CH-relevante Börsenthemen Jahr 2017

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15.12.2016 08:32
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CH-relevante Börsenthemen Jahr 2017

Anlagejahr 2017: Es wird einigermassen politisch

Politische Börsen haben kurze Beine – sagt man. Doch 2017 werden Anleger speziell auf die unruhige politische Lage schauen. Dennoch ist die Stimmung für die Mehrheit der Anlageklassen positiv. Die Vorschau von cash.ch.

Von Marc Forster

Die Geldpolitik und die allgemeine Politik werden die Finanzmärkte 2017 weiterhin auf Trab halten. Bei den Zentralbanken wird die Federal Reserve die Zinsen behutsam anheben, die meisten übrigen Notenbanken bleiben expansiv, wobei ein langsames Zurückfahren der umstrittenen Anleihenkäufe in der Eurozone noch für Bewegung sorgen könnte.

Die allgemeine Politik ist geprägt von establishmentkritischen Bewegungen. Mit dem EU-Austrittsvotum der Briten im Juni, der Wahl Donald Trumps zum amerikanischen Präsidenten im November und dem Scheitern des italienischen Verfassungsreferendums im Dezember haben sich 2016 drei Entwicklungen ereignet, die gegen die Interessen der politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Führungsschichten der westlichen Welt stehen.

Finanzmärkte mögen diese Form der Instabilität nicht, wobei sie auf die Wahl Trumps innerhalb der vergangenen vier Wochen durchaus positiv reagiert haben. Weitere Erschütterungen sorgen aber für einer kritische Beäugung der Lage seitens der Investoren: Handelskonflikte, zum Beispiel zwischen den USA und China, die ungelöste Eurokrise oder die prekäre Lage der italienischen Banken. Erwartet wird bei den Wahlen in den Niederlanden, Frankreich und Deutschland auch, dass rechtsgerichtete und eurokritische Parteien Stimmengewinne verbuchen und künftige Regierungsbildungen beeinflussen könnten.

Aktien

Es gibt nach wie vor einige Gründe, bei Aktien "bullish" zu sein. Einer davon: Die neue US-Regierung unter Donald Trump, die im Januar ihre Geschäfte aufnimmt, will das Wachstum antreiben. Der US-Aktienmarkt gilt daher aus besonders interessant, auch wenn die Finanzmärkte die Unwägbarkeiten wegen Trumps ungezügeltem Temperament als hoch einstufen.

Von der Regierung finanzierte Infrastrukturprojekte dürften aber dafür sorgen, dass Infrastrukturunternehmen – also der Bausektor und dem Bau zugewandte Industrieunternehmen - an der Börse gut laufen werden. Auch ausserhalb der USA könnte dies der Fall sein, denn nach Jahren der Sparpolitik in der westlichen Welt könnte sich nicht nur eine Trump-Administration einer Politik erhöhter Staatsausgaben zuwenden.

Die Credit Suisse empfiehlt auch den Gesundheitssektor, der mit Roche und Novartis auch den Schweizer Markt dominiert. Dies hilft dem SMI, der 2016 das zweite Jahr in Folge mit einem Rückgang (-8,6 Prozent) verbucht hat. Hoffen kann der gebeutelte SMI auch auf einen "Paradigmenwechsel": Nachdem 2016 noch Small und Mid Caps den Schweizer Aktienmarkt dominiert haben, könnten sich die Anleger angesichts hoher Bewertungen in diesem Segment wieder stärker den Blue Chips zuwenden.

Obligationen

Die Rendite der 10-jährigen "Eidgenossen" liegt aktuell mit 0,01 Prozent hauchdünn im Plus. Quasi als letzte der wichtigen Regierungsobligationen haben es auch die Schweizer Anleihen ins Plus geschafft, nachdem sie im Juli noch eine Minus-Rendite von 0,6 Prozent verzeichnet hatten.

Seit der Trump-Wahl am 8. November steigen weltweit die Obligationen-Renditen. Die 10-Jahres-"Treasuries" der US-Regierung erzielen derzeit eine Rendite von fast 2,5 Prozent, was verdeutlicht, dass die Finanzmärkte für die USA ein steigendes Wachstum erwarten. Ob sich an an den Märkten derzeit tatsächlicheine Zinswende abzeichnet, ist umstritten. Wenn im neuen Jahr aber die Renditen steigen, dann bringt dies hochverschuldete Staaten in die Bredouille. Nicht nur in der Eurozone, sondern auch in den Schwellenländern ist dies ein Problem, vor allem dort, wo Regierungen sich in Dollar – der derzeit ansteigt – verschuldet haben.

Die St. Galler oder die Luzerner Kantonalbank empfehlen eine Reduktion des Exposures in Staatsanleihen. Mit Obligationen gibt es 2017 nicht allzuviel zu verdienen, auch deswegen, weil die Notenbanken den Markt zugunsten tiefer Finanzierungskosten für die Regierungen verzerren. Besser steht es hingegen um Unternehmensanleihen, die in Franken laufen und bei denen die Schuldner über eine gute Bonität verfügen.

Währungen

Einen Euro-Franken-Kurs deutlich über 1,10 zu erwarten, ist weiterhin unrealistisch. Die Prognosen bewegen sich zumeist zwischen 1,05 und 1,10. Die Negativzinsen der SNB werden bleiben. Mit den Wahlen in Frankreich und Deutschland und möglichweise in Italien sind weitere Ereignisse auf dem Programm, welche die Nationalbank zu Interventionen am Devisenmarkt veranlassen könnten.

Der Dollar wird in Erwartung eines anziehenden US-Wachstums zum Euro, zum Franken und anderen Währungen stärker. Sollte die Trump-Administration im Welthandel aber allzu protektionistisch vorgehen, würde der Höhenflug des Dollars gestoppt. Zu den Währungen mit Aufwärtspotential gehört auch das aktuell unterbewertete Pfund, wobei Devisenanleger hier die Brexit-Verhandlungen genau verfolgen sollten. Weiter Abwerten dürfte der Yuan: Chinas Situation sei nach wie vor instransparent und könne jederzeit neue Krisen auslösen, schreibt dazu die St. Galler Kantonalbank.

Ölpreis

Die politische Unsicherheit prägt auch die weitere Entwicklung des Ölpreises. Ab Anfang 2017 sollen niedrigere Fördermengen gelten, auf die sich die Vereinigung erdölexportierender Länder OPEC geeinigt hat. Nicht sicher ist aber, ob sich alle Länder daran halten. Auch beim Nicht-Opec-Mitglied Russland bestehen Zweifel, ob die Regierung wirklich an einer geringeren Förderung interessiert ist.

Saudi-Arabien will hingegen höhere Ölpreise über eine tiefere Fördermenge erreichen. Aktuell geht das Kalkül auf: Der Ölpreis schnellte innerhalb von einem Monat von 43,60 auf 57,90 Dollar pro Fass hoch. Ob der Ölpreis bald die 60-Dollar-Marke überschreitet, hängt aber auch von den USA ab, ebenfalls kein Opec-Mitglied: Das Land ist mittlerweile zum grössten Förderer von Schieferlöl geworden und kann so den Ölpreis mitbestimmen.

Gold und übrige Rohstoffe

Der aktuelle Preis einer Unze Gold von 1160 Dollar steht deutlich unter dem Jahreshoch von 1375 Dollar, was im Juli erreicht war. Doch in Zeiten politischer Umwälzungen behält Gold seinen Reiz. Experten zufolge dürfte der Preis wieder in den Bereich von 1300 Dollar steigen. Ein Beispiel für ein wiedererwachtes Interesse an Gold ist die Genfer Bank Pictet: Anfang 2013 entfernte sie Gold aus dem Franken-Anlageportefeuille. 2017 soll wieder in das Edelmetall investiert werden.

Eine steigende Inflation dürfte den Industriemetallen nützen, schreibt die Bank Syz in einem Ausblick. Bautätigkeit in den USA und in China fördert die Nachfrage. Für Zink, Blei, Palladium sowie Nickel und Platin stehen die Aussichten gut. Weniger gut dagegen ist der Ausblick für Agrarrohstoffe wie Mais und Weizen. Gemäss der Bank Julius Bär blieben Rohstoffe als Anlageklasse aber gesamthaft gesehen relativ unattraktiv.

Alternative Anlagen und Immobilien

Alternative Anlagen wie Private Equity, Hedgefonds oder Derivate versprechen höhere Renditen und bedeuten mehr Risiko. Eine Studie des Beratungsunternehmens Willis Towers Watson besagt, dass sich bei den 500 wichtigsten institutionellen Vermögensverwaltern der Anteil alternativer Anlagen in den vergangenen zwei Jahren um ein Viertel erhöht hat.

Schweizer Pensionskassen halten im Schnitt 27 Prozent ihrer Vermögen in alternativen Anlagen, wobei dabei allerdings auch Immobilien dazugezählt werden. Angesichts der Negativzinsen in der Schweiz bleiben diese als Anlagekategorie für Vorsorgeeinrichtungen und Versicherer wichtig. Daran dürfte sich laut der Immobilienberatungsfirma Wüest & Partner wenig ändern, auch wenn die Nachfrage nach Wohnraum etwas sinkt und das Niveau der Mieten unter Druck gekommen ist.

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vor 23 Stunden 22 Minuten
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US-Notenbank gibt erneut Signale für baldige Leitzinsanhebung - Minutes
22.02.2017 20:40

(Ausführliche Fassung)

WASHINGTON (awp international) - Die US-Notenbank Fed hat erneut Signale für eine weitere Leitzinsanhebung gegeben. Viele Mitglieder hielten eine Zinserhöhung "recht bald" für angemessen, falls die Wirtschaft auf Kurs bleibe, hiess es in dem am Mittwoch veröffentlichten Protokoll (Minutes) zur jüngsten Sitzung des geldpolitischen Ausschusses (FOMC) vom 31. Januar bis 1. Februar. Eine Gefahr eines merklichen Anstiegs der Inflation sahen sie allerdings nicht.

Man habe es derzeit allerdings mit vielen Unsicherheiten zu tun. Das Protokoll verwies auf die noch unklare Finanzpolitik des US-Präsidenten Donald Trump und die Auswirkungen des starken US-Dollar. Ein klares Signal wann es zu einer Leitzinsanhebung kommen könnte, gab das Protokoll nicht. Auf der jüngsten Sitzung hatte die Fed den Leitzins in einer Spanne von 0,5 bis 0,75 Prozent belassen.

Nur wenige Mitglieder forderten ausdrücklich eine rasche Anhebung auf einer der nächsten Sitzungen. Dies würde der Fed mehr Spielraum geben, um auf Änderungen der wirtschaftlichen Bedingungen zu reagieren. An den Finanzmärkten wird einer Leitzinserhöhung auf der nächsten Sitzung am 15. März nur eine Wahrscheinlichkeit von 34 Prozent gegeben.

Notenbankpräsidentin Janet Yellen hatte in der vergangenen Woche bei einer Anhörung im Kongress davon gesprochen, dass eine weitere Anpassung des Leitzinses wahrscheinlich angemessen sei, falls sich die Wirtschaft so entwickle wie erwartet. Die Finanzmärkte reagierten kaum auf der Veröffentlichung. Der Euro legte leicht zu und stieg auf ein Tageshoch von 1,0572 US-Dollar. Die Renditen von US-Staatsanleihen gaben leicht nach, während sich beim Aktienmarkt kaum etwas tat./jsl/he

(AWP)

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22.02.2017 08:23
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Schweizer Banken bezahlen 2016 mehr Strafzinsen
21.02.2017 18:25

Bern (awp/sda) - Die Schweizer Banken haben für das Jahr 2016 mehr Strafzinsen bezahlt. So stieg der gebührenpflichtige Teil ihrer Einlagen bei der Schweizerischen Nationalbank (SNB) im vergangen Jahr an - nicht zuletzt weil die SNB weiterhin mit Interventionen am Devisenmarkt gegen die Frankenstärke ankämpfte.

Die Guthaben der Schweizer Banken auf den Girokonten bei der SNB sind im vergangenen Jahr um rund 62 Mrd auf 465 Mrd CHF angestiegen, wie aus den am Dienstag veröffentlichten Zahlen der SNB hervorgeht. Sie stiegem damit auf über das 29-fache der Mindestreserve. Ab dem 20-fachen müssen die Banken einen Strafzinsen von aktuell 0,75% bezahlen.

Bereits im Jahr 2015 waren davon alle Banken-Kategorien betroffen. Die Strafzinsen beliefen sich damals auf insgesamt 1,2 Mrd CHF. Die genauen Zahlen für das Jahr 2016 werden zwar erst am 6. März im Rahmen der Jahresrechnung publiziert. Doch bereits in den ersten neun Monaten erreichten sie einen Wert von 1,1 Mrd.

Am stärksten betroffen waren dabei die Grossbanken UBS und Credit Suisse. Ihre Guthaben bei der SNB kletterten vom 23-fachen der Mindestreserven per Ende 2015 auf das 31-fache per Ende 2016. Bei den Kantonalbanken verharrten die Guthaben im gleichen Zeitraum gerundet beim 23-fachen.

Die SNB liefert zwar keine genauen Angaben zu Interventionen am Devisenmarkt. Weil solche Markteingriffe über das Bankensystem getätigt werden müssen, gilt ein markanter Anstieg der Giroguthaben aber als Hinweis dafür. So kauft die SNB, um den Franken gegenüber dem Euro zu schwächen, Euro und schreibt den Banken den entsprechenden Frankenbetrag auf deren Girokonten bei der SNB gut.

(AWP)

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22.02.2017 08:21
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Weltbank führt Probleme des Welthandels auf Politik zurück
21.02.2017 20:27

WASHINGTON (awp international) - Die Weltbank hat einen Rückgang des Wachstums beim weltweiten Handel mit Gütern bemängelt. Der Welthandel sei 2016 nur noch um ein Prozent gestiegen, heisst es in einer Studie der Weltbank. Verantwortlich seien politischen Unwägbarkeiten vor allem in Europa.

Handel gilt unter Volkswirten als Triebfeder für das weltweite Wirtschaftswachstum. Dieses ist notwendig, um bei steigender Weltbevölkerung den Wohlstand in Industrieländern zu halten und in Entwicklungs- und Schwellenländern auszubauen. Die Weltbank zählt bei ihrer Berechnung den Wert weltweiter Exporte und Importe zusammen.

Während sich der Handel mit Dienstleistungen vergleichsweise robust zeige, habe sich das Wachstum beim Handel mit Gütern im Vergleich zu 2015 halbiert, teilte die Weltbank am Dienstag in Washington mit. Hauptgrund seien politische Unsicherheiten in Europa und den USA. In dem weniger sicher gewordenen Umfeld hielten sich Unternehmen mit Investitionen zurück./dm/DP/he

(AWP)

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21.02.2017 08:38
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EZV: Aussenhandel entwickelt sich im Januar 2017 positiv
21.02.2017 08:35

(Ausführliche Fassung)

Zürich (awp) - Der Schweizer Aussenhandel hat sich im Januar 2017 durch ein markantes Plus der Chemisch-Pharmazeutischen Produkte auf der Exportseite positiv entwickelt. Die Importe sanken hingegen. Der Monatswert beim Handelsbilanzüberschuss erreichte damit einen Höchststand.

Unbereinigt stiegen die Exporte gegenüber dem Vorjahresmonat um 11,4% auf 18,1 Mrd CHF (real +8,2%) während die Importe nominal um 4,5% auf 13,4 Mrd (real -1,4%) anwuchsen. Somit ergab sich ein Handelsbilanzüberschuss von rund 4,7 Mrd CHF.

Arbeitstagbereinigt stiegen die Ausfuhren um 5,3% (real +2,3%) und die Einfuhren sanken um 1,2% (real -6,8%), wie die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) am Dienstag mitteilt. Im Vergleich mit dem Dezember des vergangenen Jahres reduzierten sich die Exporte saisonbereinigt um 0,9% (-4,0%) und die Einfuhren sanken um 2,6% (5,3%).

Der Anstieg der Exporte war ausschliesslich durch das markante Plus der Chemisch-Pharmazeutischen Produkte (+17% bzw. +1,3 Mrd CHF) bedingt. Ohne diese Warengruppe hätte ein Gesamtminus von 5% resultiert, so die Mitteilung weiter.

Der Anstieg der Exporte war ausschliesslich durch das markante Plus der Chemisch-Pharmazeutischen Produkte (+17% bzw. +1,3 Mrd CHF) bedingt, so die Zollverwaltung weiter. Ohne diese Warengruppe hätte ein Gesamtminus von 5% resultiert.

Bei Chemie-Pharma wuchsen die Ausfuhren von Medikamenten um 26% (+771 Mio CHF) und jene von immunologischen Produkten um 18% (+407 Mio). Ferner stiegen die Exporte von Textilien, Bekleidung und Schuhen um 11% (Rückwaren) sowie jene von Metallen um 6%. In der Sparte Maschinen und Elektronik, der zweitgrössten Warengruppe, setzte sich die volatile Exportentwicklung der letzten Monate auch im Januar 2017 (-1%) fort. Die Auslieferungen von Uhren - mit 1,4 Mrd CHF Umsatz die drittgrösste Gruppe - lagen weiterhin tief in der Negativzone (-11%). Um 13% reduzierte sich der Versand von Bijouterie und Juwelierwaren (real +18%). Den stärksten Rückgang wiesen indes die Fahrzeuge aus (-24%).

Die Importe (-1 ) wiesen im Januar zwei Extremwerte auf: Die Zufuhren von Fahrzeugen sanken um 28% bzw. 452 Mio CHF, wogegen jene von Bijouterie und Juwelierwaren um einen Drittel bzw. 156 Mio stiegen. 5 der 12 Warengruppen registrierten eine Veränderungsrate zwischen -1 und +1%, unter ihnen auch die beiden grossen Sparten, Chemie-Pharma sowie Maschinen und Elektronik.

yr/cf

(AWP)

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14.02.2017 08:27
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US-Notenbanker mahnt baldige Zinserhöhung an
14.02.2017 06:32

New York (awp/sda/reu) - Ein führender US-Notenbanker will schon bald weiter die Zinsen erhöhen. Die Federal Reserve sollte eher früher als später handeln, um wie geplant die Geldpolitik schrittweise zu straffen, erklärte der Chef des Zentralbank-Bezirks von Dallas, Robert Kaplan, am Montag.

Ansonsten drohe die Fed den Zeitpunkt dafür zu verpassen und könnte sich zu kräftigeren Zinsschritten gezwungen sehen. Zudem könne es zu Störungen bei Investitionen und am Arbeitsmarkt kommen, wenn die Fed die Zinsen zu lange niedrig halte. Dies würde auch die Sparer bestrafen. Eine konkrete zeitliche Empfehlung für den nächsten Zinsschritt nannte Kaplan allerdings nicht.

Die nächste Fed-Sitzung findet im März statt. Ökonomen und Börsenhändler erwarten aber, dass die Zentralbank bis Juni abwartet. Die Fed hatte den Schlüsselsatz zur Versorgung der Banken mit Geld erst im Dezember auf das aktuelle Niveau von 0,5 bis 0,75 Prozent hochgesetzt. Es war die einzige Zinserhöhung im vergangenen Jahr. An den Finanzmärkten wird nur mit zwei Zinserhöhungen in diesem Jahr gerechnet, auch wenn die Fed im Dezember drei Schritte nach oben ins Auge gefasst hat.

(AWP)

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10.02.2017 08:21
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Fed-Mitglied Bullard hält 2017 nur eine Zinsanhebung für nötig
09.02.2017 19:03

St. Louis (awp/sda/reu) - US-Notenbankmitglied James Bullard setzt trotz der Investitions- und Steuersenkungspläne der neuen Regierung auf eine behutsame Zinspolitik. Eine Zinserhöhung sei für den Rest des Jahres angebracht, sagte der Präsident der Fed-Filiale von St. Louis am Donnerstag.

"Bislang scheint sich übermässiger Inflationsdruck nicht aufzubauen." Bullard rechnet zudem nicht damit, dass bis zur März-Sitzung der Fed die Unklarheit über die Haushaltspolitik der Regierung von Präsident Donald Trump ausgeräumt ist. Die Fed müsse nicht handeln. "Warum nicht warten, bis das deutlicher geklärt ist?"

Die Notenbank hatte im Dezember ihren Schlüsselsatz zur Versorgung der Banken mit Geld um einen Viertelpunkt auf 0,5 bis 0,75 Prozent angehoben. Die Fed hatte damit erst zum zweiten Mal innerhalb eines Jahrzehnts die Zinszügel gestrafft. Für 2017 fassten die Währungshüter in ihrem damaligen Ausblick drei weitere Schritte ins Auge.

Trump versprach im Wahlkampf Steuersenkungen, den Abbau von Bürokratie und Milliardeninvestitionen. Dies könnte dem Aufschwung zusätzlichen Schub geben. Möglicherweise muss die Fed dann aber geldpolitisch gegensteuern, da bereits Vollbeschäftigung herrscht und auch die Inflationsrate im Zielbereich der Notenbank liegt.

Dagegen könnten sich Trumps protektionistische Haltung beim Thema Welthandel und seine Beschränkungen der Einwanderung auf die Produktivität der Wirtschaft negativ auswirken. Bullard zufolge wird es noch bis mindestens 2018 unklar bleiben, mit welchen ökonomischen Folgen zu rechnen ist. Es sei wahrscheinlich, dass die Auswirkungen des Politikwechsels der neuen Regierung nur längerfristig zu spüren sein werden.

(AWP)

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09.02.2017 08:20
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Arbeitslosenquote steigt im Januar auf 3,7% - Höchster Wert seit April 2010
09.02.2017 08:15

Bern (awp) - Die Zahl der Arbeitslosen in der Schweiz ist im Januar 2017 gegenüber dem Vormonat erneut gestiegen. Ende Monat waren laut Mitteilung des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) vom Donnerstag 164'466 Arbeitslose bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) eingeschrieben, 5'094 mehr als im Vormonat.

Die Arbeitslosenquote stieg damit um 0,2 Prozentpunkte auf 3,7%, während der saisonbereinigte Wert bei 3,3% stagnierte. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat erhöhte sich die Arbeitslosigkeit um 822 Personen oder um 0,5%.

Die vom Seco publizierten Zahlen lagen damit im Rahmen der Erwartungen. Von AWP befragte Ökonomen hatten einen Wert von 3,6-3,7% und für die saisonbereinigte Zahl (sa) unisono 3,3% prognostiziert.

Die Zahl von 3,7% ist der höchste Wert seit April 2010, als ebenfalls ein solcher Wert ausgewiesen wurde. Der Höchststand in der damaligen Rezession im Anschluss an die Finanzkrise wurde im Dezember 2009 mit 4,4% erreicht.

LEICHT HÖHERE JUGENDARBEITSLOSIGKEIT

Die Jugendarbeitslosigkeit (15- bis 24-Jährige) erhöhte sich im Berichtsmonat um 566 Personen (+2,9%) auf 19'782. Im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht dies aber einem Rückgang um 6,6%.

Insgesamt wurden im Berichtsmonat 226'861 Stellensuchende registriert, 3'448 mehr als im Vormonat. Gegenüber der Vorjahresperiode stieg diese Zahl damit um 4'110 Personen (1,8%). Die Zahl der bei den RAV gemeldeten offenen Stellen erhöhte sich derweil um 1'455 auf 11'094.

Im November 2016 - neuere Zahlen dazu liegen nicht vor - waren 6'204 Personen von Kurzarbeit betroffen und damit knapp 4% weniger als im Vormonat. Die Zahl der betroffenen Betriebe verringerte sich um 21 auf 565 Einheiten, die ausgefallenen Arbeitsstunden nahmen um gut 9% auf 338'224 Stunden ab. In der entsprechenden Vorjahresperiode waren 374'726 Ausfallstunden registriert worden, welche sich auf 6'349 Personen in 611 Betrieben verteilt hatten.

Die Zahl der Personen, die im Verlauf des Novembers ihr Recht auf Arbeitslosenentschädigung ausgeschöpft hatten, belief sich gemäss Seco ausserdem auf 3'399.

uh/ra

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07.02.2017 08:21
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Konsumentenstimmung in der Schweiz hat sich im Januar deutlich verbessert
07.02.2017 08:15

Bern (awp) - Die Konsumentenstimmung in der Schweiz hat sich zu Beginn des neuen Jahres deutlich aufgehellt. Gemäss der jüngsten, quartalsweise durchgeführten Umfrage stieg der Konsumentenstimmungs-Index im Januar gegenüber Oktober um 10 auf -3 Punkte.

Der Index liegt damit auf dem höchsten Stand seit Juli 2014 und zeigt nach sechs unterdurchschnittlichen Quartalen wieder ein überdurchschnittliches Konsumklima an. Der langjährige Mittelwert liegt bei -9 Punkten, teilte das das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Dienstag mit.

Viele (Teil-)Indizes der Januar-Umfrage lägen über dem langfristigen Schnitt oder hätten sich merklich in dessen Richtung entwickelt, was die positive Tendenz bestätige, die sich bereits in der letzten Umfrage (Oktober) bei der erwarteten Wirtschaftsentwicklung angedeutet hatte, so das Seco.

DREI VON VIER TEILINDICES DEUTLICH BESSER

Unter den Teilindices wird die erwartete Wirtschaftsentwicklung in den kommenden 12 Monaten gemäss Seco deutlich besser beurteilt als noch im Oktober. Der entsprechende Teilindex stieg auf +14 von -6 (langjähriger Mittelwert -10). Der Teilindex zur erwarteten Arbeitslosigkeit hat sich ebenfalls verbessert (Rückgang auf 48 von 58 Punkten). Die Konsumenten beurteilten die Arbeitsmarktaussichten somit nicht mehr als pessimistisch, sondern als durchschnittlich (langjähriger Mittelwert: 51 Punkte), so die Mitteilung.

Auch die Frage zur erwarteten finanziellen Lage wurde von den Haushalten optimistischer beantwortet. Der entsprechende Teilindex stieg auf 0 von -6 Punkten und liegt damit nahe am langfristigen Durchschnitt von 2 Punkten. Nur unwesentlich verändert habe sich demgegenüber die Wahrscheinlichkeit, in den kommenden 12 Monaten Geld zu sparen. Dieser Teilindex stieg gemäss den Angaben marginal auf 21 von 17 Punkten im Oktober, was dem langfristigen Durchschnitt entspreche.

Des Weiteren sind laut Seco aktuell überdurchschnittlich viele Haushalte der Ansicht, dass jetzt ein guter Zeitpunkt für grössere Anschaffungen ist. Der entsprechende Index ist auf +4 von -2 Punkten gestiegen (langjähriger Mittelwert -6 Punkte). Die Einschätzung der vergangenen Wirtschaftsentwicklung habe sich ebenfalls verbessert (-9 Punkte im Januar gegenüber -18 Punkten im Oktober).

Die vergangene Entwicklung der Arbeitsplatzsicherheit wird ausserdem weniger pessimistisch eingeschätzt (Anstieg auf -66 von -80 Punkten), sei im Gegensatz zu den Arbeitsmarktaussichten aber noch unterdurchschnittlich, heisst es. Praktisch unverändert präsentieren sich derweil die Indizes zur vergangenen und erwarteten Preisentwicklung.

uh/ra

(AWP)

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07.02.2017 08:21
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Arbeitslosenquote im Fürstentum Liechtenstein angestiegen
06.02.2017 18:00

Chur (awp/sda) - Die Arbeitslosenquote im Fürstentum Liechtenstein ist im Januar um 0,2 Prozentpunkte auf 2,3% gestiegen. Insgesamt 459 Personen waren als arbeitslos gemeldet, 53 mehr als im Vormonat.

Die Jugendarbeitslosigkeit stieg um 20 auf 74 Personen an. Die Altersklasse der 25- bis 49-Jährigen verzeichnete 256 Arbeitslose, 15 mehr als im Vormonat. In der Altersklasse 50plus erhöhte sich die Arbeitslosigkeit um 18 Personen auf 129, wie der Arbeitsmarkt Service Liechtenstein am Montag vermeldete.

Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen entsprach mit 791 in etwa jener des Vormonats. Weiter befanden sich drei Betriebe mit total 36 Arbeitnehmenden aus wirtschaftlichen Gründen in Kurzarbeit. Bei Schlechtwetterentschädigung oder witterungsbedingter Kurzarbeit waren im Januar 41 Betriebe mit total 498 Angestellten angemeldet.

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07.02.2017 08:20
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Chinesische Direktinvestitionen in der Schweiz 2016 vervierfacht
06.02.2017 18:22

Zürich (awp/sda) - Die chinesischen Direktinvestitionen in der Schweiz haben sich 2016 gegenüber 2015 vervierfacht. Laut einem Bericht des Beratungsunternehmens Baker McKenzie kletterten die Investitionen von 1,3 auf 4,8 Mrd CHF.

Die chinesischen Unternehmen investierten in der Schweiz hauptsächlich in den Logistik- und Infrastruktursektor. Kleinere Anteile entfielen auf den Konsumsektor und die Energiebranche.

Innerhalb Europas investierte China am meisten in Deutschland und Grossbritannien. Wenn sich die Übernahme des Basler Agrochemiekonzerns Syngenta durch ChemChina nicht verzögert hätte, wäre die Schweiz gar die grösste Empfängerin gewesen.

Insgesamt beliefen sich die ausländischen Direktinvestitionen Chinas im vergangenen Jahr auf 94,2 Mrd USD. Davon flossen 48 Mrd nach Nordamerika, das ist ein Plus von 189%, wie Baker McKenzie am Montag mitteilte. 46 Mrd flossen nach Europa, das sind 90% mehr als 2015. Vor allem private chinesische Unternehmen kauften kräftig zu.

Für 2017 sind bereits zahlreiche Unternehmensübernahmen angekündigt. Politische und regulatorische Unsicherheiten beeinträchtigen laut der Mitteilung allerdings die Aussichten. Eine kurzfristige Abschwächung der Neugeschäfte dürfe im laufenden Jahr vor allem durch die vorübergehenden Massnahmen Chinas zur Verlangsamung der Kapitalabflüsse und eine strengere Abschirmung in den USA und Europa verursacht werden.

(AWP)

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03.02.2017 08:38
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UBS-Immobilienblasenindex verharrt im Q4 bei 1,35 Punkten - Weiter in Risikozone
03.02.2017 08:35

Zürich (awp) - Die Gefahr einer Blase auf dem Schweizer Immobilienmarkt bleibt unverändert hoch. Das zeigt der UBS-Immobilienblasenindex, der im vierten Quartal gegenüber dem revidierten Wert des Vorquartals minim zulegte und damit bei 1,35 Indexpunkten verharrte. Er notiere damit nach wie vor in der Risikozone, teilt die UBS am Freitag mit.

Der Index bewege sich mittlerweile seit eineinhalb Jahren in der Bandbreite von 1,30 bis 1,45 Indexpunkten, so die UBS weiter. Die Ungleichgewichte auf dem Eigenheimmarkt hätten sich damit stabilisiert, seien aber nicht gesunken. Zuletzt seien die Subindikatoren Preise-zu-Einkommen und Preise-zu-Mieten leicht angestiegen. Das langsamere Wachstum der Hypothekarverschuldung habe hingegen dämpfend gewirkt.

So nahm das Kauf-Mietpreis-Verhältnis das neunte Quartal in Folge zu, auch weil seit Mitte 2014 die laufenden Kosten eines Eigenheims im Schweizer Durchschnitt tiefer seien als die Mietkosten eines vergleichbaren Objekts.

Doch schon bei einem Anstieg der Hypothekarzinsen um 1 Prozentpunkt würden die Kosten eines Eigenheims wieder diejenigen einer vergleichbaren Mietwohnung übersteigen, warnen die UBS-Ökonomen. Das könnte eine Preiskorrektur auf dem Eigenheimmarkt auslösen.

Das Volumen der ausstehenden Haushaltshypotheken habe hingegen nur noch um 2,6% gegenüber dem Vorjahr zugenommen - das sei der tiefste Wert seit Dezember 1999. Die Hypothekarvolumen stiegen jedoch weiterhin schneller als das verfügbare Einkommen der Haushalte.

Die Zunahme der Haushaltsverschuldung um 18 Mrd CHF im Jahr 2016 dürfte gemäss der Berechnung der UBS-Ökonomen vollständig der Belehnung von Neubauten geschuldet sein. Im vergangenen Jahr dürfte damit mehr amortisiert worden sein, als der Wohnungsbestand zusätzlich belehnt wurde.

Die Zahl der Gefahrenregion sei im Schlussquartal 2016 unverändert geblieben, doch es gebe regionale Verschiebungen. Der Schwerpunkt der regionalen Risiken verschiebe sich derzeit graduell vom Genfersee in die Regionen Zürich und Zentralschweiz. Und Tourismusregion seien heute auf keiner Gefahrenkarte mehr zu finden.

ra/tp

(AWP)

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02.02.2017 16:48
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Schweizer Versicherungsbranche blickt auf durchwachsenes Jahr 2016 zurück
02.02.2017 15:33

(Zusammenfassung mit Aussagen aus der Medienkonferenz ergänzt)

Zürich (awp) - Die Schweizer Versicherungsbranche hat sich 2016 gemessen am Volumen uneinheitlich entwickelt. Während in der Schadenversicherung die Prämieneinnahmen gegenüber dem Vorjahr weiter angestiegen sind, sank das Volumen in der Lebensversicherung. Die anhaltend tiefen Zinsen dürften die Branche auch im laufenden Jahr beschäftigen. In Zukunft sieht sie sich zudem mit den Chancen und Risiken der Digitalisierung konfrontiert.

Die Schweizer Privatversicherer seien insgesamt sehr solide unterwegs, sagte Urs Berger, Präsident des Schweizerischen Versicherungsverband (SVV), am Donnerstag vor den Medien. "Allerdings bereiten uns weiterhin die tiefen Zinsen und die zunehmende Regulierungsdichte Sorgen." Diese setzten insbesondere dem Lebengeschäft zu.

TIEFE ZINSEN BELASTEN

Laut Hochrechnungen des SVV sind die Einnahmen in der Lebensversicherung im Berichtsjahr um 6% auf 30,7 Mrd CHF gesunken. Der Rückgang komme nicht überraschend, meinte Berger. Wegen der tiefen Zinsen sei es für die Anbieter schwierig, Zinsgarantien auf ihren Produkten abzugeben. Denn die Rendite auf den Produkten reiche oft nicht mehr aus, um die Verwaltungskosten zu decken und das Risiko angemessen zu entschädigen.

Im Bereich Einzelleben nahm das Volumen um 5% auf 7,36 Mrd CHF ab. Im Kollektivleben, wo die Versicherer Vorsorgelösungen für KMU anbieten, fielen die Einnahmen um 6,3% tiefer aus als 2015. Der SVV schätzt die Prämieneinnahmen hier auf 23,3 Mrd. Während sich die periodischen Prämieneinnahmen im Kollektivgeschäft mit 10,7 Mrd CHF stabil entwickelten, sank das Geschäft mit Einmaleinlagen um knapp 11% auf 12,6 Mrd.

Für KMU würden die von den Privatversicherungen angebotenen Vollversicherungslösungen weiterhin ein grosses Bedürfnis abdecken, so Berger. Denn die Lebensversicherer übernähmen schliesslich im Gegensatz zu Pensionskassen in der beruflichen Vorsorge einmalige Garantien.

In der Schadenversicherungen haben die Einnahmen im Jahr 2016 um 1,1% auf 26,8 Mrd CHF zugenommen. Die Motorfahrzeugversicherung verzeichnete dank der Zunahme zugelassener Fahrzeuge ein Plus von 1,3% auf 6,00 Mrd. Das Volumen ging hingegen in der Feuer-, Elementar-, und Sachschadenversicherung um 0,9% auf 3,98 Mrd zurück. Grund dafür seien tiefere Prämien infolge eines günstigen Schadenverlaufs in den letzten Jahren. Und die übrigen Schadenversicherungen wuchsen um 0,7% auf 3,84 Mrd CHF.

NOTWENDIGE VORSORGEREFORM

In der beruflichen Vorsorge seien die Anbieter stark vom demografischen Wandel und den Entwicklungen an den Finanzmärkten abhängig. Die Versicherer unterstützten daher das Reformprojekt "Altersvorsorge 2020" von Beginn an. Die Reform sei dringend nötig, um die Altersvorsorge finanziell zu stabilisieren und das jetzige Leistungsniveau beizubehalten, hielt Vorstandsmitglied und Swiss Life Schweiz-Chef Ivo Furrer fest.

Laut Furrer begrüsst der Verband etwa die von den Räten getroffenen Entscheide zum Referenzalter 65 und dessen Flexibilisierung sowie zur Senkung BVG-Umwandlungssatzes auf 6,0% von heute 6,8%. Nun gehe es in der Politik darum, die Vorlage mit wichtigen Massnahmen wie etwa einer Mehrwertsteuer-Erhöhung zugunsten der AHV zu finalisieren.

Weitere Herausforderungen sieht der Verband im Klimawandel sowie in der Digitalisierung der Branche. Mit dem Klimawandel dürften Naturereignisse immer häufiger und intensiver auftreten und die Schäden daraus zunehmen, warnt der SVV. Eine nachhaltige Klimapolitik sei daher vonnöten.

In Sachen Digitalisierung gebe es derweil zahlreiche Chancen und Herausforderungen, die es zu meistern gelte. Der SVV befasse sich mit den politischen Rahmenbedingungen dazu. Aktuell gehe es um die Revision des Datenschutzgesetzes. Die Vorlage dazu begrüsse man grundsätzlich, jedoch müssten die daraus neu entstehenden Pflichten noch auf ihre Praxistauglichkeit geprüft werden.

Ob die Digitalisierung zu einem starken Stellenabbau in der Branche führen wird, bezweifelt Urs Berger. "Ich glaube nicht, dass wir in ein paar Jahren nur noch die Hälfte unserer Leute beschäftigen können", sagte er. In der Behandlung von Schadenfällen oder in der Lebensversicherung bleibe der persönliche Kontakt zum Kundenberater weiterhin zentral. Demgegenüber werde sich das Motorfahrzeuggeschäft mit selbstfahrenden Autos und mobilen Lösungen grundlegend verändern.

mk/ys

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02.02.2017 08:18
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Schweizer Börse SIX steigert im Januar den Handelsumsatz deutlich
01.02.2017 18:30

Zürich (awp) - Die beiden Börsen SIX Swiss Exchange und SIX Structured Products Exchange haben im Januar klar mehr umgesetzt als im Dezember. Der Handelsumsatz wuchs im Berichtsmonat um knapp 12% auf 120,1 Mrd CHF und die Anzahl Abschlüsse nahm um 10% auf 4,20 Mio zu, wie die Börsenbetreiberin SIX Group am Mittwoch mitteilt.

Allerdings hatte der Januar einen Tag Handelstag mehr als der Dezember. Im Vergleich zum Januar 2016 betrug die Zunahme im Handelsumsatz noch 6,5%.

Im umsatzmässig grössten Segment Aktien inkl. Fonds + ETPs sind im Berichtsmonat gegenüber Dezember 2016 die Erlöse um rund 13% auf 93,1 Mrd CHF angestiegen. Mit ETFs schwoll der Umsatz um 7,0% auf 11,3 Mrd an und bei den Frankenanleihen trotz rückläufiger Anzahl Abschlüsse um 4,6% auf 12,4 Mrd.

Demgegenüber sank der Handelsumsatz den Strukturierten Produkten und Warrants bei praktisch gleichbleibender Anzahl Abschlüsse um 8,5% auf 1,2 Mrd.

Im Januar wurden 13 neue Frankenanleihen (-19% ggü Vm; unv. ggü Vj) und 2'946 neue Strukturierte Produkte und Warrants (+31%; -18%) zugelassen. Im Januar sei zudem die SIX Swiss Exchange First Trust Global Funds als 23. Emittenten im Schweizer ETF-Markt begrüsst worden, heisst es weiter.

mk/cf

(AWP)

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30.01.2017 16:29
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Schweizer Firmen reagieren noch gelassen auf US-Einreiseverbote
30.01.2017 15:33

Zürich (awp/sda) - Die von US-Präsident Donald Trump verhängten neuen Einreisebestimmungen für die USA haben bei vielen Firmen weltweit grosse Besorgnis ausgelöst. Doch trotz aller Beunruhigung bleiben Schweizer Grosskonzerne gelassen, da der Geschäftsreiseverkehr noch kaum beeinträchtigt ist.

Nachdem am vergangenen Wochenende zahlreiche Reisende nur erschwert oder gar nicht in die USA einreisen konnten, stellt sich die Frage, inwiefern der Geschäftsreiseverkehr aus der Schweiz in Mitleidenschaft gezogen wird.

Beim Energietechnik-Konzern ABB hiess es am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda, das Unternehmen habe bisher keine Probleme mit den neuen US-Einreiseregeln. Ein Mediensprecher sagte, dass ABB in mehr als 100 Ländern tätig und somit gewohnt sei, mit ändernden Visabestimmungen und Reisebeschränkungen umzugehen. Man werde die Entwicklungen aber aufmerksam verfolgen.

Bei Google in Zürich erklärte eine Mediensprecherin, dass man über die neuen amerikanischen Reiserichtlinien beunruhigt sei. Die Restriktionen könnten Mitarbeiter und ihre Familien tangieren und sogar dazu führen, dass die USA künftig weniger Talente anlockten. Das US-Unternehmen werde diese Sichtweise an geeigneter Stelle in Washington vorbringen.

Bei der Fluggesellschaft Swiss hatten zwar bereits Passagiere vereinzelt Schwierigkeiten bei der Einreise in die USA. Die Firma selbst leidet aber nicht unter den neuen US-Einreisebestimmungen.

Eine Swiss-Mediensprecherin erklärte, dass unter dem Flugpersonal keine Personen seien, die einen Pass aus den sieben betroffenen Ländern hätten. Selbst falls einzelne Mitarbeiter betroffen wären, könnte die Airline entsprechende Personen relativ unkompliziert auf andere Strecken einsetzen.

VIELERORTS SCHWEIGEN

Der Schweizer Rohstoffgigant Glencore möchte lieber keinen Kommentar zu den neuen US-Einreiseregeln abgeben. Auch der Novartis-Konzern sagt diesbezüglich nichts nach aussen. Selbst auf die Frage, ob bereits Novartis-Mitarbeiter auf US-Reisen betroffen seien, macht das Pharmaunternehmen keine Aussagen. Laut einem Novartis-Sprecher waren dazu auch am Montagnachmittag noch Abklärungen im Gange.

Von den zwei Schweizer Grossbanken gibt unterschiedliche Reaktionen. Während die Grossbank UBS erklärt, sie prüfe die "Executive Order" des US-Präsidenten und deren mögliche Auswirkungen auf die Mitarbeiter, gibt sich die Credit Suisse zugeknöpft. "Kein Kommentar" erklärt ein CS-Sprecher auf die Nachfrage.

WELTWEIT SORGENFALTEN

Deutsche Unternehmen machen sich dagegen bereits grosse Sorgen über die Entwicklungen in den USA. "Mit der Umsetzung seiner Wahlkampfversprechen verunsichert der US-Präsident viele deutsche Unternehmen", sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages Martin Wansleben am Montag gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

Noch sei unklar, wie gross die Auswirkungen sein werden. "Zurzeit herrscht regelrecht Verwirrung an den Grenzen", betonte Wansleben. Das alles erschwere die Geschäfte von Firmen in einer globalisierten Welt.

Amerikanische Grosskonzerne äusserten klar ihr Unverständnis über die Anweisungen von Präsident Trump. So erklärte der Firmenchef von Starbucks, Howard Schulz, seine tiefe Besorgnis. Er bezeichnete den Erlass als verwirrend und kündigte Pläne an, dass sein Unternehmen weltweit Tausende von Flüchtlingen einstellen will.

General-Electric-Chef Jeff Immelt erklärte in einem Firmenblog, aus dem verschiedene US-Medien zitierten, er teile die Sorgen seiner Mitarbeiter. Immelt versprach, GE werde den betroffenen Angestellten zur Seite stehen und versuchen, mit der Trump-Regierung an Lösungen zu arbeiten.

Uber-Chef Travis Kalanick bezeichnete das Dekret in einem Facebook-Post als "verkehrt und ungerecht". Auch der Vorstandchef der US-Grossbank JPMorgan Chase, Jamie Dimon, versprach in einem Statement allen Angestellten, die von dem Einreiseverbot betroffen sein könnten, das Unternehmen werde sich standhaft für sie einsetzen.

mk

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30.01.2017 08:16
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Schweiz soll nach Brexit sofort Freihandel mit Briten vereinbaren
29.01.2017 08:09

Bern (awp/sda) - Möglichst unmittelbar nach dem Brexit soll die Schweiz nach dem Willen von Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann ein Freihandelsabkommen mit Grossbritannien abschliessen. Ein Vertrag soll möglichst am Tag des Brexits in Kraft treten.

"Mein Ziel ist klar. Nach dem Austritt Grossbritanniens darf kein Tag vergehen, ohne dass wieder eine Regelung in Kraft tritt", sagte Schneider-Ammann im Interview mit dem "SonntagsBlick". "Sie muss mindestens gleich gut sein wie heute." Der britische Handelsminister Liam Fox habe ihm am WEF in Davos bereits versichert, dass er an einem Übereinkommen mit der Schweiz sehr interessiert sei.

Allerdings kann Grossbritannien keine neuen Handelsverträge abschliessen, solange es EU-Mitglied ist. Auch formelle Verhandlungen sind verboten. Laut dem FDP-Bundesrat sollen aber "im Hintergrund und parallel zu den Austrittsgesprächen bereits Diskussionen" zu den künftigen Wirtschaftsbeziehungen geführt werden.

"Es wäre sicher ein positives Signal und würde mich persönlich sehr freuen, wenn wir als eines der ersten Länder mit Post-Brexit-Britannien ein Freihandelsabkommen hätten", sagte der Berner. Grossbritannien bleibt angesichts zweijähriger Austrittsverhandlungen noch bis mindestens 2019 EU-Mitglied.

In Abwartehaltung zeigt sich Schneider-Ammann hinsichtlich eines Freihandelsabkommens mit den USA. "Wir warten ab, was mit den TTIP-Freihandelsabkommen zwischen EU und USA passiert", sagte er. Dort könnte sich die Schweiz anhängen. Wenn aus TTIP nichts wird, was sich angesichts von Äusserungen von US-Präsident Donald Trump abzeichnet, wird der Bundesrat laut Schneider-Ammann über das weitere Vorgehen entscheiden.

(AWP)

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26.01.2017 08:29
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Exporte klettern 2016 auf rekordhohe 210,7 Milliarden Franken
26.01.2017 08:06

Bern (awp/sda) - Die Schweizer Exporte sind 2016 um 3,8 Prozent auf 210,7 Milliarden Franken geklettert. Sie haben damit einen Höchststand erreicht, wie die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) am Donnerstag mitteilte.

Dafür war vor allem die chemische-pharmazeutische Industrie verantwortlich, die durch Preiserhöhungen den Wert ihrer Exporte um 11 Prozent steigern konnte. Real - also die Preisentwicklung herausgerechnet - stiegen ihre Exporte um 1,8 Prozent.

Nicht an dem Wachstum der Ausfuhren teilhaben konnten die beiden anderen grossen Export-Sparten der Schweiz - Maschinen und Elektronik sowie Uhren. Die Ausfuhren von Maschinen und Elektronikgeräten stagnierten. Seit 2011 hat die Branche kein Wachstum mehr erlebt.

Die Uhrenindustrie musste bei ihren Exporten eine Einbusse um einen Zehntel hinnehmen. Es ist das zweite Jahr in Folge mit einem Minus.

Die Importe nahmen 2016 um 4,1 Prozent auf 173,2 Milliarden Franken zu. Der Überschuss in der Handelsbilanz erreichte mit 37,5 Milliarden Franken einen neuen Rekord.

(AWP)

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25.01.2017 08:40
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UBS-Konsumindikator steigt im Dezember auf 1,50 Punkte
25.01.2017 08:30

Zürich (awp) - Der UBS-Konsumindikator hat im Dezember 2016 um 0,05 auf 1,50 Indexpunkte angezogen und signalisiert damit ein solides Wachstum des privaten Konsums. Der Anstieg im Berichtsmonat war vor allem dem Schweizer Automobilmarkt zu verdanken, wo die Neuimmatrikulationen auf ein Rekordniveau stiegen, wie die Grossbank am Mittwoch mitteilt. Der Vormonatswert des Indikators wurde auf 1,45 von zunächst publizierten 1,43 Stellen etwas nach oben revidiert.

Haupttreiber war der Schweizer Automobilmarkt, wo die Neuimmatrikulationen im Vorjahresvergleich um 8,2% zulegten. Dagegen bleibe die Stimmung im Detailhandel pessimistisch. Die Hotellogiernächte verbuchten gegenüber dem Vorjahresmonat ein leichtes Plus von 0,9%.

Nach einem aufgrund Schneemangels eher harzigen Start in die Wintersaison seien, dank der zuletzt starken Schneefälle, die Hoffnungen auf eine gute Wintersaison wieder gewachsen, so die UBS. Dennoch sei derzeit mit keiner dauerhaften Erholung des Schweizer Tourismus zu rechnen. Zu schwer wögen die negativen Effekte der anhaltenden Frankenstärke.

Es gebe allerdings auch Lichtblicke: So erweitere die Branche den traditionellen Wintertourismus um alternative Angebote. Zudem dürfte die von der UBS über die kommenden 12 Monate prognostizierte Frankenabschwächung auf deutlich über 1,10 CHF/EUR dem Schweizer Tourismus zu Gute kommen.

(AWP)

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18.01.2017 08:24
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Chinesen auf Einkaufstour in der Schweiz
17.01.2017 17:19

(Zusammenfassung)

Zürich (awp/sda) - Die Zahl der Fusionen und Übernahmen wächst dynamisch und vor allem Chinesen stechen mit Zukäufen in der Schweiz hervor. 2016 hat es hierzulande neun Transaktionen aus dem Reich der Mitte gegeben. 2015 akquirierten die Chinesen zehnmal in der Schweiz. In den Jahren 2012 und 2013 hatten sie bei Firmenkäufen dagegen lediglich zwei- beziehungsweise dreimal zugeschlagen. Dieser Aufwärtstrend dürfte aber anhalten.

Die seit 2007 beobachtbare Aufwärtsbewegung bei Fusionen und Übernahmen setzte sich laut einer Studie des Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmens KPMG vom Dienstag auch im vergangenen Jahr fort. Die Zahl der Transaktionen mit Schweiz-Bezug stieg 2016 im Vorjahresvergleich insgesamt um 3,4% auf 362 Übereinkünfte. Das Volumen dieser Zukäufe und Zusammenschlüsse legte sogar um 40% auf eindrückliche 119,1 Mrd USD zu.

Die Statistik für das abgelaufene Jahr prägte vor allem der "Mega-Deal" zwischen dem Basler Agrochemiekonzern Syngenta und China National Chemical Corporation (ChemChina), der allein auf ein Transaktionsvolumen von rund 43 Mrd USD kommt. Laut KPMG ist diese Akquisition sogar die bisher grösste chinesische Übernahme eines Unternehmens im Ausland.

CHINESEN AUF DEM VORMARSCH

Generell machen Investoren aus dem Reich der Mitte vermehrt in der westlichen Welt von sich reden. Global stieg 2016 die Zahl der Transaktionen mit Käufern aus China um fast 50% auf 258 Akquisitionen. Das Transaktionsvolumen vervierfachte sich fast auf rund 185 Mrd USD.

Laut KPMG Schweiz gibt es für das Aufstreben der Chinesen drei Hauptgründe, obwohl die Investoren vielfach gar nicht so stark an den etablierten Märkten der Übernahmeobjekte interessiert sind. Erstens rührt der Appetit chinesischer Firmenübernahmen in der Schweiz daher, dass China über traditionsreiche "Swissness"-Firmen verfügen möchte. Viele chinesische Grosskonzerne gibt es nämlich meist erst wenige Jahre.

Zweitens haben es die Investoren aus dem Reich der Mitte auch auf die Spitzentechnologie abgesehen. Die eigene Innovationskraft lässt den Experten zufolge noch sehr zu wünschen übrig.

Und drittens versuchen Chinesen mit dem Kauf von ausländischen Firmen ihre Portfolios zu diversifizieren, die häufig auf inländische Immobilienanlagen oder auf die heissgelaufenen chinesischen Aktienmärkte ausgerichtet sind.

KLARE ZIELE VOR AUGEN

An einer Medienveranstaltung in Zürich, wo am Dienstag auch die KPMG-Studie präsentiert wurde, stand zudem die Frage im Raum, ob es mit Transaktionen wie der Syngenta-Übernahme, dem Zukauf von Gategroup und SR Technics durch die chinesische HNA Aviation Group oder der Akquisition des Schweizer Sportrechte-Vermarkters Infront durch die chinesische Wanda-Gruppe nun immer so weiter geht.

Die Mehrheit der Redner schloss sich dem ehemaligen Präsidenten der Handelskammer Schweiz-China und Topmanager beim Schindler-Konzern, Kurt Haerri, an. Er sieht eine weitere Welle aus China auf die Schweiz überschwappen und erklärte, dass China über einen strategischen Plan verfüge, konsequent im Ausland weiter zuzukaufen. "China ist in Afrika nicht karitativ tätig", sagte Haerri. Das Land verfolge knallharte Ziele mit seinen Akquisitionen.

Westliche Regierungen sollten sich daher schon mal wappnen und überlegen, wie man gleich lange Spiesse für beide Seiten schaffe. Umgekehrt funktionierten Übernahmen in China durch ausländische Investoren nämlich nur sehr eingeschränkt und westliche Firmen könnten lediglich mit kleinen Operationen auf der "grünen Wiese" loslegen.

KPMG bestätigte ebenfalls das starke Interesse der Chinesen. Der Leiter für Mergers und Akquisitionen bei KPMG, Patrik Kerler, sagte an der Veranstaltung, dass bei seiner Firma regelmässig chinesische Anfragen für Übernahmeobjekte unter Schweizer Firmen eingingen.

KULTURUNTERSCHIEDE SCHÜREN ÄNGSTE

Doch mit dem Zukauf allein ist eine Übernahme noch nicht getan. Regelmässig gibt es gerade bei Investoren aus China grosse Hürden bei der Integration. So hätten Chinesen - von ihren lokalen Gegebenheiten verwöhnt - meist viel ambitioniertere Vorstellung vom Wachstum. Da sollte Klarheit auf beiden Seiten herrschen.

Zudem mahnen die Experten, dass es trotz Übersetzern allzu häufig zu Missverständnissen in der Kommunikation zwischen Europäern und Chinesen komme. Sämtliche Beteiligten sollten aber stets das gleiche Verständnis über den künftigen Weg und die Entscheide haben.

Und schliesslich stehen auch kulturelle Unterschiede regelmässig als Hindernisse im Raum. China-Experte Haerri sagt, da müssten eher die Europäer und Amerikaner auf die Chinesen zugehen, weil sich die Asiaten kaum an westliche Gegebenheiten anpassten.

Ein Schweizer Firmenchef in der Schweiz sollte deshalb beispielsweise seinen Gast aus China - entgegen den Gepflogenheiten hierzulande - am Flughafen abholen, weil chinesische Manager dieses Vorgehen aus ihrer Heimat so gewohnt seien, und es nur schon aus einem solchen Versäumnis zur Missstimmung zwischen den Parteien kommen kann.

cp/

(AWP)

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17.01.2017 10:55
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Wachsende Zuversicht bei Schweizer Exportunternehmen
17.01.2017 09:30

Zürich (awp/sda) - Die Aussichten für die Schweizer Exportindustrie haben sich weiter aufgehellt. So präsentiert sich die ausländische Nachfragesituation so gut wie seit fünf Jahren nicht mehr. Entsprechend optimistisch zeigen sich die Unternehmen.

Die Industriekonjunktur in den Abnehmerländern der Schweizer Exporteure hat sich weiter verbessert. Das zeigt das am Dienstag veröffentlichte Exportbarometer der Grossbank Credit Suisse. Mit 1,72 Punkten notiert es so hoch wie seit Ende 2011 nicht mehr.

Das hat sich auch positiv auf die Stimmung der Schweizer Exportunternehmen ausgewirkt. Sie schätzen ihre Exportchancen zurzeit optimistischer ein als in den letzten Quartalen. Der KMU-Exportstimmungs-Index der Förderorganisation Switzerland Global Enterprises (S-GE) hat mit 66,1 Punkten wieder das Niveau vor dem Frankenschock erreicht.

CHINA UND INDIEN MIT WACHSENDER NACHFRAGE

Die Credit Suisse erklärt dabei diese Aufhellung mit dem breit abgestützten Aufschwung der weltweiten Industrie. Insbesondere dürfte laut CS in China und Indien die Nachfrage nach Schweizer Produkten stark wachsen. Aber auch die USA sollen 2017 weiter eine Exportlokomotive bleiben. In der Umfrage von S-GE haben die rund 200 Schweizer Unternehmen sogar angegeben, dass sie das stärkste Exportwachstum in die Region Nordamerika erwarten.

Wachstumsimpulse erwarten die befragten Unternehmen und die Grossbank aber auch aus der EU und auch aus dem Iran. Bei der Frage, in welchen Märkten die KMU neu aktiv werden möchten, wurde die Islamische Republik mit deutlichem Abstand am häufigsten genannt.

Gemäss S-GE rechnen in sechs der acht untersuchten Industriebranchen die KMU mit steigenden Ausfuhren. Insbesondere die Unternehmen aus den Sektoren Maschinenbau, Dienstleistungen und Präzisionsindustrie würden optimistisch ins kommende Quartal starten, heisst es in der Mitteilung. Sie erwarteten ein Wachstum von über 3 Prozent. Pessimistisch dagegen seien die Unternehmen aus den Sektoren Papier und Konsumgüter. Sie gingen von rückläufigen Exporten aus.

dm

(AWP)

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17.01.2017 10:49
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Schweizer Banken geben keinen Zins mehr auf Privatkonten - Negativzins abgelehnt
17.01.2017 09:02

Zürich (awp) - Schweizer Bankkunden müssen auf ihren Privatkonten auf Zinsen verzichten: Der durchschnittliche Zins auf Privatkonten für Erwachsene wie auch auf Firmenkonten beträgt 0%. Auf Sparkonten für Erwachsene gibt es noch einen durchschnittlichen Zinssatz von 0,1% (Median 0,065%), wie einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage des Vergleichsdiensts moneyland.ch zu entnehmen ist. Damit seien die Zinssätze auf einem historischen Tief. Negativzinsen für private Sparer auf breiter Front seien aber vorerst nicht zu erwarten.

Einen leicht positiven Zins gibt es daneben laut den im laufenden Monat erhobenen Zahlen für Jugendsparkonten mit durchschnittlich 0,63% (Median: 0,5%). Auf 3a-Sparkonten beträgt der Zins 0,46% (Median: 0,5%) und auf Freizügigkeitskonten 0,19% (Median: 0,2%). Auf Euro-Sparkonten für Erwachsene gibt es 0,04% (Median: 0,01%).

Weiterhin das einzige Institut, das Negativzinsen auf dem Privatkonto verlangt, ist die Alternative Bank Schweiz (ABS) mit einem Zins von -0,125%. Einzelne Institute verlangen derweil bereits Negativzinsen ab hohen Betragslimiten auf den Sparkonten. Dazu gehören wiederum die ABS (-0,75% ab 100'000 CHF) sowie PostFinance (-1% ab 1 Mio CHF) und Swissquote (-0,75% ab 1 Mio CHF).

Für institutionelle Grosskunden und grössere Firmen gibt es zudem bereits Negativzinsen bei diversen Instituten, heisst es. So erhebe die Aargauische Kantonalbank Negativzinsen ab 5 Mio CHF, andere wie die WIR Bank ab 10 Mio CHF. Viele andere Banken verlangten je nach Kundenprofil individuelle Negativzinsen, so moneyland.ch. Seit Juli 2016 empfehle auch Raiffeisen Schweiz die Weitergabe der Negativzinsen an Firmenkunden.

Die meisten Banken gingen davon aus, dass sie auch in Zukunft keine Negativzinsen für ihre Privatkundschaft erheben würden, schreibt moneyland.ch unter Berufung auf eine Umfrage bei 40 Schweizer Retailbanken. Sollte allerdings die Schweizerische Nationalbank (SNB) ihre Negativzins-Politik zusätzlich markant verschärfen würde, schliesse die Mehrheit der Banken auch Negativzinsen auf Privatkonten nicht aus.

tp/ra

(AWP)

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16.01.2017 08:12
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WEF 2017: WEF ruft nach Paradigmenwechsel beim Wirtschaftswachstum
16.01.2017 07:55

Davos (awp/sda) - Das Weltwirtschaftsforum (WEF) regt ein neues Modell für Wirtschaftswachstum an, um den Herausforderungen durch technologischen Wandel und Globalisierung zu begegnen. Wachstum und Reduktion der Ungleichheit müssten Hand in Hand gehen.

Dafür sei eine alternative Messmethode für nationale Wirtschaftsleistungen nötig, heisst es im Bericht "The Inclusive Growth and Development Report 2017", den das WEF am Montag veröffentlichte. Anstelle des Bruttoinlandprodukt soll der Inclusive Development Index (IDI) zu stehen kommen.

Die politischen Entscheidungsträger sollten, wenn sie die nationale Wirtschaftsleistung beurteilten, nachhaltigen, breit abgestützten Fortschritt beim Lebensstandard, ein Konzept, das Einkommen und wirtschaftliche Möglichkeiten vereine, Sicherheit sowie Lebensqualität berücksichtigen.

Das BIP als Mass der Wirtschaftsleistung einer Volkswirtschaft errechnet sich anhand der im Inland hergestellten Waren und Dienstleistungen, soweit diese nicht als Vorleistungen für die Produktion anderer Waren und Dienstleistungen verwendet werden.

MEDIANEINKOMMEN VERRINGERT

Der IDI dagegen stuft Länder anhand von drei Grundkriterien ein. Bei Wachstum und Entwicklung fliessen neben dem BIP-Wachstum auch Erwerbstätigkeit und Produktivität sowie gesunde Lebenserwartung mit ein. Beim zweiten Kriterium, der Inklusion, werden das mittlere Haushaltseinkommen, Armut sowie zwei Ungleichheitsgrössen mit einbezogen.

Bei generationenübergreifender Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit schliesslich werden Kohleverbrauch, öffentliche Schulden und der Grad demographischer Abhängigkeit berücksichtigt.

Bei 51 Prozent der 103 Länder, die nach diesem Muster beurteilt wurden, habe sich der Index in den letzten fünf Jahren verschlechtert. 42 Prozent der Staaten seien beim IDI zurückgefallen, obwohl sie ein BIP-Wachstum erzielt hätten. Laut dem WEF-Bericht verringerte sich seit 2008 das Medianeinkommen in 26 Industriestaaten um 2,4 Prozent oder 284 Dollar pro Kopf.

SCHWEIZ AUF PLATZ 3

Das IDI-Ranking sieht Norwegen an der Spitze vor Luxemburg und der Schweiz. Auf Platz Vier folgt Island vor Dänemark, Schweden, den Niederlanden, Australien, Neuseeland und Österreich. Von den G7-Staaten schneidet Deutschland auf dem 13. Rang am besten ab, vor Kanada (15), Frankreich (18), Grossbritannien (21), den USA (23), Japan (24) und Italien (27.)

Die Autoren weisen darauf hin, dass einige Länder bedeutend besser dastehen im IDI-Ranking als beim BIP pro Kopf. Darunter sind etwa Kambodscha, Tschechien, Neuseeland, Südkorea oder Vietnam. Auf der anderen Seite stehen Brasilien, Irland, Japan, Mexiko, Nigeria, Südafrika oder die USA, bei denen ein signifikanter tieferer IDI-Wert auszumachen ist im Vergleich zum BIP.

15 BEREICHE

Um Wirtschaftswachstum und soziale Einbindung (Inklusion) im Gleichschritt zu halten, skizziert der Bericht 15 Bereiche struktureller Strategien und institutionelle Stärke als grundlegend für das System der Einkommensverteilung moderner Marktwirtschaft. Aufgeführt werden etwa die Bereich Aus- und Weiterbildung, Grundversorgung und Infrastruktur, Korruption und Mieten, Finanzintermediation, Vermögensbildung und Unternehmertum, Angestellten-Entschädigung oder Steuern.

Aufgrund der vorgelegten Werkzeuge und Messinstrumente fordert das WEF eine koordinierte internationale Initiative, "um der Perspektive der Stagnation und der Aufsplittung" Einhalt zu gebieten.

(AWP)

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13.01.2017 08:49
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Chinas Präsident für Vertiefung der Beziehungen mit der Schweiz
13.01.2017 08:43

Bern (awp/sda) - Chinas Präsident Xi Jinping hat sich vor seinem Staatsbesuch in Bern für eine breite Vertiefung der Beziehungen mit der Schweiz ausgesprochen. China unterhalte mit der Schweiz Beziehungen, die exemplarisch seien.

Sie seien "beispielgebend für Freundschafts- und Kooperationsbeziehungen zwischen Ländern, die sich in Bezug auf Gesellschaftsordnung, Entwicklungsstand und Grösse unterscheiden", schrieb Xi in einem Gastkommentar in der "Neuen Zürcher Zeitung" vom Freitag. Dies gründe auf Freundschaft und gegenseitigen Respekt.

Das chinesische-schweizerische Freihandelsabkommen sollte vervollkommnet werden, wünscht sich Chinas Präsident weiter. Dabei denke er an eine Aufwertung, um die "Musterfunktion" dieses Abkommens zur Geltung zu bringen.

Er sprach sich auch dafür aus, den "hochrangigen Besuchsaustausch" beizubehalten. Die Formate für Dialog und Konsultationen zwischen beiden Ländern müssten genutzt werden für gegenseitige Unterstützung und Verständnis. Mit gemeinsamen Plattformen solle die Innovationszusammenarbeit von Wirtschaft und Forschung angestossen und ausgeweitet werden. Auch sei ein verstärkten kultureller Austausch anzustreben.

MASSIVE EINSCHRÄNKUNGEN

Der am Sonntag beginnende zweitägige Staatsbesuch von Xi Jingping findet unter massiven Sicherheitsvorkehrungen statt, wie Berns Sicherheitsdirektor Reto Nause am Freitagmorgen gegenüber Radio SRF erklärte. In der Stadt Bern werde es massive Einschränkungen geben.

Dies sei gerechtfertigt, da Chinas Präsident als gefährdete Persönlichkeit gelte und sich die globale Sicherheitslage seit den letzten Staatsbesuchen dieser Art stark geändert habe.

Dabei erinnerte er etwa an den Besuch des damaligen russischen Präsidenten Dmitri Medwedew im September 2009 in Bern. Seither habe sich viel verändert. In Bezug zu der vor Beginn des Staatsbesuch bewilligten tibetischen Demonstration habe eine vernünftige Lösung für einen reibungslosen Ablauf gefunden werden müssen.

mk

(AWP)

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13.01.2017 08:15
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Schweizer Unternehmen erhöhen Ausgaben für Forschung
12.01.2017 16:17

(Ausführliche Fassung)

Bern (awp/sda) - Schweizer Unternehmen haben 2015 insgesamt 15,7 Mrd CHF für Forschung und Entwicklung ausgegeben. Das sind 10% mehr als bei der letzten Erhebung 2012 und ein neuer Rekord.

Zu diesem Ergebnis kommt eine vom Bundesamt für Statistik (BFS) in Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsdachverband Economiesuisse durchgeführte Erhebung. Demnach sind die Forschungsausgaben in der Schweiz seit der Jahrtausendwende stetig angestiegen.

Die Zahlen des BFS zeigen starke Wachstumsraten zwischen 2000 und 2008. Danach sei wegen des verschlechterten wirtschaftlichen Umfelds ein Verlangsamung festzustellen, sagte Studienleiter Philippe Stauffer vom BFS am Donnerstag vor den Medien in Bern.

Der private Sektor bestreitet rund zwei Drittel der Forschungsausgaben in der Schweiz. 2015 machten die Aufwendungen der Unternehmen rund 2,4% des Bruttoinlandprodukt (BIP) aus.

Damit gehört die Schweiz im internationalen Vergleich zu den Ländern, die am meisten Geld in Forschung und Entwicklung investieren. Seit der letzten Erhebung ist die Schweiz in der Rangliste einen Rang nach oben geklettert und belegt nun hinter Israel, Südkorea und Japan Platz vier.

RÜCKGANG BEI KLEINUNTERNEHMEN

Rudolf Minsch, Chefökonom von Economiesuisse, sprach von einem erfreulichen Resultat angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage wegen des starken Frankens. Es sei positiv, dass Schweizer Unternehmen ihr Forschungsaktivitäten in den letzten Jahren nicht in Ausland verlagert hätten, sagte er. Damit die Schweiz als Forschungsstandort attraktiv bleibe, sei es wichtig, weiterhin für gute Rahmenbedingungen zu sorgen.

Ein Wermutstropfen sei allerdings, dass kleine Unternehmen ihre Forschungsausgaben seit 2012 deutlich reduziert hätten. Betriebe mit weniger als 50 Angestellten haben ihre Aufwendungen in den vergangenen drei Jahren um rund einen Fünftel reduziert. Dagegen haben vor allem mittlere und grössere Unternehmen ihre Forschungsaktivitäten im gleichen Zeitraum deutlich ausgebaut.

Dies lasse vermuten, dass KMU sensibler auf Konjunkturschwankungen reagierten als grössere Unternehmen, sagte er. Ein zweiter Wermutstropfen ist laut Minsch der starke Rückgang der Forschungsausgaben in der Metallbranche von 30%.

GRUNDLAGENFORSCHUNG WICHTIGER

Gegenüber der letzten Erhebung haben die Unternehmen deutlich mehr für die Grundlagenforschung ausgegeben. Von 2012 bis 2015 haben sich die Aufwendungen für die Grundlagenforschung mit 3,5 Mrd CHF mehr als verdoppelt. Zum Vergleich: Der Bund wendet für den Nationalfonds rund 1 Mrd CHF und für den gesamten ETH-Bereich rund 2,4 Mrd CHF jährlich auf.

Für den grössten Anteil des Wachstums in der Privatwirtschaft steht die Pharmabranche, die ihre Aufwendungen gegenüber 2012 um 1,6 Mrd CHF erhöht hat. Ein wesentlicher Grund für diese Entwicklung bestehe darin, dass der Entwicklungszyklus eines Medikamentes länger und komplizierter geworden sei, hiess es.

Mit rund 35% aller Forschungsaufwendungen bleibt die Pharmabranche wichtigster Akteur. 2015 beliefen sich ihre Ausgaben auf 5,5 Mrd CHF.

Den grössten%ualen Anstieg seit 2012 verzeichnete mit 66% die Branche "Dienstleistungen von Informations- und Kommunikationstechnologie".

Einen starken Anstieg gab es zudem bei den Forschungsaufträgen von Schweizer Unternehmen an Dienstleister im Ausland. Von 2,3 Mrd CHF im Jahr 2012 sind sie auf auf 5 Mrd CHF im Jahr 2015 gestiegen. Der Betrag für ausländische Forschungsaufträge an Firmen in der Schweiz belief sich 2015 wie bei der vorangehenden Erhebung auf fast 2 Mrd CHF.

(AWP)

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13.01.2017 08:12
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Zahl der weltweit Arbeitslosen steigt auf über 200 Millionen
12.01.2017 22:05

Genf (awp/sda) - In diesem Jahr werden weltweit mehr als 200 Millionen Menschen arbeitslos sein. Die Entwicklung in den Schwellenländern und jene in den Industrieländern ist unterschiedlich.

Die Arbeitslosigkeit steigt 2017 auf durchschnittlich 5,8 Prozent. Das entspricht einer Zunahme um 0,1 Prozentpunkte oder von 3,4 Millionen Arbeitslosen, wie die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) in ihrem neuesten Bericht festhält.

Die enttäuschende Entwicklung der Weltwirtschaft und die politischen Unsicherheiten lasteten weiter auf dem Arbeitsmarkt, sagte ILO-Generaldirektor Guy Ryder am Donnerstag vor den Medien in Genf.

Für den Anstieg der Arbeitslosigkeit dürften demnach vor allem die Schwellenländer verantwortlich sein, während in den Industrieländern mit einem leichten Rückgang gerechnet wird.

Ein wichtiges Mittel gegen die global steigende Arbeitslosigkeit ist laut der UNO-Organisation der Kampf gegen die Schattenwirtschaft. Hier müssten die Anstrengungen noch verstärkt werden, sagte Ryder, auch wenn in verschiedenen Ländern bereits Fortschritte erzielt worden seien.

(AWP)

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11.01.2017 08:41
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ZKB rechnet 2017 mit erhöhter IPO-Aktivität - "Spannende Transaktionen"
11.01.2017 08:14

Zürich (awp) - Das Marktumfeld für Börsengänge schätzt die ZKB für 2017 positiv ein: "Aus unserer Sicht ist das Fenster für IPOs in der Schweiz weiterhin geöffnet", schreibt die Kantonalbank in ihrem aktuellen IPO-Newsletter, der vierteljährlich erscheint. Die Wachstumskräfte in der Schweiz dürften sich wieder verstärken, worauf wichtige Vorlaufindikatoren deuteten.

"Für das neue Jahr rechnen wir mit einer erhöhten IPO-Aktivität an der SIX Swiss Exchange", kommentiert Andreas Neumann, Leiter Equity Capital Markets bei der ZKB, die Studie. Zum einen seien mit den Abspaltungen der Schweizer Einheit der Credit Suisse und Galenica Santé bereits zwei Grosstransaktionen geplant.

Zum anderen würden unter Branchenkennern weitere namhafte Gesellschaften als IPO-Kandidaten für 2017 gehandelt. Bei "ansprechenden Marktbedingungen" werde das neue Jahr "von spannenden Transaktionen mit teilweise internationaler Ausstrahlung geprägt" sein.

Im Zuge der enormen medialen Präsenz um die US-Wahl sei zudem fast unbemerkt geblieben, dass die Konjunkturerholung - und mit ihr der Anstieg der Renditen und der Inflationserwartungen - gegen Jahresende spürbar Fahrt aufgenommen habe, schreibt die ZKB weiter. Für die Aktienmärkte sei man daher nach wie vor "moderat optimistisch".

"DURCHZOGENER" IPO-JAHRGANG 2016

Das vergangene Börsenjahr sei indes geprägt gewesen von diversen internationalen Grossereignissen wie dem Brexit und der US-Präsidentschaftswahl, was an den Märkten gewisse Unsicherheit ausgelöst habe, so Neumann mit Blick zurück auf 2016. So sei es auch nicht erstaunlich, dass der IPO-Jahrgang durchzogen war.

In Europa kamen total 227 Unternehmen mit einem Emissionsvolumen von 30 Mrd EUR an die Börse, was einem Rückgang gegenüber 2015 um 14% bzw. rund 51% entspricht. In den USA hat sich laut ZKB die Anzahl Börsengänge den Angaben zufolge im Vorjahresvergleich mehr als halbiert, dies bei einem um gut ein Drittel gesunkenen Emissionsvolumen - das schwächste Jahr seit 2009.

Historisch betrachtet würden Anzahl und Volumen von IPOs eng mit der Börsenentwicklung zusammenhängen, so die ZKB. Die IPO-Aktivität in der Schweiz sei 2016 dennoch höher gewesen als in vergangenen Jahren, in denen sich der SPI besser entwickelt hatte. 2016 verlor die Schweizer Börse gemessen am SPI 1,4%.

Fünf neue Unternehmen kamen an die SIX Swiss Exchange, drei davon mittels IPO und zwei mittels reinem Listing. 2015 waren es lediglich zwei IPOs und ein Spin-off. Das Emissionsvolumen ging 2016 allerdings mit knapp 900 Mio CHF im Vorjahresvergleich zurück nach 2,5 Mrd CHF.

ys/ra

(AWP)

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11.01.2017 08:15
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Weltbank: Weltwirtschaft wächst 2017 etwas schneller
10.01.2017 22:11

WASHINGTON (awp international) - Das weltweite Wirtschaftswachstum nimmt nach einem Bericht der Weltbank wieder etwas Schwung auf. Für das kommende Jahr prognostizieren die Volkswirte am Dienstag in Washington ein Wachstum der weltweiten Wirtschaftsleistung von 2,7 Prozent. Für 2016 hatte die Weltbank wegen niedriger Rohstoffpreise und einer Flaute vor allem in den Industrieländern ein Wachstum von nur 2,4 Prozent vorhergesagt.

Unsicherheit herrscht weiterhin noch über den künftigen Weg der USA als grösster Volkswirtschaft der Welt. Die Ankündigungen des designierten Präsidenten Donald Trump, die Wirtschaft etwa mit Infrastrukturprojekten stimulieren zu wollen, könnte zu einem schnelleren Wachstum in den USA und damit in der Welt führen. Andererseits sei die von Trump ausgehende Tendenz zum Protektionismus ein grosses Hindernis.

Die Weltbank-Experten glauben, dass das Wachstum in den Industrieländern auf 1,8 Prozent der Wirtschaftsleistung ansteigen wird. Die Schwellen- und Entwicklungsländer sollen demnach, auch dank langsam steigender Rohstoffpreise um 4,2 Prozent wachsen, im Gegensatz zu 3,4 Prozent im abgelaufenen Jahr./dm/DP/he

(AWP)

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06.01.2017 08:49
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Konsumentenpreise sinken im Dezember leicht

Der Landesindex der Konsumentenpreise (CPI) ist im Dezember 2016 im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozent gesunken .

Innert Jahresfrist beträgt die Teuerung (Jahresteuerung) damit 0,0%, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Donnerstag mitteilte. Die ausgewiesenen Werte liegen damit im Rahmen der Schätzungen: Die Prognosen der von AWP befragten Ökonomen lagen für den Monatswert bei -0,3% bis -0,1% und für den Jahreswert bei -0,2% bis 0,0%.

Der Rückgang des CPI gegenüber dem Vormonat ist laut BFS hauptsächlich auf tiefere Preise für Pauschalreisen ins Ausland sowie gesunkene Preise im Bekleidungssektor zurückzuführen. Auch für Lebensmittel musste im Dezember weniger bezahlt werden. Demgegenüber sind die Preise für Heizöl, öffentlichen Verkehr und Luftverkehr angestiegen.

Die durchschnittliche Jahresteuerung 2016 (Veränderungsrate zwischen dem Jahresmittel 2016 und dem Jahresmittel 2015) betrug -0,4%, wobei der Rückgang primär auf tiefere Preise für Erdölprodukte und Automobile zurückzuführen war, wie das BFS weiter schreibt. Die Preise der Inlandgüter gingen im Durchschnitt um 0,1% zurück, diejenigen der Importgüter um 1,4%. Im Jahr 2015 hatte die durchschnittliche Jahresteuerung bei -1,1% gelegen, 2014 bei 0,0%, 2013 bei -0,2%, 2012 bei -0,7% und 2011 bei +0,2%.

(AWP)

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04.01.2017 08:25
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Preise für Eigentumswohnungen auf Rekordhoch

Die Angebotspreise für Eigentumswohnungen in der Schweiz sind im Dezember auf ein Allzeithoch gestiegen. Gleichzeitig sind zum die Preise für Einfamilienhäuser und Mietobjekte gesunken.

Im November waren die Preise für Eigentumswohnungen noch zurückgegangen. Gleichzeitig sind zum Jahresende die Preise für Einfamilienhäuser und Mietobjekte gesunken. Dies geht aus dem neusten Swiss Real Estate Offer Index hervor, der am Mittwoch publiziert wurde. Dieser wird vom Onlineportal Immoscout24 in Zusammenarbeit mit dem Immobilien-Beratungsunternehmen IAZI erhoben.

Konkret erhöhten sich die Preise für Eigentumswohnungen gegenüber dem Vormonat um 0,8%, auf Jahresbasis beträgt das Plus sogar 4,2%. In dieser Eigentumskategorie kostet ein Quadratmeter Nettowohnfläche aktuell rund 7'200 CHF. Dies sei seit Beginn der Indexberechnung vor sechs Jahren ein Höchststand, heisst es dazu. Erklärt wird dieser Trend mit dem anhaltendem Wunsch eines Grossteils der Bevölkerung, in städtischen Regionen zu leben. Dies sorge für eine anhaltend grosse Nachfrage nach Stockwerkeigentum.

Die Preise für Einfamilienhäuser sanken im Dezember gegenüber dem Vormonat um 0,3%, auf Jahresbasis resultiert hingegen ein Plus von 1,1%. Aktuell kostet ein Quadratmeterpreis laut den Angaben 6'047 CHF.

Mietobjekte wurden im Dezember laut den Angaben gegenüber dem November 0,5% günstiger, auf das Gesamtjahr ergibt dies ein Minus von 0,7%. Regional gibt es dabei beträchtliche Unterschiede: So erhöhten sich zum Beispiel im Dezember die Mieten im Tessin (+2,4%) und in der Zentralschweiz (+0,7%) gegen den Trend.

(AWP)

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04.01.2017 08:15
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Schweizer Einkaufsmanagerindex schwächt sich etwas ab

Die Stimmung in der Schweizer Industrie hat sich im Dezember leicht verschlechtert.

Der Einkaufsmanagerindex (PMI) fiel gegenüber dem Vormonat um 0,6 Zähler auf 56,0 Punkte, wie die Credit Suisse am Dienstag mitteilte. Damit habe der PMI im Jahr 2016 in jedem Monat oberhalb der Wachstumsschwelle von 50 Punkten notiert. Die Produktion konnte den fünfzehnten Monat in Folge gesteigert werden. Ein breiter Personalaufbau in der Industrie sei hingegen nicht in Sicht. Die Credit Suisse erhebt den Index zusammen mit dem Einkäuferverband.

Dem vorausweisenden KOF-Konjunkturbarometer zufolge haben sich die Aussichten für die Schweizer Wirtschaft zum Jahresende nicht verändert.

(Reuters)

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03.01.2017 08:21
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Die Aktien-Tipps der Banken für 2017

cash sagt, was die Strategen von UBS, Credit Suisse & Co. vom Börsenjahr 2017 erwarten und auf welche Schweizer Aktien sie setzen.

http://classic.cash.ch/news/top_news/die_aktientipps_der_banken_fuer_201...

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