CH-relevante Börsenthemen Jahr 2016

408 posts / 0 new
Letzter Beitrag
Elias
Bild des Benutzers Elias
Offline
Zuletzt online: 04.04.2021
Mitglied seit: 02.10.2006
Kommentare: 17'686
«Die Märkte signalisieren ein gravierendes Problem»

..

..

Damit sich der Druck aber wirklich lösen kann, braucht es eine weitere Schwächephase von rund zehn Tagen mit deutlichen Kursverlusten. Ich erwarte deshalb, dass der S&P 500 mindestens nochmals auf das Tief von dieser Woche zurückfallen wird.

http://www.fuw.ch/article/jim-bianco-die-markte-signalisieren-ein-gravie...

 

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 09.04.2021
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 33'776

Adecco Job Index: Rückgang im Schweizer Stellenmarkt schwächt sich ab
25.01.2016 10:30

Zürich (awp) - Die Schweizer Unternehmen haben auch im vierten Quartal bei der Personalrekrutierung Vorsicht walten lassen. Der Rückgang hat sich gegenüber dem Vorquartal aber abgeschwächt. Der Stellenmarkt ist im vierten Quartal laut dem von der Universität Zürich erhobene Adecco Swiss Job Market Index (ASJMI) gegenüber Ende Oktober um 3% geschrumpft, nach 6% im dritten Quartal. Bereinigt um Saisoneffekte sei das Angebot sogar stabil geblieben, wie Adecco am Montag mitteilt. Gegenüber dem Vorjahr ging der Index um rund 9% zurück.

In naher Zukunft könne deshalb nicht erwartet werden, dass das Stellenangebot zur Reduktion der Arbeitslosenquote beiträgt, heisst es weiter. "Grosse Unterschiede zeigen sich zwischen den Berufsfeldern. Während deutlich weniger Personal im Bauwesen sowie im Handel und Verkauf gesucht wird, nimmt das Stellenangebot im Gastgewerbe, der Informatik und dem Verwaltungswesen wieder deutlich zu", wird Adecco Schweiz CEO Nicole Burth Tschudi in der Mitteilung zitiert.

DRASTISCHER RÜCKGANG IM JAHRESVERGLEICH

Mit Ausnahme der Genferseeregion (+1,8% gg Q3) nahm der Personalbedarf in allen Regionen ab. Am stärksten verringerte er sich in der Region Ostschweiz mit -12%, gefolgt von der Zentralschweiz (-6,3%), Nordwestschweiz (-4,8%), Espace Mittelland (-3,7%) und Zürich (-3,2%).

In der Ostschweiz wurden insbesondere weniger Stellen im Ausbaugewerbe und im Bereich Handel und Verkauf ausgeschrieben, ebenso wie in der Zentralschweiz und in Zürich, heisst es weiter. In Zürich falle zusätzlich die Abnahme in der Finanz- und Versicherungsbranche ins Gewicht. In der Nordwestschweiz schrumpfe dagegen insbesondere die Nachfrage nach Ingenieuren und im Espace Mittelland nehme der Personalbedarf im Bauwesen sowie im Bereich Technik ab.

Noch deutlicher wird gemäss Adecco der rückläufige Trend im längerfristigen Vergleich: Seit Ende 2014 ist das Stellenangebot um insgesamt 8,9% geschrumpft. Die grössten Einbussen sahen im Jahresvergleich die Ostschweiz (-19%), Genferseeregion (-11%), Espace Mittelland (-8,6%) und Zürich (-5,4%). Gering war der Rückgang in der Nordwestschweiz (-0,6%) und einen Anstieg verzeichnete einzig die Zentralschweiz mit +2,5%.

GROSSE UNTERSCHIEDE ZWISCHEN BERUFSBEREICHEN

Zwischen den einzelnen Berufsbereichen gebe es in Quartalsvergleich grosse Unterschiede in der Nachfrageentwicklung, so die Autoren weiter. Rückläufig sei insbesondere das Stellenangebot im Baugewerbe (-27%), wofür vor allem die negative Entwicklung im Ausbaugewerbe verantwortlich ist. Stark geschrumpft ist das Stellenangebot auch im Handel und Verkauf (-15%).

In den Bereichen Technik und Naturwissenschaften sowie Unterricht und öffentliche Dienstleistungen geht die Personalnachfrage nur leicht um je 3% zurück. Kaum geändert habe sich die Personalnachfrage in der Industrie und im Transportbereich (-2%) sowie in den Gesundheitsberufen (-2%). In den Bereichen Finanz und Treuhand sowie in Management und Organisation sei keine Veränderungen erkennbar (0%). In der Informatik und im Bereich Büro und Verwaltung wurden je 8% Plus verzeichnet. Noch deutlicher ist die Zahl der ausgeschriebenen Stellen im Gastgewerbe und den persönlichen Dienstleistungen gestiegen (+14%).

yr/cf

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 09.04.2021
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 33'776

Swissmem-Präsident: 10'000 Stellen in der Maschinenindustrie abgebaut
25.01.2016 10:15

Bern (awp/sda) - Die Schweizer Maschinenindustrie hat im vergangenen Jahr rund 10'000 Stellen abgebaut, wie Swissmem-Präsident Hans Hess schätzt. Das Hauptproblem bleibt weiterhin die durch den starken Franken ausgelöste Erosion der Margen.

"Alle haben ihre Preise gesenkt, um wettbewerbsfähig zu bleiben", sagte der Präsident des Verbands der Schweizerischen Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (Swissmem) in einem Interview, das am Montag in der Beilage "Indices" der Westschweizer Zeitung "L'Agefi" erschien. Die Preissenkungen seien der Grund dafür, dass über ein Drittel der Unternehmen in der Branche 2015 Verluste schreibe.

Hess sagte weiter, die Unternehmen bräuchten ungefähr zwei Jahre, um wieder in die Gewinnzone zurückzufinden. 2011 schrieb ebenfalls ein Drittel der Industrieunternehmen nach der Aufwertung des Frankens Verluste. 2014 schliesslich fanden die Unternehmen zur Profitabilität zurück, wie der Swissmem-Präsident in Erinnerung ruft. Um die aktuelle Krise zu meistern müsse man wie 2011 Kosten senken, Innovationen beschleunigen und die Produktivität verbessern, sagte Hess.

Im vergangenen November hatte Swissmem die Zahl der verlorenen Stellen in der Branche auf 4'500 beziffert und sich dabei auf Umfragewerte des ersten Halbjahres 2015 bezogen. Im dritten Quartal 2015 hatte der Indikator für die Aufträge in der Maschinenbauindustrie sein zweittiefstes Niveau seit 2005 erreicht.

yr

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 09.04.2021
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 33'776

Mehr Roboter bedeuten tiefere Zinsen

Wenn die Roboter zunehmen, werden die Zinsen sinken. Das war die Einschätzung der Teilnehmer am Weltwirtschaftsforum in Davos.

Sie sind der Überzeugung, dass die Revolution bei Automatisierung und künstlicher Intelligenz die Art und Weise, wie Volkswirtschaften funktionieren, verändern wird.

Die These lautet folgendermassen: Da die Maschinen immer fortschrittlicher werden, dürften viele Arbeitnehmer ihre Jobs verlieren und bei anderen dürften die Gehälter sinken. Neue Technologien werden auch die Chancen für einen Technologiesprung wie in den 1990er Jahren erhöhen. Diese Kräfte werden zusammenwirken und die Preise überall in der Weltwirtschaft drosseln. Das bedeutet, dass die Ära der niedrigen Inflation, die derzeit den Zentralbanken Probleme bereitet, nur der Anfang dessen ist, was noch kommen dürfte.

"Der technologische Fortschritt wird eine Wiederbelebung der Inflation deckeln", sagte Axel Weber, Verwaltungsratsvorsitzender der UBS und früherer Präsident der Deutschen Bundesbank, in Davos.

Die Sorge ist, dass die sogenannte vierte industrielle Revolution zu Lasten eines zunehmenden Teils der Arbeitskräfte gehen wird. Das heisst, es wird zu Arbeitslosigkeit kommen, ebenso zu Druck auf die Gehälter und damit auf den Konsum, insbesondere bei Arbeitnehmern mit geringer Qualifikation.

Arbeitsplatzverluste

Das Forum berechnete, dass durch die Automatisierung bis 2020 in 15 grossen Industrie- und Schwellenländern über fünf Millionen Arbeitsplätze verloren gehen werden. Diese Aussicht beunruhigt bereits die Wähler weltweit, führt zu Störungen in der Politik und stärkt die Unterstützung für Populisten von Marine Le Pen bis zu Donald Trump.

"Die erste Auswirkung sind niedrigere Gehälter, wenn Leute ersetzt werden", sagte Adam Posen, früher bei der Bank von England und heute Leiter des Peterson Institute for International Economics in Washington. "Das sollte sich mit der Zeit angleichen, aber die anfängliche Wirkung ist deflationär."

Durch eine höhere Effizienz der verbleibenden Arbeitnehmerschaft setzen Optimisten auf einen Produktivitätsboom, wie er durch das Internetzeitalter angefacht wurde und in den USA von 1996 bis 2003 zu einer Produktivitätswachstumsrate von 3,5 Prozent führte. Das ermöglichte den Zentralbanken, die Zinsen niedriger als üblich zu halten. Bank of America hat ausgerechnet, dass die Einführung von Robotern und künstlicher Intelligenz die Produktivität in vielen Branchen um 30 Prozent erhöhen könnte.

Politische Auswirkungen

"Das Ergebnis ist ein Umfeld mit niedriger Inflation", sagte Laura Tyson, frühere Wirtschaftsberaterin von US-Präsident Bill Clinton, die nun an der Haas School of Business der University of California in Berkeley lehrt.

Ein weiteres Problem für die Optimisten sind die Auswirkungen auf die Politik. So wie die Technikfeinde in der ersten industriellen Revolution auftauchten, könnte auch jetzt eine weitere Neuordnung der Welt für Unfrieden unter den Wählern und zu reaktionärer Politik führen.

"Wir werden radikale Veränderungen sehen", sagte Johan Dennelind, CEO der schwedischen Telefongesellschaft TeliaSonera AB. "Es könnte richtig schmerzhaft werden. Ich denke, wir müssen uns das eingestehen und den gesunden Menschenverstand nutzen, um uns darauf vorzubereiten."

Der Nobelpreisträger Edmund Phelps sagte, die Regierungen müssten darauf wohl mit einer Umverteilung der Steuereinnahmen reagieren, hin zu jenen, die unter den Gewinnen der anderen leiden, die vom Fortschritt profitieren.

Die Zentralbanken bereiten sich bereits auf die Herausforderung vor. Andrew Haldane, Chefökonom der Bank von England, hatte im November geschätzt, die Automatisierung könnte 15 Millionen britische Arbeitsplätze kosten.

Politisches Umdenken

"Wenn die Substituierbarkeit zwischen den Produktionsfaktoren Arbeit und Kapital höher ist als in der Vergangenheit, dürfte die Verhandlungsposition des Faktors Arbeit und dessen Anteil am Einkommen unvergleichbar niedriger werden", sagte er. "Das Ergebnis ist eine deutlich niedrigere Inflation."

Solch ein Umfeld sei ein weiterer Grund, weshalb die Zentralbanken, die seit der Finanzkrise wiederholt ihre Inflationsziele verfehlt haben, darüber nachdenken müssten, wie sie Preisstabilität herstellen wollen, sagte Paul Sheard, weltweiter Chefökonom bei Standard & Poor’s. "Das ist ein Grund, um einen Schritt zurückzutreten und sich Gedanken zu machen."

(Bloomberg)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 09.04.2021
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 33'776

Schweizer Firmen haben 2015 weniger exportiert

Schweizer Firmen haben im letzten Jahr deutlich weniger Waren ins Ausland verkauft als im Vorjahr.

Die Exporte sanken im gesamten letzten Jahr um 2,6 Prozent auf noch 202,9 Milliarden Franken, wie die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) am Dienstag mitteilte.

Hart traf es die Maschinenindustrie: Auf ihr Konto gehen zwei Fünftel des gesamten Exportrückgangs. Nur eine einzige Branche konnte ihre Exporte im letzten Jahr steigern: Die Hersteller von Bijouterie- und Juwelierwaren.

Ein grosser Teil des Exportrückgangs ist mit den tieferen Preisen zu erklären. Es sank also in erster Linie der Wert der exportierten Produkte und nicht deren Menge. Der Grund ist, dass die Firmen - um trotz des starken Frankens wettbewerbsfähig zu bleiben - die Preise senkten. Preisbereinigt, also real, betrug das Exportminus nur noch 0,7 Prozent.

Noch stärker als die Exporte sanken im letzten Jahr die Importe: Sie gingen um 6,9 Prozent auf 166,3 Milliarden Franken zurück. Das widerspricht im Grunde der ökonomischen Theorie: Denn durch die starke inländische Währung werden Produkte aus dem Ausland billiger, was die Importe beflügeln sollte.

Allerdings ist auch bei den Importen ein grosser Teil des Rückgangs mit den - in Franken gerechnet - tieferen Preisen erklärbar. Werden die Preise ausgeklammert und die realen Werte betrachtet, beträgt das Importminus nur noch 0,5 Prozent.

Unter dem Strich exportierte die Schweiz im letzten Jahr nach wie vor deutlich mehr als sie importierte: Der Exportüberschuss in der Handelsbilanz betrug 36,6 Milliarden Franken.

(SDA)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

swissrain
Bild des Benutzers swissrain
Offline
Zuletzt online: 10.04.2021
Mitglied seit: 21.10.2014
Kommentare: 376
SMI/das Ganze

Es war hier einmal ein Forum, in dem VIELE mitdiskutierten. Es kamen dann ein paar Stimmen hinzu, über die man kotzen wollte, und das Forum brach ab ... Ich würde mich freuen, wenn wieder ein paar frische Stimmen ihre Gedanken beitragen würden, richtig oder falsch spielt keine Rolle, es geht darum, die Leber abzutragen, von nicht Profis. Wir wissen ja, Profis führen uns ins Leere. 

Zur gegenwärtigen Lage: Es riecht schwer nach Bär, ich bin in Cash, auch nicht sicher, ob der Cash in CHF am besten bewahrt ist. Denke an Einstieg in Silber, Gold, für die Überwinterung des nächsten Bärs, der aus meiner Sicht klar am Kommen ist: Die Stimmung in Europa ist allein durch die Flüchtlingskrise angeka(n)akt, lol, jeder weiss, dass die jetzige Diktatur Deutschlands, den Gutmenschen vorzugaukeln, krank und verlogen ist. Und wenn dies auch nicht jeder wahrhaben will, drückt dies allein aufs Sentiment. Es gibt einige mehr Faktoren aufs Sentiment, nur schon die Aussichtslosigkeit in den USA, einen guten nächsten Präsidenten zu finden: Die USA (sagen wir die weissen US-Bürger) sehen, dass sie abgesägt werden und wählen nun verzweifelt einen Clown. Solche Leute wie Trump bekommen überhaupt nur in üblen Zeiten eine Plattform, und er allein zeigt, dass der ganz dreckige nächste Bär am Aufziehen ist, nun mal ohne grosse chartechnische Überlegungen, auch dort zeigt sich das selbe Kotzen. 

What do you think? It would be fun to hear some more voices ... 

chszch
Bild des Benutzers chszch
Offline
Zuletzt online: 19.05.2017
Mitglied seit: 24.09.2013
Kommentare: 28
bärenmarkt


das sehe ich auch so. Denke die USA sind bald wieder in einer Rezession, Europa nicht weit davon entfernt, all die geopolitischen Probleme, China-Problematik, Flüchtlingskrise. Was soll die Börsen antreiben? Die Wirkung der EZB werden verpuffen und die Zinsen sind immer noch überall auf Rekordtief. Ich sagte schon vor einiger Zeit, dass die nächsten Rezession kommen wird, bevor die Zinsen wieder auf Normalniveau sind. Was machen die Notenbanken dann? Pulver ist alles verschossen? Die IRAN-Investitionen sind nur ein kleiner Tropfen. Was gibt es noch für Gründe für steigende Börsen, ausser die Alternativlosigkei?

Paedaericco
Bild des Benutzers Paedaericco
Offline
Zuletzt online: 09.04.2021
Mitglied seit: 09.04.2015
Kommentare: 125

Ich bin da optimistischer, und rechne damit, dass wir noch dieses Jahr neue Höchstkurse sehen werden. Die China-Problematik ist doch übertrieben. Das Land ist eben mittlerweile auf einem Niveau, auf dem man nicht mehr zweistellig wachsen kann. 7% Wachstum ist ja immer noch Top! Die Schweiz träumt von solchen Zahlen. Und ob die Flüchtlingskrise einen grossen Einfluss auf die Börsen hat... naja, ich weiss es nicht. Schlussendlich sind es doch immer noch die Unternehmensgewinne, welche die Aktienkurse bestimmen. Und da gibt es viele gute Firmen, welche tolle Gewinne schreiben. Mittelfristig werden die Unternehmen immer wieder fair mit einem durchschnittlichen KGV von ca. 15 bewertet. Momentan kriegt mal für gewisse Aktien einen schönen Rabatt.

chszch
Bild des Benutzers chszch
Offline
Zuletzt online: 19.05.2017
Mitglied seit: 24.09.2013
Kommentare: 28
china

um China mache ich mir weniger Sorgen wegen des tieferen Wirtschaftswachstums - das ist sogar "gesund" - mehr um die Immobilienblase und die extrem hohe Verschuldung vieler Chinesen.

Elias
Bild des Benutzers Elias
Offline
Zuletzt online: 04.04.2021
Mitglied seit: 02.10.2006
Kommentare: 17'686

China will nicht mehr der verlängerte Werkbank Europas sein und Saudi Arabien will nicht mehr vom Öl abhängig sein.

Und China steht vor einem ausserodentlichen demographischen Problem, mit einer enormen Verschuldung und ohne Sozialsystem.

 

 

Globalisierung : Macht euch bereit! Chinakrise, Ölpreis, Roboter: Die Globalisierung verläuft anders als bisher. Was bedeutet das für unsere Jobs? Es sind drei Kräfte am Werk, die sich gegenseitig verstärken. http://www.zeit.de/2016/04/globalisierung-weltwirtschaft-oelpreis-china    

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

Elias
Bild des Benutzers Elias
Offline
Zuletzt online: 04.04.2021
Mitglied seit: 02.10.2006
Kommentare: 17'686
SMI: Nächstes Kursziel in Reichweite

Der Markt dürfte heute eine entscheidende kurzfristige Barriere überspringen. Damit entsteht neues Aufwärtspotenzial, das nicht überbewertet werden darf.

http://www.fuw.ch/article/smi-nachstes-kursziel-in-reichweite/

 

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 09.04.2021
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 33'776

Konsumlaune in der Schweiz intakt

Die Kauflust der Schweizerinnen und Schweizer hat sich im Dezember positiv entwickelt. Da sich wegen Tiefzinsen das Sparen nicht lohnt, wird mehr konsumiert.

Der UBS-Konsumindikator ist im Dezember 2015 um 0,07 auf 1,62 Punkte gestiegen, wobei der Vormonatswert relativ deutlich auf 1,55 von 1,66 nach unten revidiert wurde. Zwar habe sich die Konsumlaune zum Jahresende wieder etwas verbessert, doch die Detailhändler hätten diese Zuversicht nicht geteilt, schreiben die Ökonomen der Grossbank in einer Mitteilung vom Mittwoch. Sie gehen aber von einer "weiterhin positiven Entwicklung" des Privatkonsums aus.

Die Konsumlaune dürfte zu Jahresbeginn trotz eines saisonal bedingten Anstiegs der Arbeitslosenquote im Dezember gut bleiben, heisst es. Dies, weil bedingt durch das Tiefzinsumfeld der Sparanreiz sehr gering sei und so tendenziell mehr konsumiert werde. Die Konsumentenpreise befänden sich ausserdem immer noch im Sinkflug, wobei auf die Energiepreise, insbesondere Erdöl, ein Grossteil des Preisrückgangs entfalle. Dank den Minderausgaben für Energie steige das verfügbare Einkommen, was sich in höheren Konsumausgaben niederschlagen dürfte.

Weihnachtsgeschäft über Erwartungen

Gemäss den Umfragewerten der Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETH erwartete der Detailhandel im Dezember allerdings eine schlechtere Geschäftslage als im Vormonat. Die Detaillisten gingen davon aus, dass die Konsumenten vermehrt im Ausland einkaufen und aufgrund der Wirtschaftslage generell weniger ausgeben würden. Erste Stellungnahmen der Detailhändler liessen aber auf ein besser als befürchtet ausgefallenes Weihnachtsgeschäft schliessen, so die UBS-Ökonomen.

Der Konsumindikator zeigt laut UBS mit einem Vorlauf von ein bis drei Monaten auf die offiziellen Zahlen die Entwicklung des Privatkonsums in der Schweiz an. Dieser ist mit einem Anteil von gut 50% die mit Abstand wichtigste Komponente des Schweizer Bruttoinlandprodukts.

Berechnet wird der Index aus folgenden sechs konsumnahen Grössen: Immatrikulationen von neuen Personenwagen, Geschäftslage im Detailhandel, Anzahl Hotelübernachtungen von Inländern in der Schweiz, Konsumentenstimmungsindex, Beschäftigungsentwicklung sowie Kreditkartenumsätze, die über UBS an inländischen Verkaufspunkten abgewickelt werden.

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 09.04.2021
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 33'776

Swiss Job Index für Stelleninserate legt um die Jahreswende 2,5% zu
28.01.2016 10:09

Zürich (awp) - Die Anzahl der Online-Stellenangebote in der Schweiz ist im vergangenen Monat leicht gestiegen. Gemäss dem Swiss Job Index (SJI) des Personalvermittlers Michael Page vom Donnerstag nahm die Zahl der auf den Homepages der Unternehmen ausgeschriebenen Stellenangebote schweizweit zwischen Mitte November und Mitte Dezember um 2,5% zu. Das ist der erste Anstieg seit August 2015.

Das stärkste Wachstum verzeichneten den Angaben zufolge die Ostschweiz (+6,3%) und die Zentralschweiz (+5,1%), die geringste Zunahme wiesen das Mittelland (+0,8%) sowie der Kanton Zürich (+1,0%) auf. Das Stellenwachstum in der Deutschschweiz, auf die rund 86% aller ausgeschriebenen Stellen entfielen, betrug 2,5%. In der Westschweiz war das Wachstum mit 2,0% etwas geringer.

Die grössten Zuwächse gab es in den Bereichen Telekom (+14,9%), Forschung/Labor (+13,7%) sowie Technische Dienste (+12,8%). "Wir stellen eine besonders grosse Nachfrage bei spezialisierten Ingenieuren und Technikern in den Bereichen Medtech und Schwerindustrie fest, aber auch generell in der Gesundheits- und Life-Sciences-Branche", sagt Nicolai Mikkelsen, Direktor von Michael Page, in der Mitteilung.

Der Index des Personalvermittlers misst die Zahl der ausgeschriebenen Vakanzen auf Unternehmens-Webseiten in der ganzen Schweiz.

uh/rw

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 09.04.2021
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 33'776

Pharmabranche steigert Umsatz mit Medikamenten in der Schweiz
28.01.2016 10:00

SPERRFRIST 0930. Folgt Zusammenfassung nach MK

Bern (awp/sda) - Nach Jahren der Stagnation ist der Schweizer Medikamentenmarkt 2015 wieder gewachsen. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Umsatz mit Medikamenten um 5%. Die Hälfte des Wachstums entfiel auf neue Medikamente gegen Hepatitis C. Der Branche half aber auch, dass es keine Preissenkungen gab.

In den Jahren davor hatten die jährlichen Preissenkungsrunden des Bundes das Umsatzergebnis um 2,8% nach unten gedrückt, wie die Branchenverbände vips und Interpharma in einer Mitteilung vom Donnerstag schreiben.

Seit einigen Jahren überprüft der Bund jährlich die Preise eines Drittels der Arzneimittel, die von der Grundversicherung der Krankenkassen vergütet werden. Auf diese Weise verfügte er seit 2012 bei 1500 Medikamenten tiefere Preise. Jährlich wurden damit mindestens 600 Mio CHF eingespart. Aufgrund der Einführung des neuen Preisbildungssystems fanden 2015 keine Preissenkungen statt.

Für die Branche währt die Freude aber nur kurz. Bereits in diesem Jahr steht eine neue Preissenkungsrunde an. "Das sind schmerzhafte Einschnitte für die Firmen, die ohnehin schon unter dem starken Franken leiden", wird vips-Geschäftsführer Thomas Binder in der Mitteilung zitiert.

UMSATZPLUS DANK TEURERER MEDIKAMENTE

Am stärksten gewachsen ist der Umsatz bei den antiviralen Medikamenten. Der Verkauf neuer Präparate gegen Hepatitis C bescherte der Branche in diesem Segment eine Wachstumsrate von 50%.

Insgesamt erhöhte sich der Umsatz um 257,6 Mio auf 5,4 Mrd CHF. Dabei zeigte sich, dass die Pharmabranche in der Schweiz vor allem mehr Packungen von teureren Arzneien verkaufte. Mengenmässig verzeichnete der Medikamentenmarkt im vergangenen Jahr dagegen nur ein Plus von 0,5% auf 211 Mio Packungen.

Die Daten zum Medikamentenmarkt werden jährlich vom Marktforschungsinstitut IMS Health im Auftrag der Vereinigung Pharmafirmen in der Schweiz (vips) und des Verbands Interpharma erhoben.

uh

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 09.04.2021
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 33'776

Unternehmer sehen Geschäftsklima wegen Frankenstärke laut Studie eingetrübt
28.01.2016 08:59

Zürich (awp) - Ein Jahr nach dem Entscheid der Schweizerischen Nationalbank zur Aufhebung des Euro-Mindestkurses zeigen sich weitere Auswirkungen bei den Schweizer Unternehmen. Diese schätzen die eigene Lage kritischer ein als in den Vorjahren. Jedes fünfte Unternehmen baut Personal ab. Erstmals seit 2012 überwiegen zudem die Konjunkturpessimisten.

Das Geschäftsklima in der Schweiz habe sich gemäss einer Umfrage unter 700 mittelständischen Unternehmen in der Schweiz merklich eingetrübt, teilt die Beratungs- und Prüfungsgesellschaft EY am Donnerstag mit. Zwar bewertet die grosse Mehrheit der Unternehmen (86%) ihre aktuelle Geschäftslage als positiv, und auch die Prognosen zur Umsatz- und Geschäftsentwicklung bleiben knapp zuversichtlich. Die Unternehmen schätzen ihre eigene Lage aber als weniger stabil ein und rechnen für das laufende Jahr mit einem Abschwung.

Der Anteil der Konjunkturpessimisten hat sich gegenüber Januar 2015 auf 26% von 13% verdoppelt, während der Anteil der Optimisten leicht gesunken auf 23% ist. Erstmals seit Januar 2012 überwiege damit wieder der Anteil der Skeptiker, die von einer Verschlechterung der Wirtschaftslage für die kommenden sechs Monate ausgehen. Neben der Währungsstärke sei denn auch die stotternde Konjunktur in der Schweiz die Hauptsorge der Unternehmen.

MODERATES UMSATZWACHSTUM - INVESTITIONSDYNAMIK GEHT ZURÜCK

Obwohl gewisse Zukunftsängste spürbar seien, rechnen für das laufende Jahr nur 11% der befragte Unternehmen mit tieferen Umsätzen. Dies ist beinahe derselbe Wert wie vor Jahresfrist und dieser liege deutlich unter der pessimistischen Einschätzung vom Mai 2015, als fast ein Drittel mit Umsatzrückgängen gerechnet hatte.

Trotz der durchwachsenen Konjunkturerwartungen wollen die Unternehmen weiterhin vorsichtig investieren und rechnen sogar damit, zusätzliche Stellen zu schaffen. Allerdings sinkt die Investitionsdynamik auf den niedrigsten Wert seit 2009.

Im Gegensatz dazu dürfte die Beschäftigungsdynamik im Vergleich zum Vorjahr leicht steigen. Die Dienstleistungsunternehmen wollen am meisten neue Leute anstellen. Der Fachkräftemangel bleibe trotz einer leichten Entspannung ein Problem: Gut jedem zweiten Unternehmen falle es schwer, geeignete Fachkräfte zu rekrutieren, vor allem im technischen Sektor.

Viele Unternehmen reagieren auf die Frankenstärke durch eine Verringerung der Personalkosten: 30% stellen keine neuen Mitarbeitenden mehr ein, 22% wollen dieses Jahr Personal abbauen oder sind bereits dran. Bei 15% aller befragten Unternehmen sind Lohnkürzungen ein Thema und 21% wollen im 2016 Kurzarbeit umsetzen. Beide Massnahmen werden doppelt so häufig genannt wie noch im Mai 2015.

cp

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 09.04.2021
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 33'776

Zwei Wetten gegen den Franken

Trotz Börsenturbulenzen schwächt sich der Franken ab. Das sei erst der Anfang, sagt eine amerikanische Grossbank und rät zum Verkauf von Franken gegen zwei andere Währungen.

Von Lorenz Burkhalter

Der Wirtschaft in China droht eine harte Landung und auch aus den USA treffen seit einigen Tagen vermehrt wieder Negativmeldungen ein. Die Finanzmärkte haben allen Grund nervös zu sein.

Und was macht der Franken? Er bröckelt weiter vor sich hin. Vorbei sind die Zeiten, in welchen Anleger bei Börsen- und Währungsturbulenzen Schutz im Franken suchten. Dieser Status ist ihm schon vor Monaten abhanden gekommen.

Für den Euro wurde am frühen Freitagmorgen vorübergehend sogar 1,1133 Franken bezahlt – soviel wie seit der Aufgabe des Euro-Mindestkurses durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) von Mitte Januar letzten Jahres nicht mehr. Auch der Dollar wird wieder mit einem komfortablen Abstand zur Parität von eins-zu-eins gehandelt.

Kurzfristig auf Rohstoffwährungen setzen?

Die Frankenschwäche kommt derart überraschend, dass einige Auguren Interventionen der SNB dahinter wähnen. Doch dem widersprechen die Währungsstrategen von Morgan Stanley vehement. Vielmehr geben die für die amerikanische Grossbank tätigen Experten sogenannten "Carry-Trades" die Schuld. Mit anderen Worten: Aufgrund der hierzulande tiefen Zinsen wird der Franken als Finanzierungswährung genutzt um in besser verzinsten Wirtschaftsregionen zu investieren.

Genau hier setzen die Strategen an und raten Anlegern zum Kauf von australischen Dollar gegen Franken. Der "Aussi-Dollar", wie er auch gerne genannt wird, gilt als sogenannte Rohstoffwährung. Der Grund: Die Wirtschaft Australiens ist in einem hohen Grad vom Bergbau abhängig, weshalb der Preiszerfall an den Rohstoffmärkten auch dieser Währung sichtlich zusetzte.

Nun rechnen die Experten jedoch mit einem kurzfristigen Aufbäumen der Rohstoffwährungen. Den australischen Dollar sehen sie in der Folge von derzeit 0,7240 Franken innerhalb weniger Wochen auf 0,7650 Franken klettern.

Selbst der Yen besser als der Franken

Während die Währungsstrategen die SNB im Zuge neuer geldpolitischer Massnahmen seitens der Europäischen Zentralbank (EZB) ebenfalls zu Interventionen gezwungen sehen, erwarten sie von der australischen Zentralbank keine solchen. Die EZB hat erst kürzlich weitere geldpolitische Vorstösse für März angekündigt.

Was den japanischen Yen anbetrifft, so sehen die Experten gewisse Parallelen zum Franken. Beide Währungen seien von Anlegern in der Vergangenheit als "sicherer Hafen" genutzt worden und seien nun überbewertet. Allerdings sehen sie in Japan eine vielversprechende Entwicklung weg von rein monetären hin zu fiskalpolitischen Massnahmen sowie strukturellen Reformen. Den Franken sehen sie deshalb von aktuell um die 118,50 auf 112 Yen fallen.

Inzwischen hat die Bank of Japan (BoJ) im Kampf gegen die konjunkturelle Schwäche jedoch beschlossen, Strafzinsen für die Geschäftsbanken einzuführen. Das wiederum widerspricht der von Morgan Stanley erwarteten Entwicklung hin zu fiskalpolitischen und strukturellen Massnahmen vehement.

CASH

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Elias
Bild des Benutzers Elias
Offline
Zuletzt online: 04.04.2021
Mitglied seit: 02.10.2006
Kommentare: 17'686
Diesen Schweizer Branchen schadet Billig-Öl am meisten

Preiszerfall

Nicht alle Branchen profitieren vom derzeit rekordtiefen Preisniveau beim «schwarzen Gold». Konzerne wie Sulzer oder ABB müssen mit weniger Aufträgen rechnen.

1. Finanzbranche: Rechtzeitig abgestossen
Die Schweizer Finanzbranche bekommt den rekordtiefen Ölpreis kaum zu spüren - das liegt auch daran, dass unter anderem die beiden Grossbanken rechtzeitig Schritte eingeleitet haben: Die UBS hat sich 2008 aus dem Rohstoffhandel verabschiedet, die Credit Suisse wurde ihn 2015 vollständig los - sie stiess das Geschäft an die amerikanische Citigroup ab.

In den USA ist die Sitution denn auch heikler als hierzulande. Dort sitzen nämlich deutlich mehr Institute, die in die Rohstoffbranche investiert sind - und wenn es Ölkonzernen, Förderern und Fracking-Unternehmen schlecht geht, trifft es auch die Kreditgeber. Wells Fargo und Citigroup - die der CS ihre Sparte abgekauft hatte - mussten Ende des vergangenen Jahres hohe Rückstellungen machen, um potenziell ausfallende Kredite im Zweifel auffangen zu können.
Prognose: So bald dürfte der Ölhandel bei Schweizer Banken kein Thema mehr sein.
 

2. Chemie: Firmen sind weniger betroffen als früher
Die Chemiekonzerne sind den Schwankungen des Ölpreises heute deutlich weniger ausgesetzt als früher, als die Basis-Chemie noch wichtiger war. Hierzulande hat sich die Branche in die höhermargige Spezialitätenchemie weiterentwickelt. Oft geht es um die Weiterverarbeitung von Stoffen, die nicht mehr am Anfang der Wertschöpfungskette stehen und deshalb beim Preis nicht mehr so stark an den Ölpreis gebunden sind.

Clariant beispielsweise stellt zunehmend Chemieerzeugnisse her, die in Konsumprodukten Verwendung finden. Allerdings verkauft Clariant auch Zusatzstoffe, die bei der Förderung von Öl wichtig sind. Hier herrscht Preisdruck, weil die Förderer weniger verdienen. Die Ems-Chemie ist laut eigenen Angaben nur wenig vom Ölpreis betroffen. Analysten erwarten dagegen wie auch bei Lonza einen positiven Effekt.
Prognose: Die Spezialisierung wird auch bei tiefen Ölpreisen weitergehen.
 

3. Luftfahrt: Nicht alle Airlines profitieren sofort
Die Treibstoffkosten sind ein wichtiger Kostenfaktor bei Airlines, laut Berechnungen des Weltverbands IATA machen sie im Schnitt rund einen Drittel der Gesamtkosten einer Fluggesellschaft aus. Dementsprechend müsste der niedrige Öl- und damit auch Kerosinpreis bei den Airlines eigentlich für Champagnerlaune sorgen. Doch so einfach ist das nicht. Die meisten grossen Fluggesellschaften haben beim Kerosin langjährige Hedging-Verträge abgeschlossen - eigentlich, um sich vor steigenden Preisen zu schützen. Sinken diese, geht die Wette nicht auf.

Die Lufthansa-Gruppe, zu der auch Swiss gehört, hatte für das Jahr 2015 rund 80 Prozent des Kerosins mit Hedging-Verträgen bezogen. Das hiess umgekehrt, dass die effektive Ersparnis bei den Treibstoffkosten im Konzern mit 11 Prozent deutlich geringer ausfiel, als wenn man sich nicht abgesichert hätte. Fluggesellschaften, die risikobereiter waren und nicht gehedgt haben, erhalten nun deutlich mehr Rückenwind. Die anderen müssen noch etwas abwarten.
Prognose: Nur wenn der Ölpreis tief bleibt, schlägt sich das auch in den Bilanzen nieder.

 

4. Logistik: Konzentration auf neue Branchen
Was die Kosten betrifft, hat der niedrige Ölpreis auf die Schweizer Logistikbranche einen eher geringen Einfluss: Die Unternehmen sind «Agents». Das heisst, sie nehmen die Kapazitäten anderer Anbieter in Anspruch, ohne die Schiffe oder Flugzeuge selbst zu bedienen. Bemerkbar macht sich die Ölkrise aber im Luftfrachtmarkt, wie man an den beiden Schweizer Branchengrössen Kühne + Nagel und Panalpina sehen kann.

Für Panalpina ist das Öl- und Gasgeschäft traditionell wichtig. Weil man die Industrie weniger belieferte, ging das Luftfrachtvolumen bei dem Logistikkonzern mit Minus 3 Prozent im dritten Quartal stärker zurück als der Gesamtmarkt, der um 1 Prozent schrumpfte. Panalpina will daher seine Abhängigkeit von der Branche reduzieren und mehr auf Geschäfte mit verderblichen Waren setzen. Kühne + Nagel hingegen hatte schon vorher einen stärkeren Fokus auf anderen Zweigen wie verderblichen Gütern, Pharma oder Luftfahrt. Die Volumen legten um mehr als 5 Prozent zu.
Prognose: Logistiker versuchen verstärkt, unabhängiger vom Ölgeschäft zu sein.

 

5. Industrie: Energieintensive Firmen profitieren
Industrieunternehmen, die Aufträge von Öl- und Gasförderern erhalten, dürften unter den tiefen Ölpreisen tendenziell leiden. Zu ihnen gehören etwa Sulzer, ABB, Burckhardt Compression und Phoenix Mecano. Ihre Maschinen, Pumpen und Antriebsteile sind schlicht weniger gefragt, weil die Ölbranche nicht mehr im grossen Stil wie früher in die Erschliessung neuer Felder investiert.

Generell profitieren dagegen all jene Unternehmen, die energieintensiv produzieren. So sinken die Brennstoffkosten etwa in den Giessereien von Georg Fischer. Zu den Gewinnern zählt grundsätzlich die verarbeitende Industrie. Eine gute Nachricht ist der Preiszerfall für die Automobilzulieferer-Industrie. Sie dürfte vor allem von den Autoproduzenten aus Deutschland mehr Aufträge erhalten. Dort erwartet die Branche wegen des tiefen Spritpreises einen Boom beim Verkauf von Neuwagen. Weltweit soll der Preiseffekt dazu führen, dass 600 000 Autos mehr verkauft werden können.
Prognose: Viele Industriefirmen werden ihre Margen für kurze Zeit erhöhen können.

 

6. Rohstoffhändler: Hauptsache Bewegung auf den Märkten
Für reine Ölhändler ist der absolute Preis des Rohöls nicht entscheidend. Viel wichtiger sind grosse Preisschwankungen auf den Märkten. In solchen Situationen verdienen die Trader ihr Geld. Wie Trafigura: Der Händler weist für das Geschäftsjahr 2015 einen Gewinnsprung von 28 Prozent aus. Die Trader verfügen über detailliertes Wissen, wo in der Welt gerade wie viel Öl in welcher Qualität überschüssig ist und wo welches tendenziell fehlt.

Es sind die Schnelligkeit, die Flexibilität und der Wissensvorsprung der Händler, welche sie etwa gegenüber den trägeren Erdölproduzenten besser positionieren. Die Händler sehen in einem fallenden Markt einfach schneller Arbitrage-Möglichkeiten als die Produzenten. Gefährlich wird es allerdings für Rohstoffkonzerne wie Glencore, die nicht mehr reine Händler sind und sich in Boomzeiten in Ölfelder eingekauft haben. Sie müssen nun Wertberichtigungen verkraften, weil der Wert des Rohstoffs auf absehbare Zeit geringer ist als vor zwei Jahren.

Prognose: Ohne weiteres Auf und Ab beim Preis werden die Margen der Händler sinken.

http://www.handelszeitung.ch/unternehmen/diesen-schweizer-branchen-schad...

 

 

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 09.04.2021
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 33'776

Strafzins für Banken jetzt auch in Japan - Billiggeld-Flut hält an
29.01.2016 12:22

(neu: mehr Details und Hintergrund)

TOKIO (awp international) - Auch in Japan sollen Strafgebühren für Banken helfen, die schwächelnde Wirtschaft anzukurbeln. Die Zentralbank in Tokio beschloss überraschend die Einführung eines Negativzinses. Sein Ziel ist es, Geschäftsbanken - ähnlich wie bereits in der Eurozone - davon abzuhalten, grosse Mengen an Geld bei der Notenbank zu parken, anstatt sie als Kredite für Investitionen an die Unternehmen zu vergeben.

Wie die Bank of Japan (BoJ) am Freitag nach dem Abschluss zweitägiger Beratungen bekanntgab, wird künftig ein Zins von -0,1 Prozent auf bestimmte Geschäftsbanken-Einlagen erhoben. Seit 2014 fährt auch die Europäische Zentralbank (EZB) eine solche Strategie, im Euroraum liegt der negative Einlagezins derzeit bei -0,3 Prozent.

NOCH MEHR MÖGLICH

Man werde die Zinsen noch weiter in den Minusbereich senken, sollte dies notwendig sein, erklärten die Zentralbanker der drittgrössten Volkswirtschaft der Welt. Die Entscheidung wurde knapp mit 5 zu 4 Stimmen gefällt. Manche Ökonomen zweifeln indes an der Wirkung: Ohne Strukturreformen werde Japans Wirtschaft nicht auf die Beine kommen.

Neben der oft als zu schleppend kritisierten Kreditvergabe ist die geringe Inflation auch für Japan ein Problem. Die BoJ beschloss, die Geldmenge unverändert um 80 Billionen Yen (rund 617 Mrd Euro) pro Jahr auszuweiten - dies soll die Teuerung anheizen. Gelingt das auf Dauer nicht, könnten Verbraucher und Firmen in Erwartung weiter sinkender Preise Käufe und Investitionen immer mehr verschieben. Dann könnte der gesamten Wirtschaft eine Abwärtsspirale drohen.

TOKIOS BÖRSE ZIEHT AN

Die Tokioter Börse zog in Reaktion auf die Entscheidungen der Notenbank kräftig an. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte kletterte um 476,85 Punkte oder 2,80 Prozent auf den Stand von 17 518,30 Zählern, während der japanische Yen im Vergleich zu anderen Währungen deutlich nachgab. Auch die Frankfurter Börse legte zu.

Die Notenbanker in Japan kämpfen darum, nach fast zwei Jahrzehnten stetig fallender Preise ein Inflationsziel von zwei Prozent zu erreichen. Doch das gestaltet sich nicht zuletzt wegen des rasanten Ölpreisverfalls schwierig. Nun verschob die BoJ das Ziel abermals nach hinten; sie peilt die 2 Prozent Teuerungsrate für die erste Hälfte des Haushaltsjahres 2017/2018 an, das am 1. April beginnt. Für das nächste Fiskaljahr geht man jetzt von 0,8 Prozent Inflation aus. Im Oktober lag die Erwartung hier noch bei 1,4 Prozent.

DRUCK ZULETZT GEWACHSEN

Am Finanzmarkt war der Druck auf die Notenbank zuletzt gewachsen, die geldpolitischen Zügel wegen der Flaute beim grössten Handelspartner China sowie des geringen Preisanstiegs im Inland abermals zu lockern. Die Geldschwemme ist neben schuldenfinanzierten Konjunkturspritzen tragender Pfeiler der "Abenomics" genannten Wirtschaftspolitik von Ministerpräsident Shinzo Abe. Daneben hatte Abe auch Strukturreformen zugesagt - doch gerade daran mangelt es nach Meinung von Ökonomen.

Das Problem sei nicht, dass die Banken nicht willens seien, Kredite zu vergeben, meinte Martin Schulz, Ökonom beim FUJITSU Research Institute. Vielmehr sähen Firmen keinen Grund, stärker zu investieren und dafür Darlehen aufzunehmen. Daran änderten auch Negativzinsen nichts. Experten der Landesbank Baden-Württemberg schätzten dies ähnlich ein: "Es ist kaum zu erkennen, dass japanische Banken ihre Kreditvergabe wegen einer minimalen Zinsänderung ausweiten werden."

WACHSTUMSPROGNOSE GESENKT

Derweil hat die BoJ ihre Wachstumsprognose für das noch bis zum 31. März 2016 laufende Steuerjahr auf 1,1 Prozent von zuvor 1,2 Prozent abgesenkt. Im folgenden Jahr dürfte die Wirtschaft nach Einschätzung der Notenbanker dann um 1,5 Prozent statt 1,4 Prozent wachsen. Die japanische Industrieproduktion fiel im Dezember erneut stärker als erwartet: Die Produktion sank um 1,4 Prozent zum Vormonat gesunken./ln/DP/jha

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 09.04.2021
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 33'776

Was cash-Leser nun von Aktien halten

Die turbulenten Börsenwochen machen viele Anleger ratlos. Auch die cash-Leser sind sich unschlüssig, wie es nun an den Aktienmärkten weitergeht. Das zeigt eine Umfrage mit 3000 Teilnehmern.

Von Ivo Ruch

Selten zuvor verlief ein Jahresstart an den Börsen derart holprig wie in diesem Januar. Von Japan über China nach Europa und bis in die USA, überall haben die wichtigsten Aktienindizes seit Jahresanfang deutlich nachgegeben. Grund dafür ist ein Mix aus schwachem Wachstum in China und tiefen Erdölpreisen. Es geht die Befürchtung um, dass dies Anzeichen einer sich abkühlenden Weltkonjunktur sind.

Die Folge ist eine Zickzack-Börse: Nicht selten folgten in jüngster Zeit auf mehrere negative Handelstage auch wieder Anstiege von einem oder mehr Prozent. Ausdruck findet diese Richtungslosigkeit auch im als "Angstbarometer" bezeichneten Volatilitätsindex. Dieser steht im Januar vor dem grössten monatlichen Anstieg seit letztem August.

In diesem Umfeld fallender Kurse lancierte cash vor mehr als einer Woche eine Umfrage. Ob nun der Zeitpunkt gekommen sei, um bei Aktien einzusteigen, wollten wir von den Leserinnen und Lesern wissen.

Rund 3000 Stimmen sind bislang zusammengekommen, doch eine klare Tendenz schält sich nicht heraus. 45 Prozent sind der Meinung, die Zeit für einen Einstieg sei günstig. Dem gegenüber stehen die restlichen 55 Prozent, die weitere Rückschläge erwarten.

Niemand weiss, wie es weitergeht

Mit dieser Meinungsverschiedenheit sind die cash-User nicht alleine. Auch die professionellen Investoren tappen derzeit im Dunkeln, wenn es darum geht, die bevorstehende Richtung der Aktienmärkte zu beurteilen.

So riet die Royal Bank of Scotland (RBS) ihren Kunden unlängst, alle Wertpapiere ausser hochqualitative Staatsanleihen (insbesondere deutsche und amerikanische) zu verkaufen. Laut der RBS ist die aktuelle Situation mit jener vor dem Lehman-Brothers-Kollaps im September 2008 vergleichbar. Dieser führte bekanntermassen zur grössten Finanzkrise der vergangenen Jahrzehnte.

Eine andere Meinung vertreten die britischen Kollegen von Aberdeen. Ihr Standpunkt: Nachdem die Aktienmärkte Billionen an Wert vernichtet haben und auf ein günstiges Bewertungsniveau gesunken sind, bietet sich nun eine historische Einstiegschance an. Die leitende Anlagestrategin Anne Richards setzt dabei vor allem auf Aktien aus den Schwellenländern.

Allen Meinungsverschiedenheiten zum Trotz: Am Freitag einigten sich die Schweizer Anleger auf steigende Kurse. Der Swiss Market Index (SMI) zeigt eine klare Reaktion auf die Einbussen des Vortages und steuert auf eine positive Wochenbilanz zu.

CASH

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Selector
Bild des Benutzers Selector
Offline
Zuletzt online: 22.10.2020
Mitglied seit: 06.06.2011
Kommentare: 704

Nur zur Information gedacht, nicht als Kaufempfehlung:

Welche Aktie sind diesjahr einkommenssteuerbefreit (ohne VST) betr. Dividenden: Wer kann die Aufzählung noch etwas erweitern/ergänzen? Danke im Voraus fürs Mitmachen.

Zurn, SHLN, BBN,

brancusi-serrat
Bild des Benutzers brancusi-serrat
Offline
Zuletzt online: 02.12.2019
Mitglied seit: 11.06.2015
Kommentare: 106

ohne Gewähr:

BB Biotech, Givaudan, Forbo, Komax, PSP, Valora, Zurich Insurance, Actelion, Allreal, Autoneum, Comet, Inficon, Lonza,

Mobimo, Swiss Life, Temenos, Dorma Kaba, Leonteq, U-Blox

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 09.04.2021
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 33'776

Schweiz: Einkaufsmanager-Index sinkt leicht

Der Schweizer Einkaufsmanager-Index ist im Januar 2016 um 0,4 auf 50,0 Punkte gesunken und befindet sich damit genau auf der Schwelle zwischen Wachstum und Kontraktion.

Er notiert (saisonbereinigt) bereits seit Juni mehr oder weniger im Bereich von 50 Punkten. Der Dezember-Wert wurde relativ klar auf noch 50,4 von 52,1 Zählern revidiert.

Die Januar-Zahl liegt ausserdem im Rahmen der Prognosen. Von AWP befragte Ökonomen hatten für den Berichtsmonat einen Wert zwischen 49,8 und 50,8 Punkten vorhergesagt.

Ein Jahr nach der Aufhebung des Euro-Mindestkurses durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) stehe die Industriekonjunktur damit immer noch still. Die Stabilisierung nahe der Wachstumsschwelle deute aber zumindest darauf hin, dass ein eigentlicher Einbruch nicht mehr zu erwarten bzw. abgewendet worden sei, heisst es in einem Kommentar der CS.

Produktion in der Wachstumszone

Die Grossbank gibt den Index zusammen mit dem Fachverband für Einkauf und Supply Management procure.ch auf monatlicher Basis heraus. Offenbar könne sich die hiesige Industrie im aktuellen, von einer globalen Erholung geprägten Umfeld mit einem EUR/CHF-Kurs von rund 1,10 und einem USD/CHF-Kurs im Bereich der Parität einigermassen arrangieren, so die Ökonomen der Bank weiter.

Zumindest kann die Produktion gehalten bzw. sogar gesteigert werden, wie die Januar-Umfrage bestätigt: Die Subkomponente "Produktion" notierte den vierten Monat in Folge in der Wachstumszone (54,6).

Demgegenüber präsentiere sich die Auftragslage unverändert verhalten: Die Subkomponente "Auftragsbestand" liegt unterhalb der Wachstumsschwelle (49,3), und die Aussichten für den Arbeitsmarkt sind nach wie vor trübe: Die Subkomponente "Beschäftigung" verharrte den 14. Monat in Folge im negativen Bereich. Eine rasche Erholung sei damit wenig wahrscheinlich, heisst es dazu.

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 09.04.2021
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 33'776

Wird der Februar zum längsten Börsenmonat?

Der kürzeste Monat des Jahres könnte für den Finanzmarkt zum längsten Monat werden. Weil im Februar keine Treffen der wichtigsten Notenbanken anstehen, müssen die Anleger alleine durch die Weltwirtschaft navigieren.

Im Februar sind keine Treffen der Federal Reserve, der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Bank of Japan (BoJ) vorgesehen, um den geldpolitischen Kurs festzulegen. Das liegt teilweise daran, dass einige Notenbanken im vergangenen Jahr beschlossen hatten, künftig seltener im Jahr zusammenzutreten.

Anleger müssen also vorerst allein durch jegliche neue Gefahren für die Weltwirtschaft navigieren, nachdem die Währungshüter zuletzt dabei geholfen hatten, die Kursverluste im schlimmsten Januar seit 2009 am Aktienmarkt zu begrenzen.

Die Aktienkurse erholten sich dank der grossen Zentralbanken von einem tieferen Ausverkauf - die Fed deutete eine verlangsamte Straffung ihrer Geldpolitik an, die EZB signalisierte, dass weitere Konjunkturimpulse auf dem Weg seien, und die BoJ führte sogar erstmals negative Zinsen sein.

Sofern die Notenbanken in diesem Monat nicht für Überraschungen sorgen, sind die Anleger möglicherweise einem weiteren Einbruch der Rohstoffe oder Verwerfungen aus China ausgesetzt, geplagt von einem sich abschwächenden Wachstum und mangelnder Klarheit hinsichtlich der Absichten der Entscheidungsträger.

Weitere Turbulenzen erwartet

"Der Februar ist wie ein Luftloch, weil bei keiner wichtigen Zentralbank ein Treffen angesetzt ist", sagte Kazuhiko Ogata, Chefökonom für Japan bei Crédit Agricole in Tokio. "Das birgt ein Risiko weiter wilder Aufs und Abs an den globalen Märkten."

Die Notenbanker werden über die Pause weniger unglücklich sein, die auch von der kanadischen Zentralbank und der Schweizerischen Nationalbank (SNB) befolgt wird. Ausnahme ist die Bank of England (BoE), die ihre Währungshüter am Donnerstag einberufen wird. Die chinesische Notenbank People’s Bank of China (PBoC) hält keine vorab festgelegten Treffen ab und bleibt damit ein Joker - obgleich ihre Massnahmen die globalen Aktienmärkte manchmal eher aufwühlen, als ihnen zu helfen.

Die geldpolitische Entscheidungslücke gibt den Währungshütern mehr Zeit, die Auswirkungen des jüngsten Ausverkaufs bei Aktien und Rohstoffen auf ihre Volkswirtschaften abzuschätzen, wie auch die Folgen der Konjunkturabkühlung in China. Wenn die Marktverwerfungen bis März abklingen sollten, könnte der Fokus wieder auf grundlegenden Stabilitätszeichen in den führenden Volkswirtschaften gelegt werden. Die Fed- Notenbanker sagten vergangenen Mittwoch, sie beobachteten "die globalen Wirtschafts- und Finanzentwicklungen genau".

Neuer Sitzungsrhythmus

Die Anleger sich ein paar Wochen selbst zu überlassen könnte auch in Ordnung sein, da selbst einige Notenbanker die Wirksamkeit noch weiterer geldpolitischer Impulse in Frage gestellt haben. Sie argumentierten, es sei nicht ihre Aufgabe, die Märkte zu stützen - auch wenn sie den Ruf haben, genau das zu machen.

Für die selteneren Treffen sind die Notenbanker selber verantwortlich. Die EZB beschloss vergangenes Jahr, den vierwöchigen Turnus ihrer Zinsentscheidungen auf sechs Wochen auszudehnen, während die BoJ die Anzahl ihrer Sitzungen von 14 auf acht verringerte. Damit näherten sie sich der Praxis der Fed an, deren Offenmarktausschuss sich acht Mal pro Jahr trifft.

Grund für die verringerte Anzahl der Sitzungstermine bei EZB und BoJ war zum Teil auch, durch die Veröffentlichung von mehr Berichten über ihre Volkswirtschaften und Entscheidungsprozesse eine höhere Transparenz zu schaffen. EZB- Präsident Mario Draghi hatte im April vergangenen Jahres auch gesagt, die frühere "Häufigkeit unserer Sitzungen lässt die Öffentlichkeit und Märkte mehr Massnahmen erwarten."

"Dann regt man sich nicht so auf"

An den Märkten könnten nach Einschätzung von Ökonom Rob Carnell bei ING Bank die einmonatige Auszeit der Zentralbanken auch für etwas mehr Ruhe sorgen.

"Wenn eine Notenbanksitzung ansteht, wird ihre zeitliche Nähe häufig zu einer Quelle für Volatilität und Unsicherheit, doch wenn keine Sitzung unmittelbar bevorsteht, dann regt man sich nicht so auf", sagt er. "Ich würde hoffen, dass Ruhe einkehrt und sich die Märkte nicht so sehr daran festhängen, wie die Daten tendenziell ausfallen mögen und was das bedeutet."

(Bloomberg)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 09.04.2021
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 33'776

Konsumentenstimmung hat sich im Januar gegenüber Oktober kaum verbessert
04.02.2016 08:15

Bern (awp) - Die Konsumentenstimmung in der Schweiz hat sich zwischen Oktober 2015 und Januar 2016 nur marginal verbessert. Der vom Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) erhobene Gesamtindex für den Berichtsmonat Januar erreichte den Wert von -14 Punkten und war damit im Vergleich zur letzten Umfrage im Oktober (-18 Punkte) um vier Punkte höher. Damit liege die Konsumentenstimmung weiter unter ihrem langfristigen Durchschnitt von -9 Punkten, teilte das Seco am Donnerstag mit.

Die Erwartungen für die Preisentwicklung wurden erneut nach unten korrigiert. Der entsprechende Index für die kommenden 12 Monate sank von 36 Punkten im Oktober auf 16 Punkte im Januar, so das Seco. Die Beurteilung der Preisentwicklung in den letzten zwölf Monaten sank von 11 auf -4 Punkte im Januar und liege damit fast auf dem historischen Rekordtief (-6 Punkte im Oktober 2011).

Dafür sei die Frage nach der Entwicklung der Arbeitslosigkeit in den kommenden zwölf Monaten mit 68 Punkten weniger pessimistisch eingeschätzt worden als noch im Oktober (74 Punkte). Der Subindex liege aber immer noch deutlich über seinem langfristigen Durchschnitt von 50 Punkten. Das deute darauf hin, dass die Arbeitsmarktaussichten nach wie vor als eher eingetrübt empfunden würden. So werde auch die Sicherheit der Arbeitsstellen als relativ tief eingestuft (-82 Punkte).

Die Erwartung der zukünftigen Wirtschaftsentwicklung liege unverändert bei -16 Punkten (langfristiger Durchschnitt -10). Nur unwesentlich verändert hätten sich auch die Einschätzung zur zukünftigen finanziellen Lage der Haushalte (1 Punkt nach -4 Punkten) sowie die Wahrscheinlichkeit, in den kommenden zwölf Monaten Geld zu sparen (+28 Punkte nach +23 Punkten).

Die Einschätzung der Wirtschaftsentwicklung in den letzten 12 Monaten hat sich zwischen Oktober (-30 Punkte) und Januar (-35 Punkte) ebenfalls nicht wesentlich verändert, so das Seco weiter. Ihre finanzielle Situation in den letzten 12 Monaten beurteilen die Haushalte mit -5 Punkten aber besser als im Oktober (-10 Punkte). Zudem glaubten mehr Haushalte, dass momentan ein guter Zeitpunkt für grössere Anschaffungen ist: der entsprechende Subindex sei von -5 auf +3 Punkte angestiegen.

ra/cf

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 09.04.2021
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 33'776

KOF Investitionsumfrage: Anlageinvestitionen sollen 2016 um 3,7% steigen
05.02.2016 09:44

Zürich (awp) - Die Investitionen in der Schweiz dürften im Jahr 2016 zunehmen. Dies zumindest ist das Fazit der Investitionsumfrage vom Herbst 2015 der Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETH Zürich. Für das laufende Jahr rechneten die rund 2'800 befragten Unternehmen mit einer Zunahme der Anlageinvestitionen um 3,7%, teilt die KOF am Freitag mit.

Unterscheide man zwischen den Ausrüstungsinvestitionen ohne die Ausgaben für Forschung & Entwicklung und Bauinvestitionen, dürften die erstere gemäss den Plänen der Unternehmen 2016 um gegen 4% zulegen und die Bauinvestitionen um rund 3%.

Eine tiefergehende Analyse der Daten zeige indes, dass diese Zunahme hauptsächlich von den Bereichen Pharma und Chemie getrieben werde. Dazu trügen zudem ausserordentliche Anschaffungen im Bereich "sonstige Fahrzeuge" bei.

Die Realisierungssicherheit der geplanten Investitionen befindet sich laut KOF jedoch weiterhin auf einem historisch betrachtet tiefen Niveau. Seit der grossen Rezession habe sich die Unsicherheit, das Pendant zur Realisierungssicherheit, nicht merklich vermindert. Diese hohe Unsicherheit gelte unter Ökonomen als mögliche Ursache für die anhaltende Investitionsschwäche.

Im vergangenen Jahr nahmen gemäss der Umfrage die Investitionen nominell um 0,8% zu.

cf/yr

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 09.04.2021
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 33'776

Auf diese Aktien setzen die Schweizer

Welche Aktien landen am häufigsten in den Portfolios der Anleger? Ein Vergleich diverser Handelsplattformen zeigt Erstaunliches.

http://www.cash.ch/news/boersenticker/auf_diese_aktien_setzen_die_schwei...

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 09.04.2021
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 33'776

Bundesrat erwartet weitere Jobverluste

Bundespräsident Johann Schneider-Amman rechnet wegen des schwierigem Umfelds mit dem starken Schweizer Franken mit einem weiteren Arbeitsplatzabbau.

Viele Firmenstünden enorm unter Druck, sagte der Wirtschaftsminister im Interview mit der "NZZ am Sonntag". Weitere schlechte Nachrichten würden wahrscheinlich folgen. "Die tiefe Arbeitslosigkeit können wir wohl nicht ganz halten."

Dabei gehe es vor allem um kleine und mittlere Unternehmen. Viele dieser Firmen hätten die drei Jahre mit dem Mindestkurs genutzt für Anpassungen und Effizienzsteigerungen: "Das verdient grossen Respekt." Die Firmen hätten darum auch das erste Jahr seit dem Wegfall der Euro-Untergrenze relativ gut überstanden. Aber sie opferten im letzten Jahr Marge. "Sie können das vielleicht noch ein zweites Jahr so durchhalten, aber wohl kein drittes Jahr mehr", gab sich Schneider-Amman überzeugt.

Als Wirtschaftsminister kämpfe er für attraktive Rahmenbedingungen: weniger Bürokratie, die Sicherung des bilateralen Weges und eine starke Sozialpartnerschaft. "Das hilft den Unternehmen am meisten." Die wenigen kurzfristigen Möglichkeiten habe man genutzt. Die Bezugsdauer für Kurzarbeitsentschädigung sei ausgebaut worden, zudem sei die KMU-Innovationsförderung um "immerhin" 20 Mio Franken aufgestockt worden.

Trotz einem Fall wie Alstom, wo Frankreich von GE Stellengarantien herausgeholt hatte, fahre die Schweiz mit ihrem liberalen System viel besser, gab sich Schneider-Amman überzeugt. "Unsere Arbeitslosigkeit ist nicht einmal halb so hoch, die Beschäftigungsquote 20% höher." Zudem erziele die Schweiz immer noch 23% ihrer Wirtschaftsleistung im Industriesektor - das sei massgeblich auf den liberalen Arbeitsmarkt zurückzuführen. "In Ländern wie Frankreich hat die Deindustrialisierung dramatische Ausmasse angenommen."

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Elias
Bild des Benutzers Elias
Offline
Zuletzt online: 04.04.2021
Mitglied seit: 02.10.2006
Kommentare: 17'686
Schweizer Grossbanken sind keine Blue Chips mehr

UBS und Credit Suisse haben seit der Finanzkrise 165 Milliarden Franken vernichtet

Aktionäre der Grossbanken brauchen starke Nerven. Die Aktie der Credit Suisse tauchte nach den schlechten Nachrichten vom Donnerstag auf den tiefsten Stand seit 24 Jahren. Sie beendete eine schreckliche Woche bei 14.95 Franken.

Die UBS-Aktie sieht langfristig betrachtet nicht viel besser aus. Der Kurs liegt mit 15.21 Franken noch immer tiefer als 1998, als das Debakel mit dem Hedgefonds LTCM die kurz zuvor aus Bankgesellschaft und Bankverein fusionierte Bank erschüttert hatte.

In neun Jahren, seit Anfang 2007, haben die beiden Schweizer Grossbanken damit Aktionärswert in Höhe von rund 165 Milliarden Franken vernichtet – 95 Milliarden die UBS, über 70 Milliarden die Credit Suisse. Die Wertvernichtung entspricht dem aktuellen Börsenwert der Schweizer Konzerne ABB, LafargeHolcim, Richemont, Swatch, Swisscom und Zurich zusammen.

Die UBS ist heute an der Börse noch rund 59 Milliarden Franken wert, 62 Prozent weniger als vor neun Jahren. Die Credit Suisse hat gar 71 Prozent eingebüsst und wird noch mit rund 29 Milliarden bewertet.

Höhere Kapitalrenditen durch Reduzierung der Kapitalbasis

Lange galten Schweizer Grossbanken als «Blue Chip», als angesehene Unternehmen mit viel Substanz, hoher Bonität und sicheren Erträgen. Sie gehörten in jedes gut sortierte Portefeuille eines Anlegers. Diese Zeiten sind vorbei. Zwischen 2003 und 2006 waren Grossbankaktien der Renner. Marcel Ospel bei der UBS und Oswald Grübel bei der Credit Suisse gaben mächtig Gas. Die Gewinne stiegen. Die Boni explodierten. Die Risiken wurden verdrängt.

Die Bankmanager propagierten den Shareholder-Value-Ansatz. Das Ziel war die Steigerung des Unternehmenswerts für den Aktionär. Das Mittel dazu waren hohe Boni, welche die Manager zu Höchstleistungen motivieren sollten.

Doch die Manager wählten eine Abkürzung und setzten auf Risiko: Sie steigerten die Kapitalrendite, indem sie die Kapitalbasis reduzierten.

Warner wurden ignoriert. Schon 2004 und 2005 thematisierte die SonntagsZeitung in mehreren Beiträgen die steigenden Grossbankrisiken. «Man muss dem Investor zur Kenntnis bringen, dass er hochriskante Anlagen tätigt, wenn er Bankaktien kauft», warnte Heinz Zimmermann, Professor für Finanzmarkttheorie an der Universität Basel, Ende 2004. Es gebe keinen Unterschied mehr zwischen einer Grossbank und einem Hedgefunds, ja «viele Banken sind noch riskanter als Hedgefunds», doppelte er 2005 nach.

Der Steuerzahler rettete die UBS, Katar die Credit Suisse

Wie recht er hatte, sollte sich bald zeigen. 2007 wendete sich das Blatt. Die UBS erlitt 2007 bis 2009 Verluste von zusammen über 27 Milliarden Franken, die CS machte 2008 mehr als 10 Milliarden Verlust.

Im Herbst 2008, nach dem Kollaps der US-Investmentbank Lehman Brothers, musste der Staat die Bank vor dem Zusammenbruch retten. Die Credit Suisse musste sich teures Kapital vom katarischen Staatsfonds beschaffen.

Während die UBS nach dem Schock von 2008 unter dem neuen Chef Oswald Grübel das Steuer herumwarf, wähnten sich Präsident Urs Rohner und Bankchef Brady Dougan bei der Credit Suisse noch lange zu sicher.

Es brauchte Mitte 2012 die öffentliche Kritik der Nationalbank. In ihrem Stabilitätsbericht kritisierte sie die zu tiefe Eigenmittelquote der Grossbank mit deutlichen Worten und forderte einen rascheren Aufbau des Eigenkapitals.

Die Aktienkursentwicklung der letzten Jahre zeigt: Viele Anleger haben das Vertrauen in die Grossbanken verloren. «Blue Chips» sehen anders aus.

 

 

SonntagsZeitung

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 09.04.2021
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 33'776

Arbeitslosenquote steigt auf 3,8 Prozent

In der Schweiz hat sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt zum Jahresanfang verschlechtert. Die Arbeitslosenquote stieg im Januar auf 3,8 Prozent.

Dies teilte das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Dienstag mit. Im Dezember hatte sie 3,7 Prozent betragen und vor einem Jahr 3,5 Prozent.

Saisonbereinigt betrug die Rate im Januar 3,4 Prozent.

Ökonomen hatten im Schnitt eine Arbeitslosenquote von 3,7 Prozent und eine bereinigte Rate von 3,4 Prozent prognostiziert.

(Reuters)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Elias
Bild des Benutzers Elias
Offline
Zuletzt online: 04.04.2021
Mitglied seit: 02.10.2006
Kommentare: 17'686
«China läuft nur noch auf Pump»

Der Ökonom George Magnus prophezeit China eine lange Phase der Stagnation. Die Schuldenwirtschaft der vergangenen Jahre räche sich nun im Reich der Mitte.

http://www.handelszeitung.ch/konjunktur/asien/china-laeuft-nur-noch-auf-...

 

 

 Indien wächst schneller als ChinaIndien ist die am schnellsten expandierende grosse Volkswirtschaft der Welt. Dies steht angesichts des schwächelnden China ausser Frage. An den indischen Wachstumszahlen bestehen dennoch Zweifel.http://www.nzz.ch/wirtschaft/wirtschaftspolitik/indien-waechst-schneller...   

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

Seiten

Topic locked