Börseneinstieg

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refoh
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Finanzanalysten liefern keine besseren Prognosen als Affen

«Finanzanalysten liefern keine besseren Prognosen als Affen – wieso gibt es sie also?»

Ein Zitat aus einem Interview in der WOZ mit einem ehemaligen Anlageberater einer Bank, aus einem Link von ursinho007.

Klar, die WOZ ist nicht gerade bankenfreundlich eingestellt (ist ja auch gut so). Dennoch, das Interview finde ich interessant.

Ich finde eine Menge spannender Erlebnisberichte aus denen man Lehren ziehen kann. Gerne trage ich mit einer kleinen Geschichte, die aufzeigen soll, was von vermeintlichen "Insidern" einer Firma zu halten sein kann, diesem Blog bei.

Was ich jedem Interessierten empfehle:

Es sind an die 30 Jahre her, als wir, eine Gruppe von 20 Männern, unterschiedlicher Berufe, Bildung und Alter, einen Investment Club gründeten, den man vierteljährlich mit 300 Franken pro Person äufnete. Dabei waren 2 UBS-Mitarbeiter, der Direktor einer Filiale und sein Stellvertreter. Ich habe jeweils das Sitzungsprotokoll verfasst. Wir haben uns ca. viermal im Jahr zu interessanten Sitzungen getroffen. Es wurden spannende Anlage-Ideen besprochen und Beschlüsse gefasst. Nach der Sitzung haben wir dann noch ein bisschen gebechert… Es war immer gemütlich und lehrreich. Die neuen Erkenntnisse konnte man dann für das eigene Wertschriftenkonto nach eigenen Vorstellungen anwenden.

 

Im Herbst 2007, einige Monate vor dem Horrorcrash 2008, haben wir den Club mit schönem Gewinn liquidiert. Grund: Einige Mitglieder sind gestorben, einige brauchten Geld um z.B. eine Liegenschaft zu kaufen, und wir fanden indessen keine neuen Mitglieder. Zumal ja der Einstandspreis inzwischen zu hoch gewachsen war.

Nun zu einer Episode in meiner Anlagekarriere:

Gemessen an meinem bescheidenen Anlagevermögen habe ich eine (zu) grosse Menge an UBS-Aktien gehabt. Ich habe sie im Jahr 1991 gekauft und zwischen 10 bis 12 Franken bezahlt. Im Jahr 2007, auf ihrem Höchst waren sie bei 82 Franken! Die beiden Börsenclubmitglieder von der UBS haben immer für UBS Aktien geworben. Ich habe immer gesagt sie seien zu teuer.

Nun ist folgendes passiert: Wenn ich mich richtig erinnere, war es im Frühjahr 2007, als ich gelesen habe, dass die UBS in den USA zu sehr viel Geld einen Hedge-Fonds mit Namen Dillon Read gekauft hätte. Die Gerüchte mehrten und verdichteten sich, wonach die UBS zu viel für jenen Fond bezahlt hätte. In der Folge wurde er geschlossen. Als schliesslich sogar die seriöse FuW davon schrieb, dachte ich, jetzt musst du aufpassen. Ca. einen Monat später, wurde bekannt, dass Peter Wuffli, der Protegé des Marcel Ospel, die UBS verlassen mit gegenseitigem Einverständnis verlassen werde. (Wuffli ist nun sehr erfolgreicher VR-Präsident von Partners-Group.)

 

Das war für mich das Verkaufssignal. Ich gab folgenden Order: Verkaufen, wenn der Kurs unter 80 fällt. Bevor ich den Auftrag setzte, konsultierte ich noch meine UBS-Freunde über ihre Meinung. Sie waren überrascht von meiner Idee, dass ich diesen tollen Titel verkaufen wolle. Ich verkaufte sie dennoch. Gleichzeitig kaufte ich einige Put-Optionen (viel zu wenig) von UBS, verkaufte sie (viel zu früh) mit 8-fachem Gewinn.

 

Aber es ist ja nicht nur das Verkaufen der Aktien, sondern was man mit dem Erlös macht, was den Meister in Geldanlagen ausmacht. Mit dem Entscheid, zu verkaufen, habe ich mich bereits als einen echter Börsen-Guru gefühlt. Ich kaufte dann einige Titel, die ich als interessant empfand. Darunter Oerlikon. Verlust ca. 80%. Comet um die 30. Immer noch über 100% im Gewinn. Swisslife bei 315. Zwischenzeitlicher Absturz auf 45. Das Jahr darauf, kam die Ernüchterung. Ich wurde voll erwischt.

 

Das meine kurze Episode auf eine lange Erfahrung meines Anlagelebens.

 

Hier noch eine Buchempfehlung: "The Big Short" von Michael Lewis.

Auch in Deutsch.

Spannender als jeder Krimi.

Ich wünsche allen Lesern ein wunderbares Anlagejahr.

Und denkt daran, irgendwann geht es wieder die andere Richtung!

 

Krokodil
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Jetzt ist der Kurs bereits

Jetzt ist der Kurs bereits bei 1.30. ...........auch auf Teletext ...

Krokodil
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Hallo, gehört nicht hierhin,

Hallo, gehört nicht hierhin, aber ich habe gesehen, dass sowohl auf Teletext  wie auch z.B. auf Cash.ch der Euro gegenüber dem Schweizer Franken über Nacht um 13 Prozent gestiegen ist. 
Notiert gegenwärtig bei 1.28. Ist wohl Nonsens aber wieso kann sich sowas über Stunden halten?

marabu
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Ein frohes Neues Jahr

Ich wünsche allen viel Glück in zwischenmenschlichen Beziehungen und Gesundheit. Beides kann man ja nicht kaufen.

Ach ja, hier geht's doch vor allem um Geld?

"Geld ist der Mist des Teufels, aber ein wunderbarer Dünger" - Teresa von Avila 1515 - 1582.

refoh
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sarastro hat am 31.12.2018 21

sarastro hat am 31.12.2018 21:11 geschrieben:

 Falls die Affen viele Pfeile auf das Börsentableau werfen, ist die Häufigkeit der getroffenen Aktien gleichmäßig über alle Aktien verteilt.

Viel schlimmer als Affen!

Vor 2008, vor dem Subprime-Finanzdesaster, haben die Hexenmeister der grossen US-Ratingagenturen aus Ramsch TripleA-Produkte gemacht. Da waren hochdotierte Analysten am Werk. Die Fehlleistung war 100%ig! Die AIG, der Versicherer von CDS (Credit Default Swaps) hat im Jahr 2008 einen Verlust von 11 Milliarden verbucht.

marabu
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Entschuldige, Kroko!

Du hattest in der Tat recht! ein Systemfehler war's anscheinend.

Krokodil
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Das war auch auf Finanzen.ch

Das war auch auf Finanzen.ch zu sehen. Ich habe selbstverständlich meine Euro-Schatulle genommen und am SBB-Schalter sofort in Franken gewechselt.
Aber passt dann auf, heute wurden  auf den Banken die Depotauszüge 2018 erstellt, da hat sich dieser Nonsens wohl auch eingeschlichen. Ihr müsst dann mehr Steuern bezahlen!

marabu
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Ist doch nicht etwa 1. April?

Krokodil hat am 01.01.2019 15:57 geschrieben:

Hallo, gehört nicht hierhin, aber ich habe gesehen, dass sowohl auf Teletext  wie auch z.B. auf Cash.ch der Euro gegenüber dem Schweizer Franken über Nacht um 13 Prozent gestiegen ist. 
Notiert gegenwärtig bei 1.28. Ist wohl Nonsens aber wieso kann sich sowas über Stunden halten?

Bei Teletext sitzt wohl einer alkoholisiert am Steuer! Oder hast Du etwa Seltsames geraucht?

 

marabu
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Frage an Euch - Wie gingt Ihr vor?

Ich konnte gut abschneiden. Aber dies nur deshalb, weil ich mit einem Titel 2018 zwei mal hoch "pokerte" (bis 20% des Depotwerts) und Glück hatte. Mit demselbenTitel erzielte ich schon 2017 einen schönen Gewinn. Allerdings  habe ich einen Jahresumsatz von rund 3 1/2  mal des Depotwerts gemacht (Trading mit soliden SMI Werten) obwohl ich gewisse Basiswerte in defensiven Aktien immer behielt.

Vermutlich hat dies aber alles nur Zufallscharakter, denn was zählt schon ein Jahr?

Und noch etwas: Dividenden sind eingeschlossen. Keine Risikopapiere - vorwiegend grosskapitalisierte Unternehmen bzw SMI Titel. Mit  Ausnahme des ersten von mir erwähnten Titels habe ich einstellige Gewinne immer realisiert. Allerdings gelegentlich auch schon nach 3-4 Wochen. Und 3 realisierte Verluste habe ich auch dabei.

Dieses Jahr werde ich aber sehr vorsichtig angehen.

marabu
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Vorsicht, nicht in ausgelegte Falle tappen!

Gerne spiele ich hier die Rolle eines Contrarians. Meiner Meinung braucht jedes Forum ein möglichst grosses Spektrum an unterschiedlichen Ansichten.

Ich bin der festen Überzeugung, dass sich das zukünftige Geschehen an den Märkten nicht aus der Vergangenheit extrapolieren lässt. Die wirkliche Lage ist schlimmer, als uns die Mainstream Medien glauben machen wollen. Die Überschuldung ist in vielen Bereichen zu gross geworden. Unter normalen Bedingungen könnten die Zinsen vielerorts nicht mehr bezahlt werden. Damit das ganze bis jetzt nicht kollabiert ist, wurde durch FED, die EZB und viele Nachahmer Billionen von Dollars in die Märkte gepumpt. Damit konnte eine gewisse Zeit lang auch ein Aufschwung gepushed werden. Nun ist das Spiel vorbei und 2019 wird uns einige Überraschungen bereiten. Und ja - hier hat die Linke völlig recht - Der ganze Mehrgewinn aus dem Aufschwung der vergangenen Jahre floss hauptsächlich in die Taschen der allerreichsten 0,0x%!

Wer an die USA und ihre angeblich boomende Konjunktur glaubt, möge beispielsweise nur mal die letzten Statistiken aus der Automobilbranche betrachten. Die Verkäufe sind deutlich zurückgegangen! Das FED wird von Trump unter Druck gesetzt um die Zinsen nicht weiter steigen zu lassen.

Wer diversifizieren will, sollte in Edelmetalle und in einige Emerging Markets setzen. (Schauen, wer recht hat, Sarastro)   Smile

Und hier noch drei Links:

https://goldsilverliberty.blogspot.com/2019/01/do-you-see-what-is-happen...

https://silverliberationarmy.blogspot.com/2019/01/the-democrat-schism-ha...

https://goldsilvernews.blogspot.com/2019/01/we-are-on-cusp-of-greatest-c...

 

 

sarastro
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Wo investieren?

Bei der aktuellen Baisse wird kaum jemand investieren, obwohl das kein Problem für langfristig orientierte Anleger wäre. An den Börsen von wirtschaftlich gesunden Staaten (USA, Schweiz etc.) hat man über einen Anlagezeitraum von zehn oder mehr Jahren nie Geld verloren (bis auf eine Ausnahme während der Weltwirtschaftskrise um das Jahr 1930). Diese Feststellung gilt jedoch nicht für einzelne Aktien, sondern nur für ganze Aktienmärkte. Sie werden über einen Index abgebildet. Seit Einführung der ETF kann sehr einfach in einen Index investiert werden.

Aber welches sind gute Aktienmärkte? Darüber gibt die langfristige Performance der Indices Auskunft. Die folgende Liste zeigt eine Rangfolge wichtiger Aktienmärkte, gemessen in CHF und basierend auf den Jahresschlusskursen zwischen Ende 2000 und Ende 2018:

Land Index

#Aktien

circa

Performance

ohne Dividende

Dividende 2018

circa

USA Nasdaq100 100 9.13 % 1.2 %
Dänemark OMX20 20 6.02 % 2.4 %
Schweiz SMIM 30 5.95 % 2.8 %
Deutschland MDAX Kursindex 50 5.63 % 2.7 %
USA Dow Jones 30 4.81% 2.5 %
USA S&P500 500 4.58 % 2.2 %
Gold ($/uz) - - 4.39 % 0.0 %
Deutschland SDAX Kursindex 50 3.93 % 2.1 %
Finnland OMX25 25 3.13 % 5.3 %
Japan Nikkei225 225 2.82 % 2.7 %
Schweiz LSI 30 2.52 % 2.6 %
Schweiz SPIX 200 2.47 % 3.9 %
Schweiz SBO100 100 2.43 % 2.9 %
Schweiz SMI 20 2.01 % 3.7 %
Schweden OMX30 30 0.77 % ?
Australien ASX200 200 0.48 % 4.9 %
Niederlande AEX 25 0.35 % 4.1 %
Deutschland DAX Kursindex 30 0.23 % 3.3 %
Europa Stoxx600 600 -0.30 % 3.7 %
Belgien BEL20 20 -0.52 % 4.6 %
Frankreich CAC40 40 -0.54 % 3.2 %
Großbritannien FTSE100 100 -1.84 % 5.2 %
Europa EuroStoxx50 50 -2.23 % 3.9 %
Europa Stoxx50 50 -2.43 % 4.6 %
Spanien IBEX35 35 -3.04 % 3.4 %
Italien MIB 40 -3.07 % 4.3 %

 

Die meisten Indices werden als Kursindex angegeben (d.h. ohne Einrechnung der Dividenden). Deshalb wird in der Tabelle als Ergänzung die Dividendenrendite 2018 bezüglich dem Jahresschlusskurs 2018 angegeben. Diese Angabe ist jedoch mit Vorsicht zu behandeln, da Angaben über Dividenden im Internet mangelhaft sind. Für einen Investitionsentscheid sollten eher die ausbezahlen Dividenden der ETF herangezogen werden.

Bei einer kleinen Anzahl von Indices sind die Dividenden eingerechnet. Die nächste Tabelle zeigt die Performance solcher Indices in CHF gemessen über den Zeitraum Ende 2000 bis Ende 2018:

Land Index

#Aktien

circa

Performance

inklusive Dividende

Deutschland MDAX 50 8.08 %
Deutschland SDAX 50 6.38 %
Schweiz SPI 200 5.41 %
Schweiz SLIC 30 5.39 %
Schweiz UBS100 100 5.38 %
Schweiz SMIC 20 5.10 %
Deutschland DAX 30 3.35 %

 

Diese Angaben liefern Indizien, in welche Indices man mittels ETF oder Indexfonds mit Vorteil investiert. Danach sind europäische Staaten und besonders Euro-Länder uninteressant (Deutschland ausgenommen). Dieses Bild wiederholte sich im betrachteten Zeitraum alle Jahre.

Ich werde jedenfalls weiterhin mit Schwergewicht USA investieren, trotz Trump. In weniger als zehn Jahren ist Trump ohnehin nur noch eine Fußnote in der Wirtschaftsgeschichte.

 

Anmerkung: Der Konsumentenindex in der Schweiz ist im betrachteten Zeitraum von Ende 2000 bis Ende 2018 im Durchschnitt um 0.34 % pro Jahr gestiegen.

 

ursinho007
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Gold und Goldaktien

marabu hat am 05.01.2019 10:09 geschrieben:

Wer diversifizieren will, sollte in Edelmetalle und in einige Emerging Markets setzen. (Schauen, wer recht hat, Sarastro)   Smile

Wenn man die weltweite Schuldensituation anschaut, dürfte eine krasse Entwertung des Papiergeldes  nicht mehr in allzu weiter Ferne liegen. Da Gold in der gesamten Menschheitsgeschichte immer ein sicherer Wert war, sollte man jetzt einen grösseren Teil seines Vermögens in physisches Gold und (etwas risikoreicher aber grösserer Hebel) Goldaktien investieren. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte das Gold zuhause lagern, denn bei einem Kollaps könnte der Goldbezug aus dem Bankdepot gesperrt sein.

Mut - Lebe wild und gefährlich (Osho)

marabu
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Sich nicht täuschen lassen!

Die Schuldensituation in den USA ist dramatischer als viele denken. Man überlebt "drüben" nur, so lange die Zinsen tief gehalten werden können.

Nachfolgend ein Link zu Ron Paul. Ich weiss, viele belächeln ihn.

Ronald Ernest Paul is an American author, physician, and retired politician who served as the U.S. Representative for Texas's 22nd congressional district from 1976 to 1977 and again from 1979 to 1985, and for Texas's 14th congressional district from 1997 to 2013. Wikipedia

Aber Ron Paul war stets ein Urgestein eines grumdehrlichen und aufrichtigen Politiker. Wichtig ist aber, dass er die Situation in den USA einfach und treffend beschreiben kann. Hörenswert! Deshalb immer daran denken, wenn man Aktienkäufe tätigt.

https://goldsilverliberty.blogspot.com/2019/01/ron-paul-rough-times-ahea...

sarastro
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Hintergründe des Unwohlseins

Ich gebe einen Link zu einem Vortrag von Prof. Wilhelm Hankel an der Uni Tübingen vor etwa zehn Jahren mit einer Analyse des letzten Crashs von 2009:

https://www.youtube.com/watch?v=Tx5hvetAVlw

Prof. Hankel war ein führender Makroökonom (er ist inzwischen leider gestorben). Dieser Vortrag hilft das Verständnis der wirtschaftlichen Zusammenhänge zu verstehen. Dieser Vortrag ist auch heute noch immer aktuell.

Mit Kenntnis dieser Zusammenhänge kann man sich an den Börsen etwas besser positionieren.

marabu
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Börseneinstieg?

Vom Börseneinstieg zur Schockstarre? Schade dass wir vom Thema abgekommen sind. Dabei gäbe es einiges, das sich fruchtbar diskutieren liesse. Ein Problem allerdings sehe ich im Umstand, dass es eben kein "richtig oder "falsch geben kann, dass man im Nebel wandert und keiner richtig weiss, wohin man kommt.

Inzwischen aber ist der Wasserstand in unseren Seen wieder gestiegen, das einst zentrale Thema "Newron eingetrocknet. Dafür dominieren jetzt AMS, Evolva und anderer Kleinkram. Abwesend sind alle SMI Titel, die bekanntesten Small Caps oder internationale ausländische Konzerne.

Ich hatte mir vorgestellt, unbefangen "Weiterbildung" anhand des aktuellen wirtschaftlichen und politischen Geschehens machen zu können, Fehlentscheidungen oder falsche Überlegungen vorurteilslos, d.h. unpersönlich diskutieren zu können. Ein Thread für Börsen"Einsteiger" eben. Und ein bisschen bleiben wir das schliesslich immer - oder wir würden unendlich reich...

Richtig oder wahr?  

Sarastro?

Domtom01
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Sorglos-Aktie?

Das war die UBS früher einmal: Eine Aktie, die man "blind" halten konnte. Und das könnte sie wieder werden. Die Zahlen und der Trend haben mich nicht enttäuscht, weshalb ich hier mal wieder eingestiegen bin. Ob es mehr als ein Zock wird, entscheidet sich an der Frage, ob der Widerstand bei 14.- nachhaltig genommen werden kann. Sollte dies gelingen, wandert der Titel in das Depot der Kinder, und ich vergesse sie. Mag ja ohnehin nicht sehr die Bank-Aktien.

Gluxi
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marabu hat am 22.01.2019 06

marabu hat am 22.01.2019 06:43 geschrieben:

Inzwischen aber ist der Wasserstand in unseren Seen wieder gestiegen, das einst zentrale Thema "Newron eingetrocknet. Dafür dominieren jetzt AMS, Evolva und anderer Kleinkram. Abwesend sind alle SMI Titel, die bekanntesten Small Caps oder internationale ausländische Konzerne.

Naja, AMS ist definitiv kein Kleinkram. AMS ist Bestandteil vom SLI.

https://www.six-group.com/exchanges/indices/data_centre/shares/sli_de.html

marabu
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Entschuldige!

Gluxi hat am 22.01.2019 14:18 geschrieben:

marabu hat am 22.01.2019 06:43 geschrieben:

Inzwischen aber ist der Wasserstand in unseren Seen wieder gestiegen, das einst zentrale Thema "Newron eingetrocknet. Dafür dominieren jetzt AMS, Evolva und anderer Kleinkram. Abwesend sind alle SMI Titel, die bekanntesten Small Caps oder internationale ausländische Konzerne.

Naja, AMS ist definitiv kein Kleinkram. AMS ist Bestandteil vom SLI.

https://www.six-group.com/exchanges/indices/data_centre/shares/sli_de.html

Ist ganz klar! Wohl etwas zu schnell aus der Tastatur gefallen...  Help

marabu
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Sarastro - entschwunden in der Unterwelt?
marabu
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marabu hat am 26.01.2019 14

marabu hat am 26.01.2019 14:57 geschrieben:

https://www.youtube.com/watch?v=3c5kl4JzmJ8

oder vielleicht passender zur Börsenstimmung?

https://www.youtube.com/watch?v=_AqBmcJuxLQ

 

 

 

 

brancusi-serrat
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Vielleicht

Vielleicht ist eben auch wahr:  

"Der Krieg ist der Vater aller Dinge",

so schrecklich das tönt.

Dann erst findet nämlich Umdenken/Neuerungen statt in der Gesellschaft, den Nationen, beim einzelnen Menschen.

Domtom01
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Wie wäre es mit Buchtipps?

Es kann ja sein, dass unter uns noch alte Buch-Leser sind. Mein Vorschlag wäre: Jeder, der möchte, macht einen Buchvorschlag. Es sollte allgemeinen verständlich sein, also keine Dissertationen oder Lehrbücher, dennoch über Blick-Niveau stehen.

Sollte dieser Vorschlag Interesse wecken, könnte man auch eine kurze Inhaltsangabe machen. Ich meine wirklich kurz. Dann zeigt es sich nämlich, ob es was taugt. 

Ein weiterer Vorteil des Lesens: Man wird nicht abgelenkt. 

marabu
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@Sarastro: Die Welt ist vielfältig, in jeder Beziehung

Always Look on the Bright Side of Life

Monty Python

Some things in life are bad,
They can really make you mad,
Other things just make you swear and curse,
When you're chewing life's gristle,
Don't grumble,
Give a whistle
And this'll help things turn out for the best.
And...

Always look on the bright side of life.
[whistle]
Always look on the light side of life.
[whistle]

If life seems jolly rotten,
There's something you've forgotten,
And that's to laugh and smile and dance and sing.
When you're feeling in the dumps,
Don't be silly chumps.
Just purse your lips and whistle.
That's the thing.
And...

Always look on the bright side of life.
[whistle]
Always look on the right side of life,
[whistle]

For life is quite absurd
And death's the final word.
You must always face the curtain with a bow.
Forget about your sin.

**********************************************************************************************************************************************

Was fokussierst Du dich auf die Dummköpfe, deren es immer unzählige gab, genau so wie auch andere, wertvolle Menschen?

Ich schätzte Deine Beiträge sehr. Auch hast Du Wissen und Kenntnisse in Bereichen, die andere, wie auch ich, nicht vorweisen können. Umgekehrt natürlich gilt dasselbe. Deshalb scheint mir ein Dialog wertvoll. Nur so kann man seinen eigenen Horizont erweitern.

Ich habe auch schon gedacht, dieses Forum links liegen zu lassen. Andererseits aber gibt es doch etliche Hundert, wenn nicht mehr, "Nur-Leser" auf diesem Forum.

Eines jedoch habe ich nicht verstanden: Weshalb hast Du Dich mit gewissen Leuten in "sinnlose Diskussionen" über wenig bedeutende Titel eingelassen?

Schöne Zeit noch und gutes Investing!

Mr. Stock Exchange
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Momentan wohl eher Börsenausstieg...

DJ, Nasdaq, DAX und SMI YTD (50 Tage) plus 10-12% - Risiko/Ertrags-Chancen (ausser bei vielleicht ein paar wenigen Aktien) sind spätestens jetzt sehr unvorteilhaft/schlech. Die amerikanischen Märkte steigen jeden Tag aufgrund von 'Trade-Deal-Hopes', fundamentale Begründungen gibt es nicht. Der Peak ist bald erreicht, spätestens dann wohl, wenn Trump irgendwas von 'achievement of great great deal' twittert, aufgrund dessen viele nochmals blind Aktien kaufen ohne zu wissen was eigentlich genau Sache ist. Danach und bald darauf macht sich Ernüchterung bereit und die Party ist vorübergehend vorbei, Q1-Results im April/Mai werden den Downtrend bestätigen. Ich würde momentan 60-80% des Portfolios vekaufen und nach einer grösseren Korrektur (wir durchbrechen die Dezember 2018 lows) wieder einsteigen.

Prosperous trades @ all !!

 

 

 

sarastro
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Zum Abschied

Ich habe nicht die Absicht, weiter in diesem Forum zu posten, solange User der untersten Schublade dominieren. Mitunter bekomme ich via Pn Anfragen zu meiner Anlagestrategie. Zur Reduktion der Korrespondenz erkläre ich an dieser Stelle mein Konzept etwas ausführlicher. Ich investiere breit diversifiziert und international. Zur Bestimmung meiner bevorzugten Aktienmärkte berechne ich die langfristige Performance verschiedener Indices. Es lohnt sich, mittels ETF in marktbreite Indices mit hoher Performance zu investieren. Damit kann man in zwanzig bis dreißig Jahren Millionär werden. Aber wie berechnet man die langfristige Performance?

Es existieren mehrere Methoden. Anhand des SPI erläutere ich eine einfache Methode, die jeder User mit Excel anwenden kann. Zuerst beschafft man möglichst viele Index-Daten, zumindest die Jahresschlusskurse, nach Möglichkeit auch weitere Kurse (Monats-, Wochen- oder Tageskurse). Für den SPI sind folgende Jahresschlusswerte publiziert (Kolonne 1 und 2):

jahr     index              Ln(Index)

2000  5621.13         8.6343

2001  4382.94         8.3855

2002  3245.50         8.0850

2003  3961.58         8.2844

2004  4234.56         8.3510

2005  5742.41         8.6556

2006  6929.18         8.8435

2007  6925.44         8.8430

2008  4567.57         8.4267

2009  5626.40         8.6352

2010  5790.62         8.6640

2011  5343.52         8.5836

2012  6290.52         8.7468

2013  7838.00         8.9667

2014  8857.03         9.0890

2015  9093.97         9.1154

2016  8965.70         9.1012

2017  10751.51      9.2828

2018  9830.06         9.1932

Die Jahreszahlen werden zur Vereinfachung durch die Zahlen 0, 1, 2, ... 18 (in Excel:  =jahr-2000) ersetzt. In der Kolonne 3 wird der Logarithmus der Indexwerte berechnet (in Excel die Funktion =LN(index) ). Anmerkung für mathematisch versiertere User: Der Index nähert sich einer Exponentialfunktion. Deshalb können dessen Logarithmen durch eine lineare Funktion angenähert werden.

Mit den Kolonnen 3 und 1 (genauer: Jahrzahl Minus 2000) kann mittels Excel die lineare Korrelation berechnet werden (in Excel die Funktionen =KORREL, =ACHSENABSCHNITT, =STEIGUNG). Aufgrund der Kolonnen Ln(index) und jahr-2000 erhält man mit den genannten Funktionen

Korrelation: 0.8417

Achsenabschnitt: 8.2782

Steigung: 0.0503

Anhand des Wertes von KORREL wird die Zuverlässigkeit der Berechnung beurteilt. Im Grenzfall beträgt der Wert 1, was auf eine ideal exakte Beschreibung durch die Korrelationsgerade hinweisen würde. Im vorliegenden Fall kann mit 0.8417 von einer befriedigenden Beschreibung ausgegangen werden. Ein Wert 0 würde bedeuten, dass kein statistischer Zusammenhang zwischen der Zeit und dem Indexwert besteht. Negative Korrelationswerte weisen auf zeitlich fallende Indexwerte hin. Bei einer Korrelation zwischen ca. -0.5 und +0.5 sind die Ergebnisse nur mit Vorsicht zu behandeln.

Bei befriedigender Korrelation wählt man zwei Punkte der Korrelationsgeraden, die aus Genauigkeitsgründen weit auseinander liegen sollten, vorzugsweise also beim Achsenabschnitt und beim letzten Index des Jahres 2018. Der Indexwert beim Achsenabschnitt wird durch Potenzieren des Achsenabschnittswertes berechnet (in Excel die Funktion =EXP(achsenabschnitt) ):

korrelierter Indexwert zum Jahr 2000 (bzw. 0): 3937.12

Für das Jahr 2018 wird der Wert aus dem Achsenabschnitt und der Steigung über 18 Jahre berechnet (in Excel die Funktion =EXP(achsenabschnitt+steigung *18) ):

korrelierter Indexwert zum Jahr 2018 (bzw. 18): 9735.94

Nun berechnet man den Wachstumsfaktor über 18 Jahre (Excel: =POTENZ(9735.94/3937.12; 1/18) ):

Wachstumsfaktor: 1.051585

Bekanntlich errechnet sich der Wachstumsfaktor f aus dem Zinssatz p mit f = 1+p/100. Somit muss vom Wachstumsfaktor der Wert 1 abgezogen und das Ergebnis in Prozent umformatiert werden, was eine Performance von 5.1585% ergibt.

Bei einem Index in Fremdwährung sollten die Indexwerte zuerst mit dem Wechselkurs multipliziert werden, bevor das erläuterte Verfahren aus der Optik eines schweizerischen Anlegers angewendet wird. Das Verfahren eignet sich auch für dichter erhobene Indexdaten. In diesem Fall muss lediglich der Zeitpunkt der Indexwerte bei der Zeitangabe als Dezimalzahl eingesetzt werden.

Mit diesem Post ziehe ich mich einstweilen oder vielleicht auch für immer aus diesem Forum zurück.

Good Bye

sarastro

 

Anhang: Die erläuterte Methode liefert für den Zeitraum 2000 bis 2018 mit den Jahresschlusskursen in CHF folgende Ergebnisse:

A. Ohne Dividenden

KursMDAX (Deutschland): Performance 6.61% (Korrelation 0.84)

OMX20 (Dänemark): Performance 6.12% (Korrelation 0.82)

SMIM (Schweiz): Performance 6.03% (Korrelation 0.80)

Nasdaq100 (USA): Performance 5.64% (Korrelation 0.66)

DJ SouthAfrica: Performance 4.58% (Korrelation 0.62)

KursSDAX (Deutschland): Performance 3.84% (Korrelation 0.63)

SLI (Schweiz): Performance 2.89% (Korrelation 0.66)

SPIX (Schweiz): Performance SPI ohne Dividenden 2.44% (Korrelation 0.61)

ASX200 (Australien): Performance 2.35% (Achtung: Korrelation 0.49)

OMX25 (Finnland): Performance 2.27% (Achtung: Korrelation 0.46)

SMI (Schweiz): Performance 2.04% (Korrelation 0.55)

OMX30 (Schweden): Performance 1.89% (Achtung: Korrelation 0.41)

Dow Jones (USA): Performance 1.84% (Achtung: Korrelation 0.41)

S&P500 (USA): Performance 1.71% (Achtung: Korrelation 0.34)

Nikkei225 (Japan): Performance 0.93% (Achtung: Korrelation 0.24)

KursDAX (Deutschland): Performance 0.77% (Achtung: Korrelation 0.18)

Stoxx600 (Europa): Performance -0.62% (Achtung: Korrelation -0.16)

BEL20 (Belgien): Performance -0.89% (Achtung: Korrelation -0.18)

IBEX35 (Spanien): Performance -1.73% (Achtung: Korrelation -0.35)

FTSE100 (Großbritannien): Performance -1.88% (Achtung: Korrelation -0.48)

CAC40 (Frankreich): Performance -1.88% (Achtung: Korrelation -0.42)

AEX (Niederlande): Performance -1.94% (Achtung: Korrelation -0.41)

ISEQ (Irland): Performance -2.33% (Achtung: Korrelation -0.31)

EuroStoxx50 (Euroland): Performance -2.93% (Korrelation -0.59)

Stoxx50 (Europa): Performance -3.08% (Korrelation -0.66)

PSI20 (Portugal): Performance -5.62% (Korrelation -0.76)

MIB (Italien): Performance -5.95% (Korrelation -0.78)

B. Mit Dividenden:

MDAX (Deutschland): Performance 8.94% (Korrelation 0.90)

SDAX (Deutschland): Performance 6.54% (Korrelation 0.80)

SLIC (Schweiz): Performance SLI mit Dividenden 5.45% (Korrelation 0.85)

SPI (Schweiz): Performance 5.16% (Korrelation 0.84)

SMIC (Schweiz): Performance SMI mit Dividenden 4.87% (Korrelation 0.83)

DAX (Deutschland): Performance 3.82% (Korrelation 0.67)

 

Zum Vergleich:

Gold: Performance 6.53% (Korrelation 0.86)

Silber: Performance 5.69% (Korrelation 0.67)

Platin: Performance -0.31% (Achtung: Korrelation -0.07)

Teuerung in der Schweiz KPI: 0.44% (Korrelation 0.85)

 

Anmerkung: Ich hatte bereits früher Performanceangaben gepostet. Dafür wurde eine andere Rechenmethode eingesetzt, die zu ähnlichen, aber nicht identischen Ergebnissen führt. Die andere Methode erfordert ein iteratives Vorgehen, was hier nicht näher erläutert wird.

Kapitalist
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Das ist jetzt aber so traurig

Das ist jetzt aber so traurig dass uns Sarastro verlässt und alle seine Fans im Stich lässt. Cray 2

Mich würde nur noch interessieren wie Dich Deine zahlreichen Fans per PN (persönliche Nachricht) erreicht haben, wenn Du diese Funktion schon seit langem blockiert hast? Scratch one-s head

 

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Fluch und Segen europäischer Bankaktien für den Investoren

sarastro hat am 15.05.2019 19:33 geschrieben:

 

Mein Tipp für Börseneinsteiger: Keine europäischen Großbankaktien ins Depot nehmen (und höchstens die garantierten CHF 100’000 als Cash bei einer Bank stehen lassen). In einem Jahr könnte es in Europas Bankenlandschaft spannend werden.

Ich bin nicht gerade als Crashprophet bekannt, und nerve die Crashpropheten jeweils auch noch (aber nicht nur) damit, dass ich ihnen sage (empirisch bestens belegt), dass sich nie so leicht sehr viel Geld verdienen lässt wie ab dem ungfähren Ende eines Crashs (braucht aber Nerven wie Drahtseile). "Ein Crash ist aus Sicht eines guten Investors einfach nur geil" (sinngemäss nach Dirk Müller). Das im Voraus.

Ich halte aber in der Tat besonders europäische Banken für Problembären. Mir sind nur zwei Reaktionsmöglichkeiten bekannt, wie Unternehmen auf den Kollaps ihres Kerngeschäfts reagieren können: Entweder sie machen etwas anderes oder etwas grundlegend anders ("passen sich an"), oder sie sterben. Ich sehe da recht schwarz. Es läuft aber eigentlich nie so ab, dass am Tag X alle pleite gehen. Eher schon werden Pleiten mit Fusionen kombiniert, bekränzt mit Rettungen durch Staaten und Ähnlichem. Dass das für die Aktionäre mehrheitlich lustig wird, schliesse ich aus.

Lg X.

P.S.: Ich lese Sarastro gerne, auch wenn ich nicht alles unterschreiben würde (aber vieles).

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@Sarastro

Sorry, aber wenn jemand von der Börse keine grosse Ahnung hat, dann bist es ja wohl Du! Mosking

Die Börsen schwanken relativ regelmässig von Hochs zu Tiefs, rund alle vier Jahre gibt es einen Crash. Wobei der Konjunkturverlauf bei den meisten Titeln eine Rolle spielt.

Die Kunst der erfolgreichen Börsenanlage besteht darin Titel möglichst billig zu kaufen und möglichst teuer zu verkaufen! Ich agiere jetzt seit gut 40 Jahren an der Börse und habe in dieser Zeit einiges erlebt.

Ich beschränke mich auf mein Gedächtnis was Höchst- und Tiefkurse in einigen Aktien betrifft.

Zürich stieg einmal auf über 1'000.- und fiel dann bis auf 170.-, UBS stzieg auf 90.- und fiel dann unter 10.-, Neweron fiel von 56.- auf 1.60 und stieg dann wieder bis auf 35.- und notiert aktuell bei rund 8.- und wenn die zwei Medikamente (Sarizutan und Evenamide) die noch in der Pipeline sind zugelassen werden kann die Aktie auf über 100.- steigen.

Wesentlich ist dass man im richtigen Moment die aussichtstreichen Titel findet

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Strategiefrage

Die völlig widersprechenden Auffassungen von sarastro und Kapitalist sind strategiebedingt (auf die offenbar bewährte Feindschaft der beiden gehe ich nicht ein; das ist recht unterhaltsam, aber ich bin dafür etwas zu alt).

sarastro vertritt eine Buy-and-Hold-Strategie, und innerhalb dieser hat er schlicht Recht. Wer Aktien langfristig (jedenfalls über 5, eher aber über 10 Jahre) halten will, fährt am besten, wenn er indexnahe Titel kauft. Es ist sogar schwierig die relevanten Indizes eindeutig zu übertreffen; das schaffen nämlich keineswegs so viele, zumal nicht über viele Jahre.

Kapitalist dagegen vertritt eine Tradingstrategie, und dann spielen fundamentale Faktoren nur eine geringe oder keine Rolle. Dort sind tatsächlich volatilere Titel besonders erfolgsversprechend, allerdings auch nur hinreichend liquide. Volatile illiquide Titel sind die schwierigsten.

Für Börseneinstieg, und so heisst der Thread, was zu respektieren ist, ist sarastros Strategie um Welten besser. Die weitaus meisten Trader (über 80 Prozent!) scheitern als Einsteiger kläglich. Das hat viele Gründe, ich nennen den wichtigsten: Trading ist in der Reinform gar keine Anlagestrategie, sondern eine (komplexe) Erwerbsarbeit. Die weitaus meisten Einsteiger sind aber "normal" erwerbstätig und haben in keiner Weise genügend Zeit zum Traden. Dann ist das Fiasko nahezu sicher.

Eine Differenzierung aber doch noch: Buy-and Hold und extremes Trading (Daytrading etwa) sind natürlich die extremen Ausprägungen. Es gibt alles dazwischen, und Strategien dazwischen sind keineswegs schlecht. Der Entscheid, welcher Schwerpunkt gewählt wird, sollte der Anlagehorizont geben. Ist der zum Beispiel ("nur") 3 bis 5 Jahre, muss auch ein Einsteiger ganz klar Tradingelemente einbauen, denn sonst investiert er im dümmsten Fall unmittelbar vor einem Crash, und es kann knapp werden, ihn in 3 Jahren zu kompensieren (in 5 Jahren ist es seit 1954 in den meisten Märkten gelungen, das sei auch mal gesagt). Dazu gehören Ausstiegsszenarien, die ein "reiner" Buy-and-Hold-Anleger ignorieren kann und vor allem soll.

Es gibt für den Anleger (nicht den Trader) noch andere Faktoren als indexnahe Qualität, insbesondere Diversifizierung. Das ist aber ein anders Thema.

Zum Schluss noch eine Bemerkung zu den "Spassaktien", die hier immer überaus viele Posts generieren: Das ist zunächst mal in allen mir bekannten Börsenforen so (natürlich kenne ich nicht alle). Es hat viele Gründe, einer sei erwähnt: Es gibt auch rein spekulative Aktionen an der Börse, und die sorgen für viel Lärm in Foren. sarastro wird das nicht ändern können. Wer daran interessiert ist mitzumischen, was nicht verboten ist, muss ganz diszipliniert einen nur kleinen Teil des Anlagevermögens dafür reservieren (höchstens 10%, konservativer nur 5%). Dann kann man in grober statistischer Interpretation von sarastros, übrigens griffiger, Statistik darauf hoffen unter den 20 kuriosen Titeln zumindest auch die 2 zu finden, die mit den allerbesten Bluechips mithalten (also eine Chance 1 zu 10 gegen die Spekulation). Ich habe jetzt sarastros Auswahl bewusst für repräsentativ genommen, was natürlich diskutabel ist.

Lg X.

Kapitalist
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xeno

Grundsätzlich will ich Dir nicht widersprechen, aber die Renditen die Sarastro in seiner Statistik seit 2006 ausweist sind dann schon sehr mager.

Zudem stehen wir aktuell wohl näher an einem Crash als auch schon, vor allem mit diesem US-Präsidenten. Für einen Börseneinstieg mit indexgewichteten Aktien scheint mir der aktuelle Zeitpunkt schon sehr ungünstig, da droht wohl für längere Zeit dass das Depot im Minus ist, wenn schon dann sollte man für diese Strategie wohl besser den Crash abwarten.

 

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