Coronavirus und die Auswirkungen auf die SIX

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Für Flüge in die USA wird

Für Flüge in die USA wird künftig ein negativer Corona-Test verlangt

Für Flüge in die USA ist künftig vor der Abreise der Nachweis eines negativen Corona-Tests nötig. Diese Regelung werde ab dem 26. Januar gelten und dabei helfen, die Ausbreitung der Pandemie zu verlangsamen, erklärte die US-Gesundheitsbehörde CDC am Dienstagabend. Falls ein Passagier kein negatives Testergebnis oder eine überstandene Covid-Infektion nachweisen könne, "muss die Fluggesellschaft das Boarding verweigern", hiess es. Der sogenannte PCR-Test, mit dem das Virus nachgewiesen werden soll, muss demnach in den drei Tagen vor der Abreise erfolgt sein.

13.01.2021 06:32

Die Behörde fordert alle Reisenden zudem auf, sich drei bis fünf Tage nach der Ankunft in den USA erneut testen zu lassen und sieben Tage nach der Reise zuhause zu bleiben. Dabei handelt es sich jedoch um Empfehlungen, keine rechtlich bindende Vorschrift.

"Tests eliminieren nicht jedes Risiko", räumte CDC-Chef Robert Redfield ein. In Kombination mit den übrigen Vorsichtsmassnahmen werde es das Reisen aber sicherer machen. Die neue Regelung wird für alle internationalen Flüge in die USA gelten, unabhängig vom Abflugort und der Staatsbürgerschaft oder des Visums der Reisenden. Die US-Regierung hatte wegen der Pandemie im vergangenen Jahr weitgehende Einreisebeschränkungen für Reisende aus Europa, China und Brasilien verhängt. Diese gelten auch weiterhin.

Angesichts der neuen und wahrscheinlich ansteckenderen Variante des Coronavirus, die sich bislang vor allem in Grossbritannien ausgebreitet hat, verlangen die USA bereits seit Ende Dezember einen negativen Corona-Test bei einer Einreise von dort. Einzelne Fälle der neuen Variante wurde inzwischen bereits in zahlreichen US-Bundesstaaten nachgewiesen./jbz/DP/zb

(AWP)

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Indonesien startet

Indonesien startet Massenimpfungen bei jungen Menschen zuerst

Der weltgrösste Inselstaat Indonesien hat am Mittwoch mit Massenimpfungen gegen das Coronavirus begonnen. Präsident Joko Widodo liess sich im Präsidentenpalast als erster mit dem Mittel CoronaVac des chinesischen Pharmakonzerns Sinovac Biotech impfen. Damit wollte er der Bevölkerung zeigen, dass das Vakzin sicher ist.

13.01.2021 08:18

Anders als andere Länder will Indonesien nach den Mitarbeitern des Gesundheitswesens und des öffentlichen Dienstes zunächst jüngeren Menschen zwischen 18 und 59 Jahren den Vorrang geben. Ziel ist es, schnell eine Herdenimmunität zu erreichen.

Das viertbevölkerungsreichste Land der Erde mit seinen fast 270 Millionen Einwohnern ist der am schlimmsten von der Pandemie betroffene Staat in Südostasien. "Mit den Impfungen soll die Kette der Coronavirus-Übertragung unterbrochen, die Gesundheit der Menschen geschützt und die Erholung der Wirtschaft unterstützt werden", sagte Widodo. Die indonesische Arzneimittelagentur hatte am Montag eine Notfallzulassung für den Sinovac-Impfstoff erteilt.

In der vergangenen Woche hatten die Religionsführer des muslimischen Ulema-Rates (MUI) erklärt, dass das Mittel halal ("rein) sei, also auch ohne Produkte vom Schwein hergestellt werde. Damit sei es für Muslime geeignet.

Bislang hat Indonesien 18 Millionen Dosen des Impfstoffs aus China erhalten. Weitere Vakzine unter anderem vom britisch-schwedischen Arzneimittelkonzern Astrazeneca sowie vom US-Unternehmen Novavax werden in den kommenden Monaten erwartet.

Bis Mittwoch hatten sich in Indonesien fast 840 000 Menschen mit Corona infiziert. Mehr als 24 000 sind in Verbindung dem Virus gestorben./apa/cfn/DP/jha

(AWP)

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Erstmals mehr als 4300 Corona

Erstmals mehr als 4300 Corona-Tote an einem Tag in den USA

In den USA hat die Zahl der an einem Tag erfassten Toten mit einer bestätigten Corona-Infektion einen neuen Höchststand erreicht. Am Dienstag meldeten die Behörden 4327 Tote, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Mittwochmorgen (MEZ) hervorging. Der bisherige Höchstwert war mit 4194 Toten am 7. Januar registriert worden. Die Zahl der Neuinfektionen war am selben Tag mit 215 805 vergleichsweise niedrig. Der bisherige Tagesrekord wurde am 2. Januar mit 302 506 neuen Fällen verzeichnet.

13.01.2021 08:27

In dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern haben sich bislang rund 22,8 Millionen Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert, mehr als 380 000 Menschen starben an den Folgen. In absoluten Zahlen gemessen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt.

Die Johns-Hopkins-Webseite wird regelmässig aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen werden die Zahlen - unter anderem die der Neuinfektionen binnen 24 Stunden, aber auch die der Toten - nachträglich aktualisiert.

(AWP)

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ILO: Mitarbeiter im Home

ILO: Mitarbeiter im Home Office müssen besser geschützt werden

Arbeiten im Homeoffice bedeutet nach einer Studie der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) für Millionen Menschen weltweit: teils schwierige Arbeitsbedingungen und wenig Schutz. Das Modell der Arbeit in den eigenen vier Wänden, das in der Corona-Krise vielerorts als Notlösung eingeführt wurde, werde langfristig an Bedeutung gewinnen, schreibt die ILO in Genf am Mittwoch. Um so wichtiger sei es, Arbeitsbedingungen und Schutz zu verbessern.

13.01.2021 13:10

Um Ansteckungen mit dem neuen Virus möglichst zu vermeiden, wurden im Frühjahr 2020 Millionen Menschen in aller Welt zum Arbeiten zwischen Küche und Schlafzimmer gezwungen, teils ohne Schreibtisch oder ausreichend Platz. In den ersten Monaten der Pandemie sei der Anteil derjenigen, die Homeoffice machten, auf knapp 20 Prozent gestiegen.

Auch vor der Pandemie hätten nach Schätzungen schon 260 Millionen Menschen weltweit keinen Arbeitsplatz ausserhalb der eigenen vier Wände gehabt, 7,9 Prozent aller Beschäftigten weltweit. Die ILO zählt dazu etwa Näher und Stickerinnen, Leute, die Elektronik oder andere Ware montieren oder die per Computer Dienstleistungen erstellen.

Der Grossteil, 166 Millionen, lebte in Asien. In 43 Ländern lag der Anteil der von Zuhause aus Arbeitenden unter fünf Prozent, darunter Deutschland. In 41 Ländern waren es bis zu zehn Prozent (etwa Frankreich, USA und China), in 21 Ländern bis zu 15 Prozent (etwa Grossbritannien, Österreich, Niederlande) und in 13 Ländern überwiegend in Afrika und Asien mehr als 15 Prozent.

Die Menschen seien selten in Gewerkschaften organisiert und hätten oft keine Sozialversicherungen. Sie würden seltener geschult und seien Sicherheits- und Gesundheitsrisiken ausgesetzt. Sie würden oft als Selbstständige betrachtet und seien vom Arbeitsrecht weniger geschützt. Auch Menschen mit Qualifikationen verdienten im Homeoffice weniger als Kollegen im Büro: in Grossbritannien 13, in den USA 22 und in Argentinien und Indien 50 Prozent weniger.

Die ILO fordert unter anderem schriftliche Arbeitsverträge, faire Löhne und Sozialleistungen. Die Grenzen zwischen Privat- und Arbeitsleben müssten gewahrt bleiben, etwa durch ein Recht darauf, Computer ausserhalb vereinbarter Arbeitszeiten abzuschalten./oe/DP/jha

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Studiendaten aus Brasilien

Studiendaten aus Brasilien schüren Zweifel an Sinovac-Impfstoff

Studienergebnisse aus Brasilien schüren Zweifel an dem Covid-19-Impfstoff des chinesischen Unternehmens Sinovac.

13.01.2021 12:44

 In Indonesien begann zwar am Mittwoch die Impfkampagne mit dem Vakzin, unter Ärzten wurden aber kritische Stimmen laut. "Ich lehne keine Impfstoffe ab, ich lehne die von Sinovac ab", sagte Yusdeny Lanasakti, ein Arzt aus Ost-Java, der sich Sorgen über die Wirksamkeit des Impfstoffs machte. Indonesien hatte das Mittel als erstes Land ausserhalb Chinas zugelassen. Dort sollten zuerst die fast 1,5 Millionen Beschäftigten im Gesundheitswesen geimpft werden.

Brasilianische Wissenschaftler hatten am Dienstag neue Daten veröffentlicht, wonach der Impfstoff in einer Studie in dem südamerikanischen Land zu 50,4 Prozent wirksam war. Vor einer Woche hatten sie noch von einer Wirksamkeit von 78 Prozent berichtet. In den neuen Daten sei nun eine Gruppe von Probanden berücksichtigt, die trotz Impfung eine "sehr milde Infektion" entwickelt habe, die keine klinische Versorgung benötige, erklärte der Leiter der klinischen Forschung des zuständigen Forschungsinstituts Butantan, Ricardo Palacios.

Indonesien hatte dem Vakzin eine Notfallgenehmigung auf Basis vorläufiger Daten erteilt, die eine Wirksamkeit von 65,3 Prozent zeigten. Türkische Forscher haben aus der Studie mit dem Mittel in ihrem Land einen Zwischenwert von 91,25 Prozent angegeben. Die Studien in den Ländern seien unterschiedlich gestaltet, aber die getesteten Dosen stammten aus derselben Charge, sagte Sinovac-Chef Yin Weidong. "Die Ergebnisse der Phase-III-Studien reichen aus, um zu beweisen, dass die Sicherheit und Wirksamkeit des CoronaVac-Impfstoffs weltweit gut ist", erklärte er.

Die indonesische Firma Bio Farma, die an den Studien beteiligt war, wies darauf hin, dass die Daten oberhalb der Mindesteffektivität von 50 Prozent liegen, die die Weltgesundheitsorganisation WHO gefordert hatte. Die indonesische Ärztekammer rief zur Nutzung des Mittels auf. "Wir könnten die hohe Zahl der Todesfälle bei Ärzten und Medizinern reduzieren", sagte ihr Leiter, Daeng M. Faqih.

Thailand erklärte, dass Land befinde sich trotz der brasilianischen Daten auf Kurs, den Impfstoff ab dem kommenden Monat zu empfangen und zu verabreichen. Malaysia, das sich noch in Verhandlungen über Lieferungen für den Impfstoff befindet, will dagegen den Einkauf nach Angaben eines Ministers nur fortsetzen, wenn das Mittel die heimischen Sicherheits- und Wirksamkeitsstandards erfüllt. Die klinischen Daten würden vor einer Entscheidung geprüft. Auch Singapur, das einzige einkommensstarke Land - mit dem Sinovac bislang einen Deal abgeschlossen hat - will weitere offizielle Daten vor einer Zulassung abwarten.

Sinovac erklärte unterdessen, seine jährlichen Produktionskapazitäten für den Impfstoff bis Februar auf eine Milliarde Dosen verdoppeln zu können. Bisher seien mehr als sieben Millionen Dosen des Vakzins an Regionen wie Peking und die Provinz Guangdong geliefert worden. CoronaVac gehört zu jenen Impfstoffen, die im Notfallprogramm der chinesischen Regierung bereits Zehntausenden Menschen vor Abschluss der klinischen Studien verabreicht wurden. 

(Reuters)

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Nach Covid-Infektion wohl 5

Nach Covid-Infektion wohl 5 Monate Schutz vor Neuansteckung

Nach einer überstandenen Corona-Infektion sind Menschen einer Studie zufolge sehr wahrscheinlich mindestens fünf Monate vor einer erneuten Ansteckung geschützt.

14.01.2021 14:07

Allerdings gebe es Hinweise, dass auch Personen mit Antikörpern das Virus weiterverbreiten könnten, hiess es in einer am Donnerstag veröffentlichte Studie der Gesundheitsbehörde Public Health England (PHE) unter Mitarbeitern des britischen Gesundheitssystems. Aussagen über die Effekte von Impfstoffen könne die Studie zum jetzigen Zeitpunkt allerdings nicht machen.

"Wir wissen jetzt, dass die meisten derjenigen, die das Virus hatten und Antikörper entwickelt haben, vor einer erneuten Infektion geschützt sind", sagte Susan Hopkins, leitende medizinische Beraterin bei PHE und Co-Leiterin der Studie. Dieser Schutz sei aber nicht vollständig. Auch wie lange dieser anhalte, sei offen. Nach einer überstandenen Infektion sei eine schwere Covid-19-Erkrankung höchst unwahrscheinlich. "Aber es besteht immer noch das Risiko, dass man sich eine Infektion zuzieht und sie auf andere überträgt."

An der sogenannten Siren-Studie nehmen Zehntausende Mitarbeiter des britischen Gesundheitssystems teil. Sie wurden seit Juni regelmässig sowohl auf eine Corona-Infektion als auch auf Antikörper getestet. Von 6614 Teilnehmern, die positiv auf Antikörper getestet wurden, habe es nur bei 44 mögliche Neuinfektionen gegeben, so die Studie.

Experten, die nicht an der Studie beteiligt waren, sprachen von wichtigen Erkenntnissen. "Diese Daten bekräftigen die Botschaft, dass bis auf weiteres jeder eine potenzielle Infektionsquelle für andere ist und sich entsprechend verhalten sollte", sagte Eleanor Riley, Professorin für Immunologie und Infektionskrankheiten an der Edinburgh University. Simon Clark von der Reading Universität sagte: "Das bedeutet, dass die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung entweder eine natürliche Immunität haben muss oder geimpft worden sein muss, damit wir die Einschränkungen in unserem Leben vollständig aufheben können. Es sei denn, wir sind darauf vorbereitet, dass viel mehr Menschen infiziert werden und an Covid-19 sterben."

(Reuters)

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Zürcher Regierungsrat

Zürcher Regierungsrat erweitert Härtefallprogramm

Der Regierungsrat des Kantons Zürich will das kantonale Covid-Härtefallprogramm ergänzen und beantragt beim Parlament einen Zusatzkredit von 95 Millionen Franken. Damit könnte beim Bund dessen Maximalbeitrag ausgelöst werden. Insgesamt stünden damit im Kanton 350 bis 456 Millionen Franken zur Verfügung.

14.01.2021 13:10

Wie viel Geld schlussendlich bereitgestellt wird, ist noch nicht klar. Die Summe ändert sich je nach den gestellten Anträgen, wie die Kantonsregierung am Donnerstag mitteilte. Wenn nur nicht rückzahlbare Beiträge beantragt würden, beliefe sich das Hilfsvolumen auf 350 Millionen Franken. Sofern nur Darlehen gewünscht würden, wären es sogar 456 Millionen Franken.

Mit der Erweiterung des Programms durch den Bund werden laut der Regierung die Kriterien für die Anerkennung als Härtefall stark gemildert. Der Regierungsrat will sich bei der Vergabe der Gelder an diese Vorgaben halten. Er reagiert damit auf die Kritik aus Gastronomie und Hotellerie, weil er in der ersten Zuteilungsrunde die Bundesvorgaben verschärft hatte.

Zum Zuge kommen sollen jetzt insbesondere jene Betriebe, die von einer behördlich angeordneten Schliessung betroffen sind. Um keine Zeit zu verlieren und bei veränderten Bedingungen rascher reagieren zu können, möchte der Regierungsrat die Kompetenz erhalten zur Festlegung der Kriterien für die anstehende zweite Zuteilungsrunde. Er hat beim Kantonsrat beantragt, ihm diese Kompetenz zu erteilen

(AWP)

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BAG: Rund 66'000 Impfungen

BAG: Rund 66'000 Impfungen sind verabreicht

Rund 66'000 Menschen in der Schweiz sind bisher gegen Covid-19 geimpft worden. Das teilte eine Vertreterin des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) am Donnerstag mit.

14.01.2021 16:20

Es handle sich um eine erste Schätzung, sagte BAG-Vizedirektorin Nora Kronig, Leiterin Abteilung Internationales, am Donnerstag in Bern vor den Medien. Detailliertere Zahlen, die auch nach Kanton aufgeschlüsselt sind, kündigte Kronig für die kommende Woche an.

Es gehe darum, den Überblick über die im Januar angelaufene Impfaktion zu haben, sagte Kronig. Am Mittwoch hatte die Schweiz die 200'000 ersten Impfdosen des US-Herstellers Moderna erhalten. Weitere Dosen erhielt die Schweiz von Pfizer/Biontech.

(AWP)

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Coronavirus-Taskforce

Coronavirus-Taskforce Ackermann: "Zwei bis fünf Prozent sind Mutationen"

(Ausführliche Fassung) - Zwei bis fünf Prozent der sequenzierten Proben des Coronavirus in der Schweiz gehören aktuell zur mutierten Variante. Dies sagte Taskforce-Präsident Martin Ackermann am Donnerstag vor den Bundeshausmedien.

14.01.2021 16:12

Die britische Variante sei ansteckender als die bisher bekannten Coronavirus-Stämme. Dies zeigten auch erste Daten aus der Kontaktverfolgung in Grossbritannien, erklärte Ackermann. Die Gefahr sei auch in der Schweiz gross, dass sich die Ausbreitung jede Woche verdopple. Schon im Februar könnten mehr Ansteckungen auf die mutierte als auf die bisherigen Varianten fallen.

Die Impfung sei in diesem Szenario allerdings nicht berücksichtigt. Je schneller in der Schweiz geimpft werde, desto grösser sei die Unterstützung gegen das Wachstum der Fälle.

Die Gesamtzahl bei den Ansteckungen müsse rasch herunter gebracht und die Kontakte müssten auf ein absolutes Minimum beschränkt werden. "Wir haben die Möglichkeit, den Pfad, wie in Grossbritannien erlebt, frühzeitig zu verlassen", sagte Ackermann. Es habe sich in den Kantonen der Romandie gezeigt, dass strenge Massnahmen wirken, auch wenn direkt keine kausalen Zusammenhänge nachzuweisen seien.

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Zahl der Fälle mit neuen

Zahl der Fälle mit neuen Virusvarianten in der Schweiz auf 160 gestiegen

In der Schweiz ist die Zahl der Ansteckungen mit den neuen Virusvarianten weiter angestiegen. Dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) waren am Donnerstag 160 Fälle der ansteckenderen Formen bekannt. Am Dienstag waren es noch 127 Fälle mit Mutationen gewesen.

14.01.2021 16:05

Nachgewiesen seien 120 Fälle mit der Variante aus Grossbritannien und 6 Fälle mit der Variante aus Südafrika. 34 Fälle hätten noch nicht einer der beiden Gruppen zugeordnet werden können, sagte Patrick Mathys, Leiter Sektion Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit beim BAG, am Donnerstag vor den Bundeshausmedien.

Diese Entwicklung sei zu erwarten gewesen, und sie sei besorgniserregend. Der Druck auf das Gesundheitswesen sei seit Monaten am Rande dessen, was machbar sei.

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Frankreich zieht nächtliche

Frankreich zieht nächtliche Ausgangssperre landesweit auf 18 Uhr vor

Im Kampf gegen das Coronavirus will Frankreich die abendliche und nächtliche Ausgangssperre auf dem gesamten Festland um zwei Stunden auf 18 Uhr vorziehen. Die Regelung solle ab Samstag für mindestens 15 Tage gelten, kündigte Premierminister Jean Castex am Donnerstagabend in Paris an. "Es ist nicht möglich, das Haus aus persönlichen Gründen zu verlassen", sagte Castex. Auch Geschäfte sollen demnach ab 18 Uhr schliessen.

15.01.2021 06:40

Zuvor war das ursprünglich von 20 Uhr bis 6 Uhr geltende Ausgehverbot bereits in einzelnen besonders betroffenen Départements vorverlegt worden. Den Menschen ist es während dieser Zeit nicht mehr gestattet, an der frischen Luft spazieren zu gehen, Sport zu machen oder einzukaufen. Sie dürfen aber zum Beispiel weiterhin zur Arbeit fahren oder wegen zwingender familiärer Gründe das Haus verlassen.

Die Situation habe sich in den letzten Tagen stabilisiert, bleibe aber besorgniserregend, sagte Castex. Im Schnitt gebe es etwa 16 000 nachgewiesene Fälle am Tag. Keines der französischen Départements liege derzeit unter der Zielmarke von einem Schnitt von 50 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen.

Wegen der neuen Coronavirus-Varianten sollen auch die Grenzkontrollen verschärft werden. Bei der Einreise nach Frankreich von Ländern ausserhalb der Europäischen Union wird ein negativer Corona-Test fällig. Gesundheitsminister Olivier Véran sagte, man werde alles tun, um eine weitere Ausbreitung der ansteckenden in Grossbritannien aufgetretenen Virus-Mutation in Frankreich zu vermeiden. Derzeit gebe es täglich etwa 200 bis 300 neue Fälle der britischen Variante.

Die Pandemie hat Frankreich mit seinen rund 67 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern schwer getroffen. Mehr als 2,8 Millionen Menschen infizierten sich mit dem Coronavirus, etwa 69 000 starben im Zusammenhang mit einer Infektion. Mit Stand Mittwochabend wurden knapp 250 000 Menschen in Frankreich gegen das Virus geimpft. Ab Montag sollen auch Menschen mit besonders hohem Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf Impfungen erhalten, wie Castex ankündigte./rbo/DP/he

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EU erwägt Impfpass

EU erwägt Impfpass-Privilegien, um Reisen zu erleichtern

Ein Vorschlag, geimpften Personen Erleichterungen zu gewähren, gewinnt vor einem Gespräch der Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union an Zugkraft.

15.01.2021 05:30

Denn der Anstieg der Coronavirus-Infektionen dämpft die Hoffnung auf einen raschen Ausstieg aus den Lockdowns.

Bei einer Videokonferenz am 21. Januar werden die Staats- und Regierungschefs die Einführung eines „Impfzertifikats“ erörtern, das es dem Inhaber ermöglichen würde, frei zu reisen, sagten mehrere Diplomaten, die mit den Vorbereitungen des virtuellen Treffens vertraut sind. Der Vorschlag erfreue sich wachsender Unterstützung, sagte ein EU-Beamter. Ein anderer Diplomat wies jedoch darauf hin, dass es Widerstand von anderen Regierungen gebe und dass so begründete Einschränkungen der Freizügigkeit rechtswidrig sein könnten.

Der griechische Ministerpräsidenten Kyriakos Mitsotakis war Anfang der Woche mit der Forderung nach einem solchen Zertifikat in einem Schreiben an die Europäische Kommissionspräsidentin, Ursula von der Leyen, vorgeprescht. Angesichts des Schneckentempos beim Start der Impfungen dürften EU-weite Privilegien allerdings nicht unmittelbar bevorstehen.

Länder, die das Reisen zumindest teilweise wieder ermöglichen möchten, könnten dies jedoch im Alleingang machen, da Grenzkontrollen eine nationale Zuständigkeit sind. Eine Koordinierung innerhalb der EU werde wohl angestrebt, sei aber nicht obligatorisch. Die Kommission sagte, sie berate mit den nationalen Regierungen über die Idee von Impfpässen im Rahmen der Bemühungen, die Binnengrenzen offen zu halten.

“Wir führen aktive Gesprächen mit den Mitgliedstaaten über die Anerkennung von Impfbescheinigungen, genau wie wir an der Anerkennung von Tests arbeiten”, sagte Stefan De Keersmaecker, Transport- und Gesundheitssprecher der Kommission, am Donnerstag. “Dies ist ein wichtiges Thema für die Freizügigkeit innerhalb der EU.”

(Bloomberg)

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Deutsche Regierung plant

Deutsche Regierung plant keine Pflicht zum Homeoffice

Trotz der anhaltend hohen Zahl von Corona-Infektionen plant die Bundesregierung weiterhin keine Homeoffice-Pflicht. Derzeit stehe "keine zwingende Regelung auf der Tagesordnung", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin. Er schloss sich zwar dem Appell von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zur Ausweitung der Heimarbeit an, betonte aber auch: "Homeoffice ist nicht für jeden Beruf, für jede Tätigkeit geeignet."

15.01.2021 12:39

Eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums zog zudem in Zweifel, ob eine Verpflichtung wirklich zielführender wäre. Nach ihrer Einschätzung führen Absprachen zwischen den Betroffenen zu einer höheren Akzeptanz. Seibert betonte allerdings auch, dass beim ersten Lockdown im Frühjahr der Homeoffice-Anteil höher gewesen sei: "Es ist also möglich."/ax/DP/jha

(AWP)

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Coronavirus:

Coronavirus: Reproduktionszahl in der Schweiz auf 0,82 gesunken

Die Reproduktionszahl (R-Wert), die angibt, wie viele Menschen eine mit dem Coronavirus infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, ist in der Schweiz und in Liechtenstein auf 0,82 gesunken. Das meldet das Bundesamt für Gesundheit (BAG) auf seiner Internetseite.

18.01.2021 07:21

Die am Sonntag aufgeschaltete Zahl bezieht sich auf den 7. Januar. Am Samstag war für den 6. Januar ein Wert von 0,83 gemeldet worden. Liegt die Reproduktionszahl (R-Wert) über 1, nimmt die Summe aller angesteckten Personen zu.

Einen R-Wert von über 1 vermeldete das BAG am Sonntag für die Kantone Obwalden, Schaffhausen und Genf. Unter 0,8 lag der Wert im Tessin, in Zürich, St. Gallen, Thurgau und in Liechtenstein.

(AWP)

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Brasilien erteilt Sinovac und

Brasilien erteilt Sinovac und AstraZeneca Notfallzulassung

Die Nationale Behörde für Gesundheitsüberwachung in Brasilien, Anvisa, hat den Corona-Impfstoffen von Sinovac und Astrazeneca jeweils eine Notfallzulassung erteilt. Fünf Direktoren stimmten in einer live übertragenen, fünf Stunden dauernden Sitzung am Sonntag geschlossen dafür.

17.01.2021 20:22

Von dem Impfstoff Coronavac des chinesischen Unternehmens Sinovac, mit dem die Regierung des Bundesstaates Sao Paulo ein Abkommen hat, sind sechs Millionen Dosen verfügbar. Ein Versuch der brasilianischen Regierung, zwei Millionen Dosen des Impfstoffs von AstraZeneca aus Indien zu holen, war am Freitag zunächst gescheitert.

Brasilien, ein Staat mit 210 Millionen Einwohnern, ist eines der am härtesten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder. Bislang haben sich in dem grössten Land Lateinamerikas rund 8,5 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Mehr als 209 000 Patienten sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Wegen der enormen Zunahme von Krankenhausaufenthalten im Zusammenhang mit Covid-19 brach zuletzt das Gesundheitssystem in der Amazonas-Metropole Manaus zusammen.

Nachdem Staatspräsident Jair Bolsonaro das Coronavirus zuerst verharmlost hatte, zieht er mittlerweile zwar auch eine Impfung in Zweifel. So hat er sich mehrmals abfällig über den chinesischen Impfstoff geäussert. Aber er steht mit dem Gouverneur des Bundesstaates Sao Paulo, Joao Doria, dennoch in Konkurrenz um das erste Foto einer Impfung in Brasilien./mfa/DP/edh

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Österreich verlängert

Österreich verlängert Lockdown - Kurz verspricht normalen Sommer

Österreich verlängert den Corona-Lockdown um mindestens weitere zwei Wochen. Bundeskanzler Sebastian Kurz begründete dies am Sonntag in Wien damit, dass ansteckendere Mutationen des Virus nun auch in Österreich angekommen seien. Die Lage habe sich nochmals deutlich verschärft. Ziel sei nun, vom 8. Februar an Handel und Museen unter strengen Sicherheitsvorkehrungen wieder zu öffnen. Auch Dienstleistungsbetriebe wie Friseure sollen dann wieder arbeiten dürfen.

17.01.2021 14:07

Allerdings müssten die täglich gemeldeten Neuinfektionen deutlich sinken, fügte Kurz hinzu. So lange blieben Ausgangsbeschränkungen in Kraft und Schulen im Fernunterricht. Skipisten und Eislaufplätze sind hingegen weiterhin geöffnet.

Ursprünglich waren Lockerungen zum 25. Januar geplant. Aufgrund der neuen, in Grossbritannien entdeckten Virus-Mutation hatten Experten jedoch davor gewarnt, zu früh zu öffnen. Die ansteckende Virus-Variante B.1.1.7 sei ersten Erkenntnissen bereits relativ stark in Österreich verbreitet. In den kommenden zehn Wochen würde das Virus noch sehr viel von den Österreichern abverlangen, sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober. "Es wird die schwierigste Phase der Pandemie werden."

Knapp drei Wochen nach Beginn des jüngsten harten Lockdowns lag die Zahl der Neuinfektionen am Sonntag bei 1267. Die Sieben-Tages-Inzidenz - die Zahl der Neuinfektion pro 100 000 Einwohner - hatte sich zuletzt zwischen 130 und 150 eingependelt. In Deutschland lag diese Zahl am Sonntag bei 136. Kurz nannte als Zielwert, dass es mit Ende des Lockdowns nur noch 600 bis 700 Neuinfektionen pro Tag geben dürfe - eine Inzidenz von etwa 50.

Seit Beginn der Pandemie sind in Österreich mit seinen knapp neun Millionen Einwohnern mehr als 7000 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben. Kurz zeigte sich aber überzeugt, dass durch Impfungen im Sommer das normale Leben wieder einkehren werde.

Der Sicherheitsabstand, den Menschen in Österreich einhalten sollen, wird von einem auf zwei Meter ausgedehnt. In Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln müssen künftig - wie in Bayern - FFP2-Masken getragen werden. Die Masken sollen einkommensschwachen Bevölkerungsgruppen kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Darüber hinaus appellierte die Regierung an Firmen, Beschäftigte möglichst von zu Hause arbeiten zu lassen. Eine Pflicht zum Home Office - wie von Experten gefordert - gibt es aber nicht.

Mitte Februar sei geplant, die Lage für Gastronomie, Hotellerie und Veranstalter neu zu beurteilen, sagte Kurz. Eine Öffnung sei aber frühestens im März möglich. Die Verkündung der neuen Massnahmen kam einen Tag nach einer grossen Demonstration gegen die Corona-Regelungen. Am Samstag protestierten in Wien etwa 10 000 Menschen gegen die Pläne zur Eindämmung der Pandemie. Abstandsregeln und Maskenpflicht wurden nach Polizeiangaben weitgehend ignoriert. Insgesamt wurden 23 Menschen festgenommen. Zudem erstattete die Polizei gegen mehr als 300 Teilnehmer Anzeigen.

(AWP)

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Deutschland: Längerer

Deutschland: Längerer Lockdown absehbar - FFP2-Maskenpflicht und Ausgangssperre?

Deutschland steht voraussichtlich vor einer Verlängerung und Verschärfung des Corona-Lockdowns. Hauptgrund ist die Sorge, dass sich auch hierzulande hochansteckende Virus-Mutationen ausbreiten könnten. An diesem Montagabend wollen die Ministerpräsidenten der Länder dazu eine Lagebild von Fachleuten einholen. Am Dienstag beraten Bund und Länder über die weiteren Schritte. Im Gespräch sind unter anderem nächtliche Ausgangssperren und eine FFP2-Maskenpflicht in bestimmten Bereichen wie dem Bahnverkehr und dem Einzelhandel.

18.01.2021 08:37

Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) stellte ein Verlängerung des Lockdwons bis Mitte Februar in Aussicht: "Ich gehe davon aus, dass das schon 14 Tage sein können, die noch einmal dazu kommen", sagte der Finanzminister am Sonntagabend in einem "Bild"-Talk. Der aktuelle Lockdwon ist bis Ende Januar befristet. Scholz schloss nicht aus, dass auch Ausgangssperren verhängt werden. "Ich finde, das ist eine mögliche Massnahme, aber nicht die, die als allererste ansteht."

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sagte der "Rheinischen Post" (Montag): "Es liegt eine Auswahl von Möglichkeiten auf dem Tisch." Er nannte neben einer FFP2-Maskenpflicht im Bahnverkehr und möglichen Ausgangssperren auch eine Homeoffice-Pflicht und deutlich stärkere Kontaktbeschränkungen. In Bayern müssen die Menschen bereits seit diesem Montag in Bussen, Trams, U- und S-Bahnen sowie in allen Geschäften FFP2-Schutzmasken tragen, die besser vor Infektionen schützen als Stoffmasken. Auch eine nächtliche Ausgangssperre gilt im Freistaat bereits.

Die Zahl der Neuinfektionen geht unterdessen zurück. Die deutschen Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) 7141 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages. Das ist laut RKI der niedrigste Wert an Neuinfektionen seit dem 20. Oktober. Ausserdem wurden 214 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Montagmorgen bekanntgab. Seit dem 14. Dezember war der Wert nicht mehr so niedrig. An Montagen sind die erfassten Fallzahlen meist geringer, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Vor genau einer Woche hatte das RKI 12 497 Neuinfektionen und 343 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

"Nach einem starken Anstieg der Fallzahlen Anfang Dezember, einem Rückgang während der Feiertage und einem erneuten Anstieg in der ersten Januarwoche scheinen sich die Fallzahlen wieder zu stabilisieren", schrieb das RKI in seinem Lagebericht am Sonntagabend. Der Höchststand von 1244 neuen Todesfällen war am Donnerstag erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33 777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder forderte die anderen Länder auf, die gemeinsam getroffenen Beschlüsse konsequenter umzusetzen. "Die Hälfte der Länder macht ja was ganz anderes", sagte der CSU-Chef am Sonntagabend in der ARD-Talkshow "Anne Will". "So dass man auch immer wieder die Frage stellen muss: Warum beschliessen wir etwas, wo dann die Hälfte das anders macht?"

Söder sieht die Vorschriften in Bayern als eine Art Blaupause für Bundesregelungen. Nach Informationen des "Business Insiders" erwägt das Kanzleramt eine bundesweit einheitliche, nächtliche Ausgangssperre, wie es sie bereits in Frankreich oder anderen Nachbarstaaten gibt. Aus den Bundesländern ist aber auch zu vernehmen, dass derzeit alles diskutiert werde, was diskutiert werden könne.

SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach sprach sich für einen harten, dreiwöchigen Lockdown aus. Das Wachstum der Mutation müsse unbedingt verhindert werden, schrieb er am frühen Montagmorgen auf Twitter. Ansonsten verbreite sich die Mutation "schneller, als wir impfen können". Ausgangssperren ab 20 Uhr seien aus seiner Sicht für drei Wochen vertretbar. Im öffentlichen Nahverkehr plädiere er für Obergrenzen bei den Fahrgästen und eine FFP2-Maskenpflicht.

Vor der Bund-Länder-Schalte muss also noch einiges abgestimmt werden. Am Montagabend lassen sich die Ministerpräsidenten von führenden Wissenschaftlern über neue Erkenntnisse informieren. "Da sind die dabei, die sie alle kennen", sagte Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) bei "Anne Will" und nannte namentlich den RKI-Präsidenten Lothar Wieler und den Charité-Virologen Christian Drosten.

Zur Frage, warum die Bund-Länder-Beratung so kurzfristig angesetzt wurde und warum die Lage so dränge, sagte Bouffier: "Was wir gar nicht einschätzen können, ist das britische Virus. Das ist der Grund, warum wir jetzt tagen." Dieses Mal werde man auch Wissenschaftler aus Grossbritannien dabei haben. "Da wird es darum gehen: Welche Erkenntnisse habt ihr?" In Grossbritannien hat sich eine wohl ansteckendere Mutation des Coronavirus stark verbreitet, die inzwischen auch in Deutschland nachgewiesen wurde. Auch in Südafrika ist eine vergleichbare Variante aufgetaucht.

Es bestehe die Gefahr, dass sich die Dynamik noch einmal beschleunige, wenn sich die Virus-Mutationen weiter ausbreiteten, sagte Altmaier. "Deshalb müssen wir jetzt - und das ist explizit meine Meinung als Wirtschaftsminister - auf der Ministerpräsidentenkonferenz die Weichen so stellen, dass wir in den nächsten Wochen die Infektionswelle endgültig brechen und ein erneutes Hochschiessen der Dynamik bis Ostern verhindern."

SPD-Chefin Saskia Esken sprach bei "Anne Will" wie Altmaier von der Homeoffice-Pflicht: Man werde in den Unternehmen möglicherweise Homeoffice anordnen müssen, sagte sie. Auch Scholz forderte, die Betriebe in Sachen Homeoffice mehr in die Pflicht zu nehmen, es könne dort "nicht bei Appellen" bleiben, sagte er in dem "Bild"-Talk. "Wir müssen da noch einen Schritt weiter machen." Von einer Homeoffice-Pflicht wollte er aber nicht sprechen: Es werde immer darauf ankommen, "dass das betrieblich auch geht. Wir wollen ja pragmatisch bleiben und nichts Unmögliches verlangen"./sax/DP/mis

(AWP)

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Einreise nach Grossbritannien

Einreise nach Grossbritannien nur noch mit negativem Corona-Test

Für Reisen nach Grossbritannien ist seit Montagmorgen ein negativer Test vor der Einreise notwendig. Dieser darf nicht mehr als 72 Stunden zurückliegen, wie die britische Regierung in der vergangenen Woche mitgeteilt hatte. Trotzdem müssen sich Einreisende nach ihrer Ankunft in eine zehntägige Quarantäne begeben - egal, aus welchem Land sie kommen. Diese Selbstisolation kann frühestens ab dem fünften Tag durch einen weiteren negativen Corona-Test beendet werden. Die Regelung soll bis mindestens Mitte Februar gelten.

18.01.2021 08:37

Die Regierung hat die Einreiseregeln verschärft, um sich effektiver vor der Einschleppung neuer Corona-Varianten aus anderen Ländern zu schützen. Für Brasilien, wo neue Varianten entdeckt wurden, und mehrere andere südamerikanische Länder sowie Portugal gilt sogar ein Einreiseverbot./swe/DP/jha

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Baumeister: Planung und

Baumeister: Planung und Aufträge trotz Homeoffice nicht verzögern

Bauprojekte sollen trotz Homeoffice in den öffentlichen Verwaltungen forciert geplant und Arbeiten rasch vergeben werden. Das fordert der Schweizerische Baumeisterverband, um den Verlust von Jobs zu verhindern. Denn die Arbeitsvorräte der Firmen seien abgearbeitet.

18.01.2021 12:53

Der Baumeisterverband erinnert in einer Mitteilung vom Montag an den Lockdown im Frühjahr 2020. Das das Planen, das Veröffentlichen von Ausschreibungen und auch das Erteilen von Baubewilligungen sei über Wochen hinweg eingeschränkt gewesen oder gar ganz eingestellt worden.

Die Bauwirtschaft sei auf die "tatkräftige Mithilfe" der Behörden angewiesen, um einen Einbruch der Baukonjunktur zu vermeiden. Baustellen könnten trotz Pandemie sicher betrieben werden; der Schutz der Angestellten und der Gesellschaft seien sichergestellt.

Im Frühjahr 2020 habe der Lockdown Bauprojekte verzögert und zu einem zeitversetzten Einbruch der öffentlichen Bautätigkeit geführt, schreiben die Baumeister. In einzelnen Städten sei die Bautätigkeit um bis zu 50 Prozent eingebrochen.

(AWP)

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Israel verzeichnet Rekorde

Israel verzeichnet Rekorde bei Corona-Impfungen und -Neuinfektionen

In Israel sind in der Corona-Krise Höchststände sowohl bei den Neuinfektionen als auch bei den Impfungen registriert worden. Der Corona-Beauftragte des Landes, Nachman Asch, sagte am Dienstag dem Armeesender, am Vortag seien erstmals mehr als 10'000 neue Fälle gemeldet worden. Die exakten Zahlen des Gesundheitsministeriums lagen zunächst nicht vor. Seit Beginn der Pandemie überstieg die Zahl der Neuinfektionen pro Tag erst fünf Mal den Wert von 9000, vier Mal davon in der vergangenen Woche.

19.01.2021 07:48

Israel steckt inmitten einer dritten Corona-Welle. Das Gesundheitssystem hat die Belastungsgrenze erreicht. Das Land hat etwas mehr als neun Millionen Einwohner, Deutschland etwa neunmal so viele. Dort wurden binnen 24 Stunden zuletzt 11 369 neue Fälle registriert. Seit knapp zwei Wochen gilt in Israel ein Lockdown mit strikten Einschränkungen. Man darf das eigene Haus oder die eigene Wohnung nur in einem Umkreis von 1000 Metern verlassen. Am Dienstag wollte die Regierung über eine Verlängerung beraten.

Nach Angaben von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wurde am Montag zugleich ein Impfrekord erreicht. Wie der Regierungschef via Twitter mitteilte, wurden an dem Tag 186 000 Menschen geimpft. Insgesamt bekamen demnach bislang 2,2 Millionen Menschen eine erste Spritze. Nach Angaben von Gesundheitsminister Juli Edelstein erhielten 422 000 Menschen bereits eine zweite Dosis. Bis Ende März sollen in Israel im Zuge einer massiven Impfkampagne alle Impfwilligen über 16 Jahren geimpft werden. Ende März stehen in dem Land Neuwahlen an.

/le/seb/DP/jha

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Trump will Einreisestopp aus

Trump will Einreisestopp aus Europa aufheben - Biden widerspricht

Der scheidende US-Präsident Donald Trump hat ein Ende des Einreisestopps für Ausländer aus weiten Teilen Europas angeordnet - Nachfolger Joe Biden lehnt die Lockerung mitten in der Pandemie aber ab.

Aktualisiert um 07:14

In einer am Montagabend (Ortszeit) vom Weissen Haus verbreiteten Verfügung Trumps hiess es, die Beschränkungen für Reisende aus dem Schengen-Raum, aus Grossbritannien und aus Irland sowie aus Brasilien würden zum 26. Januar aufgehoben. Trump verwies darauf, dass von diesem Datum an bei allen Flügen in die USA vor Abreise der Nachweis eines negativen Corona-Tests vorgeschrieben ist.

Trumps Amtszeit läuft mit Bidens Vereidigung an diesem Mittwoch aus - sechs Tage vor dem verfügten Ende des Einreisestopps. "Auf Anraten unseres medizinischen Teams beabsichtigt die Regierung nicht, diese Beschränkungen am 26.1. aufzuheben", teilte die künftige Sprecherin des Weissen Hauses, Jen Psaki, auf Twitter mit. "Mit der Verschlimmerung der Pandemie und dem Auftauchen weiterer ansteckender Varianten auf der ganzen Welt ist dies nicht der richtige Zeitpunkt, um Einschränkungen für internationale Reisen aufzuheben." Stattdessen plane die Biden-Regierung verschärfte Massnahmen im Zusammenhang mit internationalen Reisen, um die Ausbreitung des Virus zu bremsen.

Biden hat den Kampf gegen das Coronavirus zu einem seiner wichtigsten unmittelbaren Ziele erklärt. Die Pandemie ist in den USA weiterhin ausser Kontrolle. Seit Bekanntwerden des ersten Falls vor rund einem Jahr sind nach einer Statistik der Johns-Hopkins-Universität mehr als 24 Millionen Coronavirus-Infektionen in den USA nachgewiesen worden. Rund 400 000 Menschen kamen nach einer Infektion ums Leben.

Trump hatte den Einreisestopp für Ausländer Mitte März wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus in mehreren europäischen Staaten verhängt. Derzeit dürfen Reisende aus dem Schengenraum, Grossbritannien und Irland bis auf Ausnahmen nicht in die USA einreisen. Trump hatte zudem strikte Einreisestopps für Ausländer aus China und dem Iran erlassen - diese sollten auch nach seiner neuen Verfügung bestehen bleiben. Zuletzt hatte Trump weitgehende Einreisebeschränkungen für Menschen aus Brasilien eingeführt. Auch Reisen über die Grenze der USA zu den Nachbarländern Kanada im Norden und Mexiko im Süden sind wegen der Pandemie eingeschränkt.

Die US-Gesundheitsbehörde CDC hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, dass ab dem 26. Januar ein negativer Corona-Test für Flüge in die USA verbindlich ist. Die Regelung wird für alle internationalen Flüge in die USA gelten, unabhängig vom Abflugort und der Staatsbürgerschaft oder des Visums der Reisenden.

Die Anordnung gilt auch für Amerikaner, die von den von Trump verhängten Einreisesperren ausgenommen sind. Falls ein Passagier kein negatives Testergebnis oder eine überstandene Covid-Infektion nachweisen könne, "muss die Fluggesellschaft das Boarding verweigern", hiess es in der Mitteilung. Der sogenannte PCR-Test, mit dem das Virus nachgewiesen werden soll, muss demnach in den drei Tagen vor der Abreise erfolgt sein.

Die Gesundheitsbehörde fordert alle Reisenden zudem auf, sich drei bis fünf Tage nach der Ankunft in den USA erneut testen zu lassen und sieben Tage nach der Reise zuhause zu bleiben. Dabei handelt es sich jedoch um Empfehlungen, nicht um eine rechtlich bindende Vorschrift. CDC-Chef Robert Redfield hatte bei der Verkündung der Massnahme eingeräumt: "Tests eliminieren nicht jedes Risiko." In Kombination mit den übrigen Vorsichtsmassnahmen werde Reisen aber sicherer.

Angesichts der neuen und wahrscheinlich ansteckenderen Variante des Coronavirus, die sich bislang vor allem in Grossbritannien ausgebreitet hat, verlangen die USA bereits seit Ende Dezember einen negativen Corona-Test bei einer Einreise von dort - die für Ausländer mit Ausnahmegenehmigung möglich ist. Einzelne Fälle der neuen Variante wurde bereits in zahlreichen US-Bundesstaaten nachgewiesen.

Für Personen aus den USA und anderen Risikogebieten gelten ebenfalls Beschränkungen, wenn sie in die EU einreisen wollen. Sie dürfen nur einreisen, "wenn sie eine wichtige Funktion ausüben oder ihre Reise zwingend notwendig ist", wie das Bundesinnenministerium mitteilt.

(AWP)

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EU-Kommission will laut

EU-Kommission will laut Kreisen 70 Prozent Impfrate bis zum Sommer

Bis zum Sommer sollen aus Sicht der EU-Kommission 70 Prozent der Erwachsenen in der Europäischen Union gegen das Coronavirus geimpft sein. Den Vorschlag will die Brüsseler Behörde am Dienstag veröffentlichen, wie die Deutsche Presse-Agentur vorab erfuhr. Bis März laute das Zwischenziel, 80 Prozent der Menschen über 80 Jahre und der Beschäftigten im Gesundheitswesen zu immunisieren.

19.01.2021 06:33

Die Ziele sind nach dpa-Informationen Teil eines Diskussionspapiers für den EU-Videogipfel am Donnerstag. Dort sollen Bundeskanzlerin Angela Merkel und die übrigen Staats- und Regierungschefs nach dem Willen von Ratschef Charles Michel auch die Frage erörtern, ob es einen EU-Impfpass und gegebenenfalls damit verbundene Privilegien geben soll. In Deutschland gibt es darüber eine kritische Diskussion.

Die EU-Kommission will nach dpa-Informationen zwar für ein möglichst genaues und in allen EU-Staaten anerkanntes Impfdokument plädieren. Daraus soll erkennbar sein, wer wann in welchem EU-Staat welchen Impfstoff bekommen hat. Dies soll auch helfen, etwaige Nebenwirkungen zurückzuverfolgen. Ob Geimpfte Vorteile geniessen - zum Beispiel Zugang zu Restaurants und Kinos oder erleichterte Urlaubsreisen - soll jedoch den EU-Staaten überlassen bleiben.

Angesichts der besonders ansteckenden Mutationen des Coronavirus will die EU-Kommission die Mitgliedsstaaten drängen, mehr zur Erkennung der neuen Virusformen zu tun. Nötig ist dafür die sogenannte Sequenzierung der bei Tests entnommenen Virusproben. Die allermeisten EU-Staaten seien weit von den wünschenswerten Zahlen bei der Sequenzierung entfernt, hiess es in Brüssel. Somit würden Virusvarianten eher zufällig entdeckt - anders als in Grossbritannien, wo systematischer gesucht worden sei.

EU-Ratschef Michel hatte am Montagabend sein Einladungsschreiben für den Videogipfel am Donnerstag veröffentlicht, bei dem sich die 27 Staaten im Kampf gegen die Pandemie abstimmen wollen. Neben den Themen Impfpass und Impfprivilegien soll es auch um die Mutationen gehen. Topthema ist das Impfen: "Die Beschleunigung der Impfungen in der EU ist unsere absolute Priorität"", schrieb Michel./vsr/DP/stk

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EU-Gipfel soll über Impfpass

EU-Gipfel soll über Impfpass und Impf-Privilegien beraten

Die Frage eines europäischen Corona-Impfpasses und möglicher Privilegien für Geimpfte wird Thema beim EU-Videogipfel am Donnerstag. "Der Prozess des Impfens eröffnet die Debatte über Zertifikate", schrieb EU-Ratschef Charles Michel am Montag in seinem Einladungsschreiben an Bundeskanzlerin Angela Merkel und die übrigen Staats- und Regierungschefs. "Wir werden die Angemessenheit eines gemeinsamen Vorgehens diskutieren sowie, falls das passend ist, die Frage, unter welchen Umständen Ausweise genutzt werden könnten."

18.01.2021 20:45

Ob Geimpfte praktische Vorteile haben sollen - etwa Zutritt zu Kinos oder Restaurants oder vereinfachtes Reisen - ist unter anderem in Deutschland umstritten. Griechenland hatte sich dafür stark gemacht, einen in ganz Europa anerkannten Impfpass einzuführen und Geimpften Urlaubsreisen zu erleichtern. Andere EU-Staaten sehen das skeptisch, solange Impfstoff knapp ist und erst wenige Menschen den schützenden Piks bekommen können.

Michel schrieb: "Die Beschleunigung der Impfungen in der EU ist unsere absolute Priorität." Beim Gipfel werde die EU-Kommission den Stand der Impfstofflieferungen, der Steigerung der Produktionskapazität und bei der gerechten Verteilung darlegen. Die EU-Staaten könnten sich dann über ihre Erfahrungen austauschen. Angesichts der Coronavirus-Mutationen sei zudem höchste Wachsamkeit geboten. Es gelte, Tests und Nachverfolgung aufrecht zu erhalten, doch Grenzübertritte in der EU weiter zu ermöglichen./vsr/DP/he

(AWP)

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Corona-Krise: Europäischer

Corona-Krise: Europäischer Aufbauplan soll möglichst rasch starten

(aktualisierte Fassung) - In der Corona-Krise versuchen die Eurostaaten, das gemeinsame Wiederaufbauprogramm rasch an den Start zu bekommen. Bundesfinanzminister Olaf Scholz forderte am Montag alle Mitgliedsstaaten auf, schnell ehrgeizige und zukunftsweisende Aufbaupläne vorzulegen. EU-Kommissar Paolo Gentiloni drängte seinerseits die Regierungen, den Weg für die Aufnahme von Schulden für das 750-Milliarden-Euro-Programm frei zu machen.

18.01.2021 20:19

Der Corona-Aufbaufonds wurde zwar schon im Juli verabredet. Doch dürften die ersten Gelder frühestens im nächsten Sommer fliessen. Vorher müssen alle 27 EU-Staaten die rechtliche Grundlage zur Aufnahme von Schulden für das Programm ratifizieren. Ausserdem müssen die Regierungen in Brüssel detaillierte Pläne genehmigen lassen, wie sie ihren Anteil verwenden wollen. Erst gut die Hälfte der Staaten hat Entwürfe erarbeitet. In Italien hat sich darüber die Regierung entzweit.

"Deutschland geht mit gutem Beispiel voran", sagte Scholz am Rande einer Videokonferenz der Eurogruppe. Die Bundesregierung hatte im Dezember ihren Aufbauplan präsentiert. Demnach sollen 80 Prozent der Mittel in Klimaschutz und Digitalisierung fliessen, jeweils rund elf Milliarden Euro. Gentiloni stellte aber klar, dass bei allen vorliegenden Entwürfen noch Diskussionsbedarf bestehe. Etwa ab Mitte Februar könne die Endfassung formal eingereicht werden. Dann werde die Kommission versuchen, alle Pläne binnen zwei Monaten zu prüfen und zu genehmigen.

Scholz unterstrich, die deutschen Massnahmen gegen die Krise zeigten Wirkung. So sei das Bruttoinlandsprodukt mit 5 Prozent 2020 weniger zurückgegangen als ursprünglich befürchtet. Auch liege der deutsche Einbruch unter dem, was die EU-Kommission für alle Mitgliedsstaaten prognostiziert habe: ein Minus von 7,8 Prozent. Das zeige: "Es läuft in Deutschland ganz gut", sagte Scholz.

In der Eurozone löst es allerdings Sorgen aus, dass einige der 19 Staaten besser durch die Krise kommen als andere. Die Pandemie könnte die Ungleichgewichte im gemeinsamen Währungsgebiet weiter verstärken. So hätten die besonders harten Folgen der Pandemie die öffentliche Verschuldung ausgerechnet in den Ländern in die Höhe getrieben, die bereits vorher hoch verschuldet gewesen seien, sagte Gentiloni. Der Aufbaufonds sei das entscheidende Werkzeug, die wirtschaftliche Unwucht zu bekämpfen.

In Ländern wie Spanien, Italien oder Frankreich ist die Rezession noch stärker als in Deutschland. Ein Grund ist die stärkere Abhängigkeit vom Tourismus. Doch fällt auch ins Gewicht, dass die Länder wegen ihrer hohen Verschuldung weniger aus eigener Kraft gegensteuern konnten./vsr/DP/he

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Grossbritannien verzeichnet

Grossbritannien verzeichnet weltweit höchste Corona-Todesquote

Grossbritannien verzeichnet derzeit relativ zur Bevölkerung die weltweit höchste Anzahl von Corona-Todesfällen. Im gleitenden Sieben-Tage-Durchschnitt waren es zuletzt mehr als 16,5 Tote pro einer Million Menschen. Das geht aus einer aktuellen Auswertung der Universität Oxford hervor, die sich auf Daten der Johns-Hopkins-Universität bezieht.

19.01.2021 10:31

Damit liegt Grossbritannien knapp vor Tschechien und Portugal und deutlich vor Deutschland und den USA, die beide in diesem Zeitraum im Schnitt mehr als neun Todesopfer pro einer Million Einwohner verzeichneten./swe/DP/jha

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Lockdown in Deutschland

Lockdown in Deutschland verlängert - Schulen sollen geschlossen bleiben

(Ausführliche Fassung) - Die Menschen in Deutschland brauchen in der Corona-Pandemie weiter Geduld: Bund und Länder haben den Lockdown aus Sorge über die Virusmutation bis Mitte Februar verlängert. Auch Schulen und Kitas sollen nach dem Beschluss vom Dienstagabend bis dahin weiter geschlossen bleiben. Doch deutete sich an, dass die Länder diese umstrittene Entscheidung unterschiedlich umsetzen werden.

20.01.2021 06:32

So kündigte Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) noch am Abend an, Grundschulen und Kitas voraussichtlich vom 1. Februar an schrittweise und vorsichtig wieder öffnen zu wollen - "wenn die Infektionslage das zulässt". Mecklenburg-Vorpommern dagegen schärfte in den Schulen und Kitas nach: In zwei Landkreisen mit höheren Infektionszahlen dürfen sie nur noch für eine Notbetreuung öffnen. Über den Umgang mit den Schulen hatten Bund und Länder in der stundenlangen Sitzung leidenschaftlich diskutiert. Die Verhandlung sei geprägt gewesen von der Frage, was man Eltern und Kindern zumuten könne, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Mittwoch): "Die Schulen und Kitas weiterhin nahezu vollständig geschlossen zu halten, gehört sicherlich zu den härtesten politischen Entscheidungen zu Beginn dieses Jahres." Aber sie sei angesichts der Entwicklung der Pandemie notwendig. Bundesfamilienministerin Franziska Giffey forderte klare Perspektiven für Kinder und Eltern. "Sobald es das Infektionsgeschehen zulässt, müssen Kinderbetreuungsangebote dann mit als erstes wieder öffnen", sagte die SPD-Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwoch).

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, sagte der "Augsburger Allgemeinen", er hoffe, dass Mitte Februar an den Schulen "der grosse Einstieg wieder gelingt". Die Entscheidung von Bund und Ländern, die Einrichtungen bis zum 14. Februar weitgehend geschlossen zu halten, trägt der Verband demnach mit.

Bei den Bund-Länder-Gesprächen wurden einige Regeln verschärft. So müssen in Bus und Bahn sowie beim Einkaufen die besser schützenden FFP2-Masken oder OP-Masken getragen werden - Alltagsmasken aus Stoff reichen nicht mehr aus. Ab wann die neuen Regeln gelten, entscheiden die Bundesländer selbst. Am Mittwoch beraten mehrere Landesregierungen darüber.

Strengere Regeln sind auch am Arbeitsplatz vorgesehen. Arbeitgeber müssen Arbeit im Homeoffice zulassen, wenn das möglich ist. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) forderte die Beschäftigten und Unternehmen auf, die neuen Homeoffice-Möglichkeiten massiv zu nutzen. Zugleich warnte er in "Bild live" Arbeitgeber davor, die Möglichkeit zum Homeoffice willkürlich abzusagen und kündigte Kontrollen an. Der parlamentarische Geschäftsführer der Linksfraktion, Jan Korte, kritisierte, eine Homeoffice-Pflicht hätte schon viel früher kommen müssen.

SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach mahnte die Bundesländer, die Corona-Beschlüsse auch umzusetzen. "Die Beschlüsse sind ohne Wenn und Aber richtig", sagte er dem Nachrichtenportal t-online. "Aber sie wirken nur, wenn sie auch von den Ländern kontrolliert und umgesetzt werden."

Merkel sagte, die Mutation mache das Virus wahrscheinlich deutlich ansteckender. "Noch ist gewissermassen Zeit, die ganze Gefährlichkeit auch einzudämmen." Dafür müsse aber jetzt gehandelt werden, sonst könnten die Infektionszahlen schnell stark ansteigen. Es gehe um Vorsorge für das Land und die Bürger, aber auch für Wirtschaft und Arbeitswelt.

Derzeit sind die Zahlen nach Experteneinschätzung noch viel zu hoch, um Lockerungen wagen zu können. "Aktuell sind wir bei knapp unter 5000 Intensivpatienten in Deutschland - da müssen wir noch deutlich runter", teilte die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin der "Rheinischen Post" mit. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) liegt bundesweit noch bei mehr als 130 - als Zielwert gelten 50.

Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, sagte: "Der im Dezember beschlossene harte Lockdown wirkt. Das sehen wir an der allmählich zurückgehenden Zahl der Neuinfektionen und an der sich etwas stabilisierenden Lage auf den Intensivstationen.

Die SPD-Chefs Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans begrüssten die Bund-Länder-Beschlüsse. Die Menschen seien zunehmend mürbe von den Beschränkungen im privaten Bereich. Deshalb sei es richtig, hier keine weiteren Einschränkungen vorzunehmen, sagte Esken. "Stattdessen sollten wir das Arbeitsleben in den Fokus nehmen und wo immer möglich Homeoffice gestatten und nutzen."

Der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen kritisierte ein zu unentschlossenes Agieren im Wettlauf gegen die Virus-Mutationen. "Gegen die neue Bedrohungslage reichen die alten Massnahmen mit ein paar Zusätzen nicht", sagte der Bundestagsabgeordnete der Deutschen Presse-Agentur. Schnelltests für den Eigengebrauch wären eine wichtige Ergänzung.

FDP-Vize Wolfgang Kubicki warf Merkel vor, eine nicht nachvollziehbare Politik zu machen. Seit Ende Oktober höre man ausschliesslich Durchhalteparolen, dass "in wenigen Wochen" Lockerungen kommen würden, sagte er dem Internetportal watson.Merkel wolle den einmal eingeschlagenen Weg "koste es, was es wolle", durchbringen.

Der Deutsche Städtetag hält die Verlängerung des Lockdowns und die zusätzlichen Massnahmen für nötig. Städtetagspräsident Burkhard Jung sagte der dpa: "Lockerungs- und Öffnungsdiskussionen würden den Menschen zum jetzigen Zeitpunkt falsche Hoffnung geben." Wir brauchen jetzt noch einmal eine grosse gemeinsame Kraftanstrengung im Kampf gegen die Pandemie, um die Welle der Infektionen zu brechen."

Die Bundeskanzlerin schloss im äussersten Fall auch neue Grenzkontrollen nicht aus. "Das wollen wir nicht, wir wollen uns partnerschaftlich mit unseren Nachbarn einigen", betonte sie. "Aber wir können nicht zusehen, dass dann der Eintrag einfach kommt, weil andere Länder ganz andere Wege gehen", sagte sie mit Blick auf den Umgang mit der Pandemie./tam/DP/zb

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Verlängerter Lockdown dämpft

Verlängerter Lockdown dämpft deutsche Konjunktur noch mehr

Die verschärften Lockdown-Beschlüsse dürften Ökonomen zufolge die Konjunktur in Deutschland bremsen, aber nicht abwürgen. "Natürlich belastet der verlängerte Lockdown die Wirtschaft massiv - vor allem den Einzelhandel und die kontaktintensiven Dienstleistungen", sagte Commerzbank-Chefökonom Jörg Krämer am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters.

20.01.2021 09:44

"Die Wirtschaftsleistung ist während der Gültigkeit des Lockdowns schätzungsweise vier Prozent niedriger als ohne Beschränkungen." Das "ökonomisch Schlimmste" sei vermieden worden, erklärte LBBW-Chefvolkswirt Uwe Burkert. "?Die beschlossenen Massnahmen greifen stärker in das Wirtschaftsgeschehen ein, aber die Träger der konjunkturellen Erholung - insbesondere die Industrie - bleiben weitgehend verschont."

Wachstum gedämpft

Die Verlängerung des Lockdowns drücke die Wachstumsperspektiven für das erste Quartal nochmals etwas, sagte DekaBank-Experte Andreas Scheuerle. "Die Verschärfungen blieben aber weit hinter den ersten Meldungen zurück." Aus ökonomischer Sicht seien insbesondere das Herunterfahren des Personenverkehrs, ein möglicher Lockdown für die Industrie und Grenzschliessungen eine Gefahr gewesen. "Diese sind vorerst vom Tisch."

Ähnlich äusserte sich der Chef der Wirtschaftsweisen, Lars Feld. "Die Entscheidungen von Bund und Ländern werden die wirtschaftliche Aktivität zum Jahresbeginn weiter drücken", sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Allerdings werde die Homeoffice-Pflicht die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe wenig beeinträchtigen. Die Industrie, die derzeit die wirtschaftliche Entwicklung trage, werde "weiter Konjunkturmotor sein können".

DIW: Verlängerung des Lockdowns unausweichlich

DIW-Präsident Marcel Fratzscher hält die Verlängerung des Lockdowns für unausweichlich. "Ich befürchte aber, die eingeschlagene Strategie ohne wesentliche Verschärfung der Massnahmen ist unzureichend, zu zögerlich und zu zaghaft." Die zweite Corona-Welle müsse schnellstmöglich gebrochen werden, auch um langfristig enorme wirtschaftliche Schäden abzuwenden.

"Dies könnte die letzte Chance sein, einen noch tieferen Wirtschaftseinbruch zu vermeiden, denn viele Unternehmen sind in ihrer Existenz bedroht", sagte DIW-Präsident Fratzscher. Ein harter Lockdown sei zwar unmittelbar ein tiefgreifender Einschnitt für Unternehmen und Selbstständige. Zu zögerliche Schritte der Politik, die womöglich in eine dritte Infektionswelle münden könnten, würden für noch mehr Verunsicherung bei Unternehmen, Selbstständigen und Verbrauchern sorgen. "Dies hätte verheerende Folgen für die wirtschaftliche Entwicklung."

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Bundesrat und Kantone

Bundesrat und Kantone verzichten vorerst auf Schulschliessungen

(Zusammenfassung) - Die Erziehungsdirektoren und die wissenschaftliche Corona-Taskforce des Bundes raten derzeit von flächendeckenden Schulschliessungen ab. Das Innendepartement (EDI) prüft nun mögliche Szenarien für die Sekundarstufen I und II - falls sich die Lage verschlechtert.

20.01.2021 13:50

"Mit den bisher ergriffenen Massnahmen konnten an den Schulen grössere Ausbrüche verhindert werden", schreibt der Bundesrat in einer Mitteilung vom Mittwoch. Es seien sich aber alle Akteure einig, dass weitere Massnahmen in den Schulen nötig werden könnten, falls sich die neuen Virusvarianten stark ausbreiten.

Ein Verbot des Präsenzunterrichts habe weitreichende negative Folgen auf die psychische Gesundheit der Kinder und Jugendlichen sowie auf deren Bildungsverläufe, hält die Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) gemäss der Mitteilung fest. Auch für die Covid-Taskforce überwiegen die Vorteile einer Umstellung auf Fernunterricht erst bei einer gefährlichen oder sehr gefährlichen epidemiologischen Situation und nur auf Sekundarstufe I und II.

Im Fokus steht deshalb die Mittel- und Oberstufe. Auf ein Verbot des Präsenzunterrichts an den Primarschulen soll "wenn immer möglich" verzichtet werden.

Sorge wegen brasilianischer Mutation

Auch wenn die Zahl der Neuansteckungen, Hospitalisationen und Todesfälle in den vergangenen Tagen gesunken ist, bleibt die epidemiologische Situation laut dem Bundesrat angespannt. Insbesondere die Ausbreitung der neuen, deutlich ansteckenderen Virusvarianten bereitet den Behörden Sorgen. Die Zahl der Ansteckungen mit den neuen Varianten verdoppelt sich weiterhin jede Woche.

Zu den beiden Varianten aus Grossbritannien und Südafrika kommt neu eine dritte, ebenfalls deutlich ansteckendere Variante aus Brasilien hinzu. Bisher wurde noch keine Übertragung ausserhalb Brasiliens nachgewiesen. Mit dem bereits geltenden Einreiseverbot für Brasilien soll eine Ausbreitung in der Schweiz verhindert werden. Das südamerikanische Land wird zudem ab heute auf die Quarantäneliste geseszt.

"Der Bundesrat erachtet es weiterhin als dringend nötig, die Fallzahlen sofort und sehr deutlich zu senken", heisst es in einer Mitteilung. Damit soll eine Überlastung des Gesundheitssystems verhindert werden.

Eine halbe Million Impfdosen

Parallel läuft die Impfkampagne weiter. Laut dem Bundesrat hat die Schweiz bisher rund 500'000 Impfdosen erhalten. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) sei daran, zusätzliche Impfdosen zu kaufen und Verträge mit weiteren Impfstoffproduzenten abzuschliessen.

Auch eine Änderung der Teststrategie wird derzeit diskutiert, wie in der laufenden Woche bekannt wurde. Bund und Kantone prüfen beispielsweise Massentests in Alters- und Pflegeheimen oder Gratistests für asymptomatische Personen.

(AWP)

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19'000 geplante Eingriffe in

19'000 geplante Eingriffe in zweiter Covid-19-Welle verschoben

Landesweit sind seit November bei etwa 19'000 Patientinnen und Patienten geplante medizinische Eingriffe verschoben worden. Grund ist die zweite Welle der Covid-19-Pandemie. Diese brachte die Intensivstationen an die Grenze.

20.01.2021 13:50

Normalisieren dürfte sich die Lage bei den Intensivbetten erst ab dem 10. Februar, wie die wissenschaftliche Corona-Task-Force des Bundes in einem Bericht vom Mittwoch festhält. Üblicherweise liegen etwa 600 Patienten auf den Intensivstationen. Dieser Durchschnitt überschnitt im November die Schwelle von 865.

Damit überstieg er die Zahl der in der Schweiz zertifizierten Intensivbetten mit garantierter Versorgungsqualität. Zur Bewältigung der Pandemie stellten die Spitäler zusätzliche, nicht zertifizierte Betten bereit. So verfügt die Schweiz aktuell gemäss der Task Force über rund 1400 betriebsfähige Betten.

Historisch ist nicht erwiesen, dass die Intensivstationen eine solche Belegung bewältigen können. Den Erkenntnissen gemäss funktionieren die Spitäler seit einigen Monaten am Rande der Auslastung.

Gesundheitliche Folgen möglich

Die Task Force analysierte aufgrund dieser Lage zwei Konsequenzen. Die von nicht Covid-19-Patienten belegte Zahl der Intensivbetten für Planeingriffe oder Notoperationen sank von etwa 600 auf noch 300 im Herbst. So wurden nach Schätzung des Expertengremiums seit Beginn der zweiten Welle ungefähr 19'000 normalerweise operierte Patienten nicht in die Intensivstationen verlegt.

Das kann sich "natürlich, je nach Art des Leidens und der Natur der geplanten Eingriffe, durchaus negativ auf die Gesundheit" auswirken, schreibt die Task Force. Die Einschätzung der Experten deckt sich mit den von den Wartelisten der Universitätskliniken. Hinzugezählt werden müssen auch Behandlungen, die aufgeschoben wurden, um die Standardbetten in den Spitälern freizuhalten.

Task Force geht von Triage aus

Zweitens legt die Analyse nahe, dass viele Covid-19-Patienten aufgrund einer informellen Triage nicht auf die Intensivstationen verlegt wurden. Die Task Force stützt diese Hypothese mit der Halbierung der Aufnahme von Covid-19-Patienten in die Intensivstationen. Im Sommer kamen 22 Prozent dieser Kranken in Intensivpflege, in der zweiten Welle noch zehn Prozent.

Eine andere Erklärung könnte sein, dass einfach weniger schwere Fälle auftraten. Einen möglichen Grund hierfür sieht die Task Force in einer verbesserten Behandlung, etwa mit Dexamethason, einem Immununterdrücker und Entzündungshemmer ähnlich Kortison. Weiterer Erklärungsansatz könnte das jüngere Alter der Erkrankten sein.

Zwei Tatsachen widerlegen diese Annahmen aber gemäss der Task Force. Das durchschnittliche Sterbealter stieg von 82 auf 84 Jahre, und das Verhältnis der Covid-19-Todesfälle zu den Spitaleinweisungen verdoppelte sich zwischen Sommer und Herbst von unter einem auf über zwei Prozent.

Damit geht die Task Force wegen der Überbelegung von einer informellen Triage im Spital aus, bei der einigen Patienten die notwendige Intensivpflege verwehrt wurde. Davon dürften auf dem Höhepunkt der zweiten Welle ungefähr zwölf Prozent aller Patientinnen und Patienten betroffen gewesen sein. Diese Annahme basiert auf der Prämisse, dass die 22 Prozent der Covid-19-Kranken in Intensivpflege der Normalsituation mit ausreichender Versorgung entsprechen.

(AWP)

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Indien gibt Impfstoffe

Indien gibt Impfstoffe kostenlos an andere Länder

Indien will eigens produzierte Corona-Impfstoffe kostenlos an andere Länder abgeben. Zunächst sollen die Nachbarländer Bhutan, Malediven, Bangladesch, Nepal und Myanmar sowie die Seychellen ab Mittwoch mit den Hilfsgütern beliefert werden, hiess es aus dem Aussenministerium in Neu Delhi. Aussenminister Subrahmanyam Jaishankar twitterte entsprechend: "Die Apotheke der Welt wird liefern, um die Covid-Herausforderung zu meistern."

20.01.2021 11:16

Indien wird oft - wie einst Deutschland - als die "Apotheke der Welt" bezeichnet, da im zweitbevölkerungsreichsten Land nach eigenen Angaben rund die Hälfte aller Impfstoffe weltweit hergestellt werden. Viele gehen in ärmere Länder. Für diese Staaten werden die Produkte aus Indien auch jetzt von grosser Bedeutung sein, denn anders als Deutschland und andere reiche Länder konnten sie sich nicht direkt viele Dosen sichern.

Zunächst sollen nun laut dem indischen Aussenministerium zwei Millionen Dosen nach Bangladesch, 150 000 ins Königreich Bhutan und 100 000 auf die Malediven gehen. Für weitere Lieferungen nach Sri Lanka, Afghanistan und Mauritius brauche es noch einige regulatorische Freigaben. In den Empfängerländern wolle Indien auch das Impfpersonal schulen, heisst es in einer Mitteilung.

In Indien sind bislang zwei Impfstoffe zugelassen, die vor Ort produziert werden. Allerdings gibt es um einen der beiden eine Kontroverse. Er wurde von der einheimischen Firma Bharat Biotech mit Unterstützung der Regierung entwickelt. Diese hatte ihm eine Zulassung erteilt, obwohl er sich noch in Phase drei der klinischen Studien befindet und noch keine Daten zur Wirksamkeit vorliegen. Ausserdem ist in Indien der von Astrazeneca gemeinsam mit der Universität Oxford entwickelte Impfstoff zugelassen.

Indien braucht selbst viele Impfstoffe und hat kürzlich mit seiner Impfaktion begonnen, die laut Premierminister Narendra Modi die grösste der Welt ist. Bis zum Sommer sollen rund 300 Millionen Menschen in dem Riesenland geimpft werden. Das entspricht weniger als einem Viertel der 1,3 Milliarden Einwohner im Land./asg/DP/mis

(AWP)

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