Coronavirus und die Auswirkungen auf die SIX

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Biontech/Pfizer: Impfstoff

Biontech/Pfizer: Impfstoff mit hoher Wirksamkeit bei Jugendlichen

Der Impfstoff von Biontech /Pfizer schützt Herstellerangaben zufolge auch Jugendliche zuverlässig vor einer Covid-19-Erkrankung.

31.03.2021 13:25

Das geht aus Ergebnissen einer Studie mit 2260 jungen Menschen zwischen 12 und 15 Jahren in den USA hervor, die Biontech und Pfizer am Mittwoch veröffentlichten. Die Teilnehmer hätten den Impfstoff gut vertragen. "Die Nebenwirkungen waren vergleichbar mit denen bei 16- bis 25-Jährigen", hiess es. Noch sind die Ergebnisse aber nicht von Experten begutachtet und in einem Fachjournal veröffentlicht.

Biontech und Pfizer planen nach eigener Aussage, die Daten in den kommenden Wochen bei der EU-Zulassungsbehörde EMA und dem US-Pendant FDA einzureichen. "Wir hoffen, dass wir dann schon vor dem Beginn des nächsten Schuljahres mit dem Impfen dieser Altersgruppe beginnen können", sagte Pfizer-Chef Albert Bourla laut Mitteilung. Bislang gibt es in der EU nur eine bedingte Zulassung für Menschen ab 16 Jahren.

In der zulassungsrelevanten Phase-3-Studie hat eine Hälfte der Teilnehmer den mRNA-Impfstoff bekommen, die andere Hälfte ein Placebomittel. Unter den ungeimpften Jugendlichen erkrankten später 18 an Corona, unter den Geimpften niemand. Darauf basierend geben die Hersteller die Wirksamkeit bei Jugendlichen mit 100 Prozent an. Zudem hätten Untersuchungen gezeigt, dass geimpfte Jugendliche eine sehr deutliche Antikörperantwort entwickeln.

Vor wenigen Tagen hatten Biontech und Pfizer bekanntgegeben, dass sie auch mit Studien bei jüngeren Kindern (ab sechs Monaten bis einschliesslich 11 Jahren) begonnen haben.

(AWP)

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Rufe nach hartem Lockdown für

Rufe nach hartem Lockdown für Deutschland werden lauter

Der Druck auf die Politik wächst: Aus der Wissenschaft mehren sich nach ersten Lockerungen und Test-Projekten Forderungen nach einem neuen harten Lockdown. Die Situation in der dritten Pandemiewelle sei leider "sehr ernst und sehr kompliziert", sagte der Charité-Virologe Christian Drosten im NDR-Podcast "Coronavirus-Update". Für ihn bleibe nur noch der "Holzhammer". Auch Amtsärzte fordern einen konsequenten Lockdown.

31.03.2021 13:11

Innerhalb von drei Wochen hat sich die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz - also die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche - verdoppelt. Hatte der Wert am 10. März noch bei 65 gelegen, gab ihn das Robert Koch-Institut (RKI) am Mittwoch mit 132 an. Auch die Zahl der Covid-Patienten auf Intensivstation war zuletzt wieder gestiegen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat nach eigenen Angaben noch nicht entschieden, wie ein schärferer bundeseinheitlicher Kurs zur Bekämpfung der Corona-Pandemie aussehen könnte. "Der Prozess des Nachdenkens ist noch nicht abgeschlossen", sagte die CDU-Politikerin am Dienstagabend. "Ich weiss nur, dass es wichtig ist, angesichts der dritten Welle, in der wir sind, alles zu tun, um diese Welle möglichst schnell zu brechen."

Die Kanzlerin hatte am Sonntagabend in der ARD-Sendung "Anne Will" einen Teil der Länder dafür kritisiert, dass sie die vereinbarten Beschlüsse gegen die Pandemie nicht umsetzten. Wenn das nicht "in sehr absehbarer Zeit" geschehe, müsse sie sich überlegen, wie sich das vielleicht auch bundeseinheitlich regeln lasse.

"Ich glaube, es wird nicht ohne einen neuen Lockdown gehen, um diese Dynamik, die sich jetzt ohne jeden Zweifel eingestellt hat, noch einmal zu verzögern", sagte nun Drosten. "Es ist klar, es müssen die Kontakte reduziert werden." Die Vorhersage der Modelle für die dritte Corona-Welle sei leider noch überschritten worden. Noch in dieser Woche werde die Zahl der Nachweise der britischen Variante B.1.1.7 über 90 Prozent erreichen. Sie sei eindeutig krankmachender und tödlicher als das Ursprungsvirus, sagte der Virologe.

"Lockerungen führen dazu, dass die Menschen zu viele Kontakte haben", sagte die Vorsitzende des Bundesverbandes der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, Ute Teichert, der "Rheinischen Post" (Mittwoch). Verbunden mit hohen Fallzahlen werde die Nachverfolgbarkeit für die Gesundheitsämter "schwierig bis unmöglich". Liessen sich Kontakte von Infizierten nicht nachverfolgen, gerate die Pandemie vollends ausser Kontrolle.

Impfungen könnten die dritte Welle noch nicht brechen. Erst recht nicht, wenn das Vakzin des Herstellers Astrazeneca nun erst einmal für Menschen unter 60 ausfalle, um die Ursache sehr seltener Hirnvenenthrombosen bei Geimpften zu klären.

Die Fallzahlen zu senken sei daher entscheidend, ergänzte Teichert. "Dies ist nur mit einem konsequenten Lockdown machbar." Parallel dazu müssten Konzepte entwickelt werden, wie mit einer Test- und Impfstrategie sowie mit Apps zur digitalen Nachverfolgung Lockerungen möglich seien - "aber erst, wenn die Fallzahlen unten sind".

Bisher zeigt sich in Ländern und Kommunen eher ein Flickenteppich von Massnahmen - vom Ausprobieren weitreichender Teststrategien wie zum Beispiel in Tübingen bis hin zu nächtlichen Ausgangsbeschränkungen wie in Brandenburg oder Mainz./vl/DP/fba

(AWP)

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Bundesrat beantragt

Bundesrat beantragt Nachtragskredite von 2,6 Milliarden Franken

Die Bekämpfung der Corona-Pandemie erfordert weitere Gelder aus dem Bundesbudget. Der Bundesrat unterbreitet dem Parlament elf Nachtragskredite im Umfang von 2,6 Milliarden Franken. Weitere drei nachträgliche Budgeterhöhungen dürften im laufenden Jahr folgen.

31.03.2021 12:28

Den ersten ordentlichen Nachtrag zum Budget 2021 verabschiedete der Bundesrat am Mittwoch. Es handelt sich grösstenteils um Kosten im Zusammenhang mit der Ausweitung der Corona-Teststrategie. Für diese werden neben den bereits gesprochenen 1,279 Milliarden Franken zusätzliche 1,154 Milliarden Franken benötigt. Der Gesamtbetrag soll laut dem Bundesrat unter den ausserordentlichen Ausgaben verbucht werden.

Mit dem Geld sollen die Kantone den Aufbau der Infrastruktur für das wiederholte Testen sicherstellen. Die Hälfte der zusätzlichen Mittel wird durch eine Abbuchung im ordentlichen Budget kompensiert. Die effektiven Mehrausgaben belaufen sich demnach auf 1,3 Milliarden Franken.

In Zusammenhang mit der Corona-Pandemie stehen auch die Nachträge für den touristischen Verkehr (25 Millionen Franken) und für Zivilschutzeinsätze (9 Millionen Franken). Die Abklärungen für den vom Parlament beschlossenen Schutzschirm für Veranstaltungen laufen noch. Die benötigten Mittel werden dem Parlament mit einer Nachmeldung zum vorliegenden Nachtrag I beantragt.

Bundesrat und Parlament haben bisher für das Jahr 2021 Ausgaben von 21,4 Milliarden Franken zur Bewältigung der Corona-Pandemie beschlossen; 6,6 Milliarden mit dem Voranschlag 2021 und 14,8 Milliarden Franken mit dem ausserordentlichen Nachtrag Ia. Unter Einschluss des vorliegenden Nachtrags I steigt der Gesamtbetrag auf 22,9 Milliarden Franken.

Weitere Kredite werden folgen

Die weiteren Nachtragskredite stehen nicht im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Sie betreffen die europäischen Satellitennavigationsprogramme (5,6 Millionen Franken), den Finanzausgleich (5,2 Millionen Franken) und die Hochseeschifffahrt (3 Millionen Franken). Im Eigenbereich des Bundes sollen zudem die Mittel für die Gesamterneuerung und Modernisierung der IKT-Anwendungen bei der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) um 17 Millionen Franken aufgestockt werden.

Nachtragskredite ergänzen das Budget des laufenden Jahres mit unvermeidlichen Aufwendungen und müssen vom Parlament bewilligt werden. Der Bundesrat unterbreitet dem Parlament die Nachtragskredite normalerweise zweimal jährlich mit einer Botschaft. Aufgrund der ausserordentlichen Lage werden im laufenden Jahr voraussichtlich insgesamt vier Nachträge nötig sein, wie der Bundesrat schreibt.

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Corona-Hilfen lassen

Corona-Hilfen lassen deutschen Schuldenberg wieder wachsen

Die massiven Hilfen in der Corona-Krise haben Deutschlands Schuldenberg 2020 erstmals seit Jahren wieder erhöht. Nach Berechnungen der Bundesbank nahm die Staatsschuld im vergangenen Jahr um 275 Milliarden Euro auf 2,332 Billionen Euro zu.

31.03.2021 11:23

Die Schuldenquote - also das Verhältnis der Schulden zur gesamten nominalen Wirtschaftsleistung - stieg nach Angaben der Notenbank vom Mittwoch um 10,3 Punkte auf 70 Prozent. Dies sei der stärkste Anstieg der Schuldenquote binnen eines Jahres seit der deutschen Wiedervereinigung.

Zuvor war die Schuldenquote der grössten Volkswirtschaft Europas sieben Jahre in Folge gesunken. 2019 hatte Deutschland mit 59,7 Prozent erstmals seit 2002 wieder die Marke von 60 Prozent unterschritten, die in den europäischen Verträgen von Maastricht als Höchstwert vereinbart ist.

Einen Wert über 70 Prozent gab es für Deutschland zuletzt im Jahr 2015 mit 72,3 Prozent. Die bisher höchste Schuldenquote wies Deutschland 2010 mit 82,5 Prozent aus. Damals hatte der Bund in der Wirtschafts- und Finanzkrise unter anderem Milliarden in die Rettung von Banken gesteckt. Im vergangenen Jahr gaben Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherung nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes knapp 140 Milliarden mehr aus als sie einnahmen./ben/DP/eas

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EMA berät kommende Woche über

EMA berät kommende Woche über Astrazeneca-Impfstoff

Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) wird in der kommenden Woche erneut über die Sicherheit des Astrazeneca -Impfstoffes beraten. Eine Expertengruppe sei am Montag bereits zusammenkommen. Ihr Bericht und weitere Analysen sollten beim Treffen des Sicherheitsausschusses der EMA vom 6. bis 9. April beraten werden. Dann werde auch eine Aktualisierung der EMA-Empfehlung erwartet, wie die EMA auf dpa-Anfrage mitteilte. Der Sicherheitsausschuss der EMA hatte zuletzt bekräftigt, dass der Impfstoff "sicher und wirksam" sei, und dass es keine Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für Blutgerinnsel gebe. Die EMA hatte auch betont, dass Experten weiterhin Fälle von Thrombosen prüfen würden.

31.03.2021 10:54

Bund und Länder waren am Dienstagabend der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) gefolgt, das Präparat von Astrazeneca in der Regel nur noch für Menschen ab 60 Jahren einzusetzen. Jüngere können sich nach Rücksprache mit dem Arzt und auf eigenes Risiko weiterhin damit impfen lassen. Hintergrund sind Fälle von Blutgerinnseln (Thrombosen) in Hirnvenen./ab/DP/eas

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Produktionsproblem bei

Produktionsproblem bei Impfstoff-Charge von Johnson & Johnson

Bei der Produktion des Corona-Impfstoffs des Herstellers Johnson & Johnson ist bei einer Charge ein Problem aufgetreten.

01.04.2021 07:18

In einer Produktionsstätte eines Partnerunternehmens habe ein Inhaltsstoff die Qualitätskontrolle nicht bestanden und sei daher nicht verwendet worden, teilte Johnson & Johnson am Mittwoch (Ortszeit) mit. Das Unternehmen machte keine Angaben dazu, wie viele Impfdosen von dem Problem bei dem Auftragsproduzenten Emergent Biosolutions betroffen waren. Nach einem Bericht der "New York Times" soll es um 15 Millionen Dosen des Impfstoffs gehen. Die Impfung der Firma entfaltet bereits nach nur einer Spritze ihre volle Wirkung.

Johnson & Johnson betonte, man plane weiterhin, der US-Regierung wie zuvor zugesagt bis Ende Mai 100 Millionen Dosen zu liefern. Das Unternehmen werde dem Vertragshersteller Emergent Biosolutions nun mit zusätzlicher Expertise zur Seite stehen und die Produktion im US-Staat Maryland vor Ort überwachen, hiess es. "Qualität und Sicherheit sind weiterhin unsere oberste Priorität", erklärte das Unternehmen. Die Produktionsstätte von Emergent Biosolutions sei bislang noch nicht von der US-Behörde für Lebens- und Arzneimittel (FDA) für den Impfstoff zugelassen worden. Das Unternehmen bereitet aber bereits die Produktion vor, um Lieferziele erfüllen zu können.

(AWP)

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Macron schliesst in Corona

Macron schliesst in Corona-Krise Schulen und Geschäfte

Im Kampf gegen Corona hat Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron Beschränkungen landesweit verschärft und Schulschliessungen angekündigt. Im Monat April sei "eine zusätzliche Anstrengung" aller nötig, sagte der 43-Jährige am Mittwochabend in einer Fernsehansprache. Premierminister Jean Castex will sich an diesem Donnerstag (ab 09.00 Uhr) in beiden Häusern des Parlaments der Debatte stellen. In der Nationalversammlung und im Senat sind auch Abstimmungen geplant, deren Ergebnisse für die Regierung jedoch nicht bindend sind.

01.04.2021 06:34

Von Karsamstag an werden in ganz Frankreich vier Wochen lang nicht lebensnotwendige Läden geschlossen bleiben. Nach Angaben aus dem Wirtschaftsministerium sind rund 150 000 Geschäfte betroffen. Bisher gab es diese Einschränkungen schon in Teilen des Landes. Ausserdem gibt es auch tagsüber strenge Bewegungseinschränkungen - so dürfen sich die Menschen etwa für Spaziergänge oder Sport nicht weiter als zehn Kilometer von ihrer Wohnung fortbewegen. Weiter gilt landesweit eine abendliche Ausgangssperre nach 19.00 Uhr.

Nach Ostern werden die Schulen mindestens für drei Wochen geschlossen sein: zunächst gibt es eine Woche lang Distanzunterricht, gefolgt von zwei Wochen Frühlingsferien für alle. Der Präsenzunterricht soll danach schrittweise wieder anlaufen.

Für Macron ist die Verschärfung ein Rückschlag. Der Präsident pochte lange darauf, dass die Schulen in der Krise unbedingt geöffnet bleiben sollen. Sie waren bisher nur während des ersten strengen Lockdowns im vergangenen Frühjahr geschlossen. "Wir haben Fehler gemacht", gestand Macron, der sich in einem Jahr um seine Wiederwahl bewerben dürfte. Scharfe Kritik kam aus der Opposition: Macrons Ankündigungen beruhten auf einem "Impf-Waterloo", schrieb die Rechtspopulistin Marine Le Pen auf dem Kurznachrichtendienst Twitter.

Die Corona-Situation hatte sich in den vergangenen Wochen in Frankreich deutlich verschärft. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche lag landesweit zuletzt bei gut 375. Deutschland hatte Frankreich vergangene Woche als Hochinzidenzgebiet eingestuft und die Einreisebestimmungen verschärft. In dem Land mit rund 67 Millionen Einwohnern starben bisher fast 95 700 erkrankte Menschen. Geimpft wurden nach Behördenangaben rund acht Millionen Menschen./cb/DP/stk

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Ohne Reisetätigkeit: Neue

Ohne Reisetätigkeit: Neue Corona-Variante in Brasilien gefunden

Bei einer Frau in Brasilien ist eine neue Variante des Coronavirus festgestellt worden. Die Wissenschaftler des (Instituto) Butantan, die ein Netzwerk für den Alarm für Covid-19-Varianten koordinieren, hätten die neue Variante in der Stadt Sorocaba in der Nähe der Millionenmetropole Sao Paulo identifiziert, schrieb die Forschungseinrichtung "Instituto Butantan" auf Twitter am Mittwoch. Demnach ähnele die neue Variante der südafrikanischen und werde noch untersucht werden.

01.04.2021 06:33

Die Variante sei bei einer 34-jährigen Frau entdeckt worden, die leichte Symptome aufwies, berichtete das Nachrichtenportal "G1". Laut Paulo Menezes, Direktor des Coronavirus-Notfallzentrums von Sao Paulo, habe die Patientin angegeben, in jüngster Zeit keine Reisen innerhalb oder ausserhalb Brasiliens unternommen zu haben.

Bei Viren treten stetig zufällige Veränderungen im Erbgut auf, Mutationen genannt. Manche verschaffen dem Erreger Vorteile - etwa, indem sie ihn leichter übertragbar machen. Im Dezember wurden eine Variante des Coronavirus (B.1.1.7) in Grossbritannien sowie eine ähnliche (501Y.V2) in Südafrika nachgewiesen, im Januar eine Variante (P.1) nach der Einreise aus Brasilien.

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Die Debatte über Lockerungen war fahrlässig

In der Kakofonie der Expertenstimmen geht das wenige Wissen unter, das wir wirklich für unser Handeln nutzen können.

Wir wissen wenig über die Zukunft. Das wenige Wissen, das wir haben, ist sehr mächtig.*good* Wir geben uns unheimlich viel Mühe, das wenige Wissen nicht wahrhaben zu wollen.» Das waren meine drei wichtigsten Lehren aus zwölf Jahren als Chefökonom einer Grossbank. Vor einigen Jahren habe ich in dem Buch «Plädoyer für eine bescheidenere Ökonomie» versucht, zu zeigen, was das für mein Fach bedeutet. Corona lässt erahnen, dass das auch ein Thema für andere Wissenschaften sein könnte. Auch für Virologen scheint zu gelten: Wir wissen wenig – das ist dafür aber umso mächtiger. Und irgendwie wollen wir alle das wenige Wissen nicht wirklich ernst nehmen. Bestes Beispiel: die dritte Welle. 

Das ist eine Welle mit Ansage. Niemand, der sich mit der Materie befasst, kann überrascht sein, dass jetzt die Fallzahlen wieder deutlich steigen. Vor Wochen haben uns die Virologen glaubhaft versichert, dass die mutierten Varianten eine höhere Ansteckungsrate als das alte Virus haben. Die bisherigen Massnahmen haben gereicht, um die Lage mit dem alten Virus in den Griff zu bekommen. Dass dann bei unveränderten Massnahmen wieder mehr Fälle entstehen, scheint gelinde gesagt sehr nachvollziehbar. 

Die öffentliche Debatte um unerreichbare Lockerungen war fahrlässig

Statt das ernst zu nehmen, hat sich unsere Gesellschaft in Lockerungsdebatten verloren. Damit wir uns recht verstehen: Diskussionen über Staatseingriffe sind in einer Demokratie unabdingbar. Aber deswegen über Inzidenzwerte zu spekulieren, die in näherer Zukunft unerreichbar waren, war zumindest fahrlässig.

Warum wollen wir das wenige mächtige Wissen, das wir besitzen, nicht wahrhaben? Weil Wahrheiten oftmals unangenehm sind. Beispiel gefällig? Nur wenige Menschen mit Übergewicht stehen gerne auf die Waage. Oder aus meinem Fach: Welcher Politiker respektiert, dass Staatsverschuldung langfristig negative Effekte hat?

Gleichzeitig können wir mit Unsicherheit nicht gut umgehen. Wie oft schauen Sie auf den Wetterbericht? Und wie selten spielen die Prognosen für Ihr Handeln wirklich eine Rolle? Das müsste eigentlich dafürsprechen, dass wir das wenige verlässliche Wissen, das wir besitzen, wirklich ernst nehmen. Tut es seltsamerweise aber nicht, weil unser Bedürfnis nach Sicherheit auch dazu führt, dass wir von unseren Expertinnen und Experten ständig Aussagen über die Zukunft verlangen, die man eigentlich gar nicht machen kann. 

Unhaltbare Prognosen führen zu Skepsis gegenüber der Wissenschaft

Und hier kommen die Anbieter von Expertenwissen ins Spiel. In meinem Metier gibt es immer noch reihenweise Kollegen, die Prognosen machen, die man gar nicht machen kann. Beispiel? Wachstumsprognosen fürs kommende Jahr. Die lagen gerade spektakulär daneben und werden dennoch weiter publiziert, als wäre nichts geschehen. Dass unhaltbare Prognosen letztlich zu Enttäuschung bei den Empfängern der Botschaft und zur Skepsis gegenüber der Wissenschaft führen, ist nur zu verständlich. In der Kakofonie der vermeintlichen Expertenstimmen geht das wenige Wissen, das wir wirklich für unser Handeln nutzen können, einfach unter. Könnte das bei den Virologen ähnlich sein? 

Bescheidenheit bezüglich der eigenen Fähigkeiten, die Zukunft zu kennen, und Hartnäckigkeit bezüglich der Aussagen über das wenige Wissen, das wirklich erhärtet ist, sind angesagt. Übrigens: Die Aussage «Wir wissen nicht, was passieren wird» führt keinesfalls dazu, dass alles an Handlungen erlaubt ist. Im Gegenteil: Das Wissen um unser Unwissen führt dazu, dass viele Pseudomassnahmen nicht mehr statthaft sind.

Klaus Wellershoff ist ein deutscher Ökonom und leitet das Beratungsunternehmen Wellershoff & Partners.

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

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Nordkorea sagt Teilnahme an

Nordkorea sagt Teilnahme an Olympischen Spielen in Tokio wegen Coronavirus ab

Nordkorea hat seine Teilnahme an den Olympischen Sommerspielen in Tokio 2021 abgesagt.

06.04.2021 07:08

Das Sportministerium begründete die Entscheidung am Dienstag auf seiner Website mit dem Schutz der Athleten vor der "globalen Gesundheitskrise, die durch das Coronavirus verursacht wurde". Südkorea erklärte sein Bedauern. Seoul habe gehofft, dass sich mit den Spielen eine Chance geboten hätte, "Frieden und Versöhnung zwischen den beiden Koreas zu fördern". Die Veranstalter in Tokio teilten mit, sie würden weiter daran arbeiten, "die bestmögliche Bühne zu bereiten, um Athleten aller Länder und Regionen willkommen zu heißen".

Es ist das erste Mal seit 1988, dass Nordkorea Olympische Sommerspiele verpasst. Damals boykottierte das Land inmitten des Kalten Kriegs die Spiele in Seoul. Die jüngste Absage ist auch ein Rückschlag für das 2018 auf einem Gipfel der beiden koreanischen Staaten verkündete Vorhaben, sich gemeinsam für die Ausrichtung der Spiele 2032 zu bewerben. Die zwei Nachbarstaaten befinden sich formell immer noch im Kriegszustand, da der Konflikt zwischen 1950 und 1953 nur mit einem Waffenstillstand eingestellt wurde, einen Friedensvertrag gibt es nicht.

Die Olympischen Spiele in Tokio waren wegen der Corona-Pandemie vom vergangenen Jahr auf diesen Sommer verschoben worden. Sie sollen vom 23. Juli bis zum 8. August stattfinden.

(Reuters)

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Blinken: USA wollen globale

Blinken: USA wollen globale Impfanstrengungen stärker unterstützen

US-Aussenminister Antony Blinken hat eine stärkere Unterstützung der USA für die globalen Impfanstrengungen in Aussicht gestellt. Angesichts der Fortschritte der amerikanischen Impfkampagne prüfe die Regierung Optionen, wie die USA künftig mehr Ressourcen mit anderen Ländern teilen könnten, sagte Blinken am Montag in Washington.

06.04.2021 06:33

"Wir glauben, dass wir in der Lage sein werden, an dieser Front viel mehr zu tun", sagte Blinken. "Ich weiss, dass viele Länder von den Vereinigten Staaten fordern, mehr zu tun - einige mit wachsender Verzweiflung wegen des Umfangs und Ausmasses ihrer Corona-Notsituation. Wir hören Sie. Und ich verspreche Ihnen, dass wir so schnell wie möglich handeln werden."

Die US-Regierung hat es zur Priorität erklärt, zunächst die eigene Bevölkerung zu impfen. Gegen US-Präsident Joe Biden wurde daher schon der Vorwurf erhoben, die "America First"-Doktrin von seinem Vorgänger Donald Trump fortzusetzen und es insbesondere armen Ländern zu erschweren, an Impfstoffe zu kommen.

In den USA wurden bereits mehr als 167 Millionen Impfdosen verabreicht - nach Angaben des Weissen Hauses waren es am Wochenende allein an einem Tag mehr als 4 Millionen. 32,4 Prozent der Gesamtbevölkerung hat bereits mindestens eine Impfdosis erhalten. Blinken machte deutlich, dass sich die Regierung im Klaren darüber sei, dass es mit dem Erfolg im eigenen Land nicht getan ist. "Diese Pandemie wird zu Hause nicht enden, bevor sie nicht weltweit endet."/lkl/DP/he

(AWP)

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Deutsche Wirtschaft sieht

Deutsche Wirtschaft sieht sich bei Corona-Tests auf Kurs - Bericht an Politik

Die deutsche Wirtschaft sieht sich bei Corona-Tests für Beschäftigte auf Kurs. "Zwischen 80 und 90 Prozent der deutschen Unternehmen testen oder bereiten den Teststart unmittelbar vor", heisst es in einem Schreiben von Spitzenverbänden der Wirtschaft an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Das Schreiben liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Darin heisst es: "Der Testappell zeigt damit trotz kurzer Vorbereitungsphase Wirkung."

06.04.2021 06:32

Mehr Tests und mehr Homeoffice spielen eine wichtige Rolle in der Debatte darüber, wie die Ausbreitung des Coronavirus eingedämmt werden kann. Die Spitzenverbände der Wirtschaft lehnen Forderungen aus der Politik nach gesetzlichen Vorgaben ab.

Am 9. März hatten die Spitzenverbände an die Unternehmen appelliert, ihren Beschäftigten Selbsttests, und wo dies möglich sei, Schnelltests anzubieten, um Infektionen frühzeitig zu erkennen. Eine Befragung des Deutschen Industrie- und Handelskammertags hatte Mitte März ergeben, dass gut die Hälfte der Betriebe regelmässig Tests anbietet oder plant, dies in Kürze zu tun.

Nun heisst es in einem "Sachstandsbericht" unter Verweis auf weitere Firmenbefragungen, die "Test-Trendkurve" zeige klar nach oben. Die Rede ist von 87 Prozent der Betriebe allgemein und von 91 Prozent der Unternehmen in der Industrie, die ihren Beschäftigten regelmässige Corona-Tests anbieten oder planen, dies in Kürze zu tun.

Die Zahl der Betriebe, die ein Testangebot machen könnten, werde umso grösser, je mehr es gelinge, aktuell noch bestehende Herausforderungen zu meistern, heisst es. Genannt werden eine knappe Marktlage, zeitliche Verzögerungen von Lieferungen sowie die Integration von Tests in die betrieblichen Abläufe./hoe/DP/stk

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EMA empfiehlt Astrazeneca

EMA empfiehlt Astrazeneca-Impfstoff weiter

(Zusammenfassung) - Die Überprüfungen seltener Fälle von Blutgerinnsel nach einer Impfung mit dem Astrazeneca -Impfstoff durch Experten in der EU und Grossbritannien haben am Mittwoch überraschende Ergebnisse erbracht. Während die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) zwar feststellte, dass es sich um Nebenwirkungen des Vakzins handelt, nahm sie keine Änderung an ihrer uneingeschränkten Empfehlung für den Impfstoff vor. Die britische Impfkommission JCVI (Joint Committee on Vaccination and Immunisation) wollte sich hingegen nicht festlegen, was die Ursache der Blutgerinnsel ist. Sie passte aber ihre Empfehlung für Menschen unter 30 Jahren an, die nun ein anderes Vakzin verabreicht bekommen sollen.

07.04.2021 19:51

In Deutschland hat die Empfehlung voraussichtlich keine unmittelbare Auswirkungen auf die Entscheidung der ständigen Impfkommission (Stiko), die den Astrazeneca-Impfstoff zuletzt für Menschen ab 60 Jahren empfohlen hatte. Was die EMA gemacht habe, könne man mit Sicherheit rechtfertigen, sagte Stiko-Mitglied Christian Bogdan am Mittwoch. Belgien will zunächst nur noch Personen über 55 Jahren mit dem Präparat impfen, wie die Gesundheitsminister des Landes nach Angaben mehrerer Medien am Mittwoch entschieden.

In Grossbritannien sind nach Angaben der Arzneimittelbehörde MHRA bislang 79 Fälle von seltenen Blutgerinnseln nach Impfungen mit dem Astrazeneca-Präparat aufgetreten. Dabei kam es zu 19 Todesfällen. Junge Menschen sind dabei überproportional stark betroffen. Ein direkter Zusammenhang mit dem Impfstoff konnte laut Impfkommission zwar noch nicht nachgewiesen worden. Aber angesichts des geringeren Risikos für jüngere Menschen an Covid-19 zu sterben, habe man diese Abwägung getroffen, hiess es.

"Dies ist ein Kurswechsel", sagte der medizinische Regierungsberater Jonathan Van-Tam. "Wir hoffen nicht, dass er zu weniger Vertrauen in die Impfstoffe führt." Die Vorteile des Impfstoffs würden weiterhin die Risiken für die allermeisten Menschen überwiegen. Ausserdem werde man jegliche Nebenwirkungen weiterhin sehr sorgfältig überwachen und prüfen. Premierminister Boris Johnson betonte, Menschen jeden Alters könnten durch die aktualisierte Empfehlung der Experten volles Vertrauen in die Impfstoffe haben.

Die Experten der EMA stellten einen Zusammenhang zwischen Impfstoff und Thrombosen fest, wenn gleichzeitig eine sehr geringe Zahl von Blutplättchen vorhanden war. Dies trete allerdings sehr selten auf. Die Behörde hält damit weiterhin an ihrer Bewertung des Präparates fest. "Der Nutzen des Wirkstoffes bei der Bekämpfung von Covid-19 ist deutlich höher zu bewerten als die Risiken", sagte EMA-Chefin Emer Cooke am Mittwoch in Amsterdam.

Unklar ist, was für Folgen die EMA-Entscheidung nun für die Impfungen in den EU-Mitgliedstaaten haben wird. Mehrere EU-Länder, darunter Deutschland, hatten zuvor den Einsatz des Impfstoffes auf Personen ab 60 Jahre eingeschränkt. Konkret geht es vor allem um seltene Fälle von Blutgerinnseln (Thrombosen) in Hirnvenen nach einer Astrazeneca-Impfung. In Deutschland gab es 31 Verdachtsfälle.

Daraufhin hatte die EMA im März eine Expertengruppe eingesetzt. Sie hatte zunächst keinen Zusammenhang mit der Impfung festgestellt. Die Untersuchung war aber fortgesetzt worden. Die Experten vermuten, dass es sich um eine sehr seltene Immun-Reaktion handelt. Die meisten Fälle waren den Angaben zufolge etwa zwei Wochen nach der Impfung aufgetreten. Anders als in Grossbritannien stellten die EMA-Experten keine besonderen Risikofaktoren wie Alter oder Geschlecht fest.

Geimpften riet die EMA, auf die entfernte Möglichkeit der sehr seltenen Blutgerinnsel zu achten. Bei entsprechenden Symptome sollten sie sofort medizinischen Rat einholen, hiess es weiter. Der Impfstoff mit dem Marktnamen Vaxzevria hatte Ende Januar eine bedingte Marktzulassung für die EU erhalten. Danach ist der britisch-schwedische Hersteller weiterhin verpflichtet, alle Daten zu möglichen Nebenwirkungen weiterzuleiten.

Die Häufigkeit gemeldeter Zwischenfälle mit Blutgerinnseln im Gehirn gaben die EMA-Experten am Mittwoch mit ungefähr 1 je 100 000 an. Es hänge sehr davon ab, wie gut die Meldesysteme seien. So liege der Wert in Deutschland bei 1 zu 100 000, in Grossbritannien jedoch deutlich niedriger./cmy/ab/swe/wim/vl/ggr/DP/fba

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Auch WHO für weitere

Auch WHO für weitere Verwendung von Astrazenecas Corona-Impfstoff

Nach der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat sich auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vorerst für die weitere Verwendung des Impfstoffs von Astrazeneca ausgesprochen. Nach aktueller Datengrundlage scheine ein Zusammenhang mit Thrombosen zwar plausibel, aber nicht bestätigt, teilten die Experten des Impfkomitees der WHO am Mittwochabend mit. Es bedürfe noch weiterer Studien, um eine mögliche Verbindung zwischen Impfung und etwaigem Risiko zu untersuchen.

07.04.2021 19:48

Darüber hinaus wies die WHO darauf hin, dass die Vorfälle angesichts von inzwischen weltweit 200 Millionen mit Astrazeneca geimpften Menschen sehr selten seien. Demgegenüber seien inzwischen 2,6 Millionen Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. "Die Verabreichung von Impfstoffen basiert auf einer Kosten-Nutzen-Analyse", so die WHO-Experten. Das Komitee werde nächste Woche erneut beraten.

Die Experten der EMA hatten zuvor einen Zusammenhang zwischen Astrazeneca-Impfungen und Thrombosen festgestellt, wenn gleichzeitig eine sehr geringe Zahl von Blutplättchen vorhanden war. Dies trete allerdings sehr selten auf. Die Behörde hält daher weiterhin an ihrer Bewertung des Präparates fest. "Der Nutzen des Wirkstoffes bei der Bekämpfung von Covid-19 ist deutlich höher zu bewerten als die Risiken", sagte EMA-Chefin Emer Cooke am Mittwoch in Amsterdam./mrd/DP/he

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Wirbel um chinesische

Wirbel um chinesische Impfstoffe - Beamter beklagt «komplettes Missverständnis»

Äusserungen eines hohen Gesundheitsbeamten Chinas haben Wirbel um die Wirksamkeit chinesischer Impfstoffe ausgelöst.

12.04.2021 06:39

Der Direktor des chinesischen Zentrums zur Prävention und Kontrolle von Krankheiten (CDC), Gao Fu, trat umgehend dem Eindruck entgegen, er habe erstmals eingestanden, dass chinesische Vakzine einen niedrigen Schutz böten. "Es war ein komplettes Missverständnis", sagte Gao Fu der Zeitung "Global Times" (Montagausgabe).

Er habe vielmehr eine "wissenschaftliche Vision" vorgelegt, dass eine Anpassung der Impfabfolge oder die Vergabe verschiedener Vakzine nacheinander auch Optionen sein könnten, den Schutz zu verstärken. "Wie ihre Wirksamkeit verbessert werden kann, muss von allen Wissenschaftlern in der Welt in Erwägung gezogen werden", betonte Gao Fu in dem Blatt, das vom kommunistischen Parteiorgan "Volkszeitung" herausgegeben wird und als englischsprachiges Sprachrohr dient.

Seine Äusserungen auf einer Konferenz am Samstag in Chengdu hatten viele Reaktionen ausgelöst, weil über chinesische Impfstoffe weniger Daten vorliegen als über westliche Vakzine. Unter dem Punkt "Wege zur Lösung des nicht hohen Schutzes vorliegender Impfstoffe" hatte Gao Fu nach Angaben der Zeitung "The Paper" (Pengpai Xinwen) gesagt: "Es ist auch notwendig, Wege zu prüfen, wie der niedrige Schutz bestehender Vakzine angegangen werden kann."

Kritiker beklagen mangelnde Transparenz bei chinesischen Impfstoffen, die in Deutschland und vielen europäischen Staaten auch noch nicht zugelassen sind. Vor allem werden mehr Daten aus der dritten Phase klinischer Versuche gesucht. Da China das Coronavirus weitgehend im Griff hat und selbst kaum lokale Infektionen verzeichnet, sind bislang meist nur unterschiedliche Studien aus anderen Ländern veröffentlicht worden, wo die Impfstoffe zum Einsatz kommen.

Chinesische Impfstoffe werden auf herkömmlichem Wege hergestellt, während beispielsweise die Vakzine von Biontech /Pfizer oder Moderna auf Grundlage der modernen mRNA-Methode produziert werden.

(AWP)

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Öffnet endlich die Terrassen

GDK-Präsident: Kaum Risiko bei Öffnung von Restaurant-Terrassen

GDK-Präsident Lukas Engelberger erachtet die Öffnung der Restaurant-Terrassen auf den 19. April als praktisch risikolos. Eine vollständige Aufhebung der Massnahmen hält er jedoch für "unmöglich".

12.04.2021 06:34

Er persönlich und die Kantone dächten eher an eine Politik der kleinen Schritte, namentlich die Öffnung der Restaurant-Terrassen oder Erleichterungen für kleinere sportliche und kulturelle Aktivitäten, sagte der Präsident der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) am Sonntagabend im Westschweizer Fernsehen RTS.

Es sei jetzt Frühling, viele Menschen seien ohnehin draussen, so Engelberger. Man gehe nicht wirklich ein Risiko ein mit der Öffnung der Terrassen, natürlich nur mit Vierer-Tischen und unter strikter Einhaltung der sanitären Massnahmen. Eine vollständige Öffnung ab dem 19. April erachte er jedoch als "unmöglich".

Die Mehrheit der Kantone hatte sich bereits Mitte März enttäuscht gezeigt, dass der Bundesrat die meisten vorgeschlagenen Öffnungsschritte vertagte. Einstimmig unterstützt hatten die Kantone schon damals die Öffnung der Restaurant-Terrassen. Die Hälfte hatte sogar die Öffnung der Innenbereiche gefordert.

Der Bundesrat diskutiert am kommenden Mittwoch allfällige nächste Schritte im Umgang mit der Corona-Pandemie. Über das Wochenende haben namentlich die Arbeitgeber, der Gewerbeverband und die SVP medialen Druck für weitergehende Öffnungsschritte aufgebaut.

Einen Wirbel löste insbesondere Arbeitgeberpräsident Valentin Vogt mit seiner Aussage aus, sobald alle Risikopatienten geimpft seien, seien bis zu 30'000 Neuinfektionen pro Tag verkraftbar. Von den zahlreichen harschen Kritikerinnen und Kritikern in den sozialen Medien handelte er sich damit den Hashtag #vogtmussweg ein.

Aktuell wären lediglich zwei von vier Kriterien des Bundesrates für weitere Öffnungsschritte erfüllt: auf den Intensivstationen liegen im Zweiwochendurchschnitt deutlich unter 250 Covid-Patienten und der letzte verfügbare R-Wert liegt knapp unter dem Zielwert von 1.

(AWP)

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Warnungen und Proteste trotz

Warnungen und Proteste trotz verbesserter Corona-Lage in Italien

Obwohl sechs italienische Regionen wegen verbesserter Corona-Zahlen ab Montag die Rote Zone verlassen, mehren sich Warnungen vor neuen Milliardenschäden in der Wirtschaft. Am Sonntag klagte der Landwirtschaftsverband Coldiretti, dass trotz der anstehenden Erleichterungen rund 360 000 Restaurants, Bars, Pizzerien und andere Lokale geschlossen blieben. Vielen in der Branche drohe wegen der Umsatzdelle in Milliardenhöhe von April die endgültige Schliessung.

11.04.2021 18:06

Für Montagnachmittag hatten Lokal-Betreiber und andere kleine Dienstleister eine Demonstration in Rom angekündigt. Ihr Motto: "Io apro" - Ich öffne.

Ab Montag gelten nur noch in vier statt bisher neun Regionen die besonders strengen Corona-Sperren der Roten Zone. Sechs Regionen wechseln dann in die mittlere Risikozone ("orange") - darunter die wirtschaftsstarke Lombardei, das Piemont, die Emilia-Romagna und die Toskana. In Sardinien jedoch hat sich die Infektionslage gegen den nationalen Trend verschlechtert: Die Ferieninsel ist ab Montag eine Rote Zone. Das Mittelmeerland hat im Anti-Corona-Kampf seit 2020 eine Art Ampel-System mit abgestuften Verboten.

Da es laut Regierung in Rom bis zum 30. April in Italien keine Gelben Zonen mit moderaten Beschränkungen geben soll, dürfen die Restaurants nirgendwo Besucher an Tischen bedienen. Nur Ausser-Haus-Verkauf ist erlaubt. Deswegen steigt der Unmut seit Wochen.

Die Organisatoren des "Io apro"-Protests vom Montag wollen nach eigenen Angaben Tausende von Menschen aus ganz Italien in die römische Innenstadt holen. Die Polizei in der Hauptstadt hat ihnen allerdings Aufmärsche vor der Abgeordnetenkammer untersagt, wie die Zeitung "La Repubblica" am Sonntag schrieb. Dort war es in der vergangenen Woche bei Demos zu Zusammenstössen mit Verletzten gekommen.

(AWP)

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Gerangel um deutsche Corona

Gerangel um deutsche Corona-Regeln - Nachbesserungen gefordert

(Zusammenfassung) - Im Tauziehen um bundesweit einheitliche Regelungen gegen die dritte Corona-Welle gibt es deutliche Kritik an den Vorschlägen der Bundesregierung. Während Landespolitiker vor einer Entmachtung der Länder warnen, halten Oppositionsfraktionen besonders die geplanten Ausgangsbeschränkungen für problematisch. Auch die Regierungsfraktion SPD äusserte Nachbesserungswünsche. Eine Einigung auf einen gemeinsamen Entwurf zeichnete sich am Sonntag zunächst noch nicht ab. Viel Zeit bleibt Bundesregierung, Fraktionen und Ländern nicht: Schon am Dienstag will das Kabinett die gesetzlichen Vorgaben auf den Weg bringen.

11.04.2021 17:33

Weil die Länder vereinbarte Massnahmen gegen die dritte Infektionswelle uneinheitlich umsetzten und die Infektionslage zugleich mehr und mehr ausser Kontrolle gerät, soll die "Notbremse" gesetzlich verankert werden. In Landkreisen mit mehr als 100 wöchentlichen Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern müssten Lockerungen dann verpflichtend zurückgenommen werden. Das beträfe aktuell mehr als die Hälfte der Landkreise in Deutschland.

Die Details wollte der Bund am Wochenende mit den Fraktionen und den Ländern möglichst schon festzurren. In der Formulierungshilfe, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, schlägt er unter anderem Ausgangsbeschränkungen von 21.00 Uhr abends bis 5.00 Uhr morgens vor. Dabei soll es nur wenige Ausnahmen geben, etwa für medizinische Notfälle oder den Weg zur Arbeit, nicht aber für abendliche Spaziergänge alleine. Für Schülerinnen und Schüler ist eine Testpflicht im Gespräch. Erst ab einer Inzidenz von 200 an drei aufeinanderfolgenden Tagen in einem Landkreis sollen die Schulen schliessen.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bei der Klausur der Unionsfraktionsspitze erneut für einen konsequenten Lockdown aus. Das exponentielle Wachstum der Infektionszahlen müsse gebrochen werden. Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus zeigte sich optimistisch, dass der Bundestag noch in dieser Woche über das Gesetz entscheiden kann. Dabei setze er auch auf die Mitarbeit der anderen Fraktionen, die einer Fristverkürzung mit Zwei-Drittel-Mehrheit zustimmen müssten.

Mehrere Fraktionen allerdings halten die Vorschläge des Bundes für hoch problematisch. "Der Entwurf ist in der vorliegenden Fassung für die Fraktion der Freien Demokraten nicht zustimmungsfähig", schrieb FDP-Fraktionschef Christian Lindner an Merkel und Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Das Schreiben liegt der dpa vor, zuvor hatten die Zeitungen der Funke Mediengruppe darüber berichtet. Der erste parlamentarische Geschäftsführer der Linksfraktion, Jan Korte, schrieb an das Gesundheits- und Innenministerium: "Insbesondere die Frage der Ausgangssperren ist ein dermassen tiefer Eingriff in die Bewegungsfreiheit der Bürgerinnen und Bürger, der nicht einfach en passant beschlossen werden kann."

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) forderte, dass die Ausgangsbeschränkungen erst ab einer Inzidenz von 200 greifen. Die FDP kritisierte sie als unverhältnismässig. "Beispielsweise geht vom abendlichen Spaziergang eines geimpften Paares keinerlei Infektionsgefahr aus", gab Lindner zu bedenken.

SPD, Grünen und Linken setzten sich für eine Testpflicht für Unternehmen ein: Die Firmen sollten Mitarbeitern, die nicht im Homeoffive arbeiten könnten, verpflichtend regelmässige Tests anbieten. Ausserdem müssten Homeoffice und das Tragen medizinischer Masken am Arbeitsplatz vorgeschrieben werden, sagte Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) kündigte an, er wolle die Testpflicht für Betriebe bereits am Dienstag im Kabinett durchsetzen.

Auch beim Thema Schulen gibt es Dissens. Während Kretschmer verlangte, der Bund solle sich hier raushalten, forderte Göring-Eckardt eine Verschärfung. Bereits ab 100 wöchentlichen Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in einem Landkreis müsse es Wechselunterricht geben und die Kitas müssten auf Notbetreuung umstellen.

Die FDP kritisierte die alleinige Orientierung an dem Inzidenzwert 100. "Als Auslöser für massive Freiheitseinschränkungen ist eine schwankende Zahl, die auch nur politisch gegriffen ist, nicht geeignet", sagte Lindner. Kretschmer forderte eine als zusätzlichen Faktor die Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystems. "Das ist aus meiner Sicht eine zwingende Voraussetzung für Akzeptanz in der Bevölkerung."

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) warnte, der Bund habe keine Expertise für Krisenbewältigung oder Krisenkommunikation. "Deshalb wäre es auch keine gute Idee, die Länder jetzt mitten in der Krise zu entmachten. Das wäre ein grosser Fehler", sagte er der "Welt". Die Corona-Regeln sollten auch künftig regional an das Infektionsgeschehen angepasst werden. Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) erklärte, die niedersächsischen Regelungen seien ohnehin "eher strenger und werden das auch bleiben". Der Entwurf müsse trotzdem überarbeitet werden, dem Bund fehlten "die in den Ländern in den letzten Monaten gemachten Erfahrungen".

Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, dagegen stellte sich hinter die Pläne der Bundesregierung. "Wir sind offen für die Gesetzesänderung, wir finden schon lange, dass bestimmte Beschränkungen und auch Instrumente in ein Bundesgesetz gehören. Zum Beispiel die Ausgangsbeschränkungen", sagte die SPD-Politikerin den Sendern RTL und ntv. Zugleich müsse es aber mehr Unterstützung etwa für die Gastronomie geben. Die SPD-Fraktion im Bundestag forderte ebenfalls neue Hilfsprogramme.

Auch der Landkreistag verurteilte die Pläne der Bundesregierung scharf. "Der vorliegende Entwurf ist ein in Gesetz gegossenes Misstrauensvotum gegenüber Ländern und Kommunen", sagte Präsident Reinhard Sager den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Damit verlässt der Bund den Modus gemeinsamer Krisenbekämpfung und will direkt vor Ort wirkende Massnahmen anordnen." Damit würden zum Beispiel "verantwortbare Modellversuche über einer Inzidenz von 100" praktisch unterbunden.

Der frühere Vorsitzende des Deutschen Richterbunds, Jens Gnisa, zeigte sich fassungslos. "Der Bund schiesst deutlich über alle Verhältnismässigkeitsgrenzen hinaus", schrieb der Direktor des Amtsgerichts Bielefeld auf Facebook. Es gehe bei den Vorschlägen nicht mehr um einen Brücken-Lockdown von zwei oder drei Wochen, sondern um einen "nicht mehr einzufangenden Dauerlockdown".

Tatsächlich sollen die Regelungen wieder gelockert werden, wenn die Inzidenz in einem Landkreis drei Tage lang unter 100 liegt.

Intensivmediziner forderten vor allem ein schnelles Handeln. Die Lage sei jetzt schon "dramatisch", sagte Gernot Marx, der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), dem ARD-Hauptstadtstudio. Am besten solle das Gesetz schon kommende Woche in Kraft treten, "damit wir ganz schnell das Gesundheitssystem und insbesondere die Intensivstationen wieder entlasten können"./tam/DP/mis

(AWP)

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Dialog mit Jugend gefordert -

Dialog mit Jugend gefordert - Selbsttests bald wieder lieferbar

(Wochenendzusammenfassung) - Fredy Fässler, der oberste Polizeidirektor der Schweiz, fordert einen Dialog mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen über den Umgang mit Corona-Einschränkungen. In Alters- und Pflegeheimen führte die erste Pandemie-Welle zu Mehrkosten von 160 Millionen Franken. Und Selbsttests sind ab Anfang Woche wieder erhältlich.

11.04.2021 16:58

Fredy Fässler, St. Galler SP-Regierungsrat und Präsident der Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und -direktoren (KKJPD), sprach sich dafür aus, dass junge Menschen künftig bei der Entscheidungsfindung zu Corona-Massnahmen einbezogen werden. "Mit ihnen hat man bisher nicht gesprochen", sagte er in der Sendung "Samstagsrundschau" von Radio SRF.

Anlass waren eine zunächst friedliche Openair-Party in St. Gallen, bei der es zu Ausschreitungen kam, sowie geplante Partys in weiteren Städten. Die Aufgabe der Polizei sei es, für Ruhe und Ordnung zu sorgen, sagte Fässler. Sie könne jedoch nicht gesellschaftliche Probleme zu lösen. Lösungen müssten zusammen mit den jungen Menschen gefunden werden.

Mehr Suizidversuchen bei Jugendlichen

Die Massnahmen gegen Covid-19 führen oft zu Einsamkeit und Ängsten vor der Zukunft, gerade auch bei Kindern. Im Kinderspital in Zürich wurden im letzten Jahr mehr als doppelt so viele Kinder und Jugendliche nach einem Selbstmordversuch in die Notfallstation eingeliefert als im Vorjahr.

Markus Landolt, der Leitende Psychologe des Kinderspitals, führt dies auf die Corona-Pandemie zurück, wie er der "NZZ am Sonntag" sagte. Im Jahr 2020 seien 49 Kinder oder Jugendliche nach Suizidversuchen auf die Notfallstation gekommen, im Vorjahr seien es 22 gewesen.

Es sei bedrückend, was die Kinder erzählten, sagte Landolt. Viele schilderten schwierige familiäre Situationen, andere hätten Angst davor, in der Schule den Anschluss zu verlieren, die hohen Erwartungen der Eltern nicht erfüllen zu können oder keine Lehrstelle zu finden.

160 Millionen Mehrkosten in Heimen

Die erste Welle der Corona-Pandemie ab März des letzten Jahres führte in den Alters- und Pflegeheimen ausserhalb der Pflegefinanzierung zu Mehrkosten von rund 160 Millionen Franken. Der Branchenverband Curaviva erwartet nun, dass die Kantone ihre Verantwortung bei der finanziellen Unterstützung wahrnehmen, wie Curaviva-Direktor Daniel Höchli im Interview mit dem "Tages-Anzeiger" vom Samstag sagte.

"Es wäre ein Trauerbild, wenn man sagen müsste, die Sportvereine seien besser finanziell unterstützt worden als systemrelevante Institutionen wie Pflegeheime.", sagte Höchli.

Aus seiner Sicht ist für den weiteren Umgang mit der Pandemie eine Debatte darüber nötig, was die Leute in Alters- und Pflegeheimen wollen. Man müsse besser hinhören und bei Schutzkonzepten die unterschiedlichen Haltungen der Bewohnerinnen und Bewohner berücksichtigten, statt einfach über alle hinweg zu bestimmen.

Wieder Selbsttests ab nächster Woche

Unterdessen gab der Pharmariese Roche bekannt, dass er seit Freitagnachmittag "aufgrund der sehr hohen Nachfrage" keine Corona-Selbsttests mehr abgeben könne. Die Lieferungen würden erst ab Anfang nächster Woche wieder aufgenommen. Roche erwartet, den Bedarf "im Wochenverlauf" voll abdecken zu können.

Von den mehr als eine Million PCR-Tests, die der Bund im letzten Frühling als Notreserve kaufte, haben drei Viertel inzwischen das Verfalldatum überschritten. Das kostet den Bund fast 14 Millionen Franken, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA einen Bericht der "NZZ am Sonntag" bestätigte.

Inzwischen ist die Positivitätsrate nicht mehr Teil der Richtwerte für die Beurteilung der pandemischen Lage. Das teilte das BAG auf Anfrage mit und bestätigte damit einen Bericht des "SonntagsBlick". Aufgrund der Richtwerte entscheidet der Bundesrat über Lockerungen oder Verschärfungen von Massnahmen. Mit den Selbst- und Massentests werden jedoch nur noch die positiven Fälle gemeldet, was die Positivitätsrate verzerrt.

Rund 500 Kritikerinnen und Kritiker der Coronapolitik versammelten sich am Samstag zu einer nicht bewilligten Kundgebung in Altdorf UR. Aus Gründen der Verhältnismässigkeit habe die Polizei die Ansammlung geduldet, teilte die Urner Kantonspolizei am Abend mit. Es kam demnach zu Wegweisungen, aber niemand wurde festgenommen. Und auch keine Sachschäden wurden gemeldet.

(AWP)

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Impfen im Eiltempo: 4,6

Impfen im Eiltempo: 4,6 Millionen Spritzen an einem Tag in den USA

Das Corona-Impfprogramm in den USA kommt weiter rasant voran. Am Samstag seien mehr als 4,6 Millionen Impfungen verabreicht worden, das sei "ein neuer Rekord", schrieb Cyrus Shahpar, der im Weissen Haus für die Corona-Daten zuständig ist, auf Twitter. Der Corona-Koordinator des Weissen Hauses, Jeff Zients, hatte am Freitag mitgeteilt, zuletzt seien USA-weit pro Tag im Schnitt drei Millionen Impfdosen verabreicht worden.

11.04.2021 16:25

Nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC wurden landesweit bislang mehr als 183 Millionen Impfdosen gespritzt. Gut 45 Prozent der Erwachsenen im Land haben demnach mindestens eine Impfdosis bekommen, 27 Prozent der Erwachsenen sind voll geimpft. In den USA kommen derzeit drei Impfstoffe zum Einsatz: Neben den Präparaten von Moderna und Biontech/Pfizer, bei denen zwei Dosen gespritzt werden, wird auch der Impfstoff von Johnson & Johnson eingesetzt, der bereits nach einer Dosis seine volle Wirkung entfaltet.

US-Präsident Joe Biden hatte vor seinem Amtsantritt am 20. Januar versprochen, dass in seinen ersten 100 Tagen im Amt mindestens 100 Millionen Impfdosen verabreicht werden sollten. Das Ziel wurde bereits nach knapp 60 Tagen im Amt erreicht. Biden verdoppelte daraufhin sein Ursprungsziel: Bis zum Ablauf seiner ersten 100 Tage als Präsident Ende April sollen nun insgesamt 200 Millionen Impfungen verabreicht werden. Nach Zählung des Weissen Hauses wurden seit Bidens Amtsantritt, also abzüglich der Wochen zuvor, mehr als 162 Millionen Impfdosen verabreicht.

(AWP)

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Deutsche Regierung will

Deutsche Regierung will bundesweite Corona-Notbremse ziehen

Das Bundeskabinett will möglichst noch am Dienstag bundesweit einheitliche Einschränkungen beschliessen, um die immer stärkere dritte Corona-Welle in Deutschland zu brechen. Dazu soll voraussichtlich das Infektionsschutzgesetz geändert werden. In einem neuen Paragrafen 28b soll festgelegt werden, was zu tun ist, wenn in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt an drei aufeinanderfolgenden Tagen die Inzidenz über 100 liegt, also binnen einer Woche mehr als 100 Neuinfizierte auf 100 000 Einwohner kommen.

13.04.2021 06:32

In den vorausgehenden Verhandlungen zwischen Bund und Ländern war für diesen Fall vorgesehen worden, dass der Aufenthalt ausserhalb einer Wohnung von 21 bis 5 Uhr bis auf Ausnahmen untersagt wird. Mehrere Beteiligte gingen davon aus, dass es nach stundenlangen Verhandlungen bis Dienstagmorgen ein Einvernehmen geben würde, das eine Verabschiedung in der Ministerrunde später am Dienstag möglich macht. Möglichst in einem beschleunigten Verfahren sollten die Regeln dann vom Bundestag beschlossen werden und den Bundesrat passieren.

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) unterstützt im Grundsatz bundeseinheitliche Massnahmen. "Wenn nicht überall so hart durchgegriffen wird, kann ich absolut verstehen, dass der Bund dann auch sagt, dass wir ein solches Gesetz brauchen", sagte er RTL. Allerdings sah er Nachbesserungsbedarf am Entwurf. "Dort sind Regelungen drin, die wir nicht mittragen können."

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) wandte sich besonders gegen nächtlichen Ausgangsbeschränkungen. "Richtig ist mit Sicherheit, die Kontakte so weit es geht, drinnen wie draussen zu reduzieren und auf das Nötigste zu beschränken", sagte der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz in der RBB-"Abendschau". Aber: "Abends alleine oder zu zweit spazieren zu gehen, ist keine grosse Gefahr."

Auch der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, ist skeptisch. "Übertragungen im Freien sind nicht nur sehr selten. Sie führen in der Regel auch nicht zu Clusterinfektionen. Nicht zuletzt aus psychosozialen Gründen sollten wir mit Augenmass vorgehen und den Aufenthalt im Freien nicht ohne Not erschweren", sagte er der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Dienstag).

Der Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) kritisierte hingegen die vorgeschlagenen Regelungen für die Schulen. "Alle Schulen ab einer Inzidenz von 200 pauschal dichtzumachen wäre für das Kindswohl fatal", sagte Verbandspräsident Thomas Fischbach der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Anstelle den Präsenzunterricht wegen willkürlich gegriffener Inzidenzwerte zu verbieten, müssen die Schulen endlich mit ausreichenden Tests für Schüler und Lehrer versorgt und das Personal geimpft werden, dann kann auch bei hoher Inzidenz sicher unterrichtet werden."

Demgegenüber appellierte die Intensivmediziner-Vereinigung Divi an Bundesregierung, Bundestag und Bundesländer, die Regelungen möglichst schnell noch diese Woche zu verabschieden. Denn der bisherige Höchststand an Intensivpatienten wird wohl noch schneller erreicht als erwartet, nämlich bereits im April, wie der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, Gernot Marx, der "Augsburger Allgemeinen" (Dienstag) sagte. "Das heisst, dass wir bereits Ende April die Grössenordnung von 6000 und mehr Corona-Intensivpatienten erreichen würden, wie wir sie auf dem Höhepunkt der zweiten Welle hatten." Erst vor wenigen Tagen waren für Ende April noch 5000 Intensivpatienten prognostiziert worden. Wenn das Gesetz erst Ende April beschlossen werde, werde die Patientenzahl auf 7000 steigen, sagte er voraus. "Wir reden über sehr viele schwere Erkrankungen und über viele Menschen, die das nicht überleben werden."

Neben der Novelle des Infektionsschutzgesetzes sollte dem Kabinett auch eine geänderte Arbeitsschutzverordnung mit einer Pflicht für Testangebote in Unternehmen vorgelegt werden. Der Entwurf der Verordnung sieht vor, dass die Unternehmen verpflichtend und in der Regel einmal in der Woche Tests zur Verfügung stellen.

Die überarbeiteten Lockdown- und Testregeln sollen die Zahl der Infizierten, Covid-19-Kranken und Todesfälle so gering wie möglich halten, bis durch fortschreitende Impfungen ein Rückgang des allgemeinen Infektionsgeschehens erreicht ist.

Am Montag war die Inzidenz bundesweit auf 136,4 gestiegen - den höchsten Wert seit zwölf Wochen. Bundesweit lag sie in 305 Kreisen über 100 und in 24 davon sogar über 250. Der 7-Tage-R-Wert, der die Zahl der Ansteckungen durch eine oder einen Infizierten anzeigt, stieg auf 1,08.

Zudem lagen zuletzt 4662 Covid-19-Patienten auf der Intensivstation. 382 Menschen wurden binnen einem Tag neu aufgenommen, unterm Strich stieg die Zahl der Covid-19-Intensivpatienten um 77. Mehr als 78 400 Menschen sind inzwischen in Deutschland an oder mit Covid-19 gestorben./and/DP/zb

(AWP)

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Britische Variante laut

Britische Variante laut Studien nicht tödlicher - aber höhere Viruslast

Die zunächst in Grossbritannien entdeckte Corona-Variante B.1.1.7 ist aktuellen Studien zufolge ansteckender als die ursprüngliche Form, allerdings nicht tödlicher. Zu diesem Schluss kommen Forscher in zwei separaten Studien, die am Dienstag in den Fachmagazinen "The Lancet Infectious Diseases" und "The Lancet Public Health" veröffentlicht wurden. Zuvor hatte es teilweise die Annahme gegeben, die Variante B.1.1.7 sei nicht nur leichter übertragbar als die in Wuhan entdeckte Wildform des Virus, sondern könne auch zu einer höheren Sterblichkeit unter den Patienten führen.

13.04.2021 06:31

In ihrer Studie untersuchten Forscher des University College London mit PCR-Tests die Viruslast von Infizierten und werteten die in diesem Zeitraum aufgetretenen schweren Verläufe und Todesfälle aus. Bei Infizierten mit der sogenannten britischen Variante stellten sie eine höhere Viruslast fest. Der Anteil der Patienten, die an Covid-19 starben, war jedoch bei der Variante nicht erhöht.

Die andere in "The Lancet" veröffentlichte Studie wertete Symptome von Covid-Patienten aus, die diese über eine App des Gesundheitssystems meldeten. Mittels Gensequenzierung stellten sie zudem fest, an welcher Corona-Variante die Betroffenen erkrankt waren. Auch diese Studie stellte keine signifikanten Unterschiede bei der Schwere der Erkrankung sowie bei nachweisbaren Langzeitwirkungen einer Infektion fest. Die Forscher wiesen jedoch für die britische Variante eine deutliche Erhöhung des R-Wertes nach, der die Entwicklung der Pandemie beschreibt. Das spricht ebenfalls für eine erhöhte Übertragbarkeit der Variante.

Da die Studien beide im vergangenen Winter in London und Südengland durchgeführt wurden, wo sich die Variante B.1.1.7 zu dieser Zeit rapide ausbreitete, hatten die Forscher eine gute Vergleichbarkeit beider Varianten. Allerdings räumen die Wissenschaftler ein, dass zusätzliche Studien nötig seien, um die Erkenntnisse weiter zu bestätigen./swe/DP/zb

(AWP)

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Ertragskraft der Banken im

Ertragskraft der Banken im Euro-Raum schrumpft deutlich

Die Ertragsschwäche der grossen Banken im Euro-Raum hat im Zuge der Virus-Pandemie im vergangenen Jahr erheblich zugenommen.

12.04.2021 19:50

Gestiegene Wertberichtigungen und Rückstellungen, sowie rückläufige operative Ergebnisse liessen die Eigenkapitalrendite (ROE) der Institute im vierten Quartal 2020 auf 1,53 Prozent schrumpfen verglichen mit 5,16 Prozent ein Jahr zuvor. Dies teilte die Europäische Zentralbank (EZB) am Montag in ihrer jüngsten Bankenstatistik in Frankfurt mit. Die EZB ist seit Herbst 2014 für die Überwachung der Grossbanken im Euro-Raum zuständig. Aktuell überwacht sie 115 Institute, darunter in Deutschland die Deutsche Bank und die Commerzbank.

Das laufende Jahr wird hart

Vielen Experten zufolge dürfte auch das laufende Jahr für die Branche hart werden. Denn je länger die Pandemie und die Beschränkungen des Wirtschaftslebens anhalten, desto grösser dürften die Löcher werden, die unter anderem steigende Kreditausfälle in die Bankbilanzen reissen. Die EZB-Bankenkontrolleure rufen die Institute schon seit längerem dazu auf, strukturelle Schwächen anzugehen, die hinter der niedrigen Profitabilität und den tiefen Börsenbewertungen liegen. Zudem sollten sich die Geldhäuser angemessen auf eine Zunahme an notleidenden Krediten (NPL) vorbereiten.

Im vergangenen Jahr erzielten die Institute laut EZB-Statistik beim Abbau notleidender Darlehen in ihren Bilanzen allerdings trotz Virus-Krise weitere Forschritte. Die NPL-Quote der faulen Darlehen sank auf 2,63 Prozent im vierten Quartal 2020 verglichen mit 3,22 Prozent ein Jahr zuvor. Noch Ende 2015 hatte die NPL-Quote bei rund sieben Prozent gelegen. Der Bestand an faulen Krediten in den Bilanzen sank binnen Jahresfrist um mehr als zwölf Prozent auf 444 Milliarden Euro im Schlussviertel 2020.

(Reuters)

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Corona-Impfstoff: Johnson &

Corona-Impfstoff: Johnson & Johnson verschiebt Europa-Start

(Ausführliche Fassung) - Der Pharmakonzern Johnson & Johnson verzögert den Marktstart seines Impfstoffs in Europa. Das teilte der US-Konzern am Dienstag mit. Man habe Berichte über Sinusvenenthrombosen erhalten und sich für die Verzögerung entschieden. Der Konzern arbeite nun mit Experten und den Gesundheitsbehörden an der Untersuchung der Fälle.

13.04.2021 16:27

Zuvor hatten die Behörden in den USA eine vorübergehende Aussetzung der Impfungen mit dem Wirkstoff von Johnson & Johnson empfohlen, nachdem bei sechs Menschen im Land nach der Impfung Sinusvenenthrombosen diagnostiziert worden waren. Das teilten die Gesundheitsbehörde CDC und die Arzneimittelbehörde FDA am Dienstag in einer gemeinsamen Stellungnahme mit. Die Fälle würden nun genauer untersucht. Bis ein Ergebnis vorliege, werde als Vorsichtsmassnahme die vorübergehende Aussetzung der Impfungen mit Johnson & Johnson empfohlen.

Bislang seien mehr als 6,8 Millionen Dosen des Impfstoffes, der Ende Februar in den USA zugelassen worden war und von dem es nur eine Dosis braucht, in den USA gespritzt worden. Derzeit würden sechs Fälle untersucht, bei denen es zwischen 6 und 13 Tagen danach zu Sinusvenenthrombosen gekommen sei. In drei Fällen sei zusätzlich eine Thrombozytopenie, also ein Mangel an Blutplättchen, gemeldet worden. Betroffen seien Frauen im Alter zwischen 18 und 48 Jahren.

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte vergangene Woche mitgeteilt, Fälle von Thrombosen nach einer Impfung mit dem Vakzin von Johnson & Johnson zu prüfen. Es seien vier ernsthafte Fälle von Blutgerinnseln aufgetreten, eine Person sei gestorben. Die Behörde hatte betont, dass ein Zusammenhang mit dem Impfstoff des US-Herstellers noch nicht festgestellt worden sei.

Am Montag hatte Johnson & Johnson mit der Lieferung seines im März zugelassenen Impfstoffes in die EU-Staaten begonnen. Die Brüsseler Behörde erwartet bis Ende Juni 55 Millionen Dosen des Impfstoffs. Gut 10 Millionen Dosen sollen nach Deutschland gehen./cah/DP/fba

(AWP)

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Irland passt Impfplan an:

Irland passt Impfplan an: Astrazeneca nur noch für Menschen über 60

Nach mehreren anderen Ländern hat auch Irland seine Impfkampagne angepasst und will den Impfstoff von Astrazeneca künftig nur noch für Menschen über 60 Jahren einsetzen. Mehrere Tausend Impftermine für Dienstag wurden wegen der geänderten Empfehlung zunächst gestrichen, wie der irische Sender RTÉ berichtete.

13.04.2021 13:42

Am Montag hatte die zuständige Impfkommission empfohlen, das Mittel von Astrazeneca nur noch in höheren Altersgruppen einzusetzen. Zweite Dosen mit Astrazeneca sollen jedoch weiterhin auch bei Jüngeren gespritzt werden. "Da die Risiken und der Nutzen des Astrazeneca-Impfstoffs je nach Alter variieren kann und wir auch andere Corona-Impfstoffe zur Verfügung haben, hat die Kommission ihre Empfehlung angepasst", sagte die Vorsitzende Karina Butler.

Damit geht das EU-Land nach den sehr vereinzelt aufgetretenen Blutgerinnseln im Zusammenhang mit dem Impfstoff einen ähnlichen Weg wie mehrere andere Länder, auch Deutschland. Die europäische Arzneimittelbehörde EMA empfiehlt das Mittel hingegen weiterhin für alle Altersgruppen. Die Vorteile würden die Risiken weiterhin übersteigen, so die Argumentation.

Der irische Gesundheitsminister Stephen Donnelly bezeichnete die Anpassung im Sender RTÉ als "grosse operative Herausforderung". Man werde sich aber definitiv daran halten, was die Impfkommission empfehle. Bislang haben in Irland rund 750 000 Menschen eine erste Corona-Impfung erhalten. Das Land hat knapp fünf Millionen Einwohner./swe/DP/mis

(AWP)

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Auszahlung der Corona

Auszahlung der Corona-Härtefallgelder gewinnt an Fahrt

In der Schweiz sind bis Anfang April rund 1,6 Milliarden Franken an Härtefallbeträgen A-Fonds-perdu ausgezahlt worden. Davon profitierten rund 20'000 Firmen, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft Seco am Dienstag über Twitter sowie die Eidgenössische Finanzverwaltung über ihre Webseite mitteilte.

13.04.2021 12:48

Rund 47,3 Prozent der Unternehmen, welche die nicht rückzahlpflichtigen Zuschüsse vom Bund und den Kantonen erhielten, stammten aus der Gastronomie. Danach profitierten Firmen zu 13,7 Prozent aus dem Detailhandel - gefolgt von Beherberungsbetrieben mit 6,4 Prozent.

Fast 25 Prozent der gestützten rund 20'000 Unternehmen stammen aus dem Kanton Zürich. Zudem halfen Bund und Kantone rund 12,3 Prozent der Firmen im Kanton Wallis. Auf dem dritten Platz im Ranking landete der Kanton Genf mit 8,7 Prozent.

Von den rund 1,6 Milliarden Franken an A-fonds-perdu-Beträgen flossen 667 Millionen Franken an die Gastronomie, was zirka 42 Prozent der Gesamtsumme entspricht. Rund 196 Millionen Franken, also rund 12,3 Prozent, gingen an Beherberungsbetriebe sowie rund 154 Millionen Franken und damit fast zehn Prozent an den Detailhandel.

Kanton Zürich als Vorreiter

Neben den Hilfsgeldern ohne Rückzahlpflicht gewährten Bund und Kantone aber auch Darlehen, Bürgschaften beziehungsweise Garantien in Höhe von 137,3 Millionen Franken an zirka 1700 Unternehmen. Diese entfielen zu rund 60 Prozent auf Firmen aus dem Kanton Zürich. Diese erhielten rund 50 Prozent der gesprochenen Gelder vom Staat.

Die jüngsten Zahlen zeigen, dass die Hilfe nunmehr schneller an die Unternehmen gelangt. Die Kantone hatten zwischen dem 26. September 2020 und dem 28. Februar dieses Jahres nur rund 492 Millionen Franken an A-fonds-perdu-Beiträgen an 7207 Unternehmen ausbezahlt. Zudem hatten in diesem Zeitraum lediglich 332 Unternehmen Darlehen von insgesamt rund 52 Millionen Franken erhalten. Insgesamt stehen zehn Milliarden Franken im Härtefallprogramm zur Abfederung der Coronavirus-Auswirkungen zur Verfügung.

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Pfizer-Chef verspricht US

Pfizer-Chef verspricht US-Regierung mehr Impfdosen bis Ende Mai

Der US-Pharmakonzern Pfizer will der US-Regierung bis Ende Mai 20 Millionen Impfdosen mehr liefern als bisher vereinbart.

14.04.2021 07:03

Das sei durch eine Steigerung der Produktion möglich, erklärte der Vorstandsvorsitzende Albert Bourla am Dienstag über Twitter. Die USA bekämen damit bis Ende kommenden Monats 220 Millionen Dosen des gemeinsam mit Biontech entwickelten Impfstoffs. Die Gesamtmenge der bis Ende Juli vereinbarten Lieferung von 300 Millionen Dosen bleibe aber gleich, schrieb Bourla.

Die vorgezogene Pfizer-Lieferung dürfte den USA auch helfen, mögliche Verzögerungen beim Impfstoff des Herstellers Johnson & Johnson auszugleichen. US-Gesundheitsbehörden hatten die Impfungen mit dem Wirkstoff am Dienstag vorsorglich ausgesetzt, um Berichte über vereinzelte Fälle schwerer Nebenwirkungen zu prüfen.

Das Weisse Haus betonte, die Aussetzung der Impfungen mit dem Präparat würden "keine bedeutenden Auswirkungen" auf die Impfkampagne in den USA haben. Es könnten weiterhin pro Tag rund drei Millionen Menschen geimpft werden, hiess es. Die USA haben sich bis Ende Juli bei den Herstellern Moderna und Biontech/Pfizer genügend Impfstoff für 300 Millionen Menschen gesichert. Präsident Joe Biden hat allerdings versprochen, schon bis Ende Mai genügend Impfstoff für alle rund 260 Millionen Erwachsenen im Land zu haben.

Die Impfkampagne schreitet weiter zügig voran. Seit Mitte Dezember wurden amtlichen Daten zufolge bislang fast 192 Millionen Impfdosen gespritzt. 47 Prozent der Erwachsenen haben demnach mindestens eine Impfdosis bekommen, knapp 29 Prozent sind voll geimpft.

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Südafrika legt Einführung des

Südafrika legt Einführung des Vakzins von Johnson & Johnson auf Eis

Südafrika hat die Einführung des Corona-Impfstoffs von Johnson & Johnson wegen des Risikos möglicher Blutgerinnsel bei Geimpften vorsorglich auf Eis gelegt. "Wir haben beschlossen, unseren Rollout freiwillig auszusetzen, bis der Zusammenhang zwischen der Entwicklung von Blutgerinnseln und dem Johnson-&-Johnson-Präparat ausreichend geprüft ist", teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag mit. Kurz zuvor hatte die US-Zulassungsbehörde Food and Drug Administration (FDA) eine vorübergehende Aussetzung der Impfungen mit dem Wirkstoff von Johnson & Johnson empfohlen, nachdem bei sechs Menschen im Land nach der Impfung Sinusvenenthrombosen diagnostiziert worden waren.

13.04.2021 22:24

Für Südafrika bedeutet die Entscheidung eine weitere Verzögerung der ohnehin schleppend verlaufenden Impfkampagne - und das, obwohl das Land stärker von der Pandemie betroffen ist als irgendein anderer Staat des Kontinents.

In Südafrika sind seit dem 17. Februar knapp 290 000 Beschäftigte des Gesundheitswesens geimpft worden. Die zweite Phase der Impfkampagne, die unverzichtbare Arbeitskräfte sowie Menschen über 60 Jahre einschliessen soll, ist ab dem 17. Mai geplant. Der Kapstaat hat 31 Millionen Impfstoff-Dosen von Johnson & Johnson sowie 30 Millionen Dosen von Biontech /Pfizer bestellt, die aber noch geliefert werden müssen.

Seit Beginn der Pandemie wurden in Südafrika gut 1,5 Millionen Corona-Infektionen registriert, rund 53 320 Menschen starben an den Folgen./kpa/DP/he

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Deutschland: Biontech oder

Deutschland: Biontech oder Moderna für Zweitimpfung nach Astrazeneca

Mit einer ersten Astrazeneca-Dosis geimpfte Menschen unter 60 Jahren sollen für die zweite Impfung auf ein anderes Präparat umsteigen. Darauf haben sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Dienstag einstimmig geeinigt. "Die Lösung, die jetzt gefunden wurde, bietet einen guten Schutz für die Menschen", sagte der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Bayerns Ressortchef Klaus Holetschek, am Dienstagabend der Deutschen Presse-Agentur in München.

13.04.2021 21:44

Die Minister folgen damit einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) von Anfang April. Bei den Beratungen, an denen auch Stiko-Chef Thomas Mertens teilgenommen hatte, sei klar geworden, dass die Zweitimpfung durch einen mRNA-Imfpstoff, also das Präparat von Biontech /Pfizer oder Moderna , eine gute Basis sei, um die Menschen wirksam zu schützen, sagte Holetschek. "Gerade in der dritten Welle."

Konkret empfiehlt der Beschluss für Personen unter 60 Jahren eine Zweitimpfung zwölf Wochen nach der Erstimpfung. "Bereits vereinbarte Termine zur Zweitimpfung können übergangsweise auch ab der neunten Woche nach der Erstimpfung stattfinden", heisst es weiter. Nur in Einzelfällen und nach einer individuellen Risikoanalyse mit einem Arzt könne auch Astrazeneca bei der Zweitimpfung verwendet werden. In der vergangenen Woche hatten die Gesundheitsminister die Entscheidung über den Wechsel der Impfstoffe noch verschoben.

Hintergrund der Empfehlung sind Verdachtsfälle auf eine Hirnvenen-Thrombose nach der Impfung mit Astrazeneca. Experten vermuten, dass das sehr geringe Risiko vor allem jüngere Menschen betrifft. Bund und Länder hatten deshalb kürzlich beschlossen, das Astrazeneca-Mittel in der Regel nur noch Menschen über 60 verabreichen zu lassen. Laut Bundesgesundheitsministerium hatten in den vergangenen Wochen aber bereits rund 2,2 Millionen Bürger unter 60 Jahren eine Erstimpfung mit Astrazeneca erhalten.

Am Dienstag teilte der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson mit, dass er den Marktstart seines Impfstoffs in Europa verzögert, weil auch er Berichte über Sinusvenenthrombosen erhalten hat./had/DP/he

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Regierung: Pause von Johnson

Regierung: Pause von Johnson & Johnson kein Problem für US-Impfungen

(Ausführliche Fassung) - Die vorsorgliche Aussetzung der Corona-Impfungen mit dem Präparat von Johnson & Johnson wird nach Angaben des Weissen Hauses "keine bedeutenden Auswirkungen" auf die US-Impfkampagne haben. Die USA hätten allein durch die vereinbarten Lieferungen mit den Herstellern Moderna und Biontech /Pfizer genügend Impfstoff für 300 Millionen Menschen, erklärte US-Präsident Joe Bidens Corona-Koordinator Jeff Zients am Dienstag. Die USA könnten daher weiter pro Tag rund drei Millionen Menschen impfen.

13.04.2021 20:42

"Wir haben genug Vorrat", sagte Zients. Er forderte alle Menschen in den USA auf, sich sobald wie möglich impfen zu lassen. Die Impfstoffe von Moderna und Biontech/Pfizer seien sicher "und retten Leben", betonte er. Corona-Experte Anthony Fauci betonte, weit mehr als 110 Millionen Menschen seien in den USA bereits damit geimpft worden - ohne dass schwere Nebenwirkungen festgestellt worden seien. "Daraus können wir ablesen, dass es um wirklich sichere Impfungen geht."

Das von Biden vorgegebene Ziel, allein in den ersten 100 Tagen seiner Amtszeit 200 Millionen Impfungen zu verabreichen, werde wie geplant bis Ende April erreicht werden, erklärte Zients weiter. Die Regierung arbeite nun mit ihren Partnern zusammen, um allen Menschen, die einen Impftermin für den Wirkstoff von Johnson & Johnson hatten, einen neuen Termin mit einer der beiden anderen zugelassenen Impfungen anzubieten. Biden hat versprochen, bis Ende Mai genügend Impfstoff für alle rund 260 Millionen Erwachsenen im Land zu haben.

Bislang wurden in den USA mehr als 6,8 Millionen Dosen des Impfstoffes von Johnson & Johnson eingesetzt, der bereits nach der ersten Spritze seine volle Wirkung entfaltet. Der Wirkstoff war in den USA Ende Februar zugelassen worden.

Die Impfkampagne in den USA schreitet unterdessen weiter rasant voran. Seit Mitte Dezember wurden Daten der Gesundheitsbehörde CDC zufolge bislang fast 190 Millionen Impfdosen gespritzt. Gut 46 Prozent der Erwachsenen haben demnach mindestens eine Impfdosis bekommen, knapp 29 Prozent sind voll geimpft./jbz/DP/he

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