CH-relevante Börsenthemen Jahr 2019

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Schweizer Detailhandel hat

Schweizer Detailhandel hat 2018 leicht zugelegt

Der Schweizer Detailhandel hat im Jahr 2018 insgesamt ein leichtes Wachstum verzeichnet. Zurückzuführen war dies vor allem auf eine positive Entwicklung im Bereich Lebensmittelhandel, während der von zahlreichen Schliessungen betroffene Modehandel erneut überdurchschnittlich zu leiden hatte.

05.02.2019 11:33

Die Umsätze im Detailhandel erhöhten sich laut dem Marktforschungsunternehmen GfK im vergangenen Jahr um 0,4 Prozent. Im vierten Quartal hätten die Monate Oktober und November für eine positive Belebung gesorgt, der bedeutende Umsatzmonat Dezember sei dagegen erneut hinter den Erwartungen und dem Vorjahr zurückgeblieben, heisst es in einer Mitteilung von GfK Switzerland vom Mittwoch.

Der Lebensmittelhandel konnte gemäss den Erhebungen ein Plus von 1,3 Prozent verzeichnen. Im Non-Food Bereich resultierte dagegen ein Minus von 1,3 Prozent. Hier wiesen alle Märkte leichte Pluszahlen auf ausser dem Modemarkt. Bei der Mode erwies sich auch der Einfluss des Wetters als eher negativ. Warme Temperaturen - wie etwa im September 2018 - hätten die Konsumenten nicht für einen Einkauf der neuen Herbst- und Winterware inspirieren können, heisst es.

Weiterhin setze sich derweil die Verschiebung vom stationären zum Online-Handel fort. Der Distanzhandel - also der Online- und Versandhandel - habe auch im 2018 weiter zugelegt.

Die Teuerung hat in den letzten Monaten wieder leicht zugenommen, wie das GfK erinnert. Laut den Zahlen des Bundesamtes für Statistik lag die durchschnittliche Jahresteuerung im Jahr 2018 bei 0,9 Prozent.

tp/uh

(AWP)

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Geschäftslage unter Schweizer

Geschäftslage unter Schweizer Unternehmen trübt sich leicht ein

Schweizer Unternehmen sind mit weniger Optimismus in das neue Jahr gestartet. Der von der Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH Zürich erhobene Geschäftslageindikator sank im Januar den zweiten Monat in Folge.

05.02.2019 10:34

Dennoch überwiege hinsichtlich der weiteren Geschäftsentwicklung die Zuversicht, teilte die KOF am Dienstag mit. Zu Jahresbeginn 2019 sei die Schweizer Konjunktur somit weiterhin in einer guten Verfassung, die Unternehmen verspürten aber vermehrt Gegenwind.

Den Geschäftslageindikator gedrückt hat im Januar vor allem eine ungünstige Entwicklung im Grosshandel und bei den übrigen Dienstleistern. Leichte Abschläge gab es im Verarbeitenden Gewerbe, dem Gastgewerbe und dem Detailhandel. Gegen den Abwärtstrend stemmen sich laut KOF dagegen das Baugewerbe, der Projektierungsbereich und die Finanz- und Versicherungsdienstleister.

In die Ergebnisse der KOF Konjunkturumfragen vom Januar sind Antworten von mehr als 4'500 Firmen aus der Industrie, dem Baugewerbe und den wichtigsten Dienstleistungsbereichen eingeflossen.

(AWP)

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Franken schwächelt, aber wohl

Franken schwächelt, aber wohl nur vorübergehend

Der Schweizer Franken ist am Dienstag zum Euro auf den tiefsten Stand seit zwölf Wochen gefallen.

05.02.2019 16:10

Die Gemeinschaftswährung kostete bis zu 1,1444 Franken und war damit so teuer wie zuletzt Anfang November. Bereits in den vergangenen Tagen hatte der Franken an Boden verloren. Deutsche-Bank-Währungsstratege Robin Winkler sieht den Grund dafür in strategischen Umschichtungen von Hedgefonds angesichts der zurückhaltenden Äusserungen der US-Notenbank zu künftigen Zinserhöhungen. "Sie leihen sich möglichst billig Geld und legen das Geld in hochverzinsten Währungen an wie etwa der türkischen Lira, dem russischen Rubel oder in Lateinamerika. Viele dieser Deals werden in Franken und Yen finanziert. Hedgefonds leihen sich also Franken, um in hochverzinsten Währungen zu investieren. Das führt dazu, dass Franken verkauft werden", erläuterte Winkler. Dieser Trend könne sich jedoch auch rasch umkehren und das Geld wieder zurück in die Schweiz fliessen.

Längerfristig geht die Deutsche Bank von einem weiterhin starken Franken aus, wie aus einer Studie des Geldhauses hervorgeht. Denn viele Schweizer Investoren - darunter auch grosse Pensionsversicherungen - behielten ihr Geld lieber in der Schweiz und investierten nicht im Ausland. Dieser Trend dürfte sich fortsetzen, heisst es in der Studie. "Unternehmen scheuen weiterhin eher davor zurück, Liquidität in Fremdwährungen zu halten." Der Hauptgrund für die Stärke des Frankens liegt demnach nicht in seiner Funktion als "sicherer Hafen" für Spekulanten.

(Reuters)

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Ewig steigende Dividenden?

Ewig steigende Dividenden? Vorsicht ist angebracht

Trotz eingetrübten Aussichten beim Geschäftsgang erhöhen viele Schweizer Firmen ihre Dividenden. Die Zinsentwicklung und die Konjunktur können diesem Trend ein Ende bereiten.

06.02.2019 08:05

Von Marc Forster

Julius Bär legte diese Woche ein Jahresergebnis vor, das unter den Erwartungen der Analysten lag, zu hohe Kosten offenlegte und das ein Sparprogramm nach sich zieht. Zudem wurden die Ziele gesenkt. Auch wenn der Reingewinn um vier Prozent stieg: Anleger straften die Privatbank an der Börse ab. Trotzdem wird Julius Bär die Dividende um 7 Prozent erhöhen. Es gibt Stimmen am Markt, welche die Dividendenerhöhung für nicht gerechtfertigt halten. 

Ein guter Dividendenzahler zu sein ist für ein börsenkotiertes Unternehmen prestigeträchtig. Es ist noch nicht allzu lange her, da nahmen Unternehmen in der Schweiz Kredite auf, um dann Dividenden auszubehalten. Das Aktionariat soll bei jeder Geschäftslage bei Laune gehalten werden, indem die Gewinnbeteiligungen ausgebaut werden – und am besten drücken die Anteilseigner dann bei operativen Problemen ihrer Firma ein Auge zu. Dieser Hintergedanke dürfte auch bei Julius Bär eine Rolle spielen.

Zinsen werden langsam steigen

Ob solche Manöver bei den Aktionären in einer so gut informierten Welt wie heute noch funktioniert, ist fraglich. Mit einem jährlichen Zückerchen sollen auch die UBS-Aktionäre bei der Stange gehalten werden. Die Grossbank hat im Januar beim Jahresresultat ein durchwachsenes Resultat vorgelegt: Im Geschäft mit reichen Privatkunden sind die Aussichten soso lala. CEO Sergio Ermotti betonte in erster Linie das Langfrist-Wachstum. Aber die Dividende wird von 65 auf 70 Rappen pro UBS-Aktie angehoben werden, und die Steigerungen sollen so weitergehen.

Die Managements gehen bei den Dividenden so forsch voran, weil die die Tiefzinsen dieses Handeln begünstigen. Zwar sei aktuell die Zinsprognose jeden Tag anders, sagt Urs Beck, Anlagespezialist bei EFG Asset Management und Manager des Fonds "New Capital Swiss Select Equity". Aber: der Marktkonsens erwarte, dass die Zinsen mit der Zeit anstiegen. "Dadurch werden Aktien von ihrem stärksten Konkurrenten, den Obligationen, stärker bedrängt. Die Dividendenrendite seht damit zu den Renditen anderer Anlageklassen in Konkurrenz."

Im Falle der UBS geht Fondsmanager Beck zwar davon aus, dass die heutige Dividende gehalten werden kann. Für die Zukunft ist er skeptischer. Die UBS habe seit der Finanzkrise etwas Buchwert generiert: "Allerdings nicht so stabil, dass man die Dividendenentwicklung als Aufwärtslinie einfach so weiterziehen sollte", sagt Beck. 

Solide Bilanzen wichtig

So schwierig wie bei den Banken ist es nicht überall. Tatsache ist, dass das Gros der Schweizer Firmen Schulden abbauen konnte, Nettocashpositionen aufgebaut hat und hohe Cash-Flows ausweisen kann. Sie verfügen über solide Bilanzen. Der Lebensversicherer Swiss Life, der puncto Dividendenrendite langsam zu den Spitzenunternehmen wie Zurich oder Swiss Re aufschliesst, ist in Sachen Cash-Generierung problemlos in einer Position, auch steigende Dividenden zahlen zu können. 

Auch bei den Kantonalbanken von Luzern oder Zug, die jüngst Dividendenerhöhungen vermeldet haben, ist dies aufgrund von deren sehr stabilem Geschäft weniger problematisch als bei den Grossbanken UBS, CS oder Julius Bär. Diese sind mehr von volatilen Finanzmärkten und einem teuren Privatkundengeschäft geprägt als die regionalen Institute mit ihrem grossen Kredit- und Hypothekengeschäft.

GAM und AMS  ziehen Notbremse

Aktuell beläuft sich die Dividendenrendite des Swiss Performance Index auf 3,7 Prozent. Die liegt stark an den Schwergewichten Nestlé, Roche und Novartis, die dank starken Cash-Flows starke Dividendenzahler sind und es wohl auch bleiben. 

Aber in der Breite kann es laut Marktbeobachtern durchaus dazu kommen, dass die Dividendenzahlungen abflachen werden.  Einzelne Managements haben schon die Notbremse gezogen. Grobe Verzerrungen zwischen tatsächlicher Leistung des Unternehmens und der Höhe der Dividende beziehungsweise der Dividendenrendite gibt es vor allem bei Krisenunternehmen. Der Vermögensverwalter GAM ist so ein Beispiel, aber da wurde die Streichung der Dividende aufgrund eines erwarteten Milliardenverlusts schon im vergangenen Dezember angekündigt. Auch der Sensorhersteller AMS hat nun wegen schlechter Zahlen und eines getrübten Ausblicks die Dividende gestrichen.

Marc Possa, Manager des Aktienfonds SaraSelect, erwartet indessen der laufenden Berichtsaison insgesamt weitere Ankündigungen steigender Dividenden. "Ob das danach so weitergeht, hängt von der Wirtschaftslage ab." Er selbst erwartet keine massiven Kürzungen bei den Dividenden, geht aber auch nicht von massiv steigenden Zinsen oder einer grossen Rezession aus. "Bei massiv rückläufigen Gewinnen würden Dividenden wohl gekürzt werden, um die Substanz zu erhalten: AMS ist ein Paradebeispiel dafür."

Firmenspezifische Eigenheiten

Managementgeführte Unternehmen – also der grosse Teil der SMI-Konzerne wie auch viele mittelgross kapitalisierte Unternehmen – sparen bei der Dividende erfahrungsgemäss schnell. Sollte sich das wirtschaftliche Umfeld dieses Jahr noch deutlich eintrüben, werden die Dividendenerhöhungen nächstes Jahr wohl einiges spärlicher ausfallen als in der aktuellen, "ausgabenfreudigen" Berichtssaision.

Firmen, die von Inhabern geführt werden oder die einen starken Kernaktionär haben, sind bei der Dividende in der Regel grosszüger. Die Auschüttung nicht mehr zu erhöhen oder gar zu kappen fällt ihnen schwerer als den managementgeführten Firmen. So erhöht die familiendominierte Roche seit drei Jahrzehnten jedes Jahr die Dividende - ohne Unterbruch. Auch bei Ems-Chemie, die von Magdalena Martullo und ihren zwei Schwestern kontrolliert wird, oder bei den von Investor Michael Pieper gehaltenen Unternehmen sind die Dividendenchancen intakter, auch wenn es zu einer Rezession kommt.

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Wer fliegt für Alcon aus dem

Wer fliegt für Alcon aus dem SMI?

Die Novartis-Tochtergesellschaft Alcon steigt in den Leitindex SMI auf. Die Aktien von zwei bekannten Schweizer Unternehmen stehen dafür auf der Kippe.

Aktualisiert um 08:29

Von Lorenz Burkhalter

Was die Spatzen am Hauptsitz der Schweizer Börse SIX schon seit einer ganzen Weile von den Dächern pfeifen (cash.ch berichtete), ist seit Dienstagabend nun offiziell: Die Novartis-Augenheilsparte Alcon wird nach der Abspaltung vom Basler Mutterhaus ab dem ersten Handelstag in den Swiss Market Index (SMI) aufgenommen.

Wann genau dieser erste Handelstag sein wird, steht noch nicht fest. Allerdings will Novartis die Tochterfirma eigenen Angaben zufolge noch in der ersten Hälfte dieses Jahres an die Börse bringen.

Noch ist beim Absteiger nichts entschieden

Eines der anderen 20 im SMI vertretenen Unternehmen müsste Alcon dann Platz machen. Aus heutiger Sicht träfe es entweder den Stellenvermittler Adecco oder der Vermögensverwalter Julius Bär. Indexorientierte Grossinvestoren und die Anbieter von Indexfonds oder strukturierten Indexprodukten müssten sich dann von Aktien des absteigenden Unternehmens trennen. Für gewöhnlich bleibt das nicht ohne Folgen für die Kursentwicklung.

An der Börsenkapitalisierung gemessen rangiert Adecco mit 8,45 Milliarden Franken auf dem letzten Platz, Julius Bär hingegen mit 8,72 Milliarden Franken auf dem zweitletzten Platz. Einschränkungen in Bezug auf die frei verfügbaren Aktien gibt es bei beiden Unternehmen nicht und auch von der Handelbarkeit her betrachtet spielen die zwei in einer ähnlichen Liga. Folglich könnte es zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen um den Verbleib im prestigeträchtigen SMI kommen.

Auch an der Börse liefern sich Julius Bär (rot) und Adecco (grün) seit einem Jahr ein Kopf-an-Kopf-Rennen (Quelle: www.cash.ch)

Anders als bei Julius Bär (cash.ch berichtete) steht die Jahresberichterstattung bei Adecco erst noch an. Der Stellenvermittler wird erst am 28. Februar über die Geschäftsentwicklung im Schlussquartal 2018 informieren.

Im Juli folgt der reguläre Indexentscheid

Während den ersten neun Monaten kam es mehrfach zu Ergebnisenttäuschungen. Auf der einen Seite drückten hohe Vorabinvestitionen auf die Margen, auf der anderen Seite führten Marktanteilsverluste sowie ein schwierigeres Wirtschaftsumfeld zu einer Umsatzverlangsamung. Analysten schliessen eine erneute Enttäuschung Ende Februar nicht aus. Eine solche würde die Chancen Adeccos auf einen Verbleib im SMI spürbar schmälern.

Dem obsiegenden Unternehmen droht aber spätestens im Juli Ungemach, wenn die Indexkommission wie jedes Jahr regulär über die Zusammensetzung der hiesigen Aktienindizes entscheidet.

Als Herausforderer gilt die Partners Group. Mit einer Börsenkapitalisierung von 18,1 Milliarden Franken müsste der erfolgreiche Risikokapitalspezialist eigentlich längst Bestandteil des SMI sein. Allerdings befinden sich gut 30 Prozent der ausstehenden Aktien im Besitz der drei Firmengründer. Für die Aufnahme in den SMI müssen mehrere Erfordernisse erfüllt sein. 

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Schweizer Spielwarenmarkt

Schweizer Spielwarenmarkt verzeichnet 2018 leichten Umsatzrückgang

Der Schweizer Spielwarenmarkt ist 2018 geschrumpft. Von Januar bis Dezember hätten die Konsumenten zwei Prozent weniger für Spielzeug (ohne Videogames) ausgegeben als im Vorjahr, teilte der Spielwaren Verband Schweiz am Mittwoch mit.

06.02.2019 12:30

Vor allem Plüsch (-13%), Jugendelektronik (-12%) und die Kategorie übrige Spielwaren (-16%) haben gemäss den Zahlen von GfK Switzerland einen starken Rückgang verzeichnet. Die Umsätze bei der Kategorie Spiele/Puzzles (-0,8%) bewegten sich hingegen immerhin auf dem Niveau von 2017.

Das Resultat erscheine auf den ersten Blick allerdings enttäuschender, als es tatsächlich ist, wird GfK-Marktforscher Kurt Meister in der Meldung zitiert. Bedenke man, dass 2017 das Jahr des Fidget Spinners-Booms war, so sei der Markt bereinigt betrachtet stabil geblieben.

In einigen Sparten entwickelten sich die Umsätze der Branche gar positiv. So legten Erwachsenenspiele (+11%), Aktionsfiguren (+19%) und Puppen (+13%) zu. "Positiv entwickelten sich vorab Spiele für Familien und Erwachsene aber auch Brainteasers, Vorschulspiele und Kartenspiele", wurde Meister zitiert.

kw/cf

(AWP)

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Die Schnellstarter des

Die Schnellstarter des Schweizer Börsenjahres 2019

In den ersten zehn Handelstagen im 2019 haben sich Schweizer Aktien nach einem miserablen Dezember wieder gefangen. Die detaillierte Rangliste zeigt Pharma-Hoffnungsträger, Übernahmekandidaten und Rebound-Aktien.

16.01.2019 23:06

Von Ivo Ruch

Die Schweizer Börse startete angeschlagen ins neue Jahr. Nie seit 2008 hatte sie so viel an Wert verloren wie 2018. Speziell der Dezember hinterliess in den Anlegerportfolios tiefe Löcher. Doch an den ersten zehn Handelstagen 2019 fand sozusagen eine Blitzheilung statt. Der breite Schweizer Aktienindex Swiss Performance Index (SPI) hat bislang knapp 5 Prozent zugelegt, der Leitindex Swiss Market Index (SMI) praktisch gleich viel.

In dieser Gegenbewegung haben einige Aktien besonders deutlich zugelegt: Newron, Panalpina oder Basilea haben mehr als 30 Prozent gewonnen. Auch grosse Titel wie Richemont, Credit Suisse oder LafargeHolcim zeigen sich mit einem Kursplus zwischen 6 und 13 Prozent deutlich verbessert. Daraus abzuleiten, die Schweizer Börse sei nun vollständig gesundet, wäre aber übertrieben.

Denn die Verunsicherung unter Investoren bleibt gross: Die Weltwirtschaft hat ihren Zyklushöhepunkt überschritten, daneben spüren Unternehmen den amerikanisch-chinesischen Handelsstreit, und die Zinserhöhungen der Fed dürften an Regelmässigkeit verlieren. In Europa kommen die Brexit-Wirren hinzu sowie politische Unwägbarkeiten in Frankreich und Italien.

Die Schnellstarter ins Börsenjahr lassen sich denn auch grob in drei Gruppen aufteilen, die relativ unabhängig von Fundamentaldaten unterwegs sind: Pharma-Hoffnungsträger, Übernahmekandidaten und Rebound-Aktien.

Die besten Schweizer Aktien 2019

Titel Performance 2019 (in Wacko
Newron Pharma +34,4
Panalpina +33,5
LumX Group +32,9
Basilea +30,3
Perfect Holding +22,7
Dätwyler +18,9
Meyer Burger +18,2
BB Biotech +17,6
Hochdorf +16,3
Kudelski +16,7
SPI +4,9
SMI +4,8

Quelle: cash.ch (Stand 16. Januar 2019, 10 Uhr)

Zur ersten Gruppe gehört etwa Newron Pharma mit einem Kursplus von 34 Prozent. Das italienische Unternehmen ist defizitär, belebt die Anlegerphantasie aber mit Produktkandidaten und zukünftigen Gewinnen. Das heisst, der Aktienkurs wird mehrheitlich von Gerüchten und nur selten von Unternehmensnews beeinflusst. Schon in der Vergangenheit fiel die Newron-Aktie vor allem durch starke Kursschwankungen auf.

Ähnlich ist die Situation bei Basilea (+30 Prozent) und BB Biotech (+18 Prozent), die beide ebenfalls unter den zehn besten Aktien des laufenden Jahres stehen. Basilea schreibt seit jeher rote Zahlen, hat aber bereits mehrere Medikamente auf dem Markt. BB Biotech ist über seine mehr als 30 Beteiligungen vor allem in den USA engagiert. Geholfen hat jüngst zum Beispiel die Übernahme von Celgene durch Bristol-Myers, worauf die Celgene-Aktie einen Drittel teurer wurde. Celgene war zuletzt die drittgrösste Position von BB Biotech. Anleger können hier am möglichen Biotech-Boom teilnehmen, ohne alles auf eine Karte zu setzen. Attraktiv ist auch die Dividendenrendite von 4,8 Prozent.

Unterschiedliche Perspektiven

Um eine Übernahme geht es auch bei Panalpina. Nach der Offerte durch DSV gewann die Panalpina-Aktie am Mittwoch bis zu 30 Prozent, was fast das gesamte Kursplus des laufenden Jahres ausmacht (+34 Prozent). Am Markt heisst es derweil, Konkurrent Kühne+Nagel könnte nun eine attraktivere Gegenofferte einreichen (cash berichtete). In diesem Logistik-Poker ist das letzte Wort also noch nicht gesprochen.

Um Rebound-Bewegungen geht es im weitesten Sinn bei LumX, Perfect Holding, Dätwyler, Meyer Burger, Hochdorf und Kudelski (2018: -53%). Alle hatten ein miserables 2018. Hochdorf, Meyer Burger und Perfect Holding landeten mit Verlusten von mehr als 60 Prozent gar unter den Flop Ten der Schweizer Aktien (mehr dazu hier).

Die Perspektiven sind hier äusserst unterschiedlich. Dätwyler zum Beispiel gehört bei mehreren Banken (UBS, CS, Vontobel) zu den aktuellen Favoriten. Die CS traut der Aktie der Industriegruppe gar einen Anstieg auf 230 Franken zu, was zum aktuellen Kurs (150 Franken) weiteres Aufwärtspotenzial von mehr als 50 Prozent bedeutet. Zu den Risiken gehören hier die Abhängigkeit von der Automobilindustrie sowie die unterschiedlichen Perspektiven der zwei Konzernbereiche Dichtungslösungen und Elektronikteile.

«Penny Stocks» im Anstieg

Anders die Situation bei Meyer Burger, LumX Group und Perfect Holding. Ihre Aktien sind weniger als ein Franken wert, ihre Kurse fallen häufig durch einen volatilen Verlauf auf. Gemeinsam haben sie auch eher düstere operative Aussichten, teils sogar mit roten Zahlen. Interessierte Anleger sollten also höchstens Teile ihres Zockergeldes einsetzen.

Während es also bei einigen Aktien nach Monaten der Flaute nun wenigstens kursmässig wieder aufwärts geht, setzt sich andernorts der Sinkflug unvermindert fort. Dazu gehört der Verpackungshersteller Air Tech Group, der derzeit praktisch ins Bodenlose fällt. Mehrere Rücktritte im Verwaltungsrat und eine Gewinnwarnung waren die letzten Hiobsbotschaften für die Aktionäre. Das Unternehmen braucht nun frisches Kapital, um den Betrieb zu sichern.

Auch aus dem SMI gibt es ein Beispiel einer Aktie, die noch nicht wieder auf die Beine gekommen ist: Geberit. Jahrelang ein solider Wert, hat der Sanitärtechnikkonzern im letzten Kalenderjahr 11 und im laufenden Jahr fast 5 Prozent verloren. Zuletzt empfahlen drei Banken die Aktie zum Verkauf, unter anderem aufgrund verschlechterter Aussichten für die europäische Bauindustrie. Die Umsatzzahlen vom Donnerstag könnten für einen Befreiungs- oder einen weiteren Rückschlag sorgen.

Die schlechtesten Schweizer Aktien 2019

Titel Performance 2019, in %
Air Tech Group -69,6
Blackstone -16,6
Asmallworld -16,0
Banque Prof. Gestion -14,7
Orell Füssli -13,0
Arundel -11,1
Mikron -9,2
Molecular Partners -8,6
Santhera -8,0
Spice Private Equity -7,8

Quelle: cash.ch (Stand 16. Januar 2019, 10 Uhr)

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Investitionsfreudigkeit

Investitionsfreudigkeit bleibt 2019 auf gutem Niveau

Die Schweizer Unternehmen wollen auch im laufenden Jahr mehr investieren als im Vorjahr. Die Investitionsvolumen werden 2019 gemäss einer Umfrage aber an Dynamik verlieren.

07.02.2019 10:30

Die Unternehmen wollen ihre Investitionstätigkeit im laufenden Jahr zwar weiterhin steigern, jedoch nicht mehr so stark wie in den vergangenen Jahren. So lautet das Fazit der Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH Zürich, welche sich dabei auf ihre bei 14'000 Firmen durchgeführte und am Donnerstag publizierte Investitionsumfrage stützte.

Sowohl bei den Ausrüstungs- als auch den Bauinvestitionen gehen die Unternehmen von einer schwächeren Dynamik aus. Dies passe gut zu den Erwartungen für die Konjunktur in Europa und global gesehen. Diese wurden zuletzt zwar vielerorts etwas zurückgenommen, die meisten Ökonomen sehen jedoch noch keine Rezessionsgefahr.

Sicherheit in den Investitionsplänen nimmt etwas zu

Laut der KOF-Umfrage dürften auch die Ausgaben für Forschung und Entwicklung etwas weniger schnell zunehmen als bis anhin. Die KOF weist weiter darauf hin, dass es sich bei der Umfrage um die Pläne der Unternehmen handle, deren Realisierung nicht immer gesichert sei. Insgesamt habe sich die Realisierungssicherheit gegenüber den letzten Umfrage etwas erhöht, zumindest gemäss den subjektiven Einschätzungen der Unternehmen. Immerhin bezeichnen über 90 Prozent von diesen ihre Investitionsplanung für 2019 als sicher oder sehr sicher.

Haupttreiber für Investitionen war in den vergangenen Jahren insbesondere die hohe Nachfrage. Dieser Faktor dürfte auch im laufenden Jahr eine Rolle spielen, jedoch leicht an Bedeutung einbüssen. Der primäre Grund für Investitionen im laufenden Jahr ist gemäss KOF aber die technische Entwicklung. Einen positiven Einfluss hätten zudem die günstigen finanziellen Rahmenbedingungen, von welchen am meisten die kleinen und mittleren Betriebe profitierten.

Die 14'000 von der KOF befragten Unternehmen bilden die Wirtschaftsstruktur der Schweiz nach. Nicht berücksichtigt sind der Staatssektor, halböffentliche Unternehmen sowie die privaten Haushalte.

(AWP)

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US-Notenbanker zurückhaltend

US-Notenbanker zurückhaltend zu Zinserhöhungen 2019

In den USA gibt es erneut Warnungen von weiteren Zinsanhebungen in der kommenden Zeit.

08.02.2019 06:43

Der Notenbanker James Bullard sagte am Donnerstag, die Fed werde ihr Inflationsziel von zwei Prozent wohl auch 2019 verfehlen. Daher müsse die Notenbank vorsichtig sein, denn auch andere Signale deuteten darauf hin, dass die Wirtschaft grösseren Risiken als bislang gedacht ausgesetzt sein könnte.

Die Notenbank hatte 2018 vier Mal die Zinsen angehoben. Derzeit liegt der Satz zwischen 2,25 und 2,5 Prozent. Eigentlich sollten in diesem Jahr weitere Erhöhungen folgen. Fed-Chef Jerome Powell hat aber bereits durchblicken lassen, dass er das nicht für ausgemacht hält.

(Reuters)

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Arbeitslosenquote steigt im

Arbeitslosenquote steigt im Januar nur leicht an

Die Arbeitslosigkeit in der Schweiz bleibt auf sehr tiefem Niveau. Die entsprechende Quote stieg im Januar 2019 zwar leicht auf 2,8 Prozent, nachdem sie im Dezember 2018 noch 2,7 Prozent betrug.

08.02.2019 08:20

Bereinigt um saisonale Effekte bleibt die Quote aber unverändert bei 2,4 Prozent. Die Zahlen sind keine Überraschung: Die von AWP befragten Ökonomen hatten mit Werten in dieser Grössenordnung gerechnet.

Insgesamt waren gemäss den Erhebungen des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) Ende Januar 123'962 Arbeitslose bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) eingeschrieben, 4'301 mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat verringerte sich die Zahl allerdings um 25'199 Personen (-16,9%), wie das Seco am Freitag mitteilte. Damals, also im Januar 2018, hatte die Arbeitslosigkeit noch bei 3,3 Prozent gelegen.

Mehr ausländische Arbeitslose

Aufgeschlüsselt nach Regionen lag die Arbeitslosenquote in der Deutschen Schweiz mit 2,3 Prozent (Vormonat: 2,2%) weiterhin deutlich tiefer als in der Westschweiz und im Tessin mit 4,0 Prozent (3,8%). Sehr tief war die Quote mit 1,9 Prozent (1,8%) nach wie vor bei den Schweizerinnen und Schweizern, während sie bei den Ausländerinnen und Ausländern um 0,2 Prozentpunkte auf 5,3 Prozent anstieg.

Bei den verschiedenen Alterskategorien nahm die Arbeitslosenquote bei den 25-49-Jährigen (2,9%) sowie bei den über 50-Jährigen (2,6%) leicht zu. Die Zahl der jungen Arbeitslosen (15-24 Jahre) blieb mit 2,4 Prozent unverändert

Zahl der offenen Stellen im Januar gestiegen

Seit dem 1. Juli 2018 gibt es bekanntlich die Stellenmeldepflicht für Berufsarten mit einer Arbeitslosenquote von mindestens 8 Prozent. Im Januar erhöhte sich die Zahl der bei den RAV gemeldeten offenen Stellen um 4'688 auf 31'592 Stellen, wobei 19'162 der Meldepflicht unterlagen. Im Juli und August nach Einführung der Meldepflicht war die Zahl der offenen Stellen stark angestiegen.

Auf tiefem Niveau bleibt die Kurzarbeit. Im November 2018 - neuere Zahlen sind nicht bekannt - waren 906 Personen davon betroffen, 13 (-1,4%) weniger als im Vormonat. Die Anzahl der betroffenen Betriebe verringerte sich um 10 Einheiten (-14,1%) auf 61.

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Zahl der Selbstanzeigen wegen

Zahl der Selbstanzeigen wegen Schweiz-Schwarzgeld sinkt

Der Selbstanzeige-Boom reuiger Steuersünder mit Schweizer Schwarzgeldkonto ist in Nordrhein-Westfalen vorbei.

11.02.2019 07:05

Auch für 2018 weist die Jahresbilanz des Düsseldorfer Finanzministeriums rückläufige Zahlen aus. Demnach haben sich im vergangenen Jahr in NRW 217 Bürger selbst angezeigt, die Vermögen in der Schweiz nicht ordnungsgemäss versteuert hatten. Im Vergleich zum Vorjahr (382 Anzeigen) sind das 43 Prozent weniger.

Seit 2010 sind bei den NRW-Finanzbehörden insgesamt fast 23 800 Selbstanzeigen mit Bezug zur Schweiz eingegangen. Die Spitze war 2014 mit 7551 Anzeigen erreicht worden - rechtzeitig vor der Gesetzesverschärfung 2015. Seitdem ist es für Steuerbetrüger deutlich teurer geworden, mit einer Selbstanzeige straffrei davonzukommen. Entsprechend stark sind die Fallzahlen seither gesunken.

Bundesweit haben sich laut NRW-Finanzministerium seit 2010 etwa 120 000 Bürger zu diesem Schritt entschlossen und dem Fiskus dadurch rund sieben Milliarden Euro mehr Steuern gebracht. In NRW waren es - nur mit Bezug zur Schweiz - rund 1,2 Milliarden.

Insgesamt weist die Statistik rund 2,4 Milliarden Euro mehr Steuern durch aufgedeckte Steuerhinterziehung in NRW aus. Auch der Ankauf von Datenträgern mit Informationen über Steuersünder hat dazu beigetragen. Seit 2010 hat NRW elf Datenträger gekauft und damit bundesweit die meisten - nach Angaben des Düsseldorfer Finanzministeriums aber noch keine in dieser Legislaturperiode.

«Robin Hood der Steuerzahler»

Die meisten Steuer-CDs hatte der frühere NRW-Finanzminister Norbert Walter Borjans (SPD) ankaufen lassen und sich damit als "Robin Hood der Steuerzahler" profiliert. Allerdings hatte es auch unter der schwarz-gelben Regierung zuvor zwei entsprechende Entscheidungen gegeben.

"Über einen etwaigen Ankauf wird in Einzelfallprüfung und nach Abwägen von Chancen und Risiken entschieden", teilte das Ministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf mit. "Die Landesregierung wird den Kampf gegen Steuerhinterziehung unverändert fortsetzen." Dies gelte auch für die Arbeit der zehn Steuerfahndungen in NRW.

Die Opposition hat der schwarz-gelben Koalition mehrfach vorgeworfen, keinen klaren Kurs in der Frage zu fahren und die erfolgreiche Arbeit der NRW-Steuerfahnder zu schwächen. Die Grünen hatten im Landtag von Finanzminister Lutz Lienenkämper (CDU) "ein vertrauensförderndes Signal an potenzielle Whistleblower" gefordert.

(AWP)

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Experte kritisiert

Experte kritisiert Rahmenabkommen deutlich

Laut dem Rechtsexperten Carl Baudenbacher unterwirft sich die Schweiz mit dem Rahmenabkommen der EU. Er kritisiert inbesondere das vorgesehene Schiedsgericht.

10.02.2019 11:09

Der ehemalige Präsident der EFTA-Gerichtshof Baudenbacher hat laut der "SonntagsZeitung" für die Wirtschaftskommission des Nationalrats (WAK) ein Rechtsgutachten geschrieben, das dem Rahmenvertrag ein miserables Zeugnis ausstellt.

Gemäss Baudenbacher "unterwirft sich die Schweiz dem Gericht der Gegenpartei, dem die Unparteilichkeit fehlt". Das vom Bundesrat als Zugeständnis der EU gelobte Schiedsgericht siehe er als wertlos an. Mit dem Rahmenabkommen schwäche die Schweiz überdies ihre Position bei künftigen Verhandlungen.

Es sei aus rechtsvergleichender Sicht eine unzulässige Bastelei, wenn ein Verfahren, das für Assoziierungsverträge von EU-Beitrittskandidaten entwickelt wurde, einem austrittswilligen Land wie Grossbritannien oder einem Land ohne Beitrittsabsicht, wie die Schweiz, aufgedrückt werde.

(SDA/cash)

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Konsumentenpreise im Januar

Konsumentenpreise im Januar um 0,3% gesunken - Jahresteuerung bei +0,6%

Die Konsumentenpreise sind im Januar im Vergleich zum Vormonat deutlich gesunken. Das Preisniveau gemessen am Landesindex der Konsumentenpreise (LIK) verminderte sich um 0,3 Prozent auf 101,3 Punkte (Basis Dez. 2015 = 100). Innert Jahresfrist betrug die Teuerung damit +0,6 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag mitteilte.

11.02.2019 08:59

Die für den Berichtsmonat ausgewiesenen Werte liegen damit im unteren Bereich der Erwartungen. Ökonomen hatten beim Monatswert -0,3 bis 0,0 Prozent und bei der Jahresteuerung +0,5 bis +0,8 Prozent geschätzt.

Der Rückgang des Index im Vergleich zum Vormonat ist laut BFS auf verschiedene Faktoren zurückzuführen, unter anderem auf die im Rahmen des Ausverkaufs reduzierten Preise für Bekleidung und Schuhe. Auch die Preise für Heizöl sind gesunken, ebenso wie jene für Medikamente. Gestiegen sind hingegen die Preise für Hotelübernachtungen und jene für Elektrizität.

Der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI), anhand dessen die hiesige Teuerung mit jener in den europäischen Ländern verglichen werden kann, lag im Januar bei 100,63 Punkten. Dies entspricht einer Veränderungsrate von -0,6 Prozent gegenüber dem Vormonat und von +0,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

uh/cf

(AWP)

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Ifo: Weltwirtschaftsklima

Ifo: Weltwirtschaftsklima fällt auf tiefsten Stand seit sieben Jahren

Die Einschätzung von Experten zur weiteren Entwicklung der Weltwirtschaft ist zum Jahresbeginn eingebrochen. Der vom Ifo-Institut nach einer Umfrage unter Experten ermittelte Indikator für die Weltwirtschaft fiel im ersten Quartal auf minus 13,1 Punkte, nach minus 2,2 Zähler im Schlussquartal 2018, wie das Münchener Forschungsinstitut am Montag in München mitteilte. Damit ist der Konjunkturindikator bereits das vierte Mal in Folge gefallen und hat für die Monate Januar bis März den tiefsten Stand seit dem vierten Quartal 2011 erreicht.

11.02.2019 10:01

"Das Wirtschaftsklima verschlechterte sich insbesondere in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften", hiess es in der Mitteilung. Vor allem für die USA und damit für die grösste Volkswirtschaft der Welt habe die Umfrage einen Einbruch der Erwartungen und der Lagebeurteilung ergeben. "Aber auch für die Europäische Union revidierten die Experten ihre Einschätzungen deutlich nach unten", sagte Clemens Fuest, Präsident des Ifo-Instituts.

Wie aus der Umfrage weiter hervorgeht, blieb des Wirtschaftsklima in den Schwellenländern "weitgehend unverändert". Eine starke Abkühlung habe es hingegen im Nahen Osten und in Nordafrika gegeben.

An der Ifo-Umfrage haben nach Angaben des Instituts 1293 Experten aus 122 Ländern teilgenommen. Seit 1989 befragt das Institut einmal im Quartal Experten aus einer Vielzahl von Ländern zur Konjunkturentwicklung./jkr/bgf/jha/

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Bei diesen Small- und Mid-Caps haben Fondsmanager zugegriffen

Bei diesen Small- und Mid-Caps haben Fondsmanager zugegriffen

Nach einem schlechten 2018 legen heuer vor allem die kleinen und mittelgrossen Schweizer Aktien zu. cash zeigt, welche Small- und Mid-Caps die Fondsmanager derzeit zukaufen - und wo sie reduzieren.

https://www.cash.ch/news/top-news/aktien-schweiz-bei-diesen-small-und-mid-caps-haben-fondsmanager-zugegriffen-1279062

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Credit Suisse wird bei Aktien vorsichtiger

Credit Suisse wird bei Aktien vorsichtiger

Nach dem äusserst guten Jahresstart werden bei der Credit Suisse Aktien in den Kundendepots nicht länger übergewichtet. Das CS-Anlagekomitee nennt gleich mehrere Gründe für die vorsichtigere Einschätzung.

https://www.cash.ch/news/top-news/januar-rally-credit-suisse-wird-bei-aktien-vorsichtiger-1279592

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Was aus den Kellerkindern der

Was aus den Kellerkindern der Schweizer Börse geworden ist

2018 hat es viele Schweizer Aktien besonders heftig getroffen. Einige sind inzwischen zu aussichtsreichen Turnaround-Kandidaten geworden. Andere sind Kellerkinder geblieben.

12.02.2019 23:05

Von Ivo Ruch

Vergleicht man die aktuelle Bestenliste der Schweizer Börse mit der Rangliste zum Jahresende 2018, zeigen sich einige interessante Veränderungen. So sind mehrere grosse Verlierer wie die Bank Julius Bär, Adecco oder LafargeHolcim mittlerweile zu Outperformern aufgestiegen. Auch bei den volatilen Meyer Burger oder bei Hochdorf und AMS wird das kurze Gedächtnis der Börse einmal mehr deutlich.

Viele andere tief gefallene Schweizer Aktien haben jedoch bislang nicht vom optimistischeren Anlageumfeld profitiert. Vor diesem Hintergrund stellt cash.ch fünf Aktien vor, die 2018 zu den Kellerkindern gehörten - und beurteilt deren Perspektiven neu:

Aryzta

Performance 2018: -86,8 Prozent / 2019: -1,9 Prozent

Nach einem guten Jahresstart scheint bei der Aryzta-Aktie die Luft schon wieder draussen. Der kriselnde Backwarenhersteller war 2018 die schlechteste Schweizer Aktie im Swiss Performance Index (SPI). Der Titel setzte dann zu Jahresbeginn zu einer Mini-Rally an. Doch die Anleger scheinen noch immer nicht an eine erfolgreiche Restrukturierung zu glauben. Der Aktienkurs dümpelt mittlerweile um die Marke von 1 Franken herum. Daran konnte auch die Kapitalerhöhung vom letzten November nichts ändern.

Aryzta-CEO Kevin Toland gilt zwar als ausgewiesener Turnaround-Manager. Dass ihm dies auch bei Aryzta gelingt, konnte der Ire in seiner knapp anderthalbjährigen Amtszeit bislang nicht unter Beweis stellen. Aryzta büsst weiterhin für die aggressiven Übernahmen der Vergangenheit. Solange die zahlreichen Restrukturierungsmassnahmen keine zählbaren Resultate abliefern, sollten Anleger die Finger von der Aktie lassen.

Bossard

2018: -39,2 Prozent / 2019: +8,5 Prozent

Bossard galt lange als Börsen-Überflieger, im Januar 2018 wurde ein Allzeithoch bei 252 Franken erreicht. Doch im letzten Jahr erwischte es den "Schraubenhändler" aus Zug wie so viele andere mittelgrosse Industrieunternehmen auch – der Börsenwert ging um 40 Prozent zurück. Für die mittlerweile verzeichnete Erholung waren unter anderem überraschend gute Verkaufszahlen verantwortlich.

Der gegenwärtige Aktienkurs von 153 Franken zeigt aber, wie weit Bossard noch von seinen besten Zeiten entfernt ist. Der grösste Markt Europa könnte 2019 ein Problemfeld bleiben. In den USA wiederum hängen Wohl und Wehe stark vom Grosskunden Tesla ab, laut CEO David Dean (noch bis 8. April 2019) eine "Klumpenchance". Wer beim Spezialisten für Montage- und Verbindungstechnik einsteigen will, sollte auf klarere Signale zum Verlauf der Konjunktur warten. Wie anfällig Bossard immer noch ist, zeigte sich am letzten Freitag, als der zyklische Titel mehr als 6 Prozent verlor.

GAM

2018: -75,5 Prozent / 2019: +1,5 Prozent

Wieder einmal gehts für den Vermögensverwalter GAM steil abwärts. Allein in den letzten rund zwei Wochen ist der Titel um fast 14 Prozent günstiger geworden. Vorbei ist die starke Gegenbewegung seit Mitte Dezember, nachdem die GAM-Aktie zuvor auf ein Allzeittief gefallen war (cash berichtete). Noch nicht vorbei sind die Aufräumarbeiten, die nach den starken Geldabflüssen und dem Einbruch der Profitabilität notwendig  geworden sind.

Die Dividende für 2018 wird gestrichen, 10 Prozent der Stellen ebenfalls. Nach den Jahreszahlen am 21. Februar dürfte klarer sein, wie es mit GAM weitergeht. Derzeit rät kein Analyst zum Kauf. Der Titel bleibt ganz klar nur etwas für risikofreudige Contrarians. Solche Anleger wetten darauf, dass GAM schneller als erwartet auf die Beine kommt, den Abfluss von Kundengeldern stoppt oder vielleicht gar vor einer Übernahme steht.

Julius Bär

2018: -41,3 Prozent / 2019: +16,9 Prozent

Definitiv kein Kellerkind mehr ist Julius Bär. Im zurückliegenden Jahr noch die schlechteste Aktie im Swiss Market Index (SMI), ist es 2019 genau umgekehrt. Trotz einer Gewinnenttäuschung steht die Privatbank seit Jahresanfang immer noch mit 17 Prozent im Plus und somit an der Spitze der SMI-Tabelle. Ein Stück weit muss das als Gegenbewegung gesehen werden, ein Stück weit auch als Hoffnung auf eine Beilegung des Handelsstreits und eine Verbesserung ökonomischer Unsicherheiten. Doch das Umfeld für Bankaktien bleibt anspruchsvoll, wie auch ein Blick zu den Branchennachbarn CS und UBS zeigt. Kommt es darüber hinaus erneut zu Verwerfungen an den Finanzmärkten, spüren das die Finanzinstitute an der Handelsaktivität ihrer Kunden.

Für einen Dämpfer könnte auch die Umschichtung im SMI sorgen. Wenn die Novartis-Tochter Alcon in den Leitindex aufsteigt, könnte Julius Bär als zweitkleinste Aktie (laut Börsenkapitalisierung) aus dem viel beachteten Börsenbarometer kippen. Grossinvestoren oder Indexfonds müssten sich dann von den Aktien trennen – mit möglicherweise negativen Folgen für den Kurs (cash berichtete). So oder so: Mit der Bär-Aktie kann kurzfristig immer mal wieder Geld verdient werden. Für ein langfristiges Engagement ist die Grosswetterlage aber noch zu ungemütlich.

Meier Tobler

2018: -61,4 Prozent / 2019: -0,5 Prozent

Bei Meier Tobler liegt momentan einiges im Argen: Die Fusion zwischen Walter Meier und Tobler kommt nicht auf Touren, der Umsatz ist rückläufig, die Dividende für 2018 und 2019 wurde gestrichen. Zuletzt sprach der Gebäudetechniker eine Gewinnwarnung aus. Mittlerweile steht die Aktie von Meier Tobler auf dem tiefsten Stand seit der Fusion, in der Nähe von 14 Franken.

Ist das der Wendepunkt? Die grossen Trends sprechen dagegen: So sind beispielsweise die Baubewilligungen in der Schweiz rückläufig. Die Leerstände nehmen aber immer noch zu. Beides hilft der Auftragslage von Meier Tobler nicht. Jüngst hat Verwaltungsratspräsident Silvan Meier dem bisherigen Hauptaktionär Ferguson 1,2 Millionen Aktien abgekauft. Neu besitzt er fast die Hälfte des Unternehmens. Das bietet Chancen und Risiken: Meier kann seine Ideen schnell umsetzen. Reüssiert er nicht, haben die restlichen Aktionäre ein Problem. Hinzu kommt der tiefe Free Float von 27,2 Prozent. Eine damit verbundene tiefere Liquidität führt in der Regel zu mehr Schwankungsanfälligkeit.

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Bund erzielt Überschuss von 2

Bund erzielt Überschuss von 2,9 Milliarden Franken

(Meldung durchgehend ausgebaut) - Die Rechnung des Bundes schliesst erneut besser ab als erwartet: Der Bund erzielte 2018 einen Überschuss von 2,9 Milliarden Franken, budgetiert war ein Plus von 300 Millionen Franken.

13.02.2019 13:40

Das positive Ergebnis hatte sich abgezeichnet. Im Oktober war das Finanzdepartement davon ausgegangen, dass der Überschuss 2,5 Milliarden Franken betragen würde. Nun ist es noch mehr.

Der Bundesrat ist am Mittwoch über das provisorische Rechnungsergebnis und die Aussichten für die kommenden Jahre informiert worden. Er kam zum Schluss, dass aus heutiger Sicht nächstes Jahr keine Sparmassnahmen nötig sind, wie das Finanzdepartement mitteilte.

Stärker als Wirtschaftswachstum

2018 schlossen die Einnahmen um 2,2 Milliarden besser ab als budgetiert. Gegenüber dem Vorjahr nahmen sie um 2,7 Milliarden zu und beliefen sich auf 73,5 Milliarden Franken. Das Einnahmenwachstum fiel erneut stärker aus als das nominale Wirtschaftswachstum.

Hohe Mehreinnahmen wurden erneut bei der Verrechnungssteuer verzeichnet: Die Verrechnungssteuereinnahmen beliefen sich auf 7,5 Milliarden Franken und blieben damit nur leicht unter dem Rekordniveau von 2017 - und 1,6 Milliarden Franken über dem Budget. Wie im Vorjahr blieben die Rückerstattungen unter den Erwartungen.

Umstrittene Rückstellungen

Aus diesem Grund wurden auch dieses Jahr Rückstellungen für künftige Rückforderungen vorgenommen, und zwar im Umfang von 2,3 Milliarden Franken - 0,6 Milliarden mehr als im Vorjahr. Die Bildung der Rückstellung wurde wie im Vorjahr finanzierungswirksam verbucht und reduziert damit das Finanzierungsergebnis. Ohne Rückstellung würde der Überschuss 5,2 Milliarden Franken betragen.

Im vergangenen Jahr hatte der Bund einen Überschuss von 2,8 Milliarden Franken ausgewiesen. Ohne Rückstellungen bei der Verrechnungssteuer wären es 4,8 Milliarden Franken gewesen. Für diese Praxis erntete Finanzminister Ueli Maurer Kritik, insbesondere von der Eidgenössischen Finanzkontrolle.

Mehr Gewinnsteuern

Auch die Direkte Bundessteuer schloss besser ab als budgetiert (plus 900 Millionen). Die Verbesserung ist vor allem auf die höheren Einnahmen aus der Gewinnsteuer von Unternehmen zurückzuführen. Die Mehrwertsteuer und die Stempelabgaben blieben unter Budget.

Bei den Ausgaben ist die Budgetabweichung geringer: Der Bund gab 500 Millionen Franken weniger aus als budgetiert. Im Vergleich zum Vorjahr wuchsen die Ausgaben um 2,3 Milliarden auf 70,6 Milliarden Franken, was einem Plus von 3,4 Prozent entspricht.

Weniger Asylgesuche

Insbesondere die Ausgaben für die Sicherheit und die soziale Wohlfahrt blieben unter dem Budget. Bei der sozialen Wohlfahrt hat dies vor allem damit zu tun, dass die Zahl der Asylgesuche gesunken ist. Mehrausgaben gab es beim Verkehr sowie bei Finanzen und Steuern.

Im ausserordentlichen Haushalt wurden Einnahmen von 90 Millionen verbucht. Dabei handelt es sich um die Rückzahlung von Postauto der zu viel bezogenen Abgeltungen. Mit den ausserordentlichen Einnahmen steigt der Überschuss auf 3 Milliarden Franken.

Oft besser als budgetiert

In den vergangenen Jahren lag das Ergebnis meistens über dem Budget. 2017 resultierte ein Überschuss von 2,8 Milliarden anstelle eines Defizits, 2016 schloss die Rechnung mit einem Überschuss von 750 Millionen Franken. Budgetiert war damals ein Defizit von 500 Millionen Franken. 2015 schloss die Rechnung mit einem Überschuss von 2,3 Milliarden statt 400 Millionen Franken.

2013 resultierte bei einem budgetierten Defizit von 400 Millionen ein Überschuss von 1,3 Milliarden Franken. 2012 hatte der Bund eine ausgeglichene Rechnung budgetiert - und einen Milliardenüberschuss erzielt. Nur im Jahr 2014 resultierte ein Defizit von 124 Millionen statt eines Überschusses von 121 Millionen Franken. Es handelte sich um das erste Defizit seit 2005.

Prognosen schwierig

Angesichts dieser Resultate sieht sich Finanzminister Ueli Maurer mit dem Vorwurf konfrontiert, absichtlich zu pessimistisch zu budgetieren. Das Finanzdepartement weist diesen Vorwurf zurück. Es betont, die Entwicklung der Verrechnungssteuer sei sehr volatil und deshalb schwierig zu prognostizieren.

Erstens schwankten die Gewinne und die ausgeschütteten Dividenden stark. Zweitens könnten Unternehmen die Verrechnungssteuer über drei Jahre zurückfordern. Das Negativzinsumfeld führe dazu, dass die Rückerstattungsanträge hinausgezögert würden. Drittens könnten grosse Einzelfälle die Einnahmen stark verzerren. Weiter weist das Finanzdepartement darauf hin, dass die Einnahmen im Aufschwung tendenziell unterschätzt und im Abschwung überschätzt würden.

Kritik an Schuldenbremse

Für Diskussionen sorgt auch, dass die Überschüsse zur Schuldenreduktion verwendet werden müssen. Die Bruttoschulden des Bundes sind weiter gesunken und betrugen 2018 noch 99 Milliarden Franken oder 14 Prozent des Bruttoinlandproduktes. Von linker Seite werden daher Korrekturen an der Schuldenbremse gefordert, um Investitionen zu ermöglichen. Bisher hat sich das Parlament aber dagegen gestellt, die Schuldenbremse aufzuweichen.

Die Diskussionen dürften weitergehen: Der Bundesrat geht neu davon aus, dass auch 2020 ein Überschuss erzielt werden kann - trotz Belastung durch die Steuerreform mit AHV-Finanzierung (Staf), falls diese an der Urne angenommen wird.

Vor zu viel Optimismus warnt das Finanzdepartement aber weiterhin. Zurzeit würden Reformen und Projekte diskutiert, die ab 2022 zu namhaften Mehrbelastungen führen würden, zum Beispiel ein höherer Steuerabzug für Krankenkassenprämien, hält es fest. Würden diese Vorhaben berücksichtigt, bestehe im Jahr 2022 ein strukturelles Defizit.

(AWP)

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Produzenten- und Importpreise

Produzenten- und Importpreise sinken im Januar weiter

Die tieferen Ölpreise haben die Produzentenpreise in der Schweiz im Januar 2019 weiter sinken lassen. Der Gesamtindex der Produzenten- und Importpreise (PPI) ging zum Vormonat um 0,7 Prozent auf 101,7 Punkten zurück. Gegenüber dem Stand vom Januar 2018 betrug der Rückgang 0,5 Prozent.

14.02.2019 09:25

Der Produzentenpreisindex (ohne Importindex) ging gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozent zurück, zum Vorjahr sank er um 0,2 Prozent. Für den Rückgang seien vor allem die tieferen Preise für Mineralölprodukte verantwortlich, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Dienstag mitteilte. Verbilligt habe sich auch Schrott. Steigende Preise habe man dagegen für Uhren beobachtet.

Beim Importpreisindex (-1,4 Prozent zum Vormonat, -1,0 Prozent zum Vorjahr) waren tiefere Preise gegenüber dem Dezember vor allem für Mineralölprodukte, pharmazeutische Spezialitäten sowie Erdöl und Erdgas zu beobachten. Dasselbe galt für Nichteisen-Metalle und daraus hergestellte Produkte wie auch für Metallprodukte. Preiserhöhungen zeigten dagegen Gemüse und Kartoffeln.

Die Jahresrate der Produzenten- und Importpreise ist damit im Januar wieder ins Minus gedreht. Im Dezember hatten sie noch eine Teuerung von +0,6 Prozent zum Vorjahreswert und im November noch eine solche von +1,4 Prozent aufgewiesen.

Der PPI gilt als Vorlaufindikator für die Entwicklung der Konsumentenpreise, da die Kosten der Produktion normalerweise auf die Konsumentenpreise abgewälzt werden. Er hat allerdings deutlich höhere Ausschläge bzw. ist aufgrund der hohen Abhängigkeit von Rohstoffen viel volatiler.

tp/tt

(AWP)

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Zahl der Erwerbstätigen

Zahl der Erwerbstätigen steigt im vierten Quartal um 0,8 Prozent

Der Schweizer Arbeitsmarkt profitiert weiter von der guten Konjunktur. So nahm die Zahl der Erwerbstätigen im vierten Quartal 2018 gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal um 0,8 Prozent auf 5,086 Millionen Personen zu.

14.02.2019 09:15

Bei den Männern gab es einen Anstieg um 0,7 Prozent, bei den Frauen lag er gar bei 1,1 Prozent. Auf Vollstellenbasis, also in sogenannten Vollzeitäquivalenten gerechnet, betrug die Zunahme sowohl bei den Männern wie auch bei den Frauen 0,7 Prozent.

Zwischen dem dritten und dem vierten Quartal 2018 nahm die Zahl der Erwerbstätigen saisonbereinigt wie in Vollzeitäquivalenten gerechnet leicht ab, und zwar um 0,1 Prozent. Dies teilte das Bundesamt für Statistik (BFS) am Donnerstag im Rahmen der Publikation der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (SAKE) mit.

Die Zahl der ausländischen Arbeitskräfte stieg im Jahresvergleich um 2,9 Prozent, während jene der schweizerischen Erwerbstätigen um 0,1 Prozent leicht zurückging. Unter den ausländischen Erwerbstätigen war die Zunahme bei den Personen mit einer Aufenthaltsbewilligung (Ausweis B oder L, seit mindestens zwölf Monaten in der Schweiz) am stärksten (+4,9%).

Zahl der Erwerbslosen gestiegen

Im Berichtsquartal waren in der Schweiz gemäss Definition des Internationalen Arbeitsamtes (ILO) 227'000 Personen erwerbslos, dies sind rund 4'000 mehr als ein Jahr zuvor. Der Anteil der Erwerbslosen an der Erwerbsbevölkerung lag bei 4,6 Prozent und damit im Vergleich zum dritten Quartal 2018 um 0,2 Prozentpunkte höher. Im Vorjahr war die Erwerbslosenquote bei 4,5 Prozent gelegen. Saisonbereinigt nahm die Erwerbslosenquote (im Vergleich zum vorangehenden Quartal) auf 4,9 von 4,3 Prozent zu.

Die Erwerbslosenquote des BfS ist bekanntlich deutlich höher als die vom Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) berechnete Arbeitslosenquote, bei der nur die gemeldeten Arbeitslosen einbezogen werden. Diese lag zuletzt (Januar) bei 2,8 Prozent bzw. bei 2,4 Prozent auf saisonbereinigter Basis.

sig/tt

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Schlechtes Jahr für

Schlechtes Jahr für Kapitalanlagen von AHV, IV und EO

Die Kapitalanlagen von AHV, IV und EO haben letztes Jahr viel Geld verloren - insgesamt 1,5 Milliarden Franken. Die Nettorendite der Ausgleichsfonds der Sozialversicherungen lag bei minus 4,22 Prozent.

14.02.2019 12:22

Zudem ging das verwaltete Vermögen der drei Fonds um insgesamt 2,5 Milliarden Franken auf 34,3 Milliarden zurück, wie Compenswiss am Donnerstag mitteilte. Compenswiss ist die Anstalt, welche die AHV/IV- und EO-Gelder im Auftrag des Bundes verwaltet.

Um die Rentenzahlungen sicherzustellen, liquidierte die öffentlich-rechtliche Fondsverwalterin jeden Monat 100 Millionen Franken an Vermögenswerten. 2019 werden die sogenannten Desinvestitionen gar auf 125 Millionen Franken pro Monat erhöht, also auf 1,5 Milliarden Franken für das ganze Jahr.

Compenswiss führt das schlechte Resultat einerseits auf die rückläufige Entwicklung der Finanzmärkte zurück. Andererseits war das Umlageergebnis negativ. Insbesondere beim AHV-Fonds überstiegen die Ausgaben die Einnahmen (ohne Kapitalertrag). Den Grund hierfür sieht die Bundesanstalt im zunehmenden Ungleichgewicht zwischen Erwerbstätigen und Rentnern.

Die Aussichten für den AHV-Fonds geben laut Compenswiss weiterhin Anlass zur Sorge. Infolge der Alterung der Bevölkerung wird die Differenz zwischen Aufwand und Ertrag jedes Jahr grösser. Das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) rechnet damit, dass das Vermögen des AHV-Fonds bis etwa 2031 aufgebraucht wird, falls vorher keine Massnahmen getroffen werden.

ra/

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70 Prozent der Erwerbstätigen

70 Prozent der Erwerbstätigen haben Weiterbildung im 2018 gemacht

Innerhalb der letzten zwölf Monate haben rund 70 Prozent der Schweizer Erwerbstätigen eine Weiterbildung besucht. Die restlichen 30 Prozent sehen laut einer Studie entweder keine Notwendigkeit, sich weiterzubilden oder ihnen fehlt die Zeit sowie das Geld dazu.

14.02.2019 12:21

Zu diesem Schluss kommt eine am Donnerstag veröffentlichte Studie des Prüfungs- und Beratungsunternehmens Deloitte. Die Bereitwilligkeit sich weiterzubilden hänge zudem vom Bildungsniveau ab. Erwerbstätige mit einem höheren Bildungsabschluss tendierten eher dazu, sich weiterzubilden.

Bei Arbeitnehmern mit Hochschulabschluss betrage die Quote derjenigen, die in den letzten 12 Monaten keine Weiterbildung absolviert haben gerademal 17 Prozent. Bei Erwerbstätigen mit Pflichtschulabschluss oder einer Berufsausbildung seien es rund 40 Prozent, die in den letzten zwölf Monaten keine Weiterbildungsmassnahmen ergriffen.

Als Grund dafür nennen über die Hälfte der Befragten mit einem tiefen oder mittleren Ausbildungsniveau eine fehlende Notwendigkeit an einer Aus- oder Weiterbildung teilzunehmen. Weitere Gründe seien Zeitmangel oder zu hohe Kosten. Die Umfrageergebnisse basieren laut Angaben auf einer Befragung von 15'000 Personen in Europa, wovon 1'000 aus der Schweiz stammen.

sta/tt

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«Aktien liegen lassen und

«Aktien liegen lassen und nicht hin und her handeln»

Aus dem Pessimismus an den Börsen ist ein fast übertriebener Optimismus geworden, sagt Stefan Frischknecht. Im Börsen-Talk analysiert der Schroders-Aktienexperte auch die Jahreszahlen von Schweizer Unternehmen.

https://www.cash.ch/news/top-news/stefan-frischknecht-aktien-liegen-lassen-und-nicht-hin-und-her-handeln-1281420

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Schweizer Konsumenten stillen

Schweizer Konsumenten stillen kleinen Hunger bevorzugt in Convenience-Shops

Der Trend zur schnellen Verpflegung am Mittag und Zwischendurch hält in der Schweiz an. Das Geschäft mit dem kleinen Hunger wächst seit 2013 jährlich um vier Prozent und hat im Jahr 2018 ein Umsatzvolumen von 4,5 Milliarden Franken erreicht, wie aus einer am Montag vom Beratungsunternehmen Alix Partners veröffentlichten Konsumentenumfrage hervorgeht.

18.02.2019 15:40

Besonders die günstige Lage der Märkte, die an hochfrequenten Lagen in Bahnhöfen, Fussgängerzonen, Raststätten und Tankstellen angesiedelt sind, überzeuge eine grosse Mehrheit - 69 Prozent - der Konsumenten. Kein Wunder also investierten die grossen Detailhändler massiv in ihre Ableger 'migrolino', 'Coop to go' oder 'avec'.

Attraktive Nische

Vor allem in Ballungszentren stellten Convenience Shops ein substanzielles Zusatzgeschäft für den Detailhandel dar, das zudem mit einem Bruttoumsatz von über 18'000 Franken eine um 84 Prozent höhere Flächenproduktivität wie der konventionelle Supermarkt ermögliche.

Mit dem neuen Konzept erreiche der Detailhandel eine hochmobile Zielgruppe, die bereit sei, einen Preisaufschlag für Lage, Produktauswahl und Frische zu bezahlen, sagte Beatrix Morath vom global tätigen Beratungsunternehmen AlixPartners. Frischeartikel wie Sandwiches, Snacks und verzehrfertige Salate sowie Obst seien die am häufigsten genannten Food-Produktkategorien, die die meist jungen Kunden kauften.

Eine grosse Nachfrage bestehe auch nach Zusatzservices sowie mobilem und kassenlosem Bezahlen. Zwei Fünftel der Befragten würden häufiger in den Shop kommen, wenn es spezielle Kundenbindungsprogramme gäbe. Mehr als ein Drittel interessierten sich für Postdienstleistungen.

Angebote wie die Medikamentenabholung jenseits der Apothekenöffnungszeiten und Finanzdienstleistungen wie Konsumentenkredite und Schnellüberweisungen kämen mit 29 Prozent respektive 17 Prozent zwar auf niedrigere, aber dennoch sehr relevante Werte. Sehr interessiert zeigen sich die Konsumenten auch an mobilen Kundenbindungsprogrammen sowie Sparcoupons für das Smartphone.

Ausschreibung der SBB

In den kommenden zwei bis drei Jahren werde es sich entscheiden, wer im Schweizer Markt den Convenience-Trend im Detailhandel am erfolgreichsten nutzen könne. Dabei spielt neben innovativen Verkaufs- und Foodkonzepten und möglichst flächendeckenden Kooperationen mit Partnern auch der Ausgang der neuen Ausschreibung der SBB-Bahnhofsverkaufsflächen eine entscheidende Rolle.

Hierzulande sei der Convenience-Markt zwar weiter entwickelt als in den Nachbarstaaten, so die Studie zum Schluss. Aber sollte AmazonGo tatsächlich auch einmal in der Schweiz antreten, drohten den hiesigen Anbietern hohe Verluste an Marktanteilen. Laut der AlixPartners-Befragung würden 31 Prozent der Konsumenten weniger und neun sogar signifikant weniger in konventionellen Convenience Shops einkaufen, wenn ein AmazonGo-Outlet in der Nähe eröffnen würde.

pre/kw

(AWP)

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Die Schweizer sind

Die Schweizer sind Aktienmuffel – das darf nicht sein

Nur rund ein Fünftel der Schweizer Bevölkerung besitzt und handelt Aktien. Der Anteil stagniert seit 15 Jahren. Höchste Zeit für ein Umdenken.

19.02.2019 20:52

Daniel Hügli, Chefredaktor cash

Man kann es nicht oft genug betonen: Fast alle Einwohnerinnen und Einwohner der Schweiz sind Aktionäre. Über die Investitionen unserer Sozial- und Vorsorgewerke sind wir indirekt alle Miteigentümer von Firmen im In- und Ausland. Leider ist diese Tatsache in der Bevölkerung viel zu wenig verbreitet.

Kaum verbreitet ist auch der direkte Besitz von Aktien der Schweizer Bevölkerung. Rund 20 Prozent oder weniger sind es. Das besagen wenige, aber regelmässig durchgeführte Studien. Auch die am Dienstag veröffentlichte Umfrage von Moneyland, wonach 20 Prozent der Schweizer mit Wertschriften handelt, belegt diese Zahlen aufs Neue.

20 Prozent. Das ist erdrückend wenig. Und die Zahl hat sich seit 15 Jahren nicht mehr verändert. Schlimmer noch: Sie ist im Vergleich zur Jahrtausendwende gar gesunken. Damals hielt fast jeder dritte Bewohner der Schweiz Aktien (siehe dazu den Artikel hier).

Zeitmangel wird in den Umfragen als Hauptgrund für das Abseitsstehen der Schweizerinnen und Schweizer bei Aktien genannt. Eine Ausrede, wie ich meine. Vielmehr sind die fehlende Risikobereitschaft, mangelndes Finanzwissen und Interesse - oder verlorengegangenes Vertrauen in das Finanzsystem verantwortlich dafür, dass die Schweizer Aktienmuffel sind.

Die Bevölkerung muss die Angst vor Aktien verlieren. Den Leuten muss bewusster werden, dass an den Börsen nicht nur kurzfristige Schwankungen und Crashes passieren. Politiker sollen keine dümmlichen Äusserungen mehr von sich geben, wonach Börsen ein Casino seien. Auch Pensionkassen und die AHV wären demnach Gambler und Zocker.

Nein, Aktienmärkte müssen positiv konnotiert sein. Schweizerinnen und Schweizer müssen die langfristigen Perspektiven der Aktienanlagen erkennen. Das heisst: An den Börsen sind mit den richtigen, das heisst zumeist langweiligen Investitionen langfristige Wertsteigerungen möglich. Und es muss klarer werden, dass die Bedeutung der Selbstvorsorge in den nächsten Jahren und Jahrzehnten eklatant zunehmend wird. Dies in einer Zeit, in welcher die Zinsen - traditionell der finanzielle Rückhalt für Sparer - kaum je wieder auf ihre früheren Niveaus klettern werden. Summa summarum: Das Aktiensparen ist heute notwendiger denn je.

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Schweizer Online-Werbeumsätze

Schweizer Online-Werbeumsätze fliessen mehrheitlich ins Ausland

Werbung wird in der Schweiz mittlerweile häufiger online und weniger in Presse, TV und Radio platziert. Für das Jahr 2019 erwarten Medien-Experten einen Online-Werbeumsatz von 2,27 Milliarden Franken. Davon fliesst jedoch der Grossteil ins Ausland, etwa an Google und Instagram.

20.02.2019 13:07

Online-Werbung hat die klassische Werbung in Presse, TV und Radio längst abgelöst. Die stetige Zunahme der letzten Jahre im Online-Bereich halte auch in diesem Jahr an, schreibt das Beratungsunternehmen Publicom in einer Mitteilung vom Mittwoch.

Eine Befragung unter 40 Schweizer Medienexperten zeige, dass im Jahr 2019 voraussichtlich 2,272 Milliarden Franken in Online-Werbung investiert werden. Allerdings fliesst ein grosser Teil davon ins Ausland - vor allem an Google, Facebook und Instagram.

1,6 Milliarden Schweizer Werbegelder

Die Befragten schätzen, dass fast 70 Prozent des Online-Umsatzes in andere Länder fliesst. In Franken bedeutet dies: Ausländische Unternehmen wie Google, Facebook und Instagram nehmen rund 1,6 Milliarden Franken Schweizer Werbegelder ein.

Dies sind bereits 40 Prozent der gesamten Werbegelder, also online und klassische Medien zusammengerechnet. Die ausländischen Unternehmen holen sich einen Anteil, der fast so gross ist wie derjenige der gesamten Schweizer Presse und TV zusammen.

Während die ausländischen Unternehmen ihre Dominanz also weiter ausbauen, sieht es bei den traditionellen Schweizer Medien weiterhin nicht sehr rosig aus. Die Publicom-Umfrage kommt - wenig überraschend - zum Schluss, dass die Werbeumsätze der Medienhäuser weiter schrumpfen werden, sowohl bei Presse, TV und im Radio.

Lagen die kumulierten Umsätze dieser drei Medien-Gattungen im Jahr 2017 noch bei 2,04 Milliarden Franken, schätzen die Medienexperten das Volumen für 2019 noch auf 1,84 Milliarden Franken. Das entspricht einen Rückgang von knapp 10 Prozent gegenüber 2017.

mk/

(AWP)

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Anzahl ausgeschriebener

Anzahl ausgeschriebener Stellen deutlich gestiegen

Die Entwicklung der ausgeschriebenen Stellen in der Schweiz hat sich zu Beginn des neuen Jahres sehr positiv entwickelt. Gemäss dem neuesten Michael Page Job Index nahm die entsprechende Zahl im Februar 2019 gegenüber dem Vormonat um 7,6 Prozent zu. Im Monat davor hatte es allerdings ein Minus von 2,6 Prozent gegeben, was den Anstieg etwas relativiert.

20.02.2019 11:30

Die 7,6 Prozent seien aber das stärkste Wachstum für diesen Zeitraum seit Beginn der Index-Messung im Jahr 2012, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch. Im Vorjahresvergleich betrug der landesweite Anstieg sogar 21,5 Prozent.

In Bezug auf die Regionen war die Romandie den Angaben zufolge bei den ausgeschriebenen Stellen mit einem monatlichen Wachstum von 12,2 Prozent führend. Die Zahl in der Deutschschweiz, auf die allerdings neun von zehn Stellenausschreibungen entfallen, stieg um 6,9 Prozent an. Was die Bereiche angeht, war das Wachstum im Transport- und Logistiksektor mit +30,7 Prozent und bei den Risiko- und Kreditexperten mit +17,0 Prozent am höchsten.

Der Index des Personalberatungsunternehmens Michael Page misst die Zahl der ausgeschriebenen Vakanzen auf Unternehmenswebseiten in der ganzen Schweiz.

uh/rw

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Schweizer Firmen setzen auch

Schweizer Firmen setzen auch 2019 auf Übernahmen und Fusionen

Unternehmen setzen in der Schweiz nach wie vor auf Übernahmen, um ihr Wachstum voranzutreiben. Im laufenden Jahr könnte sich das Volumen der Zusammenschlüsse und Akquisitionen nach Ansicht der Credit Suisse auf einem ähnlichen Niveau wie im vergangenen Jahr halten.

20.02.2019 15:15

Der Bereich Mergers & Acquisitions (M&A) dürfte 2019 geprägt sein von vielen mittelgrossen Transaktionen, sagte Marco Superina, der bei der Grossbank in der Schweiz für diesen Bereich verantwortlich ist, an einem Mediengespräch am Mittwoch. Bei den anstehenden Deals geht er von einem stabilen Level gemessen am Volumen der Marktkapitalisierung aus - oder einem etwas tieferen, sollte es zu keiner sehr grosse Transaktion kommen.

Die Aussichten für Zusammenschlüsse und Übernahmen blieben gut, sagte auch Jens Haas, Leiter des Investment Banking der Credit Suisse in der Schweiz. Die Unternehmen seien auf der Suche nach externem Wachstum. Dabei sei auch das nach wie vor attraktive Finanzierungsumfeld von Bedeutung.

Die sich in Bezug auf Technologie verändernde Unternehmenslandschaft treibe auch ausgewählte Technologie-Akquisitionen an sowie Branchenkonsolidierungen. In der Schweiz spiele zudem insbesondere auch die Nachfolgeplanung eine grössere Rolle.

Spin-offs und aktivistische Investoren

Angesichts des Fokus auf die Unternehmensstrategie sowie der Wunsch, Rendite und Kapitaleffizienz zu optimieren, würden in der Schweiz auch weiterhin Spin-offs und Carve-outs zu sehen sein, fügte Superina hinzu. Dabei nannte er als bekanntes Beispiel Alcon: Novartis will die Augenheilsparte in der ersten Jahreshälfte 2019 abspalten und an die Schweizer Börse bringen.

Die Experten der Credit Suisse gehen zudem von einer Zunahme "aktiver und aktivistischer" Investoren aus, was ebenfalls zu mehr M&A-Transaktionen führen kann. Aktivistische Investoren würden 2019 nach wie vor das Bild prägen, hiess es. Die Einflussnahme werde zudem breiter und tiefer gehen, was heisst, dass nicht nur mehr Unternehmen, sondern mit Blick auf die Firmengrösse auch zunehmend kleinere und mittelgrosse betroffen sein dürften.

Die Risiken verortet die Bank derweil beim anhaltenden Handelskonflikt zwischen den USA und China, den steigenden Zinsen sowie den hohen Bewertungen. Auch die gestiegene Volatilität - wenn sich die Aktienmärkte nach dem turbulenten vierten Quartal 2018 auch etwas erholt und stabilisiert haben - schürt bei Marktteilnehmern Unsicherheit. Die geopolitischen Spannungen schadeten vor allem Mega-Deals.

Kein Mega-Deal

In der Schweiz ist die Entwicklung der Transaktionsvolumina in hohem Mass von wenigen sehr grossen Transaktionen abhängig, wie Superina weiter sagte. Im vergangenen Jahr habe es jedoch keinen Mega-Deal gegeben wie in den Jahren zuvor.

Die grösste Transaktion war die im Dezember angekündigte Übernahme der Stromnetzsparte von ABB durch die japanische Hitachi im Wert von 11 Milliarden US-Dollar. In den Jahren zuvor ging Syngenta an ChemChina für 43 Milliarden US-Dollar (2017) und Actelion an Johnson&Johnson für rund 30 Milliarden US-Dollar (2018).

Ein Gesamtvolumen an M&A-Transaktionen von 79 Milliarden Franken im vergangenen Jahr steht einem solchen von 67 Milliarden Franken 2017 und 86 Milliarden 2016 gegenüber. Ein weiteres Beispiel für Deals, an denen die Credit Suisse 2018 beteiligt war: Nestlé verkaufte sein US-Süssigkeitengeschäft für 2,8 Milliarden Dollar an den Nutella-Hersteller Ferrero.

"Kleinere Fenster" für Börsengänge

Mit Blick auf Börsengänge in der Schweiz geht die Credit Suisse im laufenden Jahr hingegen von einem Rückgang aus. Man erwarte anhaltende Aktivität am IPO-Markt, aber langsamer als die Rekordlevel von 2017 und 2018, sagte Haas. "Die Fenster sind kleiner geworden, die Märkte sind vorsichtiger." Nach dem Rekordjahr gemessen an der Anzahl von IPO, seien die Investoren nun selektiver. Timing sei alles.

Im vergangenen Jahr gab es an der Schweizer Börse zwölf Neuzugänge, darunter sieben "echte" IPO mit der Platzierung von Aktien. Laut der ZKB war es das stärkste Jahr seit 2001, als 15 Unternehmen an die SIX kamen.

ys/rw

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«SNB-Zins bleibt bis 2021»

«SNB-Zins bleibt bis 2021»

In der Schweiz werden werden wir noch lange rekordtiefe Zinsen haben, sagt Chefökonom Tom Gitzel im cash-Talk. Zudem erwartet er 2019 weitere US-Zinserhöhungen und bezeichnet die Konjunktursorgen als überzogen.

https://www.cash.ch/news/top-news/tom-gitzel-snb-zins-bleibt-bis-2021-1285682

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Das sind die Schnäppchen am

Das sind die Schnäppchen am Schweizer Aktienmarkt

Dank einer Kurskorrektur sind diverse Schweizer Aktien zu tiefen Preisen erhältlich. cash zeigt die Titel mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von unter 10. Einige davon sind für risikofreudige Anleger jetzt kaufenswert.

26.02.2019 23:05

Von Pascal Züger

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis, kurz KGV, ist unter Anlegern die wohl beliebteste Kennzahl: Sie lässt sich einerseits relativ einfach berechnen - es muss lediglich der aktuelle Aktienkurs durch den erwarteten Gewinn pro Aktie geteilt werden. Andererseits lässt sie sich auf alle Titel anwenden, unabhängig von deren Branche.

Gerade bei zyklischen Aktien kann ein tiefes KGV aber täuschen: Wenn man bei einer Konjunktureintrübung von weiterhin hohen Gewinnzahlen ausgeht, diese in Tat und Wahrheit dann aber tiefer ausfallen werden, dann stellt sich das zuvor tiefe KGV nicht als Kaufgrund heraus. Umgekehrt kann ein Wachstumstitel ein hohes KGV für das laufende Jahr aufweisen, in den nächsten Jahren aber dank einem markanten Gewinnwachstum diese Bewertung mehr als rechtfertigen.

Trotz Schwächen ist ein niedriges KGV grundsätzlich ein Zeichen, dass die Aktie attraktiv bewertet ist. Das kann sein, weil der Kurs zu stark gelitten hat oder die Analysten hohe - noch nicht im Kurs eingepreiste - Gewinne erwarten. Im Swiss Performance Index (SPI) befinden sich derzeit 11 Aktien, die ein geschätztes KGV 2019 von unter 10 aufweisen (siehe Tabelle am Artikelende). cash pickt fünf Titel heraus, die nun eine gute Einstiegschance bieten könnten:

Schmolz+Bickenbach (KGV: 7,1)

Schon seit Mitte Januar 2015 haftet an Schmolz+Bickenbach das unschöne "Penny Stock"-Etikett. Denn seit damals ist die Aktie weniger als 1 Franken wert. In den letzten 52 Wochen ging es an der Börse 23 Prozent abwärts, derzeit ist die Aktie für 56 Rappen erhältlich. Die jüngste Talfahrt setzte mit der Präsentation der Drittquartalszahlen im November 2018 ein: Die Gewinnerwartungen wurde leicht untertroffen, ausserdem sprach der Stahlhersteller von einem leichten Nachlassen der Wachstumsdynamik in einigen Endmärkten. Das wurde an der Börse gnadenlos abgestraft, inzwischen ist der Stahlhersteller der günstigste Titel im ganzen SPI.

Nächster Kurstreiber werden die Jahreszahlen am 13. März sein. Dann wird sich zeigen, wie sich die Akquisition der französischen Ascometal auf die Zahlen auswirkt, wie hoch die Restrukturierungskosten ausfallen und ob die Mitte 2018 nach oben gesetzte Guidance für das Gesamtjahr (EBITDA zwischen 230 bis 250 Millionen Euro) tatsächlich erreicht werden konnte. Einzige Kaufempfehlung gibt es derzeit von der UBS mit einem Kursziel bei 1 Franken. Mutige Anleger wagen ein Investment nach der Zahlenpräsentation, sollte die Guidance erfüllt werden und der Ausblick für das Gesamtjahr 2019 positiv ausfallen.

VP Bank (KGV: 9,5)

Finanztitel zu Schnäppchenpreisen gibt es derzeit zuhauf: Credit Suisse, EFG International, Leonteq und VP Bank schaffen es allesamt auf die Liste der günstigsten SPI-Werte. Doch gerade bei Banktiteln ist ein Einstieg heikel: Das Tiefzinsumfeld, die Konjunktureintrübung und der generelle Branchenwandel deuten auf weitere schwierige Jahre hin, weshalb zahlreiche Investoren sich von solchen Werten fernhalten.

Trotzdem kann es unter Finanztiteln auch weitgehend unentdeckte Perlen geben: Eine solche ist womöglich die VP Bank. Mit einer attraktiven Dividendenrendite von 4,2 Prozent und einer zunehmenden Internationalisierung befindet sich die drittgrösste Bank Liechtensteins auf der Erfolgspur. Seit dem Amtsantritt von CEO Alfred Moeckli im Mai 2013 hat sich der Aktienwert fast verdoppelt:

Kursentwicklung VP-Bank-Aktie seit Mai 2013, Quelle: cash.ch

Doch: Ende Januar 2019 gab Erfolgs-CEO Moeckli überraschend seinen Rücktritt bekannt. Ein Nachfolger wird derzeit noch gesucht. Bereits zuvor sorgten höhere Kosten und ein geringerer Gewinn für Verunsicherung unter Anlegern. Inzwischen ist die VP-Aktie dadurch wieder günstig zu haben. Die Aussichten sind aber noch immer gut: Die Netto-Neugeld-Zuflüsse waren 2018 so hoch wie seit über zehn Jahren nicht mehr, ausserdem verfügt die Bank über viel liquide Mittel, so dass auch grössere Akquisitionen denkbar sind.

Schlatter Industries (KGV: 9,2)

Schlatter gehört mit einer Marktkapitalisierung von unter 40 Millionen Franken zu den kleinsten börsenkotierten Schweizer Firmen überhaupt – das macht die Aktie nur schwer handelbar und anfällig für Kursschwankungen. Die traditionsreiche Firma aus Schlieren ZH ist im Bereich Schweissanlagen und Webmaschinen zu Hause und wurde bereits zur Zeit des ersten Weltkrieges gegründet. Seit der Finanzkrise 2008 leidet Schlatter, die Aktie ist vom Rekordhoch Mitte 2007 bei 600 Franken auf aktuell 35 Franken gefallen.

Inzwischen zeichnet sich aber eine Turnaround-Story ab: 2018 stieg der Nettoerlös um 10 Prozent, der Bestellungseingang steigerte sich gar um über 20 Prozent zum Vorjahr. Schlatter erfuhr einen Aufschwung durch eine interne Innovationsinitiative sowie ein Kostensenkungsprogramm. In Schwellenländern wurden zusätzliche Verkaufsressourcen aufgebaut, darunter auch in China. Das macht sich nun bezahlt. Die Aktie ist in diesem Jahr bereits 9 Prozent angestiegen, könnte aber bei einer erfolgreichen Strategieumsetzung noch bedeutend mehr zulegen.

Lesen Sie dazu auch: Tierarzt Bär nistet sich bei Schlatter ein

Mobilezone (KGV: 9,6)

Kursmässig ist Mobilezone kein Brüller: Die Aktie ist nämlich mit einem Wert von 10.80 Franken genau dort, wo sie vor vier Jahren bereits stand. Das Hauptargument des Telekomspezialisten ist und bleibt aber die grosszügige Dividendenauszahlung von 60 Rappen pro Aktie, was aktuell eine Dividendenrendite von 5,6 Prozent ergibt – das ist auf Augenhöhe mit den absoluten Dividendenkönigen Swiss Re und Zurich.

Wiederkehrende Gerüchte, wonach die Dividende gekürzt werden könnte, räumte CEO Markus Bernhard vergangenen November im Interview mit cash aus dem Weg: 2018 würde Mobilzone wieder einen Nettogewinn von 35 Millionen Franken oder etwas mehr erreichen, wodurch man sich die Ausschüttung leisten könne. Der Geschäftsbericht wird am 8. März publiziert.

Grössere Bewegungen im Aktienkurs von Mobilezone wird es höchstens dann geben, wenn Übernahmegerüchte wiederentfacht werden sollten. Was durchaus möglich ist: Die Detailhändler Migros sowie Coop sollen in der Vergangenheit bereits starkes Interesse an Mobilezone gezeigt haben.

Romande Energie (KGV: 9,5)

Die Strombranche hat jüngst so etwas wie eine Renaissance erlebt: Die Strompreise haben sich 2018 nach einem jahrelangen Preiszerfall erstmals wieder erholt. Das ist gut für Stromproduzenten und sollte ihre Gewinnsituation künftig verbessern. Für Unsicherheit sorgt derzeit aber die in der Politik diskutierte Öffnung des Strommarktes, wonach alle Endkunden ihren Anbieter frei wählen dürfen. Eine entsprechende Gesetzesvorlage ist zurzeit in der Vernehmlassung.

Von so einer Öffnung wäre auch Romande Energie, die führende Stromversorgerin der Romandie, betroffen. Allerdings sind die staatsnahen Westschweizer (55 Prozent der Aktien gehören dem Kanton Waadt sowie verschiedenen Gemeinden) darauf bestens vorbereitet: Eine neue Unternehmensstruktur wurde Ende 2018 bereits kommuniziert, mit der die Wettbewerbsfähigkeit verbessert und die Digitalisierung vorangetrieben werden soll. Dadurch sollen bei einer Öffnung bisherige Kunden gehalten und neue angezogen werden. Die Aktie entwickelte sich in den letzten 52 Wochen mit minus 7 Prozent enttäuschend, doch immerhin ist die Dividendenrendite von 3,2 Prozent akzeptabel.

Schweizer Aktien mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von unter 10

Aktie Geschätztes KGV 2019 Aktienkurs 52 Wochen
Schmolz+Bickenbach 7,1 -23%
Leonteq 7,5 -29%
Credit Suisse 7,8 -32%
Implenia 7,8 -54%
EFG International 8,0 -32%
Orascom 8,1 +1%
Schlatter 9,2 -26%
VP Bank 9,5 -11%
Romande Energie 9,5 -7%
Mikron 9,6 -5%
Mobilezone 9,6 -7%

Quellen: cash, Bloomberg, ZKB und Vontobel

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