CH-relevante Börsenthemen Jahr 2018

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CH-relevante Börsenthemen Jahr 2018

Für Aktien-Anleger wird 2018 (noch) ein gutes Jahr

Die Aktienmärkte werden im nächsten Jahr volatiler. Dennoch sollten die Kurse weiter steigen. Im zweiten Halbjahr könnte es dann ungemütlich werden. Ein Ausblick.

https://www.cash.ch/news/top-news/boersenausblick-fuer-aktien-anleger-wird-2018-noch-ein-gutes-jahr-1129364

Elias
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Wer 2018 im Fokus stehen wird

Diese 23 Schweizer Unternehmen werden im kommenden Jahr für Schlagzeilen sorgen.

Die Stimmung am Schweizer Aktienmarkt könnte kaum besser sein. Nach einem sehr guten Börsenjahr, in dem der Swiss Performance Index (SPI (SXGE 10749.85 0.73%)) rund 20% zugelegt hat, herrscht unter den meisten Marktteilnehmern Zuversicht, dass es auch 2018 nochmals aufwärtsgeht, wenn auch in gemässigtem Tempo.

Das heisst nicht, dass in allen Unternehmen auf dem Schweizer Kurszettel eitel Sonnenschein herrscht. Unternehmen müssen sich stetig anpassen, verbunden mit mal mehr und mal weniger Friktionen und Herausforderungen. Kurz vor dem Jahreswechsel wirft «Finanz und Wirtschaft» einen Blick darauf, welche der gut 200 an der Schweizer Börse kotierten Gesellschaften im kommenden Jahr in besonderem Mass ihre Strategie unter Beweis stellen müssen, welche neuen Personen ins Rampenlicht rücken und welche Unternehmen vor einem grösseren Umbruch stehen.

In allen drei Kategorien ist ausreichend Prominenz zu finden. So muss der Rückversicherer Swiss Re (SREN 91.55 0.16%) zeigen, wie er seine Preismacht verteidigt. Oder treten die Anbieter von Cat Bonds wieder als Spielverderber auf? Auch im Segment der mittelgrossen Unternehmen gilt es im kommenden Jahr ernst. Pan­alpina etwa muss darlegen, dass sich die neuen IT-Systeme endlich in steigenden Margen niederschlagen. Und der Chiphersteller AMS (AMS 97.35 0.1%) hat zu beweisen, dass die Anleger zu Recht darauf spekulieren, dass seine Sensortechnologie breitere Anwendung findet.

Geht es um neue Personen – die zweite ­Kategorie des FuW-Spotlights 2018 –, rückt LafargeHolcim-Chef Jan Jenisch in den Blickpunkt: Sind die Vorschusslorbeeren aus seiner Zeit als ­Sika-CEO berechtigt? Und schafft es Leonteq (LEON 62.75 1.95%), noch vor der Generalversammlung im Frühjahr einen Nachfolger für Ex-CEO Jan Schoch zu präsentieren?

Mehr als nur um Strategien und Personen geht es in der dritten Kategorie: Es steht – möglicherweise – ein Umbruch bevor. Macht Clariant (CLN 27.54 0.33%) weiter wie bisher, oder wird der Spezialchemiekonzern zerschlagen? Und schafft es Nestlé-CEO Mark Schneider schon in seinem zweiten Amtsjahr mit einem Überraschungscoup, die Wachstumsperspektiven des Riesentankers zu verbessern?

Für Schlagzeilen werden die kotierten Schweizer ­Gesellschaften auch im kommenden Jahr sorgen.

Kategorie 1: Strategiebeweis
» Roche
» Credit Suisse
» Conzzeta
» Meyer Burger
» Dufry
» AMS
» Swiss Re
» Panalpina
» Ypsomed
» Kudelski
» Hochdorf

 

Kategorie 2: Neue Personen
» LafargeHolcim
» Julius Bär
» Novartis
» Sonova
» Leonteq
» EFG International

 

Kategorie 3: Umbruchsituation
» Nestlé
» Clariant
» Aryzta
» Alpiq
» Sika
» Walter Meier

 

https://www.fuw.ch/article/wer-2018-im-fokus-stehen-wird/

 

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Dinge, die 2018 «schiefgehen»

Dinge, die 2018 «schiefgehen» könnten

An den Finanzmärken stehen die Zeichen für 2018 gut. Allerdings nennt die britische Grossbank HSBC in einer Strategiestudie mögliche Ereignisse, mit denen niemand so richtig rechnet - die aber leicht eintreffen können.

28.12.2017 06:45

Von Lorenz Burkhalter

Für die allermeisten Anleger war 2017 ein äusserst einträgliches Jahr, soviel lässt sich heute schon sagen. Und selbst wenn sich die letzten 12 Monate womöglich nicht wiederholen lassen, bleiben die Aussichten an den Finanzmärkten gut. Das Zinsumfeld bleibt günstig, das Finanzsystem ist so stabil wie seit Jahren nicht mehr und rund um den Globus gewinnt die Wirtschaft an Fahrt.

Dementsprechend heiter ist die Stimmung unter Anlegern und Anlagestrategen. Das gilt auch für die Autoren einer Strategiestudie der britischen Grossbank HSBC. Allerdings zählen sie darin einige Dinge auf, die 2018 an den Finanzmärkten entgegen den offiziellen Erwartungen schiefgehen könnten. Im Überblick die aus Schweizer Sicht wohl wichtigsten vier möglichen Ereignisse:

Der Dollar feiert sein Comeback

Nachdem der Dollar in den vergangenen 12 Monaten gegenüber den wichtigsten Währungen der Welt zwischen 8 und 10 Prozent eingebüsst hat, rechnet kaum jemand mit einer Gegenbewegung. Angesichts des starken Wirtschaftswachstums und der guten Beschäftigungslage wird die US-Notenbank auch 2018 an der Zinsschraube drehen müssen. Höhere Zinsen steigern wiederum die Attraktivität des Dollars als Anlagewährung.

Aus Sicht der HSBC-Strategen ist ein Erstarken des Greenbacks deshalb nicht ausgeschlossen. Ein steigender Dollar könnte für die Aktien vieler US-Grosskonzerne zu einem wachsenden Problem werden und bei diesen auf die Gewinnentwicklung drücken. Der dämpfende Effekt auf das dortige Wirtschaftswachstum sowie auf die Teuerungsentwicklung würde wiederum Druck von den US-Notenbankverantwortlichen nehmen, die Leitzinsen zu erhöhen.

Kein Thema sind für die britische Grossbank die Auswirkungen der erst kürzlich verabschiedeten US-Steuerreform. Diese sieht steuerliche Vergünstigungen vor, wenn Grossunternehmen ihre Auslandsvermögen in die USA zurückführen. Eine sogenannte Repatriierung von Auslandsvermögen könnte zu einer steigenden Dollarnachfrage führen.

Für die Gewinne vieler Schweizer Grossunternehmen wäre ein höherer Dollar-Franken-Kurs ein Segen. Bei den im SMI enthaltenen Firmen fällt durchschnittlich ein Viertel des Jahresumsatzes in Dollar an. Der Anteil am operativen Gewinn (EBIT) liegt gar bei einem Drittel.

Dollar-Knappheit im Geldmarkt

Bisweilen versorgt die US-Notenbank auch Banken von ausserhalb der USA mit Dollars. Die bereits angelaufene Bilanzverkleinerung in Kombination mit der geplanten Ausgabe kurzfristiger Staatsanleihen durch das US-Finanzdepartement lässt die HSBC-Strategen eine Dollarverknappung bei nicht-amerikanischen Banken befürchten.

Schätzungen der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) zufolge sind rund 7 der 11 Billionen Dollar an ausstehenden Forderungen nicht-amerikanischer Banken kurzfristig refinanziert.

In den letzten Wochen trafen aus Übersee vermehrt Berichte über eine sich abzeichnende Dollar-Knappheit ein. Dahinter könnten sich jedoch auch saisonale Effekte verbergen, steigt die Dollarnachfrage rund um den Jahreswechsel für gewöhnlich doch kräftig.

Eine länger dauernde Dollar-Knappheit würde neben UBS und Credit Suisse zahlreiche weitere Banken aus der Schweiz vor Herausforderungen stellen.

Kreditkrise in China

Das ausufernde Schuldenwachstum Chinas dominiert seit Jahren die Schlagzeilen. Längst ist der chinesische Anleihenmarkt zum drittgrössten der Welt aufgestiegen. Diese Entwicklung ist nicht nur mehr Experten, sondern zusehends auch der Regierung in Peking ein Dorn im Auge. Erst vor wenigen Wochen stellte die Regierung neue Richtlinien für den Fall vor, dass ein Anleihengläubiger zahlungsunfähig wird.

Am Bruttoinlandprodukt gemessen erwarten Experten für 2017 ein Wachstum der chinesischen Wirtschaft um 6,8 Prozent. Verglichen mit den 6,7 Prozent aus dem Vorjahr entspricht das zwar einer leichten Belebung. Dennoch reicht das Wachstum nicht aus, um die Folgen der erdrückend hohen Verschuldung zu dämpfen. Auch Eskapaden wie die angespannte finanzielle Situation beim übernahmehungrigen chinesischen Mischkonzern HNA sind wenig vertrauensfördernd.

Für die HSBC-Strategen ist eine Kreditkrise in China eine allgegenwärtige Gefahr. Das hätte auch Folgen für die Schweiz, ist die Volksrepublik in den letzten Jahren doch zum drittwichtigsten Handelspartner nach Europa und den USA aufgestiegen. Das Handelsvolumen zwischen den beiden Ländern lag 2016 bei rund 30 Milliarden Franken.

Überraschende Leitzinserhöhung durch die EZB

Erst kürzlich liess die Europäische Zentralbank (EZB) wieder durchblicken, dass sie an ihrer Politik des billigen Geldes festhalten werde. Offiziell läuft das vor gut zwei Jahren ins Leben gerufene und mit 2500 Milliarden Euro dotierte Wertpapierkaufprogramm bis September 2018. Ab dann dürfte die Bilanzsumme aufgrund von Fälligkeiten langsam zurückgehen.

Ob und wann die erste Leitzinserhöhung folgt, darüber streiten sich die Experten hingegen. Von den Euro-Geldmarktsätzen lässt sich noch auf Jahre hinaus auf stabil tiefe Leitzinsen schliessen.

Das dürfte sich als Fehleinschätzung erweisen, darf man den Ausführungen der britischen Grossbank Glauben schenken. Sie schliesst nämlich nicht aus, dass die EZB schon im nächsten Jahr von den negativen Einlagezinsen für Geschäftsbanken abkehrt.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) könnte der EZB im Falle einer Abkehr von den Negativzinsen folgen und diese zumindest eingrenzen.

Die HSBC-Studie nennt insgesamt zehn Punkte, die 2018 anders als erwartet ablaufen könnten. Als weitere Dinge, die 2018 schiefgehen könnten, nennen die Strategen eine geldpolitische Kehrtwende Japans, Rückschläge bei den Brexit-Verhandlungen, ein Platzen der Immobilienblase in Weltmetropolen, eine Einschränkung des freien Handels, einen starken Zinsanstieg in den USA sowie eine scharfe Wachstumsverlangsamung in den Schwellenländern.

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Bond-Titanen und ihre

Bond-Titanen und ihre Empfehlungen für das Jahr 2018

Es stellt sich heraus, dass 2017 ein gutes Jahr für Anleiheinvestoren war - wenn man richtig positioniert war. Doch das nächste Jahr birgt viele mögliche Fallstricke.

28.12.2017 20:00

Bloomberg hat die Ansichten und Perspektiven von Vermögensverwaltern zusammengetragen, die insgesamt über sieben Billionen Dollar in festverzinslichen Anlagen verwalten, wie im nächsten Jahr die höchstmöglichen Renditen erzielt werden können. Einige fordern Vorsicht, obwohl viele anerkennen, dass die Weltwirtschaft auf einer soliden Basis zu stehen scheint.

Hier eine Zusammenfassung ihrer Anlageperspektiven:

BlackRock

BlackRock favorisiert in seinem Ausblick auf 2018 die besseren Kreditqualitäten. Der Kauf illiquider Titel während einer Rally, wenn alle sie haben wollen, mag sicher erscheinen, aber bei einem Ausverkauf wird die Volatilität steigen, während alle gleichzeitig aussteigen wollen.

"Jeder kann eine Trophäe mit nach Hause nehmen, wenn scheinbar geringes Risiko gut belohnt wird. Dies hat sich auf den globalen Kreditmärkten abgespielt", schrieben die Strategen um Jeff Rosenberg. "Aber das mit diesen Strategien verbundene Risiko steigt mit engeren Kreditspreads überproportional."

Der weltweit grösste Vermögensverwalter hat keine Empfehlungen zum Übergewichten bestimmter Fixed-Income-Bereiche. Er ist neutral für US-Kommunalanleihen, US-Credit, Emerging Markets und asiatischen Anleihen, und hat eine untergewichtete Position bei US-Treasuries, europäischen Staatsanleihen und europäischen Unternehmensanleihen.

Fidelity Investments

Die Inflation wird sich 2018 endlich beschleunigen, und man sollten gut daran tun, sich mit inflationsgeschützten Anleihen dagegen abzusichern, sagte Ford O’Neil von Fidelity, dessen Team 2016 die Morningstar-Auszeichnung als Fixed-Income-Fondsmanager des Jahres gewonnen hat.

O’Neils oberstes Ziel ist es, die Gewinne der letzten zwei Jahre zu erhalten. Er sagte, dass er gerne Leveraged Loans besitzt (wie er es zu Beginn des Jahres 2017 getan hat), da deren Zinsen mit den Straffungen der Federal Reserve herauf gesetzt wurden.

Brasilien und Mexiko sind die bevorzugten Schwellenländer von O’Neil. Kurz- und mittelfristige Anleihen von "National Champion"-Banken in grossen europäischen Ländern sehen seiner Meinung nach ebenfalls gut aus.

Goldman Sachs Asset Managment

"Unser Hauptszenario beruht auf einer Rückkehr der Volatilität", sagte Mike Swell, Co-Head Global Fixed Income Portfolios bei Goldman Sachs Asset Management.

Swell sagte in einem Interview, er erwarte eine höhere Inflation, was die US-Renditekurve steiler werden lässt - im Gegensatz zu dem unbarmherzigen Trend in den letzten Monaten des Jahres 2017. Er verkürzt die Duration und kauft Steepener, um von seinen Aussichten zu profitieren.

GSAM schlägt vor, weniger Unternehmensanleihen als üblich zu halten. "Das Potenzial eines Credit-Widening 2018 wird nicht wirklich viel diskutiert, sollte man aber auf dem Radar haben", sagte Swell.

Er mag Schwellenländeranleihen: Zu den Ländern gehören Ungarn, Polen, die Tschechische Republik, Mexiko, Brasilien und Kolumbien. Er meidet Währungen, die gegenüber China stark exponiert sind.

JPMorgan Asset Management

"Europa sieht einfach gesund aus", sagte Bob Michele, Leiter Global Fixed Income, Währungen und Rohstoffe bei JPMorgan Asset Management. Aus diesem Grund kauft er europäische Tier-1-Papiere und hochverzinsliche Anleihen.

Das grösste Risiko "ist, dass die Inflation anzieht, die Fed vier statt drei Zinsschritte vollzieht und ohne QE es plötzlich zu einer Versteilerung der Kurve kommt", sagte Michele in einem Interview. Er erwartet, dass es so kommen wird.

Unter diesem Szenario könnten die kurzfristigen US-Zinssätze um 75 bis 100 Basispunkte steigen, während das lange Ende um 100 bis 125 Basispunkte steigt.

Was mag er nicht? Alles, was die Europäische Zentralbank gekauft hat.

Emerging Markets hingegen sind Gewinner - vor allem Indonesien, Brasilien und Russland. "Im Mix erhält man eine Rendite von etwa 8 Prozent, und das sieht im Vergleich zu den Industrieländern sehr günstig aus", sagte Michele.

Pimco

Pimco sagt ebenfalls, dass ein Hauptrisiko die steigende Inflation in den USA ist. Der Vermögensverwalter erwartet mindestens drei Zinserhöhungen der Fed.

Die Märkte befinden sich am oder nahe dem Höhepunkt des aktuellen Zyklus, und die Anleger sollten sich vor dem Abschwung defensiv aufgestellt sein. Dan Ivascyn, Chief Investment Officer der Pimco Group, empfiehlt eine Untergewichtung von Durationspositionen und Unternehmensanleihen mit niedrigem Rating.

Er sagte in einem Interview, dass die Märkte wahrscheinlich die Vorteile der Steuerreform in den USA vorweg genommen haben und voll eingepreiste Vermögenswerte für Unsicherheit im Jahr 2018 sorgen werden.

"Wenn die Bewertungen voll eingepreist sind, können kleine Mengen schlechter Nachrichten oder neuer Nachrichten grössere Auswirkungen auf die Volatilität haben", sagte Ivascyn. "Wir sind jetzt an einem Punkt, an dem man weniger Spielraum für Fehler hat."

Pimco setzt zudem auf eine steilere US-Zinskurve. Die schrumpfende Bilanz der Fed, höhere Staatsdefizite und weniger geldpolitische Anreize im Ausland führen dazu, dass Investoren eine höhere Prämie für längerfristige Anleihen verlangen.

(Bloomberg)

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Wie sie Ihre Anlagen jetzt

Wie sie Ihre Anlagen jetzt optimieren können

Der Jahresanfang bietet eine gute Gelegenheit für einen Portfolio-Check: Die Wahl der Anlageklassen sollte genauso überprüft werden wie Risiken und Kosten. cash.ch sagt, wo Sie ansetzen sollten.

04.01.2018 06:46

Von Marc Forster und Ivo Ruch

Wenn es an der Börse so gut läuft wie im letzten Jahr, machen sich viele Anleger keine Gedanken über ihr Portfolio. Sie rechnen damit, dass die Gewinne weiter sprudeln - und vernachlässigen dabei ihr investiertes Geld. Doch eine schlechte Anlagestrategie zeigt sich meistens erst dann, wenn die Finanzmärkte nicht so gut laufen.

Auch wenn man die Zukunft der Börsen zu keinem Zeitpunkt vorhersagen kann, eignet sich der Jahresstart besonders für einen Portfolio-Check: Die Banken verschicken ihre Depotauszüge, die Steuererklärung wird bald fällig und die Anlageexperten buhlen mit ihren Prognosen um Aufmerksamkeit.

cash.ch hat drei Punkte herausgepickt, die beim prüfenden Blick auf die eigenen Wertpapiere im Vordergrund stehen sollten.

Risikoprofil überprüfen

Erster und wichtigster Schritt bei der Beurteilung der eigenen Finanzen ist die Frage nach der Vermögensaufteilung. Dazu muss der Anleger wissen, welchen Teil des Vermögens er zum Leben braucht und wieviel er investieren möchte. Ändert sich zum Beispiel etwas Grundsätzliches in der Lebenssituation (beispielsweise durch Heirat oder Jobverlust), muss dies in Bezug auf Anlagestrategie und Risikobereitschaft berücksichtigt werden.

Neben dieser Risikofähigkeit ist die Portfoliostruktur ebenfalls abhängig vom Anlagehorizont. Kurzfristig kann die Rendite von Aktien stark schwanken, langfristig ist sie aber erfahrungsgemäss höher als bei risikoärmeren Anlagen. Die entscheidende Frage ist diesbezüglich also: Soll das Geld auf drei, fünf oder zehn Jahre hinaus angelegt werden? Diesbezüglich ist auch ein Blick auf die Entwicklung der Märkte unabdingbar: Nach einem achtjährigen Anstieg der Aktienmärkte kann man sich als Anleger durchaus die Frage stellen, ob man Gewinne realisieren und sich von einem Teil der Aktien trennen soll. 

Der Anteil von Aktien im Portfolio sollte auch beeinflusst werden von der Risikobereitschaft: Die meisten Banken empfehlen ihren risikobereiten Kunden eine Portfolio-Aktienquote von bis zu 80 Prozent, dementsprechend werden Obligationen, Rohstoffe, Immobilien oder Bargeld reduziert. Wer also wie oben beschrieben weniger Risiko eingehen will, sollte den Anteil der Aktien verringern und analog die anderen Anlageklassen höher gewichten. Wie oft diese Portfoliostruktur angepasst wird, ist individuell unterschiedlich. Einige Anleger machen das einmal jährlich, andere alle drei Monate. Klar ist aber: Eine regelmässige Überprüfung des Depots ist beim selbständigen Investieren unumgänglich. 

Kosten vergleichen

Wer bei einer Bank Wertpapiere verwahren lässt, bezahlt Depotgebühren. Handel mit Wertpapieren wiederum verursacht Trading-Gebühren. Die Unterschiede bei den Kosten dabei sind beträchtlich.

Das Vergleichsportal Moneyland gibt einen Vergleich für die Depotgebühren, die abhängig sind vom Wert der im Depot gelagerten Wertpapiere. Bei Aktien zeigt sich, dass vor allem Grossbanken sehr viel höhere Depotgebühren verlangen als kleinere Anbieter. Ähnliches bei den Kosten, wenn Anleger mit Wertpapieren handeln (Courtagen). Auch hier gilt: Je höher das Volumen des Trades, desto teurer kommt es für den Anleger in der Regel. Relativ günstige Courtage-Gebühren für Einzel-Trades haben etwa Postfinance oder Migros Bank. cash - banking by bank zweiplus setzt dagegen auf einen Einheitstarif (zum Vergleich von Trading- und Depotgebühren).

Berücksichtigt werden müssen aber auch andere Faktoren: Wie handelt man – über e-Banking oder über einen Bankberater? Will man eine Telefonberatung (die in der Regel teurer ist)? Handelt man häufig? Handelt man nur mit Schweizer Aktien und nur in Franken, oder auch in anderen Märkten und mit Fremdwährungen? Je nach Bedürfnissen und Gewohnheiten muss man höhere Gebühren bezahlen. Dazu muss man wissen, dass der Wechsel der Depotbank zwar relativ problemlos durchführbar ist, aber auch Kosten verursacht (Informationen zum Bankenwechsel).

Wohin mit dem Bargeld?

Der Teil des Portfolios, den Anleger in Bargeld halten, ist am stärksten von der Zins-Situation betroffen. Die Leitzinsen sind - vor allem in der Schweiz - nach wie vor ultratief (sprich: negativ), die Folgen davon sehen Sparer bei der Verzinsung ihrer Sparguthaben. Ein bedeutender Teil der Schweizer Banken bezahlt hier zwischen 0,01 und 0,05 Prozent. Mehr als 0,1 Prozent bleiben eine Ausnahmeerscheinung. Besser verzinst ist zum Teil das Säule-3-Konto, das zu den beliebtesten Vorsorgeformen gehört: Zwischen 0,2 und 0,3 Prozent im Jahr geben immer noch relativ viele Banken. 2018 beträgt der Maximalbeitrag weiterhin 6768 Franken für Sparer mit einer Pensionskasse und 33‘840 Franken oder höchstens 20 Prozent des Nettoeinkommens für Berufstätige ohne Pensionskasse.

Wer schon im Januar Geld in die Säule 3a einbezahlt, kommt länger in den Genuss der Verzinsung als jene, die erst auf Ende Jahr das Geld einzahlen. Einzahlen in die Vorsorgelösung 3a wirkt sich günstig auf die Steuerrechnung aus, dafür sind die Gelder bis mindestens für Jahre vor der Pensionierung gesperrt (einige Ausnahmen für einen Bezug gibt es). Steueroptimierung und gesperrter Bezug sind auch Merkmale, beim Einzahlen von Geldern in die Pensionskasse der beruflichen Vorsorge, also der zweiten Säule.

Sparer, die sich an die letzten Zinshalme klammern, erwägen Kassenobligationen als Bargeldparkplatz. Doch Achtung: Zwar geben Kassenobligationen mit fünf Jahren Laufzeit je nach Anbieter bis zu 0,5 Prozent Zins jährlich und mit acht Jahren Laufzeit bis zu 0,8 Prozent im Jahr. Aber wenn die Schweizerische Nationalbank die Leitzinsen erhöht und die Marktzinsen steigen (was innerhalb der nächsten fünf Jahre als sehr wahrscheinlich gilt), erweist sich die lange zeitliche Bindung an den Zins unter Umständen als grosser Nachteil.

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Elias
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Duell der Pharmagiganten

Basel hat zwar nur einen Fussballclub, dafür zwei Pharmakonzerne, die sich nichts schenken. Roche oder Novartis – das ist vor allem eine Frage des Stils. Hier Roche, deren Erben den Basler Kulturbetrieb mitfinanzieren, da Novartis, Hauptsponsor des FCB. Doch die Unterschiede zwischen den beiden Basler Pharmaplatzhirschen gehen tiefer – eine Analyse mit sechs Punkten.

1. Die Strategie

Roche Erstaunlich, aber wahr: Roche, einer der rentabelsten Pharmakonzerne der Welt, hat 2016 trotz Börsenhausse verloren. Grund ist die Unsicherheit. Roche steht vor einer grossen Patentklippe, rund 40 Prozent des Umsatzes ist betroffen – ein Novum in diesem Ausmass. In den Sternen steht nicht nur, wie stark der Umsatz der drei grössten Krebsmedikamente Mabthera, Avastin und Herceptin wegen der Biosmiliars schwinden wird; unsicher ist auch, ob die Pipeline von Roche genügend Nachschub liefert, um die Ausfälle zu kompensieren. Der Vorgang zeigt: Die bei Roche fast schon zur DNA gehörende Särke in einem oder wenigen Therapiegebieten mag in vielem ein Plus sein, bei der Interaktion mit den Behörden etwa oder bei der Vermarktung und im Vertrieb. Sie ist aber auch eine Achillesferse.

Novartis Gegenteilig liegen die Dinge bei Novartis. Das Unternehmen kämpft seit Jahren mit einer (zu) starken Diversifikation. Beispiel sind die Probleme bei der Augenheilsparte Alcon: grosser Management- und Kontrollbedarf, fehlende Synergien mit den anderen Sparten. Inzwischen sind die Dinge in Texas, dem Sitz von Alcon, wieder «on track», ein Verkauf vom Tisch – zumindest für den Moment. Klar ist: Die Diversifikation kann eine Stärke sein, vor allem bei den Generika (Sandoz). Das Geschäft mit den Originalpräparaten wird immer schwieriger, der Aufwand für ein neues Medikament beläuft sich heute auf 2 und mehr Milliarden. Zudem gibt es bei den Biosmiliars und anderen hochwertigen Generika, vor allem bei der Produktion, Synergien mit dem Pharmageschäft.

2. Die Führung

Roche Wären alle SMI-Konzernleitungen wie die von Roche – den Headhuntern ginge die Arbeit aus. Die Roche-Führung ist ein Ausbund von Kontinuität. Konzernchef Severin Schwan Schwan ist  schon fast zehn Jahre im Amt, und wenn die Zahlen stimmen, dann wird sich daran auch nichts ändern.Roche, das ist ein Fall von Family Business. Hire and Fire, das gibt in dem von den Familien Hoffmann und Oeri dominierten Roche nicht. Die Kontinuität ist gross. Fast alle Konzernleitungsmitglieder stammen den eigenen Reihen. Schwan, Pharmachef Daniel O’Day und Gottlieb A. Keller, der Chefjurist, haben ihre  ganze Karriere bei Roche gemacht; HR-Chefin Cristina A. Wilbur und Diagnostika-Chef Roland Diggelmann sind immerhin schon seit 2002 und 2008 an Bord. Und selbst der Neuling in der Konzernleitung, ist schon sieben Jahre dabei. Das auszeichnete Talentmanagement gilt als eine der grossen Stärken von Roche. Viele Positionen können intern besetzt werden, auch die Chargen unterhalb der Konzernleitung. Prominente Ausnahme: Verwaltungsratspräsident Christoph Franz, der 2014 von der deutschen Lufthansa zu Roche stiess – ein Vorgang, den man allerdings nicht überbewerten sollte. Denn neben dem Präsidenten ist bei Roche vor allem er wichtig: André Hoffmann, Vizepräsident und Vertreter des Aktionärspools der Erben.

Roche Was bei Roche die Kontinuität ist, ist bei Novartis die Dynamik. Jüngstes Beispiel: Die Ernennung des erst 41-jährigen Vas Narasimhan zum neuen Konzernchef. Mit dem Ende Januar anstehenden Wechsel an der Konzernspitze überspringt das Unternehmen eine ganze Managergeneration; ein mutiger Schritt – gerade, weil damit viele Manager mittleren Alters ihre Ambitionen begraben müssen. Dazu kommt, dass Narasimhan einer Konzernleitung vorsteht, die seit 2014, dem Rücktritt von Daniel Vasella, bis auf eine zwei Ausnahmen, Finanzchef Harry Kirsch und Chefjurist Felix Ehrat, vollständig erneuert wurde. Zudem hat sie mit Rücktritt des erst 2016 dazu gestossenen Onkologiechefs Bruno Strigini kurz vor Weihnachten erneut einen bedeutenden Abgang zu verkraftent. Doch die Erfolgschancen sind intakt. Mit Verwaltungsratspräsident Jörg Reinhardt hat Narasimhan einen der erfahrendsten Pharmamanager überhaupt an seiner Seite. Weiteres Plus der Aufstellung an der Spitze: die geballte Ladung an pharmazeutischem, beziehungsweise medizinischen Fachwissen auf oberster Ebene. Jörg Reinhardt ist von Haus aus Pharmazeut gemacht, Vas Narasimhan ist Absolvent der renommierten Harvard Medical School.

3. Die Forschung

Roche Lehrbuch geht anders: Bei Roche agieren drei interne Forschungsorganisationen nebeneinander – die Roche-Forschung, die Forschung der US-Tochter Genentech und die der japanischen Chughai, an der Roche zu 62 Prozent beteiligt ist. Die drei Einheiten stehen in einem fragilen Konkurrenz- und Kooperationsverhältnis und das ist durchaus so gewollt. Bewusst hat man bei der Übernahme von Genentech darauf verzichtet, deren Forschung voll zu integrieren. Zudem gibt es eine – beschränkte – Arbeitsteilung: Krebs bei Genentech, Neurologie bei Chughai und alles andere in Basel. Doch es funktioniert – und wie. Die Roche-Forschung gehört zu den produktivsten. Kaum ein anderes Pharmaunternehmen verfügt über ein derart tiefes Wissen über Krankheiten. Die Roche-Forschung agiert erfolgreich mit der Devise: «Where science takes us». Jüngstes Beispiele: Ocrevus, das bei der Behandlung von MS neue Massstäbe setzt, und Helimbra, das womöglich die Behandlung der Bluterkrankheit revolutionieren wird.

Novartis  Alles unter einem Dach, heisst es dagegen bei Novartis. Das Unternehmen verfügt sich mit dem NIBR, dem Novartis Institutes for BioMedical Research, eine Art konzerninterne Universität, in alle Forschungsabteilungen zusammen gefasst sind. Das ist ein Plus, vor allem in der frühen Forschung, wo Zusammenarbeit besonders wichtig ist. Die Stärke des NIBR: ein akademischer Spirit, der 2016 mit der Ernennung von Jay Bradner zum Nachfolger von Mark Fishmann erneuert wurde. Pharma-Forschung kann nur funktionieren, wenn sie dem Zugriff des Kommerziellen bis zu einem gewissen Grad entzogen wird. Jay Bradner kam vom Dana Faber Cancer Institute der Harvard Medical Scool. Die Novartis-Forschung ist breiter angelegt, auf eine ganze Reihe von Therapiegebieten – um den Preis, dass sie bisweilen höher pokern muss, um einen Punkt zu machen. Bestes Beispiel: CAR-T, eine Gentherapie, die von vielen Pharmakonzernen nicht weiterverfolgt wurde: zu revolutionär, zu riskant. Doch die Rechnung könnte aufgehen. Im September hat Novartis die Zulassung für Kymriah bekommen, die erste CAR-T-Therapie zur Behandlung leukämiekranker Kinder.  

4. Die Kultur

Roche Roche oder Novartis? Das ist bei Jobkandidaten vor allem eine Frage des Temperaments. Grösstes Plus der Kultur von Roche: Sie spielt dem einzelnen Mitarbeiter die Verantwortung zu, delegiert sie nach unten. Das geht so weit, dass den Länderchefs bei der Lancierung eines neuen Produkts ein gewisser Gestaltungsspielraum eingeräumt wird, zum Beispiel beim Timing. Roche ist zweifellos das «schweizerischere» Unternehmen als Novartis; der Umgang ist konsensorientiert. Typisch ist, dass man dem Unternehmen während Jahren, wenn nicht Jahrzehnten die Treue hält, vielleicht sogar in der gleichen Position. Schnelle Jobwechsel müssen bei Roche nicht sein. Dazu kommt eine konservative Seite, die ihr Gutes hat. Overselling, das gibt es bei Roche nicht. Dazu passt, dass vergleichbare Wirkstoffkandidaten bei anderen Pharmaunternehmen oft höher bewertet werden als bei Roche.

Novartis Die Unternehmenskultur ist ein Thema bei Novartis – oder sie war es zumindest. Das sieht man auch intern so. Der «Finanz und Wirtschaft» sagte Verwaltungsratspräsident Jörg Reinhardt im Juli auf die Frage nach seinem bisher grössten Erfolg: «Dank dem Kulturwandel gehen wir heute viel offener miteinander um. Niemand scheut sich mehr, die eigene Meinung zu äussern.» Novartis ist das amerikanischere Unternehmen, im Zentrum steht die Performance, schnelle Wechsel von einem Job zum anderen gehören dazu. Die Gangart ist hart. Die Interessen des Unternehmens stehen zuoberst und werden, wenn nötig auch vor Gericht, mit allen Mitteln verteidigt. Indiz dafür ist die grosse Zahl von Mitarbeitern, die das Unternehmen in der Rechtsabteilung beschäftigt.

5. Die Compliance

Roche In Sachen Compliance machen Roche nur wenigen Pharmaunternehmen etwas vor. Die Roche-Compliance von Roche eine der besten der Branche. Chief Compliance Officer Urs Jaisli gilt als geradlinig und präzise – das Gegenteil eines Heissluftbläsers. Der Konzern hat ein extrem striktes Compliance-Regime, ein fast schon zu strikt, wie manche meinen. Entscheidend auch hier: Im Zentrum steht die Verantwortung des einzelnen Mitarbeiters.

Novartis Kickback-Zahlungen an US-Apothekenketten, Diners in Luxusrestaurants, Vowurf von Preisabsprachen bei Generika: Novartis steht im Dauerclinch mit der US-Justiz. Auch deswegen wurden die Compliance-Anstrengungen hochgefahren. Heute verfügt der Konzern über ein ausgefeiltes Instrumentarium, um die Mitarbeiter auf ethische Standards zu verpflichten und deren Einhaltung zu überprüfen. Möglich, dass hier noch mehr kommt. Der «Handelszeitung» sagte Reinhardt im Oktober, dass Narasimhan die richtige Wahl sei, weil er «Mut, Inspiration und hohe ethische Standards» mitbringe.

6. Die Digitalisierung

Roche Roche hat nichts überstürzt bei der Digitalisierung. Doch dann ging es Schlag auf Schlag. Vor drei Jahre kaufte man sich für eine Milliarde Dollar bei der US-Diagnostikgesellschaft Foundation Medicine (FMI) ein, um sich für die in der Krebsmedizin besonders wichtige genbasierte Diagnostik fit zu machen. Danach folgten Investitionen auf der Softwareseite, etwa in die beiden Betreiber cloudgestützter Onkologieplattformen Flatiron und Bina Technologies. Vom November datiert die Lancierung von Navify, einer cloudgestützten Software, die krebsmedizinische Behandlungsteam bei der Entscheidfindung unterstützt.

Novartis Bei Novartis ist die Dynamik und Kreativität in Sachen Digitalisierung offensichtlich. Das Unternehmen beschäftigt seit Anfang Jahr einen Digital Officer. Bertrand Bodson kommt von Argos, einer Tochter der 2016 von der britischen Supermarktkette Sainsbury, der Nummer drei im britischen Onlinehandel. Digitalisierung und Big Data gehören zu den Prioritäten des neuen Konzernchefs. Ziel ist es, den enormen Kapitaleinsatz bei der Medikamentenentwicklung zu reduzieren. Das Stichwort dazu heisst «predictive biology», die Modulierung biologischer Prozesse am Computer. Zudem soll die Rekrutierung von Patienten für die klinischen Studien, einem der grössten Kostenblöcke bei Pharma, mit Hilfe von künstlicher Intelligenz verbessert werden.

Das Unternehmen arbeiten dazu mit dem britischen AI-Unternehmen Quantum zusammen. Zudem ist Novartis mit Software-Gigant Microsoft und Google im Geschäft. Mit Microsoft arbeitet man an einem lernfähigen Diagnosegerät für MS-Patienten. Es registiert die Bewegungen der Patienten und wie sie sich – etwa wegen der Medikamenteneinnahme – verändern. Bei Google geht es um eine intelligente Kontaktlinse, die in der Lage wäre, den Glukosegehalt in der Tränenflüssigkeit nachzuweisen, was Diabetikern das Leben deutlich einfacher machen würde – ein Langfristprojekt.

Roche oder Novartis – die beiden Unternehmen trennt vieles, bei der Strategie, der Führung und der Kultur. Roche ist das konservativere Unternehmen, aber zur Zeit braucht es etwas mehr Nerven. Dafür ist das Potential gross. Bei Novartis ist viel Dynamik, dafür geht es an der Börse etwas ruhiger zu und her.

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

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Alzeithoch

Letztes ATH aus dem Jahr 2015 lag bei 9.538 Punkten

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Können die zyklischen Aktien

Können die zyklischen Aktien noch überraschen?

Dank schwächerem Franken und bombigen Konjunkturaussichten werden die Umsatzzahlen der Zykliker im Januar gut ausfallen. Obwohl der Markt davon schon vieles eingepreist hat, können Anleger nach wie vor profitieren.

08.01.2018 00:05

Von Marc Forster

Der Umsatz einer Firma ist schnell berechnet, deswegen warten viele zyklisch geprägte Unternehmen nach Neujahr nicht lange damit, Zahleninformationen zum vergangenen Jahr zu veröffentlichen. Das sind Firmen, die besonders schnell auf Konjunkturveränderungen reagieren, typischerweise in der Industrie. Schon morgen Dienstag legt Sika die Umsatzzahlen vor - fast im Tagesrhythmus folgen dann weitere Unternehmen (siehe Tabelle).

Die Aussichten, dass es solide Umsatzzahlen und sichtbare Steigerungen der "top line" geben wird, sind so gut wie lange nicht mehr. Die Unternehmen profitieren von einer erstarkten Weltwirtschaft und einer konsumfreudigeren Eurozone, aber auch einem für sie günstigeren Wechselkurs des Frankens zum Euro und schliesslich - zum Teil - von der Steuerreform in den USA. "Für die Zykliker ist das Umfeld im Moment sehr gut", sagt Martin Lehmann, CEO und Co-Fondsmananger bei 3V Asset Management.

"Vor allem im vierten Quartal sind die Auswirkungen des schwächeren Frankens sichtbar", sagt Panagiotis Spiliopoulos, Leiter Research bei der Bank Vontobel. "Der Euro ist die wichtigste Fremdwährung für Schweizer Unternehmen: Über unser ganzes Universum hinweg entfallen für Unternehmen im Durchschnitt 50 Prozent des Umsatzes auf den Euro, 35 Prozent auf den Dollar, 5 Prozent auf den Franken und 10 Prozent auf übrige Währungen", sagt Spiliopoulos.

Der Kurs von Euro (rot) und Dollar (grün) zum Franken seit Anfang 2017 (Grafik: cash.ch)

Der Währungseinfluss zeige sich nicht überall gleich, sagt Alexander Koller, Aktienanalyst bei der Zürcher Kantonalbank (ZKB) für kleinere und mittelgross kapitalisierte Tech- und Industrieunternehmen. Für den Drehmaschinenhersteller Tornos (Umsatz am 23. Januar) sei der Euro-Franken-Kurs ein entscheidender Treiber: Da immer noch ein beträchtlicher Teil der Produktion in der Schweiz sei, werde ein Unternehmen wie Tornos weiter von der Frankenabwertung profitieren.

Firmen wie der Logistiktechniker Interroll hingegen würden in erster Linie von der guten Konjunktur sowohl in Europa als auch den USA profitieren, sagt Koller: "Interroll ist ein Unternehmen, bei dem sich die Absatzmärkte auf breiter Basis gut entwickeln." Das Tessiner Unternehmen informiert über die Verkaufseinnahmen am 22. Januar.

Auch beim SMI-Unternehmen Sika sind die Aussichten blendend, ein Umsatzwachstum über der weltweiten Inflation treibt die Margen – und damit die Aktie. Das juristische Hin- und Her um die Saint-Gobain-Übernahme interessiert die Märkte nicht mehr sonderlich. Der Grosskonzern Geberit (Umsatz ab 18. Januar bekannt) gehört ebenfalls zu den Gewinnern im derzeit guten Umfeld.

Bei Autoneum (23. Januar) wiederum müsste eher der US-Umsatz überraschen als der Euro-Beitrag, denn der US-Automarkt ist das grössere Sorgenkind für den Winterthurer Autoteilekonzern. Dort richten sich die Hoffnungen eher auf einen positiven Effekt durch die Steuerreform der Republikaner in den USA. Um eine Aktie, die 2017 nicht einmal ganze 4 Prozent zugelegt hat, entstehen damit natürlich gewisse Aufholfantasien.

Unternehmen mit Umsatzbericht im Januar (Auswahl)

Datum Firma Umsatzanteil Europa
30.6.2017
Performance Aktie
12 Monate
9. Jan Sika 47 Prozent¹ +63,7 Prozent
11. Jan Bossard 57 Prozent +60,3 Prozent
18. Jan Geberit 58 Prozent +5,1 Prozent
19. Jan Zehnder 86 Prozent +26,3 Prozent
22. Jan Interroll 61 Prozent¹ +30,7 Prozent
23. Jan Arbonia 39 Prozent² +4,5 Prozent
  Autoneum 40 Prozent +3,7 Prozent
  Komax 49 Prozent³ +28,1 Prozent
  Tornos 65 Prozent +91,1 Prozent
25. Jan Belimo 49 Prozent³ +39,4 Prozent
26. Jan SFS 42 Prozent³ +38,9 Prozent
31. Jan Bucher 60 Prozent³ +60,3 Prozent
  Gurit 41 Prozent +31,2 Prozent
  Rieter 12 Prozent +30,5 Prozent

¹EMEA (Europa, Mittlerer Osten und Afrika) / ²Nur Deutschland / ³Geschäftsjahr 2016 / Quellen: zVg, cash.ch, awp (Stand 04.01.17)

Profitieren werden zudem generell alle Titel, die nahe am Konsum sind. Was die Situation für Anleger etwas schwierig macht: Der Markt rechnet bereits mit guten Zahlen, und viele Unternehmen haben an der Börse auch schon reagiert. "Positive Zahlenausweise heissen noch nicht, dass es zu besonderen Überraschungen kommen wird", sagt Anlagespezialist Lehmann.

Das Kurshindernis bereits eingepreister guter Aussichten besteht beispielsweise bei Bucher Industries (31. Januar), dem stark auf Europa ausgerichteten Mischkonzern, dessen Kurs in den vergangenen zwölf Monaten um 60 Prozent gestiegen ist. Auch dem Heizkörperspezialisten Zehnder wird nach einem starken Kursanstieg im zweiten Halbjahr nicht mehr allzuviel Potential zu getraut. Bossard, ein typischer Frühzykliker, hat die Guidance schon vergangenen Sommer erhöht; davon zeugt auch der Kursanstieg der Aktie von ebenfalls 60 Prozent innerhalb eines Jahres.

Wer floppt, wird bestraft

Wirkliche Probleme würden sich aber erst dann einstellen, wenn eines dieser Industrieunternehmen die - allseits hohen - Erwartungen deutlich verfehlt. "Sollte eines der Unternehmen mit den Zahlen enttäuschen, wird die Reaktion des Marktes harsch sein", sagt Martin Lehmann. Aber danach sehe es im Moment nicht aus.

Keines der zyklischen Unternehmen ist derzeit in einer wirklich schlechten Position, und, wie Lehmann in Erinnerung ruft, sind die Investoren von Aktien weiter angetan: "Es ist immer noch sehr viel Liquidität an der Seitenlinie. Das wird die Kurse weiter treiben." Die Bewertungen schliesslich seien zwar "anspruchsvoll", aber nicht unvernünftig.

Mehr zum Thema: SMI - Ist der Weg frei für 10'000 Punkte?

Wer also zyklische, exportorientierte und industriell tätige Unternehmen im Portefeuille hat, tut gut daran, an seinen Investments festzuhalten. Wer einsteigen will, kann auf weiter steigende Kurse hoffen, wenn auch grosse Überraschungen und Kursfeuerwerke nicht auf der Tagesordnung stehen. Wer richtig profitieren will, muss mit dem Einstieg bis zu einer nächsten Korrektur warten und bei tieferen Kursen zukaufen. Diese Korrektur dürfte aber, zumindest in der kommenden Berichtssaison, noch etwas auf sich warten lassen.

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Die Schweizer Wirtschaft hat

Die Schweizer Wirtschaft hat es geschafft - aber nicht ohne Probleme

Vor drei Jahren hob die Schweizerische Nationalbank die Euro-Franken-Kursuntergrenze Knall auf Fall auf. Die Schweizer Wirtschaft hat den Schock inzwischen verdaut. Neue Chancen sind entstanden, aber Risiken bleiben.

09.01.2018 06:45

Von Marc Forster

Der Entscheid des Direktoriums kam nicht nur völlig unerwartet, er traf die Schweizer Wirtschaft ins Mark - und löste Entsetzen aus: Ökonomen, Unternehmer und Politiker verurteilten die Schweizerische Nationalbank (SNB) aufs Schärfste und prognostizierten schwere Zeiten, nachdem der Wechselkurs des Euros zum Franken innerhalb kürzester Zeit vom bisher fixierten Wechselverhältnis bei 1,20 zwischenzeitlich auf unter 90 Rappen fiel.

Ob Thomas Jordan und die SNB am 15. Januar 2015 richtig handelten, ist seit nunmehr drei Jahren eine Streitfrage. Nicht alle Beobachter verurteilten die Notenbank-Führung. Thomas Steinemann etwa, Anlagechef der Zürcher Privatbank Bellerive, begrüsste die Massnahme gleichentags im cash-Börsen-Talk grundsätzlich: "Es ist das realistische Eingeständnis, dass es Grenzen der Geldpolitik gibt", sagte der Aktienexperte damals. Die Entwicklung der Schweizer Wirtschaft der vergangenen Jahre gebe der SNB weiterhin recht, sagt Steinemann heute.

Wirtschaft boomt wieder

Die grosse Krise ist in der Tat ausgeblieben. Was den Unternehmen half: Nach einem erfolgreich bewältigten Strukturwandel in den vergangenen 20 Jahren waren die meisten Unternehmen schon auf Effizienz getrimmt. Trotz der sehr schwierigen Situation, die 2015 entstand, verfügten die Unternehmen dadurch über gewisse Handlungsspielräume zum Agieren und Überleben. Hochspezialisiete Unternehmen konnten sie sich auf dem Weltmarkt behaupten.

Zudem standen sie der Erfahrung der Finanzkrise 2008/2009 mit sehr stabilen Bilanzen da. Hochverschuldete Industriegruppen erlebten ihr Ende oder eine Umstrukturierung – wie etwa der Oerlikon-Konzern 2010 – schon vorher.

Mehr zum Thema: Können die zyklischen Aktien noch überraschen?

Auch im Aktienmarkt hinterliess der Entscheid kaum Spuren: Nach dramatischen Kurseinbrüchen unmittelbar nach dem SNB-Entscheid erholten sich die Aktienpreise. Der SIX-Index SPI Extra, der die Schweizer Aktien ohne SMI-Titel abbildet, steht heute 80 Prozent höher als am 16. Januar 2015. Die vielen industriellen Small und Mid Caps, die diesen Index ausmachen, haben in den vergangenen zwei Jahren zu den gefragtesten Aktien im Schweizer Markt gehört. Und die Hausse hält weiter an.

50'000 Stellen weg?

Bei den Schweizer Gewerkschaften kann man dem Ende der Kursuntergrenze allerdings nach wie vor nichts positives abgewinnen. Die Effizienzsteigerungen in den Unternehmen geschahen nicht ohne Opfer. Firmen erhöhten zum Teil die Wochenarbeitszeit, Neueinstellungen wurden gestoppt, Lohnerhöhungen gestrichen.

Wie viele Stellen verloren gingen, ist umstritten, da Stellenstreichungen nicht immer direkt mit der Währungssituation in Verbindung gebracht werden können. Je nach dem, wie man rechnet: Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann bezifferte die Zahl vor einem Jahr auf 7000. Laut dem Schweizerischen Gewerkschaftsbund (SGB) gingen durch den Frankenschock ein Prozent beziehungsweise 50'000 Stellen verloren, besonders in den Maschinenbau-, Elektro- und Metallindustrie (MEM).

"Wir registrieren heute mehr Erwerbslose, mehr Ausgesteuerte und mehr Teilzeitkräfte, die gerne mehr arbeiten wollen als vor 2015", sagt Daniel Lampart, Chefökonom des SGB. In Deutschland, wo der Export seit Jahren extrem vom schwachen Euro profitiert, geschah das genaue Gegenteil: Dort wurden Stellen aufgebaut, gerade auch in der MEM-Industrie.

Tourismus besonders getroffen

Am meisten Mühe bekundete allerdings der Schweizer Tourismus. Strukturell war die Branche schon vor 2015 wegen hoher Preise, im Vergleich zum Ausland hohen Löhnen und wegen Einkaufskosten in schwierigem Fahrwasser. Der Frankenschock traf im Gegensatz zur Industrie hier eine bereits geschwächte Branche. Eine gestiegene Inlandnachfrage glich das Ausbleiben ausländischer Touristen nicht aus. "Es war die schwierigste Zeit seit dem Zweiten Weltkrieg", sagte Ariane Ehrat, damals CEO der Tourismusorganisation Engadin St. Moritz, vor kurzem in einem Interview mit cash.ch.

Trotz der existentiellen Bedrohung investierte der Schweizer Fremdenverkehr. Auch kleine, familiengeführte Hotelbetriebe steckten Mittel in die Modernisierung. Einen Silberstreifen am Horizont verschafft der Branche aber erst die deutliche Abschwächung des Franken seit Ende Juli 2017: Von einem Kurs bei 1,07 ist das Wechselverhältnis bisher auf nahe 1,18 angestiegen.

Die ETH-Konjunkturforschungsstelle KOF beobachtet in der Ausland-Nachfrage wieder "kräftige Impulse". Im vergangenen Sommer stiegen die Logiernächte um 3,4 Prozent, nach der aktuellen Skisaison dürften ebenfalls gute Zahlen folgen. Die Nachfrage kommt vor allem aus Boom-Ländern in Asien, aber der Rückgang der Tourismuszahlen aus den Euro-Ländern ist in der Zwischenzeit mindestens gestoppt worden. Ob das reicht, die Krise des Tourismus zu beenden, bliebt abzuwarten.

Wenig Lohnsteigerungen

Nicht nur der Tourismus wirbt mehr um Reisende aus Indien, China oder den Golfstaaten. Auch in der Exportindustrie gehörte es zu den Effizienzmassnahmen, sich stärker auf Märkte ausserhalb der Eurozone auszurichten. An der Jahreswende 2017/18 besteht derzeit– nun, wo die Weltwirtschaft anzieht sich der Franken abgewertet hat - eine "Win-Win-Situation". Viele Unternehmen ernten die Früchte ihrer Effizienzsteigerungen und der Tatsache, dass sie in den schwierigen vergangenen drei Jahren durchgehalten und sich weiterorientiert haben.

 

 

Daneben verbleiben aber Probleme und Risiken. Eine markante Steigerung der Löhne erwartet die KOF für die nächsten zwei Jahre nicht: Reallohnsteigerungen der vergangenen Jahre basieren im wesentlichen auf einem Preisrückgang. Der Nach wie vor überbewertete Franken birgt das Risiko der Deflation, wie der Chefökonom der VP Bank, Thomas Gitzel, in Erinnerung ruft.

Bei einem Euro-Franken-Kurs von 1,17 (und einem schwächelnden Dollar) bleibt die Lage angespannt. In Sinne der Wettbewerbsfähigkeit müsste der Euro-Franken-Kurs deutlich über 1,20 liegen - wo genau, darüber streiten die Experten. Zudem trauen noch nicht alle Beobachtern der Erholung der Eurozone: Strukturell bleibt eine Reihe der Volkswirtschaften der Währungsgemeinschaft in der Problemzone, allen voran Italien, das wirtschaftlich viertgrösste Euroland.

Ungemütlich für die Unternehmen ist auch die Tatsache, dass die Devisenpolitik der Nationalbank deren Handlungsspielraum eingeschränkt hat: Mit einer Bilanz, in der die Devisenreserven in den vergangenen drei Jahren von 500 auf 800 Milliarden Franken gestiegen sind, sind die Instrumente für eine neuerliche Verteidung des Frankenkurses stumpfer geworden.

Redaktionelle Mitarbeit durch Ivo Ruch.

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Arbeitslosenquote steigt im

Arbeitslosenquote steigt im Dezember auf 3,3% - Saisonbereinigt bei 3,0%

Die Zahl der Arbeitslosen in der Schweiz hat im Dezember 2017 leicht zugenommen. Ende Monat waren laut Mitteilung des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) vom Dienstag 146'654 Arbeitslose bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) eingeschrieben, 9'337 mehr als im Vormonat.

09.01.2018 08:15

Die Arbeitslosenquote stieg damit um 0,2 Prozentpunkte auf 3,3%, der saisonbereinigte Wert nahm dagegen zum Vormonat um 0,1 Punkte auf 3,0% ab. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat waren 12'718 Personen weniger (-8,0%) arbeitslos gemeldet.

Die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenzahl für 2017 beträgt 143'142 Personen und liegt damit um 4,1% tiefer als 2016. Daraus resultiert für das Berichtsjahr im Jahresmittel eine Arbeitslosenquote von 3,2% (VJ 3,3%).

Die Arbeitslosigkeit hat sich im Dezember minimal schlechter entwickelt als erwartet. Die meisten von AWP befragten Ökonomen hatten eine unbereinigte Quote von 3,2% sowie unisono eine saisonbereinigte Zahl von 3,0% geschätzt.

Die Jugendarbeitslosigkeit (15- bis 24-Jährige) hat sich im Berichtsmonat um 110 Personen (+0,7%) auf 16'680 erhöht, die Quote verharrte bei 3,0%. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ging die Zahl Jugendarbeitsloser jedoch um 2'536 Personen und die Quote um 0,5 Prozentpunkte zurück.

Die Anzahl der älteren Arbeitslosen (50 und mehr) erhöhte sich um 2'716 Personen (+7,4%) auf 39'306, dies bei einer um 0,2 Prozentpunkte höheren Quote von 2,9%. Im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht dies laut dem Seco einer Abnahme um 1'353 Personen.

Im Berichtsmonat wurden ausserdem 212'018 Stellensuchende gezählt, 7'877 mehr als im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr sank die Zahl damit um 5,1%. Die Zahl der bei den RAV gemeldeten offenen Stellen verringerte sich zugleich um 1'290 auf 10'704 Stellen.

Im Oktober 2017 - neuere Zahlen dazu liegen nicht vor - waren 1'699 Personen von Kurzarbeit betroffen und damit 20% mehr als im Vormonat. Die Zahl der betroffenen Betriebe erhöhte sich um 5 auf 176 Einheiten. Die ausgefallenen Arbeitsstunden nahmen um 31% auf 114'679 Stunden zu.

Die Zahl der Personen, die im Verlauf des Oktobers ihr Recht auf Arbeitslosenentschädigung ausgeschöpft hatten und damit künftig nicht mehr in der Statistik auftauchen, belief sich gemäss Seco auf 2'474.

rw/uh

(AWP)

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Diese Schweizer Aktien haben

Diese Schweizer Aktien haben vom Anlagenotstand profitiert

Vor drei Jahren führte die Schweizerische Nationalbank den Negativzins ein und verschärfte damit den Anlagenotstand. Und ausgerechnet die SNB-Aktie ist seit dem Frankenschock die beste am Schweizer Aktienmarkt.

09.01.2018 23:00

Von Ivo Ruch

Am 15. Januar 2015 veränderte Thomas Jordan die Schweiz gleich auf zweifache Weise. Der Präsident der Schweizerischen Nationalbank (SNB) verkündete damals nicht nur die überraschende Aufhebung des Euro-Mindestkurses. Er führte auch erstmals einen Negativzins in der Höhe von -0,75 Prozent auf Girokontoguthaben ein.

Heute kann man etwas süffisant resümieren: Jordan hat mit diesem Strafzins vor allem die SNB-Aktionäre reicher gemacht. Denn die SNB-Aktie hat in den letzten drei Jahren mehr als 270 Prozent zugelegt, wie Daten der Börsenbetreiberin SIX zeigen. Damit ist die SNB-Aktie der bestperformende Titel aller börsenkotierten Schweizer Unternehmen seit Mitte Januar 2015 (siehe Tabelle am Artikelende).

Der Höhenflug der SNB-Aktie ging aber erst im Sommer 2016 so richtig los. Davor dümpelte die SNB-Aktie jahrelang zwischen 800 und 900 Franken herum. Zwischen Januar und Dezember 2017 hat sich ihr Wert dann mehr als verdoppelt, heute steht der Titel bei 4210 Franken.

Die SNB-Aktie ist in mehrfacher Hinsicht ein Spezialfall. Sie ähnelt eigentlich eher einer Obligation, denn die Dividende beschränkt sich auf maximal 15 Franken pro Aktie. Eigentümer der Nationalbank sind die Schweizer Kantone und Kantonalbanken, nur gerade ein Viertel der ausstehenden Aktien befinden sich in Privatbesitz. Dementsprechend ist der Titel schlecht handelbar – im Dezember lag das tägliche Durchschnittsvolumen bei 80 Aktien. Offenbar liessen sich dennoch einige Anleger auf den wilden Ritt mit der SNB-Aktie ein. Diese wurde gar in deutschen Börsenbriefen zum Kauf empfohlen, was wohl wesentlich zum Anstieg beigetragen hat.

Das Beispiel der SNB-Aktie zeigt aber vor allem, wie stark die negativen Zinsen das Investment-Umfeld verschärft haben. In der Schweiz sind die Zinsen schon lange tief, die Renditen zehnjähriger Bundesobligationen sind aber erst am 15. Januar 2015 unter Null gefallen und seither mehrheitlich dort geblieben, wie der folgende Chart zeigt.

Ungleich attraktiv: Rendite zehnjähriger Bundesobligationen (rot) und die SNB-Aktie (grün) in den letzten fünf Jahren (Quelle: cash.ch)

Negative Renditen auf Staatsobligationen: Damit betraten viele Investoren Neuland. Sie wandten sich stattdessen vermehrt anderen Anlageklassen zu, darunter Aktien, Immobilien oder Alternativen Anlagen wie Private Equity. Von dieser Neuorientierung profitierten in der Schweiz kleine und mittelgrosse Unternehmen überdurchschnittlich: Aktien wie Temenos, Bobst oder Kardex konnten ihren Börsenwert in den letzten drei Jahren mehr als verdreifachen.

Das kräftige Kursplus alleine auf die veränderten Anlegerpräferenzen abzuschieben, wäre allerdings zu einfach. Viele exportorientierte Small und Mid Caps richteten ihr Geschäft aufgrund des starken Schweizer Frankens noch effizienter aus und wurden dafür an der Börse belohnt: Beispiele sind Gurit (+170 Prozent), Comet (+140 Prozent) oder Bossard (+111 Prozent).

Schwierige Zeit für Banken und Big-Pharma

Für viele Finanztitel brach mit dem Strafzins-Regime indes eine schwierige Zeit an. Banken und Versicherungen erlebten einen Margenschwund, der ihnen auf die Profitabilität drückte. Die CS-Aktie zum Beispiel verlor seit Mitte Januar 2015 fast 10 Prozent, der Vermögensverwalter GAM 7 Prozent und Zurich 4 Prozent. Dem gegenüber stehen Finanzfirmen, die in besonderem Masse vom Boom des Hypothekargeschäfts profitieren konnten: Glarner Kantonalbank (+73 Prozent), Hiag (+45 Prozent) oder Zug Estates (+43 Prozent).

Ganz hinten in der Rangliste stehen mehrheitlich Biotech-Titel. Das schwache Abschneiden von Firmen wie Relief Therapeutics (-87 Prozent), Evolva (-69 Prozent) oder Santhera (-62 Prozent) steht im Gegensatz zum Überflieger Bachem (+218 Prozent) und illustriert die Schwierigkeit, im Bereich der Biotech-Startups auf das richtige Pferd zu setzen - Anlagenotstand hin oder her.

Ein weiterer Trend der vergangenen drei Jahre war die relative Schwäche der defensiven Schwergewichte Novartis (-14 Prozent) und Roche (-9 Prozent). Das ist insofern erstaunlich, als dass die Pharmariesen in der Vergangenheit aufgrund ihres stabilen Geschäftsmodells und den konstanten Dividendenzahlungen gerne als Obligationen-Ersatz bezeichnet wurden. Auch hier waren aber unternehmensspezifische Gründe mitverantwortlich für die Underperformance. So zum Beispiel auslaufende Patente für Medikamente oder unrentable Unternehmensteile.

Überhaupt sind die Vertreter aus dem Swiss Market Index (SMI) unter den besten Negativzins-Aktien spärlich gesät. Zwar konnten auch Sika und Lonza mehr als 150 Prozent zulegen. Doch diese beiden Titel sind erst seit vergangenem Jahr im Leitindex enthalten. So sind es bloss ABB (+39 Prozent), Julius Bär (+36 Prozent), SGS (+28 Prozent), Geberit (+23 Prozent) und Givaudan (+23 Prozent), die den breiten Aktienmarkt in Form des Swiss Performance Index (SPI, +22 Prozent in den letzten drei Jahren) schlagen.

Schweizer Aktien seit dem Frankenschock im Januar 2015

Die zehn besten Aktien Die zehn schlechteseten Aktien
Titel Performance 3 Jahre, in % Titel Performance 3 Jahre, in %
SNB +273 Züblin -92
Temenos +255 Relief Therap. -87
Bobst +232 Myriad -83
Bachem +218 LumX -80
Kardex +202 Evolva -69
Interroll +183 Perfect Holding -67
Gurit +169 Santhera -62
Straumann +167 Newron -53
Sika +167 Kuros -53
Also +153 Aryzta -50

Quelle: SIX, Stand 08.01.18, berücksichtigt wurden nur Aktien, die während der ganzen Periode kotiert waren

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Weltbank korrigiert Prognose

Weltbank korrigiert Prognose für Wachstum nach oben

Die Weltbank hat ihre Prognose für das weltweite Wachstum weiter angehoben, aber auch vor Risiken der Entwicklung gewarnt.

10.01.2018 06:41

Die Weltwirtschaft werde im laufenden Jahr um 3,1 Prozent wachsen, prognostizierte die Weltbank in ihrem am Dienstag in Washington vorgestellten Bericht zur Weltwirtschaft. Im vergangenen Juni war die Organisation noch von 2,9 Prozent ausgegangen. Allein für die Eurozone wurde die Prognose um 0,6 Punkte auf 2,1 Prozent angehoben.

"Die Erholung des weltweiten Wachstums auf breiter Basis ist ermutigend, aber dies ist nicht die Zeit zum Zurücklehnen", sagte Weltbankpräsident Jim Yong Kim. Besser als zunächst erwartet schneiden neben der Eurozone vor allem die Wirtschaftsräume in den USA, China und Japan ab. Unter den Entwicklungsländern profitierten besonders die Erdölexporteure von den wieder anziehenden Rohstoffpreisen.

Besonders die Finanzmärkte seien anfällig, sollten die Zentralbanken wegen der galoppierenden Konjunktur schnell die Zinsen erhöhen müssen. Die wachsende Inflation sei eine Gefahr, besonders für die auf vollen Touren laufenden Volkswirtschaften westlicher Industrienationen. "Die Inflation könnte schneller als erwartet steigen, was einen Zinsanstieg bedeuten könnte, der schneller als erwartet vonstatten geht", sagte die Mitautorin des Weltbank-Berichts, Franziska Ohnsorge.

(AWP)

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Schweiz rangiert bei

Schweiz rangiert bei Dividendenrendite im Mittelfeld

Bei der durchschnittlichen Dividendenrendite 2017 rangiert die Schweiz im europäischen Vergleich im Mittelfeld. Am höchsten liegt sie mit 4,47% in Portugal. Spanien (4,07%) und Finnland (4,02%) folgen auf den Plätzen zwei und drei, wie eine am Donnerstag veröffentlichte Untersuchung von Allianz Global Investors ergeben hat.

11.01.2018 08:15

Hierzulande beläuft sich die Dividendenrendite 2017 auf durchschnittlich 3,07%. Die Schweiz schafft es damit in Europa auf Platz 9. Schaue man auf die Differenz zwischen Dividenden- und den Anleihenrenditen, dann stehen die Schweizer Dividendentitel allerdings besser da als die bestplatzierten Portugal und Spanien, heisst es.

Grossbritannien, für Dividendenjäger wegen des Volumens traditionell der wichtigste Markt, kommt mit 3,98% auf Platz vier, während Deutschland mit 2,51% auf Platz elf liegt.

Die Allianz-Experten erwarten 2018 mit 378 Mrd CHF (+7,7% zu 2017) ein neues Rekordvolumen bei den Dividendenzahlungen europäischer Aktiengesellschaften.

cp/

(AWP)

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Was es für 10'000 SMI-Punkte braucht

Was es für 10'000 SMI-Punkte braucht

Die Schweizer Börse ist stark ins Jahr gestartet. Damit der SMI die nächste wichtige Marke bei 10'000 Punkten knacken kann, braucht es in erster Linie vier Dinge.

https://www.cash.ch/news/top-news/schweizer-boerse-was-es-fuer-10000-smi-punkte-braucht-1134313

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Überraschendes von den Börsen

Überraschendes von den Börsen-Schnellstartern 2018

Bei den Schweizer Top- und Flop-Aktien des noch jungen Börsenjahres gibt es einige Überraschungen. Vielerorts hat sich aber der Trend des letzten Jahres fortgesetzt. Die Übersicht nach acht Handelstagen.

15.01.2018 07:49

Von Ivo Ruch

Die Stimmung an der Schweizer Börse ist schon länger gut, im neuen Jahr hat sie sich aber noch einmal verbessert. Nicht nur der Swiss Market Index (SMI) ist zwischenzeitlich auf ein neues Allzeithoch gestiegen, auch mehrere SMI-Einzeltitel haben 2018 den höchsten Stand ihrer Firmengeschichte erreicht.

Das sind Julius Bär, Lonza, SGS und Sika (cash berichtete). Sie haben bislang zwischen 1 (SGS) und 5 Prozent (Julius Bär) zugelegt und setzen damit ihre sehr gute Performance aus dem letzten Jahr fort. Spezielle Sika übertraf  jüngst erneut die Analystenerwartungen mit dem Jahresumsatz deutlich. Auch für die anderen Rekordjäger stehen in den kommenden Wochen mit den Geschäftszahlen Prüfsteine bevor.

Weiter schwächelnde Schwergewichte

Eher überraschend ist hingegen, wie gut LafargeHolcim (+7,8 Prozent) und Zurich (+6,1 Prozent) aus den Startblöcken gekommen sind (siehe Tabelle weiter unten). Denn im letzten Jahr blieben beide Titel deutlich unter dem Durchschnitt.

Beim Zementkonzern LafargeHolcim setzte die Erholung bereits Anfang Dezember ein. Die Anleger, so scheint es, setzen immer mehr Hoffnung in den neuen CEO Jan Jenisch, der den Konzern agiler, leistungs- und kostenbewusster machen will. Das zeigt sich auch bei den Aktienfavoriten der Banken: Unzählige Analysten empfehlen die LafargeHolcim-Aktie mit Blick auf 2018 zum Kauf.

Daneben gehört auch Roche zu den Favoriten vieler Experten. Doch der Genussschein (-0,2 Prozent) kommt noch nicht vom Fleck - an das schwache Abschneiden von Roche hat man sich jedoch fast schon ein wenig gewöhnt.

Mit Nestlé (-1,9 Prozent) hat ein zweites SMI-Schwergewicht keinen optimalen Start erwischt. Allerdings könnte beim Nahrungsmittelmulti schon bald eine Transaktionsmeldung für Kursbewegung sorgen: Das US-Süsswarengeschäft steht zum Verkauf, und Nestlé ist angeblich an verschiedenen Medikamentensparten interessiert.

SMI-Ttiel 2018

Top 5 Flop 5
Titel Performance 2018, in % Titel Perf. 2018, in %
LafargeHolcim +7,8 Nestlé -1,9
Sika +6 Roche -0,2
Adecco +6,1 Swisscom +0,3
Zurich +6,1 Geberit +0,4
Julius Bär +5,1 Givaudan +0,8

Quelle: cash.ch (Stand 12.01.18)

Die Chancen auf eine Fortsetzung der Januar-Rally sind intakt. Ein wichtiger Treiber ist dabei das synchrone Wirtschaftswachstum in den meisten Regionen weltweit, das in den kommenden Monaten weiterlaufen dürfte. Auch die laufende Berichtssaison sollte den börsenkotierten Schweizer Unternehmen keinen Strich durch die Rechnung machen. Vielen kleinen und mittelgrossen Firmen wird dabei der abgeschwächte Franken zu guten Resultaten verhelfen.

Vorboten davon zeigen sich bei den Überfliegern am breiten Schweizer Aktienmarkt (siehe Tabelle am Artikelende). Exportorientierte Unternehmen wie Tornos (+36,5 Prozent), Cicor (+15,4 Prozent), Burckhardt Compression oder Sulzer (je +13 Prozent) haben im laufenden Jahr bereits deutlich dazugewonnen. Auch der Jungfraubahn (+10,5 Prozent) hat die währungsseitige Entspannung geholfen: 2017 wurden so viele Personen auf das Jungfraujoch befördert wie noch nie.

Biotech und Hedgefonds im Fokus

Der jähe Anstieg von Orascom (+38,6 Prozent) hängt hingegen zusammen mit der verbesserten touristischen Situation in Ägypten, wo die Firma den Grossteil ihres Umsatzes erwirtschaftet. Jede Aufhebung eines Reiseverbots hat dem Immobilien- und Tourismusunternehmen – allerdings auf tiefem Niveau – zu Kurssprüngen verholfen. Handkehrum können politische und wirtschaftliche Unsicherheiten in Ägypten und der Arabischen Halbinsel Kursausschläge in die negative Richtung auslösen.

Die grösste Kursrakete am Swiss Performance Index (SPI) stammt aus dem Biotech-Bereich. Addex (+42,8 Prozent) forscht an neurologischen Krankheiten und ist kursmässig wieder dort, wo die Aktie zuletzt vor zwei Jahren stand. Das Beispiel zeigt einmal mehr, wie risikoreich Investments in die Gesundheits-Startups sind.

Ebenfalls sehr schwankungsanfällig ist der Kurs des Hedgefonds-Anbieters LumX Group (früher: Gottex). Der "Penny Stock" hat im letzten Jahr 45 Prozent Verlust eingefahren. 2018 ist es bereits 21 Prozent in die andere Richtung gegangen. Stabiler hingegen die Kursentwicklung von Swissquote (+18,5 Prozent). Der Online-Trader profitiert unter anderem vom Hype rund um Bitcoin.

Auch bei den Flop-Aktien tummeln sich einige Finanztitel. Valartis, Banque Profil de Gestion und die jurassische Kantonalbank sind unter den zehn schlechtesten Schweizer Aktien platziert.

SPI-Titel 2018

Top 10 Flop 10
Titel Perf. 2018, in % Titel Perf. 2018, in %
Addex +42,8 Elma Electronic -5,5
Orascom +38,6 Myriad -5,3
Tornos +36,5 Aryzta -4,5
SNB +21,6 Relief Therapeutics -4
CI COM +21,5 Valartis -3,8
LumX +21 Calida -3,4
Swissquote +18,5 Poenina -3,3
Highlight Event +18,1 Schweiter -2,7
Evolva +15,8 BC Jura -2,6
Cicor +15,4 Bq Prof. Gestion -2,5

Quelle: cash.ch (Stand 12.01.18)

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Bei diesen SMI-Firmen könnte

Bei diesen SMI-Firmen könnte eine Sonderdividende rausschauen

Nur wenige SMI-Firmen kommen für eine Sonderdividende in Frage, weil viele mit Aktienrückkaufprogrammen beschäftigt sind. Wo den Aktionären kurz- und mittelfristig dennoch ein finanzieller Zustupf winken könnte.

15.01.2018 23:04

Von Lorenz Burkhalter

Vor gut einer Woche läutete der Baustoffhersteller Sika am Schweizer Aktienmarkt die Jahresberichterstattung für 2017 ein. Seither vergeht kein Tag, ohne dass nicht mindestens ein Unternehmen erste Kennzahlen für das vergangene Jahr vorlegt.

Neben der Geschäftsentwicklung und dem Ausblick interessiert Anleger dabei vor allem etwas: Wie hoch fällt die reguläre Dividende aus? Und gibt es darüber hinaus eventuell sogar noch einen Zustupf in Form einer Sonderdividende?

Bei den Unternehmen aus dem Swiss Market Index (SMI) - 20 an der Zahl - kommen nur die allerwenigsten für eine Sonderdividende in Frage. Entweder lässt es die finanzielle Situation nicht zu, oder die Firmen führen operativ nicht benötigtes Kapital über andere Kanäle an die Aktionäre zurück. Unternehmen wie Swiss Re, ABB oder Nestlé haben dazu ein Aktienrückkaufprogramm ins Leben gerufen. Auch Novartis gibt dem Kauf eigener Aktien den Vorzug.

Setzt der Dividendenkönig Zurich Insurance einen drauf?

Auf eine Sonderdividende wird kurzfristig einzig bei der Zurich Insurance Group spekuliert. Nach der milliardenschweren Übernahme des Lebensversicherungsgeschäfts der Australia & New Zealand Banking Group waren diese Spekulationen Mitte Dezember kurzzeitig verstummt. Seit allerdings bekannt ist, dass die Übernahme das Überschusskapital des Versicherungskonzerns aus Zürich kaum schmälert, dürfen die Aktionäre wieder hoffen.

Denn selbst nach ausserordentlichen Rückstellungen im Zusammenhang mit Unwetterkatastrophen schätzen Analysten das Überschusskapital bei der Zurich Insurance Group noch immer auf rund 2 Milliarden Franken oder 14 Franken je Aktie.

Dank der davon ausgehenden Fantasie lag die Zurich-Aktie in den ersten Januar-Tagen überdurchschnittlich gut im Markt. Seit Jahresbeginn errechnet sich ein Kursplus von fast 6 Prozent.

Eine Sonderdividende besonderer Art winkt vielleicht den Anteilseignern des Luxusgüterkonzerns Richemont. Seit der Verschmelzung der Online-Tochter Net-a-Porter mit dem italienischen Rivalen Yoox sind die Genfer seit Oktober 2015 mit 50 Prozent am Gemeinschaftsunternehmen beteiligt.

Roche, Geberit und Novartis unter Druck

Gut möglich, dass sich Richemont im Zuge der strategischen Neuausrichtung der Beteiligung entledigt und diese in Form einer Sachdividende an die Aktionäre ausschüttet. Darüber hinaus wälzt der Luxusgüterkonzern umgerechnet mehr als 6 Milliarden Franken vor sich her.

Kursentwicklung der Zurich-Aktie (rot) und jener von Richemont (grün) über die letzten 12 Monate (Quelle: www.cash.ch)

Ähnliche Forderungen aus dem Aktionariat stehen bei Novartis im Raum. Als Vermächtnis aus der Ära des einstigen Konzernchefs und Verwaltungsratspräsidenten Daniel Vasella ist der Gesundheitskonzern am Platzrivalen Roche beteiligt. Anders als damals hat das Aktienpaket keine strategische Bedeutung mehr, weshalb sich Novartis unter dem zukünftigen Konzernchef Vas Narasimhan trennen könnte.

Da die Inhaberaktie von Roche als schlecht handelbar gilt und ein strategischer Käufer schwer zu finden wäre, gilt eine Ausschüttung an die Novartis-Aktionäre als ein elegantes Ausstiegs-Szenario.

Roche selbst steht angesichts der unterdurchschnittlichen Kursentwicklung zusehends in der Kritik. Die Führungsequipe am Hauptsitz in Basel muss sich deshalb etwas einfallen lassen, um die Aktionäre versöhnlich zu stimmen. Fakt ist: Der Pharma- und Diagnostikkonzern hat mittlerweile einen Grossteil seiner Schulden getilgt. Die Ausschüttung einer Sonderdividende wäre für Roche allerdings ziemlich ungewohnt, geniessen ergänzende Firmenübernahmen doch höchste Priorität.

Unter Druck aus dem Aktionariat steht auch Geberit. Spekuliert wird hier über ein verhaltenes Schlussquartal. Analysten befürchten, dass sich das organische Umsatzwachstum zwischen Anfang Oktober und Ende Dezember noch einmal verlangsamt hat. Das sind sich die erfolgsverwöhnten Aktionäre ganz und gar nicht gewohnt.

SMI-Schwergewicht Nestlé könnte auf die Bremse treten

Abhilfe könnte da ein einmaliger Zustupf aus der Firmenkasse schaffen. Ein Aktienrückkaufprogramm scheint wahrscheinlicher als eine Sonderdividende, kaufte Geberit in der Vergangenheit immer mal wieder eigene Titel zurück.

Die Geberit-Aktie (rot) im 12-Monats-Vergleich mit dem SMI (grün) (Quelle: www.cash.ch)

Nicht in Stein gemeisselt ist das Aktienrückkaufprogramm hingegen bei Nestlé, dem grössten Vertreter aus dem SMI. Dem Nahrungsmittelkonzern wird in der Finanzpresse ein Interesse an Geschäftsbereichen des US-Pharmakonzerns Pfizer und der deutschen Merck nachgesagt (cash berichtete). Erhält Nestlé in beiden Fällen den Zuschlag, müsste das Unternehmen beim mit 20 Milliarden Franken dotierten Aktienrückkaufprogramm wohl oder übel auf die Bremse treten. Das wiederum käme an der Börse vermutlich nicht gut an.

Egal ob die genannten Unternehmen Sonderdividenden oder neue Aktienrückkaufprogramme bekanntgeben - freuen dürfen sich die Aktionäre sowieso. Schätzungen zufolge steuert der SMI in diesem Frühling mit einer Dividendensumme von 36 Milliarden Franken nämlich einem neuen Rekord entgegen.

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Die Zeichen stehen auf

Die Zeichen stehen auf Wachstumsbeschleunigung

Der Internationale Währungsfonds rechnet mit einem weitern Anziehen der Weltwirtschaft.

15.01.2018 20:05

"Die Zeichen stehen auf rascherem Wachstum in allen Regionen", sagte der stellvertretende IWF-Chef David Lipton am Montag laut Redetext in Hongkong mit Blick auf die in der nächsten Woche anstehende Revision der Konjunkturprognosen des Fonds. Die Weltwirtschaft werde vorerst ihre starke Verfassung beibehalten. Lipton warnte allerdings auch: "Es ist nicht klar, wie lange es mit diesen guten Botschaften noch weitergeht". Denn insgesamt befinde sich die Weltwirtschaft in der letzten Phase einer langen, schrittweisen Erholung von der Finanzkrise vor rund zehn Jahren.

IWF fordert Reformen

Angesichts dessen bekräftigte Lipton die Aufforderung an die IWF-Mitgliedsstaaten, vor allem die reichen Länder, die guten Zeiten für Reformen und System-Reparaturen zu nützen. "Jetzt ist die Zeit, in der man Schwachstellen und strukturelle Probleme angehen sollte, die das nachhaltige Wachstum behindern können, und für Schritte, um für eine stärkere Wachstumskraft zu sorgen für Zeiten, in denen die Konjunktur nicht mehr so gut läuft", sagte der IWF-Vize.

Gekennzeichnet wird die gute Verfassung der Weltwirtschaft laut Lipton unter anderem dadurch, dass der Handel wieder stärker zulegen dürfte als die globale Wirtschaftsleistung. In Europa habe sich das Wachstum nicht nur erhöht, es sei auch breiter verteilt. In den USA gehe es ebenfalls aufwärts, wobei die beschlossene Steuerreform noch einen Extra-Impuls geben sollte. Zwei Drittel des weltweiten Wachstums aber kämen von Asien - und auch dort blieben die Aussichten günstig. Es gebe aber auch Risiken, wie Preisblasen oder die Möglichkeit unerwarteter geld- und währungspolitischer Änderungen, die die Stimmung an den Märkten kippen und die Kapitalflüsse beeinflussen könnten. Auch durch geopolitische Unsicherheiten drohten Gefahren.

China als Schlüsselstaat

Ganz besonders hängt die weltwirtschaftliche Entwicklung laut Lipton von dem ab, was in China passiert. Für mehr als 100 Länder sei die Volksrepublik ein entscheidender Partner. Und auch im Zukunftsbereich Digitalisierung sei China maßgebend. Hinzu komme Chinas zentrale Rolle als Investor und Geldgeber. Daher wären Unsicherheiten im "Reich der Mitte" Gift für die Weltwirtschaft. Lipton riet China, den Kurswechsel für ein stärkeres Gewicht auf die Binnenkonsumnachfrage und Privatwirtschaft fortzusetzen. Zudem sollte das Land das Kreditwachstum begrenzen und so mehr für Finanzstabilität tun.

(Reuters)

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SNB: Negativzinsen sind

SNB: Negativzinsen sind weiterhin notwendig

Die Schweizerische Nationalbank will nicht von ihren rekordtiefen Negativzinsen abrücken. Er wage keine Prognose, wann die SNB zu positiven Einlagenzinsen zürückkehren werde, sagt Präsident Thomas Jordan.

17.01.2018 07:26

SNB-Präsident Thomas Jordan äusserte sich am Dienstag auf einer Veranstaltung in Zürich. "Der Franken ist immer noch hoch bewertet. Wir haben dafür tiefe Zinsen. Die tiefen Zinsen sollen dem entgegenwirken. Würden wir das ändern, dann würde sich der Franken zusätzlich aufwerten." Nötig seien die Negativzinsen von aktuell minus 0,75 Prozent auch im internationalen Kontext.

Die SNB strebt stets tiefere Zinsen an, als etwa im Euro-Raum. So will sie den Franken unattraktiv machen für Investoren, die in stürmischen Zeiten an der Börse oftmals in den "sicheren Hafen" Franken fliehen.

(Reuters)

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Funktioniert der Dividenden

Funktioniert der Dividenden-Trick auch 2018?

Regelmässig steigen dividendenstarke Aktien vor dem Ausschüttungstermin stark an. Ob dieses Muster auch 2018 eintrifft, ist allerdings fraglich. Dazu vier Beispiele.

28.01.2018 23:05

Von Ivo Ruch

Mit Aktien kann man im Grunde genommen auf zwei Arten Geld verdienen: Der Kurs des Wertpapiers steigt nach dessen Kauf oder der Aktionär profitiert von der Dividendenzahlung. Im Idealfall passiert beides.

In der Schweiz ist folgendes Muster immer wieder beobachtbar: Aktien mit hohen Dividendenrenditen (Dividende pro Aktie geteilt durch den aktuellen Aktienkurs) steigen im Vorfeld des Ausschüttungstermins an, weil Anleger den Geldregen im Frühling nicht verpassen möchten. Die Aussicht auf eine ordentliche Ausschüttung treibt dann die Kurse.

Auch Sven Bucher, Leiter Research der Zürcher Kantonalbank (ZKB), erkennt dieses Muster - zwar nicht systematisch, aber doch regelmässig, wie er sagt. "Besonders im heutigen Umfeld tiefer Zinsen zeigt sich dieses Anlegerverhalten noch deutlicher", so Bucher. Weil Obligationen mit guter Bonität kaum mehr Zins abwerfen, holen sich viele Investoren die wiederkehrenden Auszahlungen am Aktienmarkt.

So zum Beispiel beim Gebäudetechniker Walter Meier. Die Aktie hat in den letzten Jahren stets rund um den Dividendentermin herum ein mehrmonatiges Hoch erreicht, wie die grünen Pfeile auf dem folgenden Chart zeigen. Auch in diesem Jahr ist der Titel nach einem durchzogenen 2017 schon wieder gut unterwegs (+9 Prozent).

Dividendenzahlungen von Walter Meier in den letzten fünf Jahren (Quelle: cash.ch)

Walter Meier warf in den vergangenen Jahren eine Dividendenrendite zwischen 4,5 und 5 Prozent ab. Doch aktuell läuft es dem frisch fusionierten Unternehmen – Walter Meier heisst nach dem Zusammenschluss mit der Tobler AG neu Meier Tobler – operativ nicht nach Wunsch. Für 2017 erwartet das Management einen Umsatzrückgang von 2 Prozent und einen tieferen Betriebsgewinn.

Dennoch wird den Aktionären weiterhin eine Ausschüttung von 2 Franken pro Aktie in Aussicht gestellt. Beim aktuellen Aktienkurs von 42,50 Franken ergibt das zwar eine Rendite von 4,7 Prozent. Doch bereits mehren sich die Stimmen, die das als nicht nachhaltig bezeichnen. Das Jahresergebnis 2017 wird am 20. Februar präsentiert.

Nach dem Allzeithoch gings abwärts

Ein ähnliches Muster zeigt sich beim Werbevermarkter APG. 2017 erreichte der Aktienkurs ein neues Allzeithoch bei knapp 500 Franken – wenige Tage vor der Zahlung von 24 Franken Dividende. Danach korrigierte der Kurs allerdings deutlich, bis im November ein Grossauftrag der SBB bekannt wurde. Doch derzeit ist beim Bundesverwaltungsgericht eine Beschwerde gegen die Vergabe des Auftrags hängig.

Auf die kommende Dividende dürfte das keinen Einfluss haben. Die Neue Helvetische Bank (NHB) rechnet mit einem Betrag von 24,49 Franken, was momentan eine Rendite von fast 5,5 Prozent ergibt und ein Schweizer Spitzenwert ist (siehe Tabelle am Artikelende). Das NHB-Research hat zudem ausgerechnet, dass börsenkotierte Schweizer Unternehmen eine durchschnittliche Rendite von knapp 3 Prozent bezahlen.

Überdurchschnittlich zeigt sich diesbezüglich auch der Versicherungskonzern Zurich, der gemeinhin als bester Dividendenzahler am Schweizer Aktienmarkt gilt. In den letzten sieben Jahren betrug die Dividende stets 17 Franken, während die Aktie zwischen 170 und 330 Franken pendelte. Eine Rendite von mehr als 6 Prozent war für Zurich-Aktionäre also keine Seltenheit.

In diesem Jahr wird gar auf eine Sonderdividende spekuliert. Selbst nach der milliardenschweren Übernahme des Lebensversicherungsgeschäfts der Australia & New Zealand Banking Group schätzen Analysten das Überschusskapital bei Zurich immer noch auf 14 Franken pro Aktie (cash berichtete). Diese Fantasie dürfte mitverantwortlich dafür sein, dass die Zurich-Aktie seit Jahresbeginn überdurchschnittlich begehrt ist.

«Ein Zeichen der Stärke»

Auch bei der Swisscom warten die Aktionäre seit längerem auf eine Erhöhung der bei 22 Franken scheinbar festgezurrten Dividende. Weil die Rendite trotzdem meist über 4 Prozent liegt, erlebt der Titel meist im Frühling ein Zwischenhoch. Mit 22 Franken können Swisscom-Aktionäre auch im kommenden April rechnen. Mehr erfahren die Anleger am 7. Februar mit den Geschäftszahlen.

Noch etwas ist auffällig im Zusammenhang mit Dividendenaktien: Der Kursrückgang aufgrund der Dividendenzahlung ("Dividendenknick") wird unterschiedlich rasch wieder aufgeholt. So hat beispielsweise bei Walter Meier und APG im Vorjahr nach der Zahlung eine Durststrecke eingesetzt, während bei Swisscom und Zurich die Kurse wieder anstiegen. Das sei "ein gewisses Zeichen der Stärke der entsprechenden Gesellschaft", sagt ZKB-Experte Bucher.

Top 10 Dividendenzahler der Schweiz

Titel Rendite, in %* Performance 2018, in %
Zurich 5,6 +6,5
APG 5,3 +0,2
Swiss Re 5,2 +2,8
Mobilezone 4,8 -3,0
Meier Tobler 4,7 +9,1
Comp. Fin. Trad. 4,5 +5,4
Sunrise 4,5 +1,1
Goldbach 4,3 -1,1
Carlo Gavazzi 4,3 +3,7
Varia 4,3 -4,0

*Renditeberechnung anhand Schätzungen der Neuen Helvetischen Bank

Quellen: cash.ch, NHB

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Schweizer Aussenhandel

Schweizer Aussenhandel erzielt im Dezember Überschuss von 2,6 Mrd CHF

Der Schweizer Aussenhandel hat im Dezember 2017 nochmals kräftig zugelegt, vor allem auf arbeitstagsbereinigter Basis. Entsprechend ergab sich sowohl für den Berichtsmonat wie auch für das Gesamtjahr 2017 erneut ein hoher Exportüberschuss.

30.01.2018 08:31

Arbeitstagsbereinigt wuchsen die Exporte im Dezember um 10,8% (real +4,6%) und die Importe um 13,5% (real: +11,1%). Während sich auf der Ausfuhrseite auch saisonbereinigt die Dynamik widerspiegelte, konnten die Importe nicht an die Ergebnisse des Vormonats anknüpfen, wie die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) am Dienstag mitteilte. Die Handelsbilanz schloss mit einem (unbereinigten) Überschuss von 2,63 Mrd CHF.

Auch aufs Gesamtjahr 2017 gesehen, schaltete der schweizerische Aussenhandel einen Gang höher: Die Exporte (220,4 Mrd CHF) legten auf bereinigter Basis um 4,7% zu und erklommen einen neuen Rekord. Die Importe (185,6 Mrd) wuchsen um 6,9% und damit am kräftigsten seit 2010. Nebst der aufgehellten Konjunkturlage weltweit hätten in beiden Handelsrichtungen die Abschwächung des Schweizer Frankens beziehungsweise die Preisentwicklung eine massgebende Rolle gespielt, so die EZV. Mit einem Überschuss von 34,8 Mrd CHF schloss die Handelsbilanz rund 6% unter dem Rekordwert von 2016.

uh/cf

(AWP)

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Das Comeback der Finanzaktien

Das Comeback der Finanzaktien

Im ersten Monat des Schweizer Börsenjahres konnten vor allem Finanzaktien überzeugen, während Schwergewichte Bremsspuren hinterliessen. Für Anleger stehen nun wichtige Wochen bevor.

31.01.2018 08:13

Von Ivo Ruch

Die Aktien von UBS und Julius Bär haben seit Jahresbeginn rund 7 Prozent an Wert dazugewonnen, bei der Credit Suisse sind es knapp 2 Prozent weniger (siehe Tabelle). Im Vergleich dazu steht der Gesamtmarkt (SMI +1,1 Prozent) schwach da. Verantwortlich dafür sind in erster Linie die grosskapitalisierten Firmen Roche und Nestlé, welche den Swiss Market Index bremsen.

Das bislang schwache Abschneiden des Pharmakonzerns Roche (-5,5 Prozent)  ist eine Fortsetzung der jüngeren Tendenz. 2017 blieb unter dem Strich eine Performance von +6 Prozent übrig, 2016 waren es -16 Prozent und 2015 resultierte ein knappes Plus von 2,4 Prozent.

SMI-Titel 2018

Top 5 Flop 5
Titel Performance 2018, in % Titel Perf. 2018, in %
LafargeHolcim +7,3 Roche -5,5
UBS +7,1 Nestlé -3,8
Julius Bär +7,0 Givaudan -1,3
Zurich +5,6 Swisscom -1,0
Novartis, CS +5,4 SGS -0,3

Quelle: cash.ch (Stand 30.01.18, 11 Uhr)

Doch 2018 sollte eigentlich zum Jahr des Comebacks für den Roche-Genussschein werden. Kaum ein SMI-Titel wurde von Analysten häufiger zum Kauf empfohlen – auch aufgrund der im Branchenvergleich attraktiven Bewertung eines Kurs-Gewinn-Verhältnisses von knapp 16.

Mehr noch: Roche gilt als gut aufgestellt, um auslaufende Patente umsatzstarker Medikamente aufzufangen. Dennoch trauen die Anleger der Erfolgsstory noch nicht über den Weg. Gut möglich, dass sie vorerst das Jahresergebnis vom Donnerstag abwarten.

Noch bis am 15. Februar müssen die Aktionäre von Nestlé warten. Dann wissen sie mehr über den Geschäftsgang des Nahrungsmittelmultis und über das erste Amtsjahr von CEO Mark Schneider. Der jüngst erfolgte Verkauf des US-Süsswarengeschäfts an Ferrero konnte den Aktienkurs aber ebenso wenig beflügeln wie neues Personal im Verwaltungsrat - über die letzten acht Monate gesehen, hat Nestlé an der Börse stagniert, wie die lila Linie im folgenden Chart verdeutlicht.

Die Aktien von UBS (rot) und Nestlé (lila) im Vergleich zum SMI (grün) in den letzten zwölf Monaten (Quelle: cash.ch)

Marktbeobachter rechnen aber damit, dass der Konzernumbau bei Nestlé noch längst nicht abgeschlossen ist (cash berichtete). Kapital für Portfoliooptimierungen ist auf jeden Fall mehr als genug vorhanden. Bei der UBS zeigt der Aktienkurs schon länger nach oben (rote Linie im Chart) – mittlerweile ist der Titel auf den zweiten Platz der SMI-Rangliste geklettert.

Ebenfalls im Aufwind befinden sich die Bankaktien Julius Bär und Credit Suisse. Sie bestätigen einen allgemeinen Trend, wonach sich das Umfeld für Finanzinstitute allmählich aufhellt. Der nächste Test steht ihnen heute Mittwoch (Julius Bär) und am 14. Februar (Credit Suisse) mit den Jahreszahlen bevor. Mit der dividendenstarken Aktie von Zurich schafft es auch noch ein Versicherer in die Top fünf des SMI.

Einzige Nicht-Finanzaktie an der Spitze der Rangliste ist somit LafargeHolcim (+7,3 Prozent), der als Weltmarktführer unter den Zementherstellern von der weltweit brummenden Konjunktur profitiert. Noch 2017 blieb der Titel deutlich unter dem Marktdurchschnitt.

Abgestürzte Favoriten

Favoriten-Verschiebungen gab es in diesem Jahr auch am breiten Schweizer Aktienmarkt. Sehr auffällig zum Beispiel der Kurssturz bei Leonteq. Nachdem die UBS am letzten Freitag eine Verkaufsempfehlung für den Finanzdienstleister ausgesprochen hat, ist die Leonteq-Aktie um fast 10 Prozent eingebrochen, was in der Zwischenbilanz von -7,7 Prozent widerspiegelt. Zum Vergleich: Der Swiss Performance Index (SPI) hat bisher rund 1 Prozent gewonnen. 2017 gehörte Leonteq noch zu den Überfliegern an der Schweizer Börse.

Bei Dormakaba (-7,1 Prozent) setzte die Korrekturbewegung schon früher ein. Seit dem Allzeithoch im Sommer 2017 hat der Sicherheitstechniker praktisch nur noch an Wert verloren. Für viele Anleger ist der Titel vermutlich schlicht zu teuer geworden, auch wenn es an der Qualität des Unternehmens wenig auszusetzen gibt.

Diese Geschichte wiederholt sich bei Barry Callebaut. Nach starken Kursavancen in der jüngeren Vergangenheit ist nun viel der zukünftigen Entwicklung beim weltgrössten Schokoladekonzern bereits eingepreist. Daran konnten auch die sehr guten Geschäftszahlen aus der vergangenen Woche nichts ändern.

Spekulative Kursausschläge

Den allerbesten Jahresstart haben Orascom erwischt. Dem Tourismus- und Immobilienkonzern von Samih Sawiris  helfen die wiederentdeckte Reiselust nach Ägypten und in den Nahen Osten. Auch wenn die Orascom-Aktie am Dienstag unter Abgabedruck kam, steht sie seit Anfang Jahr immer noch mehr als 45 Prozent im Plus und somit auf dem höchsten Stand seit mehr als drei Jahren.

Ebenfalls weit oben rangiert die Aktie der Schweizerischen Nationalbank (SNB, +46,6 Prozent), die weiterhin von spekulativen Kursausschlägen getrieben wird. Dasselbe gilt für Relief Therapeutics (+28 Prozent) oder LumX Group (+25 Prozent) – zwei Aktien mit wenigen Rappen an Wert. Konstanter ist hingegen die Performance von Cicor (+28,9 Prozent) und Logitech (+22,3 Prozent). Sie gehören seit Jahren zumSegment der erfolgreichen Schweizer Small und Mid Caps.

SPI-Titel 2018

Top 10 Flop 10
Titel Perf. 2018, in % Titel Perf. 2018, in %
Orascom +56,4 Aryzta -31,8
SNB +46,6 Santhera -23,0
Tornos +38,8 Myriad -17,9
Addex +38,4 Bq. Prof. Gestion -11,8
Cicor +28,9 Schweiter -7,4
Relief Therap. +28,0 Leonteq -7,7
LumX Group +25,0 Dormakaba -7,1
Swissquote +23,9 Barry Callebaut -6,1
Logitech +22,3 Burkhalter -5,3
CPH +22,3 Mobilezone -5,1

Quelle: cash.ch (Stand 30.01.18, 11 Uhr)

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UBS-Konsumindikator sinkt im

UBS-Konsumindikator sinkt im Dezember leicht - weiter auf hohem Niveau

Der UBS-Konsumindikator ist im Dezember leicht gesunken. Im Vergleich zum Vormonat ging der Indikator um 0,04 auf 1,69 Indexpunkte zurück. Die Werte der vorangegangenen Monate wurden allerdings zum Teil deutlich nach oben korrigiert: So liegt der Wert für November neu bei 1,73 Punkten nach zuvor 1,67 Punkten, jener für Oktober bei 1,78 nach 1,68 Zählern.

31.01.2018 08:30

Der Konsumindikator sei im Dezember deutlich über dem langjährigen Durchschnitt gelegen und zeichne ein optimistisches Bild des Schweizer Privatkonsums, kommentieren die Ökonomen der UBS denn auch die aktuelle Entwicklung.

Gestützt worden sei der Indikator vom besseren Geschäftsgang des Detailhandels sowie von der gestiegenen Zahl der Logiernächte, heisst es weiter. Auf der anderen Seite hätten schwächere Zahlen bei den Neuimmatrikulationen von Autos eine bessere Entwicklung verhindert. Der Rückgang der Neuimmatrikulationen um 12% liege deutlich über dem langjährigen Schnitt.

Für das laufende Jahr geht das UBS Chief Investment Office Wealth Management (UBS CIO) laut der Mitteilung von einem soliden Wirtschaftswachstum aus, das auch vom Privatkonsum unterstützt wird. Die Grossbank erwartet allerdings ein schwächeres Wachstum des Privatkonsums, als der Indikator ausweist. Konkret wird mit einem Konsumwachstum von 1,4% gerechnet. Begründet wird dies mit einem erwarteten nominale Lohnanstieg, der nur wenig über der Inflationsrate von 0,6% liegen werde. Daher werde der reale Lohnanstieg den privaten Konsum eher dämpfen, so die UBS-Ökonomen.

Der Konsumindikator zeigt mit einem Vorlauf von einem bis drei Monaten auf die offiziellen Zahlen die Entwicklung des Privatkonsums in der Schweiz an. Dieser ist mit einem Anteil von gut 50% die mit Abstand wichtigste Komponente des Schweizer Bruttoinlandprodukts. Berechnet wird der Vorlaufindikator aus sechs konsumnahen Komponenten.

Aktuelle und frühere Werte, revidiert (Tabelle):

2017 Dezember: 1,69 November: 1,73 Oktober: 1,78 September: 1,88 August: 1,74 Juli: 1,50 Juni: 1,25 Mai: 1,15 April: 1,21 März: 1,21 Februar: 1,24 Januar: 1,36 2016 Dezember: 1,59 November: 1,53 Oktober: 1,48 September: 1,36 August: 1,30 Juli: 1,25 Juni: 1,25 Mai: 1,15 April: 1,04 März: 0,89 Februar: 0,93 Januar: 1,08

(AWP)

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Schweizer Konsumenten im Hoch

Schweizer Konsumenten im Hoch

Die Konsumentenstimmung in der Schweiz hat sich zu Beginn des neuen Jahres markant aufgehellt und ist auf den höchsten Stand seit sieben Jahren gestiegen.

01.02.2018 08:25

Gemäss der jüngsten, quartalsweise durchgeführten Umfrage stieg der Konsumentenstimmungs-Index im Januar gegenüber Oktober um 7 auf +5 Punkte. Dies entspreche dem höchsten Stand seit sieben Jahren, teilt das das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Donnerstag mit. Zum Vergleich: Der langjährige Durchschnitt des Indexes liegt bei -9 Punkten.

Insgesamt zeigten die Ergebnisse eine Verbesserung der bereits überdurchschnittlichen Stimmungslage, schreibt das Seco weiter. Sowohl für die Entwicklung der Arbeitslosigkeit als auch für die Wirtschaftsentwicklung insgesamt erwarteten die Konsumenten, dass sich die positive Dynamik fortsetze. Die Einschätzung der zukünftigen persönlichen finanziellen Situation bleibe hingegen durchschnittlich.

Der Teilindex zur erwarteten Wirtschaftsentwicklung kletterte auf 32 von 14 Punkten. Damit werde nicht nur der langjährige Mittelwert (-10 Punkte) deutlich übertroffen. Der Teilindex liege zudem auf dem höchsten Stand seit 2010, als die Schweizer Wirtschaft kräftig wuchs.

Im Einklang mit der Erwartung einer robusten Wirtschaftsentwicklung blicken die Konsumenten laut den Angaben auch zuversichtlich auf den Arbeitsmarkt. Der Teilindex zur erwarteten Entwicklung der Arbeitslosenzahl fiel auf 26 von 39 Punkten. Damit werde der langjährige Mittelwert (49 Punkte) inzwischen deutlich unterschritten, so das Seco.

Die zwei weiteren Fragen, die in die Berechnung des Gesamtindex einfliessen (eigene finanziellen Lage, Sparmöglichkeiten), wurden gemäss der Mitteilung von den Konsumenten nicht signifikant anders beantwortet als im Oktober und liegen im durchschnittlichen Bereich.

Bei den weiteren Fragen, die erhoben wurden, zeigte sich laut dem Seco insbesondere bei der erwarteten Preisentwicklung eine signifikante Änderung (+44 nach +56 Punkte).

(AWP)

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UBS bekräftigt BIP-Prognose

UBS bekräftigt BIP-Prognose von +1,8% für 2018

Die Ökonomen der UBS bekräftigen ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr. Sie gehen unverändert von einem Wachstum des Schweizer Bruttoinlandprodukts von 1,8% aus, wie sie am Donnerstag mitteilten. Die hiesige Wirtschaft profitiere von einer robusten globalen Konjunktur und der deutlichen Abwertung des Schweizer Frankens seit Mitte 2017, heisst es zur Begründung.

01.02.2018 08:55

Vom freundlichen Konjunkturverlauf im Ausland wird in den Augen der UBS-Ökonomen die hiesige Exportindustrie profitieren. Erste positive Entwicklungen seien in der Industrie sowie im Tourismus bereits zu erkennen. Auch dem Arbeitsmarkt helfe der wirtschaftliche Rückenwind, weshalb die Arbeitslosenquote erstmals seit 2012 unter die 3%-Marke fallen werde. Die Inflationsprognose der Grossbank lautet derweil auf +0,6%.

Die UBS-Experten sehen beim EUR/CHF-Wechselkurs wegen der Normalisierung der globalen Geldpolitik noch immer ein gewisses Potenzial und gehen auf zwölf Monate von einem Kurs von 1,23 aus, wie es weiter heisst. Ein so weiter abgeschwächter Franken werde es der Schweizerischen Nationalbank (SNB) erlauben, schon im nächsten Dezember einen ersten Zinsschritt von -0,75% auf -0,50% vorzunehmen, bestätigen die Ökonomen früher gemachte Prognosen. Positive Schweizer Leitzinsen seien indes erst im Jahr 2020 zu erwarten, nachdem auch die EZB ihre Leitzinsen erhöht haben wird.

Ein Risiko für die Schweizer Wirtschaft sei ein Wiedererstarken des Frankens, so die Mitteilung. Als mögliche Auslöser für ein solches Szenario nennen die Ökonomen politische Ereignisse wie eine Eskalation auf der koreanischen Halbinsel oder ein unerfreulicher Wahlausgang in Italien.

rw/uh

(AWP)

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Wieso gerade jetzt das

Wieso gerade jetzt das «Angstbarometer» wichtig ist

Sind die Aktienmärkte anfälliger auf Schwankungen und damit unsicherer geworden? Der Volatilitätsindex VIX deutet darauf hin. Anleger sollten dessen Verlauf beobachten. Hartgesottene können gar mit dem VIX spekulieren.

02.02.2018 08:04

Von Marc Forster

Chinas Wirtschaftsprobleme im Sommer 2015. Der nervöse Jahreswechsel am Aktienmarkt 2015/16. Das Votum des Vereinigten Köngreichs für den Brexit im Juni 2016. Und auch die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten im November 2016.

Diese Ereignisse hatten eines gemeinsam: Sie trieben die Volatilität der Finanzmärkte in die Höhe. Ablesbar war dies jeweils am Volatilitätsindex VIX. Denn wirtschaftliche Krisen und Polit-Ereignisse, die maximale Aufmerksamkeit auf sich ziehen, lassen den Index in der Regel jäh in die Höhe schnellen.

Schwankungen des VIX-Index in den vergangenen fünf Jahren (Grafik: Bloomberg)

Der VIX basiert auf dem S&P 500 Index der amerikanischen Börse und leitet sich vom Handel mit Optionen ab. Und obwohl er sich am US-Aktienmarkt orientiert, gilt er weltweit als Gradmesser für die Stimmung am Aktienmarkt. Weil er oft heftig und steil ansteigt, hat er auch die Bezeichnung "Angstbarometer" erhalten. Panikzustände im Markt sind in diesem Index sofort ablesbar.

Erstellt wird der VIX von der Chicago Board Options Exchange (CBOE), einer der wichtigsten Terminbörsen der Welt. Wichtig dabei ist: Der VIX misst nicht die aktuelle Volatilität, sondern die kurzfristig erwarteten Schwankungen am Markt auf Basis von Daten aus dem Optionenhandel . Gesprochen wird deswegen von der "impliziten Volatilität".

Allerdings wurden sehr hohe Stände im VIX schon länger nicht mehr beobachtet. Beim "Schwarzen Montag" im Oktober 1987 lag der Stand bei über 170 Punkten, zu Zeiten der letzten Finanzkrise im Oktober 2008 betrug der Höchstwert des VIX noch 90 Punkte. Danach sanken die Werte deutlich. Seit Mitte 2016 hat sich der Indexwert häufig unterhalb von 15 Zählern befunden, was eine sehr tiefe Volatilität andeutet. Im Verlauf von 2017 fiel der Wert sogar immer wieder unter selten registrierte 10.

Volatilitäts-Anstieg wäre «konsequent»

Ungewöhnlich tiefe Werte spiegeln ein hohes Anlegervertrauen in die Märkte, was wiederum stark mit der Geldschwemme der Notenbanken zu tun hat, die in den vergangenen sieben Jahren ins System geleitet worden ist. Derzeit befindet sich der VIX bei 13,22 Zählern.

Das ist immer noch tief. Aber der Chart oben zeigt, dass es in den vergangenen Wochen einen sprunghaften Anstieg gegeben hat. Ob der Zeitpunkt gekommen ist, an dem die Volatilität nun nachhaltig steigt, kann pauschal nicht beantwortet werden.

"Ein Anstieg wäre aber nichts anderes als konsequent", sagt Patrik Schwendimann, Aktienanalyst und stellvertretender Leiter Research bei der Zürcher Kantonalbank. Eine so lange Phase tiefer Volatilität sei ungewöhnlich und kein Normalzustand.

Ist die Lage also kritischer geworden? Die Rekordjagd und die vergleichsweise hohen Bewertungen am US-Aktienmarkt jedenfalls verunsichern Teile des Marktes. Im Laufe des Januars knackte der US-Leitindex Jow Jones zuerst die Marke von 25'000 Punkte und kletterte danach weiter bis auf 26'617 Punkte. Auch der SMI stieg nach dem Jahreswechsel bis auf rekordhohe 9616 Punkte, korrigierte dann aber um 300 Punkte. 

Steigende Nervosität und höhere Volatilität gehen oft Hand in Hand. Auch andere Indikatoren wie der Obligationenmarkt, wo die Renditen steigen - zehnjährige US-Staatsanleihen rentierten kürzlich bei über 2,7 Prozent auf einem Vierjahres-Hoch - oder auch eine anziehende Inflation in den USA lassen den Rückschluss zu, dass sich der Aktienmarkt auf unruhigere Zeiten zubewegt. Und: Auch wenn diese Kennzahlen hauptsächlich die USA betreffen, sie beeinflussen die Märkte weltweit.

VIX informiert und kann gehandelt werden

Ein Index wie der VIX unterstützt, indem er die Stimmung am Markt wiedergibt, Anleger bei Entscheidungen. Beispielsweise bei der Frage, ob sie das Engagement am Markt erhöhen oder reduzieren sollen, oder ob Portefeuilles abgesichert werden sollen. Anleger sollten den VIX-Verlauf eigentlich immer beobachten, besonders genau aber in den nächsten Wochen und Monaten.

Volatilität ist aber auch handelbar, wenn auch nicht unbedingt für den durchschnittlichen Privatanleger. Es ist möglich, Derivate auf dem VIX zu kaufen und zu handeln. Gewiefte Anleger können Puts und Calls verwenden und damit gewissermassen auf die "Volatilität der Volatilität" spekulieren. In Erwartung von Ereignissen, welche die Märkte stark bewegen, kann etwa auf einen akuten Anstieg der Volatilität gesetzt werden: Anleger, die seinerzeit auf ein "Ja" beim Brexit-Votum oder auf die Wahl von Donald Trump zum Präsidenten spekuliert hatten, konnten so Gewinne einstreichen.

Ein Beispiel für so ein Produkt ist der "iPath S&P 500 VIX Future". Dabei handelt es sich um eine börsengehandelte Inhaber-Schuldverschreibung, welche die Aktienmarkt-Volatilität nachzeichnet. Auch die Schweizer Finanzdienstleistungsgruppe SIX bietet mit dem VSMI einen Index an, der Volatilität handelbar macht. Er bildet den Index durch ein Portefeuille nach, das nicht auf Preischwankungen, sondern auf Veränderungen in der Volatilität reagiert. Grundlage sind SMI-Optionen, die an der Terminbörse Eurex gehandelt werden.

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iruch
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Das sagen Experten zur Börsenkorrektur

Das sagen Experten zur Börsenkorrektur

Aktienanleger werden derzeit jäh aus ihren Börsenträumen gerissen. Grund zur Panik besteht laut Experten jedoch nicht, auch wenn die Zeiten für Börsianer unruhiger werden. 

https://www.cash.ch/news/top-news/aktien-das-sagen-experten-zur-boersenkorrektur-1142207

Zyndicate
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Was macht die Anleger derzeit

Was macht die Anleger derzeit so nervös?

Die weltweiten Börsenturbulenzen bescheren vielen Anlegern unruhige Stunden. Doch was steckt wirklich hinter der Verunsicherung und ist sie berechtigt? Eine Spurensuche.

06.02.2018 07:33

Von Ivo Ruch

Die Verunsicherung unter Anlegern ist gross. Ausverkaufsstimmung herrscht seit einigen Tagen in den USA, in Asien und in Europa. Der Dow Jones Index verlor am Montag 4,6 Prozent, der grösste Verlust seit August 2011. Dies nachdem er bereits letzte Woche 4 Prozent nachgegeben hatte.

Die Nervosität ist auch messbar an den verschiedenen Volatilitätsindizes. Der VSMI, der auf Grundlage von Optionen die Volatilität am Schweizer Aktienmarkt misst, notierte am Montag mit 17,5 Punkten so hoch wie seit fast einem Jahr nicht mehr. Seinen Höchststand (87,3) hatte der Index im Herbst 2008 nach Ausbruch der Finanzkrise (siehe Chart).

Der VSMI in den letzten 19 Jahren (Quelle: SIX)

Doch was macht die Anleger derzeit so nervös? Ausgangspunkt der Negativstimmung an den Aktienmärkten waren die Entwicklungen an der Inflationsfront. Bereits vor knapp zwei Wochen sorgte der Schweizer Backwarenkonzern Aryzta diesbezüglich für Unruhe an den Obligationenmärkten. Der Hintergrund: Aryzta begründete eine Gewinnwarnung unter anderem mit den hohen Distributions- und Lohnkosten in den USA.

Die britische "Financial Times" deutete das als weiteres Zeichen anziehender Preise in den USA und setzte ein Fragezeichen hinter die von der Fed vorgegebene Zinsentwicklung. Auch der offizielle Januar-Arbeitsmarktbericht überraschte, was das positive Lohnwachstum in den USA betrifft. Davon ausgehend – und mit Unterstützung höherer Rohstoff- und Energiepreise – rückt die Inflation nun wieder in den Fokus der Investoren.

Denn: Experten rechnen im laufenden Jahr nun mit einer US-Teuerungsrate von über 2,5, was wiederum Druck auf die amerikanischen Notenbank Fed ausüben würde. Um Preisstabilität zu gewährleisten, und die Wirtschaft vor einem Überhitzen zu bewahren, könnte sie den Rhythmus der Zinserhöhungen in den kommenden Monaten verschärfen. Die Rede ist nun von vier anstatt von drei Zinsschritten 2018.

Zinsschritte in der Vergangenheit

Ein Blick in die Vergangenheit zeigt: Die Börsen können heftig auf Zinserhöhungen reagieren, aber auch schnell darüber hinwegkommen. Ab 1994 hob die Fed überraschend ihre Leitzinsen innert kurzer Zeit mehrmals an, was bei Aktien zu einem kurzen Taucher und anschliessend zu einer langen Hausse führte - bis zum Platzen der Technologieblase Ende der 1990er Jahre. Ähnlich war der Verlauf, als ab Juni 2004 die Fed-Zinsen in kurzer Abfolge von 1 auf 5,25 Prozent stiegen. Mit dem Unterschied, dass ab Herbst 2007 die geplatzte Immobilienblase eine Finanzkrise auslöste.

Dass ein Szenario steigender Zinsen an den Finanzmärkten bereits eingepreist ist, zeigt sich an den Renditen langfristiger Staatsanleihen. Der markante Anstieg geht von den USA aus, wirkt sich aber auch auf andere Zinsmärkte aus, wie auf dem folgenden Chart ersichtlich wird. Renditen auf zehnjährige Schweizer Bundesobligationen sind am Montag auf 0,19 Prozent und somit in Richtung Dreijahreshoch gestiegen.

Zehnjährige Bundesobligationen seit Anfang 2013 (Quelle: cash.ch)

Bei Aktienanlegern sorgt das für Unbehagen, weil die tiefen Zinsen und das viele billige Geld der Notenbanken für einen unvergleichlichen Boom an den Aktienmärkten sorgten. Geht diese Phase nun früher als erwartet zu Ende, könnte sich ein Umschichten von Aktien- in Obligationen-Investments noch beschleunigen. Gleichzeitig wird den Märkten Liquidität entzogen, die über Jahre zur Normalität geworden sind.

Die grossen Banken versuchen derweil zu beruhigen. Für die Zürcher Kantonalbank (ZKB) sind die Renditeanstiege kein Grund zur Sorge, weil sie zur Hauptsache die hervorragenden Konjunkturaussichten und die restriktivere Geldpolitik der US-Notenbank widerspiegelten. Unangenehmer könnte es dann werden, wenn die Inflationserwartungen übermässig ansteigen würden.

Andere Analysten betonen ebenfalls das solide Wirtschafts- und Ertragswachstum und sehen die neueste Entwicklung als gesunde Korrektur, die gute Kaufgelegenheiten böten. In der jetzigen Marktphase in überstürztes Verkaufs- und Kauf-Fieber zu verfallen, könnte aber auch zum Bumerang werden. In der Euro-Zone hat sich auf jeden Fall die Anlegerstimmung im Februar etwas eingetrübt. Der vom Beratungsunternehmen Sentix erhobene Konjunkturindikator fiel wider Erwarten.

Kommt hinzu: Die lang anhaltende Hausse an den Börsen hat viele Aktien aus historischer Sicht teuer gemacht, vor allem im Technologiebereich. Diese hohen Bewertungen sorgen für zusätzliches Korrekturpotenzial.

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Schnäppchenjäger wollen jetzt

Schnäppchenjäger wollen jetzt schnell Kasse machen

Was ganz tief gefallen ist, kommt umso heftiger wieder hoch. Dies gilt besonders für typische Spekulanten-Aktien in Zeiten von Börsenkorrekturen. Wo risikofreudigen Schnäppchenjägern nun schnelle Profite winken.

06.02.2018 23:00

Von Daniel Hügli

Heftige Börsenkorrekturen folgen oft dem gleichen Muster: Nach zwei, drei oder allenfalls vier Tagen mit deutlichen Verlusten und Turbulenzen an den Aktienmärkten folgt meist ein Befreiungsschlag. Und der Wechsel ins Plus fällt häufig überaus deutlich aus. Allerdings beschränkt sich dieser Befreiungsschlag in der Regel zunächst auf einen oder zwei Handelstage. 

Dieses Muster wird sich wohl auch heuer wieder abspielen. Ob der "Rebound" an den Börsen nachhaltig sein wird, ist jedoch zumindest fraglich. Der "Risk-Off"-Modus an den Börsen wird sicher noch eine Weile andauern, Kurssteigerungen wie in den letzten Monaten dürfen Anleger in nächster Zeit nicht mehr erwarten (siehe Artikel dazu).

Bleiben wird dagegen die Volatilität. Da sah man zum Beispiel an den Aktien von Kühne+Nagel im wilden Eröffnungshandel an der Schweizer Börse am Dienstagmorgen. Nach dem Eröffnungskurs bei minus 2 Prozent sackten die Titel des Logistikunternehmens 9 Prozent in die Tiefe. Ein paar Minuten später erreichten sie fast wieder die Pluszone.

Solche Kursverläufe erfreuen Day-Trader und Schnäppchenjäger, die jetzt in den Startlöchern stehen und auf kurzfristige Gewinne aus sind. In den nächsten Tagen können sie wild spekulieren auf Schweizer Aktien. Dabei handelt es sich typischerweise um Titel, die jüngst heftig gefallen sind, zuvor aber während Wochen und Monaten mächtig zugelegt hatten. Viele von Ihnen befinden sich nun wieder auf dem Stand von Anfang Jahr oder noch tiefer. Hier eine Auswahl von "Rebound-Kandidaten". 

Orascom: Die Aktien des Immobilienentwicklers haben in den letzten Tagen rund 25 Prozent korrigiert. Zuvor hatten sie seit Jahresbeginn über 40 Prozent zugelegt. Bei diesem Kursschub schauten Anleger vor allem auf die Tourismusdestination Ägypten, weil Ferien am Roten Meer wieder vermehrt nachgefragt werden.

Wisekey: Die Aktien des Genfer Cybersecurity-Unternehmens  gaben in den letzten sechs Handelstagen ebenfalls rund 25 Prozent der Gewinne ab. Das Kursplus seit Mitte Oktober betrug vorher zeitweise gegen 70 Prozent. Die Aktie ist extrem spekulativ getrieben, vor allem auch dshalb, weil niemand das Geschäftsmodell von Wisekey wirklich durchblicken kann.

Ypsomed: Die Titel des Medizinaltechnikunternehmens aus Burgdorf gehören eigentlich nicht ins Lager der typisch spekulativen Aktien. Dennoch lässt der Kursverlauf der letzten Tage und Wochen eine kräftige Erholung der Aktie vermuten. Sie rasselte in den letzten drei Handelstagen 15 Prozent in die Tiefe, nachdem der Titel innert sechs Wochen in derselben Höhe zugelegt hatte. Nun befindet sich die Aktie wieder auf dem Stand von Anfang Oktober, wie der folgende Chart zeigt:

Die Aktie von Ypsomed im Verlauf der letzten zwölf Monate (Quelle: cash.ch)

Basilea: Wenns an den Börsen heftig auf und ab geht, dann ist der Titel des Basler Biotech-Unternehmens fast immer dabei. Diesmal resultiert ein Minus von etwa 20 Prozent in den letzten sechs Handelstagen. Bloss kommt hier der Fall nicht nach einem vorangehenden deutlichen Anstieg. Die Aktie zeigt schon seit Mitte 2017 "südwärts". Auch wenn viele Anleger die Hoffnung aufgegeben haben, dass Basilea nur in die Nähe von früheren Kursniveaus kommt: Für ein kurzfristiges Kurs-Feuerwerk reichts allemal.

Leonteq: Der Anbieter von strukturierten Produkten wurde in den letzten sechs Handelstagen ebenfalls heftig zerzaust. Es resultierte zeitweise ein Minus von über 30 Prozent, bevor am Dienstag im Tagesverlauf eine Erholung einsetzte. Da der Kursanstieg im Januar viel moderater war als der jetzige Fall, ist der Aufholbedarf umso grösser.

Die Leonteq-Aktie in den letzten sechs Monaten (Quelle: cash.ch)

SNB: Ja, auch die Aktie der altehrwürdigen Schweizerischen Nationalbank (SNB) zählt mittlerweile (leider) zum Lager der Aktien mit hohem Spekulationscharakter. Bei heftigen Ausschlägen an den Börsen ziert sie seit drei Jahren (seit der Einführung der Negativzinsen) regelmässig das obere oder untere Ende der Tableaus. In den letzten acht Handelstagen ist sie 35 Prozent abgestürzt. Kein Wunder, zuvor hatte sie seit Anfang Jahr 50 Prozent zugelegt. Und keine Frage: Auch diesmal wird die SNB-Aktie ein gefundenes Fressen für Spekulanten sein, wenn es zum Börsen-"Rebound" kommt.

Meyer Burger: Diese Aktien gehören ins gleiche Lager wie Leonteq oder Orascom. Bei Börsenabstürzen fast immer Top bei den Flops - und jeweils am anderen Ende bei heftigen Aufwärtsbewegungen. Das Bild der Kursbewegung von Meyer Burger in den letzten vier Wochen ähnelt einem gleichförmigen Berg. Erst 25 Prozent rauf, dann 25 Prozent runter. Nun müsste es wieder einige Prozent nach oben gehen.

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Weltwirtschaft wächst laut

Weltwirtschaft wächst laut NIESR so stark wie seit Jahren nicht

Die Weltwirtschaft wächst nach Einschätzung eines britischen Instituts derzeit so stark wie seit 2011 nicht mehr. Das renommierte Institut für Wirtschafts- und Sozialforschung (NIESR) rechnet für 2017 mit einem Zuwachs von 3,7 Prozent. Die Prognosen für 2018 und 2019 würden auf knapp unter 4 Prozent angehoben, teilte das NIESR in London mit. Die Inflation werde in weit entwickelten Ländern etwas anziehen, generell aber auf niedrigem Niveau bleiben.

07.02.2018 06:30

Angetrieben wird das Wachstum nach Einschätzung der Briten vor allem aus China. Sorgen machten bei steigenden Leitzinsen in den USA dagegen die hohe Verschuldung und die Entwicklung der Preise für Immobilien, Wertpapiere und andere Vermögensanlagen. Auch steigender Protektionismus und geopolitische Spannungen seien Risiken./tam/DP/jsl

(AWP)

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Hans
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SMI-aner sind alles

SMI-aner sind alles Angsthasen, schiele über den Teich was sich dort kursmässig tut - sowas von Abhängigkeit, kaum zu glauben...!!??

Emanzipation sieht anderst aus!

Gruss Hans

alpenland
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gezielte Manipulation (zu viele Longs im Markt)

die Banksters setzten ruckartig an einem Tag 5.2. die Vola von 16 auf 37,3 rauf, dies passierte am Nachmittag NY Time, d.h. nach einem feinen Businesslunch, wo man sich getroffen und abgesprochen hat (füllen der eigenen Taschen).
Den Rest erledigen die Maschinen und dies sind ja dann auch die Schuldigen  Sad

PS: Gegen Part bei den Opt und Fut sind ja meist die Banken, also kommt das Geld (der Kunden) in die eigene Kasse.

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