CH-relevante Börsenthemen Jahr 2017

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Einheitlicher Zahlungsverkehr birgt laut Studie Sparpotenzial für Unternehmen
30.03.2017 12:30

(Ausführliche Fassung ergänzt um Befunde der Studie)

Zürich (awp) - Sieben verschiedene Einzahlungsscheine, unterschiedliche Lastschriftsysteme, hohe Transaktionskosten: All das soll dank der Harmonisierung des Zahlungsverkehrs bald der Vergangenheit angehören. Banken und Postfinance vereinheitlichen ihre Systeme bis Ende dieses Jahres.

Das bisherige Zahlungssystem leide vor allem aufgrund von sieben verschiedenen Einzahlungsscheinen und unterschiedlichen Lastschriftsystemen an hohen Transaktionskosten, teilten die Finanzdienstleisterin SIX und die Bankeninitiative PaymentStandards.ch am Donnerstag anlässlich einer Medienkonferenz mit. Dies soll nun dank der Harmonisierung des Zahlungsverkehrs bald der Vergangenheit angehören.

ZAHLUNGSPROZESS VOLLAUTOMATISIERT

Die Umstellung betrifft auch Firmenkunden. Diese haben für die Anpassungen Zeit bis spätestens Mitte 2018. Konkret müssen Finanzinstitute und Unternehmen ihre Systeme auf die Norm ISO 20022 umstellen. Diese Norm definiert ein einheitliches Datenformat und damit eine Einheitssprache, die von allen Marktteilnehmern verstanden wird. Die EU hat ihren Euro-Zahlungsverkehr bereits 2014 auf diese Norm umgestellt, auch in Ländern wie Japan und Australien kommt sie zum Einsatz.

Die unterschiedlichen Kontonummern der Schweizer Finanzinstitute werden bei der Umstellung durch die internationalen Kontonummern IBAN ersetzt. Im Zuge der Harmonisierung werden auch die unterschiedlichen Lastschriftverfahren der Postfinance und der anderen Banken vereinheitlicht. Der gesamte Zahlungsprozess vom Rechnungssteller zum Rechnungsempfänger soll standardisiert und durchgehend automatisiert werden.

Darüber hinaus sollen auch die sieben verschiedenen Einzahlungsscheine verschwinden. Sie werden abgelöst von einem digital lesbaren QR-Code, der alle Daten für die Zahlung beinhaltet. Die QR-Rechnung kann allerdings erst eingeführt werden, wenn die Umstellung auf die Norm schweizweit abgeschlossen ist. Der genaue Zeitplan für die Einführung der QR-Rechnung soll am 27. April bekannt gegeben werden.

GROSSES SPARPOTENZIAL FÜR KMU

Die Einführung des neuen Zahlungsstandards ISO 20022 birgt zudem laut einer Studie von Deloitte ein Sparpotenzial für alle Schweizer Unternehmen von knapp 200 Mio CHF pro Jahr. Bei privaten Unternehmen sei zu erwarten, dass durch die Umstellung auf ISO 20022 vor allem Prozesskosten, aber auch Nachforschungsaufträge und Kapitalkosten substanziell reduziert werden, sagt Johannes Schlotmann, Studienleiter bei Deloitte.

Konkret erwartet Deloitte durch die Harmonisierung des Zahlungsverkehrs ein jährliches Sparpotenzial von 197 Mio CHF für die insgesamt rund 567'000 privaten Unternehmen. Überproportional könnten zudem laut Studie KMUs profitieren, da diese im Vergleich zu Grosskonzernen einen vergleichsweise geringen Automatisierungsgrad im Zahlungsverkehr aufweisen, so Schlotmann.

IN 2,5 JAHREN AMORTISIERT

Allerdings hätten diese auch vergleichsweise höhere Kosten zu tragen, um den Zahlungsstandard ISO 20022 umzusetzen. Für alle am Schweizer Zahlungsverkehr beteiligten Akteure rechnet die Studie mit Umstellungskosten von rund 1 Mrd CHF. Etwa die Hälfte davon dürfte laut Schlotmann auf die privaten Unternehmen entfallen.

Werden diese Kosten den möglichen Einsparungen gegenübergestellt, so sei von einer durchschnittlichen Amortisationszeit von 2,5 Jahren für private Unternehmen zu rechnen, resümiert Schlotmann.

sta/cf

(AWP)

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Schweizer Firmen rechnen mit einem gutem Exportjahr 2017
30.03.2017 12:00

Bern (awp/sda) - Schweizer Firmen sehen im laufenden Jahr bessere Absatzchancen in vielen Ländern. Vor allem aus Russland, Brasilien oder Japan werden wieder mehr Aufträge erwartet. In der Türkei dürfte sich die Lage hingegen drastisch verschlechtern.

Dies geht aus einer Studie der Berner Fachhochschule und des Kreditversicherers Euler Hermes hervor. An der Umfrage haben mehr als 330 exportorientierte Schweizer Unternehmen teilgenommen.

Anhaltende politische Unsicherheiten sind für die Exportentwicklung nicht förderlich, wie Stefan Ruf, Chef von Euler Hermes Schweiz, in der Mitteilung zitiert wird. Wegen der instabilen Lage seien die Exporterwartungen in der Türkei deshalb regelrecht abgestürzt. Auch in Grossbritannien rechnen die befragten Exporteure wegen der Risiken rund um den Brexit mit weniger Ausfuhren.

Demgegenüber sind die Exporterwartungen für die USA trotz der unklaren Marschrichtung von US-Präsident Donald Trump auf einem hohen Niveau, wenn auch etwas weniger ausgeprägt als im Vorjahr. Vor allem aus China und Japan dürften die Ausfuhren ebenfalls weiter zulegen.

Am stärksten verbesserte sich der Ausblick für Russland. Dank höherem Ölpreis und weniger Sanktionen haben dort die Exporterwartungen am stärksten zugelegt. Insgesamt dürften gemäss Schätzungen der Euler Hermes Gruppe die Exporte im laufenden Jahr um 7 Mrd CHF steigen.

Der Euro-Franken Wechselkurs bleibe stabil bei etwa 1,07 CHF, sagte Ludovic Subran, Chefökonom der Euler Hermes Gruppe. Damit seien die Auswirkungen der abrupten Franken-Aufwertung vor zwei Jahren weitgehend vorüber.

cf/

(AWP)

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Wertschöpfung vom Finanzplatz in den letzten zehn Jahren gesunken
30.03.2017 16:50

Zürich (awp/sda) - Die Wertschöpfung des Schweizer Finanzplatzes hat in den letzten zehn Jahren abgenommen - während die Wirtschaftsleistung um einen Fünftel gewachsen ist. 2016 trugen Finanz- und Versicherungsdienstleistungen mit 60,85 Milliarden Franken noch 9,4 Prozent zum Bruttoinlandprodukt (BIP) bei.

2006, vor der Finanzkrise, steuerten Banken und Versicherungen gemeinsam mit 64,56 Milliarden Franken noch 12,0 Prozent zum BIP bei. Das geht aus dem Bericht "Finanzstandort Schweiz" des Staatssekretariats für internationale Finanzfragen (SIF) hervor, der am Donnerstag veröffentlicht wurde.

Auch der Anteil an der Gesamtbeschäftigung in der Schweiz hat sich in der letzten Dekade rückläufig entwickelt. Arbeiteten 2006 noch 5,8 Prozent aller Erwerbstätigen im Finanzgewerbe, waren es im vorigen Jahr noch 5,6 Prozent. In absoluten Zahlen erhöhte sich die Beschäftigung am Finanzstandort indes von 197'302 auf 213'535 Vollzeitstellen. Das Wachstum erfolgte nahezu vollständig ausserhalb des Kernbereichs des Finanzstandorts.

Auch der Beitrag des Finanzstandorts an die Einnahmen der öffentlichen Hand hat im Zuge der Finanzkrise abgenommen, sich aber in den letzten Jahren wieder etwas erholt. 2006 betrug das Steueraufkommen aus den Einkommen der Arbeitnehmer und den Ertragssteuern der Institute 9,15 Milliarden Franken, das waren 13,6 Prozent des gesamten Steueraufkommens.

2010 lag das Steueraufkommen mit 5,85 Milliarden Franken und einem Anteil von 7,5 Prozent deutlich darunter. Die neuesten Zahlen von 2014 zeigen nun ein Steueraufkommen von 7,15 Millionen Franken und einen Anteil von 8,9 Prozent.

(AWP)

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Erste Skigebiete schliessen und ziehen eine durchzogene Bilanz
02.04.2017 12:44

Bern (awp/sda) - Dieses Wochenende stellen die ersten grösseren Skigebiete ihren Winterbetrieb ein. Ihre Bilanz zeigt: Das Wetter hat es ihnen seit Dezember nicht leicht gemacht. Skigebiete, die noch offen bleiben, hoffen auf Ostern.

Die Betreiber der Skigebiete wurden in diesem Winter stark von den Launen der Natur herausgefordert. Dies zeigt die Bilanz einiger Skigebiete, die am Wochenende ihren Winterbetrieb einstellen.

WENIGER GÄSTE

Begonnen hat es mit dem zu milden und insbesondere zu trockenen Dezember. "Bei uns gab es im Dezember keine einzige Flocke Schnee", sagte beispielsweise Sepp Odermatt vom Skigebiet Klewenalp-Stockhütte im Kanton Nidwalden der Nachrichtenagentur sda.

Damit waren die Innerschweizer nicht alleine: Gemäss den Meteorologen reihten sich auf der Alpennordseite an einigen Orten 34 Tage ohne Niederschlag und somit ohne Schnee aneinander. Die Skigebiete bekamen dies stark zu spüren - insbesondere während den Festtagen.

Im sanktgallischen Skigebiet Flumserberg zog es zwar zwischen 6000 und 8000 Personen pro Tag auf die Pisten. Das war aber lediglich die Hälfte der Anzahl Personen, die in diesem Gebiet an einem Spitzentag ein Skiticket lösen, wie Marketingleiterin Katja Rupf sagte.

AKTION "SOMMER ÜBER NEBEL"

Ein bisschen anders zeigte sich die Lage in Savognin GR. Dort hätte es genug Schnee gehabt und die Pistenverhältnisse wären gut gewesen, sagte Christian Prinz, der kaufmännische Direktor der Savognin Bergbahnen AG. "Wenn es aber im Flachland keinen Schnee hat, haben die Leute keine Lust aufs Skifahren." Aus diesem Grund dürften auch dort die Besucherzahlen tiefer ausfallen als im Vorjahr.

Im Skigebiet Melchsee-Frutt im Kanton Obwalden blieb wie in den Flumserbergen während den Festtagen rund die Hälfte der Gäste aus, wie Daniel Dommann von den Sportbahnen sagte. "Dafür haben wir den Gästen eine einmalige Attraktion bieten können", fügte er an. Einer der drei Seen habe für den Eislauf freigegeben werden können. Das sei wohl in den 1960er Jahren das letzte Mal vorgekommen.

Im Skigebiet Klewenalp-Stockhütte versuchte man mit der Aktion "Sommer über Nebel" Besucher anzulocken. Dafür seien beispielsweise die Spielplätze und Feuerstellen in Betrieb genommen worden, sagte Sepp Odermatt. Das sei recht gut angekommen und habe viele Fussgänger auf den Berg gebracht - wenn auch nicht zum Skifahren.

TRAUMWETTER IM FEBRUAR

Doch trotz den Bemühungen fiel das Resultat im Dezember in all den erwähnten Gebieten schlecht aus. Anders war es im Januar und insbesondere im Februar: "Im Februar war das Wetter auch an den Wochenenden gut, wenn die meisten frei hatten", betonte beispielsweise Katja Rupf vom Skigebiet Flumserberg.

Für die Skigebiete war dies besonders wertvoll. Zudem lag auch im Flachland Schnee, was die Lust auf Skifahren steigen liess. Doch auch wenn diese zwei Monate an sich gut waren, konnten sie die Einbussen im Dezember nicht wett machen, wie mehrere der Angefragten betonten.

Der anschliessend folgende März wiederum fiel wortwörtlich ins Wasser, wie Sepp Odermatt von der Klewenalp-Stockhütte berichtet. Der starke Regen und der Föhn in der ersten Märzhälfte vermiesten den Wintersportlern das Frühlingsskifahren und damit den Skigebieten die benötigten Einnahmen. "Ab Mitte März war es dann schon zu fest Frühling und die Menschen hatten keine Lust mehr aufs Skifahren", sagte Bruno Landolt von den Elmer Sportbahnen.

SCHLECHTERES RESULTAT ALS IM VORJAHR

"Es war kein guter Winter und das Wetter war eine grosse Herausforderung", fasste er zusammen. "Der dritte schlechte Winter in Folge", meinte Odermatt von der Klewenalp-Stockhütte.

Dieser Meinung waren fast alle der Befragten: Sowohl die Sportbahnen Melchsee-Frutt als auch jene in Elm und in Savognin gehen davon aus, dass das Resultat schlechter ausfällt als im vergangenen Jahr. Einzig Katja Rupf vom Skigebiet Flumserberg sagte, dass man mit der Saison zufrieden sei.

Viele Skigebiete haben allerdings noch bis Ende April oder gar bis im Mai offen. Sie setzen auf die Frühlingsskifahrer und die Osterferien. Womöglich hilft ihnen dies für einen versöhnlichen Saisonabschluss. Die Aussichten für April seien gut, sagte etwa Sébastien Epiney, Direktor von Nendaz Tourismus im Wallis.

cp/

(AWP)

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Fitch bestätigt Kreditrating der Schweiz mit "AAA" und Ausblick "stabil"
31.03.2017 22:38

Zürich (awp) - Die Ratingagentur Fitch hat das Kreditrating der Schweiz mit der Höchstnote "AAA" bestätigt. Der Ratingausblick wird weiterhin mit "stabil" angegeben, wie Fitch am Freitagabend mitteilte.

Die unveränderte Einstufung wird in einer Mitteilung mit der vorsichtigen Wirtschafts- und Fiskalpolitik, einer diversifizierten und wohlhabenden Wirtschaft und einem hohen Ausbildungsniveau der Bevölkerung begründet. Die Schweiz übertreffe die anderen mit "AAA" bewertete Länder bei den meisten Rating-Indikatoren. Das BIP pro Kopf etwa entspreche dem 1,5-Fachen des Medians der 'AAA'-Konkurrenten.

Fitch prognostiziert ein BIP-Wachstum von durchschnittlich 1,4% im Jahr 2017. Für 2018 wird mit einer leichten Beschleunigung auf 1,6% gerechnet. Die Prognose geht u.a. von einem robusten privaten und staatlichen Konsum sowie einem leichten Anstieg der Investitionen aus.

Die Agentur rechnet weiter mit starken Beziehungen zur EU. Der im Dezember beschlossene Vorrang für inländische Arbeitnehmer ermögliche eine "weiche" Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative, ohne gegen das Prinzip der Personenfreizügigkeit zu verstossen. Es wird zudem erwartet, dass nach alternativen Lösungen bei der Unternehmensbesteuerung gesucht wird, nachdem die Unternehmenssteuerreform III vom Volk nicht angenommen wurde.

yr/

(AWP)

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Fed-Mitglied Williams: 2017 bis zu vier Zinsanhebungen - Bilanz reduzieren
11.04.2017 17:51

FRANKFURT (awp international) - Das US-Notenbankmitglied John Williams hat insgesamt bis zu vier Leitzinserhöhungen in diesem Jahr und den baldigen Beginn eines Abbaus der billionenschweren Notenbankbilanz angekündigt. "Drei bis vier Zinserhöhungen scheinen in diesem Jahr angemessen", sagte der Chef der regionalen Notenbank von San Francisco der "Börsen-Zeitung" (Mittwochausgabe). Zugleich bekräftigte er, dass die Fed gegen Jahresende mit der Rückführung ihrer Bilanz beginnen werde. "Klar ist, dass wir die Bilanz auf ein sehr viel niedrigeres Niveau zurückfahren wollen."

Die US-Notenbank hatte im Kampf gegen die Wirtschafts- und Finanzkrise in grossem Umfang Staatsanleihen und mit Hypotheken besicherte Wertpapiere erworben. Dies hatte zu einem Anstieg der Bilanzsumme auf 4,5 Billionen US-Dollar geführt. Zinszahlungen und Tilgungen auf diese Papiere werden bislang stets reinvestiert, sodass das Volumen unverändert bleibt. Aus dem Protokoll zur jüngsten Fed-Zinssitzung geht hervor, dass eine Mehrheit der Fed-Mitglieder schon in diesem Jahr den Beginn eines Abbaus der Bilanz gefordert hat./tos/jsl/he

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Steigende Preise für Einfamilienhäuser im April - mehr Luxusobjekte im Angebot
02.05.2017 08:20

Flamatt (awp) - Die Angebotspreise für Einfamilienhäuser sind im April, nach einem leichten Plus im März, erneut angestiegen. Wie der von ImmoScout24 und dem Immobilienberatungsunternehmen IAZI AG erhobene Swiss Real Estate Offer Index zeigt, nahmen sie um 5,7% zu. Dieser Anstieg sei vor allem auf die starke Zunahme der Anzahl inserierter Luxus-Einfamilienhäuser zurückzuführen, heisst es in der Mitteilung vom Dienstag.

"Im April hat sich das Angebot an Luxusobjekten bei den Einfamilienhäusern auf der Immobilienplattform ImmoScout24 im Vergleich zum Vormonat mehr als verdoppelt", wird IAZI-Partner und VR-Präsident Philippe Sormani in der Mitteilung zitiert. Dies habe in dieser Kategorie zu einem sichtbaren Anstieg geführt. Die Standardobjekte, die ebenfalls in diese Indexberechnung einfliessen, seien dagegen von der überproportionalen Zunahme nicht betroffen.

Mit ein Grund für den deutlichen Anstieg bei Luxusobjekten sei, dass sich die Angebote, die früher hauptsächlich ohne Anzeigenschaltung über einen Makler geschaltet wurden, verstärkt auch auf die digitalen Kanäle verschieben. Wie nachhaltig diese Zunahme bei den Luxusobjekten sei, müsse sich allerdings noch weisen, heisst es weiter. Auf Jahresbasis betrug der Preisanstieg bei den Einfamilienhäusern 4,6%.

Eigentumswohnungen sind im April nur leicht teurer geworden, die Angebotspreise nahmen zum Vormonat um 0,2% zu. Damit beläuft sich der Quadratmeterpreis in dieser Eigentumskategorie auf rund 7'150 CHF. Auf Jahresbasis ergibt sich ein Anstieg von 0,5% und seit Beginn der Indexberechnung Anfang 2011 ein Plus von 22,8%.

Die Mieten sind im April um 0,9% zurückgegangen. Dabei waren die Grossregion Zürich mit einem Plus von 0,1% und die Nordwestschweiz, deren Niveau unverändert ist, die einzigen Regionen ohne ein negatives Vorzeichen. Die Genferseeregion mit einem Minus von 1,7% führt neben dem Tessin, das traditionell immer starken Schwankungen unterliegt, die Negativliste an.

Bei den Angebotsmieten wurde schweizweit ein Anstieg um 0,1% verzeichnet. Waren die Grossregionen Ostschweiz und Zentralschweiz im letzten Monat in der negativen Zone bei den Angebotsmieten, haben sie im vergangenen Monat mit plus 1,1% respektive plus 1,9% wieder Terrain gutgemacht. Einzig das Tessin verzeichnete mit einem Zuwachs von 2,1% einen noch stärkeren Anstieg.

mk/cf

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Märkte bleiben im Gute-Laune-Modus - erst einmal
08.05.2017 06:32

FRANKFURT/PARIS/SYDNEY/TOKIO (awp international) - An den Finanzmärkten weltweit dürfte nach dem überraschend deutlichen Sieg von Emmanuel Macron bei der französischen Präsidentschaftswahl die gute Laune erst einmal anhalten. Der Dax dürfte seinen Rekordlauf erst einmal fortsetzen und auch in Frankreich werden weitere Kursgewinne erwartet. In Japan stieg der Nikkei auf den höchsten Stand seit Dezember 2015 und auch an den anderen asiatischen Börsen ging es grösstenteils nach oben.

Verhaltener fiel die Reaktion beim Euro aus. Der Kurs der europäischen Gemeinschaftswährung stieg nur kurz über die Marke von 1,10 US-Dollar. Zuletzt kostete der Euro wieder in etwa so viel wie am Freitag. Er lag damit aber immer noch deutlich über dem Niveau, das er vor der ersten Runde der Präsidentschaftswahl in Frankreich hatte.

Da gerade die Aktienmärkte in den vergangenen beiden Wochen nach der ersten Runde der französischen Präsidentschaftswahl bereits sehr stark gestiegen sind, sehen einige Experten die Zeit für eine Konsolidierung gekommen - gerade auch weil im Juni mit den Wahlen in Grossbritannien und zum französischen Parlament weitere wichtige politische Entscheidungen anstehen.

Zum Handelsstart am Montag dürfte aber erst einmal die endgültige Erleichterung über den Sieg Macrons dominieren. Er gilt ander als seine Widersacherin, die europafeindliche Rechtspopulistin Marine Le Pen, als Freund Europas und Unterstützer der deutsch-französischen Partnerschaft. Am deutschen Aktienmarkt dürfte sich damit erst einmal die Rekordjagd der vergangenen Handelstage fortsetzen.

Der Broker IG taxierte den Dax zuletzt auf rund 12'800 Punkte und damit 0,65 Prozent höher als zum Xetra-Schluss am Freitag. Sollte der Dax mit diesem Niveau in den Handel starten, würde er ein weiteres Rekordhoch erklimmen. Nach der ersten Runde der französischen Präsidentschaftswahl vor zwei Wochen hatte der deutsche Leitindex den Höchstwert immer weiter nach oben geschraubt - zuletzt am Freitag bis auf 12 718,66 Punkte.

In den vergangenen neun Handelstagen seit der ersten Runde der französischen Präsidentschaftswahl gewann der Dax fast 700 Punkte oder fast sechs Prozent - seit Ende 2016 summieren sich die Gewinne auf knapp elf Prrozent. Ähnlich sieht es in Frankreich aus - auch hier zog der Leitindex zuletzt deutlich an.

"Der deutliche Sieg Macrons schickt den DAX in den siebten Himmel. Ohnehin schon auf Rekordmodus rückt die 13.000er-Marke zum Greifen nahe", sagte Marktexperte Daniel Saurenz von Feingold Research. "Die Sorgen um einen Zerfall des Euro sind nach den Wahlen in Holland und Frankreich erst einmal erledigt, Probleme in Italien oder Griechenland werden ausgeblendet."

"Die Anleger sollten trotzdem nicht übermütig und unvorsichtig werden. dann der DAX ist kurzfristig mit einem Spurt von fast 1.000 Punkten und langfristig mit fast 4.000 Zählern am Stück seit Frühjahr 2016 heiss gelaufen und eine Pause wäre eigentlich bitter nötig", so Saurenz weiter. Der Markt müsse in seine Bewertung hineinwachsen, auch wenn die grössten politischen Risiken erst einmal vom Tisch sein sollten./zb

(AWP)

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SNB-Präsident Jordan sieht Schweizer Wirtschaft auf moderatem Wachstumskurs
18.05.2017 08:09

Zürich (sda/awp) - SNB-Präsident Thomas Jordan sieht die Schweizer Wirtschaft auf einem moderaten Wachstumskurs. Diese Tendenz dürfte sich im Verlauf des Jahres konsolidieren, sagte er in einem Interview mit dem "Corriere del Ticino" vom Donnerstag. Die derzeitigen Negativzinsen seien weiterhin notwendig, um die Attraktivität von Investitionen in den Schweizer Franken zu vermindern, so Jordan. Denn ein zu starker Franken würde den Aufschwung bremsen.

Der Schweizer Franken sei weiterhin überbewertet, bekräftigte Jordan in dem Interview. Die Negativzinsen und die Bereitschaft für Interventionen am Devisenmarkt blieben deshalb weiterhin notwendig.

tp/dm

(AWP)

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SIX: SMI-Obergrenze soll Exodus von Investoren an Börse verhindern
23.05.2017 18:57

Zürich (awp/sda) - Die Schweizer Börse will mit einer Obergrenze für die Schwergewichte im Börsenbarometer SMI einen Exodus von Investoren und Emittenten aus dem Ausland verhindern. Grund dafür ist das Scheitern des anderen Börsenbarometers SLI, das bereits eine Obergrenze kennt.

"Wir müssen gestehen, dass der 2007 eingeführte Swiss Leader Index SLI nicht die Akzeptanz gefunden hat, die wir uns damals erhofft haben", sagte Werner Bürki von der Geschäftsleitung der Schweizer Börse am Dienstag vor den Medien in Zürich. Denn der viel bekanntere Swiss Market Index (SMI) sei bei den Investoren dominant geblieben.

Börsenbarometer dienen als Messlatten für Investoren wie beispielsweise Pensionskassen, die den Erfolg oder Misserfolg ihrer Anlageportfolios an ihnen messen. Zudem bilden die Börsenindizes die Basis für Fonds wie beispielsweise ETFs, Derivate, strukturierte Produkte, oder passive Mandate von institutionellen Investoren. Und hier hätten die allermeisten Marktteilnehmer sich am SMI orientiert.

Nun schreiben neue internationale Regeln, die nach dem Libor-Skandal erlassen wurden, Obergrenzen für das Gewicht von einzelnen Aktien in Börsenindizes vor. Grossbanken hatten jahrelang den Referenzzinssatz Libor manipuliert. In der EU sind nun Investitionen in Indizes mit zwei Titeln von über 20% Gewicht verboten.

NESTLÉ ZU SCHWER

Dies betrifft den SMI, weil Nestlé über der roten Linie liegt, während die Pharmakonzerne Novartis und Roche bereits an ihr kratzen. Nestlé hatte am Vortag ein Gewicht von 24,3% im SMI, Novartis von 19,6% und Roche von 17,7%. Bisher sind im SMI alle Aktien mit ihrer vollen Marktkapitalisierung enthalten.

Und dies hat Folgen für die Schweizer Börse, obwohl Schweizer Investoren der EU-Regel nicht unterliegen. Denn viele ausländische Nutzer und Investoren des SMI oder von Finanzprodukten mit Bezug auf den SMI müssen sich an die EU-Vorschriften halten.

Wie bedeutend diese Investoren und Emittenten von Finanzprodukten aus dem EU-Raum sind, konnte Börsenchef Christoph Landis nicht sagen. Denn hinter diesen stünden ganz viele Endkunden, die man nicht kenne.

FONDS EINGESTELLT

Erste Auswirkungen habe es schon gegeben. So seien zwei deutsche börsenkotierte Indexfonds (ETF) auf den SMI eingestellt worden, weil das Gewicht von Nestlé und Novartis zu gross sei. Deshalb begrenzt die Schweizer Börse das Gewicht einzelner Aktien im SMI wie bereits bekannt ab dem 18. September auf maximal 18%.

Allerdings gibt es auch Marktteilnehmer, die sich weiterhin einen Börsenindex ohne Obergrenze wünschen. Einen solchen Index wird die Schweizer Börse ebenfalls am 18. September lancieren. Der Name sei noch nicht festgelegt, sagte Landis.

ra/

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SLI-Unternehmen mit leicht verjüngten Verwaltungsräten
26.05.2017 11:15

Zürich (awp) - Unter den im Swiss Leader Index (SLI) an der Schweizer Börse zusammengefassten 30 wichtigsten Unternehmen haben sich die Verwaltungsräte mit der abgeschlossenen Saison der Generalversammlungen leicht verjüngt. Mit 302 Verwaltungsräten blieb die Gesamtzahl insgesamt praktisch stabil, wobei es in 21 der Unternehmen zu personellen Änderungen im Gremium kam, wie eine am Freitag von Heidrick & Struggles publizierte Studie ergeben hat.

Die 26 neu gewählten VR-Mitglieder sind im Durchschnitt 55 Jahre alt und damit zehn Jahre jünger als die abgelösten Kollegen. Der Anteil der Frauen in den Gremien hat sich insgesamt auf gut 21% von gut 20% leicht erhöht. Der Anteil der Schweizer unter den neuen Verwaltungsräten liegt bei gut 40%.

Gefragt sind laut der Studie vermehrt Branchenexpertise und digitale Kompetenzen. So verfügen 15 der 26 neu gewählten VR-Mitglieder über langjährige Erfahrung im Sektor, in dem das Unternehmen angesiedelt ist.

cf/cp

(AWP)

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Schweizer Unternehmen und Unis haben 2015 Rekordsummen für Forschung aufgewendet
29.05.2017 12:00

Bern (awp) - Die Aufwendungen für die in der Schweiz durchgeführten Forschungsaktivitäten haben 2015 einen Rekordstand erreicht. Im internationalen Vergleich nimmt die Schweiz in Sachen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten einen Spitzenplatz ein. Hinter Israel, Südkorea und Japan belege die Schweiz den vierten Rang der OECD-Ländern, teilte das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag mit.

Insgesamt beliefen sich 2015 die Aufwendungen für in der Schweiz durchgeführte Forschungsaktivitäten auf 22,1 Mrd CHF. Gegenüber der letzten Erhebung von 2012 entspricht dies einem Anstieg von 10,5%. Vor dem Hintergrund des schwierigen wirtschaftlichen und geldpolitischen Umfelds sei eine Erhöhung in diesem Ausmass erstaunlich, kommentiert das BFS.

Trotz der schwierigen Konjunkturlage hätten die F+E-Aufwendungen im Zeitraum 2012-2015 deutlich stärker zugenommen als die am Bruttoinlandprodukt (BIP) gemessene Gesamtwirtschaft. Die F+E-Aufwendungen machten 3,4% des BIP aus.

In Geldwert gemessen sind die Unternehmen nach wie vor die wichtigsten Forschungsakteure in der Schweiz (71% der gesamten F+E-Aufwendungen). An zweiter Stelle folgen die Hochschulen, deren F+E-Wachstumsrate über dem nationalen Mittel liege. Aufgrund dieses seit den 2000er-Jahren zu beobachtenden kräftigen Wachstums erhöht sich der Anteil der Hochschulen an F+E konstant: Während im Jahr 2000 noch 23% der Intramuros-F+E-Aufwendungen auf die Hochschulen entfielen, waren es 2015 bereits 27%.

Die Grundlagenforschung verzeichnete zwischen 2012 und 2015 einen Zuwachs von 44%. Damit sei sie viermal so stark wie die gesamten F+E-Aufwendungen gewachsen, heisst es weiter. Hauptverantwortlich für diesen Anstieg ist gemäss BFS die Privatwirtschaft, die seit einigen Jahren wieder vermehrt in die Grundlagenforschung investiere.

Zugenommen hat auch das in der Forschung und Entwicklung tätige Personal. In Vollzeitäquivalenten (VZÄ) stieg er um 7,9%. Rückläufig sei allerdings der Frauenanteil, hält das BFS fest. Der Frauenanteil am F+E-Personal habe zwar in absoluten Zahlen zugenommen. Relativ betrachtet zeige sich jedoch ein anderes Bild, heisst es weiter: Beim F+E-Personal ist die Zahl der Frauen deutlich langsamer angestiegen als die Zahl der Männer. Daraus resultierte ein Rückgang des Frauenanteils am F+E-Personal (2012: 35%; 2015: 34%), nachdem dieser Anteil zuvor über viele Jahre hinweg gestiegen war (Frauenanteil 2000: 28%).

sig/ra

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Anzahl Stellen steigt im ersten Quartal um 0,4% auf 4,884 Millionen
29.05.2017 09:45

Neuenburg (awp) - Die Gesamtbeschäftigung (Anzahl Stellen) in der Schweiz ist zu Jahresbeginn leicht gestiegen. Das vom Bundesamt für Statistik (BFS) vierteljährlich veröffentlichte Beschäftigungsbarometer zeigt für das erste Quartal 2017 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal einen Anstieg von 0,4% auf 4,884 Mio, im Vergleich zum Vorquartal sind dies -0,1%.

Während im zweiten Sektor (Industrie) auf Jahresbasis ein Minus von 0,6% auf 1,067 Mio verzeichnet wurde, waren es im dritten Sektor (Dienstleistungen) +0,7% auf 3,817 Mio Stellen.

In Vollzeitäquivalenten stieg die Beschäftigung im selben Zeitraum um 0,2%, wie das BFS am Montag weiter mitteilte. Während sich der sekundäre Sektor rückläufig entwickelte (-8'000 Einheiten; -0,7%), stieg die Beschäftigung in Vollzeitäquivalenten im tertiären Sektor an (+16'000 Einheiten; +0,6%).

Bei den saisonbereinigten Werten sank die totale Beschäftigung im Vergleich zum Vorquartal leicht um 0,1%. Im sekundären Sektor ging sie gegenüber dem Vorquartal um 0,2% zurück, im tertiären Sektor um 0,3%.

In der gesamten Wirtschaft wurden laut BFS ausserdem 7'200 offene Stellen mehr gezählt als im entsprechenden Vorjahresquartal (+14%). Die Zunahme konnte sowohl im sekundären Sektor (+25%) wie auch im tertiären Sektor (+11%) beobachtet werden. Die Quote der offenen Stellen entsprach im Total einem Anteil von 1,2%. Der Indikator der Beschäftigungsaussichten wird mit 1,03 (+0,4% zum Vorjahr) angegeben.

ra/rw

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BIP steigt im ersten Quartal um 0,3% zum Vorquartal
01.06.2017 08:14

Zürich (awp) - Die Schweizer Wirtschaft ist zum Jahresanfang 2017 moderat gewachsen. Das reale Bruttoinlandprodukt (BIP) stieg im ersten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 0,3%, gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal waren es +1,1%.

Die Werte liegen damit am unteren Rand der Ökonomen-Schätzungen. Von AWP befragte Experten hatten das Wachstum zum Vorquartal auf +0,3% bis +0,6% und im Vorjahresvergleich auf +1,1% bis +1,3% geschätzt.

Der private Konsum habe nach einem sehr starken Vorquartal deutlich schwächer als im langjährigen Mittel expandiert, teilte das Staatsekretariat für Wirtschaft (Seco) am Donnerstag mit. Die Rubrik Gesundheit habe einen positiven Impuls geliefert, während sich der Bereich Wohnen und Energie negativ entwickelt habe. Die Konsumausgaben des Staates seien derweil moderat angestiegen, heisst es weiter.

Die Bau- und Ausrüstungsinvestitionen legten laut dem Seco nach einem Rückgang im Vorquartal wieder zu. Auch die Handelsbilanz habe positiv zum Wachstum beigetragen.

Auf der Produktionsseite des BIP wurde das Wachstum massgeblich vom verarbeitenden Gewerbe getragen, wie es weiter heisst. Die Dienstleistungssektoren hätten sich hingegen unterschiedlich entwickelt: Im Gesundheits- und Sozialwesen wuchs demnach die Wertschöpfung, zurück ging sie im Handel sowie im Finanzsektor. Der BIP-Deflator (+0,8%) war laut dem Seco erstmals seit 13 Quartalen höher als im entsprechenden Vorjahresquartal.

Im vierten Quartal 2016 war die Schweizer Wirtschaft laut revidierten Zahlen gegenüber dem Vorquartal um 0,2% gewachsen, was leicht höher ist als das ursprünglich gemeldete Plus von 0,1%. Die Wachstumszahl zum Vorjahresquartal wurde ebenfalls um 0,1 Prozentpunkte auf +0,7% erhöht.

2016 wuchs das Bruttoinlandprodukt (BIP) real um 1,3%, so das Seco, das damit die erste Schätzung vom März bestätigt.

rw/ra

(AWP)

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Schweiz punktet bei Wettbewerbsfähigkeit mit ihrer Stabilität
31.05.2017 21:27

Lausanne (awp/sda) - Im internationalen Vergleich der Wettbewerbsfähigkeit verteidigt die Schweiz den zweiten Rang hinter Hongkong. Punkten kann die Schweiz vor allem dank ihrer guten Infrastruktur und der Effizienz der Regierung. Zurückgefallen ist sie dagegen bei der Wirtschaftsleistung.

Das zeigt der World Competitiveness Report 2017, den das Management-Institut IMD am Mittwoch veröffentlicht hat. Klassierte sich die Schweiz bei der Wirtschaftsleistung im Vorjahr noch auf Platz 10, war es 2017 lediglich Platz 15 von 63 untersuchten Ländern.

Studienmitautor José Caballero führt die Entwicklung unter anderem auf den Rückgang der ausländischen Investitionen in der Schweiz zurück. Zudem existiert in der Exportwirtschaft sowohl hinsichtlich der Handelspartner als auch der ausgeführten Produkte ein Klumpenrisiko. So sind nur gerade 5 Produkte für 70% aller Exporte verantwortlich. Auch die Bedrohung durch Stellen- und Produktionsauslagerungen ins Ausland hat laut Caballero zugenommen.

STABIL AUF HOHEM NIVEAU

Dass die Schweiz seit 2013 im Ranking stets auf Platz zwei geführt wird - mit Ausnahme des Jahres 2015, als sie wegen des Frankenschocks auf Platz vier zurückfiel - erklärt der Forscher mit der Stabilität des Landes. Die meisten Subfaktoren, wie die öffentlichen Finanzen, die Effektivität des institutionellen Rahmens, das Unternehmensrecht, die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und die Infrastruktur seien über die Jahre auf hohem Niveau verharrt, sagt Caballero auf Anfrage.

Der Befund deckt sich mit den Resultaten von Interviews mit Geschäftsleitungsmitgliedern von Unternehmen. Diese Resultate fliessen neben den harten Wirtschaftsdaten wie der Beschäftigungsrate und Handelsstatistiken ebenfalls in das IMD-Ranking ein. Die Umfrage zeigt, dass die Wirtschaftsführer hierzulande vor allem die politische Stabilität, den Bildungsstand, die Verfügbarkeit von Fachkräften, die Infrastruktur und die Forschungskultur schätzen.

USA FALLEN AUS TOP DREI

Erstmals seit fünf Jahren nicht mehr in den Top drei vertreten sind die USA. Die grösste Volkswirtschaft der Welt wurde von Singapur überholt und liegt neu auf Position vier. Zwar sind die USA in den Subkategorien Wirtschaftsleistung (1.) und Infrastruktur (2.) nach wie vor top. Dagegen belegen sie etwa bei der Regierungseffizienz nur Platz 27.

Auffallend im Ranking 2017 ist auch der Aufstieg Chinas um sieben Positionen auf Platz 18. Laut Arturo Bris, Direktor des World Competitiveness Center, ist dies eine Folge des Bekenntnisses Chinas zum internationalen Handel. "Dies wirkt sich positiv auf die Wirtschaft und die Effizienz von Regierung und Unternehmen aus".

DIGITALE WETTBEWERBSFÄHIGKEIT

Erstmals haben die Autorinnen und Autoren in diesem Jahr auch die digitale Wettbewerbsfähigkeit der Länder untersucht. Neben Indikatoren für die technologische und wissenschaftliche Infrastruktur, die auch ins Gesamtranking einfliessen, wurden für das Digital Competitiveness Ranking mehrere neue Kriterien eingeführt. Sie messen, inwiefern die Länder digitale Technologien anwenden, die wiederum die Regierungstätigkeit, Business-Modelle oder die Gesellschaft im Allgemeinen beeinflussen.

Viele der Länder, die im digitalen Ranking in den Top-Ten figurieren, sind auch im Gesamtranking auf den vorderen Plätzen anzutreffen. Dazu gehören die Schweiz, Singapur, Schweden, die USA und Dänemark. Dagegen ist Finnland im Gesamtranking nur auf Platz 15, im digitalen Vergleich aber auf Platz vier. Und Luxemburg ist in der digitalen Liste lediglich auf Platz 20, im Gesamtranking aber auf Platz acht.

cf/

(AWP)

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SIX-Chef Rüegsegger nimmt Ende Jahr den Hut
31.05.2017 18:33

(Ausführliche Fassung)

Zürich (awp/sda) - Der Chef der Börsenbetreiberin und Finanzdienstleisterin SIX nimmt den Hut: Auf Ende des Jahres wird Urs Rüegsegger die operative Verantwortung abgeben, teilte die SIX am Mittwoch in einem Communiqué mit.

Der 55-jährige wird dann beinahe zehn Jahre im Amt gewesen sein. Sein Start Anfang 2008 fiel genau in die Finanzkrise. Damals war die Grossfusion von Schweizer Börse SWX, dem Finanzdienstleister Telekurs und der Abwicklungsgesellschaft SIS beschlossen worden und Rüegsegger auserkoren, diese durchzuführen. Zuvor war er Chef der St. Galler Kantonalbank gewesen.

Seit der Grossfusion habe Rüegsegger das neu entstandene Finanzdienstleistungsunternehmen SIX erfolgreich geführt, hiess es im Communiqué. Die Neuausrichtung der zwei Geschäftsbereiche Finanzinformationen und Zahlungsdienstleistungen sei gelungen.

Der Umsatz konnte deutlich ausgebaut werden trotz Finanzkrise und der Verkäufe der Beteiligungen an der Terminbörse Eurex und dem Indexunternehmen Stoxx.

UMSATZ MASSIV GESTIEGEN

Von 1,35 Mrd CHF im Geschäftsjahr 2008 kletterte der Umsatz auf 1,84 Mrd im Jahr 2016. Operativ hat sich die SIX ebenfalls gut gehalten, auch wenn die Gewinnzahlen nach einem Wechsel des Rechnungslegungsstandards und diversen Verkäufen von Geschäftsbereichen schwierig vergleichbar sind.

Einerseits wurde das damalige Ziel von 1,5 Mrd CHF Umsatz übertroffen. Andererseits wurde das Betriebsgewinnziel von 480 Mio CHF nicht erreicht. Allerdings hat die SIX mit den Beteiligungen an der Terminbörse Eurex und dem Indexunternehmen Stoxx auch Bereiche verkauft, die viel Geld in die Kassen gebracht hatten.

Seit dem Jahr 2008 habe die SIX über 1,6 Mrd CHF Dividenden an die Aktionäre ausgeschüttet. Um zu sparen, wurden immer wieder Stellen gestrichen. Die Börsenbetreiberin und Finanzdienstleisterin ist im Besitz von rund 130 Banken.

KEINE ÜBERNAHME VON BÖRSEN

An der Fusionswelle unter den verschiedenen Börsen hielt sich die SIX schlussendlich heraus, auch wenn Rüegsegger immer wieder mal Interesse an der Übernahme eines ausländischen Handelsplatzes angemeldet hatte.

"Unsere Aktionäre waren überzeugt, dass unser aktuelles Geschäftsmodell das bessere ist. Wir sind damit besser gefahren", sagte Rüegsegger im Gespräch mit der Nachrichtenagentur sda. Andere Börsenbetreiber hätten grössere Achterbahnfahrten mitmachen müssen.

Im seinem letzten Geschäftsjahr sei die SIX gut unterwegs. "Wir sind optimistisch, dass wir 2016 bei Umsatz und Gewinn nochmals übertreffen können", sagte er. Im vergangenen Jahr hatte die SIX einen Umsatz von 1,84 Milliarden und einen Betriebsgewinn von knapp 300 Millionen Franken erreicht.

NEUES KAPITEL AUFSCHLAGEN

Als Grund für seinen Rücktritt nannte Rüegsegger seine Amtszeit. Acht bis zehn Jahre seien eine gute Dauer für einen Konzernchef. Danach laufe man Gefahr, sich in eingeschliffenen Bahnen zu bewegen. Jetzt sollen neue Leute ans Ruder. "Das ist der einzige Beweggrund für meinen Rücktritt." Es gebe keinen externen Anlass.

Mit der frühzeitigen Ankündigung des Rücktritts solle sichergestellt werden, dass genügend Zeit für die Suche nach einem Nachfolger und die Übergabe der Aufgabe bleibe, schrieb die SIX weiter: "Der Verwaltungsrat dankt Urs Rüegsegger für seinen grossen Einsatz."

Nach über 17 Jahren in Chefpositionen wolle der Ostschweizer einen neuen beruflichen Lebensabschnitt beginnen. "Ich will kein exekutives Mandat mehr", sagte Rüegsegger. Als selbstständiger Wirtschaftsberater werde er Beratungs- und Verwaltungsratsmandate wahrnehmen. So bleibe er stellvertretender Verwaltungsratspräsident des Weltbörsenverbandes (WFE).

cf/

(AWP)

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Schweiz in Brüssel zum Thema

Schweiz in Brüssel zum Thema Steuertransparenz angehört
08.06.2017 19:04

Brüssel (awp/sda) - Im Kampf gegen Steuervermeidung will die EU bis Ende des Jahres eine schwarze Liste mit Steueroasen erstellen. Dazu hatte sie Anfang dieses Jahres an 92 Länder Briefe geschickt, um mit ihnen in einen "steuerpolitischen Dialog" zu treten - darunter auch die Schweiz. Schweizer Experten war am Donnerstag in Brüssel zum Dialog eingeladen.

"Die heutigen Gespräche verliefen aus unser Sicht positiv", schreibt das Staatssekretariat für internationale Finanzfragen (SIF) auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Man sehe "diesen Prozess primär als Dialog an" heisst es weiter.

In der EU-Expertengruppe, in der die 28 EU-Mitgliedsstaaten sowie die EU-Kommission vertreten sind, erläuterte die Schweiz dem Vernehmen nach in erster Linie den Fahrplan des Nachfolgeprojekts der Unternehmenssteuerreform III (USR III), der "Steuervorlage 17".

Seitens der EU-Staaten soll es lediglich zwei Fragen dazu gegeben haben. Eine davon war, ob auch diese Vorlage dem Referendum unterliege.

Mit dem Nein der Stimmberechtigten zur URS III im Februar kann die Schweiz ihren ursprünglichen Fahrplan für die Abschaffung von fünf international als schädlich kritisierte Steuerregime zur Holdingbesteuerung bis am 1. Januar 2019 kaum mehr einhalten. Dazu hatte sie sich aber im Herbst 2014 verpflichtet.

Trotz dieser Situation hatte EU-Steuerkommissar Pierre Moscovici Ende April gesagt, er sei "sehr optimistisch", dass sich die Schweiz der schwarzen Liste für Steueroasen entziehen könne. Er lobte zudem die Fortschritte der Schweiz in den vergangenen Jahren im Kampf gegen die Steuerflucht.

cf/

(AWP)

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Wirtschaftsvertreter und

Wirtschaftsvertreter und Politik rufen erneut nach Staatsfonds
11.06.2017 12:15

Bern (awp/sda) - Der Devisenberg der Nationalbank löst erneut Rufe nach einem Staatsfonds aus. Dank besseren Aussichten für den Euro-Franken-Wechselkurs erhält ein Vorschlag von UBS-Chefökonom Daniel Kalt Aufwind. Auch in der Politik dürfte das Thema erneut aufgegriffen werden.

Seit die Devisenreserven der Schweizerischen Nationalbank (SNB) stetig anschwellen - also seit über fünf Jahren - ertönen immer wieder Forderungen nach einem Staatsfonds. Damit würde das SNB-Vermögen im Auftrag des Staates angelegt und verwaltet. Inzwischen ist der Devisenberg auf rund 700 Milliarden Franken angewachsen.

Die SNB hatte sich jedoch stets gegen solche Ideen ausgesprochen. Die Reserven müssten der SNB zur Verfügung stehen, um handlungsfähig zu sein, argumentierten die Notenbanker wiederholt. Kalt schlägt nun vor, einen Staatsfonds nicht direkt mit Devisenreserven der SNB zu äufnen, sondern mit Gewinnen, die sich bei künftigen Verkäufen dieser Devisenbestände ergeben würden.

Ein solches Modell hatte Kalt bereits vor einem Jahr in einem Blog-Beitrag skizziert. Nun wird es wieder aktuell, weil solche Gewinne realistischer sind, wie die "Zentralschweiz am Sonntag" und die "Ostschweiz am Sonntag" berichten und wie Kalt gegenüber der sda bestätigte. Denn die UBS-Ökonomen rechnen mit einem Anziehen des Euro-Franken-Wechselkurses. Das könnte es der SNB ermöglichen, ihre Devisen mit einem Aufschlag zu verkaufen.

Neue Chance dank SVP

Auch in der Politik dürfte der Staatsfonds zum Thema werden: Die Baselbieter SP-Nationalrätin Susanne Leutenegger Oberholzer will in der kommenden Woche einen Vorstoss einreichen, der die Schaffung eines Staatsfonds verlangt. In derselben Woche gibt die SNB ihre geldpolitische Lagebeurteilung bekannt.

Leutenegger Oberholzer verspricht sich Sukkurs von der SVP. Die SVP wolle die Übernahme wichtiger Firmen der Schweiz durch die Chinesen verhindern, begründete dies die Präsidentin der nationalrätlichen Wirtschaftskommission (WAK) in einem Interview mit der "Zentralschweiz am Sonntag" und der "Ostschweiz am Sonntag".

Sinnvoll sei dabei der Weg über einen Staatsfonds. Das werde die SVP bei einer vertieften Prüfung auch merken. Der Staatsfonds könne mit dem Vermögen der Nationalbank finanziert werden. "Das Vermögen der Nationalbank gehört dem Volk." Wie Norwegen müsse die Schweiz einen transparenten Staatsfonds schaffen und das Geld für die Schweizer Volkswirtschaft sinnvoll anlegen.

Es ist nicht das erste Mal, dass ein Staatsfonds ins Gespräch kommt. Bisher konnten sich solche Ideen aber nicht durchsetzen - vor einem Jahr hatte der Nationalrat ein Postulat der BDP-Fraktion bachab geschickt, das den Bundesrat beauftragt hätte, die Schaffung eines Staatsfonds zu prüfen. Damals stellten sich die Bürgerlichen mehrheitlich gegen die Idee - auch die SVP.

(AWP)

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Schweiz ist neu im

Schweiz ist neu im Verwaltungsrat der ILO
12.06.2017 20:24

Genf (awp/sda) - In Zukunft kann auch die Schweiz ihre Ansprüche in der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) geltend machen. Sie wurde am Montag für drei Jahre als stellvertretendes Mitglied in den Verwaltungsrat der Institution gewählt.

Zusätzlich zu den zehn industrialisiertesten Ländern, die einen permanenten Sitz im Rat besetzen, wurden noch 18 andere Länder als ordentliche Mitglieder in den Verwaltungsrat der ILO gewählt. Die Wahl wurde im Rahmen der Internationalen Arbeitskonferenz durchgeführt, die bis Freitag stattfindet.

Die Schweiz kann "in das Geschäftsgebaren eingreifen und an ihm teilnehmen", erklärte ein Mitglied der Schweizer Delegation der Nachrichtenagentur sda. Abstimmen könne sie aber nur, wenn ein ordentliches Mitglied abwesend ist und der Schweiz seine Stimme übertragen hat. Neben den Regierungen sitzen auch die Sozialpartner im Verwaltungsrat.

Durch ihre Wahl ist die Schweiz aktives Mitglied des Exekutivorgans der ILO - auch während der Hundertjahrfeier der Organisation im Jahr 2019. Unter anderem möchte die Schweiz zur sozialen Gerechtigkeit in der Arbeitswelt beitragen, die Anwendung von ILO-Normen garantieren oder menschenwürdige Arbeitsbedingungen ausbreiten, vor allem in Entwicklungsländern.

Während der nächsten zehn Tage versammeln sich in Genf über 4000 Delegierte von 187 Mitgliedsstaaten zur 106. Konferenz der ILO. Die Delegierten sind Vertreter von Regierungen und von Sozialpartnern.

Die Schweiz wird vertreten durch Boris Zürcher, Leiter der Direktion für Arbeit beim Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco), Blaise Matthey, Generaldirektor des Verbands der Unternehmen aus der Romandie (FER) und Luca Cirigliano, Zentralsekretär beim Schweizerischen Gewerkschaftsbund (SGB).

(AWP)

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Eidgenossenschaft emittiert

Eidgenossenschaft emittiert neue Anleihe 0,50%/2045 - Aufstockung 1,25%/2026
13.06.2017 08:30

Zürich (awp) - Die Schweizerische Eidgenossenschaft stockt laut Mitteilung der Eidgenössischen Finanzverwaltung (EFV) und der SNB vom Dienstag eine bestehende Anleihe auf und legt eine neue zur Zeichnung auf. Die Konditionen lauten wie folgt:

Aufstockung:

Zinssatz: 1,25%
Laufzeit: bis 28.05.2026
Betrag: wird aufgrund eingegangener Offerten festgelegt
Auktion: 14.06.2017 (11 Uhr)
Liberierung: 28.06.2017
ISIN prov.: 34'495'848 (0)
- fungibel mit 22'439'698 (3)
Eigentranche: keine

Neuemission:

Zinssatz: 0,50%
Laufzeit: bis 28.06.2045
Betrag: wird aufgrund eingegangener Offerten festgelegt
Auktion: 14.06.2017 (11 Uhr)
Liberierung: 28.06.2017
ISIN prov.: 34'495'849 (8)
- fungibel mit -
Eigentranche: 300 Mio CHF

rw/ys/ra

(AWP)

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Manpower

Manpower-Arbeitsmarktbarometer: Gute Aussichten in der verarbeitenden Industrie
13.06.2017 08:30

Zürich (awp) - Am Schweizer Arbeitsmarkt wächst der Optimismus, und die Aussichten haben sich weiter aufgehellt. Am zuversichtlichsten zeigt sich laut dem vom Personalvermittler Manpower für das dritte Quartal 2017 erstellten Arbeitsmarktbarometer die verarbeitende Industrie. Aber auch die Arbeitgeber im Bank- und Versicherungswesen sowie im Immobilien- und im Dienstleistungssektor blicken zuversichtlich auf das bevorstehende Quartal.

Die saisonbereinigte Netto-Arbeitsmarktprognose von Manpower liegt laut den am Dienstag veröffentlichten Angaben bei +4%. Im Quartalsvergleich ist der Wert damit um 3 Prozentpunkte und im Jahresvergleich um 4 Prozentpunkte angestiegen. Damit habe die Prognose ihren höchsten Stand seit zwei Jahren erreicht und entspreche genau jener des zweiten Quartals 2015, schreibt Manpower.

Von den insgesamt 753 befragten Arbeitgebern erwarten 88% keine Veränderung ihrer Personalbestände für das dritte Quartal, 7% rechnen mit einem Anstieg und nur 3% mit einem Rückgang. Die übrigen 2% haben sich laut Umfrage noch keine Meinung gebildet.

ZUVERSICHT WÄCHST

"Die Arbeitgeber in der Schweiz scheinen wieder an Zuversicht gewonnen zu haben. Die positiven Beschäftigungsaussichten für das kommende Quartal weisen auf eine Aufheiterung des Wirtschaftsklimas für Unternehmen und Arbeitnehmer hin", kommentiert Leif Agnéus, General Manager von Manpower Schweiz, die Ergebnisse.

In sechs der insgesamt zehn teilnehmenden Wirtschaftssektoren rechnen die Arbeitgeber im Laufe des dritten Quartals insgesamt mit einem Anstieg ihrer Personalzahlen. Dabei erzielt die verarbeitende Industrie (+11%) die höchste Netto-Arbeitsmarktprognose und ihren besten Wert seit dem ersten Quartal 2009. Dagegen stellen die Arbeitgeber im Handel (-8%) die tiefsten Prognosen.

Im Quartalsvergleich weist der Sektor Verkehr und Nachrichtenwesen den stärksten Anstieg auf (+10 Prozentpunkte); im Jahresvergleich ist dies der Sektor Service public und Sozialwesen (+14 Prozentpunkte). Den erheblichsten Wertverlust im Quartalsvergleich wurden aus dem Sektor Bergbau und Rohstoffgewinnung (-14 Prozentpunkte) gemeldet; die grössten Einbussen im Jahresvergleich hingegen stammen aus dem Baugewerbe (-8 Prozentpunkte).

ZUNAHME IN DER ZENTRALSCHWEIZ

Nach Regionen betrachtet rechnen für das kommende Quartal die Arbeitgeber in fünf der insgesamt sieben Regionen mit positiven Beschäftigungsaussichten. Die Zentralschweiz (+18%) erreicht das höchste Resultat sowie den stärksten Zuwachs im Quartals- wie Jahresvergleich (+29 bzw. +21 Prozentpunkte). Zürich (+6%) liegt bei den Aussichten das siebte Quartal in Folge im positiven Bereich. Im Espace Mittelland (-5%) zeigen sich die Arbeitgeber dagegen am pessimistischsten.

mk/ys

(AWP)

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Studie: Weltweite

Studie: Weltweite Privatvermögen klettern auf 167 Billionen Dollar
13.06.2017 18:11

Zürich (awp/sda/reu) - Das Wachstum der Privatvermögen hat sich 2016 weltweit beschleunigt. Dank des Wirtschaftswachstums und der florierenden Aktienmärkte kletterten die persönlichen Finanzmittel im vergangenen Jahr um 5,3 Prozent auf 166,5 Billionen Dollar, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Erhebung der Beratungsfirma Boston Consulting Group (BCG) hervorgeht.

2015 hatten die Vermögen um 4,4 Prozent zugelegt. Treiber des Wachstums war erneut die Region Asien-Pazifik mit einem Plus von 9,5 Prozent. In Westeuropa belief sich der Anstieg auf lediglich 3,2 Prozent. Bis Ende 2017 dürfte Asien Westeuropa als zweitreichste Region ablösen. An der Spitze steht weiterhin Nordamerika.

Bis 2021 prognostiziert BCG ein weltweites Vermögenswachstum auf 223 Billionen Dollar. Die Vermögen der Haushalte mit mehr als einer Million Dollar dürften dabei fast doppelt so schnell zulegen wie die unter der Millionen-Schwelle. "Die Vermögensschere geht in Zukunft noch weiter auf", erklärte BCG-Bankenexperte Matthias Naumann.

Am meisten Reiche leben in den USA. Gut sieben Millionen Haushalte verfügen dort über mindestens eine Million Dollar. Auf Platz zwei folgt China. Deutschland hat 473'000 Millionäre, die zehnmal kleinere Schweiz 466'000.

Die Schweizer Banken wie UBS, Credit Suisse oder Julius Bär leben aber nicht in erster Linie von den Einheimischen, sondern von den Ausländern, die ihr Geld in dem Land verwalten lassen. Mit 2,4 Billionen Dollar ist die Schweiz noch immer der weltweit wichtigste Hort von grenzüberschreitenden Vermögen.

In den kommenden Jahren dürften aber Singapur und Hongkong aufholen. Die Reichen Asiens tragen ihr Geld lieber in nahe liegende Banken als etwa in die Schweiz, wie die Berater erklärten.

(AWP)

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Studie: Weltweite

Studie: Weltweite Privatvermögen klettern auf 167 Billionen Dollar
13.06.2017 18:11

Zürich (awp/sda/reu) - Das Wachstum der Privatvermögen hat sich 2016 weltweit beschleunigt. Dank des Wirtschaftswachstums und der florierenden Aktienmärkte kletterten die persönlichen Finanzmittel im vergangenen Jahr um 5,3 Prozent auf 166,5 Billionen Dollar, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Erhebung der Beratungsfirma Boston Consulting Group (BCG) hervorgeht.

2015 hatten die Vermögen um 4,4 Prozent zugelegt. Treiber des Wachstums war erneut die Region Asien-Pazifik mit einem Plus von 9,5 Prozent. In Westeuropa belief sich der Anstieg auf lediglich 3,2 Prozent. Bis Ende 2017 dürfte Asien Westeuropa als zweitreichste Region ablösen. An der Spitze steht weiterhin Nordamerika.

Bis 2021 prognostiziert BCG ein weltweites Vermögenswachstum auf 223 Billionen Dollar. Die Vermögen der Haushalte mit mehr als einer Million Dollar dürften dabei fast doppelt so schnell zulegen wie die unter der Millionen-Schwelle. "Die Vermögensschere geht in Zukunft noch weiter auf", erklärte BCG-Bankenexperte Matthias Naumann.

Am meisten Reiche leben in den USA. Gut sieben Millionen Haushalte verfügen dort über mindestens eine Million Dollar. Auf Platz zwei folgt China. Deutschland hat 473'000 Millionäre, die zehnmal kleinere Schweiz 466'000.

Die Schweizer Banken wie UBS, Credit Suisse oder Julius Bär leben aber nicht in erster Linie von den Einheimischen, sondern von den Ausländern, die ihr Geld in dem Land verwalten lassen. Mit 2,4 Billionen Dollar ist die Schweiz noch immer der weltweit wichtigste Hort von grenzüberschreitenden Vermögen.

In den kommenden Jahren dürften aber Singapur und Hongkong aufholen. Die Reichen Asiens tragen ihr Geld lieber in nahe liegende Banken als etwa in die Schweiz, wie die Berater erklärten.

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Internationale Firmen-ID kann

Internationale Firmen-ID kann neu in der Schweiz beantragt werden
15.06.2017 15:44

Bern (awp/sda) - Brauchen Schweizer Finanzdienstleister einen internationalen Identifikator, müssen sie diesen bis anhin im Ausland beantragen. Neu soll dies auch in der Schweiz möglich sein. Der Nationalrat hat am Donnerstag eine letzte Differenz zum Ständerat ausgeräumt. Die Revision des Gesetzes über die Unternehmens- Identifikation ist damit unter Dach.

Mithilfe von Unternehmens-Identifikationsnummern können juristische Einheiten identifiziert werden. Das Bundesamt für Statistik (BFS) vergibt und verwaltet bereits solche Firmen-IDs für die Schweiz, genannt UID. Nach dem Willen des Parlaments können Schweizer Banken, Makler, Fonds und Händler nun auch den internationalen Identifikator - den Legal Entity Identifier (LEI) - beim BFS beantragen.

Ziel der Gesetzesrevision ist es, die Qualität von Finanzdaten zu verbessern und die Beurteilung von Systemrisiken zu vereinfachen. Zudem soll auch die Transparenz auf dem internationalen Finanzmarkt verbessert werden. Der Bundesrat hatte die Gesetzesrevision auf Wunsch der Unternehmen vorgelegt.

Die Gesetzesrevision habe keine negativen Auswirkungen, betonte Bundesrat Alain Berset in der Debatte im Ständerat: Der internationale Identifikator sei freiwillig, für Schweizer Firmen würden keine neuen Verpflichtungen geschaffen; das BFS erhalte kein Monopol, der Identifikator könne weiterhin auch im Ausland beantragt werden; das BFS könne die neue Aufgabe mit den bestehenden Ressourcen bewältigen.

Automatische Erneuerung

Der Bundesrat rechnet damit, dass längerfristig rund 5000 Unternehmen Interesse an einem internationalen Identifiaktor haben dürften. Grundsätzlich war die Schaffung der neuen ID in den Räten nicht umstritten. In einer Detailformulierung lenkte der Nationalrat am Donnerstag auf die Linie des Ständerates ein.

Folglich wird im Gesetz nur generell festgehalten, dass die Zuweisung und die Erneuerung der LEI kostenpflichtig ist. Mit dieser allgemeinen Formulierung sei im Gegensatz zur ursprünglichen Fassung des Nationalrates klar, dass die Unternehmen nicht jedes Jahr aktiv eine neue Nummer beantragen müssen, zeigte sich der Ständerat überzeugt. Der Identifikator werde automatisch erneuert, aber jährlich in Rechnung gestellt.

Der Nationalrat folgte dieser Argumentation in seiner zweiten Beratung ohne Gegenstimmen. Das Geschäft ist damit bereit für die Schlussabstimmung.

(AWP)

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GV-Saison 2017 geprägt von

GV-Saison 2017 geprägt von steigender Unzufriedenheit bei Vergütungsthemen
16.06.2017 08:20

Zürich (awp) - Das Fazit der bisher abgehaltenen Generalversammlungen (GVs) von Schweizer Unternehmen in diesem Jahr ist ernüchternd. Sie waren von einer steigenden Unzufriedenheit bei Vergütungsthemen geprägt, wie die Schweizer Stimmrechtsberaterorganisation Swipra in einer Mitteilung vom Freitag berichtet.

Das hohe Niveau an kritischen Stimmen zur Vergütung sei teilweise ein schweizerisches Phänomen, heisst es in der Mitteilung weiter. Vergütungsberichte in der Schweiz würden deutlich kritischer beurteilt als im vergleichbaren Ausland. Das liege vor allem auch an einer stark verbreiteten, standardisierten Sichtweise zur Corporate Governance, wovon vor allem kleinere Unternehmen betroffen zu sein scheinen. In der Folge seien sie mit teilweise deutlich höheren Ablehnungsraten konfrontiert gewesen als grössere Unternehmen.

Eine Auswertung zu den bislang abgehaltenen Generalversammlungen 2017 der 100 grössten Unternehmen des SPI zeigt, dass die Aktionäre bei allen vergütungsbezogenen GV-Traktanden kritischer abgestimmt haben als im Vorjahr. So hätten im Schnitt 14,6% der Aktionäre gegen den Vergütungsbericht gestimmt. Im Vorjahr lag die Quote bei 12,3%.

Wie viel kritischer die Aktionäre hierzulande mit Blick auf die Vergütungsberichte sind, zeige auch ein Blick ins Ausland. In den USA oder Grossbritannien stimmten 2017 laut Swipra lediglich 4,7% respektive 3,2% der Aktionäre gegen den Bericht.

Die Auswertung zeige zudem, dass viele Stimmrechtsberater und die Öffentlichkeit mitunter viel kritischer gewesen seien als die Aktionäre an den Generalversammlungen. Einige Stimmrechtsberater hätten mehr als 20% aller Traktanden abgelehnt. Die effektive Ablehnungsrate habe aber lediglich knapp über 1% betragen.

Als weiteren Punkt hebt Swipra hervor, dass der Frauenanteil in den Verwaltungsräten von Schweizer Unternehmen stetig steigt. Durchschnittlich 30% der neu gewählten Verwaltungsräte der vergangenen beiden Jahre waren Frauen.

Die Auswertungen der GV wurde durch das Institut für Banking und Finance der Universität Zürich durchgeführt.

hr/ys

(AWP)

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Bundesrat Schneider-Ammann

Bundesrat Schneider-Ammann will digitale Bildung stützen
20.06.2017 06:50

Bern (awp/sda) - Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann will eine digitale Bildungsoffensive starten. Er beantragt dem Gesamtbundesrat einen Zusatzkredit "in der Grössenordnung von 150 Millionen Franken". Damit solle die digitale Grundbildung gestärkt werden.

"Ja, Sie haben das Gras wachsen hören, stelle ich fest", sagte Schneider-Ammann zu Recherchen der Sendung "HeuteMorgen" von Radio SRF. Wichtig sei, in den kommenden Monaten die Bildungsvoraussetzungen zu schaffen, "damit wir uns später nicht den Vorwurf machen lassen müssen, wir hätten irgendetwas verschlafen".

Im Januar hatte der Wirtschaftsminister vom Bundesrat den Auftrag erhalten, die Konsequenzen der Digitalisierung auf die Bildung zu untersuchen. Menschen aller Bildungsstufen müssten mit der Digitalisierung konfrontiert werden, sagte Schneider-Ammann damals. "Es gilt, den Menschen die Angst zu nehmen."

Der beantragte Zusatzkredit von rund 150 Millionen Franken für die sogenannte digitale Bildungsoffensive ist in der vom Parlament erst gerade verabschiedeten Botschaft für Bildung, Forschung und Innovation (BFI-Botschaft) für die Jahre 2017-2020 nicht enthalten. Schneider-Ammann ist sich deshalb bewusst, dass die Finanzierungsdiskussion noch "in epischer Breite" geführt werden wird.

NOCH VOR DEN SOMMERFERIEN

Im Moment gehe er davon aus, dass er das Geld als plafonderhöhende Zusatzmittel beantragen werde, "weil wir in der Bildung nicht beliebig kompensieren können". Er könne aber auch damit leben, wenn die Bildungsoffensive etappiert werde oder ein kleiner Teil davon andernorts eingespart werde.

"Aber das Wesentliche ist: jetzt, flächendeckend, intensiv. Das kostet. Und die Mittel müssen bereitgestellt werden", sagte Schneider-Ammann. Der Bundesrat wird den Antrag womöglich noch vor den Sommerferien behandeln.

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LVMH-Uhrenchef blickt für

LVMH-Uhrenchef blickt für Schweizer Uhrenindustrie optimistisch in die Zukunft
19.06.2017 22:35

Zürich (awp) - Jean-Claude Biver, Chef der Uhrensparte des Luxusgüterkonzerns LVMH, zeigt sich für die Zukunft der Schweizer Uhrenbranche optimistisch. Die Haute Horlogerie - und damit verbunden auch die LVMH-Marken Hublot, Zenith sowie Tag Heuer - hätten "schöne Jahr vor sich", sagte Biver im Interview mit der Westschweizer Zeitung L'Agéfi (Vorabdruck zur Ausgabe vom Dienstag).

Dabei könnte es aber auch zu Übernahmen von Schweizer Uhrenhersteller etwa durch asiatische Investoren kommen, so Biver weiter. Allerdings dürften für den Erfolg der Schweizer Uhren die Nationalität der Besitzer keine wichtige Rolle spielen, insbesondere nicht für börsenkotierte Unternehmen. Deren Aktionariat sei sowieso bereits international zumeist breit gestreut. Viel wichtiger sei es, dass die Produktion in der Schweiz bleibe und die Marken ihre Schweizer DNA bewahrten.

mk

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Schweiz zieht positives Fazit

Schweiz zieht positives Fazit zu Kohäsionsmilliarde an EU-10
19.06.2017 18:40

Bern (awp/sda) - Die Schweizer "Kohäsionsmilliarde" soll wirtschaftliche und soziale Ungleichheiten in der erweiterten EU lindern. Nun ist die zehnjährige Umsetzungsfrist des Beitrags an jene zehn Länder abgelaufen, die seit 2004 EU-Mitglied sind. DEZA und SECO zogen am Montag Bilanz.

"In aller Regel wurden die ursprünglich definierten Projektziele erreicht", sagte Botschafter Raymund Furrer, Leiter des Bereichs wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung im Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) vor den Medien in Bern. Das SECO und die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) sind die für den Schweizer Erweiterungsbeitrag zuständigen Bundesämter.

Die Schweiz habe ihre Beziehungen zu den neuen Mitgliedstaaten in verschiedener Hinsicht festigen können - insbesondere auch im wirtschaftlichen Bereich. So seien rund zehn Prozent der gesprochenen Beiträge den im Programm involvierten Schweizer Unternehmen, Verbänden und Universitäten für ihre in den Partnerländern erbrachten Leistungen zugutegekommen.

Nach dem Ja des Schweizer Stimmvolks zum Osthilfegesetz im November 2006 hatte das Parlament 2007 einen Rahmenkredit von einer Milliarde Franken zugunsten von Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn und Zypern - der sogenannten EU-10 - bewilligt. Später kamen Kredite in der Höhe von rund 300 Mio CHF für die jüngsten EU-Mitglieder Bulgarien, Rumänien (beide 2007) und Kroatien (2013) hinzu.

210 PROJEKTE

Die Schweiz vereinbarte in den EU-10-Staaten insgesamt 210 Projekte, wobei die Verantwortung für die Umsetzung bei den Partnerländern lag. "In der Regel erstattete die Schweiz nach sorgfältiger Prüfung 85% der Projektkosten zurück", sagte Botschafter Furrer. Die restlichen 15% hätten die Länder selbst finanziert. Nur in zwei Fällen habe die Schweiz die Gelder nicht ausbezahlt.

Die Höhe der Beiträge richtete sich nach der jeweiligen Bevölkerungsgrösse der Staaten und dem Pro-Kopf-Einkommen. Mit fast einer halben Milliarde Franken war Polen der grösste Empfänger. Die Beiträge flossen nicht in den EU-Kohäsionsfonds - die Schweiz entschied über Art und Umfang der geförderten Projekte vielmehr autonom.

Obwohl die zehnjährige Umsetzungsfrist nun am vergangenen Mittwoch ausgelaufen sei, werde es noch einige Monate gehen, bis alle Projekte administrativ abgeschlossen seien, sagte Hugo Bruggmann, Ressortleiter Erweiterungsbeitrag/Kohäsion beim SECO. Für Rumänien und Bulgarien gilt die Frist bis Ende 2019, für Kroatien bis 2024.

NICHT NUR REIBUNGSLOS

Natürlich habe in den vergangenen zehn Jahren nicht alles reibungslos geklappt, räumte Botschafterin Elisabeth von Capeller, DEZA-Vizedirektorin und Leiterin des Direktionsbereichs Ostzusammenarbeit, ein. Aufgrund von Verzögerungen in den Partnerländern habe teilweise die Effizienz gelitten.

Zudem könne man in Zukunft Abläufe verschlanken und die zweistufigen Genehmigungsverfahren optimieren. Dies habe auch eine zwischen 2015 und 2016 durchgeführte externe Evaluation festgestellt.

Die Projekte und der damit verbundene Goodwill habe der Schweiz auf jeden Fall unzählige Türen geöffnet, ist SECO-Ressortleiter Bruggmann überzeugt. Schweizer Unternehmen hätten insbesondere bei der Vergabe von durch EU-Gelder finanzierte Projekte in den EU-10-Staaten vom guten Image der Schweiz profitieren können.

NEUER BEITRAG NOCH OFFEN

Am 1. Juni 2017 wurde die Kohäsionsmilliarde auf eine neue rechtliche Basis gestellt. Das bisherige Osthilfegesetz wurde per Bundesratsbeschluss fliessend in das neue Bundesgesetz über die Zusammenarbeit mit den Staaten Osteuropas überführt.

Ob es zu einer weiteren Kohäsionsmilliarde kommt, ist indes noch nicht entschieden. Diskutiert wird insbesondere darüber, ob der Beitrag an ein institutionelles Rahmenabkommen mit der EU geknüpft werden soll. Der Ball liege derzeit beim Bundesrat, hiess es am Montag von Seiten des SECO und der DEZA.

Einen ersten Schritt machte das Parlament in der vergangenen Herbstsession: Mit deutlicher Mehrheit verabschiede es die gesetzliche Grundlage für einen neuen Kohäsionsbeitrag.

mk

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Konjunkturexperten des Bundes

Konjunkturexperten des Bundes senken Wachstumsprognose

Die Expertengruppe des Bundes hat ihre Konjunkturprognosen für das laufende Jahr gesenkt. Demnach dürfte die Schweizer Wirtschaft im Jahresdurchschnitt noch um 1,4 Prozent wachsen.

20.06.2017 08:12

Im März war noch ein Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) von 1,6 Prozent erwartet worden. Die Auguren rechnen aber weiterhin mit einem realen Wachstum der Schweizer Wirtschaft von 1,9 Prozent im kommenden Jahr, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Dienstag bekannt gab.

Die Experten halten fest, dass sich in den vergangenen zwei Quartalen das Wachstum der Schweizer Wirtschaft zwar beschleunigt habe. Die Erholung der Wirtschaft sei aber weniger dynamisch verlaufen als erwartet.

Nach Ansicht der Expertengruppe dürften sowohl die Inlandnachfrage als auch der Aussenhandel zum Wachstum beitragen. Im Zuge der konjunkturellen Aufhellung dürfte sich auch die Erholung am Arbeitsmarkt fortsetzen. Für das Gesamtjahr 2017 wird unverändert mit einer Arbeitslosenquote von 3,2 Prozent gerechnet.

(SDA)

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Wie steht es um (Schweizer)

Wie steht es um (Schweizer) Biotech-Firmen?

Idorsia ist an der Schweizer Börse fulminant gestartet. Andere Biotech-Aktien hingegen haben durchzogene Wochen und Monate hinter sich. cash sagt, wie es um den Sektor steht.

20.06.2017 07:02

Von Pascal Züger

Am letzten Freitag hat mit Idorsia ein neues Unternehmen aus dem Bereich Biotech seine Aktien an der Schweizer Börse kotiert. Die Titel des von Actelion abgespalteten Forschungs- und Entwicklungsteils sind gefragt: Am ersten Handelstag legte der Titel gegenüber dem Eröffnungskurs um 36 Prozent zu. Auch am Montag legte die Aktie zeitweise bis 12 Prozent  zu, schloss dann aber einiges tiefer.

Diese Entwicklung lässt auf einen Boom im Biotech-Sektor schliessen - aber dieser war bereits Mitte 2015 zu Ende: Der Nasdaq Biotechnology Index, der wichtigste Branchenindex, hat seit seinem Höhepunkt im Juli 2015 bei über 4200 Punkten bis heute 26 Prozent eingebüsst.

Entwicklung des Nasdaq-Biotech-Index über die letzten 2 Jahre. Quelle: cash.ch

Ab Juli 2015 kam es zu starken Gewinnmitnahmen im ganzen Sektor. "Der Anstieg der Biotech-Aktien bis Mitte 2015 ging relativ schnell, so dass es früher oder später zu einer Korrektur kommen musste", erklärt Ivo Staijen, Portofoliomanager von HBM Partners, die Trendwende im Biotech-Sektor. HBM Partners ist eine Beteiligungsgesellschaft, welche gezielt in Biotech-Firmen investiert und auch eigene Fonds für Privatanleger anbietet. Die Firma ist an der Schweizer Börse kotiert.

Allgemeine Faktoren spielten bei der Biotech-Baisse mit: Es folgte im Januar 2016 ein genereller Einbruch der Aktienmärkte und im Juni 2016 der Rückgang aufgrund des Brexit-Entscheids in Grossbritannien. Im Vorfeld der US-Wahlen vom November 2016 war es schliesslich die Angst vor einer möglichen US-Präsidentin Hillary Clinton, die bei einer Wahl gegen "überteuerte" Medikamentenpreise hätte vorgehen wollen - und Biotechfirmen das Leben erschwert hätte.

Doch so weit kam es nicht. Präsident wurde bekanntlich Donald Trump. Trotzdem kam es im Biotech-Sektor seither nicht wirklich zu einem Aufschwung. Dies wohl deshalb, weil das Thema Regulierung nicht vom Tisch ist. Im Gegenteil: "Der Regulierungsdruck von Seiten der USA wird künftig eher zunehmen. Versicherer sind nicht mehr bereit, für teure Kombinationsmedikamente jeden Preis zu bezahlen", so Martin Vögtli, Analyst bei Research Partners, gegenüber cash. Für Firmen aus dem Biotech-Bereich bedeute dies ein geschmälertes Umsatzpotenzial von einzelnen Entwicklungsprodukten in der Pipeline.

Sollten Anleger nun die Finger von Biotech-Firmen lassen? Nicht, wenn es nach Staijen geht. Gemäss dem Biotech-Experten befindet sich die Branche aktuell auf einem historisch tiefen Bewertungsniveau. Ausserdem richte sich der Sektor stark nach dem Fortschritt der klinischen Untersuchungen. In den nächsten Monaten werde diesbezüglich zwar nicht viel passieren, in den Folgejahren soll sich dies jedoch ändern: "2018 und 2019 wird es voraussichtlich wieder spannendere klinische Studienergebnisse, insbesondere im Bereich der grösser kapitalisierten Gesellschaften, geben, was Investoren wieder zum Einstieg verleiten könnte", so Staijen.

Keine neue Actelion in Sicht

Unter den Schweizer Biotech-Firmen ist derzeit - wie im gesamten Markt - kaum Euphorie auszumachen. Auf Sicht der letzten 52 Wochen schneiden die meisten Titel zwar gut ab. Weniger gut verliefen jedoch die letzten vier Wochen, vereinzelt gab es sogar starke Korrekturen: Die Aktienkurse von Santhera (-16 Prozent) und Ypsomed (-10 Prozent) büssten in jenem Zeitraum im zweistelligen Bereich ein (Tabelle unten). 

Anleger dürften sich aber Fragen, ob am hiesigen Markt irgendwo die nächste Biotech-Erfolgsstory nach Actelion wartet. Zur Erinnerung: Actelion hatte sich unter der Führung von Jean-Paul Clozel von einem Startup zum einem hochrentablen Biotechunternehmen mit über 2500 Mitarbeitenden entwickelt, welches in diesem Jahr schliesslich von Johnson & Johnson aufgekauft wurde. Mit dem Verkaufspreis von knapp 280 Franken pro Aktie bekamen Aktionäre ein satte Prämie. Ende November 2016 - bevor erste Übernahmegerüchte kursierten - war die Aktie noch 158 Franken wert.

Ist es etwa die Actelion-Abspaltung Idorsia, die ebenfalls von Clozel geleitet wird, und einen Traumstart an der Börse hingelegt hat? Nein. Zumindest noch nicht. Denn: Die Produktekandidaten des Unternehmens befinden sich noch in einer frühen Entwicklungsphase. Bis zu einer allfälligen Markteinführung dürfte es noch einige Jahre dauern. 

"Actelion war ein Ausnahmefall", meint dazu Vögtli von Research Partners. Es gäbe derzeit kein anderes Schweizer Biotechunternehmen mit Entwicklungsschwerpunkt Pharma-Wirkstoffe, welches die Gewinnzone nachhaltig erreicht hat. Viele Unternehmen haben noch gar keine Produkte auf dem Markt, oder sind, wie etwa Basilea oder Newron, nicht profitabel, auch die Gewinnschwelle scheint in weiter Ferne.

Auch Staijen sieht derzeit die spannenden Biotech-Firmen anderswo als in der Schweiz: Small- und Mid-Cap-Firmen mit einem Umsatz von 2 bis 10 Milliarden Dollar, die bereits über Produkte auf dem Markt oder über Medikamenten-Kandidaten späterer klinischer Entwicklungen verfügen, seien am besten positioniert. "Solche Biotech-Unternehmen stammen überwiegend aus Amerika", sagt er. In Kontinentaleuropa erfüllten nur einige börsenkotierten Firmen diese Kriterien.

Performance Schweizer Biotech-Aktien

Titel Performance 4 Wochen (in Wacko Performance 52 Wochen (in Wacko
Basilea +5 +21
BB Biotech +4 +27
Evolva -6 -39
HBM Healthcare -1 +13
Molecular Partners +6 +26
Newron -4 +35
Santhera -16 -21
Tecan  +3 +26
Ypsomed -10 +19

Quelle: cash.ch 

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