Coronavirus und die Auswirkungen auf die SIX

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Solche Meldungen wie die

Solche Meldungen wie die vorherigen 3 machen Freude und stimmen einen zuversichtlich. Das gröbste haben wir nun wohl gesehen und wenn die Fallzahlen auch nochmals ansteigen, so glaube ich nicht an einen erneuten Lockdown.

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Elias
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Dann kam die zweite Welle

«Die Menschen warfen die Masken voller Freude in die Luft oder verbrannten sie. Doch damit ermöglichten sie erst recht eine zweite Welle. Und diese war noch verheerender, mit noch mehr Opfern als die erste».

 

Spanische Grippe 1918 - San Franciscos zweite Welle als Warnung

Mehrere US-Städte lockerten während der Spanischen Grippe die Auflagen zu früh und bezahlten dies teuer. Experten warnen vor einer Wiederholung.

https://www.srf.ch/news/international/spanische-grippe-1918-san-francisc...

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

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Bau- und Gartenmärkte ziehen

Bau- und Gartenmärkte ziehen nach Corona-Lockerung Kunden in Scharen an

Farbiges für den Balkon, Grünes für den Garten, ein neuer Rasenmäher oder eine neue Frisur: Vor allem Gartencenter, Baumärkte und Coiffeure, die nach dem Lockdown unter andern als Erste wieder öffnen durften, haben schon am Montagmorgen viel Kundschaft angezogen.

27.04.2020 12:00

Reges Treiben herrschte zum Beispiel in der Gartenabteilung der Landi in Zofingen AG, wie ein Augenschein eines Reporters der Nachrichtenagentur Keystone-SDA ergab. Die Leute hatten offensichtlich Nachholbedarf: Sie kauften farbige Topfpflanzen für den Balkon, Tomaten- und Peperonisetzlinge für den Hausgarten.

Jede Kundin und jeder Kundin schien zu wissen, was sie oder er unbedingt braucht. Auch schwere Säcke mit Erden wurden auf den Einkaufwagen gepackt. Der Startschuss für die Saison der Hobbygärtner war gefallen - wenn auch mit Verspätung. Fast ein Gefühl der Erlösung war zu spüren.

Neue Normalität

Vor den beiden Kassen bildeten sich lange Schlangen mit bis zu zehn Personen. Die neue Normalität schien zu funktionieren. Eingang und Ausgang waren getrennt, die Kunden erhielten eine Karte mit einer Nummer, überall klebten Abstandsmarkierungen am Boden und Infos über die Schutzkonzepte. Alles lief ruhig und routiniert ab. Die Leute packten ihre Einkäufe in ihre Autos - und fuhren weg. Der Garten ruft.

Ähnliches Szenario in der Bauhaus-Filiale in Niederwangen bei Bern: Kurz nach Türöffnung um 7 Uhr warteten bereits rund sechzig Kunden auf Einlass. Die Schlange bildete sich, weil Sicherheitsleute Wert auf einen geordneten Eintritt legten. Die Zufahrt zur Filiale musste aufgrund des Andrangs zeitweise gesperrt werden. Im Gebäudeinnern durften sich maximal 150 Leute gleichzeitig aufhalten.

Auch andere Baumärkte im Kanton Bern waren von Beginn weg gut besucht. Generell zeigten sich die Kundinnen und Kunden geduldig und hielten sich an die Abstandsregeln, wie ein Keystone-SDA-Reporter berichtete. Nur vereinzelt trugen Kunden Schutzmasken - zumeist Modelle, die nicht sie selber, sondern die anderen Menschen schützten.

Lange Autoschlange

Eine gut hundert Meter lange Autoschlange bildete sich kurz nach der Ladenöffnung auch bei der Einfahrt zum Baumarkt- und Gartencenter Obi an der Basler Münchensteinerstrasse. Auf der grossen Parkplatzfläche blieb es jedoch ruhig. Viele Sicherheitsleute standen ohne Schutzmaske untätig herum.

Im gut besuchten Innern des Geschäftes herrschte eine relativ entspannte Stimmung. Obi hatte die Kundenströme kanalisiert und den Eingang an die Hinterseite des Gebäudes verlegt, um Gegenverkehr zu vermeiden.

Vor den komplett besetzten Kassen bildeten sich aber keine lange Schlangen; eine gewisse Wartezeit ergab sich lediglich wegen den mit Blumen und Pflanzenerde oder Baumarktutensilien prall gefüllten Einkaufswagen der Kundschaft.

Waschen, Schneiden, Legen mit Schutzkleidung

Zurück in eine Art berufliche Normalität hiess es auch für die Coiffeure. In Chur legten diverse Geschäfte kurz nach 8 Uhr los. Waschen, Schneiden, Legen: aber das unter veränderten Bedingungen:

Wegen des Coronavirus müssen Kundinnen und Kunden des traditionellen Churer Coiffeurladens Bucceri ihre Jacken selber in die Garderobe hängen und danach die Hände desinfizieren. Wegen der Abstandsvorschriften sitzt nur noch auf jedem zweiten Stuhl ein Kunde.

Er sei froh, dass es nun wieder losgehe, sagte Geschäftsinhaber Gian Paolo Bucceri zur Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Sechs Wochen war sein Geschäft geschlossen, sechs Wochen machte er keinen Umsatz.

An Informationen fehlt es nicht. Im Schaufenster hängen sechs Plakate mit Verhaltensregeln und Empfehlungen. Vor kleineren Geschäften wartete ein Teil der Kundschaft am Morgen draussen, es muss Abstand gehalten werden.

Kleintierärzte und Zahnärzte gehen es ruhiger an

Wesentlich ruhiger ging es bei der Basler Kleintierpraxis Spalen wieder los. Doch sie war auch während der Lockdownphase für Kunden mit kranken und verletzten Haustieren auf Voranmeldung hin geöffnet gewesen. Diese Regelung wurde aufrechterhalten. Ein paar Kunden hätten ihre Tiere für Operationen abgegeben, es sei alles geordnet verlaufen, sagte eine Praxisassistentin.

Auch bei der Kinder- und Jugendzahnklinik der Stadt St. Gallen gingen um 8 Uhr nur einzelne Patienten und Eltern ein- und aus. Ein Patienten-Ansturm war nicht feststellbar. Die Patientinnen und Patienten wurden mit einem Schild an der Praxistür aufgefordert, zu läuten und im Flur vor einer am Boden markierten Linie zu warten.

Drinnen herrschte ein relativ ruhiger Betrieb. Alle Mitarbeitenden trugen Masken. Auch die Kinder- und Jugendzahnklinik hatte seit dem Lockdown vorübergehend nur noch in einem reduzierten Notdienst gearbeitet.

mk

(AWP)

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Arbeitsorganisation ILO

Arbeitsorganisation ILO verlangt guten Schutz bei Corona-Lockerung

Arbeitgeber müssen bei der Lockerung der Corona-Massnahmen auf die Ängste von Mitarbeitern eingehen und gemeinsam mit ihnen ein Sicherheitskonzept zur Verhinderung von Coronavirus-Ansteckungen erarbeiten. Das verlangt die Weltarbeitsorganisation (ILO) zum Welttag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz am 28. April. "Konfrontiert mit dem Ausbruch eine ansteckenden Krankheit bestimmt der Schutz unserer Belegschaft, wie sicher die Bevölkerung und wie widerstandsfähig die Unternehmen sind", sagte ILO-Direktor Guy Ryder.

28.04.2020 06:30

Auch Selbstständige und Arbeiterinnen und Arbeiter im informellen Sektor müssten über Schutzmassnahmen gut informiert werden. Dazu seien Nachrichten über Handys, Radio und Fernsehen oft besser geeignet als Webseiten. Sämtliche Schutzkleidung, darunter Masken über Handschuhe, müssten umsonst zur Verfügung gestellt werden. Arbeitgeber sollten dafür sorgen, dass Abstandsregeln sicher eingehalten werden können, etwa durch die Verteilung der Belegschaft auf verschiedene Schichten. Oberflächen, Handgriffe und ähnliches müssten rigoros gereinigt werden. Wo immer möglich, sollten Mitarbeiter weiter von zu Hause arbeiten. Isolation könne dabei zum Problem werden. Die Arbeitgeber sollten ihnen bei Bedarf psychologische Unterstützung anbieten./oe/DP/stk

(AWP)

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US-Bankangestellte: Wegen

US-Bankangestellte: Wegen Corona-Pandemie bis Ende Jahr im Home Office?

In New York ebbt die Coronavirus-Pandemie erst gerade ab. Aber schon entwerfen die grössten Banken detaillierte Pläne, wie eine Rückkehr der Mitarbeiter in die Büros erfolgen kann. Die Pläne haben es in sich.

28.04.2020 15:44

Angesichts einer Reihe von Herausforderungen hat Citigroup Mitarbeiter gewarnt, dass sie mit einer langsamen, schrittweisen Rückkehr ohne fixe Termine rechnen müssten. Einige könnten möglicherweise den Rest des Jahres im Home Office verbringen.

"Wir werden eine sehr individuelle beziehungsweise sehr lokale Haltung einnehmen", sagte Chief Executive Officer Michael Corbat in einer Online-Mitarbeiterversammlung in mehr als 50 Ländern letzte Woche, wie teilnehmende Personen berichten. "Sie werden nicht eines Morgens oder eines Abends aufwachen und eine E-Mail mit der Aufforderung erhalten, morgen wieder zur Arbeit zurückzukommen."

Citigroup, Goldman Sachs und JPMorgan Chase versuchen nun herauszufinden, wie sie ihre Lobby-Bereiche und Aufzüge umgestalten können, um eine Ansteckung zu verhindern. JPMorgan erwägt, vor den Aufzügen Service-Kräfte zu positionieren, die auf die Tasten drücken sollen, sodass weniger Mitarbeiter diese berühren müssen. Goldman sucht nach Möglichkeiten, Türen berührungslos zu öffnen, und legt möglicherweise Feuchttücher aus, mit denen Griffe angefasst und die auf der anderen Seite weggeworfen werden können.

Im weiteren Sinne versuchen grosse Banken, eine aktive Rolle bei der Überwachung der Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu übernehmen - beispielsweise die Körpertemperatur bei der Ankunft zu messen, Masken verpflichtend zu machen, möglicherweise sogar an Schreibtischen, und Virentests vor Ort durchzuführen, um Ausbrüche schnell zu erkennen.

Auf unbestimmte Zeit von zu Hause aus arbeiten

Unternehmen planen, die Anordnung der Arbeitsplätze und Gemeinschaftsräume - wie Kaffeestationen und Cafeterias - neu zu organisieren. Einige überlegen, ob sie Mitarbeiter dabei unterstützen können, ohne öffentliche Verkehrsmittel zur Arbeit zu kommen. Doch selbst dann müssen viele ältere Arbeitnehmer und Menschen mit Vorerkrankungen zu ihrer eigenen Sicherheit wahrscheinlich auf unbestimmte Zeit von zu Hause aus arbeiten.

Die Entscheidungen darüber müssen erst noch getroffen werden, aber einige Manager auf der mittleren Hierarchieebene in der riesigen Handelsabteilung von Citigroup haben vertraulich eine Reihe von Szenarien entworfen, einschließlich der Möglichkeit, dass etwa die Hälfte der Mitarbeiter bis Dezember zu Hause arbeiten könnte. Ein hochrangiger Beamter sagte jedoch, dass keine derartigen Daten festgelegt seien, da die Rückkehr zur Arbeit davon abhängen werde, wie sich die Pandemie entwickelt. Aus dem gleichen Grund werden die Rückberufungen auch stark zwischen den Standorten variieren.

Die Erfahrung der Citigroup im Ausland hat sie vorsichtig werden lassen, die Dinge zu überstürzen. Die Bank betreut Kunden in mehr als 160 Ländern und Jurisdiktionen und sah dabei auch, dass Unternehmen in Teilen Asiens ihre Mitarbeiter zu früh zurückbrachten, nur um erneut tödliche Virusausbrüche zu erleben.

Cafeteria-Optionen

Zwar öffnet jedes Unternehmen seine Pforten in seinem eigenen Tempo, doch sie alle diskutieren meist ähnliche Strategien und rufen die wichtigsten Mitarbeiter zurück, bevor sie andere schrittweise zurückbringen. Ein bei Goldman Sachs diskutiertes Szenario würde mit 20 Prozent der Mitarbeiter im Büro beginnen und diese Quote dann auf bis zu 30 Prozent, 40 Prozent und 50 Prozent ansteigen lassen. Soweit sind die Planungen bisher gediehen.

Die Diskussionen von JPMorgan über das Thema Aufzug zeigen, wie detailliert die Planung sein kann: Die Bank wird wahrscheinlich die Anzahl der Personen begrenzen, die gleichzeitig den Fahrstuhl nehmen können. In Cafeterias werden möglicherweise Buffets geschlossen, und es wird stattdessen abgepackte Artikel zur Mitnahme geben.

Die Bank lehnte es ab, sich zu bestimmten erwogenen Änderungen zu äußern. "Wir werden zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ergreifen, wenn die Mitarbeiter ins Büro zurückkehren", sagte Sprecher Brian Marchiony. Als Citigroup die Büros in Hongkong wieder öffnete, musste sie die Anzahl der zugelassenen Personen begrenzen. Die Bank hat rotierende Gruppen eingerichtet, die abwechselnd zu Hause und im Büro arbeiten - eine Strategie, die viele Unternehmen für New York in Betracht ziehen.

Ashok Varadhan, globaler Co-Leiter Handel bei Goldman, hat kürzlich eine ganze Reihe von Fragen genannt, mit denen sich die Branche befassen muss. "Werden die Leute getestet, bekommen sie Antikörper?", fragte er in einem Podcast diesen Monat. "Werden alle Masken tragen? Werden wir die Temperatur der Leute messen, wenn sie hereinkommen? Im Handelsbereich war es in der Vergangenheit ziemlich dicht gedrängt, so etwa ein Meter zwischen zwei Personen. Müssen wir dies auf zwei Meter oder mehr ausweiten?"

(Bloomberg)

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Spanien in Corona-Krise auf

Spanien in Corona-Krise auf dem Weg zu 'neuer Normalität'

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hat am Dienstag seinem Kabinett einen Plan für die schrittweise Rückkehr zu einer "neuen Normalität" vorgelegt. Mehr als sechs Wochen nach Beginn einer strikten Ausgangssperre wegen der Corona-Pandemie sollen die Lockerungen in verschiedenen Phasen und "asymmetrisch" erfolgen. Nach Medienberichten sollen die Regeln wohl landesweit dieselben sein. Möglicherweise werden sie jedoch in den verschiedenen Regionen zeitversetzt erfolgen - je nachdem, wie heftig eine Region betroffen ist.

28.04.2020 15:16

Über Einzelheiten wollte der sozialistische Regierungschef nach Ende der Kabinettssitzung informieren, voraussichtlich im Laufe des Nachmittags. Über die konkrete Ausgestaltung werde Sánchez mit einem technischem Komitee beraten, hiess es aus dem Regierungssitz. Bekannt ist schon, dass die fast 47 Millionen Spanier wahrscheinlich vom 2. Mai wieder mit Mitbewohnern spazieren gehen dürfen. Auch Sport im Freien könnte wieder erlaubt werden.

In Spanien darf man seit Mitte März nur noch in Ausnahmefällen und allein aus dem Haus - etwa um zur Arbeit zu fahren, den Hund auszuführen oder Einkäufe zu machen. Eine erste Lockerung gab es bereits am Sonntag: Seither dürfen Kinder bis 14 Jahren wieder auf die Strasse - wenn auch unter Auflagen und nur eine Stunde täglich. Die Zahlen geben Grund zur Hoffnung: Bereits den fünften Tag in Folge wurden mehr Genesene als Neuinfektionen verzeichnet./cfn/DP/jha

(AWP)

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Immobilienverband schlägt

Immobilienverband schlägt Mieterlass für kleine Unternehmen vor

(Korrigiert im 3. Absatz: "Bei Mieten über 5000 Franken soll es ausschliesslich Sache der Mietparteien sein, sich privatrechtlich zu einigen." (statt: "Mieten über 5000 Franken wären weiterhin geschuldet."); im 4. Absatz: "Auch die Miete für indirekt vom Lockdown betroffene Geschäfte sollen weiter privatrechtlich verhandelt werden." (statt: "Auch die Miete für indirekt vom Lockdown betroffene Geschäfte sollen nicht erlassen werden.") - In die verfahrene Diskussion um die Geschäftsmieten kommt Bewegung: Der Verband Immobilien Schweiz (VIS) schlägt vor, kleineren Unternehmen, die wegen der Coronavirus-Pandemie schliessen mussten, die Miete zu erlassen. Entscheiden muss das Parlament.

28.04.2020 13:30

Der Streit zwischen Mieter- und Vermieterschaft schwelt seit Wochen. Während die vom Lockdown betroffenen Geschäfte die Löhne ihrer Angestellten mit Kurzarbeitsentschädigungen decken können, bleiben sie auf den Kosten für die Miete sitzen. Eine von Bundesrat Guy Parmelin eingesetzte Arbeitsgruppe brachte keine Einigung zu Stande. Der Bundesrat lehnte es bisher ab, in den Streit einzugreifen. Er hat lediglich die Nachfrist für die Bezahlung fälliger Mieten auf drei Monate verlängert.

Überraschend macht der VIS, der die institutionellen Immobilien-Investoren vertritt, der Wirtschaftskommission des Ständerats (WAK) nun einen Vorschlag: Kleinunternehmen und Selbständigerwerbenden, deren Bruttomiete den Betrag von 5000 Franken pro Monat nicht übersteigt, soll die Miete für zwei Monate erlassen werden. Nur die Nebenkosten müssten weiterhin bezahlt werden.

Hilfe für die Kleinen

Die VIS-Geschäftsstelle bestätigte auf Anfrage eine Meldung der "NZZ" vom Dienstag. Der Ausfall würden gemäss dem Vorschlag voll von den Immobilien-Eigentümern getragen, dem Staat sollen keine Kosten entstehen. Von der Lösung sollen gezielt nur kleinere Unternehmen profitieren. Bei Mieten über 5000 Franken soll es ausschliesslich Sache der Mietparteien sein, sich privatrechtlich zu einigen.

Es sei nicht sinnvoll, einen finanzstarken Mode- oder Luxusgüterkonzern gleich zu behandeln wie ein kleineres Ladengeschäft, dessen Überleben auf dem Spiel stehe, argumentiert der Verband. Auch die Miete für indirekt vom Lockdown betroffene Geschäfte sollen weiter privatrechtlich verhandelt werden.

Eine Sonderlösung braucht es laut VIS allenfalls für Restaurants. Diese haben wegen der grossen Fläche oft hohe Mieten und drohen durch die Maschen zu fallen. Der Verband unterstützt daher den Vorschlag der Ständeratskommission, betroffenen Unternehmen bezogene Überbrückungskredite in Höhe von maximal drei Monatsmieten zu erlassen.

Politik und Gerichte

Nun liegt der Ball bei der Politik. Die Wirtschaftskommission des Nationalrats hat bereits eine Motion eingereicht mit der Forderung, dass die Mieter während des Lockdown nur 30 Prozent der Miete schulden. Laut VIS würde ein solcher Mietzinserlass aber mehr schmerzen und weniger bringen.

Die WAK des Ständerats kann nun ihrerseits eine Motion einreichen. Diese würde in der ausserordentlichen Session von nächster Woche behandelt und müsste vom Bundesrat umgesetzt werden. Die WAK könnte aber auch den Erlass einer Notverordnung anstossen. Das Parlament hat die Möglichkeit, auf diesem Weg direkt eine Lösung für die umstrittene Frage der Geschäftsmieten umzusetzen.

Auch wenn die Politik den Streit entschärfen kann, dürfte die Frage der Geschäftsmieten noch die Gerichte beschäftigen. Aus Sicht des Mieterverbands handelt es sich bei der behördlich angeordneten Betriebsschliessung nämlich um einen Mangel an der Mietsache, für den der Vermieter aufkommen muss. Das Bundesgericht hat sich dazu noch nicht geäussert. Zur Diskussion steht auch, ob allenfalls die öffentliche Hand Entschädigung leisten muss.

(AWP)

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Umfrage: Reiche halten trotz

Umfrage: Reiche halten trotz Corona längerfristig an Aktien fest

Vermögende sind trotz der durch das Coronavirus eingetrübten Stimmung auf längere Sicht weiterhin optimistisch und halten an Aktien fest. Der kurzfristige Stimmungsknick ist derweil in den USA am grössten. Das zeigt eine am Mittwoch veröffentlichte vierteljährliche Umfrage der Grossbank UBS zur weltweiten Anlegerstimmung.

29.04.2020 07:52

Gemäss der Umfrage, bei der über 4000 wohlhabende Anleger und Firmeninhaber in 14 Regionen der Welt befragt wurden, gaben 70 Prozent der Befragten an, dass sie in Bezug auf den langfristigen Konjunkturausblick für ihre Region optimistisch sind.

Das ist praktisch keine Veränderung gegenüber der letzten Umfrage vor drei Monaten. Für den kurzfristigen Ausblick zeigten sich noch 46 Prozent optimistisch, nachdem es bei der letzten Umfrage noch 67 Prozent gewesen waren.

Guter Zeitpunkt

Der Anteil der Anleger, die sich auf kurze Sicht optimistisch äusserte, ging in den USA am deutlichsten zurück: von 68 auf 30 Prozent. Am wenigsten stark ausgeprägt war dieser Rückgang in Europa ausserhalb der Schweiz: dort sank der Anteil lediglich von 58 auf 50 Prozent. In Asien fiel der Anteil von 71 auf 55 Prozent, in Lateinamerika von 60 auf 49 Prozent und in der Schweiz von 47 auf 28 Prozent.

Weltweit wollen laut der Umfrage 47 Prozent der Anleger ihre Aktienportfolios in den nächsten sechs Monaten unverändert lassen, während 37 Prozent mehr investieren wollen. Darüber hinaus sind 23 Prozent der Ansicht, jetzt sei ein guter Zeitpunkt für den Kauf von Aktien. Weitere 61 Prozent betrachten es als Chance zum Einstieg, wenn Aktien um weitere 5 bis 20 Prozent fallen.

Die Umfrage mit Namen UBS Investor Sentiment wurde vom 1. bis zum 20. April 2020 durchgeführt, wobei 2928 Anleger und 1180 Firmeninhaber mit einem investierbaren Vermögen von mindestens 1 Million US-Dollar (bei Anlegern) oder mindestens 1 Million US-Dollar Jahresumsatz befragt wurden.

uh/ra

(AWP)

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Trump: Die schlimmsten Tage

Trump: Die schlimmsten Tage der Pandemie liegen hinter uns

Die USA haben nach Darstellung von Präsident Donald Trump das Gröbste der Corona-Krise überstanden. "Nun, da unsere Experten glauben, dass die schlimmsten Tage der Pandemie hinter uns liegen, freuen sich die Amerikaner auf eine sichere und schnelle Wiedereröffnung des Landes", sagte Trump bei einer Veranstaltung im Weissen Haus - am Tag, an dem die Zahl der nachgewiesenen Infektionen in dem Land die Marke von einer Million überschritt. Die in den USA bestätigten Fälle machen damit rund ein Drittel aller nachgewiesenen Infektionen weltweit aus, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore am Dienstag hervorging.

29.04.2020 06:31

TRUMPS FALSCHE PROGNOSEN

Die USA haben inzwischen mehr bekannte Coronavirus-Infektionen als jedes andere Land der Welt. Mehr als 58 000 Menschen starben nach einer Infektion. Ende Februar prognostizierte Trump noch, die Zahl der Coronavirus-Fälle werde von damals 15 bald wieder auf "nahe Null" zurückgehen. Trump machte am Dienstag Experten für seine falsche Einschätzung verantwortlich, als er angesichts der jüngsten Gesamtzahl an bestätigten Infektionen von einem Reporter auf seine frühere Aussage angesprochen wurde.

"Viele sehr gute Experten, auch sehr gute Leute, haben gesagt, dass (das Virus) niemals die Vereinigten Staaten betreffen würde, dass es nicht Europa betreffen würde, dass es nichts ausserhalb von China betreffen würde", sagte Trump. "Wir haben auf Experten gehört und wir werden immer auf Experten hören, aber die Experten haben es falsch eingeschätzt, viele Leute haben es falsch eingeschätzt, viele Leute hatten keine Vorstellung davon, dass es so ernst sein würde."

"ES WIRD VERSCHWINDEN"

Kritiker werfen Trump vor, zu zögerlich auf das weltweite Ausbruchgeschehen reagiert und die USA nicht auf das Virus vorbereitet zu haben. Dagegen wehrt sich der Präsident immer wieder und lässt keine Gelegenheit aus, die Arbeit seiner Regierung zu loben. Er habe Reisen aus China gestoppt, obwohl ihm Experten davon abgeraten hätten, und damit unzählige Leben gerettet, sagte er am Dienstag erneut. "Ich denke, wir haben grossartige Arbeit geleistet."

Trump zeigte sich zuversichtlich, dass das Virus vor dem Herbst "verschwinden" würde. Sollte es dann in modifizierter Form zurückkommen, "werden wir damit umgehen können". Man sei gut darauf vorbereitet, sagte Trump.

OHNE ATEMSCHUTZMASKE IM KRANKENHAUS

US-Vizepräsident Mike Pence sah sich unterdessen Kritik ausgesetzt. Er trug bei einem Krankenhausbesuch im Bundesstaat Minnesota als einziger keine Atemschutzmaske. Und das, obwohl die Klinik dies mittlerweile sowohl von Patienten als auch von Besuchern verlangt, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Auch die Gesundheitsbehörde CDC empfiehlt gesunden Menschen das Tragen von Stoffmasken in der Öffentlichkeit. Pence sagte zu seiner Verteidigung, als Vizepräsident werde er regelmässig auf das Coronavirus getestet, ebenso wie sein Umfeld.

WEITERES EINREISEVERBOT?

Die USA haben infolge der Pandemie bereits Einreiseverbote für ausländische Reisende aus China und Europa verhängt. Wegen der sich verschärfenden Corona-Epidemie in Brasilien prüft die US-Regierung nun auch eine ähnliche Massnahme für das südamerikanische Land. Eine solche Massnahme werde derzeit ernsthaft erwogen, sagte Trump am Dienstag im Weissen Haus bei einem Treffen mit dem Gouverneur des Bundesstaates Florida, Ron DeSantis. Florida hat traditionell viele Flug- und Geschäftsverbindungen mit den Ländern Südamerikas. DeSantis sagte, es sei vielleicht auch möglich, Passagiere vor ihrem Abflug mit Hilfe von Schnelltests auf das Coronavirus zu untersuchen.

DAS PROBLEM MIT DEN TESTS

Apropos Tests: Eine Ausweitung der Test-Kapazitäten im Land gilt als Voraussetzung für die Wiedereröffnung der Wirtschaft. Doch weiterhin mangelt es daran vielerorts, weswegen Trumps Regierung in der Kritik steht. Trump kündigte am Montag an, die Test-Kapazitäten in den kommenden Tagen dramatisch auszuweiten. Die Regierung geht davon aus, dass genug Tests vorhanden sind, damit Bundesstaaten in die erste Phase der Lockerung der Schutzmassnahmen eintreten könnten. Die Bundesstaaten sind derzeit unterschiedlich stark von der Pandemie betroffen. Insgesamt nimmt die Zahl der nachgewiesenen Neuinfektionen pro Tag derzeit aber ab. Die Johns-Hopkins-Universität verzeichnete am Freitag noch rund 36 200 neue Fälle, für Montag wiesen die Forscher 22 400 aus.

WIRTSCHAFT IM FREIEN FALL

Die US-Wirtschaft befindet sich seit der Zuspitzung der Coronavirus-Pandemie im März im freien Fall. Die US-Notenbank Federal Reserve will am Mittwoch ihren weiteren Kurs im Kampf gegen die wirtschaftlichen Verwerfungen der Coronavirus-Pandemie festlegen. Experten warnen, dass den USA der stärkste Wirtschaftseinbruch seit fast 100 Jahren bevorsteht. Schon jetzt haben mehr als 26 Millionen Menschen ihren Job infolge der Pandemie verloren. Zahllose Geschäfte, Restaurants und Fabriken bleiben wegen der von den Bundesstaaten verhängten Ausgangsbeschränkungen leer. Ein führender Wirtschaftsberater von Präsident Trump, Kevin Hassett, warnte jüngst, die Arbeitslosenquote könne nach rosigen 3,5 Prozent im Februar für April bei dramatischen 16 bis 17 Prozent liegen./lkl/DP/zb

(AWP)

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Maskenpflicht und offene

Maskenpflicht und offene Geschäfte - Frankreich lockert ab 11. Mai

(neu: Opferzahlen, Nationalversammlung billigt Plan) - Frankreich will im öffentlichen Nah- und Fernverkehr das Tragen von Schutzmasken zur Pflicht machen. Premierminister Édouard Philippe stellte am Dienstag vor der Nationalversammlung den Plan für die schrittweise Lockerung der strengen Corona-Massnahmen vor. Vom 11. Mai an sollen die bisher obligatorischen Passierscheine wegfallen. Die Geschäfte dürfen wieder öffnen. Viele Grundfreiheiten sind jedoch weiter eingeschränkt. Philippe warnte zugleich, dass die Beschränkungen bei schlechter Entwicklung auch bleiben könnten.

28.04.2020 21:26

Die Ausgangsbeschränkungen im Kampf gegen die Covid-19-Pandemie sind in Frankreich deutlich strenger als in Nachbarländern wie Deutschland. Die Vorschriften gelten seit dem 17. März. Alle Läden, die nicht der Grundversorgung dienen, sind geschlossen. Das Land zählt nach offiziellen Angaben vom Abend 23 660 Tote, 367 mehr als einen Tag zuvor. Präsident Emmanuel Macron hatte in einer Fernsehansprache die schrittweise Lockerung bereits angekündigt. Philippe gab nun lang erwartete Details bekannt. Als Motto nannte er: "Schützen, testen und isolieren".

Der Premier mahnte, die Kapazität in den öffentlichen Verkehrsmitteln werde mit Beginn der Lockerungen stark reduziert sein. Auch dort müssten die Abstandsregeln eingehalten werden. Wenn möglich, sollten die Menschen daher weiter von zu Hause arbeiten. "Das Tragen von Masken wird in allen Verkehrsmitteln, sowohl in der U-Bahn als auch im Bus, zur Pflicht gemacht", sagte Philippe. Für Geschäfte empfiehlt die Regierung Masken. Inhaber können in ihren Läden auch eine Maskenpflicht verhängen.

Einkaufszentren dürfen nicht automatisch wieder aufmachen. Bars und Restaurants bleiben im ganzen Land weiterhin geschlossen. Wann diese wieder öffnen, soll erst Ende Mai entschieden werden. Auch Parks dürfen nur unter bestimmten Bedingungen wieder öffnen. Strände bleiben noch bis mindestens 1. Juni zu. Zwar braucht man nach dem 10. Mai keinen Passierschein mehr, wenn man das Haus verlässt. Fahrten, die mehr als 100 Kilometer weg führen, sind aber nur aus zwingenden Gründen erlaubt. "Das ist nicht die Zeit, sein Département zu verlassen, um über das Wochenende wegzufahren", betonte der Premier.

Generell müssten Versammlungen vermieden werden. Vom 11. Mai an sind sie auf zehn Personen beschränkt, auch an privaten Orten. Vor September sollen keine Veranstaltungen mit mehr als 5000 Teilnehmern stattfinden. Philippe sagte ausserdem, dass die Saison 2019/20 der Profisportarten nicht wieder aufgenommen werden könne. Das betrifft auch die französische Fussball-Liga.

Bis zum 11. Mai sollen pro Woche 700 000 Corona-Tests gemacht werden. Wer positiv ist, soll sofort isoliert werden. Die parlamentarische Debatte über eine umstrittene Corona-Warn-App wurde vertagt. Wenn die App funktioniere, werde es eine gesonderte Abstimmung geben, kündigte Philippe an. Kritik mit Hinweis auf Grundrechte sei gerechtfertigt. Solche Fragen müssten debattiert werden. Einen Termin nannte Philippe nicht. Auch in Deutschland wird an einer solchen App gearbeitet.

Für die Schulen schlägt die Regierung eine sehr schrittweise Öffnung von Krippen, Kindergärten und Grundschulen vom 11. Mai an vor, auf freiwilliger Basis. Die Sekundarstufe könnte folgen. Über die Rückkehr der obersten Klassen soll Anfang Juni entschieden werden. Bürgermeister im ganzen Land hatten geklagt, dass eine Öffnung unter Einhaltung der Sicherheitsvorkehrungen unmöglich sei.

Derzeit braucht man in Frankreich einen Passierschein für das Verlassen von Haus oder Wohnung. Erlaubt sind Einkaufen, Gassigehen mit dem Hund oder Unterstützung von hilfsbedürftigen Menschen. Spazieren gehen oder Sport sind strikt begrenzt. Die Nationalversammlung billigte am Abend mehrheitlich den Plan: 368 Abgeordnete stimmten dafür, 100 dagegen, 103 enthielten sich, wie das Unterhaus des Parlaments mitteilte./cb/ari/nau/DP/he

(AWP)

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cashspotter
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Von Januar bis

Von Januar bis einschliesslich März ging die Wirtschaftsleistung auf das Jahr hochgerechnet im Vergleich zum Vorquartal um 4,8 Prozent zurück, wie das Handelsministerium am Mittwoch mitteilte. Im vierten Quartal 2019 war die weltgrösste Volkswirtschaft noch mit soliden 2,1 Prozent gewachsen. Inzwischen warnen Experten aber, dass den USA der stärkste Wachstumseinbruch seit der Weltwirtschaftskrise vor fast 100 Jahren droht.

Quelle:  https://www.cash.ch/news/politik/konjunktur-us-wirtschaft-schrumpft-der-...

Und der Nasdaq steigt um 3.3%, dies ist doch Irrational!! Genau so wie der SMI / SPI am abgehen ist. Der Rückschlag wird kommen, die Frage ist nur wann.

Ich rechne nach dem heutigen Bundesratsentscheid der schnelleren Lockerung als von vielen gedacht mit einer zweiten Welle und diese wird heftiger Ausfallen als die Bisherige.

 

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Elon Musk beschimpft Corona

Elon Musk beschimpft Corona-Ausgehbeschränkungen als «Faschismus»

Tesla -Chef Elon Musk hat die kalifornischen Ausgehbeschränkungen in der Corona-Krise öffentlich als «Faschismus» bezeichnet.

30.04.2020 06:34

Dem milliardenschweren Konzernlenker brannten in der Telefonkonferenz zu Quartalszahlen des Elektroauto-Herstellers die Sicherungen durch. Seine Meinung sei, die Menschen würden durch die Massnahmen "in ihren Häusern eingesperrt und ihre Rechte nach der Verfassung verletzt", wetterte Musk in der Nacht zum Donnerstag.

Wer zuhause bleiben wolle, solle nicht gezwungen werden, rauszugehen, schränkte er ein. "Aber den Leuten zu sagen, dass sie ihr Haus nicht verlassen können, dass sie dann festgenommen werden, das ist Faschismus, das ist nicht demokratisch", fuhr Musk mit einer verzerrten Darstellung der kalifornischen Massnahmen fort. Zum Abschluss seiner Tirade forderte der Tesla-Chef, den Menschen "ihre gottverdammte Freiheit" wiederzugeben. Die Konferenz wurde danach abgebrochen und erst einige Minuten später fortgesetzt.

Bei der Einführung der Ausgehbeschränkungen hatte Musk zunächst versucht, eine Ausnahmeerlaubnis für den Weiterbetrieb des Tesla-Werks in Fremont bei San Francisco zu bekommen - scheiterte aber damit an den Behörden. Nur wenige Stunden vor Musks Ausraster hatte sich Facebook-Chef Mark Zuckerberg in der Telefonkonferenz zu dem Quartalszahlen des Online-Netzwerks im Gegenteil besorgt gezeigt, dass die Einschränkungen zu schnell gelockert werden könnten und das zu einem Anstieg der Infektionen führt.

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US-Experte Fauci:

US-Experte Fauci: Studienergebnisse zu Corona-Wirkstoff sehr positiv

Erste Ergebnisse einer klinischen Studie zum Wirkstoff Remdesivir bei der Behandlung von Covid-19-Patienten sind einem ranghohen US-Experten zufolge sehr positiv zu bewerten. Die Resultate müssten noch unabhängig geprüft und veröffentlicht werden, die Hinweise auf eine deutlich kürzere Krankheitsdauer seien aber vielversprechend, sagte am Mittwoch der Immunologe Anthony Fauci, ein Berater von US-Präsident Donald Trump.

30.04.2020 06:33

Remdesivir habe eine "signifikante positive Wirkung bei der Verringerung der Zeit bis zur Genesung" gezeigt, sagte Fauci, der Chef des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten (NIAID) der USA ist. Die internationale klinische Studie mit mehr als 1000 Teilnehmern wurde mit Kontrollgruppen durchgeführt und die Datenerhebung von unabhängigen Experten begleitet, wie er weiter erklärte.

Patienten, die in Krankenhäusern an der Lungenkrankheit Covid-19 litten und Remdesivir bekamen, waren laut Fauci nach durchschnittlich 11 Tagen wieder genesen, die Patienten der Kontrollgruppe erst nach 15 Tagen. Damit seien jedoch nicht alle Probleme gelöst, sagte Fauci während eines Treffens im Büro von Präsident Trump weiter. Auch die Sterblichkeitsrate sei etwas geringer gewesen, dieses Ergebnis sei aber bislang nicht statistisch signifikant.

Die Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde (FDA) sei derzeit in Gesprächen mit dem Arzneimittelhersteller Gilead , um Remdesivir rasch für Patienten in Krankenhäusern verfügbar zu machen, sagte Fauci. Eine formelle Zulassung des Medikaments würde jedoch noch wesentlich länger dauern und weitere Studien erfordern.

Trump sagte am Mittwochabend (Ortszeit) auf die Frage, ob er sich von der Behörde einen beschleunigten Zulassungsprozess für das Mittel wünsche, er wolle, dass man so schnell wie möglich vorangehe. "Wir wünschen uns sehr schnelle Genehmigungen."

Das ursprünglich gegen das Ebolavirus entwickelte Medikament ist bislang weltweit noch nirgendwo zugelassen. Das Biotech-Unternehmen Gilead erklärte in einer Pressemitteilung, man sei sich der "positiven Daten" aus der klinischen Studie bewusst, die Kommunikation liege aber beim NIAID. Die Nachrichten zu Remdesivir beflügelten am Mittwoch die Börsen./jbz/jac/DP/zb

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Ich glaube nicht, dass sie einen nehmen, der inkompetent ist

Trump sagte, er glaube diese Umfrage nicht. Die Amerikaner seien schlau. "Und ich glaube nicht, dass sie einen Mann nehmen, der inkompetent ist."

Biggrin

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WHO: Hälfte Europas hat mit

WHO: Hälfte Europas hat mit Lockerung von Corona-Massnahmen begonnen

Etwa die Hälfte der Länder in Europa hat ihre strikten Massnahmen im Kampf gegen das neuartige Coronavirus nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO bereits gelockert. 44 Staaten in der europäischen Region seien mit teilweisen oder vollständigen Bewegungsbeschränkungen gegen die Corona-Pandemie vorgegangen, sagte der Direktor des WHO-Regionalbüros Europa, Hans Kluge, am Donnerstag auf seiner wöchentlichen Pressekonferenz. 21 dieser Länder hätten mittlerweile damit begonnen, einige diese Massnahmen in unterschiedlichem Masse wieder zu lockern. Elf weitere planten dies in den kommenden Tagen.

30.04.2020 12:19

Zurücklehnen dürfe man sich im Kampf gegen die Covid-19-Erkrankung aber nicht, warnte Kluge. "Wie ich bereits vorher gesagt habe: Dieses Virus ist unerbittlich. Wir müssen weiter wachsam, beharrlich und geduldig bleiben." Man müsse auch bereit sein, die Corona-Massnahmen wieder zu verschärfen, wenn dies nötig werden sollte.

Die Corona-Situation in Europa bleibe weiter ernst, machte der Leiter des in Kopenhagen ansässigen WHO-Regionalbüros klar. Während in Westeuropa Plateaus erreicht würden, steige weiter östlich die Kurve an. Im östlichen Teil Europas, etwa in Belarus (Weissrussland) und Russland, nehmen die Fallzahlen laut Kluge zu, während sich die Lage in der Türkei stabilisiert./trs/DP/fba

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Trump: Hinweise auf

Trump: Hinweise auf Coronavirus-Ursprung in Labor in China

US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Angaben Hinweise darauf, dass die Corona-Pandemie ihren Ursprung in einem chinesischen Forschungslabor genommen haben könnte. Auf die Frage eines Journalisten, ob er Informationen gesehen habe, die ihm ein "hohes Mass an Zuversicht" in dieser Hinsicht gäben, sagte Trump am Donnerstagabend (Ortszeit) im Weissen Haus: "Ja, habe ich."

01.05.2020 07:56

Der US-Präsident bezog sich auf das Institut für Virologie in der chinesischen Stadt Wuhan, in der Ende vergangenen Jahres die ersten Fälle bekannt geworden waren. Der Leiter des Labors, Yuan Zhiming, hatte entsprechende Vorwürfe bereits vor mehreren Tagen kategorisch zurückgewiesen. Trump kritisierte erneut die Führung in China, der er vorwarf, das Virus nicht in dem Land eingedämmt zu haben.

"Sie waren dazu entweder nicht dazu in der Lage oder sie haben entschieden, es nicht zu tun, und die Welt hat schwer gelitten", sagte der US-Präsident am Donnerstag. Er kritisierte ausserdem die Weltgesundheitsorganisation WHO, die er mit einer "PR-Agentur für China" verglich. "Sie sollten keine Entschuldigungen dafür vorbringen, wenn Menschen furchtbare Fehler begehen", sagte Trump. "Sie sollten sich schämen." Trump hat die finanziellen Beiträge der USA für die WHO in der Corona-Krise auf Eis gelegt.

Trump wollte auf Nachfrage Angaben seines eigenen geschäftsführenden Geheimdienstkoordinators, Richard Grenell, nicht bestätigen. Dessen Büro hatte am Donnerstag mitgeteilt, die Geheimdienste gingen wie die meisten Wissenschaftler davon aus, dass es sich bei dem neuartigen Coronavirus um einen natürlichen und nicht vom Menschen gemachten oder manipulierten Erreger handele. Trump sagte, er habe die entsprechende Mitteilung nicht gesehen. Es gebe viele Theorien und die USA untersuchten den Ursprung. "Wir werden es herausfinden."

In den USA gab es zuletzt immer wieder Spekulationen, wonach das Virus Sars-CoV-2 versehentlich von einem Labormitarbeiter in Wuhan freigesetzt worden sein soll. In der Millionenmetropole hatte die Pandemie begonnen. Die meisten Wissenschaftler gehen davon aus, dass der Erreger in China von infizierten Tieren auf Menschen übergesprungen ist und sich dann rasch verbreitete./cy/jbz/DP/jha

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Erste Städte in Brasilien

Erste Städte in Brasilien machen wegen Corona-Krise komplett dicht

Angesichts steigender Infektionszahlen hat ein Richter in Brasilien erstmals den Lockdown für mehrere Städte angeordnet. In Sao Luís, der Hauptstadt des nördlichen Bundesstaates Maranhao, und drei weiteren Städten in der Umgebung werden demnach von 5. Mai an für zehn Tage alle nicht-essenziellen Aktivitäten ausgesetzt, wie aus einer Erklärung der Justiz von Sao Luís am Donnerstag (Ortszeit) hervorging.

01.05.2020 07:55

Den Staatsanwälten zufolge, die den Antrag gestellt hatten, war die Massnahme notwendig, weil alle 112 öffentlichen Intensivbetten für Covid-19-Patienten belegt sind. In einem Interview des Portals "G1" begründete der Richter Douglas de Melo Martins die Entscheidung damit, dass "die Leute Spass machen und andere sterben". Der Gouverneur des Bundesstaates, Flávio Dino, erklärte auf Twitter, dass er die Entscheidung der Justiz akzeptieren werde.

In ganz Brasilien haben sich nach den jüngsten Zahlen des Gesundheitsministeriums mehr als 85 000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 5901 Patienten sind im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Krankenhäuser in verschiedenen Städten sind an ihre Grenzen geraten, Massengräber werden ausgehoben.

Während einige Bundesstaaten früh Einschränkungen des öffentlichen Lebens angeordnet haben, hält der rechtspopulistische Präsident Jair Bolsonaro nichts davon und will möglichst schnell zur Normalität zurückkehren. So wohnte er am Donnerstag dem Amtsantritt eines neuen Generals in der Stadt Porto Alegre im Süden Brasiliens bei. Während ihn verschiedene Generäle mit Ellbogen begrüssten, schüttelte Bolsonaro - ohne Schutzmaske - Hände, klopfte auf Schultern und löste Massenansammlungen aus./mfa/DP/jha

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Experten: Smartphone-Verkäufe

Experten: Smartphone-Verkäufe fielen in Corona-Krise um 17 Prozent

Die Smartphone-Verkäufe sind in der Corona-Krise nach Berechnungen von Marktforschern um 17 Prozent eingebrochen. Besonders hart traf es nach Berechnungen der Analysefirma Strategy Analytics im ersten Quartal den Marktführer Samsung mit einem Rückgang von 19 Prozent auf 58,3 Millionen Geräte. Nachdem die Corona-Pandemie die Wirtschaft in China und anderen Ländern zu grossen Teilen lahmgelegt hatte, hätten viele Kunden ihre Kaufpläne auf Eis gelegt, erklärte Strategy Analytics in der Nacht zum Freitag.

01.05.2020 07:55

Für den chinesischen Huawei-Konzern errechneten die Marktforscher einen Rückgang von 18 Prozent auf 48,5 Millionen Smartphones. Huawei kämpfte bereits mit Problemen ausserhalb Chinas, weil neue Modelle wegen US-Sanktionen gegen die Firma ohne Google -Dienste verkauft werden müssen. Jetzt sackte zusätzlich die Nachfrage im Heimatmarkt ab.

Apple schlug sich auf Platz drei besser: Die iPhone-Verkäufe sanken nach Berechnungen von Strategy Analytics um neun Prozent auf 39,2 Millionen Geräte. Die Marktforscher erwarten, dass das jüngst vorgestellte günstigere iPhone SE Apples Position in den kommenden Monaten stützen werde.

Beim chinesischen Aufsteiger Xiaomi lagen die Verkäufe unterdessen den Marktforschern zufolge mit 27,5 Millionen Geräten auf Vorjahresniveau. Insgesamt sei der weltweite Smartphone-Absatz auf knapp 275 Millionen Geräte gefallen.

Grosse Hersteller wie Apple und Samsung veröffentlichen selbst keine Angaben zu verkauften Geräten mehr. Deshalb muss auf Berechnungen von Marktforschern zurückgegriffen werden./so/DP/jha

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US-Experte Fauci: Impfstoff

US-Experte Fauci: Impfstoff gegen Coronavirus im Idealfall im Januar

Der prominente US-Regierungberater und Immunologe Anthony Fauci rechnet im Idealfall im Januar mit einem Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus - schneller als zu Beginn der Krise von ihm selbst angenommen. "Ich kann das aber nicht garantieren", schränkte Fauci am Donnerstagabend (Ortszeit) im US-Sender CNN ein. Es gebe zahlreiche Unsicherheitsfaktoren, die einen Impfstoff verzögern könnten. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor bestätigt, dass es eine "Operation Warp-Geschwindigkeit" seiner Regierung gebe, die eine beschleunigte Entwicklung eines Impfstoffes zum Ziel habe.

01.05.2020 07:54

Der Name des Projekts geht auf den fiktiven "Warp-Antrieb" in der Serie "Raumschiff Enterprise" zurück. Die "Enterprise" kann damit im Fernsehen schneller als Lichtgeschwindigkeit fliegen. Fauci hatte Ende Februar prognostiziert, die Entwicklung eines Impfstoffs werde zwischen einem Jahr und 18 Monaten dauern.

Fauci ist einer der prominentesten Experten der Coronavirus-Arbeitsgruppe des Weissen Hauses. Der Immunologe warnte US-Bundesstaaten am Donnerstag davor, vorschnell Massnahmen gegen die Ausbreitung des Virus zu lockern. In solchen Regionen drohe eine erneute Zunahme von Infektionsfällen, sagte er CNN. Dann gäbe es fast keine Alternative dazu, die Schutzmassnahmen wieder zu verschärfen./cy/DP/jha

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Kommissionen fordern

Kommissionen fordern gesetzliche Grundlage für Tracing-App

Für den Einsatz einer Contact-Tracing-App braucht es eine gesetzliche Grundlage. Das verlangen die Staatspolitischen Kommissionen (SPK) von National- und Ständerat.

01.05.2020 12:22

Die Nationalratskommission hatte vergangene Woche eine Motion mit dieser Forderung eingereicht, nun hat die Ständeratskommission nachgelegt. Mit den gleichlautenden Vorstössen wollen die Kommissionen zudem durchsetzen, dass nur Apps zum Einsatz kommen, die keine personenbezogenen Daten zentral speichern. Die Anwendung der App muss zudem freiwillig sein.

Der Entscheid fiel in der Ständeratskommission mit 11 zu 1 Stimmen bei einer Enthaltung, wie die Parlamentsdienste am Freitag mitteilten. Die Kommission sei besorgt über die Auswirkungen, die eine solche Anwendung auf die Privatsphäre haben könnte, und erachtet eine solide Rechtsgrundlage für erforderlich. Die Nationalratskommission hatte der Motion ebenfalls mit grosser Mehrheit zugestimmt.

Contact-Tracing-Apps sind ein Teil der Strategie des Bundesrats zur Eindämmung des Coronavirus. Eine Schweizer Lösung steht kurz vor der Lancierung. Die App DP-3T, die von den beiden ETH mitentwickelt wird, soll bis zum 11. Mai fertiggestellt werden.

Dass sie Anwendung schon dann zugänglich sein wird, ist aber fraglich. Die Verwaltung will die gesetzlichen Grundlagen offenbar nicht per Notrecht schaffen, wie sie in Kommissionssitzungen hat durchblicken lassen. Geregelt werden soll der Umgang demnach in einer ordentlichen befristeten Verordnung, die auf das Epidemiengesetz sowie auf das Regierungs- und Verwaltungsorganisationsgesetz abgestützt würde.

DP-3T steht für Decentralized Privacy-Preserving Proximity Tracing. Diese Smartphone-App verfolgt zurück, wer in Kontakt mit einer positiv auf das neue Coronavirus getesteten Person gewesen ist und informiert die Betroffenen, dass sie sich eventuell infiziert haben.

Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte Adrian Lobsiger hat DP-3T bereits unter die Lupe genommen. Auch er plädiert für eine dezentrale Datenerfassung und für Freiwilligkeit. Wenn der Staat die Lösung umsetzen will, braucht es auch seiner Meinung eine gesetzliche Grundlage.

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Tobias Straumann: «Die

Tobias Straumann: «Die prägendste Folge des Coronavirus ist ein dramatischer Anstieg des Schuldenbergs»

Wirtschaftshistoriker Tobias Straumann kritisiert im cash-Interview das Zögern der Politik bei den Corona-Lockerungen. Er glaubt dennoch an eine rasche Erholung der Wirtschaft und lobt die Notenbanken.

https://www.cash.ch/news/politik/cash-interview-tobias-straumann-die-praegendste-folge-des-coronavirus-ist-ein-dramatischer-anstieg-1536778

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Weltweite Allianz für Corona

Weltweite Allianz für Corona-Impfstoff startet mit Geberkonferenz

Im Kampf gegen das Coronavirus will eine weltweite Allianz an diesem Montag mindestens 7,5 Milliarden Euro Anschubfinanzierung für Impfstoffe, Arzneien und Tests sammeln. Ziel ist, die Gegenmittel schnellstmöglich auf den Markt zu bringen und dann preiswert weltweit zugänglich zu machen.

04.05.2020 06:46

Die sogenannte Global Response soll die Kräfte im weltweiten Wettlauf um Mittel gegen die Pandemie bündeln und sicherstellen, dass auch ärmere Länder davon profitieren. Beteiligt sind nicht nur die Vereinten Nationen und die Weltgesundheitsorganisation WHO, sondern auch private Partner wie die Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung, die Koalition für Innovationen zur Vorsorge gegen Epidemien Cepi und die Globale Allianz für Impfstoffe und Immunisierungen Gavi. Saudi-Arabien ist als Vorsitzland der G-20-Gruppe dabei.

Die USA sind hingegen vorerst nicht vertreten. US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt eine eigenes Programm gestartet, um einen Impfstoff in "Warp-Geschwindigkeit" zu entwickeln und Amerikanern bis zum Jahresende Hunderte Millionen Dosen zur Verfügung zu stellen.

DER MÜHSAME WEG ZUM IMPFSTOFF

Weltweit wird derzeit nach Angaben der EU-Kommission an mehr als 70 möglichen Impfstoffen geforscht. Mindestens drei werden inzwischen klinisch getestet. Viele Forscher gehen davon aus, dass ein Impfstoff wegen langwieriger Studien und Zulassungsverfahren erst nächstes Jahr verfügbar sein wird. Einige Wissenschaftler wecken Hoffnung auf ein früheres Datum. In jedem Fall sehen es Experten als Herausforderung, einen Impfstoff dann rasch in riesigen Mengen für die Weltbevölkerung zu produzieren. Die Geberkonferenz soll allein für Impfstoffe mindestens vier Milliarden Euro bringen. Geht es erst in die Produktionsphase, werde ein Vielfaches nötig, sagen EU-Beamte.

WELCHES MEDIKAMENT WIRKT?

Auf der Suche nach einer Therapie für Covid-19 haben sich nach offiziellen Angaben mehr als 40 Entwickler bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA gemeldet. Der Pharmaverband IFPMA spricht sogar von 140 Wirkstoffen in Tests. Darunter seien 77 Medikamente, die für andere Krankheiten entwickelt wurden, 68 seien neu. Auch hier sind Studien normalerweise langwierig. Hoffnung weckten zuletzt vorläufige Ergebnisse zum Ebola-Medikament Remdesivir. Die Herausforderung ist dieselbe wie beim Impfstoff: Sobald eine Therapie gefunden ist, müsste sie im grossen Massstab produziert werden. Die Geberkonferenz soll dafür zwei Milliarden Euro sammeln.

TESTEN, TESTEN, TESTEN

Breit angelegte Testreihen gelten als Schlüssel dafür, Kontaktbeschränkungen in der Pandemie zu lockern. Genutzt werden zwei unterschiedliche Kategorien: Tests zum Nachweis einer aktiven Infektion - diese sollen durch weitere Forschung schnell, sicher und handhabbarer werden; und solche zum Nachweis von Antikörpern nach überstandener Erkrankung - hier geht es um Verlässlichkeit und die Produktion im grossen Massstab. Die Geberkonferenz soll hierfür 1,5 Milliarden Euro erbringen.

Bei der Konferenz soll das Geld von Regierungen und Organisationen zugesagt und bei der EU-Kommission verbucht werden. Die Mittel werden dann über die beteiligten internationalen Partner in den drei Kategorien an die Forscher verteilt. Dafür müssen die Empfänger offenen Zugang zu Ergebnissen versprechen und sich auf das Ziel verpflichten, die neuen Mittel für alle zu erschwinglichen Preisen zugänglich zu machen. Auf die Gesamtsumme von 7,5 Milliarden Euro sollen auch Mittel angerechnet werden, die die Regierungen seit dem 30. Januar bereits national für dieselben Zwecke zugesagt haben./vsr/DP/zb

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Nur noch 76 neue Fälle in der Schweiz

Am Sonntag hatte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) noch 88 zusätzliche Fälle gemeldet, am Samstag waren es 112 gewesen. Insgesamt gab es nach Angaben des BAG vom Montag 29'981 laborbestätigte Fälle. Die Fallzahlen unterliegen einer wöchentlichen Schwankung mit jeweils tieferen Zahlen am Wochenende.

Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 in allen Kantonen zusammen betrug nach einer Zählung der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Montagmittag 1766. Das BAG gab die Zahl der Todesopfer mit 1477 an. Pro 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner gab es 349 Infektionen. Bisher wurden insgesamt 282'750 Tests durchgeführt. Davon waren nach Angaben des BAG zwölf Prozent positiv. Eine Person kann mehrere Male getestet worden sein. Das BAG empfiehlt Tests für alle Patienten mit Symptomen von Covid-19.

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BAG meldet noch 28 neue Fälle in 24 Stunden

Da werden noch mehr Kantone einen Nuller haben *i-m_so_happy*

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IGEA Pharma vermeldet

IGEA Pharma vermeldet positive Ergebnisse mit Coronatest

Das holländische Pharmaunternehmen IGEA vermeldet positive Ergebnisse mit einem Covid-19-Schnelltest. Laut dem an der SIX kotierten Unternehmen gibt es Hinweise, dass der eigene Antikörper-Tests zur Erkennung des Coronavirus dem etablierten Elisa-Verfahren überlegen sei, wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch heisst.

06.05.2020 07:19

Zu diesem Schluss sei die Universität Miami bei einer Untersuchung gekommen. IGEA-CEO Vincenzo Moccia spricht in der Mitteilung von einem entscheidenden Schritt zum Nachweis der Zuverlässigkeit

rw/hr

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Swissmem-Präsident Hess:

Swissmem-Präsident Hess: Geschlossene Grenzen sind Gift für die Industrie

Die Schweiz sollte ihre Grenzen für internationale Geschäftsreisen nach Ansicht von Hans Hess, Präsident des Industrie-Dachverbandes Swissmem, rasch öffnen. Grenzüberschreitende Reisen seien für die Branche überlebenswichtig.

07.05.2020 06:57

Die Restriktionen bei Reisen seien für die exportorientierten Firmen ein grosses Problem, das der Bundesrat noch nicht wirklich angegangen sei und das ihm grosse Sorge bereite, sagte Hess in einem Interview mit der Tageszeitung "Blick" (Donnerstagausgabe).

Die Firmen der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie exportierten 80 Prozent ihrer Produkte ins Ausland. Die Monteure müssten wieder uneingeschränkt zu den Kunden in der ganzen Welt reisen und zurückkommen können.

Gleichzeitig müssten ausländische Fachspezialisten in die Schweiz einreisen können, um ihre bestellten Maschinen abzunehmen. So seien etwa deutsche Firmen nicht in die Schweiz gekommen, weil sie bei ihrer Rückkehr zwei Wochen in Quarantäne hätten gehen müssen.

Die zuständige Bundesrätin Karin Keller-Sutter habe beim Grenzverkehr vor allem die Migration im Visier. Das sei aber für die Exportwirtschaft irrelevant. Hess appelliert an den Bundesrat, die Grenzen für die Geschäftsleute rasch wieder zu öffnen.

Am wichtigsten sei für die Schweizer Industrie die Europäische Union, in die 60 Prozent der Exporte gingen. Wenn die Schweiz nur schon mit Deutschland demnächst eine Vereinbarung treffen könnte, wäre alles schon viel einfacher, sagte Hess weiter.

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Trump stimmt Amerikaner auf

Trump stimmt Amerikaner auf Wiedereröffnung des Landes ein

US-Präsident Donald Trump hat die Amerikaner auf die Wiedereröffnung des Landes eingestimmt - Sorgen vor einer erneuten Zuspitzung der Corona-Krise zum Trotz.

08.05.2020 06:51

"Es ist ein grosser Moment in unserer Geschichte, weil wir unser Land wieder öffnen", verkündete Trump in einer am Donnerstag (Ortszeit) auf Twitter veröffentlichten Video-Botschaft. "Die Leute wollen, dass sich unser Land öffnet." Er versprach: "Wir wollen es auf sichere Weise machen." Offenbar gibt es aber Unstimmigkeiten darüber, wie das geschehen soll.

Die "New York Times" berichtete, das Weisse Haus und andere Regierungsbeamte hätten einem Entwurf eines Richtlinien-Katalogs der Gesundheitsbehörde CDC für Schulen, Restaurants, Kirchen und anderen Einrichtungen, die im Zuge der Krise schliessen mussten, eine Absage erteilt. Es bestünde die Sorge, dass die Empfehlungen einen zu starken Vorschriftscharakter hätten, religiöse Rechte verletzten und der Wirtschaft weiter schaden könnten, berichtete die Zeitung.

Wut und Verzweiflung machen sich bemerkbar

Stellenweise machen sich wegen der Eindämmungsmassnahmen Wut und Verzweiflung bemerkbar. Ein Vorfall im Bundesstaat Oklahoma sorgte für Entsetzen: Weil der Restaurantbereich in einem McDonald's wegen der Corona-Krise geschlossen war, eröffnete eine Kundin das Feuer auf das Personal. Vier Mitarbeiter des Schnellrestaurants in Oklahoma City, das zurzeit nur Speisen zum Mitnehmen anbietet, seien bei dem Vorfall am Mittwochabend verletzt worden, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Die 32-Jährige sei kurz danach festgenommen worden.

Für Aufsehen sorgte auch eine Inhaberin eines Friseursalons in Texas: Shelley Luther war zu sieben Tagen Haft verurteilt worden, weil sie sich weigerte, ihr Geschäft in Dallas trotz entsprechender Anweisungen in der Corona-Pandemie zu schliessen. Der Supreme Court in Texas verfügte am Donnerstag die Freilassung, die Trump begrüsste. Die Frau hatte US-Medienberichten zufolge vor Gericht gesagt, sie werde ihren Salon nicht schliessen, weil sie ihre Kinder ernähren müsse.

Die Krise zeigt sich auf dem Arbeitsmarkt

Wie viele Menschen von den Auswirkungen der Krise auf die Wirtschaft betroffen sind, macht nicht zuletzt die Lage auf dem Arbeitsmarkt deutlich. Etliche Arbeitnehmer stehen ohne ihre Jobs da: Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stieg seit Mitte März auf mehr als 33 Millionen. An diesem Freitag gibt die US-Regierung die Arbeitslosenquote für den Monat April bekannt. Experten zufolge dürfte sie bei mindestens 15 Prozent liegen - ein Berater von Trump hatte sogar gewarnt, die Quote könne 19 oder gar 20 Prozent betragen.

Seit Ende April lockern immer mehr Bundesstaaten die Eindämmungsmassnahmen - einigen geht das zu schnell, anderen zu langsam. In Kalifornien dürfen bisher geschlossene Geschäfte, etwa für Spielzeuge, Bücher, Sportartikel, Kleidung oder Blumen, ihren Betrieb stufenweise wieder aufnehmen und Waren zum Abholen anbieten. Es gelten Abstandsregeln und Hygienevorschriften. "Dies ist keine Rückkehr zur Normalität", betonte der Gouverneur des bevölkerungsreichsten Staates, Gavin Newsom. Restaurants, Friseure, Kinos und Shopping-Malls bleiben weiterhin zu.

Trump lobte am Donnerstag die Corona-Tests in den USA, die die "besten Tests der Welt" seien. Nicht aus der Ruhe zu bringen schien ihn die Tatsache, dass ein Mitglied des US-Militärs, das auf dem Campus im Weissen Haus arbeitet, positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Er habe nur sehr wenig Kontakt mit dem Mitarbeiter gehabt, sagte Trump am Donnerstag im Oval Office. Die Tests im Weissen Haus würden täglich und nicht nur wöchentlich gemacht. Doch selbst dies garantiere nicht, dass eine solche Situation nicht wieder eintrete.

Erneut machte Trump China für den Ausbruch der Coronavirus-Pandemie verantwortlich. Auf die Frage nach seinen Vorwürfen, die Pandemie habe ihren Ursprung in einem Forschungslabor in der chinesischen Stadt Wuhan genommen, erklärte Trump, womöglich sei ein "schrecklicher Fehler" geschehen. "Wahrscheinlich war es Inkompetenz, jemand war dumm", mutmasste er. Immer neue Vorwürfe aus Washington belasten das Verhältnis zwischen China und den USA zusehends. Trump hat bereits mehrfach behauptet, er habe Hinweise, dass das Virus aus jenem Labor in Wuhan stamme. Konkreter wurde er bislang jedoch nicht. Auch US-Aussenminister Mike Pompeo hatte am Wochenende gesagt, es gebe signifikante Belege, dass die Krise in dem Labor ihren Anfang genommen habe. Auf Nachfrage sagte er, er dürfe sich zu Details nicht äussern. China weist die Anschuldigungen vehement zurück.

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US-Notenbanker warnt vor zu

US-Notenbanker warnt vor zu schneller Lockerung

Die US-Wirtschaft könnte einem Notenbanker zufolge bei einer vorschnellen Lockerung der Beschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus in eine zweite Rezession rutschen.

08.05.2020 06:32

"Das weniger optimistische Szenario ist, dass wir zu schnell öffnen und dann eine signifikante zweite Welle des Virus sehen", erklärte der Präsident der Federal Reserve Bank von Philadelphia, Patrick Harker, in einer Veröffentlichung.

Sollte aber die Wirtschaft im Juni wieder anlaufen und das Virus mit entsprechenden Massnahmen eingedämmt werden können, könnte sich die Wirtschaft im zweiten Halbjahr erholen.

Solange die Pandemie nicht unter Kontrolle sei, hielten sich die Verbraucher mit Ausgaben zurück und die Wirtschaft komme nicht in die Gänge, sagte Harker. Die Erholung werde nicht einheitlich verlaufen, Fabriken könnten besser wegkommen als Hotels, Restaurants oder Einzelhändler, von denen viele womöglich gar nicht mehr öffnen würden. Harker deutete auch an, dass die US-Notenbank weitere Hilfen zur Verfügung stellen könnte, wie etwa direkte Kredite für Colleges, Universitäten und medizinische Einrichtungen.

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Coronavirus: Daten

Coronavirus: Daten-Hinterlegung bei Restaurant-Besuchen ist freiwillig

(Meldung um Informationen aus dem Interview von "Le Temps" mit Lobsiger ergänzt.) - Die Abgabe von Kontaktdaten für Gäste in Restaurants ist entgegen früheren Informationen des Bundes nun doch nicht zwingend sondern freiwillig. Der Datenschutzbeauftragte, Daniel Lobsiger, hatte zuvor sein Veto gegen den Zwang zur Datenabgabe eingelegt.

08.05.2020 06:31

Das Hinterlegen von Daten sei nur freiwillig möglich, sagte Lobsiger laut Meldungen in der "Neuen Zürcher Zeitung", dem "Blick" und "Le Temps". Generelle Appelle zum Selbstschutz oder an die Solidarität seien zulässig, sofern keine Kontrollen damit verbunden seien.

Für ein Obligatorium fehle derzeit eine ausreichende gesetzliche Grundlage. Er könne nicht ausschliessen, dass der Bundesrat eine solche Grundlage per Notrecht aber noch schaffen könnte, sagte Lobsiger. Darüber wäre er jedoch nicht sehr glücklich. Datenschutz und Transparenz seien keine Gegensätze.

Casimir Platzer, Präsident des Dachverbandes Gastrosuisse, hatte sich in einem Gespräch mit dem Innenministerium von Bundesrat Alain Berset ebenfalls auf eine Freiwilligkeit geeinigt. Der Gast sein nicht verpflichtet, seine Kontaktdaten anzugeben.

Der Bund hatte die Datenpflicht mit dem Contact Tracing begründet, der lückenlosen Nachverfolgung von Ansteckungsketten. Was der Bund nicht bedacht hatte, war der Datenschutz.

Lobsiger zeigte sich gegenüber "Le Temps" zufrieden, wie das Contact Tracing angedacht sei, das derzeit von der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Lausanne (EPFL) entwickelt werde. "Bisher ist alles, was wir gesehen haben, akzeptabel. Das System sei dezentralisiert, wahre die Anonymität und sei freiwillig.

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Streit um Lockerung der

Streit um Lockerung der Corona-Regeln in Grossbritannien

Der britische Premierminister Boris Johnson gerät mit seinen Plänen für eine Lockerung der Ausgangsbeschränkungen in der Coronakrise zunehmend in die Kritik. Er will das weitere Vorgehen der Regierung am Sonntagabend bekanntgeben. Erste Lockerungen könnten demnach schon ab Montag gelten. Johnson versicherte einem Regierungssprecher zufolge am Donnerstag seinem Kabinett, dass er dabei mit "grösster Vorsicht" vorgehen werde.

07.05.2020 19:55

Grossbritannien ist mit mehr als 30 600 Toten Statistiken zufolge das zahlenmässig am schlimmsten von der Pandemie betroffene Land in Europa. Experten gehen von einer sehr hohen Dunkelziffer aus. Fünf Tage in Folge verfehlte die Regierung ausserdem ihr selbstgestecktes Ziel, täglich 100 000 Tests auf das Coronavirus vorzunehmen.

Eine Lockerung der Ausgangsbeschränkungen müsse auch mit den Landesteilen abgestimmt werden, sagte der Fraktionschef der Schottischen Nationalpartei SNP im Unterhaus, Ian Blackford, am Donnerstag im BBC-Interview. Weder er noch Schottlands Regierungschefin Nicola Sturgeon seien informiert worden, was Johnson überhaupt plane. England, Wales, Nordirland und Schottland müssten zusammenarbeiten, forderte Blackford.

Ähnlich äusserte sich der Chef der oppositionellen Labour-Partei, Keir Starmer: "Wir haben gemeinsam im Vereinigten Königreich die Ausgangsbeschränkungen gestartet", sagte er der BBC. Es wäre sinnvoller, eine Lockerung gemeinsam abzustimmen und umzusetzen.

Rein formal sollen die Ausgangsbeschränkungen um drei Wochen verlängert werden, wie der "Telegraph" am Donnerstag berichtete. Dies schliesse Lockerungen allerdings nicht aus, hiess es. Eine Sprecherin der Regierung wollte den Bericht auf Anfrage nicht kommentieren.

Britische Medien hatten bereits über erste Schritte spekuliert, die Johnson planen könnte: Dazu zählt angesichts des schönen Wetters die Öffnung von mehr Parkanlagen, die Zulassung von Picknicks und die Wiedereröffnung von Cafés im Freien. Auch mehr Sport draussen soll ermöglicht werden, heisst es. Kritiker halten das für zu früh. Viele Menschen halten sich schon jetzt nicht an die Vorgaben./si/DP/he

(AWP)

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