CH-relevante Börsenthemen Jahr 2019

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Schweizer Unternehmen 2018 im

Schweizer Unternehmen 2018 im Übernahmefieber

Schweizer Unternehmen und Investoren sind im vergangenen Jahr ausgesprochen aktiv bei Fusionen und Übernahmen gewesen: Dies hat zu einem neuen Rekord im Akquisitionsgeschäft geführt.

16.01.2019 11:32

Am aktivsten waren dabei die Pharmabranche, die Konsumgüterindustrie und der Industriesektor, wie das Beratungsunternehmen KPMG in einer Studie feststellte, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Insgesamt kam es im vergangenen Jahr zu 493 Übernahmen und Fusionen mit Schweizer Beteiligung.

Dies ist ein Viertel mehr als im Vorjahr. Die Anzahl Transaktionen erreichte damit den Höchststand seit Beginn der Erhebung durch KPMG im Jahr 2007.

Das Transaktionsvolumen erhöhte sich gegenüber 2017 ebenfalls markant um knapp 31 Prozent auf 133 Milliarden US-Dollar. Damit blieb es aber hinter dem Rekordwert von 188 Milliarden US-Dollar aus dem Jahr 2014 zurück.

Zwar gab es mit 88 Abschlüssen die meisten Transaktionen im Industriesektor. Mit 29,5 Milliarden US-Dollar erzielten Pharma- und Life-Sciences-Unternehmen aber das höchste Transaktionsvolumen. Den Löwenanteil steuerte dabei der Deal zwischen Novartis und GlaxoSmithKline (GSK) mit 13 Milliarden US-Dollar bei. Der Verkauf des Anteils der Basler am Gemeinschaftsunternehmen für rezeptfreie Medikamente an die Briten war 2018 auch die grösste Einzeltransaktion.

Auch die Branchen Technologie, Telekommunikation und Medien (68 Transaktionen) sowie der Finanzsektor (62 Abschlüsse) zeigten sich sehr aktiv. Das Transaktionsvolumen beider Wirtschaftsbereiche von insgesamt 15,7 Milliarden lag aber auf einem deutlichem tieferem Niveau.

Eine zunehmend bedeutende Rolle spielen gemäss KPMG bei Unternehmensfusionen und -übernahmen Private-Equity-Investoren, hinter denen private Kapitalgeber stehen. Die Anzahl Transaktionen mit Private-Equity-Beteiligung erreichte mit 160 Transaktionen den Höchststand seit Beginn der Erhebung. Das Transaktionsvolumen belief sich hier auf knapp 36 Milliarden US-Dollar. Das ist doppelt so viel wie im Vorjahr.

Weil die grundlegenden Faktoren, die den Fusions- und Akquisitionsmarkt 2018 bestimmten, sich nicht geändert haben, geht KPMG auch für das laufende Jahr von zahlreichen Aktivitäten aus. Dabei erwartet das Beratungsunternehmen erneut in der Pharma-, der Finanzbranche, im Industrie- und im Technologiesektor eine hohe Transaktionstätigkeit.

(SDA)

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Die Schnellstarter des

Die Schnellstarter des Schweizer Börsenjahres 2019

In den ersten zehn Handelstagen im 2019 haben sich Schweizer Aktien nach einem miserablen Dezember wieder gefangen. Die detaillierte Rangliste zeigt Pharma-Hoffnungsträger, Übernahmekandidaten und Rebound-Aktien.

16.01.2019 23:06

Von Ivo Ruch

Die Schweizer Börse startete angeschlagen ins neue Jahr. Nie seit 2008 hatte sie so viel an Wert verloren wie 2018. Speziell der Dezember hinterliess in den Anlegerportfolios tiefe Löcher. Doch an den ersten zehn Handelstagen 2019 fand sozusagen eine Blitzheilung statt. Der breite Schweizer Aktienindex Swiss Performance Index (SPI) hat bislang knapp 5 Prozent zugelegt, der Leitindex Swiss Market Index (SMI) praktisch gleich viel.

In dieser Gegenbewegung haben einige Aktien besonders deutlich zugelegt: Newron, Panalpina oder Basilea haben mehr als 30 Prozent gewonnen. Auch grosse Titel wie Richemont, Credit Suisse oder LafargeHolcim zeigen sich mit einem Kursplus zwischen 6 und 13 Prozent deutlich verbessert. Daraus abzuleiten, die Schweizer Börse sei nun vollständig gesundet, wäre aber übertrieben.

Denn die Verunsicherung unter Investoren bleibt gross: Die Weltwirtschaft hat ihren Zyklushöhepunkt überschritten, daneben spüren Unternehmen den amerikanisch-chinesischen Handelsstreit, und die Zinserhöhungen der Fed dürften an Regelmässigkeit verlieren. In Europa kommen die Brexit-Wirren hinzu sowie politische Unwägbarkeiten in Frankreich und Italien.

Die Schnellstarter ins Börsenjahr lassen sich denn auch grob in drei Gruppen aufteilen, die relativ unabhängig von Fundamentaldaten unterwegs sind: Pharma-Hoffnungsträger, Übernahmekandidaten und Rebound-Aktien.

Die besten Schweizer Aktien 2019

Titel Performance 2019 (in Wacko
Newron Pharma +34,4
Panalpina +33,5
LumX Group +32,9
Basilea +30,3
Perfect Holding +22,7
Dätwyler +18,9
Meyer Burger +18,2
BB Biotech +17,6
Hochdorf +16,3
Kudelski +16,7
SPI +4,9
SMI +4,8

Quelle: cash.ch (Stand 16. Januar 2019, 10 Uhr)

Zur ersten Gruppe gehört etwa Newron Pharma mit einem Kursplus von 34 Prozent. Das italienische Unternehmen ist defizitär, belebt die Anlegerphantasie aber mit Produktkandidaten und zukünftigen Gewinnen. Das heisst, der Aktienkurs wird mehrheitlich von Gerüchten und nur selten von Unternehmensnews beeinflusst. Schon in der Vergangenheit fiel die Newron-Aktie vor allem durch starke Kursschwankungen auf.

Ähnlich ist die Situation bei Basilea (+30 Prozent) und BB Biotech (+18 Prozent), die beide ebenfalls unter den zehn besten Aktien des laufenden Jahres stehen. Basilea schreibt seit jeher rote Zahlen, hat aber bereits mehrere Medikamente auf dem Markt. BB Biotech ist über seine mehr als 30 Beteiligungen vor allem in den USA engagiert. Geholfen hat jüngst zum Beispiel die Übernahme von Celgene durch Bristol-Myers, worauf die Celgene-Aktie einen Drittel teurer wurde. Celgene war zuletzt die drittgrösste Position von BB Biotech. Anleger können hier am möglichen Biotech-Boom teilnehmen, ohne alles auf eine Karte zu setzen. Attraktiv ist auch die Dividendenrendite von 4,8 Prozent.

Unterschiedliche Perspektiven

Um eine Übernahme geht es auch bei Panalpina. Nach der Offerte durch DSV gewann die Panalpina-Aktie am Mittwoch bis zu 30 Prozent, was fast das gesamte Kursplus des laufenden Jahres ausmacht (+34 Prozent). Am Markt heisst es derweil, Konkurrent Kühne+Nagel könnte nun eine attraktivere Gegenofferte einreichen (cash berichtete). In diesem Logistik-Poker ist das letzte Wort also noch nicht gesprochen.

Um Rebound-Bewegungen geht es im weitesten Sinn bei LumX, Perfect Holding, Dätwyler, Meyer Burger, Hochdorf und Kudelski (2018: -53%). Alle hatten ein miserables 2018. Hochdorf, Meyer Burger und Perfect Holding landeten mit Verlusten von mehr als 60 Prozent gar unter den Flop Ten der Schweizer Aktien (mehr dazu hier).

Die Perspektiven sind hier äusserst unterschiedlich. Dätwyler zum Beispiel gehört bei mehreren Banken (UBS, CS, Vontobel) zu den aktuellen Favoriten. Die CS traut der Aktie der Industriegruppe gar einen Anstieg auf 230 Franken zu, was zum aktuellen Kurs (150 Franken) weiteres Aufwärtspotenzial von mehr als 50 Prozent bedeutet. Zu den Risiken gehören hier die Abhängigkeit von der Automobilindustrie sowie die unterschiedlichen Perspektiven der zwei Konzernbereiche Dichtungslösungen und Elektronikteile.

«Penny Stocks» im Anstieg

Anders die Situation bei Meyer Burger, LumX Group und Perfect Holding. Ihre Aktien sind weniger als ein Franken wert, ihre Kurse fallen häufig durch einen volatilen Verlauf auf. Gemeinsam haben sie auch eher düstere operative Aussichten, teils sogar mit roten Zahlen. Interessierte Anleger sollten also höchstens Teile ihres Zockergeldes einsetzen.

Während es also bei einigen Aktien nach Monaten der Flaute nun wenigstens kursmässig wieder aufwärts geht, setzt sich andernorts der Sinkflug unvermindert fort. Dazu gehört der Verpackungshersteller Air Tech Group, der derzeit praktisch ins Bodenlose fällt. Mehrere Rücktritte im Verwaltungsrat und eine Gewinnwarnung waren die letzten Hiobsbotschaften für die Aktionäre. Das Unternehmen braucht nun frisches Kapital, um den Betrieb zu sichern.

Auch aus dem SMI gibt es ein Beispiel einer Aktie, die noch nicht wieder auf die Beine gekommen ist: Geberit. Jahrelang ein solider Wert, hat der Sanitärtechnikkonzern im letzten Kalenderjahr 11 und im laufenden Jahr fast 5 Prozent verloren. Zuletzt empfahlen drei Banken die Aktie zum Verkauf, unter anderem aufgrund verschlechterter Aussichten für die europäische Bauindustrie. Die Umsatzzahlen vom Donnerstag könnten für einen Befreiungs- oder einen weiteren Rückschlag sorgen.

Die schlechtesten Schweizer Aktien 2019

Titel Performance 2019, in %
Air Tech Group -69,6
Blackstone -16,6
Asmallworld -16,0
Banque Prof. Gestion -14,7
Orell Füssli -13,0
Arundel -11,1
Mikron -9,2
Molecular Partners -8,6
Santhera -8,0
Spice Private Equity -7,8

Quelle: cash.ch (Stand 16. Januar 2019, 10 Uhr)

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Schweizer Hoteliers blicken

Schweizer Hoteliers blicken auf guten November zurück

Die Schweizer Hoteliers blicken auf einen erfolgreichen Monat November 2018 zurück. Insgesamt verzeichneten sie 2,1 Millionen Übernachtungen, oder 2,1 Prozent mehr als im gleichen Monat des Vorjahres. Dabei stieg die Nachfrage sowohl bei inländischen als auch ausländischen Gästen, wie das Bundesamt für Statistik (BfS) am Donnerstag mitteilte.

17.01.2019 09:45

Die inländischen Gäste buchten im November 0,9 Millionen Logiernächte, was einem Plus von 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Ausländische Besucher buchten 1,1 Millionen Übernachtungen, 1,5 Prozent als im November 2017.

Seit Anfang Jahr ist die Zahl der Übernachtungen kumuliert um 3,3 Prozent auf insgesamt 35,9 Millionen gestiegen. 16,1 Millionen Logiernächte entfielen dabei auf Schweizer (+2,6%), 19,8 Millionen auf Ausländer (+3,9%).

sig/tt

(AWP)

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Schweiz belegt Platz Fünf der

Schweiz belegt Platz Fünf der besten Länder für Expats

Die Schweiz gehört weiterhin zu den beliebtesten Ländern für internationale Fachkräfte, den sogenannten Expats.

17.01.2019 12:30

In einer neuen Umfrage der britischen Bank HSBC unter Expats belegt sie den fünften Platz von insgesamt 31 Ländern. Als beste Destination schwingt in der Umfrage Deutschland oben auf, beliebter als die Schweiz sind ausserdem Bahrain, Grossbritannien und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Für 62 Prozent der befragten Personen bietet der Arbeitsplatz in der Schweiz eine bessere Balance zwischen Arbeit und Privatleben als in der Heimat, wie einer Mitteilung der HSBC zu entnehmen ist. Ebenso viele Expats erachten die Schweiz als eine gute Destination, um ihre Karriere voranzubringen.

Auch bezüglich Entlöhnung bietet die Schweiz für zumindest 57 Prozent der Befragten bessere Perspektiven als ihr Heimatland, zudem wird die Arbeitskultur mehrheitlich (56%) als besser erachtet. Für genau die Hälfte ist die Arbeitsplatzsicherheit hierzulande zudem höher als in der Heimat.

Etwas unter der Hälfte der Fachkräfte sieht in der Schweiz auch die Möglichkeit zum Aufbau neuer beruflicher Kompetenzen (47%), zudem wird die Arbeit in der Schweiz für einen guten Teil der Befragten als erfüllender erachtend als in der Heimat (42 Prozent).

Für die jüngste Ausgabe des "HSBC Expat Explorers" wurden gemäss den Angaben im März und April 2018 insgesamt 22'318 im Ausland arbeitende Fachkräfte aus 163 Nationen in einer Online-Umfrage befragt. Für jedes der ausgewerteten Länder war ein Minimum von 100 Expat-Antworten nötig.

(AWP)

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Aktie von Blackstone

Aktie von Blackstone Resources vom Handel suspendiert

Die Aktie der Rohstofffirma Blackstone Resources ist am Donnerstag an der Schweizer Börse SIX vom Handel suspendiert worden.

17.01.2019 10:57

Einen Grund für die "Suspendierung bis auf weiteres" gibt die SIX in ihrer Benachrichtigung nicht an.

Bei Blackstone Resources war am Vormittag zunächst niemand für eine Stellungnahme erreichbar. Die Blackstone Resources-Aktie ist am Donnerstag allerdings noch nicht gehandelt worden. Der letzte Kurs vom Vortag lautet auf 3 Franken. Das Rohstoff-Unternehmen mit Fokus auf Batterie-Metalle ist seit dem vergangenen Juli an der Schweizer Börse SIX kotiert, die Aktie war damals zu einem Kurs von 13,50 Franken gestartet. Am Montag hatte Blackstone Resources eine Investition von 200 Millionen Euro in die Batterie-Produktion in Deutschland angekündigt.

(AWP)

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Die Schweiz, ein Land der

Die Schweiz, ein Land der Teilzeitjobs

Der Anteil an Teilzeitbeschäftigten nimmt in der Schweiz weiter zu. Hierzulande arbeiten mit 1,7 Millionen Angestellte gut ein Drittel der Beschäftigten in Teilzeitpensen.

17.01.2019 10:37

Im Vergleich zum Rest von Europa ist das die zweithöchste Quote. Nur in den Niederlanden ist der Anteil noch höher. Mit 36,7 Prozent arbeitet in der Schweiz mehr als jede dritte Arbeitskraft in einem Teilzeitpensum, wie dem Bericht zur Teilzeiterwerbstätigkeit des Bundesamts für Statistik zu entnehmen ist. Mehr Beschäftigte ohne Vollzeitpensum gib es europaweit nur noch in den Niederlanden. Dort sind mit 50,7 Prozent über die Hälfte der Arbeitnehmer in Teilzeit tätig. Im europäischen Durchschnitt ist jede fünfte Person teilzeiterwerbstätig.

Hinter der Schweiz folgen die Nachbarländer Österreich (28,7%) und Deutschland (28,2%). Die tiefsten Werte zur Teilzeitbeschäftigung erzielen Bulgarien (2,4%), Ungarn (4,8%) und Kroatien (5,6%). Frauen weisen dabei in allen EU- und EFTA-Staaten ausnahmslos einen höheren Teilzeitanteil auf als Männer, wie das BFS am Donnerstag mitteilte.

Schweizer Männer arbeiten mehr Teilzeit

Im Verlauf der letzten zwei Dekaden hat der Anteil an Teilzeitangestellten in der Schweiz gemäss der vom BFS für das zweite Quartal 2017 durchgeführten Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (SAKE) seit 1997 um 8,4 Prozentpunkte zugenommen.

Weniger erstaunlich ist, dass Schweizer Frauen zwar dreimal häufiger in Teilzeitpensen arbeiten als Männer. Jedoch ist der Teilzeitanteil bei Männern in den letzten zwanzig Jahren laut BFS mit 9 Prozentpunkten stärker angestiegen als bei Frauen (+5,4 Prozentpunkte). Der Anteil von Frauen, die weniger als 50 Prozent arbeiten ist seit 1997 sogar zurückgegangen.

Als häufigsten Grund für einen reduzierten Beschäftigungsgrad nennen teilzeiterwerbstätige Frauen Kinderbetreuungspflichten, gefolgt von sonstigen familiären Verpflichtungen. Männer geben hingegen am häufigsten Ausbildung und Studium als Grund für ein Teilzeitpensum an. Fast ausgeglichen ist der Anteil an Frauen und Männern, die mangelndes Interesse an einer Vollzeitstelle als Grund für den reduzierten Beschäftigungsgrad angeben.

(AWP)

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Finanzplatz Zürich verliert

Finanzplatz Zürich verliert während Bankenkrise 2'300 Arbeitsplätze

Eine neue Studie des Kantons und der Stadt Zürich zeigt auf, wie viele Arbeitsplätze in der Finanzbranche in den vergangenen Jahren verloren gingen: 2'300 Vollzeitstellen wurden am Finanzplatz Zürich zwischen 2008 und 2016 abgebaut. Mehr als ersetzt wurden diese jedoch durch Stellen in der Versicherungsbranche.

18.01.2019 09:55

Versicherungen und sonstige Finanzdienstleister bauten ihren Personalbestand in dieser Zeit deutlich aus. Bei diesen Arbeitgebern kam es zu einem Stellenzuwachs von 4'300 Stellen. Dies geht aus einer neuen Studie der BAK hervor, die am Freitag publiziert wurde.

Wie erfolgreich Banken künftig sein werden, hängt gemäss Studie davon ab, ob sie mit dem Innovationstempo ihrer Konkurrenten mithalten können.

(AWP)

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Wie teuer ist der Franken

Wie teuer ist der Franken eigentlich?

Der Franken gilt traditionell als stark. An der Kaufkraftparität gemessen ist er allerdings nur noch gegen eine gängige Währung stark überbewertet.

18.01.2019 09:45

Von Lorenz Burkhalter

Wenn die Schweizerische Nationalbank (SNB) den Franken öffentlich als "hoch bewertet" abtaxiert, dann stützt sie sich dabei auf die sogenannte Kaufkraftparität ab. Wie schon der Name sagt, misst die Kaufkraftparität den Gleichgewichtskurs zweier Währungen anhand der Kaufkraft im jeweiligen Land.

In der Schweiz zieht gerade die UBS für ihre Währungsprognosen gerne die Kaufkraftparität hinzu. So auch in einer Strategiestudie aus dem Wealth Management der Grossbank. In der Studie überarbeiten die Autoren gleich für mehrere Währungspaare ihre Prognosen.

Franken zum Dollar sogar leicht unterbewertet

Den Euro-Franken-Kurs sehen die Autoren über die kommenden drei Monate neuerdings in der Region von 1,12 verharren. Am Ziel eines Kurses von 1,20 bis in 12 Monaten halten sie hingegen fest. Bankeigenen Berechnungen für die Kaufkraftparität zufolge liegt der Gleichgewichtskurs zwischen den beiden Währungen denn auch bei den genannten 1,20. Mit anderen Worten: Obwohl der Franken zuletzt wieder stärker geworden ist, ist er längst nicht mehr so teuer wie noch vor wenigen Jahren.

Der Dollar (grün) lässt den Euro (rot) gegenüber dem Franken über 12 Monate weit hinter sich zurück (Quelle: www.cash.ch)

Doch nicht nur beim Euro, auch beim Dollar sieht sich die UBS gezwungen, über die Bücher zu gehen. Auf einen Horizont von drei Monaten sieht sie den Dollar-Franken-Kurs nur noch bei 0,98 (zuvor 1,02) stehen. Interessant ist, dass die Grossbank für das Währungspaar sogar nur auf einen Gleichgewichtskurs von 0,92 kommt. An der Kaufkraftparität gemessen ist der Franken gegenüber dem Dollar also sogar leicht unterbewertet.

Deutliche Überbewertung nur gegenüber dem Pfund

Rund um die jüngsten Entwicklungen beim Austritt Grossbritanniens aus der Europäischen Union betreffen die Anpassungen der UBS insbesondere das britische Pfund. Anders als zu erwarten wäre, werden die Prognosen allerdings nicht reduziert, sondern erhöht. Neuerdings geht die Grossbank auf 3, 6 und 12 Monate von Pfund-Franken-Kursen von 1,25 (zuvor 1,24), 1,34 (zuvor 1,30) und 1,40 (zuvor 1,36) aus.

Mit 1,47 liegt der Gleichgewichtskurs um nicht weniger als 14 Prozent über den aktuellen Kursen. Unter den wichtigsten Währungspaaren weist der Franken folglich nur gegenüber dem britischen Pfund eine deutliche Überbewertung auf. Eigentlich ist es aber eher das Pfund, das aufgrund der Unsicherheiten rund um den Brexit unterbewertet ist.

Die Vergangenheit zeigt, dass ein Währungspaar aus einer Über- oder Unterbewertung heraus früher oder später immer wieder auf den Gleichgewichtskurs der Kaufkraftparität zurückfindet. Manchmal kann das aber Jahre dauern. Ausserdem kann es von Bank zu Bank zu Unterschieden beim Gleichgewichtskurs kommen, da dieser Berechnung ein Warenkorb zugrunde liegt, und dieser unterschiedlich zusammengesetzt sein kann.

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Produzentenpreise fallen im

Produzentenpreise fallen im Dezember leicht - Jahresteuerung von 2,4 Prozent

Die Schweizer Produzenten- und Importpreise sind im Dezember 2018 leicht gesunken. Der Gesamtindex PPI büsste gegenüber dem Vormonat 0,6 Prozent ein und liegt nun auf dem Stand von 102,5 Punkten. Im Vergleich zum Vorjahr stieg das Preisniveau um 0,6 Prozent. Die durchschnittliche Jahresteuerung für 2018 gibt das Bundesamt für Statistik (BFS) in der Mitteilung vom Freitag mit 2,4 Prozent an.

18.01.2019 09:22

Der Anstieg der Jahresteuerung sei primär auf höhere Preise für Mineralölprodukte, Metalle und Metallprodukte, chemische Produkte und Maschinen zurückzuführen, so das BFS weiter. Während die Preise der inländischen Produzenten um 1,3 Prozent stiegen, erhöhten sich die Importpreise um 4,7 Prozent. Im Jahr 2017 hatte die durchschnittliche Jahresteuerung 0,9 Prozent betragen, im 2016 resultierte ein Rückgang von 1,8 Prozent.

Im Vergleich zum Vormonat führt das BSF derweil den leichten Rückgang des Produzentenpreisindexes im Dezember um 0,1 Prozent in erster Linie auf die tieferen Preise für Mineralölprodukte zurück. Steigende Preise hätten dagegen Holzprodukte verbucht. Die Importpreise rutschten um deutliche 1,6 Prozent ab, was ebenfalls mit den tieferen Preisen für Mineralölprodukte sowie Erdöl und Erdgas zu tun habe. Billiger wurden auch Metalle und Metallhalbzeug, Computer und Personenwagen.

mk/tt

(AWP)

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Schweizer erledigen zunehmend

Schweizer erledigen zunehmend Geschäftliches in der Freizeit

Bei Schweizern mischt sich Privates und Geschäftliches zunehmend. Immer mehr Menschen in der Schweiz erledigen Geschäftliches auch in ihrer Freizeit und zwar via ihrer Smartphones.

18.01.2019 09:10

Gleichzeitig nutzen sie auch ihr Gerät während der Arbeitszeit für Privates. 68 Prozent von befragten 1'000 Menschen in der Schweiz erledigen während ihrer Freizeit berufsbedingte Arbeiten. 29 Prozent tun dies sogar oft oder sehr oft. Dies zeigte eine Studie des Beratungsunternehmens Deloitte, die am Freitag veröffentlicht wurde.

Gleichzeitig nutzen 84 Prozent ihr Mobiltelefon während der Arbeitszeit auch für Privates. Dabei sind es vor allem Männer (58 Prozent), die Arbeit und Freizeit vermischen.

Eine Gruppe von 23 Prozent (mehrheitlich Frauen) gibt zu, dass sie Arbeitszeit für Privates aufwendet, indem sie ab und zu auf ihr Social-Media-Profil geht oder private Nachrichten austauscht. Diese Gruppe gibt aber niemals Freizeit für Geschäftliches her.

Umgekehrt sind es gerade mal 6 Prozent, die das Smartphone in der Freizeit beruflich nutzen, nie jedoch Privates während der Arbeitszeit erledigen.

Nur 10 Prozent trennen Arbeit und Freizeit strikt

Nach wie vor strikt zwischen Arbeit und Freizeit zu trennen vermögen noch 10 Prozent der Befragten. Diese Gruppe ist mehrheitlich weiblich (61 Prozent) und eher älter.

Die wichtigsten geschäftlichen Anwendungen sind dabei E-Mail (48 Prozent), Telefon (44 Prozent), Kalender (36 Prozent) und Sofortnachrichten (35 Prozent). Kaum zehn Prozent der Befragten verwenden ihr Smartphone, um administrative Prozesse wie die Spesenerfassung, Planung von Arbeitseinsätzen, Stundenabrechnung oder Projektabwicklung zu erledigen.

Das Smartphone werde zunehmend zum Steuerungsinstrument für das Leben und die Arbeit, schrieb Deloitte. In Zukunft werde es zu einem sehr wertvollen Arbeitsinstrument, indem Prozesse mobil abgewickelt, vor Ort erfasste Daten direkt verarbeitet und für Berechtigte verfügbar gemacht würden.

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Firmenkonkurse 2018 um 2

Firmenkonkurse 2018 um 2 Prozent gestiegen - Neugründungen leicht im Minus

Die Zahl der Firmenpleiten in der Schweiz ist 2018 erneut angestiegen. Insgesamt wurde im vergangenen Jahr über 4'813 Betriebe Konkurs eröffnet, rund 2 Prozent mehr als im Vorjahr, wie der Wirtschaftsinformationsdienst Bisnode D&B am Freitag mitteilt. Im Dezember alleine kam es zu 450 Firmenpleiten, fünf Prozent weniger als im Schlussmonat des Vorjahres.

18.01.2019 12:40

Nur in zwei Regionen nahm im vergangenen Jahr die Zahl der Insolvenzen ab, nämlich in der Region Zürich (-6%) und in der Südwestschweiz (-1%). Den deutlichsten Anstieg bei den Firmenpleiten verzeichnete die Region Nordwestschweiz (+9%) gefolgt von der Ostschweiz (+8%). Auch im Espace Mittelland (+6%) und in der Zentralschweiz (+5%) gingen deutlich mehr Firmen pleite, während im Tessin die Anzahl auf Vorjahresniveau verharrte.

Nach Branchen herrscht bei den Handwerksbetrieben sowie im Gastgewerbe das grösste Pleiterisiko. Wer Schuldner in diesen Branchen hat, muss gemäss der Bisnode-Statistik im Baugewerbe mit einem mehr als zweifach erhöhten Risiko wegen Zahlungsausfalls durch Konkurs rechnen.

Einen leichten Rückgang gab es im vergangenen Jahr bei den Neugründungen. Insgesamt wurden 43'185 Firmen neu ins Handelsregister eingetragen, das waren 208 weniger als noch im Jahr davor. Einen Zuwachs bei den Neugründungen gab es nur in der Zentralschweiz (+6%) und im Tessin (+2%), alle anderen Regionen verzeichneten einen Rückgang.

tp/tt

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Schweizer Unternehmen messen

Schweizer Unternehmen messen Big Data zentrale Bedeutung zu

Big Data ist eines jener Schlagwörter geworden, unter denen in jüngster Zeit Chancen aber auch Risiken von Unternehmen subsumiert werden.

18.01.2019 14:19

Eine Umfrage der Commerzbank Schweiz zeigt nun, dass eine Mehrheit der Unternehmen den wachsenden Mengen anfallender Daten und deren Analyse durchaus eine zentrale Bedeutung zumisst.

In drei von vier befragten Unternehmen sagt das Management, dass die digitalen Daten schon heute eine zentrale Bedeutung haben respektive in Kürze haben werden. Und bei rund 60 Prozent der Firmen wird damit gerechnet, dass aufgrund von Big Data starke neue Wettbewerber auftauchen und es zu einer Konsolidierung der Märkte kommt.

Neun von zehn Befragten erwarten insbesondere, dass dank den Datensammlungen und -auswertungen neue Produkte und Dienstleistungen entwickelt werden können. Gleichzeitig gehen knapp 40 Prozent davon aus, dass bestehende Produkte oder Dienstleistungen dadurch an Bedeutung einbüssen werden.

Big Data dürfte aber auch, zumindest ergibt das die Umfrage der Commerzbank, zu einer umfassenden Automatisierung der Arbeitsprozesse und zur Entwicklung neuer Produktionstechniken beitragen. Und darüber hinaus, so glaubt knapp die Hälfte der Befragten, grosse Einsparungen beim Personal ermöglichen.

Über alles gesehen glaubt Marc Steinkat, Chef der ausschliesslich im Firmenkundenbereich operierenden Commerzbank Schweiz, dass die Schweizer Unternehmen die Potenziale von Big Data erkannt haben. "Noch längst nutzen aber nicht alle die Potenziale", sagte Steinkat bei der Präsentation der Umfrageergebnisse am Freitag in Zürich.

Im Vergleich zu Deutschland, wo die Commerzbank dieselbe Befragung auch durchgeführt hat, sieht Steinkat die Schweiz insofern im Vorteil, weil in den Unternehmen hierzulande Big Data nicht nur theoretisch auf Führungsebene diskutiert wird, sondern diesbezüglich auch ein reger Austausch zwischen Management und Vertretern tieferer Hierarchiestufen herrscht.

Glaube an eigene Innovationsfähigkeit

Als gut bewertet wird von Seiten der Commerzbank und der befragten Firmen die digitale Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz: Gegen drei von vier Unternehmen bezeichnen diesbezüglich die Innovationsfähigkeit der Unternehmen als "international führend oder überdurchschnittlich", punkto wissenschaftliche Grundlagenforschung ist die Einschätzung sogar noch euphorischer. Hingegen ist für zahlreiche Firmen die fehlende Qualifikation der Mitarbeitenden ein Faktor, welche die Erfassung und Analyse von Daten blockiert.

Für die Umfrage wurde mit Führungskräften von 100 Schweizer Unternehmen mit 100 Millionen Franken oder mehr Umsatz gesprochen. Die Firmen sind in unterschiedlichen Branchen tätig, mehrheitlich handelt es sich dabei allerdings um Unternehmen aus der verarbeitenden Industrie.

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Gewaltige staatliche

Gewaltige staatliche Schuldenberge bleiben für Ökonomen ein Problem

Die in vielen Ländern noch gewaltigen staatlichen Schuldenberge sollten nach Auffassung von Volkswirten nicht unterschätzt werden. Zwar sei eine Neuauflage der internationalen Staatsschuldenkrise derzeit wenig wahrscheinlich, heisst es in einer gemeinsamen Studie der Berenberg Bank und des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI), die am Montag in Frankfurt vorgestellt wurde.

21.01.2019 12:09

"Für den nächsten Abschwung ist jedoch Vorsicht geboten. Italien könnte das erste Land sein, das in der nächsten Rezession in ernsthafte Schwierigkeiten gerät, sofern die Regierung nicht vorher von ihren wirtschaftspolitischen Plänen abgerückt ist", schreiben die Autoren. In absoluten Zahlen hat Italien mit rund 2,3 Billionen Euro den höchsten Schuldenberg in Europa. Das sind mehr als 130 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Die Euro-Stabilitätsregeln erlauben höchstens 60 Prozent Verschuldung.

Konjunkturprogramme und Rettungsmilliarden für Krisenbanken hatten die ohnehin schon hohen Schuldenberge in der jüngsten Finanzkrise 2007/2008 noch anwachsen lassen. Im Euroraum nahm die Staatsschuldenquote im Zeitraum 2008 bis 2018 um 14,5 Punkte auf knapp 85 Prozent zu.

"Aufgrund der guten Weltkonjunktur ist das Schuldenthema in den vergangenen Jahren etwas aus dem Fokus geraten", stellen die Autoren fest. "Gelöst ist die Problematik damit aber nicht." Deutschland habe als "eines der wenigen Länder eine echte Trendwende geschafft". Der deutsche Fiskus profitierte auch von den extrem niedrigen Zinsen und steigenden Steuereinnahmen im Zuge kräftigen Wirtschaftswachstums./ben/DP/jha

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Der SMI hält mit den besten

Der SMI hält mit den besten Börsen der Welt mit

Nach einem äusserst turbulenten 2018 sind alle global wichtigen Börsen positiv in das neue Jahr gestartet. Was dabei erstaunt: Der defensive Swiss Market Index lässt viele grosse Indizes hinter sich.

22.01.2019 23:00

Von Pascal Züger

Der Swiss Market Index (SMI) ist ein langweiliger Index. Zwar sorgt er für gewisse Stabilität in Krisenzeiten, doch hinkt er während Hausse-Phasen den anderen Börsen meist hinterher. So zumindest lautet ein gängiges Vorurteil.

Gewiss, ein defensiver Charakter kann dem Schweizer Leitindex nicht abgestritten werden. Alleine deshalb, weil die drei Schwergewichte Nestlé, Novartis und Roche mehr als die Hälfte der Gesamtkapitalisierung des Leitindex ausmachen und als solide und somit wenig volatile Werte gelten.

Doch der SMI beweist derzeit, dass er nicht zwingend langweilig sein muss, sondern auch ordentlich zulegen kann: Plus 6,6 Prozent sind es seit Jahresanfang. Damit lässt er wichtige Börsen wie den Dow Jones, DAX, Hang Seng oder Nikkei hinter sich.

Hier die Kursentwicklung einiger wichtiger Börsenindizes weltweit:

Index Performance seit 1. Januar 2019 Performance 52 Wochen
OMX Helsinki (Finnland) +9,4% -2,1%
Bovespa (Brasilien) +9,2% +17,6%
ATX (Österreich) +7,9% -17,9%
Oslo OBX (Norwegen) +7,1% +3,4%
SMI* (Schweiz) +6,6% -2,7%
Dow Jones (USA) +5,9% -5,8%
DAX (Deutschland) +5,1% -18,1%
Hang Seng (Hongkong) +4,5% -18,0%
Shanghai Composite (China) +3,4% -24,5%
FTSE 100 (Grossbritannien) +3,1% -10,2%
Nikkei (Japan) +3,0% -14,5%
CAC 40 (Frankreich) +2,6% -12,3%

*Dividenden wurden in Kursentwicklung einberechnet (SMIC)
Quellen: cash.ch und Bloomberg

Während sich die drei SMI-Schwergewichte in diesem Jahr leicht unter dem Schweizer Marktschnitt bewegen, sind es vor allem die Zykliker und Bankaktien, die den SMI nach oben pushen. Angeführt wird die Erholung vom Zementhersteller LafargeHolcim (+16 Prozent), gefolgt von den beiden Bankaktien Julius Bär (+14 Prozent) und Credit Suisse (+12 Prozent) sowie vom Personalvermittler Adecco (+11 Prozent).

Ob der Schweizer Index seinen guten Kurs beibehalten kann, hängt stark von den weiteren Zahlen zum Geschäftsjahr 2018 respektive zu den Geschäftsprognosen für das Jahr 2019 ab. Dass es mit der Börsen-Heiterkeit aber bald vorbei sein könnte, haben nicht zuletzt die UBS-Zahlen vom Dienstag  angedeutet. Die Grossbank hat einen Gewinneinbruch erlitten, im laufenden Quartal könnte die gedrückte Stimmung die Kundenaktivität weiter belasten. Die Aktie tauchte gleichentags um zwischenzeitlich mehr als 4 Prozent. Anleger dürften nun gespannt auf die Resultate der weiteren SMI-Werte warten, die in den nächsten Tagen und Wochen folgen werden.

Brasilien im Hoch

Es gibt aber Börsenplätze, die dem SMI trotz gutem Start den Rang ablaufen. Da wäre etwa der brasilianische Bovespa-Index. Mit plus 9 Prozent im laufenden Jahr liegt er zusammen mit dem finnischen OMX vorne, in den letzten 52 Wochen hebt er sich dank einem 18 prozentigem Zuwachs vom OMX und von allen anderen Börsen sogar deutlich ab.

Zwei Hauptgründe beflügeln Brasiliens Aktienmarkt: Erstens kam das Land gerade aus einer Rezessionsphase, die Kurse waren daher auf einem tiefen Niveau. Zweitens halten die Finanzmärkte grosse Stücke auf den neuen Präsidenten Jair Bolsonaro. Der frühere Militär-Hauptmann sorgt zwar wegen frauenverachtenden, rassistischen und homophoben Äusserung dann und wann für Empörung. Gleichzeitig will Bolsonaro aber auch eine firmenfreundliche, liberale Wirtschaftspolitik führen - das gibt den Aktien Schub.

In Europa wird der SMI im laufenden Jahr nur vom bereits erwähnten finnischen OMX, vom österreichischen ATX (+8 Prozent) und vom norwegischen OBX (+7 Prozent) geschlagen. Alle drei Indizes haben einen relativ hohen Anteil an Firmen aus dem Energie- und Rohstoff-Sektor. Diese profitieren vom seit Jahresbeginn um 15 Prozent angestiegenen Ölpreis.

Globale Eintrübung der Konjunktur

Generell kommt die positive Börsenstimmung weltweit aber etwas überraschend: "Auf Seiten der Konjunktur gibt es nach wie vor wenig Gründe für den wiedergefundenen Optimismus der Investoren, fällt die Mehrheiten der Daten doch weiterhin schwach aus", bringt es die Zürcher Kantonalbank (ZKB) in einem Marktkommentar auf den Punkt.

So ist der Wirtschafts-Zyklus in den USA weit fortgeschritten, immer mehr Ökonomen halten eine Rezession im Jahr 2020 für möglich. Gleichzeitig trübt sich in Europa die Stimmung ein, während China im letzten Quartal so langsam wuchs wie seit fast drei Jahrzehnten nicht mehr. In der laufenden US-Zahlensaison haben zwar bisher drei Viertel aller Firmen die Gewinnerwartungen der Analysten übertroffen, die ZKB erwartet allerdings, dass Unternehmen in den nächsten Quartalen nun kleinere Brötchen backen werden - sprich ihre Prognosen nach unten revidieren müssen. Das würde auch das weitere Kurssteigerungspotenzial an den Börsen erheblich einschränken.

Das seit einiger Zeit schlechtere konjunkturelle Umfeld haben vor allem die asiatischen Börsen, etwa der Shanghai Composite, der Hang-Seng und der Nikkei bereits deutlich zu spüren bekommen - sie sind in den letzten 52 Wochen um 25, 18 beziehungsweise 15 Prozent eingebrochen. Aber auch in Europa korrigierten einige Indizes in den letzten 52 Wochen im zweistelligen Prozentbereich: Namentlich wären das der österreichische ATX und der DAX (beide je minus 18 Prozent), der französische CAC 40 (-12 Prozent) und der britische FTSE 100 (-10 Prozent). Über diesen Zeitraum hat der SMI vergleichsweise geringe 3 Prozent eingebüsst - halt eben doch ein langweiliger Index.

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Dividenden dürften trotz

Dividenden dürften trotz Börsen-Turbulenzen auch 2019 steigen

Auch 2019 dürfen sich Anleger auf hohe Dividenden freuen. Laut einer Studie von Allianz Global Investors dürften die im MSCI Europe notierten Unternehmen rund 350 Milliarden Euro an Anleger ausschütten.

23.01.2019 07:12

Das entspräche einem Anstieg um rund 16 Milliarden Euro oder 4,8 Prozent. Generell sind vor allem europäische Firmen im internationalen Vergleich besonders ausschüttungsfreundlich, während die Dividendenrenditen in der Schweiz etwas unter dem europaweiten Schnitt liegen.

Laut der am Mittwoch veröffentlichten Studie lag die Dividendenrendite der Unternehmen, die im MSCI Europe gelistet sind, Ende 2018 bei durchschnittlich 3,8 Prozent. Die Dividendenrendite von Schweizer Aktien betrug letztes Jahr rund 3,4 Prozent und damit etwas mehr als im Jahr davor, als es 3,07 Prozent waren.

Gerade bei Börsen-Turbulenzen gelten Dividenden als Stossdämpfer im Portfolio: "Im Anlegerdepot haben Ausschüttungen eine Airbag-Funktion, die sich gerade angesichts der unsicheren Marktsituation besonders vorteilhalft auswirken kann", erklärte Hans-Jörg Naumer, Leiter Kapitalmarktanalyse bei Allianz Global Investors.

Dividenden seien demnach auch dazu da, Kursrückschläge abzumildern und planbares Einkommen zu generieren. Besonders deutlich werde dies in der Langzeitbetrachtung. Gemäss den Zahlen der Studie haben Ausschüttungen seit 1973 bis dato rund 41 Prozent der Gesamtrendite europäischer Aktien generiert, was Kursverluste teilweise komplett oder zumindest in Teilen kompensierte.

Zudem gebe es zur Zeit einige Unternehmen mit gut gestützten Dividendenzahlungen und Wachstumspotenzial zu vergleichsweise günstigen Preisen, so die Fondsmanager der Allianz. Ihr Fokus liege dabei etwa auf dem europäischen Energiesektor oder auf den als "Dividenden-Klassikern" geltenden Versicherungsunternehmen.

(AWP)

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Börsianer fürchten schwache

Börsianer fürchten schwache Firmenbilanzen

Nach den Kursturbulenzen zum Jahresende 2018 läuft der Börsenmotor in diesem Jahr bislang wieder rund. Es fragt sich nur, wie lange.

23.01.2019 11:18

Seit Anfang Januar legten die Aktienmärkte in Frankfurt und New York jeweils rund fünf Prozent zu. Doch Analysten warnen, dass die Schwankungen in den kommenden Wochen zunehmen dürften, wenn Unternehmen rund um den Globus ihre Ergebnisse für das Schlussquartal 2018 veröffentlichen. "Die Nervosität mit Blick auf die Bilanzsaison ist gestiegen", sagt Lars Kreckel, Chefanalyst beim Vermögensverwalter Legal & General Investment. "Anleger sind mittlerweile schnell dabei, das Kind mit dem Bade auszuschütten."

Die Prognosen der Analysten für die im vierten Quartal erzielten Unternehmensgewinne sind bereits deutlich niedriger als im Jahr zuvor. Laut dem Datenanbieter Refinitiv rechnen sie damit, dass die Überschüsse der im europäischen Index Stoxx 600 gelisteten Konzerne im Schnitt um sechs Prozent gestiegen sind. Das wäre nicht einmal die Hälfte des Zuwachses im Schlussquartal 2017. Die für europäische Aktien zuständige Analystin bei der Investmentbank Goldman Sachs, Sharon Bell, rechnet sogar nur mit einem Gewinnwachstum von maximal vier Prozent. "Das wird ein Realitätscheck", sagt auch Emmanuel Cau, Chefanalyst bei der britischen Bank Barclays. "Die grosse Frage ist, ob die gesunkenen Erwartungen an die Konzerne schon in den Kursen eingepreist sind oder nicht."

Apple traf Anleger gleich Anfang Januar ins Mark und gab die Marschrichtung vor: Erstmals seit der Einführung des iPhones vor über zehn Jahren verfehlte der US-Konzern seine Umsatzprognose und begründete dies mit einer konjunkturellen Schwäche in China. Die Aktien rauschten in den Keller. Auch bei Unternehmen aus Europa mehrten sich zuletzt die Warnungen. So enttäuschten etwa das französische Geldhaus Societe Generale, die Schweizer Bank UBS und der deutsche Konsumgüterhersteller Henkel mit Quartalszahlen und einem zurückhaltenden Ausblick auf die kommenden Monate.

Anleger ziehen Gelder aus US-Fonds ab

Gerade die Prognosen der Firmen könnten sich als Knackpunkt erweisen, erläutert Marktexperte Thomas Metzger vom Bankhaus Bauer. "So lange wir keinen Durchbruch bei den übergeordneten Themen Handelsstreit und Brexit sehen, dürften sich die Unternehmen hier nicht zu weit aus dem Fenster lehnen und eher zurückhaltend bleiben." Postbank-Aktienexperte Heinz-Gerd Sonnenschein rechnet jedoch damit, dass die potenziellen Verluste gerade an der deutschen Börse begrenzt sind. "Hier herrscht ein viel grösserer Realismus als an der Wall Street."

2018 gaben Dax und EuroStoxx50 rund 18 beziehungsweise 14 Prozent nach, während der US-Index S&P 500 nur gut sechs Prozent einbüsste. Einer monatlichen Umfrage der Bank of America Merrill Lynch zufolge sind aktuell 39 Prozent der Marktteilnehmer der Ansicht, europäische Aktien seien unterbewertet. So hoch war der Anteil der befragten Anleger zuletzt vor zwei Jahren.

Im vergangenen Jahr zogen Investoren laut Studien des Fondsdatenanbieters EPFR aus europäischen Investmentfonds über 72 Milliarden Dollar ab, mehr als in jeder anderen Region. Die Kapitalabflüsse gingen in den ersten Wochen 2019 zwar weiter, aber mit einem deutlich geringeren Tempo. Der Trend verlagerte sich laut EPFR in Richtung USA - dort zogen Anleger 15 Milliarden Dollar ab, in Europa nur zwei Milliarden.

(Reuters)

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Anzahl ausgeschriebener

Anzahl ausgeschriebener Stellen sinkt zum Jahresbeginn an

Die Anzahl ausgeschriebener Stellen in der Schweiz ist zwischen Dezember und Januar gemäss dem Michael Page Job Index um 2,6 Prozent gesunken. Dies entspreche aber dem typischen saisonalen Rückgang für diesen Zeitraum, teilte das Personalberatungsunternehmen am Mittwoch mit.

23.01.2019 10:45

Im Vergleich zum Januar 2018 nahm die Anzahl der ausgeschriebenen Stellen allerdings mit einem Plus von 16 Prozent deutlich zu. Die Branchen mit dem höchsten monatlichen Wachstum waren Finanzdienstleistungen und IT.

Angesichts der hohen Nachfrage und der tiefen Arbeitslosenrate (2,6%) blieben Gewinn und Bindung von Fachkräften auch 2019 eine Herausforderung für die Arbeitgeber, schreibt Michael Page.

Entsprechend dem saisonalen Rückgang hätten auch alle Regionen eine Abnahme der ausgeschriebenen Stellen verzeichnet. Im Mittelland fiel der monatliche Rückgang mit -0,6 Prozent noch am schwächsten aus.

Die Genferseeregion gab derweil um 3,0 Prozent nach und die Ostschweiz um 1,8 Prozent. Den stärksten Rückgang gab es in der Zentralschweiz mit -6,4 Prozent. Die Region Zürich verlor 3,1 Prozent.

Der Index des Personalberatungsunternehmens Michael Page misst die Zahl der ausgeschriebenen Vakanzen auf Unternehmenswebseiten in der ganzen Schweiz.

jl/rw

(AWP)

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Weltweit mehr Firmenpleiten

Weltweit mehr Firmenpleiten erwartet

Die Zahl der weltweiten Firmenpleiten wird 2019 einer Studie zufolge bereits das dritte Jahr in Folge steigen. Sie dürfte um sechs Prozent zunehmen.

23.01.2019 10:12

Das sagte der Kreditversicherer Euler Hermes in seiner am Mittwoch veröffentlichten Insolvenzstudie voraus. In zwei von drei Ländern sei mit einem Anstieg zu rechnen. "Das zeigt: Die fetten Jahre sind vorbei, die weltweite Konjunktur schwächelt", sagte der Chefvolkswirt der Allianz-Tochter, Ludovic Subran. "Viele Länder wachsen langsamer als es notwendig wäre, um die Insolvenzen stabil zu halten."

Die rote Laterne dürfte erneut an China gehen: Dort erwarten die Experten im laufenden Jahr eine weitere Pleitewelle und sagen einen Anstieg der Fälle um 20 Prozent voraus, nachdem sie 2018 sogar eine Zunahme um rund 60 Prozent registrierten. In Westeuropa sollen die Insolvenzen um voraussichtlich drei Prozent zulegen. Haupttreiber bleibt demnach wegen der Brexit-Unsicherheit Großbritannien. Aber auch in Frankreich, Spanien und Italien dürften mehr Geschäfte aufgeben. Dagegen wird für Deutschland, die USA und den Niederlanden eine Stagnation erwartet.

Wachstum und Nachfrage reichten in vielen Ländern und bei zahlreichen Unternehmen nicht mehr aus, um Produktions- und Finanzierungskosten oder Investitionen im Zuge eines Strukturwandels zu decken. "Weitere Gründe sind das Ende des leichten Geldes, eine historisch hohe Verschuldung von Unternehmen, neue Insolvenzregeln oder, wie in China, die wesentlich grössere Bereitschaft, Insolvenzverfahren auch anzuwenden", sagt Subran. "Zudem gibt es eine 'Extraportion' Insolvenzen in den Ländern, in denen in den letzten Jahren Neugründungen stark angestiegen sind. Viele dieser jungen Firmen schaffen es nicht."

(Reuters)

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Bei diesen Firmen steht die Dividende auf der Kippe

Wacklige Börsen, sinkende Gewinne oder eine hohe Verschuldung. Bei einigen Schweizer Aktien könnten in den kommenden Monaten die Dividenden purzeln.

23.01.2019 23:01

Von Ivo Ruch

Das vierte Quartal 2018 lief bei vielen börsenkotierten Unternehmen so schlecht, dass sie sich nun zu Gewinnwarnungen gezwungen sehen. Die Beteiligungsgesellschaft BB Biotech rechnet mit einem Verlust von fast einer halben Milliarde Franken nach erhöhter Volatilität zu Jahresende – und kürzt die Dividende von 3,30 auf 3,05 Franken. Bei den Aktionären kommt das erwartungsgemäss nicht gut an, der Titel hat seit dieser Ankündigung am letzten Freitag mehr als 4 Prozent verloren.

Gewinnwarnungen gab es in den letzten Wochen und Monaten auch von Implenia, Autoneum, U-blox, Hochdorf, GAM, Meyer Burger, Dottikon, Gurit oder Ascom. Marktbeobachter gehen davon aus, dass in den nächsten Wochen weitere negative Überraschungen folgen werden, wenn noch mehr Firmen ihre eigenen Ziele nicht erreichen. Hintergrund ist eine merkliche Konjunkturabkühlung in mehreren Märkten, welche die Unternehmensgewinne unter Druck setzt.

Ob und in welchem Ausmass diese Entwicklungen Auswirkungen auf die Ausschüttungen an die Aktionäre haben, bleibt zwar vielerorts noch abzuwarten. In einigen Fällen besteht aber bereits heute Klarheit. So werden der Solarzulieferer Meyer Burger sowie der Pharmazulieferer Dottikon wie schon in der Vergangenheit keine Dividende zahlen. Der Vermögensverwalter und einstige Dividendenstar GAM hat nach einem verlustreichen Jahr ebenfalls kein Geld mehr für die Aktionäre übrig.

Beim Elektroinstallateur Burkhalter zeichnet sich eine Kürzung der Dividende schon seit längerem ab und der Gebäudetechniker Meier Tobler gab bereits im Juli einen Verzicht für die nächsten zwei Jahre bekannt. Dasselbe gilt für Leonteq, den Spezialisten für strukturierte Produkte.

Die Schweiz nur im Mittelfeld

Dividenden sind ein wichtiger Teil der langfristigen Gesamtperformance eines Aktienportfolios. Laut einer aktuellen Studie von Allianz Global Investors haben Ausschüttungen seit 1973 rund 41 Prozent zur Gesamtrendite europäischer Aktien beigetragen. Das habe Kursverluste teilweise und in manchen Fällen sogar komplett kompensiert.

Die Schweiz ist diesbezüglich ein Land im Dividenden-Mittelfeld. Laut der Allianz-Studie liegen die Dividendenrenditen (Dividende pro Aktie geteilt durch den Aktienkurs) von Schweizer Aktien leicht unter dem europaweiten Durchschnitt. Konkret: Die Unternehmen aus dem MSCI Europe wiesen Ende 2018 eine durchschnittliche Dividendenrendite von 3,8 Prozent auf, bei Schweizer Aktien waren es 3,4 Prozent.

Gerade in Zeiten sehr tiefer Zinsen ist dies ein willkommener Performance-Zustupf. In der Schweiz stehen die Renditen von zehnjährigen Staatsanleihen derzeit immer noch im negativen Bereich. In den USA und anderen Ländern ist es genau umgekehrt. Dort sind die zehnjährigen Zinsen höher als die durchschnittlichen Dividendenrenditen. Als wahres Ausschüttungseldorado kann wohl Russland bezeichnet werden:

Zurück in die Schweiz. Ob Implenia seine Dividende von zwei Franken in Zukunft halten kann, ist zumindest fraglich. Der Baukonzern ist in die Krise geschlittert und musste seine Erwartungen wegen Problemen im internationalen Geschäft nach unten anpassen. Trotz der Gewinnwarnung will Implenia zwar weiter eine Dividende bezahlen. Die unverändert gute Cash-Position und der hohe Auftragsbestand von über sechs Milliarden Franken erlaube die Ausschüttung einer Dividende für das Geschäftsjahr 2018, teilte Implenia Anfang Dezember mit. Aber eine Kürzung steht durchaus im Raum. Halbiert sich der Gewinn, ist eine dementsprechende Reduktion der Dividende realistisch.

Als wackliger Dividendenkandidat kann auch Hochdorf bezeichnet werden. Der Milchverarbeiter korrigierte 2018 zweimal seine Jahresprognose nach unten. Probleme macht etwa die Übernahme von Pharmalys, einem Unternehmen für Babymilchpulver. Schätzungen gehen nun von einem Jahresgewinn von nur noch etwa sieben Millionen Franken aus. Würde Hochdorf die Dividende von vier Franken stabil halten, bliebe vom Jahresgewinn nicht mehr viel übrig. Ähnlich ist das Szenario beim kriselnden Backwarenhersteller Aryzta.

Schulden und tiefere Nachfrage

Hohe Schulden schiebt hingegen der Sensorhersteller und Apple-Zulieferer AMS vor sich her. Dort trifft eine hohe Verschuldung von rund 1,6 Milliarden Dollar – teils verursacht durch eine aggressive Akquisitionsstrategie – auf eine wohl tiefere Nachfrage nach den Produkten. Wie sich das in den Jahrenzahlen niederschlägt und ob AMS dennoch an ihrer letztjährigen (eher tiefen) Dividende von 0,33 Euro festhält, erfahren Anleger am 5. Februar.

In der aktuellen Zahlensaison gibt es allerdings auch Positives von der Dividendenfront zu vermelden. So schlägt beispielsweise der Warenprüfer SGS nach einer Gewinnsteigerung eine Erhöhung der Dividende von 75 auf 78 Franken vor. Zudem sollen die Aktionäre von einem Aktienrückkaufprogramm profitieren. Die UBS wiederum will die Dividende von 0,65 auf 0,70 Franken je Aktie erhöhen und im laufenden Jahr im Umfang von einer Milliarde Dollar eigene Titel zurückkaufen.

Selbst eine Dividendenerhöhung ist indes keine Garantie für höhere Aktienkurse. Weder UBS- noch SGS-Aktionäre konnte die jüngste Dividenden-Ankündigung über die eher enttäuschenden Jahreszahlen hinwegtrösten. Beide Titel verloren an Wert am Tag der Kommunikation.

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Verkauf von Neuwagen sinkt

Verkauf von Neuwagen sinkt 2018 erneut - Occasionsgeschäft stützt

Die Autoverkäufer in der Schweiz und in Liechtenstein profitierten 2018 nicht von der guten Konjunkturlage. Sie konnten deutlich weniger Neuwagen an die Kunden bringen als im Vorjahr. Rückläufig, wenngleich weniger stark, war auch der Occasionsmarkt.

28.01.2019 11:00

Gesamthaft wurden im vergangenen Jahr in der Schweiz sowie im Fürstentum Liechtenstein knapp 300'000 neue Autos verkauft. Das entspricht einem Rückgang um 4,6 Prozent, nachdem die Verkäufe bereits im Vorjahr zurückgegangen waren.

Dieselfahrzeuge weniger gefragt

Das Autogewerbe machte die wirtschaftliche und politische Eintrübung in Europa, den Handelskonflikt zwischen den USA und China, das anhaltende Diesel-Bashing sowie Lieferengpässe zahlreicher Automobilhersteller aufgrund der neuen Abgasnorm WLTP verantwortlich. Vor diesem Hintergrund seien die vorliegenden Zahlen insgesamt zufriedenstellend, teilten der Auto Gewerbe Verband Schweiz (AGVS) und der Datenverarbeiter Eurotax am Montag mit.

Die Abgasskandale der vergangenen Jahre belasteten weiterhin insbesondere die Dieselfahrzeuge, für welche sich ein Fünftel weniger Käufer begeistern konnten als im Vorjahr. Deren Marktanteil pendelte sich den Angaben zufolge in der zweiten Jahreshälfte aber bei rund 30 Prozent ein.

Im Gegensatz dazu nahmen die Verkäufe von Neufahrzeugen mit alternativem Antrieb (+23 Prozent) deutlich zu. Der Marktanteil aller alternativen Antriebsarten betrug per Ende 2018 aber noch immer bescheidene 7,2 Prozent, derjenige reiner Elektrofahrzeuge - inklusive solcher mit Range Extender - sowie von Personenwagen mit Plug-in-Hybrid-Motor nur 3,2 Prozent.

Unter den zehn Top-Marken verzeichnete lediglich Ford einen Anstieg bei den Neuwagenverkäufen (+9,4 Prozent). Prozentual am meisten Federn lassen musste Opel mit -15 Prozent. Volkswagen verteidigte trotz schwindender Verkaufszahlen (-8,4 Prozent) seine Position als Marktführer.

Wirtschaftlich hätten sich die Einbussen 2018 für die offiziellen Markenvertreter wohl in Grenzen gehalten, hiess es weiter. Denn im gleichen Zeitraum hätten die Grauimporte überproportional (-28,6%) abgenommen.

Leichte Erholung bei Occasionen erwartet

Etwas gemächlicher ging es auch am Gebrauchtwagenmarkt zu und her. So wurden im Gesamtjahr gut 856'000 Handänderungen registriert und damit 1,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Damit sei das Occasionsgeschäft aufgrund seines Volumens geleichwohl eine wichtige wirtschaftliche Stütze für die Branche geblieben.

Angesichts des derzeit knappen Angebots rechnet Eurotax wieder mit leicht steigenden Occasionspreisen und insgesamt mit rund 865'000 verkauften Gebrauchtwagen.

Für 2019 erwartet Eurotax eine Versachlichung der Dieselthematik. Abzuwarten bleibe, wie rasch die angekündigte Modelloffensive praktisch aller Premium- und Volumenhersteller zu einem deutlich höheren Marktanteil von Elektrofahrzeugen führen werde.

sig/cf

(AWP)

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Schwache Schwergewichte

Schwache Schwergewichte belasten Gesamtmarkt

Zum Wochenauftakt gehören die drei Schweizer Schwergewichte Novartis, Nestlé und Roche einmal mehr zu den grössten Verlierern. Bei den beiden Pharmatiteln dürfte dies auf eine gewisse Nervosität vor den Zahlen liegen, die beide Unternehmen in dieser Woche vorlegen werden.

28.01.2019 09:56

So fallen Novartis mit 0,8 Prozent von den drei Papieren am deutlichsten zurück-. Nestlé und Roche folgen mit -0,7 und -0,6 Prozent. Die drei zusammen stehen für etwa 37 der etwa 56 Punkte, die der SMI zeitgleich verliert. Sein Minus beträgt 0,63 Prozent.

Novartis wird an diesem Mittwoch über die Geschäftsentwicklung 2018 berichten, Roche folgen einen Tag später. Während Investoren bei Novartis auf weitere Informationen zur geplanten Abspaltung der Augensparte Alcon hoffen dürften, werden sie bei Roche genau schauen, wie stark sich der Markteintritt von Nachahmerprodukten für seine Blockbuster auf die Umsatzentwicklung auswirkt.

Mit ihren Kursverlusten sind die beiden Pharmas nicht allein. Auch europaweit gehören Gesundheitswerte zu den schwächeren Titeln, wie ein Blick auf die Branchenindizes zeigt. Ähnliches gilt auch für Nestlé. Auch in Europa trennen sich Investoren verstärkt von Aktien aus dem Lebensmittel- und Getränkebereich.

hr/ra

(AWP)

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Das ist der Schweizer

Das ist der Schweizer Dividenden-Adel

Stetig steigende Dividendenzahlungen sind für viele Anleger ein wichtiges Kriterium bei der Aktienwahl. Aus der Schweiz gibt es diesbezüglich mehrere Kandidaten.

30.01.2019 07:48

Von Ivo Ruch

Wenn Aktionäre regelmässig am Erfolg ihrer Firmen teilhaben, ist das der Idealfall. Möglich ist das zum Beispiel über Dividenden. Diese sind insofern attraktiv, als die Gewinnausschüttungen in vielen Fällen einer grossen Regelmässigkeit folgen. Somit entsteht ein passives Einkommen, das häufig auch den Schwankungen am Aktienmarkt standhält.

Dividendenjäger beachten mehrere Kriterien, die bessere von weniger guten Unternehmen unterscheiden. Mit dazu zählt etwa die Konstanz der Dividendenzahlungen, also die Frage, wie oft ein Unternehmen in der Vergangenheit seine Dividenden erhöht oder zumindest nicht gekürzt hat. Es gibt Beispiele wie 3M, Johnson & Johnson oder Stanley Black & Decker, bei denen das seit mehr als einem halben Jahrhundert der Fall ist. Findige Anleger können sich so Rendite dazuverdienen, die es auf dem Bankkonto schon lange nicht mehr gibt oder sich einen Beitrag an die Altersvorsorge ansparen.

Eine überzeugende Dividendenhistorie gibt immer auch einen Hinweis auf den Zustand des Unternehmens. Nur gesunde Firmen mit weitsichtiger Führung sind in der Lage, über die Jahre genug Gewinn zu erwirtschaften, um stets eine Dividende zu bezahlen. Aus diesem Ansatz erstellt die Research-Plattform dividendenadel.de jährlich eine Rangliste mit den qualitativ besten Schweizer Dividendenaktien: der Dividenden-Adel.

Geadelt wird nur, wer diese vier Kriterien möglichst gut erfüllt:

  • Kontinuität: Während mindestens zehn Jahren wurde die Dividende erhöht oder konstant gehalten
  • Ausschüttungsquote: Zwischen 25 und 75 Prozent des Gewinns sollen an die Aktionäre ausbezahlt werden, berechnet über die letzten drei Jahre
  • Rendite: Die durchschnittliche Dividendenrendite der letzten fünf Jahre liegt über 1 Prozent
  • Dynamik: Das durchschnittliche jährliche Dividendenwachstum der letzten fünf Jahre soll möglichst hoch sein

Für 2019 ergibt das eine Auswahl von 21 Aktien. Angeführt wird sie von Partners Group, dem Spezialisten für nichtkotiere Investments. Grund für die Spitzenposition ist die höchste Dividenden-Dynamik der letzten fünf Jahre (siehe Tabelle am Artikelende): Partners Group erhöhte die Dividende im Durchschnitt der letzten fünf Jahre um knapp 25 Prozent. Das widerspiegelt das rasante Gewinnwachstum der letzten Jahre. Partners Group ist heute an der Börse dreimal so viel wert wie Anfang 2014.

Partners Group hat in besonderem Mass von den tiefen Zinsen und dem Anlagenotstand profitiert. Insofern ist das ein Spezialfall, als gute Dividendenzahler häufig aus Branchen kommen, die unabhängig von der konjunkturellen Situation regelmässige Erträge generieren. Typischerweise sind das Unternehmen aus der Nahrungsmittel- oder der Gesundheitsindustrie. So gehören beispielsweise Emmi (Rang 2), Lindt & Sprüngli (5), Bell (12), Novartis (16), Nestlé (18) und Roche (19) zum Schweizer Dividenden-Adel.

Nachhaltigkeit muss gewährleistet sein

Ans Limit geht Partners Group bei der Ausschüttungsquote von 71 Prozent. Denn bei mehr als 75 Prozent der Gewinnbeteiligung würde der Adelstitel wegfallen. Wird ein zu grosser Teil des Jahresgewinns an die Aktionäre verteilt, gilt die Ausschüttungsquote als nicht nachhaltig, schliesslich können die Gewinne auch für Zukäufe oder für Forschung und Entwicklung eingesetzt werden. So erging es zuletzt Flughafen Zürich. Weil die Firma eine Payout Ratio von über 80 Prozent erreicht hat, wird sie nicht mehr als Schweizer Dividenden-Adel geführt.

Konstante Einnahmen erwirtschaften auch Bergbahnen und sind somit in der Lage, regelmässig die Dividenden zu erhöhen. BVZ (Matterhorn Gotthard Bahn, Glacier Express) und Jungfraubahnen haben in den letzten fünf Jahren eine Dynamik von 8 respektive 6 Prozent erreicht. Beide Bahnen bieten auch eine hohe Dividendenkonstanz von rund 20 Jahren ohne Senkung.

Bei den Banken zeigt sich eine klare Führungsposition der kleinen Institute: Walliser Kantonalbank, Valiant, Luzerner und Graubündner Kantonalbank bieten nachhaltige Dividendenqualität, während die Grossbanken wichtige Kriterien nicht erfüllen. Die Credit Suisse zum Beispiel hat 2018 die Dividende von 70 auf 25 Rappen gekürzt.

Hohe Renditen sind nicht alles

Ebenfalls nicht im Adel vertreten sind die Aktien mit den aktuell höchsten Dividendenrenditen am Schweizer Markt. Bei Swisscom (Dividendenrendite: 4,5 Prozent) fehlt die Dynamik, bei Swiss Re (5,2 Prozent) die Konstanz. Der Rückversicherer strich die Dividende 2009 von 4 Franken auf 10 Rappen zusammen. Bei Adecco (5 Prozent) war ähnliches 2016 der Fall.

Ein wichtiger Aspekt fehlt allerdings in der Tabelle des Dividendenadels: Zahlreiche Schweizer Firmen bezahlen steuerbefreite Dividenden. Das ist möglich, wenn Ausschüttungen aus den Kapitalreserven anstatt aus den Gewinnrücklagen bezahlt werden (cash berichtete). Mit dazu zählen Valora, LafargeHolcim, SPS, Sunrise und Mobimo. Sie alle sind aber nicht Teil des Dividendenadels. Das zeigt wiederum, dass Dividenden nie isoliert betrachtet werden dürfen. Vielmehr müssen mehrere Kriterien stimmen, damit ein Investment langfristig Sinn macht.

Der Schweizer Dividenden-Adel

Titel Kontinuität* Quote, in % Rendite, in % Dynamik, in %
Partners Group 9/12 71 3,1 24,9
Emmi 3/14 26 1,1 14,2
Schindler 3/15 56 1,8 12,7
Sonova 6/16 43 1,8 10,2
Lindt & Sprüngli PS 23/25 49 1,4 10,1
Geberit 8/19 67 2,7 9,5
BVZ 2/19 26 2,0 8,1
Walliser Kantonalbank 3/23 68 3,4 7,1
Lonza 2/14 27 1,7 6,7
Jungfraubahn 3/23 35 2,1 5,9
Tecan 1/22 36 1,4 5,9
Bell 1/24 27 2,3 5,9
Valiant 3/21 53 3,8 4,6
Bâloise 2/15 47 4,3 4,5
Phoenix Mecano 1/14 60 3,5 4,2
Novartis 24/24 63 3,5 4,0
ABB 9/13 67 3,7 2,8
Nestlé 22/25 63 3,2 2,8
Roche 25/25 61 3,5 2,5
Luzerner Kantonalbank 2/25 52 2,9 1,8
Graubündner Kantonalbank 1/25 62 2,6 1,0

Quellen: dividendenadel.de, cash.ch (Stand 28.01.19) *so viele Jahre hat das Unternehmen die Dividende erhöht / nicht gesenkt

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Schweizer Temporärbranche

Schweizer Temporärbranche erwartet schwieriges Jahr

Die Schweizer Personaldienstleister in der Zeitarbeitsbranche haben ein wechselhaftes Jahr hinter sich. Stark gestartet schwächte sich das Wachstum gemäss dem Swiss Staffingindex im Jahresverlauf gegenüber dem Vorjahr kontinuierlich ab. Auch im neuen Jahr dürfte die Temporärbranche angesichts der weiter abkühlenden Wirtschaft einen schweren Stand haben.

30.01.2019 14:29

Konkret habe das vergangene Jahr mit einem Plus von 15,3 Prozent bei den geleisteten Einsatzstunden stark begonnen, teilte der Arbeitgeberverband Swissstaffing am Mittwoch mit. Im Jahresverlauf habe das Quartalswachstum gegenüber dem Vorjahr aber kontinuierlich abgenommen und kam im vierten Quartal noch bei 4 Prozent zu liegen. Über das ganze Jahr hinweg sei die Gesamtzahl der geleisteten Einsatzstunden um 8,4 Prozent im Vergleich zu 2017 gestiegen.

Der abnehmende Trend habe damit seinen Schatten auf das Jahr 2019 vorausgeworfen. Der Verband der Schweizer Personaldienstleister rechnet nämlich mit einer weiteren konjunkturellen Abkühlung und einem sinkenden Bedarf nach Temporärarbeit bei Auftragsspitzen. Zudem geht der Verband davon aus, dass sich der seit Jahresbeginn verlängerte Gesamtarbeitsvertrag (GAV Personalverleih) aufgrund der höheren Mindestlöhne die Temporärarbeit verteuert.

sta/rw

(AWP)

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Das sind die Schweizer Top-

Das sind die Schweizer Top- und Flop-Aktien im Januar

2019 ist bislang ein gutes Börsenjahr. Sämtliche SMI-Titel haben zugelegt, Finanzwerte und Zykliker brillieren. Im breiten Markt steht ein bei Zockern beliebter «Penny Stock» an der Spitze. Die Übersicht.

30.01.2019 23:00

Von Pascal Züger

Gründe, sich über die weitere Entwicklung an den Finanzmärkten Sorgen zu machen, gibt es so einige. Da wären etwa der Handelsstreit, die Normalisierung der Geldpolitik in den USA und bald auch in Europa, das grosse Chaos um den Brexit, eine streitfreudige italienische Regierung, Proteste in Frankreich und eine generelle Konjunktureintrübung.

Vereinzelt kam es nun bei den Viertquartalszahlen 2018 auch tatsächlich zu Enttäuschungen: Die Aktien von UBS, Novartis und Lonza korrigierten in den letzten Wochen als Folge der Ergebnisveröffentlichungen. Dennoch fällt die Börsen-Bilanz nach Ablauf des Monats Januar äusserst positiv aus. Der Swiss Market Index (SMI) hat seit Jahresbeginn 6 Prozent zulegen können. Nimmt man den um Dividenden bereinigten Leitindex (SMIC) als Massstab, so fehlen derzeit sogar weniger als 4 Prozent zu einem neuen Allzeithoch:

Kursentwicklung SMI mit Dividendenkorrektur (SMIC) in den letzten 10 Jahren, Quelle: cash.ch

Im weiteren Jahresverlauf zeichnet sich eine hohe Volatilität bei Aktien ab, da die eingangs erwähnten Probleme weiterhin wie ein Damoklesschwert über den Finanzmärkten hängen und immer mal wieder für Verunsicherung sorgen werden. Für die Richtung an den Märkten wird auch der weitere Verlauf der aktuellen Berichterstattungssaison entscheidend sein. Grundsätzlich notieren einige Aktien - vor allem im Small- und Mid-Caps-Bereich - nach einem schwierigen Jahr 2018 aber bereits auf einem tiefen Niveau, so dass die Erholung durchaus noch etwas andauern könnte.

Bank-Aktien und Zykliker brillieren

Anleger setzen in diesem Jahr auf Bankaktien und Zykliker, wie eine Auswertung der besten und schlechtesten Aktien im SMI für den Monat Januar zeigt. Bester SMI-Einzeltitel ist die Bank Julius Bär (+16 Prozent), gefolgt von Credit Suisse (+15 Prozent), LafargeHolcim (+14 Prozent) und Adecco (+11 Prozent).

Dass zwei Bankaktien vorne bei der Performancetabelle zu finden sind, ist einerseits als Gegenbewegung zur (zu) starken Korrektur im letzten Jahr erklärbar. Mit Blick auf die letzten 52 Wochen ist die Performance sowohl von Julius Bär (-36 Prozent) als auch von der Credit Suisse (-31 Prozent) weiterhin miserabel. Ein Stück weit schwingt auch die Hoffnung auf einen ersten Zinsschritt der Europäischen Zentralbank sowie der Schweizerischen Nationalbank gegen Ende des Jahres bei den Anlegern mit. Den Banken würde eine Normalisierung des Zinsumfeldes entgegenkommen.

Sowohl Julius Bär (am 4. Februar), als auch die CS (14. Februar) müssen erst noch die Zahlen für das vergangene Quartal vorlegen. Enttäuschungen sind nicht erlaubt, sonst wird dies an der Börse gnadenlos abgestraft werden. Das hat vergangene Woche die UBS zu spüren bekommen, die einen Gewinneinbruch und Mittelabflüsse verzeichnete. Als Folge tauchte die Aktie um 4 Prozent. Seit Jahresbeginn schafft es der Titel immerhin noch auf ein Plus von 7 Prozent, womit sich die Grossbank im SMI-Mittelfeld befindet.

Die anderen beiden Top-Performer, Adecco und LafargeHolcim, haben ebenfalls stark gelitten im Vorjahr. Für den Personalvermittler Adecco hat vor drei Wochen die UBS ein "Buy"-Rating herausgegeben, was zusätzlichen Schub verlieh. Gemäss dieser UBS-Studie nimmt der Aktienkurs eine leichte Rezession vorweg. Die Grossbank erwartet jedoch eine organische Wachstumsbelebung bei Adecco in der zweiten Jahreshälfte (cash berichtete). Beim Zementkonzern LafargeHolcim dürfte das Jahr 2019 zwar anspruchsvoll werden, nichtsdestotrotz erwartet die Zürcher Kantonalbank eine Bestätigung der Jahresziele dank Produktionssteigerungen und tieferen Energiekosten.

Beste und schlechteste Aktien im SMI im Januar 2019

Obere 10 Performance seit 01.01.19 (in Wacko Untere 10 Performance seit 01.01.19 (in Wacko
Julius Bär +16 Novartis +1
Credit Suisse +15 Geberit +1
LafargeHolcim +14 ABB +2
Adecco +11 Lonza +3
Richemont +10 Swisscom +4
Swiss Life +9 Roche +6
Nestlé +9 Swatch +7
SGS +8 Swiss Re +7
Sika +7 Zurich  +7
Givaudan +7 UBS +7

Quelle: cash.ch (Stand 30.01.2019)

Schlusslichter: Defensive Werte und Einzelschicksale

Ganz am Ende der SMI-Tabelle befindet sich Novartis (+1 Prozent). Der Gesundheitskonzern konnte die Erwartungen beim Schlussquartal nicht erfüllen. Generell sind auffallend viele defensive Werte im hinteren Drittel der Rangliste zu finden. Dazu gehören auch Swisscom (+4 Prozent) und Roche (+6 Prozent). Immerhin hat keiner dieser Titel an Wert verloren, ausserdem gelten diese als zuverlässige Dividendenzahler und krisensicher.

Ganz hinten rangieren auch zwei Industrietitel. Der Kurs des Sanitärtechnikers Geberit (+1 Prozent) litt unter Verkaufsempfehlungen von Goldman Sachs und UBS. Die Firma selber konnte den Pessimismus aber wieder etwas dämpfen mit den jüngsten Umsatzzahlen: Gegen Ende 2018 hat die Wachstumsdynamik wieder zugenommen, die Erwartungen der Analysten wurden erfüllt. Im Kurs ist derzeit womöglich noch immer zu viel Negatives eingepreist, eine Erholung im weiteren Jahresverlauf ist daher denkbar.

Einmal mehr eine Enttäuschung ist die Aktie von ABB. Im letzten Jahr gab sie 25 Prozent nach, 2019 beträgt die Performance bisher bloss plus 2 Prozent bei einem aktuellen Kurs von 19 Franken. Dabei stehen im laufenden Jahr beim Elektrotechniker grosse Veränderungen an: Der Verkaufserlös des Stromnetzgeschäftes soll über Aktienrückkäufe an die Aktionäre zurückgeführt werden. Einige Analysten erwarten jedoch abschwächende Industriemärkte, was bei ABB auf den Gewinn drücken könnte.

Ein kleiner Penny Stock ganz gross

Munter zu und her ging es im Januar im breiten Schweizer Markt, wo es teilweise zu starken Kursausschlägen kam (zur Performance-Tabelle). Bester Titel aus dem Swiss Performance Index (SPI) ist der Solarzulieferer Meyer Burger, der seinen Aktienwert um über 50 Prozent von 60 auf 91 Rappen verbessern konnte. Für Kursfantasien sorgen die vergangene Woche angekündigten Rücktritte im Verwaltungsrat. Nach Auseinandersetzungen mit dem russischen Grossaktionär Petr Kondrashev nehmen Präsident Alexander Vogel sowie zwei weitere VR-Mitglieder den Hut. Der Russe hat nun noch eine zweite, bisher unerfüllte Forderung: Meyer Burger soll die eigene Heterojunction-Technologie selbst nutzen und in den Markt für Solarzellen vorstossen.

Stark auch die Performance des Werkzeugmaschinenherstellers Tornos (+44 Prozent), der für 2019 eine gute Auslastung aufweist, sowie des Automationstechnikers Perrot Duval (+38 Prozent), der jüngst die Gewinnzone erreichte. Den allerletzten Platz nimmt Airopack (-55 Prozent) ein.

Der defizitäre und hoch verschuldete Verpackungshersteller zeigt Zerfallserscheinungen: Wirtschaftsprüfer von PwC untersuchen derzeit die Buchhaltungspraktiken der Vergangenheit, die Zahlen zum ersten Halbjahr 2018 mussten im Rahmen dieser Abklärungen bereits nach unten korrigiert werden. Zudem gaben in den letzten Wochen gleich fünf Verwaltungsräte ihren Rücktritt bekannt. Als einziger bleibt im Gremium noch VR-Präsident Antoine Kohler übrig, der gleichzeitig auch noch seit November Interims-CEO ist.

Zehn beste und schlechteste Aktien im SPI im Januar 2019

Top-Aktien Performance seit 01.01.19, in % Flop-Aktien Performance seit 01.01.19, in %
Meyer Burger +51 Airopack -55
Tornos +44 CI Com -27
Perrot Duval +38 Blackstone -21
Panalpina +37 Kuros  -21
LumX +30 Asmallworld -20
Basilea +29 Arundel -19
Polyphor +27 Santhera -14
Valora +25 Highlight Event & Entertainment -7
Interroll +24 Ascom  -7
Perfect +23 Orell Füssli -7

Quelle: cash.ch (Stand 30.01.2019)

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Schweizer Versicherer legen

Schweizer Versicherer legen im Jahr 2018 zu

(Zusammenfassung mit Angaben aus der Medienkonferenz) - In der Schweiz haben die Versicherer im vergangenen Jahr von der guten Konjunktur profitiert und zugleich dem Tiefzinsumfeld getrotzt. Die Prämieneinnahmen sind daher nicht nur im Sachgeschäft, sondern auch in der Lebensversicherung angestiegen. Die Bestrebungen in der Politik, die Branche stärker zu regulieren, bleibt dem Schweizerischen Versicherungsverband (SVV) ein Dorn im Auge.

31.01.2019 16:00

Die Nachfrage nach Sicherheit sei in der Schweizer Bevölkerung ungebrochen, sagte SVV-Präsident Rolf Dörig am Donnerstag vor den Medien. Das zeigt sich besonders im Sachversicherungsgeschäft, wo das Prämienvolumen laut Hochrechnungen im vergangenen Jahr um 2,2 Prozent auf 28,2 Milliarden Franken geklettert ist.

Einziger Wermutstropfen in der Schadenversicherung war laut SVV-Direktor Thomas Helbling der Motorfahrzeugbereich. Dort gingen die Einnahmen um 0,3 Prozent zurück. Der Grund dafür seien die rückläufigen Einnahmen im Autohaftpflichtgeschäft, das im derzeit gesättigten Markt unter Preisdruck leide.

Wachstum trotz tiefer Zinsen

Im Lebengeschäft konnte die Branche den Abwärtstrend der beiden letzten Jahren stoppen. Das Volumen wuchs um 0,6 Prozent auf 29,8 Milliarden Franken. Sowohl das Kollektiv- als auch das Einzellebengeschäft gewannen dabei an Gewicht. Gefragt waren etwa Risikoversicherungen oder anteilgebundene Produkte.

Den klassischen Lebensversicherungen machen hingegen seit einigen Jahren die sehr tiefen Marktzinsen zu schaffen. Für Versicherer sei es in diesem Umfeld kaum möglich, den Kunden diese Produkte mit Zinsgarantien anzubieten, erklärte Helbling. Und in der Beruflichen Vorsorge (BVG) seien Umwandlungssatz und die Mindestverzinsung nach wie vor zu hoch angesetzt.

2. Säule unter Druck

Der Umbau der Altersvorsorge bleibt ein wichtiges Thema. Dass die Politik nach dem Nein an der Urne zur "Altersvorsorge 2020" die Reform der AHV mit der Steuervorlage verknüpft habe, erachte der Verband zwar als "sachfremd", sagte Dörig, der auch den Lebensversicherer Swiss Life präsidiert. Trotzdem unterstütze er den Schachzug, da es die Steuervorlage "dringend und zwingend" umzusetzen gelte.

In einem weiteren Schritt brauche es aber eine tragfähige Lösung für die zweite Säule, damit sie weiterbestehen könne, unterstrich der SVV-Präsident. Zwingend Teil dieser Lösung müsse das gleich hohe AHV-Alter für Männer und Frauen von 65 Jahren sowie die Senkung des Umwandlungssatzes sein.

Klärungsbedarf zum EU-Rahmenabkommen

Auch die Diskussionen um ein institutionelles Rahmenabkommen mit der EU beobachtet man beim SVV mit Argusaugen. "Den vom Bundesrat vorgelegten Abkommensentwurf können wir in dieser Form nicht unterstützen", sagte Dörig. Es bedürfe in zentralen Punkten, wie etwa bei der Übernahme von EU-Recht oder der Unionsbürgerrichtlinie, noch Klärung.

Derweil sei die Branche für den Fall eines ungeordneten Austritts Grossbritanniens aus der EU gut vorbereitet, hiess es weiter. Mit den Briten sei analog zum EU-Abkommen ein Direktversicherungsabkommen aufgegleist worden. Dieses werde voraussichtlich in den kommenden Wochen vom Parlament in London gebilligt.

Hierzulande beschäftigt sich das Parlament mit der Teilrevision des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG). Es soll die Vertragsbeziehungen der Versicherer mit ihren Kunden besser regeln. "Wichtig ist eine praxistaugliche Balance zwischen Konsumentenanliegen und den Mehrkosten", hielt Dörig dazu fest. Eine teure Regulierung biete den Kunden keinen Mehrwert und führe nur zu steigenden Prämien, ergänzte Michael Müller, Schweiz-Chef der Bâloise.

mk/yr

(AWP)

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Konsumentenstimmung hat sich

Konsumentenstimmung hat sich leicht aufgehellt

Die Stimmung der Schweizer Konsumenten hat sich erneut leicht aufgehellt. Sie rechnen zwar weniger mit Jobverlusten und einer besseren finanziellen Lage, allerdings erwarten sie eine Eintrübung der Wirtschaft.

01.02.2019 08:18

Der Index zur Konsumentenstimmung des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) stieg im Januar auf -4 Punkte an, wie die quartalsweise Umfrage ergab. Damit übersteige der Index seinen langjährigen Mittelwert von -9 Punkten, teilte das Seco am Freitag in einem Communiqué mit. Bei der letzten Umfrage im Oktober war der Index bei -6 Punkten gelegen. Allerdings ist die Stimmung deutlich schlechter als vor einem Jahr (+5 Punkte).

Zuversichtlicher gestimmt sind die Konsumenten für den Arbeitsmarkt: Sie rechnen nun mit einer geringeren Arbeitslosigkeit. Der Teilindex zur erwarteten Entwicklung der Arbeitslosenzahlen sei signifikant zurückgegangen und liege mit 32 Punkten klar unter dem Durchschnitt (48 Punkte), hiess es. Gleichzeitig würden die Konsumenten die Sicherheit der Arbeitsstellen als überdurchschnittlich beurteilen.

Bessere finanzielle Lage

Eine Verbesserung zeigt sich auch bei der eigenen Budgetsituation der Haushalte: Der Teilindex zur erwarteten Sparwahrscheinlichkeit sei deutlich angestiegen und liege wieder im Bereich des langjährigen Mittels.

Zudem habe sich die erwartete Entwicklung der finanziellen Lage ebenfalls wieder dem Mittelwert angenähert. Zur Aufhellung der Budgetsituation dürften einerseits die positiven Aussichten für den Arbeitsmarkt und andererseits die zuletzt wieder geringere Teuerung beigetragen haben, schrieb das Seco.

Düstere Wolken am Konjunkturhimmel

Markant trüber schätzen die Konsumenten dagegen die Wirtschaftslage ein. Hier habe sich die Stimmung in den letzten zwölf Monaten signifikant verschlechtert. Dies stehe im Einklang mit der Abschwächung des Konjunkturwachstums.

Noch stärker zurückgegangen seien die Erwartungen für die kommende Wirtschaftsentwicklung. Die Konsumenten gingen also von einer weiteren Verlangsamung aus, was angesichts negativer Meldungen zur Weltwirtschaft und zahlreicher Konjunkturrisiken wenig erstaune, schrieb das Seco.

Immerhin liege der Teilindex zur erwarteten Wirtschaftsentwicklung aber noch leicht über seinem langjährigen Durchschnitt. Die Konsumenten würden also eine schwächere allgemeine Wirtschaftslage erwarten, aber keine Rezession, schrieb das Seco.

(AWP)

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Einkaufsmanagerindex PMI ist

Einkaufsmanagerindex PMI ist im Januar deutlich gesunken

Die Einkaufsmanager der Schweizer Industrieunternehmen zeigen sich deutlich zurückhaltender als noch vor Monatsfrist. Der sogenannte Purchasing Manager's Index (PMI, saisonbereinigt) sank im Januar zum Vormonat um 3,2 Punkte auf 54,3 Zähler.

01.02.2019 10:00

Er lag damit knapp innerhalb der Schätzungsbandbreite: Von AWP befragte Ökonomen hatten mit einem Wert zwischen 54,0 und 56,5 Punkten gerechnet. Der PMI hat seit August 2018 insgesamt um 10,3 Punkte nachgegeben, notiert aber weiterhin klar über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten und nur leicht unter dem langjährigen Durchschnitt von 55 Punkten.

Die Schweizer Industriekonjunktur scheine sich - wie die ausländische auch - zwar abzuschwächen, das Wachstum bleibe aber vergleichsweise solide, heisst es in einer Mitteilung der Credit Suisse vom Freitag. Die Grossbank berechnet den Index zusammen mit dem Fachverband für Einkauf und Supply Management (procure.ch)

Zuversichtlich stimme zudem, dass die Auftragsbücher nach wie vor gut gefüllt seien, was eine solide Produktion in Zukunft erwarten lasse. So schloss die Subkomponente "Auftragsbestand" im Januar quasi unverändert zum Dezember auf einem soliden Wert von 54,3 Zählern. Auch die Beschäftigungslage präsentiert sich nach wie vor gut: Die entsprechende Subkomponente gab zwar um 0,7 Punkte nach, notiert mit 56,2 Zählern aber weiterhin deutlich in der Wachstumszone.

Mehr Zuversicht

Die Einkaufsmanager der Dienstleister gewannen im Dezember angesichts der guten Arbeitsmarktlage und dem soliden Konsumklima an Zuversicht. Der PMI für Dienstleistungen legte gegenüber dem Vormonat um 3,6 Punkte auf 59,8 Zähler zu und bewegt sich damit weiterhin deutlich über der Wachstumsschwelle. Gegenüber dem Vorjahr entspricht der Wert einem Rückgang von 1,2 Punkten.

Die Aussichten der Dienstleister schienen weiterhin gut zu sein, schreiben die CS-Ökonomen. Der Abwärtstrend der letzten Monate scheine zumindest unterbrochen zu sein. Ein einzelner Monatswert dürfe aber nicht überinterpretiert werden, da der Index stark schwanke.

Der PMI gehört gemeinsam mit dem KOF-Konjunkturbarometer zu den wichtigsten Vorlaufindikatoren für die Schweizer Wirtschaftsentwicklung. Jener Indikator sank im Januar um 1,4 auf 95,0 Punkte. Der erneute Rückgang war laut KOF insbesondere auf negative Entwicklungen innerhalb des Verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors zurückzuführen.

uh/tt

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KOF-Beschäftigungsindikator

KOF-Beschäftigungsindikator hat den Höhepunkt überschritten

Die Aussichten für den Schweizer Arbeitsmarkt bleiben gut, allerdings hat der Aufwärtstrend zuletzt spürbar nachgelassen.

01.02.2019 10:16

Der Höhepunkt ist wohl bereits im dritten Quartal des vergangenen Jahres erreicht worden, wie der KOF-Beschäftigungsindikator anzeigt. Eingetrübt hat sich die Lage etwa in Teilen des Dienstleistungssektors.

Der vierteljährlich von der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) berechnete Wert notierte im ersten Quartal des neuen Jahres noch bei +4,2 Punkten, nach den nach unten revidierten +4,9 Punkten des vierten Quartals. Im dritten Quartal hatte das Barometer noch +5,7 Zählern erreicht.

Trotz des Rückgangs liege der Indikator aber weiterhin recht deutlich über dem langfristigen Mittelwert, der nahe bei null sei, schreibt die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) in der Mitteilung vom Freitag. Die Beschäftigungsaussichten der Firmen bleiben somit gut, waren aber Mitte des letzten Jahres noch besser.

Weniger optimistische Dienstleister

Nicht mehr ganz so rosig wie vor einem halben Jahr seien die Erwartungen betreffend Beschäftigung bei den sogenannt übrigen Dienstleistungsunternehmen. Zu dieser Gruppe zählt die KOF unter anderem Firmen aus dem Verkehrswesen, Informations- und Kommunikationsunternehmen, aber auch das Sozial- und Gesundheitswesen. Diese Gruppe beschäftige viele Mitarbeitende und sei daher von grosser Relevanz für den hiesigen Arbeitsmarkt, erklärte die KOF. Leicht eingetrübt hätten sich auch die Aussichten im Gross- und Detailhandel.

Demgegenüber entwickelt sich der Beschäftigungsindikator im Gastgewerbe laut KOF weiterhin sehr erfreulich. So hoch wie heute lag das Barometer zuletzt vor mehr als zehn Jahren. Auch im Baugewerbe hellt sich die Lage auf und der Beschäftigungsindikator steige weiter, schreibt die KOF. Positive Tendenzen zeigen sich zudem im Projektierungssektor. Laut der Umfrage wollen viele Architektur- und Ingenieurbüros zusätzliche Stellen schaffen.

Der KOF Beschäftigungsindikator wird aus den vierteljährlichen Konjunkturumfragen der KOF berechnet und deckt in etwa 85 Prozent der Beschäftigung im privaten Sektor ab. Der positive Indikatorwert resultiert aus einem höheren Anteil an Umfrageteilnehmern, die in den kommenden Monaten Stellen schaffen wollen, im Vergleich zu solchen, die das Gegenteil planen.

(AWP)

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Schweizer PMI für KMU im

Schweizer PMI für KMU im Januar leicht gestiegen

Die kleinen und mittelgrossen Unternehmen (KMU) in der Schweiz haben sich Januar wieder etwas optimistischer gezeigt als noch im Dezember. Der sogenannte Raiffeisen KMU PMI erreichte im Berichtsmonat einen Stand von 52,9 Punkten (+0,5) und lag damit einmal mehr über der Wachstumsschwelle von 50 Zählern.

01.02.2019 12:24

Die Stimmung bei den befragten KMU sei nach wie vor positiv, auch wenn sie deutlich gedämpfter ausfalle als noch vor wenigen Monaten, teilte Raiffeisen am Donnerstag mit. Die Genossenschaftsbank befragt jeweils rund 200 Industrie-KMUs und berechnet daraus den KMU PMI. Im November beispielsweise lag der Index bei 60,1 Punkten.

Alle Subkomponenten wieder über 50%-Schwelle

Anders als zum Jahresende notieren den Angaben zufolge wieder alle Subkomponenten über der Expansionsschwelle. Der Beschäftigungsindex etwa erholte sich auf 51,9 von 49,3, womit sich der leichte Beschäftigungsrückgang im Dezember also nicht fortsetzte. Bei den Auftragsbeständen und den Einkaufslager fiel die Wachstumsdynamik zwar etwas niedriger aus als im Vormonat, beide Komponenten liegen mit über 53 Punkten aber nach wie vor klar im Wachstumsbereich.

uh/tt

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Liechtensteiner

Liechtensteiner Arbeitslosenquote mit Sprung nach oben

Die Arbeitslosenquote im Fürstentum Liechtenstein hat im Januar einen Sprung nach oben gemacht. Sie stieg im Vergleich zum Vormonat von 1,6 auf 1,8 Prozent. Für liechtensteinische Verhältnisse bedeutet diese Erhöhung eine relativ starke Veränderung.

05.02.2019 12:20

Der Grund dafür war die Zunahme der Zahl der Arbeitslosen um 31 auf total 356 Personen, wie der Arbeitsmarkt Service Liechtenstein AMS am Dienstag vermeldete.

Der stärkste Anstieg wurde in der Altersklasse der 25- bis 49-Jährigen registriert. Die Arbeitslosigkeit in dieser Kategorie erreichte mit 213 Personen eine Quote von zwei Prozent.

(AWP)

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