen sein, wobei dies ja nicht das Hauptkriterium sein soll.

Von der PF habe ich noch den CS Immobilienfonds im Vorschlagsangebot. Dieser wäre als weitere Differenzierung zu den genannten Suisse, Global und PF5 zu sehen. Was haltet ihr vom Immobilienfonds ?

harley-rider
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In den heutigen cash News habe ich was dazu gefunden.

http://www.cash.ch/news/alle/werden_immobilienfonds_zum_risiko-3310454-448

Interressant ist der letzte Abschnitt

Es ist nicht ausgeschlossen, dass weitere Anbieter der beliebten Immobilienfonds den Anlegern raten werden, mit weniger Risiko zu fahren und hoch bewertete Fonds eher den Investoren mit dickeren Finanzpolstern zu überlassen. Ein durchschnittlicher Bankkunde steht allerdings vor der Frage, wo er mit seinem Geld sonst hin will. In die sowieso "alternativlosen" Aktien? Dort sind die Bewertungen allerdings auch hoch und die Stimmen, die vor einer Korrektur warnen, werden zahlreicher. Das Dilemma für Anleger geht weiter.

Ist genau das was ich momentan erlebe....

 

 

 

 

MarcusFabian
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ImmoFonds sind grundsätzlich eine feine Sache für Leute, die sich nicht mehrere Immobilien in verschiedenen Gegenden (Land/Stadt - Ost/Zentral/West-Schweiz) leisten können aber die Diversifizierung anstreben. Entsprechend ist aber auch einiges an Aufwand nötig, um das PF eines ImmoFonds zu überprüfen.

Also: Wo wird investiert, wie sieht die voraussichtliche Entwicklung in dieser Gegend aus, gibt es ÖV-Anbindung an die nächste grössere Stadt oder Industrie in der Nähe und ist diese Industrie am Wachsen oder Sinken ... etc.

Die andere Frage - und die hat TeeTasse ja beantwortet - lautet, ob man im Moment überhaupt in Immos investieren soll. Und da lautet meine Antwort ebenfalls: Nein.

 

Gerard
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MarcusFabian hat am 01.04.2015 - 17:38 folgendes geschrieben:

ImmoFonds sind grundsätzlich eine feine Sache für Leute, die sich nicht mehrere Immobilien in verschiedenen Gegenden (Land/Stadt - Ost/Zentral/West-Schweiz) leisten können aber die Diversifizierung anstreben. Entsprechend ist aber auch einiges an Aufwand nötig, um das PF eines ImmoFonds zu überprüfen.

Also: Wo wird investiert, wie sieht die voraussichtliche Entwicklung in dieser Gegend aus, gibt es ÖV-Anbindung an die nächste grössere Stadt oder Industrie in der Nähe und ist diese Industrie am Wachsen oder Sinken ... etc.

Die andere Frage - und die hat TeeTasse ja beantwortet - lautet, ob man im Moment überhaupt in Immos investieren soll. Und da lautet meine Antwort ebenfalls: Nein.

 

Ich erlaube mir als alteingesessener Immobilienbesitzer dich zu widersprechen. Was ich alles von Dir gelesen habe, warst Du ja nie eigenständiger Besitzer von Immobilien, heisst nicht über Fonds usw. sondern eigener Herr in deinem MFH. Dies ist ein Langfristinvestment. Ich habe vor 32 Jahren angefangen mit 30'000.- EK. Wenn Du mehr wissen willst, was daraus geworden ist, erlaube ich TeeTasse dir per PN zu informieren (nur über PN). Wir hatten vor ca. 2 Wochen ein Dialog darüber.

Und glaube mir, auch heute gibt es gute Gelegenheiten, die in einigen Jahren sehr hohe Renditen abwerfen werden. Es braucht aber Zeitaufwand und Fingerspitzengefühl. Und zuallerletzt Lernwillen.

Übrigens habe ich wieder vor 2 Wochen in ein neues MFH investiert, werde es umbauen und neu vermieten. Da werde ich natürlich viel weniger Zeit mehr haben für die Börse, werde nur mehr meine Langfristaktien, von denen ich überzeugt bin, behalten. Darum wird man nicht mehr viel von mir hören. 

Aber glaube mir: Auf Steinen baut man sein Vermögen, auch wenn nicht alles in Stein gemeisselt ist.

Gruss.       Gerard

MarcusFabian
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Gerard hat am 01.04.2015 - 18:07 folgendes geschrieben:

Was ich alles von Dir gelesen habe, warst Du ja nie eigenständiger Besitzer von Immobilien, heisst nicht über Fonds usw. sondern eigener Herr in deinem MFH.

Immobilien: Ja, MFH: Nein.
Aber das tut nichts zur Sache. Unter dem Strich hast Du Recht, dass meine Erfahrungen mit der Immobilien-Branche nichts mit meinen persönlichen Besitz- bzw. Eigentumsverhältnissen zu tun haben.

Aber:

Ich habe 12 Jahre lang Software für Immobilien-Verwaltungen geschrieben. In dieser Zeit hatten wir um die 150 Immobilienverwaltungen als Kunden. Von manchen Verwaltungen kenne ich keine Zahlen, von anderen wiederum sehr intime Zahlen. Ich weiss nicht, wie oft ich mir schon Wehklagen von Immobilien-Verwaltern, -Eigentümern bei einem Business-Lunch angehört habe. Wink

Ich hatte viele Gespräche mit unterschiedlichsten Verwaltungen: Hausbesitzerverein-<... eine Schweizer Grossstadt> mit einigen Tausend Wohnungen für 1000 kleine Mandanten, Grossbetrieb oder Pensionskasse mit einigen Tausend Objekten und einem Mandanten, Kleinere und mittlere Verwaltungen, geführt vom Eigentümer mehrerer MFH. Verwaltungen von Pensionskassen, von Städten ... usw. ... usw.

Ich weiss, wie hoch die Verwaltungskosten pro Objekt (Wohnung) sind, wie hoch die Kosten für einen Mieterwechsel, welche Bedingungen für eine Mietzinserhöhung gegeben sein müssen (zumindest bei 15 Kantonen), wie eine Heizkostenabrechnung nach Basler Standards funktioniert, wie der Insolvenzmarkt (Zwangsversteigerungen von Immos) läuft und vor allem wie stark über die Jahre die EK-Rendite schwanken kann, wenn sich die Zinsen verändern.

Unter dem Strich: Ein bisschen einen Einblick in die Immobranche habe ich also durchaus.  Blum 3

Und der letzte Satz ist zugleich die Begründung dafür, weshalb ich kaum jemals etwas über Immobilien schreibe und im Immobilien-Thread auch nicht aktiv bin: Ich weiss, dass es sehr viele Aspekte gibt, die man kaum in Worte - geschweige denn - in allgemein pauschalisierte Empfehlungen pressen kann, wenn man sich wie ich die Erfolgsrechnungen und Bilanzen von mehreren Hundert MFH's unterschiedlichster Regionen und Eigentümer 'reingezogen hat.

Gerard
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@Marcus Fabian

Ja wer Geld verdient klagt immer, dass er zuwenig verdient, auch die Immotreuhänder und Verwalter. Andere Megalomanen, klagen nicht, verbrauchen aber mehr als sie verdienen.

Ohne sehr persönlich zu werden, will ich Dir gleichwohl etwas erzählen. Ich weiss, dass Du in der Nähe von Bern wohnhaft bist (habe nichts recherchiert, hast es selber beschrieben vor geraumer Zeit).

Mein Sohn ist Eidg. Dipl. Immobilientreuhänder und Verwalter. Er ist auch Experte an den Endexamen in Zürich. Er arbeitet seit ca. 24 Jahren in Bern und hat sich mit seinem Kollege vor 5 Jahren selbstständig gemacht. Heute sind sie gesamt 10 Personen in seiner Firma, wo auch in Bern ansässig ist. 

Da ich natürlich von Anfang dabei war als, sagen wir mal Unterstützung, kenne ich die Zahlen sehr genau. Glaube mir, wer willenskräftig ist, arbeitet, der verdient sehr viel Geld.

Auch mein Sohn ist eine Klagemauer, wie eben alle die viel Geld verdienen, aber lieber so als eben Megaloman.

Ich behaupte nicht Immos seien DIE Investition, wenn man es aber richtig macht, kann man richtig gut schlafen dabei und ist nicht auf Fremdeinflüsse angewiesen, wie bei Aktien. 

Ich jedenfalls schlafe herrlich, ausser bei Rückenschmerzen.

Gruss.      Gerard

MarcusFabian
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Gerard hat am 01.04.2015 - 19:26 folgendes geschrieben:


Ich behaupte nicht Immos seien DIE Investition, wenn man es aber richtig macht, kann man richtig gut schlafen

Dem will ich auch gar nicht widersprechen. Du schreibst ja sehr richtig: "Wenn man es richtig macht."

Aus meiner Sicht gilt die Erkenntnis, dass man mit Immos genau so viel falsch machen kann wie man richtig machen kann. Vermutlich kann man sogar mehr falsch als richtig machen.

Es ist somit nicht möglich, eine allgemeine Empfehlung abzugeben. Oder höchstens in dem Sinn (und so meint es wahrscheinlich auch TeeTasse), dass man den Durchschnitt des Marktes betrachtet.

Es ist etwa ähnlich wie bei Aktien. Auch hier wird man einige Aktien finden, die ab 2000 oder ab 2008 in der Krise gut performed haben. Genau so wie es auch nach Oktober 1929 Aktien gab, die gut gelaufen sind. Aber eine allgemeine Empfehlung, Aktien 1929, 2000 oder 2008 zu verkaufen wäre unter dem Strich die richtige gewesen. Auch wenn es damals einige wenige Perlen gab, die gegen den Trend nach oben liefen.

Ich nenne Dir ein konkretes Beispiel, das ich in der Immo-Branche erlebt habe (allerdings mit verfälschten Namen):

Die Firma Acme baut am Stadtrand von Seldwyla ein neues Werk und schafft 5000 Arbeitsplätze. Immobilienfirmen bauen in Sichtweite davon MFH für die zu erwartenden neuen Mitarbeiter. Die Häuser werden gebaut, die neuen Wohnungen gehen weg wie warme Weggli. Der Immobilien-Eigentümer hat alles richtig gemacht: Er hat billiges Land gekauft und hoch-rentable Wohnungen gebaut.
3 Jahre später stellt sich heraus, dass es der Firma Acme schlechter geht. Sie beschliesst, den Standort Seldwyla zu schliessen und die Produktion ins Ausland auszulagern.
Der Standort verwaist ... die Wohnungen stehen leer, der Hauseigentümer schreibt Verluste.

Es kann also durchaus sein, dass Du von Fremdeinflüssen abhängig bist. Dann nämlich, wenn Du in eine Überbauung investierst in einer Gegend, die - aus welchen Gründen auch immer - auf einmal nicht mehr gefragt ist.

 

Nochmals: Ich behaupte nicht, Immobilien seien schlecht. Es wird immer gute und schlechte Immos geben, egal in welchem wirtschaftlichen Umfeld. Ich behaupte allerdings, wer im aktuellen Umfeld extrem niedriger Zinsen in den Immo-Markt einsteigen will und sich dabei vielleicht sogar bis Oberkante Unterlippe verschuldet, dürfte mit grosser Wahrscheinlichkeit schwierigen Zeiten entgegen sehen.
Denn der Zusammenhang zwischen Immopreisen und Zinsen ist allgemein bekannt und liegt auf der Hand: Je höher die Zinsen um so niedriger die Preise für Immobilien.

Es ist somit ein zweischneidiges Schwert: Wenn die Zinsen sehr niedrig sind, steigt der Anteil der Menschen, die sich ein Eigenheim gönnen. Entsprechend werden weniger Mietwohnungen gesucht und dort sinken die Preise.
Steigen die Zinsen, können sich immer weniger Menschen Wohnungseigentum leisten, drängen auf den Mietwohnungsmarkt und treiben entsprechend die Preise in die Höhe. So gesehen eine gute Situation für den Vermieter. Wären da nicht die bestehenden Mietverträge, die man nicht eins-zu-eins nach oben schrauben kann.
Eine Mietzinserhöhung aufgrund des LIK ist kein Problem. Aber aufgrund des "Quartier- und ortsüblichen Mietzinses" erfahrungsgemäss sehr wohl.
 

Gerard
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@ Marcus Fabian

Dein Beispiel ist sehr signifikant und mit sehr vielen Gefahren verbunden. Das Gleiche ist, wenn Du selbstständig erwerbend bist und nur für eine oder zwei grosse Firmen arbeitest. Läuft dir eine als Kunde davon, a moi la peur.

Ich investiere nur in meiner Stadt. Breit verstreut und in einem Mitrlklassen Segment. Nie Leerstände und gutes Mieter/Besitzerverhältnis. Dies muss eben auch gelernt sein.

Aber wie gesagt, Investieren ohne Risiko gibt es nicht. Dennoch muss man investiert sein, wo auch immer. Aber intelligent, dies heisst, nicht All In und immer mit viel Cash. Man weiss nie was passieren kann.

Du hast gestern oder vorgestern in einem Posting geschrieben (siehst Du ich lese Dich), du wartest schon seit 3 Jahren auf eine Korrektur um zu investieren und hast deine Strategie auch selber angezweifelt. 

In der gleichen Zeitspanne habe ich 80% verdient. Jetzt bin ich allerdings nur noch bescheiden in Aktien investiert, gegenüber 2012-2014.

Dies heisst wiederum, dass ich jetzt eine Korrektur erwarte. Darum verlegte ich das Gewonnene eben in einer neuen Immobilie.

 

MarcusFabian
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Gerard hat am 01.04.2015 - 20:09 folgendes geschrieben:


Ich investiere nur in meiner Stadt. Breit verstreut und in einem Mittelklasse Segment. Nie Leerstände und gutes Mieter/Besitzerverhältnis. Dies muss eben auch gelernt sein.


 

Eben. Du investierst in einem Umfeld, das Du sehr genau kennst und einschätzen kannst. Und unter diesen Voraussetzungen ist es auch möglich, nach bestem Ermessen mehr richtig als falsch zu machen.

Aber genau das musst Du dazu schreiben, wenn Du allgemein Immo-Investitionen empfehlen willst!

Die Empfehlung darf eben nicht allgemein sein im Stil von : "Kauf Dir eine Immobilie, vermiete sie und werde damit glücklich". Es ist eben sehr viel zu beachten. Von quartierüblichem Mietzins über Wirtschaftslage der Gemeinde (oder sogar des Quartiers) bis zur Sicherheit, Kriminalität in der Region etc.

Und last-but-not-least schwebt immer noch das Damoklesschwert der allgemeinen Zinsentwicklung über unseren Köpfen.

Aber dafür wäre eigentlich der Immobilien-Thread die richtige Diskussionsplattform. Ich lese dort zwar nicht regelmässig mit, habe aber aufgrund dieser Diskussion zwischen uns beiden die letzten beiden Seiten durchgelesen. So richtig überzeugt hat mich die Diskussion im Immo-Thread allerdings nicht Blum 3

Wie auch immer: Thema dieses Threads sind gemäss Titel "Aktieninvestitionen >  8 Jahre". Das heisst, wir bewegen uns mit dieser Diskussion bereits im Off-Topic Bereich.

 

 

slesar
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hallo zusammen

wie bereits im alten thread geschrieben, verfolge ich eine langfristige stratetegie mit einzeltitel, etf's und zwei fonds.

trotzdem habe ich eine frage an die erfahrenen investoren unter euch:

gibt es eine art "faustregel", ab wann man mal auch bei einem depot buchgewinne realisieren soll resp. darf?

wenn ja, ab welcher höhe? kursgewinne ab 30%? nur die hälfte der anteile verkaufen und den rest liegen lasssen? 

in my case sind bspw.

- nestle + 38%

- roche + 51%

- zürich + 35%

- etf world water + 84%

über feedbacks würde ich mich freuen.

vielen dank und abendgruss

slesar

 

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slesar hat am 01.04.2015 - 21:30 folgendes geschrieben:

 

gibt es eine art "faustregel", ab wann man mal auch bei einem depot buchgewinne realisieren soll resp. darf?

 

Ganz klare Antwort: Nein. Und ja, ich bin mir bewusst, dass das einige anders sehen werden. 

Fakt ist aber, dass die Vergangenheit und damit dein Einstandspreis keinen Einfluss auf deine aktuelle Entscheidung verkaufen/nicht verkaufen haben darf. Ein stark gestiegener Titel muss also einfach überprüft werden, aber nicht einfach grundsätzlich nur für die Gewinnrealisation verkauft werden.

Den anschliessend kommt die Frage: Wohin jetzt mit dem Geld? Und im schlimmsten Fall ist dann die eben verkaufte Aktie immer noch die lohnendste Investition.

Als Ausnahme davon: Wenn durch den gestiegenen Wert der Titel eine zu grosse Position im Portfolio ist, kann dies auch bei einem weiterhin attraktiven Titel ein Verkaufsgrund sein.

Brunngass
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Meine Erfahrung

seit 11 Jahren verkaufte ich immer die Titel die stark gestiegen sind.

Resultat: mein Pottaufeu bestand meist aus lahmen Enten.

Die meisten von mir verkauften Titel stiegen fröhlich weiter.Auch ein Titel der 100 % gestiegen ist,kann sich noch problemlos vervierfachen.

Entscheidend sind die Aussichten und eben WAS SOLL MANN DEN MIT DER KOHLE

 

harley-rider
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Dividende auszahlen lassen oder vorher verkaufen ?

Danke erstmal für die Antworten bezüglich der Immofonds.

Ich habe beobachtet, dass viele Aktien nach Bekanntgabe der Dividende einen Kurssprung nach oben gemacht haben. Kann wegen der angekündigten Dividende aber auch wegen anderem zusätzlich sein.

In der heutigen Zeit (Tiefzins, etc.) kann ich mir gut vorstellen dass die Dividendenrendite ein momentaner Kaufmotivator ist.

Wenn ich nun einen aktuellen Buchgewinn > Bruttodividende + Kauf- + Verkaufskosten habe könnte ich ja die Aktie vor der Auszahlung verkaufen und am Ex-Dividendentag wieder kaufen. Mit dem erzielten Gewinn wäre wohl auch eine grössere Anzahl möglich. Die Kaufkosten dürften dann aber nicht grösser als Verkaufspreis + 30% der Dividende sein.

Somit habe ich Steuern gespart und mein Portfolio sieht wieder ähnlich aus wie vor der Aktion nur mit ein paar Aktien mehr.

Mache ich da einen Überlegungsfehler oder könnte diese Aktion aufgehen ?

Elias
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Dividendenstripping

Dividendenstripping (Cum-ex-Trade) ist eine Steuergestaltung, die darauf abzielt, nicht zur Körperschaftsteueranrechnung berechtigte Aktionäre wenigstens mittelbar an einer Anrechnungsmöglichkeit partizipieren zu lassen. Diese steuerrechtliche Situation wird durch börsentechnische Eigenheiten ermöglicht. Unter Dividendenstripping wird börsentechnisch die Kombination aus dem Verkauf einer Aktie kurz vor dem Dividendentermin und Rückkauf derselben Aktie kurz nach dem Dividendentermin verstanden

http://de.wikipedia.org/wiki/Dividendenstripping

 

Curia Vista - Geschäftsdatenbank14.3509 – MotionVerrechnungssteuerrückforderungen durch Dividend Stripping mit klaren gesetzlichen Grundlagen stoppen

http://www.parlament.ch/d/suche/seiten/geschaefte.aspx?gesch_id=20143509

 

 

Es gibt Titel mit Dividenden ohne VST, da lohnt es sich nicht vorher zu verkaufen, da die Dividende nicht versteuert werden muss

Und es gibt keine Garantie, dass der Titel am Ex-Tag um die Dividende tiefer gehandelt wird

 

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

Hublot_BB
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khug hat am 29.03.2015 - 18:49 folgendes geschrieben:

Hallo Harley, willkommen im Club. Vielleicht schaust Du Dir mal meine Website an, da habe ich ein paar Ideen zusammengetragen, wie man kleinere Portfolios zu grösseren entwickeln kann. In meinen Modell-Portfolios besteht ja das exakt gleiche Problem, welches Du auch hast. 

In meinen Augen ist das Reinvestieren von Dividenden nicht sklavisch auszulegen: Wenn Du nur 50 oder 100 Franken an Divis erhältst, wartest Du halt ab, bis Du wieder mindestens 3000 Franken beisammen hast (mit Sparen, usw.) und dann investierst Du in eine weitere Aktie. Ich finde, man sollte mindestens 3000 Franken in einem Rutsch investieren, damit die Spesen nicht zu hoch werden. Sonst macht nur Deine Bank den Profit, den Du doch machen wolltest. Am Anfang ist es wichtiger, weiter zu diversifizieren, bis Du mindestens ein Dutzend gute Aktien im Portfolio hast. Mit den Jahren kommt immer mehr an Dividenden zusammen, und wenn Du vielleicht wirklich grosse Positionen hast, kannst Du dann die Dividenden eins zu eins gleich wieder investieren. Aber das funktioniert nur gut mit Positionen über etwa 100'000 Franken. 

Falls Du englisch liest: Ich habe eben das Buch Get Rich with Dividends von Marc Lichtenfeld gelesen(http://www.amazon.de/Get-Rich-Dividends-Earning-Double-Digit-ebook/dp/B00SHVJ3T8) , welches interessante Überlegungen zum Thema bringt. Vieles lässt sich nicht 1:1 auf die Schweiz übertragen, aber ich habe wieder einige wertvolle Inputs erhalten. Zentral wichtig beim dividendenorientierten Investieren ist der Zeithorizont: Der Zinseszinseffekt kommt erst nach etwa 12 Jahren wirklich zum Tragen. Geduld ist also gefragt!

Das Buch "Get Rich with Dividends" ist wirklich sehr zu empfehlen! Ein wahrer Augenöffner.

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