Aktienmarkt 3.Quartal 2013

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15.04.2013 21:07
#1
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Aktienmarkt 3.Quartal 2013

So, wie seht ihr das?

Heute stehen die Indizes wie folgt:

SMI: 7'754 (+26.71%)

SPI: 7'259 (+28.44%)

SLI: 1'155 (+25.12%)

In Klammer die Veränderung der letzten 12 Monate (gemäss Swissquote, bis gestern).

 

Wo seht ihr die Kurse am 30.Juni und wo am 30.September 2013?

Meine persönliche Meinung:

Ich sehe einerseits keine so grosse Verschlechterung, dass es nicht mehr bergauf gehen würde. Dh ich würde sagen, es ginge tendenziell berg auf, und wir würden einen SMI von 8'000 und einen SPI von 7'500 sehen.

Andererseits träumte ich mitte März von einem Bärenmarkt, bzw einer Blockade bei 7'800 Punkten im SMI. Hinzu kommt der schwächelnde Markt seit einem Monat. Zudem war es häufig so, dass nach extrem raschen Anstieg/Sinkflug danach längere Zeit in die Gegenrichtung ging.

Ich sehe also 2 Szenarien:

Es geht entweder gemächlich bergauf, dh in den nächsten 6 Monaten noch um rund 5-10%. Diesesfalls sähe es so aus:

SMI: 8'100-8'500

SPI: 7'500-8'000

Im zweiten Szenario hingegen würde es einen rasanten, kleinen, Absturz geben. Allerdings weniger schlimm als im 2011:

Im 2011 sank der SMI vom 1.Juni bis ca 10.August von 6'570 auf 4'696 Punkte ab (ca -25%).

Stieg dann vom 10.August bis 20.August um rund 12% auf 5'200 Punkte, und stieg seither wieder mehrheitlich.

Für unser Szenario würde das für den 30.September 2013 einen Kursrückgang um 10-20% bedeuten innerhalb der nächsten 5,5 Monate. Maximal 25%. Ich rechne aber eher 10-20%.

SMI: 6'300-7'000

SPI: 5'800-6'500

Ich bin kein Experte und die Begründung steht oben. Und gerne lasse ich mich am 30.September auswerten.

Ich bitte darum, dass ihr eure Prognosen für das 3.Quartal auch hier hin schreibt und begründet.

Der Zeitraum ist einerseits recht nahe, so dass man es sehr gut einschätzen können sollte. andererseits widersprechen sich selbst Experten über den weiteren Verlauf.

Gerne könnt ihr hier auch Meldungen von cash.ch oä einkopieren, wo Experten Prognosen für das weitere Jahr abgaben.

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19.06.2013 17:49
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Ich hatte vor 2 Wochen mit jemandem privat um 5 CHF gewettet, wo der SMi stehen würde heute.

Ich sagte 7'600, er sagte 7'750. Nun, er hat gewonnen.

Aber alleine heute morgen war der SMI mal so tief, dass ich gewonnen hätte (unter 7'675).

Jetzt haben wir erneut gewettet:

Stichtag: Do, 4.Juli, 15:45 Uhr.

Ich: 7'500

Er: 7'800

Für den 30.September erwarte ich nach wie vor mein zweites Szenario von oben:

SMI: 6'300-7'000

SPI: 5'800-6'500

 

16.06.2013 17:36
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Elias hat am 16.06.2013 - 09:46 folgendes geschrieben:


nö. weniger als 10%.

Prozentrechnung ist Glückssache! Biggrin

 

16.06.2013 09:46
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Petrosilius Zwackelmann hat am 15.06.2013 - 20:23 folgendes geschrieben:

Nach dem obigen Posting sank der SMI eine Woche lang, legte dann plötzlich bis mitte Mai auf 8'400 Punkte zu, und ist seither wieder gesunken auf 7'600 Punkte.

Dh der SMI stieg innert 4 Wochen fast 10% und

 

verlor seither wieder mehr als 10%.

nö. weniger als 10%.

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

16.06.2013 02:58
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Petrosilius Zwackelmann hat am 15.06.2013 - 20:23 folgendes geschrieben:


Oder reklamierts du auch, wenn eine Niederschlagswahrscheinlcihkeit von 0% im Tages-Anzeiger Online steht?


 

Ja, das müsste man eigentlich.

15.06.2013 20:23
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Petrosilius Zwackelmann hat am 15.04.2013 - 21:07 folgendes geschrieben:

So, wie seht ihr das?

Heute stehen die Indizes wie folgt:

SMI: 7'754 (+26.71%)

 

Wo seht ihr die Kurse am 30.Juni und wo am 30.September 2013?

Szenario 1:

SMI: 8'100-8'500

SPI: 7'500-8'000

Szenario 2:

SMI: 6'300-7'000

SPI: 5'800-6'500

 

Nach dem obigen Posting sank der SMI eine Woche lang, legte dann plötzlich bis mitte Mai auf 8'400 Punkte zu, und ist seither wieder gesunken auf 7'600 Punkte.

Dh der SMI stieg innert 4 Wochen fast 10% und verlor seither wieder mehr als 10%.

Aus heutiger Sicht sehe ich Szenario 2 auf uns zu kommen.

Übrigens Wissen für Zwischendurch:

Der SPI und SMI nähern sich langfrsitig immer mehr an.

1998 stand der SPI bei 4'000 und der SMI bei 6'000 Punkten.

2007 war der Höhepunkt 9'548 SMI und 7'891 SPI.

Heute steht es 7'635 zu 7'205, dh (vom SMI aus gesehen) unter 10% Unterschied. Vor 15 Jahren warens noch 33%.

Der Grund liegt darin, dass der SPI die Dividende zum Kurs dazu zählt, was beim SMI nicht der Fall ist, weswegen der SPI ständig schneller wächst als der SMI.

Ich rechne damit, dass der SPI den SMI 2015 aufholt. Sie  könnten dann 1 Jahr lang recht nahe beieinander sein, bevor der SPI dem SMI davon fliegt.

Dann gebe ich noch folgende Einzelantworten:

OneNightInBankkok sagte.

Im Zusammenhang von Prognosen von 100% Chancen (Eintrittswahrscheinlichkeiten) zu sprechen, ist schlicht fahrlässig bzw. hat Null Ahnung (von Prognosen bzw. Statistik)!

Doch! Ein Modell kann dies voraus sagen!

Oder reklamierts du auch, wenn eine Niederschlagswahrscheinlcihkeit von 0% im Tages-Anzeiger Online steht?

zB für Zürich nächsten Mittwoch um 6 und 9 Uhr steht 0% Niederschlagswahrscheinlcihkeit, obwohl es am N achmittag regnen soll.

Trotzdem ist es 100%ig sicher, dass es trocken sit. Schreibst du das jetzt dem Tages-Anzeiger?

Ich erklärs dir gerne: Intern laufen beispielsweise 20 mal die selben Berechnungen mit leicht geänderten Anfangsbedinungen (Feuchtigkeit 5% grösser oder kleiner, etc) ab.

0% dieser "Läufe" des Wettermodells haben Niederschlag voraus gesagt, daher 0%. Ebenso kann es 100% geben.

beispielsweise ist auch eine Niederschlagswahrscheinlichkeit von 47% falsch, weil es sein könnte, dass es in 60% aller Fälle dann dennoch regnet.

Kurz: Es handelt sich um eine Modellrechnung. Das Modell selber hat keine 100%ige Genauigkeit, aber innerhalb des Modells ist ovn 100% Chance auszugehen (in meinem Fall zB).

Wie wenn ich dir sage: 7 Frauen und 0 Männer sind in einem Raum. Es wird per Zufallsgenerator eine person ausgewählt. Wie gross ist die Chance, dass es eine Frau trifft? Du müsstest sagen "100%". Ich aber sage: "Oh, ein Mann ist gerade hinein gekommen, er wurde ausgewählt".

die "100%" waren korrekt, bezogen auf die bis dahin bekannten Informationen.....

 

Gruss

PZ

 

02.06.2013 10:55
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MarcusFabian hat am 02.06.2013 - 02:48 folgendes geschrieben:

Doch: Die Steuern

Nichts in dieser Welt ist sicher, außer dem Tod und den Steuern.

(Benjamin Franklin)

Und die Steuer ist sogar NACH dem Tod noch sicher.

02.06.2013 02:48
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Doch: Die Steuern Blum 3

Nichts in dieser Welt ist sicher, außer dem Tod und den Steuern.

(Benjamin Franklin)

01.06.2013 15:45
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Im Zusammenhang von Prognosen von 100% Chancen (Eintrittswahrscheinlichkeiten) zu sprechen, ist schlicht fahrlässig bzw. hat Null Ahnung (von Prognosen bzw. Statistik)!

Ausser für den Tod eines jeden Lebewesens gibt es für NICHTS in der Welt eine 100 prozentige Wahrscheinlichkeit! Das ist 100% sicher!

01.06.2013 14:51
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Sechs «M&A-Wellen» in der Geschichte

Kein Übernahmefieber trotz Aktien-Hausse

 

Historisch gesehen haben sich Fusionen und Übernahmen von Unternehmen meist parallel zu den Börsen und in Wellen entwickelt. Bisher hat es deren sechs gegeben. Trotz rekordhohen Aktienkursen ist eine siebte «M&A-Welle» derzeit nicht in Sicht.

 

Nicht nur Privatanleger, auch Unternehmen halten sich bei ihren Transaktionen oft nicht an simple Börsenregeln.

«Kaufen, wenn die Kanonen donnern – verkaufen, wenn die Violinen spielen», lautet ein berühmter Ratschlag, der dem Bankier Carl Mayer von Rothschild zugeschrieben wird. Wie schwierig es ist, eine solche antizyklische Strategie zu verfolgen, zeigt sich beim Blick auf die Geschichte des Markts für Fusionen und Übernahmen von Unternehmen (Mergers & Acquisitions, M&A). Historisch gesehen hatten Konzerne und Finanzinvestoren nämlich meistens dann den grössten Appetit auf Übernahmen, wenn die Kurse an den Aktienmärkten haussierten. Waren diese im Keller, liessen sie sich von der schlechten Stimmung anstecken und verzichteten auf Transaktionen.

Doch keine Zwillinge?

Nicht zuletzt als Folge dieses Käuferverhaltens sind in der Vergangenheit viele M&A-Transaktionen gescheitert. Wie es in einer Studie der Beratungsgesellschaft Boston Consulting Group und der Technischen Universität München vom März dieses Jahres heisst, vernichteten zwei Drittel aller M&A-Transaktionen Werte für die Käufer-Unternehmen – zumindest auf kurzfristige Sicht.

Solche Erkenntnisse scheinen die Unternehmenslenker vorsichtig gemacht zu haben. Die Regel, wonach sich der Verlauf von Aktienindizes und die M&A-Volumina wie «Zwillingsschwestern» verhalten, scheint derzeit jedenfalls ausser Kraft gesetzt. Während Aktienbarometer wie der Dow Jones Industrial, der S&P 500 oder der Deutsche Aktienindex (DAX) jüngst Rekordhöhen erklommen haben, halten sich die Volumina am M&A-Markt in Grenzen. Milliardentransaktionen wie die Übernahme des Ketchup-Herstellers Heinz durch 3G Capital und Berkshire Hathaway, die Akquisition des Pay-TV-Anbieters Virgin Media durch Liberty Global oder der Rückkaufplan von Michael Dell für den von ihm gegründeten Computerkonzern haben bei Investmentbankern zwar Frühlingsgefühle geweckt. Global gesehen entwickelt sich der M&A-Markt aber weiter schleppend. Gemäss dem Datenanbieter Thomson Reuters lag sein Volumen in diesem Jahr per Mitte Mai bei 750,2 Mrd. $ – ein Minus von 7% gegenüber dem Vorjahr.

Von Welle zu Welle

Historisch gesehen ist dies ungewöhnlich. Wissenschafter zählen in der Geschichte bis anhin sechs M&A-Wellen. Für deren Entstehen gibt es laut Günter Müller-Stewens, Professor an der Universität St. Gallen, stets drei Bedingungen: Erstens sind dies volle Kassen bei den Unternehmen, zweitens ist ein sicheres Investitions-Umfeld förderlich für die Aktivität. Um bei den Konzernen eine gewisse «Investitions-Phantasie» anzuregen, ist ausserdem eine neuartige Wertsteigerungslogik vonnöten. Die sechs M&A-Wellen gingen stets von den USA aus und erfassten dann andere Länder. Christopher Kummer, Professor an der Wiener Webster University und Präsident des Institute of Mergers, Acquisitions and Alliances (IMAA), hat dazu Zahlen aus verschiedenen Quellen in einem Schaubild zusammengefasst (s. Grafik).

Die erste Übernahmewelle gab es gemäss der Statistik in den Jahren 1897 bis 1899. Sie wurde ausgelöst durch die Industrialisierung der USA, die zur Bildung einiger Monopole führte. Wie Müller-Stewens in dem Buch «Mergers & Acquisitions» schreibt, prägten neue Produktionstechnologien und die Nutzung der Elektrizität diese Zeit. Mit der Eisenbahn verbesserte sich die Infrastruktur der USA. Vor allem in der Erdöl- und Tabakindustrie strebten Unternehmen nach Marktmacht. Ein wichtiger Faktor für den auf die Welle folgenden Abschwung war die bereits 1890 erlassene Sherman Antitrust Act, welche die Macht von Kartellen beschränken sollte und schliesslich umgesetzt wurde. So wurde auch die Gesellschaft Standard Oil von John D. Rockefeller 1911 zerschlagen. Weitere wichtige Persönlichkeiten dieser Zeit waren der Bankier John Pierpont Morgan und der Industrielle Andrew Carnegie.

Nach dem Ersten Weltkrieg folgte mit der Erholung der Börse die zweite M&A-Welle, die dann mit dem Ausbruch der Weltwirtschaftskrise im Jahr 1929 endete. Die Unternehmen strebten in dieser Zeit stark nach vertikaler Integration, sie erwarben also Firmen auf vor- oder nachgelagerten Produktionsstufen. So liess sich die strengere Kartellgesetzgebung umgehen. Was die Anzahl der Transaktionen angeht, waren 1928 und 1929 besonders starke M&A-Jahre mit jeweils mehr als 1000 Transaktionen in den USA. Kurz vor Ausbruch der Krise lief der Übernahmen-Markt am Ende der «goldenen 1920er Jahre» noch einmal richtig heiss.

Daraufhin folgten drei Jahrzehnte mit deutlich geringerer M&A-Aktivität amerikanischer Unternehmen. In der Zeit zwischen 1962 und 1969 kam es dann zur «Ära der Konglomerate», der nächsten Welle. Konzerne wie Gulf & Western oder Teledyne kauften in unterschiedlichsten Branchen zu und bauten riesige Beteiligungsportefeuilles auf. Ein sehr starkes M&A-Jahr war 1969, als es in den USA zu rund 6100 Transaktionen kam.

Boom in der Reagan-Ära

Nach der «Stagflation» der 1970er Jahre – also wirtschaftlicher Stagnation bei hohen Inflationsraten – folgte dann in den 1980er Jahren die vierte M&A-Welle. Die Deregulierungen und Liberalisierungen unter Präsident Ronald Reagan begünstigten sie. Konzerne besannen sich auf ihre Kernaktivitäten, was für Desinvestitionen sorgte. Gleichzeitig strebten Unternehmen Synergien an. Zudem entwickelte sich ein Markt für hochverzinsliche Obligationen («junk bonds»), was Private-Equity-Transaktionen ermöglichte. Die berühmteste von ihnen war die Übernahme des Nahrungsmittelkonzerns RJR Nabisco für rund 25 Mrd. $ durch die Buyout-Gesellschaft KKR. Gemäss Kummer waren während dieser Zeit zum ersten Mal «feindliche» Übernahmen zu beobachten. So betrat der in Filmen wie «Wall Street» verewigte «Corporate Raider» Carl Icahn die M&A-Bühne, auf der er bis heute aktiv ist – derzeit beispielsweise bei Dell.

Die vierte Welle war kaum abgeebbt, schon folgte Anfang der 1990er Jahre – begünstigt von billigem Geld der Zentralbanken – die fünfte M&A-Flut. Diese hatte die Globalisierung zum Thema, in der Auto- und der Pharmabranche kam es zu grossen Fusionen. Dazu gehörte beispielsweise 1998 der Zusammenschluss der Autokonzerne Daimler-Benz und Chrysler, der später allerdings kläglich scheiterte. Des Weiteren strebten Banken und Versicherungen danach, zu «Allfinanz-Konzernen» zu werden. Gleichzeitig sorgte der Internetboom für grosse Euphorie, was sich in Fusionen in den Sektoren Telekommunikation und Medien äusserte. Kurz bevor die Dotcom-Blase platzte, kam es so im Januar 2000 noch zur Übernahme des Medienkonzerns Time Warner für 182 Mrd. $ durch das an der Börse immens hoch bewertete Internetunternehmen AOL. Diese Transaktion scheiterte später ebenfalls spektakulär.

Private Equity am Drücker

Nach dem Platzen der Blase im Jahr 2000 und während des bis in das Jahr 2003 dauernden Aktien-Crashs sanken die Anzahl an M&A-Transaktionen und deren Volumina deutlich. Dennoch erholte sich der Markt erneut schnell, getrieben durch die hohe, von den Notenbanken zur Verfügung gestellte Liquidität. Private-Equity-Firmen nutzten das üppig zur Verfügung stehende Fremdkapital, um Milliardentransaktionen zu tätigen. KKR-Mitgründer Henry Kravis rief für Private Equity sogar ein «goldenes Zeitalter» aus, nachdem seine Gesellschaft den Kreditkarten-Abwickler First Data für knapp 28 Mrd. $ und den Energiekonzern TXU für rund 44 Mrd. $ gekauft hatte.

Nach dem Ausbruch der Finanz- und Schuldenkrise verloren die in den Boomjahren gekauften Unternehmen abermals rasch an Wert. Drastisch waren die Folgen des Abschwungs etwa für die Royal Bank of Scotland, die auch wegen der Übernahme von Teilen der Bank ABN Amro mit Milliardengeldern vom Staat gerettet werden musste. Als Negativbeispiel gilt auch die Übernahme des Autozulieferers Continental durch Schäffler aus dem Jahr 2008.

«Nichts für Vorsichtige»

Stehen wir nun vor einer neuen, siebten Fusionswelle? Viele Wissenschafter sind skeptisch. Von einigen Rahmenbedingungen her könnte es zwar zu einer erneuten M&A-Welle kommen, sagt Müller-Stewens. Grundsätzlich seien eine hohe, von den Zentralbanken zur Verfügung gestellte Liquidität und niedrige Finanzierungskosten förderlich für Übernahmen. So würden derzeit viele mögliche Transaktionen durchgerechnet und analysiert. Trotzdem erwartet der Professor, dass sich die jüngsten Milliardentransaktionen als Strohfeuer entpuppen. Schliesslich gebe es bis dato keine Lösung für das Schuldenproblem.

Kummer ist ähnlicher Meinung. Die Volumina seien zu klein, und wegweisende, grosse Übernahmen blieben Mangelware. So habe es 2012 keine grosse «Übernahmeschlacht» gegeben. Die jüngsten, ernüchternden Zahlen zu den M&A-Volumina sind laut dem Wissenschafter sogar irreführend. So sind darin mehrere Angebote der Mitbieter für Dell enthalten. Skeptisch stimmt auch die Zurückhaltung der Konzerne, ihre üppige Liquidität für Übernahmen einzusetzen. M&A sei «nichts für Vorsichtige», sagt Kummer. Unterdessen erschwert es die Scheu der Banken bei der Kreditvergabe den Private-Equity-Firmen, Übernahmen mit Fremdkapital zu finanzieren. Auch bei Börsengängen herrscht Flaute, ein wichtiger Ausstiegs-Kanal für die Finanzinvestoren ist also verstopft.

Eine Vielzahl an Gründen spricht folglich derzeit gegen eine siebte M&A-Welle. Kummer hat noch eine zusätzliche Erklärung: «Vielleicht verlief der jüngste Aufschwung an den Aktienmärkten einfach zu schnell, um die Übernahmeaktivitäten der Unternehmen mitzuziehen.»

 

http://www.nzz.ch/aktuell/wirtschaft/wirtschaftsnachrichten/kein-ueberna...

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

29.05.2013 17:59
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Aurum hat am 29.05.2013 - 15:41 folgendes geschrieben:

Hausdurchsuchung?

Ja. Weil ich als neutraler Fotograf den Polizeieinsatz in der Nacht auf den 3.März 2013 anlässlich der gewalttätigen Binz-Demo fotografiert hatte, wurde in meiner abwesenheit meine Wohnung durchsucht und verwüstet.

 

http://www.cash.ch/community/forum/von-user-zu-user/polizei-beschlagnahm...

 

29.05.2013 15:41
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Hausdurchsuchung?

29.05.2013 14:18
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Heutige Lage

So, inzwischen bin ich 6 Wochen und eine Hausdurchsuchung älter.

 

SMI und SPI sind inzwischen schon wieder kräftig gestiegen.

Der Anstieg der letzten 12 Monate beträgt rund 39%.

nach meinem aktuellen Prognose-Modell gibt es eine 100% Chance für einen Abstieg dh einen beginnenden Bärenmarkt oder Crash in den nächsten 12 Monaten.

Dh am 1.Juni 2014 steht der SMI nach meiner Annahme recht sicher unter 8'000 Punkten.

Ob der Absturz im 3.Quartal 2013 schon läuft oder nicht, weiss ich nicht.

Gruss

PZ