CH-relevante Börsenthemen Jahr 2017

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Weltweite Dividenden klettern auf Rekordstände

 

Die weltweiten Dividendenzahlungen kletterten im 2. Quartal auf USD 447,5 Milliarden und erreichten laut der aktuellen Ausgabe des Janus Henderson Global Dividend Index den höchsten Wert, der je in einem Quartal ermittelt wurde, so Janus Henderson Investors in der aktuellen Pressemitteilung.

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In der Schweiz schnellten die Dividendenzahlungen auf zugrunde liegender Basis um 8,6% nach oben. Im Ergebnis wurde mit Ausschüttungen von insgesamt USD 24,8 Milliarden ein neues Allzeithoch erreicht. Die größte Dividendensteigerung verzeichnete dabei Lafarge Holcim, dessen Ausschüttung pro Aktie um ein Drittel höher ausfiel als im Vorjahr.

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http://www.stock-world.de/nachrichten/fonds/Janus-Henderson-Global-Divid...

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
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SMI: Mehr Verluste nach Pause?

 

Spätestens nach einer kurzen Unterbrechung ist die Gefahr weiterer Verkäufe hoch. Nach unten ist aber zunächst nur wenig Luft.

 

 

 

 

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Weltbank führt Probleme des Welthandels auf Politik zurück
21.02.2017 20:27

WASHINGTON (awp international) - Die Weltbank hat einen Rückgang des Wachstums beim weltweiten Handel mit Gütern bemängelt. Der Welthandel sei 2016 nur noch um ein Prozent gestiegen, heisst es in einer Studie der Weltbank. Verantwortlich seien politischen Unwägbarkeiten vor allem in Europa.

Handel gilt unter Volkswirten als Triebfeder für das weltweite Wirtschaftswachstum. Dieses ist notwendig, um bei steigender Weltbevölkerung den Wohlstand in Industrieländern zu halten und in Entwicklungs- und Schwellenländern auszubauen. Die Weltbank zählt bei ihrer Berechnung den Wert weltweiter Exporte und Importe zusammen.

Während sich der Handel mit Dienstleistungen vergleichsweise robust zeige, habe sich das Wachstum beim Handel mit Gütern im Vergleich zu 2015 halbiert, teilte die Weltbank am Dienstag in Washington mit. Hauptgrund seien politische Unsicherheiten in Europa und den USA. In dem weniger sicher gewordenen Umfeld hielten sich Unternehmen mit Investitionen zurück./dm/DP/he

(AWP)

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Schweizer Banken bezahlen 2016 mehr Strafzinsen
21.02.2017 18:25

Bern (awp/sda) - Die Schweizer Banken haben für das Jahr 2016 mehr Strafzinsen bezahlt. So stieg der gebührenpflichtige Teil ihrer Einlagen bei der Schweizerischen Nationalbank (SNB) im vergangen Jahr an - nicht zuletzt weil die SNB weiterhin mit Interventionen am Devisenmarkt gegen die Frankenstärke ankämpfte.

Die Guthaben der Schweizer Banken auf den Girokonten bei der SNB sind im vergangenen Jahr um rund 62 Mrd auf 465 Mrd CHF angestiegen, wie aus den am Dienstag veröffentlichten Zahlen der SNB hervorgeht. Sie stiegem damit auf über das 29-fache der Mindestreserve. Ab dem 20-fachen müssen die Banken einen Strafzinsen von aktuell 0,75% bezahlen.

Bereits im Jahr 2015 waren davon alle Banken-Kategorien betroffen. Die Strafzinsen beliefen sich damals auf insgesamt 1,2 Mrd CHF. Die genauen Zahlen für das Jahr 2016 werden zwar erst am 6. März im Rahmen der Jahresrechnung publiziert. Doch bereits in den ersten neun Monaten erreichten sie einen Wert von 1,1 Mrd.

Am stärksten betroffen waren dabei die Grossbanken UBS und Credit Suisse. Ihre Guthaben bei der SNB kletterten vom 23-fachen der Mindestreserven per Ende 2015 auf das 31-fache per Ende 2016. Bei den Kantonalbanken verharrten die Guthaben im gleichen Zeitraum gerundet beim 23-fachen.

Die SNB liefert zwar keine genauen Angaben zu Interventionen am Devisenmarkt. Weil solche Markteingriffe über das Bankensystem getätigt werden müssen, gilt ein markanter Anstieg der Giroguthaben aber als Hinweis dafür. So kauft die SNB, um den Franken gegenüber dem Euro zu schwächen, Euro und schreibt den Banken den entsprechenden Frankenbetrag auf deren Girokonten bei der SNB gut.

(AWP)

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US-Notenbank gibt erneut Signale für baldige Leitzinsanhebung - Minutes
22.02.2017 20:40

(Ausführliche Fassung)

WASHINGTON (awp international) - Die US-Notenbank Fed hat erneut Signale für eine weitere Leitzinsanhebung gegeben. Viele Mitglieder hielten eine Zinserhöhung "recht bald" für angemessen, falls die Wirtschaft auf Kurs bleibe, hiess es in dem am Mittwoch veröffentlichten Protokoll (Minutes) zur jüngsten Sitzung des geldpolitischen Ausschusses (FOMC) vom 31. Januar bis 1. Februar. Eine Gefahr eines merklichen Anstiegs der Inflation sahen sie allerdings nicht.

Man habe es derzeit allerdings mit vielen Unsicherheiten zu tun. Das Protokoll verwies auf die noch unklare Finanzpolitik des US-Präsidenten Donald Trump und die Auswirkungen des starken US-Dollar. Ein klares Signal wann es zu einer Leitzinsanhebung kommen könnte, gab das Protokoll nicht. Auf der jüngsten Sitzung hatte die Fed den Leitzins in einer Spanne von 0,5 bis 0,75 Prozent belassen.

Nur wenige Mitglieder forderten ausdrücklich eine rasche Anhebung auf einer der nächsten Sitzungen. Dies würde der Fed mehr Spielraum geben, um auf Änderungen der wirtschaftlichen Bedingungen zu reagieren. An den Finanzmärkten wird einer Leitzinserhöhung auf der nächsten Sitzung am 15. März nur eine Wahrscheinlichkeit von 34 Prozent gegeben.

Notenbankpräsidentin Janet Yellen hatte in der vergangenen Woche bei einer Anhörung im Kongress davon gesprochen, dass eine weitere Anpassung des Leitzinses wahrscheinlich angemessen sei, falls sich die Wirtschaft so entwickle wie erwartet. Die Finanzmärkte reagierten kaum auf der Veröffentlichung. Der Euro legte leicht zu und stieg auf ein Tageshoch von 1,0572 US-Dollar. Die Renditen von US-Staatsanleihen gaben leicht nach, während sich beim Aktienmarkt kaum etwas tat./jsl/he

(AWP)

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Trump lässt Märkte weiter hoffen - Jetzt rückt erst einmal Fed in Fokus
01.03.2017 07:34

(Ausführliche Fassung)

NEW YORK/SINGAPUR/TOKIO (awp international) - An den Finanzmärkten lebt die Hoffnung auf Impulse durch die Finanz- und Wirtschaftspolitik durch Donald Trump weiter - auch wenn dieser in seiner mit Spannung erwarteten ersten Rede an den Kongress wenig Details zu seinen Steuer- und Investitionsplänen verriet. Mit Erleichterung haben viele Investoren den versöhnlicheren Ton des neuen US-Präsidenten aufgenommen. Gleichzeitig rückten Aussagen zweier einflussreicher US-Notenbanker in den Vordergrund, die die Notwendigkeit einer baldigen Zinserhöhung durch die Zentralbank Fed betonten.

Insgesamt wirkte sich die Rede Trumps kaum auf die Kurse an den Devisen- und Aktienmärkten aus. Einige Experten hatten einen Absturz der zuletzt stark gestiegenen Aktienkurse befürchtet, wenn Trump keine Details zu seinen Plänen verraten würde. Vor allem bei der Steuerreform hatten viele Analysten auf Neuigkeiten gewartet.

BLICKE RICHTEN SICH AUF NÄCHSTE SITZUNG DER FED

Trump versprach in seiner Rede zwar eine historische Steuerreform. Sein Wirtschaftsteam arbeite daran. Unternehmen sollten weniger Steuern bezahlen, um überall wettbewerbsfähig zu sein und florieren zu können. Ins Detail ging Trump wie bei den Plänen für Infrastrukturausgaben aber nicht.

Trump habe aber auch nichts Negatives gesagt, hiess es in einer ersten Studie der Societe Generale. Die Märkte könnten sich jetzt wieder auf die am 15. März anstehende Sitzung der US-Notenbank konzentrieren. Hier sei jetzt die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung nach jüngsten Aussagen von US-Notenbankvertretern gestiegen, hiess es. Dies stütze grundsätzlich den Dollar und US-Staatsanleihen.

NOTENBANKER ÄUSSERN SICH ÜBER BALDIGE ZINSERHÖHUNG

William Dudley, der einflussreiche Präsident der regionalen Notenbank von New York, hatte am Dienstag in einer Rede vor dem Auftritt von Präsident Trump gesagt, dass eine Zinserhöhung zunehmend zwingender werde. Sein Kollege John Williams, Chef der Notenbank in San Francisco, sagte zudem, dass eine Zinserhöhung im März beim nächsten Treffen der Fed ernsthaft erwogen werden könnte. Am Freitag steht noch eine stark beachtete Rede von US-Notenbankchefin Janet Yellen auf der Agenda.

Am Devisenmarkt, der gewöhnlich sehr schnell und sensibel auf politische Aussagen reagiert, bewegte sich der Dollar nur wenig. Alles in allem gewann er nur leicht an Wert. Ein Euro kostete zuletzt 1,0555 Dollar und damit etwas weniger als vor der Rede.

TRUMPS REDE BEWEGT AKTIENMÄRKTE NICHT STARK

Auch an den Aktienmärkten wirkte sich die Rede Trumps nicht so stark aus wie einige Investoren erwartet hatten. Der Dax wird beim Broker IG leicht im Plus indiziert. Der deutsche Leitindex könnte damit seine leichte Erholung der vergangenen beiden Handelstagen nach dem kleineren Rückschlag vom Freitag fortsetzen und so wieder Kurs auf die Marke von 12 000 Punkten nehmen.

Die Indikation beim US-Standardwerteindex deutet ebenfalls auf einen leichten Anstieg hin. Am Dienstag hatte der Leitindex Dow Jones Industrial wegen der Unsicherheit vor der Rede Trumps 0,12 Prozent auf 20 812,24 Punkte verloren und damit seine zwölftägige Serie mit Schlussrekorden beendet./zb/fbr/stk

(AWP)

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UBS-Konsumindikator steigt im Januar auf 1,43 Punkte
01.03.2017 08:30

Zürich (awp) - Der UBS-Konsumindikator hat im Januar 2017 zugelegt und signalisiert weiterhin ein solides Wachstum des privaten Konsums. Der Indikator nahm nach einer umfassenden Datenrevision verglichen mit Dezember 2016 um 0,05 auf 1,43 Indexpunkte zu, wie die Grossbank am Mittwoch schreibt.

Der Anstieg sei einer spürbaren Aufhellung der Konsumentenstimmung zu verdanken, heisst es weiter. Die Schweizer Konsumenten beurteilten die wirtschaftliche und finanzielle Lage im ersten Quartal 2017 deutlich optimistischer als noch im vergangenen Quartal.

So ist beispielsweise der Index für Konsumentenstimmung des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) von -13 auf -3 Punkte gestiegen. Das sei der höchste Wert weit Juli 2014. Dank der zurückgehenden Arbeitslosigkeit würden die Arbeitsmarktdaten erstmals seit dem Frankenschock im Januar 2015 nicht mehr pessimistisch beurteilt.

Derweil hätten die Neuimmatrikulationen von Autos und der Inlandstourismus nachgegeben. Im Januar 2017 sind verglichen mit der Vorjahresperiode 3,7% weniger Autos neu immatrikuliert worden, wobei im schneereichen Januar Neuwagen mit Allradantrieb mit 48,9% den grössten Anteil darstellten.

Der Inlandstourismus habe zwar dank des Weihnachtsgeschäftes im Dezember gegenüber November erwartungsgemäss leicht profitiert. Dennoch verbuchten die Hotellogiernächte im Vergleich zum Vorjahr ein spürbares Minus von 2,3%, so die Mitteilung.

Kaum Veränderungen gebe es hinsichtlich der erwarteten Preisentwicklung. Die von der UBS für 2017 prognostizierte Inflation von 0,4% decke sich mit dem Empfinden der Konsumenten, schreibt die Bank weiter.

Insgesamt habe sich die Konsumentenstimmung mit Blick auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung aufgehellt, doch bleiben die UBS-Experten für den Konsum im laufenden Jahr vorsichtig. Zu gross sei noch die Unsicherheit auf den Kapitalmärkten angesichts der anstehenden Wahlen in Frankreich und der Unberechenbarkeit der Trump-Administration.

Aktuelle und frühere Werte, revidiert (Tabelle):
2017

Januar: 1,43

2016 (revidiert)

Dezember: 1,38
November: 1,29
Oktober: 1,15
September: 1,24
August: 1,22
Juli: 1,22
Juni: 1,25
Mai: 1,18
April: 1,02
März: 0,75
Februar: 0,79
Januar: 0,84

mk/ys

(AWP)

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BIP steigt im vierten Quartal nur leicht - Erste Schätzung 2016 bei +1,3%
02.03.2017 08:15

Zürich (awp) - Die Schweizer Wirtschaft ist auch zum Jahresende 2016 nur schwach gewachsen. Das reale Bruttoinlandprodukt (BIP) stieg im vierten Quartal 2016 gegenüber dem Vorquartal um 0,1%, gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal waren es +0,6%.

Die neusten Werte liegen damit unter den Ökonomen-Schätzungen. Von AWP befragte Experten hatten das Wachstum zum Vorquartal auf +0,3% bis +0,6% und im Vorjahresvergleich auf +1,2% bis +1,5% geschätzt.

Positive Impulse kamen vom privaten und staatlichen Konsum, teilte das Staatsekretariat für Wirtschaft (Seco) am Donnerstag mit. Die Bau- und Ausrüstungsinvestitionen waren dagegen rückläufig. Zusätzlich habe die Handelsbilanz das BIP-Wachstum gebremst. Und die Warenexporte hätten das schwächste Quartalsergebnis seit drei Jahren eingefahren.

Auf der Produktionsseite des BIP entwickelten sich die Wirtschaftssektoren im vierten Quartal 2016 heterogen, heisst es weiter. Der BIP-Deflator ging laut Seco im Vergleich zum vierten Quartal 2015 um 0,2% zurück.

Im dritten Quartal 2016 war die Schweizer Wirtschaft laut revidierten Zahlen gegenüber dem Vorquartal um 0,1% gewachsen, was leicht höher ist als die ursprünglich gemeldete Stagnation. Die Wachstumszahl zum Vorjahresquartal wurde ebenfalls um 0,1 Prozentpunkte auf +1,4% erhöht.

Für das Jahr 2016 resultiert eine provisorische Wachstumsrate des realen BIP von 1,3%. Im Jahr 2015 war das BIP mit +0,8% noch wesentlich schwächer gewachsen. Das BIP-Wachstum 2016 spiegelt somit die moderate Erholung von der konjunkturellen Abkühlung nach dem Franken-Schock Anfang 2015, so das Seco. Diese Beschleunigung gehe jedoch insbesondere auf die starke erste Jahreshälfte zurück.

ra/mk

(AWP)

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Mit "kommerzieller" Diplomatie die USA verführen
05.03.2017 11:05

Bern (awp/sda) - Die Schweiz steht nicht auf der Prioritätenliste der neuen US-Regierung. Mit einer "kommerziellen" Diplomatie könnte es ihr dennoch gelingen, die Gunst der Stunde sowohl für die Wirtschaft als auch für das internationale Genf zu nutzen.

Auf der amerikanischen Landkarte scheint die Schweiz ein schwarzer Fleck: Bei der Heritage Foundation, der Denkfabrik, die US-Präsident Donald Trump nahesteht, scheint "es ziemlich unwahrscheinlich, dass ein Land mit mehreren Sprachen überhaupt funktionieren kann", sagt Emilia Pasquier, Direktorin des Forums für Aussenpolitik (foraus), die Anfang Februar in den USA weilte.

"Das Schweizer Büro der US-Regierung hat etwa noch keine konkreten Informationen über die Zukunft der Beziehungen zur Schweiz", sagt Pasquier gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Es beschränkt sich darauf, die traditionellen Themen aufzulisten - Wirtschaft, geistiges Eigentum, Bankgeheimnis und das duale Bildungssystem.

Doch die Schweiz hat reelle Chancen. Auf dem Index der Heritage Foundation zur wirtschaftlichen Freiheit rangiert die Schweiz auf dem sehr guten vierten Platz. Damit könnten sich Türen öffnen, um mit der US-Regierung zu verhandeln, sagt Pasquier. Insbesondere, weil Trump den Anschein mache, sich auf Bilateralismus zurückzubesinnen und den grossen Freihandelszonen den Rücken zu kehren.

"KOMMERZIELLE" DIPLOMATIE

Zu diesem Zweck müsse sich die Eidgenossenschaft nach der Decke strecken. "Die neue US-Administration funktioniert nicht mehr wie eine Regierung sondern wie ein Unternehmen", sagt Pasquier. Der Präsident der Vereinigten Staaten habe mehr Erfahrung im Aushandeln von Verträgen als in der Diplomatie. Andere Länder scheine er als Kunden zu betrachten.

Für die Schweiz heisse es, diese neue Dynamik zu integrieren und die Mechanismen zu verstehen. "Das könnte ihr zum Vorteil gereichen." Pasquier empfiehlt zudem der Schweiz, im Austausch mit Washington auf jene Diplomaten zu bauen, die Erfahrung in der Privatwirtschaft hätten.

Ob man von den neuen Gegebenheiten profitieren könne, hänge von den Fähigkeiten der Schweiz ab, diese neue Logik zu erlernen. "Man muss sie schnell verstehen", sagt Pasquier.

VORTEIL GENF

Neben der Wirtschaft könnte die Politik des neuen US-Präsidenten der Schweiz auch in einem anderen Bereich zum Vorteil gereichen. "Die Abschottungstendenz der Trump-Regierung könnte paradoxerweise dem internationalen Genf neue Möglichkeiten eröffnen." Indem er Abstand nehme von der globalen Führung, schwäche Trump die weiche Macht der USA. Genf könnte seine Position in der internationalen Szene stärken, insbesondere gegenüber New York.

Pasquier nutzte ihren US-Aufenthalt nach eigenen Angaben auch, um für den "Think Tank Hub" in Genf zu werben. Foraus und das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) hatten die Idee 2014 lanciert und stellen seither kostenlos Arbeitsplätze für ausländische Denkfabriken zur Verfügung während sie sich in Genf aufhalten.

RISIKO FÜR DIE GLOBALE SICHERHEIT

All die Chancen kämen allerdings nicht ohne ein gewisses Risiko, stellt Pasquier fest. "Die Politik von Trump stellt auch eine Gefahr für internationale Organisationen dar, sowohl im Bezug auf die Finanzierung als auch was die globale Sicherheit betrifft."

Der US-Präsident hatte in Aussicht gestellt, die internationalen Hilfsgelder und das Budget der US-Diplomatie zu kürzen. Dies würde auch die internationalen Organisationen treffen, die durch einen neuen Bilateralismus geschwächt würden.

Auch die Verlockung der USA, zu einem System des Bilateralismus zurückzukehren, wäre für die Schweiz freilich nicht ohne Risiko, betont Pasquier. "Die Schweiz als kleines Land würde an Einfluss verlieren, angesichts anderer sehr einflussreicher Staaten. In multilateralen Organisationen wie der UNO hat die Eidgenossenschaft mehr Gewicht."

(AWP)

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Arbeitslosenquote sinkt im Februar auf 3,6%
09.03.2017 07:48

Bern (awp) - Die Zahl der Arbeitslosen in der Schweiz ist im Februar 2017 gegenüber dem Vormonat leicht gesunken. Ende Monat waren laut Mitteilung des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) vom Donnerstag 159'809 Arbeitslose bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) eingeschrieben, 4'657 weniger als im Vormonat.

Die Arbeitslosenquote sank damit um 0,1 Prozentpunkte auf 3,6%, während der saisonbereinigte Wert bei 3,3% stagnierte. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat verringerte sich die Arbeitslosigkeit um 1'608 Personen oder um 1,0%.

Die vom Seco publizierten Zahlen sind keine Überraschung. Von AWP befragte Ökonomen hatten unisono Werte von 3,6% für die absolute sowie 3,3% für die saisonbereinigte Zahl prognostiziert.

Die Jugendarbeitslosigkeit (15- bis 24-Jährige) verringerte sich im Berichtsmonat um 674 Personen (-3,4%) auf 19'108. Im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht dies einem Rückgang von sogar 6,7%.

Insgesamt wurden im Berichtsmonat 223'627 Stellensuchende registriert, 3'234 weniger als im Vormonat. Gegenüber der Vorjahresperiode stieg diese Zahl damit um 739 Personen (+0,3%). Die Zahl der bei den RAV gemeldeten offenen Stellen erhöhte sich derweil um 947 auf 12'041.

Im Dezember 2016 - neuere Zahlen dazu liegen nicht vor - waren 5'350 Personen von Kurzarbeit betroffen und damit knapp 14% weniger als im Vormonat. Die Zahl der betroffenen Betriebe verringerte sich um 90 auf 475 Einheiten, die ausgefallenen Arbeitsstunden nahmen um fast 20% auf 271'502 Stunden ab. In der entsprechenden Vorjahresperiode waren 258'788 Ausfallstunden registriert worden, welche sich auf 4'497 Personen in 490 Betrieben verteilt hatten.

Die Zahl der Personen, die im Verlauf des Novembers ihr Recht auf Arbeitslosenentschädigung ausgeschöpft hatten, belief sich gemäss Seco ausserdem auf 3'713.

rw/ra

(AWP)

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SIX 2016 mit Gewinneinbruch nach Rekordjahr - "Shared Backoffice" wird geprüft
09.03.2017 08:36

Zürich (awp) - Die SIX Group hat 2016 aufgrund von Sonderfaktoren einen massiven Gewinneinbruch erlitten. Denn im Vorjahr war das Ergebnis mit dem Verkauf der Beteiligungen an STOXX und Indexium fast verdreifacht worden. Aber auch auf bereinigter Basis ist das operative Ergebnis im Berichtsjahr tiefer ausgefallen. Die Börsenbetreiberin spricht von Margen- und Kostendruck, weshalb sich die Gruppe laufend weiterentwickeln müsse.

2016 habe sich die SIX Group in einem zunehmend anspruchsvollen Umfeld gut behauptet und ein erfreuliches Resultat erzielt, lässt sich Gruppenchef Urs Rüegsegger in einer Mitteilung vom Donnerstag zitieren. Neben dem Verkauf der STOXX- und Indexium-Anteile sei das Ergebnis des Vorjahres 2015 auch von historisch hohen Handelsaktivitäten beeinflusst gewesen, heisst es. 2016 dann habe die rückläufige Volatilität an den Finanzmärkten insbesondere im Ergebnis der Börse Spuren hinterlassen.

BÖRSE SCHRUMPFT

Während die anderen Geschäftsbereiche jeweils ein Wachstum verzeichneten, ging der Betriebsertrag der SIX Swiss Exchange um 9,1% auf 188,5 Mio CHF zurück. Dabei sei der Handel im Berichtsjahr mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von 5,0 Mrd auf ein langjährig stabiles Niveau zurückgegangen, so die Aussage.

Insgesamt erreichte der Betriebsertrag der Gruppe 1,84 Mrd CHF (+1,5%), wobei die Division Payment Services mit 885,0 Mio (+0,3%) erneut den grössten Anteil ausmachte. Es folgten Financial Information mit 402,6 Mio (+3,5%) und Securities Services mit 377,4 Mio (+6,6%).

Der Geschäftsaufwand stieg auf der anderen Seite um 1,3% auf 1,55 Mrd, woraus sich ein um 2,9% höheres Betriebsergebnis von 287,1 Mio ergab. Unter dem Strich sank der EBIT jedoch um 61% auf 297,1 Mio CHF und der Reingewinn um 69% auf 221,1 CHF. Zum Vergleich: 2014 lagen EBIT und Reingewinn bei 290,0 Mio bzw. 247,2 Mio.

Bereinigt um Sondereffekte liege der EBIT im Berichtsjahr lediglich 5% tiefer bei 268,4 Mio, so die SIX weiter.

Als Sondereffekte 2016 nennt die Gesellschaft den Verkauf einer Liegenschaft (+26,0 Mio), den Verkauf der SIX SAG AG (+5,4 Mio), den Verkauf der Gesellschaften der Sub-Group SIX Payment Services (Luxembourg) Ltd. (+3,9 Mio), die Reorganisation in Frankreich (-34,4 Mio), Planänderungen der Pensionskasse (+26,8 Mio) und das restliche Finanzergebnis (+1,1 Mio). Die Sondereffekte 2015 beinhalteten den Verkauf der Indexanbieter STOXX und Indexium (+476,8 Mio), die im Sommer 2015 an die Deutsche Börse verkauft worden, und das restliche Finanzergebnis (+3,5 Mio).

BEZAHLGESCHÄFT WÄCHST WEITER

Es soll eine tiefere ordentliche Dividende von 7,30 CHF je Aktie beantragt werden - nach 8,25 CHF. 2015 gab es zudem noch eine Sonderdividende.

Nach Divisionen wirkten sich die "Rückkehr zur Normalität" sowie der fehlende Ergebnisbeitrag von STOXX auf den EBIT im Geschäftsbereich Swiss Exchange aus, der um 19% auf 69,3 Mio CHF sank. Der Marktanteil im Handel mit Schweizer Bluechips lag bei 64,6% nach 67,9%. Bei Financial Information sank der EBIT hauptsächlich wegen der erwähnten Restrukturierung in Frankreich um 51% auf 26,7 Mio. Bereinigt um Sondereffekte stieg der EBIT jedoch um 9,0% auf 57,3 Mio.

Payment Services ist hingegen erneut der profitabelste Bereich mit einem EBIT von 91,8 Mio (+4,2%). Man profitiere von der "dynamischen Entwicklung" im bargeldlosen Zahlungsverkehr, heisst es. Die Transaktionszahlen stiegen um 11%. Securities Services (Nachhandel und Clearing) erzielte einen EBIT von 70,6 Mio (+50%), was auf den Liegenschaftsverkauf in Zürich zurückzuführen ist.

GRUPPE MUSS SICH WEITER ENTWICKELN

Mit Blick in die Zukunft bleibe das Umfeld mit Margen- und Kostendruck anspruchsvoll. Der Konzern will dem Rechnung tragen und sich weiterentwickeln. Denn die Finanzbranche erfahre einen tiefgreifenden Wandel, und die SIX sehe sich prädestiniert, "zukunftsfähige Lösungen" für den gesamten Schweizer Finanzplatz zu entwickeln.

Bereits heute wird den Banken Outsourcing-Möglichkeiten angeboten, was mittelfristig mehr werden soll. Neue Dienstleistungen würden zum einen auf Projektbasis entwickelt. Auf der anderen Seite prüfe die SIX gemeinsam mit ihren Eigentümern und Partnern Möglichkeiten, ein zentrales Backoffice in der Schweiz aufzubauen. Die Gruppe befindet sich im Besitz von rund 130 Banken, die auch Hauptnutzer der Infrastruktur sind.

In einem Interview mit AWP im Januar hatte CEO Rüegsegger noch gesagt, man habe eine Liste von Ideen, die laufend mit den Banken diskutiert würden. Ob es aber das ganz grosse gemeinsame "Shared Backoffice" geben wird, sei schwierig vorauszusagen. Denn das wäre eine enorm komplexe Aufgabe.

ys/ra

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Manpower-Arbeitsmarktbarometer: Kleinunternehmen wollen wieder mehr einstellen
14.03.2017 07:21

Zürich (awp/sda) - Auf dem Schweizer Arbeitsmarkt haben sich die Aussichten leicht aufgehellt. Vor allem Kleinunternehmen zeigen sich optimistischer als noch im letzten Quartal.

Von den insgesamt 751 befragten Arbeitgebern erwartet 87 Prozent keine Veränderung ihrer Personalbestände für das 2. Quartal 2017. 7 Prozent rechnen jedoch mit einem Anstieg, 4 Prozent mit einem Rückgang. Dies geht aus dem am Montag publizierten Arbeitsmarktbarometer des Arbeitsvermittlers Manpower hervor.

Damit zeigen sich die Arbeitgeber leicht optimistischer als noch im Vorquartal. Die saisonbereinigte Netto-Arbeitsmarktprognose ist von -2 Prozent für das erste Quartal auf 0 Prozent für das zweite Quartal angestiegen.

Optimistischer als im Vorquartal zeigten sich in der Umfrage vor allem Kleinunternehmen. Grossunternehmen dagegen blicken etwas weniger zuversichtlich in die Zukunft als zum Jahresanfang. Sie beurteilen die Aussichten jedoch nach wie vor als ungefähr gleich günstig wie die mittleren und kleinen Unternehmen. Einzig die Kleinstunternehmen erwarten insgesamt keine Zunahme der Beschäftigung.

Bei den Branchen rechnen fünf der insgesamt zehn Sektoren mit einem Anstieg des Personalbestands. Im Sektor Bergbau und Rohstoffgewinnung sind die Arbeitsmarktprognosen am günstigsten. Aber auch im Sektor Bank- und Versicherungswesen wird nach wie vor neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesucht. Ein Personalabbau dagegen ist im Handel und in der Land- und Forstwirtschaft zu erwarten. In diesen Branchen sind gemäss Manpower die Aussichten deutlich negativ.

(AWP)

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SIX Securities darf Transaktionsregister nach FINMA-Genehmigung lancieren
13.03.2017 18:30

Zürich (awp) - Die zur SIX Group gehörende SIX Securities Services erhält grünes Licht für ihr Transaktionsregister SIX Trade Repository. Nachdem die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA das offizielle Transaktionsregister für den Schweizer Derivatehandel genehmigt habe, werde das Transaktionsregister für die Schweiz lanciert, teilt der Anbieter von nachbörslichen Dienstleistungen am Montag mit.

Das SIX Trade Repository werde seit Januar 2016 von über 50 bedeutenden Finanzinstituten, Hedgefondsmanagern und traditionellen Fondsmanagern getestet. Die FINMA-Entscheidung bedeute nun, dass die Kunden demnächst das formelle Onboarding beginnen und sich auf die Frist zur Meldung von Derivattransaktionen gemäss Finanzmarktinfrastrukturgesetz (FinfraG) vorbereiten könnten. Sobald die speziellen Bedingungen erfüllt seien, werde die FINMA die endgültige Frist kommunizieren.

Mit dem Aufbau und dem Betrieb des SIX Trade Repository werde ein weiterer Beitrag zur Steigerung der Attraktivität und des Werts des Schweizer Finanzplatzes geleistet, heisst es weiter. Der Produktionsstart des Systems ist für das dritte Quartal 2017 geplant.

cf/cp

(AWP)

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Börsen-Umfrage von cash

Wo steht der Swiss Market Index Mitte Jahr?

Die Aktienmärkte weltweit steigen seit Monaten. Viele Anleger gehen von weiter steigenden Börsen aus, andere warnen vor einem Rückschlag. Wie sehen Sie den Trend des SMI? Nehmen Sie an unserer Online-Umfrage teil.

https://www.cash.ch/news/top-news/boersen-umfrage-von-cash-wo-steht-der-...

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Rentenreform: Mehrwertsteuer soll um 0,6% erhöht werden - 70 CHF bleiben drin
14.03.2017 22:41

Bern (awp/sda) - Bei der Reform der Altersvorsorge scheint doch ein Kompromiss möglich. Die Einigungskonferenz hat am Dienstagabend entschieden, die Mehrwertsteuer nur um 0,6% zu erhöhen. Beim AHV-Zuschlag hingegen ist sie hart geblieben.

Sie schlägt den beiden Räten einen AHV-Zuschlag von 70 CHF und höhere Ehepaar-Renten vor, wie Ständerat Konrad Graber (CVP/LU), der die Einigungskonferenz präsidierte, vor den Bundeshausmedien erklärte.

Damit sollen die Rentenausfälle ausgeglichen werden, die bei der Senkung des Umwandlungssatzes in der obligatorischen beruflichen Vorsorge entstehen. Damit übernahm die Einigungskonferenz in diesem Punkt das Konzept des Ständerats. CVP, SP und BDP, die diesem in der kleinen Kammer zum Durchbruch verholfen haben, stellen auch in der Einigungskonferenz die Mehrheit. Der Entscheid fiel laut Graber mit 14 zu 12 Stimmen.

Der Nationalrat hatte stets auf einem Ausgleich in der zweiten Säule beharrt. Die Versicherten sollten mehr einzahlen, um später gleich viel Rente zu bekommen. Dieses Konzept ist mit dem Entscheid der Einigungskonferenz vom Tisch.

BRÜCKE GEBAUT

Bei der ebenfalls noch umstrittenen Erhöhung der Mehrwertsteuer setzte sich das Modell des Nationalrats durch, mit 14 zu 10 Stimmen bei 2 Enthaltungen. In den nächsten Jahren sollen zur Finanzierung der AHV 0,6% zusätzlich erhoben werden. Das bringt Zusatzeinnahmen von 2,14 Mrd CHF. Der Ständerat hatte sich für 1% eingesetzt, das wären 3,56 Mrd CHF zusätzlich.

Laut Graber wird der AHV-Fonds im Jahr 2030 noch 97% einer Jahresausgabe enthalten. Es werde ohnehin nicht die letzte AHV-Reform sein, erklärte er. Spätestens per 2030 werde wieder ein neues Sozialversicherungspaket geschnürt werden müssen.

OFFENE AUSGANGSLAGE

Die Räte können diese Vorschläge nur annehmen oder ablehnen, aber nicht mehr ändern. Stimmt in einem Rat die Mehrheit dagegen, ist die Reform der Altersvorsorge vom Tisch. 12 Mitglieder der 26-köpfigen Einigungskonferenz wollen diesen Weg gehen. Mit dem überraschenden Kompromiss ist die Ausgangslage jedoch offen.

SVP und FDP, die in der grossen Kammer die Mehrheit stellen, hatten sich entschieden gegen eine Mehrwertsteuererhöhung von mehr als 0,6% ausgesprochen. Dieses Anliegen konnten sie in der Einigungskonferenz trotz zahlenmässiger Unterlegenheit durchsetzen. Doch auch der AHV-Zuschlag von 70 CHF gilt ebenfalls als "rote Linie". Besser sei keine Reform als diese, war aus den beiden Fraktionen zu hören.

Diese bringen im Nationalrat 101 Stimmen zusammen. Mit den Grünliberalen, die sich bisher ebenfalls heftig gegen den AHV-Zuschlag gewehrt haben, sind es sogar 108 Stimmen.

ABWEICHLER ENTSCHEIDEN

Wie geschlossen die Fraktionen stimmen, steht auf einem anderen Blatt. Vertreter der GLP haben schon vor Wochen durchblicken lassen, die bittere Pille notfalls doch zu schlucken. Nur etwas sei teurer als als der Zuschlag, nämlich gar keine Reform.

Die beiden Lega-Vertreter in der SVP-Fraktion wollen dem AHV-Zuschlag ebenfalls zustimmen. Das Zünglein an der Waage könnten bei dieser Ausgangslage die Bauern spielen - sie profitieren mehr von einer AHV-Erhöhung als von einem Ausbau der Pensionskassen.

Mehrere SVP-Vertreter haben sich bereits für die 70 CHF ausgesprochen, und Bauernverbandspräsident Markus Ritter (CVP/SG) kämpft um weitere Stimmen. Auch Verbandsdirektor Jacques Bourgeois (FDP/FR) und der Solothurner FDP-Nationalrat Kurt Fluri stimmen dem Zuschlag möglicherweise zu, wie sie dem "Blick" sagten.

Abweichler stehen allerdings unter grossem Druck, da die Vorlage zum strategischen Geschäft erklärt wurde. Das bedeutet, dass Unzufriedene nicht gegen ihre Fraktion stimmen dürfen, sie können sich nur der Stimme enthalten. Damit kämen die 101 Stimmen nicht zusammen, die für das Lösen der Ausgabenbremse notwendig sind.

LANGER WEG INS ZIEL

Im Ständerat ist der Vorschlag der Einigungskonferenz kaum gefährdet. Kommt auch in Nationalrat eine Mehrheit zusammen, müsste die Vorlage noch die Schlussabstimmung vom Freitag überstehen.

Sind diese Hürden geschafft, kommt die Reform der Altersvorsorge am 24. September an die Urne. Die Zustimmung von Volk und Ständen ist nötig, weil für eine Mehrwertsteuer-Erhöhung die Verfassung geändert werden muss. Da die Räte Verfassungs- und Gesetzesänderung verknüpft haben, gilt der Urnengang aber für die ganze Revision.

Anfang 2018 sollen die Änderungen, die die AHV betreffen, in Kraft gesetzt werden. Auf den Zeitpunkt läuft die Zusatzfinanzierung der IV von 0,4 Mehrwertsteuerprozent aus. 0,1% werden Anfang 2018 für die Bahninfrastruktur erhöht, die übrigen 0,3% kommen nahtlos der AHV zu. Das ist ein Zustupf von rund 1 Mrd CHF, ohne dass die Konsumentinnen und Konsumenten etwas davon merken. Die Änderungen in der beruflichen Vorsorge treten 2019 in Kraft.

Nicht mehr umstritten waren am Dienstag die Eckpunkte der Reform. Das Rentenalter wird flexibilisiert. Frauen arbeiten künftig in der Regel ebenfalls bis 65 Jahre. Der Mindestumwandlungssatz in der obligatorischen beruflichen Vorsorge sinkt von 6,8 auf 6,0%.

(AWP)

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Zyndicate
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Schweizer Produzentenpreise sinken im Februar um 0,2% gegenüber dem Vormonat
15.03.2017 09:45

Neuenburg (awp) - Der Gesamtindex der Produzenten- und Importpreise (PPI) in der Schweiz ist im Februar 2017 im Vergleich zum Vormonat um 0,2% auf 100,3 Punkte gesunken. Während der Produzentenpreisindex um 0,4% sank, legte der Importpreisindex um 0,1% zu. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat (Februar 2016) stieg der Gesamtindex um 1,3%, bei 0,4% höheren Produzentenpreisen und 3,1% höheren Importpreisen.

Die im Vergleich zum Vormonat tieferen Produzentenpreise führt das Bundesamt für Statistik (BFS) am Mittwoch auf sinkende Preise für Schrott, Mineralölprodukte und pharmazeutische Produkte zurück. Billiger wurde auch Elektrizität.

Bei den Importpreisen seien insbesondere die Kosten für organische Produkte der chemischen Industrie gestiegen. Teurer wurden laut BFS auch Nichteisen-Metalle und daraus hergestellte Produkte. Preisrückgänge habe man dagegen für Treibstoff, Heizöl sowie Gummi- und Kunststoffprodukte beobachtet.

ra/cp

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US-Notenbank hebt Leitzins an
15.03.2017 19:05

WASHINGTON (awp international) - Die US-Notenbank Fed hat ihren Leitzins zum dritten Mal seit der Finanzkrise erhöht. Die Fed Funds Rate werde um 0,25 Prozentpunkte angehoben und liege künftig in einer Spanne zwischen 0,75 und 1,0 Prozent, teilten die Währungshüter am Mittwoch in Washington mit. Volkswirte und Finanzmärkte hatten mit dieser Entscheidung gerechnet.

Die letzten beiden Anhebungen um jeweils 0,25 Prozentpunkte erfolgten im Dezember 2015 und im Dezember 2016. Zuvor hatte der Zinssatz seit Ende 2008 - also kurz nachdem die weltweite Finanzkrise ihren Höhepunkt erreicht hatte - in der Spanne zwischen null und 0,25 Prozent gelegen./jsl/bgf/fbr

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Nordkorea: Lage eskaliert

17. März 2017, 10:26 Uhr

US-Außenminister Tillerson in AsienNeue Eskalation zwischen USA und Nordkorea

http://www.sueddeutsche.de/politik/us-aussenminister-tillerson-in-asien-neue-eskalation-zwischen-usa-und-nordkorea-1.3423954

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Dass du so einen Stuss hier überhaupt erwähnst. Wenn du Schiss hast, kauf dir einen ABC-Bunker.

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Bargeld bleibt in der Schweiz trotz Bankkarten gefragt
20.03.2017 11:45

Bern (awp/sda) - Schweizerinnen und Schweizer lieben Bargeld: Obwohl Debit- und Kreditkarten weit verbreitet sind, werden an Geldautomaten noch immer häufig Banknoten bezogen. Die Anzahl Transaktionen und das Volumen der abgehobenen Geldbeträge ist im vergangenen Jahrzehnt weiter gestiegen. Erst seit zwei Jahren gibt es eine leichte Abschwächung.

Im Dezember 2016 wurde in der Schweiz 11 Millionen Mal mit einer Debitkarte an einem Geldautomaten Bargeld abgehoben. Gegenüber den beiden Vorjahren ist dies ein leichter Rückgang. Dies geht aus Zahlen der Schweizerischen Nationalbank (SNB) hervor, die der Nachrichtenagentur sda vorliegen.

Im Dezember 2015 gab es 11,17 Millionen Bargeldbezüge, im Dezember 2014 waren es 11,06 Millionen Transaktionen an Geldautomaten. Vergleicht man die Zahlen allerdings über einen Zeitraum von zehn Jahren, so stellt man einen starken Anstieg fest. 2006 hatten Konsumenten in der Schweiz 9 Millionen Mal Banknoten an Geldautomaten bezogen.

Auch die Beträge, die mit Debitkarten abgehoben werden, sind kleiner geworden. Im Dezember 2016 waren es 2,735 Mrd CHF im Vergleich zu 2,743 Mrd im Vorjahresmonat. Aber auch hier ist - verglichen in einem Jahrzehnt - eine starke Zunahme zu beobachten: 2006 hatte das Niveau noch bei 2,181 Mrd gelegen.

Zudem hat sich die durchschnittlich abgehobene Summe etwas vergrössert: Im Dezember 2016 belief sie sich auf 249 CHF, im Vergleich zu 241 CHF Ende 2006.

NEGATIVZINSEN ERHÖHEN NACHFRAGE

Allen Unkenrufen zum Trotz hat Bargeld offenbar noch immer eine grosse Zukunft vor sich. "Die Gerüchte über den Tod des Bargeldes sind stark übertrieben", sagte SNB-Vizepräsident Fritz Zurbrügg kürzlich in einer Rede.

Er begründete dies damit, dass Zuverlässigkeit und Datenschutz die Nachfrage nach Bargeld aufrecht erhalten liessen. Zudem hat sich die Nachfrage nach Bargeld seit der Einführung von Negativzinsen erhöht.

Ein Trend, den auch die Raiffeisenbank konstatiert. 2016 ist die Zahl der Bargeldbezüge um 1,3% gestiegen, nachdem 2015 noch ein leichtes Minus von 0,2% resultierte hatte. Kleiner wurde im Durchschnitt bei der Raiffeisen der bezogene Geldbetrag, wie Raiffeisen-Sprecher Philippe Thevoz gegenüber der sda sagt.

ROMANDS MÖGEN CASH

Bei der Postfinance ist die Zahl der Transaktionen an Postomaten bis 2014 stetig gewachsen. Aber in den letzten zwei Jahren habe der Trend ebenfalls leicht gedreht, stellt Postfinance-Sprecher Johannes Möri fest.

Die Grossbanken machen die gleiche Beobachtung. Jean-Raphael Fontannaz, Sprecher der grössten Schweizer Bank UBS, hält zudem fest, dass die Geldautomaten in der französischsprachigen Schweiz öfter benutzt werden als in der deutschsprachigen Schweiz. Die sei vermutlich eine Frage der Mentalität. Bei der Raiffeisenbank stellt man ausserdem fest, dass in den ländlichen Gebieten mehr Bargeld bezogen und verwendet wird als in den Städten.

Je nach Alter der Kunden unterscheiden sich auch die Geldbeträge. "Jüngere Menschen, die oft über weniger Mittel verfügen, beziehen meist kleinere Summen, sagt UBS-Sprecher Fontannaz. Jüngere Kunden zücken ferner auch eher ihre Debitkarte, um kleinere Posten bargeldlos zu begleichen, fügt Credit Suisse-Sprecher Jean-Paul Darbellay hinzu.

SCHUTZ VOR DIEBSTAHL

Darbellay zeigt sich überzeugt, dass der bargeldlose Zahlungsverkehr in der Schweiz sich in den kommenden Jahren stärker durchsetzen wird, vor allem mit kontaktlosen Zahlungen (ohne Pin-Code oder Unterschrift) oder mit Bezahl-Apps auf dem Smartphone.

"In Skandinavien ist man beispielsweise schon so weit, dass einige Geschäfte gar kein Bargeld mehr akzeptieren. Die Idee dahinter ist, jeglichen Schwarzmarkt im voraus zu unterbinden", sagt Darbellay. Darüber hinaus erhöhe "Plastikgeld" die Sicherheit der Mitarbeiter, weil damit Diebstähle weniger attraktiv würden, ergänzt er.

Pierre-Alain Leuenberger, Direktor der Neuenburger Kantonalbank, glaubt, dass es noch einige Zeit dauern wird, bis sich das Vertrauen in "Plastikgeld" vollständig entwickelt hat und sich die Gewohnheiten der Konsumenten grundlegend geändert haben. Dies erkläre, warum einerseits der elektronische Zahlungsverkehr stark wachse und andererseits Bargeld als Zahlungsmittel weiterhin beliebt sei.

(AWP)

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CS prognostiziert Verdoppelung der Krankenkassenprämien bis 2040
20.03.2017 10:14

Zürich (awp/sda) - Rund 70 Mrd CHF werden in der Schweiz jährlich für die Gesundheit ausgegeben. Das sind 11% der gesamten Wirtschaftsleistung. Laut der Credit Suisse dürfte dieser Anteil 2040 knapp 15% betragen wird.

Die Grossbank geht in ihrem am Montag publizierten "Monitor Schweiz" davon aus, dass die Gesundheitskosten jährlich um über 3% steigen werden. Die Krankenkassenprämien pro Kopf würden sich damit bis 2040 fast verdoppeln - von derzeit durchschnittlich 274 CHF auf 517 CHF. Bereinigt um die generelle Teuerung entspreche dies einem Anstieg um 44%.

Laut den Autoren der Studie sind die Gesundheitskosten in den vergangenen zehn Jahren um gut einen Drittel gestiegen. Entgegen der weitverbreiteten Annahme sei jedoch nicht die demografische Alterung hauptverantwortlich dafür gewesen. Hauptsächlich verursacht worden sei das Kostenwachstum durch den medizinischen Fortschritt, individuelle Mehrkosten und systembedingte Fehlanreize.

ENORMER FACHKRÄFTEBEDARF

Das Gesundheitswesen kostet aber nicht nur immer mehr, es leistet gemäss den CS-Ökonomen auch einen wichtigen Beitrag zur Beschäftigung und zum Wohlstand in der Schweiz. Bereits heute sei jede 10 Arbeitsstelle in diesem Sektor angesiedelt.

Dieser Bedarf an Fachkräften werde in den nächsten Jahren noch zunehmen. Bis 2040 sei mit zusätzlichen 185'000 Vollzeitstellen zu rechnen - rund 50% mehr als heute.

Laut den CS-Ökonomen könnten theoretisch rund 23% der Tätigkeiten im Gesundheitssektor im Rahmen der voranschreitenden Digitalisierung automatisiert werden. Damit würde der Fachkräftebedarf bis 2040 lediglich um 67'000 steigen. Eine vollständige Ausschöpfung des Automatisierungspotenzials halten die Ökonomen jedoch als "nicht realistisch".

SPITALFINANZIERUNGEN NICHT GESICHERT

Untersucht haben die Ökonomen im "Monitor Schweiz" auch den Investitionsbedarf der Spitäler und kommen dabei zum Schluss, dass die Finanzierung dieser Investitionen noch nicht gesichert ist. Laut Studienleiter Andreas Christen erreichen momentan nur etwa ein Viertel der Spitäler einen genügend hohen Gewinn zur nachhaltigen Finanzierung ihrer Infrastruktur.

Seiner Ansicht nach ist jedoch langfristig nicht mit einer grossen Zahl von Spitalschliessungen zu rechnen. Vielmehr sei davon auszugehen, dass einzelne Kantone - entgegen den Intensionen der neuen Spitalfinanzierung - weiter stützend in den Markt eingreifen werden.

Aus diesem Grund, aber auch wegen der steigenden Kosten, gelte es vermehrt neue Finanzierungsquellen zu erschliessen. Für öffentliche Spitäler sei beispielsweise die Finanzierung über die Finanzmärkte angesichts des Tiefzinsumfeldes derzeit attraktiv.

ÄRZTEHÄUSER HABEN STARK ZUGENOMMEN

Einer der am schnellsten wachsenden Bereiche im Gesundheitswesen sind laut den CS-Ökonomen die Ärztehäuser. Deren Zahl nahm zwischen 2011 und 2014 um 19% auf 1300 zu. Am grössten war das Wachstum in den Zentren.

Ärztehäuser stellten sowohl für Patienten als auch für viele Ärzte eine attraktive Alternative zur klassischen Einzelpraxis dar, heisst es in der Studie. Patienten könnten von längeren Öffnungszeiten profitieren, Ärzte von flexibleren Arbeitszeiten und einer besseren Auslastung medizinischer Geräte.

Weil in den nächsten Jahren viele ältere Ärzte pensioniert werden, gehen die Studienautoren davon aus, dass die Zahl der Ärztehäuser in den nächsten Jahren weiter wachsen wird. Die Sharing Economy, das Teilen statt Kaufen, werde auch im Gesundheitswesen immer mehr an Bedeutung gewinnen.

(AWP)

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Seco senkt BIP-Prognosen für 2017 auf 1,6% - Prognose für 2018 unverändert
21.03.2017 08:15

Bern (awp) - Die Konjunkturperspektiven für die Schweiz haben sich laut den Ökonomen des Bundes für das laufende Jahr leicht verschlechter. Sie gehen nun von einem realen Wachstum des Bruttoinlandproduktes (BIP) von 1,6% aus, nachdem sie bisher ein Plus von 1,8% erwartet hatten. Die Prognose für 2018 wird bestätigt: Das Wachstum soll sich gegenüber 2017 leicht beschleunigen auf 1,9%.

In der zweiten Jahreshälfte 2016 sei das Wachstum der Schweizer Wirtschaft zwar enttäuschend schwach ausgefallen. Die Vorlaufindikatoren zeigten aber klar nach oben, und von der Weltwirtschaft kämen positive Signale, begründet das Staatsekretariates für Wirtschaft (Seco) am Dienstag die Prognose. Die Senkung der Vorhersage wird mit einer "technischen Korrektur" erklärt, die sich aus dem schwunglosen Jahresende 2016 ergeben habe.

In beiden Prognosejahren dürfte laut den Angaben die Inlandnachfrage massgebliche Wachstumsimpulse liefern, nachdem 2016 diesbezüglich eher durchwachsen gewesen sei. Begründet wird dies mit der erwarteten Erholung des Arbeitsmarktes und einem anhaltenden Bevölkerungswachstum. Angesichts noch voller Auftragsbücher im Hochbaugewerbe und öffentlicher Grossbauprojekte sollten zudem laut Seco die Bauinvestitionen in den kommenden Quartalen ebenfalls an Dynamik gewinnen. Die gestiegene Zuversicht der Schweizer Unternehmen lasse zudem eine moderate Steigerung der Ausrüstungsinvestitionen erwarten.

Auch der Aussenhandel soll laut der Prognose in beiden Prognosejahren positiv zum BIP-Wachstum beitragen. Nach dem starken vergangenen Jahr sei jedoch mit einer gewissen Normalisierung hin zu moderateren Wachstumsraten zu rechnen.

Wegen der konjunkturellen Erholung erwarten die Experten des Bundes ausserdem eine Belebung des Arbeitsmarktes. Die Arbeitslosenquote solle auf 3,2% im Jahresmittel 2017 und 3,1% im Jahresmittel 2018 zurückgehen.

Das Seco betont in der Mitteilung auch diverse Risiken. Die grössten gingen nach wie vor von der politischen Unsicherheit aus. Insbesondere sei die Ausrichtung der US-amerikanischen Wirtschafts- und Handelspolitik bislang noch unklar. Auch die anstehenden Wahlen in Frankreich sowie latent bestehende Probleme des Bankensektors in Italien stellten Risikofaktoren dar.

Ein wichtiges inländisches Risiko sei zudem eine mögliche Abschwächung der Baukonjunktur. Wegen der bereits steigenden Leerwohnungsziffern, der sich abschwächenden Netto-Migration sowie aufgrund der wohl ansteigenden Zinsenkönnte könne dieser Wirtschaftssektor in Mitleidenschaft gezogen werden.

rw/uh

(AWP)

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Uhrenexporte sinken im Februar weiterhin deutlich
21.03.2017 08:30

Biel (awp) - Die Schweizer Uhrenexporte sind im Monat Februar 2017 erneut deutlich zurückgegangen. Das Exportvolumen nahm gegenüber der Vorjahresperiode nominal um 10% auf 1,49 Mrd CHF ab, während real ein Minus von 7,8% resultierte, wie die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) am Dienstag mitteilte. Arbeitstagsbereinigt betrug der Rückgang allerdings lediglich 6,2% (real: -3,9%)

Dennoch setzt sich der schwache Trend aus dem Jahr 2016 im neu angelaufenen Jahr fort. Im Gesamtjahr 2016 sanken die Exporte nominal 9,9% auf 19,4 Mrd CHF (real: -15,3%). Und auch im ersten Monat 2017 war eine rückläufige Entwicklung von nominal 6,2% und real 7,7% auszumachen.

mk/uh

(AWP)

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Importe im Februar schwungvoller als Exporte
21.03.2017 08:30

Bern (awp) - Der Schweizer Aussenhandel hat im Februar in beide Verkehrsrichtungen zugelegt. Dabei haben sich die Importe jedoch schwungvoller entwickelt als die Exporte, wie die Eidgenössische Zollverwaltung am Dienstag mitteilt. Konkret erhöhten sich die Exporte arbeitstagbereinigt um 0,9% (real: -2,5%) auf 17,8 Mrd CHF. Die Importe nahmen gleichzeitig um +5,4% (real: -1,2%) auf 14,6 Mrd CHF zu. Die Handelsbilanz schloss somit mit einem Überschuss von 3,3 Mrd CHF.

Positiv trugen laut den Angaben die Exporte von Metallen mit +10% und jene von Chemisch-Pharmazeutischen Produkten mit einer Zunahme von 4% bei. Hingegen belasteten die rückläufigen Ausfuhren von Uhren (-6%) sowie Bijouterie und Juwelierwaren (-21%) die Gesamtexporte.

Bei den Einfuhren entwickelten sich die Energieträger (+38%) am stärksten, was laut der EZV jedoch vor allem preisbedingt war. Deutlich zugenommen habe ausserdem die Einfuhr von Fahrzeugen (+34%) sowie von chemisch-pharmazeutischen Produkten (+15%). Die Entwicklung bei den Fahrzeugen sei vor allem auf den Import dreier Verkehrsflugzeuge zurückzuführen, heisst es dazu.

rw/gab

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Domtom01
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Noch sind die vor einem Rückschlag warnenden Stimmen zwar nicht verstummt. Aber sie werden immer leiser.

Jüngstes Beispiel sind die Strategen der Credit Suisse. Die amerikanische Leitbörse werde im Frühsommer ihren Höhepunkt erreichen und ab dann in eine Korrektur übergehen, so liess man die eigene Anlagekundschaft bisweilen wissen.

https://www.cash.ch/insider/cs-strategen-kein-boersenruecksetzer-mehr-zu...

Ja dann ist jetzt schon höchste Vorsicht geboten!

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US-Notenbanker Williams sieht 2017 drei oder mehr Zinsanhebungen
23.03.2017 17:52

FRANKFURT (awp international) - Der Chef der regionalen Notenbank von San Francisco, John Williams, sieht die US-Notenbank weiter auf Straffungskurs. Er könne sich für dieses Jahr drei oder sogar mehr Zinsanhebungen vorstellen, zitierte ihn das "Wall Street Journal" in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview. Allerdings hänge das Straffungstempo von der konjunkturellen Entwicklung ab. Die Verringerung der billionenschweren Notenbankbilanz - Folge der jahrelangen Geldschwemme - solle ab Jahresende angegangen werden.

Die Federal Reserve signalisiert bisher drei Zinsanhebungen für das laufende Jahr. An den Finanzmärkten werden nach der jüngsten Zinsstraffung Anfang März ebenfalls zwei weitere Anhebungen erwartet. Die Reduzierung der Fed-Bilanz ist an den Märkten zurzeit noch kein grosses Thema. Die Notenbank will mit diesem Prozess beginnen, wenn die Zinsnormalisierung "auf gutem Wege" ist. So weit sei man noch nicht, sagte Williams dazu./bgf/das

(AWP)

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SNB-Maechler: Zinsanhebung weiter sehr unwahrscheinlich
28.03.2017 23:17

Zürich/Genf (awp) - Die Schweizerischen Nationalbank (SNB) will bei Bedarf weiter am Devisenmarkt intervenieren und an der Niedrigzinspolitik festhalten. "Wir setzen weiterhin auf Negativzinsen als Pfeiler unserer Geldpolitik, um die traditionelle Zinsdifferenz zu einigen unserer wichtigen Partner wiederherzustellen", sagte SNB-Direktoriumsmitglied Andrea Maechler laut einer Meldung der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag an einer Veranstaltung in Genf.

"Solange die Zinsen um uns herum niedrig bleiben, (...) ist es sehr unwahrscheinlich, dass wir die Zinsen anheben können". Die SNB habe weiterhin bei Bedarf am Markt interveniert, um exzessivem Aufwertungsdruck auf den Franken entgegenzuwirken. Derzeit sei man nicht in einer Situation, in der überhaupt über eine Verkleinerung der Bilanz nachgedacht werde, so Maechler weiter.

Der Franken sei weiter stark überbewertet und liege rund 10% über dem langfristigen Durchschnitt. Die weltweiten Unsicherheiten würden zunehmen, die Fundamentaldaten seien jedoch gut. Bei der jüngsten Zinsentscheidung sei die Inflation ein gewichtiger Grund gewesen, so das Direktoriumsmitglied weiter. Der Inflationsausblick bleibe unsicher.

yr

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UBS-Konsumindikator steigt im Februar auf 1,50 Punkte
29.03.2017 08:30

Zürich (awp) - Der UBS-Konsumindikator ist im Februar erneut angestiegen. Er nahm verglichen mit Januar 2017 um 0,06 auf 1,50 Indexpunkte zu. Dies lasse auf einen soliden privaten Konsum im ersten Quartal schliessen, teilen die Ökonomen der Grossbank am Mittwoch mit.

Der Anstieg sei vom Inlandtourismus getrieben worden, heisst es zur Begründung. So hätten die Hotellogiernächte gegenüber dem Vorjahresmonat ein spürbares Plus von 5,5% verzeichnet; der schneereiche Januar und die beginnenden Sportferien hätten viele Schweizer in die Berge gelockt. Wegen des milden Wetters im Vorjahresmonat sollte das Wachstum laut den UBS-Ökonomen zwar nicht überschätzt werden. Der Inlandtourismus habe gleichwohl nach seiner Talfahrt nach dem Frankenschock die Talsohle durchschritten und das Niveau von 2014 wieder erreicht, wird betont.

Auf dem Automobilmarkt sei ebenfalls ein positiver Trend erkennbar gewesen, heisst es weiter. So hätten im Vorjahresvergleich die Neuimmatrikulationen von Autos mit 0,7% leicht zugenommen. Auf der anderen Seite habe die negative Stimmung im Detailhandel den Anstieg des Indikators gebremst, schreiben die Experten. So mahne der Rückgang des KOF-Index für die Stimmung im Detailhandel von -3 auf -12 Punkte zur Vorsicht.

Der Konsumindikator zeigt mit einem Vorlauf von einem bis drei Monaten auf die offiziellen Zahlen die Entwicklung des Privatkonsums in der Schweiz an. Dieser ist mit einem Anteil von gut 50% die mit Abstand wichtigste Komponente des Schweizer Bruttoinlandprodukts. Berechnet wird der Vorlaufindikator aus sechs konsumnahen Komponenten.

rw/cf

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Fed-Mitglied Williams schliesst mehr als drei Zinserhöhungen 2017 nicht aus
29.03.2017 19:41

NEW YORK (awp international) - Das US-Notenbankmitglied John Williams hat mehr als drei Zinserhöhungen in den USA in diesem Jahr nicht ausgeschlossen. Grundsätzlich gehe er noch von drei Zinsschritten insgesamt aus, sagte Williams am Mittwoch laut Redetext in New York. Allerdings könnte die Zahl der gemachten Zinsschritte am Ende des Jahres auch höher sein.

Williams ist der Präsident der regionalen Notenbank von San Francisco. Zuvor hatte sich der US-Notenbanker Eric Rosengren für einen etwas steileren Zinspfad bei der künftigen Geldpolitik ausgesprochen. Das Anheben des Leitzinses sollte in diesem Jahr "regelmässiger" als zuletzt erfolgen, sagte Rosengren. Seiner Einschätzung nach wären insgesamt vier Zinsschritte im laufenden Jahr angemessen.

Bisher werden von den US-Notenbankern in diesem Jahr im Mittel insgesamt drei Zinserhöhungen um jeweils 0,25 Prozentpunkte erwartet. Zuletzt hatte die Fed Mitte März die Zinsen um 0,25 Prozentpunkte angehoben. Die Fed Funds Rate, wie der Zins genannt wird, liegt damit in einer Spanne von 0,75 bis 1,0 Prozent./jkr/tos

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Schweizer Top-CEO erhielten letztes Jahr 4,6% mehr Lohn - Kein Minder-Effekt
30.03.2017 13:06

Zürich (awp) - Die Chefs der grössten Schweizer Unternehmen haben im vergangenen Jahr mehr verdient als im Jahr davor. Laut einer Studie stehen die Saläre bis auf wenige Ausnahmen in einem Verhältnis zur Performance. Die Umsetzung der Minder-Initiative hatte auf die Höhe der Saläre keinen Einfluss.

Die durchschnittliche Entlöhnung der SLI-CEO ist 2016 gegenüber dem Vorjahr um 4,6% auf 5,98 Mio CHF gestiegen, wie die Beratungsfirma Willis Towers Watson in einer am Donnerstag publizierten Studie berechnet hat. Berücksichtigt wurden dabei allerdings nur 22 der 30 SLI-Firmen. Beim Rest fehlen noch die Geschäftsberichte; oder aber ein Vergleich würde hinken, weil im Jahresverlauf ein CEO-Wechsel stattfand.

Am grosszügigsten waren die UBS (13,40 Mio CHF), Novartis (11,75 Mio), die CS (11,21 Mio), Roche (10,95 Mio) und Nestlé (8,99 Mio), die tiefsten Entschädigungen gewährten Swisscom (1,50 Mio), Bâloise (1,96 Mio), Geberit (2,11 Mio), SGS (2,15 Mio) und Sika (3,23 Mio).

CS ALS NEGATIVAUSREISSER, SWISSCOM ALS POSITIV

Der Grundsatz, wonach nur bei guten Zahlen hohe Löhne bezahlt werden, stimme bei den meisten Konzernen, sagte Olaf Lang, Leiter "Talent&Rewards" bei Willis Towers Watson, am Donnerstag vor den Medien. Doch es gibt Ausreisser - negative und positive.

So bezahlt die CS den dritthöchsten CEO-Lohn unter den SLI-Konzernen, obwohl die Grossbank das schlechteste operative Ergebnis aller untersuchten Firmen erzielte. "Ich kann mir gut vorstellen, dass die Stimmrechtsberater nun genau hinschauen werden und an der GV die Kritik gross sein wird, sagte Lang. Weitere negative Ausreisser sind laut der Studie Dufry, Actelion, Aryzta und Clariant.

Auf der Gegenseite ragt die Swisscom als positiver Ausreisser hervor: Der Telekomanbieter bezahlte den tiefsten CEO-Lohn, obwohl die Gesellschaft den achthöchsten EBIT erzielte. Leicht positiv aus dem Rahmen fallen ausserdem Adecco, Kühne+Nagel, SGS und Swiss Life.

Positiv würdigen die Studienverfasser ausserdem, dass nur in zwei Fällen (Novartis, Aryzta) trotz eines gegenüber dem Vorjahr tieferen EBIT ein höherer Lohn bezahlt wurde.

"EINE BLACKBOX"

Was die Struktur der Löhne betrifft, sei der langfristige Anteil mit 54% nach wie vor hoch, hiess es weiter. Der Grundlohn mache hingegen nur 27% und der Jahresbonus 19% aus. In anderen Ländern sei dies anders.

Die Studienverfasser kritisierten generell, dass internationale Vergleiche schwierig seien. Denn die Schweiz hinke vielen Ländern in Sachen Transparenz hinterher. Laut Lang ist es zum Beispiel nicht möglich, die tatsächlich ausgezahlten Löhne zu eruieren. Denn welcher Anteil der variablen, langfristigen Vergütung schliesslich ausbezahlt werde, sei unbekannt. "Das ist eine Blackbox", sagte er.

Laut Lang steht zudem fest, dass die Minder-Initiative keinen Einfluss auf die Höhe der CEO-Löhne hatte. "Das hat nicht viel gebracht", sagte er. Immerhin seien dank "Minder" Sonderzahlungen wie den "golden Handshakes" oder Transaktionszahlungen verschwunden.

rw/cf

(AWP)

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