CH-relevante Börsenthemen Jahr 2016

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Arbeitslosenquote steigt im Dezember auf 3,7%
08.01.2016 08:15

Bern (awp) - Die Zahl der Arbeitslosen in der Schweiz hat sich im Dezember 2015 gegenüber dem Vormonat erneut erhöht, ebenso die entsprechende Quote. Ende Monat waren laut einer Mitteilung des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) vom Freitag 158'629 Arbeitslose bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) eingeschrieben. Das waren 10'486 mehr als im Vormonat.

Die Arbeitslosenquote stieg damit um 0,3 Prozentpunkte auf 3,7%, der saisonbereinigte Wert stagnierte bei 3,4%. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen um 7,6% bzw. um 11'260 Personen.

Die vom Seco publizierten Zahlen liegen genau in den Erwartungen. Von AWP befragte Ökonomen hatten für die Arbeitslosenquote einen Wert von 3,6% bis 3,7% beziehungsweise saisonbereinigt 3,4% bis 3,5% vorausgesagt.

Die Jugendarbeitslosigkeit (15- bis 24-Jährige) erhöhte sich im Berichtsmonat um 568 Personen (+2,8) auf 20'622, nachdem sie bereits im Vormonat angestiegen war. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Zahl der stellensuchenden Jugendlichen um 1'461 Personen (+7,6%) angestiegen.

Insgesamt wurden 220'209 Stellensuchende registriert, das sind 9'323 mehr als im Vormonat. Gegenüber der Vorjahresperiode stieg diese Zahl gar um 16'283 Personen (+8,0%). Die Zahl der bei den RAV gemeldeten offenen Stellen verringerte sich derweil um 1'432 auf 8'033.

Die Zahl der Personen, die ihr Recht auf Arbeitslosenentschädigung ausgeschöpft hatten, belief sich im Oktober 2015 - neuere Zahlen liegen noch nicht vor - auf 3'112 (September: 3'079).

cp/ra

(AWP)

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Konsumentenpreise sinken im Dezember um 0,4% - Jahresteuerung bei -1,3%
08.01.2016 09:45

Neuenburg (awp) - Der Landesindex der Konsumentenpreise (CPI) ist im Dezember 2015 gegenüber dem Vormonat um 0,4% auf 97,3 Punkte gesunken (Dezember 2010 = 100). Innert Jahresfrist betrug die Teuerung damit -1,3%, verglichen mit Jahresraten von -1,4% im November 2015 bzw. von -0,3% im Dezember 2014.

Den Rückgang der Konsumentenpreise führt das Bundesamt für Statistik (BFS) in einer Mitteilung vom Freitag insbesondere auf günstigere Erdölprodukte und Lebensmittel zurück.

Die ausgewiesenen Werte liegen im Rahmen der Erwartungen: Die Prognosen der von AWP befragten Ökonomen lagen für den Monatswert zwischen -0,5% und -0,2% und für den Jahreswert zwischen -1,4% und -1,1%.

Im Jahresdurchschnitt 2015 lag die Teuerung bei -1,1%. Die Preise der Inlandgüter stiegen im Durchschnitt um 0,1%, während diejenigen der Importgüter um 4,7% zurückgingen. 2014 hatte die durchschnittliche Jahresteuerung 0,0% betragen, 2013 -0,2%, 2012 -0,7% und 2011 +0,2%.

Rückläufig waren im Dezember 2015 laut BFS gegenüber dem Vormonat die Preise der Hauptgruppen Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (-1,1%), Alkoholische Getränke und Tabak (-0,9%), Bekleidung und Schuhe (-0,8%), Wohnen und Energie (-0,6%), Freizeit und Kultur (-0,5%), Verkehr (-0,5%) sowie Nachrichtenübermittlung (-0,1%).

Gestiegen sind hingegen die Indizes der Hauptgruppen Hausrat und laufende Haushaltsführung (+0,3%) sowie Restaurants und Hotels (+0,1%). Unverändert blieben die Indizes der Hauptgruppen Erziehung und Unterricht, Gesundheitspflege sowie Sonstige Waren und Dienstleistungen.

Die Preise der Inlandgüter sanken im Dezember im Vergleich zum Vormonat um 0,1% und diejenigen der Importgüter um 1,2%. Innert Jahresfrist verzeichneten die Preise der Inlandgüter somit einen Rückgang um 0,5%, jene der Importgüter um 3,8%.

Der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI), anhand dessen die hiesige Teuerung mit jener in den europäischen Ländern verglichen werden kann, erreichte im Berichtsmonat einen Wert von 102,1 Punkten. Dies entspricht einer Veränderungsrate von -0,2% gegenüber dem Vormonat und von -1,4% im Vergleich zum Vorjahresmonat.

ra/cp

(AWP)

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Chinas Aktienmärkte geben wieder deutlich nach
11.01.2016 06:30

SHANGHAI (awp international) - Nach den schweren Kurseinbrüchen vergangene Woche haben die chinesischen Aktienmärkte am Montag zum Handelsbeginn wieder deutlich nachgegeben. Der Shanghai Composite Index öffnete um 1,71 Prozent niedriger, während der Shenzhen Component Index um 2,13 Prozent nachgab. Der ChinNext Index für Technologiewerte, der dem amerikanischen Nasdaq ähnelt, verlor um 2,7 Prozent. Der schwere Kursrückgang seit vergangener Woche konnte bislang nur durch massive staatliche Interventionen gebremst werden. Das Börsenbeben in China hatte die Aktienmärkte weltweit in den Keller gezogen. Auch am Montag lagen andere asiatische Börsen wieder deutlich im Minus./lw/DP/zb

(AWP)

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Schweizer Unternehmen befürchten rückläufige Nachfrage
10.01.2016 13:22

Zürich (awp/sda) - Die Chefs von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) fürchten eine abnehmende Kauflust: Laut einer Umfrage des Versicherers Zurich sehen 42,5 Prozent das grösste Risiko ihrer Geschäftstätigkeit in einer mangelnden Konsumentennachfrage sowie in Überbeständen.

Im Vorjahr waren es lediglich 29 Prozent gewesen. Die Angst vor einer nachlassenden Nachfrage erklärt die Zurich mit der tiefen Teuerung. Eine niedrige Inflation oder gar Deflation könne für die Geschäftsaussichten problematisch sein, lässt sich Chef-Marktstratege und -Ökonom Guy Miller in einer Mitteilung vom Sonntag zitieren.

Der Grund: Die Konsumenten könnten Käufe hinauszögern, weil sie auf weiter purzelnde Preise hoffen. Das führt zu weniger Umsatz, worauf die Unternehmen ihrerseits die Investitionen wegen des niedrigen Konsums kürzen könnten - ein Teufelskreis, wie Miller ausführt. Die Konsumentenpreise in der Schweiz sind 2015 im Jahresdurchschnitt um 1,1 Prozent gefallen.

Als zweit- und drittgrösste Sorgen rangieren bei den KMU der starke Wettbewerb beziehungsweise eine daraus resultierende Minderung der Verkaufsmarge sowie steuerliche Probleme. Auf der anderen Seite setzt ein Viertel der 200 befragten KMU in der Schweiz Hoffnungen auf die Erschliessung neuer Kundensegmente. Auch Kostensenkungen sowie attraktive Kreditbedingungen werden als Chancen angegeben.

(AWP)

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Ölpreis: Niemand lacht mehr über die Goldman-Sachs -Prognose

“Bei einem milden Winter (stimmt), einem langsameren Wachstum in den Schwellenländern (ja) und der potenziellen Aufhebung der Iran-Sanktionen (sieht so aus) könnten die Erdöl-Lagerbestände weiter steigen“, warnten die Experten der US-Investmentbank Goldman Sachs Ende vergangenen Jahres. Ihr provokantes Fazit: Der Preis für die US-Ölsorte WTI könnte 2016 unter die 20-Dollar-Marke je Barrel (159 Liter) fallen. Aktueller Stand: Zeitweise 32,10 Dollar. Einst, vor der Finanzkrise: Knapp unter 150.

Spencer Welch, Director of Oil Markets Team, IHS Global Insight, London:

“Mal für einen Tag, oder ein paar Tage, ja, kann der Preis da landen. Aber nicht auf die Dauer, da das sehr schnell auf die Produktion durchschlagen würde. Nicht nur, dass Leute aufhören würden, in Nordamerika nach Öl zu bohren. Das würde auch heißen, dass die, die heute Öl produzieren, zum Teil den Hahn zudrehen. Das gäbe eine ganz schnelle Reaktion bei der Ölproduktion.”

Im aktuellen Abschwung seit Juni 2014 ging der Ölpreis um rund 70 Prozent zurück. Im Moment ist China am Hebel, mit einer Serie von Yuan-Abwertungen. Börsen, Währungen wie australischer
und kanadischer Dollar und Rohstoffe wie Industriemetalle
oder Agrarprodukte stecken sich gegenseitig an in der Angst vor einer Konjunkturflaute.

su mit Reuters

http://de.euronews.com/2016/01/07/oelpreis-niemand-lacht-mehr-ueber-die-...

 

 

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SMI: Die schlimmen Befürchtungen werden wahr

Bereits in der Vorwoche zeigten Warnsignale eine weitere Korrektur des Marktes an. Mit hoher Geschwindigkeit nähert sich der Swiss Market Index nun den nächsten Kurszielen auf der Unterseite. Mehr als eine kurzzeitige Stabilisierung ist nicht zu erwarten.

..

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Anschliessend muss angesichts der sich im jüngsten Kursverlauf manifestierenden, massiven Marktschwäche mit weiteren Verlusten in den Bereich um 7700/7855 gerechnet werden. Dort liegen viele Tiefpunkte aus den Jahren 2014 und 2015, an denen sich langfristig denkende Einkäufer orientieren dürften – frühestens auf diesem Preisniveau hat der Index wieder eine bessere Stabilisierungschance.

Trading-Idee
Symbol Produkt Strike Ratio Verfall Leverage

Call                      8600 1000:1 18.03.16 19,73
Put                      8200 1000:1 17.06.16 6,56
Knock-Out Call     8000 500:1 18.03.16 29,76
Knock-Out Put     9300 500:1 15.04.16 6,78

http://www.fuw.ch/article/smi-die-schlimmen-befurchtungen-werden-wahr/

 

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SNB hält an Inflationsziel fest

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hält trotz der negativen Preisentwicklung an ihrem Ziel einer Inflation zwischen null und zwei Prozent fest.

"Es gibt immer wieder Phasen - und jetzt sind wir gerade in so einer Phase - wo Ausnahmen vorkommen", sagte SNB-Chef Thomas Jordan in einem am Montagabend veröffentlichten SRF-Fernsehinterview. Das Inflationsziel der Notenbank müsse jedoch über einen längeren Zeitraum betrachtet werden. Derzeit sorgten ausserordentliche Faktoren wie der niedrige Ölpreis, der starke Franken und der geringere Wert von importierten Gütern aus dem Euroraum für eine niedrige Teuerung. Sie lag im Dezember im Jahresvergleich bei minus 1,3 Prozent.

Dies sei zwar "nicht eine optimale Situation, aber Teil des Anpassungsprozesses, in dem wir jetzt sind", sagte Jordan. Auch bei einer niedrigeren Teuerung als von der SNB erwünscht seien nicht immer sofort extreme geldpolitische Massnahmen nötig.

Jordan kauft in der Schweiz ein

Die Schweizer Wirtschaft werde nach Einschätzung der SNB 2016 trotz Nachwehen durch die Aufhebung des Euro-Mindestkurses von 1,20 Franken vor einem Jahr um 1,5 Prozent wachsen. "Wir gehen davon aus, dass die Wirtschaft sich langsam an die Aufwertung des Franken gegenüber dem Euro anpassen wird", sagte Jordan. Mit dem Ende des Mindestkurses hatte die SNB für eine rapide Aufwertung des Frankens im Vergleich zur wichtigsten Exportwährung Euro gesorgt und damit die exportorientierte Schweizer Wirtschaft gebremst.

Auch der Schweizer Detailhandel, der unter einem regen Einkaufstourismus ins günstigere Deutschland leidet, komme mit der Situation gut zurecht. "Die Notwendigkeit für viele Leute ins Ausland zu gehen reduziert sich in der nächsten Zeit sehr wahrscheinlich sehr dramatisch", sagte Jordan. Er selbst fahre nie zum Shoppen ins Ausland. "Ich kaufe immer in der Schweiz ein", sagte Jordan.

Die Idee, einen Teil der 560 Milliarden Franken umfassenden Devisenreserven der Notenbank von einer Art Staatsfonds verwalten zu lassen, lehne er ab.

(Reuters)

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SMI: Erholungen werden zu Verkäufen genutzt

Schon kleinste Bewegungen nach oben sind für Investoren sofort ein Anlass für Gewinnmitnahmen. Dies bestätigt die negative Prognose für die kommenden Wochen aufs Neue.

http://www.fuw.ch/article/smi-erholungen-werden-zu-verkaufen-genutzt/

 

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Wieso der Klimawandel die Mittelschicht hart trifft

Die UBS entdeckt eine neue Gefahr im Klimawandel: Hitze, Hochwasser und Stürme bedrohen den wichtigsten Besitz der Mittelschicht – das Eigenheim. Dies könnte ein wirtschaftliches Unwetter auslösen.

Mitte Dezember hat die Weltgemeinschaft dem Klimawandel den Kampf angesagt: Gemäss dem Pariser Uno-Abkommen soll sich die globale Temperatur um nicht mehr als zwei Grad erwärmen. Das Ziel ist sportlich, denn der Klimawandel ist im vollen Gange – 2015 war das heisseste Jahr seit Menschengedenken.

Die Menschheit muss sich auf steigende Temperaturen und zahlreichere Naturkatastrophen einstellen. Und die UBS hat nun eine Bevölkerungsgruppe entdeckt, die besonders von der Klima-Bedrohung betroffen ist: der globale Mittelstand in den Städten.

Der Mittelstand ist unterversichert

Bereits jetzt lebt fast ein Viertel der Weltbevölkerung in den grossen Städten, und knapp die Hälfte der globale Wirtschaftsleistung wird dort erbracht. Leidet die Mittelschicht in den Zentren, hat dies direkte Auswirkungen auf die ganze Wirtschaft.

Wichtigster Besitz des Mittelstandes ist oft das Eigenheim – und Immobilien werden zunehmend durch das Wetterchaos in Mitleidenschaft gezogen. Beispielsweise führte ein einziger Sturm über Kopenhagen im Sommer 2011 zu Schäden von über 1 Milliarde Dollar. 

Wohnen wird teurer

Doch nur eine Minderheit der Hausbesitzer ist offenbar ausreichend versichert: In Asien, wo der Mittelstand besonders stark wächst, sind 91 Prozent der Wetterschäden nicht gedeckt. In den USA umfassen die Policen nur ein Drittel der Wetterschäden. Im weltweiten Schnitt sind 55 Prozent der Sturmschäden nicht versichert. Noch höher ist der ungedeckte Anteil bei Überschwemmungen und Erdbeben mit 86 beziehungsweise 90 Prozent.

Die zunehmende Gefahr durch Naturkatastrophen hat direkte Auswirkungen auf das Haushaltsbudget: Je stärker eine Grossstadt vom Klimawandel bedroht ist, desto mehr muss die Bevölkerung fürs Wohnen ausgeben. Dies liegt an höheren Kosten beispielsweise für Klimaanlagen oder Versicherungsprämien. In besonders gefährdeten Städten wie Los Angeles, Tokio oder Shanghai hat die Bevölkerung bereits jetzt überdurchschnittlich hohe Wohnkosten, wie die UBS herausgefunden hat. Entsprechend müssen diese Grossstädter bei anderen Ausgaben sparen.

Der Mittelstand fordert Lösungen ein

Für die UBS liegt in dieser Bedrohung des Mittelstands aber auch eine Chance: Denn diese Bevölkerungsschicht habe in der Regel einen grossen politischen Einfluss. «Sollte die Mittelschicht signifikant unter den Auswirkungen des Klimawandels zu leiden haben, wird eine Reaktion nicht ausbleiben», wird der Chefökonom der UBS-Investmentbank, Paul Donovan, zitiert. Die Politik werde Antworten liefern müssen.

http://www.handelszeitung.ch/konjunktur/wieso-der-klimawandel-die-mittel...

 

 

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Gesundheitskosten und Wegwerfkultur bereiten Konsumenten Sorgen
13.01.2016 12:24

Bern (awp/sda) - Die hohen Gesundheitskosten bereiten den Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten am meisten Sorgen. Auch die Wegwerfkultur und die Lebensmittelsicherheit treiben ihnen Sorgenfalten auf die Stirn.

Auf dem "Pulsmesser" des Konsumentenforums (kf) belegen die Gesundheitskosten auch dieses Jahr den ersten Platz. Neun von zehn Befragten gaben an, dass sie die hohen Gesundheitskosten beschäftigten. Jeder Zweite findet, es bestehe sehr grosser politischer Handlungsbedarf zur Eindämmung der Kosten im Gesundheitswesen.

"Es ist wirklich überdeutlich, dass die Bevölkerung endlich zählbare Resultate vom Gesundheitsminister Berset erwartet", sagte kf-Präsidentin Babette Sigg laut Redetext am Mittwoch vor den Medien. Die steigenden Kosten minderten Jahr für Jahr die Kaufkraft der Konsumenten.

Auf Platz zwei des "Pulsmessers" landete die Wegwerfkultur und deren Folgen. Eine überraschend deutliche Mehrheit störe sich sehr (47%) oder tendenziell (37%) an der Wegwerfkultur, teilte das kf mit. Ein Drittel der Befragten findet, die Schweiz habe ein Littering-Problem.

Stärker wieder ins Bewusstsein gerückt ist auch die Lebensmittelsicherheit, die auf Platz drei landete, wie das kf schreibt. Auswirkungen von Antibiotikaresistenzen, gentechnisch veränderten Lebensmitteln oder Chemikalien auf Nahrungsmittel beschäftigten rund drei Viertel der Befragten mehr oder weniger stark.

Sorgenfalten verursachen den Konsumenten auch der Datenschutz im Internet und die "Hochpreisinsel" Schweiz. Auch die Verschuldung sowie Altersmut sind Themen, welche die Schweizer und Schweizerinnen laut der Umfrage beschäftigen.

Für den "Pulsmesser" befragte das LINK Institut rund tausend Personen in der Deutsch- und Westschweiz.

mk

(AWP)

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Die grosszügigsten Firmen der Schweiz

In turbulenten Börsenzeiten rücken dividendenstarke Aktien in den Anlegerfokus. Die Barausschüttung isoliert zu betrachten, wäre allerdings ein Fehler.

http://www.cash.ch/news/boersenticker/die_grosszuegigsten_firmen_der_sch...

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Globale Sturmwinde

«In der Hausse haben die Anleger vergessen, dass die Finanzmärkte Zyklen unterliegen.»

Jeden Monat fliessen mehr als 100 Mrd. $ aus China ab; die Volkswirtschaft bewegt sich auf eine Zahlungsbilanzkrise zu. Das hat gravierende Konsequenzen für Weltwirtschaft und Finanzmärkte. 

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Chinas Zahlungsbilanz im Fokus

Das Gravitationszentrum des aktuellen Problems liegt in China. Die wenigsten Beobachter und «Experten» verstehen, was hier abläuft. Es wird argumentiert, China habe mit seiner wirtschaftlichen Entwicklung der letzten 25 Jahre doch klar bewiesen, dass eine autokratisch geführte Volkswirtschaft einer Demokratie überlegen sei. Unkritisch wird auf das Wachstum von 6 bis 7% und auf den jährlichen Überschuss in der Leistungsbilanz von rund 300 Mrd. $ hingewiesen.

Bloss, wenn man die chinesischen Zahlen genauer analysiert und Plausibilitätskontrollen durchführt, dann zeigt sich heute bestenfalls noch ein Wachstum von 2%, verglichen mit mehr als 10% noch vor wenigen Jahren. Aber dies ist nicht das eigentliche Problem, sondern eine Kombination von anderen Faktoren, die zu einem gigantischen Defizit in der Kapitalbilanz Chinas und damit zu einer Zahlungsbilanzkrise führen.

China hat den grössten Boom der Geschichte erlebt. Ein Beispiel für das Ausmass der Exzesse: In den drei extremsten Boomjahren hat China so viel Zement verbraucht wie die USA in den letzten hundert Jahren. Ein Grossteil des Aufschwungs war mit Kredit finanziert, was eine gigantische Kreditblase bewirkte. Natürlich hat sich dadurch Reichtum angesammelt, und solange der Boom andauerte, gab es für die Wohlhabenden keinen Grund, international zu diversifizieren.

Jetzt aber ist der Boom in China vorbei. Nun haben Abschwung und Korrektur der aufgebauten Exzesse begonnen. Die Zinsen sind gefallen, ebenso die Immobilienpreise, die Börsenkurse und der Wert des Yuans. Entsprechend nimmt erstmals der Drang zur Diversifikation der Vermögen ins Ausland zu. Vergleiche mit anderen Volkswirtschaften in ähnlichen Phasen der Entwicklung führen zu einem geschätzten potenziellen Kapitalabfluss im Gegenwert von rund 3000 Mrd. $. Dazu kommt, dass sich chinesische Unternehmen im Lauf der vergangenen Jahre mit über 1000 Mrd. in Dollar verschuldet haben. Fällt nun der Yuan, werden diese Schulden täglich grösser in der Bilanz der Unternehmen. Diese müssen nun Dollar kaufen und Yuan verkaufen.

China wollte mit der Aufhebung der Kapitalverkehrsrestriktionen schrittweise zu einem frei schwanken Wechselkurs übergehen, aber keinen Einbruch seiner Währung auslösen. Um eine schnelle Abwertung zu verhindern, stützt es seine Währung mit grossen Interventionen. Die Währungsreserven von ursprünglich rund 4000 Mrd. $ sind deshalb bereits um 700 Mrd. $ gefallen. Wenn man den Überschuss der Leistungsbilanz noch berücksichtigt, so sind gesamthaft in einem Jahr brutto 1000 Mrd. $ an Kapital aus China abgeflossen.

Wenn in einer Volkswirtschaft mehr Kapital ab- als zufliesst, dann sinkt der Wert ihrer Währung. Das gilt auch für China. Von den verbleibenden Devisenreserven von 3300 Mrd. $ sind geschätzt rund 1300 Mrd. illiquide. Mit anderen Worten verbleiben rund 2000 Mrd. $, die beim aktuellen Tempo von über 100 Mrd. $ Kapitalabfluss pro Monat in etwa achtzehn Monaten verbraucht wären. Will China das? Was für andere Optionen gibt es?

China könnte die Zinsen anheben, um die Währung attraktiver zu machen. Das aber würde die bereits angeschlagene Konjunktur weiter schwächen. China könnte auch den Abfluss von Kapital durch Restriktionen einschränken. Das würde aber angesichts der gegenwärtig starken Geldschöpfung zur Stützung des maroden Bankensystems zu einer erneuten Vermögensblase führen, was mit Verzögerung das aktuelle Problem verschärfen würde. Die einfachste Lösung ist deshalb, den Yuan laufen und den freien Markt entscheiden zu lassen, wo das Gleichgewicht für die Währung sein soll.

Was China blüht – ein Konjunkturabschwung mit einer sich weiter abschwächenden Währung –, durchlaufen gleichzeitig die meisten anderen Schwellenländer. Deshalb werden ihre Währungen in diesem Jahr trotz bereits stark gefallenen Kursen noch weiter sinken. In den meisten Fällen wird es zu einer Rezession kommen.

Der deflationäre Schock

Wenn jetzt also die chinesische Währung gegenüber dem US-Dollar um, sagen wir, 20% fällt, dann hat dies für den Rest der Welt einschneidende Konsequenzen. Erstens sinken andere Schwellenländerwährungen im Trend mit. Dadurch werden dort die Importe verteuert, was die Nachfrage nach Importen schwächt und für den Rest der Welt schrumpfende Exporte bedeutet.

Gleichzeitig werden die Exporte der betroffenen Schwellenländer verbilligt. China ist der grösste Exporteur der Welt, und Nordostasien ist der wichtigste Standort für global produzierte und gehandelte Güter, die damit deutlich günstiger werden. Dadurch entsteht Preisdruck auf Konkurrenten in anderen Regionen: ein deflationärer Schock für die ganze Welt. Über Zweit- und Drittrundeneffekte werden mit Kostensenkungsbemühungen auch die Einkommen von anderen Wirtschaftssubjekten gekürzt. Aus dieser Abwärtsspirale kann eine globale Rezession entstehen, obwohl vorher in unseren Breitengraden keine Überhitzung stattgefunden hat.

Darauf sind weder die voll investierten Anleger noch die Unternehmen vorbereitet. So haben beispielsweise die US-Unternehmen im laufenden Zyklus aggregiert doppelt so viel Schulden aufgenommen wie im letzten. Allerdings haben sie den Grossteil des Geldes nicht in ihr Geschäft investiert, sondern zum Rückkauf von eigenen Aktien verwendet und damit finanzakrobatisch ihren Gewinn pro Aktie aufgepumpt. Angetrieben durch die ultraexpansive Geldpolitik weltweit ist der finanzielle Hebel – die kumulierte Verschuldung – der Weltwirtschaft heute deutlich höher als vor der letzten Krise.

Aber ist es nicht so, dass die Aktienkurse verlässlich steigen, wenn die Notenbanken Geld drucken? Das könnte sich als fataler Trugschluss erweisen. Als die Europäische Zentralbank im März 2015 beispielsweise ihr grosses Anleihenkaufprogramm (Quantitative Easing) begann, fiel der Dax in den darauffolgenden sechs Monaten um 25%. Heute verschlechtert sich die globale Liquiditätslage, die Expansion der Bilanzen des Fed und der Zentralbank Chinas ist bereits rückläufig. Noch expandiert die EZB ihre Bilanz, aber EZB-Chef Mario Draghi wurde von seinen Kollegen beim letzten Entscheid zurückgepfiffen, womit weitere Steigerungen der monetären Expansion vorderhand wohl vom Tisch sind.

Angesichts dieser Ausgangslage können die jüngsten Turbulenzen im Lauf des Jahres zum perfekten Sturm an den Weltbörsen führen. Darauf sind wohl die wenigsten Investoren vorbereitet.

http://www.fuw.ch/article/globale-sturmwinde/

 

 

 

 

 

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USA: Empire-State-Index bricht stark ein

Die Stimmung in der Industrie des US-Bundesstaats New York hat sich im Januar überraschend und stark eingetrübt.

Der Empire-State-Index stürzte von revidiert minus 6,21 (zunächst minus 4,59) Punkten im Vormonat auf minus 19,37 Zähler ab, wie die regionale Notenbank von New York am Freitag mitteilte. Das ist der schlechteste Wert seit März 2009. Analysten hatten dagegen mit einer leichten Verbesserung auf minus 4,00 Punkte gerechnet.

Der Dollar verlor nach den Zahlen an Wert. Im Gegenzug erreichte der Euro sein Tageshoch von 1,0959 Dollar. Neben dem Empire-State-Index wurden gleichzeitig auch Daten zum Einzelhandel und zu den Erzeugerpreisen veröffentlicht.

Wichtiger Frühindikator

Der Empire-State-Index misst die Geschäftstätigkeit der Industrie im Staat New York. Er gilt als wichtiger Frühindikator für die wirtschaftliche Entwicklung in den gesamten USA. Der Index wird durch Befragungen von Unternehmensvertretern ermittelt. Abgefragt werden unter anderem die Lagerbestände, Preise, Auftragseingänge und Absatzzahlen.

Ein Wert unter Null Punkten signalisiert ein Schrumpfen der wirtschaftlichen Aktivität. Positive Werte weisen dagegen auf Wachstum hin.

(AWP)

http://www.cash.ch/news/front/usa_empirestateindex_bricht_stark_ein-3408...

 

 

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Diese Länder flirten mit dem Desaster

Laut einer Bloomberg-Umfrage gehören Brasilien, Griechenland und Russland zu den Ländern mit den schlechtesten Wachstumsaussichten für 2016. Doch auch die Schweiz landet auf der Disaster-Liste.

In den Volkswirtschaften mit der weltweit schlechtesten Entwicklung werden die guten Vorsätze zum Jahresbeginn nicht viel bewirken. Vielmehr wird 2016 vielen von ihnen nur weitere Enttäuschungen bringen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage von Bloomberg unter Ökonomen.

Das Bruttoinlandsprodukt im ölreichen Venezuela wird demnach in diesem Jahr um 3,3 Prozent schrumpfen - die schlechteste Prognose in der 93 Länder umfassenden Umfrage. Es folgen das auf "Ramsch"-Stufe gesunkene Brasilien, das schuldenbeladene Griechenland, das unter niedrigen Rohstoffpreisen leidende Russland - und die Schweiz. Nachfolgend die schlechtesten 10:

Der Rezessions-Club

Der Club, dessen Mitglied niemand sein möchte, bietet einige Überraschungen. Zu den Ländern mit einer Chance von 50:50 für zwei Quartale mit einer volkswirtschaftlichen Schrumpfung zählt Taiwan. Hier hat sich die jährliche Wachstumsrate dramatisch verringert, von vier Prozent in den ersten drei Monaten 2015 bis auf minus 0,6 Prozent im dritten Quartal. Grund dafür waren geringere Exporte nach China.

Selbst mit einem erwarteten Wachstum von 1,2 Prozent in diesem Jahr zählt die Ukraine, die letztes Jahr mit die schlechteste Entwicklung aufwies, zu den Rezessions-Kandidaten. Volkswirte sehen die Wahrscheinlichkeit dafür in den nächsten zwölf Monaten bei 60 Prozent, gleichauf mit Argentinien und am dritthöchsten.

Lateinamerika

Der Ausblick für das am schlechtesten eingeschätzte Venezuela ist verheerend. Von Knappheit bei Grundprodukten wie Medikamenten bis zum Kollaps des Preises für Öl, auf das 95 Prozent der Exporte entfallen, steht das Land vor dem dritten Jahr in Folge mit einem BIP-Rückgang. Dass die Oppositionspartei erstmals in 16 Jahren die Mehrheit im Kongress übernommen hat, gilt mutigen Investoren als kleiner Hoffnungsschimmer.

Auch anderswo in Südamerika sieht es nicht viel besser aus. In Brasilien ist das BIP im vergangenen Jahr gesunken und zusammen mit der Prognose für 2016 befindet sich das Land in der schärfsten Rezession seit mindestens 1901. Zwei grosse Ratingagenturen haben die Bonität brasilianischer Staatsanleihen bereits in die "Ramsch"-Klasse abgestuft.

Im Nachbarland Argentinien steuert der neugewählte Präsident Mauricio Macri die Wirtschaft in eine neue Richtung, um eine Katastrophe abzuwenden und einen BIP-Rückgang in diesem Jahr zu vermeiden. Das im Dezember vereidigte Staatsoberhaupt hat bereits damit begonnen, Massnahmen einzuführen, die das Wachstum ankurbeln und das Haushaltsdefizit eindämmen sollen.

Europa

Griechenland hat den Euroraum nicht verlassen und konnte seinen angeschlagenen Bankensektor rekapitalisieren. Doch steht das Land 2016 noch vor vielen Herausforderungen. Die Wirtschaft wird den Prognosen zufolge um 1,8 Prozent schrumpfen, was es erschwert, die Schuldenlast im dreistelligen Milliardenbereich zurückzuzahlen. Eine deutliche Schuldenerleichterung zu erzielen dürfte schwierig sein. Zu den Belastungen zählt auch der Strom an Flüchtlingen aus Syrien, der an Griechenlands Küsten ankommt.

Russlands Wirtschaftswachstum wird dieses Jahr im negativen Bereich verharren, nachdem das BIP in den ersten neun Monaten 2015 bereits um rund 3,6 Prozent geschrumpft war. Die Sanktionen der Europäischen Union und der USA sowie der niedrige Ölpreis fordern ihren Tribut. 40 Prozent der Einnahmen für den Staatshaushalt stammen aus dem Ölgeschäft.

Auch Finnland und die Schweiz haben es auf die Liste der zehn Länder mit der voraussichtlich schlechtesten Wirtschaftsentwicklung 2016 gebracht. Während das nordische Land unter seiner geografischen Nähe und ökonomischen Abhängigkeit von Russland leidet, machen den Helvetiern die Folgen der überraschenden Abschaffung der Franken-Deckelung zu schaffen - mit sinkenden Exporten und weniger Touristen.

Asien

Die deflationsgeplagte japanische Volkswirtschaft wird der Prognose zufolge in diesem Jahr um ein Prozent wachsen und damit vielen der Nachbarländer, die es auf die Liste der Länder mit der erwarteten besten Entwicklung schafften, hinterherhinken. Die Regierung hat vor kurzem einen Haushalt in Rekordvolumen für das nächste Haushaltsjahr verabschiedet, und hofft, dass staatliche Anreize und Arbeitsmarktreformen das Wachstum ankurbeln werden.

Die aktuellen Prognosen entsprechen der Median-Schätzung in der letzten Umfrage für jedes von 93 Ländern, die zwischen Oktober und Dezember 2015 durchgeführt wurde.

(Bloomberg)

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Diese Aktien trotzen dem Neujahrs-Blues

Das Schweizer Börsenjahr ist zwar noch jung, aber bereits sehr ereignisreich. Ein Rückblick auf die ersten zehn bewegten Handelstage sowie ein Blick auf die Gewinner- und Verlierer-Aktien.

http://www.cash.ch/news/boersenticker/diese_aktien_trotzen_dem_neujahrsb...

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Iran bietet Schweizer Firmen Perspektiven

Fast ein ganzes Jahrzehnt war der Iran weitgehend vom Weltmarkt abgeschottet. Nun sind die Sanktionen gegen Teheran gefallen. Auch für Schweizer Firmen öffnet sich damit ein interessanter Markt.

Bereits im April vergangenen Jahres war eine Schweizer Handelsdelegation in den Iran gereist, um den Markt zu sondieren. Die Schweiz sei gut positioniert, um im Land Fuss zu fassen, hiess es damals von Seiten der Delegation. Ende Februar reist auch Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann nach Teheran.

Laut dem Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) geniesst die Schweiz im Iran einen guten Ruf und Schweizer Qualität wird sehr geschätzt. Nicht zuletzt auch durch ihre Schutzmachtfunktion für die USA, die die Schweiz seit 35 Jahren inne hat.

Viele Schweizer Unternehmen waren vor der Verhängung der Sanktionen bereits im Iran engagiert. Sie hofften nun an diese guten Beziehungen anknüpfen zu können, sagte Ivo Zimmermann, Sprecher des Industrieverbandes Swissmem, am Sonntag gegenüber der Nachrichtenagentur sda.

Zahlreiche Geschäftsfelder

Laut Zimmermann gibt es gerade im Iran im Infrastrukturbereich einen grossen Nachholbedarf, namentlich beim Schienen- und Strassenbau und im Bereich Werkzeug- und Textilmaschinen. Für die zuletzt arg gebeutelten Schweizer Maschinen- Elektro- und Metallunternehmen bietet dies eine willkommene Perspektive.

In den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres brach der Auftragseingang im Zuge des Frankenschocks um 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr ein. Zimmermann rechnet damit, dass nach dem Ende der Iran-Sanktionen zumindest ein Teil dieses Rückgangs kompensiert werden könnte.

Der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse verweist auf Anfrage zudem auf die gut 80 Millionen meist gut ausgebildeten Einwohner des Landes. Der grosse Konsumentenmarkt sei gerade für die Pharma- und Medizinalindustrie sehr interessant. Eine mögliche Nachfrage bestehe auch im Bereich der Energieeffizienz (Stichwort: Cleantech). Generell sollten Unternehmen profitieren können, welche sich durch hohe Qualität oder besonderes technologisches Knowhow auszeichnen, schreibt Economiesuisse.

Noch unklar sind derzeit die Perspektiven für die Schweizer Banken. Die grossen Schweizer Geldhäuser, die auch in den USA aktiv sind, mussten während des Embargos die US-Sanktionen mittragen, die um einiges schärfer waren als jene der Schweiz. Laut Seco-Sprecherin Antje Bärtschi ist es derzeit noch unklar, wann die Schweizer Banken im Iran wieder aktiv werden können.

Verdreifachung der Exporte möglich

Noch ist der Iran für die Schweiz ein kleiner Exportmarkt - mit Ausfuhren im Wert von gut 600 Millionen Franken - vor allem Medikamentenexporte - im Jahr 2014. Zum Vergleich: Die Exporte nach Deutschland beliefen sich im gleichen Zeitraum auf rund 95 Milliarden Franken, in die USA waren es knapp 26 Milliarden und nach China knapp 9 Milliarden Franken.

Das konkrete Potential für die Schweizer Wirtschaft sei schwierig zu beziffern, heisst es bei Economiesuisse. Dieses hänge insbesondere von den Investitionsprioritäten des Iran ab. Einen Einfluss haben in diesem Zusammenhang demnach der tiefe Ölpreis und die Tatsache, dass Vermögenswerte des Iran zurzeit in China eingefroren sind.

Bei der Aussenwirtschaftsförderungsorganisation Switzerland Global Enterprise hiess es nach dem Atomabkommen im vergangenen Jahr, eine Verdreifachung der Schweizer Exporte in den Iran liege durchaus im Bereich des Möglichen.

Nach der Aufhebung des Embargos dürfte die iranische Wirtschaft, das Volkseinkommen und der Mittelstand rasch wachsen. Als Folge davon werde das Interesse an Schweizer Qualitätsprodukten sowie die Bereitschaft dafür mehr zu bezahlen, steigen, schätzte Switzerland Global Enterprise damals.

Grosse Konkurrenz

Die Wirtschaft im Iran ist stark staatlich geprägt und litt in den vergangenen Jahren massiv unter den internationalen Sanktionen und strukturellen Problemen. Entsprechend gross ist der Nachholbedarf. Zugleich sei Iran aber kein "leerer Markt", warnt Economiesuisse vor zu grosser Euphorie.

Das Land verfüge aufgrund der langen Jahre unter dem internationalen Embargo über eine funktionierende Binnenwirtschaft mit einer starken eigenen Produktion mit lokalen Marken. Ausländische Unternehmen werden sich demnach auf Konkurrenz vor Ort einstellen müssen. Überdies sind asiatische Unternehmen bereits präsent und auch amerikanische und europäische Konkurrenten stehen in den Startlöchern.

(AWP)

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Umstrittenes Raketenprogramm: USA verhängen neue Sanktionen

Nur einen Tag nach der weitgehenden Aufhebung von Sanktionen gegen Iran verhängen die USA neue Strafen gegen das Land. Grund für die Maßnahmen ist das Raktenprogramm der Islamischen Republik.

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Die Sanktionen richteten sich gegen elf Unternehmen und Einzelpersonen, die das Programm unterstützt hätten, teilte das Finanzministeriums in Washington am Sonntag mit.

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http://www.spiegel.de/politik/ausland/iran-usa-verhaengen-neue-sanktione...

 

 

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Adecco: Schweiz belegt erneut ersten Platz beim weltweiten Kampf um Talente
19.01.2016 07:45

Zürich (awp) - Die Schweiz ist weiterhin Spitze im weltweiten Kampf um die besten Talente. Im Ranking des Global Talent Competitiveness Index (GTCI) belegt die Schweiz wie im Vorjahr den ersten Platz, wie der Personaldienstleister Adecco am Dienstag mitteilt. Berechnet wird der Index von der französischen Wirtschaftsuniversität INSEAD zusammen mit dem Human Capital Leadership Institute von Singapur und mit der Unterstützung von Adecco.

Die Länder auf den ersten zehn Plätzen zeichneten sich durch Offenheit gegenüber der Mobilität von Talenten aus, heisst es in der Mitteilung. So seien in der Schweiz wie auch in Luxembourg bis zu 25% der Bevölkerung im Ausland geboren, in Singapur seien es gar 43%. Einen bedeutenden Teil an Einwanderern gebe es auch in den USA (Rang 4), Kanada (9) oder Neuseeland (11). Die Mobilität wird in der Mitteilung als eine der zentralen Schlüssel-Voraussetzungen für die Entwicklung von Talenten bezeichnet.

Analysiert wurden insgesamt 109 Länder, welche 84% der Weltbevölkerung und gut 96% der Weltwirtschaft abdecken.

cf/ra

(AWP)

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10 Dinge, die völlig anders kommen könnten

Wachstumsflaute, Börsenbaisse oder steigende Aktienkurse in den Schwellenländern - die Credit Suisse nennt 10 finanzmarktbezogene Dinge, die anders kommen könnten als gedacht.

Von Lorenz Burkhalter

Die Angst vor einer harten Landung der chinesischen Wirtschaft hat die Finanzmärkte in den letzten Wochen kräftig durchgeschüttelt. Man muss schon weit in der Vergangenheit zurückgehen, um auf einen auch nur annähernd so schwachen Jahresauftakt zu stossen.

Zu diesem aktuellen Anlass haben die Aktienstrategen der Credit Suisse eine Liste von Dingen zusammengestellt, die anders kommen könnten als allgemein angenommen. Hier sind die zehn möglichen Überraschungen:

Wachstum in den USA fällt auf 1 Prozent: Am Bruttoinlandprodukt (BIP) gemessen, traut die Schweizer Grossbank der amerikanischen Wirtschaft in diesem Jahr ein Wachstum von 2,2 Prozent vor. Allerdings räumt sie ein, dass einige Vorausindikatoren und die Unternehmensgewinne auf ein mageres Wachstum von 1 Prozent hindeuten.

US-Aktienmarkt verfällt in eine Baisse: Anfang Dezember haben die Experten die empfohlene Aktiengewichtung auf den tiefsten Stand seit 2008 zurückgefahren. Nach dem jüngsten Kursrückschlag sehen sie die Börsen nun allerdings steigen. Im Falle einer ausbleibenden Wachstumserholung in den USA und unverändert hoher Risikoaufschläge an den Anleihenmärkten halten die Aktienstrategen weitere Kursverluste im Umfang von 8 Prozent für möglich.

Harte Landung der chinesischen Wirtschaft: Die Credit Suisse ist schon eine ganze Weile vorsichtig, was China anbetrifft. Mit einer harten Landung der dortigen Wirtschaft rechnet die Schweizer Grossbank zumindest offiziell aber nicht. Den Experten zufolge könnte eine solche dann zum Thema werden, wenn die Häuserpreise um 15 Prozent fallen, das Verhältnis von Krediten zu den Spareinlagen auf 100 Prozent steigt und/oder sich der Kapitalabfluss aus der Volksrepublik weiter beschleunigt.

Der Renminbi büsst 20 Prozent ein: Die chinesischen Währung ist in einem hohen Grad von der weiteren Wirtschaftsentwicklung abhängig. Die am frühen Dienstagmorgen veröffentlichten Konjunkturindikatoren sind insgesamt zwar etwas schwächer als erwartet ausgefallen, deuten aber nicht auf eine harte Landung hin. Eine solche könnte die chinesische Zentralbank zu einer weiteren Abwertung des Renminbi um bis zu 20 Prozent zwingen, so die Aktienstrategen. Offiziell erwartet die Credit Suisse über die nächsten 12 Monate aber nur leichte Kursverluste gegenüber dem Dollar.

Defensive Aktien legen stark zu: Noch rechnen die Experten bei den weitestgehend vom Konjunkturverlauf unabhängigen Aktien aus den Sektoren Pharma und Telekommunikation nur mit einer moderat steigenden Bewertung. Dennoch schliessen sie nicht aus, dass die Probleme von Unternehmen aus dem Rohstoff- und Energiesektor in einer Flucht in Qualität münden werden. Das wiederum wäre positiv für den Schweizer Aktienmarkt, sind die defensiven Indexschwergewichte Nestlé, Roche und Novartis beim Swiss Market Index doch für gut die Hälfte der Gesamtkapitalisierung verantwortlich.

Europa wächst stärker als die USA: Die Schweizer Grossbank traut dem Euroraum in diesem Jahr ein BIP-Wachstum von 1,9 Prozent zu, was unter der offiziellen Wachstumsprognose von 2,2 Prozent für die USA liegt. Sollte letzteres jedoch nur bei 1 Prozent liegen, würde Europa vermutlich stärker als die USA wachsen.

Der Euro steigt auf 1,20 Dollar: Eine solche Divergenz bei der Wirtschaftsentwicklung würde den Aktienstrategen zufolge auch an den Devisenmärkten zu grösseren Verwerfungen führen.

Schwellenländeraktien werden zu den Jahresgewinnern: Nach dem Ausverkauf an den Schwellenländerbörsen raten die Experten ihrer Anlagekundschaft zu einem leichten Übergewicht bei den Aktien aus den aufstrebenden Regionen. Je nach Wirtschaftsentwicklung in den USA und Europa wird nicht ausgeschlossen, dass die Schwellenländerbörsen in diesem Jahr sogar zu den Gewinnern aufsteigen.

Der Ölpreis fällt auf 20 Dollar: Die Aktienstrategen halten einen Rückschlag beim Rohöl auf 20 Dollar je Fass, gefolgt von einer raschen Gegenbewegung auf 45 Dollar für möglich. Offiziell rechnet die Credit Suisse bis Ende 2016 allerdings mit einem Fasspreis von 58 Dollar.

Grossbritannien tritt aus der EU aus: Den Experten zufolge könnte es in Grossbritannien schon im Juni zu einem Referendum rund um die Mitgliedschaft in der Europäischen Union (EU) kommen. Obschon zuletzt die Befürworter eines solchen Austritts zulegen konnten, glaubt man bei der Schweizer Grossbank grundsätzlich ein einen Verbleib Grossbritanniens in der EU.

CASH

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Schweizer Produzentenpreise sinken

Der Gesamtindex der Produzenten- und Importpreise (PPI) in der Schweiz ist im Dezember 2015 gegenüber dem Vormonat erneut gesunken.

Innert Jahresfrist sank das Preisniveau des Gesamtangebots von Inland- und Importprodukten um 5,5%, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Dienstag mitteilt.

Über das gesamte Jahr 2015 betrachtet ging das Preisniveau gegenüber 2014 im Durchschnitt um 5,4% zurück. Dabei sind die Preise der inländischen Produzenten um 3,7% und die Importpreise um 9,1% zurückgegangen. In der Gesamtbilanz des Jahres 2015 verzeichneten insbesondere Erdöl und Erdölprodukte, chemische und pharmazeutische Produkte sowie Maschinen tiefere Preise als im Vorjahr.

Milch und Schweine teurer

Im Dezember ging der Produzentenpreisindex, der die Preisentwicklung der im Inland hergestellten Produkte zeigt, zum Vormonat um 0,3% auf 93,7 Punkte zurück und zum Vorjahr lag das Preisniveau für den Inlandabsatz um 3,0% tiefer. Insbesondere für Mineralölprodukte waren dabei die Preise rückläufig. Höhere Preise verzeichneten dagegen Schlachtschweine und Rohmilch.

Für das verarbeitende Gewerbe und die Industrie sanken die Preise für den Inlandabsatz gegenüber dem Vormonat um 0,6%, die Exportpreise blieben unverändert. Gegenüber dem Vorjahr lag das Preisniveau für den Inlandabsatz um 3,0%, während der Rückgang bei den Exportpreisen bei 4,3% lag.

Der Importpreisindex, der die Entwicklung der Importpreise ohne Mehrwert- und Verbrauchssteuern sowie ohne Zoll zeigt, sank im Berichtsmonat um 0,8% gegenüber dem Vormonat, gegenüber dem Vorjahr lag das Preisniveau um 9,7% tiefer. Tiefere Preise gegenüber dem Vormonat zeigten vor allem Treibstoff, Heizöl, Erdöl (roh) und Erdgas. Preiserhöhungen wurden laut BFS für Textilien, Lederwaren und Schuhe, Fleisch und Rohaluminium beobachtet.

(AWP)

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IWF warnt vor immer grösseren Risiken für Weltwirtschaft
19.01.2016 12:38

London (awp/sda/dpa/reu) - Die Weltwirtschaft lahmt. In den Schwellenländern läuft es nicht rund, vor allem Ölexporteure leiden unter den niedrigen Rohstoffpreisen. In der grössten Volkswirtschaft drückt der starke Dollar, die zweitgrösste steckt mitten im Umbruch.

Die Weltwirtschaft verliert nach der neuen Wachstumsprognose des Internationalen Währungsfonds weiter an Schwung. "Die Wachstumserwartungen scheinen stetig zu sinken", sagte der Chefökonom des IWF, Maury Obstfeld.

Die Schwellen- und Entwicklungsländer, bisher Motor der Weltkonjunktur, lahmen, der niedrige Ölpreis und das Ende der Politik des ultrabilligen Geldes bei der US-Zentralbank Federal Reserve seien zusätzliche Risiken. "Die USA stehen vor Herausforderungen durch die Stärke des Dollar", sagte Obstfeld. "Das hat einen Effekt auf die Handelsbilanz."

Im Jahr 2015 sei die Weltwirtschaft nur um 3,1 Prozent gewachsen, heisst es in dem am Dienstag in London vorgelegten Bericht. Für das laufende Jahr sieht der IWF ein Wachstum von 3,4 Prozent.

2017 könnte es um 3,6 Prozent nach oben gehen, unter anderem, weil es bis dahin in den stotternden Volkswirtschaften der grossen Schwellenländer Russland und Brasilien wieder etwas besser laufen könnte. Der IWF hat damit seine Prognose vom Herbst um 0,2 Punkte nach unten korrigiert.

Vom Wachstumsturbo zum Sorgenfall

Vor allem Chinas Wandlung von einer Industrie- zu einer Dienstleistungsgesellschaft mache der Konjunktur zu schaffen. Der IWF sieht Chinas Wachstum bei 6,3 Prozent im laufenden Jahr und bei 6,0 Prozent 2017 - und damit deutlich unter der von Peking selbst gesetzten Zielmarke von rund 7 Prozent.

"Wenn diese Haupt-Herausforderungen nicht erfolgreich gemeistert werden, könnte das globale Wachstum aus der Bahn geworfen werden", heisst es in dem Bericht. Der IWF rief Regierungen und Zentralbanken dazu auf, weiter eine lockere Geldpolitik zu verfolgen, vor allem um die lahmende Inflation in Gang zu bringen.

Ölexporteure unter Druck

Der niedrige Ölpreis, der bis 2017 nach bisherigen Erkenntnissen nicht signifikant steigen werde, habe Öl exportierende Länder in ihren Wachstumsaussichten geschwächt. Die Nachfrage sei jedoch trotz der niedrigeren Kosten nicht in dem Masse gestiegen, wie das bei früheren Preissenkungen zu beobachten gewesen sei.

Angesichts der Wachstumsschwäche in der Welt hält der IWF in den meisten Industrieländern eine anhaltend lockere Geldpolitik für nötig. Zudem müssten die Rahmenbedingungen verbessert werden - unter anderem mit Investitionen und Strukturreformen.

(AWP)

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Frankenschock wird 2016 nachhallen

Die Ökonomen der Credit Suisse gehen davon aus, dass der Frankenschock im Jahr 2016 nachhallen und insbesondere die Branchen Industrie, Handel und Gastgewerbe weiter fordern wird.

Die Talsohle dürfte nach Meinung der CS-Experten jedoch in der zweiten Jahreshälfte durchschritten werden.

Nach rund dreieinhalb Jahren währungspolitischer Stabilität habe sich am 15. Januar 2015 mit dem überraschenden Entscheid der SNB, den Euro-Mindestkurs aufzuheben, ein Währungsgewitter sondergleichen über der Schweizer Exportwirtschaft entladen, heisst es in dem am Dienstag veröffentlichen "Branchenhandbuch 2016". Zwar wertete sich der Franken in den darauf folgenden Monaten tendenziell wieder etwas ab, doch bleibe er aus Sicht der Exportindustrie und des Tourismus deutlich überbewertet.

Effizienz steigern

Auch 2016 dürften die Folgen des Frankenschocks noch deutlich spürbar sein. Denn selbst ein EUR/CHF-Wechselkurs im Bereich von etwa 1,10 stelle für die Exportindustrie, den stark auf europäische Gäste ausgerichteten alpinen Tourismus und den Detailhandel eine Herausforderung dar. Die Unternehmen müssten ihre Effizienz steigern, um die früheren Margen wieder erwirtschaften zu können und Investitionsentscheide dürften künftig öfter zu Ungunsten des hiesigen Produktionsstandorts ausfallen, wodurch Arbeitsplätze vermehrt ausgelagert werden.

Allerdings gehen die Experten davon aus, dass die Schweizer Wirtschaft 2016 wieder etwas stärker wachsen wird als 2015. Sollte sich der Franken nicht wieder stark aufwerten, könnte die Exportindustrie die Talsohle im Verlauf der zweiten Jahreshälfte durchschreiten, glauben die Ökonomen der CS. Dies betreffe insbesondere zyklische und vom Frankenschock stark betroffene Branchen wie die MEM- oder die chemische Industrie.

In den kommenden Monaten müssten diese Branchen aber noch einen teilweise schmerzhaften Anpassungsprozess an die neuen Wechselkursrealitäten durchlaufen. Daher sei im ersten Halbjahr 2016 im verarbeitenden Gewerbe weiterhin mit Stellenabbau, Verlagerungen ins Ausland und auch Konkursen zu rechnen. Im Gastgewerbe werde der starke Franken insbesondere in der Wintersaison 2015/2016 spürbar sein. Immerhin glauben die CS-Ökonomen, dass sich die Abwärtsdynamik im Tourismus aufgrund der wirtschaftlichen Erholung in Europa zunehmend verlangsamt.

Binnenwirtschaft verliert an Schwung

Die Binnenwirtschaft dürfte 2016 derweil etwas an Schwung verlieren, aber immer noch moderat wachsen. Mit der sich verschlechternden Lage auf dem Arbeitsmarkt werde die Konsumentenstimmung eher getrübt bleiben und Branchen wie der Detailhandel werden sich gegenüber 2015 bestenfalls stabilisieren. Die Zinsen bleiben aber ebenfalls tief und die Zuwanderung voraussichtlich weiterhin robust, was sowohl die Konsumnachfrage als auch den Bedarf an Wohnraum stütze. Dadurch werden unter anderem der Detailhandel, das Transportwesen und die Telekommunikation begünstigt.

Das Baugewerbe dürfte sich 2016 nach einem schwächeren 2015 stabilisieren, wovon neben den baunahen Branchen wie Architekten auch die Holz-, Metall- und Kunststoffindustrie profitieren. Derweil profitieren Unternehmensdienstleister wie Anwälte und Berater weiterhin von der Konsolidierung des internationalen Private Bankings sowie die IT-Dienstleister von der zunehmenden Digitalisierung der Wirtschaft.

Das Unterrichts-, Gesundheits- und Sozialwesen dürfte 2016 weiterhin robust wachsen, da die langfristigen demografischen Treiber auch im laufenden Jahr wirken. Gleichzeitig kommen aber diese Branchen aufgrund der vielerorts angespannten öffentlichen Finanzen verstärkt unter Kostendruck.

(AWP)

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Erster Ölexport der USA geht an Schweizer Händler

Amerikanische Ölproduzenten dürfen ihre Produkte erstmals seit über 40 Jahren wieder ins Ausland verkaufen. Die ersten zwei Ladungen hat sich ausgerechnet ein Rohstoffhändler aus Genf geschnappt.

http://www.handelszeitung.ch/unternehmen/erster-oelexport-der-usa-geht-s...

 

 

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ILO warnt vor weltweit steigender Arbeitslosigkeit
19.01.2016 22:15

Genf (awp/sda) - Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) hat am Dienstag vor einem weltweiten Anstieg der Arbeitslosigkeit gewarnt. Laut der Institution hat sich 2015 die Zahl der Arbeitslosen in der Welt um rund 700'000 auf 197 Millionen Menschen erhöht. In den kommenden Jahren könnte sich die Situation weiter verschlechtern.

Im Jahr 2016 erwartet ILO, dass rund 2,3 Millionen Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren werden. 2017 könnten nochmals 1,1 Millionen Personen dazu kommen.

Zu dieser Einschätzung kommt die Organisation, da sich insbesondere die Konjunktur in Schwellenländern abgekühlt hat und die Rohstoffpreise stark gesunken sind, was die allgemeine Investitionstätigkeit schmälert. Marginalen Verbesserungen in Industriestaaten hätten deutliche Verschlechterungen in Schwellenländern gegenüber gestanden, erläuterte am Dienstag die ILO-Verantwortlichen die Entwicklungen vor Medienvertretern.

Besonders hart wirkten sich die Rezessionen in Brasilien und Russland aus. Auch in China seien die negativen Effekte bereits deutlich spürbar gewesen. Indien sei aufgrund seiner vergleichsweise geringen Abhängigkeit von Rohstoffpreisen weniger stark von einem dramatischen Anstieg der Arbeitslosigkeit betroffen gewesen.

DROHENDE SOZIALE UNRUHEN

Das geringe Wachstum in Schwellen- und Entwicklungsländern erhöht laut ILO das Risiko von sozialen Unruhen. Darüber hinaus hob die internationale Institution, die sich für Arbeitnehmerrechte einsetzt, einmal mehr die häufig prekären Arbeitsverhältnisse in der Welt hervor. Rund 1,5 Milliarden Menschen beziehungsweise mehr als 46% der aktiven Erwerbspersonen seien in einer Position der Schwäche, also meist ohne einen Arbeitsvertrag und ohne irgendeinen sozialen Schutz.

Die Zahl der Menschen, die 2015 mehr einen Arbeitsplatz gesucht haben, beziffert die ILO auf rund 26 Millionen. Auf mittlere Sicht wird bei dieser Kennzahl zwar ein Rückgang erwartet. Allerdings werde sich das steigende Angebot an Arbeitskräften in Schwellenländern fortsetzen und dort die Entwicklungen verschärfen.

Ausserdem dürfte die andauernde Flüchtlingskrise die Situation von Arbeitnehmern und Arbeitssuchenden in vielen Ländern verschlechtern, warnt die ILO.

Die ILO sieht als Mittel dagegen Massnahmen gegen die mangelnde wirtschaftliche Nachfrage, zur Stärkung der Arbeitsmärkte sowie der sozialen Sicherungssysteme und gegen eine Benachteiligung von Gruppen, wie Jugendliche, Langzeitarbeitslose oder Behinderte.

(AWP)

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Historische Einstiegschance bei Aktien?

Die Talfahrt der Aktien weltweit bietet nach Einschätzung von Aberdeen Asset Management eine historische Einstiegschance.

Nachdem die Aktienmärkte 15,8 Billionen Dollar an Wert eingebüsst und die günstigste Bewertung seit 2013 erreicht haben, hat der schottische Vermögensverwalter die Gewichtung der Anlageklasse Aktien um 0,5 bis ein Prozent angehoben. Die leitende Anlagestrategin Anne Richards ist sogar bereit, den Anteil noch weiter auszubauen, wie sie in einem Interview sagte. Ihre favorisierte Region sind ausgerechnet Titel aus den Schwellenländern. Richards geht von einem weiterhin starken chinesischen Wachstum aus, das die Weltwirtschaft fördert.

"Wir sind dem Boden nahe"

"Wir sind dem Boden nahe. Sollte der Markt noch weiter fallen, werden wir noch mehr kaufen", so Richards in Zürich. "Je grösser der Schmerz ist, desto höher sind die Chancen auf Gewinne."

Die Gesellschaft, die unter dem Abzug von Mitteln leidet, steht mit ihrer Einschätzung der Schwellenländer nicht alleine da. Strategen von Häusern wie Goldman Sachs und Bank of America sind bereits seit Ende vergangenen Jahres zuversichtlich, während der leitende Investmentstratege der Credit Suisse, Michael Strobaek, am Montag sagte, die Schwellenländer begännen interessant zu werden. Zumindest der Bewertungsabstand spricht für diese Einschätzung: Nach dem Fall auf ein Sieben-Jahres-Tief sind die Titel im MSCI Emerging Markets Index 29 Prozent billiger als die der Industrieländer.

Richards zieht zudem kontinentaleuropäische Aktien Werten aus den USA und Grossbritannien vor. Ihre Vorliebe gehört dabei Unternehmen, die von der Entwicklung der Robotertechnologie, der Gentherapie und der Lebensmittelsicherheit profitieren.

"Auch wenn es derzeit entsetzlich aussieht, bin ich mir doch einer Sache sicher: Es ist einfacher, vom derzeitigen Niveau aus Gewinne zu machen, als es vor zwölf Monaten der Fall war", so Richards.

(Bloomberg)

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Schweizer ZEW-Indikator sinkt im Januar wegen turbulentem Jahresstart deutlich
20.01.2016 11:29

Zürich (awp) - Die Erwartungshaltung von Ökonomen und Analysten in Bezug auf den Schweizer Konjunkturverlauf hat sich deutlich verschlechtert: Der ZEW-Indikator ist im Berichtsmonat Januar um 19,6 bzw. auf -3,0 von +16,6 Punkten im Vormonat gesunken. Dies ist der tiefste Wert seit Juli 2015 (-5,4). Der turbulente Jahresstart trübe den Wachstumsausblick, schreiben die Credit Suisse und das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), die den Index monatlich berechnen, in einer Mitteilung vom Mittwoch.

Die Uneinigkeit darüber, ob sich das Wirtschaftswachstum beschleunigen oder verlangsamen wird, sei im Januar 2016 gestiegen, was sich an der Verteilung der Antworten zeige: Die Hälfte der Befragten rechnet mit einer unveränderten Konjunkturentwicklung, während der Anteil der Analysten, die eine Verschlechterung erwarten, bloss 3 Prozentpunkte über dem Anteil jener liegt, die mit einer anziehenden Konjunktur rechnen.

Auch die Erwartungen für die Konjunkturentwicklungen in der Eurozone und in den USA schwächten sich im Januar ab. Für die Eurozone sanken die Erwartungen um 10,9 auf 30,3 Zähler. Für die USA trübten sich die Aussichten gar um 20,8 Punkte auf -9,0 Punkte ein.

Nachdem laut Mitteilung im Dezember noch 29% der Analysten eine weitere Senkung der kurzfristigen Zinsen in der Schweiz in den kommenden sechs Monaten erwartet hatten, waren es im Januar 2016 nur noch 6%. Neu rechnen 91% mit konstant bleibenden kurzfristigen Zinsen. In der Eurozone gehen neu 88% der Befragten von unveränderten kurzfristigen Zinsen aus (+20 Prozentpunkte). Auch für die USA ist der Anteil der Analysten gestiegen, die unveränderte kurzfristige Zinssätze erwarten (+25 Prozentpunkte auf 31%), die Mehrheit der Analysten (66%) geht jedoch weiterhin von einem Zinsanstieg in den USA aus.

EUR/CHF STABIL ERWARTET

Etwas mehr als die Hälfte der Befragten rechnet ausserdem in den kommenden sechs Monaten mit einem stabilen EUR/CHF-Wechselkurs. Die übrigen Antworten halten sich in etwa die Waage - ein Zeichen hoher Unsicherheit bezüglich der Wechselkursentwicklung, wie es heisst. Gegenüber dem Dollar dürfte der Franken nach Ansicht der Analysten jedoch an Wert verlieren: 62% erwarten ein Erstarken des Dollars zum Franken.

Im Januar wurden Analysten in einer Sonderfrage auch nach ihren Wachstumsprognosen für die Schweiz im Jahr 2016 befragt. Knapp die Hälfte (48%) der Befragten erwarten ein Wirtschaftswachstum zwischen 1% und 1,5%. Weitere 42% rechnen mit einem positiven Wachstum bis und mit 1%. Gegenüber Oktober 2015, als dieselbe Frage zuletzt gestellt wurde, haben sich die Aussichten eingetrübt: Damals rechneten noch über 60% der Befragten mit mindestens 1% Wachstum.

Die Januar-Umfrage wurde zwischen dem 4.1. und 18.1.2016 durchgeführt, 37 Analysten nahmen daran teil.

uh/cf

(AWP)

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Kursfeuerwerk an Japans Börse

Die Erholung am Ölmarkt und die Aussicht auf mehr billiges Geld von der Europäischen Zentralbank sorgten am Freitag für Partylaune bei japanischen Anlegern.

Die Börse in Tokio hat am Freitag ein Kursfeuerwerk erlebt. Der zuletzt arg gebeutelte Nikkei-Index für 225 führende Werte schoss um 5,88 Prozent nach oben auf 16 958,53 Zähler.

Angeheizt wurde die Partylaune durch Spekulationen, dass die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik eventuell schon im März weiter lockern könnte. Zudem erholten sich die Ölpreise etwas. Dies hatte am Vortag auch am deutschen Aktienmarkt für steigende Kurse gesorgt.

(AWP)

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SNB sieht keine Deflationsgefahr

Die Schweizerische Notenbank (SNB) sieht trotz der negativen Teuerung kein Risiko für einen gefährlichen Preisverfall auf breiter Front.

"Ich sehe im Moment kein wirkliches Deflationsrisiko", sagte SNB-Chef Thomas Jordan am Donnerstag in einem Interview dem Schweizer Fernsehen SRF. Eine solche Abwärtsspirale aus fallenden Preisen, sinkenden Löhnen und rückläufigen Investitionen kann eine Volkswirtschaft dauerhaft lähmen.

Gründe für die negative Inflation in der Schweiz seien vielmehr der niedrige Ölpreis und die sinkenden Preise für Importgüter angesichts des starken Franken, sagte Jordan. Solche Einflussfaktoren könne die Notenbank mit ihren geldpolitischen Massnahmen nicht kurzfristig ausgleichen. "Es braucht über die Zeit dann eine Korrektur, so dass die Inflation wieder in den positiven Bereich zurückkehrt", sagte Jordan.

Für das laufende Jahr erwartet die SNB eine Teuerung von minus 0,5 Prozent. 2017 dürfte die Inflation nach der jüngsten Einschätzung der Notenbank vom Dezember mit einem Plus von 0,3 Prozent wieder in den positiven Bereich zurückkehren.

(Reuters)

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«Börsen können weitere zehn Prozent fallen»

Obwohl Nariman Behravesh, Chefökonom von IHS, den Börsenabsturz als Überreaktion sieht, hält er einen weiteren Rückschlag für möglich. Ausserdem sagt er im cash-Talk, wo er den Ölpreis Ende Jahr sieht.

Interview: Daniel Hügli und Pascal Züger, Davos

Mitte Dezember 2015 hob die US-Notenbank Fed erstmals seit der Finanzkrise den Leitzins. Die Fed-Funds-Rate wurde um 0,25 Prozentpunkte auf eine Spanne zwischen 0,25 und 0,50 Prozent angehoben. Die Finanzmärkte hatten mit dieser Entscheidung gerechnet. Doch werden die Aktienmärkte runtergespült: Der Swiss Market Index (SMI) hat seither 8 Prozent eingebüsst, der Dow Jones tauchte gar 10 Prozent.

"Im Nachhinein denken wohl viele Investoren, dass der US-Zinsanstieg ein Fehler war", sagt Nariman Behravesh, Chefökonom der US-Consultingfirma IHS, im cash-Talk am WEF in Davos. Aber im Dezember habe man die Börsenunruhen noch nicht vorausgesehen, da die Märkte relativ stabil waren. Behravesh denkt nicht, dass der US-Zinsanstieg der Auslöser für die Börsen-Baisse war. Der vor allem von US-Medien oft interviewte Ökonom sieht andere Faktoren, allen voran das mangelnde Vertrauen der Investoren in die Entscheidungsträger.

Zwar gehören die Exponenten der Notenbanken auch zu diesen Entscheidungsträgern. In erster Linie meint Behravesh aber die Regierung Chinas. Die versuche immer wieder, mit teils ungeschickten Eingriffen die Kontrolle über die Aktienmärkte zu erlangen. Das erweise sich letzten Endes aber als kontraproduktiv, und das nage am Vertrauen der Aktien-Anleger.

Insgesamt hält Behravesh den seit Wochen anhaltenden Absturz an den Börsen für übertrieben: "Die Fundamentaldaten in den USA, in Europa, ja gar in China sind nicht so schlimm." Der gegenwärtige Pessimismus der Märkte sei deshalb nur sehr schwer zu verstehen. Was aber nicht heisse, dass die Börse nicht noch tiefer gehen könne. Im Gegenteil: "Die Aktienmärkte könnten nochmals 10 Prozent fallen, werden sich danach aber auch wieder erholen", meint Behravesh.

Ölpreis auf 20 Dollar?

Eng mit den grossen Volatilitäten der Aktienmärkte verbunden ist auch die angespannte Lage am Ölpreismarkt. Am Mittwoch hatten die beiden wichtigsten Ölsorten Tiefstände wie im Jahr 2003 erreicht. Der Grund: Die Versorgung der Welt mit Rohöl ist wesentlich grösser als die nachgefragte Menge. Am Mittwoch war dies durch neue Lagerdaten aus den USA bestätigt worden. Das private American Petroleum Institute (API) meldete einen weiteren Anstieg der sehr gut gefüllten Öllager.

"Der Ölpreis kann sicherlich noch weiter nach unten gehen, das ist ausser Frage", meint Behravesh. Die Geopolitik im Mittleren Osten sei der Hauptauslöser. Saudi-Arabien wolle keine Marktanteile verlieren, weshalb das Land trotz Überangebot noch mehr produziere. Und die Iraner ziehen laut Behravesh, wobei Amerika keine Anstalten macht, Fördermengen zu reduzieren.

Das bedeutet, dass es ein massives Überangebot an Öl gibt, was Preissenkungen zur Folge hat. "Die Preise könnten eine Zeitlang bis auf 20 Dollar fallen", ist Behravesh überzeugt. Falls das passiere, werde es aber in gewissen Ländern sicherlich zu Reduktionen in der Öl-Produktion kommen: "Wahrscheinlich in den USA, was den Öl-Markt dann einbrechen liesse."

Deshalb sieht Beravesh einen solch tiefen Ölpreis nur für kurze Zeit, bis Ende Jahr prognostiziert er einen Preis von über 30 Dollar. Das wäre mehr oder weniger das Niveau von heute: Die Preise der Sorten Brent und WTI betragen aktuell etwas mehr als 28 US-Dollar je Barrel.

http://www.cash.ch/news/boersenticker/boersen_koennen_weitere_zehn_proze...

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Zyndicate
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Indikator deutet EZB-Zinssenkung an

Die Wahrscheinlichkeit für eine weitere Zinssenkung der Europäischen Zentralbank hat nach den Andeutungen von EZB-Präsident Mario Draghi zugenommen.

Der Eonia-Satz, der die Kosten von Geldausleihungen zwischen Banken im Euroraum abbildet, preist eine Chance von nahezu 90 Prozent ein, dass der EZB-Einlagensatz im März um weitere 10 Basispunkte gesenkt wird. Zum Vergleich: Vor einem Monat hatte die Wahrscheinlichkeit erst bei 35 Prozent gelegen.

Mario Draghi steht vor der schwierigen Aufgabe, die Inflation im Euroraum anzutreiben - vor dem Hintergrund sinkender Rohstoffpreise und der Unruhe an den globalen Märkten.

(Bloomberg)

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