Börsenausstieg

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Domtom01
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Börsenausstieg

Es gibt Zeiten, die für einen Börseneinstieg geeignet sind und solche, die für einen Ausstieg sprechen. Nach meiner Meinung gibt es schon seit einigen Monaten Signale, die für einen Ausstieg sprachen und immer noch sprechen.

Einige Parameter sind z.B. die Aktiencharts, die Zinsentwicklung, die vowärts gerichteten Indizes aus der Wirtschaft wie ifo business climate index oder der ISM. 

Ziel ist und bleibt es, den Markt zu timen und so besser zu fahren als mit der Kaufen-und-Halten-Strategie.

Und wie macht ihr es?

pageup
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Ich bin im September mit ca 20% Verlust aus Aktien komplett ausgestiegen.

Die Nerven habe ich während meinem Urlaub verloren. Die Kurse fielen täglich und ich konnte die Ferien nicht geniessen. Darum bin ich raus.  

Aus heutiger Sicht immer noch eine gute Entscheidung. Ehrlicherweise muss ich zugestehen war das reines Glück. Sofern man bei 20% Miese von Glück sprechen darf. 

Wenn ich jedoch den SMI als Vergleich heranziehe, mit „nur“ 10% Verlust,  sehe ich natürlich alt aus.

Vor einem erneuten Einstieg warte ich den Jahresstart ab, obwohl die aktuellen Kurse einladen. Es gibt noch soviel Unsicherheiten wie China, Trump, Zinsen, Brexit, Italien etc.

Auch bin ich mir am überlegen nur noch in Fonds zu Investieren. Ist zwar nicht sehr spannend aber schont die Nerven. 

Oder gibt es Alternativen zu Aktien?

marabu
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Einstieg? Ausstieg? Etwas elementar, diese Frage!

 

Kommt darauf an, wie du das meinst. Einen vollständigen Aus- bzw. Einstieg macht meiner Meinung nach keinen Sinn. Willst du wie Dagobert Duck auf einem Haufen Taler sitzen und darin baden? Nein - Spass beiseite. Genau wie man seine Assets nicht allein in einer Anlagekategorie hält (Immobilien, Wertschriften, Kunst, Edelmetalle, Rohstoffe etc), wäre ein völliger Ausstieg aus Wertschriften nicht klug.

Deshalb gilt immer ein Umlagern, bzw. Umgewichten seiner Assets als ratsam. Dies ist abhängig von der politischen und wirtschaftlichen Gesamtsituation. Wie und wo, ist eine Ermessensfrage. Ich erwäge jetzt einen Kauf von Gold, und zwar real ins Banksafe (etwa 7 - 8 Prozent des Depotwertes. Ferner ziele ich (vielleicht meinst du auch das) auf einen hohen Cashbestand ab (30-40% Depotwert). Wertschriften: Basisbestand in defensive Aktien, etwas Rohstoffe (jetzt Oel und Gas) und Emerging Markets (für mich China). Diese Aktien sind arg gebeutelt und haben bei günstigem Verhandlungsergebnis mit Trumpino einiges Potential nach oben.

Anleihen keine! Aktien USA nichts! Diese sind überbewertet und haben weiteres Abwärtspotential. Das Damoklesschwert der Überschuldung (Hypo, Studentendarlehen, Autokredite, Städte und etliche Bundesstaaten). Höhere Zinsen werden, übrigens auch in Europa und China viele Zombieunternehmen (massiv überschuldet und nur dank tiefer Zinsen am Leben) bankrott gehen lassen.

Übrigens immer nützlich die Warner und Schwarzseher: Jim Rogers, Jim Rickards, Peter Schiff, David Morgan, Marc Faber, u.a.m. Die bremsen Euphoriker im Boomphasen der Börsen und schützen vor zu grossen Abstürzen.  Dirol

Bellavista
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ETF's Qual der Wahl.

Ich habe auf SQ einmal versucht ein paar solide ETF?s zu finden. Das heisst Werterahlt im Vordergrund. Idealerweise 3% + im Schnitt über 10 Jahre.

Währung CHF, Zeithorizont 5 bis 10 Jahre, Branche offen. 

Bevorzugt: SMIM, Edelmetalle, evtl. Immobilien (aber eher skeptisch)

Nach gefühlten 20 term sheets habe ich den Nerv und Ueberblick verloren. 

Nach was für Kriterien, Methoden entscheidet ihr euch für einen ETF? Verlockend ist natürlich immer ein track rekord. Aber von der Vergangenheit in die Zukunft zu schliessen ist ja nicht immer das Ei des Kolumbus. Und gerade in Zeiten, da vermeintlich ein Wandel  ansteht, scheint mir dies gar nicht hilfreich. 

Ergänzung von 8.1.2019 

Mit dem Tool von justetf.com ist man nicht schlecht bedient. Viele Infos und Suchkriterien. Man muss sich dann einfach nur noch für den richtigen entscheiden...... Help

Bellavista

gertrud
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für en guate tüüfe Schloof

pageup hat am 02.01.2019 10:49 geschrieben:

.. ich konnte die Ferien nicht geniessen. 

... ich bin mir am überlegen nur noch in Fonds zu Investieren. ...

Als Basis und buy and hold: ETF auf SLI oder CH Div (ein Drittel jetzt, ein weiteres Drittel nach nochmals 10% Korrektur, und ein letztes Drittel, sollte der ganz grosse Crash 2019 kommen. Das würde dann auf der Blick Frontseite stehen, wenn es soweit ist)

Und wenn Du doch etwas börselen und mitverfolgen willst: Check den SMIM charttechnisch. Wenn sich mal ein Boden bildet im 2019 kannst Du via einen ETF da einsteigen mt einer Summe, die dem eines Drittel oben entspricht (Wenn Du die Komponenten des SMIM liest, findest Du wahrscheinlich einige Firmen, aus denen Du im September ausgestiegen bist, und die vielleicht einen Turnaround machen).

Damit kannst Du alle zukünftigen Ferien geniessen, und bist trotzdem aktiv "etwas dabei".

 

sarastro
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Zuletzt online: 21.01.2020
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Guter Thread, Domtom01,

gratuliere! Das Thema ist brandaktuell.

Das letzte Mal bin ich während der Subprime-Krise teilweise ausgestiegen und lag damals richtig. Mein Problem kam erst später, als man wieder einsteigen sollte. Ich bin damit zu spät gekommen und habe dadurch beim Depotwert mindestens 5% verloren gegenüber der theoretischen Situation, bei der alle Aktien unverändert im Depot geblieben wären.

Die Wahrscheinlichkeit ist minimal, dass ich sowohl beim Ausstieg, als auch beim Wiedereinstig zeitlich richtig liege. Deshalb verfolge ich das Prinzip, das Depot unverändert zu lassen, selbst wenn an den Börsen Panik ausbrechen sollte (Zockeraktien vermeide ich ohnehin, so dass ich hier keinen Handlungsbedarf habe). Also gibt es bei mir keinen Börsenausstieg. Als Einziges steige ich jetzt mit neuem Geld etwas vorsichtiger als üblich an der Börse ein.

bearvsbull
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Zuletzt online: 03.06.2019
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„Investment“

Ich schliesse mich sarastro an. Ich bin einige mal 2018 in die Bärenfalle getappt. Meine Verluste alleine bei AMS sind so hoch dass sich ein Ausstieg schlicht nicht lohnt.

Die Angst den Turnaround zu verpassen und nicht rechzeitig einzusteigen zu können überwiegt dem Risiko weiterer Verluste.

Ich werde allenfalls nach den Q4 Ergebissen aggressive Optionen auf die von mir gehaltenen Titel kaufen um die Verluste zu decken und einen früheren Ausstieg zu ermöglichen.

Bis dahin bleibe ich „investiert“ - treu meiner Fussnote.

Was man nicht mehr verkaufen kann, heisst Investment.

pageup
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gertrud hat am 02.01.2019 11:21 geschrieben:

Als Basis und buy and hold: ETF auf SLI oder CH Div (ein Drittel jetzt, ein weiteres Drittel nach nochmals 10% Korrektur, und ein letztes Drittel, sollte der ganz grosse Crash 2019 kommen. Das würde dann auf der Blick Frontseite stehen, wenn es soweit ist)

 

Und wenn Du doch etwas börselen und mitverfolgen willst: Check den SMIM charttechnisch. Wenn sich mal ein Boden bildet im 2019 kannst Du via einen ETF da einsteigen mt einer Summe, die dem eines Drittel oben entspricht (Wenn Du die Komponenten des SMIM liest, findest Du wahrscheinlich einige Firmen, aus denen Du im September ausgestiegen bist, und die vielleicht einen Turnaround machen).

 

Damit kannst Du alle zukünftigen Ferien geniessen, und bist trotzdem aktiv "etwas dabei".

 

 

Danke Gertrud, durchaus ein Szenario was ich mir vorstellen kann