CH-relevante Börsenthemen Jahr 2021

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Regionen Genfersee und Zürich

Regionen Genfersee und Zürich im Jahr 2018 am stärksten gewachsen

Die Wirtschaftsleistung ist 2018 in allen Schweizer Regionen gestiegen. Eine Auswertung des Bundesamts für Statistik zeigt: Die Regionen Genfersee und Zürich übertrafen das durchschnittliche Wirtschaftswachstum deutlich, Nordwest- und Zentralschweiz hinkten hinterher.

21.01.2021 12:24

2018 stieg das reale Bruttoinlandprodukt (BIP) der Schweiz im Landesdurchschnitt um 3,0 Prozent. Wie bei einem Durchschnitt so üblich gibt es Ausreisser nach unten und nach oben. Die Genferseeregion lag dabei im Berichtsjahr 2018 - neuere Zahlen auf Regionen- und Kantonsebene sind noch nicht vorhanden - mit einem BIP-Wachstum von 4,2 Prozent an der Spitze, gefolgt von Zürich mit einem Plus von 4,1 Prozent. Dies geht aus einer Publikation des Bundesamts für Statistik (BFS) vom Donnerstag hervor.

Dass diese beiden strukturstarken Regionen an der Spitze sind, überrascht eigentlich wenig. Eher überraschend folgt dahinter aber bereits der gemeinhin als eher strukturschwache Region bekannt Tessin mit +3,8 Prozent. Klar unter dem Durchschnitt zu finden sind dagegen die Regionen Nordwestschweiz und Zentralschweiz mit je +2,0 Prozent sowie die Ostschweiz und Espace Mittelland mit je +2,3 Prozent.

Allerdings gibt es recht grosse Unterschiede zwischen den Kantonen. So wuchs etwa innerhalb der Region Nordwestschweiz der Kanton Basel-Stadt - bekannt für seine starke Pharmaindustrie - mit 3,1 Prozent deutlich stärker als etwa der Kanton Basellandschaft (+0,7%) oder der Aargau (+1,6%).

Am grössten sind die Unterschiede in der Ostschweiz. Während der Kanton Schaffhausen um 4,2 Prozent wuchs, schrumpfte der Kanton Glarus um 2,7 Prozent. Letzterer war damit 2018 der einzige Kanton mit einem schrumpfenden BIP. Gemäss BFS war das vor allem auf einen Rückgang des finanziellen Sektors und eine Stagnation der industriellen Tätigkeiten zurückzuführen.

Uhrenkantone an der Spitze

Aber auch im Espace Mittelland tat sich eine Schere auf. Während die als Uhrenkantone bekannten Neuenburg (+5,1%) und Jura (+4,3%) stark zulegen konnten, entwickelten sich vor allem Bern (+1,8%) und Freiburg (+1,9%) deutlich schwächer. Neuenburg und der Jura gehörte damit - zusammen mit Waadt (+4,9%) - zu den drei am stärksten gewachsenen Kantonen.

Allerdings sind diese beiden Kantone in Bezug auf das absolute BIP in Franken sehr klein. Der Jura war 2018 gerade mal für 0,7 Prozent des gesamten Schweizer BIP verantwortlich, Neuenburg für 2,3 Prozent.

Mit Abstand an der Spitze liegt in dieser Rechnung der Kanton Zürich mit einem Anteil von 22,0 Prozent, vor Bern mit 11,4 Prozent und Waadt mit 8,2 Prozent. Zürich leistete entsprechend mit 0,9 Prozent auch den grössten Wachstumsbeitrag, gefolgt von Waadt (0,4%) und Genf (0,3%).

uh/jr

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Schweizer Banken bei

Schweizer Banken bei Digitalisierung mit europäischen Wettbewerbern gleichauf

Die Schweizer Banken haben laut einer Studie bezüglich ihrem digitalen Reifegrad keinen Rückstand zu ihren europäischen Wettbewerbern. Die Entwicklung verlaufe fast im Gleichklang. Einen Vorsprung machen die Autoren des "Digital Puls Check" des Swiss Finance Institute (SFI) in der systematischen Trenderkennung und -bewertung aus, in der Umsetzung gebe es jedoch einen leichten Rückstand zu den europäischen "Peers".

21.01.2021 11:50

Im Vergleich zur ersten Studie zu diesem Thema aus dem Jahr 2019 hätten die Banken Fortschritte gemacht und die Covid-19-Pandemie habe den Wandel nochmals akzentuiert, heisst es weiter. Der Grad der Onlineverfügbarkeit von Finanzprodukten sei in die Höhe geschnellt und der Digitalisierungsdruck damit gewachsen. Die meisten etablierten Bankinstitute hätten die Zeichen der Zeit erkannt und würden ihre bestehenden Dienstleistungen Schritt für Schritt digitalisieren oder diese vom Kunden herkommend neu denken.

Die Ausgangslage habe sich in den vergangenen zwei Jahren nicht grundlegend verändert, heisst es weiter. Seitdem hätten weitere "Neobanken" Fuss gefasst und seien mit fokussierten Leistungsangeboten aktiv. Innovative, kleine und agile Fintech-Unternehmen sowie grosse, branchenübergreifend tätige Technologiekonzerne würden "in Lauerstellung" stehen, um Bankdienstleistungen mit digitalen Lo?sungen zu erbringen.

Als problematisch wird das Tempo bei der Umsetzung von Projekten angesehen. Es dauere bis zu marktreifen Angeboten und Prozessen oft zu lange. Zudem würden die erzielten Wachstums- und Effizienzgewinne nicht in der Erfolgsrechnung der Banken ankommen. Zahlreiche Banken hätten noch keine dezidierte Performance- oder Renditemessung etabliert, wie sie in anderen Bereichen systematisch erfolge.

Potenzial sieht die Studie bei der Prozessoptimierung, im Bereich Geschäftskunden und bei den Produkten abseits des reinen Bankgeschäfts. Das Firmenkundengeschäft liegt beim Thema Digitalisierung noch weit hinter dem Privatkundenbereich zurück. Zwar wollen zwei Drittel der befragten Banken ihr Geschäftsmodell bis 2023 über digitale Ökosysteme erweitern, wie es heisst. Dabei bleibe man aber zunächst bei reinen Finanzprodukten. Für Angebote über das Banking hinaus mangele es oft noch an klaren Geschäftsmodellen und den nötigen Fähigkeiten.

Die Studie wurde von SFI zusammen mit der Strategie und Managementberatung "zeb" durchgeführt. Dabei wurden den Angaben zufolge 159 Führungskräfte europäischer Banken befragt, wobei 31 Prozent aus der Schweiz und Liechtenstein stammen. 36 Prozent der Befragten sind für eine Kantonalbank tätig, 26 Prozent gehören sonstigen Regionalbanken an. Grosse Banken sind mit 16 Prozent vertreten, Privatbanken mit 18 Prozent.

yr/rw

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«Fallen Angels»: Jetzt

«Fallen Angels»: Jetzt reissen sich Anleger sogar um Junk-Anleihen

Anleger stürzen sich auf US-Unternehmensanleihen, die wegen der Coronaviruskrise am meisten unter die Räder gekommen sind. Ein Bond-ETF mit dem bezeichnenden Namen «Fallen Angels» erfährt enorme Zuflüsse.

21.01.2021 11:50

Der Exchange Traded Fund (ETF) "U.S. Fallen Angels USD Bond" von der Blackrock-Marke iShares hat innerhalb der vergangenen Woche Zuflüsse von 478 Millionen Dollar verzeichnet. Diese Woche sind 93 Millionen dazugekommen. Der Fonds enthält jetzt über eine Milliarde Dollar Anlegergeld. 

Der ETF basiert auf Anleihen amerikanischer Unternehmen, die den Status "Investment Grade" verloren haben. Mit anderen Worten: Junk, also keine kreditwürdigen Schuldner. Der ETF verwendet wörtlich den Begriff "Fallen Angels" und das Tickerkürzel "FALN". Dies bezeichnet an der Börse Investments, die de facto in Ungnade gefallen sind. Solche "gefallene Engel" werden oft automatisch verkauft, wenn sie unter die Marke für Investitionswürdigkeit sinken. 

Fed-Anleihenkäufe stützen

Die Forschungdurchbrüche bei Impfstoffen im November haben bereits bei Aktien für einen Zustrom von Geld in klein- und mittelgross kaptialisierte US-Unternehmen geführt. Die sehr positiven Erwartungen Aktienkursgewinne bei solchen Unternehmen haben nun im grossen Stil den Anleihenmarkt erfasst.

Der Fallen-Angel-ETF hat, wie so vieles, allerdings auch Unterstützung durch die Notenbankpoltik bekommen. Seit der Ankündigung der US-Notenbank Fed von Ende März, dass sie Unternehmensanleihen kaufe, hat der ETF im Kurs 50 Prozent zugelegt. 

Verstärkend wirken wirtschafts- und finanzpolitische Massnahmen zur Verhinderung einer Deflation: "Anleger wetten darauf, dass das Wiederhochfahren der Weltwirtschaft zu einer Reduktion der Kreditaufschläge und so einem Hochstufen der Kreditwürdigkeit führen wird", sagt Sameer Samana, Marktstratege beim Wells Fargo Investment Institute.

«Kaufen sie alles mit Covid-Rabatt»

Die Pandemie hat sich auf die Kreditwürdigkeit von US-Firmen heftig ausgewirkt. In den USA wurde 2020 bei doppelt so vielen Unternehmen die Bonität heruntergestuft als 2019. Aber obwohl sich die Märkte sich seit März 2020 erholen, suchen die Märkte immer noch nach Investitionen, bei denen sie Erholungspotential sehen.

Wie fiebrig der Markt diesbezüglich geworden ist, verdeutlicht eine Aussage von Peter Tchir von der amerikanischen Anlagegesellschaft Academy Securities, die von ehemaligen Angehörigen des US-Militärs geleitet wird: "Kaufen Sie einfach alles, was noch einen Covid-Rabatt eingebaut hat - dieser wird mit der Zeit aufgeholt werden." 

Der grösste Posten im Fallen-Angel-ETF ist eine Anleihe der Kreuzfahrgesellschaft Carnival Cruises, die von Standard & Poor's (S&P) im Juni abgestuft wurde. Für die amerikanisch-britische Schifffahrtslinie sind die Aussichten gemäss S&P für das ganze Jahr 2021 schlecht. 

(Bloomberg/cash)

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«Die Inflation wird kommen

«Die Inflation wird kommen und die Zinsen steigen. Das ist schlecht für Aktien»

Im cash-Interview erklärt Daniel Hartmann, Chefökonom bei Bantleon, warum 2021 das letzte ausnahmslos gute Jahr für Aktien werden könnte. Er verrät aber auch, wo man als Anleger trotzdem noch Qualitätstitel findet.

https://www.cash.ch/news/politik/cash-interview-die-inflation-wird-komme...

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Diese 50 Aktien sollten

Diese 50 Aktien sollten Anleger 2021 im Auge behalten

Einmal im Jahr stellen Analysten von Bloomberg Intelligence 50 Aktien vor, die für Anleger besonders interessant sind. 2021 stehen sowohl Highflyer als auch echte Turnaround-Kandidaten auf der Liste.

21.01.2021 15:18

Von Henning Hölder

Jedes Jahr stellen die Analysten von Bloomberg Intelligence 50 Unternehmen der Welt vor, die man als Anleger auf dem Radar zu haben sollte. Rund 2000 Firmen weltweit werden in den Branchen Finanzen, Einzelhandel, Energie und Technologie genauestens unter die Lupe genommen. Wichtige Faktoren für die Analysten sind dabei neben der Firmengrösse und den Wachstumschancen auch die Kompetenz des Managements. Die Liste der Unternehmen wird im Wochenmagazion "Bloomberg Businessweek" veröffentlicht.

Ausserdem wird untersucht, welche chancenreiche Produkte sich in der Pipeline der Firma befinden. Schliesslich werden die Risiken (und Chancen) durch die Covid-Pandemie sowie andere mögliche ökonomische Störfaktoren in die Analyse einbezogen.

Im Folgenden die 50 empfohlenen Unternehmen, geordnet nach Branchen:  

Basiskonsumgüter

AB InBev (Belgien): Im Bereich Basiskonsumgüter empfehlen die Bloomberg-Analysten u.a. die gemessen am Umsatz und am Gesamtausstoss grösste Brauereigruppe der Welt: Anheuser-Busch InBev (Ab Inbev). Zwar sei der Konzern noch immer von einer hohen Nettoverschuldung in Höhe von 85 Milliarden Dollar betroffen – sie entstanden durch viele Akquisitionen kleinerer Konkurrenten. Der Brauriese sei aber finanziell solide aufgestellt und könne, so die Analysten, seine finanziellen Verpflichtungen ohne Probleme stemmen. Der Vorteil: Ab Inbev zahlt bis 2033 lediglich vier Prozent Zinsen auf seine Schulden.

In Zukunft könne sich der Konzern aus Belgien ganz auf die Maximierung seiner Profitabilität konzentrieren. Hier offenbarten sich grosse Chancen, schreiben die Analysten. Die Aktie hatte jahrelang unter den hohen Ausgaben gelitten und rutsche während des Corona-Crash um weitere 40 Prozent ab. Seitdem geht es langsam aber stetig aufwärts.

Im Bereich Basiskonsumgüter empfehlen die Analysten ausserdem:

 

Nicht-Basiskonsumgüter

China Tourism Group Duty Free (China): Im Bereich der Nicht-Basiskonsümer setzen die Analysten auf einen echten Turnaround-Kandidaten aus der Reisebranche: China Tourism Group Duty Free. Der Reisedetailhändler ist für etwa 90 Prozent des Umsatzes aus dem Duty-Free-Handel in China verantwortlich. Für Anleger sei das Unternehmen die Chance vom steigende Wachstum der Tourismus- und Reisebranche in China zu profitieren, so die Analysten. Erstaunlich: Die Aktie hat nur kurz unter der Corona-Pandemie gelitten, als sie von 80 Yuan auf 67 Yuan absackte. Seitdem kennt sie nur eine Richtung, nämlich nach oben. Derzeit notiert die Aktie bei 272 Yuan.

Im Bereich Nicht-Basiskonsümer setzt Bloomberg ausserdem auf den französischen Brillenriesen EssilorLuxottica (FP).

Materials (Chemie/Materialien)

LG Chem (Korea): Im Bereich Chemie und Materialien tut sich unter anderem das südkoreanisches Chemieunternehmen LG Chem hervor. Für Bloomberg steht der Konzern kurz davor, weltweit führender Batteriehersteller zu werden. Bis 2023 soll der Umsatz in diesem Segment jährlich um durchschnittlich 30 Prozent steigen. Ein Vertrag zur Lieferung des Modells Y des Elektroautobauers Tesla werde den Gewinn weiter steigern und die zuletzt entsendenden Kosten von Batterie-Rückrufen ausgleichen, so die Analysten.

Allerdings ist LG Chem schon lange kein Geheimtipp mehr. Die Aktie ist in den letzten zwölf Monaten bereits um 180 Prozent gestiegen.

Weitere Favoriten im Bereich Materialien:

 

Health Care

Alibaba Health (Hongkong): Der Gesundheitszweig des chinesischen Technologieriesen Alibaba sei bestens dafür positioniert, den Online-Arzneimittelverkauf in China zu dominieren, schreiben die Bloomberg-Analysten. Hintergrund: Chinas Regierung sei darin bestrebt, Apotheken von den Krankenhäusern zu trennen. Das werde ein grosses Potenzial in einem Markt freisetzen, der bis 2024 voraussichtlich um mindestens 30 Prozent pro Jahr wachsen werde, so die Analysten.

Die Aktie hat, ähnlich wie ihre europäischen Pendants Zur Rose und Shop Apotheke, seit dem Pandemieausbruch bereits deutlich zugelegt. In den letzten zwölf Monaten stieg der Kurs um 140 Prozent.

Weitere von Bloomberg empfohlene Aktien aus dem Bereich Health Care sind:

 

Finanzen

Deutsche Wohnen (Deutschland): In dem sehr breit gefassten Sektor Finanzen bringen die Bloomberg-Analysten mit der Aktie von Deutsche Wohnen eine interessante Wette auf den deutschen Immobilienmarkt ins Spiel, genaugenommen auf den Berliner Wohnungsmarkt. Nachdem die Stadt Berlin Anfang 2020 eine fünfjährige Mietpreisbremse verhängt hatte, tauchte die Aktie von Deutsche Wohnen ab. Grund: Deutschlands zweitgrösster Wohnimmobilienbesitzer hat den Grossteil seiner Wohnungen in der deutschen Hauptstadt. Viele Immobilienbesitzer reichten beim Bundesgerichtshof allerdings Klage gegen das Gesetz ein. Ein Urteil wird im zweiten Quartal 2021 erwartet. Eine positiver Entscheid würde sich laut den Analysten positiv auf die Immobilienpreise auswirken und der Aktie von Deutsche Wohnen Schub geben.

In dem breitgefassten Sektor Finanzen setzt Bloomberg auch auf folgende Aktien:

  • Aon (US)
  • Capitec (SJ)
  • Credicorp (US)
  • ESR Cayman (HK)
  • Intercontinental Exchange (US)
  • Link REIT (HK)
  • PNC Financial Services (US)
  • Rocket Companies (US)
  • SL Green Realty (US)
  • Wizz Air (LN)
  • ZhongAn Insurance (HK)

 

TMT (Technologie, Medien und Telekommunikation)

Nintendo (Japan): Im Bereich Technologie und Telekommunikation setzen die Bloomberg-Analysten auf Nintendo. Der japanische Hersteller von Videospielen und Spielkonsolen sei, so heisst es, mit einer neuen Version seines Switch-Spielesystems dafür gerüstet, die Umsatzerwartungen der Analysten zu übertreffen. Bei Nintendo Switch handelt es sich um die erste hybride Spielkonsole, die sowohl als Handheld-Konsole (wie der klassische Game Boy) als auch als richtige TV-Spielkonsole genutzt werden kann.

Zudem würden selbst entwickelte Spiele wie ein neuer Titel aus der Zelda-Reihe sowie mögliche ultrahochauflösende Neuauflagen älterer Switch-Spiele die Akzeptanz der neuen Hardware vorantreiben. Die Nintendo-Aktie befindet sich seit Mitte 2019 in einem steten Aufwärtstrend. Auf 12-Monats-Sicht steht ein Kursanstieg von rund 40 Prozent zu Buche.

Neben Nintendo empfehlen die Analysten folgende Titel aus dem Bereich Technologie, Medien und Telekommunikation:

 

Industrials (Industrie)

Boeing (USA): Im Industriesektor setzten die Analysten mit der Boeing-Aktie auf einen echten Turnaorund-Kandidaten. Der US-Flugzeugbauer leidet seit über zwei Jahren unter den Querelen um sein Flugzeugmodell 737 Max. Im Dezember 2018 stürzten zwei dieser Flugzeuge innerhalb weniger Tage ab. Die jüngste Wiederzulassung der 737 Max schafft laut Analysten allerdings die Voraussetzungen für steigende Erträge im Jahr 2021.

Der Flugzeugbauer könne bald endlich seine 450 bereits fertigestellten Modelle ausliefern, und die Produktionsraten langsam steigern, schreiben die Analysten. Zwar würden die Bestellungen zunächst schwach ausfallen, doch ein verstärkter Flugverkehr aufgrund der sich entspannenden Corona-Lage dürfte die Nachfrage nach mehr Flugzeugen verbessern.

Die Aktie notiert noch immer 50 Prozent unter ihrem Wert vom Dezember 2018, als sich die zwei tragischen Flugzeugabstürze erigneten.

Ausserdem raten die Analysten im Industriebereich folgende Aktien im Blick zu behalten:

 

Energy/Utilities (Energie)

SunPower (USA): Im Bereich Energie setzt Bloomberg auf den Solarhersteller und Meyer-Burger-Konkurrenten SunPower. Die Überlegung der Analysten: Nach der Ausgliederung ihrer Produktionseinheit im August 2020 könne sich das US-Unternehmen besser auf den wachstumsstarken Bereich der Installation von Solaranlagen konzentrieren. Im US-Bundesstaat erhielt SunPower ein Mandat für die Bereitstellung von Sonnenkollektoren für neue gebaute Häuser.

Ausserdem wurde das Unternehmen für die Integration von neuen Batteriespeichersystemen beauftragt. Das dürfte den Umsatz des Unternehmens stark beschleunigen, sind sich die Analysten sicher. Die Aktie hat allerdings schon einen echten Lauf hinter sich. Seit August 2020 schoss der Kurs knapp 400 Prozent in die Höhe.

Weitere empfohlene Titel im Energiesektor sind:

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Reiseverband-Präsident Katz

Reiseverband-Präsident Katz tritt nicht mehr zur Wiederwahl an

Der Schweizer Reiseverband (SRV) muss einen neuen Präsidenten suchen. Der bisherige Amtsinhaber, Max Katz, hat den Vorstand informiert, dass er nach Ablauf seiner dritten dreijährigen Amtsperiode an der Generalversammlung 2021 im Herbst nicht mehr für eine weitere Amtszeit zur Verfügung stehe.

22.01.2021 12:45

"Der Vorstand hat mit grossem Bedauern von diesem Entscheid Kenntnis genommen", schrieb der SRV am Freitag in einem Newsletter an seine Mitglieder. Zuvor hatte das Branchenportal "Travelnews" darüber berichtet.

Der Abgang von Katz ist keine Überraschung: Bereits im Sommer 2019 hatte SRV-Geschäftsführer Walter Kunz in einem Interview mit "Travelnews" gesagt, dass Katz auf 2021 seinen Abgang angekündigt habe.

Nun werde die Suche nach einem Nachfolger von Katz durch eine Findungskommission in Angriff genommen, schrieb der SRV am Freitag. Dieser gehören laut SRV Präsident Katz und Vizepräsident Stéphane Jayet sowie Vorstandsmitglied Roger Geissberger an.

jb/hr

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Schweizer Aktien: Keine

Schweizer Aktien: Keine Hammer-Woche bei der UBS – Alcon sorgt für Freudentränen

Die Amtseinführung des neuen US-Präsidenten verhilft der Schweizer Börse nur zu leichten Kursgewinnen. Während ein ehemaliger Schweizer Pennystock weiter an Fahrt gewinnt, werden Finanztitel links liegen gelassen.

22.01.2021 14:40

Von Manuel Boeck

Die Börsenwoche hatte aufregendes zu bieten: Die Bilanzsaison hat auch in der Schweiz allmählich an Fahrt gewonnen. In den USA hat mit der Vereidigung des neuen Präsidenten Joe Biden eine neue Ära begonnen.

Die Schweizer Börse gemessen am Swiss Market Index (SMI) reagierte zwar erleichtert auf die Einsetzung des neuen US-Präsidenten, doch auf Wochensicht steht nur ein Miniplus von 0,3 Prozent da. Dies ist sicherlich auch dem Umstand geschuldet, dass die drei Schwergewichte Nestle (+0,1 Prozent), Novartis (+0,3 Prozent) und Roche (+0,4 Prozent) kaum vom Fleck kamen.

In den vorderen Rängen zeigen sich jedoch Titel mit einer sehr ansprechenden Wochenrendite. Die Aktien von Alcon haben seit der Bekanntgabe in der letzten Woche, das 2021 eine Ausschüttung in Höhe von 10 Prozent des Reingewinns geplant ist, ein Momentum. Davon getragen stehen die Aktien am Freitag 5 Prozent höher als zu Wochenbeginn und belegen in der Rangliste den ersten Platz.

Zu den Wochengewinnern auf den Plätzen zwei und vier gehören auch die Luxusgüterhersteller Richemont (+4,0 Prozent) und Swatch (+2,8 Prozent). Richemont hat am Mittwoch von einem sehr soliden Weihnachtsgeschäft berichtet und wächst insbesondere in China kräftig. Dies hat auch bei den Swatch-Aktien für einen entsprechenden Rückenwind gesorgt.

Performance des SMI auf Wochensicht (Quelle: Bloomberg).

Eine starke Kurskorrektur erfahren die Aktien des Rückversicherers Swiss Re (-3,3 Prozent). Analysten gehen davon aus, dass die Auswirkungen der Corona-Krise für den Rückversicherungskonzern auch im nun laufenden Geschäftsjahr spürbar bleiben werden.

Während die Aktien der Grossbank Credit Suisse auf Wochensicht einen moderaten Verlust von 0,9 Prozent haben, ist das Minus bei der Konkurrentin UBS (-2,0 Prozent) deutlich grösser. Insbesondere die Untersuchung gegen CEO Ralph Hamers wegen einer Geldwäschereiaffäre bei dessen früheren Arbeitgeber ING in den Niederlanden belastet die UBS-Aktien. Steht doch die Affäre den Bemühungen des neuen CEO im Weg, der Bank seinen Stempel aufzudrücken.

Rally bei Blackstone Resources

Der breit abgestützte Swiss Performance Index (SPI) hat seit Wochenanfang 0,4 Prozent hinzugelegt. Der Sieger der Woche ist der zweitplatzierte der letzten Woche: Blackstone Resources (+51,4 Prozent). Damit haben die Aktien des im Batterietechnologie tätigen Unternehmens seit Jahresbeginn 150 Prozent an Wert gewonnen. Das Rally beruht dabei nicht auf knallharten Fakten, sondern ist durch Spekulation getrieben.

Die Aktien des Automobilzulieferers Tornos belegen mit plus 27,2 Prozent den vierten Platz. Das in Moutier beheimatete Unternehmen hat am Mittwoch seinen Zahlenkranz präsentiert. Während der Umsatz auch im zweiten Halbjahr 2020 deutlich unter dem Vorjahr zurückgeblieben war, hatte das Unternehmen im vierten Quartal eine positive Nachfrageentwicklung bemerkt.

Performance des SPI auf Wochensicht (Quelle: Bloomberg).

Am unteren Ende der Fahnenstange befindet sich der Maschinenhersteller Schlatter Industries (-9,5 Prozent). Die Schlatter-Aktionäre sind wahrlich nicht zu beneiden, hat sich der Titel vom letztjährigen Märztief nicht erholt. Man kann mutmassen, ob die momentane Schwäche die Kennzahlen-Präsentation für 2020 am nächsten Dienstag vorwegnimmt.

Abgestraft wurden in der endenden Woche auch die Aktien des Flughafen Zürich (-5,3 Prozent). Die andauernde Corona-Pandemie hält die Aktien weiterhin zurück. Und es ist nicht gerade hilfreich, dass am Montag der Flughafen Frankfurt einen Einbruch für 2020 auf das Niveau von 1984 vermeldet hat.

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JP Morgan will mit KMU

JP Morgan will mit KMU-Geschäft in die Schweiz kommen

Nachdem JP Morgan Chase in den letzten zwei Jahren in Frankfurt ein Team für grössere Mittelstandskunden aufgebaut hat, will sie in diesem Segment nun auch in der Schweiz expandieren.

Aktualisiert um 08:14

Ein Angriff auf die Regionalbanken sei das nicht. Derzeit läuft die Suche nach einem Banker für Zürich, wie Bernhard Brinker, Chef für den Bereich Corporate Client Banking & Specialized Industries Germany, gegenüber Bloomberg erklärte. Der ehemalige Bereichsvorstand der HypoVereinsbank war vor gut zwei Jahren zu JPMorgan gekommen.

"Die Schweiz hat eine ähnliche Unternehmensstruktur wie Deutschland, mit vielen Mittelständlern", sagte er. Brinker sieht Potenzial bei Firmen, die bereits international aktiv sind oder Auslandsambitionen verfolgen. Die Pandemie habe für eine neue Dynamik gesorgt.

"Seit Mitte 2020 und nun auch im neuen Jahr sehen wir ein verstärktes Interesse an M&A im oberen Mittelstand", erklärte Brinker. "Gerade für Unternehmen, die in der Krise relativ gut abgeschnitten haben, eröffnen sich nun attraktive Wachstumsmöglichkeiten."

Dass sich die Bank damit in direkte Konkurrenz zu regionalen Banken begibt, die viele Mittelständler zu ihren Kunden zählen, glaubt Brinker nicht: "Viele Unternehmen arbeiten ja mit einer Gruppe von Banken zusammen, regionale sowie internationale. Das ist komplementär."

Das Team in Frankfurt besteht inzwischen aus mehr als 10 Mitarbeitern, im Februar wird ein weiterer hinzukommen.

(Bloomberg)

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WEF 2021: Bundespräsident

WEF 2021: Bundespräsident Parmelin plädiert für nachhaltiges Wachstum

Der Aufbau einer nachhaltigen Weltwirtschaft, eine verstärkte internationale Zusammenarbeit und die Digitalisierung zählen für Bundespräsident Guy Parmelin zu den wichtigen Fragen der Davoser Agenda. Das sagte er in seiner Eröffnungsrede am virtuellen WEF.

24.01.2021 19:19

"Krise ist ein produktiver Zustand. Man muss ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen." Dieses Zitat von Max Frisch definiere das Ziel für das laufende Jahr sehr gut, sagte Parmelin am Sonntagabend an der online-Konferenz "Davos Agenda" des Weltwirtschaftsforum (WEF) weiter. Mitten in der Pandemie sei es nötig, die Wege für die Zeit nach der akuten Phase der Krise zu planen.

Die Geschwindigkeit und Effizienz mit der Impfstoffe gegen das Coronavirus entwickelt wurden, haben laut Parmelin gezeigt, wozu Staaten, Unternehmen und Wissenschaft mit vereinten Kräften fähig sind. Um eine weitere Krise zu vermeiden, müssten sich Politik, Wirtschaft und Gesellschaft entschieden für ein nachhaltiges Wachstum einsetzen.

Raum für Dialog

Das WEF biete seit Langem einen Raum für den Dialog zwischen Politik, Unternehmen und Zivilgesellschaft. Dieser Dialog sei wesentlich für die Zukunft.

Als Bundespräsident bedaure er, dass es nicht möglich war, das 51. Jahrestreffen des WEF in Davos durchzuführen. Er hoffe, dass das in Singapur organisierte Treffen bedeutende Signale aussende. Und er freue sich schon darauf, dass der Event 2022 wieder in seinem Ursprungsland stattfinde. Das werde auch das Zeichen sein, dass die akute Phase der Krise dann in der Vergangenheit liegen werde.

Die "Davos-Agenda"-Konferenz, die anstelle des Jahrestreffens in Davos stattfindet, dauert bis am Freitag. Erwartet werden unter anderem der chinesische Präsident Xi Jinping, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und die deutsche Kanzlerin Angela Merkel. Das Treffen soll die Ende Mai in Singapur geplante physische Konferenz vorbereiten.

Das WEF und seine Partner betonen, dass beim Wiederaufbau von Gesellschaft und Wirtschaft nach der Pandemie der Klimaschutz zwingend berücksichtigt werden müsse.

(AWP)

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SIX-Präsident bekräftig

SIX-Präsident bekräftig Expansionspläne und setzt auf SDX

Der Präsident der Schweizer Börse SIX, Thomas Wellauer, bestätigt die weiteren Expansionspläne. Eine wichtige Rolle habe dabei auch der Aufbau der neuen Börse für digitale Vermögenswerte, der sogenannten SDX. Die Schweiz habe eine sehr fortschrittliche Blockchain-Regulierung, und die SIX verfüge über einen zeitlichen Vorsprung, sagte er in einem Interview mit der "NZZ am Sonntag".

24.01.2021 16:06

In Europa sei die SIX die Nummer 3. Diese Position sei aber nicht nur dem Kauf der spanischen Börse zu verdanken sondern reflektiere die Bedeutung des Schweizer Börsenhandels. "Der Börsenwert der hier kotierten Unternehmen übersteigt zum Beispiel den Wert aller in Frankfurt gehandelten Aktien. Dabei ist Deutschland zehnmal grösser als die Schweiz", sagte Wellauer.

Wichtig beim Plattformgeschäft Börse sei das Volumen. "Wir wollen deshalb weiterwachsen, organisch und durch Akquisitionen - auch in unseren übrigen Geschäftsbereichen", so der Börsen-Präsident. Dabei sei auch die SDX als Handelsplattform für digitale Vermögenswerte wichtig. "Wir arbeiten sehr eng mit der Finanzmarktaufsicht zusammen und erwarten die entsprechenden Bewilligungen im zweiten Quartal."

Das Aufkündigen der Börsenäquivalenz durch die EU habe der Schweizer Börse Wettbewerbsvorteile gebracht, da in den vergangene 18 Monaten praktisch 100 Prozent aller Schweizer Aktien an der SIX gehandelt wurden. Das habe sich für die Kunden positiv bemerkbar gemacht: "Die Liquidität bei Schweizer Aktien ist stark gestiegen. Konkret hat sich die Spanne zwischen Kauf- und Verkaufspreisen verringert."

Mit der geplanten Börsenäquivalenz zwischen der Schweiz und Grossbritannien werde sich ein Teil des Handels mit Schweizer Aktien wieder nach London verlagern. Zuvor habe rund 80 Prozent des ausländischen Handels mit Schweizer Aktientiteln in London stattgefunden.

yr/

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Grüne Anleihen laut Studie

Grüne Anleihen laut Studie gefragt wie nie

Die weltweite Emission grüner Anleihen hat 2020 einer Studie zufolge ein Rekordniveau erreicht. Sie summierten sich auf 269,5 Milliarden Dollar, wie aus einem am Montag veröffentlichten Bericht des in London ansässigen gemeinnützigen Verbandes Climate Bonds Initiative (CBI) hervorgeht.

25.01.2021 08:29

Allerdings lag die Summe nur knapp über der von 2019 von 266,5 Milliarden Dollar, da die Corona-Krise die Ausgabe der Papiere zwischenzeitlich erheblich bremste. Für dieses Jahr rechnet die CBI mit einem deutlichen Anstieg des Volumens auf 400 bis 450 Milliarden Dollar.

"2021 könnte ein nachhaltiges Wiedererstarken ermöglichen", erwartet der CBI. Grüne Anleihen sind festverzinsliche Wertpapiere, für die es seit 2007 einen Markt gibt. Das bei der Ausgabe bei Investoren eingesammelte Kapital muss konkreten Energie- und Umweltprojekten zugewiesen werden, die zum nachhaltigen und klimafreundlichen Umbau der Wirtschaft beitragen sollen.

Grösster Markt in den USA

Länder wie Frankreich und Dänemark, aber auch Unternehmen und Banken begeben solche Papiere schon seit einiger Zeit. Grösster Markt waren im vergangenen Jahr den Angaben nach die USA mit einem Gesamtvolumen von 51,1 Milliarden Dollar, gefolgt von Deutschland mit 40,2 Milliarden Dollar und Frankreich mit 32,1 Milliarden Dollar.

In diesem Jahr dürften die USA noch stärker am Markt aktiv werden - nicht zuletzt beflügelt durch den neuen Präsidenten Joe Biden, der kurz nach Amtsantritt dem erneuten Beitritt der USA zum Pariser Klimaschutzabkommen veranlasste.

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Überparteiliches Komitee

Überparteiliches Komitee empfiehlt Ja zu Abkommen mit Indonesien

Vertreterinnen und Vertreter aller Fraktionen ausser den Grünen plädieren zusammen mit dem Wirtschaftsdachverband Economiesuisse für ein Ja zum Freihandelsabkommen mit Indonesien. Dieses fördere den nachhaltigen Handel, sind die Befürworter überzeugt.

25.01.2021 11:00

Das Abkommen biete indonesischen Produzenten einen Anreiz, nachhaltiges Palmöl zu fördern, heisst es in einer Mitteilung vom Montag. Es handle sich um "eine starke Partnerschaft für nachhaltigen Handel", heisst es auf dem Abstimmungsplakat. Die Gegner der Vorlage, die dagegen das Referendum ergriffen haben, bezweifeln das.

Das Pro-Komitee macht weiter geltend, das Abkommen erleichtere insbesondere Schweizer KMU den Zugang zum stark wachsenden indonesischen Markt. Mit dem Abkommen fielen hohe Importzölle für Schweizer Exportfirmen weg. Es handle sich um einen "Meilenstein der Schweizer Aussenwirtschaftspolitik".

Wettbewerbsvorteile nutzen

Gerade in wirtschaftlichen Krisenzeiten bietet das Freihandelsabkommen für die Schweizer Wirtschaft laut dem Ja-Komitee eine wichtige Perspektive. Die Schweiz tue gut daran, sich im internationalen Handel breiter aufzustellen. Das schaffe Planungs- und Investitionssicherheit.

Wichtig sei auch, dass die Konzessionen im Agrarbereich mit der Schweizer Landwirtschaft vereinbar seien und somit hierzulande keine sensiblen Sektoren gefährdeten. Zudem führt das Freihandelsabkommen in den Augen des Komitees zu einem Wettbewerbsvorteil gegenüber der EU und den USA, die kein Freihandelsabkommen mit diesem grossen Wachstumsmarkt haben.

Offener Ausgang

Am 7. März stimmt die Schweizer Stimmbevölkerung erstmals über ein Freihandelsabkommen ab. Laut der ersten Tamedia-Umfrage ist der Ausgang noch komplett offen. 41 Prozent sprechen sich für die Vorlage aus, 39 Prozent dagegen. 20 Prozent der Befragten geben an, noch keine Stimmabsicht zu haben.

Befürwortende betonen überwiegend, dass das Abkommen Schweizer Unternehmen freien Zugang zu einem Absatzmarkt mit über 260 Millionen Einwohnern ermögliche. Gegnerinnen und Gegner der Vorlage geben als wichtigstes Argument an, dass Palmöl in Monokulturen und unter Einsatz von giftigen Pestiziden, Kinder- und Zwangsarbeit sowie miserablen Arbeitsbedingungen angebaut werde.

(AWP)

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Neue Online-Plattform soll

Neue Online-Plattform soll Zugang zu Offset-Geschäften erleichtern

Swissmem will Schweizer Firmen den Zugang zu Gegengeschäften im Rahmen von Rüstungsbeschaffungen (Offset) erleichtern. Zu diesem Zweck geht der Banchenverband eine Partnerschaft mit der kalifornischen Firma SynFab ein. Firmen erhalten so Zugang zu einer digitalen, blockchain-basierten Online-Plattform.

25.01.2021 09:28

Der Hersteller des neuen Kampfflugzeuges und des Flugzeugabwehrsystems der Schweizer Armee muss 60 respektive 100 Prozent der Investitionssumme durch Gegengeschäfte mit Schweizer Firmen kompensieren. Das bietet insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) die Chance, sich nachhaltig als Lieferanten von ausländischen Grossfirmen zu qualifizieren.

Swissmem will laut einer Mitteilung vom Montag mit der Partnerschaft mit SynFab über eine Online-Plattform einen sicheren, einfachen und kostengünstigen Zugang zu den Angeboten der grossen Hersteller bereitstellen. Die beiden Partner des Projekts haben nach eigenen Angaben alle Anbieter des neuen Kampfflugzeuges eingeladen, die Plattform für die Suche nach Schweizer Offsetpartnern zu nutzen.

Für die Pilotphase habe bereits Lockheed-Martin als Partner gewonnen werden können, schreibt Swissmem. Auf Schweizer Seite seien einige Swissmem-Mitgliedsfirmen Teil der Pilotphase.

Der Branchenverband hält fest, dass Gegengeschäfte im Rahmen von Rüstungsbeschaffungen für die Schweizer Industrie die Chance biete, sich an der Entwicklung neuer Technologien zu beteiligen. Ausserdem könnten sie sich nachhaltig als Lieferant für grosse ausländische Firmen qualifizieren.

In der Vergangenheit sei es besonders für KMU sehr schwierig gewesen, sich als Zulieferer bei grossen ausländischen Herstellern zu qualifizieren. SyncFab hat laut Angaben von Swissmem in der Nähe von Silicon Valley ihren Hauptsitz. Das Unternehmen befinde sich im Besitz der Mitarbeitenden. Eine Minderheitsbeteiligung halte die Starburst Aerospace Innovation Group.

(AWP)

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Jetzt LIVE: Chinas Präsident

Jetzt LIVE: Chinas Präsident Xi Jinping spricht am virtuellen WEF

Inmitten der Coronakrise und einer Verschärfung des Tonfalls zwischen Peking und Washington wegen Taiwan spricht der chinesische Staatschef Xi Jinping zur Eröffnung des virtuellen World Economic Forums.

https://www.cash.ch/news/politik/staatschef-jetzt-live-chinas-praesident...

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SIX lässt Exane Solutions als

SIX lässt Exane Solutions als neuen Emittenten von strukturierten Produkten zu

Die Schweizer Börse SIX erhält einen neuen Emittenten für strukturierte Produkte. Mit der Exane Solutions (Luxembourg) SA werde der 21. Emittent von strukturierten Produkten willkommen geheissen, teilte die SIX am Dienstag mit.

26.01.2021 08:40

Das erste zugelassene Produkt von Exane Solutions sei seit dem 22. Januar 2021 ein Tracker Zertifikat auf dem Exane Apollo Index in Euro.

cf/rw

(AWP)

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Swiss-Life-Ökonomen rechnen

Swiss-Life-Ökonomen rechnen für 2021 mit leicht höherem BIP-Wachstum

Die Ökonomen von Swiss Life Asset Management sind bezüglich der Aussichten für die Schweizer Wirtschaft leicht optimistischer geworden. Sie gehen davon aus, dass ihr im laufenden Jahr die Rückkehr auf das Vorkrisenniveau gelingen wird.

26.01.2021 11:30

Konkret erwarten die Ökonomen für 2021 ein BIP-Wachstum von 3,5 Prozent, womit sie gegenüber den früheren Prognosen von +3,2 Prozent etwas optimistischer geworden sind. Für das kommende Jahr 2022 gehe er dann von einem Plus von 2,2 Prozent aus, sagte Chefökonom Marc Brütsch an einer Videokonferenz am Dienstag.

Zwar erwartet Brütsch im ersten Quartal 2021 aufgrund der getroffenen Einschränkungsmassnahmen noch eine Stagnation, mit der Lockerung dieser Massnahmen im Zuge der voranschreitenden Verimpfung werde das Konjunkturwachstum aber wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren.

Inflationsrisiken steigen

Dennoch werde die Pandemie in der Schweiz und weltweit in den betroffenen Sektoren erhebliche Spuren hinterlassen, sagte Brütsch weiter. Auf steigende Arbeitslosenzahlen und höhere Firmenkonkurse müsse man sich einstellen.

Zudem ortet Brütsch - zwar noch nicht kurzfristig - die Gefahr einer anziehenden Inflation. Kurzfristig spreche noch die geringe Auslastung der Kapazitäten für ein disinflatioäres Umfeld. Langfristig werde aber durch die gleichgerichtete Geld- und Fiskalpolitik der Staaten ein Inflationspotenzial geschaffen, so Brütsch weiter.

Aktien attraktiver als Anleihen

Aufgrund der positiven Wachstumsaussichten seien Aktienmärkte weiterhin attraktiver als Regierungsanlagen, ergänzte José Antonio Blanco, Head Investment Management.

Allerdings seien die Finanzmärkte positiv gestimmt und würden gegenwärtig wenig Risiko einpreisen. Er gehe deswegen davon aus, dass die Volatilität ansteigen werde, so Blanco weiter. Investoren sollten deshalb gut diversifiziert sein und die Möglichkeit prüfen, Teile des Portfolios abzusichern, rät der Experte.

sig/rw

(AWP)

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IWF hebt Prognose zur

IWF hebt Prognose zur Entwicklung der Weltwirtschaft leicht an

(Ausführliche Fassung) - Die Impfstoffe gegen das Coronavirus verbessern die globalen Wachstumsaussichten: Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Prognose für die Aussichten der Weltwirtschaft in diesem Jahr um 0,3 Prozentpunkte auf 5,5 Prozent angehoben. Neben der positiven Wirkung der Impfkampagnen rechnet der IWF auch in einigen grösseren Industriestaaten mit weiteren Konjunkturspritzen. Für Deutschland und Europa erwartet der IWF aber in diesem Jahr ein schwächeres Wachstum als zuletzt angenommen.

26.01.2021 14:26

Für das kommende Jahr prognostiziert der IWF wie bereits im Oktober ein globales Wirtschaftswachstum von 4,2 Prozent. Alle Prognosen seien angesichts der Pandemie und der Zunahme der Infektionen in vielen Industriestaaten Ende vergangenen Jahres weiter mit einer grossen Unsicherheit verbunden, schränkte Chefvolkswirtin Gita Gopinath am Dienstag ein. "Um die Pandemie zu beenden, hängt jetzt viel ab von dem Rennen zwischen einem mutierenden Virus und den Impfungen sowie von der Fähigkeit der Politik, effektive Unterstützung zu gewährleisten, bis es soweit ist", erklärte Gopinath.

Der Einbruch der Weltwirtschaft im vergangenen Jahr mit einem geschätzten Minus von 3,5 Prozent stelle die schlimmste Rezession seit der Weltwirtschaftskrise vor rund 90 Jahren dar, erklärte der IWF. Gleichzeitig fiel der Rückgang nicht so schlimm aus wie noch im Oktober befürchtet, als von 4,4 Prozent ausgegangen worden war. Im Juni hatte der Währungsfonds sogar noch mit 0,8 Prozentpunkten weniger Wachstum gerechnet. Dass das Schlimmste verhindert wurde, schreibt der IWF massgeblich dem beherzten Eingreifen von Zentralbanken und Regierungen zu, die sich mit Niedrigzinsen und massiven Hilfsprogrammen gegen die Krise stemmen.

Der IWF begründet dies aber auch mit einer Anpassung an die neuen Realitäten, die bestimmte Aktivitäten wie etwa Restaurantbesuche nur noch eingeschränkt zulassen. "Trotz der hohen und steigenden menschlichen Kosten der Pandemie scheint sich das Wirtschaftsleben an die weniger kontaktintensiven Aktivitäten zu gewöhnen", so der Währungsfonds. Insgesamt zeichnet der IWF aber weiter ein tristes Bild. Besonders für Schwellen- und Entwicklungsländer sei die Pandemie verheerend - bei der Armutsbekämpfung dürfte sie sämtliche Fortschritte der letzten zwei Jahrzehnte rückgängig machen.

Für Deutschland senkt der IWF seine Prognose für das laufende Jahr um 0,7 Prozentpunkte auf 3,5 Prozent, gefolgt von einem Wachstum von 3,1 Prozent im Folgejahr. Erst in der vergangenen Woche hatte der Währungsfonds Deutschland in einer separaten Länderstudie ein vergleichsweise gutes Corona-Krisenmanagement bescheinigt, zugleich aber gemahnt, wirtschaftliche Hilfen nicht zu früh wieder einzustellen. Für die Eurozone insgesamt reduziert der IWF seine Prognose für 2021 um 1 Prozentpunkt auf ein Plus von 4,2 Prozent. Für die weltgrösste Volkswirtschaft USA wird ein Wachstum von 5,1 Prozent erwartet, 2 Prozentpunkte mehr als noch im Oktober. China trauen die IWF-Ökonomen ein deutliches Plus von 8,1 Prozent zu.

Jede Wirtschaftsprognose ist derzeit auch eine Corona-Prognose. Der IWF geht bei seinem Zahlenwerk davon aus, dass die Menschen in den Industriestaaten und in einigen Schwellenländern bis Jahresmitte breiten Zugang zu Corona-Impfungen haben werden. Bis Mitte nächsten Jahres soll das dann für alle Staaten gelten. "Es braucht eine starke multilaterale Zusammenarbeit, um die Pandemie überall unter Kontrolle zu bringen", erklärte der IWF. Daher müssten auch mehr Mittel für die internationale Impf-Initiative Covax bereitgestellt werden, die ärmere Länder unterstützt, forderte die Organisation.

"Die neuen Varianten des Virus erinnern uns daran, dass diese Pandemie nicht vorbei ist, bis sie überall vorbei ist", schrieb Chefvolkswirtin Gopinath. Der IWF schätzt die Kosten der Pandemie für die Weltwirtschaft für die Jahre 2020 bis 2025 auf 22 Billionen US-Dollar. Das entspricht etwa der Wirtschaftsleistung der USA eines Jahres, oder etwas mehr als dem vierfachen des deutschen BIPs. Sollte es gelingen, der Pandemie weltweit schneller Einhalt zu gebieten, könnte das globale BIP bis 2025 um neun Billionen Dollar höher ausfallen, wovon vier Billionen auf reiche Länder entfallen würden.

Die Corona-Pandemie hat sich in den Wintermonaten nochmals global deutlich zugespitzt, vor allem wegen einer starken Zunahme der Neuinfektionen und Todesfälle in Nordamerika, Brasilien, Südafrika und in Europa. Viele Länder haben daher erneut einen Lockdown oder andere Einschränkungen des öffentlichen Lebens verhängt, um die Pandemie einzudämmen - auch wenn diese die Wirtschaft belasten.

Weltweit gibt es bereits rund 100 Millionen bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2. Mehr als 2,1 Millionen Menschen sind nach einer Infektion gestorben. Die seit kurzem zugelassenen Impfstoffe sind sehr wirksam, die Produktion läuft angesichts der globalen Nachfrage aber schleppend an. Zudem stellen Impfkampagnen vielerorts auch die Behörden vor grosse Herausforderungen./jbz/hbr/DP/jkr

(AWP)

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Konsumentenorganisationen

Konsumentenorganisationen wollen Kreislaufwirtschaft fördern

Die Schweizer Konsumentenorganisationen fordern bessere Reparaturmöglichkeiten statt einen Neukauf von Produkten wie beispielsweise Waschmaschinen. Das Problem des "vorprogrammierten Verschleisses" sei bei allen Arten von Produkten zu finden.

27.01.2021 12:38

"In Frankreich wurde auf das Jahr 2021 ein Reparaturlabel eingeführt", sagte Sara Stalder, Geschäftsleiterin des Deutschschweizer Konsumentenschutzes am Mittwoch gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Darin werde ersichtlich, ob und wie gut das Produkt repariert werden könne.

"Wir setzen uns auf politischer Ebene dafür ein, dass das auch in der Schweiz eingeführt wird", sagte Stalder. Gemäss einer Umfrage von Oktober 2020 würden sich die Konsumentinnen und Konsumenten dies wünschen.

Viel zu oft würde Konsumenten, die wegen eines defekten Geräts eine Verkaufsstelle aufsuchen, ein Angebot gemacht, bei welchem der Neukauf besser erscheine als eine Reparatur, sagte Stalder. Dabei sei es egal, ob es eine Waschmaschine, ein Spielzeug oder Kleider seien.

Anzeichen von eingeplantem Verschleiss

Einige Anbieter würden das vielleicht nicht extra machen, räumte Stalder ein, und es sei schwierig, das nachzuweisen. Etwa, wenn bei gewissen Schuhen Bruchstellen an immer demselben Ort auftauchten. Es gebe aber oft Anzeichen für einen eingeplanten Verschleiss respektive für den Zwang zum Kauf von neuen Produkten, für die sogenannte geplante Obsoleszenz.

Als Beispiel nannte sie den Fall einer Abwaschmaschine, deren Motor nicht mehr lief. Die Verkaufsstelle habe ein neues Gerät verkaufen wollen, dabei habe man nur eine Lötstelle neu löten müssen und die Maschine habe wieder funktioniert.

Die Konsumentenorganisationen haben sich für das Jahr 2021 daher zum Ziel gesetzt, auf gesetzlicher Basis die Kreislaufwirtschaft zu fördern und die Anbieter dazu zu bewegen, ebenfalls transparenter zu werden. Für die Grossverteiler Coop und Migros etwa wäre es "ein Kleines, mehr Transparenz zu bieten", sagte Stalder, da sie mit ihren Eigenprodukten vorwiegend den Schweizer Markt bewirtschafteten.

Als weitere Ziele haben sich die drei Konsumentenorganisationen aus der Deutschschweiz und der französisch- und italienischsprachigen Schweiz vorgenommen, den Nutri-Score als leicht verständliche Nährwertsdeklaration von Lebensmitteln zu fördern sowie die Gruppenklage in die Schweizerische Zivilprozessordnung zu bringen, wie sie in einer Mitteilung von Mittwoch schreiben.

(AWP)

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Aluminium-Absatz in der

Aluminium-Absatz in der Schweiz geht wegen Corona zurück

Wegen der Coronakrise hat die Schweizer Aluminiumindustrie im vergangenen Jahr 17 Prozent weniger produziert als im Vorjahr. Laut einer Mitteilung des Aluminium-Verbands Schweiz ging die Produktion der Schweizer Walz- und Presswerke entsprechend auf knapp 190'000 Tonnen zurück.

27.01.2021 12:00

Dieser Einbruch sei in erster Linie auf die Schliessungen und Produktionskürzungen auf Kundenseite zurückzuführen, hiess es. Der Absatz der Aluminiumindustrie sei während des ersten Total-Lockdowns in den Anwendermärkten Transportwesen - insbesondere Luftfahrt - Maschinenbau- und Elektroindustrie sowie Schmuck- und Uhrenindustrie völlig zum Erliegen gekommen.

Allerdings sei die Nachfrage wieder schneller angestiegen als erwartet, vor allem aus der Automobilindustrie. Nach der Sommerpause habe man wieder eine Auftragssituation auf normalen Niveau beobachtet. Dass sich die Situation seit Herbst wieder mit zahlreichen (Teil-)Lockdowns verschärft habe, habe sich in der Schweizer Aluminiumindustrie auch nicht mehr aussergewöhnlich negativ auf die Produktion ausgewirkt, so der Verband weiter.

Dank der Kurzarbeit und Überbrückungskrediten des Bundes habe ausserdem kein Verbandsmitglied Entlassungen im grösseren Stil vorgenommen.

Ausblick ungewiss

Allerdings hätten sich durch die Pandemie Verdrängungswettbewerb, Margendruck und Preiskampf für die Schweizer Aluminiumindustrie verschärft, beispielsweise durch günstige Importe aus China und Überkapazitäten, wie etwa in der Luftfahrt. Zudem betrachteten die führenden Vertreter der Aluminiumindustrie die künftige Entwicklung des wichtigen Kundensegments Bau skeptisch, wie es weiter heisst.

Für das aktuelle Jahr rechnen die Vorstandsmitglieder des Verbands insgesamt mit einer leichten Erholung der Produktionsauslastung. Allerdings erwartet die Branche stark volatile Entwicklungen, abhängig von den weiteren Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie.

Im Aluminium-Verband Schweiz sind 57 Unternehmen aus der Aluminiumverarbeitung zusammengeschlossen.

tv/cf

(AWP)

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Aktien Schweiz: Die Gewinner

Aktien Schweiz: Die Gewinner und Verlierer im bisherigen Börsenjahr 2021

Corona und die Berichtssaison geben am Schweizer Aktienmarkt 2021 die Richtung vor. Während sich Wachstumstitel weiterhin im Aufschwung befinden, zeigt sich bei Zyklikern Licht und Schatten. Eine Bilanz und Vorschau.

28.01.2021 07:16

Von Manuel Boeck

Der Januar ist an der Börse eine extrem launische Diva. Mal schlagen Aktien nach oben aus, ein anderes Mal gehen sie drastisch zurück. Beispiele hierfür sind der Januar 2019, als der Swiss Market Index (SMI) 6,4 Prozent in die Höhe schoss, oder der Januar 2017, als der Schweizer Leitindex 5,7 Prozent einbüsste.

Der Jahresauftakt 2021 passt in keine der beiden Kategorien. Für den SMI steht aktuell ein Kursplus von 1,6 Prozent in den Büchern - nicht schlecht, aber auch nicht berauschend. Immerhin steht er besser da als die meisten seiner europäischen Pendants. Anleger tun sich im Moment schwer damit, die Corona-Lage einzuschätzen. Mit den Mutationen hat sich die Wette auf die Impfstoffe festgefahren. Und auch die Zahlensaison bringt nicht durchwegs positive Impulse, wie zuletzt noch gehofft wurde.

SMI - Geht der Abstieg bei Swiss Re weiter?

Zurückgehalten wird der SMI insbesondere von den Index-Schwergewichten Nestlé (-0,6 Prozent) und Novartis (+0,6 Prozent) - zusammen machen die Titel einen Anteil von knapp 40 Prozent des Index aus. Die zwar noch positive, aber dennoch schwache Monatsperformance bei Novartis ist den Jahreszahlen vom Montag geschuldet. Insbesondere der Ausblick hinterlässt bei den Analysten einen faden Nachgeschmack. Als Konsequenz drohen Abstriche bei den Kurszielen. Wer bis jetzt noch nicht eingestiegen ist, sollte es für den Moment auch lieber sein lassen.

Nestlé leidet, wie viele andere international ausgerichtete Schweizer Unternehmen, unter der anhaltenden Dollar-Schwäche. Doch die grossen Geschäftsbereiche wie Tiernahrung, Kaffee, Wasser und Gesundheitsprodukte wie auch viele Nahrungsmittel eignen sich bestens für den Megatrend Onlinehandel - hier besteht für die Zukunft Potenzial. Solange die Nestlé-Aktie nicht unter die psychologisch bedeutende 100-Franken-Marke zurückfällt, winken hier für Anleger 2021 Renditen.

Ein darbendes Mauerblümchen ist im Moment die Aktie von Swiss Re (-3,9 Prozent). Nach einem katastrophalen 2020 beginnt das neue Jahr nicht wirklich vielversprechender. Ein Hauptproblem: Das Direktgeschäft mit Grossunternehmen und Multis steht seit mehreren Jahren im Minus. Zudem bereitet dem Management der Klimawandel sorgen. Die Befürchtung von schweren Schäden 2021 und grossen Zahlungen steht im Raum. Anleger sollten bei diesem Titel Zurückhaltung wahren.

Eine negative Überraschung ist die Kursentwicklung bei der LafargeHolcim-Aktie. Nach einem starken Jahresstart liegt der Aktienkurs 0,7 Prozent tiefer als zu Jahresbeginn. Dies, obwohl die Analysten sehr positiv gegenüber LafargeHolcim eingestellt sind und der Konzern von Konjunkturprogrammen profitieren dürfte. Der Zykliker bleibt trotz Rücksetzer ein Kauf.

Performance des SMI seit Jahresbeginn (Quelle: Bloomberg).

Der auf Energie- und Automationstechnik spezialisierte Konzern ABB (+6,8 Prozent) überzeugt im Moment an der Börse. Die Aktie hat Anfang Januar die psychologisch wichtige Marke von 25 Franken durchbrochen und hält sich seither darüber. Das milliardenschwere Rückkaufprogramm stützt die Aktie zwar noch bis Ende März, und von der erwarteten konjunkturellen Erholung dürfte ABB sicherlich profitieren. Doch der starke Kursanstieg nimmt vieles vorweg.

Während Nestle und Novartis dem Gesamtmarkt hinterherlaufen, sind die Genussscheine von Roche (+3,6 Prozent) sehr gut ins neue Jahr gestartet. Dies, obwohl bereits seit geraumer Zeit die Angst vor Umsatzeinbussen infolge von Patentabläufen herumgeistern. Eine gewisse Zurückhaltung ist daher sicherlich berechtigt. Doch Roche versteht es erfolgreich, die entstehenden Umsatzeinbussen mit neuen Produkten auszugleichen. Die Genussscheine versprechen daher 2021 weiterhin ein Kurswachstum und eine gewisse Stabilität in jedem Portfolio.

Die jahrelangen Verliereraktien der beiden Grossbanken Credit Suisse (+3,1 Prozent) und UBS (+5,0 Prozent) waren Anfang Januar stark im Kommen. Steigende Zinsen bei US-Staatsanleihen und ein Wirtschaftsaufschwung, der das Kreditgeschäft beleben sollte, hatten die Aktien befeuert. Seither ist ein stetiger Rückgang bei den Kursen gefolgt. Eine Einstiegschance? Ja, Bankentitel sind im Wirtschaftsaufschwung 2021 für Mutige ein Kauf. 

SPI: Verlierer mit Turnaround-Chance

Ähnlich wie der SMI bewegt sich der breite Swiss Performance Index (SPI) mit plus 1,3 auf ähnlich bescheidenem Niveau. Schaut man auf die Top-Performer, fallen einem die vielen kleinkapitalisierten Unternehmen mit starkem Kursplus auf - Blackstone ResourcesObsevaRelief Therapeutics und Newron.

Wie so oft sind fundamentale Gründe für die Kursanstiege zwischen 35 und 138 Prozent schwerlich auszumachen. Die Beweggründe für die Kursbewegungen sind vielmehr spekulativer Natur. Beispiel: Die Aktien des auf Batterietechnologie spezialisierten Unternehmens Blackstone Resources sind nach einer Meldung von Anfang Dezember, laut der Innosuisse ein Festkörperbatterieprojekt mit 1,3 Millionen Franken unterstützt, bis Mitte Januar senkrecht in die Höhe geschossen.

Nachhaltiger ist der sehr starke Kursanstieg bei der Onlineapotheke Zur Rose (+44,7 Prozent). Seit Mitte Januar geht es für den Titel steil nach oben. Immer wieder haben positive Analystenkommentare den Kursanstieg befeuert. Die Bank of America gab kürzlich ein Kursziel von 500 Franken bekannt. Auch die am letzten Donnerstag vermeldeten Umsatzzahlen können sich sehen lassen: plus 11,7 für das Gesamtjahr 2020. Zur Rose bleibt eine vielversprechende Wachstumsgeschichte mit Potenzial nach oben.

Performance des SPI seit Jahresbeginn (Quelle: Bloomberg).

Dass sich die Anleger an den Aktienmärkten in Zurückhaltung üben, ist auch anhand der Kursverläufer der Reisetitel Lastminute.com (-11,6 Prozent) und Dufry (-17,5 Prozent) ersichtlich. Nur wenige wagen es, diese Turnaround-Chance zu packen und Reise-Aktien zu kaufen. Zu fest hat die Corona-Pandemie den Alltag im Griff und zu fest sind die Zweifel daran, dass im Sommer eine gewisse "Normalität" zurückkehrt. Diese Zurückhaltung können aber mutige Investoren ausnutzen und bei diesen Titeln einsteigen. Auf lange Sicht könnte sich das frühzeitige Investment auszahlen.

Anfang Januar sah die Welt für die Aktionäre des Industrieunternehmens Von Roll noch einigermassen in Ordnung aus. Die Aktien hatten sich vom Einbruch im Oktober erholt. Doch dann folgte ein plötzlicher Absturz. Anleger antizipieren wohl, dass auch das zweite Halbjahr 2020 für Von Roll nicht die erhoffte Erholung gebracht hat. Die Aktie sollten Anleger bis zu den Jahreszahlen im März links liegen lassen.

Nicht unter den Top Flops, aber trotzdem erwähnenswert: Die Bankensoftwareschmiede Temenos gilt eigentlich als vielversprechender Schweizer Tech-Titel. Dennoch ist die Aktie im Januar um 7,7 Prozent zurückgefallen. Das Allzeithoch vom Mai 2019 bei 180 Franken gerät damit immer mehr ausser Reichweite. Klar, Temenos ist mit seiner Software bei den Banken stark vertreten. Das Problem ist nur, dass der Gesamtmarkt für Bankensoftware keine allzu grossen Wachstumsperspektiven aufweist.

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Schweiz schafft es bei

Schweiz schafft es bei Korruptionsbekämpfung wieder aufs Treppchen

Im neusten internationalen Korruptions-Ranking von Transparency International steht die Schweiz gut da. Zusammen mit Finnland, Schweden und Singapur belegt sie Rang drei. In der Gesamtbewertung erreicht die Schweiz weiterhin 85 von 100 Punkten.

28.01.2021 06:36

An der Spitze des Rankings von 180 Ländern und Gebieten liegen wie bereits im Vorjahr Dänemark und Neuseeland mit je 88 Punkten, wie Transparency International im neuesten Ländervergleich zur Umsetzung der OECD-Anti-Korruptionskonvention schreibt. Schlusslichter sind erneut Syrien (14 Punkte), Somalia (12 Punkte) und Südsudan (12 Punkte).

Laut Martin Hilti, Geschäftsführer von Transparency Schweiz, darf das gute Abschneiden der Schweiz nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Schweiz erhebliche Mängel in Bereichen aufweise, die im Ranking nicht gemessen würden. Hilti nennt in diesem Zusammenhang die Geldwäscherei-Bekämpfung, den Schutz von Whistleblowern und die Korruption in der Privatwirtschaft und im Sport.

Seit dem erstmaligen internationalen Vergleich haben sich laut Transparency 26 Länder deutlich verbessert, darunter Ecuador, Griechenland, Guyana, Myanmar und Süd-Korea. Deutlich schlechter hat sich die Lage in 22 Ländern entwickelt, beispielsweise in Bosnien und Herzegowina, Guatemala, Libanon, Malawi, Malta und Polen.

(AWP)

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Schweizer Aussenhandel 2020

Schweizer Aussenhandel 2020 mit historischem Rückgang wegen Corona

Der Schweizer Aussenhandel stand 2020 ganz im Zeichen der Corona-Pandemie. Sowohl Exporte wie auch Importe schrumpften in historischem Ausmass. Die Handelsbilanz schloss derweil mit einem neuen Rekordüberschuss ab.

28.01.2021 08:30

Konkret schrumpften die Ausfuhren um 7,1 Prozent auf 225,1 Milliarden Franken und die Einfuhren um 11,2 Prozent auf 182,1 Milliarden Franken), wie die die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) am Donnerstag mitteilte. Dabei sei im zweiten Quartal der Aussenhandel in beide Richtungen in noch nie dagewesener Weise abgesackt. Immerhin habe sich der Aussenhandel im dritten und vierten Quartal zumindest teilweise erholt.

Die Jahreswerte stellten laut den Angaben in beiden Verkehrsrichtungen den zweithöchsten jährlichen Rückgang nach 2009 dar. Zugleich glitt der Aussenhandel niveaumässig in die Nähe des Jahres 2017 zurück. Da insgesamt die Importe noch stärker sanken als die Exporte, vergrösserte sich der Überschuss in der Handelsbilanz auf einen neuen Höchststand von 43,0 Milliarden Franken (VJ 37,2 Mrd).

Abgesehen von den chemisch-pharmazeutischen Produkten (+1,6% oder +1,8 Mrd Fr.) wiesen im Jahr 2020 sämtliche Sparten ein Minus auf. Am kräftigsten traf der Rückgang die Bijouterie und Juwelierwaren sowie die Uhren, deren Absatz um einen Drittel respektive um einen Fünftel einknickte. Ferner verringerten sich die Exporte von Maschinen und Elektronik sowie Metallen um je 11 Prozent.

In Bezug auf die einzelnen Länder erreichte der Aussenhandel mit China in beide Richtungen einen neuen Rekordstand. Die Lieferungen nach Europa nahmen hingegen um 6,2 Prozent ab, wobei Deutschland, Frankreich, das Vereinigte Königreich und Italien herausstachen.

Überschuss von gut 3 Mrd im Dezember

Im Dezember allein wurden Waren im Wert von 17,6 Milliarden Franken ins Ausland verfrachtet. Zum Vormonat, auf saisonbereinigter Basis, gingen die Exporte nominal um 6,1 Prozent und preisbereinigt (real) um 6,4 Prozent zurück. Die Importe sanken derweil um nominal 7,1 Prozent auf 14,6 Milliarden (real -6,7%). Dies ergibt für den letzten Monat des Jahres einen Überschuss von 3,05 Milliarden Franken.

uh/rw

(AWP)

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Uhrenexporte sinken im

Uhrenexporte sinken im Dezember noch um 2,5 Prozent

Die Exporte von Schweizer Uhren sind zwar weiter rückläufig, das Minus ist zum Jahresende hin aber immer kleiner geworden. Vor allem die Ausfuhren nach China legten im Dezember erneut deutlich zu.

28.01.2021 08:37

Insgesamt beliefen sich die Uhrenexporte im Dezember auf 1,72 Milliarden Franken. Dies entspricht einem Minus von 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert, wie der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie (FH) am Donnerstag mitteilte.

In den Monaten davor waren die Minusraten deutlich höher gewesen. Im Lockdown-Monat April etwa brachen die Ausfuhren von Zeitmessern wegen den von der Politik verordneten Ladenschliessungen und Reisebeschränkungen um über 80 Prozent ein. Erste Anzeichen einer Erholung gab es dann ab Juni, da betrug der Rückgang aber immer noch gut ein Drittel.

Für die Uhrenbranche war das Jahr 2020 eines zum Vergessen. In den gesamten zwölf Monaten gingen die Uhrenexporte um 22 Prozent auf 17,0 Milliarden Franken zurück. Dabei verkündete der Branchenprimus Swatch Group ebenfalls am heutigen Donnerstag einen Einbruch der Verkäufe von beinahe einem Drittel.

Wachstum in China

Immerhin hat sich die Geschäftslage für die Uhrenhersteller zum Jahresende hin entspannt. Das hat vor allem mit dem starken Wachstum in China zu tun. Das "Reich der Mitte" hat die Pandemie schneller als etwa die USA oder Europa in den Griff bekommen, was auch dem Konsum zugutekam.

Da Chinesen kaum mehr auf Reisen gehen, kaufen sie teure Uhren und Schmuck vermehrt im eigenen Land ein. Im Dezember kletterten die Exporte von Schweizer Uhren nach China erneut um deutliche 45 Prozent in die Höhe, nachdem bereits in den Monaten davor starke zweistellige Wachstumsraten vermeldet werden konnten.

Über das gesamte Jahr wuchsen die Uhrenexporte nach China um einen Fünftel auf 2,39 Milliarden Franken. Damit hat das Land das für Shopping-Tourismus bekannte Hongkong als wichtigsten Importeur von Schweizer Uhren abgelöst. In Hongkong brachen die Verkäufe im 2020 um 37 Prozent ein, wobei das Minus im Dezember mit 19 Prozent auf einem hohen Niveau geblieben ist.

Besser als Hongkong hielt sich im Schlussmonat des Jahres der nun zweitgrösste Markt für Schweizer Uhren, die USA (-2,4%). In Europa belief sich das Minus auf 10 Prozent, wobei Deutschland, Grossbritannien und vor allem Frankreich zweistellige Einbussen verzeichneten.

Günstige Uhren weiter unter Druck

Im Verlauf des letzten Jahres haben die günstigeren Zeitmesser gegenüber teuren Schweizer Uhren weiter an Boden verloren. Uhren von Marken wie Swatch, Certina oder Modelabels wie Puma oder Guess setzt nicht nur die Coronakrise, sondern seit längerem die wachsende Konkurrenz der Apple Watch oder von Fitnesstrackern zu.

Das war auch im Dezember 2020 so. Da sackten die Ausfuhren von Schweizer Uhren aus dem günstigsten Segment mit Exportpreisen von unter 200 Franken um einen Fünftel ab. Und auch bei Uhren zu Preisen zwischen 200 und 500 Franken sanken die Ausfuhren in Franken gemessen um knapp 15 Prozent.

Ein starker Anstieg wurde dagegen mit dem Export von Uhren zu Preisen zwischen 500 und 3'000 Franken verbucht, während bei noch teureren Zeitmessern ein Exportrückgang von 6 Prozent gemessen wurde.

mk/ra

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Einkommensungleichheit in der

Einkommensungleichheit in der Schweiz nimmt zu

Das letzte Jahrzehnt hat den Schweizern mehr Einkommen und mehr Vermögen beschert. Doch zugleich ist laut einer Untersuchung der Bank Cler auch die Schere zwischen Arm und Reich weiter aufgegangen. Die Coronakrise dürfte diesen Trend noch verstärken.

29.01.2021 07:00

Die gute Nachricht zuerst: Schweizer Haushalte haben ihr Einkommen von 2007 bis 2017 um durchschnittlich 8,6 Prozent oder 3'500 Franken auf gut 68'500 Franken gesteigert. Das geht aus dem "Bank Cler Swiss Income Monitor" hervor, der am Freitag veröffentlicht wurde.

Für diese Studie wertete die Bank Cler gemeinsam mit dem Konjunkturforschungsinstitut Bak Economics die aktuellsten Daten der Eidgenössischen Steuerverwaltung aus.

Allerdings ist zugleich auch die Einkommensungleichheit gewachsen: Vor allem am oberen und unteren Ende der Einkommen habe sich die Spreizung bemerkbar gemacht, sagt Mats Bachmann, der als Leiter CEO Office für die Marketingfunktionen der Bank Cler verantwortlich ist.

Die unteren 10 Prozent der Haushalte wiesen 2017 ein Reineinkommen von maximal 5'400 Franken auf, die oberen 10 Prozent von mehr als 128'500 Franken. Die oberen 10 Prozent beanspruchen damit insgesamt 42 Prozent des Gesamteinkommens für sich.

Das Reineinkommen berechnet sich dabei aus dem Nettoeinkommen aus Löhnen, Renten, Kapitaleinkommen minus verschiedene Abzüge wie Krankheitskosten, gemeinnützige Zuwendungen sowie Alimente oder Einzahlungen in die Säule 3a.

Ein Grund für die tieferen Einkommen der unteren 10 Prozent könne ein höherer Anteil an Auszubildenden oder Studierenden mit Ferien- und Teilzeitjobs sein, sagt Bachmann. Da sei also nicht direkt Armut ableitbar. Auf der anderen Seite dürften Branchen mit positiven Entwicklungen und gleichzeitig hohen Managerlöhnen die hohen Einkommen in die Höhe getrieben haben.

Corona trifft untere Einkommen hart

Durch die Coronakrise dürfte die Ungleichheit noch zunehmen: Die Corona-Pandemie tangiere fast alle Lebensbereiche, sagt Bak-Chefökonom Martin Eichler in der Mitteilung. Die Belastung am unteren Ende der Einkommensverteilung sei aber überproportional gross. Unterdurchschnittliche Einkommen müssten weitere Einbussen verkraften.

Im internationalen Vergleich gestaltet sich die Verteilung der Einkommen in der Schweiz immer noch relativ ausgeglichen. Als Messgrösse für die Ungleichheit dient der sogenannte Gini-Koeffizient. Liegt dieser bei 1, bedeutet das höchste Ungleichheit: Ein einziger Haushalt hat das gesamte Einkommen eines Landes und die restlichen Haushalte nichts. Der niedrigste Wert ist 0 und bedeutet totale Gleichheit.

Laut der Studie weist die Schweiz einen Gini-Koeffizient von 0,482 aus. Norwegen, Österreich, Frankreich und Deutschland zeigten nach internationaler Berechnungsgrundlage einen tieferen Gini-Koeffizienten als die Schweiz, so Bachmann. Viele andere Länder wie zum Beispiel die USA dagegen hätten eine wesentlich ungleichere Einkommensverteilung als die Schweiz.

Vermögen stark gestiegen

Typischerweise höher als die Einkommensungleichheit ist die Vermögensungleichheit. Die Vermögen haben aufgrund der steigenden Immobilienpreise und Börsenkurse wesentlich stärker zugelegt als die Einkommen: Das Vermögen der Haushalte wuchs zwischen 2007 und 2017 um knapp 45 Prozent auf insgesamt 4'554 Milliarden Franken, wie es in der Studie weiter hiess. Vor allem das Immobilienvermögen trug dazu bei.

Noch stärker wuchs allerdings das Vermögen der Millionäre: Dieses erhöhte sich um fast zwei Drittel auf rund 1'368 Milliarden. Innert eines Jahrzehnts wuchs der "Club" der Millionäre in der Schweiz um die Hälfte auf 330'000 Personen.

tt/

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Deutlich weniger Zulassungen

Deutlich weniger Zulassungen von Fahrzeugen im Coronajahr

Die Coronakrise hat den Schweizer Fahrzeugmarkt hart getroffen. So wenig Autos, Busse, Lastwagen etc. wurden letztmals vor 24 Jahren auf den Schweizer Strassen zugelassen.

29.01.2021 12:00

Insgesamt sank die Zahl der hierzulande neu in Verkehr gesetzten Fahrzeuge (ohne Motorräder) um 18 Prozent auf 336'841, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Freitag mitteilte. Besonders stark war der Rückgang mit 58 Prozent im Lockdown-Monat April. Aber auch im Mai (-38%) und im März (-34%) wurden deutlich weniger Fahrzeuge zugelassen. Ab der zweiten Jahreshälfte entspannte sich die Lage allmählich.

Allein die Immatrikulationen von Personenwagen brachen im letzten Jahr um beinahe einen Viertel auf knapp 239'000 ein. Während Benziner (-38%), Dieselautos (-35%) die sinkende Nachfrage stark zu spüren bekamen, legten die Zulassungen von Autos mit Elektromotoren um 50 Prozent auf knapp 20'000 und mit Hybridmotoren gar um 80 Prozent auf 47'200 zu. Darüber hatte der Branchenverband Auto-Schweiz bereits Anfang Januar berichtet.

Gefragte Camper

Schwach entwickelten sich nebst den Autos auch die Neuzulassungen von Güterfahrzeugen. Sie gingen um knapp einen Fünftel zurück. Demgegenüber liess der Campingboom während Coronazeiten die Inverkehrsetzungen von Personentransportfahrzeugen wie Bussen und Wohnmobilen um einen Fünftel auf 7'780 ansteigen und es wurden auch etwas mehr Fahrzeuge für die Landwirtschaft zugelassen.

Ein kräftiger Anstieg der Zulassungen wurde bei den Motorrädern registriert. Diese kletterten um 18 Prozent auf 50'120 in die Höhe.

Experten gehen im laufenden Jahr von einer Erholung am Automarkt aus. Bei Auto-Schweiz wird mit rund 270'000 Immatrikulationen von Personenwagen gerechnet. Diese Schätzung basiere allerdings darauf, dass die negativen Folgen der Pandemie möglichst bald eingedämmt würden, schrieb der Verband Anfang Jahr.

mk/ra

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Ständeratskommission

Ständeratskommission gestaltet AHV-Reform stark um

(Meldung ab erstem Zwischentitel ergänzt und in den ersten Abschnitten umgeschrieben (Zusammenfassung).) - Mit der nächsten AHV-Reform soll das Frauenrentenalter auf 65 Jahre angehoben werden. So weit ist sich die Sozialkommission des Ständerats (SGK-S) mit dem Bundesrat einig. Daneben hat die Kommission die AHV21-Vorlage, die voraussichtlich 2022 in Kraft treten soll, stark abgeändert.

29.01.2021 12:00

Die Ausgleichsmassnahmen für Frauen, die am stärksten vom höheren Rentenalter betroffen sind, sollen nach Ansicht der SGK-S auf die Jahrgänge 1959 bis 1964 beschränkt werden, wie die Parlamentsdienste am Freitag mitteilten. Damit reduzierten sich die Kosten der Ausgleichsmassnahmen von 700 auf 440 Millionen Franken im Jahr 2030.

Der Bundesrat sieht die neun Jahrgänge 1959 bis 1967 vor. Für die Beratung im Ständerat gibt es neben diesen zwei Vorschlägen sechs weitere Optionen von Minderheiten.

Zwei verlangen eine grosszügigere Ausgestaltung des bundesrätlichen Modells mit Kosten von 1,38 beziehungsweise 2,65 Milliarden Franken. Drei weitere Vorschläge beantragen für die Frauen der Übergangsgeneration einen Zuschlag zur Rente, der je nach Pensionierungszeitpunkt zuerst ansteigt, dann stabil bleibt und anschliessend wieder sinkt. Diese Modelle kosteten zwischen 430 Millionen und 2,6 Milliarden Franken. Ein weiterer Antrag kombiniert einen erleichterten Vorbezug der Rente mit einem Rentenzuschlag mit Kosten von 600 Millionen Franken.

Eingeschränkte Flexibilität

Weitere Änderungen schlägt die Ständeratskommission bei der Flexibilisierung des Rentenbezugs vor: So soll ein flexibler Rentenbezug in der AHV auch für Frauen erst ab 63 Jahren möglich sein. Der Bundesrat schlägt 62 Jahre vor.

Hat jemand weniger als 56'880 Franken im Jahr verdient, soll die Rente beim Vorbezug 40 Prozent weniger stark gekürzt werden als versicherungsmathematisch angebracht wäre. Die Kommission will zudem festschreiben, dass der Bundesrat eine generelle Anpassung der Kürzungssätze für den Rentenvorbezug und die Erhöhungsfaktoren für den Rentenaufschub frühestens auf den 1. Januar 2027 vornimmt.

Mehr Geld für Ehepaare

Schliesslich schlägt die SGK-S vor, den Plafond für die Renten von Ehepaaren von 150 auf 155 Prozent der Maximalrente anzuheben. So könne eine Ungerechtigkeit gemildert werden, wurde in der Kommission argumentiert. Die Kosten beliefen sich auf 650 Millionen Franken.

Der Entscheid für die Angleichung an das Rentenalter der Männer war bereits im vergangenen September gefallen. Künftig ist von Referenzalter die Rede. Dieses soll für Frauen schrittweise über vier Jahre hinweg angehoben werden. Das höhere Frauenrentenalter soll die AHV im Jahr 2030 um 1,4 Milliarden Franken entlasten.

Debatte über Finanzierung

An ihrer nächsten Sitzung will die Kommission die Detailberatung zur AHV-Reform abschliessen. Dort geht es noch um die Finanzierung der Vorlage. Ein Element davon ist etwa eine Erhöhung der Mehrwertsteuer. Das Geschäft soll im März vom Ständerat behandelt werden.

Parallel zur AHV-Reform ist eine Reform der beruflichen Vorsorge im Gang. Zudem sammeln die Jungfreisinnigen Unterschriften für eine Renteninitiative. Diese soll das Rentenalter schrittweise auf 66 Jahren anheben und es danach an die Lebenserwartung koppeln.

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Hier kaufen Firmenchefs die

Hier kaufen Firmenchefs die Aktien des eigenen Unternehmens

Die Käufe von eigenen Aktien durch Firmenlenker lassen die faszinierende Vermutung zu, dass die Chefs selbst hohe Erwartungen an den Kurs haben. Im Januar und Dezember sind einige grössere Transaktionen aufgefallen.

31.01.2021 19:41

Von Marc Forster

Es wandern immer wieder Millionenbeträge über den Tisch – und zwar für Aktien, die Mehrheitsbesitzer, Verwaltungsräte und Firmenchefs von der eigenen Firma respektive dem eigenen Arbeitgeber handeln. Gesammelt werden diese Informationen von der SIX Group, weil solche Geschäfte ab einem Volumen von 100'000 Franken gemeldet werden müssen. Aufgelistet sind Käufe und Verkäufe in den öffentlich einsehbaren Management-Transaktionen.

Was die SIX nicht bekannt geben muss, sind die Personen und auch nicht die Motive hinter den Transaktionen. Aber kaufen die Unternehmer und Manager ihre eigenen Aktien, kann dies berechtigterweise zur Annahme führen, dass sie ihr Unternehmen und damit den künftigen Aktienkurs gerade in einer guten Phase sehen.

Somit ist beispielsweise durchaus interessant, dass für Novartis am 25. Januar vier Aktienkäufe von im Wert von zusammen etwa 4,8 Millionen Franken eingetragen wurden. Dies war ein Tag vor der Jahreszahlenpräsentation, in der Novartis die Märkte mit einem vorsichtigen Ausblick eher misstrauisch stimmte. Seitdem ist der Kurs gesunken.

Es muss kein Zusammenhang zwischen der Bilanzvorlage und dem Kauf bestehen. Diese Frage ist auch nicht so zentral. Interessant ist, dass bei den Kurssausichten für Novartis die Meinungen von Analysten auseinandergehen: Zahlt sich der Innovationsschub unter CEO Vas Narasimhan aus? Oder geht der Konzern Risiken ein, die den Kurs noch belasten werden? Wie sinnvoll sind Zukäufe? Entwickelt Novartis die richtigen Medikamente?

In der Chefetage ist jemand ganz offensichtlich optimistisch. Unabhängig davon sind Novartis-Aktien insofern als Kauf erwägenswert – wenn man auf den Unternehmenskurs vertraut – weil noch Aufholpotential besteht. Die Aktie ist 10 Prozent weniger wert als Anfang 2020 und fast 14 Prozent weniger als unmittelbar vor dem Coronasturz der Märkte Mitte Februar des vergangenen Jahres.

Zu- und Verkäufe im Interesse der Firmenstruktur

"Dauergast" in den SIX-Transaktionsmeldungen ist seit Jahren Pierer Mobility. Dort kann man davon ausgehen, dass in allererster Linie Firmenlenker und Mehrheitsaktionär Stefan Pierer bei der früher KTM genannten Industriegruppe viel zu- und auch verkauft. Im Dezember und Januar sind mehrere Käufe von insgesamt rund 19 Millionen Franken und Verkäufe in noch höherem Umfang registriert.

Hintergrund ist aber vor allem eine Neuordnung der Beteiligungsstrukturen des Firmengeflechts, das vor allem Motorräder baut. So flossen im Dezember Anteile in eine neu gegründete Holding: Allerdings ist diese ein 100-Prozent-Tochter der Beteiligungsgesellschaft Pierer Industrie, über die der österreichische Unternehmer die Gruppe kontrolliert. Pierer hat also gewissermassen an sich selber verkauft. Alles in allem hält der Firmenpatron etwa 65 Prozent am Unternehmen.

Somit lässt sich von den Management-Transaktionen her gesehen keine eigentliche "Empfehlung" der Aktie durch Pierer ableiten. Der Kursverlauf der Aktie ist allerdings eindrücklich: Rund 150 Prozent Steigerung seit dem Beginn der Börsenerholung im März. Vor zwei Wochen wurde ein Rekordumsatz publiziert. Die Analysten von Vontobel, Warburg und Stifel Europe empfehlen Pierer Mobility zum Kauf. Das durchschnittliche Preisziel ist noch etwa 5 Prozent über dem aktuellen Kurs. Der Kursanstieg hat allerdings mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 43 schon einen Preis gesetzt.

Eine Erklärung gibt es auch für hohe Transaktionen von der MCH Group im Dezember: Der Kanton Basel-Landschaft hat seine Anteile an der Messebetreiberin an die Regierung von Basel-Stadt verkauft. Die Transaktionsmeldung erwähnt hinter der Transaktion eine juristische Person, also keinen einzelnen Manager, sondern eine Körperschaft. 

Von politischer Seite ist sowieso keine indirekte Kaufempfehlung abzuleiten - allerdings wird die MCH Group, schwer belastet durch die Krise der Uhrenausstellung Baselworld, die Coronakrise und jahrelange Managementfehler, langsam aus "Contrarian"-Sicht interessant. Anleger, die "gegen den Strom" schwimmen, könnten an der tief gefallenen Aktie – 83 Franken im Mai 2017, 13,70 Franken heute - angesichts grösserer Restrukturierungen Gefallen finden (cash berichtete).

Bei Richemont hat sich ein Kauf von Aktien für fast zwei Millionen Franken für ein Verwaltungsratsmitglied gelohnt. Der Kurs hat seit Anfang Dezember 12 Prozent zugelegt. Europäische Luxusgüter-Aktien laufen derzeit sehr gut (cash berichtete). Seit Anfang November sind die Valoren gar um 45 Prozent angestiegen.

Bei steigenden Kursen können Gewinnmitnahmen vermutet werden

Der November war allerdings auch ein Monat der Gewinnmitnahmen für die Top-Manager. Vor allem die Kursgewinne als Folge der damaligen Meldungen über wirksame Corona-Impfstoffe boten ihnen viel Gelegenheit, Profite einzustreichen, indem sie Aktienpakete verkauften. Mitte Dezember etwa wurde in der Chefetage von Lindt&Sprüngli für 4 Millionen Franken verkauft und für etwa drei Millionen bei Zur Rose und den Zurich-Versicherungen. 

Generell aber sind bei den Management-Transaktionen die Verkäufe schwieriger zu bewerten als die Käufe. Trennen sich Firmenchefs von Aktien, kann dies alle möglichen Gründe haben – privater Finanzbedarf etwa. Oder, sie verkaufen Aktien, weil Vergütungsregelungen ihnen dies nach bestimmten Haltefristen erlauben.

Auffällig sind Verkäufe bei Ypsomed im Umfang von bis zu 15,3 Millionen Franken pro Transaktion in den vergangenen Tagen. Die Verkäufe kommen aus einer Aktionärsgruppe um die Familie Michel, welche den Hersteller von Injektionshilfen bei Diabetes mit rund 75 Prozent kontrolliert. Die Aktienpakete gingen beispielsweise an Fondsgesellschaften, wie cash.ch auf Anfrage erfahren hat. Damit gelangen letztlich mehr Aktien in den Free Float beziehungsweise zu Privatanlegern.

Getrennt haben sich die Hauptaktionäre aber nur von insgesamt sehr kleinen Anteilen am Medtechunternehmen. Die Aktie hat sich von zwei Tiefs im vergangenen Jahr erholt, ist aber bei 150 Franken weit entfernt vom 2017er Rekordstand von 226 Franken. Ein (etwas) grösserer Free Float könnte der Aktie zu neuem Auftrieb verhelfen. Ypsomed selber preist die Verkäufe als "gestiegenes Anlegerinteresse" an der Firma.

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Firmengründungen bleiben im

Firmengründungen bleiben im Januar 2021 auf sehr hohem Niveau

Die Gründungsaktivitäten in der Schweiz sind im ersten Monat des laufenden Jahr trotz Corona-Pandemie weiter hoch geblieben. Allerdings gibt es grosse Unterschiede zwischen den einzelenen Kantonen und Branchen.

01.02.2021 07:48

Insgessamt wuden im Januar 3'727 neue Firmen in der Schweiz gegründet. Das sind 0,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Das sei der zweithöchste Wert an Neueinträgen im Schweizer Handelsregister in den letzten zehn Jahren, teilte das IFJ Institut für Jungunternehmen am Sonntagabend mit.

Nach Kantonen betrachtet gab es prozentual die meisten Neugründungen in Solothurn (+62,3%), Uri (+40%) und Schaffhausen (+37,5%). Die Kantone mit prozentualen gössten Einbussen waren Appenzell Innerrhoden (-30%), Jura (-28,1%) und Glarus (-27,8%).

Auch in den einzelnen Branchen resultierte im Januar 2021 ein grosser Unterschied in der Entwicklung der Neugründungen. Numerisch am meisten neue Firmen wurden in den Branchen Handwerk, Detailhandel, Beratung, Immobilienwesen sowie Finanzen und Versicherungen gegründet.

Die Branchen mit der stärksten prozentualen Zunahme an Neueinträgen waren der Detailhandel (+43,4%), die Land- und Forstwirtschaft (+42,4%) sowie der Bereich Kultur und Gemeinnütziges (+34%). Der prozentual stärkste Rückgang traf die Branchen Ausbildung -(26,5%), Coiffeur und Kosmetik (-21,1%) und Grosshandel (-20,4%).

sig/ra

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Proteste auf der Wall Street

Proteste auf der Wall Street nach Aufregung um Gamestop-Aktien

Nach den Kurskapriolen an der New Yorker Börse haben am Sonntag Dutzende Menschen auf der Wall Street für eine stärkere Kontrolle von Banken und Hedgefonds durch die Politik demonstriert.

Aktualisiert um 07:11

"Spekulanten knöpfen uns Milliarden ab", sagte Gavin Wax, Chef der Gruppe "New York Young Republicans", die den Protest organisiert hatte, in einer Ansprache. "Sie machen, was sie wollen, und müssen keine Konsequenzen fürchten."

Die "New York Young Republicans" sind eine Nachwuchsorganisation der Republikanischen Partei. Ihre Aktion sollte an die "Occupy Wall Street"-Märsche - auf Deutsch: "Besetzt die Wall Street" - im Herbst des Jahres 2011 erinnern. Damals zogen Tausende Menschen durch das Finanzviertel im Süden Manhattans und forderten von der US-Regierung eine strengere Aufsicht über die Bankenindustrie.

Auslöser des aktuellen Protests unter dem Motto "Re-Occupy Wall Street" war die Aufregung um die Aktien des Videospielhändlers Gamestop. Hobby-Investoren, die sich auf der Onlineplattform Reddit organisiert hatten, trieben die Kurse in den vergangenen zwei Wochen mit Massenkäufen in die Höhe - teilweise um 2000 Prozent. Hedgefonds, die auf einen Kursverfall gewettet hatten, erlitten dadurch Verluste in Milliardenhöhe.

Der von den Reddit-Usern vornehmlich genutzte Online-Broker Robinhood blockierte am Donnerstag Käufe der Gamestop-Aktie in seiner App und liess nur noch Verkäufe zu, was einen Sturm der Entrüstung auslöste. Die Kleinanleger fühlten sich ausgebremst und gegenüber den Wall-Street-Investoren benachteiligt. Nachdem ein Kunde in New York eine Klage einreichte, kündigte Robinhood an, die Handelsbeschränkungen wieder zu lockern.

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Schweizer Wirtschaft hofft

Schweizer Wirtschaft hofft auf Licht am Ende des Tunnels

(Ausführliche Fassung) - Die Stimmung in der Schweizer Wirtschaft hat sich im Januar trotz der aktuellen Coronawelle kaum verschlechtert. Die Firmen hoffen auf baldige Normalität.

01.02.2021 12:45

Dies zeigen die Einkaufsmanager-Indizes (PMI), welche die Stimmungslage in den Chefetagen der Firmen abbilden. So stieg der Index für die Schweizer Industrie im Januar saisonbereinigt sogar leicht auf 59,4 von 57,3 Punkten im Vormonat. Das ist der höchste Wert seit dem Herst 2018.

Der Index für den Dienstleistungssektor nahm derweil nur leicht ab, auf 49,1 von 49,5 Punkten, wie die Credit Suisse, die den Index zusammen mit dem Branchenverband Procure.ch berechnet, am Montag mitteilte.

Werte von über 50 Punkten deuten auf Wachstum hin, Werte von unter 50 auf eine negative Entwicklung. Die Industriemanager erwarten derzeit also starkes Wachstum, jene des Dienstleistungssektor gehen von einer nur leicht negativen Entwicklung aus.

Ökonomen hatten wegen der grassierenden zweiten Coronawelle und der neuerlichen Lockdowns bei beiden Indizes mit zum Teil deutlich tieferen Werten gerechnet. Dies nicht zuletzt, weil sich während der ersten Coronawelle im Frühling 2020 ein ganz anderes Bild gezeigt hatte. Damals war der Industrie-PMI auf 41,2 Punkte abgesackt, jener für den Dienstleistungsbereich sogar auf 21,8 Zähler.

Normalisierung Ende März?

Ein Grund für den Optimismus sei, dass sich ein Ende der Pandemie abzeichne, meinen die CS-Ökonomen. So erwarte eine knappe Mehrheit der Industrieunternehmen eine Rückkehr zur Normalität bis Ende März.

Und auch im Dienstleistungssektor, der derzeit stärker vom neuerlichen Lockdown ausgebremst werde, gingen die Manager mehrheitlich von einer Rückkehr zur Normalität bis Ende Juni aus.

"Die Erholung wird kommen", teilt CS-Ökonom Claude Maurer diesen Optimismus. "Wenn die Impfkampagne an Schwung gewinnt und sich die Fallzahlen stabiliseren, gibt es irgendwann im Sommer eine Rückkehr zur Normalität."

Er schätzt aktuell, dass das Bruttoinlandprodukt im laufenden Jahr um 3,5 Prozent zulegen wird und befindet sich damit im Einklang mit vielen anderen Prognostikern. An dieser Schätzung müsse er nach diesen PMI-Werten nichts ändern, so Maurer.

Asien hilft

Weitere Gründe für die positiven Aussichten sind laut den CS-Ökomomen, dass derzeit im Gegensatz zur ersten Welle die internationalen Lieferketten intakt seien. Zudem hätten wichtige asiatische Absatzländer - namentlich China, Japan und Südkorea - die Pandemie im Griff.

Von der Nachfrage aus Asien profitierten die Schweizer Industrieunternehmen direkt, aber auch indirekt, beispielsweise als Zulieferer für die deutsche Autoindustrie.

Spätfolgen

Allzu viel Optimismus ist laut CS-Ökonom Maurer gleichwohl nicht angebracht. "Es wird langfristige Covid-Effekte auf die Konjunktur geben", meint er mit Verweis auf die steigende Arbeitslosigkeit und die höhere Zahl an Konkursen. Er geht daher davon aus, dass die Dynamik von 2021 im 2022 nicht gehalten werden kann.

Entscheidend dafür seien dann jedoch die Fragen, welche vor der Pandemie wichtig waren und von dieser überlagert wurden. "Wichtiger wird wieder, wie sich die Handelskonflikte entwickeln und ob der Autoindustrie die 'Neuerfindung' gelingt", so Maurer. Denn bekanntlich kriselte dieser Wirtschaftszweig schon vor Ausbruch der Pandemie.

rw/uh

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