CH-relevante Börsenthemen Jahr 2017

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15.12.2016 08:32
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CH-relevante Börsenthemen Jahr 2017

Anlagejahr 2017: Es wird einigermassen politisch

Politische Börsen haben kurze Beine – sagt man. Doch 2017 werden Anleger speziell auf die unruhige politische Lage schauen. Dennoch ist die Stimmung für die Mehrheit der Anlageklassen positiv. Die Vorschau von cash.ch.

Von Marc Forster

Die Geldpolitik und die allgemeine Politik werden die Finanzmärkte 2017 weiterhin auf Trab halten. Bei den Zentralbanken wird die Federal Reserve die Zinsen behutsam anheben, die meisten übrigen Notenbanken bleiben expansiv, wobei ein langsames Zurückfahren der umstrittenen Anleihenkäufe in der Eurozone noch für Bewegung sorgen könnte.

Die allgemeine Politik ist geprägt von establishmentkritischen Bewegungen. Mit dem EU-Austrittsvotum der Briten im Juni, der Wahl Donald Trumps zum amerikanischen Präsidenten im November und dem Scheitern des italienischen Verfassungsreferendums im Dezember haben sich 2016 drei Entwicklungen ereignet, die gegen die Interessen der politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Führungsschichten der westlichen Welt stehen.

Finanzmärkte mögen diese Form der Instabilität nicht, wobei sie auf die Wahl Trumps innerhalb der vergangenen vier Wochen durchaus positiv reagiert haben. Weitere Erschütterungen sorgen aber für einer kritische Beäugung der Lage seitens der Investoren: Handelskonflikte, zum Beispiel zwischen den USA und China, die ungelöste Eurokrise oder die prekäre Lage der italienischen Banken. Erwartet wird bei den Wahlen in den Niederlanden, Frankreich und Deutschland auch, dass rechtsgerichtete und eurokritische Parteien Stimmengewinne verbuchen und künftige Regierungsbildungen beeinflussen könnten.

Aktien

Es gibt nach wie vor einige Gründe, bei Aktien "bullish" zu sein. Einer davon: Die neue US-Regierung unter Donald Trump, die im Januar ihre Geschäfte aufnimmt, will das Wachstum antreiben. Der US-Aktienmarkt gilt daher aus besonders interessant, auch wenn die Finanzmärkte die Unwägbarkeiten wegen Trumps ungezügeltem Temperament als hoch einstufen.

Von der Regierung finanzierte Infrastrukturprojekte dürften aber dafür sorgen, dass Infrastrukturunternehmen – also der Bausektor und dem Bau zugewandte Industrieunternehmen - an der Börse gut laufen werden. Auch ausserhalb der USA könnte dies der Fall sein, denn nach Jahren der Sparpolitik in der westlichen Welt könnte sich nicht nur eine Trump-Administration einer Politik erhöhter Staatsausgaben zuwenden.

Die Credit Suisse empfiehlt auch den Gesundheitssektor, der mit Roche und Novartis auch den Schweizer Markt dominiert. Dies hilft dem SMI, der 2016 das zweite Jahr in Folge mit einem Rückgang (-8,6 Prozent) verbucht hat. Hoffen kann der gebeutelte SMI auch auf einen "Paradigmenwechsel": Nachdem 2016 noch Small und Mid Caps den Schweizer Aktienmarkt dominiert haben, könnten sich die Anleger angesichts hoher Bewertungen in diesem Segment wieder stärker den Blue Chips zuwenden.

Obligationen

Die Rendite der 10-jährigen "Eidgenossen" liegt aktuell mit 0,01 Prozent hauchdünn im Plus. Quasi als letzte der wichtigen Regierungsobligationen haben es auch die Schweizer Anleihen ins Plus geschafft, nachdem sie im Juli noch eine Minus-Rendite von 0,6 Prozent verzeichnet hatten.

Seit der Trump-Wahl am 8. November steigen weltweit die Obligationen-Renditen. Die 10-Jahres-"Treasuries" der US-Regierung erzielen derzeit eine Rendite von fast 2,5 Prozent, was verdeutlicht, dass die Finanzmärkte für die USA ein steigendes Wachstum erwarten. Ob sich an an den Märkten derzeit tatsächlicheine Zinswende abzeichnet, ist umstritten. Wenn im neuen Jahr aber die Renditen steigen, dann bringt dies hochverschuldete Staaten in die Bredouille. Nicht nur in der Eurozone, sondern auch in den Schwellenländern ist dies ein Problem, vor allem dort, wo Regierungen sich in Dollar – der derzeit ansteigt – verschuldet haben.

Die St. Galler oder die Luzerner Kantonalbank empfehlen eine Reduktion des Exposures in Staatsanleihen. Mit Obligationen gibt es 2017 nicht allzuviel zu verdienen, auch deswegen, weil die Notenbanken den Markt zugunsten tiefer Finanzierungskosten für die Regierungen verzerren. Besser steht es hingegen um Unternehmensanleihen, die in Franken laufen und bei denen die Schuldner über eine gute Bonität verfügen.

Währungen

Einen Euro-Franken-Kurs deutlich über 1,10 zu erwarten, ist weiterhin unrealistisch. Die Prognosen bewegen sich zumeist zwischen 1,05 und 1,10. Die Negativzinsen der SNB werden bleiben. Mit den Wahlen in Frankreich und Deutschland und möglichweise in Italien sind weitere Ereignisse auf dem Programm, welche die Nationalbank zu Interventionen am Devisenmarkt veranlassen könnten.

Der Dollar wird in Erwartung eines anziehenden US-Wachstums zum Euro, zum Franken und anderen Währungen stärker. Sollte die Trump-Administration im Welthandel aber allzu protektionistisch vorgehen, würde der Höhenflug des Dollars gestoppt. Zu den Währungen mit Aufwärtspotential gehört auch das aktuell unterbewertete Pfund, wobei Devisenanleger hier die Brexit-Verhandlungen genau verfolgen sollten. Weiter Abwerten dürfte der Yuan: Chinas Situation sei nach wie vor instransparent und könne jederzeit neue Krisen auslösen, schreibt dazu die St. Galler Kantonalbank.

Ölpreis

Die politische Unsicherheit prägt auch die weitere Entwicklung des Ölpreises. Ab Anfang 2017 sollen niedrigere Fördermengen gelten, auf die sich die Vereinigung erdölexportierender Länder OPEC geeinigt hat. Nicht sicher ist aber, ob sich alle Länder daran halten. Auch beim Nicht-Opec-Mitglied Russland bestehen Zweifel, ob die Regierung wirklich an einer geringeren Förderung interessiert ist.

Saudi-Arabien will hingegen höhere Ölpreise über eine tiefere Fördermenge erreichen. Aktuell geht das Kalkül auf: Der Ölpreis schnellte innerhalb von einem Monat von 43,60 auf 57,90 Dollar pro Fass hoch. Ob der Ölpreis bald die 60-Dollar-Marke überschreitet, hängt aber auch von den USA ab, ebenfalls kein Opec-Mitglied: Das Land ist mittlerweile zum grössten Förderer von Schieferlöl geworden und kann so den Ölpreis mitbestimmen.

Gold und übrige Rohstoffe

Der aktuelle Preis einer Unze Gold von 1160 Dollar steht deutlich unter dem Jahreshoch von 1375 Dollar, was im Juli erreicht war. Doch in Zeiten politischer Umwälzungen behält Gold seinen Reiz. Experten zufolge dürfte der Preis wieder in den Bereich von 1300 Dollar steigen. Ein Beispiel für ein wiedererwachtes Interesse an Gold ist die Genfer Bank Pictet: Anfang 2013 entfernte sie Gold aus dem Franken-Anlageportefeuille. 2017 soll wieder in das Edelmetall investiert werden.

Eine steigende Inflation dürfte den Industriemetallen nützen, schreibt die Bank Syz in einem Ausblick. Bautätigkeit in den USA und in China fördert die Nachfrage. Für Zink, Blei, Palladium sowie Nickel und Platin stehen die Aussichten gut. Weniger gut dagegen ist der Ausblick für Agrarrohstoffe wie Mais und Weizen. Gemäss der Bank Julius Bär blieben Rohstoffe als Anlageklasse aber gesamthaft gesehen relativ unattraktiv.

Alternative Anlagen und Immobilien

Alternative Anlagen wie Private Equity, Hedgefonds oder Derivate versprechen höhere Renditen und bedeuten mehr Risiko. Eine Studie des Beratungsunternehmens Willis Towers Watson besagt, dass sich bei den 500 wichtigsten institutionellen Vermögensverwaltern der Anteil alternativer Anlagen in den vergangenen zwei Jahren um ein Viertel erhöht hat.

Schweizer Pensionskassen halten im Schnitt 27 Prozent ihrer Vermögen in alternativen Anlagen, wobei dabei allerdings auch Immobilien dazugezählt werden. Angesichts der Negativzinsen in der Schweiz bleiben diese als Anlagekategorie für Vorsorgeeinrichtungen und Versicherer wichtig. Daran dürfte sich laut der Immobilienberatungsfirma Wüest & Partner wenig ändern, auch wenn die Nachfrage nach Wohnraum etwas sinkt und das Niveau der Mieten unter Druck gekommen ist.

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18.01.2017 08:24
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Chinesen auf Einkaufstour in der Schweiz
17.01.2017 17:19

(Zusammenfassung)

Zürich (awp/sda) - Die Zahl der Fusionen und Übernahmen wächst dynamisch und vor allem Chinesen stechen mit Zukäufen in der Schweiz hervor. 2016 hat es hierzulande neun Transaktionen aus dem Reich der Mitte gegeben. 2015 akquirierten die Chinesen zehnmal in der Schweiz. In den Jahren 2012 und 2013 hatten sie bei Firmenkäufen dagegen lediglich zwei- beziehungsweise dreimal zugeschlagen. Dieser Aufwärtstrend dürfte aber anhalten.

Die seit 2007 beobachtbare Aufwärtsbewegung bei Fusionen und Übernahmen setzte sich laut einer Studie des Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmens KPMG vom Dienstag auch im vergangenen Jahr fort. Die Zahl der Transaktionen mit Schweiz-Bezug stieg 2016 im Vorjahresvergleich insgesamt um 3,4% auf 362 Übereinkünfte. Das Volumen dieser Zukäufe und Zusammenschlüsse legte sogar um 40% auf eindrückliche 119,1 Mrd USD zu.

Die Statistik für das abgelaufene Jahr prägte vor allem der "Mega-Deal" zwischen dem Basler Agrochemiekonzern Syngenta und China National Chemical Corporation (ChemChina), der allein auf ein Transaktionsvolumen von rund 43 Mrd USD kommt. Laut KPMG ist diese Akquisition sogar die bisher grösste chinesische Übernahme eines Unternehmens im Ausland.

CHINESEN AUF DEM VORMARSCH

Generell machen Investoren aus dem Reich der Mitte vermehrt in der westlichen Welt von sich reden. Global stieg 2016 die Zahl der Transaktionen mit Käufern aus China um fast 50% auf 258 Akquisitionen. Das Transaktionsvolumen vervierfachte sich fast auf rund 185 Mrd USD.

Laut KPMG Schweiz gibt es für das Aufstreben der Chinesen drei Hauptgründe, obwohl die Investoren vielfach gar nicht so stark an den etablierten Märkten der Übernahmeobjekte interessiert sind. Erstens rührt der Appetit chinesischer Firmenübernahmen in der Schweiz daher, dass China über traditionsreiche "Swissness"-Firmen verfügen möchte. Viele chinesische Grosskonzerne gibt es nämlich meist erst wenige Jahre.

Zweitens haben es die Investoren aus dem Reich der Mitte auch auf die Spitzentechnologie abgesehen. Die eigene Innovationskraft lässt den Experten zufolge noch sehr zu wünschen übrig.

Und drittens versuchen Chinesen mit dem Kauf von ausländischen Firmen ihre Portfolios zu diversifizieren, die häufig auf inländische Immobilienanlagen oder auf die heissgelaufenen chinesischen Aktienmärkte ausgerichtet sind.

KLARE ZIELE VOR AUGEN

An einer Medienveranstaltung in Zürich, wo am Dienstag auch die KPMG-Studie präsentiert wurde, stand zudem die Frage im Raum, ob es mit Transaktionen wie der Syngenta-Übernahme, dem Zukauf von Gategroup und SR Technics durch die chinesische HNA Aviation Group oder der Akquisition des Schweizer Sportrechte-Vermarkters Infront durch die chinesische Wanda-Gruppe nun immer so weiter geht.

Die Mehrheit der Redner schloss sich dem ehemaligen Präsidenten der Handelskammer Schweiz-China und Topmanager beim Schindler-Konzern, Kurt Haerri, an. Er sieht eine weitere Welle aus China auf die Schweiz überschwappen und erklärte, dass China über einen strategischen Plan verfüge, konsequent im Ausland weiter zuzukaufen. "China ist in Afrika nicht karitativ tätig", sagte Haerri. Das Land verfolge knallharte Ziele mit seinen Akquisitionen.

Westliche Regierungen sollten sich daher schon mal wappnen und überlegen, wie man gleich lange Spiesse für beide Seiten schaffe. Umgekehrt funktionierten Übernahmen in China durch ausländische Investoren nämlich nur sehr eingeschränkt und westliche Firmen könnten lediglich mit kleinen Operationen auf der "grünen Wiese" loslegen.

KPMG bestätigte ebenfalls das starke Interesse der Chinesen. Der Leiter für Mergers und Akquisitionen bei KPMG, Patrik Kerler, sagte an der Veranstaltung, dass bei seiner Firma regelmässig chinesische Anfragen für Übernahmeobjekte unter Schweizer Firmen eingingen.

KULTURUNTERSCHIEDE SCHÜREN ÄNGSTE

Doch mit dem Zukauf allein ist eine Übernahme noch nicht getan. Regelmässig gibt es gerade bei Investoren aus China grosse Hürden bei der Integration. So hätten Chinesen - von ihren lokalen Gegebenheiten verwöhnt - meist viel ambitioniertere Vorstellung vom Wachstum. Da sollte Klarheit auf beiden Seiten herrschen.

Zudem mahnen die Experten, dass es trotz Übersetzern allzu häufig zu Missverständnissen in der Kommunikation zwischen Europäern und Chinesen komme. Sämtliche Beteiligten sollten aber stets das gleiche Verständnis über den künftigen Weg und die Entscheide haben.

Und schliesslich stehen auch kulturelle Unterschiede regelmässig als Hindernisse im Raum. China-Experte Haerri sagt, da müssten eher die Europäer und Amerikaner auf die Chinesen zugehen, weil sich die Asiaten kaum an westliche Gegebenheiten anpassten.

Ein Schweizer Firmenchef in der Schweiz sollte deshalb beispielsweise seinen Gast aus China - entgegen den Gepflogenheiten hierzulande - am Flughafen abholen, weil chinesische Manager dieses Vorgehen aus ihrer Heimat so gewohnt seien, und es nur schon aus einem solchen Versäumnis zur Missstimmung zwischen den Parteien kommen kann.

cp/

(AWP)

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17.01.2017 10:55
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Wachsende Zuversicht bei Schweizer Exportunternehmen
17.01.2017 09:30

Zürich (awp/sda) - Die Aussichten für die Schweizer Exportindustrie haben sich weiter aufgehellt. So präsentiert sich die ausländische Nachfragesituation so gut wie seit fünf Jahren nicht mehr. Entsprechend optimistisch zeigen sich die Unternehmen.

Die Industriekonjunktur in den Abnehmerländern der Schweizer Exporteure hat sich weiter verbessert. Das zeigt das am Dienstag veröffentlichte Exportbarometer der Grossbank Credit Suisse. Mit 1,72 Punkten notiert es so hoch wie seit Ende 2011 nicht mehr.

Das hat sich auch positiv auf die Stimmung der Schweizer Exportunternehmen ausgewirkt. Sie schätzen ihre Exportchancen zurzeit optimistischer ein als in den letzten Quartalen. Der KMU-Exportstimmungs-Index der Förderorganisation Switzerland Global Enterprises (S-GE) hat mit 66,1 Punkten wieder das Niveau vor dem Frankenschock erreicht.

CHINA UND INDIEN MIT WACHSENDER NACHFRAGE

Die Credit Suisse erklärt dabei diese Aufhellung mit dem breit abgestützten Aufschwung der weltweiten Industrie. Insbesondere dürfte laut CS in China und Indien die Nachfrage nach Schweizer Produkten stark wachsen. Aber auch die USA sollen 2017 weiter eine Exportlokomotive bleiben. In der Umfrage von S-GE haben die rund 200 Schweizer Unternehmen sogar angegeben, dass sie das stärkste Exportwachstum in die Region Nordamerika erwarten.

Wachstumsimpulse erwarten die befragten Unternehmen und die Grossbank aber auch aus der EU und auch aus dem Iran. Bei der Frage, in welchen Märkten die KMU neu aktiv werden möchten, wurde die Islamische Republik mit deutlichem Abstand am häufigsten genannt.

Gemäss S-GE rechnen in sechs der acht untersuchten Industriebranchen die KMU mit steigenden Ausfuhren. Insbesondere die Unternehmen aus den Sektoren Maschinenbau, Dienstleistungen und Präzisionsindustrie würden optimistisch ins kommende Quartal starten, heisst es in der Mitteilung. Sie erwarteten ein Wachstum von über 3 Prozent. Pessimistisch dagegen seien die Unternehmen aus den Sektoren Papier und Konsumgüter. Sie gingen von rückläufigen Exporten aus.

dm

(AWP)

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17.01.2017 10:49
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Schweizer Banken geben keinen Zins mehr auf Privatkonten - Negativzins abgelehnt
17.01.2017 09:02

Zürich (awp) - Schweizer Bankkunden müssen auf ihren Privatkonten auf Zinsen verzichten: Der durchschnittliche Zins auf Privatkonten für Erwachsene wie auch auf Firmenkonten beträgt 0%. Auf Sparkonten für Erwachsene gibt es noch einen durchschnittlichen Zinssatz von 0,1% (Median 0,065%), wie einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage des Vergleichsdiensts moneyland.ch zu entnehmen ist. Damit seien die Zinssätze auf einem historischen Tief. Negativzinsen für private Sparer auf breiter Front seien aber vorerst nicht zu erwarten.

Einen leicht positiven Zins gibt es daneben laut den im laufenden Monat erhobenen Zahlen für Jugendsparkonten mit durchschnittlich 0,63% (Median: 0,5%). Auf 3a-Sparkonten beträgt der Zins 0,46% (Median: 0,5%) und auf Freizügigkeitskonten 0,19% (Median: 0,2%). Auf Euro-Sparkonten für Erwachsene gibt es 0,04% (Median: 0,01%).

Weiterhin das einzige Institut, das Negativzinsen auf dem Privatkonto verlangt, ist die Alternative Bank Schweiz (ABS) mit einem Zins von -0,125%. Einzelne Institute verlangen derweil bereits Negativzinsen ab hohen Betragslimiten auf den Sparkonten. Dazu gehören wiederum die ABS (-0,75% ab 100'000 CHF) sowie PostFinance (-1% ab 1 Mio CHF) und Swissquote (-0,75% ab 1 Mio CHF).

Für institutionelle Grosskunden und grössere Firmen gibt es zudem bereits Negativzinsen bei diversen Instituten, heisst es. So erhebe die Aargauische Kantonalbank Negativzinsen ab 5 Mio CHF, andere wie die WIR Bank ab 10 Mio CHF. Viele andere Banken verlangten je nach Kundenprofil individuelle Negativzinsen, so moneyland.ch. Seit Juli 2016 empfehle auch Raiffeisen Schweiz die Weitergabe der Negativzinsen an Firmenkunden.

Die meisten Banken gingen davon aus, dass sie auch in Zukunft keine Negativzinsen für ihre Privatkundschaft erheben würden, schreibt moneyland.ch unter Berufung auf eine Umfrage bei 40 Schweizer Retailbanken. Sollte allerdings die Schweizerische Nationalbank (SNB) ihre Negativzins-Politik zusätzlich markant verschärfen würde, schliesse die Mehrheit der Banken auch Negativzinsen auf Privatkonten nicht aus.

tp/ra

(AWP)

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16.01.2017 08:12
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WEF 2017: WEF ruft nach Paradigmenwechsel beim Wirtschaftswachstum
16.01.2017 07:55

Davos (awp/sda) - Das Weltwirtschaftsforum (WEF) regt ein neues Modell für Wirtschaftswachstum an, um den Herausforderungen durch technologischen Wandel und Globalisierung zu begegnen. Wachstum und Reduktion der Ungleichheit müssten Hand in Hand gehen.

Dafür sei eine alternative Messmethode für nationale Wirtschaftsleistungen nötig, heisst es im Bericht "The Inclusive Growth and Development Report 2017", den das WEF am Montag veröffentlichte. Anstelle des Bruttoinlandprodukt soll der Inclusive Development Index (IDI) zu stehen kommen.

Die politischen Entscheidungsträger sollten, wenn sie die nationale Wirtschaftsleistung beurteilten, nachhaltigen, breit abgestützten Fortschritt beim Lebensstandard, ein Konzept, das Einkommen und wirtschaftliche Möglichkeiten vereine, Sicherheit sowie Lebensqualität berücksichtigen.

Das BIP als Mass der Wirtschaftsleistung einer Volkswirtschaft errechnet sich anhand der im Inland hergestellten Waren und Dienstleistungen, soweit diese nicht als Vorleistungen für die Produktion anderer Waren und Dienstleistungen verwendet werden.

MEDIANEINKOMMEN VERRINGERT

Der IDI dagegen stuft Länder anhand von drei Grundkriterien ein. Bei Wachstum und Entwicklung fliessen neben dem BIP-Wachstum auch Erwerbstätigkeit und Produktivität sowie gesunde Lebenserwartung mit ein. Beim zweiten Kriterium, der Inklusion, werden das mittlere Haushaltseinkommen, Armut sowie zwei Ungleichheitsgrössen mit einbezogen.

Bei generationenübergreifender Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit schliesslich werden Kohleverbrauch, öffentliche Schulden und der Grad demographischer Abhängigkeit berücksichtigt.

Bei 51 Prozent der 103 Länder, die nach diesem Muster beurteilt wurden, habe sich der Index in den letzten fünf Jahren verschlechtert. 42 Prozent der Staaten seien beim IDI zurückgefallen, obwohl sie ein BIP-Wachstum erzielt hätten. Laut dem WEF-Bericht verringerte sich seit 2008 das Medianeinkommen in 26 Industriestaaten um 2,4 Prozent oder 284 Dollar pro Kopf.

SCHWEIZ AUF PLATZ 3

Das IDI-Ranking sieht Norwegen an der Spitze vor Luxemburg und der Schweiz. Auf Platz Vier folgt Island vor Dänemark, Schweden, den Niederlanden, Australien, Neuseeland und Österreich. Von den G7-Staaten schneidet Deutschland auf dem 13. Rang am besten ab, vor Kanada (15), Frankreich (18), Grossbritannien (21), den USA (23), Japan (24) und Italien (27.)

Die Autoren weisen darauf hin, dass einige Länder bedeutend besser dastehen im IDI-Ranking als beim BIP pro Kopf. Darunter sind etwa Kambodscha, Tschechien, Neuseeland, Südkorea oder Vietnam. Auf der anderen Seite stehen Brasilien, Irland, Japan, Mexiko, Nigeria, Südafrika oder die USA, bei denen ein signifikanter tieferer IDI-Wert auszumachen ist im Vergleich zum BIP.

15 BEREICHE

Um Wirtschaftswachstum und soziale Einbindung (Inklusion) im Gleichschritt zu halten, skizziert der Bericht 15 Bereiche struktureller Strategien und institutionelle Stärke als grundlegend für das System der Einkommensverteilung moderner Marktwirtschaft. Aufgeführt werden etwa die Bereich Aus- und Weiterbildung, Grundversorgung und Infrastruktur, Korruption und Mieten, Finanzintermediation, Vermögensbildung und Unternehmertum, Angestellten-Entschädigung oder Steuern.

Aufgrund der vorgelegten Werkzeuge und Messinstrumente fordert das WEF eine koordinierte internationale Initiative, "um der Perspektive der Stagnation und der Aufsplittung" Einhalt zu gebieten.

(AWP)

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13.01.2017 08:49
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Chinas Präsident für Vertiefung der Beziehungen mit der Schweiz
13.01.2017 08:43

Bern (awp/sda) - Chinas Präsident Xi Jinping hat sich vor seinem Staatsbesuch in Bern für eine breite Vertiefung der Beziehungen mit der Schweiz ausgesprochen. China unterhalte mit der Schweiz Beziehungen, die exemplarisch seien.

Sie seien "beispielgebend für Freundschafts- und Kooperationsbeziehungen zwischen Ländern, die sich in Bezug auf Gesellschaftsordnung, Entwicklungsstand und Grösse unterscheiden", schrieb Xi in einem Gastkommentar in der "Neuen Zürcher Zeitung" vom Freitag. Dies gründe auf Freundschaft und gegenseitigen Respekt.

Das chinesische-schweizerische Freihandelsabkommen sollte vervollkommnet werden, wünscht sich Chinas Präsident weiter. Dabei denke er an eine Aufwertung, um die "Musterfunktion" dieses Abkommens zur Geltung zu bringen.

Er sprach sich auch dafür aus, den "hochrangigen Besuchsaustausch" beizubehalten. Die Formate für Dialog und Konsultationen zwischen beiden Ländern müssten genutzt werden für gegenseitige Unterstützung und Verständnis. Mit gemeinsamen Plattformen solle die Innovationszusammenarbeit von Wirtschaft und Forschung angestossen und ausgeweitet werden. Auch sei ein verstärkten kultureller Austausch anzustreben.

MASSIVE EINSCHRÄNKUNGEN

Der am Sonntag beginnende zweitägige Staatsbesuch von Xi Jingping findet unter massiven Sicherheitsvorkehrungen statt, wie Berns Sicherheitsdirektor Reto Nause am Freitagmorgen gegenüber Radio SRF erklärte. In der Stadt Bern werde es massive Einschränkungen geben.

Dies sei gerechtfertigt, da Chinas Präsident als gefährdete Persönlichkeit gelte und sich die globale Sicherheitslage seit den letzten Staatsbesuchen dieser Art stark geändert habe.

Dabei erinnerte er etwa an den Besuch des damaligen russischen Präsidenten Dmitri Medwedew im September 2009 in Bern. Seither habe sich viel verändert. In Bezug zu der vor Beginn des Staatsbesuch bewilligten tibetischen Demonstration habe eine vernünftige Lösung für einen reibungslosen Ablauf gefunden werden müssen.

mk

(AWP)

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13.01.2017 08:15
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Schweizer Unternehmen erhöhen Ausgaben für Forschung
12.01.2017 16:17

(Ausführliche Fassung)

Bern (awp/sda) - Schweizer Unternehmen haben 2015 insgesamt 15,7 Mrd CHF für Forschung und Entwicklung ausgegeben. Das sind 10% mehr als bei der letzten Erhebung 2012 und ein neuer Rekord.

Zu diesem Ergebnis kommt eine vom Bundesamt für Statistik (BFS) in Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsdachverband Economiesuisse durchgeführte Erhebung. Demnach sind die Forschungsausgaben in der Schweiz seit der Jahrtausendwende stetig angestiegen.

Die Zahlen des BFS zeigen starke Wachstumsraten zwischen 2000 und 2008. Danach sei wegen des verschlechterten wirtschaftlichen Umfelds ein Verlangsamung festzustellen, sagte Studienleiter Philippe Stauffer vom BFS am Donnerstag vor den Medien in Bern.

Der private Sektor bestreitet rund zwei Drittel der Forschungsausgaben in der Schweiz. 2015 machten die Aufwendungen der Unternehmen rund 2,4% des Bruttoinlandprodukt (BIP) aus.

Damit gehört die Schweiz im internationalen Vergleich zu den Ländern, die am meisten Geld in Forschung und Entwicklung investieren. Seit der letzten Erhebung ist die Schweiz in der Rangliste einen Rang nach oben geklettert und belegt nun hinter Israel, Südkorea und Japan Platz vier.

RÜCKGANG BEI KLEINUNTERNEHMEN

Rudolf Minsch, Chefökonom von Economiesuisse, sprach von einem erfreulichen Resultat angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage wegen des starken Frankens. Es sei positiv, dass Schweizer Unternehmen ihr Forschungsaktivitäten in den letzten Jahren nicht in Ausland verlagert hätten, sagte er. Damit die Schweiz als Forschungsstandort attraktiv bleibe, sei es wichtig, weiterhin für gute Rahmenbedingungen zu sorgen.

Ein Wermutstropfen sei allerdings, dass kleine Unternehmen ihre Forschungsausgaben seit 2012 deutlich reduziert hätten. Betriebe mit weniger als 50 Angestellten haben ihre Aufwendungen in den vergangenen drei Jahren um rund einen Fünftel reduziert. Dagegen haben vor allem mittlere und grössere Unternehmen ihre Forschungsaktivitäten im gleichen Zeitraum deutlich ausgebaut.

Dies lasse vermuten, dass KMU sensibler auf Konjunkturschwankungen reagierten als grössere Unternehmen, sagte er. Ein zweiter Wermutstropfen ist laut Minsch der starke Rückgang der Forschungsausgaben in der Metallbranche von 30%.

GRUNDLAGENFORSCHUNG WICHTIGER

Gegenüber der letzten Erhebung haben die Unternehmen deutlich mehr für die Grundlagenforschung ausgegeben. Von 2012 bis 2015 haben sich die Aufwendungen für die Grundlagenforschung mit 3,5 Mrd CHF mehr als verdoppelt. Zum Vergleich: Der Bund wendet für den Nationalfonds rund 1 Mrd CHF und für den gesamten ETH-Bereich rund 2,4 Mrd CHF jährlich auf.

Für den grössten Anteil des Wachstums in der Privatwirtschaft steht die Pharmabranche, die ihre Aufwendungen gegenüber 2012 um 1,6 Mrd CHF erhöht hat. Ein wesentlicher Grund für diese Entwicklung bestehe darin, dass der Entwicklungszyklus eines Medikamentes länger und komplizierter geworden sei, hiess es.

Mit rund 35% aller Forschungsaufwendungen bleibt die Pharmabranche wichtigster Akteur. 2015 beliefen sich ihre Ausgaben auf 5,5 Mrd CHF.

Den grössten%ualen Anstieg seit 2012 verzeichnete mit 66% die Branche "Dienstleistungen von Informations- und Kommunikationstechnologie".

Einen starken Anstieg gab es zudem bei den Forschungsaufträgen von Schweizer Unternehmen an Dienstleister im Ausland. Von 2,3 Mrd CHF im Jahr 2012 sind sie auf auf 5 Mrd CHF im Jahr 2015 gestiegen. Der Betrag für ausländische Forschungsaufträge an Firmen in der Schweiz belief sich 2015 wie bei der vorangehenden Erhebung auf fast 2 Mrd CHF.

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13.01.2017 08:12
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Zahl der weltweit Arbeitslosen steigt auf über 200 Millionen
12.01.2017 22:05

Genf (awp/sda) - In diesem Jahr werden weltweit mehr als 200 Millionen Menschen arbeitslos sein. Die Entwicklung in den Schwellenländern und jene in den Industrieländern ist unterschiedlich.

Die Arbeitslosigkeit steigt 2017 auf durchschnittlich 5,8 Prozent. Das entspricht einer Zunahme um 0,1 Prozentpunkte oder von 3,4 Millionen Arbeitslosen, wie die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) in ihrem neuesten Bericht festhält.

Die enttäuschende Entwicklung der Weltwirtschaft und die politischen Unsicherheiten lasteten weiter auf dem Arbeitsmarkt, sagte ILO-Generaldirektor Guy Ryder am Donnerstag vor den Medien in Genf.

Für den Anstieg der Arbeitslosigkeit dürften demnach vor allem die Schwellenländer verantwortlich sein, während in den Industrieländern mit einem leichten Rückgang gerechnet wird.

Ein wichtiges Mittel gegen die global steigende Arbeitslosigkeit ist laut der UNO-Organisation der Kampf gegen die Schattenwirtschaft. Hier müssten die Anstrengungen noch verstärkt werden, sagte Ryder, auch wenn in verschiedenen Ländern bereits Fortschritte erzielt worden seien.

(AWP)

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11.01.2017 08:41
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ZKB rechnet 2017 mit erhöhter IPO-Aktivität - "Spannende Transaktionen"
11.01.2017 08:14

Zürich (awp) - Das Marktumfeld für Börsengänge schätzt die ZKB für 2017 positiv ein: "Aus unserer Sicht ist das Fenster für IPOs in der Schweiz weiterhin geöffnet", schreibt die Kantonalbank in ihrem aktuellen IPO-Newsletter, der vierteljährlich erscheint. Die Wachstumskräfte in der Schweiz dürften sich wieder verstärken, worauf wichtige Vorlaufindikatoren deuteten.

"Für das neue Jahr rechnen wir mit einer erhöhten IPO-Aktivität an der SIX Swiss Exchange", kommentiert Andreas Neumann, Leiter Equity Capital Markets bei der ZKB, die Studie. Zum einen seien mit den Abspaltungen der Schweizer Einheit der Credit Suisse und Galenica Santé bereits zwei Grosstransaktionen geplant.

Zum anderen würden unter Branchenkennern weitere namhafte Gesellschaften als IPO-Kandidaten für 2017 gehandelt. Bei "ansprechenden Marktbedingungen" werde das neue Jahr "von spannenden Transaktionen mit teilweise internationaler Ausstrahlung geprägt" sein.

Im Zuge der enormen medialen Präsenz um die US-Wahl sei zudem fast unbemerkt geblieben, dass die Konjunkturerholung - und mit ihr der Anstieg der Renditen und der Inflationserwartungen - gegen Jahresende spürbar Fahrt aufgenommen habe, schreibt die ZKB weiter. Für die Aktienmärkte sei man daher nach wie vor "moderat optimistisch".

"DURCHZOGENER" IPO-JAHRGANG 2016

Das vergangene Börsenjahr sei indes geprägt gewesen von diversen internationalen Grossereignissen wie dem Brexit und der US-Präsidentschaftswahl, was an den Märkten gewisse Unsicherheit ausgelöst habe, so Neumann mit Blick zurück auf 2016. So sei es auch nicht erstaunlich, dass der IPO-Jahrgang durchzogen war.

In Europa kamen total 227 Unternehmen mit einem Emissionsvolumen von 30 Mrd EUR an die Börse, was einem Rückgang gegenüber 2015 um 14% bzw. rund 51% entspricht. In den USA hat sich laut ZKB die Anzahl Börsengänge den Angaben zufolge im Vorjahresvergleich mehr als halbiert, dies bei einem um gut ein Drittel gesunkenen Emissionsvolumen - das schwächste Jahr seit 2009.

Historisch betrachtet würden Anzahl und Volumen von IPOs eng mit der Börsenentwicklung zusammenhängen, so die ZKB. Die IPO-Aktivität in der Schweiz sei 2016 dennoch höher gewesen als in vergangenen Jahren, in denen sich der SPI besser entwickelt hatte. 2016 verlor die Schweizer Börse gemessen am SPI 1,4%.

Fünf neue Unternehmen kamen an die SIX Swiss Exchange, drei davon mittels IPO und zwei mittels reinem Listing. 2015 waren es lediglich zwei IPOs und ein Spin-off. Das Emissionsvolumen ging 2016 allerdings mit knapp 900 Mio CHF im Vorjahresvergleich zurück nach 2,5 Mrd CHF.

ys/ra

(AWP)

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11.01.2017 08:15
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Weltbank: Weltwirtschaft wächst 2017 etwas schneller
10.01.2017 22:11

WASHINGTON (awp international) - Das weltweite Wirtschaftswachstum nimmt nach einem Bericht der Weltbank wieder etwas Schwung auf. Für das kommende Jahr prognostizieren die Volkswirte am Dienstag in Washington ein Wachstum der weltweiten Wirtschaftsleistung von 2,7 Prozent. Für 2016 hatte die Weltbank wegen niedriger Rohstoffpreise und einer Flaute vor allem in den Industrieländern ein Wachstum von nur 2,4 Prozent vorhergesagt.

Unsicherheit herrscht weiterhin noch über den künftigen Weg der USA als grösster Volkswirtschaft der Welt. Die Ankündigungen des designierten Präsidenten Donald Trump, die Wirtschaft etwa mit Infrastrukturprojekten stimulieren zu wollen, könnte zu einem schnelleren Wachstum in den USA und damit in der Welt führen. Andererseits sei die von Trump ausgehende Tendenz zum Protektionismus ein grosses Hindernis.

Die Weltbank-Experten glauben, dass das Wachstum in den Industrieländern auf 1,8 Prozent der Wirtschaftsleistung ansteigen wird. Die Schwellen- und Entwicklungsländer sollen demnach, auch dank langsam steigender Rohstoffpreise um 4,2 Prozent wachsen, im Gegensatz zu 3,4 Prozent im abgelaufenen Jahr./dm/DP/he

(AWP)

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06.01.2017 08:49
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Konsumentenpreise sinken im Dezember leicht

Der Landesindex der Konsumentenpreise (CPI) ist im Dezember 2016 im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozent gesunken .

Innert Jahresfrist beträgt die Teuerung (Jahresteuerung) damit 0,0%, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Donnerstag mitteilte. Die ausgewiesenen Werte liegen damit im Rahmen der Schätzungen: Die Prognosen der von AWP befragten Ökonomen lagen für den Monatswert bei -0,3% bis -0,1% und für den Jahreswert bei -0,2% bis 0,0%.

Der Rückgang des CPI gegenüber dem Vormonat ist laut BFS hauptsächlich auf tiefere Preise für Pauschalreisen ins Ausland sowie gesunkene Preise im Bekleidungssektor zurückzuführen. Auch für Lebensmittel musste im Dezember weniger bezahlt werden. Demgegenüber sind die Preise für Heizöl, öffentlichen Verkehr und Luftverkehr angestiegen.

Die durchschnittliche Jahresteuerung 2016 (Veränderungsrate zwischen dem Jahresmittel 2016 und dem Jahresmittel 2015) betrug -0,4%, wobei der Rückgang primär auf tiefere Preise für Erdölprodukte und Automobile zurückzuführen war, wie das BFS weiter schreibt. Die Preise der Inlandgüter gingen im Durchschnitt um 0,1% zurück, diejenigen der Importgüter um 1,4%. Im Jahr 2015 hatte die durchschnittliche Jahresteuerung bei -1,1% gelegen, 2014 bei 0,0%, 2013 bei -0,2%, 2012 bei -0,7% und 2011 bei +0,2%.

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04.01.2017 08:25
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Preise für Eigentumswohnungen auf Rekordhoch

Die Angebotspreise für Eigentumswohnungen in der Schweiz sind im Dezember auf ein Allzeithoch gestiegen. Gleichzeitig sind zum die Preise für Einfamilienhäuser und Mietobjekte gesunken.

Im November waren die Preise für Eigentumswohnungen noch zurückgegangen. Gleichzeitig sind zum Jahresende die Preise für Einfamilienhäuser und Mietobjekte gesunken. Dies geht aus dem neusten Swiss Real Estate Offer Index hervor, der am Mittwoch publiziert wurde. Dieser wird vom Onlineportal Immoscout24 in Zusammenarbeit mit dem Immobilien-Beratungsunternehmen IAZI erhoben.

Konkret erhöhten sich die Preise für Eigentumswohnungen gegenüber dem Vormonat um 0,8%, auf Jahresbasis beträgt das Plus sogar 4,2%. In dieser Eigentumskategorie kostet ein Quadratmeter Nettowohnfläche aktuell rund 7'200 CHF. Dies sei seit Beginn der Indexberechnung vor sechs Jahren ein Höchststand, heisst es dazu. Erklärt wird dieser Trend mit dem anhaltendem Wunsch eines Grossteils der Bevölkerung, in städtischen Regionen zu leben. Dies sorge für eine anhaltend grosse Nachfrage nach Stockwerkeigentum.

Die Preise für Einfamilienhäuser sanken im Dezember gegenüber dem Vormonat um 0,3%, auf Jahresbasis resultiert hingegen ein Plus von 1,1%. Aktuell kostet ein Quadratmeterpreis laut den Angaben 6'047 CHF.

Mietobjekte wurden im Dezember laut den Angaben gegenüber dem November 0,5% günstiger, auf das Gesamtjahr ergibt dies ein Minus von 0,7%. Regional gibt es dabei beträchtliche Unterschiede: So erhöhten sich zum Beispiel im Dezember die Mieten im Tessin (+2,4%) und in der Zentralschweiz (+0,7%) gegen den Trend.

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04.01.2017 08:15
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Schweizer Einkaufsmanagerindex schwächt sich etwas ab

Die Stimmung in der Schweizer Industrie hat sich im Dezember leicht verschlechtert.

Der Einkaufsmanagerindex (PMI) fiel gegenüber dem Vormonat um 0,6 Zähler auf 56,0 Punkte, wie die Credit Suisse am Dienstag mitteilte. Damit habe der PMI im Jahr 2016 in jedem Monat oberhalb der Wachstumsschwelle von 50 Punkten notiert. Die Produktion konnte den fünfzehnten Monat in Folge gesteigert werden. Ein breiter Personalaufbau in der Industrie sei hingegen nicht in Sicht. Die Credit Suisse erhebt den Index zusammen mit dem Einkäuferverband.

Dem vorausweisenden KOF-Konjunkturbarometer zufolge haben sich die Aussichten für die Schweizer Wirtschaft zum Jahresende nicht verändert.

(Reuters)

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03.01.2017 08:21
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Die Aktien-Tipps der Banken für 2017

cash sagt, was die Strategen von UBS, Credit Suisse & Co. vom Börsenjahr 2017 erwarten und auf welche Schweizer Aktien sie setzen.

http://classic.cash.ch/news/top_news/die_aktientipps_der_banken_fuer_201...

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30.12.2016 08:15
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Who-is-who 2017 - wer für Europa wichtig wird

2017 wird für Europa ein weiteres entscheidendes Jahr. Verschiedene Figuren haben grossen Einfluss darauf, wohin sich der alte Kontinent weiter entwickelt.

Die Europäische Union steht 2017 von innen und von aussen unter Druck. Herausforderungen warten im Westen, Osten und Süden des Kontinents, während zugleich Anti-EU-Bewegungen den Zusammenhalt der Union testen. Neun Gesichter gilt es dabei im kommenden Jahr im Blick zu haben:

DONALD TRUMP

Die Wahl des baldigen US-Präsidenten hat die Staats- und Regierungschefs der EU genauso auf dem falschen Fuss erwischt wie das Votum der Briten für einen EU-Austritt. Falls er die US-Wirtschaft durch hohe Investitionen ankurbeln sollte, dürfte davon auch die Konjunktur in Europa profitieren. Falls er aber die Handelsbarrieren hochfährt, könnte das Gegenteil für die EU eintreten.

THERESA MAY

Ende März will die britische Premierministerin den Austrittsantrag ihres Landes bei der EU einreichen. Sie muss dafür die Reihen ihrer Regierung geschlossen halten, um dann die komplexen Verhandlungen mit der EU zu beginnen. Die EU-Staaten dürften May das Leben in den knapp zweijährigen Gesprächen auch deshalb schwer machen, um Nachahmer abzuschrecken.

MARINE LE PEN

Sollte die Chefin des rechtsextremen Front National am 7. Mai Präsidentin Frankreichs werden, sind alle anderen Überlegungen zur EU im kommenden Jahr obsolet. Denn Le Pen macht keinen Hehl daraus, die EU zerstören zu wollen. Viel dürfte davon abhängen, welchem Kandidaten sie gegenübertritt, falls sie es in die Stichwahl schafft.

WLADIMIR PUTIN

Der nächste Schachzug des russischen Präsidenten ist für die Europäer schwer abzusehen. Sollte sich Trump für die USA entscheiden, die Sanktionen gegen Russland fallenzulassen, dürfte es für die EU kompliziert werden, ihre Reihen geschlossen zu halten und die wegen des Ukraine-Konflikts verhängten Strafmassnahmen über den 31. Juli hinaus zu verlängern.

ANGELA MERKEL

Die Bundeskanzlerin, seit der Flüchtlingskrise in Teilen der Bevölkerung umstrittener als je zuvor, stellt sich zum vierten Mal zur Wahl. Sie gilt als Stabilisator der EU, doch selbst bei ihrer Wiederwahl bleibt die Frage, was sie noch ausrichten kann, wenn die Nachbarländer ihren EU-Kurs dramatisch ändern.

JAROSLAW KACZYNSKI

Der Chef der nationalkonservativen und regierenden PiS-Partei will die Reihen der EU gegenüber Russland geschlossen halten, hat aber zugleich das Verfahren der EU-Kommission zur Lage des Rechtsstaates in Polen am Hals. Britische Diplomaten setzen wiederum darauf, mit den Polen als Schwergewicht unter den osteuropäischen EU-Staaten Sonderregeln bei den anstehenden Brexit-Verhandlungen herausschlagen zu können.

SERGIO MATTARELLA

Der 75-jährige Staatspräsident Italiens muss sein Land durch stürmische Zeiten und eventuell durch eine vorgezogene Parlamentswahl führen. Er ist dabei der Stabilitätsanker eines Landes, auf das die EU wegen seiner Bedeutung und Grösse nicht verzichten kann.

DER MIGRANT AUS AFRIKA

Für einen jungen Mann aus Afrika wird die Suche nach besseren Lebensbedingungen in der EU im kommenden Jahr nicht einfacher werden, da die EU-Staaten auch wegen der Wahlen mit immer mehr afrikanischen Ländern Rückführungsabkommen schliessen und rigider bei der Abschiebung sein wollen.

DER GROSSE UNBEKANNTE

Ein Rätsel ist den etablierten Parteien und Wahlforschern noch immer, welchen Einfluss diejenigen haben werden, die unzufrieden sind mit Globalisierung, Flüchtlingspolitik und dem generellen Weg der EU. Zu dieser unbekannten Grösse gesellen sich die Unabwägbarkeiten globaler Krisen und ihr Einfluss auf das Schicksal Europas.

(Reuters)

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27.12.2016 08:14
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Neues Jahr, neues Glück, neuer Chef

Für mehrere Chefs von Schweizer Grossunternehmen wie Lindt & Sprüngli oder Syngenta war das Jahr 2016 das letzte auf dem Chefsessel. Ein Überblick über die diversen CEO-Wechsel an der Schweizer Börse.

Zum Jahresbeginn steht vor allem Nestlé im Fokus, denn dort kommt es nach Jahren der Kontinuität zum Wechsel an der Führungsspitze.

Nach Monaten der Ungewissheit ist seit September klar: Bei Nestlé übernimmt per 1. Januar der ehemalige Chef des deutschen Gesundheitskonzerns Fresenius, Ulf Mark Schneider, den Chefposten. Der 51-jährige deutsch-amerikanische Doppelbürger ist bereits im September beim Nahrungsmittelmulti eingestiegen.

Über die vergangenen acht Jahren manövrierte der 62-jährige Belgier Paul Bulcke das multinationale Unternehmen. Ihm wurde der Posten des Vorsitzenden des Verwaltungsrats angeboten. Der bisherige Verwaltungsratspräsident Peter Brabeck beendet sein Mandat.

Neue Ära bei Lindt

Mit dem Austritt des 70-jährigen Patrons Ernst Tanner aus der Geschäftsleitung ist auch beim Schokoladenhersteller Lindt & Sprüngli eine neue Ära angebrochen. Nach über 20 Jahren hat Ernst Tanner die operative Führung an den 61-jährigen Dieter Weisskopf abgetreten. Dieser hatte zuvor die Position des Finanzchefs inne.

Beim Basler Agrochemiekonzern Syngenta hat der US-Amerikaner Erik Fyrwald (57) die Führungsspitze übernommen. Die Ernennung erfolgte im Mai mitten in der Übernahme durch den chinesischen Staatskonzern ChemChina. Er ersetzt seit Mitte Jahr den damaligen Interims-Chef John Ramsay. Dieser hatte die Leitung nach dem überraschenden Abgang von Mike Mack im November 2015 übergangsweise übernommen.

Der finanziell angeschlagene Solarzulieferer Meyer Burger hat ebenfalls per Anfang 2017 einen Personalwechsel im obersten Management angekündigt. Nach 14 Jahren übergibt Peter Paul die Zügel an Hans Brändle.

Revolution bei Richemont

Der Luxusgüterkonzern Richemont schafft den CEO-Posten gleich ganz ab. Im März nächsten Jahres geht Konzernchef Richard Lepeu in Pension. Das Basler Unternehmen entschied sich, den Posten nicht zu ersetzen und überrascht mit neuer Führungsstruktur. In Zukunft werden die Chefs der verschiedenen Häuser und den neuen Geschäftsbereichen direkt an den Verwaltungsrat berichten.

Auch das Versicherungswesen überraschte mit Neuerungen: Der Versicherer Zurich Insurance wird seit März vom Italiener Mario Greco geführt. Der 56-jährige Italiener stand zuvor vier Jahre an der Spitze des italienischen Versicherers Generali.

Auch beim Versicherer Helvetia wechselte die Führungsspitze. Anfang September übergab Stefan Loacker das Ruder an Philipp Gmür. Während seiner Amtszeit hat er unter anderem die Übernahme des Konkurrenten Nationale Suisse und dessen Integration ins Unternehmen erfolgreich durchgeführt.

Diverse Rücktritte

Der ehemalige CEO des Rückversicherers Swiss Re, Michael Liès, ist per 1. Juli in den Ruhestand getreten. Als Nachfolger hat das Zürcher Unternehmen Christian Mumenthaler bestimmt.

Bei Swiss Life Schweiz übernimmt ab kommendem April nach dem Rücktritt von Ivo Furrer das Konzernleitungsmitglied Markus Leibundgut die Führung. Er war zuvor Leiter der Deutschland-Einheit des Lebensversicherers.

Unter der führenden Hand des Investors Xavier Niel führt seit März Andreas Schönenberger die Geschicke des Mobilfunkanbieters Salt. Der frühere Chef von Google Schweiz ersetzte den Schweden Johan Andsjö, welcher Ende 2015 das Unternehmen verlassen hat.

Nachdem die Tessiner Bank BSI im Zuge der Ermittlungen wegen Geldwäscherei den ehemaligen CEO Stefano Coduri entlassen hat, nominierte sie Verwaltungsratsmitglied Roberto Isolani zum neuen Chef. Die BSI wurde im Nachgang des Skandals vom Zürcher Vermögensverwalter EFG International übernommen.

Die Industriegruppe Cicor ernannte den ehemaligen Chef der Solothurner Schaffner-Gruppe an die Spitze. Alexander Hagemann ersetzt Jürg Dübendorfer, welcher den Posten kaum mehr als ein Jahr besetzte. Die Schaffner-Gruppe sucht indes immer noch nach einem Nachfolger. Für den Moment leitet Finanzchef Kurt Ledermann ad interim das Neuenburger Unternehmen.

Zur schier endlosen Liste der Firmen mit neuer Führungsspitze reihen sich auch Panalpina, Kardex, Kuoni Schewiz oder DKSH.

(AWP)

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