CH-relevante Börsenthemen Jahr 2020

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Warum die US-Politik das

Warum die US-Politik das Schicksal der Börsen in der Hand hält

Das US-Corona-Notprogramm läuft Ende Juli aus. Eine Fortsetzung erscheint aus heutiger Sicht zwingend. Ansonsten droht Ungemach für die US-Wirtschaft, und damit die Börsen weltweit.

22.07.2020 11:45

Von Manuel Boeck

Die Aktienmärkte sind momentan stimmungsmässig hin und her gerissen zwischen den neusten Höchstständen an Corona-Infektionen und den mehrheitlich besser als erwartet ausfallenden Halbjahresergebnissen der Unternehmen.

Tendenziell überwiegt eine sehr positive Stimmung. Der US-Technologieindex Nasdaq erklimmt neue Rekordstände und auch der defensive Swiss Market Index ist nur noch zwei Prozent vom Stand von Anfang Jahr entfernt.

Die Börsen preisen eine V-Erholung der Konjunkturentwicklung ein. Doch in den kommenden Wochen wird die Unsicherheit an den Märkten zunehmen. Denn die US-Staatshilfen, der sogenannten CARES Act, kommen Ende Juli zu einem abrupten Ende. "Kaum ist das Geschachere ums Geld in Europa beendet, geht's auf der anderen Seite des Atlantiks wieder los", sagt ein Händler, der den tagelangen EU-Gipfel um Coronahilfen in Erinnerung ruft.

Arbeitslosengeld aufgestockt

In der Corona-Krise erhalten 25 Millionen arbeitslose US-Amerikaner dank dem Notprogramm zusätzlich 600 Dollar pro Woche. Das Arbeitslosengeld wurde zur Krisenbekämpfung extra aufgestockt. Manche erhielten so mehr Geld als in ihrem verlorenen Job.

Dieser Zustupf endet am 31. Juli. Zur Erinnerung: Im US-Staat Massachusetts sind 17 Prozent ohne Arbeit und in der Grossstadt New York sogar jeder fünfte.

Pump's JOBS are BOOMING! https://t.co/CggzpzOXHe

— Keith McCullough (@KeithMcCullough) July 21, 2020

Mit den üblichen staatlichen Arbeitslosengeldern wird es für Betroffene sehr hart. Durchschnittlich 333 Dollar pro Woche bekommt ein Arbeitsloser, im Bundesstaat Oklahoma sogar nur 100 Dollar.

Und das einmalige "Helikoptergeld" von rund 1200 Dollar für jedermann ist vermutlich schon lange aufgebraucht. Eine gewichtige Stütze für den US-Konsum droht wegzufallen. Die Einzelhandelsumsätze erholten sich im Mai auch dank dem Notprogramm nach den Tiefstständen im März und April kräftig und waren auch im Juni stark.

US-Kreditdienstleister drohen Zahlungsausfälle

Das Auslaufen des Notprogramms ist auch für Kreditdienstleister wie American Express oder Discover von Bedeutung. Ohne neues Notprogramm droht ein Anstieg von Privatinsolvenzen. Insgesamt 930 Milliarden Dollar Kreditkartenschulden haben die Amerikaner aktuell. Der letzte Höhepunkt war 2008 mit 870 Milliarden während der Finanzkrise. 5,32 Prozent aller Kreditkartenhalter haben schon jetzt einen Zahlungsrückstand von 90 Tagen und mehr.

Und dies ist nicht alles: Die Zahlungspause für Studentenkredite endet für 45 Millionen Amerikaner im September. Experten warnen auch hier vor Zahlungsausfällen. Auch für den Privatkonsum stellt die Situation ein Problem dar. Insbesondere Einzelhandelsunternehmen wie Kohl’s oder GAP könnten bei keinem Ersatz des CARES Act Umsatzrückgange verzeichnen.

Auch von einer anderen Front Ungemach. Zahlungsunfähige Bewohner dürfen seit Juli in den meisten Staaten aus ihren Häusern wieder vertrieben werden. Das Räumungsmoratorium läuft aus. Insgesamt 40 Millionen Menschen könnten ihr Zuhause in den kommenden Monaten verlieren. Dies lässt Erinnerungen von 2008 aufkommen, wo im Nachgang der Finanzkrise US-Amerikaner wegen ihrer Arbeitslosigkeit in grosser Zahl in ihren Autos wohnen mussten.

Ein neues Notprogramm muss her

Es droht eine Klippe, Absturz oder Schlimmeres, nicht nur für die Menschen, sondern auch für die US-Wirtschaft. Seit dieser Woche tagt der komplette US-Kongress, Senat und Repräsentantenhaus, in Washington wieder. 

Die Demokraten haben im Mai im Repräsentantenhaus schon einmal vorgelegt: Der HEROES Act umfasst 3 Billionen Dollar und sieht eine Fortsetzung des noch bestehenden Programms vor. Präsident Donald Trump nannte das Programm zwar "dead on arrival", doch im aktuellen Umfeld von hohen Corona-Fallzahlen, hoher Arbeitslosigkeit und schlechter Wirtschaftslage ist sein Handlungsspielraum in dieser Sache beschränkt.

Ansonsten droht mit grosser Wahrscheinlichkeit die Anleger-Fantasie von einer V-Erholung an der harten Realität zu zerplatzen – nicht nur in den USA, sondern mittels der weltwirtschaftlichen Verknüpfungen und der bestehenden Bedeutung der USA für die Weltwirtschaft auch in der Schweiz. Der JP Morgan US-Chefökonom warnt: "Wenn der US-Kongress dies versaut, wird dies ein ziemlich grosser Rückschlag für die Wirtschaft."

Mit Material des Wirtschafts- und Finanznachrichtensenders CNBC.

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Trump gegen hohe Medikamentenpreise

Das könnte auf die Pharmatitel drücken.

 

 

Mit vier Erlassen

So will Trump gegen hohe Medikamentenpreise vorgehen

  • Im Kampf für niedrigere Arzneimittelpreise hat US-Präsident Donald Trump vier Erlasse unterzeichnet, wodurch rezeptpflichtige Medikamente für viele Amerikaner künftig günstiger werden sollen.
  • Eine der am Freitag unterzeichneten Verordnungen soll es ermöglichen, Medikamente aus Ländern wie Kanada zu importieren, wo sie weniger kosten als in den USA.
  • Auch sollen künftig die Pharmakonzerne ihre Rabatte direkt an die Patienten weitergeben und nicht an Zwischenhändler.
  • Zudem sollen die Preise für Insulin gesenkt werden, kündigte Trump an.

Ein Erlass würde es dem staatlichen Krankenversicherungsprogramm Medicare ermöglichen, Medikamente zum gleichen Preis zu beziehen, den andere Länder dafür zahlen. Allerdings solle diese Massnahme nur dann umgesetzt werden, wenn Verhandlungen mit den Pharmafirmen nicht zu einem erfolgreich Abschluss kämen, kündigte Trump an. Diese hätten um ein Treffen gebeten, um zu diskutieren, wie sie die Medikamentenpreise
senken könnten, ergänzte der Präsident.

«Wir werden sehen, was diese Diskussionen bringen, aber die Behörde ist bereit, vorwärts zu gehen», sagte Medicare-Chef Seema Verma. Wall-Street-Analysten zeigten sich hingegen skeptisch, ob die Massnahmen letztendlich grosse Auswirkungen auf die Pharmafirmen haben werden. Ihrer Einschätzung nach könnten sie in der Praxis womöglich nur schwer umzusetzen sein.

«Wir glauben, dass sie wahrscheinlich eher darauf ausgerichtet sind, Gesprächspunkte aufzuzeigen, als greifbare, materielle Auswirkungen zu erzeugen», sagte Biotech-Analyst Brian Abrahams von RBC Capital Markets.

Kongress hat bisher keine Reform verabschiedet

Trump macht sich seit geraumer Zeit für die Senkung der Kosten von verschreibungspflichtigen Medikamente stark, allerdings hat der Kongress bislang noch keine grössere Reform der Medikamentenpreise verabschiedet. Viele der bisherigen Bemühungen der Regierung, die Arzneimittelpreise zu senken, sind unter dem Druck der Pharma-Industrie ins Stocken geraten.

«Die Wiederbelebung eines Reformvorschlags für Rabatte behebt jetzt nicht die zugrundeliegenden Mängel – dass er die Medicare-Prämien für Amerikas Senioren und die Schwächsten der Gesellschaft drastisch erhöhen wird», teilte die Pharmaceutical Care Management Association mit, die mit den Arzneimittelherstellern Rabatte im Gesundheitswesen aushandelt.

US-Gesundheitsminister Alex Azar rechnete vor, dass die direkte Zahlung der Rabatte in Form von Preisnachlässen an Senioren ihre Arzneimittelkosten um bis zu 30 Prozent senken könnte.

https://www.srf.ch/news/international/mit-vier-erlassen-so-will-trump-ge...

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
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Erfolgreiche Aktien: Wie man

Erfolgreiche Aktien: Wie man das «nächste Amazon» findet

Jeder Anleger will investiert sein, wenn das nächste Amazon oder Facebook entsteht. Doch was hebt solche Unternehmen vom Rest ab und wie bewertet man diese? cash erklärt die Welt der so genannten Wachstumsaktien.

Aktualisiert um 06:00

Von Manuel Boeck

Investoren haben verschiedene Strategien, um am Aktienmarkt Geld zu verdienen. Eine sehr populäre ist die Wachstumsstrategie, daher sogenannte Wachstumsaktien zu kaufen. Im Gegensatz zur Value-Strategie konzentriert sich die Wachstumsstrategie stärker auf die Wachstumsaussichten ganzer Branchen als auf die Werthaltigkeit von Einzelaktien.  

Von solchen Wachstumsunternehmen wird erwartet, dass ihre Gewinne oder Umsätze schneller als der Durchschnitt wachsen. Ein gutes Beispiel hierzu ist der Onlineversandhändler Amazon. Dessen Umsatz und Gewinn legten in den letzten drei Jahren im Durchschnitt um 27 und 89 Prozent zu. Gleiches gilt für den deutschen Modeversandhändler Zalando, der für 2020 von einem Wachstum im zweistelligen Bereich ausgeht.

Unternehmen mit einer hohen Wachstumsrate über eine längere Zeitperiode neigen dazu, auch einen höheren Aktienpreis zu erzielen. Wird doch erstens angenommen, dass die hohe Wachstumsrate auch in Zukunft bestehen bleibt, wenn nicht noch zulegt. Und zweitens fussen die Aktienbewertungen meist auf dem vielfachen des vergangenen und prognostizierten Umsatzes oder Gewinns. Daher erstaunt es nicht, dass sich der Aktienpreis von Amazon dank den hohen Wachstumsraten in den letzten drei Jahren mehr als verdoppelte (+187 Prozent).

Mit Wachstumsaktien erzielt man hingegen normalerweise keine Dividendenrendite. Grund: Die wachstumsstarken Unternehmen wollen ihr Geld meist in die weitere Beschleunigung des Wachstums investieren. Strebt das meist junge Unternehmen doch eine marktbeherrschende Position an. Anleger von Wachstumsaktien antizipieren daher einen Kapitalgewinn durch höhere Kurse in der Zukunft. 

Doch wie findet man auf einfache Weise eine Wachstumsaktie?

Wenn man die geläufigen Wachstumsaktien wie AmazonFacebookNetflix oder Nvidia betrachtet, fällt auf, dass diese vor einigen Jahrzehnten nicht existierten. All diese starteten als kleine Unternehmen, die die Konsumenten mit der Zeit von ihren neuen Produkten überzeugen und damit eine marktbeherrschende Stellung erreichen konnten.

Die besten Wachstumsaktien profitieren von tiefgreifenden Gesellschaftsveränderungen. Unternehmen, die an einem solchen Makrotrend aktiv partizipieren und eine dominante Stellung im Markt einnehmen, können auf die lange Sicht grosse Gewinne für ihre Investoren generieren. Ein gutes Beispiel hierfür ist Peter Thiel, der mit seinem frühen 500'000 Dollar Investment in Facebook mehr als eine Milliarde Dollar beim Verkauf seines Anteils erzielte. 

Momentane Makrotrends sind zum Beispiel die zunehmende Bedeutung von Gesundheit und Wellness, das bargeldlose Bezahlen, die zunehmende Dominanz der Onlinewerbung oder das Altern der Bevölkerung. Vom Trend zum bargeldlosen Bezahlen profitieren unter anderem Unternehmen wie Mastercard.

Doch wie gelangt man an Namen von interessanten Wachstumsaktien? Ein Anleger kann beispielsweise ausfindig machen, was Investorenlegenden wie Carl Icahn in ihr Portfolio aufnehmen oder abstossen. Müssen diese doch alle 90 Tag der amerikanischen Börsenaufsicht SEC ihren Bestand offenlegen. Webseiten wie whaleswisdom verfolgen die Zukäufe und Abgänge der weltbesten Investoren. Eine andere Möglichkeit besteht mittels Stock-Screening-Webseiten wie finviz. Diese erlauben es beispielsweise Aktientitel hinsichtlich Umsatzwachstum und Marktkapitalisierung zu filtern.

Wie bewertet man Wachstumsaktien?

Hat man eine interessante Wachstumsaktie gefunden, stellt sich die Frage der Bewertung. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) ist dazu nicht geeignet. Unternehmen, dem wachsende zukünftige Gewinne prognostiziert werden, haben immer ein höheres KGV. Wachstumsaktien sind im Verhältnis zu ihrem aktuellen Ertragsniveau immer komplett überbewertet.

Für die Bewertung geeigneter ist das Kurs-Gewinn-Wachstums-Verhältnis (PEG). Dabei wird das KGV durch die Wachstumsrate des Gewinns geteilt. Ein PEG von attraktiven Wachstumsaktien sollte zwischen null und eins zu liegen kommen. Daher sollte das KGV eines Wachstumsunternehmens höchstens so hoch sein wie die jährliche Wachstumsrate des Gewinns.

Sollte das Unternehmen noch kein Gewinn ausweisen, kann weder das KGV noch das PEG als Massstab verwendet werden. Dies ist bei Wachstumsaktien oft der Fall, investieren die Unternehmen die Gewinne doch direkt für das weitere Wachstum. Hier lohnt es sich das Kurs-Umsatz-Verhältnis KUV hinzuzuziehen. Bei günstiger Bewertung liegt das KUV unter 1.

Doch was ist das Risiko, in Wachstumsaktien zu investieren? Wachstumsaktien gehen mit einer hohen Erwartungshaltung und einer hohen Bewertung einher. Dies erhöht das Risiko eines starken Kurseinbruchs, wenn die Erwartungen nicht mehr erfüllt werden oder Negativnachrichten sich häufen. Das chinesische Kaffeeunternehmen Luckin Coffee ist ein aktuelles Negativbeispiel für eine gefallene Wachstumsaktie. Das Unternehmen fälschte offenbar seine sensationellen Umsatzzahlen. Die Aktien verlieren als Folge seit Jahresbeginn 93 Prozent ihres Werts.

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«Bei Roche bietet sich nun

«Bei Roche bietet sich nun vor der zweiten Coronawelle eine super Einstiegsgelegenheit»

Michael Nawrath, ZKB-Pharma-Analyst und ausgebildeter Arzt, erwartet eine zweite Corona-Welle. Im Interview sagt er, wie sich Anleger dafür bei den Schweizer Indexschwergewichten Roche und Novartis positionieren sollten.

https://www.cash.ch/news/top-news/zkb-analyst-michael-nawrath-bei-roche-bietet-sich-nun-vor-der-zweiten-coronawelle-eine-super-1589382

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Schwacher Dollar, starker

Schwacher Dollar, starker Euro: Verschiebt sich gerade das globale Währungsgefüge?

Noch bis vor kurzem strotze der Dollar vor Stärke. Doch seit Monaten verliert der Greenback gegenüber dem Euro dramatisch an Wert. Manche sehen bereits eine Wachablösung als globale Leitwährung. Was sind die Gründe?

28.07.2020 21:50

Von Henning Hölder

An den Devisenmärkten läuft derzeit einiges anders, als es Anleger lange Zeit gewohnt waren. Der Euro gewinnt sowohl gegenüber dem Dollar als auch dem Franken an Wert. Ein Dollar kostet derzeit rund 1,173 Euro – so viel wie seit zwei Jahren nicht mehr. Und auch gegenüber dem Franken konnte die europäische Einheitswährung zuletzt etwas Boden gutmachen. Die Marke von 1,05 Franken, die der Euro im Mai kurzzeitig unterschritten hatte, ist bei dem aktuellen Kurs von rund 1,075 derzeit nicht in unmittelbarer Griffweite.

Gegenüber dem Dollar kann sich die Schweizer Währung ebenso wie der Euro behaupten. Eine Einheit der US-Währung kostet derzeit weniger als 92 Rappen – so wenig wie seit 2015 nicht mehr. Kurz: Der Dollar ist derzeit der grosse Verlierer an den Devisenmärkten. Warum?

Euro-Dollar-Kurs in den letzten zwölf Monaten, Quelle: cash.ch. 

Mix aus Dollarschwäche und Eurostärke

Schaut man sich die Umstände für den schwächelnden "Greenback" an, wird klar: Es handelt sich um einen Mix aus Dollarschwäche einerseits und einem wieder erstarkenden Euro andererseits, der das Währungsgefüge der letzten Jahre in Frage stellt.

Grundsätzlich sind es zwei Dinge, die den Dollar nach unten drücken: Die düsteren Wirtschaftsaussichten in den USA und die Geldpolitik der US-Notenbank Fed. Experten des Internationalen Währungsfonds (IWF) gehen davon aus, dass die Verschuldungsquote der USA gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) Ende des Jahres über 130 Prozent betragen wird. Ende 2019 waren es noch 106 Prozent. Zum Vergleich: Die durchschnittliche Verschuldungsquote der EU-Länder betrug Ende letzten Jahres 84,1 Prozent.

Durch die Geld- und Fiskalpolitik werden in den USA Unmengen an Geld in Umlauf gebracht. Zwar geizen auch die Regierungen in Europa und die EZB nicht mit Finanzspritzen, doch in den USA haben die Höhe der Hilfen dann doch noch einmal eine andere Qualität. Bisher wurden sage und schreibe 3,7 Billionen Dollar im Kampf gegen die Pandemie ausgeben.

Massive Neuverschuldung lastet auf Dollar

So wurde bis zuletzt jedem Arbeitslosen zusätzlich zu seiner Arbeitslosenhilfe vom Bundesstaat weitere 600 Dollar pro Woche vom Bund ausgezahlt. Das Programm soll diese Woche verlängert werden. Auch die einmalige Auszahlung von 1200 Dollar an jeden US-Bürger, die im April stattfand, soll wiederholt werden.

Das alles kostet und treibt die Schulden in die Höhe. Die Geschichte hat gezeigt, dass ein massiver Schuldenanstieg meist mit einer Schwächung der Landeswährung einhergeht. Je höher die USA im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung verschuldet ist, desto weniger attraktiv ist es für andere Länder, in Anleihen des Landes zu investieren. Die Folge: Der Dollar gerät unter Druck. Und: Dadurch, dass in den USA seit der Corona-Krise auch wieder Nullzinsen herrschen, fällt für den Dollar auch ein Zinsvorteil weg.

Katastrophale Corona-Politik der USA

Im Gegensatz zur EU, wo die Pandemie zumindest einigermassen unter Kontrolle scheint, geht in die Infektionskurve in den USA weiter nach oben. Dazu beigetragen haben dürfte die mangelnde Koordination des Weissen Hauses. Während einzelne Bundesstaaten in Eigenregie drastische Massnahmen ergreifen, verharmloste US-Präsident Donald Trump das Virus noch bis vor kurzem.

Erst letzte Woche scheint Trump eine Kehrtwende vollzogen zu haben – wahrscheinlich aus wahltaktischen Gründen. Thomas Gitzel, Chefökonom der VP Bank, glaubt, dass die lokalen Teil-Lockdowns in den USA das Wachstum drücken werden. "Der wirtschaftliche Neustart in den USA wird daher holpriger ausfallen als in der Eurozone", schreibt Gitzel in einer Mitteilung.

EU-Einigung über Hilfspaket stützt den Euro

Die Lage in Europa wird von den Märkten derzeit weitaus positiver eingeschätzt. Grosse Zuversicht herrscht vor allem wegen des letzte Woche von den EU-Mitgliedsstaaten verabschiedeten Hilfspakets. Erstmals in der Geschichte einigte sich die EU darauf, gemeinsame Schuldtitel auszuschreiben. Der erste Versuch, Schulden gemeinsam zu tragen, wird als grosser Schritt zu einer finanzpolitischen Integration gewertet wird. Das Signal: Durch die Einigung ist das Damoklesschwert einer auseinanderdriftenden EU eliminiert worden.

An den Märkten löste die Einigung regelrechte Begeisterung aus und hievte den Euro gegenüber dem Dollar weiter nach oben. Zudem herrscht vielerorts die Überzeugung, dass die Finanzhilfen, den durch die Corona-Krise in Bedrängnis geratenen Staaten aus der Krise holen werden, wie Thomas Gitzel bereits letzte Woche im cash-Interview erklärte.

Ökonom Thomas Gitzel - «Ein Zusammenbruch der Eurozone ist unwahrscheinlicher geworden» https://t.co/nBzJJ4hW0A

— cash (@cashch) July 23, 2020

Hinzukommt, dass in Europa die Pandemie wesentlich besser unter Kontrolle ist und die Wirtschaftsaussichten dementsprechend optimistischer eingeschätzt werden. So zeigen die wirtschaftlichen Indikatoren in Europa bereits wieder nach oben. Erst am Montag überraschte der deutsche Ifo-Geschäftsklimaindex mit einem unerwartet hohen Anstieg.  

Euro bald globale Leitwährung?

Das alles stützt den Euro und lässt ihn gegenüber dem Dollar stark aufwerten. Manche Kommentatoren sagen dem Euro bereits eine zukünftige Rolle als globale Leitwährung voraus. Auch wenn diese Einschätzung verfrüht sein dürfte, ist sich das Gros der Experten einig, dass die mittelfristige Zukunft dem Euro gehört und der Dollar weiter unter Druck geraten dürfte.

"Wenn man die Grosswetterlage betrachten, macht es Sinn, in den kommenden Monaten eine gewisse Stabilisierung und Stärkung des Euro zu erwarten“, schreiben etwa Analysten der Commerzbank in einem Marktkommentar. Edward Moya, Senior Analyst vom Analysehaus Oanda, drückt es gegenüber CNBC so aus: "Es scheint so, dass der Dollar gerade seine Krone verliert."

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George Soros, Carl Icahn & Co

George Soros, Carl Icahn & Co: Wo die Börsen-Gurus Aktien gekauft und verkauft haben

Gross ist jeweils das Aufsehen, wenn Börsenstars aus den USA ihre Bücher offen legen und die Transaktionen des abgelaufenen Quartals bekannt machen. Kürzlich war es wieder soweit.

17.08.2020 14:33

Von Daniel Hügli

Das zweite Quartal werden Anleger wegen der Corona-Pandemie nicht so schnell vergessen. Erst sanken die Märkte im April noch rund drei Wochen scheinbar ohne Boden, dann setzte die grosse Erholung ein, die bis heute andauert.

Wie haben sich US-Grossinvestoren in diesen unruhigen Zeiten verhalten? Aufschluss darüber geben jeweils die so genannten 13F-Filings an die US-Börsenaufsicht SEC, welche Grossanleger regelmässig übermitteln müssen. Zuletzt geschah dies am Freitag nach Börsenschlus in den USA. Die Meldung, dass Warren Buffett im zweiten Quartal eine Grosszahl von US-Bankaktien veräussert und einen Goldminentitel dazugekauft hat, sorgte am Markt schon mal für grossen Erstaunen (zum Artikel geht es hier). Auch andere Börsen-Gurus sorgen mit ihren Investments im zweiten Quartal für Aufsehen. Der Überblick:

Carl Icahn 

Der Milliarden-Investor, der sich bereits im Mai bei Hertz bös verzockte (zum Artikel) und alle Titel des Autovermieters verkaufte, hat auch alle Aktien des Computerhersteller HP Inc. verkauft. Getrennt hat sich Icahn  auch von allen Positionen des Kupferunternehmens Freeport-McMoran. Etwas reduziert hat er seinen Anteil beim Softwareunternehmen Cloudera. Ausgebaut wurden dagegen die Positionen bei Icahns eigenem Unternehmen Icahn Enterprises, beim Energiekonzern Cheniere Energy und beim Autozulieferer Tenneco.

John Paulson

Der in den letzten Jahren wenig erfolgreiche Hedge-Fonds-Manager, der sein Unternehmen in ein Family Office umwandeln will, ist beim Online-Broker Ameritrade eingestiegen. Auch Paulsson setzt damit auf elektronische  Handelsplattformen, die im Zug der Coronakrise einen massiven Aufschwung erleben. Und wie Buffett setzt Paulson auf einen Goldminenbetreiber: Die Positionen beim kanadischen Unternehmen Equinox Gold wurden ausgebaut. Aufgestockt hat Paulson auch beim Biotechunternehmen Qiagen. Eine Top-Position, er der Fondsmanager reduzierte, war der Nutzfahrzeughersteller Navistar.

George Soros

Um den 89-jährigen Starinvestor ist es in Sachen Investments etwas ruhig geworden in den letzten Jahren. Er äussert sich hauptsächlich zu politischen Themen wie etwa am letzten WEF in Davos, als er nationalistische Tendenzen und den Wettstreit zwischen den Weltmächten China und den USA als grosse Gefahr für Frieden und Freiheit bezeichnet hatte. In den letzten SEC-Filings ist immerhin erkennbar, dass Soros auf Unternehmensanleihen setzt. Sein Fondsmanagement kaufte den ETF «Short-Term Corporate Bond» des Anbieters IShares.

Louis Bacon

Der Gründer und CEO von Moore Capital Management machte genau das Gegenteil von Soros: Er verkaufte den «Short-Term Corporate Bond ETF» von Vanguard. Veräussert hat Bacon auch seine Aktien der Grossbank JPMorgan, der Billig-Warenladenkette Dollar Tree und Gilead Sciences. Auffallend auch, dass der Hedge-Fondsmanager Positionen beim Top-Performer Microsoft abbaute. Ausgebaut hat Bacon hingegen bei anderen Tech-Aktien, nämlich bei AlibabaAmazon und Facebook. Bacons Top-Zukauf war im zweiten Quartal allerdings das Software- und Cloudunternhmen Ring Central. 

Bill Ackman

Der Aktionärsaktivist und Gründer von des Hedge Fonds Pershing Square verkaufte all seine Aktien von Buffets Anlagevehikel Berkshire Hathaway. Verabschiedet hat sich Ackman auch vom Private-Equity-Riesen Blackstone und von den Aktien von Park Hotels & Resorts. Die Positionen beim kanadischen Restaurantbetreiber Restaurant Brands wurden dagegen ausgebaut.  Restaurant Brands ist Besitzerin der Schnellrestaurant-Ketten Burger King und Tim Hortons.

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Drei Schweizer und fünf

Drei Schweizer und fünf ausländische Aktien mit Potenzial

Patrik Lang, Leiter Aktien-Research von Julius Bär, sieht den SMI sowohl kurzfristig wie auf Sicht von zwölf Monaten höher. Im Interview nennt er viel versprechende Aktien und sagt, warum er Tesla für überbewertet hält.

https://www.cash.ch/news/top-news/interview-drei-schweizer-und-fuenf-auslaendische-aktien-mit-potenzial-1602236

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Exportindikator deutet auf

Exportindikator deutet auf Erholung hin

Der Euler Hermes Export Forecast für die Schweiz hat in den vergangenen drei Monaten stark zugelegt und deutet auf eine Erholung bei den Exporten hin. Diese dürfte im kommenden Jahr voll zum Tragen kommen. Allerdings bleibt die allgemeine Lage mit Blick auf den Verlauf der Corona-Pandemie unsicher.

18.08.2020 11:40

Anfang August lag der Exportindikator von Euler Hermes mit -0,54 Punkten zwar noch um 0,5 Punkten unter dem langjährigen Durchschnitt, er übertraf aber das im April gemessene Tief von -2,6 Punkten klar. Nach einem beispiellosen Kollaps im Frühling zeichne sich nun eine Erholung ab, schreibt der Spezialist für Kreditversicherungen am Dienstag.

Die Experten erwarten im laufenden Jahr für die Schweiz einen Exportrückgang von 8 Prozent, während es im kommenden Jahr zu einer starken Gegenbewegung kommen dürfte. Demnach sei 2021 mit einem Exportwachstum von 6 Prozent zu rechnen, heisst es. Die Schweizer Wirtschaft werde indessen nach einem Einbruch im laufenden Jahr (-6,5%) im Folgejahr mit 4,2 Prozent wachsen, so die Prognosen.

Konjunkturelle Gegenbewegung

Grund zur Zuversicht geben Euler Hermes die Entwicklungen in der Weltwirtschaft. Die Einkaufsmanagerindizes hätten sich weltweit erholt und Produktion sowie Auftragseingang seien dank wachsender Nachfrage so stark angestiegen wie zuletzt vor über zwei Jahren. Da diese Indikatoren jedoch zuvor rekordtiefe Werte erreicht hätten, überrasche die Gegenbewegung nicht. Der negative Trend in der Beschäftigung habe das Tief ebenfalls überwunden, er halte aber weiter an.

Auch im Welthandel scheine das Tief überwunden, heisst es weiter. Zwar seien die Verwerfungen in der Luftfracht weiterhin gross, der Containerumschlag notiere jedoch nur noch mit rund 4 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die treibende Kraft seien die chinesischen Häfen. Ohne sie würde der globale Containerumschlag 9 Prozent tiefer liegen, so Euler Hermes. Weiter habe sich sowohl bei den Konsumenten als auch bei den Investoren die Stimmung erholt.

Die Erholung in der Exportwirtschaft basiere vor allem auf Nachholeffekten, nachdem die Indikatoren stark unter den Folgen der Coronakrise gelitten hätten. Derweil würden einzelne Branchen und der internationale Verkehr weiterhin vom epidemiologischen Verlauf von Covid-19 bestimmt. Und der Industrie stehe mit dem Auslaufen der staatlichen Unterstützungsprogramme ein weiterer Stresstest bevor, warnen die Experten von Euler Hermes.

Der Euler Hermes Export Forecast basiert auf einer Vielzahl von Daten, die im Kontext zur Schweizer Exportindustrie relevant sind. Dabei werden Frühindikatoren der Industrie, des Transports, der Finanz- und Rohstoffmärkte sowie neue Sentiment-Indikatoren berücksichtigt. Rund 100 Komponenten fliessen in das Modell ein.

mk/tt

(AWP)

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Reise-Aktien: Ein Paradies

Reise-Aktien: Ein Paradies für Zocker, aber auch für vorsichtige Anleger

Kaum ein Sektor leidet derart unter Corona wie die Reise-Branche. Bei vielen Aktien findet sich hohes Kurssteigerungspotenzial - teilweise sogar mit erstaunlich wenig Risiko.

20.08.2020 07:00

Von Henning Hölder

Die Idee ist einfach: Sektoren, die durch die Corona-Krise eine starke Korrektur hinter sich haben, können interessante Einstiegsmöglichkeiten bieten. Kaum ein Sektor hat derart gelitten wie die Reisebranche. Jüngst publizierte das Welttourismus-Barometer regelrechte Horror-Zahlen, wonach im Mai das internationale Touristenaufkommen infolge der vollständigen Abriegelung der Grenzen um rund 98 Prozent eingebrochen ist.

Nun stellt sich die Frage, ob jetzt ein guter antizyklischer Zeitpunkt gekommen ist, um auf eine Erholung der Branche zu setzen – und wenn ja, in welchen Sparten. Klar ist: Kurzfristig ist ein Rebound praktisch ausgeschlossen. Doch für Anleger, die ein etwas längeren Atem mitbringen, bieten sich neben Zockermöglichkeiten auch lukrative – und überraschend risikoarme – Investmentchancen in der Reise-Branche. cash gibt einen Überblick.

1. Flughäfen: Die stabilen, defensiven Player mit Monopol-Stellung

Flughafengesellschaften haben zwei Haupteinnahmequellen: Erstens zahlen Airlines fixe Gebühren für die Start- und Landerechte. Zweitens vermieten Flughäfen Immobilien-Flächen an Duty-Free-Shops, Gastrobetriebe und sonstige Läden. Ein Geschäft, welches relativ schnell wieder aufgebaut werden kann, sobald der Flugverkehr wieder auf Touren kommt.

Flughafengesellschaften wie Fraport oder der Flughafen Zürich haben insbesondere gegenüber den Airlines einen entscheidenden Vorteil: Sie haben durch ihren Immobilien-Besitz einen hohen Substanzwert, der vor allem in Krisenzeiten eine hohe Verschuldung zulässt. Zusammen mit einem äusserst soliden Eigenkapitalbestand - der Flughafen Zürich weist doppelt so viel Eigenkapital auf wie Nettoschulden - lässt sich die Krise lange aussitzen.

Kursverlauf der Flughafen-Zürich-Aktie seit Jahresbeginn, Quelle: cash.ch

Vor Corona war der Flughafen Zürich nahezu schuldenfrei, extrem solide finanziert und glänzte mit einer hohen operativen Gewinnmarge. Fraport hat zwar eine etwas höhere Verschuldung, verfügt aber über einen ebenso soliden Cash-Flow. Dieser gibt der Flughafen-Gruppe, die weltweit 31 Flughäfen betreibt, genug Puffer, die Corona-Krise noch weitaus länger aussitzen zu können.

Zudem müssen beide Flughafengesellschaften praktisch keine Konkurrenz fürchten, da sie quasi über ein Monopol verfügen. Die Eintrittsbarrieren einen konkurrenzfähigen Flughafen zu bauen, sind schier zu hoch. Airlines werden auf die Hubs der beiden Flughafengesellschaften nicht verzichten können.

Die Aktien von Fraport und Flughafen Zürich sind geradezu prädestiniert dafür, um als Anleger langfristig von der Corona-Krise zu profitieren. Die Fraport-Aktie notiert noch immer knapp 50 Prozent unter dem Vor-Corona-Niveau, die Titel des Flughafens Zürich sind immerhin noch mit einem Abschlag von 30 Prozent zu haben. Anleger, die jetzt investieren, können sich sicher sein: In einem, spätestens zwei Jahren, dürften die Aktien weitaus höher stehen.

2. Online-Reisevermittler: Wegen geringer Fixkosten gute Krisenaussitzer

Online-Reisevermittler haben gegenüber anderen Reise-Titeln wie Fluglinien oder Kreuzfahrt-Unternehmen einen enormen Vorteil: Sie arbeiten mit minimalen Fixkosten. Sie haben kaum Mieten zu zahlen, keine eigenen Flugzeuge oder Schiffe zu unterhalten, und weniger Mitarbeiter zu entlohnen. Kaum ein anderes Segment kann die Krise besser aussitzen.

Beim Platzhirsch booking.com macht die grösste Kostenposition das Online-Advertising aus. Das US-Unternehmen ist einer der grössten Werbekunden von Google. Diese Kostenposition kann relativ unkompliziert temporär ausgesetzt werden, bis bessere Zeiten kommen. Die Booking-Aktie hatte durch Corona zwischenzeitlich 40 Prozent korrigiert, mittlerweile die Hälfte aber wieder aufgeholt. Für die Aktie spricht allerdings weiter, dass die Corona-Krise eine Art Marktbereinigung unter den Reisebüros auslösen dürfte, von der die Grossen profitieren werden.

Kursverlauf der Booking.com-Aktie seit Jahresbeginn, Quelle: cash.ch

Das könnte auch der Schweizer LM Group in die Hände spielen. Die Gruppe hat durch Zukäufe eine gewisse Grösse erreicht, die jetzt entscheidend dafür sein könnte, als Gewinner aus der Krise zu kommen. Zum Konzern gehören Marken wie lastminute.com, Volagratis, Bravofly, Hotelscan, Jetcost oder weg.de. Die Aktie ist noch immer mit einem Rabatt von rund 55 Prozent zum Vorkrisenniveau zu haben.

Der niedrige Aktienkurs dürfte mit einer möglichen Kapitalerhöhung zusammenhängen, die zuletzt immer wieder im Raum stand. Obwohl das Unternehmen zuletzt ermutigende Zahlen vermelden konnte (im Juni stand dank der Erholung der Buchungsvolumina wieder ein operativer Gewinn zu Buche(, ist das Thema Kapitalerhöhung noch nicht vom Tisch. Kurzfristig erscheint für Anleger ein Investment in booking.com als lukrativer.

3. Airlines und Kreuzfahrten: Die Zocker-Aktien

Die Zahl liest sich wie ein Horrorroman: Der Umsatz der Norwegian Cruise Line brach im zweiten Quartal 2020 gegenüber dem Vorjahresquartal um satte 98,98 Prozent ein. Zum Kreuzfahrt-Riesen mit Sitz in Miami gehört ein Flotte von 28 Schiffen mit Platz für über 60'000 Gäste. Das Problem: Die Branche ist seit über vier Monaten praktisch stillgelegt. Die Wiederaufnahme von Fahrten wird immer weiter hinausgeschoben.

Auch wenn ein Abschlag bei der Aktie von rund 75 Prozent seit Mitte Februar zum Einstieg verführen mag, finden sich derzeit keine fundamentalen Gründe für ein Investment. Ein Restart der Branche ist nicht abzusehen. Spekulative Anleger treiben Kreuzfahrt-Aktien wie Norwegian Cruise Line, Carnival Cruise Line oder Royal Caribbean immer wieder auf kleinere Zwischenhochs, was die Titel – ausschliesslich – für Zocker attraktiv macht.

Kursverlauf der Norwegian-Cruise-Line-Aktie seit Jahresbeginn, Quelle: cash.ch

Nicht viel besser sind die Aussichten bei Airlines. Zwar sind im Juni wieder erste Urlaubsflüge gestartet, was die Aktien von Swiss-Mutter Lufthansa, Delta Airlines und Co. kurzfristig anziehen liess. Doch schnell kam die Einsicht, dass die Erholung noch länger andauern wird. Fluggesellschaften verbrennen in der Corona-Krise massiv Geld und sind auf staatliche Hilfe angewiesen.

Auch ohne Corona-Krise haben viele Airlines mit tiefen Margen zu kämpfen und Probleme damit, allein ihre Kapitalkosten zu erwirtschaften. Ein möglicher zweiter Lockdown mit Grenzschliessungen würde selbst die Existenz von grossen Playern wie Lufthansa, British Airways (IAG) oder Delta, die bisher noch durch Staatskosten gerettet werden, gefährden. Auch ein Einstieg bei Fluggesellschaften bleibt bis auf Weiteres ein riskanter Zock.

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Fed-Banker hält Kursrekorde

Fed-Banker hält Kursrekorde an Wall Street trotz Krise für gerechtfertigt

Trotz Coronavirus-Pandemie hält ein hochrangiger US-Notenbanker die derzeitigen Kursrekorde an der Wall Street für gerechtfertigt.

20.08.2020 06:38

Die USA dürften besser als vorhergesagt aus der Krise hervorgehen, da Unternehmen und Haushalte lernten, mit den Risiken des Virus umzugehen, sagte der US-Notenbankpräsident von St. Louis, James Bullard, der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch. Er gehe davon aus, dass in der zweiten Jahreshälfte mehr Firmen und auch größere Teile der Wirtschaft betriebsfähig sein dürften. Für das Gesamtjahr erwartet Bullard ein Schrumpfen der US-Konjunktur um rund vier Prozent. Damit ist er deutlich optimistischer als die Juni-Prognose seiner Kollegen, die von einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 6,5 Prozent ausgeht.

Die USA sind das am schwersten von Corona betroffene Land: Bislang wurden der Johns Hopkins University zufolge rund 5,5 Millionen Infektionen festgestellt, während die Zahl der Todesopfer auf mehr als 169.000 stieg. Darunter leidet auch die Wirtschaft: Das Bruttoinlandsprodukt war im zweiten Quartal wegen der Beschränkungen infolge der Corona-Krise um 9,5 Prozent im Vergleich zum ersten Vierteljahr eingebrochen. 

(Reuters)

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Warum die US-Börse trotz

Warum die US-Börse trotz Wirtschaftskrise auf Rekordkurs ist

Der Börsenindex S&P 500 hat seit dem Tiefpunkt am 23. März wieder 55 Prozent zugelegt.

19.08.2020 21:01

Hat sich die Wall Street völlig von der Realität abgekoppelt? Die US-Wirtschaft ist so stark eingebrochen wie selten zuvor, ein weiteres Konjunkturpaket steckt im US-Kongress fest - und an der New Yorker Börse springt der Index S&P 500 auf ein Rekordhoch.

Auch wenn es so aussehen mag, dass die Anleger die schlechten Nachrichten, die den meisten US-Verbrauchern zu schaffen machen, ausgeblendet haben, sehen Experten gute Gründe dafür, dass sich der Aktienmarkt so schnell wieder erholt hat. "Die Einkaufsstrasse lebt vom Jetzt, aber die Wall Street schaut auf das Morgen", betont Experte Sam Stovall vom Forschungsinstitut CFRA.

"So schnell wurde in der Geschichte der Börse noch nie ein Bärenmarkt wieder beendet", sagte Marktanalyst Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC Markets. Als Hauptgrund für die rasante Kurserholung gilt das Öffnen der Geldschleusen durch die US-Zentralbank, die Hilfen im Volumen von drei Billionen Dollar auf den Weg brachte und sogar Unternehmensanleihen aufkaufte. Die Konjunkturspritzen vom Staat ermunterten Investoren ebenso, wieder bei Aktien zuzugreifen.

Gedämpfte Stimmung an europäischen Börsen

"Es schwappt eine Menge Geld im System herum und ein grosser Teil davon fliesst in Aktien", sagt Jeff Buchbinder, Aktienstratege beim Broker LPL Financial.

Deutlich verhaltener geht es auf der anderen Seite des Atlantiks zu. "Während die Party in New York also weitergeht, ist die Stimmung an den europäischen Börsen eher gedrückt", beschreibt Marktanalyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus AxiTrader den Unterschied. Für keinen Zufall halten Experten das Zusammentreffen des Wall Street-Rekords mit dem Fall des US-Dollars auf einen Zwei-Jahres-Tiefstand.

Die Schwäche des Greenback, die US-Produkte im Ausland billiger und die US-Unternehmen daher konkurrenzfähiger macht, und die Stärke der US-Aktien sage vermutlich etwas "über den wahren Preis des S&P" aus, sagte Rabobank-Stratege Michael Every.

Rally oder Risiko voraus 

Für weiter steigende Kurse braucht es nach Ansicht von Ulrich Stephan, Chef-Anlagestratege bei der Deutschen Bank, einen neuen Impuls. "Zwar hält die konjunkturelle Erholung in den USA weiter an, sie scheint sich jedoch zu verlangsamen." Dafür sprächen das langsamere Wachstum der Auto- und Möbelverkäufe in den USA im Juli im Vergleich zum Juni.

Auslöser für weitere Kursgewinne könnte etwa die Einigung auf ein Konjunkturpaket im US-Kongress sein. Einem Insider zufolge ist nun aber ein deutlich abgespecktes Programm im Volumen von rund einer halben Billion Dollar im Gespräch.

Die hohen Bewertungen der Aktien, die an die Dotcom-Blase vor zwei Jahrzehnten erinnern, lassen Börsianer aber auch Rückschläge fürchten. Mittlerweile machen nur fünf Aktien - MicrosoftAppleAmazon, der Google-Mutterkonzern Alphabet und Facebook - mehr als ein Fünftel der gesamten Marktkapitalisierung des S&P 500-Index aus.

Präsidentenwahl sorgt für Unsicherheit

Weil die Technologie-Konzerne aber auch einen hohen Anteil an den Gewinnen der S&P-Unternehmen haben, seien diese Aktien weiter attraktiv, betont Buchbinder. Dies gelte insbesondere angesichts der historisch niedrigen Renditen auf dem Anleihenmarkt. "Die Kluft zwischen den Gewinnern und den Verlierern wird grösser und die Starken werden stärker."

Für weitere Unsicherheit könnte die anstehende US-Präsidentenwahl im November sorgen. Selbst wenn der US-Aktienmarkt auf eine Wiederwahl Donald Trumps kurzfristig positiv reagieren könnte, müsste sich der Markt wohl auf weitere Unabwägbarkeiten einstellen, sagt Commerzbank-Analystin Antje Praefcke.

Mit einer Wahl des Demokraten Joe Biden könnte die US-Politik zwar wieder berechenbarer werden, auf eine Regulierung der Wirtschaft und höhere Steuern für Unternehmen würden die Börsen aber empfindlich reagieren. 

(Reuters)

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UBS-Strategen sehen kein Ende

UBS-Strategen sehen kein Ende der Aktienrallye

Wenn es nach den UBS-Strategen geht, kann die Aktienrallye trotz Rekordniveaus beim S&P 500 oder dem Nasdaq weitergehen. Bei den Investitionen müssen aber politische Risiken berücksichtigt werden.

19.08.2020 19:15

UBS-Strategen erwarten, dass die Aktienrallye weitergeht, nachdem der S&P 500  am Dienstag auf einem Rekordhoch geschlossen hat. Sie empfehlen aber einen "selektiven Ansatz", um politische Risiken wie gemischte Signale der Trump-Administration bezüglich China zu reduzieren.

Aktuell ist gerade die Ankündigung von Trump, dass er die Handelsgespräche mit China  verschiebt. "Ich will im Augenblick nicht mit China reden", sagte Trump am Dienstag bei einer Veranstaltung im Bundesstaat Arizona. Zudem hat die US-Regierung am Montag weitere Firmen aus dem Umfeld von Huawei auf eine schwarze Liste gesetzt, um dem chinesischen Konzern den Zugang zu Technologie wie Chips abzuschneiden.

Trotz weiteren US-Beschränkungen für Huawei sehen die Strategen unter der Führung von Mark Haefele weiterhin "überzeugende Investitionsmöglichkeiten" in disruptiven Technologieunternehmen und Schlüsseltechnologien, einschliesslich 5G-Gerätehersteller.

Während die US-Präsidentschaftswahlen wohl kaum einen negativen Einfluss auf die Aktienmärkte ausüben werden, sehen die Strategen in den "starken politische Unterschieden" zwischen Trump und Biden eine mögliche Ursache für grosse Kursschwankungen in Sektoren wie traditionelle und erneuerbare Energien.

Laut UBS-Strategen besteht bei britischen Aktien ein erhebliches Potenzial für eine Erholung. Auch wenn die Brexit-Gespräche langwierig sein mögen, erwarten sie dennoch eine Vereinbarung, die die britischen Aktien ankurbeln sollte.

(Bloomberg)

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Uhrenexporte bleiben im Juli

Uhrenexporte bleiben im Juli unter Druck

Die Lage für die Schweizer Uhrenhersteller hat sich nach dem Corona-bedingten Einbruch im Frühling weiter entspannt. Im Juli sind die Uhrenexporte nicht mehr ganz so stark zurückgegangen wie in den Monaten davor. Rückenwind gibt es für die angeschlagene Branche aus China.

20.08.2020 08:30

Weltweit bleibt das Marktumfeld für Schweizer Zeitmesser aber nach wie vor durch die Corona-Pandemie belastet: Im Juli sanken die Uhrenexporte verglichen mit dem Vorjahr um 17 Prozent auf 1,58 Milliarden Franken, wie der Verband der Schweizer Uhrenindustrie (FHS) am Donnerstag mitteilte. Nach sieben Monaten sind sie um einen Drittel zurückgegangen.

Die Uhrenbranche wurde von der Coronakrise mit voller Wucht erfasst. Nachdem erste Risse im Handel bereits zu Beginn des Jahres aufgetreten waren, haben die wegen der Pandemie verordneten Ladenschliessungen und Reisebeschränkungen die Ausfuhren im April und Mai um 80 beziehungsweise 70 Prozent einbrechen lassen. Im Juni hatte der Rückgang "nur" noch gut ein Drittel betragen.

Erholungstrend in China

Von den bedeutendsten Absatzmärkten für Schweizer Uhren hat im Juli wie schon im Vormonat erneut China einen starken Anstieg verbucht. Die Uhrenexporte nach Festlandchina stiegen um 59 Prozent auf 242 Millionen Franken. Damit zementierte das Land die Stellung als momentan wichtigster Markt für Schweizer Uhren.

Diesen Platz hatte in den letzten Jahren stets Hongkong besetzt. Doch mit den 2019 ausgebrochenen politischen Unruhen verlor die Drehscheibe für Luxusgüter bei Einkaufstouristen - insbesondere aus China - an Anziehungskraft. Die mit Corona verbundenen Reisebeschränkungen verschärften die Krise noch. Im Juli gingen die Uhrenexporte in die ehemalige britische Kolonie um 43 Prozent auf 148 Millionen zurück.

Überholt wurde Hongkong auch von den USA, wo sich die Uhrenexporte nach zuvor starken Einbussen im Juli stabil entwickelten. Nur ein minimer Rückgang war etwa auch in Deutschland zu sehen, während die Exporte nach Grossbritannien gar leicht anzogen. Derweil brachen sie in Ländern wie Italien, Frankreich oder Japan um 30 Prozent und mehr ein.

Betrachtet man die exportierten Stückzahlen, sind diese noch stärker gesunken als die Entwicklung in Franken. Das Volumen der exportierten Armbanduhren nahm im Berichtsmonat 36 Prozent auf 1,2 Millionen Stück ab. Der Grund dafür ist die weiter rückläufige Nachfrage nach günstigen Uhren. Dagegen halten sich die Abschläge in der teuersten Kategorie in Grenzen.

mk/kw

(AWP)

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«Die Ausgangslage für die

«Die Ausgangslage für die Aktienmärkte bleibt weiterhin gut»

Carsten Junius, Chefökonom bei J.Safra Sarasin, bleibt im cash-Interview weiterhin zuversichtlich für die Börsen. Ausserdem erklärt er, warum die Dollar-Schwäche noch lange anhalten wird.

https://www.cash.ch/news/politik/boersen-interview-die-ausgangslage-fuer-die-aktienmaerkte-bleibt-weiterhin-gut-1604326

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Die besten (und schlechtesten

Die besten (und schlechtesten) Schweizer Aktien der Woche

Auch diese Woche gewinnt ein Schweizer Pennystock mehr als hundert Prozent. Doch auch bei den Blue Chips ist viel Bewegung vorhanden.

Aktualisiert um 15:00

Diese Woche dominierten die Halbjahreszahlen der Unternehmen aus der zweiten Reihe den Schweizer Aktienmarkt. Insgesamt 36 Zahlenkränze mussten die Anleger an der Schweizer Börse verarbeiten. 

Die stärkste Kursbewegung in dieser Woche hatte aber einen langsam wohlbekannten Ursprung: Das an der Schweizer Börse kotierte Unternehmen Achiko aus Indonesien hat ein provisorisches Patent für ein von Regenacellx.sl entwickeltes Corona-Testkit namens "Gumnuts" eingereicht. Diese News katapultierte den Penny Stock in luftige Höhen, so dass auf Wochensicht ein Plus von 370,3 Prozent resultiert.

Fundierter ist wohl die dieswöchige Kursbewegung der U-Blox-Aktien mit minus 15,5 Prozent. Der Chip-Herstellers U-Blox hat am Freitag einen tieferen Umsatz ausgewiesen und hohe Abschreibungen auf Entwicklungsprojekte vorgenommen. Der Ausblick wurde aufgrund der Unsicherheiten zurückgezogen.

Und auch der diesjährige Börsenliebling Zur Rose muss Federn lassen. Die Versandapotheke verharrt im ersten Halbjahr 2020 deutlich in den roten Zahlen, wie das Unternehmen am Mittwoch bekanntgab. Die Anleger strafen den Zahlenkranz mit einem Minus von 10,8 Prozent auf Wochensicht ab.

Top und Flops im SPI in dieser Woche (Quelle: cash.ch).

Zu den Wochenverlierern im SMI-Index gehören die beiden Grossbanken UBS (-3,1 Prozent) und Credit Suisse (-4,3 Prozent). Ebenfalls unter die Räder kommen die Aktien des Augenheil-Spezialisten Alcon (-4,4 Prozent). Der Verlust ist im zweiten Quartal höher ausgefallen als am Markt erwartet. Und auf einen Ausblick müssen die Anleger seit dem ersten Quartal warten.

Top und Flops im SMI in dieser Woche (Quelle: cash.ch).

Auf der Gewinnerseite befinden sich hingegen die beiden Pharmakonzerne Roche (+3,5 Prozent) und Novartis (+2,1 Prozent). Beide konnten mit positiven News aufwarten: Roche vermeldete die Zusammenarbeit mit dem Pharmaunternehmen Regeneron im Kampf gegen das Coronavirus. Zudem profitierten die Roche-Genussscheine von der Genentech-US-Zulassung für ein Medikament gegen eine Autoimmunerkrankung.

Novartis kann hingegen einen Patentstreit mit dem Unternehmen HEC vor einem US-Gericht für sich entscheiden. Und am Donnerstag erhielt der Basler Konzern die US-Zulassung für ein Medikament gegen Multiple Sklerose.

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«Das grösste Risiko für die

«Das grösste Risiko für die Wirtschaft ist, dass wir keine Risiken eingehen wollen»

Der renommierte Schweizer Ökonom Thomas Straubhaar zieht im cash-Interview eine Zwischenbilanz in der Coronakrise. Einen neuen Lockdown brauche es nicht, sagt er. Und für die Aktienmärkte spricht langfristig ein Punkt.

https://www.cash.ch/news/top-news/oekonom-thomas-straubhaar-das-groesste-risiko-fuer-die-wirtschaft-ist-dass-wir-keine-risiken-1605070

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Medtech: Schweiz droht

Medtech: Schweiz droht möglicherweise Rückstufung zum Drittstaat

Brüssel zweifelt daran, dass die einjährige Übergangsfrist für die neue EU-Medtech-Regeln auch für die Schweiz gilt. Der deutsche Medtech-Dachverband BVMed fordert daher von Berlin, sich für die Aktualisierung des entsprechenden Abkommens Schweiz-EU einzusetzen.

26.08.2020 08:57

Das Abkommen (MRA) müsse "zeitnah" aktualisiert werden, schrieb BVMed-Geschäftsführer Marc-Pierre Möll laut einer im Internet publizierten Medienmitteilung. "Wir bitten Sie um Ihre politische Unterstützung im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft (...)", schrieb Möll an Wirtschaftsminister Peter Altmaier und Gesundheitsminister Jens Spahn. Das Schreiben ging auch an die EU-Kommission.

Wegen der Corona-Pandemie wurde das Inkrafttreten neuer Regeln für die Zulassung von Medizinprodukten am 26. Mai um ein Jahr verschoben. Davon profitieren auch Schweizer Medtech-Unternehmen. Denn das Abkommen Schweiz-EU (MRA), das die gegenseitige Anerkennung von Medizinprodukten regelt, war bis Ende April noch nicht entsprechend aktualisiert worden.

Gemäss BVMed äusserte die EU-Kommission nun aber "Zweifel an der Anwendung der Übergangsfrist" für die Schweiz. Möll appelliert an die Verantwortlichen, die Übergangsfrist auch auf die Schweiz "bis zur vollständigen Aktualisierung des MRA" anzuwenden.

Man begrüsse den Appell des BVMed, sich im Interesse der europaweiten Patientenversorgung für eine pragmatische Lösung einzusetzen, schrieb der Verband der Schweizer Medizintechnik Swiss Medtech auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. "Dasselbe erwarten wir von der Schweizer Regierung." Denn die Patientenversorgung ist laut Swiss Medtech ein länderübergreifendes, übergeordnetes Interesse.

(AWP)

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Was ist nur mit den

Was ist nur mit den Aktienmärkten los?

Trotz Corona-Krise: Die Aktienkurse klettern und klettern. Doch wie lange noch kann dies so weitergehen? Antworten im Podcast.

25.08.2020 19:00

Von Tim Höfinghoff

Im Podcast "HZ Insights" sprechen Harry Büsser und Tim Höfinghoff über die Entwicklung am Aktienmarkt: Spielt die Börse verrückt? Die Kurse steigen stetig trotz Pandemie und Wirtschaftskrise. Wie kann das sein?

Und: Welche Anlageklassen sind gefragt – und welche nicht? Droht bald ein heftiger Rückschlag? Und worauf sollten Privatanleger achten in diesen Zeiten, wenn sie ihr Geld am Aktienmarkt gewinnbringend platzieren möchten? Antworten im Podcast.

Der Podcast erschien zuerst auf www.handelszeitung.ch unter dem Titel: «Spielt die Börse verrückt?».

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Diese Unternehmen profitieren

Diese Unternehmen profitieren langfristig vom Klimawandel

Heissere Sommer, heftigere Gewitter, langanhaltende Trockenheit: Der Klimawandel nimmt Einzug im Alltag. Doch die strenger werdende Klimapolitik und die realen Auswirkungen der Veränderungen bergen für Anleger Chancen.

26.08.2020 21:45

Von Manuel Boeck

Die Corona-Krise beherrscht das momentane Mediengeschehen. Dabei geht eine andere, viel grössere Krise fast vergessen: Der Klimawandel. Die herumgebotenen Szenarien für die Zukunft sind nichts für schwache Gemüter. Selbst beim Erreichen des Pariser Klimaabkommens - die Klimaerwärmung wird auf zwei Grad Celsius begrenzt - wird der Ozean-Pegel laut Experten im globalen Mittel bis im Jahr 2100 um 50 Zentimeter ansteigen.

Doch die Folgen sind weitaus dramatischer und weitreichender: Extremwetterereignisse wie Starkniederschläge, Dürren oder Hitzewellen nehmen zu. Dies hat Folgen für den menschlichen Alltag - sei es unerträgliche Hitze in Wohnungen, Gefahr von Überschwemmungen oder Wasser- und Nahrungsmittelknappheit. 

Die Schwierigkeit im Umgang mit dem Klimawandel besteht darin, dass die tatsächlichen Auswirkungen und die zukünftigen politischen Massnahmen mit Unsicherheit behaftet sind. Die Verhaltensökonomie zeigt, dass je höher die Unsicherheit, desto schwieriger es ist, vernünftige Entscheidungen zu treffen. Doch Anleger sollten diese schleichende Krise ernst nehmen und sich dementsprechend für die Zukunft positionieren. cash gibt einen Überblick über die möglichen Gewinner:

Von der Verkehrsrevolution profitieren

In erster Linie gibt es Branchen und Unternehmen, die direkt von der Klimapolitik der Regierungen profitieren - und auch die Menschen werden zunehmend klimabewusster in ihren Kaufentscheidungen. Dabei gerät insbesondere der noch weitverbreitete Verbrennungsmotor unter Druck. Davon profitieren Unternehmen, die die zukünftigen Verkehrsmittel und die dazu benötigte Infrastruktur bauen. 

Dazu gehört der Elektroautopionier Tesla, dessen Aktien allein dieses Jahr 384 Prozent zulegen. Aber auch Autohersteller wie Volvo mit ihrer Elektro-Marke Polestar oder VW mit ihrem Modell ID.3 setzen den Markt unter Strom. Da der Konkurrenzkampf zwischen den Anbietern zunehmend stark ist, bieten ETFs (Exchange Traded Funds) eine gute und weniger schwankungsanfällige Alternative: Es bieten sich etwa der Global X Autonomous & Electric Vehicles ETF oder der KraneShares Electric Vehicles & Future Mobility ETF an.

Zentral für die zukünftige strombasierte Mobilität sind auch die Aufladestationen - in der Schweiz existieren rund 2500. Hier kommt Blink Charging, ein Unternehmen aus Florida, ins Spiel. Das Unternehmen verfügt über ein Auflade-Netzwerk in den USA, der Dominikanischen Republik, Griechenland und Israel und zeichnet sich durch ein starkes Wachstum aus - es ist aber noch nicht profitabel. Nichtsdestotrotz hat sich der Wert der Aktien seit Jahresbeginn schon mehr als vervierfacht.

Performance der Blink-Charging-Aktien seit Jahresbeginn (Quelle: cash.ch).

Die Zukunft für Aufladestationen-Anbieter ist vielversprechend. Laut Bloomberg New Energy Finance stehen derzeit weltweit fast 1 Million öffentliche Ladestationen zur Verfügung. Der wachsende Elektroauto-Markt wird jedoch in den nächsten zwei Jahrzehnten weltweit fast 290 Millionen Ladepunkte benötigen.

Politik pusht erneuerbare Energien

Ein anderes Feld, das die Politik zunehmend aktiv steuert und reguliert, ist die Energieerzeugung. Von dieser Entwicklung profitieren momentan zwei Technologien stark: Die Windkraft und Solartechnologie. China allein investiert im ersten Halbjahr 2020 allein 12 Milliarden Dollar in die Windenergie. Und der Branchenverband Solarpower Europe rechnet damit, dass Photovoltaikmarkt in der Sonnenstube Spanien bis 2023 jährlich 34 Prozent wächst.

Um an der Windkraftrevolution zu partizipieren, lohnt sich die Betrachtung der weltgrössten börsenkotierten Hersteller. Dies sind Siemens aus Deutschland, Vestas aus Dänemark und Goldwind aus China. Diese Unternehmen profitieren auch davon, dass sich viele Konzerne – unter anderem GoogleCoca Cola oder Ikea - in diversen Intiativen dazu verpflichten, ihre Energieerzeugung ab einem gewissen Zeitpunkt auf einhundert Prozent erneuerbare Quellen umzustellen.

Im Bereich Solarenergie ist das amerikanische Unternehmen First Solar eine gestandene Grösse. Dieses bietet Photovoltaik-Systemlösungen an. Der Umsatz stieg gegenüber dem ersten Quartal um 9,8 Prozent auf 642 Millionen Dollar bei einem Profit von 0,35 Dollar pro Aktie. An der Wall Street ist die Klimabotschaft jedoch mit einem durchschnittlichen "Hold"-Rating noch nicht angekommen. Der Aktienperformance schadet dies kaum: Plus 38 Prozent seit Jahresbeginn.

Performance der First-Solar-Aktien seit Jahresbeginn (Quelle: cash.ch).

Alternativ zu einem Windturbinen oder Photovoltaik-Hersteller bietet sich der weltgrösste Wind- und Solarenergieproduzent NextEra Energy an. Doch von der Transition von fossilen zu erneuerbaren Energien ist ein Anlegerprofit auch durch ETFs möglich: Wer auf Wasserkraft setzt, bietet sich der Invesco Water Resources ETF an. Für die Solartechnologie ist das Invesco Solar ETF eine gute Wahl.

Dabei geht eine Technologie vergessen: Die Nukleartechnologie könnte auch im Westen im Zuge der Klimadebatte wieder Aufwind erhalten – in China, Russland und Indien sind insgesamt 80 Reaktoren im Bau. Bei einem Umdenken würde das amerikanische Unternehmen BWX Technologies klar profitieren. Dieses ist stark in Nukleartechnologien und produziert Komponenten für Atomkraftwerke. Aber auch Uranminenbetreiber wie das kanadische Cameco könnten schlussendlich wieder einen starken Wachstumsschub erhalten.

Gebäudetechnik ist gefragt

Doch im Zeitalter des Klimawandels und Extremwetterlagen stellen sich auch neue Bedingungen an Wohngebäude. Dabei spielt die Gebäudeisolation immer eine grössere Rolle. Hierbei ist das amerikanische Owens Corning oder das deutsche BASF führend. Dies mag langweilig klingen. Das ist es aber nicht: Das Marktforschungsunternehmen Grandview Research prognostiziert, dass der Markt für Isolationen bei einem jährlichen Wachstum von 6 Prozent 2025 einen Umfang von 77 Milliarden Dollar erreichen wird.

Doch auch die Klimatechnik selbst wird wichtiger - insbesondere bei mehr Hitzetagen. Ein guter Schachzug hierbei ist ein Investment in den irischen Mischkonzern Johnson Controls International. Die Aktien stehen seit Jahresbeginn zwar nur mit knapp einem Prozent im Plus. Doch die von Bloomberg befragten Analysten sehen auf 12 Monate ein durchschnittliches Aufwärtspotenzial von 10,3 Prozent - 13 von 21 Analysten empfehlen ein "Buy".

Lebenselixier Wasser

Der menschliche Körper besteht zu 60 bis 75 Prozent aus Wasser. Das Lebenselixier gewinnt in Zeiten des Klimawandels zunehmend an Bedeutung. Betroffen sind nicht nur Kalifornien oder weite Gebiete in Afrika, sondern auch das Wasserschloss Europas: Die Schweiz. In der Zukunft muss auch hier effizient und sparsam mit dem "blauen Gold" umgegangen werden.

Das amerikanische Unternehmen Ecolab bietet Lösungen zur Wasserhygiene und -konservation. Zwar enttäuschte das Unternehmen im letzten Quartal mit einem Gewinn von 0,65 Dollar pro Aktie und drei Viertel der von Bloomberg befragten Analysten empfehlen ein "Hold". Und auch der Aktienkurs seit dem Sommer 2019 kaum vom Fleck. Doch das zukünftige Potenzial ist gegeben.

Performance der Ecolab-Aktien seit Januar 2019 (Quelle: cash.ch).

In der Wasserversorgung selbst tätig ist American Water Works. Eine einfache ökonomische Formel besagt: Wenn die Nachfrage nach einem Produkt steigt und das Angebot sinkt, dann steigt der Preis. Dies wird schlussendlich auch American Water Works zugutekommen. Nicht heute oder morgen, aber spätestens übermorgen.

Weckruf von Larry Fink

Wer sich mit dem Gedanken an den Klimawandel – aus welchen Gründen auch immer – nicht anfreunden kann, sollte sich die Worte von Larry Fink, CEO des weltgrössten Vermögensverwalters Blackrock, vom Januar 2020 zu Gemüte führen: "In der nahen Zukunft – schneller als die Meisten denken – wird eine signifikante Umschichtung von Kapital wegen des sich abzeichnenden Klimawandels stattfinden."

Zudem wartet ein möglicherweise grosser Katalysator für die genannten Aktien: Gewinnt Joe Biden die Präsidentschaftswahlen in den USA, könnte sein angekündigter "Green New Deal" wahr werden. Dies würde eine Investition von 2 Billionen Dollar in erneuerbare Energie und Infrastruktur bedeuten.

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Historischer Einbruch bei der

Historischer Einbruch bei der Schweizer Wirtschaftsleistung

Die Schweizer Wirtschaft ist im zweiten Quartal wegen der Folgen der Corona-Pandemie regelrecht eingebrochen.

27.08.2020 07:45

Das Bruttoinlandprodukt (BIP) ging zwischen April und Juni 2020 gegenüber dem Vorquartal um 8,2 Prozent zurück. Es handelt sich damit um den stärksten Rückgang seit Beginn der Aufzeichnung von Quartalszahlen im Jahre 1980.

Die Wirtschaftsaktivität im Inland sei im Zuge der Pandemie und der Eindämmungsmassnahmen stark eingeschränkt gewesen, scheibt das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) in seiner Mitteilung vom Donnerstag. Gleichzeitig sei die Weltwirtschaft in eine scharfe Rezession gestürzt.

Der Einbruch in dieser Dimension kommt allerdings nicht ganz überraschend. Von AWP befragte Ökonomen hatten die Entwicklung zum Vorquartal bei -10,1 bis -6,3 Prozent gesehen.

Die Zahl für das erste Quartal wurde leicht auf -2,5 Prozent (von -2,6%) revidiert. Gegenüber der Situation vor der Corona-Krise im vierten Quartal 2019 sei das BIP damit in der ersten Jahreshälfte 2020 kumuliert um 10,5 Prozent eingebrochen, so das Seco. Die Branchenstruktur der hiesigen Wirtschaft habe aber dazu beigetragen, dass der Rückgang im internationalen Vergleich "verhältnismässig glimpflich" ausgefallen sei.

(AWP)

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Schweizer Verwaltungsräte

Schweizer Verwaltungsräte sehen Konjunkturausblick düster

Schweizer Verwaltungsräte beurteilen die Konjunkturaussichten für die kommenden zwölf Monate wegen der Coronakrise sehr pessimistisch. Sie erwarten einschneidende wirtschaftliche Folgen für viele Branchen, vor allem im Tourismus und im Gastgewerbe.

27.08.2020 06:48

Zuversichtlicher seien die Aussichten für die Informations- und Kommunikationstechnik sowie für die Wirtschaftszweige Pharma und Gesundheit, wie der Verband swissVR, eine Vereinigung für Mitglieder von Verwaltungsräten in der Schweiz, mitteilte.

Laut einer Umfrage erwarten über die Hälfte der befragten Verwaltungsräte eine Verschlechterung der Konjunktur, während 37 Prozent die Aussichten als neutral bezeichneten. Nur gerade 8 Prozent rechnen mit einer Verbesserung.

Wesentlich heller präsentiert sich das Bild, das die Verwaltungsräte über ihr eigenes Unternehmen zeichnen. Nur 23 Prozent der Befragten erwarte eine negative Entwicklung, 47 Prozent beurteilen die Aussichten als neutral und knapp ein Drittel gar als positiv.

Die Lehren, die die Verwaltungsräte aus der Krise ziehen, reichen von mehr Digitalisierung, Stärkung der Widerstandsfähigkeit und Förderung neuer Arbeitsmodelle bis hin zum vermehrten Denken in Szenarien und zu einer besseren Liquiditätsplanung.

swissVR veröffentlicht zusammen mit der Beratungsgesellschaft Deloitte und der Hochschule Luzern halbjährlich eine Umfrage über die Geschäftsaussichten in der Schweiz. Der jüngste Monitor beruht auf Umfragen bei 457 Verwaltungsrätinnen und -räten im Juli 2020.

(AWP)

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Diese Schweizer Mid-Caps

Diese Schweizer Mid-Caps profitieren von der Energiewende

Bei Schweizer Aktien hat sich im 2020 eine grosse Schere aufgetan. Anlegern mit langem Atem gibt dies gute Einstiegsmöglichkeiten, sagt Birgitte Olsen, Fondsmanagerin bei Bellevue Asset Management, im cash-Börsen-Talk.

https://www.cash.ch/news/top-news/bellevue-fondsmanagerin-birgitte-olsen-diese-schweizer-mid-caps-profitieren-von-der-energiewende-1608166

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Noch werden Büroflächen in

Noch werden Büroflächen in Schweizer Wirtschaftszentren nachgefragt

Trotz Coronakrise und einem stärkeren Trend hin zur Arbeit im Home Office, gibt es in Schweizer Wirtschaftszentren nach wie vor eine Nachfrage nach Büroflächen. Vor allem neu gegründete und wachsende Firmen suchen weiterhin nach freien Büroräumen, wie eine Umfrage zeigt. Der Wohnungsmarkt wurde von der Krise derweil kaum tangiert.

27.08.2020 19:51

Die Verunsicherung nach dem jähen Corona-Ausbruch und dem durch den Lockdown ausgelösten Konjunktureinbruch sei am Immobilienmarkt nach wie vor gross, schreibt die zur Migros Bank gehörende CSL Immobilien am Donnerstagabend. Immerhin habe Corona den Immobilienmarkt bisher nur gestreift, die Zäsur sei geringer als befürchtet ausgefallen.

CSL hat die "Sommerumfrage 2020" bei rund 300 Marktakteuren in Zürich, Genf, Basel, Bern und Lausanne durchgeführt. In den für den Büromarkt wichtigen Wirtschaftsräumen Zürich und Basel sank zwar die Nachfrage, doch sei der Rückgang bislang weniger ausgeprägt als dies nach der Finanzkrise von 2008 gewesen sei.

Auch in Bern seien neue und wachsende Firmen ein Lichtblick am Büromarkt, dagegen spiele diese Zusatznachfrage in der Romandie kaum eine Rolle, heisst es weiter.

Citylagen bleiben beliebt

In der Krise beliebt bleiben Citylagen: In allen fünf Wirtschaftszentren hätten die Marktakteure an den Toplagen der Städte eine weiterhin hohe Nachfrage nach Büroflächen beobachtet, so die Studie.

In Zürich galt dies für zwei Drittel der Befragten, in Basel gar für 89 Prozent und in Bern für 85 Prozent. Auch Lausannes City bleibe äusserst gefragt, während in Genf nur die Hälfte der Befragten die Nachfrage in der Zentrumslage positiv beurteilen.

Schwach entwickelt sich indes die Büronachfrage in den meisten Stadtquartieren und Agglomerationsgemeinden der betrachteten Wirtschaftsräume. Selbst an eigentlichen Top-Bürostandorten wie Zug habe die Nachfrage stark abgenommen.

Weiter an Beliebtheit gewinnen der Umfrage zufolge Co-Working-Angebote. In allen Städten ausser Zürich habe sich die Nachfrage nach dieser modernen Büroform beinahe verdoppelt. In Lausanne sind die Shared-Office-Betreiber sogar mit einem Drittel nun der wichtigste Nachfrager auf dem Büromarkt geworden.

In Zürich liegt dieser Anteil mit nur noch 5 Prozent klar tiefer als im Vorjahr. Allerdings habe sich dieser Markt in der Limmatstadt in den letzten Jahren etabliert, heisst es.

Preisanstieg bei Einfamilienhäusern

Wenig Bewegung macht CSL Immobilien im Wohnmarkt aus. Eigentlich sei gegenüber dem Vorjahr eine flächendeckende geografische Verschiebung der Nachfrage zugunsten von "mehr Grün" erwarten worden, doch sowohl im Eigentumssegment als auch im Mietwohnungsmarkt sei in allen fünf Regionen dahingehend kein genereller Trend erkennbar.

Hingegen seien die für das kommende Jahr erwarteten Kaufpreise für Einfamilienhäuser deutlich stärker angestiegen als für Stockwerkeigentum. Bei den prognostizierten Mietpreisen bleibe der Trend bei leicht steigenden Mieten in den Zentren und weiterhin sinkenden Mietzinsen in den ländlichen Gebieten, schreibt CSL weiter.

mk/

(AWP)

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Bei dieser Aktien-Strategie

Bei dieser Aktien-Strategie sind Börsenturbulenzen (fast) egal

Die Aktienmärkte sind im Extrem-Modus. Wem dieser Parforceritt zu waghalsig ist, aber nicht aufs Anlegen verzichten will, legt gestaffelt an. Eine Anleitung, wie man mit Aktien ruhig schlafen kann.

06.09.2020 19:11

Von Marc Forster

Salomé hat 30'000 Franken, die Sie in Aktien anlegen will. Die 35-jährige KV-Angestellte ist keine Börsenspezialistin, aber sie weiss: Mit Aktien wird sich längerfristig mehr Rendite erzielen als mit dem Sparkonto. Wie die Genfer Privatbank Pictet ausgerechnet hat, brachten Aktien 2010 bis 2019 nominal einen Wertzuwachs von 8,7 Prozent pro Jahr (siehe auch Tabelle). Bei der Bank sind die Zinsen hingegen quasi bei Null. Und dies dürfte noch lange so bleiben. 

Doch Salomé hat vergangene Woche die Börsenberichte gelesen und ist nun verunsichert. Nach stark steigenden Kursen ist es zu Korrekturen gekommen. Vor allem die amerikanischen Börsen, so könnte man fast meinen, spielen verrückt. Anlageexperten schreiben, dass die Kurse bald einbrechen würden: Der Markt sei überhitzt. Alle möglichen Warnsignale werden ausgemacht. Andere Experten wiederum raten, jetzt erst recht zu investieren - es habe ja noch Luft nach oben, die Gelegenheit sei super. 

 

Mohammed El-Erian warnt - "Endlose" Aktien-Rally - Laufen Privatanleger in eine Falle? https://t.co/RCw0FZvgTd pic.twitter.com/ffnxR4QE8g

— cash (@cashch) September 2, 2020

 

Es stimmt natürlich: Wer diese Turbulenzen "spielen" kann, hat im Moment eine grossartige Zeit an der Börse. Doch Neu-Anlegerin Salomé gehört zu den vorsichtigen Menschen und überlegt: Wenn sie jetzt 30'000 investiert, könnten ihre Aktien bald deutlich weniger wert sein. Dieses Risiko will sie nicht eingehen, denn 30'000 Franken sind für sie als Normalverdienerin eine gehörige Summe Geld. Doch es gibt einen Rat für sie, nämlich gestaffeltes Anlegen. 

Rät man Salomé also, fixe "Portionen" ihres Anlagevermögens zu festgelegten Daten jeden Monat, einmal im Quartal oder halbjährlich anzulegen, wird bei ihrem Vermögensaufbau über die Zeit der genannten Durchschnittskosten-Effekt oder Average Cost Effect zum Tragen kommen.

«Average Cost Effect»

Stehen die Aktienkurse einmal tief, werden mit dem immer selben Betrag automatisch mehr "Teile" gekauft, sind die Kurse hingegen im Hoch, sind es weniger. So entsteht über die Zeit ein durchschnittlicher Kaufpreis. Je länger und je häufiger einbezahlt wird, desto weniger stark beeinflusst ein einzelner Kauf die Entwicklung des Investments insgesamt. Dies wirkt grundsätzlich günstig für die Wertentwicklung.

Gestaffeltes Anlegen missachtet bewusst die Strategie des "Market Timings". Auf die Idee, einen "richtigen" Zeitpunkt für Zu- und Verkäufe am Aktienmarkt zu finden, kommt man gar nicht erst. Den Markt zu "timen" ist eine umstrittene Methode: Manche schwören drauf, besonders dann, wenn sie den richtigen Zeitpunkt selbst einmal erwischt haben. Andere sagen, dass so etwas gar nicht seriös möglich sei.

Tatsache ist auch: Auf das Streben nach maximaler Rendite verzichtet Neu-Anlegerin Salomé von Vornherein. Hätte sie Anfang 2020 ihre 30'000 Franken komplett in Aktien des Onlinehandels- und Technologieunternehmens Amazon gesteckt, wären daraus in der Zwischenzeit fast 55'000 Franken geworden. Dies aber auch nur, wenn sie über den schweren Markteinbruch mit der Coronavirus-Krise im Februar und März die Nerven nicht verloren und ihre Aktien behalten hätte. Und gute Nerven zu haben braucht Erfahrung: Solch aktives Trading ist etwas für Profis und versierte Privatanleger.

Überrissene Erwartungen sind fehl am Platz

Beim gestaffelten Anlegen geht es darum, am Aktienmarkt teilzunehmen und dennoch ruhig schlafen zu können. Mit Disziplin wird langfristiges Aktiensparen betrieben. Die Idee ist, bei regelmässigen Einzahlungen langfristig von einem steigenden Aktienmarkt zu profitieren. Doch Vorsicht: So etwas wie "garantierte" Renditen gibt es auch dank des gestaffelten Anlegens und des Durchschittskosten-Effekts nicht. In diesem Punkt sind die Marketing-Versprechungen, beispielsweise für Fondssparpläne, manchmal schönfärberisch oder gar irreführend.

Aber als Anleger muss man so oder so kritisch sein. Weil nichts im Leben per se einfach ist, und nichts im Leben nicht auch irgendwo einen Haken hat, müssen auch beim gestaffelten Anlegen die Nachteile im Blick gehalten werden. Diese zeigen sich etwa bei den höheren Kosten. Einzel-Einzahlungen bringen zunächst jedes Mal Transaktionskosten mit sich.

Deswegen müssen Fondssparpläne kritisch auf Kosten untersucht werden. Aktiv gemanagte Fonds sind für Kleinanleger oft sehr teuer und die Kosten fressen einen Teil der Rendite weg. Günstiger sind so genannte Exchange Traded Funds (ETF), die einen Aktien-, Branchen- oder Themenindex nachbilden und bei denen keine teure Fondsverwaltung nötig ist. Wer beispielsweise gestaffelt in einen Robo Advisor investiert, muss nur überweisen – der ganze Rest läuft computerisiert.

Ein Mittel der Diversifikation

Auch beim Säule-3a-Vorsorgesparen mit Wertschriftenkonto wird gestaffelt angelegt – gezwungenermassen, weil die Einzahlungen pro Jahr auf maximal 6828 Franken limitiert sind. Diese Form des Sparens setzt genauso auf den langfristig entrichteten, regelmässigen Sparbeitrag. Und auch bei Robo Advisors und 3a-Fonds- oder Wertschriftenkonten ist es natürlich entscheidend wichtig, die Kosten im Auge zu behalten.

Wer gestaffelt anlegt, diversifiziert sein Investment gewissermassen über die Zeitachse. Daneben ist natürlich auch die Diversifikation der ausgewählten Aktien wichtig: Ein Mix aus Aktien verschiedener Unternehmen und Branchen macht die Anlage stabiler. Wählt man Aktien sowohl mit geringen und auch stärken Kursausschlägen aus, reduzieren sich Anlagerisiken aller Erfahrung nach.

Vergleich Aktien- und Obligationenperformance, annualisiert (Auswahl)

Zeitraum Performance
Aktien (nominal)
Performance
Obligationen (nominal)
Mehr-Performance
Aktien (nominal)
2018-2019 9,52 Prozent 1,82 Prozent 7,70 Prozent
2015-2019 7,8 Prozent 1,46 Prozent 6,35 Prozent
2010-2019 8,65 Prozent 2,56 Prozent 6,09 Prozent
2000-2019 4,83 Prozent 3,26 Prozent 1,57 Prozent
1980-2019 9,04 Prozent 4,14 Prozent 4,90 Prozent
1926-2019 7,87 Prozent 4,26 Prozent 3,60 Prozent

Daten: Pictet & Cie, Dezember 2019

Und wer es ganz richtig machen will: Bei gestaffeltem, diversifiziertem Anlegen müssen die Anlagen nach Kursveränderungen auch regelmässig neu "justiert" werden. Dies geschieht in der Form eines Rebalancings – was es damit auf sich hat, erklärt cash.ch hier. Also: Wer sich für einen langfristigen Aktienplan interessiert, muss sich beim Anbieter also auch nach dem Rebalancing erkundigen.

Salomé muss also nicht auf Aktien verzichten. Sie muss auch jetzt, wo sich die Aktienmärkte in einer verunsichernden Fieberkurve bewegen, nicht auf einen besseren Zeitpunkt für den Einstieg warten. Alles, was es braucht, ist die Disziplin einer langfristigen, diversifizierten Anlage - auch wenn anderen Anlagemethoden mehr Rendite ermöglichen, wird auch das gestaffelte Anlegen Salomé aller Erfahrung nach über die Jahre einen ansehnlichen Vermögenszuwachs bescheren. 

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Jetzt in diese Schweizer

Jetzt in diese Schweizer Nachzügler-Aktien investieren?

Der Schweizer Aktienmarkt hat die Verluste aus dem Corona-Schock grösstenteils aufgeholt. Doch einige Titel hinken der Erholung teils klar hinterher. cash zeigt fünf «Nachzügler» und sagt, ob sich ein Einstieg lohnt.

Aktualisiert um 06:00

Von Henning Hölder

Wer Mitte März prognostiziert hätte, dass der Swiss Performance Index (SPI) nur wenige Monate später wieder fast auf Vorjahresniveau notieren würde, dem hätte man wohl für verrückt erklärt – oder ihm mitunter die Expertise abgesprochen. Damals war der Schweizer Aktienmarkt an seinem Corona-Tiefpunkt angelangt, die Unsicherheit gross und die Aussichten wenig hoffnungsvoll.

Doch der Markt erholte sich überraschend schnell. Nachdem zu Beginn der Erholungsrally insbesondere Kleinanleger die Kurse nach oben trieben, sahen sich zuletzt die institutionellen Investoren gezwungen, nachzuziehen. Das stützte die Kurse weiter. cash wirft einen Blick auf fünf Aktien, welche die Erholung noch nicht gänzlich mitgemacht haben – und zeigt, ob sich ein Einstieg jetzt lohnt.

Autoneum: Wette auf Erholung der Autobranche

Die vor einigen Wochen publizierten Halbjahreszahlen von Autoneum waren wenig überraschend. Die Coronakrise hat den Autozulieferer noch tiefer in die roten Zahlen gedrückt. Im ersten Semester steht ein Verlust von knapp 55 Millionen Franken, gegenüber 6 Millionen in der Vorjahresperiode. Die Talfahrt der Autoindustrie, die durch Corona weiter akzentuiert wurde, traf Autoneum mit voller Wucht.

Trotzdem befindet sich die Aktie seit dem Corona-Tiefpunkt in einer stetigen Aufwärtsbewegung. Der weltweite Automarkt kommt so langsam wieder auf Touren. Vor allem in China, wo Autoneum 1800 Mitarbeiter beschäftigt und sieben Produktionsstandorte betreibt, ist die Nachfrage überraschend rasch wieder gestiegen.

Zudem machen operative Verbesserungen des Zulieferers Hoffnung auf weitere Profitabilitätssteigerungen. Dazu gehören laufende Kostensenkungen sowie der bisher planmässig verlaufende Turnaround im Nordamerikageschäft. Zudem verfügt das Unternehmen über einen äusserst soliden Cashflow, der zuletzt deutlich gesteigert werden konnte.

Autoneum ist gut aufgestellt für eine weitere Erholung am Automarkt und bringt gleichzeitig bei einer möglichen Verlängerung der Schwächephase in der Branche viel Atem mit. Wer auf eine weitere Erholung der Autobranche setzen will, ist mit Autoneum gut bedient.

Valora: Stark unterbewertet

Auch für den führenden Schweizer Convenience-Food-Anbieter Valora war Corona ein harter Schlag. Mit rund 2100 kleinflächigen Verkaufsstellen ist man insbesondere an Hochfrequenzlagen wie etwa Bahnhöfen vertreten. Die Läden mussten zeitweise komplett schliessen und leiden bis heute unter dem geringeren Verkehrsaufkommen. Folgedessen sackte der Umsatz im ersten Semester um 20 Prozent ab.

Die Aktie ging entsprechend auf Talfahrt. Noch immer notiert der Kurs rund 40 Prozent unter dem Vorkrisenniveau. Doch zuletzt ist eine vorsichtige, aber stetige Aufwärtsbewegung zu beobachten. Seit Anfang August hat sie ohne grosse Rücksetzer rund 14 Prozent zulegen können.

Entwicklung der Valora-Aktie in den letzten zwölf Monaten, Quelle: cash.ch.

Für Analysten der St. Galler Kantonalbank ist die Reise noch nicht zu Ende. Sie sehen die vorsichtige Normalisierung der Pendlerströme sowie die Folgen der von Valora eingeleiteten Kostenmassnahmen auf die Gewinnentwicklung vom Markt noch weitgehend unterschätzt. Wer nach der Corona-Erholungs-Rally noch auf der Suche nach unterbewerteten Titeln ist, könnte bei Valora fündig werden.

Novartis: Im Schatten von Roche

Während Konkurrent Roche an der Börse lange als Corona-Gewinner gefeiert wurde, kommt die Novartis-Aktie seit dem Corona-Tief nicht so richtig in Fahrt. Erstens konnte Novartis anders als Roche mit keinem Testkit oder gar Mittel in der Corona-Krise glänzen und dadurch Kursphantasien anregen. Zweitens lasten Sorgen über zukünftige Einbussen wegen des Ablaufs von Patenten auf den Kurs. Und drittens nagen Compliance-Altlasten, sprich die Begleichung von Bussen, am Image des Konzerns.

Im Gegensatz zu Roche sind die Anleger bei Novartis noch nicht vollends überzeugt, dass der Pharmariese die wegbrechenden Umsätze mit neuen Produkten kompensieren kann, obwohl Novartis in diesem Jahr mehr gewachsen ist als Roche. Der Markt preist zuletzt eher eine Übergangsphase mit stagnierendem Umsatz ein. Der schwächelnde Aktienkurs könnte aber auch eine Chance für Anleger sein. In den Augen von Morgan Stanley wurde die Aktie zu hart abgestraft, was sich laut der US-Bank spätestens im Jahr 2021 ändern dürfte.

Laut den Analysten könnte 2021 ein Belohnungsjahr für Novartis werden. Bisher noch in den Pipelines versteckte Werte sowie vielversprechende Chancen des Konzerns bei Forschung und Entwicklung seien in der Bewertung der Aktie bislang nicht enthalten. Insbesondere die Wachstumsstory der Generikasparte Sandoz sei vom Markt noch völlig unberücksichtigt. 

Entwicklung der Aktien von Novartis (grün) und Roche (rot) in den letzte zwölf Monaten (angeglichen), Quelle: cash.ch.

Lafarge-Holcim: Profitabilität steigt 

Lafarge-Holcim galt Anfang Jahr bei manchem Marktbeobachter als heisser Kandidat für die Durchstarter-Aktie 2020. Die Corona-Krise machte dem Zementkonzern aber erstmals einen fetten Strich durch die Rechnung. Allerdings zeigte sich, dass der Konzern weit besser durch die Krise kam, als befürchtet. Bereits im Juni habe sich die Nachfrage wieder voll erholt, wie das Unternehmen jüngst mitteilte. Entsprechend zuversichtlich ist der Ausblick. Der Konzern sieht eine schnelle Erholung und rechnet mit einem soliden zweiten Semester.

Viel Hoffnung steckt auch nach wie vor in CEO Jan Jenisch, der seit seinem Antritt vor drei Jahren die Prozesse innerhalb von Lafarge-Holcim komplett auf links gedreht hat: Mehr Kompetenz an die Ländermanager, Verkauf von unrentablen Gesellschaften sowie massive Kostensenkungen führten zu einer enormen Steigerung der Profitabilität. Vielerorts angekündigte Konjunkturprogramme dürften der Baubranche und damit auch Lafarge-Holcim weiter Auftrieb geben. Die ZKB sieht einen fairen Wert der Aktie von rund 52 Franken (derzeit: 42 Franken). Lafarage-Holcim bleibe eine attraktive Anlage innerhalb des globalen Zementsektors.

Swiss Re: Hart getroffen

Die Corona-Krise traf auch die Versicherungsbranche mit voller Härte. Schliesslich müssen Versicherer für Teile der wirtschaftlichen Schäden aufkommen. Swiss Re kam dabei besonders unter die Räder. Der Rückversicherer ist mit einem Jahresminus von 31 Prozent der schlechteste SMI-Performer 2020. Die Aktie kostete Ende Februar 117 Franken, heute sind es 75 Franken.

Die grossen Problemsparten des Konzerns sind die Industrieversicherung und Policenabwicklung, die sich als wahre Bremsklötze erweisen. Zudem lastet Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Corona-Krise auf den Aktienkurs. Denn das wahre Ausmasses des Corona-Gesamtschadens ist noch längst nicht bekannt. Als Rückversicherer ist Swiss Re weitaus stärker von der Krise betroffen als Erstversicherer. Generell weist das Rückversicherungsgeschäft ein erhöhtes Schadenpotenzial auf.

Swiss Re weisst eine starke Bilanz auf mit deutlichem Überschusskapital. Zudem herrscht eine solide Marktnachfrage nach grossen massgeschneiderten Rückversicherungstransaktionen, wie sie der Konzern bieten kann. Dennoch überwiegend derzeit die Risiken durch Covid-19 und der anstehenden Hurrikane-Saison. Anleger sollten weiter abwarten.

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Schweizer Haushalte ächzen

Schweizer Haushalte ächzen unter den Krankenkassenprämien

Die Kurzarbeit in zahlreichen Unternehmen und die steigende Arbeitslosigkeit schmälern das Einkommen vieler Schweizer Haushalte spürbar. Das schlägt auf die ohnehin schon hohe Belastung der Haushalte durch die Krankenkassenprämien durch.

08.09.2020 06:31

Weil viele Haushalte wegen der Corona-Pandemie weniger Geld haben, führt bereits eine Erhöhung der Krankenkassenprämien um 1 Prozent im nächsten Jahr zu einer massiven Mehrbelastung, wie der Online-Vergleichsdienst Comparis am Dienstag bekanntgab.

Im Schnitt entfallen 6,2 Prozent der Haushaltsausgaben laut einer Budgeterhebung des Bundes auf die Krankenkassenprämien. Bei einer Lohnreduktion von 20 bis 30 Prozent steigt die Prämienbelastung im ungünstigsten Fall auf bis zu 16 Prozent des Bruttoeinkommens.

Prämienbelastung der Erwachsenen

Untersucht hat Comparis dabei die Prämienbelastung für Erwachsene ohne Unfalldeckung mit dem am weitesten verbreiteten Hausarztmodell und der Minimalfranchise in Zürich, Bern, Bellinzona und Genf bei einem Median-Bruttolohn von 6538 Franken pro Monat.

Im Schnitt beträgt demnach die Belastung durch die Grundversicherung in den Städten Zürich, Bern und Bellinzona 7 Prozent des Einkommens. In Genf sind es 8 Prozent. Bei Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit steigt die Belastung jeweils um 2 Prozent.

Arbeitslose mit einer Lohneinbusse von 30 Prozent müssten gar plötzlich 16 Prozent ihres Einkommens für Krankenkassenprämien aufwenden. Die Bandbreite zwischen dem jeweils günstigsten und teuersten Anbieter pro Region sei jedoch gross.

Versicherer dürften Anstieg bremsen

Der Comparis-Krankenkassenexperte Felix Schneuwly erwartet basierend auf einer KOF-Prognose, dass die Gesundheitskosten im laufenden Jahr um 3,3 Prozent zunehmen. Tatsächlich dürfte der Anstieg der Krankenkassenprämien mit 1 Prozent aber deutlich geringer ausfallen.

Aufgrund der wirtschaftlichen Rezession dürften die Versicherer einen Teil ihrer Reserven abbauen und so den Prämienanstieg dämpfen, so Schneuwly. Der Bundesrat wird Ende September die Prämien in der Grundversicherung für das kommende Jahr bekanntgeben.

(AWP)

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Nationalrat gegen

Nationalrat gegen Konkurrenzvorteile für öffentliche Unternehmen

Der Nationalrat will verhindern, dass Unternehmen, an welchen die öffentliche Hand beteiligt ist, einen Vorteil gegenüber ihrer Konkurrenz haben. Er hat am Montag eine parlamentarische Initiative mit dieser Stossrichtung angenommen.

07.09.2020 21:58

Der Entscheid fiel mit 116 zu 65 Stimmen. Die Initiative stammt von Peter Schilliger (FDP/LU). Er will verhindern, dass Monopolunternehmen, zum Beispiel aus der Strombranche, sich mit Kundeninformationen aus dem Monopolbereich einen Marktvorteil in einem Nichtmonopolbereich verschaffen.

Im Visier hat Schilliger auch implizite Staatsgarantien, weil dadurch die Kapitalbeschaffung günstiger wird. Der Wettbewerb sei nicht das Problem, sagte er. KMU seien jedoch mit ungleich langen Spiessen konfrontiert. Er brauche eine klare Trennung zwischen der Tätigkeit im Monopolbereich und jener im privatwirtschaftlichen Bereich, erklärte auch Kommissionssprecher Jürg Grossen (GLP/BE).

Die Linke lehnte die Initiative ab. Es sei unklar, welche Unternehmen gemeint seien, sagte Jacqueline Badran (SP/ZH). Ausserdem seien es die heutigen Kritiker gewesen, die die Staatsunternehmen in den 1990er-Jahren auf den freien Markt geschickt hätten. Badran ortete auch eine mangelnde Verfassungsgrundlage sowie potenzielle Konflikte mit der Gemeindeautonomie.

Die Wirtschaftskommission des Ständerats hatte die Initiative abgelehnt. Diese geht nun an den Ständerat. Die Nationalratskommission kann nur dann eine Gesetzesänderung ausarbeiten, wenn beide Räte zustimmen.

mk

(AWP)

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SIX lanciert Fintech-Programm

SIX lanciert Fintech-Programm F10 in Spanien

Die Börsenbetreiberin SIX weitet ihr Technologie-Inkubationsprogramm F10 auf Spanien aus. Das FinTech-Inkubator und -Accelerator-Programm soll Zentren in Madrid und Barcelona und Aktivitäten in Bilbao und Valencia unterhalten und mit der zugekauften Bolsas y Mercados Españoles (BME) zusammenarbeiten, wie es in einer Mitteilung vom Dienstag heisst.

08.09.2020 08:30

Mit diesem Schritt werde das spanische FinTech-Ökosystem gestärkt, indem neue und innovative Kompetenzen nach Spanien gebracht würden. F10 sei auf der Suche nach weiteren lokalen Unternehmen und Investoren, die von seinem Ökosystem profitieren und am Programm teilnehmen wollen. Damit biete sich Banken und Versicherungen die Möglichkeit zur Zusammenarbeit mit Start-ups in den Bereichen FinTech, RegTech, InsurTech und DeepTech, wie es weiter heisst.

yr/rw

(AWP)

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«Rekordverdächtige» Zahl bei

«Rekordverdächtige» Zahl bei Verkäufen von Schweizer Aktienpaketen

Sika oder Softwareone: Warum gibt es in der Schweiz vermehrt Verkäufe von Aktienpaketen? Warum gibt es kaum IPOs und Aktiensplits? Andreas Neumann, Leiter Equity Capital Markets bei der ZKB, antwortet im cash-Interview.

https://www.cash.ch/news/top-news/boerse-rekordverdaechtige-zahl-bei-verkaeufen-von-schweizer-aktienpaketen-1615620

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Aktien-Kauf oder Flaschen im

Aktien-Kauf oder Flaschen im Keller? So lohnen sich Wein-Investments

In Niedrigzins-Phasen sind zunehmend alternative Investments gefragt. Wein-Anlagen bieten sich dank des innewohnenden Inflationsschutzes an: Das Angebot reicht von echten Weinflaschen bis hin zu Aktien.

10.09.2020 08:37

Von Manuel Boeck

Ungeachtet der Antwort auf die Frage, ob die jüngste Korrektur bei den Tech-Werten ein Abbild einer platzenden Aktienmarktblase ist oder nicht, sollte jeder Anleger sein Portfolio diversifizieren. Dafür bieten sich neben Aktien insbesondere inflationsgeschützte Vermögenswerte wie Immobilien, edle Weine, Briefmarken, Kunst oder Gold an.

Während Immobilien und Gold aber auch Kunst vielfach schon in den Vermögenswerten von Anlegern enthalten ist, gestaltet sich die Investition in edle Weine - wie etwa einem Pinot Noir aus dem Weingut Romanée-Conti - auf den ersten Blick schwierig. Fakt ist, dass namhafte Weine aus besonders guten Jahrgängen schnell ein kleines Vermögen kosten können.

Das Problem bei einer Investion in das berauschende Genussmittel besteht in den meisten Fällen - neben dem benötigten Fachwissen - darin, dass man für die Lagerung des edlen Tropfens eine Infrastruktur, sprich einen Weinkeller, benötigt. Letzteres ist vor allem für viele Stadtbewohner fast ein Ding der Unmöglichkeit.

Digitalisierung löst Infrastruktur-Problem

In Zeiten der Digitalisierung kann der Wein-Liebhaber beziehungsweise Wein-Anleger dieses Infrastruktur-Problem jedoch einfach umgehen. Hierfür bieten Online-Plattformen wie etwa Vinovest die Möglichkeit, einfach und mit wenig Aufwand in Weine zu investieren.

Gegenüber einer jährlichen Gebühr von 2,85 Prozent auf die Investitionssumme lagert Vinovest die über das Portal erworbenen Weine ein und hilft diese dann – falls kein Eigenbedarf besteht - später zu veräussern. Der Clou dabei: Man kann wie bei einer Aktie die Wertentwicklung der erworbenen Weine verfolgen. Vinovest recherchiert und hinterlegt die aktuellen Preise.

Zins in Naturalien

Eine andere Möglichkeit ist, direkt in die Weinherstellung zu investieren. Die  französische Crowdfunding-Plattform Winefunding eröffnet den Anlegern diese Möglichkeit. Dabei bieten sich drei Optionen an: Erstens besteht die Möglichkeit für eine Kapitalbeteiligung an einem Weingut. Dabei wird man Anteilseigner und erhält einen Rabatt auf die Weine des Weingutes. 

Zweitens gibt es sogennante Weinbonds, der Zins wird in physischer Natur ausbezahlt. Die dritte Möglichkeit ist eine Art "Wein-Future", wo der Investor Geld für ein spezifisches Projekt bereitstellt – und das Investment über mehrere Jahre hinweg in Form von Wein zurückgezahlt bekommt.

Doch bei beiden Angeboten spielt die Auswahl vom einzelnen Objekt eine entscheidende Rolle bei der Wertentwicklung. Das heisst: Es sind zwar grosse Wertsteigerungen möglich, doch ein entsprechendes Fachwissen ist schlussendlich vorausgesetzt.

Wein-Aktien - Mehr als eine Spielerei

Wer lieber über die Börse in den Inflationsschutz "Wein" investieren möchte, für den gibt es immer noch die Möglichkeit, in Wein-Aktien zu investieren. Dabei sind vor allem Titel interessant, die wirklich einen substanziellen Teil ihres Umsatzes mit dem Genussmittel Wein machen.

Der grösste börsenkotierte Weinproduzent ist Constellation Brands aus den USA. Der Weinverkauf macht gut 30 Prozent des Gesamtumsatzes von mehr als 8 Milliarden Dollar (2019) aus. Die Constellation-Aktien haben die starken Frühjahresverluste aufgeholt und stehen seit Jahresbeginn knapp 1 Prozent im Plus bei 191,52 Dollar.

Performance der Constellation-Aktien seit Jahresbeginn (Quelle: cash.ch).

Weinliebhabern ist vermutlich der Name "Robert Mondavi" von Constellation geläufig. Doch auch andere bekannte Marken wie "Kim Crawford" gehören zum Sortiment. Und Constellation Brands wagt sich auch in neue Gefilde vor: Das Unternehmen hat vier Milliarden Dollar in den Cannabisproduzenten Canopy Growth investiert – an Mut zum Wachstum fehlt es dem Management also nicht.

Ebenfalls gross und stark im Weingeschäft ist das amerikanische Unternehmen Brown-Foreman. Im letzten Jahr vermochte das Unternehmen mit einer Gewinnspanne von 25 Prozent aufzuwarten. Mit einer solchen Ausgangslage erstaunt es nicht, dass die Aktie dieses Jahr schon 16 Prozent im Plus steht.

Treasury Wine Estates: Trendumkehr nicht in Sicht

Eine etablierte Grösse im Weingeschäft ist der australische Getränkekonzern Treasury Wine Estates. Das Unternehmen ist im Traubenanbau und deren Beschaffung tätig. Das Weinportfolio umfasst sowohl Massen- als auch Luxusmarken. Das bekannteste Label ist Penfolds mit dem Kultwein Grange.

Die Corona-Krise hat dem australischen Wein-Unternehmen arg zugesetzt. Der Reingewinn im Fiskaljahr 2020 (endete im Juni) war um 25 Prozent tiefer als in der Vorjahresperiode. Dementsprechend brach die Aktie in diesem Jahr mit einem Minus 44,1 Prozent geradezu ein – und eine kurzfristige Trendumkehr ist trotz guter Analystenbewertung nicht in Sicht. Die von Bloomberg befragten Analysten sehen einen durchschnittliches Kursziel von 12,7 Australischer Dollar - plus 40 Prozent gegenüber dem aktuellen Preis.

Performance der Treasury-Aktien innerhalb eines Jahres (Quelle: cash.ch).

Die europäische Alternative

Das französische Pernod Ricard ist hauptsächlich wegen zwei Produkten bekannt: Pernod Anise und Ricard Pastis. Zusätzlich verkauft das Unternehmen aber auch Premium-Weine. Beim Spirituosenhersteller hat die Corona-Krise im Ende Juni abgelaufenen Geschäftsjahr weniger Schaden hinterlassen als zunächst befürchet. Trotzdem brach der Umsatz zwischen April und Juni  gegenüber der Vorjahresperiode um mehr als ein Drittel ein.

Der Aktienkurs des Unternehmens hat sich von seinem Märztief bis anhin noch nicht wirklich erholt und steht noch immer 10 Prozent tiefer als zu Jahresbeginn. Die Ratings von den Bloomberg befragten Analysten sind bei neun "Buy", vierzehn "Hold" und einem "Sell". Das duchschnittliche Kursziel beträgt 147,8 Euro, was einem Aufwärtspotenzial von 3,4 Prozent entspricht. 

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