CH-relevante Börsenthemen Jahr 2016

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CH-relevante Börsenthemen Jahr 2016

Die wichtigsten Stimmen zum Börsenjahr 2016

Wie soll man sich für das kommende Anlagejahr positionieren? Gibt es Alternativen zu Aktien? cash hat dazu die wichtigsten Schweizer Expertenmeinungen zusammengetragen.

http://classic.cash.ch/news/front/die_wichtigsten_stimmen_zum_boersenjah...

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16 ziemlich gewagte Aktien für 2016

15.12.2015 12:30

Die Strategen von Helvea warten mit 16 ziemlich gewagten Schlüsselkaufempfehlungen für das kommende Börsenjahr auf - Und: Macht ein Grossaktionär beim Anlegerliebling Siegfried

Die Vertreter der amerikanischen Notenbank sind nicht zu beneiden. Schon seit Wochen schwören sie die Märkte auf die erste Leitzinserhöhung seit Ausbruch der Finanzkrise der Jahre 2007/2008 ein - nur um sich in allerletzter Minute dann doch noch anders zu entscheiden?

Denn was sich an der Börse in New York abspielt, ist gelinde gesagt besorgniserregend. Die Flucht aus den einst hochgejubelten Ramschanleihen fordert ihre ersten Opfer. Nach Third Avenue und Stone Lion Capital wirft mit Lucidus Capital Partners bereits der dritte auf solche Anleihen spezialisierte Fonds das Handtuch.

Erhöht die amerikanische Notenbank am Mittwochabend die Leitzinsen, dürfte ein Dominostein den nächsten zu Fall bringen. Einmal mehr haben die Märkte die Vertreter dort, wo sie diese haben möchten: in einem Dilemma festgefahren.

Was sich in diesen Tagen in Übersee abspielt, darf uns in Europa nicht kalt lassen. Längst wissen wir: Schon beim geringsten Hüsteln an der Leitbörse in New York verschlägt es die europäischen Aktienmärkte für gewöhnlich mit hohem Fieber ins Bett.

Dieser Gefahr ist man sich auch bei Helvea bewusst. Dennoch rechnen die mittlerweile unter dem Dach der Baader Bank arbeitenden Strategen nach dem jüngsten Rücksetzer bis weit ins kommende Jahr hinein mit einer Gegenbewegung.

Anders als die Märkte selber blicken die Experten einer Leitzinserhöhung durch die amerikanische Zentralbank gelassen entgegen. In Erwartung freundlicherer wirtschaftlicher Rahmenbedingungen setzen sie auf konjunkturabhängige Aktien sowie auf Substanzwerte.

Es ist vermutlich bloss ein Zufall, dass man bei Helvea mit nicht weniger als 16 Schlüsselkaufempfehlungen ins Börsenjahr 2016 startet. Nach einer Streichung von Schindler, Swiss Life, Tamedia und Swatch Group und einer Aufnahme von Adecco und Roche setzt sich die Favoritenliste aus Schweizer Sicht neu aus den Aktien von Rieter, Komax, Helvetia, Dätwyler und Adecco sowie aus den Bons von Roche zusammen. Dazu kommen österreichische und deutsche Titel wie jene von Daimler, Linde, Aurelius, Deutsche Euroshop, Lanxess, Heidelberger Druck, zooplus, Zumtobel, PORR und RHI.

Was auffällt: Die Strategen setzen nicht nur auf konjunkturabhängige Aktien und auf Substanzwerte, sondern vor allem auf kleine oder bestenfalls mittelgrosse Unternehmen. Nicht zuletzt aufgrund der vergleichsweise günstigen Bewertung versprechen sich die Experten von diesen Nebenwerten eine überdurchschnittliche Kursentwicklung.

Seitdem die Favoritenliste im Januar 2013 ins Leben gerufen wurde, liess sich mit den Schlüsselkaufempfehlungen 64 Prozent verdienen. Das ist nahezu doppelt so viel wie mit dem breit gefassten Stoxx Europe 600 Index, den die Strategen als Vergleichsindex heranziehen.

Trotz Ausrutschern wie die vorübergehende Aufnahme der Aktien von Ascom (siehe gestrige Kolumne) liess sich der Vergleichsindex auch in den vergangenen fünf Wochen schlagen.

Der Erfolg mag den Strategen von Helvea recht geben. Dennoch sind die 16 Schlüsselkaufempfehlungen für das Börsenjahr 2016 vor allem eines: Eine ziemlich mutige Wette auf ein freundlicheres Wirtschaftsumfeld.

CASH INSIDER

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«2016 werden wir eine Rüttelbörse haben»

cash-Guru Alfred Herbert kommentiert im cash-Börsen-Talk die Zinserhöhung der Fed und den Verlauf der Börsen 2015 und 2016. Er sagt zudem, wer das Performancerennen von UBS und Credit Suisse im nächsten Jahr gewinnt.

Von Daniel Hügli

Die erste Zinserhöhung der US-Notenbank (Fed) seit Juni 2006 hat den Aktienmärkten kräftig Auftrieb verliehen. Der Swiss Market Index stieg am Tag nach der Zinserhöhung am Donnerstag zeitweise um 2 Prozent. Am Markt ist die Unsicherheit über den Zeitpunkt der Zinsanhebung nun weg.

Die Börsen profitieren seit Jahren stark vom billigen Geld der Notenbanken weltweit. Die Frage ist nun, ob die Börsen den Schub werden halten können - und wie stark und in welchem Rhythmus die US-Notenbank die Zinsen wie angekündigt weiter anheben wird.

"Wichtig wird kurzfristig der Verlauf des US-Weihnachtsgeschäftes sein und mittelfristig die Entwicklung der Arbeitslosenzahlen", sagt cash-Guru Alfred Herbert im cash-Börsen-Talk, dem letzten des Jahres 2015. "Es gibt zwar kein Gratis-Geld mehr, aber das Geld bleibt weiterhin sehr billig". Das spricht eigentlich mangels anderer Anlagemöglichkeiten weiterhin für Aktienengagements und steigende Börsen.

Allerdings bleiben grosse Unsicherheitsfaktoren. Dies sind laut Herbert nicht primär wirtschaftliche Entwicklungen, sondern politische Unabwägbarkeiten. "Fürs ganze Jahr 2016 rechne ich daher mit einer Rüttel- und Schüttelbörse", sagt Herbert im Börsen-Talk. Er verweist diesbezüglich auch auf die hohe Volatilität, welche im Markt derzeit herrsche.

2016 für Schweizer Anleger nicht erfreulich

Schon das Jahr 2015 sieht für Schweizer Anleger nicht besonders erfreulich aus. Die Aufs und Abs am Schweizer Markt waren ziemlich ausgeprägt: Es gab drei grosse Rücksetzer: Nach der schlagartigen Aufhebung der Euro-Kursuntergrenze im Januar, bei den Wachstumssorgen in China im September, und nach der Enttäuschung über die geldpolitischen Entscheide der Europäischen Zentralbank beziehungsweise die Unsicherheit über den Fed-Zinsentscheid im Dezember.

Das hat zur Folge, dass der Swiss Market Index (SMI) in diesem Jahr mit drei Prozent im Minus liegt. Nur vier der 20 SMI-Aktien weisen eine positive Performance auf (zur Tabelle). Am viertbesten schnitt die UBS ab mit einem Plus von 9 Prozent. Auffallend ist dabei das viel schlechtere Abschneiden des Konkurrenten Credit Suisse in diesem Jahr (Aktie minus 17 Prozent).

Laut Herbert wird die UBS-Aktie auch im Jahr 2016 besser abschneiden als diejenige der Credit Suisse. "Die UBS hat ihr Haus schon weit vorher in Ordnung gebracht und hat einen Vorsprung von mindestens einem Jahr", sagt Herbert. Dazu werde die zweiteilige Kapitalerhöhung, welche die CS in diesem Herbst durchgeführt hat, auch im nächsten Jahr noch ihre Auswirkungen haben.

Auch der neue CEO Tidjane Thiam stimmte die Investoren schon mal darauf ein, dass die neue Strategie der Bank - Verkleinerung der Investmentbank, Wachstum in Asien und vermehrte Kostenkontrolle - nicht sofort Früchte tragen wird. "2016 wird ein schlechtes Jahr sein wegen der Restrukturierungskosten", sagte Thiam in einem Interview.

Aktien aus dem grosskapitalisierten Bereich

Ein anderes Sorgenkind ist Zurich Insurance Group. Die Aktie des grössten Schweizer Versicherers hat in diesem Jahr 20 Prozent verloren und ist damit der fünftgrösste "Loser" im SMI hinter Transocean, LafargeHolcim und den beiden Uhrenproduzenten Swatch und Richemont. Die Zurich-Aktie war in der Vergangenheit auch immer einer der Aktienfavoriten von Alfred Herbert.

"Der Kursverlauf bereitet natürlich keine Freude. Aber ich empfahl die Aktie immer aus Dividendenüberlegungen. Wer diese Aktie langfristig hält, kann ruhig darauf schlafen. Man sollte dabei bleiben". Herbert glaubt nicht, dass der Nachfolger des Anfang Dezember zurückgetretenen CEO Martin Senn an der grosszügigen Dividendenpolitik des Konzerns rütteln wird. Dies liessen die mächtigen Aktionäre wohl nicht zu, sagt Herbert.

Aufgrund des wahrscheinlichen Einflusses von politischen Ereignissen auf die Börsen empfiehlt Herbert auch 2016 Aktien aus dem grosskapitalisierten Bereich und hier vor allem defensive Werte: Pharma (Novartis, Roche), Nahrungsmittel (Nestlé) und Versicherer.

CASH

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Aktien Mitte Januar um 10 Prozent höher?

21.12.2015 12:30

Ein viel beachteter Stratege traut den europäischen Aktienmärkten bis Mitte Januar einen Anstieg um 10 Prozent zu - Und: Und: Was hat sich da die ZKB bloss bei Micronas gedacht?

Nur noch dreimal Schlafen, dann ist Heiligabend. Wenn der Weihnachtsmann die Anleger doch noch mit einem Jahresend-Rally bescheren will, dann muss er sich sputen. Denn auf die beiden (Schein-)Heiligen des billigen Geldes, Mario Draghi und Janet Yellen, darf er sich heuer nicht blindlings verlassen.

Darf man dem für das Cross Asset Research von Kepler Cheuvreux tätigen Strategen Glauben schenken, dann hat der Weihnachtsmann auch in diesem Jahr wieder Kursgewinne für die Anleger mit im Sack.

Mit der ersten Leizinserhöhung seit acht Jahren habe die amerikanische Notenbank das Ende der Finanzkrise und gerade noch rechtzeitig den Beginn des diesjährigen Jahresend-Rally eingeläutet. Rückblickend sei nun auch klar, weshalb die Währungshüter so lange mit diesem Zinsschritt zugewartet hätten: Erst jetzt sei auch der hinterste und letzte Anleger bereit gewesen, so der Experte.

Der Stratege hält den Zeitpunkt für günstig, um Geld in Aktien anzulegen. Gerade den europäischen Aktienmärkten traut er bis Mitte Januar einen Anstieg um 10 Prozent zu.

Auch für die in Rohstoffe investierten Anleger hat der Experte gute Kunde. Er rechnet damit, dass der Preiszerfall seinen Höhepunkt noch im Laufe des Frühlings durchschreiten wird.

Schon seit Wochen gilt an der Börse: Für die Braven gibt’s Geschenke, für alle anderen die Rute. Nur mit wenigen Aktien liess sich bei uns am Schweizer Aktienmarkt zuletzt noch Geld verdienen, mit vielen aber Geld verlieren.

Bleibt bloss zu hoffen, dass die Anleger heuer nicht für die Lausbubenstreiche von Mario Draghi und Janet Yellen den Kopf hinhalten müssen.

CASH INSIDER

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Herz- und Hassaktien aus Europa für 2016

Nach dem eher enttäuschenden europäischen Aktienjahr 2015 sind die Strategen bei den Banken etwas kleinlaut geworden. Doch auch fürs nächste Jahr sehen sie Europa-Aktien mit Potenzial - und solche mit Absturzgefahr.

Von Lorenz Burkhalter

Das Anlagejahr 2015 neigt sich langsam dem Ende entgegen. Aber schon heute lässt sich festhalten, dass die Börsenentwicklung rund um den Globus weit hinter den hochgesteckten Erwartungen zurückgeblieben ist.

Das hat Folgen: Gerade die amerikanischen Banken geben sich im Hinblick auf das kommende Jahr ziemlich kleinlaut. Anleger müssen über die nächsten 12 Monate kleinere Brötchen backen, heisst es beispielsweise bei Goldman Sachs und J.P. Morgan.

Nicht länger nur Schlüsselkaufempfehlungen

Die Strategen von J.P. Morgan raten ihrer Kundschaft zwar weiterhin dazu, Aktien im Wertschriftenportfolio zu übergewichten. Erst vor wenigen Wochen sorgten sie jedoch für Schlagzeilen, als sie das Übergewicht bei Aktien auf den tiefsten Stand seit Beginn der Börsenhausse vom Frühjahr 2009 reduzierten.

Die Experten befürchten, dass amerikanische Notenbank bei den Leitzinsen zu lange gezögert hat und diese nun schneller als allgemein angenommen erhöhen muss. Gleichzeitig befinde sich die Bewertung, gemessen am Umsatz, auf einem absoluten Höchststand, und dies obwohl die Umsatzentwicklung der Firmen so gut wie noch nie sei. Darüber hinaus gebe es Anhaltspunkte für eine bevorstehende Margenverschlechterung, so die Strategen.

Im Ausblick auf das kommende Jahr wartet J.P. Morgan deshalb nicht nur mit 32 Schlüsselkaufempfehlungen, sondern auch mit 30 Aktien auf, welche Anleger besser meiden.

Kurspotenzial macht die amerikanische Grossbank bei Airbus Group, Peugeot, Deutsche Bank, HeidelbergCement, Adecco, Wärtsilä, DSM, Heineken, Nestlé, Carrefour, Inditex, Reckitt Benckiser, Elior, Moncler, BAT, Euronext, Eiffage, NN Group, Gerresheimer, Norsk Hydro, Neste Oil, Petrofac, Novartis, Land Securities, ArcelorMittal, Infineon, SAP, Vodafone, Royal Mail Group, IAG und Snam aus.

Mit einer eher enttäuschenden Kursentwicklung rechnet sie hingegen bei Rolls-Royce, Michelin, Handelsbanken, Tarkett, Securitas, ABB, BASF, Carlsberg, Danone, DIA, Hennes & Mauritz, Henkel, Dufry, Hermes International, Imperial Tobacco, Deutsche Börse, Fraport, Delta Lloyd, Wolters Kluwer, Getinge, Anglo American, Statoil, Petroleum Geo-Services, Sanofi, PSP Swiss Property, STMicroselectronics, Software AG, TeliaSonera, Air France-KLM und Veolia.

Französische Grossbank setzt auf Trends

Auch für die Berufskollegen von Exane BNP Paribas scheint klar: Wenn überhaupt, dann wird 2016 das letzte gute Börsenjahr. Die europäische Wirtschaft gewinne zwar an Fahrt, könne die Kombination aus steigenden Zinsen in Übersee und strukturell bedingten Problemen in den Schwellenländern allerdings bei weitem nicht wettmachen. Auch die vergleichsweise stolze Bewertung mache die Börsen rund um den Globus verletzbar, so die Strategen.

Daher setzen sie auf Aktien mit überdurchschnittlich guten Dividendenaussichten. Dazu zählen die Experten jene von Daimler, Michelin, Nokian Renkaat, Bankinter, KBC Group, BASF, Evonik, Azimut, Orion, Sanofi, Andritz, Bpost, Deutsche Post, Kone, Leoni, Metso, Randstad, Siemens, Delta Lloyd, Hannover Re, Sampo, Mediaset Espana, Prosieben Sat1, RTL Group, Telenet Group, Hugo Boss, Elisa, Freenet, Proximus, Lufthansa, Opap und Rubis.

Dasselbe gilt für Aktien von Unternehmen im Turnaroundprozess wie Rheinmetall, Lanxess, Bouygues, Leoni, ENI, Statoil, Casino, Alcatel-Lucent, Ericsson, STMicroelectronics und Hellenic Telecom.

Europa vor Aufholjagd auf die USA?

Kurspotenzial sehen die Strategen zudem bei Firmen mit einem hohen Umsatzbeitrag aus Europa. Dazu zählen HeidelbergCement, Saint Gobain, Assa Abloy, Geberit, Sika, CRH, Ferrovial, Bouygues, Eiffage, Vinci, Boskalis Westminster, Skanska, Vestas, Legrand, Nokia, Fresenius, Coloplast, Getinge, Smith & Nephew, Fraport, DSV, Abertis Infraestrcturas, ADP, Groupe Eurotunnel, Atlantia sowie Kühne+Nagel.

Die Experten der UBS Investmentbank blasen bei europäischen Aktien sogar zur Aufholjagd auf die amerikanische Leitbörse. Die Unternehmensgewinne seien diesseits des Atlantiks gedrückt und die Bewertung deutlich tiefer als in Übersee. Das gelte insbesondere für die Aktien konjunkturabhängiger Unternehmen mit guten Dividendenaussichten, so schreiben sie im Ausblick auf das kommende Jahr.

In diesem Zusammenhang werden BHP Billiton, Zurich Insurance Group, HSBC, Swedbank, Rio Tinto, Bpost, Edenred, SEB, BBVA, Allianz, Skanska, BAE Systems, Norsk Hydro, IMI, Siemens, Marks & Spencer, SKF, Schneider Electric, BMW, Generali, G4S, Volvo, Rolls-Royce, Adecco, Randstand sowie Nokia genannt.

Nachholbedarf auf vergleichbare amerikanische Konkurrenten macht man bei der UBS Investmentbank auch bei ENI, KPN, Bouygues, Vodafone, William Hill, Telefonica, Nokia, Credit Suisse, HeidelbergCement, Marks & Spencer, Enel, Tate & Lyle, Engie, Icade, Orange, Rexel, Iberdrola, Moeller-Maersk, Ericsson, Husqvarna und Klepierre aus.

Hoffnung auf ein weiteres gutes Börsenjahr

Gerade bei Goldman Sachs widerspricht man der UBS Investmentbank mit Vehemenz. Es sei zutreffend, dass sich die Gewinnentwicklung amerikanischer Unternehmen von der europäischer Firmen losgekoppelt habe, so schreiben die für die mächtige Grossbank tätigen Strategen. Auch die Bewertungsdifferenz zwischen Europa und den USA stellen sie nicht in Abrede. Diese erklären sich die Experten jedoch mit der unterschiedlichen Branchenzusammensetzung. Den Technologiesektor ausgeklammert, erachten sie die transatlantische Bewertungsdifferenz als schwindend klein. Dasselbe gilt für den kursseitigen Nachholbedarf europäischer Aktien.

Sehr viel optimistischer, wenn nicht gar euphorisch, liest sich der Ausblick von Société Générale. Darin trauen die Verfasser dem EuroStoxx 50 Index bis Ende nächsten Jahres ein Aufwärtspotenzial von mehr als 15 Prozent und selbst im Folgejahr abermals einen Kursanstieg zu. Die Strategen setzen vor allem auf französische und italienische Aktien und dort auf solche aus dem Bankensektor, der Bauindustrie sowie aus dem Nahrungsmitteldetailhandel.

Favorisiert werden die Aktien von Royal Dutch Shell, Petrofac, Akzo Nobel, Evonik, Linde, CRH, Rio Tinto, ArcelorMittal, Airbus, Vinci, Assa Abloy, IAG, Daimler, Renault, Valeo, Michelin, Kering, Accor, Elior, Relx, ASOS, Sainsbury, Dia, Heineken, Tate & Lyle, Imperial Tobacco, BAT, Henkel, Reckitt Benckiser, Fresenius SE, AstraZeneca, Sanofi, Roche, Barclays, ING, Lloyds Banking Group, UBS, Euronext, Axa, Aviva, Vonovia, Ericsson, Deutsche Telekom und Engie.

Negativ beurteilt werden im Gegenzug die Valoren von Repsol, Saipem, DSM, Lanxess, Givaudan, LafargeHolcim, Anglo American, Rolls-Royce, FCC, Osram Licht, Lufthansa, VW, Faurecia, Tod’s, IHG, Compass, Kingfisher, Metro, Diageo, Grifols, Novo Nordisk, GlaxoSmithKline, BBVA, Credit Suisse, Deutsche Bank, Legal & General, Zurich Insurance Group, Software AG, Infosys, Vodafone, SSE sowie Fortum.

Dass gewisse Aktien bei der einen Bank Favoritenstatus innehalten, bei einer anderen hingegen zum Verkauf empfohlen werden, zeugt von einer gewissen Ratlosigkeit. Dasselbe gilt für die Frage, ob die europäischen Aktienmärkte bewertungstechnisch zur amerikanischen Leitbörse aufholen können. Sich als Anleger in diesem Dschungel von Meinungen und Aktienempfehlungen zurechtfinden zu können, ist schwierig. Das nicht zuletzt auch aufgrund der Fülle an Favoriten für das kommende Jahr.

Wenn sich von den Ausblicken und den unterschiedlichen Empfehlungen für das kommende Jahr etwas ableiten lässt, dann dass sich der Weizen abermals von der Spreu trennen wird und sich mit Aktien nur sehr selektiv Geld verdienen lässt. Gerade von solchen von Unternehmen mit einem hohen Ergebnisbeitrag aus Europa versprechen sich die Banken im Hinblick auf die nächsten 12 Monate einiges.

CASH

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IWF-Chefin: 2016 wird schwierig

IWF-Chefin Christine Lagarde rechnet mit einem enttäuschenden Wachstum der Weltwirtschaft im kommenden Jahr.

Hintergrund seien politische Unsicherheit und eine stärkere wirtschaftliche Schwankungsanfälligkeit rund um den Globus, schrieb die Französin in einem Gastbeitrag im "Handelsblatt" (Mittwochausgabe). Ursache dafür seien unter anderem der Konjunkturabschwung in China und die Aussicht auf steigende Zinsen in den USA.

Die US-Zinswende könne insbesondere Schwellen- und Entwicklungsländer vor Probleme stellen, die Konjunkturprogramme im Kampf gegen die Finanzkrise in einem erheblichen Anteil mit Dollar-Krediten finanziert hätten, erklärte die Chefin des Internationalen Währungsfonds. Hier drohten bei einem weiteren Anstieg des Dollars Zahlungsausfälle von Unternehmen, die Banken und Staaten infizieren könnten. Auch die Flüchtlingskrise sowie die Spannungen in Nahost und in Nordafrika, die mit den Pariser Anschlägen bis nach Europa ausstrahlten, trügen zu den Unsicherheiten bei. Zudem stelle der Preisverfall bei Öl und anderen Rohstoffen die Förderländer vor Probleme. Und der Finanzsektor weise auch sieben Jahre nach der Lehman-Pleite nach wie vor Schwächen auf.

"All dies bedeutet, dass das weltweite Wachstum 2016 enttäuschend und ungleichmässig ausfallen wird. Und auch die mittelfristigen Aussichten haben sich abgeschwächt, weil geringe Produktivität, alternde Bevölkerungen und die Folgen der globalen Finanzkrise das Wachstum bremsen", schrieb Lagarde. Die Euro-Zone können ihre Aussichten verbessern, indem sie sich ausreichend mit dem Berg an faulen Krediten von rund 900 Milliarden Euro auseinandersetze - einem der grossen ungelösten Probleme der Finanzkrise.

(Reuters)

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Tengri Lethos
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30. Dezember 2015 14:02 Uhr
Apokalypse oder Reset – was erwartet uns 2016?

 

http://finanzmarktwelt.de/apokalypse-oder-reset-was-erwartet-uns-2016-24...

 

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Asiens Börsen mit miserablem Jahresstart

Mit einem rabenschwarzen ersten Handelstag sind Asiens Börsen ins neue Jahr gestartet. China schloss den Handel wegen eines massiven Kurssturzes gar frühzeitig.

Auslöser der Kurseinbrüche waren am Montag schwache Daten zur chinesischen Industrie, die Sorgen um die Entwicklung der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft schürten. In China wurde der Aktienhandel vorzeitig beendet, nachdem das Kursminus des Leitindex CSI300 sieben Prozent erreichte. Der automatische Stoppmechanismus wurde damit gleich an dem Tag aktiviert, an dem er in Kraft trat.

Für negative Stimmung sorgte insbesondere die chinesische Industrieproduktion. Sie schrumpfte im Dezember den zehnten Monat in Folge, wie eine Umfrage des Markit-Instituts und des Medienhauses Caixin ergab. Eine Rolle spielte ferner der bevorstehende Ablauf eines Aktien-Verkaufsverbots für Großaktionäre, das im Zuge von Chinas Börsencrashs im Sommer eingeführt wurde. Viele Anleger trennten sich von ihren Papieren, weil sie davon ausgingen, dass die Großinvestoren dies nach Fristende ebenfalls tun.

Auch an anderen asiatischen Börsen ging es steil bergab. In Tokio fiel der Nikkei-Index auf ein Zweieinhalb-Monats-Tief und schloss 3,1 Prozent tiefer mit knapp 18.451 Punkten. Der MSCI-Index asiatisch-pazifischer Aktien außerhalb Japans verlor 2,5 Prozent.

An den fernöstlichen Devisenmärkten wurde der Euro fester mit 1,0895 Dollar gehandelt. Auch zur japanischen Währung gab der Dollar nach und notierte mit 119,45 Yen. Er lag damit zum ersten Mal seit Ende Oktober unter 120 Yen.

Die politischen Spannungen zwischen Saudi-Arabien und dem Iran trieben am Ölmarkt die Preise hoch. Öl der Nordsee-Sorte Brent verteuerte sich um 1,7 Prozent auf 37,93 Dollar je Fass.

(Reuters)

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Fed-Vize: «Instrumente der Fed sind effektiv»

Die von der US-Notenbank Fed eingesetzten Instrumente zur Zinsanhebung im vergangenen Monat haben sich nach den Worten von Fed-Vizechef Stanley Fischer als effektiv erwiesen.

Damit seien auch einige interne Bedenken aus dem Weg geräumt worden, sagte Fisher am Sonntag auf einer Wirtschaftskonferenz. Natürlich könnten aber auch noch Dinge auftreten, die eine Anpassung dieser Instrumente nötig machen würde, sagte er. "Wir stehen bereit, das auch zu tun", fügte er hinzu.

Die Fed hatte ihren Leitzins am 16. Dezember erstmals seit fast zehn Jahren wieder erhöht: Er liegt jetzt in einer Spanne von 0,25 bis 0,5 Prozent. Seit Dezember 2008 lag der Schlüsselsatz für die Versorgung der Geschäftsbanken mit Geld zwischen null und 0,25 Prozent.

(Reuters)

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Konjunktur in der Schweiz gewinnt an Fahrt

Die Schweizer Einkaufsmanager werden immer optimistischer: So ist im Dezember der Einkaufsmanagerindex um 2,3 Punkte gestiegen und schloss bei einem Stand von 52,1 Zählern.

Der wichtige Indikator für den Konjunkturverlauf liegt damit wieder oberhalb der Wachstumsschwelle.

Grund für den Optimismus bei den Einkaufsmanagern gab laut einer Mitteilung der Grossbank Credit Suisse und dem Fachverband für das Beschaffungs-Management vom Montag, dass die Produktion im Dezember abermals gesteigert wurde. Der entsprechende Wert kletterte um 8,1 Punkte und schloss bei 57,6 Zählern. Dies liegt deutlich über der Schwelle von 50 Punkten, ab der das Barometer ein Wachstum anzeigt.

Diese Entwicklung stehe exemplarisch für den gesamten Verlauf des Jahres 2015, hiess es weiter. Die Produktion sei in den meisten Monaten erhöht worden, allerdings seien die Schwankungen von Monat zu Monat ungewöhnlich stark gewesen.

Postitiver Auftragsbestand

Positiv entwickelte sich zudem der Auftragsbestand. Die entsprechende Komponente des Indexes konnte sich nach dem Taucher im Frühling 2015 nunmehr oberhalb der Wachstumsschwelle von 50 Punkten stabilisieren.

Tief im negativen Bereich verharrten die Einkaufspreise. Darin spiegelten sich die markanten Preisnachlässe wider. Die Subkomponente lag somit den vierzehnten Monat unterhalb der Wachstumsbereiches.

Insgesamt könne man laut der Mitteilung auf ein versöhnliches Jahresende zurückblicken. Allerdings deuten die geringen Durchschnittswerte in der Kategorie Beschäftigung noch auf einen andauernden Personalabbau hin.

Ohne eine markante Abwertung beim Franken, so lautet das Fazit der Untersuchung, werde es 2016 aber noch keine breit abgestützte Erholung der Industrie geben.

(SDA)

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Junge wollen 2016 ihr Ferienbudget aufstocken
04.01.2016 10:02

Zürich (awp/sda) - Schweizerinnen und Schweizer rütteln 2016 laut einer Umfrage kaum an ihrem bisherigen Budget. Allerdings wollen vor allem Jüngere ihre Ausgaben von Budgetposten wie Krankenkassenprämien, Telefon sowie Auto mehr zu Ferien, Freizeit und Kultur verschieben.

30% der Schweizer wollen ihr Ferienbudget aufstocken, auch für Freizeit und Kultur soll mehr ausgegeben werden, wie eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Link für den Internet-Vergleichsdienst Comparis.ch ergab.

28% der 1'265 befragten Personen in der Schweiz wollen dafür bei den Krankenkassenprämien sparen. Aus Erfahrung wisse Comparis aber, dass "leider nur ein Teil der Versicherten durch die Wahl des optimalen Grundversicherungsmodells das individuelle Sparpotenzial ausschöpft", schreibt Comparis in einer Mitteilung vom Montag. Die Befragten gaben aber auch noch andere Sparmöglichkeiten an: Auch für Telefon und Internet sowie das Auto will rund jeder Fünfte weniger ausgeben.

In der Umfrage zeigen sich vor allem Junge bestrebt, mehr in ihre persönlichen Interessen und Wünsche als in die Pflichtbudgetposten zu investieren. Je älter die Befragten seien, desto eher wollten sie für alle Kategorien gleich viel ausgeben wie im Vorjahr, teilte Comparis mit.

Unterschiede in der Budgetplanung zeigen sich nicht nur beim Alter, sondern auch zwischen den verschiedenen Sprachregionen. Während die Westschweizer das grösste Sparpotenzial bei den Krankenkassenprämien orten, schnallen die Tessiner den Gürtel auch in der Freizeit enger: 22% möchten häufiger bei Restaurantbesuchen sparen. In der Deutschschweiz und der Romandie haben das nur 14 beziehungsweise 13% vor.

Laut Angaben von Comparis führte Link die repräsentative Online-Umfrage Ende November 2015 durch.

(AWP)

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Schweizer Börse steigert Handelsumsatz

An der Schweizer Börse wurde im vergangenen Jahr mehr und intensiver gehandelt als im Vorjahr.

Der Handelsumsatz und die Zahl der Abschlüsse stiegen deutlich. So nahm der Umsatz um knapp 20% auf 1'372,5 Mrd CHF und die Anzahl Abschlüsse sogar um 33% auf 51,5 Mio zu. An einem durchschnittlichen Börsentag seien somit in 205'352 Abschlüssen gut 5,5 Mrd CHF umgesetzt worden, hiess es weiter. Am Spitzentag, dem 15. Februar, seien in 949'988 Abschlüssen 27,7 Mrd CHF gehandelt worden, was laut der SIX ein Rekord war. An jenem Tag hob die SNB den Mindestkurs auf.

Christoph Landis, Divisions-CEO Swiss Exchange, spricht von einem "sehr erfolgreichen" Jahr 2015. Die Turbulenzen am 15. Januar seien ein "Stresstest" für die Systeme der SIX gewesen, der erfolgreich bestanden worden sei.

Insgesamt wurden im letzten Jahr 286 neue Anleihen (-21%) und 42'729 neue Strukturierte Produkte (+8,7%) kotiert, heisst es im Communiqué weiter.

Klares Plus bei Aktien

Nach Segmenten stieg der Handelsumsatz bei den Aktien (inkl. Fonds und ETPs) um 25% auf 1'061 Mrd CHF und die Anzahl Abschlüsse um 34% auf 49,1 Mio. Umsatzstärkste Titel waren gemäss den Angaben Novartis (137,6 Mrd), Nestlé (128,5 Mrd) und Roche GS (114,4 Mrd).

Anleihen in Schweizer Franken verzeichneten einen 4,2% höheren Handelsumsatz von 173,0 Mrd. Mit -6,2% war hier die Zahl der Abschlüsse (473'503) jedoch rückläufig. Ähnlich war die Entwicklung bei Fremdwährungs-Anleihen (+17% auf 15,3 Mrd CHF; -26% auf 16'159 Abschlüsse).

Der Handelsumsatz im ETF-Segment erhöhte sich um 6,0% auf 96,3 Mrd CHF und die Anzahl um 17% auf gegen 1,1 Mio. Insgesamt bieten laut der SIX nun 20 Emittenten 1'100 ETFs an.

Der Handelsumsatz mit Strukturierten Produkten blieb auf Vorjahreshöhe (+0,2% auf 26,9 Mrd), wobei allerdings die Anzahl der Abschlüsse um 7,4% auf 866'260 zunahm.

(AWP)

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China bleibt für IWF im Fokus

China wird nach Darstellung des Internationalen Währungsfonds der Schlüssel für die Entwicklung der Weltwirtschaft im Jahr 2016 sein.

Im vergangenen Jahr seien die Auswirkungen, die Chinas Transformationen von der Industrie in eine Dienstleistungsgesellschaft verursachte, grösser gewesen als erwartet, sagte IWF-Chefökonom Maurice Obstfeld. "Ein Wachstum, das unter den staatlichen Zielmarken liegt, könnte erneut die weltweiten Finanzmärkte schrecken", sagte Obstfeld in einem Interview der hausinternen Publikation "IMF-Survey".

Insgesamt werden Obstfelds Einschätzung zufolge die Schwellenländer im Fokus der Aufmerksamkeit für die Weltwirtschaft stehen. "Die Kapitalzuflüsse sind rückläufig, Reserven sind ausgegeben, Löcher in den Staatshaushalten sind grösser geworden, die Währungen sind geschwächt und das Wachstum verlangsamt sich in einigen Märkten rapide", sagte Obstfeld. Sollte es zu einem weiteren Verfall der Ölpreise kommen, hätte dies weitere negative Auswirkungen auf Öl exportierende Schwellenländer.

(AWP)

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Geht das Börsen-Chaos 2016 weiter?

Die Schweizer Börse ist unerwartet schwach ins 2016 gestartet. Wie geht es bis Ende Jahr weiter? Dazu die Meinung von 3000 cash-Lesern.

Von Ivo Ruch

So sieht ein klassischer Fehlstart aus: Der erste Handelstag des neuen Jahres glich an vielen Aktienmärkten einer rasanten Talfahrt. Los gings in Asien, wo der CSI 300, der die Entwicklung der 300 grössten Aktienwerte der Börsen in Schanghai und Shenzhen abbildet, um 7 Prozent absackte und der Handel vorzeitig beendet wurde. Auch der japanische Nikkei fiel um mehr als 3 Prozent auf den tiefsten Stand seit zweieinhalb Monaten. Auslöser für diesen Kursrutsch war die Nachricht von einem unerwartet starken Rückgang der chinesischen Industrieaktivität im Dezember.

Von dieser Unsicherheit liessen sich auch Schweizer Anleger anstecken. Der Swiss Market Index (SMI) beendete den Tag mit einem Minus von mehr als 2 Prozent. Ganz besonders unter die Räder kamen dabei die Aktien von Richemont und Swatch. China ist mit Abstand der wichtigste Abnehmer der Schweizer Uhrenindustrie. Ganz gut illustriert wird diese Unsicherheit durch den Anstieg des VSMI, der die Volatilität am Schweizer Aktienmarkt misst. Er ist am Montag um mehr als 20 Prozent in die Höhe geschossen. In Deutschland erwischte der Dax gar den miesesten Jahresstart seit 1988.

Obwohl viele Börsen bereits zu Jahresende schwächelten, hatten sich die meisten Investoren den ersten Handelstag 2016 bestimmt anders vorgestellt. Denn der Januar gilt traditionell als Anlagemonat mit guten Gewinnen. Umso spannender ist die Frage, ob das nun der Startschuss ist für weitere Wochen und Monate mit heftigen Ausschlägen oder doch nur ein Zwischentief auf dem Weg zu einer Börsenrallye. Denn schon im letzten Schweizer Börsenjahr, das von der Aufhebung der SNB-Kursuntergrenze, der Geldpolitik und den China-Unsicherheiten gekennzeichnet war, mussten Anleger einige chaotische Phasen durchstehen.

cash-Leser verhältnismässig optimistisch

Die Meinungen dazu gehen weit auseinander – nicht nur unter Analysten, auch bei den Leserinnen und Lesern von cash.ch. Denn in einer cash-Online-Umfrage zur SMI-Entwicklung 2016, die drei Tage vor dem Jahreswechsel gestartet wurde, geben rund 48 Prozent der cash-User an, dass sie dem Schweizer Leitindex eine Steigerung zutrauen. Von den 2800 abgegebenen Stimmen tippen hingegen 29 Prozent auf eine Börse, die an Ort tritt. Deren 23 Prozent rechnen gar mit fallenden Kursen in den kommenden zwölf Monaten, wie die unten stehende Übersicht zeigt (Stand 4. Januar 2016, 14 Uhr).

CASH

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Fed-Vertreter Williams erwartet 2016 drei bis fünf Zinserhöhungen
04.01.2016 18:20

San Francisco (awp/sda/reu) - Die US-Notenbank Federal Reserve wird nach Einschätzung von Fed-Mitglied John Williams in diesem Jahr drei bis fünf Mal die Leitzinsen anheben. Ein solches Vorgehen sei sinnvoll, sagte der Chef der Fed von San Francisco zum Wochenauftakt dem Sender "CNBC".

Die US-Wirtschaft sei in einer "sehr guten Verfassung" und der Stellenaufbau gehe weiter. Das Bruttoinlandprodukt dürfte dieses Jahr um rund 2 bis 2,25 Prozent wachsen. Die Inflation nähere sich zudem der von der Fed anvisierten Zwei-Prozent-Marke.

Die US-Notenbank hatte ihren Leitzins am 16. Dezember erstmals seit fast zehn Jahren wieder erhöht: Er liegt jetzt in einer Spanne von 0,25 bis 0,5 Prozent. Seit Dezember 2008 lag der Schlüsselsatz für die Versorgung der Geschäftsbanken mit Geld zwischen null und 0,25 Prozent.

Mit Blick auf die schwachen Konjunkturdaten aus China sagte Williams, dass er nicht überrascht oder besorgt sei. Die Konjunkturabschwächung in der Volksrepublik stelle kein systemisches Risiko für die USA dar.

Mit einem rabenschwarzen ersten Handelstag waren Asiens Börsen ins neue Jahr gestartet und hatten die Aktienmärkte weltweit mit nach unten gezogen. Auslöser der Kurseinbrüche waren am Montag schwache Daten zur chinesischen Industrie, die Sorgen um die Entwicklung der weltweit zweitgrössten Volkswirtschaft schürten. Die chinesische Industrieproduktion schrumpfte im Dezember den zehnten Monat in Folge.

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CS erwartet 2016 wieder ein leichtes Wachstum im Schweizer Detailhandel
05.01.2016 10:30

Zürich (awp) - Die Situation im Schweizer Detailhandel dürfte sich im laufenden Jahr dank einem beschleunigten Wirtschaftswachstum entspannen. Nach einem realen Rückgang der Detailhandelsumsätze im Jahr 2015 könne 2016 wieder mit einem leichten Wachstum gerechnet werden, schreibt die Credit Suisse in ihrem am Dienstag publizierten Retail Outlook. An Gewicht gewinnen dürfte dabei der Online-Handel, während der Einkaufstourismus auf hohem Niveau stabil erwartet wird.

2015 sei für den Detailhandel ein äusserst schwieriges Jahr gewesen, so die Studie. Die realen Detailhandelsumsätze seien im vergangenen Jahr um schätzungsweise 0,4% zurückgegangen. Mit der Aufhebung der Euro-Untergrenze hätten die Auslandeinkäufe deutlich zugenommen und zudem habe sich die Konsumentenstimmung im Jahresverlauf sichtbar verschlechtert.

Für das laufende Jahr geht die Grossbank aber wieder von einem Wachstum der nominalen Detailhandelsumsätze um insgesamt 0,3% aus. Das erwartete Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) in der Schweiz um 1,0% dürfte diese positive Entwicklung stützen. Eine unterschiedliche Entwicklung sehen die Experten dabei bei den einzelnen Segmenten. Während das Food-Segment um über 1% wachsen dürfte, wird für den Non-Food-Bereich ein Rückgang von 0,8% prognostiziert.

Auch der Druck auf die Detailhandelspreise dürfte sich dem CS-Outlook zufolge 2016 etwas abschwächen, allerdings werden die Preise weiterhin rückläufig erwartet (-0,9%). Während im Food-Segment eine Stabilisierung (-0,2%) in Aussicht gestellt wird, dürften die Preise im Non-Food-Segment um fast 1,8% fallen.

Unter der Voraussetzung eines EUR/CHF-Wechselkurses von rund 1,10 erwarten die Experten, dass sich der Einkaufstourismus auf dem hohen Niveau von 2015 stabilisieren wird. Laut Studie hat die Schweizer Bevölkerung im vergangenen Jahr für rund 11 Mrd CHF im grenznahen Ausland eingekauft. Der Online-Handel dagegen dürfte sein starkes Wachstum fortsetzen und im laufenden Jahr einen Anteil von rund 6% nach 5% im Jahr 2015 erreichen.

an/cf

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China plant Verlängerung von Börsen-Hilfen

China will einem Pressebericht zufolge Massnahmen zur Stützung der Aktienmärkte verlängern. Das Aktienverkaufsverbot für Grossaktionäre sollte ursprünglich am Freitag ablaufen.

Wie die Zeitung "Shanghai Securities News" am Mittwoch berichtete, soll das Aktienverkaufsverbot für Grossaktionäre von börsennotierten Unternehmen über den bislang vorgesehenen Fristablauf am 8. Januar hinaus aufrecht erhalten werden. Es solle so lange gelten, bis die Regierung neue Regeln veröffentliche.

Ursprünglich sollte das Verbot am Freitag ablaufen. Sobald es nicht mehr gilt, könnten Schätzungen zufolge Aktien im Wert von umgerechnet 176 Milliarden Euro auf den Markt geworfen werden. Diese Aussicht hatte am Montag zu einem Kurssturz an den chinesischen Börsen geführt. Die Wertpapieraufsicht hatte am Dienstag angekündigt, neue Regeln zu prüfen, die einen geordneten Ausstieg von Grossaktionären garantieren sollen.

(Reuters)

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ETH Zürich vermeldet Rekord an Unternehmensgründungen
05.01.2016 18:28

Zürich (awp/sda) - An der ETH Zürich sind im vergangenen Jahr 25 Jungunternehmen gegründet worden - so viele wie noch nie. An der Ecole polytechnique fédérale de Lausanne (EPFL) waren es 18. Unter den Geschäftsideen sind unter anderem intelligente Glühbirnen und eine Messmethode für Muskelmüdigkeit.

Wie auch in den vergangenen Jahren stammen die meisten Firmengründungen aus den Bereichen Informatik- und Kommunikationstechnologie. Daneben gab es auch mehrere Spin-offs in Biotechnologie und in der Entwicklung von medizinischen Geräten.

Wie die ETH Zürich am Dienstag mitteilte, wurden acht der 25 Spin-offs von so genannten Pioneer Fellows gegründet. Mit dem Pioneer Fellowship Programm ermutigt die ETH Masterstudentinnen und -studenten, ihre Geschäftsidee in die Realität umzusetzen.

(AWP)

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Raiffeisen erwartet 2016 verhaltenes Wirtschaftswachstum in der Schweiz
06.01.2016 11:29

Zürich (awp/sda) - Die Raiffeisen-Gruppe erwartet ein verhaltenes Wirtschaftswachstum in der Schweiz im neuen Jahr. Für 2016 geht die Bank von einem Wachstum des Bruttoinlandproduktes (BIP) von 0,9% aus.

Damit dürft das Wachstum nur unwesentlich stärker ausfallen als 2015, in dem das BIP um 0,7% zugelegt haben dürfte. Nach dem Frankenschock vor einem Jahr werde die Schweizer Wirtschaft zwar langsam wieder auf die Beine kommen, das dürfte aber länger dauern als nach früheren Aufwertungsphasen, gaben die Raiffeisen-Ökonomen am Mittwoch vor den Medien in Zürich bekannt.

Das ganze Ausmass des Frankenschocks sei erst in Konturen sichtbar. "Erfahrungswerte für einen derart extremen Wechselkursschock sind nicht vorhanden, umso unberechenbarer sind die Folgen", urteilte Chefökonom Martin Neff: "Die industrielle Basis der Schweiz ist angeschlagen wie selten zuvor. Nun liegen die Hoffnungen auf der globalen Konjunktur und insbesondere auf Europa, dem wichtigsten Handelspartner der Schweiz."

Vor einem Jahr hatte Neff für die Schweizer Wirtschaft im 2015 ein BIP-Wachstum von 1,6% vorhergesagt. Die Prognosen wurden aber genau eine Woche vor der Aufhebung des Euro-Mindestkurses von 1,20 CHF durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) verkündet, die sämtliche Wirtschaftsprognosen zur Makulatur machte.

cf

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«Die Aktienkäufer werden langsam müde»

Als kaum noch jemand an ein Jahresend-Rally geglaubt hatte, setzte dieses in der zweiten Hälfte Dezember doch noch ein. Deswegen über Silvester die Champagnerkorken knallen zu lassen, erwies sich rückblickend jedoch als voreilig. Obschon das neue Börsenjahr erst zwei Tage alt ist, fällt die Bilanz ziemlich ernüchternd aus.

"Reculer pour mieux sauter" - so tönt es zumindest bei den Banken und ihren Anlagestrategen. Trotz dem überraschenden Rücksetzer haben diese den Glauben an eine Fortsetzung der Börsenhausse noch immer nicht verloren. Ein Schuft, wer den Experten eine gehörige Portion Zweckoptimismus unterstellt.

In einer Strategiestudie aus dem Hause Citigroup räumen die Autoren zwar ein, dass sich die seit März 2009 zu beobachtende Börsenhausse in einem fortgeschrittenen Stadium befindet. Die Aktienkäufer würden langsam aber sicher müde, so schreiben sie.

Dennoch gibt man sich bei der amerikanischen Grossbank versöhnlich und traut den Börsen rund um den Globus bis Ende Jahr noch einmal einen Anstieg um 12 Prozent zu - und das sogar in harten Dollar betrachtet. Den Greenback selber sehen sie gegenüber den gängigsten Weltwährungen um 5 bis 6 Prozent steigen.

Schon vor Jahren haben die Experten 16 verschiedene Indikatoren definiert, anhand welcher sich eine Trendwende an den Aktienmärkten erahnen lässt. Davon wähnen sie bestenfalls vier in einem überhitzten Zustand: Den Risikoaufschlag für amerikanische Ramschanleihen, die weltweite Übernahme- und Fusionstätigkeit, die Unternehmensverschuldung im Verhältnis zum operativen Gewinn (EBITDA) sowie die weltweite Eigenkapitalrendite. Letztere sehen sie allerdings noch nicht als eine Gefahr für die Börsen.

Zum Vergleich: Auf dem Höhepunkt der Technologieblase von Ende der Neunzigerjahre leuchtete mit Ausnahme der weltweiten Eigenkapitalrendite bei allen übrigen Indikatoren die Warnlampe. Unmittelbar vor Ausbruch der Finanzkrise deuteten immerhin deren 12 auf eine Überhitzung hin, bevor der Weltaktienindex von MSCI um 50 Prozent tauchte.

Was die regionalen Präferenzen anbetrifft, so haben die Experten klare Vorstellungen. Sie stufen den amerikanischen Aktienmarkt in der Strategiestudie von "Neutral" auf "Underweight" herunter und raten der Anlagekundschaft statt dessen zu kontinentaleuropäischen und japanischen Aktien. Den Finanz- und Technologiewerten traut man bei der Citigroup das grösstmögliche Aufwärtspotenzial zu.

Mit Ausnahme der für J.P. Morgan tätigen Berufskollegen, welche schon seit Wochen zum Verkauf von Aktien plädieren, bleibt der Optimismus bei den Banken und ihren Strategen ungebrochen. So zuversichtlich wie die Experten der Citigroup sind aber nur wenige.

Die von den Schwellenländern und insbesondere von China ausgehenden Gefahren sind nicht ohne. Dennoch glaube ich, dass sich mit den richtigen Aktien über die nächsten 12 Monate Geld verdienen lässt. Ich verweise deshalb auf meine Schweizer Aktienfavoriten für das Börsenjahr 2016.

CASH INSIDER

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Die heissesten Übernahmeziele der Schweiz

Was die Spatzen am Hauptsitz von Kuoni in Zürich schon seit Wochen von den Dächern pfeifen, ist seit gestern nun endlich offiziell: Das traditionsreiche Reiseunternehmen befindet sich in Verkaufsverhandlungen mit gleich mehreren Interessenten. Gute Erfolgsaussichten werden in Branchenkreisen vor allem der schwedischen Beteiligungsgesellschaft EQT Partners eingeräumt.

In Analystenkreisen wird die Gesamtsumme der einzelnen Geschäftsbereiche auf 343 bis 349 Franken je Aktie beziffert. Unklar ist, ob und zu was für einem Preis die Hugentobler-Stiftung verkaufsbereit ist. Sie hält nach wie vor eine Sperrminorität.

Sollten sich die Parteien einig werden, dürfte Kuoni bei weitem nicht das letzte Schweizer Unternehmen sein, welches in ausländische Hände übergeht.

Weitere heisse Übernahmekandidaten offenbart eine von einem befreundeten Händler um den Jahreswechsel herum bei Kunden und Kollegen durchgeführte Umfrage.

Wenig überraschend fällt der Name Syngenta. Erst kürzlich bestätigte der Verwaltungsratspräsident Gespräche mit der staatlichen ChinaChem und anderen Rivalen, darunter auch mit der amerikanischen Monsanto. Auf ein grosszügiges Barangebot zu wetten, scheint mir aber gewagt. Schliesslich könnte aus dem Gejagten durchaus auch ein Jäger werden. Mit dem schnellen Geld wäre dann aus Aktionärssicht nicht zu rechnen.

Mit AMS und EFG International werden zwei weitere schon seit Jahren immer wieder ins Zentrum von Übernahmespekulationen geratende Firmen genannt. Beide Unternehmen haben mit hausgemachten Problemen zu kämpfen, sind aber in sich gewaltig im Umbruch befindlichen Branchen tätig.

Sehr viel besser aufgestellt scheint hingegen Clariant. Der Basler Spezialitätenchemiehersteller muss in der Umfrage ebenfalls als mögliches Ziel herhalten, obwohl er nach dem Kauf von Süd-Chemie eine beeindruckende mehrjährige Neuausrichtung durchlebt hat. Zudem machen die früheren Süd-Chemie-Aktionäre keine Anstalten, sich von ihren Aktien trennen zu wollen. Ein Interessent müsste für Clariant wohl schon tief in die Tasche greifen.

CASH INSIDER

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Faber warnt vor chinesischer «Kreditblase»

Die Konjunktur in China steht nach Einschätzung des prominenten Investors Marc Faber vor grossen Schwierigkeiten und könnte eine so genannte harte Landung erleben.

Derzeit würden Kredite in Rekordhöheim Lande aufgenommen, alleine um die Zinsen für existierende Verbindlichkeiten zu bezahlen, sagte Faber am Mittwoch in einem Gespräch bei Bloomberg TV.

“Eine harte Landung der Aktienmärkte hat es bereits gegeben, und ebenso haben wir die harte Landung gesehen bei Rohstoffen. Jetzt könnte auch die Wirtschaft eine harte Landung erleben", sagte Faber, und er fügte an: "Es gibt eine kolossale Kreditblase in China”.

Nach einem heftigen Ausverkaufam ersten Handelstag des Jahres mit einem Indexverlust von sieben Prozent intervenierten die chinesischen Behörden am Markt, um weiteren Kapitalabfluss einzudämmen. Laut informierten Kreisen haben staatliche Fonds in dieser Woche am Markt Aktien gekauft und die Aufsichtsbehörde hat ein Verkaufsverbot für grosse Anleger über das bisherige Enddatum 8. Januar hinaus verlängert.

“Wie es ausgehen wird, wissen wir nicht", sagte Faber. Durchaus könnten Forschung und Entwicklung gekürzt werden. Sein Fazit: "Ich wäre eher bei China zu vorsichtig als übertrieben optimistisch".

(Bloomberg)

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SMI steht vor einem Kurssturz

Der Swiss Market Index wird am Donnerstag zum zweiten Mal in dieser Woche deutlich Federn lassen müssen.

Wegen des erneuten Kursturzes an den chinesischen Börsen droht der Schweizer Börse zur Eröffnung am Donnerstag um 9 Uhr ein deutliches Minus. Der Swiss Market Index wird im vorbörslichen Handel um 1,84 Prozent tiefer indiziert.

Mit einem Minus von jeweils über 3 Prozent liegen die Titel von Transocean und UBS am klarsten im Minus (zu den vorbörslichen Kursen). Alle 20 Titel des SMI liegen im Minus. Am besten halten sich SGS und Roche mit einem Minus von 1,2 und 1,5 Prozent.

In Shanghai war der Aktienmarkt mehr als sieben Prozent in die Tiefe gerauscht, so dass der Handel bereits nach einer halben Stunde automatisch abgebrochen wurde. Auslöser des Ausverkaufs war die erneute Abwertung des Yuan. Sie schürte Spekulationen, dass es um die Gesundheit der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft schlechter bestellt ist als gedacht. Bereits am Montag war die Börse aus ähnlichen Gründen vorzeitig geschlossen worden.

Die Kursturbulenzen in China versetzten auch den Rohstoffmärkten einen weiteren Schlag. Der Preis für die richtungsweisende Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee brach um bis zu 4,3 Prozent ein und lag mit 32,76 Dollar je Barrel so niedrig wie zuletzt vor knapp zwölf Jahren. Das wichtige Industriemetall Kupfer notierte 1,4 Prozent niedriger bei 4555 Dollar je Tonne.

An der Wall Street hatten sich die US-Indizes am Mittwoch nach Börsenschluss in Deutschland kaum bewegt. Der Dow Jones beendete die Sitzung 1,5 Prozent und der Nasdaq 1,1 Prozent tiefer. Der S&P 500 verlor 1,3 Prozent. In Tokio fiel der Nikkei-Index am Donnerstag um 2,3 Prozent auf 17'767 Punkte.

(cash/Reuters)

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Kreise: Krisentreffen von Chinas Börsenaufsicht nach Handelsstopp
07.01.2016 06:56

PEKING (awp international) - Die chinesische Börsenaufsicht will wegen der anhaltenden Turbulenzen an den Aktienmärkte offenbar noch an diesem Donnerstag zu einem ausserplanmässigen Treffen zusammenkommen. Dabei werde über den seit Jahresanfang geltenden Schutzmechanismus eines Handelsstopps nach hohen Schwankungen und die aktuelle Marktlage diskutiert, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Die Aufsichtsbehörde war vorerst nicht zu erreichen.

Zuvor war der Handel an den chinesischen Aktienmärkte bereits zum zweiten Mal in dieser Woche wegen zu hoher Verluste gestoppt worden. Wie am Montag kam erneut der Schutzmechanismus zum Zuge, der bei einem Kursrückgang um mehr als fünf Prozent erst eine 15-minütige Unterbrechung und dann bei einem Minus von mehr als sieben Prozent einen völligen Abbruch des Handels vorsieht. Die Messlatte für diese Art Notbremse ist der China Securities Index (CSI) mit 300 führenden Werten an beiden Börsen.

CHINESISCHER AKTIENINDEX NACH WACHSTUMSSORGEN ABGESACKT

Mit dem siebenprozentigen Rutsch am Donnerstag auf knapp 3285 Punkte liegt der CSI 300 rund 16 Prozent unter dem vor Weihnachten erreichten Niveau. Im vergangenen Jahr war der Indikator nach einem Mehrjahreshoch im Juni von 5380 Zählern wegen der Sorgen über das nachlassende Wachstum Chinas innerhalb weniger Wochen um rund 45 Prozent eingebrochen. Ende August notierte der CSI 300 zeitweise unter der Marke von 3000 Punkten.

Zum Jahresende konnte sich der Index allerdings wieder etwas erholen. Jetzt nähert sich der CSI wieder den 3000 Zählern. Die Ausschläge an einzelnen Handelstagen waren dabei zum Teil extrem hoch. Dies war der Grund für die Einführung des Schutzmechanismus gewesen./zb/fbr

(AWP)

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Weltbank kappt globale Wachstumsprognose

Die Weltbank hat ihre Prognose für das globale Wirtschaftswachstum 2016 auf 2,9 von zuletzt 3,3 Prozent gekappt.

Grund sei ein voraussichtlich schwächerer Konjunkturverlauf in einer Reihe von Schwellenländern. Das könne sich erheblich auf den Rest der Welt auswirken, teilte die Weltbank am Mittwoch mit. So werde das Bruttoinlandsprodukt in Russland und in Brasilien anders als noch im Juni erwartet schrumpfen, und zwar um 0,7 beziehungsweise 2,5 Prozent. Im Sommer war die Weltbank noch von einem Anstieg in Russland von 0,7 Prozent und in Brasilien von 1,1 Prozent ausgegangen.

Auch für die USA und die Euro-Zone verringerte die Weltbank die Erwartungen um jeweils 0,1 Prozentpunkte auf 2,7 und 1,7 Prozent. In beiden Fällen sei das aber immer noch ein etwas stärkeres Wachstum als 2015.

Für China rechnet die Weltbank mit einer Verlangsamung des Wachstums auf 6,7 Prozent nach geschätzt 6,9 Prozent im vergangenen Jahr. Im Juni lag die Erwartung für 2016 noch bei einem Plus von 7,0 Prozent.

(AWP)

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In einem Monat 108 Milliarden Dollar verloren

Der Devisenberg Chinas ist immer noch gewaltig, er schmilzt aber rapide.

Wie die chinesische Notenbank am Donnerstag mitteilte, betrugen die Währungsreserven der zweitgrössten Volkswirtschaft der Welt im Dezember 3,33 Billionen US-Dollar. Das ist der niedrigste Stand seit drei Jahren. Verglichen mit einem Monat zuvor verringerten sich die Reserven um 108 Milliarden Dollar und damit so stark wie noch nie.

Die Dynamik wird noch deutlicher, wenn die Entwicklung im Gesamtjahr 2015 betrachtet wird. Im vergangenen Jahr schmolzen die Devisenreserven, die vor allem aus den hohen Exportüberschüssen des Landes stammen, um mehr als eine halbe Billion Dollar.

Experten erklären den starken Rückgang zum einen mit Kapitalabflüssen wegen der gegenwärtigen Wirtschaftsschwäche Chinas. Zum anderen werden Markteingriffe der Notenbank als Grund genannt, mit denen die Abwertung der Landeswährung Yuan abgefedert werden soll. Die durch die entsprechenden Dollarverkäufe geschmolzenen Devisenreserven gelten allerdings auch als ein Grund, warum sich die Notenbank zuletzt wesentlich schwächer gegen die Abwertung des Yuan gestemmt hat und ihn stärker abwerten liess.

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Die schwärzesten Tage der Börsen

Schwarze Börsentage sind der Albtraum eines jeden Aktienanlegers. Doch es gab schon weitaus schlimmere Tage als der heutige Donnerstag.

Wenn Kurse - oft binnen weniger Sekunden - ins Bodenlose fallen, liegt dies meist an schweren wirtschaftlichen oder politischen Krisen. Nachfolgend eine Auswahl der größten Kursstürze an den internationalen Aktienbörsen in den vergangenen 30 Jahren:

19. Oktober 1987: Am "Schwarzen Montag" bricht der US-Standardwerte-Index Dow Jones um 22,6 Prozent ein. Das ist der größte Tagesverlust seiner Geschichte. Die Panikverkäufe breiten sich schnell auf alle wichtigen internationalen Handelsplätze aus. Der Tokioter Leitindex Nikkei rauscht nach dem Crash an den US-Börsen um knapp 15 Prozent in die Tiefe. Der Londoner Auswahlindex FTSE verbucht mit knapp elf Prozent lediglich den zweitgrößten Tagesverlust seiner Geschichte. Tags darauf beschleunigt er jedoch seine Talfahrt und verliert gut zwölf Prozent.

16. Oktober 1989: Der deutsche Leitindex Dax, der erst 1988 aus der Taufe gehoben wurde, fällt um rund 13 Prozent und folgt damit der Wall Street, wo Finanzierungs-Schwierigkeiten beim Kauf der US-Fluggesellschaft UAL einen Ausverkauf auslösen.

23. Mai 1995: Die Furcht vor Eingriffen der Regierung in den chinesischen Aktienmarkt lässt den Shanghai-Composite um 16,4 Prozent abstürzen.

6. Oktober 2008: Kurz nach der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers wird die Unsicherheit an den Aktienmärkten immer größer. Der italienische Leitindex verbucht mit einem Abschlag von mehr als acht Prozent seinen größten Tagesverlust, der Leitindex der portugiesischen Börse gibt knapp zehn Prozent nach. Der EuroStoxx50 fällt um acht Prozent. An der Wall Street geht es ebenfalls bergab, allerdings nicht ganz so stark: Der Dow-Jones-Index gibt 3,6 Prozent nach.

3. August 2015: Am ersten Tag nach der fünfwöchigen Zwangspause stürzt die Athener Börse ins Bodenlose. Der Leitindex verbucht mit einem Minus von 16 Prozent den größten Tagesverlust seiner Geschichte. Die Athener Regierung hatte die Börse Ende Juni geschlossen, als die monatelangen Verhandlungen um die Bedingungen für weitere Finanzhilfen kurz vor dem Scheitern standen.

24. August 2015: Angesichts der Furcht vor einem deutlichen Konjunktureinbruch in China rutschen die Börsen rund um den Globus immer weiter ab. Der Shanghai Composite Index bricht um 8,5 Prozent ein. Der Dax verliert in der Spitze 7,8 Prozent auf 9338,20 Punkte. An der Wall Street stürzt der Dow-Jones-Index zeitweise um 6,6 Prozent und der Nasdaq-Composite sogar um bis zu 8,8 Prozent ab.

07. Januar 2016: Die neuerliche Abwertung der chinesischen Landeswährung lässt die Aktienbörsen in der Volksrepublik wanken. Der Handel wird das zweite Mal binnen weniger Tage per Notbremse gestoppt, nachdem die Leitindizes um sieben Prozent abgesackt sind. Die Sitzung dauerte weniger als eine halbe Stunde und war damit der kürzeste Börsentag in Chinas Geschichte. Der Dax rauscht das erste Mal seit Oktober wieder unter die 10.000-Punkte-Marke und gibt zeitweise knapp vier Prozent nach.

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Anleger wetten auf weiteren EZB-Zinsschritt

Die Spekulationen auf eine erneute Verschärfung der Strafzinsen durch die EZB nehmen Fahrt auf.

Es setze sich die Einschätzung durch, dass die Europäische Zentralbank (EZB) an einer weiteren Zinssenkung nicht vorbeikomme, sagte der Commerzbank-Stratege Benjamin Schroeder. Er rechne damit, dass die Währungshüter auf ihrer Ratssitzung im März den Zins für Zentralbank-Einlagen auf minus 0,4 Prozent von minus 0,3 Prozent senken werden. Das bedeutet, dass Geschäftsbanken noch mehr dafür zahlen müssen, wenn sie Geld bei der EZB parken.

Terminkontrakte signalisieren, dass der Interbankenzins EONIA bis zum März auf minus 0,3 von aktuell minus 0,25 Prozent zurückgeht. Analysten zufolge bedeutet diese Differenz, dass am Geldmarkt eine weitere Absenkung des Einlagenzinses durch die Notenbank erwartet wird. Im Dezember hatte sie ihn auf minus 0,3 von minus 0,2 Prozent herabgesetzt. Börsianer hatten diesen Schritt als unzureichend kritisiert.

(Reuters)

http://www.cash.ch/news/front/anleger_wetten_auf_weiteren_ezbzinsschritt...

 

 

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Angst vor Währungskrieg und

Kapitalflucht führt erneut zu Börsencrash in China

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Kleinanleger hätten sich von ihren Aktien nur deshalb panisch getrennt, weil sie für den Freitag einen Massenverkauf befürchteten.

Dann würde der am 8. Juli 2015 staatlich verordnete halbjährige Aktienverkaufsstop für Großanleger enden, die mindestens fünf Prozent Anteile an Aktiengesellschaften halten. Aktien im geschätzten Wert von mehr als einer Billionen Yuan (rund 140 Milliarden Euro) würden dann auf einmal zum Verkauf kommen. - derstandard.at/2000028618400/Angst-vor-Waehrungskrieg-und-Kapitalflucht-fuehrt-erneut-zu-Boersencrash-in

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http://derstandard.at/2000028618400/Angst-vor-Waehrungskrieg-und-Kapital...

 

 

Morgen ist Freitag

 

 

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Bei Schweizer Aktien wird Kasse gemacht

Gleich bei mehreren Schweizer Unternehmen haben grosse Aktionäre ihre Beteiligungen im Dezember reduziert. cash sagt, bei welchen Firmen Geld vom Tisch genommen wurde und nennt Kuriositäten.

Von Lorenz Burkhalter

Von wegen besinnliche Adventszeit: Selten zuvor wurden der Schweizer Börse SIX gegenüber so viele Aktienverkäufe durch grosse Aktionäre offengelegt wie im Dezember. Es macht beinahe den Anschein, als hätten diese die Börsenturbulenzen der letzten Tage noch im alten Jahr erahnt.

Denn interessanterweise trennten sich die vorwiegend ausländischen Grossinvestoren vor allem von Aktien kleinerer und mittelgrosser Unternehmen. Sie gelten als besonders anfällig für solche Turbulenzen.

Norwegischer Staatsfonds reduziert die Beteiligungen

Die Credit Suisse ist das einzige im Swiss Market Index vertretene Unternehmen, bei welchem im Dezember ein meldepflichtiger Schwellenwert verletzt wurde. Wie einer Offenlegungsmeldung entnommen werden kann, veräusserte der norwegische Staatsfonds Aktien der Schweizer Grossbank. In der Folge fiel der Stimmenanteil auf unter 5 Prozent.

Vom Wortlaut der Meldung und ihrem Veröffentlichungsdatum lässt sich diese nicht in Verbindung mit der wenige Wochen zuvor durchgeführten Kapitalerhöhung mittels Bezugsrechten bringen. Deshalb lässt sich über die Beweggründe für die Aktienverkäufe bloss spekulieren. Eine Erklärung sehen Händler in der Angst vor grösseren Kreditausfällen in den Schwellenländern, insbesondere in China.

Die Skandinavier sind bekannt für ihr Faible für Aktien von Unternehmen, die sich im Turnaround-Prozess befinden. Es überrascht deshalb nicht, dass im Laufe des Dezembers auch die Beteiligungen an Forbo und Valora auf unter 3 Prozent gefallen sind. Beim Detailhandelskonzern Valora hält der norwegische Staatsfonds neuerdings nur noch 2,67 Prozent der Stimmen.

Weltgrösster Vermögensverwalter verliert die Geduld mit Sulzer

Kaum ein europäisches Mittelstandsunternehmen, an welchem die Skandinavier nicht mit um die 3 Prozent beteiligt sind. Es ist nicht aussergewöhnlich, dass es hierzulande Offenlegungsmeldungen hagelt, wenn sich die Entscheidungsträger zu einer taktischen Reduktion der Aktienquote entscheiden.

Das dürfte im Dezember so geschehen sein und auch das Unterschreiten des Schwellenwerts bei Sulzer erklären. Das ist insofern erstaunlich als schon Gerüchte rund um eine strategische Beteiligungsnahme bei Unternehmen aus der Öl- und Gasindustrie die Runde machten.

Mit BlackRock verkaufte im Dezember sogar der weltweit grösste Vermögensverwalter Sulzer-Aktien. In der Folge fiel der Stimmenanteil erstmals seit gut einem Jahr von 3,36 auf unter 3 Prozent. Analysten schliessen nicht aus, dass der stark rückläufige Ölpreis den Turnaround beim Winterthurer Traditionskonzern weiter verzögert.

Micronas-Aktie verleitet zu Arbitrage

Selbst bei den bei Anlegern sehr beliebten Unternehmen u-blox und Forbo trennte sich BlackRock im Dezember von Aktien. Eine mögliche Erklärung sind Steuerverkäufe. Denn gemäss dem amerikanischen Steuergesetz können realisierte Kursgewinne mit -verlusten verrechnet werden.

Zu grösseren Beteiligungsveränderungen kam es beim Halbleiterhersteller Micronas. Obschon der Aktienkurs hartnäckig einige Prozent unter dem 7,50 Franken je Aktie schweren Barangebot seitens der japanischen TDK notiert, hat der Grossaktionär Black Creek Investment sein Aktienpaket in zwei Schritten von 5,04 auf 1,34 Prozent gesenkt.

Es ist anzunehmen, dass ein Teil des Pakets bei Oddo Meriten Asset Management gelandet ist. Vermutlich stehen Arbitragetransaktionen hinter dem in der Altjahreswoche bekannt gewordenen Einstieg mit 3,36 Prozent bei Micronas. Mit anderen Worten: Oddo Meriten Asset Management hat sich eingekauft, um die Aktien zu gegebener Zeit zu je 7,50 Franken dem japanischen Käufer anzudienen.

Kuriositäten bei Rieter und Basilea

Zurück zum norwegischen Staatsfonds. Dieser wurde in der zweiten Dezember-Hälfte beim Textilmaschinenhersteller Rieter innerhalb weniger Tage gleich mehrmals meldepflichtig. Dabei bewegte sich der Stimmenanteil zwischen 2,67 und 3,12 Prozent. Merkwürdig sind die Begründungen für diese Fluktuation: Angeblich steht diese im Zusammenhang mit der Ausleihung sowie mit der Übernahme von Rieter-Aktien als Sicherheit.

Um eine Anomalie handelt es sich auch beim Beteiligungsaufbau der UBS beim kleinen Pharmahersteller Basilea. Anfang Dezember hielt die Schweizer Grossbank plötzlich 9,28 Prozent der Stimmen, Mitte des Monats dann sogar deren 11,49 Prozent sowie Veräusserungspositionen im Umfang von 1,78 Prozent. In der Altjahreswoche fiel der Stimmenanteil der UBS dann wieder auf unter 3 Prozent. Eine plausible Erklärung liefert die im Dezember durchgeführte Emission einer 200 Millionen Franken schweren Wandelanleihe. Denn neben J.P. Morgan war auch die UBS von Basilea mit der Platzierung dieser Anleihe beauftragt worden.

Es ist nicht auszuschliessen, dass sich auch bei anderen Schweizer Publikumsgesellschaften Grossaktionäre im Dezember von Aktien getrennt haben. Allerdings wurden dabei keine Schwellenwerte verletzt, womit eine Offenlegungspflicht entstanden wäre.

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Zyndicate
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Chinas Märkte atmen auf

Nach dem Börsen-Beben hat China am Freitag erstmals seit Tagen seine Währung nicht mehr weiter abgewertet und damit für steigende Kurse an den Märkten in Fernost gesorgt.

Nach dem jüngsten Börsenbeben haben sich die chinesischen Aktienmärkte wieder leicht erholt. Die Börsen in Shanghai und Shenzhen notierten am Freitagmittag (Ortszeit) deutlich im Plus. Nach Einschätzung von Händlern kam den Börsen auch zugute, dass die Handelsplätze in Shenzen und Shanghai die erst zu Wochenbeginn eingeführten "Notbremsen" zur Verhinderung drastischer Kursverluste wieder auf Eis gelegt haben, nachdem sie sich nicht bewährt haben. "Der Markt ist jetzt wieder im Normalzustand", sagte Analyst Tian Weidong vom Handelshaus Kaiyuan Securities. "Die Investoren können kaufen und verkaufen wie sie wollen. Die Notbremse hatte den Markt erstickt."

Nachdem die chinesische Notenbank (PBOC) den Yuan acht Tage in Folge abgewertet und damit Sorgen vor einem Handelskrieg ausgelöst hatte, gab sie am Freitag überraschend eine minimale Aufwertung bekannt. Sie legte den Mittelwert des Yuan zum Dollar auf 6,5636 Yuan nach 6,5646 am Vortag fest.

An der Börse in Tokio stiegen die Kurse danach kräftig an. Hatte der Nikkei-Index vor der Miteilung noch fast 1,5 Prozent im Minus gelegen, stieg er binnen Minuten zunächst mehr als 450 Punkte und pendelte sich dann bei 17.840 Zählern ein - ein Plus von 0,4 Prozent. Auch der breiter gefasste Topix-Index legte 0,4 Prozent zu. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans stieg um 2,2 Prozent.

"Notbremse" wird nicht mehr eingesetzt

In Shenzen notierte der Leitindex CSI300 2,8 Prozent fester, der SSEC in Shanghai stieg um 2,4 Prozent. An beiden Handelsplätzen war es am Montag und am Donnerstag zu Kursverlusten von jeweils sieben Prozent gekommen, was zur Folge hatte, dass der Handel beendet wurde. Dieser "Circuit Breaker" war erst zu Jahresbeginn eingeführt worden und sollte für Entspannung bei heftigen Kursschwankungen sorgen. Nach Einschätzung von Investoren bewirkte er aber das Gegenteil. Die beiden Börsen hatten noch am Donnerstag mitgeteilt, die "Notbremse" zunächst nicht mehr weiter einzusetzen.

Was genau das Ziel der Notenbank beim Yuan ist, ist Händlern weiter unklar. Schliesslich hatte die PBOC am Donnerstag die Währung abgewertet, doch gab es später Berichte, die PBOC greife kursstützend am Markt ein. "Die Marktschwankungen in dieser Woche legen nahe, dass niemand wirklich weiss, was gerade die Strategie ist. Oder ob es die Notenbank selbst weiss. Oder ob sie in der Lage ist, die Strategie durchzusetzen, wenn es denn eine gibt", hiess es bei der DBS Bank. "Das Signal der Märkte war jedenfalls sehr deutlich: es muss mehr Klarheit geben und weniger Hin und Her."

Auch Öl auf Talfahrt

Wie schon am Montag, hatte auch am Donnerstag der Absturz der chinesischen Börsen die anderen Märkte weltweit tief ins Minus gedrückt. Die US-Börsen verloren 2,3 Prozent, ebenso der Dax, der erstmals wieder auf unter 10.000 Punkte fiel. Schliesslich hatten der zweite Handelsabbruch in Shanghai in dieser Woche und die erneute Abwertung des Yuan Sorgen vor einer weiteren Konjunkturabkühlung der nach den USA zweitgrössten Volkswirtschaft geschürt. Das hatte auch den Ölpreis auf den niedrigsten Stand seit fast zwölf Jahren gedrückt. Am Freitag verteuerte sich der Rohstoff dann wieder um knapp zwei Prozent auf 34,36 Dollar pro Fass (159 Liter) der Sorte Brent.

Die Entspannung zum Wochenschluss bedeute aber nicht, dass die Probleme nun gelöst seien, sagte Yoshinori Shigemi, Marktstratege bei JP Morgan Asset Management. Für Japan etwa gelte, dass die Sorgen über die chinesische Wirtschaft, die geopolitischen Spannungen in Nahost und der schwache Ölpreis die Märkte in den kommenden Monaten weiter belasten könnten.

Der Euro schwächte sich am Freitag zum Dollar um rund ein halbes Prozent auf 1,0875 Dollar ab. Der Schweizer Franken notierte zum Euro mit 1,0845 und zum Dollar mit 0,9973.

(Reuters/(AWP)

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