Coronavirus und die Auswirkungen auf die SIX

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Sommerurlaub: Kommissionsvize

Sommerurlaub: Kommissionsvize mahnt beim EU-Impfpass zur Eile

EU-Kommissionsvizepräsident Margaritis Schinas macht Hoffnung auf einen Sommerurlaub trotz Corona. "Unterm Strich wird dieser Sommer mit Sicherheit besser werden als der im vergangenen Jahr", sagte Schinas der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel. "Wir werden mehr Geimpfte haben, wir wissen mehr über das Virus und über Regeln für sicheres Reisen, die wir gemeinsam entwickeln werden."

24.02.2021 06:41

Beim geplanten EU-Impfpass mahnte Schinas zur Eile: "Das betrifft alle EU-Staaten, ob im Norden oder Süden, und die Entwicklung schreitet schneller voran als die Zeit in der Politik." Wichtig sei ein gemeinsamer Ansatz beim Nachweis, dass jemand geimpft sei. "Und dann brauchen wir eher früher als später eine öffentliche Diskussion über die Frage der Nutzung."

Drittstaaten wie Israel preschten bereits vor, sagte Schinas. Das Land hatte kürzlich einen Grünen Pass für Geimpfte vorgestellt, der Vorteile beim Reisen oder beim Besuch von Veranstaltungen verspricht. "In der EU sollten wir einen gemeinsamen Rahmen schaffen, sonst werden sich bilaterale Lösungen durchsetzen", warnte der aus Griechenland stammende Kommissar. Bei der möglichen Nutzung von Impfnachweisen "wird Europa kollektiv handeln, Zersplitterung nützt uns nichts".

Griechenland und andere südeuropäische Urlaubsländer dringen auf einen EU-Nachweis für Corona-Geimpfte, der einfacheres Reisen ohne Auflagen oder Quarantäne ermöglichen würde. Griechenland und Zypern haben auch bereits bilaterale Vereinbarungen mit Israel über die künftige Einreise von Geimpften getroffen. Deutschland hat Vorbehalte gegen Vorteile für Geimpfte, solange noch nicht alle die Chance auf eine Impfung hatten./vsr/DP/zb

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Impfstoffe lassen sich

Impfstoffe lassen sich schnell an neue Corona-Varianten anpassen

Die aktuellen Corona-Impfstoffe können nach Expertenangaben relativ rasch an mögliche neue Virusvarianten angepasst werden. Die Impfstoffe könnten dann entweder eine neue oder eine zusätzliche Komponente enthalten, sagte Klaus Cichutek, Präsident des für Impfstoffe zuständigen Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) in einem Pressebriefing des Science Media Center. Es gebe Vorschläge der EU-Kommission für gesetzliche Regelungen. "Wenn die durchkommen, werden sie so ein, dass man hier keine Neuzulassung braucht."

24.02.2021 06:33

Nach einem neuen Plan seien nur wenige Voraussetzungen für die Genehmigung eines angepassten Impfstoffs nötig. Die Herstellung des neuen Impfstoffs müsse genauso verlaufen wie die des Ausgangsproduktes. Die üblichen Labor- und Tierversuche seien nicht nötig und auch keine grossen Studien mit mehreren Tausend Teilnehmern. Bei dem Test werde mit Hilfe von Blutuntersuchungen die Reaktion des Immunsystems geprüft. Dabei müsse gezeigt werden, dass der neue Impfstoff gegen die Variante ungefähr so wirksam sei wie das Original gegen das Ausgangsvirus.

Zumindest bei mRNA-Impfstoffen sei eine Umstellung des Konstrukts innerhalb von sechs Wochen möglich und die Herstellung von Millionen Dosen innerhalb weiterer sechs Wochen, sagte Cichutek. In der Zeit könne bereits die limitierte Prüfung beginnen. Wann das starten werde, sei noch nicht absehbar. Die Zulassung neuer Impfstoffe werde nötig, "wenn tatsächlich die Effektivität der vorhandenen Impfstoffe, die genutzt werden, stark zurückgeht und man da einen starken Einbruch vernimmt", sagte Cichutek.

Nach Ansicht von Ugur Sahin, dem Vorstandsvorsitzenden des Pharmaunternehmens Biontech, ist nicht immer ein stark geänderter Impfstoff nötig, man könne auch mit Wirkungsverstärkung bessere Ergebnisse erzielen. Denkbar ist laut Cichutek zudem der Einsatz verschiedener Impfstoffe hintereinander bei einem Impfling.

"Wir haben ganz gute Tools, um Schritt zu halten mit der Pandemie", sagte Marylyn Addo vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) und betonte: "Wenn es kein grosses Infektionsgeschehen gibt, dann gibt es auch weniger Mutationen." Daher sei es wichtig, dass die Impfstoffe auch ausserhalb der Industrienationen verteilt werden. "Sonst kommt das Problem auf uns zu, weil es halt wieder eingetragen wird."

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte das geplante Zulassungsverfahren kürzlich mit dem für Grippeimpfstoffe verglichen, die auch jedes Jahr angepasst werden müssen./hu/DP/zb

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EU-Kreise: Womöglich weitere

EU-Kreise: Womöglich weitere Lieferengpässe bei Astrazeneca

Beim Corona-Impfstoffhersteller Astrazeneca drohen weitere Lieferengpässe. Unternehmensvertreter hätten der Europäischen Union auch für das zweite Quartal mögliche Produktionsausfälle in Europa angezeigt, sagte ein EU-Vertreter am Dienstagabend der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel. Doch könnten diese Mengen theoretisch aus anderen Impfstofffabriken des Herstellers wettgemacht werden. Es gebe noch keinen akzeptierten Lieferplan für das Quartal.

23.02.2021 20:57

Der EU-Vertreter reagierte damit auf Medienberichte, wonach Astrazeneca die Lieferung im zweiten Quartal von 180 auf 90 Millionen Dosen halbieren wolle. Dies sei so nicht zu bestätigen, hiess es. Offiziell teilte die Kommission mit, die Verhandlungen mit Astrazeneca über den Lieferplan liefen noch. Das Unternehmen sei dabei, den Plan "zu verfeinern und zu konsolidieren, auf Grundlage aller verfügbaren Produktionsstätten in Europa und ausserhalb". Die Kommission erwarte "einen verbesserten Vorschlag für einen Lieferplan".

Astrazeneca hatte bereits Ende Januar überraschend eine drastische Kürzung der Liefermenge an die EU angekündigt: Statt 80 Millionen Dosen wollte das britisch-schwedische Unternehmen wegen Produktionsengpässen in Europa nur 31 Millionen an die EU liefern. Schliesslich sagte die Firma 40 Millionen Dosen für die Zeit bis Ende März zu. Es sei jedoch unklar, ob diese Menge wirklich erreicht werde, hiess es aus EU-Kreisen.

Eine Astrazeneca-Sprecherin erklärte am Dienstag, die Lieferpläne würden ständig überarbeitet und die Kommission werde wöchentlich darüber informiert. Man arbeite "unglaublich hart" daran, die Produktivität der Lieferkette in der EU zu erhöhen und alles Erdenkliche zu tun, um die globale Lieferkette zu nutzen. "Wir sind hoffnungsvoll, dass es uns möglich sein wird, unsere Lieferungen näher an (die Vereinbarungen) im Kaufvertrag heranzubringen", erklärte die Sprecherin./vsr/DP/he

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Irland bleibt bis April im

Irland bleibt bis April im Lockdown - britische Mutante vorherrschend

In Irland soll bis mindestens zum 5. April die höchste Stufe der Corona-Massnahmen gelten. Das sagte Premierminister Micheal Martin am Dienstag im Regierungssitz in Dublin. Die Schulen sollen allerdings schrittweise bereits vom kommenden Monat an wieder geöffnet werden.

23.02.2021 20:44

Die Infektionszahlen seien zwar rückläufig, so Martin. Doch die britische Virus-Variante B.1.1.7 habe die Situation stark verändert. Inzwischen seien 90 Prozent aller Neuinfektionen in dem Land auf den sich schneller ausbreitenden Virus-Typ zurückzuführen. "Die Wahrheit ist, dass dies die Dynamik erheblich verändert hat, und wir müssen sehr vorsichtig sein, wenn wir die nächsten Schritte voran machen", sagte der irische Premier.

Irland hatte zu Beginn des Jahres einen massiven Anstieg der Infektionszahlen verzeichnet. Dieser wurde aber von Experten vor allem mit vorübergehenden Lockerungen an den Weihnachtstagen in Verbindung gebracht.

Inzwischen wird die Zahl der Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner landesweit mit knapp 270 angegeben. In Deutschland liegt der Vergleichswert bei circa 60. Die Zahl wird aber in Irland, anders als in Deutschland, nicht für den Zeitraum von sieben, sondern von 14 Tagen berechnet und bezieht sich auf die ersten beiden Wochen im Februar./cmy/DP/he

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Ein Jahr Pandemie: Winziges

Ein Jahr Pandemie: Winziges Virus löst grösste Krise seit Zweitem Weltkrieg aus

Heute vor einem Jahr ist erstmals in der Schweiz bei einem Patienten das neuartige Coronavirus nachgewiesen worden. Neun Tage später starb die erste Person an der Lungenkrankheit Covid-19. Seither herrscht im öffentlichen und privaten Leben der Ausnahmezustand.

25.02.2021 07:35

Der erste bekannte Corona-Fall in der Schweiz war ein 70-jähriger Mann aus dem Tessin. Er hatte zehn Tage vor seiner Diagnose an einer Versammlung in der Gegend von Mailand (I) teilgenommen und sich dort vermutlich angesteckt. In Norditalien grassierte das Virus damals besonders. Der Mann wurde nach Symptomen in einer Luganeser Klinik isoliert. Nach wenigen Tagen konnte er das Spital wieder verlassen.

Die weltweite Pandemie, die wohl im chinesischen Wuhan ihren Anfang nahm, war damit auch in der Schweiz angekommen. Das winzige Virus Sars-Cov-2 führte zur grössten Krise im Land seit dem Zweiten Weltkrieg. Der Bundesrat rief zeitweise den Notstand aus und beschloss vorübergehend eine Mobilmachung von Teilen der Armee.

Immenses Leid

Das Virus verursachte immenses Leid. Die Schweiz beklagt bisher über 9000 Tote, weit mehr als an der jährlichen Grippe sterben. Über 23'000 Menschen mussten ins Spital. Zu den Opfern zählen vor allem ältere Menschen. Doch selbst jüngere Patienten klagen teilweise auch Monate nach überstandener Krankheit über Folgeschäden. Manchen Menschen setzte aber nicht das Virus zu, sondern es waren die Massnahmen und damit verbundenen Einschränkungen.

Im Kampf gegen das Virus griffen die Behörden zu drastischen Mitteln. Lokale wurden geschlossen, viele Menschen arbeiteten von zu Hause aus, auch Schulen blieben zeitweise zu, und der Reiseverkehr brach zusammen. Die Massnahmen zielten darauf ab, die Kontakte zwischen den Menschen und damit die Zahl der Ansteckungen zu verringern. Letztlich sollte so ein Kollaps der Spitäler und des Gesundheitswesens verhindert werden.

Die Schliessung von Läden, Restaurants, Museen, Sportanlagen und Kulturbetrieben brachte ganze Wirtschaftsbereiche fast komplett zum Erliegen. Der Bund stellte gleichzeitig ein beispielloses Hilfsprogramm auf die Beine: Allein für die Wirtschaftshilfen sprach er bisher insgesamt rund 50 Milliarden Franken oder sagte diese zu.

Aus heiterem Himmel

Die Pandemie traf das Land aus heiterem Himmel. Zwar lagerten Pandemiepläne in den Schubladen, doch die Behörden mussten von Anfang an improvisieren. Im ersten Schock stellten sich die Parteienvertreter zunächst praktisch einmütig und demonstrativ hinter die Landesregierung. Mit fortschreitender Dauer der Krise entbrannte eine politische Debatte über den Umgang mit dem Virus und die richtigen Massnahmen.

Auch nach Anlauf der grössten Impfaktion in der Geschichte des Landes und ein Jahr nach Ausbruch ist die Krise noch nicht ausgestanden. In einigen Bereichen ist der Ausnahmezustand normal geworden, in anderen Bereichen ist an ein normales Leben noch nicht zu denken.

mk/

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Merkel pocht für

Merkel pocht für Öffnungsstrategie auf umfassende Schnelltests

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) pocht für mögliche Lockerungen von Corona-Beschränkungen auf deutlich mehr Tests. "Eine intelligente Öffnungsstrategie ist mit umfassenden Schnelltests, gleichsam als Freitesten, untrennbar verbunden", sagte sie der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Donnerstag). Dafür müssten noch offene Fragen geklärt und das ganze Vorgehen am 3. März mit den Regierungschefs der Bundesländer beraten werden. "Wie lange es dann dauert, bis ein solches System installiert ist, kann ich auf den Tag genau noch nicht sagen. Es wird aber im März sein."

24.02.2021 18:47

Merkel betonte, grundsätzlich könne ein Schnelltest zeigen, "dass jemand an genau dem Tag nicht infiziert ist, oder umgekehrt, dass jemand, obwohl noch symptomlos, bereits infiziert und auch ansteckend ist." Alle Menschen mit Symptomen sollten ohnehin PCR-Tests machen.

Die Kanzlerin versprach zudem, die Corona-Impfungen würden sich jetzt immer weiter beschleunigen. "Wir sprechen im Augenblick darüber, wie es logistisch gelingt, in einer Woche 7,5 bis 9,5 Millionen Dosen zu verimpfen." Die Impfzentren schafften das nicht allein. Dazu würden noch niedergelassene Ärzte gebraucht. Mit Blick auf Zweifel am Mittel von Astrazeneca sagte Merkel, dies sei "ein zuverlässiger Impfstoff, wirkungsvoll und sicher". Er sei durch die Europäische Medizinagentur zugelassen und in Deutschland für Menschen unter 65 Jahren empfohlen./sam/DP/fba

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Bundesrat Berset will bis im

Bundesrat Berset will bis im Sommer alle Impfwilligen gegen Covid-19 impfen

Bis im Sommer sollen alle Personen, die dies möchten, gegen Covid-19 geimpft sein. Bundesrat Alain Berset hat diesen Zeitplan bei einem Besuch am Donnerstag im Aargau bekräftigt.

25.02.2021 12:30

Das Ziel sei trotz Lieferengpässen zu erreichen, sagte der Gesundheitsminister an einer Medienkonferenz in Aarau. "In den nächsten Wochen und Monaten werden wir sehr viele Impfdosen in der Schweiz haben." Bald seien hierzulande 700'000 Dosen verabreicht worden. Die Impfung habe eine Wirksamkeit von 95 Prozent.

Zu weiteren Lockerungen der Corona-Massnahmen sagte Berset, der Gesamtbundesrat verfolge die Entwicklung der Kennzahlen. "Wir sehen eine Stagnation auf nicht so tiefem Niveau." Prognosen seien schwierig. "Wenn die Zahlen weiter sinken, können wir Lockerungsschritte umsetzen." Der Bundesrat wolle ein kalkuliertes Risiko eingehen, ohne die erreichten Fortschritte zu gefährden.

mk/

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400 Millionen Dosen

400 Millionen Dosen 'Geisterimpfstoff' angeboten

Regierungen in aller Welt haben nach Erkenntnissen von EU-Ermittlern insgesamt 400 Millionen Dosen Impfstoffe angeboten bekommen, die nicht direkt von den Herstellern kommen. "Wir nennen das Geisterimpfstoffe, also irgendwelche mehr oder weniger obskuren Angebote, die auch schon an viele Staats- und Regierungschefs wohl gegangen sind", hiess es am Donnerstag aus Kreisen der EU-Kommission. Die EU-Anti-Betrugsbehörde Olaf und die Strafverfolgungsbehörde Europol hätten Ermittlungen aufgenommen.

25.02.2021 12:29

Den Angaben zufolge wird das Thema auch bei dem Videogipfel der Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union am Donnerstag zur Sprache kommen. Nach Schätzungen von Olaf seien 400 Millionen Dosen im Wert von bis zu drei Milliarden Euro angeboten worden, von denen man aber nicht genau wisse, ob es sich um echten Impfstoff handele, hiess es weiter. Es könne auch "Salzwasser in kleinen Fläschchen" sein.

"Bild" berichtete am Donnerstag, ein privater Vermittler habe vor wenigen Tagen zahlreichen Regierungen per E-Mail allein 100 Millionen Dosen des Impfstoffs des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca angeboten. Als Vermittler habe ein Mann fungiert, der zuvor auch schon Corona-Schutzausrüstung angeboten habe und in etlichen deutschen Behörden bekannt sei.

Ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums bestätigte dem "Bild"-Bericht zufolge allgemein, dass auch die Bundesregierung in den vergangenen Wochen etliche Angebote "unterschiedlicher Seriosität" von privaten Impfstoffvermittlern erhalten habe. Deutschland, das an den EU-Beschaffungsmechanismus gebunden sei, habe aber keines dieser Angebote angenommen./mfi/DP/mis

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Finnland verschärft Corona

Finnland verschärft Corona-Massnahmen

Trotz verhältnismässig niedriger Infektionszahlen verschärft Finnland seine Corona-Beschränkungen. Schüler im Alter von über 13 Jahren müssen im Grossteil des Landes ab dem 8. März in den Fernunterricht übergehen, Freizeitaktivitäten für ältere Kinder werden dort ebenfalls ausgesetzt, wie Regierungschefin Sanna Marin am Donnerstagmorgen auf einer Pressekonferenz in Helsinki bekanntgab.

25.02.2021 11:00

Zusammenkünfte werden auf maximal sechs Personen beschränkt. Auch Restaurants sollen geschlossen werden: In der kommenden Woche werde dem Parlament dazu ein entsprechender Entwurf vorgelegt, sagte Marin. Die Massnahmen werden zunächst bis zum 28. März gelten.

"Ich weiss, dass ihr müde seid. Das bin ich auch", sagte Marin unter Verweis auf die um sich greifende Corona-Müdigkeit. Die britische Virus-Variante verschärfe die Lage jedoch, weshalb die alten Werkzeuge im Kampf gegen das Coronavirus sowie geschlossene Grenzen nicht ausreichten.

In den jüngsten Vergleichszahlen der EU-Gesundheitsbehörde ECDC zählt Finnland auf die Bevölkerung gerechnet zu den Ländern mit den niedrigsten Neuinfektionszahlen im Europäischen Wirtschaftsraum. Nach Angaben der finnischen Gesundheitsbehörde THL sind die Zahlen zuletzt jedoch deutlich gestiegen: Die finnische Inzidenz der Vorwoche liegt demnach bei 62 Infektionen pro 100 000 Einwohner, verglichen mit 46 in der Woche davor./trs/DP/stk

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Corona in den USA: Rund 73

Corona in den USA: Rund 73 000 Neuinfektionen und mehr als 3100 Tote

In den USA sind 73 386 neue Corona-Infektionen binnen eines Tages gemeldet worden. Nach Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore von Donnerstagmorgen (MEZ) belief sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle mit einer nachgewiesenen Corona-Infektion auf 3148.

25.02.2021 10:51

In dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern haben sich bislang mehr als 28,3 Millionen Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert, rund 505 800 Menschen starben. In absoluten Zahlen gemessen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt.

Die Johns-Hopkins-Webseite wird regelmässig aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der US-Gesundheitsbehörde CDC oder der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen werden die Zahlen - unter anderem die der Neuinfektionen binnen 24 Stunden, aber auch die der Toten - nachträglich aktualisiert.

Bislang haben in den USA mehr als 45,2 Millionen Menschen die erste Impfung gegen das Virus erhalten, rund 20,6 Millionen schon beide Impfdosen, wie aus Daten des CDC hervorgeht. In den USA sind bislang zwei Impfstoffe zugelassen: der von Biontech /Pfizer und von Moderna ./nak/DP/nas

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Airline Qantas plant Flug

Airline Qantas plant Flug-Comeback im Oktober

Die australische Airline Qantas plant ab Ende Oktober die Wiederaufnahme des internationalen Flugverkehrs. Dann soll das Impfprogramm gegen das Coronavirus in "Down Under" abgeschlossen sein, wie Qantas-Chef Alan Joyce am Donnerstag mitteilte. Regelmässige Verbindungen nach Neuseeland, das weitgehend Corona-frei ist, könnten schon im Juli wieder starten. "Wir stehen in engem Kontakt mit der Regierung, und wenn die Dinge sich ändern, dann werden sich auch die Daten ändern", so Joyce.

25.02.2021 10:16

Qantas ist wegen der Grenzschliessungen in eine tiefe Krise geraten. Im November hatte das Unternehmen angekündigt, künftig eine Impfpflicht für internationale Verbindungen verlangen zu wollen. Australien ist bisher wegen strikter Massnahmen und einem seit fast einem Jahr anhaltenden Reisestopp ins Ausland relativ glimpflich durch die Pandemie gekommen./cfn/DP/men

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US-Universität: Bereits mehr

US-Universität: Bereits mehr als 2,5 Millionen Corona-Tote weltweit

Seit Beginn der Pandemie vor gut einem Jahr sind weltweit bereits mehr als 2,5 Millionen Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das ging am Donnerstag aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Die Zahl der gemeldeten Todesfälle stieg damit allein seit Mitte Januar um rund 500 000 an. Weltweit gab es den Daten zufolge bislang knapp 113 Millionen bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Experten gehen von einer noch höheren Dunkelziffer aus.

26.02.2021 06:45

Die Webseite der Universität wird regelmässig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen wurden die Zahlen zuletzt aber auch wieder nach unten korrigiert. Der WHO zufolge gab es bis Donnerstag 2,49 Millionen bestätigte Todesfälle.

In den USA sind in absoluten Zahlen bislang die meisten Menschen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. Dort gibt es mehr als 506 000 Todesfälle, also etwa ein Fünftel aller Corona-Toten weltweit. Dahinter folgt Brasilien mit rund 250 000 Toten. In Mexiko sind es knapp 183 000 gemeldete Todesfälle, in Indien gut 156 000. An fünfter Stelle steht Grossbritannien mit 122 000 Toten, gefolgt von Italien, Frankreich und Russland. In Deutschland sind den Johns-Hopkins-Daten zufolge 69 000 Menschen gestorben.

Relativ zur Einwohnerzahl ist die Zahl der Toten in einigen europäischen Ländern am höchsten. In Belgien etwa sind den Daten der Universität zufolge rund 192 Menschen pro 100 000 Einwohner gestorben. In der Tschechischen Republik liegt dieser Wert bei 185, in Grossbritannien bei 183. In Italien und Portugal liegt der Wert bei knapp 160 pro 100 000 Einwohner. In den USA sind es 155, in Deutschland 83.

Das Coronavirus Sars-CoV-2 kann die Erkrankung Covid-19 auslösen, die vor allem bei älteren oder immungeschwächten Patienten tödlich verlaufen kann./jbz/DP/fba

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EU-Ratschef: Europäischer

EU-Ratschef: Europäischer Corona-Impfpass kommt voran

Die Pläne für einen europäischen Corona-Impfpass nehmen nach Angaben von EU-Ratschef Charles Michel Gestalt an. Die 27 EU-Staaten näherten sich in ihren Vorstellungen immer weiter an, sagte Michel am Donnerstagabend nach einem EU-Videogipfel. Man sei sich einig, die Arbeit an dem gegenseitig anerkannten Impfnachweis fortzusetzen.

25.02.2021 20:49

Der österreichische Kanzler Sebastian Kurz äusserte sich konkreter und schrieb auf Twitter: "Es freut mich, dass es unter den EU-Mitgliedsstaaten eine breite Front der Unterstützung für die Idee eines Grünen Passes gibt. Nun geht es um die möglichst rasche Umsetzung! Wir wollen möglichst schnell wieder zurück zur Normalität, unser altes Leben wiederhaben und ein Maximum an Freiheit."

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen dämpfte jedoch die Erwartungen. Die Vorbereitungen würden mindestens etwa drei Monate dauern. Und das System solle neutral sein gegenüber der Frage, wie ein solcher Impfpass genutzt werde. Dabei geht es darum, ob er zum Beispiel zu einem einfacheren Reisen genutzt werden kann. Die Entscheidung liege bei den Regierungen der EU-Staaten, sagte von der Leyen./vsr/DP/he

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Portugal verlängert Corona

Portugal verlängert Corona-Notstand bis 16. März

Portugal hat seinen Corona-Notstand um zwei Wochen bis zum 16. März verlängert. Das Parlament in Lissabon billigte am Donnerstag einen entsprechenden Antrag von Präsident Marcelo Rebelo de Sousa. Das Staatsoberhaupt hatte zuvor sein Vorgehen wie immer mit der sozialistisch geführten Regierung abgestimmt. Ungeachtet der deutlichen Besserung der Lage in den vergangenen Wochen sei die Zeit für Lockerungen noch nicht gekommen, hatte Innenminister Eduardo Cabrita vor der Abstimmung erklärt.

25.02.2021 20:27

Im Rahmen des Ausnahmezustands, der zweithöchsten Notstandsstufe, herrschen seit dem 9. November in weiten Teilen des Landes unter anderem strenge Ausgehbeschränkungen und Sperrstunden, das gilt auch für Lissabon und Porto. Die Bundeswehr leistet in einem Krankenhaus der Hauptstadt Hilfe. Am Mittwoch wurde die erste Gruppe nach drei Wochen von 27 anderen Sanitätern abgelöst.

Die strengen Massnahmen zahlen sich offenbar aus: Seit vier Wochen gehen alle Zahlen nahezu ununterbrochen und zum Teil rapide zurück. Die Zahl der Neuinfektionen binnen 24 Stunden, die am 28. Januar einen Höchstwert von 16 432 erreicht hatte, lag am Donnerstag nur noch bei 1160. Vor genau einer Woche waren es noch 1944 gewesen. Die Zahl der neuen Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 war mit 49 so niedrig wie seit dem 7. November nicht mehr.

Auch in den Krankenhäusern entspannt sich die Lage zusehends. Die Zahl der Intensivpatienten ging am Donnerstag um 31 auf 536 zurück - das ist ebenfalls der niedrigste Wert seit dem 7. November.

Nach jüngsten Zahlen der EU-Agentur ECDC steckten sich binnen 14 Tagen 287 Menschen je 100 000 Einwohner mit dem Virus an. Im "schrecklichen Januar", wie Minister Cabrita sagte, hatte dieser Wert zeitweilig bei deutlich über 1600 gelegen. Zum Vergleich: In Deutschland betrug diese sogenannte 14-Tage-Inzidenz zuletzt 123.

In Portugal, das rund 10,3 Millionen Einwohner hat, wurden insgesamt mehr als 800 000 Ansteckungen erfasst. Nach amtlichen Angaben starben bereits 16 185 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus./er/DP/he

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Biontech-Vakzin reduziert

Biontech-Vakzin reduziert Ansteckungsrisiko schon nach erster Impfung

Der Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer reduziert einer britischen Studie zufolge bereits bei einmaliger Verabreichung das Ansteckungsrisiko deutlich.

26.02.2021 12:56

Die Universität Cambridge legte am Freitag eine entsprechende Untersuchung vor, die aber noch nicht von anderen Wissenschaftlern unabhängig begutachtet wurde. Basis waren Tausende Corona-Tests, die standardmässig bei Krankenhauspersonal in Cambridge durchgeführt wurden. Die Getesteten hatten keine Symptome. Die einen hatten eine Dosis des Biontech/Pfizer-Vakzins gespritzt bekommen, die anderen zu dem Zeitpunkt nicht.

Die Untersuchung ergab, dass bei den ungeimpften Krankenhausbeschäftigten 0,8 Prozent der Tests positiv ausfielen. Bei den Geimpften waren es dagegen lediglich 0,37 Prozent, wenn die Impfung weniger als zwölf Tage her war, beziehungsweise 0,2 Prozent, sofern die Impfung vor mindestens zwölf Tagen erfolgte. Die Zeitspanne gilt massgeblich dafür, dass sich die Wirkung des Vakzins voll entfaltet.

"Das sind grossartige Nachrichten", sagte Co-Studienleiter Mike Weekes. "Der Pfizer-Impfstoff bietet nicht nur Schutz vor einer Sars-Cov-2-Erkrankung, sondern trägt auch zur Infektionsvorbeugung bei, indem er die Möglichkeit einer Übertragung des Virus auf andere Personen verringert." Zuletzt hatte eine israelische Studie die hohe Wirksamkeit des Vakzins belegt. Auch unter realen Bedingungen habe der Impfstoff eine Wirksamkeit von 94 Prozent, hiess es in der im Fachmagazin "New England Journal of Medicine" veröffentlichten Auswertung der Daten von 1,2 Millionen Menschen.

(Reuters)

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Kantone geben im

Kantone geben im Restaurantterrassen-Streit nach

Die sechs Kantone, die bislang trotz anderslautender Bestimmung die Restaurantterrassen in ihren Skigebieten offen hielten, haben dem Druck des Bundes nachgegeben. Ob-, Nidwalden, Schwyz, Glarus und Tessin schliessen die Aussenbereiche ab Sonntag, Uri ab Freitagabend.

26.02.2021 12:54

Die Kantonsregierungen machen für ihren koordinierten Entscheid "rein staatspolitische Gründe" geltend. Auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA hiess es am Freitag bei der Urner Staatskanzlei, man erachte die Schliessung zwar als epidemiologisch kontraproduktiv, befolge aber die Vorgaben des Bundes.

Uri habe entschieden, zusammen mit dem Kanton Graubünden die Restaurantterrassen bereits ab Freitagabend zu schliessen. Die beiden Kantone teilen sich das Skigebiet Andermatt-Sedrun. Die übrigen Kantone heben die Aussenbereiche der Restaurants am Sonntag ab 17 Uhr auf.

Die Kantone hatten am Donnerstagabend noch einmal das Gespräche mit Bundesrat Alain Berset gesucht. Dieses habe nicht die gewünschte Wirkung gezeigt, hielt das Nidwaldner Gesundheitsamt in einer Mitteilung fest. "Wir bedauern sehr, dass wir keine Kompromisslösung erzielen konnten", wird die Nidwaldner Gesundheitsdirektorin Michèle Blöchliger zitiert.

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Die Schweiz hat nach Ansicht

Die Schweiz hat nach Ansicht von Ex-Nationalratspräsident Philipp Hildebrand in den letzten Jahren auf dem internationalen Parkett relativ zu anderen Staaten an Bedeutung eingebüsst.

https://www.cash.ch/news/top-news/vorbild-singapur-philipp-hildebrand-sc...

 

Das passiert, wenn der Kopf nicht ganz bei der Sache ist. Folge von Cocid19 oder RLF-Invest-Überlegungen?

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Eintrübung des Images der

Eintrübung des Images der Schweiz im Ausland wegen Coronavirus

Das Bild der Schweiz im Ausland hat während der Coronavirus-Krise gelitten. Dies sagte Nicolas Bideau, der Direktor von Präsenz Schweiz, einer Abteilung des Aussendepartements EDA zur Förderung des guten Images der Schweiz im Ausland, gegenüber von "Le Nouvelliste" vom Montag.

01.03.2021 06:47

Das Bild der Schweiz, so perfekt und gut organisiert zu sein, sei während der Coronavirus-Pandemie getrübt worden, erklärte er. Bideau weist in diesem Zusammenhang auf das Schweizer Management der zweiten Coronavirus-Welle hin, das ausländische Zeitungen besonders stark kritisiert hatten. Er stellte jedoch fest, dass kein Staat die Ideallösung in dieser Krise gefunden habe. "Wie in allen anderen Ländern hatten wir unsere Unvollkommenheiten, unsere Momente der Spannung", sagte der Diplomat.

Ihm zufolge ist die aktuelle Zeitperiode aber entscheidend für das Image des Landes. "Entscheidend ist, ob Sie sich davon erholen oder nicht. Hier wird die Schweiz ihr Image spielen." Bideau zeigte sich zuversichtlich, dass die Schweiz gut für diese Herausforderung gerüstet sei. In Bezug auf die Eröffnung von Skigebieten glaubt der Präsenz-Schweiz-Direktor aber, "dass wir in den Nachbarländern, die im wirtschaftlichen Wettbewerb stehen, besonders kritisiert werden." Auf der ganzen Welt sei die Kritik aber schwach, hiess es weiter.

Neue Geschichten um Schweizer Produkte

Der Diplomat erinnerte daran, dass die Schweiz in hohem Masse von ihren Exporten abhänge: "Unser Tourismus, unser Käse, unsere Weine, unsere Uhren, unsere Medikamente prägen die Schweiz". Daher sei beabsichtigt, die Geschichten, die am Ende der Coronavirus-Krise rund um diese Produkte erzählt werden sollen, entsprechend dem neuen globalen Kontext anzupassen.

"Wir haben dem Bundesrat vorgeschlagen, unsere Aktivitäten auf Europa zu konzentrieren - insbesondere auf unsere strategischen Exportzonen: Süddeutschland, Nachbarfrankreich, Norditalien", erklärte er. Ein weiteres Ziel sei in diesem Zusammenhang, in Ballungsräumen Schweizer Gebäude zu errichten, um dort Schweizer Produkte auszustellen und das Know-how des Landes bekannter zu machen.

(AWP)

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Erste moderate Lockerungen

Erste moderate Lockerungen der Corona-Massnahmen treten heute in Kraft

Heute (Montag) treten die ersten Lockerungen der Corona-Massnahmen in Kraft. Die Läden dürfen wieder öffnen, Treffen in grösseren Gruppen sind erlaubt und gewisse sportliche Aktivitäten und Museumsbesuche wieder möglich. Mehr Erleichterungen gibt es für Jugendliche.

01.03.2021 06:42

So sind für die bis 20-Jährigen (Jahrgang 2001) wieder Wettkämpfe in allen Sportarten sowie Konzerte ohne Publikum erlaubt. Kinder- und Jugendchören ist das Singen wieder gestattet. Ausserdem sind Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit wie Jugendtreffs wieder zugänglich.

Für alle Schweizerinnen und Schweizer öffnen heute die Einkaufsläden und Märkte für Güter des nicht täglichen Bedarfs, die Museen und Lesesäle von Archiven und die Bibliotheken. Auch die Aussenbereiche von Zoos, botanischen Gärten und Freizeitanlagen sind wieder zugänglich.

Ebenfalls wieder offen sind Sportanlagen im Freien wie Kunsteisbahnen, Tennis- und Fussballplätze oder Leichtathletikstadien. Es gelten überall Maskenpflicht sowie Abstandsregeln und Kapazitätsbeschränkungen.

15 Personen im Freien

Im Freien sind private Veranstaltungen mit bis zu 15 Personen im Familien- und Freundeskreis wieder erlaubt. An privaten Veranstaltungen im Innern dürfen weiterhin maximal fünf Personen teilnehmen. Kinder werden mitgezählt.

Vereins- oder Gemeindeanlässe sind keine spontanen Treffen, sie gelten vielmehr als Veranstaltungen und sind somit verboten. Dies gilt ebenso für andere Freizeitorganisationen wie Anlässe in Pfarrgemeinden, Quartiervereinen und anderen Vereinsaktivitäten.

Keine Restaurants

Weiterhin auf Lockerungen warten müssen auch die Gastronomiebetriebe, dasselbe gilt für ihre Terrassen. Öffnen dürfen nur Take-aways, Schul- und Betriebskantinen sowie Hotelrestaurants für Hotelgäste. Damit im Freien arbeitende Personen am Mittag eine warme Mahlzeit einnehmen können, dürfen Restaurants als Betriebskantinen geöffnet werden. Auch Lieferdienste bleiben erlaubt.

Anlässe mit Publikum hingegen sind weiterhin verboten. So bleiben Kinos, Casinos, Bars, Discos und Tanzlokale zu. Auch das Mannschaftstraining in Sportvereinen ist nicht erlaubt beziehungsweise nur in Gruppen bis 15 Personen und ohne Körperkontakt.

(AWP)

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Südafrika lockert Corona

Südafrika lockert Corona-Massnahmen - Sorge um Wirtschaft

Südafrika lockert angesichts weniger neu gemeldeter Corona-Fälle seine Lockdown-Massnahmen. Das kündigte Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa am Sonntag an. Unter anderem werden die Ausgangssperre verkürzt und die Einschränkungen bei Treffen und dem Verkauf von Alkohol gelockert, sagte Ramaphosa in einer Fernsehansprache an die Bürger.

28.02.2021 21:54

Von den Lockerungen erwarte man höhere Konsumausgaben und eine stetige Erholung des Arbeitsmarkts, sagte Ramaphosa. "Unsere ganze Anstrengung muss dem Wachstum der Wirtschaft gelten." 33 der 53 Grenzübergänge ins Land bleiben geschlossen, zudem sind nur fünf Flughäfen für internationale Reisen geöffnet.

Südafrika gilt mit mehr als 1,5 Millionen registrierten Infektionen und fast 50 000 Toten als das zahlenmässig am stärksten von der Corona-Pandemie betroffene Land auf dem afrikanischen Kontinent. Auch die Wirtschaft ist schwer getroffen: Die Arbeitslosenquote lag Ende vergangenen Jahres bei 32,5 Prozent. Finanzminister Tito Mboweni hatte zuletzt angekündigt, dass Südafrika wegen ausgefallener Steuern in Rekordhöhe absehbar jährlich neue Schulden in Höhe von über 500 Milliarden Rand (mehr als 27 Milliarden Euro) machen müsse.

(AWP)

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Bundespräsident ruft zum

Bundespräsident ruft zum Gedenken für Opfer der Pandemie auf

Am Freitag (5. März) ist es ein Jahr her, dass in der Schweiz die erste Person im Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben ist. Bundespräsident Guy Parmelin ruft zu einer Gedenkminute und Glockengeläute für die mittlerweile über 9000 Verstorbenen auf.

28.02.2021 21:52

"Der 5. März ist die Gelegenheit, am Mittag die Glocken läuten zu lassen und für eine Schweigeminute innezuhalten", schrieb Parmelin am Sonntag im Kurznachrichtendienst Twitter. Auf der Webseite seines Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) veröffentlichte der Bundespräsident eine persönliche Botschaft.

Als zum Beginn der Pandemie sein Vater und gleichzeitig weitere Mitglieder seiner Familie an Covid-19 erkrankt seien, seien die Auswirkungen der Krankheit seien damals noch wenig bekannt gewesen. Nicht alle hätten wie seine Angehörigen das Glück gehabt, zu genesen.

An Unterstützende denken

Eine Schweigeminute schlägt Parmelin nicht nur für die mittlerweile mehr als 9000 Opfer der Pandemie und für jene vor, die Angehörige verloren haben. Gedacht werden soll auch jener Menschen, die derzeit an der Krankheit leiden oder sich vor den Spätfolgen erholen, aber auch jener, die sie dabei unterstützten.

Parmelin rief in seiner schriftlichen Botschaft die Kirchen im Land auf, am Freitagmittag die Glocken läuten zu lassen. Die Einwohnerinnen und Einwohner rief er zu einer Gedenkminute auf.

Parmelin wünscht sich, dass das gemeinsame Gedenken nicht allein ein Trauern ist. Es solle auch Gelegenheit sein, aus der Solidarität und Freundschaft die Kraft zu schöpfen, die es brauche, um voranzukommen und die Aufgaben anzugehen, die das Leben stelle. "Alle zusammen, Schritt für Schritt, werden wir die Pandemie besiegen."

Nicht die Zeit für Zeremonie

Auf das Organisieren einer Gedenkzeremonie wolle der Bundesrat zurzeit verzichten, sagte Parmelin am Sonntagabend im Westschweizer Fernsehen RTS. Das sei zusammen mit den Präsidenten des Nationalrats und des Ständerates entschieden worden. "Es ist nicht der richtige Moment", sagte er mit Verweis auf die epidemiologische Lage.

Unabhängig vom Bund bereiten auch die Landeskirchen Traueranlässe vor. Wie der "Sonntagsblick" berichtete, sollen diese Anlässe an Ostern stattfinden. Details waren aber noch nicht bekannt.

(AWP)

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Globetrotter-Chef: Nachfrage

Globetrotter-Chef: Nachfrage nach Malediven-Reisen eingebrochen

Die Nachfrage nach Malediven-Reisen ist eingebrochen, seit die Feriendestination ab dem 8. März auf der Quarantäneliste des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) steht, wie Globetrotter-Chef André Lüthi in einem Interview mit der "SonntagsZeitung" sagte: "Kaum wurde die Quarantänepflicht bekannt, haben bei uns die Telefone geläutet. Die Kunden haben ihre gebuchte Maledivenreise annulliert oder verschoben. Für uns heisst das viel Arbeit, null Umsatz."

28.02.2021 17:40

Man habe Kunden, die bereits fünfmal umgebucht hätten, sagte Lüthi weiter. Aktuell die bevorzugten Ziele seien Ägypten, Mexiko, Costa Rica und Tansania mit der Insel Sansibar. "Entscheidend für die meisten ist, dass sie nach der Rückreise nicht in Quarantäne müssen."

In Bezug auf die Olympischen Spiele in Tokio vom 23. Juli bis 8. August in Tokio, für die Globetrotter der offizielle Reisepartner von Swiss Olympic ist, sei noch nichts entschieden. "Wir müssen auf den Bescheid der Organisatoren warten. Aber ich sehe eher schwarz", sagte Lüthi.

jb/

(AWP)

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Baden-Württembergs

Baden-Württembergs Innenminister will Massentests an Grenzen zur Schweiz

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) will mit Hilfe von massenhaften Tests mögliche Kontrollen an den Grenzen zu Frankreich und der Schweiz vermeiden. In Briefen an Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Gesundheitsminister Manne Lucha (beide Grüne), die der dpa vorliegen, schreibt Strobl: "Da wir bei den Impfungen auf absehbare Zeit nicht schnell genug vorankommen werden, möchte ich eindringlich dafür werben, durch eine umfassende Test-Strategie in den Grenzregionen die Pandemie bestmöglich einzudämmen."

28.02.2021 17:23

Der Vize-Ministerpräsident reagierte damit auf die Entscheidung der Bundesregierung vom Sonntag, die Einreise aus der französischen Region Moselle, die an Rheinland-Pfalz und das Saarland grenzt, zu erschweren. Mit Wirkung ab Dienstag wurde die Region als sogenanntes Virusvariantengebiet eingestuft. Strobl schrieb dazu: "Sollten unsere Nachbarländer ebenso vom Bund als "Virusvarianten-Gebiete" oder "Hochinzidenzgebiete" eingestuft werden, drohen auch hier neuerliche Binnengrenzkontrollen. Dieses Szenario gilt es aus meiner Sicht dringlich zu vermeiden."

Denkbar wären aus seiner Sicht ein gemeinsam betriebenes deutsch-französisches und ein deutsch-schweizerischen Testzentrum. Der Vize-Ministerpräsident schreibt weiter: "Massgeblicher Teil der Strategie sollte sein, die dort ansässigen Unternehmen mindestens zwei Mal pro Woche einer Testung zu unterziehen. Die hierfür notwendigen Mittel sollten vom Land getragen werden." Die Testung der Unternehmen hätten auch die Industrie- und Handelskammern in der Grenzregionen gefordert.

Strobl erklärte: "Mit einer engmaschigen Teststrategie entlang der Grenze können wir keine Sicherheit geben, aber doch unseren Beitrag dafür leisten, dass dort zumindest keine Verschärfungen der Grenzkontrollen notwendig werden - ein für die dort lebenden Menschen wäre das das Worst-Case-Szenario."

Beim ersten Lockdown im Frühjahr waren nationale Grenzkontrollen eingeführt worden, um das Einschleppen des Virus aus dem Ausland so weit wie möglich zu verhindern. Damals hatte es herbe Kritik an dieser Massnahme gegeben, weil Pendler, Familien und Unternehmen darunter litten.

Einreisende aus dem Départment mit seinen etwa einer Million Einwohnern müssen künftig bei der Einreise nach Deutschland einen negativen Corona-Test vorweisen, der nicht älter als 48 Stunden ist. Ein Schnelltest ist dabei ausreichend. Fluggesellschaften sowie Bus- und Bahnunternehmen dürfen keine Passagiere mehr aus Moselle nach Deutschland befördern. Ausgenommen davon sind aber unter anderem deutsche Staatsbürger und in Deutschland lebende Ausländer. Auch der Warenverkehr soll nicht beeinträchtigt werden.

In Baden-Württemberg bestehe für Grenzpendler und Grenzgänger ein kostenloses Testangebot, teilte eine Sprecherin des Sozialministeriums am Sonntag mit. Pendler müssten dafür eine Bescheinigung ihres Arbeitgebers vorlegen aus der hervorgeht, dass sie zwingend am Arbeitsplatz anwesend sein müssten. Der Test könne dann in Hausarztpraxen oder in Corona-Schwerpunktpunktpraxen erfolgen. Zudem soll es zentrale Teststellen der Kassenärztlichen Vereinigung geben. Doch auch für Pendler gelte, dass ein Testergebnis bei der Einreise nicht älter als 48 Stunden sein darf.

Stationäre Grenzkontrollen wie an den Grenzen zu Tschechien und zum österreichischen Bundesland Tirol soll es an der Grenze zu Frankreich nach dpa-Informationen nicht geben./ses/DP/men

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Mehr als 20 Millionen

Mehr als 20 Millionen Menschen in Grossbritannien haben Erstimpfung

Mehr als 20 Millionen Menschen haben in Grossbritannien eine erste Impfdosis gegen das Coronavirus erhalten. Das teilte der britische Gesundheitsminister Matt Hancock am Sonntag mit. Das entspricht etwa 30 Prozent der Gesamtbevölkerung. In Grossbritannien wird anders als in Deutschland sowohl der Astrazeneca -Impfstoff als auch das Präparat von Biontech und Pfizer im Abstand von bis zu zwölf Wochen verabreicht, damit so viele Menschen wie möglich schnell eine Erstimpfung erhalten können. Die Zahl der für den vollen Impfschutz notwendigen Zweitimpfungen lag in dem Land zuletzt noch bei unter einer Million.

28.02.2021 17:09

Premierminister Boris Johnson bezeichnete den Meilenstein in einem Tweet als "riesige nationale Erungenschaft und Zeugnis für die unermüdliche Arbeit des NHS (Nationalen Gesundheitsdiensts), Freiwillige, das Militär und viele weitere."

Nach Berechnungen der "Financial Times" wirkt sich der rapide Fortschritt des britischen Impfprogramms bereits auf Neuinfektionen, Krankenhauseinweisungen und Todesfällen aus. Demnach sinken die Zahlen bei den bereits zu grossen Teilen geimpften über 80-Jährigen deutlich schneller als bei jüngeren Altersgruppen.

Die Fallzahlen in der Coronavirus-Pandemie sind in Grossbritannien weiterhin rückläufig. Die Sieben-Tage-Inzidenz wurde zuletzt mit etwa 110 angegeben. Damit ist die Zahl der Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche gemeint. Der Wert stammt jedoch bereits vom 22. Februar.

Trotz der erfolgreichen Impfkampagne bleibt das Vereinigte Königreich mit etwa 123 000 Toten bei nachweislich mit dem Virus infizierten Menschen eines der am schwersten von der Pandemie betroffenen Länder Europas./cmy/DP/men

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Kulturbranche verlangt

Kulturbranche verlangt schnelle Hilfe und klare Richtlinien

Der Kultursektor verlangt vom Bund klare Richtlinien im Hinblick auf eine mögliche Lockerung der Massnahmen gegen die Covid-19-Pandemie. Zudem müssten die Lücken bei den Unterstützungs- und Entschädigungsgeldern für das weitgehende Berufsverbot geschlossen werden.

28.02.2021 13:01

Durch den Produktionsstau, die vielen Verschiebungen und die lange Vorlaufzeit für grössere Anlässe werde es selbst im Idealfall viele Monate bis zum Normalzustand dauern, schrieb die von der Kulturszene ins Leben gerufene Taskforce Culture am Sonntag.

Die Abläufe für die Auszahlung der Unterstützungsgelder müssten vereinfacht werden, damit das Geld rechtzeitig bei notleidenden Kulturschaffenden ankomme. Mehrere europäische Studien würden belegen, dass Kulturanlässe keine Infektionsherde seien.

Die Landesregierung müsse das Mögliche zulassen. Die Kriterien dafür müssten in den nächsten Tagen bekannt werden. Nur so gebe es Planungssicherheit. Die Öffnungen müssten darüber hinaus praxistauglich gestaltet werden. Ein Zwang zur Wiedereröffnung dürfe dabei nicht vorgegeben werden. Viele Kulturunternehmen könnten unter relativ restriktiven Bedingungen nicht kostendeckend wirtschaften.

Die Taskforce zeigt sich indessen pessimistisch: Die bundesrätliche Botschaft zum Covid-19-Gesetz ignoriere viele Forderungen des Kultursektors. Dazu gehörten unter anderem Verbesserungen beim Erwerbsersatz für Selbständige, der Zugang Freischaffender zu den Beihilfen oder eine besser taugliche Absicherung für Veranstalterinnen und Veranstalter.

Das Covid-19-Gesetz kommt in der am Montag beginnenden Frühjahrssession vor die eidgenössischen Räte. Der Ständerat berät am Ende der ersten Sessionswoche über eine Ausweitung der Härtefallregelung und über verschiedene Nachtragskredite zum Budget 2021. Der Nationalrat diskutiert das Geschäft zu Beginn der zweiten Woche.

Die Taskforce Culture vertritt eine breite Allianz von Verbänden aus allen Kulturbereichen.

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Notfallzulassung für

Notfallzulassung für Impfstoff von Johnson & Johnson in USA

Mit dem Impfstoff des US-Konzerns Johnson & Johnson kann in den USA künftig ein drittes Corona-Vakzin eingesetzt werden. Die US-Arzneimittelbehörde FDA erteilte am Samstag (Ortszeit) eine Notfallzulassung für das Präparat. Es entfaltet seine volle Wirkung schon nach Verabreichung einer Dosis und muss - anders als die übrigen genutzten Impfstoffe - nicht zweimal gespritzt werden. US-Präsident Joe Biden sprach von "begeisternden Nachrichten für alle Amerikaner und einer ermutigenden Entwicklung in unserem Bemühen, die Krise zu beenden".

28.02.2021 11:14

Für eine Notfallzulassung der FDA gelten vergleichsweise niedrige Hürden. Vereinfacht gesagt muss dafür sichergestellt sein, dass ein Medikament oder Impfstoff nachweisbar mehr hilft als schadet. Eine reguläre Zulassung ist ein wesentlich langwierigerer Prozess.

Die vorliegenden Daten zum Johnson & Johnson-Impfstoff zeigten, "dass die bekannten und potenziellen Vorteile des Vakzins seine bekannten und potenziellen Risiken überwiegen", hiess es in der FDA-Mitteilung. Basis dafür seien Tests mit Zehntausenden Probanden in mehreren Ländern. Die Notfallzulassung gilt für den Einsatz des Wirkstoffs bei Menschen ab 18 Jahren. Daten zur Dauer des Impfschutzes lägen noch nicht vor, erklärte die FDA. Auch gebe es keine belastbaren Erkenntnisse dazu, ob Geimpfte das Virus SARS-CoV-2 übertragen.

Bislang waren in den USA nur zwei Corona-Impfstoffe zugelassen: Das Vakzin des Mainzer Pharma-Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer sowie das Konkurrenzprodukt des US-Pharma-Unternehmens Moderna. In der EU sind die Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Moderna und Astrazeneca auf dem Markt. Von Johnson & Johnson hat die EU-Kommission Impfdosen für 200 Millionen Menschen bestellt. Zudem hat sie eine Option auf ausreichende Mengen für noch einmal 200 Millionen Personen.

Anfang Februar hatte Johnson & Johnson die Notfallzulassung für den von seiner Pharmasparte entwickelten Corona-Impfstoff bei der FDA beantragt. Mitte Februar folgte der Antrag bei der EU-Arzneimittelbehörde EMA. Die EMA erklärte, man werde das Vakzin der Johnson & Johnson-Tochter Janssen-Cilag International N.V. in einem beschleunigten Verfahren prüfen. Der zuständige Ausschuss könnte seine Bewertung Mitte März abgeben.

Ende Januar hatte Johnson & Johnson ein Zwischenergebnis seiner Phase-III-Studie mit rund 44 000 Probanden bekanntgegeben, wonach der Impfstoff vier Wochen nach Verabreichung einen 66-prozentigen Schutz vor mittleren oder schweren Covid-19-Krankheitsverläufen biete. Die Wirksamkeit gegen schwere Erkrankungen wurde mit 85 Prozent angegeben. Die Prozentzahlen bedeuten, dass es in der geimpften Probandengruppe entsprechend weniger Fälle gab als in der Placebo-Probandengruppe. Bei einigen Konkurrenzprodukten ist die Wirksamkeit nach Studienergebnissen höher, die Werte des Präparats von Johnson & Johnson gelten aber immer noch als gut.

In den USA, wo rund 330 Millionen Menschen leben, haben sich bislang über 28 Millionen Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert, mehr als 510 000 Menschen starben. In absoluten Zahlen gemessen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt. Mehr als 70 Millionen Impfstoff-Dosen sind bereits gespritzt worden.

US-Präsident Biden wertete die Zulassung eines dritten Impfstoffs als wichtige Etappe bei der Bewältigung der Pandemie. Es gebe "Licht am Ende des Tunnels", aber noch keinen Grund zur Entwarnung, mahnte er am Samstagabend (Ortszeit). Entscheidend sei, schnellstmöglich so viele Menschen wie möglich zu impfen und Abstands- und Hygieneregeln weiterhin einzuhalten.

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Mallorcas Gastwirte empfangen

Mallorcas Gastwirte empfangen nach sieben Wochen wieder Gäste

Nach einer siebenwöchigen Corona-Zwangsschliessung haben die Gastwirte auf Mallorca erstmals wieder Gäste empfangen. In Folge einer deutlichen Verbesserung der Pandemie-Lage auf der spanischen Urlaubsinsel dürfen sie seit Dienstag wieder öffnen - vorerst allerdings nur die Aussenbereiche. Spätestens um 17 Uhr müssen alle Restaurants, Cafés und Kneipen wieder schliessen. Zudem dürfen vorerst lediglich höchstens 50 Prozent der Tische draussen aufgestellt werden - bei einer Besetzung von maximal je vier Personen aus höchstens zwei verschiedenen Haushalten.

02.03.2021 12:32

Diese erste Etappe der Lockerung des strengen Lockdowns gilt nach einem Beschluss der Regionalregierung der Balearen zunächst für zwei Wochen auf Mallorca und auch auf Formentera. Auf Menorca dürfen die Gastwirte seit Dienstag unter strengen Auflagen auch wieder innen öffnen, weil dort die Infektionszahlen noch niedriger sind. Auf Ibiza, wo die Lage derzeit weniger gut ist als auf den Nachbarinseln, bleiben alle Gastronomiebetriebe weiter geschlossen.

Im Rahmen der vorsichtigen Lockerungen darf man auf Mallorca zudem wieder Verwandte und Freunden treffen. In den vergangenen Wochen waren Treffen mit haushaltsfremden Personen sowohl in Innenräumen als auch im Freien verboten. In einer erste Etappe sind private Treffen von maximal sechs Personen aus höchstens zwei Haushalten erlaubt. Es gibt auch Lockerungen für den Einzelhandel. Die nächtliche Ausgehsperre zwischen 22 und sechs Uhr bleibt derweil in Kraft.

Die Corona-Lage auf des Deutschen liebster Urlaubs-Insel Mallorca und auf den anderen Balearen verbessert sich seit Wochen rapide. Mit gut 31 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen gehört die "Autonome Gemeinschaft", die im Dezember und Januar lange die schlimmsten Zahlen ganz Spaniens hatten, inzwischen zu den Regionen des Landes mit den besten Werten. Die Balearen haben aktuell auch deutlich bessere Zahlen als alle deutschen Bundesländer. /er/DP/eas

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Olympia-Macher beraten

Olympia-Macher beraten weiteres Vorgehen in Corona-Krise

Die Olympia-Organisatoren von Tokio wollen am Mittwoch in einer Video-Schalte erneut über die Corona-Bedingungen bei den Sommerspielen beraten. An den Gesprächen werden auch IOC-Präsident Thomas Bach, Paralympics-Chef Andrew Parsons, Tokios Gouverneurin Yuriko Koike und Japans neue Olympia-Ministerin Tamayo Marukawa teilnehmen, wie Organisationschefin Seiko Hashimoto am Dienstag sagte.

02.03.2021 11:12

"Es ist nicht mehr viel Zeit bis zu den Spielen. Wir müssen die Herausforderungen meistern, damit die Spiele von möglichst vielen Menschen weltweit begrüsst werden", sagte Hashimoto.

Niemand könne genau vorhersehen, wie die Situation in der Pandemie im Sommer aussehen werde, fügte die 56-Jährige hinzu. Wegen der Corona-Krise waren die für 2020 geplanten Tokio-Spiele um ein Jahr verschoben worden und sollen am 23. Juli eröffnet werden. In Japan sprach sich zuletzt in Umfragen eine klare Mehrheit für eine erneute Verlegung oder komplette Absage der Sommerspiele aus.

Mit umfangreichen Massnahmen gegen das Coronavirus wollen die Olympia-Gastgeber und das Internationale Olympische Komitee die Spiele retten. Dazu werden eine Reihe von Handbüchern mit detaillierten Regeln für alle Beteiligten der Spiele erstellt.

Für Unruhe hatte zuletzt der erzwungene Rücktritt von Hashimotos Vorgänger Yoshiro Mori wegen frauenfeindlicher Äusserungen gesorgt. Die neue Organisationschefin drängt deshalb auf Massnahmen für mehr Gleichberechtigung. "Wir müssen das Vertrauen zurückgewinnen, das wir wegen der jüngsten Ereignisse verloren haben", sagte Hashimoto.

Der Vorstand des Organisationskomitees beschloss am Dienstag die Erweiterung des Gremiums auf 45 Mitglieder. Die nun zwölf freien Posten sollen allesamt von Frauen übernommen werden. Damit wären insgesamt 19 Frauen Mitglieder im Vorstand./hc/DP/eas

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WHO hält Ende der Corona

WHO hält Ende der Corona-Pandemie in diesem Jahr für unrealistisch

Die Weltgesundheitsorganisation rechnet nicht mit einem baldigen Ende der Corona-Pandemie. "Es wäre sehr verfrüht und unrealistisch zu glauben, dass wir bis Ende des Jahres mit diesem Virus fertig werden", sagte WHO-Nothilfekoordinator Michael Ryan am Montagabend in Genf. Bei klugem Handeln könnten jedoch "die Krankenhauseinweisungen, die Todesfälle und die Tragödie beendet werden, die mit dieser Pandemie einhergehen".

02.03.2021 10:05

Der Fokus der WHO sei weiter darauf gerichtet, die Infektionen so gering wie möglich zu halten und so viele Menschen wie möglich zu impfen. Im Vergleich zu vor zehn Wochen sei die Situation viel besser, sagte Ryan mit Blick auf die Auslieferung erster Impfstoffe gegen das Virus. "Noch stehen wir aber vor einer grossen Herausforderung", betonte er.

Noch habe das Virus die Oberhand. Die Kontrolle über die Pandemie könne aber beschleunigt werden, wenn die Impfstoffe begännen, sich signifikant auf die Übertragungsdynamik und das Übertragungsrisiko auszuwirken./jv/DP/mis

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Höhere Beteiligung des Bundes

Höhere Beteiligung des Bundes an Härtefallgeldern ist umstritten

Der Finanzierungsanteil des Bundes an den Härtefallmassnahmen entzweit die vorberatenden Kommissionen des Ständerats. Während die Wirtschaftskommission eine Erhöhung der Bundesbeteiligung bei Unternehmen mit einem Jahresumsatz von bis 5 Millionen vorschlägt, hat sich die Finanzkommission am Dienstag gegen dieses Vorgehen ausgesprochen.

02.03.2021 14:00

Die Finanzkommission des Ständerats (FK-S) beantragt mit 10 zu 1 Stimme, die zusätzlichen Gelder im Umfang von 600 Millionen Franken nicht zu sprechen, wie die Parlamentsdienste mitteilten. Damit stellt sich die Finanzkommission gegen die Wirtschaftskommission, die die Beteiligung des Bundes an den Härtefallmassnahmen für diese Unternehmen von 70 auf 80 Prozent erhöhen will.

Nationalbankgelder verpflichten Kantone

Eine Mehrheit der Finanzkommission sei klar der Meinung, dass zwischen Bund und Kantonen eine gewisse Opfersymmetrie bei der Finanzierung der Krisenbewältigung herrschen sollte, heisst es zur Begründung des Entscheids.

Nach ersten Schätzungen der Finanzstatistik des Bundes sei davon auszugehen, dass der Bund bislang rund zehnmal höhere Ausgaben getätigt habe und in absehbarer Zukunft tätigen werde. Die Kantone hätten zudem aufgrund der neusten Gewinnausschüttungsvereinbarung mit der Schweizerischen Nationalbank deutlich höhere, unerwartete Einnahmen erhalten.

Bundesgelder für den Breitensport

Mit 6 zu 5 Stimmen bei 1 Enthaltung beschloss die Finanzkommission zudem, zusätzliche 50 Millionen Franken zugunsten des Nachwuchs- und Breitensports zu beantragen. Damit soll das Stabilisierungspaket für Sportvereine, die stark von den anhaltenden Massnahmen betroffen sind, nachhaltig finanziert werden.

Der Bundesrat hatte Mitte Februar eine Sonderbotschaft zum Voranschlag 2021 verabschiedet. Darin beantragt er dem Parlament zur Bewältigung der Corona-Pandemie acht Nachtragskredite im Umfang von 14,3 Milliarden Franken. Der grösste Teil wird als ausserordentlicher Zahlungsbedarf beantragt (13,2 Milliarden Franken).

Mit den Geldern werden unter anderem der Bundesbetrag für die kantonalen Härtefallmassnahmen (6,3 Milliarden Franken) erhöht und der Beitrag an die Arbeitslosenversicherung zur Deckung der Kurzarbeitsentschädigung im Jahr 2021 (6 Milliarden Franken) aufgestockt.

Der Ständerat berät das Geschäft voraussichtlich am Donnerstag.

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