CH-relevante Börsenthemen Jahr 2020

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Warren Buffett: «Aktien sind

Warren Buffett: «Aktien sind trotz Corona langfristig lukrativ»

Der US-Starinvestor Warren Buffett hält Aktien trotz der jüngsten Kursturbulenzen weiterhin für lukrativ.

24.02.2020 15:06

Der Ausbruch des Coronavirus sei "erschreckend", sagte Buffett am Montag im Sender CNBC. "Es sollte aber nicht das beeinflussen, was man am Aktienmarkt macht." Er selbst werde trotz der derzeitigen Epidemie keine Aktien verkaufen.

Der Ausbruch der Lungenkrankheit in Italien und in anderen Ländern ausserhalb Chinas hatte am Montag einen Ausverkauf an den Aktienmärkten ausgelöst, binnen weniger Stunden brach die Marktkapitalisierung in Europa um Hunderte Milliarden Dollar ein.

Investoren könnten aber die langfristige Entwicklung am Markt nicht aus den täglichen Schlagzeilen ableiten, sagte Buffett. Seine Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway werde nach einem Kursrutsch "sicherlich eher bereit sein" zum Kauf von Aktien.

Der 89-Jährige verwies darauf, dass die US-Wirtschaft stark sei, wenn auch nicht mehr ganz so robust wie vor einem halben Jahr. "Wenn man sich die derzeitige Situation ansieht, bekommt man für sein Geld mehr am Aktienmarkt als am Rentenmarkt." 

(Reuters)

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Corona-Panik an den Märkten:

Corona-Panik an den Märkten: Was kommt noch auf Anleger zu?

Die Ausbreitung des Coronavirus in Europa hat einen bisher sehr optimistischen Aktienmarkt erschüttert. Bevor eine echte Gegenbewegung kommt und die Kurse wieder steigen, müssen die Märkte ein bestimmtes Signal erhalten.

25.02.2020 21:05

Von Marc Forster

Das Coronavirus bringt zumindest potentiell verheerende Folgen für die Finanzmärkte mit sich. Etwa wenn, wie UBS-Präsident Axel Weber bei Bloomberg prognostizierte, das globale Wachstum von 3,5 auf 0,5 Prozent absackt oder China wirtschaftlich schrumpfen wird. Oder, wenn in grossen Volkswirtschaften wegen Quarantäne ein Teil des öffentlichen Lebens längere Zeit stillsteht: Dies droht derzeit vor allem in Italien. Ausser Betrieb stehende Fabriken in China lassen zudem Sorgen um internationale Lieferketten aufkommen. 

Weil zur Zeit niemand weiss, wie lange es bis zu einer effektiven Eindämmung des Virus’ dauern wird, sind die Nerven angespannt. Die konjunkturellen Schäden sind nicht bezifferbar. Massiv gestiegene Ängste vor einer um sich greifenden Epidemie grösseren Ausmassen haben zum Wochenanfang die Aktienmärkte weltweit zu Boden gebracht, nachdem es in Italien und damit erstmals in der europäischen Bevölkerung zu ersten Coronavirus-Todesfällen gekommen war. 

Drei bis vier Prozent Kursrückgang an nur einem Tag, wie sie am Montag in der Schweiz, in Europa, an den US-Börsen und an den wichtigen Finanzplätzen in Asien verzeichnet wurden, ereignen sich nur alle paar Jahre. Im ganzen Jahr 2019 und auch in den ersten Wochen 2020 haben sich die Märkte ausserordentlich optimistisch gezeigt. Umso böser war das Erwachen: Der Kursverfall vom Montag und weitere Kursverluste am gestrigen Dienstag haben nun, beispielsweise im SMI, die Kursgewinne seit Anfang Jahr zunichte gemacht.

Immer noch wenig Aktien-Alternativen

Die Grundmeinung am Markt, dass Aktien dank Tiefzinsen und wegen einer gewissen Alternativlosigkeit weiter gut laufen werden, hält sich aber auch nach dem jüngsten Coronaschock. "Für Panik ist es noch zu früh", schreibt Laurent Denize, Co-Anlagechef des Vermögensverwalters Oddo BHF. Sein Hauptszenario sieht nur temporären Gegenwind für das weltweite Wirtschaftswachstum voraus. Er bleibt deswegen beim Rat, Aktien wie auch Unternehmensanleihen überzugewichten und bei Staatsanleihen eher vorsichtig zu sein. 

Christian Mueller-Glissman, Direktor für die Vermögenszuteilung bei Goldman Sachs, ruft "TINA" in Erinnerung - "There is no alternative". "Die Leute sind zu Aktien praktisch gezwungen", sagte Mueller-Glissman in einem Interview. Aber dies gilt zunächst vor Anleger mit langfristigem Horizont. Der Goldman-Sachs-Manager sieht auch aktuelle Risiken. So könnte das Coronavirus die Unternehmensgewinne drücken, vor allem dann, wenn Lieferketten weiter beeinträchtigt werden. Anleger müssten mit weiterer Volatilität in den nächsten Tagen und Wochen umgehen können.

Unsicherheit noch nicht beseitigt

Dies heisst auch: Der Zeitpunkt für gezielte Zukäufe muss sorgfältig abgewartet werden. Es war nur eine Frage der Zeit, bis am Dienstag der erste bestätigte Coronafall in der Schweiz gemeldet wurde. Auch aus anderen europäischen Ländern werden noch mehr Erkrankungen gemeldet werden. Weil dies nicht als Zeichen einer wirksamen Eindämmung der Krise gesehen werden kann, werden Aktienanleger an der Börse noch weitere Male mit Verkäufen reagieren.

Die nächsten Tage bleiben für Aktienanleger damit sehr unsicher. "Auch bei einer schnellen Gegenbewegung – falls es zu einer solchen kommt – bleibt die Volatilität hoch", sagt Fondsmanager Jan Widmer von der St. Galler Kantonalbank auf cash-Anfrage. Die Volatilität werde in den nächsten Wochen eher noch zunehmen. 

Lesen Sie auch: 

Virus-Angst: Fünf Gründe, die gegen Panikverkäufe sprechen

Kräftige Gegenbewegung oder bloss ein Strohfeuer?

Alle Augen richten sich auf die nächsten Schritte im Virusdrama. Wenn die Neuinfektionen schliesslich zurückgehen, wird die Risikobereitschaft an den Aktienmärkten auch wieder steigen. Eine effektive Bekämpfung der Virusausbreitung in westlichen Ländern würde die derzeit angespannte Lage schon einmal entschärfen.

Wichtig ist aber, dass auch China, wo die Krise ihren Anfang nahm, die Lage sichtbar in den Griff bekommt. Aktuell rechnen manche Beobachter davon, dass im Lauf des März und des April eine Gegenbewegung an den Aktienmärkten eintreten könnte. Die St. Galler Kantonalbank etwa rät Anlegern, die eingeschlagene Strategie beizubehalten. 

Tücken bei Anleiheninvestments

Anlagespezialisten bringen noch zwei weitere Punkte ins Spiel, die für Aktienanleger wichtig sind: Zinssenkungen der Notenbanken oder ein zeitweises Ausweichen auf Anleihen. Die Eskalation der Viruskrise diese Woche hat bereits zu Spekulationen geführt, dass die US-Notenbank Fed und die Europäische Zentralbank nun eher bereit seien, mit Zinssenkungen den konjunkturellen Folgen der Viruskrise entgegenzuwirken. 

Laut dem Fondshaus Bantleon erwarten die Marktteilnehmer in den USA dieses Jahr mehr als zwei Zinssenkungen, während in der Eurozone eine weitere Absenkung des Negativinses beim Einlagesatz von -0,5 auf -0,6 Prozent eingepreist ist. Bezüglich Anleihen rät etwa J.P. Morgan Asset Management für eine ausgewogenere Position zwischen Anleihen und Aktien, weil der Ausgang der Krise noch nicht abzusehen sei. 

Wegen des Coronavirus' sind Anleihenkurse in den vergangenen Tagen angestiegen. Dennoch könnten sich Anleihen nur temporär als Alternative erweisen. Die Eindämmung des Virus im weiteren Jahresverlauf würde dazu führen, dass Nachholeffekte die konjunkturelle Delle ausglätten, sagt Uwe Pyde, Leiter Portfolio Management Anleihen bei der Bantleon Bank. Die Folge: "Die aktuell eingepreiste geldpolitische Unterstützung sollte deshalb nicht erforderlich sein und zu Enttäuschungspotential am Euro- und US-Anleihenmarkt führen." All dies münde dann in steigenden Renditen beziehungsweise Kursverlusten bei den Obligationen.

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SIX beteiligt sich an Omniex

SIX beteiligt sich an Omniex im Bereich digitale Vermögenswerte

Die Börsenbetreiberin SIX geht eine Partnerschaft mit Omniex ein und beteiligt sich gleichzeitig an dem Softwareentwickler aus San Francisco.

26.02.2020 06:22

Omniex betreibt eine institutionelle Handelsplattform für digitale Vermögenswerte. Durch die neue Partnerschaft erhalte die SIX Zugang zu digitalen Börsen weltweit und zu so genannten OTC-Market-Makern, hiess es in einer Mitteilung vom Dienstagabend. So entstehe die Grundlage für neue Geschäftsmöglichkeiten: Die Zusammenarbeit ermögliche den Kunden der SIX einen standardisierten und sicheren Zugang zum Handel mit Kryptowährungen.

Über die Höhe der Beteiligung hätten die Parteien Stillschweigen vereinbart. Auch finanzielle Details werden keine genannt.

Die Plattform von Omniex startete 2018 den operativen Betrieb und wird den Angaben zufolge seither von Kunden genutzt. Mit "hochentwickelten" Algorithmen für digitale Vermögenswerte und Kryptowährungen biete die Plattform Konnektivität zu Börsen und OTC-Anbietern.

An der von der SIX geplanten digitalen Börse SDX sollen dereinst nicht nur Aktien, sondern auch tokenisierte Anteile an Gebäuden, Kunstwerken oder anderen - bisher illiquiden - Vermögenswerten gehandelt werden. Die "Blockchain-Börse" soll in diesem Jahr den Vollbetrieb aufnehmen.

(AWP)

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10 Years After

Ten Years After ist eine britische Bluesrock-Band..... vor 10 Jahren war auch der Flash-Crash

 

Stock Market Crash - Flash Crash May 6, 2010 https://www.youtube.com/watch?v=E1xqSZy9_4I

 

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So und nun kommt noch das

So und nun kommt noch das türkische Virus und droht und mit 10000senden Flüchtlingen. Für dieses türkische Virus gibt es aber einen Impfstoff, sagen wir mal sofort 5 Milliarden im April noch einmal 5 dann gibt das Virus einmal Ruhe bis im Mai. 

 

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Ex-Fed Ökonom erwartet

Ex-Fed Ökonom erwartet globale Zinssenkung am Mittwoch

Der ehemalige US-Notenbank-Insider und Top-Ökonom der US-Bankenlobby Bill Nelson hat nach dem dem Fall der globalen Aktienmärkte eine globale Zinssenkung der Zentralbanken vorausgesagt.

02.03.2020 07:04

In seinem Blog mit dem Titel "Sei auf der Hut!" schrieb Nelson, dass die fünf großen Zentralbanken der Welt und die Federal Reserve Bank (Fed) am Mittwoch eine koordinierte globale Zinssenkung bekanntgeben werden. Möglicherweise sei die Peoples Bank of China (PBOC) und die Hongkong Monetary Authority einbezogen, da die beiden Volkswirtschaften am stärksten unter dem Ausbruch des Coronavirus gelitten hätten.

Nelson prognostiziert eine Senkung des Leitzinses um einen halben Prozentpunkt. Der aktuelle Leitzins der Fed liegt bei 1,50-1,75 Prozent. Seiner Ansicht nach werde die Maßnahme diesen Mittwoch, den 4. März, noch vor Öffnung des US-Aktienmarktes um sieben oder acht Uhr morgens Eastern Time (1200 oder 1300 GMT) verkündet.

Nelson wies darauf hin, dass vorherige großen koordinierten Aktionen im Dezember 2007, Oktober 2008 und November 2011 alle an einem Mittwoch stattfanden. Die Entscheidung werde laut Nelson auch einen Leitfaden ("forward guidance") in Bezug auf künftige geldpolitische Maßnahmen enthalten. Der ehemalige Fed-Banker schlug vor, dass die Fed sich verpflichten solle, die Zinsen nicht anzuheben oder andere Maßnahmen zu ergreifen, bis die Inflationsrate für sechs Monate über dem von der Fed angepeilten Ziel von zwei Prozent liege.

Seine prognostizierte Zinssenkung schränkte Nelson jedoch ein: "Wenn die Märkte am Montag und Dienstag ruhig sind, bin ich mir nicht sicher, was passieren wird." Fed-Chef Jerome Powell hatte am Freitag geäußert, dass die Fed "angemessen" handeln würde, um die Wirtschaft angesichts des Coronavirus-Ausbruchs zu unterstützen.

(Reuters)

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Diese Strategien zur

Diese Strategien zur Geldvermehrung haben sich bewährt

Von «Buy and Hold» über den «Halloween-Effekt» bis zum «Hindenburg-Omen»: Vor allem die USA sind das Land der Anlegerstrategien für Börsianer. Einige davon erfordern eiserne Disziplin. Ein Überblick.

https://www.cash.ch/dauerbrenner/anlage-diese-strategien-zur-geldvermehrung-haben-sich-bewaehrt-1453596

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SNB zahlt für 2019 4

SNB zahlt für 2019 4 Milliarden Franken an Bund und Kantone

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) zahlt aufgrund ihrer hohen Reserven zusätzliches Geld an Bund und Kantone. Diese erhalten für das vergangene Jahr 2019 damit insgesamt 4 Milliarden Franken.

02.03.2020 07:57

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat mit dem Eidgenössischen Finanzdepartement (EFD) eine Zusatzvereinbarung über die Gewinnausschüttung der SNB unterzeichnet. Diese sieht eine Erhöhung der Ausschüttungen für die Geschäftsjahre 2019 und 2020 auf maximal 4 Milliarden Franken vor, sofern die Ausschüttungsreserve gewisse Schwellenwerte überschreitet, wie das EFD am Montag mitteilte.

Die laufende Vereinbarung aus dem Jahr 2016 sieht eine jährliche Ausschüttung von 1 Milliarde und eine Erhöhung auf 2 Milliarden Franken vor, falls die Ausschüttungsreserve nach Gewinnverwendung den Wert von 20 Milliarden überschreitet. Seit 2016 habe das Ertragspotenzial der SNB zugenommen und die Ausschüttungsreserve sei angewachsen, so das EFD. Für 2019 hat die SNB einen definitiven Reingewinn von 48,9 Milliarden Franken erzielt, wie sie ebenfalls am Montag mitteilte.

Zwei weitere Schwellenwerte

Darum hätten EFD und SNB eine zusätzliche Ausschüttung beschlossen. Die neue Vereinbarung definiert den Angaben zufolge dabei zwei zusätzliche Schwellenwerte: Überschreitet die Ausschüttungsreserve nach Gewinnverwendung den Wert von 30 Milliarden, so schüttet die SNB für das betreffende Geschäftsjahr zusätzlich 1 Milliarde an Bund und Kantone aus. Und überschreitet die Ausschüttungsreserve den Wert von 40 Milliarden, schüttet die SNB für das betreffende Geschäftsjahr zusätzlich 1 weitere Milliarden aus.

Mit einer Ausschüttungsreserve von rund 88 Milliarden sind für 2019 somit beide Voraussetzungen erfüllt. Der auszuschüttende Betrag geht zu einem Drittel an den Bund und zu zwei Dritteln an die Kantone. Nach diesen Auszahlungen wird die Ausschüttungsreserve somit noch 84,0 Milliarden Franken betragen.

uh/rw

(AWP)

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BIZ: Eine rasche Erholung

BIZ: Eine rasche Erholung «erscheint nun extrem unrealistisch»

Die Coronavirus-Epidemie wird nach Einschätzung der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) die Weltkonjunktur viel stärker ausbremsen als ursprünglich gedacht. Kreditversorgungsprobleme gibt es aber nicht.

01.03.2020 18:00

Die Erwartung, dass auf den Einbruch eine rasche Erholung folgen werde, "erscheint nun extrem unrealistisch", erklärte Claudio Borio, Leiter der Wirtschafts- und Währungsabteilung der BIZ, am Sonntag anlässlich der Vorlage des aktuellen Quartalsberichts. "Die Unsicherheit herrscht jetzt weltweit."

Die Nachrichten über das Virus und die Schritte der Behörden würden weiter die Kursentwicklung an den Finanzmärkten bestimmen, ergänzte Borio. Die in Basel ansässige BIZ gilt als Zentralbank der Notenbanken und ist eine wichtige Denkschmiede für die internationale Geldpolitik.

In China, wo das Coronavirus zuerst ausgebrochen war, hat die Epidemie die Wirtschaft bereits schwer getroffen. Jüngsten Daten zufolge brach die Industrie des Landes zuletzt so stark ein wie noch nie. Und auch weltweit bekommen immer mehr Firmen die Folgen zu spüren, da unterbrochene Lieferketten zu Produktionsausfällen führen. Noch vor Wochen hatten Investoren an den Börsen auf eine rasche Eindämmung des Virus gesetzt, und es wurden neue Höchststände erreicht. Inzwischen ist dort die Stimmung aber komplett umgeschlagen.

Trotz aller Börsenturbulenzen und Ängste hat sich Borio zufolge aber bislang die Kreditversorgung insgesamt als widerstandsfähig gezeigt. Dies sei auch den schärferen Bankenvorschriften zu verdanken, die seit der Finanzkrise 2008 eingeführt wurden. "Die regulatorischen Reformen nach der Krise, die das Ziel hatten, die Finanzinstitutionen zu stärken, tragen Früchte", unterstrich Borio. 

(Reuters)

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Zwei Verkaufsempfehlungen für

Zwei Verkaufsempfehlungen für SMI-Aktien mit Signalwirkung?

Die Credit Suisse stuft die Aktie von Adecco herunter, die US-Investmentbank Morgan Stanley jene Aktie von ABB. Laut Beobachtern könnten weitere Verkaufsempfehlungen folgen.

02.03.2020 08:18

Von Lorenz Burkhalter

Die Credit Suisse vollzieht bei Adecco eine Kehrtwende. Die Grossbank stuft die Aktie des Stellenvermittlers von "Outperform" auf "Underperform" herunter. Gleichzeitig streicht sie das Kursziel auf 48 (zuvor 65) Franken zusammen. Aus der im September bei Kursen um 52 Franken ausgesprochenen Kaufempfehlung wird damit eine Verkaufsempfehlung.

Doch nicht nur für die Aktie von Adecco trifft am frühen Montagmorgen eine Verkaufsempfehlung ein. Morgan Stanley stuft jene des schweizerisch-schwedischen Industriekonzerns ABB aus denselben Gründen von "Equal-weight" auf "Underweight" herunter. Als Kursziel nennt die US-Investmentbank neuerdings 19 (zuvor 24) Franken.

Sowohl der Stellenvermittler als auch der Industriekonzern sind in Zürich niedergelassen. Doch noch etwas Weiteres haben diese zwei Unternehmen gemeinsam: Bei beiden gilt das Tagesgeschäft als höchst konjunkturabhängig.

Da liegt es geradezu auf der Hand, dass der Coronavirus-Ausbruch und dessen wirtschaftliche Folgen zumindest vorübergehend Bremsspuren im Tagesgeschäft hinterlassen werden. Die Aktien von Adecco und ABB büssten deswegen alleine vergangene Woche rund 12 Prozent an Kurswert ein.

Weitere Herunterstufungen könnten folgen

Die Credit Suisse begründet ihre Verkaufsempfehlung für die Adecco-Aktie neben den Gefahren der zunehmenden Automatisierung denn auch mit dem kurzfristig deutlich herausfordernden Branchenumfeld. Und bei ABB warnt Morgan Stanley vor einer verhalteneren Auftragslage und damit verbunden vor einem Verfehlen der erst vor wenigen Wochen kommunizierten Jahresvorgaben.

Beobachtern zufolge könnte es nicht bei diesen beiden Verkaufsempfehlungen bleiben. Sie glauben vielmehr, dass über die nächsten Tage und Wochen weitere Herunterstufungen für konjunkturabhängige SMI-Aktien eintreffen werden. Denn die Gewinnerwartungen der Analysten für Unternehmen wie etwa die Luxusgüterkonzerne Swatch Group und Richemont oder die Bauzulieferer Sika und Geberit seien noch immer zu hoch angesetzt und bedürften einer Anpassung nach unten, so heisst es weiter. Deshalb sehen einige dieser Beobachter in den beiden Verkaufsempfehlungen vom frühen Montagmorgen erst den Beginn einer regelrechten Welle an Herunterstufungen.

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Preisüberwachung bearbeitete

Preisüberwachung bearbeitete letztes Jahr 1'679 Bürgermeldungen

Die Tarife im öffentlichen Verkehr und in der Telekommunikation sowie die Kosten im Gesundheitswesen bereiten den Konsumentinnen und Konsumenten am meisten Sorgen. Dies ergibt sich aus der Statistik 2019 der beim Preisüberwacher eingegangenen Konsumentenbeschwerden.

02.03.2020 12:00

Insgesamt bearbeitete die Preisüberwachung im vergangenen Jahr 1'679 Bürgermeldungen. Diese betrafen am häufigsten Tarife und Preise aus dem Bereich des Öffentlichen Verkehrs (19 Prozent), gefolgt von der Telekommunikation (13 Prozent) und dem Gesundheitswesen (11 Prozent). Entsprechend lagen hier auch Schwerpunkte der Tätigkeit des Preisüberwachers.

Bei den behördlich festgelegten Preisen und Tarifen sticht das kommunale Versorgungs- und Entsorgungswesen hervor. In diesem Bereich gab es eine neue Rekordzahl von behördlichen Tarifunterbreitungen und Empfehlungen des Preisüberwachers.

Der Preisüberwacher erzielte sieben neue einvernehmliche Lösungen. Von Behördenseite wurden 608 Tarifvorlagen zur Stellungnahme unterbreitet. In 224 Fällen gab er eine Empfehlung ab. Am meisten Empfehlungen (114) gab es zu den Abfall- sowie den Wasser-und Abwassergebühren.

mk

(AWP)

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PMI der Schweizer KMU bleibt

PMI der Schweizer KMU bleibt deutlich unter Wachstumsschwelle

Die Geschäftslage von kleinen und mittelgrossen Unternehmen (KMU) in der Schweiz hat sich im Februar gemäss KMU PMI nur marginal verbessert. Der entsprechende Einkaufsmanager-Index stieg im Februar zwar um 0,3 auf 45,3 Punkte, blieb damit jedoch den dritten Monat in Folge unter der Wachstumsschwelle von 50 Punkten.

02.03.2020 10:30

Dies lasse auf eine rückläufige Geschäftstätigkeit schliessen, teilte Raiffeisen, die den Index berechnet, am Montag mit. Die Bewertung des Auftragsbestandes ist mit 46,8 Punkten etwas weniger negativ ausgefallen als im Januar, der Rückgang der Produktion, der Beschäftigung und der Einkaufslager hat sich im Februar hingegen nochmals beschleunigt.

Einzig die Subkomponente zu den Lieferfristen stieg gemäss den Angaben noch an. Eine Zunahme der Lieferfristen deute normalerweise auf eine erhöhte Kundennachfrage hin. Im vorliegenden Fall sei der Anstieg der Subkomponente aber auf das Coronavirus und die vorübergehende Schliessung von chinesischen Zulieferern zurückzuführen, so die Ökonomen von Raiffeisen. Einige der befragten KMU würden von Engpässen bei aus China gelieferten Komponenten berichten, was den Warenversand an die Endkunden verzögere.

Der leichte Anstieg des KMU PMI liefere damit kein Argument für mehr Zuversicht. Das Umfeld für Schweizer KMU aus der Industrie bleibe bis auf weiteres angespannt, nicht zuletzt aufgrund des starken Frankens und des Ausbruchs des Coronavirus in Europa, heisst es.

Der Einkaufsmanager-Index für alle Betriebe, der von der CS berechnet wird und ebenfalls am Montag veröffentlicht wurde, zeigt ein ähnliches Bild: Der Februar-Wert für die Industrie stieg um 1,7 auf 49,5 Punkte, blieb damit aber ebenfalls weiter unter der Wachstumsschwelle.

uh/rw

(AWP)

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Einkaufsmanager-Index der

Einkaufsmanager-Index der Industrie im Februar leicht unter Wachstumsschwelle

Die Stimmung in der Schweizer Industrie hat sich im Februar zum Vormonat nicht gross verändert. Der entsprechende Einkaufsmanager-Index (PMI) legte zwar leicht zu, blieb damit aber weiter unter der Wachstumsschwelle. Die Umfrage fand allerdings zu einem guten Teil vor der Zuspitzung der Coronavirus-Krise statt.

02.03.2020 10:00

Konkret stieg der PMI Industrie im Berichtsmonat um 1,7 auf 49,5 Punkte, wie die Credit Suisse, die den Index zusammen mit dem Branchenverband Procure.ch. berechnet, am Montag mitteilte. Damit notiert er nunmehr auf dem höchsten Stand seit März 2019 und vergleichsweise wenig unterhalb der Wachstumsschwelle von 50 Punkten.

Positiv stimme, heisst es im Begleitkommentar, dass das Produktionsniveau im Vergleich zum Vormonat beinahe gehalten werden konnte und die Subkomponente "Beschäftigung" sogar über dieser notiere - Spiegelbild dafür, dass sich die Arbeitsmarktlage nicht eintrübe. Verhaltener präsentiere sich hingegen die Auftragslage: Mit nur 45,6 Zählern liege die Subkomponente "Auftragsbestand" deutlich unterhalb der Wachstumszone, was in Zukunft keine Produktionssteigerungen erwarten lasse.

Probleme in den Lieferketten

Der Anstieg der Lieferfristen - die entsprechende Subkomponente stieg im Februar um 8,1 auf 55,9 Punkte - sei im gegenwärtigen Umfeld ebenfalls kein gutes Zeichen, meinen die CS-Ökonomen. Normalerweise deuten längere Lieferfristen nämlich auf höhere Kapazitätsauslastungen hin, weshalb ein Subkomponentenanstieg (deutlich) positiv in den Gesamt-PMI-Index einfliesst.

Derzeit dürften die Lieferfristen aber nicht wegen Kapazitätsauslastung, sondern wegen Lieferunterbrüchen durch Massnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus länger werden. Offensichtlich gebe es erste Probleme in den Lieferketten.

Der Einfluss des Coronavirus auf die Umfrage könnte sich denn auch in Zukunft noch deutlich stärker manifestieren. Die Antworten zur Februar-Umfrage kamen laut Credit Suisse nämlich rund zur Hälfte zwischen dem 21 bis zum 23. Februar, die andere Hälfte vom 24 bis 25. Februar. Die Ausbreitung in Europa und damit die grosse Panik an den Aktienbörsen begann aber erst letzte Woche, d.h. ab dem 24. Februar.

Dienstleistungs-PMI gesunken

Etwas entgegengesetzt zum PMI Industrie lief die Entwicklung im Dienstleistungssektor. Dort sank der PMI zwar um deutliche 5,4 Punkte, liegt aber mit einem Stand von 51,9 Zählern nach wie vor in der Wachstumszone. Dies war seit November 2015 - mit Ausnahme vom Juli 2019 - immer der Fall.

Das Absinken im Berichtsmonat scheine vor allem eine Normalisierung nach dem aussergewöhnlich starken Indexanstieg im Vormonat zu sein, so die CS-Ökonomen. Insgesamt setze sich der zwar schwache, aber stetige Wachstumstrend im Dienstleistungssektor fort. Nach wie vor finde die Nachfrageschwäche jedenfalls in erster Linie im Industriesektor statt.

Der PMI und das KOF Konjunkturbarometer gelten als die beiden wichtigsten Frühindikatoren für die Schweizer Wirtschaft. Das KOF-Barometer signalisierte zuletzt eine Aufwärtsbewegung - die Hauptkomponente beruhte aber ebenfalls auf einer Umfrage, die vor dem Ausbruch des Coronavirus in Norditalien durchgeführt worden war.

uh/rw

(AWP)

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Diese Aktien profitieren von

Diese Aktien profitieren von der Coronavirus-Krise - aber taugen sie auch etwas?

Die Corona-Krise führte bei einigen Aktien zu regelrechten Höhenflügen. cash nimmt einzelne «Coron-Highflyer» unter die Lupe und zeigt, wo mehr hinter dem Hype steckt – und wo nicht.

02.03.2020 23:22

Von Henning Hölder

Gilead: Blockbuster-Hoffnung, operativ aber viel Sand im Getriebe

Als der stellvertretende WHO-Generaldirektor Bruce Aylward letzte Woche vor die Presse trat, hat er mit seinen Worten für leuchtende Augen bei den Aktionären von Gilead Sciences gesorgt . Seine Aussage, dass das Gilead-Medikament Remdesivir momentan das "einzige Mittel" sei, welches gegen das Coronavirus was anrichten könne, hat die Aktie des Pharmaunternehmens aus Kalifornien in Höhenflüge versetzt (cash berichtete). Innerhalb einer Woche stiegen die Titel um über 15 Prozent auf bis zu 74,70 Dollar. Auch am Montag legte die Aktie nun weitere 10 Prozent zu.

Damit ist die Aktie so viel Wert wie seit Oktober 2018. Remdesivir wurde ursprünglich gegen das Ebola- und Marburgvirus entwickelt. Allerdings: Der Corona-Wirkstoff ist nur ein kleiner Lichtblick in der ansonsten schwierigen Lage des Pharmaunternehmens. Bei Gilead ist operativ gesehen seit längerem Sand im Getriebe. Seit Jahren schwächelt etwa das Geschäft mit Hepatitis-C-Medikamenten. Auch die Übernahme des Konkurrenten Kite Pharma zahlt sich bislang noch nicht an.

Anleger sollten nicht blind auf den Corona-Zug aufspringen, sondern bedenken, dass der grosse Hype wohl erst einmal vorbei ist. Langfristig muss sich Gilead erst noch beweisen.

Novavax: Mehr als nur ein Corona-Hype

Bei Novavax sorgten Hoffnungen auf einen Impfstoff gegen das Virus für viel Kursphantasie bei Anlegern. Das Unternehmen verkündete, dass es derzeit sogenannte Nanopartikel-Impfstoffkandidaten an Tieren ausprobiere. Ende Frühjahr 2020 sollen Versuche am Menschen folgen. Der Kurs explodierte und schoss innerhalb einer Woche gar 100 Prozent in die Höhe.

Doch das Coronavirus ist derzeit nicht der einzige Kurstreiber der Aktie. Das Medikament Nanoflu, ein Kandidat für eine Grippeschutzimpfung, befindet sich in Phase III. Das Mittel hat in klinischen Studien den Impfstoff des Marktführers Sanofi immer wieder übertreffen können.

Novavax will die Phase-Drei-Ergebnisse bis Ende des Quartals veröffentlichen. In der Corona-Angst geht derzeit unter, dass die "normale" Influenza-Grippe laut WHO jährliche 650'000 Todesfälle fordert. Das Marktpotenzial für einen Impfstoff wird auf fünf Milliarden Dollar geschätzt. Sollte das Medikament für die kleine Novavax mit einer Marktkapitalisierung von 500 Millionen Dollar zum Erfolg werden, sind hier durchaus noch Kursgewinne drin – auch unabhängig vom Coronavirus.

Regeneron Pharmaceuticals: Profiteur von Novartis-Rückschlag

Letzte Woche wurde bekannt, dass die US-Regierung rund 2,5 Milliarden Dollar für die Erforschung und Entwicklung eines Impfstoffes bereitstellen möchte. Ein Unternehmen was davon direkt profitierte, ist Regeneron Pharmaceuticals. Die Biotech-Firma aus New York arbeitet eng mit dem US-Ministerium für Gesundheit zusammen. Das Ziel: Die Entwicklung einer Antikörperbehandlung gegen das Virus.

Das machte den Titel zuletzt zum Wochengewinner im S+P 500 (cash berichtete). Mit einem Plus von 10,3 Prozent setzte sich der Biotech-Titel mit Abstand an die Spitze des breiten US-Index. Doch auch bei Regeneron scheint der Kursanstieg nicht allein dem "Corona-Hype" zugrunde zu liegen. Die Aktie befand sich bereits vor der Aufregung um das China-Virus deutlich im Aufwind. Vor allem die Augenmedikamenten-Sparte gibt Anlegern Grund zur Hoffnung.

Das Medikament Eylea, welches zur Behandlung der feuchten altersbedingten Makuladegeneration (AMD) eingesetzt wird, beschert dem Konzern im vierten Quartal Milliardeneinnahmen und hat weiteres Blockbuster-Potenzial. Und: Konkurrent Novartis musste letzte Woche mit seinem Konkurrenz-Produkt Beovu einen herben Rückschlag einstecken. Das Medikament führte bei Patienten zu Nebenwirkungen, was derzeit überprüft wird (cash berichtete). Davon könnte Regeneron Pharmaceuticals weiter profitieren.

Alpha Pro Tech, Lakeland Industries & Drägerwerk: Atemschutzmasken - und sonst wenig

Die Corona-Krise macht derzeit auch viele Hersteller von Schutzbekleidungen zu grossen Gewinnern an den Börsen. Allerdings: Anders als bei Impfstoffen oder Medikamenten sind die Kursrücksetzer bei solchen Titeln relativ absehbar. Alpha Pro Tec hat die Produktion seiner Atemschutzmasken hochgefahren, um die steigende Nachfrage bedienen zu können. Der Aktienkurs des kanadischen Herstellers schoss im Februar zweitweise um sage und schreibe 400 Prozent in die Höhe.

Ähnliches gilt für Lakeland Industries. Der US-amerikanische Hersteller von Schutzkleidung verzeichnetet dank explodierender Nachfrage nach Schutzleidung im Februar Kurssteigerungen von bis 80 Prozent. Bei beiden Titeln handelt es sich allerdings um reine Zockeraktien. Fundamentale Gründe, warum es auch nach der Corona-Aufregung weiter nach oben gehen sollte, finden sich kaum. Die jüngsten Kursrücksetzer dürften darauf hindeuten, dass der Zug bereits abgefahren ist. Anleger sollten hier die Finger von lassen.

Ebenso vorsichtig sollten Anleger beim jüngsten Hype um Drägerwerk sein. Der deutsche Konzern für Medizin- und Sicherheitstechnik profitiert ebenfalls von der Nachfrage nach Atemschutzmasken. Der Kurs schoss seit letzter Woche bis zu 18 Prozent in die Höhe. Allerdings hatte das Unternehmen aus Lübeck zuvor einige Verkaufsempfehlungen kassiert. Der Aktien-Kurs korrigierte Mitte Februar auch innert weniger Tage um rund 12 Prozent.

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Schweizer Wirtschaft im

Schweizer Wirtschaft im vierten Quartal um 0,3 Prozent gewachsen

Das Wachstum der Schweizer Wirtschaft hat sich im vierten Quartal 2019 etwas verlangsamt. Die exportorientierte Industrie schwächte sich ab, während die Binnenwirtschaft das Wachstum stützte.

03.03.2020 08:27

Das reale Bruttoinlandprodukt (BIP) wuchs im vierten Quartal 2019 um 0,3 Prozent, dies nach (unrevidierten) 0,4 Prozent im Quartal davor. Im Vergleich zum Vorjahresquartal erreichte das BIP ein Wachstum von 1,5 Prozent nach 1,1 Prozent, wie das Staatsekretariat für Wirtschaft (Seco) am Dienstag mitteilte.

Die Wachstumsrate lag damit über den Erwartungen von Ökonomen. Die von AWP befragten Experten hatten das Wachstum zum Vorquartal bei 0,0 bis +0,2 Prozent und im Vorjahresvergleich bei +1,1 bis +1,4 Prozent gesehen.

Gemäss Seco stagnierte im Berichtsquartal die Wertschöpfung im verarbeitenden Gewerbe (-0,0 Prozent) nach vier Quartalen mit einem überdurchschnittlichen Wachstum. Das ungünstige internationale Umfeld laste weiterhin auf den konjunktursensitiven Branchen wie etwa der Maschinen- und Metallindustrie, deren Umsätze erneut zurückgingen.

Im Zuge der internationalen Entwicklung seien auch die konjunktursensitiveren Investitionen in Maschinen und in elektrische Ausrüstungen gesunken, so das Seco. Aufgrund der sehr volatilen Investitionen in Luftfahrzeuge habe bei den Ausrüstungsinvestitionen (+2,4 Prozent) dennoch ein Plus resultiert.

Die Bauinvestitionen (+0,4 Prozent) entwickelten sich positiv, ebenso die Wertschöpfung im Baugewerbe (+0,9 Prozent). Auch die Konsumausgaben der privaten Haushalte (+0,4 Prozent) und des Staates (+0,5 Prozent) stiegen in der Summe etwas stärker als im Vorquartal, gestützt u. a. durch den Rückgang der Konsumentenpreise. Die Inlandnachfrage sei insgesamt moderat gewachsen, heisst es.

Erste Ergebnisse für das Jahr 2019

Das Seco hat auch erste Schätzungen für das Gesamtjahr publiziert. Demnach resultierte für 2019 eine Wachstumsrate des realen BIP von 0,9 Prozent (2018: 2,8 Prozent). Bereinigt um Sportevents belief sich das Wachstum auf 1,4 Prozent (2018: 2,3 Prozent). Damit sei die Schweizer Wirtschaft ähnlich verhalten gewachsen wie in den Jahren 2015 und 2016.

(AWP)

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Staatsfinanzen: Gute

Staatsfinanzen: Gute Aussichten für öffentliche Haushalte

Die Finanzlage der öffentlichen Haushalte entwickelt sich gemäss provisorischen Zahlen und Prognosen in den Jahren 2018 bis 2020 positiv. Vor allem der Bund und die Kantone können teilweise mit hohen Überschüssen rechnen.

05.03.2020 11:54

Angesichts der günstigen Lage können in den nächsten Jahren vor allem Bund, Kantone und Sozialversicherungen voraussichtlich Schulden abbauen, wie die eidgenössische Finanzverwaltung (EVF) am Donnerstag mitteilte. Dazu liegen der EVF die definitiven Zahlen vor.

Nach neun Jahren mit negativen Ergebnissen schreiben die Gemeinden erstmals wieder schwarze Zahlen. Die Berechnungen für die Gemeinden ergeben sich im Gegensatz zu Bund, Kantonen und Sozialversicherungen jedoch erst aus den Hochrechnungen.

Mit einer Überschussquote von 1,4 Prozent des nominalen Bruttoinlandprodukts (BIP) erreichten die öffentlichen Haushalte 2018 das beste Ergebnis seit 2008. Alle Teilsektoren erzielten Überschüsse, wobei der Bund mit 0,8 Prozent den höchsten Saldo ausweise.

Das grösste Risiko für die Staatsfinanzen bestehe kurzfristig darin, dass sich die Konjunkturentwicklung insbesondere aufgrund internationaler Entwicklungen wie Handelskonflikten oder einer Pandemie und der Frankenaufwertung verschlechtern könnte. Zudem seien die Effekte der kantonalen Steuerreformen von Unsicherheit geprägt. Dieser Risikofaktor könnte aber sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf die Staatsfinanzen haben, wie es weiter heisst.

Rückgang der Maastricht-Schuldenquote

Der Schuldenstand und die Schuldenquote der öffentlichen Haushalte werden in der Finanzstatistik nach der für die EU-Mitgliedsländer geltenden Definition von Maastricht ermittelt. Angesichts der positiven Lage könne in den nächsten Jahren bei allen Teilsektoren mit einem Rückgang dieser Schuldenquoten gerechnet werden, schreibt das EVF.

Während die Schuldenlast der Gemeinden leicht zunimmt, können laut EFV der Bund, die Kantone und die Sozialversicherungen ihre Schulden reduzieren. Der Schuldenabbau bei den Sozialversicherungen ergebe sich vor allem aus der Rückzahlung des Bundesdarlehens durch die Arbeitslosenversicherung (ALV), das bis Ende 2019 getilgt wurde.

Die Maastricht-Schuldenquote wird 2020 voraussichtlich auf 26,0 Prozent zu liegen kommen. 2019 ging die Maastricht-Schuldenquote auf 26,8 Prozent zurück, nach 29,3 Prozent 2017 und 27,7 Prozent im vergangenen Jahr.

Sie war in den neunziger Jahren rasch angestiegen und erreichte 1998 mit 48,9 Prozent einen Höchststand, vor allem weil der Bund zusätzliche Schulden machte. Seit 2003 auf eidgenössischer Ebene die Schuldenbremse eingeführt wurde, geht die Schuldenquote des Bundes laufend zurück.

Definitive Zahlen im Herbst

Die EFV rechnet weiterhin mit guten Aussichten: 2019 dürfte der Überschuss der öffentlichen Haushalte mit 1,5 Prozent hoch bleiben. Dank der hohen Einnahmen aus der Verrechnungssteuer und der direkten Bundessteuer erreiche der Bund wie im Vorjahr eine Quote von 0,8 Prozent. Gemäss ersten Schätzungen profitieren auch die Kantone von einem deutlichen Anstieg der Fiskalerträge. Im laufenden Jahr seien bei allen Teilsektoren ebenfalls Überschüsse zu erwarten.

Die von der EFV veröffentlichten Zahlen sind die provisorischen Resultate für das Jahr 2018 sowie Prognosen für die folgenden zwei Jahre über die Finanzlage der öffentlichen Haushalte. Die definitiven Resultate des Jahres 2018 werden für alle Staatsebenen im September 2020 publiziert.

(AWP)

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«Höhere Börsen-Stände sind

«Höhere Börsen-Stände sind Ende 2020 immer noch möglich»

Für Christian Gattiker, Leiter Research von Julius Bär, wird der Coronavirus die Börsen nicht aus der Bahn werfen. Er setzt auf die Hilfe der Notenbanken.

https://www.cash.ch/news/top-news/christian-gattiker-hoehere-boersen-staende-sind-ende-2020-immer-noch-moeglich-1492933

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«Dr. Doom» meldet sich zurück

Der US-Ökonom, der die Finanzkrise 2008 voraussagte, sieht wieder schwarz. Die Coronakrise werde zum Desaster und der Iran und die USA stünden vor einem Krieg.

«Diese Krise wird zum Desaster werden», warnt Nouriel Roubini im Interview mit dem «Spiegel» über die Folgen der Coronapandemie. Roubini ist kein Virologe, sondern Wirtschaftsprofessor in New York. Und weil er als einer der Wenigen die Finanzkrise 2008 voraussagte, finden seine Worte auch heute noch Gehör. Dem Starökonom eilt der Ruf des Untergangspropheten voraus. Doch auf seinen Übernamen «Dr. Doom» angesprochen, lautet seine Antwort jeweils: «Ich bin Dr. Realist.»

In den vergangenen Jahren ist es ruhig geworden um den 61-jährigen Professor. Er sah anscheinend wenig Grund für neue Untergangsprognosen. In den jüngsten beiden Interviews mit der «Finanz und Wirtschaft» 2016 und 2018 äusserte er sich zwar kritisch zu den hohen Bewertungen an den Finanzmärkten und zur Handelspolitik der Trump-Regierung, aber er verzichtete auf alarmierende Töne und steile Thesen.

https://www.fuw.ch/article/dr-doom-meldet-sich-zurueck/

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CS-Ökonomen kürzen wegen

CS-Ökonomen kürzen wegen Coronavirus BIP-Prognose für 2020

Die Ökonomen der Grossbank Credit Suisse senken wegen des Coronavirus ihre Konjunkturprognose 2020 für die Schweiz.

06.03.2020 06:19

Sie erwarten neu ein Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) von 1,0 Prozent, wie sie am Donnerstag mitteilten. Zuvor waren sie noch von einem Wachstum von 1,4 Prozent ausgegangen.

Die Senkung hatten sie bereits angekündigt. Grund ist die Coronavirus-Pandemie. Der Ausblick für 2020 sei nun "weniger angenehm, beziehungsweise sehr unsicher", hatte CS-Ökonom Claude Maurer am Dienstag gesagt.

Geht es nach der Credit Suisse, so soll die Eidgenossenschaft in den nun folgenden Monaten von ihren Erfahrungen aus der Finanzkrise profitieren, wie es in einem Kommentar der Bank heisst. Insbesondere die Kurzarbeit sollte die bevorzugte Handlungsoption der Politik sein, um die erste Schockwelle abzuschwächen, erklärten die CS-Ökonomen.

Die meisten Kantone hätten bereits entsprechende Richtlinien für eine Coronavirus-bedingte Kurzarbeit veröffentlicht. Firmen kämen etwa dann für diese Massnahme in Frage, wenn sie auf behördliche Anordnungen hin ihren Betrieb einstellen müssten oder mit importbedingten Lieferengpässen konfrontiert seien.

Kürzere Registrierungsfrist

Auch im Falle einer exportbedingten Nachfrageschwäche oder wenn die Kunden aus Angst vor einer Ansteckung den Geschäften fernblieben, biete sich die Massnahme der Kurzarbeit an. Sollten die wirtschaftlichen Probleme länger anhalten, so sei es gar denkbar, die Registrierungsfrist für die Kurzarbeit von drei Tagen auf einen Tag zu verkürzen, hiess es weiter.

Während Kurzarbeit in der Vergangenheit vor allem in zyklischen Branchen wie der Industrie eingeführt worden sei, dürfte der Coronavirus-Schock gemäss der CS nun auch den heimischen Dienstleistungssektor betreffen. Vor allem das Gastgewerbe, die Reiseveranstalter, der Detailhandel oder die Unterhaltungsindustrie könnten mit einem Nachfrageeinbruch konfrontiert sein.

Der Bedarf an Kurzarbeit werde vor allem in diesen Sektoren entstehen. Die bisher bei den kantonalen Dienststellen registrierten Anträge und virenbezogenen Anfragen würden diese Einschätzung bestätigen, hielten die CS-Ökonomen fest.

Verzicht auf «aktive fiskalische Anreize»

Im Gegensatz zu Massnahmen wie Kurzarbeit sei der Erfolg von "aktiven fiskalischen Anreizen" und staatlichen Interventionen in Krisensituationen in kleinen, offenen Volkswirtschaften wie der Schweiz eher beschränkt, hiess es weiter. Die CS-Experten sprechen sich daher gegen entsprechende Massnahmen von Regierungsseite her aus.

"Ein beträchtlicher Teil der zusätzlichen öffentlichen Ausgaben würde aus dem Land fliessen, wodurch die tatsächliche Wirkung auf die Binnennachfrage verringert würde", hiess es. Im Gegensatz dazu seien "automatische Stabilisatoren" wie die Kurzarbeit oder auch die Arbeitslosenversicherung genau dort am Werk, wo der Schock die Wirtschaft treffe.

Am Donnerstag hatte etwa die italienische Regierung angekündigt, eine Milliarden-Summe in die Hand nehmen zu wollen, um die Folgen des Coronavirus für die heimische Wirtschaft abzufedern. Im südlichen Nachbarland der Schweiz sollen Steuergutschriften für Firmen, deren Umsatz eingebrochen ist, die Not der Wirtschaft lindern. Auch Steuersenkungen und zusätzliche Mittel für das Gesundheitssystem sind geplant.

(AWP)

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USA: 273'000 neue Stellen im Februar (erwartet 175'000)

Der US-Arbeitsmarkt ist stark aufgelegt. Die Zahlen widerspiegeln jedoch die Wirtschaftslage vor der Ausweitung der Coronakrise.

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Statistiken

Sind das nun Vollzeitstellen oder Zweit-, bzw. Drittjobs von Geringverdienern? Wenn man bedenkt, dass laut Statistik rund 40% der US-Amerikanern 1000 $ oder weniger auf dem Konto haben? Wie viele dann weniger als 5'000 $ besitzen, wäre wohl auch interessant zu wissen.

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Vorbörse Schweiz: Kurse

Vorbörse Schweiz: Kurse stehen um 4,9 Prozent tiefer

Vorbörslich sacken die Kurse am Schweizer Aktienmarkt ab. Der Der Franken wertet angesichts multipler Krisen deutlich auf, der Goldpreis übersteigt bei der Unze 1700 Dollar.

https://www.cash.ch/news/politik/boersen-ticker-vorboerse-schweiz-kurse-stehen-um-49-prozent-tiefer-1494352

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Das Coronavirus trifft (fast)

Das Coronavirus trifft (fast) alle Aktien - aber Schuldensünder noch etwas mehr

Angesichts massiver Kursstürze entsteht der Anschein, dass die Viruskrise alle Aktien trifft. Eine Analyse von cash.ch zeigt aber: Hoch verschuldete Unternehmen sind in der aktuellen Krisenphase besonders verwundbar.

09.03.2020 06:55

Von Marc Forster und Henning Hölder

Die Aktie des Sensorenherstellers AMS kostete am 10. Februar 46,83 Franken. Am Freitagabend wurde der Titel noch für 29,26 Franken gehandelt. Die weltweiten Marktverwerfungen, die als Folge der Ausbreitung des Coronavirus losgetreten wurden, haben der Aktie übel zugesetzt.

Mit AMS ist ein Unternehmen besonders getroffen worden, dessen Geschäftsmodell wegen der starken Abhängigkeit von Grosskunde Apple unter Investoren durchaus kontrovers diskutiert wird. Mit dem vor kurzem erfolgten Kauf des deutschen Lichtkonzerns Osram hat sich AMS zusätzlich auf ein finanzielles Abenteuer eingelassen. Aber es gibt noch ein weiteres Merkmal, das einen starken Kurssturz in Krisenzeiten mit zu erklären hilft: AMS hat relativ hohe Schulden.

Wie die unabhängige Ratingagentur Independent Credit View (ICV) schreibt, erhalten Unternehmen - insbesondere grössere Kapitalmarktschuldner - beispielsweise bei fremdfinanzierten Übernahmen von den grossen Bonitätshütern wie Standard & Poor's, Fitch Ratings oder Moody's oft weiterhin einen grossen Vertrauensvorschuss. Die gestiegene Verschuldung finde nicht sofort Eingang in die Ratings, heisst es in dem Bericht. Gerechtfertigt erscheint dies insofern, wenn die Erhöhung der Schuldenlast als nur temporär eingestuft werden kann. 

Bei AMS etwa sind sich Analysten und Investoren nicht einig, wie stark die Osram-Übernahme das Unternehmen finanziell belasten wird. Jenseits von Schuldenratios und Bonitätskriterien lässt sich allerdings sagen: Die Aktienkurse spiegeln Bedenken der Märkte bezüglich der Schuldenproblematiken oft genauer als die Analysen der Ratingagenturen. Anders gesagt: Der Aktienkurs lügt nicht.

Kurs fallen massiv

Seit dem 24. Februar, als die Krise den Aktienmarkt mit voller Wucht traf, ist der AMS-Kurs um 18 Prozent gefallen. Die Aktie der MCH Group ist im gleichen Zeitraum am Markt um 15 Prozent gefallen. Die Basler Messebetreiberin steht aktuell wegen der Absagen von Grossanlässen unter Druck. Tieferliegend sind aber auch hier Schulden ein Thema. Die MCH Group durchläuft nach einem bereits schwierigen 2019 eine Phase der Neuausrichtung und muss Restrukturierungskosten schultern. Das alles führt zur Erwartung, dass die Schulden steigen werden. Dem Aktienkurs ist dies nicht zuträglich. 

Auch die Titel des Backwaren-Spezialisten Aryzta kamen durch die Corona-Krise ordentlich unter die Räder. Seit dem 13. Februar verlor die Aktie knapp 35 Prozent. Das Unternehmen leidet seit Jahren unter den Folgen der gescheiterten Expansionsstrategie, welche das Management Mitte der 2010er-Jahre entwickelte – und sich nie auszahlen sollte. Im Gegenteil: Aryzta häufte durch die Expansion einen riesen Schuldenberg an.

Kapitalerhöhungen gegen Schulden

Um die Schulden bedienen zu können, führte der Backwaren-Spezialist 2018 eine Kapitalerhöhung durch, was dem Unternehmen rund 900 Millionen Franken einbrachte. Trotzdem ist Skepsis angebracht. Denn generell lässt sich sagen: Wer Kapitalerhöhungen braucht und dafür die Aktionäre zur Kasse bittet, streckt in finanziellen Schwierigkeiten. 

Auch Kudelski gerät durch die Corona-Krise verstärt unter Druck. Die Titel verloren seit Mitte Febuar rund 20 Prozent an Wert. Sinkende Umsätze sowie Kosten für das laufende Restrukturierungsprogramm belasten die Bilanz und lassen den Schuldenberg wachsen. In einer Mitteilung vom letzten Dezember, schreiben Analysten der Bank Vontobel zudem, dass für 2020 der Restrukturierungsaufwand die Cash-Generierung weiter belasten werde. Die Corona-Krise dürfte die Finanzen des Unternehmens zumindest kurzfristig zusätzlich belasten.

Wenig Schulden, besseres Image bei Investoren

Prinzipiell lässt sich derzeit nicht beobachten, dass eine hohe Verschuldung, ein tiefes Rating oder eine operativ unstete Entwicklung zu besonders hohen Kursverlusten führen. Es gibt durchaus auch kapitalstarke Unternehmen mit guter Bonität, die am Markt stark unter Druck gekommen sind. So hat etwa eine Swiss Re in den vergangenen zwei Wochen 10 Prozent verloren.

Dennoch lässt sich festhalten, dass Unternehmen mit einer moderaten Schuldenproblematik sich den ärgsten Auswüchsen der Börsenverwerfungen am besten entziehen können. Die Aktie der Swisscom etwa, die über einen starken Cashflow verfügt, hat in den vergangenen zehn Handelstagen lediglich 2,9 Prozent verloren.  

Auch Lonza, das nach Einschätzung von Analysten seine Schuldenpositionen dank der guten wirtschaftlichen Kennzahlen souverän bewirtschaften kann, hat am Markt nur 3,1 Prozent verloren. Auch Ems-Chemie, kein defensiver Titel und zusätzlich von der Krise der Autobranche betroffen, hat angesichts der grossen Unsicherheit nur moderate 7,4 Prozent verloren. Der Spezialkunststoffhersteller gilt lehrbuchmässig als Vorbildunternehmen in Sachen Finanzbewirtschaftung.

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Angst um Ölpreiskrieg sorgt

Angst um Ölpreiskrieg sorgt für Crash an Finanzmärkten

Den weltweiten Aktienmärkten steht wohl ein schwarzer Handelstage bevor. Nachdem es der Opec nicht gelungen ist, sich mit den Ländern ausserhalb des Kartells auf eine Förderkürzung zu einigen, brechen die Ölpreise aktuell regelrecht ein. Damit wird die Sorge um die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft um eine weitere Facette ergänzt.

09.03.2020 06:48

In Asien sind die Kurse zum Wochenstart bereits abgestürzt. Sie knüpfen damit nahtlos an die Abgaben der vergangenen Woche an, die sich zum Wochenschluss ebenfalls nochmals verstärkt hatten. Gleichzeitig sorgt die Flucht in sichere Häfen für einen steigenden Goldpreis und weiter sinkende Zinsen bei den US-Staatsanleihen. Auch am Devisenmarkt macht sich die Flucht in sichere Anlagen bemerkbar. Sowohl der Franken als auch der japanische Yen stehen unter Aufwertungsdruck.

Nach Berechnungen des Brokers IG dürfte der Schweizer Leitindex SMI zum Handelsstart um annähernd 700 Punkte oder knapp 7 Prozent auf 9'078 Punkte einbrechen. Ähnlich starke Abgaben werden beispielsweise auch für den deutschen Dax erwartet. Die Futures für die Wall Street deuten Abgaben von etwa 1'200 Punkten zum Auftakt an.

"Die unbequeme Wahrheit für viele Anleger ist die Tatsache, dass man sich wirklich kaum noch irgendwo verstecken kann", sagte ein Marktteilnehmer.

Ölpreiskrieg verschärft Panik

Auslöser für die Verschärfung des Ausverkaufs ist die Nachricht, dass sich das Ölkartell Opec und seine Kooperationspartner nicht auf eine weitere Beschränkung der Rohölproduktion einigen konnten. Stattdessen haben Saudi-Arabien und Russland einen Preiskrieg eröffnet, der die Öl-Preise am Montag um etwa 30 Prozent in die Tiefe schickte.

Sowohl die Sorte Brent als auch US-Leichtöl erleben die grössten Einbrüche seit Januar 1991 zu Beginn des ersten Golfkrieges.

Als weitere Belastungsfaktoren kommen noch die jüngsten Konjunkturdaten aus China und Japan hinzu. Sie verschärfen die Panik an den Märkten.

Vor diesem Hintergrund ist der Preis für die Feinunze Gold auf über 1'700 US-Dollar gestiegen. US-Staatsanleihen sind ebenfalls gefragt, so dass die Renditen für die zehnjährigen US-Anleihen im Gegenzug erstmals unter die Marke von 0,5 Prozent gefallen ist.

An den Devisenmärkten suchen Investoren ebenfalls nach sicheren Häfen. Neben dem japanischen Yen setzen sie auf den Schweizer Franken. Der Euro kostet aktuell 1,0553 Franken und der US-Dollar geht zu 0,9256 Franken um. Zum Vergleich: Am Freitagabend kostete der Euro noch 1,0603 Franken und der US-Dollar 0,9369 Franken.

hr/kw

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UN-Organisation: Coronavirus

UN-Organisation: Coronavirus bremst globale Firmeninvestitionen

Die Verbreitung des neuartigen Coronavirus wird nach Angaben der UN-Wirtschaftsorganisation UNCTAD die weltweiten ausländischen Direktinvestitionen bremsen. Der Abwärtsdruck könnte bis zu minus 15 Prozent betragen, teilte die Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung (UNCTAD) am Sonntag in Genf mit. Erwartet wird dieses Szenario für den Fall, dass die Verbreitung des neuen Virus im gesamten Jahr 2020 anhält. Sollte die Ausbreitung im ersten Halbjahr unter Kontrolle gebracht werden, rechnet die UN-Organisation mit einem Abwärtsdruck von minus fünf Prozent.

08.03.2020 18:06

Die 5000 wichtigsten multinationalen Unternehmen, auf die ein erheblicher Anteil der globalen Direktinvestitionen entfalle, haben aufgrund des Coronavirus der UNCTAD zufolge ihre Ergebnisschätzungen für 2020 um durchschnittlich neun Prozent nach unten korrigiert. Am deutlichsten reagierten demnach die Automobilindustrie (minus 44 Prozent) und die Fluglinien (minus 42 Prozent). Regional betrachtet sind die Korrekturen in Singapur (minus 30 Prozent) und China (minus 26 Prozent) am drastischsten. 41 Unternehmen, die von der UNCTAD zu den Top 100 multinationaler Unternehmen gezählt werden, hätten eine Gewinnwarnung herausgegeben./nif/DP/edh

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Over the Counter:

Over the Counter: Ausserbörsliche Aktien widerstehen der Corona-Krise

An den Weltbörsen zerrüttet das Coronavirus die Kurse massiv. Den Markt für die klein kapitalisierten, ausserbörslich gehandelten Schweizer Aktien kümmert dies im Moment aber wenig.

08.03.2020 17:53

Von Georg Pröbstl

Es herrscht die blanke Angst und Panik. 15 Prozent rauschten die internationalen Aktienmärkte nach dem Ausbruch des Corona-Virus in Italien Ende Februar in nur wenigen Tagen in den Keller. Tagesverluste von drei oder vier Prozent waren keine Seltenheit. Zwar waren die Indizes davor monate- ja sogar jahrelang von einem Hoch zum nächsten gelaufen und hatten noch im Februar oft ein Allzeithoch erreicht, aber solche Kurseinbrüche machen keinen Spass. Kein Anleger will diese Art von Kapriolen und schon gar keiner mit schwachen Nerven.

Dass die Nerven wegen Corona blank liegen, zeigt beispielsweise auch das Konsumverhalten in den USA. Alleine wegen der Namensgleichheit mit dem Virus wollen nun 40 Prozent der Biertrinker in den Staaten kein Corona-Bier mehr aus Mexiko konsumieren. Das ist echte Hysterie, mit der sich aber auch die Kurseinbrüche an den Aktienmärkten gut erklären lassen.

Viele Anleger wollen jetzt für immer das Handtuch schmeissen…

Nach den panikartigen Kursrückschlägen in den letzten zwei Wochen haben viele Anleger schon die Lust verloren auf Aktien. Viele denken an das Sprichwort der Börsenlegende André Kostolany: «Wer gut schlafen will kauft Anleihen, wer gut essen will kauft Aktien.»

Nach dem Kursdebakel Ende Februar denken deshalb jetzt auch immer mehr Anleger: Lieber gut schlafen bei ein oder zwei Prozent Rendite im Jahr als bei 15 Prozent Verlust im Portfolio von gutem Essen nur noch träumen. Nicht wenige Anleger dürften Aktien jetzt für immer meiden.

… aber zuvor sie sollten sich unbedingt noch ausserbörsliche Titel ansehen

Wer noch nicht total verzweifelt ist und das Handtuch noch nicht geworfen hat, der sollte sich einmal mit dem ausserbörslichen Handel der Berner Kantonalbank (BEKB) beschäftigen. Dort werden heimische, nicht an der SIX kotierte Titel gehandelt. Und dieses Segment zeigt sich auch in der aktuellen Krise bombenfest. Das maximale Kursminus des BEKB Liquidity Index mit den dort am meisten gehandelten Aktien beträgt in diesem Jahr zum Allzeithoch mickrige 2,5 Prozent.

Eine Corona-Delle ist so gut wie nicht zu sehen. Dafür gibt es aber auch im ausserbörslichen – dem OTC, over the counter-Handel – mittel- bis langfristig betrachtet schöne Kursgewinne. So kletterten die 43 Titel im BEKB-Liquidity in den letzten drei Jahren um 16 Prozent und teils sind da sogar noch hohe Dividenden drin.

In dem Liquidity-Index, genau so wie im gesamten OTC-Segment von BEKB, finden sich heimische Unternehmen aus allen Branchen: Tourismus, Gastronomie, Detailhandel, Finanzdienstleistungen, Nahrungsmittel, Maschinenbau, Energie und Versorger, Industrie oder Medien.

Grosse internationale Investoren bei OTC nicht an Bord

Den stabilen Lauf verdanken die Aktien im ausserbörslichen Bereich dem regionalen Bezug und der Absenz von grossen institutionellen und internationalen Investoren. Denn die OTC-Werte sind für grosse Wallstreet-Adressen wegen einer für deren Anforderungen zu geringen Marktkapitalisierung und zu geringen Liquidität an der Börse kein Investment.

Dafür sind die heimischen OTC-Werte bei Schweizer Privatanlegern heiss begehrt. Gerade bei Unternehmen mit regionalem Bezug spielt der schnelle Gewinn, das Hin- und Her-Traden keine Rolle und Investoren in diesem Segment sind mit den Unternehmen meist mittel- oder gar sehr langfristig verbunden. 

An den OTC-Werten gehen die grossen Kursschwankungen aber nicht nur wegen fehlender Börsenhaie der grossen Finanzwelt spurlos vorüber, sondern auch wegen der Substanz. Viele Aktien im ausserbörslichen Handel notieren unter Buchwert und es gibt häufig hohe stille Reserven etwa bei firmeneigenen Liegenschaften. Und Aktien, die ohnehin teils schon weit unter dem Vermögen notieren, kommen dann in einem Kursabschwung eben nicht so unter Druck.

Natürlich gibt es auch OTC Sektoren, die jetzt im Krisenmodus etwas schlechter abschneiden. So notiert beispielsweise der Tourismus-Sektor bei BEKB derzeit rund fünf Prozent unter den Hochs zum Jahreswechsel. Aber was sind schon fünf Prozent? Der grösste Reiseveranstalter der Welt, TUI, hat sich in den letzten Wochen kursmässig fast halbiert.

Viele Titel auf Jahres- oder Allzeithoch

Richtig stabil zeigen sich aktuell aber die Segmente Medien, Energie und Immobilien. Aber auch der Industriebereich schlägt sich wacker und hat zum Jahreshoch lediglich rund drei Prozent an Wert verloren.

In den genannten vier Sektoren heben sich einige Titel mit besonders stabiler Entwicklung besonders hervor: Medien – AZ Medien, SWS Medien, Zürcher Oberland Medien und Galledia. Alle vier Titel notieren auf Jahreshoch.

Im Industriesegment verteidigen ebenfalls mehrere Werte ihre Rekordstände: Griston Holding, Menzi Muck, Plaston, SSE Holding und Weleda. Bei Immobilien glänzen mit relativer Stärke insbesondere Agruna, Konkordia oder Tersa. Bei Energie und Versorgern schliesslich haben ADEV Windkraft, EW Jona-Rapperswil, Energie Zürichsee Linth, Forces Motrices de l’Avancon, Genturica, Raurica Wald, Rhiienergie, VO Energies, aventron und ebs Erdgas + Biogas ein Jahreshoch erreicht.

Geduld und limitierte Order

Aber das Handelsvolumen im ausserbörslichen Segment ist auch im Liquidity-Bereich immer wieder gering. Anleger sollten dort deshalb nur mit Limit ordern und die gewünschte Aktie nötigenfalls langsam einsammeln. Möglicherweise ist aber genau diese Geduld die entscheidende Tugend im OTC-Segment. Wer eine Position in einer Aktie möglicherweise über einige Zeit aufgebaut hat, der schmeisst sie nicht gleich bei der ersten Krise wieder panisch aus dem Depot.

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Arbeitslosenquote sinkt im

Arbeitslosenquote sinkt im Februar leicht auf 2,5 Prozent

In der Schweiz hat sich die Lage am Arbeitsmarkt im Februar etwas aufgehellt. Die Arbeitslosenquote bildete sich auf 2,5 von 2,6 Prozent im Januar zurück, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Montag mitteilte.

09.03.2020 08:15

Um saisonale Faktoren bereinigt verharrte die Quote bei 2,3 Prozent. Von der Nachrichtenagentur AWP befragte Ökonomen hatten im Vorfeld in etwa mit solchen Werten gerechnet.

Insgesamt waren Ende Februar 117'822 Personen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) arbeitslos gemeldet. Das waren 3'196 weniger als noch im Vormonat.

Leicht rückläufig war die Arbeitslosenquote mit 2,3 Prozent bei den Jugendlichen (15 bis 24 Jahre), während sie bei den älteren Arbeitslosen mit 2,5 Prozent stabil blieb. Rückläufig war die Quote auch bei den Ausländern (4,6%), bei den Schweizerinnen und Schweizern verharrte sie hingegen bei 1,8 Prozent.

Weiter hat das Seco im Berichtsmonat 190'399 Stellensuchende gezählt, das waren 3'834 weniger als im Vormonat. Derweil verringerte sich die Zahl der als offen gemeldeten Stellen um 401 auf 38'151. Davon unterlagen 22'037 Stellen der im Juli 2018 eingeführten Stellenmeldepflicht für Berufsarten mit einer bestimmten Arbeitslosenquote. Seit Januar 2020 gilt neu ein Schwellenwert von 5 Prozent, zuvor lag er noch bei 8 Prozent.

Kurzarbeit nimmt im Dezember ab

Von Kurzarbeit waren im Dezember 2019 - neuere Zahlen liegen noch nicht vor - 3'279 Personen betroffen, was gegenüber dem Vormonat November einer Abnahme um gut 10 Prozent entspricht. Die Zahl der betroffenen Betriebe verringerte sich um 19 auf 152 und die Zahl der ausgefallenen Arbeitsstunden um gut 30 Prozent auf 154'535 Stunden.

Bekanntlich sind in den letzten Wochen wegen des Coronavirus in einigen Kantonen erste Gesuche um Kurzarbeit eingegangen. Und Vertreter der Industrie bezeichneten dieses Instrument wegen der ökonomischen Folgen des Virus als sehr geeignet. Falls die Firmen tatsächlich zu diesem Mittel greifen, wird sich dies jedoch erst später in der Statistik des Bundes niederschlagen.

Die Zahl der Menschen, welche im Verlauf des Monats Dezember 2019 ihr Recht aus Arbeitslosenentschädigung ausgeschöpft hatten und ausgesteuert wurden, belief sich laut den Angaben auf 2'807.

rw/kw

(AWP)

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Welche Aktien verlieren am

Welche Aktien verlieren am meisten und weshalb?

Im Einklang mit anderen Börsenindizes setzt der SMI seine Talfahrt zu Wochenbeginn ungebremst fort. cash malt ein Stimmungsbild und kommentiert die grössten Verlierer.

09.03.2020 08:18

Von Lorenz Burkhalter

Die Aktienmärkte setzen ihre Talfahrt zu Wochenbeginn ungebremst fort. Der Swiss Market Index (SMI) büsst vorbörslich knapp 5 Prozent ein. Andere europäische Börsenbarometer werden sogar zwischen 6 (Frankfurt) und 9 Prozent (Mailand) tiefer erwartet. Zur Angst vor den wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus-Ausbruchs kommt neuerdings auch noch ein Einbruch beim Ölpreis, ausgelöst durch einen Preiskrieg zwischen Saudi-Arabien und Russland. Erinnerungen an den schwarzen Montag von 1987 werden wach. Damals brachen die Kurse an der New Yorker Börse um 23 Prozent ein.

Grossbankaktien im freien Fall

Dass der SMI nicht noch deutlichere Verluste erleidet, hat er den als defensiv geltenden Schwergewichten zu verdanken. Die Kurse für Nestlé, Roche und Novartis werden vorbörslich zwar auch deutlich tiefer gestellt. Dennoch erweist sich zumindest der Titel von Nestlé (-3,9 Prozent) als eher stabilisierend. Das Tagesgeschäft des Nahrungsmittelkonzerns gilt als weitestgehend von der Wirtschaftsentwicklung unabhängig.

Die grössten Kursverluste haben die Aktien von UBS (-8,8 Prozent) und Credit Suisse (-7,9 Prozent) zu beklagen. Sie fallen immer tiefer in den einstelligen Frankenbereich. In einem Kommentar bezeichnen die Bankenanalysten der Credit Suisse die jüngsten Kursverluste als übertrieben. Am bereinigten Buchwert gemessen seien europäische Bankaktien mittlerweile sogar tiefer bewertet als auf dem Höhepunkt der Finanzkrise von 2008 oder der europäischen Schuldenkrise von 2012, so schreiben sie. Ihres Erachtens nimmt das momentane Kurs- und Bewertungsniveau einen weiteren Einbruch an den Aktien- und Immobilienmärkten um 30 Prozent sowie eine um fast 3 Prozent rückläufige Weltwirtschaftsleistung vorweg. Die Analysten setzen unter anderem auf UBS und Julius Bär (-6,7 Prozent). Den beiden Aktien hilft das bisweilen aber nicht. Sorge bereitet den Anlegern insbesondere der Preiskrieg im Ölmarkt. Dieser könnte in diesem Wirtschaftszweig Kreditausfälle nach sich ziehen.

Unter die Räder gerät auch die Inhaberaktie der Swatch Group (-5,3 Prozent). In der Wochenendpresse hatte Firmenchef Nick Hayek vor kurzfristigen Folgen temporärer Ladenschliessungen in China auf die Geschäftsentwicklung gewarnt. Dass der für seine aktive Einflussnahme bei Unternehmen berüchtigte Vermögensverwalter Veraison beim Bieler Uhrenhersteller eingestiegen ist, hilft nur bedingt. Im Windschatten der Swatch Group verliert Richemont zur Stunde ebenfalls 5,3 Prozent. Dass das Umland rund um die Modehochburg Mailand abgeriegelt wurde, belastet dieses Titelsegment sichtlich. Noch ärger erwischt es Dufry (-7,2 Prozent). Der Basler Detailhandelskonzern betreibt Verkaufsstellen an Flughäfen.

US-Investmentbank rät zum Verkauf europäischer Aktien in Stärken

Als in einem hohen Ausmass von China abhängig gelten auch die beiden Halbleiterhersteller U-blox (-5,3 Prozent) und AMS (-5,2 Prozent). Das bleibt nicht ohne Folgen für die Kursentwicklung. AMS versuchte am Freitag nach Börsenschluss die Wogen zu glätten und bekräftigte die zuvor gemachten Aussagen zur Umsatz- und Margenentwicklung im ersten Quartal. Analysten zufolge dürfte sich der Coronavirus-Ausbruch bei AMS vermutlich erst ab dem zweiten Quartal im Tagesgeschäft bemerkbar machen.

Die Aktie von Ypsomed wird gar mit einem Minus von 9,2 Prozent abgestraft. Der Insulinpumpenhersteller sprach am Freitag nach Börsenschluss überraschend eine Gewinnwarnung aus. Erste Analysten reduzieren nun ihre Gewinnerwartungen für das Unternehmen.

Öl ins Feuer giesst J.P. Morgan. Die US-Investmentbank rät Anlegern zum Verkauf europäischer Aktien, sollten die Börsen zu einer Erholung ansetzen. Noch bis vor gut einer Woche nutzte J.P. Morgan Kursschwächen zum Zukuaf. Andere Banken mahnen dazu, Ruhe zu bewahren und nicht in Panik zu verfallen. Zum Zukauf von Aktien in Schwächen rät allerdings kaum noch jemand.

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Leitzinsen: Die USA bald bei

Leitzinsen: Die USA bald bei Null und die Schweiz bei minus 1 Prozent?

Die Renditen an den Obligationenmärkten fallen am Montag ins Bodenlose - mit möglichen Folgen für die Leitzinsen der Notenbanken weltweit.

https://www.cash.ch/news/politik/marktpanik-leitzinsen-die-usa-bald-bei-null-und-die-schweiz-bei-minus-1-prozent-1494576

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Schweizer Hotellerie mit

Schweizer Hotellerie mit Schnellstart im Januar

Die Schweizer Hotellerie hat einen Blitzstart ins neue Jahr hingelegt. Die Hotelübernachtungen kletterten im Januar um 6,3 Prozent auf 3,02 Millionen. Sowohl Schweizer als auch ausländische Gäste schliefen häufiger in den hiesigen Hotels.

09.03.2020 09:00

Die Zahl der Schweizer Gäste nahm um 7 Prozent auf 1,52 Millionen zu, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag anhand von provisorischen Ergebnissen bekannt gab. Bei den ausländischen Gästen gab es ein Plus von 5,7 Prozent auf 1,50 Millionen Übernachtungen.

Allerdings war das Coronavirus bis Ende Januar in der Schweiz noch nicht angekommen. Mittlerweile sind hierzulande rund 300 Menschen mit dem Virus infiziert.

jb/kw

(AWP)

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