CH-relevante Börsenthemen Jahr 2020

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Seco-Zürcher: Aktuell 570'000

Seco-Zürcher: Aktuell 570'000 Anträge auf Kurzarbeit von 42'000 Unternehmen

(Neu: Angaben zur Arbeitslosigkeit im vorletzten Abschnitt) - Die Gesuche für Kurzarbeit sind in die Höhe geschnellt. Aktuell lägen 570'000 Anträge auf Kurzarbeit vor, sagte Boris Zürcher Leiter der Direktion für Arbeit im Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Donnerstagnachmittag in Bern. Das entspreche rund 11 Prozent der Erwerbstätigen. Die Anträge stammten von 42'000 Unternehmen.

26.03.2020 15:52

Am Vortag hatten erst Kurzarbeitsgesuche von 34'000 Firmen für insgesamt 484'000 Mitarbeitende vorgelegen. Am Montag, als das Seco die Zahlen erstmals bekannt gegeben hatte, waren noch Kurzarbeitsgesuche für 315'000 Arbeitnehmende vermeldet worden.

40 Prozent der Anträge beträfen das Gastgewerbe, den Tourismus und die Hotellerie, sagte Zürcher am Donnerstag weiter. Ein Viertel der Gesuche komme aus der Kunst- und Unterhaltungsbranche. Die Zahlen zeigten, dass weiter gearbeitet werde, wenn auch mit deutlich geringerer Intensität, sagte Zürcher. "Es soll auch weiter gearbeitet werden." Gleichzeitig müsse alles zum Schutz der Arbeitnehmenden unternommen werden.

Trotz dem Instrument der Kurzarbeit gibt es viele Entlassungen. Seit dem 15. März seien 12'000 zusätzliche Arbeitslose und 17'000 zusätzliche Stellensuchende registriert worden, sagte Zürcher: "Ich bedauere das ausserordentlich."

Für eine Lockerung der Beschränkungen sei es aus epidemiologischer Sicht noch zu früh, sagte der Leiter der Seuchenbekämpfung vom Bundesamt für Gesundheit, Daniel Koch.

jb/tv/tp

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Hohe Nachfrage nach COVID-19

Hohe Nachfrage nach COVID-19-Krediten zeichnet sich ab

Die von den Folgen des Coronavirus betroffenen Schweizer Unternehmen können seit Donnerstagmorgen die Anträge auf Liquiditätshilfen bei den Banken einreichen. Laut ersten Angaben von Banken ist die Nachfrage hoch.

26.03.2020 14:56

So sind bis zum Mittag bei der Grossbank UBS bereits rund 3'000 Anfragen aus der ganzen Schweiz eingegangen, wie es in einer Mitteilung der Bank heisst. Kleinere Unternehmen seien vor allem auf Suche nach Sicherstellung der Kosten- und Lohndeckung. Die ersten UBS Kunden hätten den angefragten Betrag aus der Covid-19 Fazilität 1 bereits kurz nach dem offiziellen Start auf ihrem Konto gutgeschrieben erhalten.

Die Bank baue nach dem erfolgreichen Start die Kapazitäten weiter aus und setze alles daran, den Kunden die Überbrückungsfinanzierungen so schnell wie möglich bereitzustellen, heisst es weiter. Die Berater des Bereichs Geschäftskunden würden dabei von bis zu 300 Mitarbeitenden der UBS Schweiz unterstützt.

Telefone und Mail-Server laufen heiss

"Bei der ZKB gingen am Morgen zwischen 8 und 10 Uhr bereits rund 600 Anträge ein", hatte zuvor Jürg Bühlmann, Leiter Firmenkunden gegenüber AWP gesagt. Zu Beginn sei damit zu rechnen, dass die Bearbeitung länger dauern werde als die angestrebte Halbstundenfrist. Dies werde sich in den nächsten Tagen einpendeln.

"Bei uns laufen die Telefone und Mail-Server heiss", sagte auch Jürg Hunkeler von der Bank Linth auf Anfrage. Die ersten Gelder aus den Krediten seien bereits am Morgen ausgezahlt worden. Neben den COVID-19-Krediten würden viele Unternehmens-Kunden auch um einen Aufschub bei den Amortisationen nachfragen.

Formulare im Internet

Seit dem Donnerstagmorgen sind die entsprechenden Formulare, um an die Hilfen vom Bund zu gelangen, im Internet abrufbar. Um einen sogenannten "COVID-19-Kredit" bis maximal 500'000 Franken zu erhalten müssen die Unternehmen die Formulare ausfüllen und unterschrieben bei der Bank einreichen.

Die Kredithöhe beträgt bis zu 10 Prozent des Jahresumsatzes. Ab einer Darlehenssumme von 500'000 Franken bis 20 Millionen Franken muss dagegen ein "COVID-19-Kredit Plus" beantragt werden. Diese werden zu 85 Prozent vom Bund abgesichert, die kreditgebende Bank beteiligt sich mit 15 Prozent.

Die Liste der teilnehmenden Banken umfasst aktuell 104 Institute. Darunter befinden sich etwa neben CS, UBS, Raiffeisen, Postfinance und den Kantonalbanken auch eine Reihe von regionalen Spar- und Leihkassen. Auch die Schweitzer Tochtergesellschaften von Commerzbank, Société Générale oder CIC nehmen teil.

Die Formulare für Unternehmen und Banken sind unter der Internetseite https://covid19.easygov.swiss/ abrufbar.

yr/tp

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Pictet erwartet globale

Pictet erwartet globale Rezession

Die Schweizer Privatbank Pictet erwartet für das Jahr 2020 eine globale Rezession.

26.03.2020 14:23

Der wirtschaftliche Einbruch wegen der Corona-Krise erfolge in den grossen Volkswirtschaften nicht zeitgleich, weswegen eine Erholung auf globaler Ebene erst im dritten und vierten Quartal spürbar werde, erklärte Christophe Donay, Leiter des Bereichs "Macro Asset Allocation & Macro Research" am Donnerstag. Nach Einschätzung der Bank dürfte die Weltwirtschaft im Hauptszenario im laufenden Jahr um 0,4 Prozent schrumpfen.

Wenngleich Donay die schnellen Reaktionen der Notenbanken begrüsste, sei die Staatshilfe in der Eurozone mit durchschnittlich zwei Prozent der Wirtschaftsleistung nicht ausreichend. Die Gefahr eines Staatsbankrotts und damit einer Wiederholung der Schuldenkrise hält er für gering.

Aus Sicht des Experten ist ein Dominoeffekt von Unternehmenspleiten, der auch auf den Finanzmarkt ausstrahlen könnte, aufgrund der Massnahmen von Regierungen und Notenbanken nahezu ausgeschlossen. Pictet-Investmentchef Cesar Perez Ruiz mahnte aber: "Je länger die Krise andauert, desto schlimmer werden die Auswirkungen sein."

(AWP)

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Verschobene Sport

Verschobene Sport-Grossanlässe belasten laut CS die Wirtschaft zusätzlich

Statt 0,5 Prozent wird die Schweizer Wirtschaftsleistung wegen der Verschiebung der Olympischen Spiele und der Fussball-Europameisterschaft nun um ein Prozent zurückgehen.

27.03.2020 07:54

Die Ökonomen der Grossbank Credit Suisse senken ihre Konjunkturprognose für die Schweiz im laufenden Jahr. Sie erwarten nun für 2020, dass sich das Bruttoinlandprodukt (BIP) um 1 Prozent schrumpfen wird, wie sie gegenüber AWP erklärten. Bisher lautete die Prognose auf -0,5 Prozent.

Die Revision sei allerdings rein technischer Natur, heisst es. Sie habe damit zu tun, dass die Olympischen Spiele und die Fussball-EM verschoben worden seien und damit die entsprechenden Lizenzeinnahmen nicht in diesem Jahr anfielen.

Entsprechend sei die Prognose für 2021, wann diese Grossanlässe nun stattfinden sollen, auf 2,5 von 2,0 Prozent erhöht worden.

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Dow Jones: Beste Drei-Tages

Dow Jones: Beste Drei-Tages-Rally seit 1931 ist kein gutes Omen

Rein technisch gesehen könnte die Wall Street den Bullenmarkt ausrufen. Die beste Drei-Tages-Rally seit der Weltwirtschaftskrise kann aber auch ein Alarmsignal sein.

27.03.2020 13:17

Von Henning Hölder

In diesen Tagen zeigt sich mal wieder eines: Ab wann man von einem Bären- respektive von einem Bullenmarkt sprechen kann, ist schwer zu definieren. Der US-Leitindex legt seit Dienstag eine rekordverdächtige Drei-Tages-Performance hin mit einem Plus von 21,3 Prozent – die besten drei Tage seit 1931 als die USA noch voll in der Weltwirtschaftskrise steckte. Laut einer geläufigen Definition befindet sich der Dow Jones damit in einem Bullenmarkt, genauso wie damals 1931. Ein schlechtes Omen?

Kursentwicklung vom Dow Jones in den letzten vier Wochen, Quelle: cash.ch

Beunruhigend sind jedenfalls die neusten Statistiken über die Zahl der Anträge auf Arbeitslosenunterstützung. 3,28 Millionen Amerikaner haben in der vergangenen Woche einen Antrag auf Arbeitslosenhilfe gestellt. In der Woche davor waren es lediglich 281'000 Anträge. Während der Finanzkrise von 2008 lag der absolute Peak bei 665'000. Für das kurzfristige Sentiment sind das keine guten Nachrichten.

Vorsichtiger Optimismus an der Wall Street

Allerdings scheint der Optimismus an der Wall Street wieder vorsichtig zurückzukommen. "Es ist ermutigend zu sehen, dass Anleger auch nach Tagen mit hohen Kursgewinnen weiterhin kaufen. Das haben wir seit über einem Monat nicht mehr gesehen", sagt Randy Frederick, Vizepräsident vom Investmenthaus Charles Schwab gegenüber Reuters. Das sei zwar noch keine Garantie, dass der Boden erreicht sei. Trotzdem zeige es, dass der Prozess im Gange sei, so Frederick.

Die US-Märkte beflügelt derzeit die Aussicht auf ein zwei Billionen Dollar schweres Hilfspaket, welches nur noch die letzte Hürde im US-Repräsentantenhaus nehmen muss. Dies gilt allerdings als wahrscheinlich. Zudem stützen Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell die Kurse an den US-Börsen. "Es gibt noch Raum für tiefergehende Massnahmen", sagte er in einem Interview mit NBC. Man sei bereit, "aggressiv" die Wirtschaft zu stützen.

Manche Beobachter werten das als signalisierte Bereitschaft, den Fed-Leitzins unter null Prozent zu senken. Derzeit notiert er in einer Spanne zwischen 0 und 0,25 Prozent.

Unsicherheit bleibt

Nichtsdestotrotz ist freilich es noch viel zu früh, auf eine Erholung zu setzen. Die makroökonomischen Indikatoren deuten auf ein fatales zweites Quartal hin. Die negativen Auswirkungen der Corona-Krise werden sich erst dann vollends in den Quartalszahlen der Unternehmen widerspiegeln.

Analysten rechnen daher auch mit weiterhin hoch volatilen Zeiten an den Märkten. Sollte sich vor allem das Szenario der vielen Firmenpleiten bewahrheiten, stehen den Märkten – nicht nur in den USA – die schlimmste Zeit noch bevor.

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Zurich, Swisscom & Co: Können

Zurich, Swisscom & Co: Können die «Dividenden-Lieblinge» das Niveau halten?

Die Coronavirus-Krise stellt vieles in Frage, auch Dividendenzahlungen. Je nach Rezessionsszenario kommen mit der Zeit auch solide Firmen bei den Aktionärsausschüttungen um Kürzungen nicht herum.

Aktualisiert um 07:45

Von Marc Forster

Die Aktie der Zurich Insurance Group, eine der beliebtesten Dividendenaktien im Schweizer Markt, rentiert wieder mit 5,9 Prozent. Bevor vor einem Monat die Coronakrise voll auf den Aktienmarkt durchzuschlagen begann, war die Zurich-Aktie bis zu 439 Franken wert gewesen und hatte dabei mit weniger als 4 Prozent rentiert. Denn eine Dividendenrendite korreliert im umgekehrten Sinne mit dem Kursniveau.

Der Lockdown nun, unter dem die Schweiz und viele andere Länder wegen der raschen Verbreitung des Virus stehen, bedroht de facto alle Unternehmen. Cash-Flows und Liquidität müssen im Angesicht von einbrechenden Einnahmen bei fortlaufenden Kosten irgendwie geschützt werden. Dies stellt grosszügige Dividendenzahlungen in Frage. 

Oder gar Ausschüttungen als solches, wie es der Handelskonzern Valora oder die Hotel- und Spitalgruppe Aevis Victoria deutlich gemacht haben: Diese Unternehmen haben ihre Dividenden bereits komplett gestrichen

Finanzkonzerne halten sich an Ankündigungen

Von der Finanzmarktaufsicht Finma erging vor wenigen Tagen besonders an die Unternehmen der Schweizer Finanzbranche der Aufruf, mit Dividendenzahlungen "zurückhaltend" zu sein. Werden nun etwa die guten Dividendenzahler Swiss Life , Helvetia oder Bâloise zu einer solchen Massnahme greifen? 

Soweit dürfte es unmittelbar noch nicht kommen. "Betreffend der Auszahlungen für das Geschäftsjahr 2019, die in den kommenden Wochen fällig werden, sind keine Kürzungen zu erwarten, auch bei Zurich Insurance nicht", sagt Georg Marti, Versicherungsanalyst bei der Zürcher Kantonalbank. 

Aktie Rendite Ex-/Zahlungs-
termin*
Aktie Rendite Ex-/Zahlungs-
termin*
Zurich 5,9 Prozent 3.4. / 7.4. Cembra 5,5 Prozent 20.4. / 22.4.
Swiss Life 4,6 Prozent 30.4. / 5.5. Swisscom 4,3 Prozent 8.4. / 14.4.
Bâloise 5 Prozent 24.4. LafargeHolcim 5,5 Prozent 15.5. / 20.5.
Helvetia 6,4 Prozent 24.4. APG 6,1 Prozent n.b.
UBS 7,4 Prozent 5.5. / 7.5. Mobilezone 7,2 Prozent 15.4. / 17.4.
BCV 4,6 Prozent 5.5. / 7.5. Dufry 13,7 Prozent 7.5.

*Vorgesehe Termine / Angaben: Bloomberg, cash.ch

Die Schweizer Finanzkonzerne sind generell gut bis sehr gut kapitalisiert. Die UBS hat am (heutigen) Montag mitgeteilt, dass sie ihre Dividende wie geplant ausschütten werde. Auch andere Banken dürften so verfahren: "Ich gehe im Moment davon aus, dass die bereits angekündigten Dividenden auch ausgeschüttet werden", sagt Bankenspezialist Andreas Venditti von Vontobel.

Somit werden wohl auch die Aktionäre von anderen guten Banken-Dividendenzahlern wie der Banque Cantonale Vaudoise oder der Cembra-Bank an ihren Generalversammlungen die geplanten, üppigen Ausschüttungen gutheissen können. Auch eine Swisscom, mehrheitlich in Staatsbesitz und seit langen ein beliebter Dividendentitel, wird bei ihrer Aktie den Ruf als "Obligationenersatz" nicht los. Zumindest nicht in dieser Ausschüttungssaison.

Dividendenkürzungen sind heikel...

Gut aus Aktionärssicht ist, auch in der jetzigen Krise: Dividendenzahlungen haben bei den meisten Unternehmen eine sehr hohe Priorität. Der Ruf, eine gute Dividendenzahlerin zu sein, ist bei vielen börsenkotierten Gesellschaften der Schweiz über die Jahre aufgebaut worden. Eine solide "dividend history" ist in Zeiten rekordtiefer Zinsen viel wert.

"Kürzungen oder gar der Ausfall von Dividenden wären zum jetzigen Zeitpunkt eine Vorsichtsmassnahme", sagt Philipp Lienhardt, Leiter Aktienanalyse bei Julius Bär. Unternehmen würden abwägen, wie dies beispielsweise bei LafargeHolcim zu beoachten gewesen sei. Der Zementkonzern hat am Freitag seine Gewinnziele kassiert, hielt aber an der Dividendenhöhe, die 5,5 Prozent Rendite erlaubt, ausdrücklich fest. 

 

 

Ein Investor sagte zu cash.ch, dass derzeit selbst Dividendenauszahlungen von über 100 Prozent des Gewinns für manche Gesellschaften möglich seien. Starke Bilanzen und Cash-Flows lassen dies offenbar zu.

...können aber dennoch unumgänglich werden

In einer so komfortablen finanziellen Lage sind freilich nicht alle Unternehmen. Mehr noch als vor der Krise zeigt sich, dass Anleger im Grunde genommen nicht nur auf die reine Rendite, sondern auch auf die Solidität des Geschäfts achten müssen.

Gute Dividendenzahler wie das Werbeunternehmen APG oder der Mobilfunk-Retailer Mobilezone sind dem wirtschaftlichen Abschwung stark ausgesetzt. Beim Duty-Free-Konzern Dufry mit derzeit sage und schreibe 13,7 Prozent Rendite wird über eine Dividendensenkung spekuliert, nachdem Konkurrent Lagardère einen solchen Schritt vorgenommen hat.

Dazu kommt: Schwer getroffene und bilanziell weniger solide Unternehmen könnten beim Aktienkurs noch weiter schwer unter die Räder kommen, wenn sich die Krise weiter verschärft. Dies stellt ein Investment bei solchen Unternehmen noch mehr in Frage.

Tiefzinsniveau macht Dividenden weiter attraktiv

Inwiefern in einem Jahr noch hohe Dividenden ausbezahlt werden, lässt sich aufgrund der unsicheren und wenig übersichtlichen Lage nicht verlässlich voraussagen. Bei einer schweren Rezession dürften gleichbleibende Dividendenauschüttungen aber zusehends unhaltbar werden.

Zerrüttete Firmenzahlen würden ihren Teil dazu beitragen. Der dividendenstarke Versicherungssektor wiederum würde beim Eigenkapital getroffen, wenn sich eine grössere Zahl von Firmenpleiten oder Zahungsunfähigkeiten einstellen würde: Im Markt für Unternehmensanleihen sind die Versicherer stark investiert. 

Allerdings: Selbst wenn das durchschnittliche Niveau von Dividendenrenditen von aktuell zwischen 3 und 3,5 Prozent unterschritten würde, würden Aktien nicht automatisch unattraktiv. Zu den rekordtiefen und negativen Zinsen bei Anleihen bliebe immer noch ein sichtbarer Abstand. Dies ziehen Verwaltungsräte und Konzernmanager natürlich in Betracht, wenn sie über Dividendenhöhen entscheiden. 

Aktienrückkäufe werden verschoben

Dividenden sind freilich auch nicht die einzigen Mittel, mit denen Unternehmen ihre Aktionäre mit Geld versorgen können. Wo die Unternehmen schnell reagieren, ist bei den Aktienrückkäufen. Auch diese sind eine Form, wie ein Unternehmen überschüssiges Eigenkapital an die Aktionäre zurückgeben können – wenn auch ein umstrittenes.

Zum einen erhöhen Aktienrückkäufe den Gewinn pro Aktie und haben so zumindest in der Theorie einen positiven Einfluss auf die Aktienkurse. In der Kritik steht dieses Instrument, das in der Schweiz in den vergangenen Jahren bereit angewandt worden ist, weil Unternehmen gewissermassen "fantasielos" Geld an die Aktionäre zurückfliessen lassen. Solche Mittel könnten beispielsweise auch investiert werden.

Sonova-Aktien rauschen nach Aussetzung von Aktienrückkauf in die Tiefe

Credit Suisse wird Umfang der Aktienrückkäufe überprüfen

Eine Reihe von Unternehmen, darunter die Credit Suisse, Swiss Life oder Sonova, haben in der Coronakrise ihre Aktienrückkäufe auf den Prüfstand gesetzt, verschoben oder gestrichen. Auch dies schont die Finanzen. Und im Gegensatz zu gekürzten und gestrichenen Dividenden leidet auch die Reputation weniger.

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UBS-Schweiz-Chef Axel Lehmann

UBS-Schweiz-Chef Axel Lehmann erwartet mehr Konkurse

Die UBS hat seit Donnerstag über 10'000 Anträge von Firmen für einen Überbrückungskredit erhalten, sagt Schweiz-Chef Axel Lehmann. Er rechnet mit Zahlungsausfällen und Konkursen.

29.03.2020 18:27

"Insgesamt konnten wir in den ersten zwei Tagen Kredite von über 1 Milliarde Franken vergeben", sagte Axel Lehmann, Chef der UBS Schweiz, in der "NZZ am Sonntag". Die Kreditsumme liege im Schnitt bei deutlich unter 200'000 Franken.

Laut Lehmann hat die UBS die Kapazität um "mehrere Milliarden" an zusätzlichen Kreditgeschäften einzugehen. Allderdings sei mit erhöhten Verlusten auf diesen Geldern zu rechnen." Es wird Kreditausfälle geben, und wir werden voraussichtlich leider auch mehr Konkurse sehen." Die UBS sei aber ausreichend kapitalisiert, um solche Verluste tragen zu können.

Zur Abwicklung der Kredite hat die Bank laut Lehmann 300 Positionen neu besetzt und rund 100 Roboter im Einsatz. Der zeitliche Richtwert von 30 Minuten pro Kreditvergabe könne in vielen Fällen eingehalten werden. "Diese helfen uns, die Flut der Anträge elektronisch zu bewältigen."

Seit Mitte März seien zudem Entlassungen im Rahmen des Restrukturierungsprogramms gestoppt worden. Die Situation werde fortlaufend überprüft, so der Chef der UBS Schweiz im Interview.

(AWP)

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Coronakrise:

Coronakrise: Eidgenossenschaft will mehr Mittel am Geld- und Kapitalmarkt holen

Die Massnahmen des Bundesrates zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Ausbreitung des Coronavirus erhöhen den kurzfristigen Finanzierungsbedarf des Bundes. Die zusätzlichen Ausgaben sollen einerseits über die bestehende hohe Liquidität finanziert, andererseits sollen mehr Mittel aufgenommen werden.

31.03.2020 08:55

Die Eidgenössische Finanzverwaltung (EFV) wird daher das ausstehende Volumen an kurzfristigen Geldmarktpapieren im laufenden Jahr erhöhen, wie sie am Dienstag mitteilt. Es soll im laufenden Jahr auf 12 von rund 6 Milliarden Franken steigen.

Der Emissionskalender Eidgenössischer Anleihen bleibe mit einem geplanten Emissionsvolumen von 2,5 Milliarden unverändert. Die EFV verkaufe aber wieder vermehrt noch nicht platzierte Eigentranchen, auch um die Liquidität im Handel mit Eidgenössischen Anleihen zu unterstützen.

Der Bundesrat hat am 20. März 2020 zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Ausbreitung des Coronavirus ein umfassendes Massnahmenpaket in der Höhe von 32 Milliarden Franken beschlossen. Mit den bereits am 13. März beschlossenen Massnahmen sollen über 40 Milliarden Franken zur Verfügung stehen, davon 20 Milliarden in Form von Bürgschaften.

pre/tt

(AWP)

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Ferdinand Dudenhöffer: «Das

Ferdinand Dudenhöffer: «Das Festhalten an allen Arbeitsplätzen wird nicht gelingen»

Die Wirtschaftshilfe wird nicht ausreichen, «alles in die Zukunft mitnehmen zu können», sagt Wirtschaftsprofessor und Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer im cash-Interview. Die Europa-Autonachfrage wird Jahre tief bleiben.

https://www.cash.ch/news/politik/cash-interview-ferdinand-dudenhoeffer-das-festhalten-allen-arbeitsplaetzen-wird-nicht-gelingen-1513740

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S&P sieht keine breiten

S&P sieht keine breiten Versicherer-Abstufungen wegen Corona

Die Kapitalstärke der globalen Versicherungskonzerne sollte dazu beitragen, dass es trotz Coronakrise keine weit verbreiteten Herabstufungen in der Branche geben wird.

31.03.2020 06:19

Das haben Analysten der Ratingagentur S&P am Montag in einer Online-Präsentation erklärt. Sie erwarten, dass es in den kommenden Wochen nur vereinzelt zu Herabstufungen oder Änderungen beim Ausblick kommt.

Lebensversicherer sind den Angaben zufolge stärker gefährdet - insbesondere solche, die relativ dünne Kapitalpuffer haben und der Volatilität der Finanzmärkte durch ihre Vermögensportfolios oder Produktangebote ausgesetzt seien. Unterm Strich überwiege das Finanzmarkt-Risiko das Versicherungs-Risiko der Unternehmen.

Munich Re erwartet "keine materiellen Auswirkungen" auf das Jahresergebnis durch die Folgen des Coronavirus, schrieb das Unternehmen am 18. März bei der Veröffentlichung seines Geschäftsberichts. Sinkende Aktienmärkte würden durch Absicherungen in ihrer Auswirkung teilweise beschränkt und mögliche negative Ergebnisauswirkungen sich nach derzeitiger Kapitalmarktprognose in Grenzen halten.

(Bloomberg)

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Tops und Flops der Schweizer

Tops und Flops der Schweizer Aktien: Bilanz eines zerrütteten Quartals

Die Viruskrise hat für ein erstes Aktienquartal mit dramatischen Kurseinbrüchen gesorgt. Aber nicht alle Titel litten gleich schwer – und manche Aktien sind schon wieder interessant geworden.

01.04.2020 06:30

Von Marc Forster

Im ersten Quartal hat der SMI sein Rekordhoch und zugleich einen seiner tiefsten Stürze erlebt: Am 19. Februar erreichte der Schweizer Blue-Chip-Index 11'263 Punkte. Nur einen Monat später dann das Quartalstief bei 7650 Punkten. Die ungeheuer schnell um sich greifende Coronaviruskrise hatte 27,5 Prozent an Wert vernichtet. Seitdem hat sich der SMI wieder auf über 9200 Punkte erholt.

Der SMI seit Anfang Jahr: So sehen auch die Kursverläufe von vielen Aktien aus (Grafik: cash.ch).

Im Index haben zwei Aktien trotz des schweren Einbruchs eine positive Kursbilanz seit Anfang Jahr: Lonza (+11,5 Prozent) und Swisscom (+4,6 Prozent) stehen nach den spektakulären "Wash-Out" an den Märkten noch einigermassen gut da.

Speziell die Swisscom gilt unter Analysten als vergleichsweise krisenresistent: Auf der einen Seite muss der Schweizer Telekom-Marktführer wegen "Lockdown" und Grenzschliessungen Läden zumachen und Einbussen im Roaminggeschäft hinnehmen. Andererseits ist die Nachfrage nach Festnetzbandbreite gesteigen, weil viele von Zuhause aus arbeiten. Als sicher gilt vorerst auch die Dividende von 22 Franken, die 4,1 Prozent Rendite gibt (cash berichtete).

Angesichts von Kursverlusten von bis zu 40 Prozent wie beim Zykliker Adecco halten sich bei defensiven Aktien die Schäden in Grenzen. Nestlé (-4,8 Prozent) erweist sich einmal mehr als stabilisierend, während bei den Pharmaschwergewichten Roche (-1,7 Prozent) deutlich besser abschneidet als Novartis (-15,3 Prozent).

Roche hat zwischenzeitlich davon profitiert, dass der Mitte März vorgestellte Cobas-SARS-CoV-2-Test einen Beitrag zur Eindämmung der Pandemie leisten kann. Im ewigen Zweikampf der beiden Pharmapapiere hat derzeit Roche die Nase gegenüber Novartis vorne. Insgesamt dürften sich auch für die nächste Zeit alle drei SMI-Schwergewichte als verlässlich erweisen – so langweilig dies klingen mag.

Die Kursentwicklung der SMI-Aktien seit dem 1. Januar (Grafik: Bloomberg)

Bei den Banken hat die UBS (-25,9 Prozent) den Corona-Knick besser als die Credit Suisse (-39 Prozent) aufgeholt, der am zweitschlechtest performenden SMI-Aktie seit Anfang Jahr. Beide Banken haben rasch kommuniziert, dass die Krise sie bisher nicht hart treffe. Bei den Gefahren, die von den grossen Kreditgeschäften mit reichen Privatkunden ausgehen, beschwichtigten sie.

Ausserdem spielen CS und UBS eine wichtige Rolle bei der Strategie des Bundesrats, der Wirtschaft mit Geldhilfen und Krediten über die Runden zu helfen. Speziell der UBS hilft derzeit auch, dass die Aktionäre eine (noch einmal bestätigte) Dividende von 73 Cent pro Aktie mit 8,1 Prozent Dividendenrendite erhalten werden.

Allgemein gilt aber: Die Grossbanken werden mit am stärksten durch Krisen hin- und hergeworfen. In der Coronakrise kann, wer will, mit ihnen spekulieren. Mittel- bis langfristig ist wegen der beginnenden globalen Rezession für die Banken nur ein weiteres Fragezeichen hinzugekommen.

Vertrauen in Versicherer

Bei Sika (13,1 Prozent) hält sich der year-to-date-Kursrückgang in Grenzen, weil der Kurs bis zum Beginn der Börsekrise um den 23. Februar herum deutlich gestiegen war. Wer vor der Krise schon Probleme hatte wie Swatch (-30,1 Prozent) oder Richemont (-31,5 Prozent), liegt im Kurs besonders weit zurück. Wer auf eine Erholung der Uhrenaktien hofft, könnte ein weiteres Mal enttäuscht werden.

Anders als bei den Versicherern. Obwohl Sorgen um die Solvenzquoten und Bedenken wegen grösserer Bond-Ausfälle bestehen, können sich diese Unternehmen auf eine starke Kapitalbasis stützen. Swiss Re (-35,3 Prozent), wo sich der Kurs zwischenzeitlich halbierte, hat unerwartet Zuspruch von den UBS-Analysten erhalten (cash berichtete). Zurich (-16,3 Prozent) zeigte zuletzt deutliche Erholungstendenzen.

Am breiten Markt zeigt sich unter den stark gefallenen Aktien ebenfalls ein Versicherer: Helvetia. Mit einem Kursrückgang von 43,7 Prozent gehört der Konzern zu den 20 am meisten abgestraften kotierten Schweizer Gesellschaften.

Die 20 am stärksten abgestraften Aktien im Schweizer Gesamtmarkt: Hauptsächlich Firmen, die schon vor der Krise Probleme hatten. Die Erstquartalsperformance in der Mitte der Tabelle, YTD. (Grafik: Bloomberg, Stand 31.3.2020, 08:30 Uhr).

Helvetia teilt sich das Feld mit Firmen wie dem Autozulieferer Autoneum (-50,7 Prozent) oder den Technologieunternehmen Kudelski (-49,1 Prozent) und Ascom (-48,9 Prozent) sowie weiteren Unternehmen, die geschäftlich bereits lange unter Druck stehen, hochverschuldet sind oder an der Börse noch als "penny stocks" figurieren.

Bei der Helvetia ist der Kurs seit dem 24. Januar im Sinkflug, als das Management eine Kapitalerhöhung zwecks Übernahme des spanischen Finanzunternehmens Caser ankündigte. Verstärkt haben dürfte sich der Abwärtstrend noch, weil just Spanien jetzt eines der gesundheitlich und wirtschaftlich von der Krise am stärksten getroffenen Länder Europas geworden ist.

Bachem gleicht Absturz aus

Dennoch dürfte der starke Kurssturz bei Helvetia übertrieben sein. Die Zahlen, die Anfang März vorgelegt wurden, stimmten. Helvetia könnte sich bald als billige Kaufgelegenheit herausstellen – ganz anders als die übrigen "Flop"-Aktien, die wohl nur mit grosser Mühe aus der Krise kommen werden.

Dass umgekehrt eine Biotechfirma wie Relief Therapeutics einen Kurssprung von 2900 Prozent vollzogen hat, hilft Anlegern bei einem Aktienpreis von 3 Rappen als Orientierungshilfe wenig: Über das Unternehmen ist nicht viel bekannt, der tiefe Aktienpreis wirft Fragen auf. Ermutigender ist hingegen, dass Galenica (+11,6 Prozent), BKW (+9,9 Prozent) oder Emmi (+7,2 Prozent) wieder auf Kursstände über dem Jahresbeginn-Wert gefunden haben. Dies spricht für solide Geschäftsmodelle, die am Markt Vertrauen einflössen.

Top sind auch Bachem (+22,7 Prozent) oder Zur Rose (+17,4 Prozent). Der Pharmazulieferer Bachem, wo der Corona-Kursabsturz wieder ausgeglichen worden ist, profitierte Mitte März von guten Zahlen und Wachstumsaussichten. Bei der Versandapotheke Zur Rose wiederum ist der Kursverlauf volatil.

Zum einen profitiert der Onlinevertrieb von Medikamenten massiv seit Beginn der Coronavirus-Krise. Da Zur Rose aber nach wie vor Verlust schreibt, sich in einer Übergangsphase befindet und die Wachstumstrategien Kosten verursachen, bleiben konservative Anleger bei dieser Aktie vorerst zurückhaltend.

Die Top-Aktien im breiten Markt seit Anfang Januar. Die Erstquartalsperformance in der Mitte der Tabelle, YTD. (Grafik: Bloomberg, Stand 31.3.2020, 08:30 Uhr).

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Finma ruft Banken zu

Finma ruft Banken zu «umsichtiger Ausschüttungspolitik» auf

Die Finanzmarktaufsicht Finma unterstützt das Liquiditätspaket des Bundesrats. Banken sollen ihren Aktionären inmitten der Corona-Krise keine Gewinne ausschütten.

01.04.2020 06:49

Dies sei nötig, um die bestehende Robustheit der Schweizer Finanzinstitute beizubehalten, teilte die Finma am Mittwoch mit. Eine umsichtige Ausschüttungspolitik sei als "vorbeugende Massnahme" angebracht, um die Widerstandsfähigkeit auch im Falle einer länger dauernden Phase des Abschwungs aufrechtzuerhalten.

Alle Rückkaufprogramme sistiert

Die Finma begrüsse es deshalb, dass sich "gemäss unseren Abklärungen" alle Finanzinstitute in der Schweiz entschieden hätten, ihre Aktienrückkaufprogramme zu sistieren.

Die Finma empfiehlt Verwaltungsräten von Banken und Versicherungen zudem, "sorgfältig abzuwägen", wie hoch ausstehende Dividenden im aktuellen Umfeld ausfallen sollen. "Starke Institute, die freiwillig ihre Ausschüttungen beschränken oder verschieben, werden länger stark bleiben", so die Finma.

Neue Berechnung Leverage Ratio

Um die Institute bei der Bereitstellung von Liquidität zu unterstützen, gewährt die Finma ausserdem eine temporäre Ausnahme bei der Berechnung der Leverage Ratio. Diese könne ohne Zentralbankenguthaben berechnet werden.

Die Massnahme betrifft laut den Angaben rund 20 Milliarden Franken an Kapital. Dieses stehe so zur Verfügung, um zum Beispiel die Realwirtschaft mit Liquidität zu versorgen. Die Massnahme gilt laut der Mitteilung vorerst bis zum 1. Juli.

Ausserdem unterstützt die Finma "ausdrücklich" das Massnahmenpaket des Bundesrats und erwartet von den Banken, dass sie die von der SNB neu geschaffenen Möglichkeiten ausschöpfen, wie es weiter heisst. Das Aufsichtsorgan teilt zudem auch die Auffassung der SNB, dass der antizyklische Kapitalpuffer aufgehoben werden soll.

(AWP)

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Schweizer Auto-Markt wegen

Schweizer Auto-Markt wegen Corona-Krise eingebrochen

Die Anzahl neu zugelassener Autos in der Schweiz ist im März aufgrund der Coronavirus-Pandemie massiv zurückgegangen.

01.04.2020 14:22

Nach leichten Rückgängen im Januar und Februar betrug das Minus im Jahresvergleich nun fast 40 Prozent. Konkret wurden in der Schweiz und in Liechtenstein im März 17'556 Fahrzeuge neu immatrikuliert. Das erste Quartal insgesamt wies zum Vorjahr bei den Immatrikulationen ein Minus von 23 Prozent auf 55'452 Autos aus.

Neben der vom Bundesrat angeordneten Schliessung der Verkaufsräume wirken sich auch Rückgänge bei der Nachfrage und der Lieferbarkeit von Fahrzeugen negativ aus, wie die Vereinigung Schweizer Automobil-Importeure, Auto-Schweiz, am Mittwoch mitteilte.

Auch für die kommenden Monate ist der Verband pessimistisch. Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen haben viele Automobilbauer ihre Werke geschlossen. Daher sei absehbar, dass der Import neuer Fahrzeuge in die Schweiz und nach Liechtenstein stark zurückgehen wird - mit gravierenden Auswirkungen auf die Zahl der Neuimmatrikulationen, wie es weiter heisst.

Die Situation stelle die gesamte Schweizer Automobilbranche vor grosse Herausforderungen und für die kommenden Wochen rechnet Auto-Schweiz mit einem faktischen Shutdown des Marktes für neue Personenwagen.

Auch der Absatz und die Lieferbarkeit von Elektroautos und Plug-in-Hybriden könnten in den nächsten Monaten stark in Mitleidenschaft gezogen werden. Das habe Auswirkungen auf den durchschnittlichen CO2-Ausstoss. Darum will sich der Verband in der Schweiz für mögliche Erleichterungen bei den CO2-Vorschriften einsetzen, falls die EU hier Anpassungen vornehmen sollte.

(AWP)

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«Die stärkste Kaufkraft geht

«Die stärkste Kaufkraft geht von der Generation X aus»

George Saffaye, Manager des BNY Mellon Mobility Innovation Fund bei Mellon, untersucht anhand demographischer Kriterien zukünftige Trends. Und: Er sagt ein Wiedererstarken der inländischen Produktion voraus.

https://www.cash.ch/news/top-news/cash-interview-die-staerkste-kaufkraft-geht-von-der-generation-x-aus-1516432

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Schweizer Finanzchefs gemäss

Schweizer Finanzchefs gemäss Umfrage besorgt wegen Coronakrise

Die Schweizer Finanzchefs zeigen sich mit Blick auf die Coronakrise besorgt, wenn auch weniger stark als ihre ausländischen Kollegen. So werden Liquiditätsengpässe und negative Betriebsergebnisse befürchtet.

02.04.2020 10:30

Dies zeigt eine am Donnerstag publizierte Umfrage des Wirtschaftsprüfers PwC. Rund 75 Prozent der Schweizer CFOs erwarten wegen der Pandemie negative Auswirkungen auf Einnahmen und/oder Gewinne. Und 15 Prozent geben an, wegen der täglich neuen Informationen Schwierigkeiten zu haben, die Auswirkungen abzuschätzen.

Als die drei häufigsten Massnahmen gegen die Krise werden dabei die Kosteneindämmung, das Verschieben oder Streichen geplanter Investitionen sowie die Änderung der Finanzierungspläne genannt.

Entlassungen im April

Für den laufenden Monat April sehen die Finanzchefs Personalveränderungen als negativste Folgen. Konkret bedeutet dies, dass Angestellte in den vorübergehenden Urlaub geschickt würden, aber auch dass es zu Entlassungen kommen werde.

Mit Blick auf die Dauer der Krise zeigen sich die Finanzchef in der Schweiz derweil zuversichtlicher als ihre Kollegen im Ausland.

So gehen in der Schweiz 65 Prozent der CFOs davon aus, dass sich ihr Geschäft in weniger als einem Monat wieder normalisieren wird und weitere 25 Prozent rechnen mit einem Zeitraum von ein bis drei Monaten.

jl/kw

(AWP)

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Konsumentenpreise steigen im

Konsumentenpreise steigen im März leicht - Jahresinflation -0,5%

Die Inflation in der Schweiz ist im März 2020 im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Hintergrund sind die angesichts der Coronakrise gefallenen Energiepreise.

02.04.2020 09:00

Das Preisniveau gemessen am Landesindex der Konsumentenpreise (LIK) stieg zwar verglichen mit dem Vormonat Februar leicht um 0,1 Prozent auf 101,7 Punkte, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Donnerstag mitteilte. Innert Jahresfrist sank das Preisniveau aber relativ deutlich um 0,5 Prozent.

Damit liegen die für den Berichtsmonat ausgewiesenen Werte innerhalb der Erwartungen. Von der Nachrichtenagentur AWP befragte Ökonomen hatten mit einem Rückgang der Jahresteuerung im Bereich von 0,5 bis 0,6 Prozent gerechnet.

Steigende Preise nach Ende des Ausverkaufs

Den Anstieg im Vergleich zum Vormonat führt das BFS auf verschiedene Faktoren zurück, unter anderem auf höhere Preise für Bekleidung und Schuhe nach Abschluss des Winterausverkaufs. Auch neue Autos und Rindfleisch wurden teurer.

Stark gesunken sind dagegen die Preise für Heizöl und Treibstoffe. Entsprechend verbilligten sich die in die Schweiz importierten Güter gegenüber dem März 2019 um ganze 2,2 Prozent.

Der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI), anhand dessen die hiesige Teuerung mit jener in den europäischen Ländern verglichen werden kann, stieg im März 2020 gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent 100,8 Punkte. Auf Jahressicht entspricht dies einer Veränderungsrate von -0,4 Prozent.

ra/jb

(AWP)

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Zehn Minuten nach

Zehn Minuten nach Börsenbeginn und noch immer kein Kurs? Das ist der Grund

Seit der Corona-Krise dauert es nach Handelseröffnung oft mehrere Minuten, bis sich für Aktien erste Kurse bilden können. Schuld ist eine SIX-Regel, die Verwerfungen am Aktienmarkt verhindern will.

02.04.2020 20:24

Von Henning Hölder

Vieler Trader und Anleger machen seit fast zwei Wochen eine ähnliche Erfahrung. Man sitzt als Anleger pünktlich um 9 Uhr vor dem Laptop (oder Handy) und will schauen, wie die Aktien in den Handelstag starten - doch es passiert nichts. Auch regelmässige cash-Leser mit einem Abonnement für Real-Time-Kurse haben das bemerkt. Dort, wo sonst eigentlich die Kurse pünktlich um 9 Uhr grün oder rot aufblitzen, bleibt es derzeit häufiger für mehrere Minuten leer. Das gilt sowohl für Kurse von einzelnen Aktien als auch für die Kursstände von Indizes wie dem Swiss Performance Index (SMI). 

Handelsvolumen massiv gestiegen

Was ist da los? Man könnte vermuten, dass der Schweizer Börsenbetreiber SIX aufgrund eines massiv höheren Handelsvolumens derzeit Probleme bei der Preisfindung haben könnte. Schliesslich stieg im März der Handelsumsatz an der Schweizer Börse aufgrund der Coronavirus-Krise im Vergleich zum Vormonat um +80,9 Prozent auf 293 Milliarden Franken. Doch der Grund liegt offenbar nicht allein am höheren Handelsvolumen.

"Im März kam es häufiger zu Handelsunterbrüchen, vor allem zum Handelsstart", bestätigt SIX-Sprecher Julian Chan auf Anfrage von cash. Der Grund liege allerdings nicht in einer Überlastung des Systems oder ähnlichen Störungen. Vielmehr handle es sich um systematische Handelsaussetzungen, die bei "gewissen Gegebenheiten" automatisch einträten, so Chan.

SIX setzt den Handel automatisch aus

Was das konkret heisst, erklärt der Schweizer Börsenbetreiber in einem Schreiben: Die SIX setzt bei der Börseneröffnung den Handel einer Aktie automatisch aus, wenn der potenzielle neue Preis zu stark vom Referenzpreis abweicht. Beim Referenzpreis handelt es sich bei der Börseneröffnung in der Regel um den Schlusskurs vom Vortag.

Konkret: Bei Bluechip-Titeln – also Aktien mit einer grossen Marktkapitalisierung ­– wird der Handel für fünf Minuten ausgesetzt, wenn der potenzielle neue Preis 1,5 Prozent vom Referenzpreis abweicht. Bei Mid- und Small Caps setzt der Handel gar für 15 Minuten aus - allerdings erst, wenn die Abweichung vom Referenzpreis 2 Prozent beträgt.

Handelspause kann beliebig lang sein

Hinzu kommt: Die Aussetzung des Handels kann sich direkt wiederholen. Sollte nach Ende der Handelsunterbrechung der neue potentielle Preis erneut um 1,5 respektive 2,0 Prozent vom Referenzpreis abweichen, bleibt der Handel der Aktie weitere fünf respektive 15 Minuten ausgesetzt.

In diesem Fall handelt es sich beim Referenzpreis aber nicht mehr um den Schlusskurs vom Vortag. Vielmehr ist jetzt jener Preis entscheidend, der sich gebildet hätte, wäre der Handel in den vorherigen fünf respektive 15 Minuten nicht ausgesetzt worden.

"Dieses Regelwerk hat sich bewährt", sagt Chan. "Ziel dieser Massnahmen ist, dass der Markt noch einmal kurz innehalten kann und eine geordnete Preisbildung unterstützt wird" sagt Chan. So könne ein fairer und sicherer Markt bereitgestellt werden. Heisst: Man will grössere Verwerfungen am Aktienmarkt so gut es geht verhindern. 

Handelsunterbrüche an der Wall Street

Dass der Handel von Aktien ausgesetzt wird, ist an sich nichts Ungewöhnliches. In den letzten Wochen kam es beispielsweise bei der New York Stock Exchange regelmässig vor, dass der Handel für 15 Minuten unterbrochen wurde. Dies geschieht dann, wenn der S&P 500 – jener Aktienindex, der die Aktien von 500 der grössten börsennotierten US-Unternehmen umfasst – mehr als sieben Prozent fällt.

Fällt der Index nach Wiederaufnahme des Handels um 13 Prozent, folgt eine weitere Unterbrechung von 15 Minuten. Büsst der Index um 20 Prozent ein, wird der Handel für den restlichen Tag ausgesetzt.

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Schweizer Bevölkerung hat

Schweizer Bevölkerung hat laut Umfrage wenig Angst vor einer Wirtschaftskrise

Verglichen mit Europäern und Amerikanern haben Schweizerinnen und Schweizer weniger Angst vor einer Wirtschaftskrise und vor Arbeitslosigkeit.

03.04.2020 07:03

Das ergab eine am Freitag in den französischsprachigen Tamedia-Zeitungen veröffentlichte Umfrage. Nur jeder fünfte Schweizer (22 Prozent) befürchtet eine Wirtschaftskrise. Wesentlich pessimistischer sind dagegen die Staatsbürger in acht anderen Ländern (Deutschland, Spanien, Italien, Frankreich, Belgien, Grossbritannien, Polen und USA), die an der Umfrage teilgenommen haben. Zwei von fünf der befragten Personen (38 Prozent) haben Angst vor einer solchen Krise.

Nur Frankreich hat eine niedrigere Quote (17 Prozent). Italien (51 Prozent), Spanien (46 Prozent) und Deutschland (45 Prozent) sind die Länder, in denen eine Wirtschaftskrise am meisten gefürchtet wird.

Wenig Angst vor Arbeitslosigkeit

Die Schweizerinnen und Schweizer haben auch die geringste Angst vor Arbeitslosigkeit oder einem Einkommensverlust (15 Prozent). Umgekehrt sind die Befürchtungen in Polen (49 Prozent), Spanien (46 Prozent) und den USA (45 Prozent) sehr ausgeprägt.

Die Schweizer sind zuversichtlich, dass es dem Land besser ergehen könnte als anderen Staaten. "Wir sind einen gewissen Lebensstandard und eine niedrige Arbeitslosenquote gewohnt. Und wir haben die Finanzkrise der Jahre 2008/2009 besser als anderswo gemeistert", sagte Pascal Sciarini, Politologe an der Universität Genf.

Ängste vor Tod und Krankheit

Die von den Befragten am häufigsten genannten Ängste sind Tod und Krankheit. Auch hier sind die Schweizer eher zuversichtlich. Etwas mehr als jeder vierte Schweizer (27 Prozent) fürchtet den Tod eines geliebten Menschen, verglichen mit sieben von zehn Franzosen (71 Porzent) und zwei Drittel der Spanier (67 Prozent).

Was die vom Bundesrat ergriffenen Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus betrifft, so halten 29 Prozent der Schweizer diese für ausreichend. 12 Prozent wünschen sich weniger und ein Drittel mehr.

Die Umfrage wurde zwischen dem 24. und 30. März vom Meinungsforschungsinstitut YouGov für die europäischen Zeitungen der LENA-Allianz durchgeführt. Dieser Allianz gehören die "Tribune de Genève" und der "Tages-Anzeiger" an. Es wurden 10'963 Personen befragt, davon 507 in der Schweiz.

(AWP)

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Weltbank stellt bis zu 160

Weltbank stellt bis zu 160 Milliarden Dollar gegen Pandemie bereit

Die Weltbank stellt bis zu 160 Milliarden Dollar für Massnahmen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie bereit. Das Geld soll über die 15 kommenden Monate für den Umgang mit den gesundheitlichen Folgen der Pandemie und für eine Unterstützung der Wirtschaft zur Verfügung gestellt werden.

02.04.2020 21:14

Dies teilte die internationale Finanzinstitution mit Sitz in Washington am Donnerstag mit. In einem ersten Schritt wurden 1,9 Milliarden Dollar für Schwellen- und Entwicklungsländer freigegeben.

Die Weltbank wolle die Fähigkeit von Schwellen- und Entwicklungsländern stärken, mit der Pandemie umzugehen, und die Dauer einer wirtschaftlichen und sozialen Erholung verkürzen, erklärte Weltbank-Chef David Malpass. "Die ärmsten und verletzlichsten Länder werden vermutlich am härtesten getroffen."

Von der ersten Tranche der Hilfen sollen rund eine Milliarde Dollar an Indien gehen, 200 Millionen Dollar an Pakistan und 100 Millionen Dollar an Afghanistan. 82 Millionen Dollar sind für Äthiopien vorgesehen.

(AWP)

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Schweizer Hotellerie setzt im

Schweizer Hotellerie setzt im Februar ein letztes Glanzlicht

Die Schweizer Hotellerie hat in den ersten zwei Monaten das zweitbeste Ergebnis seit knapp drei Jahrzehnten eingefahren. Das war das letzte Glanzlicht vor einer rabenschwarzen Zeit, die mit der Corona-Krise begonnen hat.

03.04.2020 12:40

Denn seit Mitte März ist die Welt eine andere. Der Bundesrat erklärte den Notstand für die Schweiz und brachte das öffentliche Leben weitgehend zum Erliegen. Reisen ins Land sind seither nicht möglich. Und alle anderen sind angehalten, daheim zu bleiben.

Hotels dürften zwar unter speziellen Auflagen geöffnet bleiben. Bundesrat und Kantone versuchen die Unterkünfte als Unterstützung für Militär- und Pflegepersonal oder leichte Fälle aus den Spitälern freizuhalten.

Andere versuchen, ihre Hotelzimmer als "Home Office auf Zeit" zu vermieten. Dennoch: Viele Betriebe haben ihre Pforten geschlossen, um die laufenden Kosten zu senken.

Kaum Überblick

"Es ist im Moment schwierig, den Überblick zu behalten, wie viele Hotels geöffnet haben", sagte Markus Berger, Leiter Unternehmenskommunikation der Organisation Schweiz Tourismus, am Freitag im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AWP.

Gemäss einer Umfrage von Hotelleriesuisse und Schweiz Tourismus waren Ende März 57 Prozent der Betriebe ganz und 21 Prozent teilweise geschlossen. Laut einem Verzeichnis von Hotelleriesuisse haben aktuell jedoch nur 400 Hotels gemeldet, trotz der aktuellen Situation geöffnet zu haben.

Das sind 5 Prozent der rund 8000 Unterkünfte in der Schweiz. "Das sind sicher nicht alle", betonte Berger, der die Hoteliers mit offenen Anlagen dazu aufrief, sich in dem Register einzutragen.

Das wäre auch im Interesse von Tourismusexperte Vincenzo Carelli vom Bundesamt für Statistik (BFS). Denn ohne Rückmeldungen der Hoteliers kann das BFS keine Statistiken erstellen.

Wie und welche Daten das BFS für den Monat März veröffentlichen wird, ist derzeit noch offen. "Alles hängt davon ab, wie wir die Daten und Schliessungsperioden für den Monat erhalten", sagte Carelli zu AWP.

Milliarden fallen weg

Der Schweizer Tourismus verliert seit den Notmassnahmen wegen der Pandemie und der Abschottung der Grenzen Milliarden. Gemäss der Umfrage von Hotelleriesuisse und Schweiz Tourismus werden die Schweizer Hotels in den Monaten März (-69 Prozent), April (-90 Prozent) und Mai (-73 Prozent) massiv an Umsatz einbüssen.

Ausgehend von einem jährlichen Umsatz der Schweizer Hotelbranche von 10,2 Milliarden Franken sei daher alleine für die Monate März bis Mai mit einem Umsatzverlust von fast 2 Milliarden Franken zu rechnen.

Dem gesamtschweizerischen Tourismus würden durch das Coronavirus alleine von März bis Mai 6,4 Milliarden Franken entgehen. Schweiz Tourismus zitiert eine Untersuchung des Instituts für Tourismus der Fachhochschule Westschweiz HES-SO Valais-Wallis.

Es sind nämlich nicht nur die Hoteliers von den Schliessung betroffen, sondern auch Gastronomen, Seilbahnen und andere Transportunternehmen oder Vermieter von Ferienhäusern und -wohnungen, die sogenannte Parahotellerie.

Zum Vergleich: 2017 betrugen die Gesamteinnahmen des Tourismus in der Schweiz 44,7 Milliarden Franken. Der Tourismus spielt in der Schweizer Wirtschaft also eine bedeutende Rolle.

Bis Februar war alles gut

Dabei hatte das Tourismusjahr doch so gut angefangen wie schon lange nicht mehr. Die Touristen strömten in Massen ins Land und mit ihnen das Geld.

Konkret kletterte die Zahl der Übernachtungen in den Monaten Januar und Februar um 6,3 respektive 6,4 Prozent auf insgesamt 6,3 Millionen. Sowohl Schweizer als auch ausländische Gäste schliefen häufiger in den hiesigen Hotels.

Auch die Coronakrise konnte dem Sektor zu Jahresbeginn noch kaum was anhaben. Zwar sackte die Zahl der Hotelübernachtungen von Gästen aus China im Februar um fast 62 Prozent ab, dafür machten Gäste aus den Euroländern (+16 Prozent) so zahlreich wie schon lange nicht mehr Ferien in der Schweiz. Sie machten die Scharte mehr als wett, zumal der Februar kein typischer Reisemonat für asiatische Touristen in der Schweiz ist.

Die Aussichten für den Schweizer Tourismus waren also glänzend - bis das Coronavirus kam. Oder wie es Schweiz Tourismus ausdrückt: Ein dramatisches Ende nach einem verheissungsvollen Start.

(AWP)

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Coronavirus: Bundesrat stockt

Coronavirus: Bundesrat stockt Wirtschaftshilfe um 20 Milliarden Franken auf

(Mit Aussagen von Maurer ergänzt im 2 und 7 Abschnitt nach dem Lead) - Der Bundesrat stockt die Wirtschaftshilfe um 20 Milliarden Franken auf. Das Geld steht für Überbrückungskredite zur Verfügung. Damit soll die Liquidität von Unternehmen, insbesondere von KMU, in der Coronakrise gesichert werden.

03.04.2020 15:07

Dafür hatte der Bundesrat am 20. März bereits 20 Milliarden Franken gesprochen. Rasch zeichnete sich ab, dass das Geld nicht reichen würde. Gemäss Angaben des Bundesrats vom Freitag sind bis gestern Donnerstag 76'034 Kreditvereinbarungen mit einem geschätzten Volumen von insgesamt 14,3 Milliarden Franken abgeschlossen worden.

Laut Finanzminister Ueli Maurer sind bis zu 400'000 KMU von der Krise betroffen. Er gehe nicht davon aus, dass alle einen Kredit beantragten, sagte er vor den Bundeshausmedien. "Aber die Zahlen zeigen, dass das Bedürfnis nach wie vor vorhanden ist."

Keine Kontrolle bei Vergabe

Ein Grund für die zügige Vergabe des Geldes ist das einfache Verfahren. Kredite bis zu 500'000 Franken werden von den Banken rasch und ohne Prüfung der Angaben der Kreditnehmer abgeschlossen. Der Bund verbürgt diese zu 100 Prozent. Kredite bis 20 Millionen Franken werden genauer unter die Lupe genommen und vom Bund zu 85 Prozent verbürgt.

Wegen der grossen Nachfrage werde das Bürgschaftsvolumen von 20 Milliarden Franken in den nächsten Tagen überschritten werden, schreibt der Bundesrat. Deshalb beantragt er den Eidgenössischen Räten eine Aufstockung des Verpflichtungskredits auf insgesamt 40 Milliarden Franken. 10 Milliarden davon werden der Finanzdelegation als dringlich beantragt. Diese tagt am 7. April.

Massnahmen gegen Missbrauch

Der Bund will auch dem Missbrauchsrisiko begegnen, das die auf Selbstdeklaration beruhende Kreditvergabe mit sich bringt. Künftig soll die zentrale Stelle der Bürgschaftsorganisationen sämtliche Kreditvereinbarungen auf Einhaltung elementarer Voraussetzungen und auf Mehrfachbeanspruchung von Krediten prüfen. Zu Unrecht oder mehrfach beantragte Kredite würden rasch rückgängig gemacht, heisst es in der Mitteilung.

Weiter sollen die Kredite systematisch mit Mehrwertsteuer- und anderen Daten abgeglichen werden, um unter anderem die von den Unternehmen gemachten Umsatzangaben zu überprüfen und auffallende Abweichungen zu verfolgen. Auch eine Verschärfung der Strafbestimmungen wird geprüft. Insbesondere sollen nicht nur die kreditbeantragenden Unternehmen, sondern auch die dahinterstehenden natürlichen Personen belangt werden können.

Maurer bekräftigte, dass er das Missbrauchspotenzial für nicht besonders gross hält. In zehn Minuten könne man vielleicht nicht feststellen, ob jemand den Bund über den Tisch ziehen wolle, später aber sehr wohl. Dafür sorgten auch die Finanzkontrolle und die Wirtschaftsprüfer von PwC. Die Finanzkontrolle hatte diese Woche eindringlich vor Missbrauch gewarnt und Kontrollen angekündigt.

Insgesamt 60 Milliarden

Die Überbrückungskredite sind nur ein Teil der vom Bundesrat beschlossenen Wirtschaftshilfen. Löhne und Arbeitsplätze werden mit Kurzarbeitsentschädigung gesichert. Bis am Donnerstag waren Gesuche für jeden fünften Arbeitsplatz in der Schweiz eingegangen. Entschädigung gibt es in gewissen Fällen auch für Selbständige.

Der Bundesrat prüft derzeit eine Ausweitung dieses Anspruchs. Heute fallen jene rund 270'00 Selbständigerwerbende durch die Maschen, deren Tätigkeit nicht verboten ist, die wegen des weitgehenden Stillstands der Wirtschaft aber kaum mehr Umsatz machen. Ein Entscheid soll Mitte nächster Woche fallen. Unterstützt werden auch der Sport und die Kultur.

Nach der Aufstockung haben die Unterstützungsmassnahmen des Bundes zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie ein Volumen von über 60 Milliarden Franken.

(AWP)

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Warten nach Geberit weitere

Warten nach Geberit weitere SMI-Firmen mit erfreulichen Zahlen auf?

Geberit läutet bei den SMI-Firmen vorzeitig die Quartalsberichterstattung ein. Der Sanitärtechnikkonzern schneidet überraschend gut ab. Legt Givaudan am Mittwoch mit soliden Umsatzzahlen nach?

06.04.2020 08:09

Von Lorenz Burkhalter

Eigentlich hätte der Aromen- und Duftstoffhersteller Givaudan am Mittwoch als erstes Unternehmen aus dem Swiss Market Index (SMI) mit Eckzahlen für die Monate Januar bis März aufwarten sollen. Doch nun meldet sich am frühen Montagmorgen überraschend Geberit zu Wort.

Wie der Sanitärtechnikkonzern aus Rapperswil-Jona informiert, ging der Umsatz im vergangenen ersten Quartal zwar um 3,9 Prozent auf 798 Millionen Franken zurück. Analysten waren durchschnittlich sogar von einem Umsatzrückgang auf 778 Millionen Franken ausgegangen. Mit anderen Worten: Die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie traf Geberit erst in der zweiten März-Hälfte und damit später als gedacht.

Nicht zuletzt dank der sehr soliden Bilanz will das Unternehmen die strategischen und operativen Pläne wie bis anhin weiterverfolgen. Auf konkrete zukunftsgerichtete Aussagen verzichtet es jedoch aufgrund der unsicheren Situation in den Absatzmärkten.

Im vorbörslichen Handel von Julius Bär gewinnt die Geberit-Aktie zur Stunde kräftige 3,2 Prozent auf 415 Franken.

Kann Givaudan am Mittwoch nachlegen?

Beobachter bezeichnen den deutlich besser als erwartet ausgefallenen Quartalsumsatz bei Geberit als ermutigend. Nun sei abzuwarten, ob weitere Unternehmen positiv überraschen können. Falls ja, werde das nicht nur den Aktien der jeweiligen Firmen, sondern auch dem SMI helfen, so heisst es weiter.

Zwei entscheidende Fragen bleiben allerdings auch weiterhin unbeantwortet: Wie stark frisst sich die Coronavirus-Pandemie bei den hiesigen Unternehmen im zweiten Quartal ins Tagesgeschäft? Und wie lange werden uns die wirtschaftlichen Nachwehen noch begleiten?

Das Interesse gilt nun den Quartalsumsatzzahlen von Givaudan vom kommenden Mittwoch. Die Zürcher Kantonalbank geht von einem organischen Umsatzplus von 3,2 Prozent im Jahresvergleich auf 1,588 Milliarden Franken aus, wobei vor allem der Absatz mit Riechstoffen kräftig gewachsen sein dürfte. Die Givaudan-Aktie wird vorbörslich sogar um 3,4 Prozent höher gestellt.

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Schweizer Finanzchefs halten

Schweizer Finanzchefs halten starke Rezession für unvermeidbar

Die Corona-Pandemie hat innerhalb kürzester Zeit die wirtschaftlichen Aussichten der Schweiz fundamental verändert. Schweizer Finanzchefs sind so pessimistisch wie noch nie.

06.04.2020 06:36

Weder in der Euro-Krise, noch beim Franken-Schock waren die CFOs bezüglich Konjunkturaussichten so negativ wie heute, erklärte Beratungsunternehmens Deloitte am Montag in seiner halbjährlich durchgeführten CFO-Umfrage.

Die Befragungen zeigen zwar schon seit knapp zwei Jahren eine Abkühlung an, nun kam es aber zu einem regelrecht Absturz. So rechnen 97 Prozent der nach Mitte März befragten Finanzchefs mit einer negativen Entwicklung der Wirtschaft über die kommenden 12 Monate - und 41 Prozent davon gar mit einer stark negativen Dynamik.

Zudem sehen gut zwei Drittel (67 Prozent) eine negative finanzielle Entwicklung auf ihr Unternehmen zukommen und nur gerade 15 Prozent eine positive. Dabei schätzen 93 Prozent die Zukunft ihres Unternehmens als weniger rosig als noch vor drei Monaten ein.

Und mehr als drei Viertel (78 Prozent) rechnen mit einem Umsatzrückgang, über die Hälfte (52 Prozent) mit einem Sinken des Personalbestandes innert Jahresfrist.

Digitalisierungsschub erwartet

Das Gros der Schweizer CFOs begegnet der Krise allerdings aktiv, wie die Umfrage weiter zeigt. So haben 91 Prozent der Unternehmen Massnahmen zur Eindämmung der Wachstumsschwäche getroffen - am häufigsten wurden Kosteneinsparungen und Umsatzgenerierung genannt.

Und die wirklich erfolgreichen Unternehmen setzten sich bereits jetzt mit der Zeit nach der Krise auseinander, sagt Alessandro Miolo, Verantwortlicher für das CFO-Programm bei Deloitte. "Sie prüfen mögliche Käufe oder Verkäufe von Unternehmensteilen und setzen nötige interne Veränderungen zielgerichtet um. Ich rechne mit einem grossen Digitalisierungsschub als Folge der Coronakrise", so Miolo.

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Zahl der

Zahl der Stellenausschreibungen in der Schweiz massiv gesunken

Die Zahl der Stellenausschreibungen in der Schweiz ist mit der Zuspitzung der Corona-Krise massiv gesunken. Sie sackte innert nur zwei Wochen um rund 26 Prozent ab, wie Spezialauswertungen im Rahmen des Adecco Group Swiss Job Market Index für die Schweizer Stellenbörsen zeigen.

06.04.2020 06:32

Noch kurz vor dem 16. März, als der Bundesrat die "ausserordentliche Lage" verkündet hatte, zeigte der Job Index im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres ein Plus von 4 Prozent auf, wie der Schweizer Stellenvermittler am Montag mitteilte.

Der Einbruch der Stellenausschreibungen seither sei markant und erinnere bereits jetzt an vergangene Krisen wie etwa der Frankenschock 2015 oder die Bankenkrise 2008, meint Nicole Burth, CEO der Adecco Gruppe Schweiz. Die Ausgangslage sei hier allerdings eine völlig neue, sodass dank Kurzarbeit die Chancen für eine mittelfristige Erholung intakt seien.

Aktuell werde vor allem medizinisches Personal sehr gesucht, sowie auch Personal in der Lebensmittelindustrie, im Online-Detailhandel und punktuell auch in Logistik und Industriebetrieben. Adecco versuche entsprechend, Mitarbeitende in betroffenen Bereichen auf die gesuchten Bereiche umzupositionieren.

Der nächste Job-Index wird Anfangs Juli veröffentlicht, dann dürften sich die Auswirkungen der Corona-Krise auf den Gesamtstellenmarkt und insbesondere auch für die verschiedenen Berufsgruppen im Detail zeigen.

yl/uh

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Coronavirus:

Coronavirus: Konjunkturforscher plädieren für weitere Massnahmen des Staates

Die Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH Zürich sieht weiteren Handlungsbedarf des Staates in der Coronavirus-Krise. Die derzeitigen Massnahmen zur Stützung der Wirtschaft würden nicht ausreichen.

06.04.2020 06:32

Dies sagte der Leiter der Institution, Jan-Egbert Sturm, den "Zeitungen der CH-Media" vom Montag. Kurzarbeit und Kredite allein reichten nicht, betonte er. "Sind nach der Krise viele Betriebe überschuldet, werden sie auf Jahre hinaus nicht investieren", sagte Sturm. Für Innovationen fehle dann das Geld und die Wirtschaft würde weniger stark wachsen.

Daher plädierten die Forscher, dass der Staat die Unternehmen weiter entlastet. Er solle etwa Mietkosten oder Zinszahlungen übernehmen, schlugen die Wissenschaftler vor. "Es wäre eine Art von Kurzarbeit-Regime für Kapital", erklärte der KOF-Direktor. Zwar solle der Staat nicht alles übernehmen, aber eine gewisse Leistung sei angebracht. Die Betriebe, ihre Vermieter und deren Geldgeber stünden allerdings ebenfalls in der Pflicht, sagte er.

"Alles, was wir jetzt nicht tun, kommt uns später teurer zu stehen", warnte Sturm. So könne etwa die Arbeitslosenquote in der Schweiz stark steigen. Ausserdem würden inmitten der Krise kaum neue Arbeitsplätze geschaffen und auch danach seien die Unternehmen zunächst zurückhaltend. Das Land sei aber in der finanziellen Lage, solche A-fonds-perdu-Beträge zu stemmen, ohne die Grenze der Stützungsmassnahmen von 100 Milliarden Franken zu überschreiten, hiess es.

mk

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Zahl der Konkurse 2019 stabil

Zahl der Konkurse 2019 stabil - finanzielle Verluste ausgeweitet

In der Schweiz ist die Zahl der eröffneten Konkurse im Jahr 2019 auf hohem Niveau stabil geblieben. Gleichzeitig nahm der Gesamtbetrag der finanziellen Verluste aus ordentlichen und summarischen Konkursverfahren weiter zu - um 13,6 Prozent auf 2,3 Milliarden Franken.

06.04.2020 09:45

2019 wurden über 13'840 Firmen und Private der Konkurs eröffnet, wie das Bundesamtes für Statistik (BFS) am Montag mitteilte. Damit gab es nur geringfügig weniger Verfahren als im Rekordvorjahr (13'971).

Die Entwicklung der Konkurse verlief den Angaben zufolge jedoch je nach Region sehr unterschiedlich. Die grössten Veränderungen waren im Tessin (+8,2 Prozent) und in der Nordwestschweiz (-9,2%) zu beobachten. Die grössten Anstiege verbuchten insbesondere die Kantone Zug (+56 Fälle; +25,5%) und Glarus (+24 Fälle; +43,6%). Die stärksten Rückgänge dagegen verzeichneten Genf (-137 Fälle; -7,8%) und Basel-Landschaft (-69 Fälle; -16,6%).

Die finanziellen Verluste aus ordentlichen und summarischen Konkursverfahren weiteten sich derweil erneut deutlich aus. Sie beliefen sich auf neu 2,3 Milliarden Franken (+13,6%). Die Summe entsprach gemäss BFS allerdings dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Im Zeitraum von 1995 bis 2005 wurden häufig Werte über vier Milliarden Franken verzeichnet.

Bei den Verlusten gibt es von Kanton zu Kanton und von Jahr zu Jahr starke Schwankungen. Im Kanton Basel-Landschaft etwa erreichten die Verluste 2019 einen Höchstwert von 540 Millionen Franken - viermal mehr als im Jahr 2018. Grund hierfür ist laut BFS wohl eine grosse Anzahl Konkursverfahren mit hohen Forderungen.

uh/

(AWP)

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Schweizer Arbeitslosenquote

Schweizer Arbeitslosenquote steigt in der Coronakrise stark an

Der Schweizer Arbeitsmarkt trägt im März die Spuren der Coronakrise.

07.04.2020 07:56

Die Arbeitslosenquote stieg von 2,5 Prozent im Februar auf 2,9 Prozent, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Dienstag mitteilte. Gleichzeitig sank die Zahl der offenen Stellen.

Es folgt mehr.

(SDA)

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OECD-Frühindikator bricht in

OECD-Frühindikator bricht in Rekordtempo ein

Die konjunkturellen Aussichten für die grossen Volkswirtschaften der Welt haben sich infolge der Corona-Krise massiv verschlechtert. Wie die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Mittwoch in Paris mitteilte, ist ihr wirtschaftlicher Frühindikator CLI im März so scharf eingebrochen wie noch nie. Im OECD-Raum fiel der Indikator von 99,6 auf 98,8 Punkte. In der Eurozone wurde der während der Finanzkrise erreichte Tiefstand klar unterschritten. In den USA, China und Japan fiel der Rückgang dagegen etwas weniger stark aus.

08.04.2020 12:17

Die OECD weist darauf hin, dass aufgrund der beispiellosen Situation Vorsicht bei der Interpretation des CLI geboten sei. Zum einen sei die Prognosekraft des Indikators aktuell begrenzt. Zum anderen könne vom Ausmass der Veränderung des CLI nicht auf die konkrete Stärke des wirtschaftlichen Einbruchs geschlossen werden. Allerdings sei aus dem starken Rückgang des Indikators ein klares Signal herauszulesen, dass die Wirtschaft in vielen Ländern derzeit deutlich schrumpfe./bgf/jkr/jha/

(AWP)

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Die UBS sieht die

Die UBS sieht die Bereitschaft für Fusionen und Börsengänge nach der Coronakrise

Die Verwerfungen an den Märkten eröffnet den Anlegern zudem die seltene Möglichkeit, zu attraktiven Konditionen Unternehmensanleihen zu kaufen.

08.04.2020 11:25

Europäische Unternehmen positionieren sich, um Fusionen und Börsengänge später in diesem Jahr wieder aufzunehmen, wenn sich die Coronavirus-Krise entspannt hat, sagten Manager der Bank in einer Telefonkonferenz.

Zwar verschieben Verkäufer zumeist neue Deals, aber einige Unternehmen nutzen die Zeit, um sich auf Auktionen in diesem Sommer vorzubereiten, sagt Nestor Paz-Galindo, EMEA-Chef für M&A bei der Schweizer Bank. Transaktionen, die in den letzten sechs bis neun Monaten in der Pipeline waren, laufen noch, berichtet er.

"Wir werden mehr Zusammenschlüsse sehen", sagte Paz-Galindo. "Unternehmen mit guten Bilanzen können versuchen, die Preisverschiebung zu nutzen, um Volumen und Grösse aufzubauen. Gleichzeitig befinden sich gefährdete Unternehmen in der Defensive und werden versuchen, sich gegen feindliche Übernahmen zu verteidigen."

UBS sieht Appetit von Aktivisten und anderen Investoren auf Aktienverkäufe. Länder, die sich früher vom Virus erholen, wie beispielsweise jene in Asien, beginnen bereits darüber nachzudenken, die äusserst niedrigen Preise für Transaktionen in Europa zu nutzen.

Im Visier der Politik

"Die Politik und Aufsichtsbehörden werden vermehrt ein Auge auf Transaktionen haben, die als opportunistisch eingeschätzt werden können, insbesondere in Sektoren, die als sehr wichtig erachtet werden", sagte Paz-Galindo. "Wir erwarten ein gewisses Zurückdrängen. "

So will das Kabinett von Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mittwoch Änderungen des Aussenhandelsgesetzes verabschieden, um Deals blockieren zu können, die "potenzielle Eingriffe" in deutsche Interessen darstellen, sagte eine informierte Person am Dienstag.

Die Infrastruktur ist ein Sektor, der nicht auf eine Erholung wartet. Die Investmentbank hat in den letzten drei Wochen Aktivitäten beobachtet, die einen starken Appetit der Anleger signalisieren.

"Die Anleger waren widerstandsfähiger als gedacht", sagte Gareth McCartney, UBS-Leiter Aktienkapitalmärkte für EMEA. Viele Fonds waren bereits gut für die Volatilität positioniert und allgemein untergewichtet im Öl- und Gassektor, der sowohl unter dem Shutdown infolge des Coronavirus als auch unter einem starken Rückgang der Rohölpreise leidet.

Stillstand beim Boom bei Fusionen und Übernahmen

Für Unternehmen mit einer starken Investorenbasis sind Kapitalerhöhungen in Planung, und eine Welle von vor Ostern geplanten Börsengängen wurde laut McCartney auf das zweite Halbjahr und bis 2021 verschoben.

Ein jahrzehntelanger Boom bei Fusionen und Übernahmen kam im März zum Stillstand, als die Pandemie die Aktien auf Talfahrt schickte und die Unternehmensanleihemärkte dicht wurden. Dennoch befinden sich die Emissions- und Transaktionsniveaus am Rentenmarkt in einigen Fällen auf Rekordniveau, nachdem einige der grössten Emittenten im Unternehmenssektor wie Nestlé SA und Royal Dutch Shell Plc Liquidität in den Markt bringen, sagte der Leiter des europäischen Anleihesegments, Barry Donlon.

Letzte Woche stiegen die Unternehmens-Bondemissionen um 75 Prozent, sagte Donlon. "Wir hatten ein paar 120-Milliarden-Dollar-Wochen in den USA und rund 80 Milliarden Euro an den europäischen Märkten."

Günstige Firmenbonds

Unternehmen mit der höchsten Bonität nutzen die niedrigen Zinsen in den USA, um längerfristige Schulden zu günstigeren Zinsen festzuschreiben. Dies ist eine seltene Gelegenheit für Anleger, Zugang zu Unternehmen wie Nestlé zu erhalten, die in den USA nicht häufig an den Markt kommen, sagte er. Dies hat auch dazu beigetragen, einige Abflüsse aus festverzinslichen Fonds zu stabilisieren und umzukehren, bei denen zu Beginn der Krise mehr als 100 Milliarden Dollar abgezogen wurden.

"Die Aussichten für Unternehmensanleihe- und Bankanleihemärkte erscheinen auf der Schuldnerseite noch ziemlich positiv", sagte Donlon. "Die Leute haben immer noch das Gefühl, dass die Niveaus attraktiv genug sind, um für das aktuelle Marktrisiko zu kompensieren."

(Bloomberg)

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BAK prognostiziert Einbruch

BAK prognostiziert Einbruch von rund einem Viertel im Tourismus

Das Basler Wirtschaftsforschungsinstitut BAK Economics rechnet wegen der Corona-Pandemie für 2020 mit grossen Einbussen beim Schweizer Tourismus.

09.04.2020 12:50

Derzeit herrsche ein nahezu vollständiger Stopp in der Hotellerie. Und auch in der Gastronomie sei die Situation nur graduell besser, heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Konkret rechnet das BAK aus heutiger Sicht damit, dass dem Gastgewerbe ein zehnmal stärkerer Einbruch als der Gesamtwirtschaft droht. Für die Gesamtwirtschaft rechnet das BAK dabei mit einem Minus von 2,5 Prozent. Mit anderen Worten: Dem Schweizer Tourismus könnte im Jahr 2020 mehr als ein Viertel der Wertschöpfung wegbrechen. Und der Einbruch könnte gar noch deutlicher ausfallen, falls die Eindämmung von COVID-19 länger benötige als angenommen.

Hotels noch stärker betroffen als Gastronomie

Mit einem geschätzten Rückgang von 25,6 Prozent im Vergleich zum Jahr 2019 sei dabei die Beherbergung noch stärker betroffen als die Gastronomie (-18,6 Prozent). Dies liege daran, dass das Gastgewerbe zwar durch Zwangsschliessungen direkter betroffen sei als die Hotellerie, sich aber im Gegensatz zur Beherbergungsbranche schneller wieder vom Lockdown erholen dürfte.

Das Gastgewerbe insgesamt ist laut BAK die am schwersten von der Corona-Krise betroffene Branche der Schweiz. Grund dafür sei, dass der Tourismus sich wohl langsamer vom derzeitigen Lockdown erholen werde als andere Branchen: "Der Rückgang der Logiernächte wird von den Konsumenten nicht zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt und es kann auch nicht auf Lager produziert werden", heisst es in der Mitteilung.

Erschwerend komme hinzu, dass bei einer allmählichen Lockerung der Massnahmen vor allem die internationale Reisetätigkeit "eher länger als kürzer" eingeschränkt bleiben dürfte.

(AWP)

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