Coronavirus und die Auswirkungen auf die SIX

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Frankreichs Regierung plant

Frankreichs Regierung plant vorerst keine schärferen Corona-Massnahmen

In Frankreich soll es vorerst keine neuen Verschärfungen der Corona-Massnahmen geben. "Diese Woche gibt es keine Änderung der nationalen Einschränkungen", sagte Regierungssprecher Gabriel Attal am Mittwoch nach einer Regierungssitzung unter Vorsitz von Staatschef Emmanuel Macron. Man wolle der abendlichen Ausgangssperre ab 18 Uhr erstmal eine Chance geben. "Die Situation ist fragil", sagte Attal allerdings.

20.01.2021 15:38

Seit vergangenem Samstag gilt in Frankreich die Ausgangssperre ab 18 Uhr. Zuvor waren nur einige schwer von der Pandemie getroffene Départements von der Regelung betroffen. Nach 18 Uhr dürfen die Menschen im Land nun nicht mehr einkaufen, Sport an der frischen Luft machen oder spazieren gehen. Ausnahmen gelten für den Arbeitsweg oder familiäre Notfälle. Attal sagte, die Regelung habe erste positive Wirkungen gezeigt - es sei aber noch zu früh, um eine generelle Aussage zu treffen.

Mit Blick auf eine Wiedereröffnung von Restaurants legte sich Attal auf kein Datum fest. Medienberichte, wonach eine Öffnung erst für Anfang April geplant sei, bestätigte er nicht. Er versicherte den Restaurantbesitzern lediglich, dass die Regierung ihnen beistehe.

Macron hatte Ende November angekündigt, dass die Restaurants und Bars am 20. Januar wieder öffnen würden, wenn die gesundheitliche Lage es zulasse. Daraus ist allerdings nichts geworden, die Restaurants und Bars sind bis auf Weiteres geschlossen.

Attal sprach sich ausserdem mit Blick auf die Mutation des Virus für Gesundheitskontrollen an den innereuropäischen Grenzen aus. Dies werde ein Thema beim EU-Videogipfel am Donnerstag sein. Derzeit müssen Menschen, die von ausserhalb der Europäischen Union nach Frankreich reisen, einen negativen PCR-Test vor Antritt des Flugs vorweisen und eine siebentägige Isolationszeit einhalten.

Frankreich mit seinen 67 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern ist schwer von der Corona-Pandemie getroffen. Mehr als 71 000 Menschen sind bisher im Zusammenhang mit dem Virus gestorben./nau/DP/nas

(AWP)

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Niederlande verhängen erneut

Niederlande verhängen erneut Flugverbote für Grossbritannien

Aus Sorge vor der schnellen Verbreitung der Virus-Mutationen verschärfen die Niederlande die Corona-Massnahmen drastisch und verhängen ein Flugverbot für Passagiermaschinen aus Grossbritannien, Südafrika und Südamerika. Das Verbot gelte ab kommenden Samstag, teilte Ministerpräsident Mark Rutte am Mittwoch in Den Haag an. In den Gebieten seien die besonders ansteckenden Virus-Varianten stark verbreitet. Das Flugverbot gelte bis eine Quarantäne-Pflicht für Reisende aus diesen Ländern geregelt sei.

20.01.2021 15:29

Die Niederlande wollen auch eine abendliche Ausgangssperre einführen. Vermutlich ab dem Wochenende sollen Bürger zwischen 20:30 und 04:30 Uhr nur noch in dringenden Fällen ihre Wohnungen verlassen dürfen, kündigte der Premier an. Seit Ausbruch der Pandemie hatte es nicht so eine schwerwiegende Massnahme gegeben.

Auch die sozialen Kontakte werden stark reduziert. Statt bisher zwei Personen dürfen sich Bürger nur noch mit einer Person ausserhalb des eigenen Haushalts pro Tag treffen.

Für die Einführung einer Sperrstunde braucht die Regierung die Zustimmung des Parlaments. Die Koalitionsregierung von Premier Mark Rutte ist nach dem Rücktritt der vergangenen Woche nur noch geschäftsführend im Amt.

Das Land befindet sich bereits seit Mitte Dezember im Lockdown. Geschäfte, Schulen und Gaststätten sind bis zum 9. Februar geschlossen und persönliche Kontakte stark eingeschränkt./ab/DP/nas

(AWP)

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Bundesrat erweitert Corona

Bundesrat erweitert Corona-Unterstützung durch Kurzarbeit

(Zusammenfassung nach Medienkonferenz) - Der Bundesrat weitet in der Corona-Krise die Unterstützung im Bereich Kurzarbeit aus. Neu sind auch Lernende und Personen mit befristeten Arbeitsverhältnissen anspruchsberechtigt. Ausserdem wird auf die gesetzliche Wartezeit (Karenzzeit) verzichtet.

20.01.2021 15:09

Die wirtschaftlichen Massnahmen in der Corona-Krise basierten auf drei Säulen, sagte Wirtschaftsminister Guy Parmelin am Mittwoch vor den Bundeshausmedien: Kurzzeitarbeit, Erwerbsausfall und Härtefallregeln. Der Bundesrat überlege sich zudem, das Solidarbürgschaftsgesetz mit den Covid-Krediten zu reaktivieren. Zu diesem Thema seinen Beratungen im Gange, erklärte Parmelin.

An der Sitzung vom Mittwoch habe der Bundesrat nun entschieden, vorerst die Kurzarbeit auszuweiten. Die Karenzzeit werde rückwirkend per 1. September 2020 bis zum 31. März 2021 aufgehoben. Damit sollen weitere Hürden zum Einsatz von Kurzarbeitsentschädigung abgebaut und die Liquidität der Unternehmen verbessert werden, begründet er den Entscheid.

Seit September betrug die Karenzfrist für Unternehmen einen Tag pro Monat. Die Arbeitslosenversicherung wird die Abrechnung von sich aus anpassen und den Unternehmen die Differenz für die Karenztage ausbezahlen, hiess es.

Bezugsdauer wird verlängert

Des Weiteren wird die maximale Bezugsdauer von Kurzarbeitsentschädigung bei mehr als 85 Prozent Arbeitsausfall von vier Abrechnungsperioden aufgehoben. Diese Änderung erfolgt rückwirkend für den Zeitraum vom 1. März 2020 bis und mit dem 31. März 2021.

Dafür wird die Nichtberücksichtigung der Abrechnungsperioden, für die der Arbeitsausfall 85 Prozent der betrieblichen Arbeitszeit überschritten hat, bis Ende 2023 verlängert. Mit dieser Massnahme sollen diejenigen Betriebe, die stark von den Massnahmen gegen die Ausweitung des Coronavirus betroffen sind, beim Erhalt ihrer Arbeitsplätze unterstützt werden.

Lernende und befristet Angestellte

Schliesslich können neu Betriebe auch für Lernende und Angestellte in einem befristeten Arbeitsverhältnis Kurzarbeit beantragen. Für Lernende erhalten die Betriebe aber nur dann Kurzarbeitsentschädigung, wenn die Fortsetzung der Ausbildung gewährleistet ist.

Für Lernende und befristete Angestellten können die Betriebe ab Januar Kurzarbeitsentschädigung beantragen. Die Massnahme ist bis zum 30. Juni 2021 befristet.

Bis am 31. Dezember 2020 wurden 9,2 Milliarden Franken für die Kurzarbeit abgerechnet, wie Boris Zürcher, Leiter der Direktion für Arbeit im Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco), vor den Medien ergänzte. Für das Jahr 2021 rechnet der Bund mit weiteren 4 bis 5 Milliarden Franken.

(AWP)

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Quarantänepflicht für

Quarantänepflicht für Reisende in die Schweiz aus 16 weiteren Gegenden

Ab 1. Februar stehen 16 weitere Länder und Regionen neu auf der Liste der Länder, bei deren Einreise eine Quarantänepflicht gilt. Von den Nachbarländern sind dies das deutsche Bundesland Thüringen, das österreichische Salzburg, die französische Region Provence-Alpes-Côte d'Azur und die italienischen Regionen Emilia-Romagna und Friuli-Venezia Giulia.

20.01.2021 14:59

Laut Angaben des Bundesamts für Gesundheit (BAG) vom Mittwoch gilt die Quarantänepflicht für die Einreise in die Schweiz für 36 Staaten und Gebiete. Neu auf der Liste stehen ab Anfang Februar auch Spanien, Portugal, Monaco, Slowakei, Estland, Lettland, Zypern, Israel, Libanon und Brasilien.

Nur noch bis 21. Januar gilt hingegen eine Quarantänepflicht für Reisende aus Dänemark, Kroatien, Serbien, Luxemburg und Georgien.

(AWP)

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Biontechs Corona-Impfstoff

Biontechs Corona-Impfstoff schützt wahrscheinlich auch vor Mutation

Der Impfstoff von Biontech und Pfizer dürfte auch vor der Corona-Variante B.1.1.7 schützen. Darauf deutet eine Labor-Studie der beiden Unternehmen hin. Ein deutscher Experte findet die Daten überzeugend, bislang wurden sie aber nicht in einem begutachteten Fachjournal veröffentlicht.

20.01.2021 14:52

In Deutschland und anderen Ländern geht die Angst um, dass ansteckendere Mutanten des Coronavirus die Infektionslage massiv verschlechtern könnten. In Grossbritannien hatte sich die Variante B.1.1.7 rasch verbreitet - auch hierzulande gibt es vereinzelt Nachweise. Die Mutante zeichnet sich durch mehrere Veränderungen am sogenannten Spike-Protein aus. Dieses Bauteil ermöglicht es dem Virus, an Körperzellen zu binden und in diese einzudringen.

Gleichzeitig ist das Spike-Protein das Ziel des Impfstoffs. Geimpfte bilden unter anderem Antikörper, die an das Bauteil binden und damit das Virus unschädlich machen. Biontech und Pfizer wollten deshalb nun wissen, ob die Mutationen am Spik-Protein die Schutzwirkung des Impfstoffes beeinträchtigen.

Ihr Experiment führten sie nicht mit echten Coronaviren durch, sondern mit sogenannten Pseudoviren, die aber das jeweilige Spikeprotein auf ihrer Oberfläche tragen. Die Forscher konnten zeigen, dass die Antikörper von insgesamt 16 Geimpften die Pseudoviren mit mutiertem Spike-Protein praktisch genauso wirkungsvoll ausschalten wie solche mit nicht-verändertem Spike-Protein. Es sei deshalb "sehr unwahrscheinlich", dass der Impfstoff nicht vor Erkrankungen durch die Variante B.1.1.7 schütze, heisst es in der Studie.

Carsten Watzl, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, findet die Ergebnisse "sehr beruhigend". Der entsprechende Impfschutz wäre bei jedem der 16 untersuchten Probanden auch gegenüber der neuen Variante B.1.1.7 noch gegeben.

Vor rund zwei Wochen war eine frühere Analyse zu einem ähnlichen Schluss gekommen, sie hatte sich aber nur auf eine der zehn Mutationen am Spike-Protein von B.1.1.7 konzentriert./vf/DP/mis

(AWP)

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Bundesrat schlägt verkürzte

Bundesrat schlägt verkürzte Quarantäne bei negativen Tests vor

Nach dem Kontakt zu einem Coronavirus-Infizierten gilt eine Quarantänepflicht von zehn Tagen. Der Bundesrat will sie nun auf sieben Tage verkürzen, wenn der Test auf das Virus negativ ausfällt. Das gleiche soll für die Einreise-Quarantäne gelten.

21.01.2021 10:29

Die Vorschläge für die Änderung der entsprechenden beiden Verordnungen sind bei den Kantonen in der Konsultation. Der Bundesrat veröffentlichte sie am Donnerstag. Die Forderung nach kürzeren Quarantänen erhoben die Wirtschaftsverbände und die Sozialpartner im September.

Drei Varianten

Bei der Quarantäne nach dem Kontakt mit einer infizierten Person stellt der Bundesrat drei Varianten zur Diskussion. In einer ersten soll diese Kontaktquarantäne aufgehoben werden, wenn am siebenten Tag ein Test auf das Virus negativ ausfällt. Variante zwei sieht vor, die Betroffenen aus der Quarantäne zu entlassen, wenn der Test am ersten Tag der Massnahme und am siebenten Tag negativ ist.

Die dritte Variante verlangt von den unter Quarantäne Stehenden zur Aufhebung der Massnahme einen negativen Test am fünften Tag nach dem letzten Kontakt zum Infizierten. Hier gilt es allerdings zu bedenken, dass nach dem fünften Tag einer Infektion noch viele Menschen Symptome entwickeln.

Die Entlassung lässt sich gemäss Bundesrat epidemiologisch nur verantworten, wenn am siebenten Tag ein weiterer Test erfolgt und die Kantone die Kontrolle diese Tests garantieren können.

Entlassung nach Test und sieben Tagen

Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) gibt der Test- und Freigabestrategie in der ersten Variante den Vorzug. Die Kantone müssten dabei allerdings in der Lage sein, die Tests nach sieben Tagen zu garantieren oder zumindest stichprobenweise zu kontrollieren.

So lasse sich bei geringem Risiko weiterer Infektionen und vertretbarem Aufwand für die Kantone ein grosser Nutzen für die Betroffenen erzielen, schreibt der Bundesrat. Variante zwei verbessere die epidemiologische Wirksamkeit nicht. Variante drei wiege die Getesteten in falscher Sicherheit und es drohe die Gefahr, dass sie auf den erneuten Test nach sieben Tagen verzichten würden.

PCR-Test auf eigene Kosten

Bei der sogenannten Reisequarantäne nach Einreisen aus Risikoländern schlägt die Landesregierung eine analoge Test- und Freigabestrategie vor. Für Einreisen aus Ländern mit erhöhtem Risiko ist gemäss dem Bundesratsvorschlag für die Verordnungsrevision ein negatives Testergebnis vorzulegen.

Anschliessend gilt eine Quarantänepflicht von zehn Tagen. Bei einem negativen molekularbiologischen Test (PCR-Test) nach sieben Tagen und auf eigene Kosten können die Kantone eine Entlassung erlauben.

Fehlt ein negatives Testergebnis bei Einreise, ist der Test unverzüglich nachzuholen. Die kantonalen Behörden müssen innert 48 Stunden kontaktiert werden. Wer das unterlässt , wird gebüsst.

Für Flugreisen gelten strengere Vorschriften. Die Airlines müssen beim Einsteigen einen negativen PCR-Test verlangen. Ohne negativen Test darf niemand an Bord.

Wer aus einem Risikogebiet einreist, muss unabhängig vom Verkehrsmittel seine Kontaktdaten angeben. Reist jemand aus einem Nicht-Risikogebiet ein, ist die Abgabe der Daten nur im öffentlichen Verkehrsmittel nötig.

Begründet wird das damit, dass unbekannte Personen mitreisen. Sollte eine von ihnen an Covid-19 erkranken, könnten die Behörden die Kontakte rückverfolgen und Quarantänen verfügen.

Im weiteren schlägt der Bundesrat vor, das Verbot von Passagierflügen aus dem Vereinigten Königreich und Südafrika aufzuheben. Die Antwortfrist für die Kantone läuft am Freitag ab.

(AWP)

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Deutlicher Rückgang der

Deutlicher Rückgang der Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Deutschland zuletzt deutlich gesunken. So gab das staatliche Robert Koch-Institut (RKI) die sogenannte 7-Tage-Inzidenz am Donnerstagmorgen mit 119,0 an - das ist der niedrigste Wert seit dem 1. November.

21.01.2021 08:49

Die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche, war in den vergangenen zehn Tagen kontinuierlich gesunken. Ihren bisherigen Höchstwert hatte sie kurz vor Weihnachten (22.12.) mit 197,6 erreicht.

Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch gross: Die höchsten Inzidenzen haben Thüringen mit 225,0 und Brandenburg mit 203,3. Den niedrigsten Wert hat Bremen mit 76,6.

Die deutschen Gesundheitsämter meldeten dem RKI am Donnerstagmorgen zudem 20 398 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages. Ausserdem wurden 1013 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet.

Vor genau einer Woche hatte das RKI 25 164 Neuinfektionen und 1244 neue Todesfälle - der bisherige Höchststand - binnen 24 Stunden verzeichnet. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33 777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 2 088 400 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 21.01., 00.00 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 49 783. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1 762 200 an.

(AWP)

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Grossbritannien: Corona

Grossbritannien: Corona-Fallzahlen in sinken laut Studie trotz Lockdowns nicht

Trotz des Lockdowns in Grossbritannien nimmt die Zahl der Corona-Infektionen einer neuen Studie zufolge nicht ab, sondern hat zuletzt sogar noch zugelegt.

21.01.2021 12:52

Demnach wurde im grössten Landesteil England zwischen dem 6. und 15. Januar jeder 63. Mensch positiv getestet, wie die Forscher des Imperial College London am Donnerstag mitteilten. Das waren 50 Prozent mehr als Anfang Dezember. Die Wissenschaftler werteten nach eigenen Angaben Abstriche von etwa 143 000 Menschen aus.

"Während der ersten zehn Tage des dritten Covid-Lockdowns in England im Januar 2021 war die Verbreitung von Sars-CoV-2 ohne Anzeichen eines Rückgangs sehr hoch", betonten die Forscher. Der Infektiologe Steven Riley sagte dem Sender Sky News zufolge, der Lockdown mit weitreichenden Ausgangs- und Reisebeschränkungen sei offenbar nicht so wirkungsvoll wie noch im Frühjahr 2020. Die Ergebnisse zeigten zudem, dass die in Grossbritannien entdeckte Virus-Variante schneller übertragen werde.

Nach Regierungsangaben hatte die Zahl der Neuinfektionen zuletzt abgenommen. Am Mittwoch wurden 38 905 neue Fälle gemeldet, deutlich weniger als in der Vorwoche. Allerdings war die Zahl der Todesfälle zuletzt stark gestiegen, auf den Tagesrekord von 1820 am Mittwoch. Die Forscher erklären sich die Unterschiede in den Zahlen damit, dass die Regierungsangaben von Tests aus der Zeit nach Weihnachten stammen. Ihre eigenen Untersuchungen seien aber vom Januar, als die Menschen nach den Feiertagen wieder mehr unterwegs waren. Aus der Regierung hiess es Medienberichten zufolge, die Studie spiegele nicht die Auswirkungen des Lockdowns wider.

(AWP)

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Feuer beim weltgrössten

Feuer beim weltgrössten Impfstoffproduzenten in Indien

(Ausführliche Fassung) - In einem Gebäude des weltgrössten Impfstoffproduzenten in Indien ist ein grosses Feuer ausgebrochen. Das Serum Institute stellt auch den Corona-Impfstoff des britisch-schwedischen Pharmakonzerns Astrazeneca für Indien und andere Märkte unter dem Namen Covishield her. Dem indischen Fernsehsender NDTV zufolge sei es aber unwahrscheinlich, dass das Feuer die Corona-Impfstoff-Produktion beeinträchtige.

21.01.2021 12:36

Noch sei unklar, wie gross der Schaden sei und warum das Feuer in der Stadt Pune am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) ausgebrochen war, sagte ein Feuerwehrssprecher der Deutschen Presse-Agentur. Feuerwehrleute mit 15 Feuerlöschfahrzeugen würden versuchen, den Brand unter Kontrolle zu bringen. Drei Menschen seien zunächst aus dem Gebäude gerettet worden.

Das Serum Institute will dieses Jahr nach Angaben seines Chefs Adar Poonawalla eine Milliarde Dosen Corona-Impfstoff herstellen. Indien wird oft - wie einst Deutschland - als die "Apotheke der Welt" bezeichnet, da im zweitbevölkerungsreichsten Land nach eigenen Angaben rund die Hälfte aller Impfstoffe weltweit hergestellt wird. Viele davon gehen in ärmere Länder. Für diese Staaten werden die Produkte aus Indien auch jetzt von grosser Bedeutung sein, denn anders als Deutschland und andere reiche Länder konnten sie sich nicht direkt viele Dosen sichern. Als Teil seiner Impfstoffdiplomatie gibt Indien auch eigens produzierte Corona-Impfstoffe kostenlos an andere Länder ab.

Das Land braucht aber auch selbst viele Impfstoffe und hat kürzlich mit seiner Impfaktion begonnen, die laut Premierminister Narendra Modi die grösste der Welt ist. Bis zum Sommer sollen rund 300 Millionen Menschen in dem Riesenland geimpft werden. Das entspricht weniger als einem Viertel der 1,3 Milliarden Einwohner im Land./asg/DP/nas

(AWP)

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Belgischer Regierungschef

Belgischer Regierungschef wirbt für Verbot touristischer Reisen

Angesichts neuer besonders ansteckender Varianten des Coronavirus will der belgische Regierungschef Alexander De Croo beim EU-Gipfel ein Verbot touristischer und anderer nicht notwendiger Reisen vorschlagen. "Reiserückkehrer können das Virus in ihrem Koffer mitbringen. Deswegen müssen wir gewisse Reisen vorübergehend verbieten", sagte der liberale Politiker im flämischen Rundfunk VRT. "Wir müssen die gute Position bei der Corona-Bekämpfung in unserem Land schützen."

21.01.2021 11:51

De Croo betonte am Mittwoch jedoch, dass die Grenzen nicht geschlossen werden sollten. Warenverkehr und Grenzgänger sollten die Grenzen weiter überqueren dürfen.

Zu Beginn der Corona-Pandemie hatten etliche EU-Staaten unkoordiniert ihre Grenzen geschlossen oder Kontrollen eingeführt. Es entstanden teils Dutzende Kilometer lange Staus, Warenströme wurden unterbrochen. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte zuletzt erneute Grenzkontrollen nicht ausgeschlossen. Lieber wolle man sich jedoch mit den Nachbarländern auf ein gemeinsames Vorgehen einigen. Am heutigen Donnerstag (18.00 Uhr) beraten die EU-Staats- und Regierungschefs bei einem Videogipfel über eine gemeinsame Linie im Kampf gegen das Coronavirus.

De Croo sagte, man habe die Bürger in den vergangenen Monaten freundlich gebeten, auf Reisen zu verzichten. Trotzdem seien zwischen Weihnachten und Neujahr 160 000 Menschen verreist. Deshalb müsse man die nicht notwendigen Reisen nun verbieten. Nach Weihnachten war die Zahl der Neuinfektionen in Belgien deutlich gestiegen.

De Croo stellte dennoch fest: "Die Corona-Lage in unserem Land ist besser als in anderen Ländern, aber der kleinste Funke kann die Zahlen wieder anheizen." Nach jüngsten Angaben des belgischen Gesundheitsamts Sciensano wurden in Belgien in den vergangenen zwei Wochen 248 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner registriert. Zuletzt waren es landesweit knapp 2000 Infektionen täglich. Im Oktober lag der Wert zeitweise zehn Mal so hoch./wim/DP/jha

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Tausende Pubs und Restaurants

Tausende Pubs und Restaurants in Grossbritannien wegen Corona pleite

Die Corona-Pandemie hat Tausende Pubs, Bars und Restaurants in Grossbritannien einer Studie zufolge in den Ruin getrieben. Unterm Strich hätten fast 6000 Betriebe dichtgemacht, ermittelten die Unternehmensberatung AlixPartners und der Branchenanalyst CGA. Das seien etwa drei Mal so viele wie 2019. Der Grund seien vor allem die Corona-Beschränkungen mit Verboten von Feiern und geselligen Anlässen. "Es ist leider unvermeidlich, dass es Tausende weitere treffen wird", sagte Karl Chessell von CGA. Der Branchenverband UK Hospitality zeigte sich alarmiert.

22.01.2021 06:44

"Der Verlust von 6000 Betrieben ist ein furchtbarer Schlag für die Branche, aber das ist nur die Spitze des Eisbergs, wenn wir unseren Kurs beibehalten", sagte Verbandschefin Kate Nicholls mit. Jedes fünfte Unternehmen habe einer Erhebung zufolge keine Rücklagen, um den Februar zu überstehen. Nicholls forderte mehr finanzielle Unterstützung, vor allem Mieten seien eine grosse Belastung. "Betriebe am Leben zu erhalten und Arbeitsplätze zu schützen, ist von entscheidender Bedeutung und wird der Schlüssel zur Erholung nach der Pandemie sein", sagte Nicholls.

CGA-Experte Chessell zeigte sich dennoch optimistisch und verwies auf den Fortschritt bei Massenimpfungen. "Die Menschen wollen unbedingt wieder essen und trinken gehen, und wir können sicher sein, dass die Besucherzahlen und Umsätze zurückkehren, wenn die Branche endlich wieder öffnen kann", sagte er. Die Aussichten sind allerdings weiter düster. Wissenschaftler fordern bereits, Bars und Restaurants bis mindestens Mai zu schliessen. Es bestehe ansonsten die Gefahr, dass die Neuinfektionen wieder in die Höhe schiessen, wenn Gaststätten zu schnell geöffnet werden./bvi/DP/stk

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Coronavirus -

Coronavirus - Antikörperstudie: Wahrscheinlich sechs Monate Schutz

SARS-CoV-2 neutralisierende Antikörper vermitteln bei ausreichendem Vorhandensein mit grosser Wahrscheinlichkeit Schutz für zumindest sechs Monate nach einer Covid-19-Erkrankung. Ausschlaggebend seien Antikörper gegen jenen Anteil des Virus-Spike-Oberflächenproteins, mit dem die Erreger an den ACE2-Rezeptoren von Zellen binden.

22.01.2021 06:32

Geruchs- und/oder Geschmacksverlust weist auf Vorliegen eines solchen Schutzes hin. Dies haben Wiener Forscher in einer neuen Studie herausgefunden. Die wissenschaftliche Untersuchung, die für die Publikation in "Nature Communication" vorgesehen ist, wurde noch nicht per Peer Review begutachtet. "Es handelt sich um eine Studie, die wir in Zusammenarbeit mit einem grossen Unternehmen durchgeführt haben.

Schützende Immunantwort

1655 Beschäftigte, die Hälfte davon im Homeoffice, die andere Hälfte mit Kundenkontakt, sind ab Frühjahr 2020 auf SARS-CoV-2-Antikörper getestet wurden. Das wurde nach drei beziehungsweise nach sechs Monaten wiederholt", sagte Ursula Wiedermann-Schmidt, Leiterin des Instituts für Spezifische Prophylaxe und Tropenmedizin der MedUni Wien, gegenüber der APA am Freitag.

Insgesamt 10,15 Prozent der Untersuchten (168 Probanden; 16 bis 65 Jahre alt) wiesen in den Tests positive Immunglobulin G- (IgG) und/oder Immunglobulin A-Befunde (IgA) auf. Das ist der Hinweis auf einen Kontakt mit dem SARS-CoV-2-Virus, wobei der alleinige Nachweis von IgA Antikörpern kein klares Zeichen für eine durchgemachte Infektion ist. Bereits im Sommer 2020 hatten die Experten als eines der ersten Ergebnisse gezeigt, dass eine schützende Immunantwort vor allem nach einer mit Symptomen verlaufenen Covid-19-Erkrankung aufgebaut wird. Weiters sind Antikörper gegen die Rezeptor-bindende Domäne (RBD) des SARS-CoV-2-Spike-Proteins offenbar für den Schutz Ausschlag gebend, da diese mit den neutralisierenden Antikörpern einhergehen.

Stabilität für sechs Monate

8,33 Prozent der Probanden mit Spike-Protein(S1)-positiven Tests wiesen RBD-spezifische Antikörper auf, 6,55 Prozent bloss Antikörper gegen ein Protein des Virus-Kapsids (NCP) im Inneren der Erreger. Letztere nahmen aber schon nach drei Monaten ab. "Nur die Antikörper gegen die Rezeptor-bindende Domäne des Spike-Proteins blieben auch sechs Monate lang stabil. Das spricht dafür, dass Personen nach einer SARS-CoV-2-Infektion mit solchen Antikörpern einen wirksamen Schutz vor einer weiteren Ansteckung aufgebaut haben", sagte Ursula Wiedermann-Schmidt.

Doch es kommt offenbar darauf an, dass die Infektion mit Symptomen verläuft, also eine merkbare Covid-19-Erkrankung auftritt. "Alle Probanden mit Virus-neutralisierenden Antikörpern berichteten auch von Symptomen. Der vorübergehende Verlust von Geruchs- und/oder Geschmackssinn korrelierte am besten mit dem Vorliegen eines immunologischen Schutzes durch SARS-CoV-2-neutralisierende Antikörper", erklärte die Expertin.

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EU-Staaten wollen Reisen

EU-Staaten wollen Reisen bremsen - Frankreich verlangt Tests

Reisen könnte mit neuen Corona-Auflagen in Europa bald noch mühsamer werden. Erwogen würden weitere Beschränkungen, berichtete EU-Ratschef Charles Michel nach einem Videogipfel der Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union am Donnerstagabend. Zur Debatte stehen neue Test- und Quarantänepflichten für Menschen aus "dunkelroten Zonen" mit sehr hohen Corona-Fallzahlen. Frankreich plant solche Pflichten bereits ab Sonntag für die meisten europäischen Reisenden.

22.01.2021 06:31

Die Staats- und Regierungschefs sähen die Lage wegen der neuen, ansteckenderen Varianten des Coronavirus als sehr ernst, erklärte Michel nach der rund vierstündigen Videokonferenz. Man kämpfe an zwei Fronten: Beschleunigung der Impfungen in Europa und Eindämmung des Virus. Die EU-Gesundheitsagentur ECDC stuft das Risiko durch die Verbreitung der neuen Varianten inzwischen als hoch/sehr hoch ein - also höher als bislang.

Die Grenzen in der EU sollten offen bleiben, um den Transport wichtiger Güter und die Dienstleistungsfreiheit im EU-Binnenmarkt zu sichern, sagte Michel. "Es sollte keine undifferenzierten Reisesperren geben." Gleichwohl seien weitere Beschränkungen für nicht unabdingbare Reisen womöglich notwendig, um die Ausbreitung des Virus zu bremsen.

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen erläuterte, ihre Behörde wolle eine Erweiterung der bereits bestehenden Corona-Ampel-Karte vorschlagen. Demnach soll für Regionen, in denen sich das Coronavirus sehr stark verbreitet, eine neue "dunkelrote" Kategorie eingeführt werden. Auf der bestehenden Karte werden Regionen auf Grundlage gemeinsamer Kriterien je nach Infektionsgeschehen schon jetzt entweder grün, orange oder rot markiert.

Von Personen, die künftig aus den dunkelroten Zonen verreisen wollen, könne vor der Abreise ein Test verlangt werden sowie Quarantäne nach der Ankunft, sagte von der Leyen. Von nicht notwendigen Reisen solle dringend abgeraten werden. Auch Geimpfte können absehbar nicht mit Erleichterungen beim Reisen rechnen. Zwar wollen die 27 Staaten an einem gemeinsamen Impfpass arbeiten. Die Debatte über mögliche damit verbundene Vorteile wurde jedoch vertagt.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron kündigte nach Angaben aus Regierungskreisen an, dass europäische Reisende bei der Einreise nach Frankreich künftig einen Corona-Test vorweisen müssen. Dieser PCR-Test dürfe nicht älter als 72 Stunden sein. Die Regelung gelte ab Sonntag um 00.00 Uhr. Ausnahmen seien für "essenzielle" Reisen vorgesehen - das betreffe vor allem Grenzgänger und den Warenverkehr.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte vor dem Gipfel für eine engere Kooperation mit den EU-Staaten geworben, aber auch Kontrollen an den deutschen Grenzen nicht völlig ausgeschlossen. "Wenn ein Land mit einer vielleicht doppelt so hohen Inzidenz wie Deutschland alle Geschäfte aufmacht, während sie bei uns noch geschlossen sind, dann hat man natürlich ein Problem", sagte sie in Berlin.

Zu den in der EU erst langsam anlaufenden Impfungen sagte Michel, die Staats- und Regierungschefs wollten eine Beschleunigung. Es solle aber bei dem Prinzip bleiben, dass die Impfstoffe in der EU gleichzeitig und nach Bevölkerungsstärke verteilt werden.

Beim Videogipfel habe es viele Fragen zur Transparenz und zu Lieferplänen für die verschiedenen Impfstoffe gegeben, berichtete ein EU-Vertreter. Weil die Unternehmen Biontech und Pfizer kurzfristig weniger Impfstoff als geplant liefern können, wurden in Deutschland zum Teil Impftermine abgesagt.

Der österreichische Kanzler Sebastian Kurz schrieb auf Twitter, beim Videogipfel seien sich alle einig gewesen, dass Impfstoffe so schnell wie möglich ausgeliefert werden müssten. Er erwarte die Zulassung des Impfstoffs von Astrazeneca spätestens nächste Woche.

Die EU-Kommission drängt die 27 Staaten zu ehrgeizigen Zielen. Bis zum Sommer sollen 70 Prozent der Erwachsenen in der EU gegen das Virus immunisiert sein, bis März 80 Prozent jener Menschen, die über 80 Jahre alt oder im Pflege- und Gesundheitsdienst tätig sind. Merkel bekräftigte lediglich, dass man allen in Deutschland bis zum Ende des Sommers - also bis zum 21. September - ein Impfangebot machen wolle./wim/DP/stk

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Schweizer Behörden wollen mit

Schweizer Behörden wollen mit ambitionierten Zielen Impfrückstand aufholen

(Zusammenfassung) - Lieferschwierigkeiten, Verteilungsprobleme, IT-Abstürze: Der Beginn der Impfaktion in der Schweiz war teilweise harzig. Nun setzen sich Bund und Kantone ambitionierte Ziele - und versprechen mehr Transparenz.

21.01.2021 18:41

Gesundheitsminister Alain Berset wählte am Donnerstagabend nach einem Treffen mit Vertretern der Kantone deutliche Worte: "Die Kantone müssen bei den Impfungen vorwärtsmachen." Viele Kantone seien zwar auf Kurs, es gebe aber weiterhin grosse regionale Unterschiede.

Nach mehrmaliger Verschiebung des Termins versprach Berset nun, dass ab Freitag zwei Mal wöchentlich über die Impfzahlen in allen Kantonen informiert werde. Die Kantone hätten eine Meldepflicht. Ziel müsse es sein, die Impfkapazitäten schnellstmöglich zu erhöhen.

Ab Februar werde die Schweiz "mehr bis viel mehr" Impfdosen erhalten, sagte Berset. Dementsprechend müsse auch die Zahl der Impfungen erhöht werden. Das Ziel ist ambitioniert: Ab Februar sollen laut Berset in allen Kantonen täglich 525 Dosen pro 100'000 Einwohner verabreicht werden, dies an sieben Tagen pro Woche. Im Juni müsse die Impfkapazität dann drei Mal höher sein.

Es gebe auch Dinge, die ausserhalb des Einflussbereichs der Schweizer Behörden lägen. Berset erwähnte etwa die Lieferengpässe bei Pfizer/Biontech. Mit solchen Verzögerungen habe immer gerechnet werden müssen, trotzdem seien sie herausfordernd. Auch wegen solcher Probleme habe der Bund von Anfang an auf verschiedene Impfstoffe gesetzt.

"Wir wären gerne weiter"

Die Kantone versuchen derweil, den Ansprüchen der Bevölkerung bei den Impfungen gerecht zu werden. Lukas Engelberger, Präsident der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK), zeigte sich vor den Bundeshausmedien selbstkritisch. "Es war in der Anfangszeit schwierig, Fahrt aufzunehmen, wir wären gerne weiter im Prozess."

Er habe Verständnis für die wachsende Ungeduld bei Menschen, die zur Risikogruppe gehören, und sich noch nicht haben impfen lassen können. "Die Kantone geben ihr Bestes", versicherte er. Die Impfaktion sei ein Mammutprojekt, das es im schweizerischen Gesundheitswesen seit Jahrzehnten nicht mehr gegeben habe.

Positiv sei, dass in einzelnen Kantonen schon Zweitimpfungen verabreicht worden seien. Die Impfbereitschaft in der Bevölkerung sei hoch. "Wir müssen alles daran geben, den Impfwunsch zu erfüllen."

Das unterschiedliche Tempo in den Kantonen erklärte Engelberger unter anderem mit dem kantonal geregelten Gesundheitswesen. Nicht alle Kantone seien gleich aufgestellt. "Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass nicht alle am selben Ort stehen." Engelberger versicherte aber: "Alle haben die Dringlichkeit erkannt, alle leisten einen grossen Effort."

Leichte Entspannung

Einsatz ist auch bei den Corona-Tests gefragt. Berset forderte die Kantone auf, ihre Bemühungen in diesem Bereich weiter zu verstärken. Es gebe noch immer Potenzial, mehr Leute zu testen - insbesondere an Altersheimen, an Schulen und bei asymptomatischen Personen. Momentan werden diese Tests nicht vom Bund finanziert.

Auch die Kontaktnachverfolgung muss laut Berset intensiviert werden. Diese sei entscheidend für die Situation, insbesondere aufgrund der Mutationen. Die Kantone müssten deswegen auch die Kontakte der Kontakte unter Quarantäne stellen, das bedeute einen Mehraufwand.

Was die epidemiologische Lage betrifft, zeigten sich die beiden Behördenvertreter zuversichtlicher als auch schon. Die Reproduktionszahl liege gesamtschweizerisch unter 1, sagte Berset. "Wir haben uns gegenseitig über die Feiertage geschützt."

Die Auslastung der Intensivpflegeplätze bleibe zwar sehr hoch, jedoch nehme die Zahl der Covid-Patienten kontinuierlich ab, sagte Engelberger. Erste Spitäler nutzten die frei werdenden Kapazitäten wieder, um verschobene Operationen nachzuholen.

(AWP)

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Richemont-Präsident Rupert im

Richemont-Präsident Rupert im Thurgau geimpft

Der südafrikanische Unternehmer Johann Rupert ist in Frauenfeld gegen das Coronavirus geimpft worden. Im Thurgau werden die Impfzentren von der Hirslanden-Gruppe betrieben. Rupert ist über ein Firmengeflecht mitbeteiligt an der Hirslanden-Gruppe.

21.01.2021 18:27

Johann Rupert habe weder einen Wohnsitz im Kanton Thurgau, noch erfülle er beim Alter die Kriterien für eine Impfung gegen das Coronavirus in dieser ersten Phase. Trotzdem habe er sich vor dem offiziellen Start der Impfkampagne in Frauenfeld impfen lassen können, heisst es in den Online-Ausgaben der Tamedia-Zeitungen vom Donnerstag.

Der Hintergrund: Rupert sei Mehrheitsbesitzer des Luxuskonzerns Richemont und über ein Firmengeflecht beteiligt an der Hirslanden-Gruppe, die im Thurgau die Impfzentren betreibe.

Auf Anfrage von Keystone-SDA bestätigte ein Hirslanden-Sprecher, dass Rupert in Frauenfeld geimpft worden sei. Es habe sich um eine Testimpfung gehandelt. Rupert gehöre zur Risikogruppe und erfülle damit die Kriterien.

In Ausstand getreten

Am 13. Januar hatte der Kanton Thurgau über die Zusammenarbeit mit Hirslanden für den Betrieb der Impfzentren informiert. Deren Gesamtpaket habe nach einem mehrstufigen Evaluationsprozess im Vergleich zu den Mitbewerbern am meisten überzeugt, hiess es dazu.

Der Thurgauer Gesundheitsdirektor Urs Martin (SVP) war vor seiner Wahl im März 2020 für die Hirslanden-Gruppe tätig gewesen. Auf Anfrage erklärte er, er sei deswegen beim Entscheid über die Vergabe der Impfungen in den Ausstand getreten.

Die Hirslanden-Gruppe habe die Erlaubnis des Kantons erhalten, fünf bis zehn Impfungen an Testpersonen vorzunehmen, um die Handhabung des komplexen Impfstoffs zu erproben. In die Auswahl der Testpersonen sei er nicht involviert gewesen, so Martin.

(AWP)

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Swiss und Lufthansa

Swiss und Lufthansa verschärfen Maskenpflicht auf Deutschlandflügen

Die Lufthansa-Gruppe verschärft die Maskenpflichten auf ihren Flugzeugen. Fluggäste der Swiss, der Lufthansa und der anderen Airlines der deutschen Gruppe müssen auf den Flügen von und nach Deutschland ab Anfang Februar eine medizinische Maske tragen.

22.01.2021 13:00

Passagiere und Crewmitglieder müssten ab diesem Zeitpunkt entweder eine OP-Maske oder eine FFP2-Maske beziehungsweise Maske mit dem Standard KN95/N95 tragen, wie die Lufthansa am Freitag mitteilte. Alltagsmasken seien dann nicht mehr erlaubt.

Eine Maskenpflicht auf Flügen der Swiss gilt bereits seit dem vergangenen Sommer. Mit der neuen Anpassung der Regelung greife die Lufthansa-Gruppe nun einen Beschluss der deutschen Behörden von Anfang dieser Woche auf, heisst es in der Mitteilung.

tp/tt

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Erste Zuger Betriebe erhalten

Erste Zuger Betriebe erhalten Härtefall-Gelder

Der Kanton Zug hat am Freitag im Rahmen des Härtefallprogramms die ersten Beiträge an Betriebe überwiesen, die von der Coronakrise besonders hart getroffen wurden. Ausbezahlt wurden 175'700 Franken, bereits gesprochen wurden 3,2 Millionen Franken.

22.01.2021 10:45

Das Geld stammt vorerst noch aus dem Lotteriefonds, da der Kantonsratsbeschluss zum Härtefallprogramm erst am 22. Februar in Kraft tritt, wie das Zuger Finanzdepartement am Freitag mitteilte. Sobald es soweit ist, wird das Geld zulasten des Härtefallprogramms wieder in den Lotteriefonds zurückgeführt.

Bis Mitte Woche sind gemäss Finanzdepartement rund 70 Gesuche eingegangen, 22 Antragssteller erhielten Geld, 13 Gesuche wurden abgelehnt, der Rest wurde zur Überarbeitung zurückgewiesen oder ist in Bearbeitung. Von den bereits gesprochenen Beiträgen sind 1,8 Millionen Franken A-fonds-perdu-Gelder, 1,4 Millionen Franken sind Darlehen.

Über die Hälfte der ausbezahlten Soforthilfebeiträge sei an Unternehmen in der Gastro- und Hotelbranche gegangen, sagte Finanzdirektor Heinz Tännler (SVP) auf Anfrage. Anträge seien weiter aus der Event- und Reisebranche, von Car- und Transportunternehmen, aber auch von Beratungs- und IT-Firmen eingegangen.

Über 80 Millionen Franken stehen bereit

Der Zuger Kantonsrat hatte Mitte Dezember das Härtefallprogramm auf insgesamt 81,1 Millionen Franken aufgestockt. Anfänglich seien die Gesuche spärlich eingegangen, sagte Tännler. Mittlerweile habe es allerdings angezogen.

Vergangene Woche hatte der Bund die Bestimmungen weiter gelockert, indem er sämtliche Betriebe, die auf behördliches Geheiss über 40 Tage geschlossen waren, als Härtefälle einstufte. Trotz dieser neuen Voraussetzungen dürfte der für Zuger Betriebe bewilligte Hilfsbetrag laut Tännler vorerst ausreichen.

Wenn der Bund weitere Tranchen freigibt, kann die Zuger Regierung den Betrag in Eigenregie aufstocken. Die Kompetenz dazu hat sie sich in der letzten Sitzung beim Kantonsrat geholt. Bleibe der Verteilschlüssel gleich wie bis anhin, dürfte der Gesamtbetrag für Zug auf über 100 Millionen Franken steigen.

Im Kanton Zug bauten die Finanz- und die Volkswirtschaftsdirektion das Härtefallprogramm auf. Die Verwaltung habe dabei zwar von den Erfahrungen des Stützungsfonds profitieren können, heisst es in der Mitteilung. Allerdings sei das Härtefallprogramm anspruchsvoller gewesen wegen der Instrumente und der Abstimmung mit dem Bund.

mk

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In der Schweiz bisher rund

In der Schweiz bisher rund 170'000 Corona-Impfungen verabreicht

In der Schweiz sind bis am Donnerstag rund 170'000 Impfungen gegen das Coronavirus verabreicht worden. Das entspricht rund zwei Prozent der Bevölkerung, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag mitteilte.

22.01.2021 10:44

Bisher seien schweizweit 1,97 Impfungen pro 100 Einwohner verabreicht worden, hiess es. Geimpft wird mittlerweile in allen Kantonen. Anteilsmässig die meisten Personen geimpft hat bisher der Kanton Basel-Stadt mit 5,54 Dosen pro 100 Einwohner. Auch im Kanton Appenzell Innerrhoden sind bereits 5,10 Dosen pro 100 Einwohner verabreicht worden, in Obwalden immerhin 4,92.

Nicht so gut sieht es im Kanton Thurgau mit 1,07 verabreichten Dosen auf 100 Einwohner, im Kanton Bern mit 1,11 und im Kanton Neuenburg mit 1,16 verabreichten Dosen auf 100 Einwohner aus.

Viele verabreichte Impfungen in Zürich

Mengenmässig am meisten geimpft hat bisher der Kanton Zürich mit rund 25'000 der 66'000 gelieferten Dosen. Das sind zirka 38 Prozent der verfügbaren Impfungen. Auf 100 Einwohner hingegen entfallen hier aber nur 1,62 Dosen.

An zweiter Stelle folgt der Kanton Waadt, der rund 13'000 der gelieferten 41'000 verabreicht hat. Aber auch das sind nur rund 31 Prozent der gelieferten Menge. Auf 100 Einwohner wurden lediglich 1,66 Dosen geimpft.

In dieser Rangliste auf dem dritten Platz liegt der Kanton Aargau mit rund 12'000 verabreichten Impfungen von rund 38'000 verfügbaren Dosen. Das sind ebenfalls rund 31 Prozent. Danach folgen der Kanton Basel-Stadt mit rund 11'000 Impfungen auf 14'000 gelieferte Dosen (79 Prozent) und der Kanton Genf mit 11'000 Impfungen von 26'000 verfügbaren Dosen. Das entspricht rund 42 Prozent.

Geliefert wurden bisher insgesamt 459'700 Impfdosen der Hersteller Pfizer/Biontech und Moderna. Damit wurde rund 37 Prozent der verfügbaren Menge an Impfwillige verabreicht.

mk/

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Kanton Bern nimmt

Kanton Bern nimmt Härtefallgesuche wieder entgegen

Stark durch die Coronapandemie beeinträchtigte Unternehmen können seit Freitag im Kanton Bern wieder Härtefallgesuche einreichen. Weil der Bund Mitte Januar die Vorgaben stark gelockert hatte, musste der Kanton den Vollzug seines Programms sistieren.

22.01.2021 10:00

Nun steht das Berner Härtefallprogamm wieder am Start, mit mehr Kapazitäten und angepasster Software, wie die bernische Wirtschafts-, Energie und Umweltdirektion am Freitag mitteilte.

Neu gibt es drei Kategorien von Unternehmen, die ein Gesuch einreichen können. In die erste Kategorie fallen Unternehmen mit mehr als 40 Prozent Umsatzbussen in zwölf aufeinanderfolgenden Monaten. In die zweite Kategorie fallen jene Betriebe, die seit Anfang November 2020 auf behördliche Anordnung mindestens 40 Tage geschlossen waren. Die dritte Kategorie umfasst Betriebe, auf die beides zutrifft.

Als Grundlage für die Berechnung der Unterstützung dienen in allen drei Fällen die Fixkosten eines Betriebes, wie aus der Mitteilung weiter hervorgeht.

Ausserdem wurde die Obergrenze für nicht rückzahlbare Beiträge erhöht. Sie liegt nun bei 20 Prozent des Jahresumsatzes oder maximal 750'000 Franken (statt 200'000 Franken). Die Sozialpartner zeigten sich mit der Neuausrichtung des Berner Härtefallprogramms zufrieden.

Der Kanton rechnet mit etwa 6000 Gesuchen. Informationen zum Einreichen der Härtefallgesuche finden Unternehmen auf der Internetseite des Kantons: www.be.ch/covid-support oder via Hotline (031 636 96 00).

Neustart nötig

Der Kanton Bern hatte bereits Anfang Jahr sein Härtefallprogramm gestartet - und viel Kritik einstecken müssen. Viel zu viele Unternehmen würden die Kriterien nicht erfüllen, monierte namentlich die Gastrobranche. Am 13. Januar lockerte der Bundesrat die Bestimmungen auf nationaler Ebene.

Der Kanton Bern musste sein Programm dadurch einem Systemwechsel unterziehen. Auch wenn der Regierungsrat die Lockerungen ausdrücklich begrüsste, war er nicht sonderlich erfreut darüber, dass der Bund die Regeln eines laufenden Spiels geändert habe, wie Wirtschaftsdirektor Christoph Ammann damals vor den Medien sagte.

www.be.ch/covid-support

mk/

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Ungarn bestellt zwei

Ungarn bestellt zwei Millionen Impfdosen in Russland

Als erstes EU-Land hat Ungarn zwei Millionen Dosen des russischen Corona-Impfstoffs "Sputnik V" bestellt. Aussenminister Peter Szijjarto kündigte am Freitag bei einem Besuch in Moskau an, dass das Mittel in drei Etappen geliefert werden solle. Die ersten Dosen soll Ungarn binnen 30 Tagen erhalten. Bei einer Impfung mit "Sputnik V" sind zwei Injektionen nötig. In Russland wird bereits seit Anfang Dezember damit geimpft.

22.01.2021 15:12

In Ungarn bekam "Sputnik V" am Donnerstag die erste Notzulassung in der EU. Eine zweite Behörde muss allerdings noch zustimmen. Der rechtsnationale Ministerpräsident Viktor Orban klagt, dass sein Land mit knapp zehn Millionen Einwohnern zu wenig Impfstoff von der EU erhalte. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat bislang zwei Impfstoffe westlicher Produzenten - den von Biontech-Pfizer und den von Moderna - für den Gebrauch in der EU zugelassen.

Dem Kreml zufolge besprachen Russlands Präsident Wladimir Putin und EU-Ratspräsident Charles Michel in einem Telefonat am Freitag die Möglichkeiten einer gemeinsamen Herstellung von Impfstoff. Russland strebt eine Registrierung von "Sputnik V" in der Europäischen Union an. Ein entsprechender Antrag liegt bereits bei der EMA.

In Russland selbst zeigen Umfragen immer wieder eine verhältnismässig geringe Impfbereitschaft. Die Zeitung "Kommersant" zitierte Experten, die das auf Misstrauen gegenüber offiziellen Informationen zurückführten sowie auf die Sorge, "Sputnik V" könne nicht ausreichend getestet sein. Ausserdem fehle es an prominenten Vorbildern: So hat sich etwa Putin bislang nicht impfen lassen./haw/DP/jha

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Biden will per Erlass neue

Biden will per Erlass neue Hilfen in Corona-Krise durchsetzen

Der neue US-Präsident Joe Biden will per Erlass neue Hilfen für die Bevölkerung in der Corona-Krise einführen, während Pläne für ein neues riesiges Konjunkturpaket auf Widerstand im Senat treffen. Dazu gehört eine bessere Versorgung Bedürftiger mit Lebensmitteln, wie das Weisse Haus am Freitag mitteilte. Ausserdem wolle Biden durchsetzen, dass Arbeitnehmer, die ihre Jobs wegen Corona-Risiken aufgeben, Arbeitslosengeld bekommen. Zudem werde er das Finanzministerium anweisen, die Übermittlung beschlossener Direktzahlungen an Einwohner zu verbessern.

22.01.2021 14:22

Bei den Lebensmittelhilfen geht es unter anderem um die Versorgung einkommensschwacher Familien. Nach Angaben des Weissen Hauses sind in den USA etwa 29 Millionen Erwachsene und 12 Millionen Kinder von einer "Hungerkrise" betroffen. Viele Kinder aus ärmeren Haushalten sind auf Schulessen angewiesen - was ihnen nun fehlt, weil Bildungseinrichtungen wegen der Pandemie geschlossen sind. Ausserdem will Biden dafür sorgen, dass mehr Bundesbeschäftigte mindestens 15 Dollar pro Stunde bekommen.

Der Präsident von den Demokraten will auch mit einem weiteren Konjunkturpaket von 1,9 Billionen Dollar die Impfkampagne beschleunigen und gegen die Wirtschaftskrise ankämpfen. Dafür muss Biden die Zustimmung des Kongresses gewinnen. Im Senat kündigten mehrere Republikaner Widerstand an, weil ihnen der Betrag zu hoch ist./so/DP/jha

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Wechsel im Leitungsteam der

Wechsel im Leitungsteam der Covid-19-Taskforce des Bundes

In der über 70-köpfigen wissenschaftlichen Taskforce des Bundes hat es in den letzten Wochen weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit prominente Wechsel gegeben. Der neuste Wechsel betrifft das vierköpfige Leitungsteam. Hier ersetzt der ETH-Ökonom Jan-Egbert Sturm Ende Monat die St. Galler Ökonomin Monika Bütler.

22.01.2021 14:15

Die Covid-19-Taskforce des Bundes besteht aktuell aus gut 70 Expertinnen und Experten. Im vierköpfigen Leitungsteam mit Martin Ackermann (Mikrobiologe, ETH Zürich) an der Spitze sind Manuel E. Battegay (Biomediziner, Universität Basel), Samia Hurst-Majno (Bioethikerin, Universität Genf) und bis vor Kurzem Monika Bütler (Ökonomin, Universität St. Gallen).

Wechsel im Leitungsgremium

Bütler tritt Ende Monat zurück, wie sie auf Twitter mitteilte. Sie mache dies zu hundert Prozent aus persönlichen Gründen. Ihren Platz einnehmen wird Jan-Egbert Sturm von Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETH Zürich.

Seit dem Bestehen der Taskforce Ende März des vergangenen Jahres gab es, wie Taskforce-Leiter Martin Ackermann gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA erklärte, rund ein Dutzend Rücktritte aus dem Gremium. Bei diesen Wechseln seien aber die wichtigsten Fachbereiche immer abgedeckt und die Kontinuität gewährleistet gewesen.

Alle Mitglieder der Taskforce erhalten für ihre Arbeit weder eine Entlöhnung noch eine Entschädigung. Sie arbeiten unentgeltlich zusätzlich zu ihrer regulären beruflichen Tätigkeit.

Ackermann betont denn auch, dass die Mitglieder Ausserordentliches für die Schweiz und die Bekämpfung der Pandemie leisteten. Daher sei es auch nicht erstaunlich, dass einzelne Mitglieder austreten würden, um sich wieder ganz den eigenen Forschungsprojekten zu widmen.

Ohne Entschädigung, aber mit hoher Belastung

Das Präsidium der Taskforce ist laut Ackermann derzeit ein Full-time-Job. Aber auch die anderen Mitglieder wenden laut Ackermann neben ihrem sonstigen Arbeitspensum mehrere Stunden bis Tage pro Woche für die Konsolidierung von Forschungsergebnissen, die Erarbeitung von Mitteilungen der Taskforce ("Policy Briefs") oder Situationsanalysen auf.

Nicht unumstritten ist, ob die Taskforce so viele Mitglieder haben sollte oder nicht. Für eine derart grosses Gremium spricht laut Ackermann, dass die Pandemie eine hochkomplexe Situation ist, die viele verschiedene Aspekte hat.

Es brauche unterschiedliche Expertisen, stellt Ackermann fest. Die Taskforce pflege einen intensiven Diskurs und Austausch von Forschenden aus unterschiedlichen Fachgebieten, da sei es sinnvoll, wenn von gewissen Forschungsgebieten mehrere Forschende im Gremium seien.

Laut Ackermann macht es umgekehrt die Grösse der Taskforce es manchmal "etwas schwieriger und zeitintensiver, einen Konsens zu finden". Als Beispiel nennt er die Interpretation von einzelnen Punkten oder Formulierungen. Ackermann betont, dass dieser Prozess aus wissenschaftlicher Sicht aber durchaus sinnvoll sei.

Ein Drittel Frauen

Rund ein Drittel der Taskforce-Mitglieder sind Frauen. Das ist keine Selbstverständlichkeit, sind doch vor allem naturwissenschaftliche Forschungsgebiete gefragt. Allerdings liegt der Frauenanteil in den verschiedenen ETH-Bereichen (Zürich, Lausanne und angeschlossene Institute) laut ETH-Sprecherin Franziska Schmid auch bei 32 Prozent.

Nach dem Abgang des Epidemiologen und Public Health-Spezialisten Marcel Tanner in den letzten Tagen leiten mit Nicola Low (Universität Bern) und Suzanne Suggs (Università della Svizzera italiana) zwei Frauen gemeinsam eine Untergruppe des Expertengremiums.

Kein wissenschaftlicher Ritterschlag

Der Einsitz in der Taskforce bedeutet allerdings laut Ackermann für den Wissenschaftler oder die Wissenschaftlerin kein "Ritterschlag". Die Forschenden der Taskforce seien schon zuvor auf ihren Fachgebieten anerkannte Expertinnen und Experten gewesen und es gebe viele hervorragende Forschende in der Schweiz, die nicht Mitglied der Taskforce seien, stellt Ackermann fest.

"Wer in der Taskforce mitarbeitet, gewinnt viel durch die sehr konstruktive und fachübergreifende Zusammenarbeit, wie sie im hochkompetitiven Umfeld der Wissenschaft nicht immer selbstverständlich ist", sagt Ackermann.

Einzelne Mitglieder würden aufgrund des grossen Interesses der Bevölkerung und der Medien an mehr Visibilität gewinnen. Die Kehrseite der Medaille ist für Ackermann die hohe Arbeitsbelastung und der Druck der Öffentlichkeit.

mk

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Swissmedic: AstraZeneca

Swissmedic: AstraZeneca-Zulassung in den nächsten Wochen möglich

Nach Angaben des Schweizerischen Heilmittelinstitut Swissmedic könnte auch der dritte Coronavirus-Impfstoff von AstraZeneca "in den nächsten Wochen" zugelassen werden. Die schwedisch-britische Firma hatte ihr Gesuch bereits Anfang Oktober des letzten Jahres eingereicht.

22.01.2021 13:17

Swissmedic warte aber noch auf "wichtige Daten", sagte Mediensprecher Lukas Jaggi am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Wenn diese rechtzeitig einträfen und zufriedenstellend ausfielen, könne man in den nächsten Wochen mit einer Zulassung rechnet.

AstraZeneca hatte den Impfstoff in Zusammenarbeit mit der Universität Oxford entwickelt. Die Schweiz hat davon bis zu 5,3 Millionen Dosen bestellt. Trotz der frühen Eingabe ihres Gesuchs liess Swissmedic in der Zwischenzeit zuerst die Impfstoffe der Firmen Pfizer/Biontech und Moderna zu.

Anders als die Impfstoffe von Pfizer/Biontech und Moderna gehört das britisch-schwedische Präparat von AstraZeneca nicht zu den sogenannten mRNA-Impfstoffen. Dessen Wirkstoff AZD1222 beruht auf der abgeschwächten Version eines Erkältungsvirus von Schimpansen.

Es enthält genetisches Material eines Oberflächenproteins, mit dem der Erreger Sars-CoV-2 an menschliche Zellen andockt. Das Mittel wirkt zweifach: Es soll sowohl die Bildung von spezifischen Antikörpern als auch von T-Zellen fördern - beide sind für die Immunabwehr wichtig.

mk/

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Hirslanden-Chef entschuldigt

Hirslanden-Chef entschuldigt sich wegen Impfung von Rupert

Der Chef der Hirslanden-Gruppe hat sich wegen der Corona-Impfung des südafrikanischen Unternehmers und Hirslanden-Mitbesitzers Johann Rupert im Kanton Thurgau entschuldigt. Es wäre klüger gewesen, Rupert hätte sich in seinem Wohnkanton Genf für die Impfung angemeldet.

22.01.2021 16:34

Dies schreibt Hirslanden-CEO Daniel Liedtke in einem am Freitag veröffentlichten Brief an die Thurgauer Bevölkerung. Hirslanden betreibt im Auftrag des Kantons Thurgau ein Impfzentrum in Frauenfeld. Rupert liess sich am 11. Januar als eine von zwölf Testpersonen durch Hirslanden impfen. Dieses Vorgehen stiess im Thurgau auf Kritik.

Der Hirslanden-Chef räumte jetzt ein: "Wir hatten unterschätzt, welche Symbolkraft mit der Impfung eines vermögenden Patienten verbunden ist, auch wenn dieser aufgrund seiner schweren Herzkrankheit, Diabetes, Bluthochdruck und Übergewicht zur Risikokategorie zählt und damit Anrecht auf eine sofortige Impfung hat."

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Ich weiss ja nicht, aber 1/3

Ich weiss ja nicht, aber 1/3 tönt für mich nicht nach einer Mehrheit oder nach einem grossen Teil der Bevölkerung *diablo*

 

Jeder dritte Schweizer wünscht sich schärfere Corona-Massnahmen

Ein grosser Teil der Schweizer Bevölkerung spricht sich laut einer Umfrage für strengere Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus aus. Gut ein Drittel (38 Prozent) gibt an, die aktuellen Massnahmen des Bundes und der Kantone gingen zu wenig weit.

25.01.2021 07:27

Für ein weiteres Drittel sind sie gerade richtig, während das verbleibende Drittel findet, die Massnahmen seien zu strikt. Das geht aus einer Umfrage von Tamedia und "20 Minuten" hervor, die diese Medien am Montag veröffentlicht haben.

Sollte sich die epidemiologische Lage verschlechtern, ist gut die Hälfte der befragen Personen bereit, die Skigebiete zu schliessen. Eine knappe Mehrheit befürwortet PCR-Tests für Personen, die in die Schweiz einreisen wollen.

Andere Massnahmen wie Grenzschliessungen (39 Prozent), Schulschliessungen (35 Prozent) oder eine Maskenpflicht im Freien (21 Prozent) finden weniger Zustimmung. Uneinig sind sich die Befragten, ob die Einschränkungen für geimpfte Personen gelockert werden sollten. 47 Prozent lehnen dies ab, 49 Prozent können sich das vorstellen.

Die Tamedia und "20 Minuten" haben in der Zeit vom 18. und 19. Januar gut 15'000 Personen online befragen lassen. Die Fehlerquote liegt bei +/- 1,3 Prozent.

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WEF-Gründer Schwab will

WEF-Gründer Schwab will Wirtschaft und Gesellschaft neu ausrichten

Nach der grössten Gesundheitskrise und der tiefsten Rezession in einem Jahrhundert ruft Klaus Schwab, Gründer des Weltwirtschaftsforums (WEF), die Welt zum Handeln auf. Wie nach dem Zweiten Weltkrieg gelte es, die Chancen der Stunde null zu nutzen.

25.01.2021 06:55

Die Welt müsse einen höheren Grad an gesellschaftlicher Reife anstreben, sagte Schwab in einem Gastbeitrag in den Tamedia-Zeitungen (Montagausgabe). Es gelte, eine solide Basis für das Wohlbefinden der Menschen und der Erde zu schaffen.

Die Neuausrichtung ruhe auf drei Pfeilern. Zunächst werde es 2021 darum gehen, die Corona-Pandemie in den Griff zu bekommen. Wenn die Pandemie abgewendet sei, sollte die Gesellschaft darüber nachdenken, was sie aus der Krise lernen könne.

Die Pandemie habe die Menschheit daran erinnert, dass sie nicht ausschliesslich nach einem höheren Wohlstand und höheren Gewinnen streben könne. Es stehe ein Jahr des grossen Umbruchs bevor, wie mit Wirtschaftswachstum und Ordnungspolitik umzugehen sei.

Zweitens müsse 2021 das Jahr sein, in dem sich die Regierungen wichtiger Länder und breite Koalitionen im Privatsektor zum Netto-null-Ziel beim Treibhausgas-Ausstoss verpflichteten. Die EU und China hätten erste Schritte unternommen. Und mit der Wahl von US-Präsident Joe Biden seien auch die USA wieder im Boot.

Und schliesslich werde 2021 das Jahr sein, in dem sich die Unternehmen von einer kurzfristigen Gewinnorientierung auf Strategien umschwenkten, die sich mehr auf den langfristigen Bestand ihrer Geschäftstätigkeit und Beiträge aller Interessengruppen konzentrierten. Es gebe nun messbare Ziele.

Mit der Entwicklung klarer Messgrössen des Stakeholder-Kapitalismus stünden allen Unternehmen die erforderlichen Instrumente zur Verfügung, um ökologische und soziale Ziele sowie Zusagen der guten Unternehmensführung in messbare Massnahmen umzusetzen. Das sei ein historischer Durchbruch, der weltweite Auswirkungen haben werde.

mk/

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EU erhöht wegen Impfstoff

EU erhöht wegen Impfstoff-Engpässen Druck auf Pharmakonzerne

Die EU warnt die Hersteller von Corona-Impfstoffen angesichts von Lieferverzögerungen vor möglichen Konsequenzen. "Wir erwarten, dass die von den Pharmaunternehmen bestätigten Verträge eingehalten werden", sagte EU-Ratspräsident Charles Michel am Sonntag dem französischen Sender Europe 1. Um die Einhaltung der Verträge zu gewährleisten, könne die EU auch "juristische Mittel" nutzen.

25.01.2021 06:41

Nach den Lieferproblemen bei Pfizer-Biontech hatte vergangene Woche der britisch-schwedische Konzern Astrazeneca angekündigt, zunächst weniger Dosen an die EU abzugeben als geplant. Die Zulassung dieses Impfstoffs wird in Kürze erwartet.

"Wenn sich die Reduzierung der im ersten Quartal zu verteilenden Dosen um 60 Prozent bestätigt, würde das bedeuten, dass in Italien 3,4 Millionen Dosen statt 8 Millionen geliefert würden", schrieb der Jurist Conte. Gesundheitsminister Roberto Speranza habe mit Astrazeneca gesprochen. Conte kündigte den Einsatz rechtlicher Instrumente an, wie man es bei Pfizer-Biontech schon tue. Rom wolle Druck machen zur Einhaltung der Verträge. "Diese Verlangsamungen der Lieferungen stellen schwere Vertragsverletzungen dar, die in Italien und anderen europäischen Ländern enorme Schäden verursachen", so Conte.

Nach der Pharmaunternehmen-Kooperation aus Biontech und Pfizer hatte am Freitag auch der Hersteller Astrazeneca angekündigt, zeitweise weniger Impfstoff liefern zu können als ursprünglich geplant. Grund sei eine geringere Produktion an einem Standort in der europäischen Lieferkette, hiess es. Nach Angaben aus der EU-Kommission soll es nun an diesem Montag ein weiteres Treffen des Lenkungsausschusses zur EU-Impfstrategie zu den Verzögerungen geben.

Man verstehe, dass es Probleme geben könne, erklärte Michel am Sonntag. Es brauche aber Klarheit über die Gründe. So habe Pfizer anfangs Verzögerungen von Impfstofflieferungen von mehreren Wochen angekündigt. Nachdem man mit der Faust auf den Tisch gehauen habe, sei es dann aber nur noch um eine Woche gegangen.

EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides hatte zuvor mitgeteilt, es gebe in der Kommission und in Mitgliedstaaten grosse Unzufriedenheit über von Astrazeneca angekündigte Lieferverzögerungen im ersten Quartal. Man habe bei der Sitzung des Lenkungsausschusses am Freitag darauf bestanden, dass es einen genauen Lieferplan gebe, auf dessen Grundlage die Mitgliedstaaten ihre Impfprogramme planen könnten. Die EU-Kommission werde weiter auf mehr Zuverlässigkeit bei den Lieferungen dringen und auf eine beschleunigte Verteilung der Dosen.

Ob Astrazeneca auch in Grossbritannien im ersten Quartal weniger Impfstoff ausliefern will als geplant, war zunächst nicht bekannt. Das britisch-schwedische Unternehmen hat sein Präparat zusammen mit der britischen Universität Oxford entwickelt. Er wird in Grossbritannien bereits genutzt. Für diese Woche wird auch eine Zulassung in der Europäischen Union erwartet.

Die Brüsseler Behörde geht eigentlich davon aus, dass die Mitgliedstaaten mit den von ihr eingekauften Impfstoffen bis Ende des Sommers mindestens 70 Prozent der erwachsenen Bevölkerung impfen können. EU-Ratspräsident Michel räumte am Sonntag nun ein, dass dieses Ziel nur schwer zu realisieren sein dürfte.

Der EU-Kommission wird seit längerem vorgeworfen, sich nicht rechtzeitig genug ausreichend Impfstoff gesichert zu haben. Die Brüsseler Kommission argumentiert hingegen, dass zum Zeitpunkt der Vertragsverhandlungen noch gar nicht klar gewesen sei, welche Impfstoffe am Ende überhaupt zugelassen werden können. Deswegen sei es richtig gewesen, auf unterschiedliche Anbieter und Konzepte zu setzen.

Nach eigenen Angaben hat die Kommission bislang sechs Verträge über 2,3 Milliarden Dosen künftiger Impfstoffe genehmigt. So gibt es beispielsweise mit Biontech/Pfizer Abmachungen über 600 Millionen Dosen und mit Astrazeneca über bis zu 400 Millionen Dosen.

Bereits in einigen Monaten werde man in Europa mehr Impfstoffe haben als man brauche, sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zuletzt. Allein mit den bereits zugelassenen Impfstoffen von Biontech/Pfizer und Moderna werde man 380 Millionen EU-Bürger impfen können. Dies seien 85 Prozent der EU-Bevölkerung./aha/DP/edh

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Australien lässt Biontech

Australien lässt Biontech/Pfizer-Impfstoff zu

Mit dem Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer hat Australien erstmals ein Vakzin gegen den Erreger Sars-CoV-2 zugelassen. Mit den Impfungen solle gegen Ende Februar begonnen werden, teilte das Büro von Premierminister Scott Morrison am Montag mit.

25.01.2021 06:38

Morrison sprach von einem wichtigen Schritt im Kampf gegen das Coronavirus. Wie die Nachrichtenagentur AAP berichtete, sollen die Impfungen in 30 bis 50 Krankenhäusern beginnen, wo zunächst ältere und behinderte Patienten sowie Gesundheitsarbeiter geimpft werden sollen.

Australien ist bisher vergleichsweise glimpflich durch die Corona-Pandemie gekommen. In dem Land mit rund 25 Millionen Einwohnern wurden laut Johns-Hopkins-Universität bisher erst 28 777 Ansteckungen und 909 Todesfälle registriert. Vor Weihnachten hatte es während rund sieben Wochen überhaupt keine nachgewiesenen Neuinfektionen gegeben./cro/DP/zb

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Biden erneuert Einreisestopp

Biden erneuert Einreisestopp für Ausländer aus Europa

US-Präsident Joe Biden wird schon am Montag den Einreisestopp für Ausländer aus Europa erneuern. Zudem sollen zum Schutz vor einer neuen Variante des Coronavirus auch Einreisen aus Südafrika gleichermassen begrenzt werden, wie am Sonntag aus dem Weissen Haus verlautete. Zuvor hatten unter anderem die Sender CNN und NBC übereinstimmend über die weithin erwartete Änderung berichtet.

25.01.2021 06:35

Der scheidende US-Präsident Donald Trump hatte vor etwa einer Woche ein Ende des Einreisestopps angeordnet. Bidens Team erklärte aber umgehend, dass die Beschränkungen für Reisende aus dem Schengen-Raum, aus Grossbritannien, Irland und Brasilien nach dem Amtsantritt der neuen Regierung wieder eingeführt würden. Trumps Team hatte bei der Ankündigung der Lockerung der Vorschriften darauf verwiesen, dass Einreisen in die USA ab 26. Januar ohnehin nur noch nach Vorlage eines aktuellen und negativen Corona-Tests möglich seien.

Bidens Sprecherin Jen Psaki hatte die Ankündigung der Trump-Regierung im Namen des neuen Präsidenten sofort zurückgewiesen: "Mit der Verschlimmerung der Pandemie und dem Auftauchen weiterer ansteckender Varianten auf der ganzen Welt ist dies nicht der richtige Zeitpunkt, um Einschränkungen für internationale Reisen aufzuheben", erklärte sie über Twitter.

Seit März dürfen ausländische Reisende aus Europa bis auf wenige Ausnahmen nicht in die USA einreisen. Trump hatte zudem strikte Einreisestopps für Ausländer aus China, dem Iran und Brasilien erlassen. US-Staatsbürger sind von den Auflagen bisher ausgenommen. Die neue Auflage, vor einem Flug in die USA einen negativen Corona-Test vorlegen zu müssen, wird aber für alle Reisenden gelten.

Für Personen aus den USA und anderen Risikogebieten gelten ebenfalls Beschränkungen, wenn sie in die EU einreisen wollen. In Deutschland wird bei einer Einreise aus den USA auch ein negativer Test verlangt.

Biden, der seit Mittwoch Präsident ist, hat den Kampf gegen das Coronavirus zu einem seiner wichtigsten Ziele erklärt. Die Pandemie ist in den USA weiterhin ausser Kontrolle. Daten der Universität Johns Hopkins zufolge wurden in den Vereinigten Staaten bereits mehr als 25 Millionen Corona-Infektionen und fast 420 000 Todesfälle gemeldet./jbz/DP/zb

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Oxfam: Corona-Pandemie droht

Oxfam: Corona-Pandemie droht soziale Ungleichheit zu verschärfen

Die Corona-Pandemie droht die soziale Ungleichheit in mehreren Ländern gleichzeitig zu verschärfen. Zu diesem Ergebnis kommt ein Bericht der Hilfsorganisation Oxfam, für den unter anderem 295 Wirtschaftswissenschaftler aus 79 Ländern befragt wurden. "Wie unter einem Brennglas zeigen sich in der Pandemie die vielfältigen Formen der Unterdrückung und Marginalisierung, denen Menschen unter anderem aufgrund ihres Geschlechts, ihrer Sexualität, ihres Alters, einer Behinderung sowie im Zuge von Rassismus und Klassismus ausgesetzt sind", heisst es in dem am Montag veröffentlichten Bericht.

25.01.2021 06:32

87 Prozent der befragten Wissenschaftler erwarten Oxfam zufolge, dass die Einkommensungleichheit in ihrem Land als Folge der Pandemie zunehmen oder stark zunehmen wird. Mehr als die Hälfte ist der Ansicht, dass die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern wahrscheinlich oder sehr wahrscheinlich zunehmen wird und mehr als zwei Drittel gehen davon aus, dass die Ungleichheit zwischen Weissen und BIPoC (Black, Indigenous, People of Color) zunehmen wird. "Besonders alarmierend ist, dass zwei Drittel der Ökonom*innen meinen, ihre Regierung habe keine Strategie zur Bekämpfung der Ungleichheit", schreibt die Organisation.

Menschen in Armut seien dem Coronavirus am stärksten ausgesetzt. Sie lebten häufiger in beengten Verhältnissen, teilweise ohne Wasser und sanitäre Einrichtungen. Viele, insbesondere im informellen Sektor Tätige, könnten nicht von zu Hause aus arbeiten. In zahlreichen Ländern arbeiteten insbesondere Menschen mit Migrationsgeschichte häufig im Gastgewerbe, im Gesundheits- und Pflegewesen und in anderen Bereichen, in denen eine Ansteckung wahrscheinlicher ist. Diese Menschen litten auch häufiger unter Vorerkrankungen, die das Risiko schwerer Krankheitsverläufe erhöhen. "Das Virus trifft nicht alle gleich."

Die Hilfsorganisation befürchtet, dass sich die Ungleichheit auch besonders stark bei der weltweiten Bereitstellung von Corona-Impfstoffen zeigen wird. Eine kleine Gruppe reicher Nationen, die nur 14 Prozent der Weltbevölkerung repräsentieren, habe mehr als die Hälfte der Vorräte der führenden Covid-19-Impfstoffkandidaten aufgekauft. Sollte es keine Preisbegrenzungen geben, hätten insbesondere in Armut lebende Menschen keine Chance auf eine Impfung, während Pharmakonzerne weiter hohe Gewinne einfuhren.

Die Corona-Pandemie müsse ein Weckruf sein, "extreme Ungleichheit und Armut endlich bei der Wurzel zu packen", so Oxfam. Dazu brauche es unter anderem für jedermann zugängliche soziale Sicherungssysteme und mehr Gemeinwohlorientierung der Wirtschaft. "Konzerne und Superreiche müssen jetzt ihren fairen Beitrag leisten, um die Krise zu bewältigen", sagt Tobias Hauschild von Oxfam Deutschland./trö/DP/zb

(AWP)

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