Coronavirus und die Auswirkungen auf die SIX

1'609 posts / 0 new
Letzter Beitrag
Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 25.06.2022
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 41'676
Dänemark und England lassen

Dänemark und England lassen trotz Omikron die Masken fallen

Trotz Zehntausender Neuinfektionen pro Tag wollen Dänemark und England künftig fast ohne Corona-Massnahmen auskommen. In England sind am Donnerstag erneut die Masken gefallen, in Dänemark soll es in der kommenden Woche soweit sein. Beide Regierungen verlassen sich darauf, dass Omikron die meisten Infizierten von schweren Verläufen verschont.

27.01.2022 12:58

Vom kommenden Dienstag, dem 1. Februar an, müssen die Dänen an den meisten Orten keine Masken mehr tragen oder Impfnachweise zeigen, wie die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am Mittwochabend in Kopenhagen sagte. Damit folgt ihre Regierung den Weisungen der zuständigen Kommission, die empfohlen hatte, die Notfallmassnahmen zur Bekämpfung der Pandemie - und damit die meisten Beschränkungen - auslaufen zu lassen.

Frederiksen bezeichnete den Schritt als Meilenstein. "Wir sagen "Auf Wiedersehen" zu Einschränkungen und "Hallo" zu dem Leben, das wir vor Corona kannten", sagte die Regierungschefin. Die hohe Impfbereitschaft habe sich als "Superwaffe" herausgestellt, so Frederiksen weiter. Omikron rufe seltener schwere Krankheitsverläufe hervor und die Zahl der Krankenhauseinweisungen sei verhältnismässig gering, sagte Frederiksen.

Von aktuell 938 Covid-Patienten in dänischen Krankenhäusern liegen nach Angaben des staatlichen Serum-Instituts lediglich 40 auf Intensivstationen, wovon 25 künstlich beatmet werden. In Dänemark sind 80,7 Prozent der Gesamtbevölkerung zweifach geimpft. Die Hälfte der Dänen hat bereits eine Auffrischungsimpfung erhalten.

Die Ministerpräsidentin mahnte die Menschen aber auch dazu, Rücksicht zu nehmen auf Risikogruppen wie Ältere, gesundheitlich Geschwächte und Menschen mit chronischen Erkrankungen. "Jeder muss sich auch in einem offenen Dänemark sicher fühlen", sagte die sozialdemokratische Politikerin. Bleiben sollen vorerst eine Testpflicht für einige Einreisende sowie nicht verpflichtende Empfehlungen zu Tests und anderen Vorsichtsmassnahmen.

Ab nächstem Monat sollen nun in Dänemark Diskotheken wieder normal öffnen und Grossveranstaltungen ungehindert über die Bühne gehen können - obwohl das Land derzeit Tag für Tag Rekordwerte an Neuinfektionen zählt. Am Mittwoch wurden 46 747 neue Corona-Fälle gemeldet. Nach Einschätzung der Regierung werden die Zahlen im Februar weiter steigen, bevor sie wieder fallen.

Experten zeigten sich teilweise skeptisch. Der Mathematiker und Epidemiologe Viggo Andreasen von der Universität Roskilde unterstützt die Lockerungen im Prinzip, hätte sich aber für eine leichte Verzögerung ausgesprochen. Er fürchtet, dass bei noch höheren Infektionszahlen so viele Menschen gleichzeitig krank sind, dass es Probleme für Krankenhäuser, Pflegeheime oder Schulen geben könnte.

In England, wo durch die Omikron-Welle hindurch relativ grosse Freiheiten galten, fallen nun auch noch die bislang noch geltenden Massnahmen: Ab Donnerstag gilt im grössten britischen Landesteil in den meisten Innenräumen keine Maskenpflicht mehr und auch die ohnehin nur bei Grossveranstaltungen und in Clubs eingesetzten Impf- oder Testnachweise müssen nicht mehr kontrolliert werden. Die Empfehlung, von zu Hause aus zu arbeiten, ist ebenfalls Geschichte. Es ist der Freedom Day 2.0 - allerdings ohne grossen Knall wie im letzten Jahr, da das Land sich völlig im Sog der Partygate-Affäre um Premier Boris Johnson befindet.

Johnsons stark unter Druck stehende Regierung hat die wegen der Omikron-Variante eingeführten, sogenannten Plan-B-Massnahmen auslaufen lassen, nachdem die Zahl der Corona-Neuinfektionen seit Anfang Januar rapide gefallen war. Er hatte die Beschränkungen im Dezember nur mit Unterstützung der Opposition gegen den Widerstand in seiner eigenen Partei durchs Parlament gebracht.

In der britischen Hauptstadt London gilt weiterhin in Bahnen und Bussen eine Maskenpflicht. Auch einige Supermärkte rufen ihre Kunden weiterhin dazu auf, eine Maske zu tragen. Ansonsten wird es wieder zur Privatsache, wer sich wo und wie vor dem Virus schützen will.

In den vergangenen Tagen haben sich die Neuinfektionen im Vereinigten Königreich auf hohem Niveau eingependelt - täglich werden zwischen 80 000 und 100 000 Neuinfektionen gemeldet, die Sieben-Tage-Inzidenz lag zuletzt bei rund 945 (Stand: 21. Januar). Schottland, Wales und Nordirland entscheiden eigenständig über ihre Corona-Politik und wählen einen etwas vorsichtigeren Weg.

In Deutschland sollen weitreichende Alltagsauflagen gegen die hierzulande später eingesetzte Omikron-Welle nach Beschlüssen von Bund und Ländern vorerst bleiben. Das Bundesgesundheitsministerium erläuterte kürzlich, sie wirkten und hätten eine Entschleunigung erreicht, so dass die Omikron-Ausbreitung keine "Steilwand" geworden sei. Forderungen nach Lockerungen bedeuteten, dass man diesen Weg nicht fortsetzen könnte. Hintergrund in Deutschland mit seiner im Schnitt relativ alten Bevölkerung ist auch eine noch grosse Impflücke unter anderem bei stärker gefährdeten älteren Menschen. Im Vergleich zu Nachbarländern gab es in früheren Wellen auch weniger Erkrankte und Genesene, so dass die Grundimmunisierung hierüber geringer ist./swe/DP/zb

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 25.06.2022
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 41'676
Wdh: EU-Behörde EMA gibt

Wdh: EU-Behörde EMA gibt grünes Licht für Corona-Pille von Pfizer

(Im 6. Absatz wurde die Wortstellung vor einem Zitat verändert) - Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hat grünes Licht gegeben für die Zulassung des Medikaments Paxlovid gegen Covid-19. Das Mittel des US-Herstellers Pfizer könne bei erwachsenen Patienten eine schwere Erkrankung nach einer Corona-Infektion verhindern, teilte die EMA am Donnerstag in Amsterdam mit. Nach der Zulassung ist Paxlovid das erste Mittel, das Patienten zu Hause oral einnehmen können. Die Covid-Pille gilt als sehr effektiv, gerade bei Menschen mit Vorerkrankungen soll sie das Risiko von sehr schweren Krankheitsverläufen um 89 Prozent senken.

27.01.2022 16:22

Nun muss die EU-Kommission der Zulassung noch zustimmen, das aber gilt als Formsache. "Das Sicherheitsprofil von Paxlovid war günstig und Nebenwirkungen im allgemeinen milde", stellten die EMA-Experten fest. "Auf der Grundlage von Laborstudien wird erwartet, dass es auch gegen Omikron und andere Varianten wirkt."

Unklar ist noch, wann das Mittel auf Rezept bei der Apotheke zu kaufen ist. Nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) wurden eine Million Packungen Paxlovid geordert. "Das Mittel eignet sich insbesondere für die Behandlung ungeimpfter Risikopatienten", hatte er gesagt. Mit diesem Präparat sind dann insgesamt sieben Medikamente zur Behandlung von Covid-19-Patienten in der EU zugelassen.

Patienten nehmen nach Angaben des Herstellers über fünf Tage zwei Mal täglich jeweils drei Tabletten ein. Der Wirkstoff Nirmatrelvir soll ein Sars-CoV-2-Protein hemmen und dadurch die Vermehrung des Virus stoppen. Zu möglichen Nebenwirkungen gehören eine Beeinträchtigung des Geschmackssinns, Durchfall, Bluthochdruck und Muskelschmerzen. Das Mittel könnte aber die Wirkung anderer Medikamente beeinträchtigen, warnt die EMA.

Die Experten der EMA hatten bereits seit Längerem Daten aus Studien des Herstellers geprüft und Vorzüge und Risiken bewertet. Und die Behörde hatte auch bereits den EU-Mitgliedstaaten grünes Licht für eine nationale Notfallzulassung gegeben.

Der US-Hersteller spricht von einer "überwältigenden Wirksamkeit". Das Medikament könne das Virus an einer "verwundbaren Stelle" treffen, sagte Daniel Kalanovic, Medizinischer Direktor bei Pfizer in Deutschland. "Der Wirkstoff blockiert eines der wichtigsten Enzyme, die das Coronavirus braucht, um sich zu vermehren." Er hoffe, dass auch damit der "Wendepunkt in der Pandemie" erreicht werden könne.

EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides begrüsste die Empfehlung der EMA. Dieses Medikament könne "einen wirklichen Beitrag zur Linderung der Folgen von Covid" leisten./ab/DP/ngu

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 25.06.2022
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 41'676
Philippinen öffnen im Februar

Philippinen öffnen im Februar für internationalen Tourismus

Die Philippinen öffnen ab kommendem Monat erstmals seit zwei Jahren wieder ihre Grenzen für internationale Touristen. Urlauber aus 157 Staaten, die den vollständigen Corona-Grundschutz mit der meist nötigen zweiten Spritze haben, dürften ab dem 10. Februar wieder visa- und quarantänefrei in den Inselstaat einreisen, sagte Regierungssprecher Karlo Nograles am Freitag. Dazu gehören auch Deutschland sowie alle anderen Länder Europas.

28.01.2022 08:49

Voraussetzung für die Einreise sind demnach ein negativer PCR-Test, der maximal 48 Stunden vor Abreise gemacht werden müsse, sowie ein internationaler Impfausweis. "Die Tourismusbranche wird sich dadurch erholen und so erheblich zum Lebensunterhalt der Menschen und zum Wirtschaftswachstum des Landes beitragen können, betonte Nograles.

Das für seine herrliche Landschaften, Vulkane und Traumstrände bekannte Land hat seine Grenzen seit März 2020 für internationale Feriengäste geschlossen. Die Philippinen mit etwa 110 Millionen Einwohnern waren lange eines der am schwersten von der Pandemie betroffenen Länder in der Region. Insgesamt wurden bislang fast 3,5 Millionen Fälle verzeichnet, mehr als 53 000 Menschen starben in Verbindung mit Covid-19. Die zeitweise wegen der Omikron-Variante wieder stark gestiegenen Infektionszahlen sind aber zuletzt gesunken./gal/cfn/DP/eas

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 25.06.2022
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 41'676
GDK-Präsident will mit

GDK-Präsident will mit grossen Lockerungsschritten zuwarten

Lukas Engelberger, Präsident der Gesundheitsdirektoren-Konferenz, will mit grossen Lockerungsschritten der Pandemie-Schutzmassnahmen noch zuwarten. Die von Bundesrat Alain Berset angekündigten Lockerungen nannte er "in der Tonalität sehr optimistisch".

30.01.2022 12:36

Damit wecke der Bundesrat Erwartungen, sagte Engelberger im Interview mit dem "SonntagsBlick". Die Massnahmen verhinderten einen Kollaps der Spitäler und sollten systemrelevante Betriebe schützen. "Deshalb müssen wir mit den grossen Lockerungsschritten zuwarten, bis der Höhepunkt der Omikron-Welle erreicht ist."

Unbeliebte Maskenpflicht

Er habe Verständnis dafür, dass Berset zur Aufhebung der Quarantäne und der Homeoffice-Pflicht keine neue Konsultation der Kantone durchführe. Eine Aufhebung von 2G und der Zertifikatspflicht im Inland hingegen dürften nicht ohne Vernehmlassung beschlossen werden.

Nachdem Grossbritannien und Dänemark die Maskenpflicht aufgehoben habe, solle die Schweiz nicht nachziehen. "Die Maskenpflicht ist unbeliebt", räumte der Baselstädter Gesundheitsdirektor ein. "Doch sie ist ein relativ milder Eingriff in unsere Freiheiten."

"Wir sind jetzt nicht einfach aus dem Schneider", mahnte Engelberger. In seinem Kanton seien die Intensivstationen zwar stabil. Doch die Spitaleintritte hätten in der vergangenen Woche um fast ein Drittel zugenommen. "Es ist also ein uneinheitliches Bild."

"Nicht wie ein Krieg"

Engelberger warnte davor, die Pandemie voreilig für beendet zu erklären. "Die Pandemie endet nicht wie ein Krieg mit einem Waffenstillstand um zwölf Uhr mittags." Sie ebbe ab, und neue Mutationen könnten die Lage auch wieder verschlechtern.

Gesundheitsminister Alain Berset hatte am Freitag bereits auf den 2. Februar eine Aufhebung der Quarantäne- und Homeoffice-Pflicht in Aussicht gestellt. Über weitere Lockerungen wollte er sich noch nicht konkret äussern. Er kündigte in der "Samstagsrundschau" aber Vernehmlassungen zur Anpassung weiterer Massnahmen an.

Die Zeit der harten Massnahmen sei zu Ende, sagte Berset in der Radiosendung. Denn trotz sehr hohen Fallzahlen drohe derzeit keine Überlastung des Gesundheitswesens.

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 25.06.2022
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 41'676
Skisaison mit Omikron:

Skisaison mit Omikron: Österreichs Tourismus kämpft mit Covid-Regeln

Zu Beginn der Winter-Hochsaison kämpft der österreichische Tourismus trotz einiger angekündigter Corona-Lockerungen mit Einschränkungen und geringen Buchungszahlen. Im Februar, wenn Schulen in Deutschland und anderen europäischen Ländern Winterferien machen, sind die Hotels des Alpenlandes normalerweise zu 80 Prozent ausgelastet. Doch derzeit liegen die Reservierungen für die diesjährige Hochsaison erst bei knapp 50 Prozent, wie Martin Stanits von der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV) der Deutschen Presse-Agentur berichtete.

30.01.2022 12:48

Einen Hoffnungsschimmer brachte am Samstag die Ankündigung der Regierung, dass laut Prognoserechnungen die Omikron-Welle in den kommen Tagen ihren Höhepunkt überschreiten wird. Wegen des erwarteten Rückgangs und wegen der relativ niedrigen Bettenbelegung in den Krankenhäusern will die konservativ-grüne Regierungskoalition in den kommenden Wochen schrittweise Beschränkungen aufheben.

Vom 5. Februar an wird die Sperrstunde in der Gastronomie von 22 Uhr bis Mitternacht verlängert. Damit wird eine wichtige Forderung der Tourismusbranche erfüllt. Ab 19. Februar bekommen Ungeimpfte mit negativen Tests zudem wieder Zutritt zu Hotels und Lokalen. Für die Einreise nach Österreich hat die Regierung jedoch keine Lockerungen angekündigt. Damit ist für Erwachsene ein problemloser Winterurlaub vorerst weiterhin nur mit Impfung möglich.

Die Branche begrüsste die Schritte zwar, die Begeisterung hielt sich aber in Grenzen. "Es ist natürlich eine kleine Verbesserung. Es geht in die richtige Richtung", sagte Stanits. Doch die Lockerungen kämen spät.

Touristiker kritisierten, dass die Regierung auf der Verkürzung der Gültigkeit für Impfzertifikate beharre. Ab 1. Februar gilt die zweite Impfung nur mehr sechs Monate statt bisher neun Monate lang als Eintrittskarte für viele Bereiche des Alltags. "Wir wissen, dass vielen Gästen aus unseren Hauptherkunftsmärkten oft noch die Booster-Impfung fehlt", sagte Susanne Kraus-Winkler, die die Hotelbranche in der Wirtschaftskammer vertritt. Da drei Viertel aller Übernachtungen im Winter vor der Pandemie auf das Konto von ausländischen Gästen gingen, sei der Regierungskurs in dieser Frage "höchst problematisch".

Laut Branchenvertretern leidet die Nachfrage aber auch stark unter den hohen Ansteckungszahlen, die dazu geführt haben, dass Österreich von Deutschland Mitte Januar erneut als Hochrisikogebiet eingestuft wurde. Das hat zur Folge, dass ungeimpfte deutsche Kinder zwar im Alpenland Skifahren dürfen, aber bei der Rückkehr fünf Tage lang in Quarantäne müssen. Für den Tourismus im Alpenland ist Deutschland der wichtigste Kundenmarkt. Mehr als ein Drittel aller Übernachtungen im Winter werden von deutschen Gästen gebucht.

Nach dem fast gänzlichen Ausfall der Lockdown-Wintersaison 2020/21 lagen die Übernachtungen laut staatlicher Statistik im vergangenen November und Dezember fast um die Hälfte unter dem Vor-Corona-Wert. Nach Angaben des ÖHV bleiben mindestens vier Prozent der Hotels in diesem Winter zu.

Der Tourismusexperte Oliver Fritz vom Wirtschaftsforschungsinstitut in Wien wies darauf hin, dass viele Betriebe bald die staatlich gestützten Kredite zurückzahlen müssen, die ihnen zur Überbrückung der Corona-Flaute gewährt wurden. "Die Frage ist, ob das alle schaffen", sagte er der dpa. Ausserdem werde der Wintertourismus in den kommenden Jahren mit dem Klimawandel und mit einem Mangel an Arbeitskräften zu kämpfen haben. "Die grossen Herausforderungen haben mit der Pandemie nichts zu tun", sagte Fritz./al/DP/mis

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 25.06.2022
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 41'676
Die Schweiz plant Lockerungen

Die Schweiz plant Lockerungen - zwischen Optimismus und Vorsicht

(Wochenendzusammenfassung) - Vor dem Höhepunkt der Omikron-Welle befindet sich die Schweiz zwischen Optimismus und Vorsicht. Mit grossen Lockerungen der Pandemie-Schutzmassnahmen will der Präsident der Gesundheitsdirektorenkonferenz, Lukas Engelberger, noch zuwarten. Die von Bundesrat Alain Berset angekündigten Lockerungen nannte er "in der Tonalität sehr optimistisch".

30.01.2022 14:59

Damit wecke der Bundesrat Erwartungen, sagte Engelberger im Interview mit dem "SonntagsBlick". Allerdings mahnte er zur Vorsicht: Die Massnahmen verhinderten einen Kollaps der Spitäler und sollten systemrelevante Betriebe schützen. "Deshalb müssen wir mit den grossen Lockerungsschritten zuwarten, bis der Höhepunkt der Omikron-Welle erreicht ist."

Er habe Verständnis dafür, dass Berset zur Aufhebung der Quarantäne und der Homeoffice-Pflicht keine neue Konsultation der Kantone durchführe. Eine Aufhebung von 2G und der Zertifikatspflicht im Inland hingegen dürften nicht ohne Vernehmlassung beschlossen werden. Zudem solle die Schweiz noch nicht auf eine Maskenpflicht verzichten, wie die etwa Grossbritannien und Dänemark tun. Die Schutzmaske sei zwar unbeliebt, aber ein relativ milder Eingriff in die Freiheiten.

In seinem Kanton seien die Intensivstationen zwar stabil. Doch die Spitaleintritte hätten in der vergangenen Woche um fast ein Drittel zugenommen. "Es ist also ein uneinheitliches Bild." Engelberger warnte davor, die Pandemie voreilig für beendet zu erklären. Sie ebbe ab, und neue Mutationen könnten die Lage auch wieder verschlechtern.

Unsicherheit akzeptieren

Die aktuelle Situation stuft Berset trotz gewisser Unsicherheiten als gut ein. Derzeit seien keine Mutation oder Entwicklung zu sehen, die dies ändern könnten, sagte er in der Radiosendung "Samstagsrundschau". Unklar sei aber, ob das auch im Winter 2022/23 so bleibe. "Diese Unsicherheit müssen wir akzeptieren." Die Zeit der harten Massnahmen sei zu Ende, so Berset weiter. Denn trotz sehr hohen Fallzahlen drohe derzeit keine Überlastung des Gesundheitswesens.

Berset hatte am Freitag bereits auf den 2. Februar eine Aufhebung der Quarantäne- und Homeoffice-Pflicht in Aussicht gestellt. Über weitere Lockerungen wollte er sich noch nicht konkret äussern. Er kündigte in der "Samstagsrundschau" aber Vernehmlassungen zur Anpassung weiterer Massnahmen an.

Pläne über "Turbo-Öffnung"

Zum einem Artikel der "SonntagsZeitung", wonach Berset eine "Turbo-Öffnung" vorbereitet, gab es beim Bundesamt für Gesundheit (BAG) auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA keine weiteren Informationen. Die Zeitung berichtete, der Bundesrat werde die Aufhebung aller weiterer Massnahmen gegen das Coronavirus den Kantonen zur Konsultation vorlegen, schrieb das Blatt gestützt auf Quellen im Bundeshaus. Am 16. Februar könnte die Öffnung im besten Fall beschlossen werden.

Laut BAG befindet sich die Schweiz immer noch in der Normalisierungsphase des Drei-Phasen-Modells, das immer noch seine Gültigkeit habe. Das Modell besteht aus einer Schutz-, einer Stabilisierungs- und einer Normalisierungsphase.

Das Drei-Phasen-Modell erscheine als Planungsgrundlage weiterhin geeignet sowohl für ein mögliches Rückfallszenario, als auch für die weitere Normalisierung und den mittelfristigen Übergang in eine endemische Phase, so das BAG. Im Weiteren solle der langfristige Umgang mit Covid-19 erarbeitet werden.

Wirksame Antikörper-Therapie

Über 3500 Personen in der Schweiz haben bisher wegen Covid-19 eine Antikörper-Therapie erhalten. Das BAG bestätigte auf Anfrage einen entsprechenden Artikel der "SonntagsZeitung". Dank dieser Therapie lasse sich verhindern, dass mehr Menschen auf der Intensivstation behandelt werden oder sterben müssten, hiess es im Bericht.

Unklar sind die Kosten; laut der Zeitung sind es pro Behandlung ein paar Tausend Franken. Beim BAG hiess es, die Preise seien vertraulich.

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 25.06.2022
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 41'676
Ueli Maurer: "Phase der

Ueli Maurer: "Phase der intensiven Massnahmen bald abschliessen"

Die Phase der intensiven Massnahmen gegen die Covid-19-Pandemie könne bald abgeschlossen werden, aber die eigentliche Pandemie weltweit werde wohl erst in drei, vier Jahren unter Kontrolle sein. So beurteilt Finanzminister Ueli Maurer die Lage.

31.01.2022 06:55

"Das heisst, wir werden uns eine Impfstrategie überlegen müssen", sagte Maurer in einem am Montag veröffentlichten Interview mit der Zeitung "Blick". Dabei müsse die Verantwortung vom Staat zurück "zu den Leuten, den Eltern, den Hausärzten".

Die Gesellschaft sei gespalten wie nie, stellte Maurer fest. "Ich kenne Menschen, die gemeinsam ein Haus gebaut und 40 Jahre friedlich Tür an Tür gewohnt haben und sich jetzt nicht einmal mehr Grüezi sagen." Er habe Spaltungen erlebt in seinem Umfeld auf dem Land. "Je mehr Druck es vom Staat gegeben hat, desto mehr Widerstand gab es."

Maurer blickte zurück auf die Zeiten, in denen der Bundesrat die Schutzmassnahmen immer wieder anpassen musste: "Ich muss zugeben, dass ich auch nicht immer wusste, was jetzt diese Woche gilt;" sagte er. Der Druck sei sehr hoch gewesen, die Situation habe sich oft schnell verändert, und der Bundesrat habe schnell entscheiden müssen.

Widersprüche beseitigen

Solle der Staat das Vertrauen seiner Bürgerinnen und Bürger nicht ganz verlieren, "müssen wir schnell zurück zur Normalität". Maurer plädierte dabei für ein Vorgehen in Etappen. Diese müssten beschleunigt werden und dabei gewisse Widersprüche beseitigt werden.

Auf die Frage, welche Massnahme zuerst fallen sollte, nannte Maurer die Quarantäne. Sie koste volkswirtschaftlich gesehen am meisten.

Gesundheitsminister Alain Berset hatte vergangene Woche auf Mittwoch eine Aufhebung der Quarantäne für Menschen, die mit Infizierten in Kontakt waren, und der Homeoffice-Pflicht in Aussicht gestellt. Zudem kündigte Berset Vernehmlassungen zur Anpassung weiterer Massnahmen an.

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 25.06.2022
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 41'676
Hunderttausende Corona

Hunderttausende Corona-Zertifikate verfallen wegen kürzerer Dauer

Am Dienstag verfallen die Covid-Zertifikate von Personen, deren Covid-Zertifikate älter als 270 Tage sind. Betroffen davon dürften hunderttausende Personen sein. Gastrosuisse-Präsident Kasimir Platzer befürchtet deswegen Einbussen bei den Restaurants.

31.01.2022 08:40

Viele Restaurantbesucher würden nicht wissen, dass ihr Zertifikat verfalle, sagte Platzer gegenüber der Sendung "Heute Morgen" von Radio SRF. Die Betriebe seien jedoch auf die Änderung vorbereitet, da man schon seit September "Polizist" spiele. Menschen, die nun ihr Zertifikat verlieren würden, hätten alles gemacht, um nicht vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen zu werden. Doch nun reiche dies nicht mehr, das sei bedauerlich, so Platzer.

Es gebe trotz des Zertifikats Restaurants, die weiterhin gut liefen. Aber Rückmeldungen von vielen Betrieben würden anders aussehen, vor allem die "Giftportion 2G und Homeoffice-Pflicht" habe zu viel weniger Gästen geführt. In den Bergen bei den guten Wetterbedingungen der letzten Wochen sei dies anders gewesen.

Die Geltungsdauer von Schweizer Covid-Zertifikaten für Geimpfte und Genesene wurde vor rund zwei Wochen vom Bundesrat von einem Jahr auf 270 Tage verkürzt. Wer also vor Mai 2021 seine zweite Dosis erhalten hat und nicht geboostert wurde oder länger als 9 Monate genesen ist, verliert das Covid-Zertifikat ab dem 1. Februar.

Beim Bundesamt für Gesundheit (BAG) hiess es am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA, man verfüge nicht über die exakte Zahl der Personen, die ihr Zertifikat verlieren würden. Man schätze, dass die Anzahl der Betroffenen bei einigen Hunderttausend liege. Im Bericht von Radio SRF heisst es, rund 250'000 Menschen stünden ab Dienstag ohne gültiges Zertifikat da.

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 25.06.2022
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 41'676
Moderna-Impfstoff in USA

Moderna-Impfstoff in USA vollständig zugelassen

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat dem Corona-Impfstoff des amerikanischen Herstellers Moderna die vollständige Zulassung erteilt. Die Zulassung gelte für Menschen ab 18 Jahren, teilten Moderna und die FDA am Montag mit. Die FDA sprach von einem "bedeutenden Schritt". Bereits im August hatte das Mittel des deutschen Herstellers Biontech und seines US-Partners Pfizer als erster Corona-Impfstoff in den Vereinigten Staaten die volle Zulassung bekommen. Zuvor waren beide Impfstoffe mit Notfallzulassungen im Einsatz.

31.01.2022 19:30

Zur Bearbeitung der Anträge auf Vollzulassungen, für die das Sichten von etwa zehnmal so viel Daten Voraussetzung ist, nutzte die FDA ein beschleunigtes Verfahren. Von der vollen Zulassung eines Impfstoffs erhoffen sich Experten auch eine gesteigerte Akzeptanz in der Bevölkerung. Zudem kann sie bei der rechtlichen Absicherung einer möglichen Impfpflicht eine Rolle spielen./cah/DP/he

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 25.06.2022
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 41'676
London rudert bei Impfpflicht

London rudert bei Impfpflicht für medizinisches Personal zurück

Die britische Regierung ist bei der geplanten Impfpflicht für medizinisches Personal in England zurückgerudert. Gesundheitsminister Sajid Javid kündigte am Montagabend in London an, die Pläne zu überprüfen und bei den medizinischen Behörden neue Daten anzufordern. Er liess durchblicken, die Impfpflicht nicht mehr als notwendig anzusehen.

31.01.2022 20:59

Medien hatten bereits zuvor berichtet, die konservative Regierung von Premierminister Boris Johnson wolle das umstrittene Vorhaben aufgeben. Ursprünglichen Plänen zufolge sollten Pflegekräfte vom 1. April an zwei Impfungen nachweisen müssen. Die mutmassliche Kehrtwende wird von der Regierung damit begründet, dass die Auswirkungen der Omikron-Variante deutlich milder seien als befürchtet.

Die Impfpflicht für das Personal des englischen Gesundheitsdiensts NHS wurde beschlossen, als die Delta-Variante dominierte. Diese führte zu deutlich mehr Einweisungen in Krankenhäuser. Kritiker befürchten, das ohnehin überlastete Gesundheitssystem werde bei einer Impfpflicht auf einen Schlag 80 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verlieren.

Etliche Abgeordnete in Johnsons Tory-Partei hatten grossen Widerstand dagegen geleistet. Johnson, der wegen Lockdown-Partys in der Downing Street massiv unter Druck steht, ist auf die Unterstützung von konservativen Hinterbänklern angewiesen. Ansonsten droht ihm ein Misstrauensvotum./swe/DP/he

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 25.06.2022
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 41'676
Südafrika lockert Corona

Südafrika lockert Corona-Restriktionen weiter

Angesichts einer mittlerweile abgeebten vierten Infektionswelle lockert Südafrika seine Corona-Massnahmen weiter. Die Regierung des Kap-Staates beschloss am Montagabend, dass positiv geteste Personen ohne Symptome nicht mehr in Quarantäne müssen. Für solche mit Symptomen wurde die Dauer der Isolierung von zehn Tagen auf sieben Tage verkürzt. Wer Infizierten nahegekommen ist, muss nur noch in Quarantäne, falls Symptome bestehen.

31.01.2022 21:43

Begründet wurden die Lockerungen mit Studien, wonach in Südafrika rund 70 Prozent der Bevölkerung bereits eine Infektion hatten. Am Montag wurden bei knapp 60 Millionen Einwohnern nur noch 1366 Neuinfektionen gemeldet. Studien deuten auf einen eher milden Krankheitsverlauf der Coronavirus-Variante Omikron im Vergleich zur Delta-Variante hin. Südafrika befindet sich nun auf der niedrigsten Stufe eines fünfstelligen Alarmsystems./rek/DP/he

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 25.06.2022
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 41'676
WHO: Pandemie führt zu

WHO: Pandemie führt zu riesigem Berg an Medizinmüll

Infolge der Corona-Pandemie haben sich nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) inzwischen weltweit mehr als als 200 000 Tonnen medizinischen Abfalls angehäuft - vieles davon Plastikmüll. Die UN-Organisation mit Sitz in Genf forderte am Dienstag Strategien, um Mensch und Umwelt vor schlecht entsorgten Schutzanzügen, Test-Kits und Impf-Utensilien zu schützen.

01.02.2022 08:08

Nach Angaben der WHO fielen durch die Milliarden Impfungen seit Beginn der Pandemie mindestens 144 000 Tonnen an gebrauchten Nadeln, Spritzen und Sammelbehältern an. Hinzu kommen 87 000 Tonnen Schutzbekleidung, die allein von den Vereinten Nationen zwischen März 2020 und November 2021 ausgeliefert wurden. In Coronatests stecken bis zu 2600 weitere Tonnen an Müll und 731 000 Liter an chemischen Abfällen. Schutzmasken für den Privatgebrauch sind in den Schätzungen nicht eingerechnet.

Schon vor der Pandemie waren nach Angaben der WHO ein Drittel aller Gesundheitseinrichtungen nicht in der Lage, ihren Müll fachgerecht zu entsorgen. Die zusätzlichen Covid-Abfälle seien ein Gesundheits- und Umweltrisiko für medizinisches Personal sowie für Menschen, die in der Nähe von Deponien leben, hiess es.

Die WHO drängt nun auf umweltfreundlichere Verpackungen, wiederverwendbare Schutzbekleidung und Investitionen in Recyclingsysteme. "Covid-19 hat der Welt die Lücken und Versäumnisse bei der Produktion, Verwendung und Entsorgung von Gesundheitsprodukten aufgezeigt", sagte Maria Neira, die bei der WHO für Umweltfragen zuständig ist./al/DP/eas

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 25.06.2022
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 41'676
Experten des Bundes stützen

Experten des Bundes stützen Lockerungspläne des Bundesrats

Laut Patrick Mathys vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) dürften die Intensivstationen von der Omikron-Welle weiterhin verschont bleiben. Deshalb dürfe man zuversichtlich nach vorne schauen. Trotzdem sei aber noch eine "gewisse Vorsicht" angebracht.

01.02.2022 14:45

"Die Omikron-Welle ist stark und wuchtig, zu einem Tsunami, der uns überrollt hätte, ist es aber glücklicherweise nicht gekommen", sagte Mathys am Dienstag vor den Medien in Bern. Bildlich gesprochen dürfte der Hochwasserschutz deshalb nicht mehr lange notwendig sein.

Hauptgrund für diese Aussage ist die leichte, aber kontinuierlich sinkende Auslastung der Intensivstationen. Bei einem allfälligen Abbau der Corona-Massnahmen konnten die Fallzahlen laut Mathys zwar noch einmal zunehmen, die allermeisten Fälle dürften aber mild ausfallen. Es werde wohl "keinen zusätzlichen Druck auf die Infrastruktur und das Personal" geben.

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 25.06.2022
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 41'676
Corona beschleunigt das

Corona beschleunigt das Ladensterben in Deutschland

(Ausführliche Fassung) - Die Corona-Pandemie beschleunigt das Ladensterben in Deutschland. Der Handelsverband Deutschland (HDE) geht davon aus, dass durch die Auswirkungen der Corona-Krise in diesem Jahr noch einmal fast 16 000 Geschäften das Aus droht. Die Zahl der Ladenschliessungen sei damit wahrscheinlich drei mal so hoch wie durchschnittlich in den Jahren vor der Pandemie, sagte der HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth am Dienstag in Berlin. "Gerade bei kleineren und mittleren Betrieben werden wir einen Aderlass sehen."

01.02.2022 14:25

Dabei hatte das Statistische Bundesamt erst zweieinhalb Stunden zuvor Zahlen veröffentlicht, die eigentlich für zufriedene Gesichter in der Branche hätten sorgen können. Denn auch im zweiten Pandemiejahr erzielte der deutsche Einzelhandel Rekordumsätze. Bereinigt um Preiserhöhungen stiegen die Umsätze 2021 noch einmal um 0,7 Prozent. Nominal lag das Umsatzplus sogar bei 2,9 Prozent. Damit landete so viel Geld in den Kassen des Handels wie noch nie.

Doch profitierten davon eben nicht alle Händler gleichermassen. Grosser Gewinner war der Onlinehandel, der laut HDE allein im vergangenen Jahr seine Umsätze um gut 19 Prozent steigern konnte. Auch der Lebensmittelhandel mit seinen Supermärkten und Discountern schlug sich gut. Dagegen traf die Corona-Krise die Mode- und Schuhhändler in den Innenstädten und Einkaufszentren besonders hart. Sie büssten laut HDE in den vergangenen zwei Pandemiejahren rund 30 Prozent ihrer Umsätze ein.

Ausschlaggebend für die wachsende Zahl der Ladenschliessungen ist laut HDE denn auch vor allem der coronabedingte Rückgang der Besucherzahlen in den Fussgängerzonen. "Das ist der Killer für die Unternehmen", sagte der HDE-Chefvolkswirt Olaf Roik. Denn gerade kleine und mittelständische Unternehmen könnten sich aufgrund der sinkenden Kundenzahlen die hohen Mieten an den Einkaufsstrassen oft nicht mehr leisten. Seit Ausbruch der Pandemie habe der stationäre Nicht-Lebensmittelhandel an 263 von 569 Verkaufstagen - also fast an jedem zweiten Verkaufstag - entweder unter einem Lockdown oder unter anderen Einschränkungen gelitten, rechnete Genth vor.

Aktuell spielt nach Einschätzung des HDE die 2G-Regelung, die nur Geimpften und Genesenen den Zutritt zu vielen Geschäften erlaubt, eine für den Handel verhängnisvolle Rolle. Nach einer aktuellen Umfrage des Verbandes unter 1300 Handelsunternehmen schätzen 46 Prozent der von der 2G-Regelung betroffenen Händler ihre Geschäftslage als schlecht ein. "Diese im Kampf gegen die Pandemie nutzlose Massnahme muss endlich bundesweit fallen", forderte Genth. Ausserdem machten vielen Händlern die anhaltenden Lieferschwierigkeiten zu schaffen. Massiv betroffen seien davon vor allem Sportartikel, Elektronik und Haushaltswaren.

Auch das neue Jahr brachte für die Modehändler bislang offenbar keine Besserung. "Das Umsatzdrama geht weiter", titelte das Branchenfachblatt "Textilwirtschaft" in dieser Woche auf seiner Website. "Die Infektionszahlen steigen, die Umsätze sind weiter im Sinkflug und viele Händler pessimistisch", fasste das Blatt das Ergebnis einer Branchenumfrage zusammen.

Wenn die Auswirkungen der Pandemie zeitnah nachlassen und Massnahmen wie 2G für den Handel zurückgenommen werden, rechnet der HDE für die Branche trotz aller Probleme in diesem Jahr insgesamt mit einem Umsatzplus von drei Prozent. Damit würden die Umsätze im Einzelhandel auf mehr als 600 Milliarden Euro steigen. Das klingt auf den ersten Blick gut. Inflationsbereinigt würden die Umsätze damit allerdings nach zwei Rekordjahren erstmals wieder stagnieren.

Und: Das Gros des Wachstums dürfte erneut aus dem Online-Bereich kommen, für den der HDE ein Wachstum von 13,5 Prozent erwartet. Der stationäre Handel darf der Prognose zufolge lediglich mit einem Umsatzplus von 1,2 Prozent rechnen. Im Bekleidungshandel werden die Umsätze der Prognose zufolge sogar noch einmal um 2 Prozent zurückgehen. Damit hätte der stationäre Modehandel seit Beginn der Corona-Krise dann fast ein Drittel seiner Umsätze verloren./rea/DP/eas

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 25.06.2022
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 41'676
Zertifikat soll laut

Zertifikat soll laut Gesundheitsdirektorenkonferenz vorerst bleiben

Das Generalsekretariat der Konferenz der Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren der Kantone (GDK) hat Vorbehalte gegen eine rasche Abschaffung der Zertifikatspflicht. Zunächst müsse die Zahl der Neuansteckungen mit dem Coronavirus nachhaltig sinken.

01.02.2022 19:44

Auch bei den Hospitalisationen und der Positivitätsrate bei Tests solle man zunächst eine Abnahme abwarten, sagte GDK-Generalsekretär Michael Jordi am Dienstag gegenüber der "Tagesschau" von Fernsehen SRF.

In der vergangenen Woche hatte eine Allianz aus bürgerlichen Politikerinnen und Politikern, dem Schweizerischen Gewerbeverband, der Branchenverbände der Gastro- und Fitnessbranche sowie die Expo Event Swiss Livecom Association die sofortige Aufhebung aller Corona-Massnahmen gefordert. Am Dienstag bekräftigte die SVP in einer Medienmitteilung die Forderung nach einem Ende der Zertifikatspflicht.

Der Bundesrat entscheidet voraussichtlich am Mittwoch über den weiteren Kurs in der Corona-Politik. Viele Beobachterinnen und Beobachter erwarten, dass er dabei die Aufhebung der Zertifikatspflicht in die Vernehmlassung geben wird.

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 25.06.2022
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 41'676
Norwegen lockert Corona

Norwegen lockert Corona-Massnahmen kräftig

Norwegen hebt einen Grossteil seiner Corona-Massnahmen auf. Bereits ab Dienstagabend um 23.00 Uhr gibt es unter anderem keine Begrenzungen für den Ausschank von alkoholischen Getränken mehr. Der Breitensport und andere Freizeitaktivitäten können nach Regierungsangaben ohne Einschränkungen wieder voll aufgenommen werden, Kinos, Theater und Kirchen können wieder voll besetzt sein. Teilnehmerbeschränkungen werden für Zusammenkünfte ebenso aufgehoben wie die Testpflicht für Einreisende.

01.02.2022 21:00

Die Maskenpflicht in Geschäften, im öffentlichen Nahverkehr und in anderen Situationen mit möglichem Gedränge bleibt dagegen bestehen, wie Ministerpräsident Jonas Gahr Støre am Dienstagabend auf einer Pressekonferenz in Oslo sagte. Die generelle Ein-Meter-Abstandsregel bleibt ebenfalls bis auf Weiteres in Kraft.

"Heute sind wir endlich dorthin gekommen, dass wir viele der Infektionsschutzmassnahmen aufheben können, mit denen wir den Winter über gelebt haben", sagte Støre. Man wisse nun, dass die Krankheitslast durch die Omikron-Variante des Coronavirus geringer sei und die Impfstoffe sehr vielen Menschen in Norwegen einen guten Schutz lieferten. Deshalb könne man viele Massnahmen aufheben, obwohl die Neuinfektionszahlen schnell steigen. Um die Kontrolle zu behalten, müssten jedoch einige Massnahmen bleiben.

Die norwegische Regierung strebt an, die letzten Beschränkungen bis zum 17. Februar aufzuheben - wenn sich die Lage wie erwartet weiter entwickelt./trs/DP/he

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 25.06.2022
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 41'676
Biontech/Pfizer beantragen

Biontech/Pfizer beantragen Impfstoff-Zulassung in USA für Kleinkinder

Das deutsche Unternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer beantragen in den USA die Notfallzulassung ihres Corona-Impfstoffs für Kinder unter fünf Jahren. Die entsprechenden Daten seien der US-Arzneimittelbehörde FDA übermittelt worden, teilte Pfizer am Dienstag mit. Der Antrag solle in den kommenden Tagen fertiggestellt werden. Die Notfallzulassung soll für Kinder ab sechs Monaten gelten. Es wäre der erste verfügbare Impfstoff für diese Altersgruppe in den USA.

02.02.2022 06:37

"Einen sicheren und wirksamen Impfstoff für Kinder in dieser Altersgruppe zur Verfügung zu haben, hat für die Behörde Priorität, und wir setzen uns für eine rechtzeitige Prüfung der Daten ein, um welche die Behörde Pfizer angesichts des jüngsten Omikron-Fallanstiegs gebeten hat", hatte die FDA zuvor mitgeteilt. Das Biontech/Pfizer-Präparat ist in den USA bereits für Kinder ab fünf Jahren zugelassen.

Offen ist noch, wie viele Spritzen des Impfstoffs, der in geringerer Dosis verabreicht wird, benötigt werden. Daten zu einer dritten Dosis, die mindestens acht Wochen nach der zweiten Dosis verabreicht werde, würden in den kommenden Monaten erwartet und der FDA vorgelegt, so Pfizer. Letztendlich gehe man davon aus, dass drei Dosen des Impfstoffs für die Altersgruppe erforderlich seien, um einen hohen Schutz gegen aktuelle und potenzielle zukünftige Varianten zu erreichen./nau/DP/he

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 25.06.2022
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 41'676
Deutsche Wirtschaft fordert

Deutsche Wirtschaft fordert von Japan Lockerung des Einreiseverbots

Japans striktes Einreiseverbot wegen der Corona-Pandemie sorgt bei deutschen Unternehmen und internationalen Austauschstudenten für vehemente Kritik. "Das seit 23 Monaten bestehende Einreiseverbot ist nicht nur eine Belastung für die deutsche Wirtschaft, sondern schadet auch Japans eigener Wirtschaft und seinem internationalen Ruf", beklagte Marcus Schürmann, Geschäftsführer der Deutschen Industrie- und Handelskammer in Japan (AHK Japan) am Mittwoch.

02.02.2022 11:10

Die Einreisebeschränkungen behinderten Firmen in ihrer Geschäftstätigkeit massiv, so Schürmann weiter. Eine Umfrage der Kammer habe ergeben, dass 73 Prozent der deutschen Unternehmen in Japan laufende Projekte und Geschäftstätigkeiten erheblich gefährdet sehen.

"Internationale Unternehmen benötigen für die Besetzung von Schlüsselpositionen in den Unternehmen dringend Entsandtkräfte, die schliesslich auch einen Beitrag für die Gesellschaft leisten und Steuern zahlen", so der Delegierte der Deutschen Wirtschaft in Japan. Spezialisten mit zeitlich begrenztem Aufenthalt müssten dringend für den Abschluss von Projekten nach Japan kommen. "Wir fordern die japanische Regierung daher dringend auf, die Einreisebeschränkungen zu flexibilisieren und die Einreise dieser Zielgruppen nach transparenten Verfahren zu ermöglichen", erklärte Schürmann.

23 Prozent der befragten deutschen Unternehmen haben den Angaben nach bereits erhebliche Geschäftseinbussen im Zusammenhang mit dem Einreiseverbot verbucht, die insgesamt weit über 100 Millionen Euro liegen. Viele deutsche Manager seien besorgt, dass die strengen Einreiseregeln Japans Wirtschaft selbst stark beeinträchtigen. Einige sähen gar langfristige Auswirkungen, da Japan seinen Ruf als Zielland für Investitionen und internationale Talente aufs Spiel setze.

Zu den Leidtragenden des strikten Einreiseverbots gehören auch rund 150 000 Austauschstudenten, die seit zig Monaten darauf warten, endlich ihr Studium in Japan antreten zu können. Für gerade mal 500 von ihnen soll es nun eine Ausnahme geben, berichteten japanischen Medien. Kritiker beklagen bereits einen Rückfall Japans in die Mentalität der Vergangenheit, als sich das Inselreich in der Edo-Zeit (1603 bis 1868) mehr als 200 Jahre lang von der Aussenwelt abgeschottet hatte. Japan betreibe unter dem Vorwand der Pandemie erneut eine Politik des "Sakoku" - der Abschliessung des Landes./ln/DP/eas

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 25.06.2022
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 41'676
Bundesrat belässt Zinsen für

Bundesrat belässt Zinsen für Covid-Kredite unverändert

Die Zinsen für Covid-Kredite bleiben unverändert. Das hat der Bundesrat am Mittwoch entschieden. Für Kredite bis zu 500'000 Franken bleibt der Zins bei 0 Prozent. Der Zinssatz für den durch die Bürgschaftsorganisationen verbürgten Anteil der Kredite über 500'000 Franken (Covid-19-Kredite-Plus) beträgt weiterhin 0,5 Prozent.

02.02.2022 13:40

Zudem begrüsst der Bundesrat die Möglichkeit, die Rückzahlung der Kredite ab Ende März 2022 zu starten - so hat es die Schweizerische Bankiervereinigung empfohlen. Er befürwortet auch die Möglichkeit, dass Banken von der Pandemie besonders betroffenen Unternehmen bei der Rückzahlung einen Aufschub von sechs bis zwölf Monaten gewähren.

Muss der Bürgschaft leistende Bund einspringen und Forderungen an Unternehmen eintreiben, übernimmt dies in der Mehrheit der Fälle die Intrum AG. Sind juristische Abklärungen nötig, ist Kellerhals Carrard zuständig.

cg/

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 25.06.2022
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 41'676
Impfpflicht in Österreich in

Impfpflicht in Österreich in Kraft - Lotterie verschoben

In Österreich gilt seit Samstag für praktisch alle Einwohner über 18 Jahren eine Corona-Impfpflicht - die strengste Regelung innerhalb der Europäischen Union. Nach einer Übergangszeit bis Mitte März drohen Impfverweigerern dann auch harte Geldstrafen. Andere europäische Länder haben bislang lediglich eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen beschlossen. Auch in Deutschland wird aber seit Wochen über eine allgemeine Impfpflicht diskutiert. Der Bundestag entscheidet darüber voraussichtlich im März.

05.02.2022 17:24

Im Nachbarland sieht das vom Parlament beschlossene Gesetz Ausnahmen für Schwangere vor und für Menschen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können, sowie teils auch für Genesene. Alle Ungeimpften sollen nun ein Schreiben mit der Aufforderung bekommen, sich gegen das Virus immunisieren zu lassen. Wer dann an einem von der Regierung festgelegten Impfstichtag kein Zertifikat vorweisen kann, soll eine Strafverfügung erhalten.

Österreich hat knapp neun Millionen Einwohner. Vollständig geimpft sind knapp 70 Prozent der Bevölkerung. In Deutschland liegt der Wert bei gut 74 Prozent. Kontrolliert werden soll die neue Impfpflicht mit Stichproben, zum Beispiel im Rahmen von Verkehrskontrollen - aber noch nicht sofort, sondern erst von Mitte März an. Bei Verstössen drohen dann Strafen in einem verkürzten Verfahren bis zu 600 Euro, am Ende bis zu 3600 Euro.

Die Regierung in Wien wollte eigentlich als Anreiz zudem eine "Impflotterie" für alle Geimpften starten. Verlost werden sollten Gutscheine über 500 Euro, die in Geschäften, Restaurants, Hotels, Kultur- und Sporteinrichtungen eingelöst werden können. Jeder zehnte Geimpfte hätte die Chance auf einen Gutschein gehabt. Das Vorhaben wurde aber zurückgestellt. Der öffentlich-rechtliche Rundfunksender (ORF), der die Lotterie organisieren sollte, äusserte organisatorische und rechtliche Bedenken.

Unterdessen wurden acht Personen angezeigt, weil sie sich mit gefälschten Beweismitteln Genesenen-Zertifikate erschlichen haben sollen. Zwei Infizierte hatten Abstrichproben von Angehörige und Bekannten als eigene Proben ausgegeben. Die Vorfälle ereigneten sich bereits im Dezember, wie die Polizei in Oberösterreich am Samstag berichtete.

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 25.06.2022
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 41'676
"Partygate"-Fotos: Johnson

"Partygate"-Fotos: Johnson weiter im Feuer

In der "Partygate"-Affäre um Lockdown-Feiern in der Downing Street hat ein weiterer konservativer Abgeordneter dem britischen Premierminister Boris Johnson sein Misstrauen ausgesprochen. "Um Vertrauen wieder herzustellen, müssen wir den Premierminister auswechseln", schrieb der Politiker Nick Gibb in einem Gastbeitrag für den "Telegraph" (Samstag). Es sei leider kaum vorstellbar, dass Johnson die Wahrheit sage. "Die Wahrheit zu sagen ist wichtig - und nirgendwo so sehr wie im Unterhaus."

05.02.2022 17:25

Johnson hat sich zwar dafür entschuldigt, dass trotz der allgemeinen in der Corona-Beschränkungen im Regierungssitz Feiern stattfanden. Er vertritt aber immer noch der Meinung, selbst keine Regeln gebrochen zu haben. Daran gibt es erhebliche Zweifel. Inzwischen haben ihm nach Medienberichten mindestens 18 Abgeordnete der eigenen Partei das Vertrauen entzogen, was ein Misstrauensvotum wahrscheinlicher macht. Die Polizei ermittelt.

Neuen Zündstoff lieferte der "Mirror": Das Blatt berichtete unter Berufung auf nicht genannte Quellen über ein der Polizei vorliegendes Foto, das zeige, wie Johnson bei einer Feier zu seinem Geburtstag 2020 eine Bierdose in der Hand halte und anderen zuproste. Der konservative Regierungschef betont immer wieder, nur kurz und in Zusammenhang mit Arbeitsterminen bei Versammlungen dabei gewesen zu sein. Ein Untersuchungsbericht hatte den Verantwortlichen in der Downing Street wegen der Partys Führungsversagen attestiert.

Entziehen mindestens 54 Abgeordnete Johnson ihre Unterstützung, käme es zum Misstrauensvotum. Auch im Kabinett sorgt "Partygate" für Unruhe: Finanzminister Rishi Sunak, der als möglicher Nachfolger gehandelt wird, distanzierte sich von einem Angriff Johnsons auf Oppositionschef Keir Starmer, bei dem sich der Premier einer rechten Verschwörungstheorie bedient hatte. Daraufhin sollen andere Kabinettsmitglieder der "Times" zufolge Sunak egoistische Manöver vorgeworfen oder sich für dessen Rücktritt ausgesprochen haben.

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 25.06.2022
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 41'676
Mehr als 900 000 Corona-Tote

Mehr als 900 000 Corona-Tote in den USA

Seit Beginn der Pandemie sind in den USA mehr als 900 000 Menschen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. Das ging am Freitag aus Daten der Universität Johns Hopkins (JHU) in Baltimore hervor. Die Schwelle von 800 000 Toten war erst Mitte Dezember überschritten worden.

05.02.2022 17:26

Die Johns-Hopkins-Webseite wird regelmässig aktualisiert und zeigt meist einen etwas höheren Stand als die offiziellen Zahlen. In Einzelfällen wurden die Zahlen aber auch wieder nach unten korrigiert. Der US-Gesundheitsbehörde CDC zufolge waren bis Donnerstag gut 892 000 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Kein Land hat mehr Corona-Tote registriert als die Vereinigten Staaten, in denen rund 330 Millionen Menschen leben.

"Nach fast zwei Jahren weiss ich, dass die emotionale, physische und psychische Belastung durch diese Pandemie unglaublich schwer zu ertragen ist. Ich weiss, wie es ist, auf einen leeren Stuhl am Küchentisch zu starren", reagierte US-Präsident Joe Biden. Es gebe heute aber mehr Mittel als je zuvor, um Leben zu retten und dieses Virus zu bekämpfen. "Impfstoffe und Auffrischungsimpfungen haben sich als unglaublich wirksam erwiesen und bieten den besten Schutz." In den USA sind 64 Prozent der Menschen zweifach geimpft. 42 Prozent von ihnen haben auch schon eine Auffrischungsimpfung. Die Impfquote stagniert allerdings.

Die Omikron-Welle traf die USA im Dezember mit voller Wucht. Die Fallzahlen schnellten Mitte Dezember in die Höhe und brachen Rekorde. Allerdings stieg die Zahl der Krankenhauseinweisungen und Todesfälle nicht im gleichen Masse an. Zuletzt ging die Zahl der Corona- Neuinfektionen in den USA deutlich zurück. Im Durchschnitt der vergangen Tage starben aber immer noch rund 2400 Menschen täglich im Zusammenhang mit Corona. Nur im vergangenen Winter war dieser Wert noch höher.

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 25.06.2022
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 41'676
WHO: Projekt patentfreier

WHO: Projekt patentfreier Corona-Impfstoff erfolgreich gestartet

Das Projekt für einen patentfreien Corona-Impfstoff aus Afrika kommt nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) besser voran als erwartet. Das von der WHO ausgewählte Forschungs- und Fertigungszentrum (manufacturing hub) in Südafrika habe innerhalb weniger Wochen einen Impfstoffkandidaten auf Basis der neuartigen mRNA-Technologie produziert, berichtete die WHO in Genf.

06.02.2022 14:34

Dies sei ohne Unterstützung der Biotechfirmen gelungen, die mRNA-Corona-Impfstoffe herstellen, aber die Zusammenarbeit bislang ablehnen, sagte Martin Friede, WHO-Koordinator für Impfforschung. Als Hub hatte die WHO im Juni 2021 das Biotechnologieunternehmen Afrigen Biologics and Vaccines in Kapstadt ausgewählt. "Im September sagten viele: Das ist Raketentechnologie, das schafft ihr nicht", sagte Friede. Tests mit dem Impfstoffkandidaten könnten im Herbst beginnen.

Die WHO betont, dass das Labor öffentlich zugängliche Technologien verwendet und keine Patente verletzt. Die Technologie soll Firmen in anderen ärmeren Ländern zur Verfügung gestellt werden. Das Labor bildet auch Personal aus. Noch im Februar sollen weitere Länder genannt werden, in denen produziert werden soll. Argentinien und Brasilien stehen als Standorte bereits fest.

Die WHO rief Biotechfirmen erneut zur Beteiligung an dem Projekt auf. Dadurch könne viel Zeit bei den klinischen Studien gespart werden. Mit ihrer Unterstützung sei die Entwicklung eines Impfstoffs in 12 bis 18 Monaten denkbar, andernfalls dauere es drei Jahre. Friede nannte konkret den US-Hersteller Moderna und das Mainzer Unternehmen Biontech sowie dessen Partner Pfizer . Es arbeiteten aber inzwischen rund 20 weitere Unternehmen - etwa in China, Taiwan und Indien - an mRNA-Impfstoffen.

Auch diese Biotechfirmen könnten von der Ausbildung von Spezialisten bei Afrigen profitieren, wenn sie Lizenzvereinbarungen zur Produktion ihrer Impfstoffe mit Laboren in ärmeren Ländern schliessen, sagte Charles Gore, Exekutivdirektor des Medicine Patent Pool. Die von den UN gegründete Initiative handelt Patentlizenzvereinbarungen mit Pharmaunternehmen aus und bündelt sie, damit sie für Generikahersteller leichter zugänglich sind.

Das Afrigen-Projekt soll die Versorgung ärmerer Länder mit Impfstoffen revolutionieren, sagte WHO-Chefwissenschaftlerin Soumya Swaminathan. Die ersten Corona-Impfstoffe seien in reichen Ländern entwickelt und hergestellt worden. "Es gab so viel Hoffnung, als die Impfstoffe kamen - aber dann haben wir das Phänomen des Impfstoff-Hortens gesehen, und reiche Länder haben sich für Milliarden Dollar Vorkaufsrechte für Impfstoff gesichert." Ärmere Länder seien monatelang fast leer ausgegangen. Die WHO habe erkannt, dass das Problem nur gelöst werden könne, wenn dort selbst produziert werde./oe/DP/nas

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 25.06.2022
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 41'676
Deutsche Betriebe erwarten

Deutsche Betriebe erwarten bis Mitte Februar personelle Engpässe

Die anhaltende Omikron-Welle macht der deutschen Wirtschaft zu schaffen. Wie aus einer branchenübergreifenden Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) hervorgeht, zeichnen sich bis Mitte Februar personelle Engpässe in verschiedenen Branchen ab.

06.02.2022 14:35

Demnach bewertet jeder vierte Betrieb von 370 befragten Unternehmen seine aktuellen Personalausfälle als "erheblich". Weitere vier Prozent stufen ihre personelle Unterbesetzung als "kritisch" für die Aufrechterhaltung ihrer Angebote ein. Die Betriebe rechnen damit, dass sich die Entwicklung in den nächsten Tagen verschärft. Zuvor hatte das "Redaktionsnetzwerk Deutschland" berichtet.

Die grössten Probleme aufgrund von Personalausfällen melden demnach Betriebe aus der Gesundheitsversorgung sowie dem Sektor Transport und Logistik. Weniger stark betroffen als der Durchschnitt seien bislang der Einzel- und Grosshandel. "Noch gravierender schätzen die Unternehmen die Folgen aufgrund von Personalausfällen bei Zulieferbetrieben oder anderen Geschäftspartnern ein", sagte DIHK-Präsident Peter Adrian mit Blick auf die Blitzabfrage.

Von den Unternehmen aus der Gesundheitsversorgung melden den Angaben nach aktuell 31 Prozent "erhebliche" und weitere 16 Prozent "kritische, umfassende" Auswirkungen auf ihre Dienstleistungen mit leicht steigender Tendenz. Bei Transport und Logistik sehen aktuell 36 Prozent und perspektivisch 44 Prozent der Unternehmen erhebliche Auswirkungen.

"Der Februar wird für die Unternehmen eine grosse Herausforderung", sagte Adrian. "Es zeigt sich aber, wie wichtig es ist, dass die Politik bei den Corona-Regeln zu Isolierung und Quarantäne auf eine Unterscheidung zwischen besonders elementaren und vermeintlich weniger wichtigen Betrieben verzichtet hat."/red/DP/nas

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 25.06.2022
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 41'676
Deutsche Impfpflicht-Pläne

Deutsche Impfpflicht-Pläne werden konkreter - Virologe Stöhr ist skeptisch

Politiker und Gesundheitsexperten diskutieren weiter kontrovers über eine allgemeine Corona-Impfpflicht in Deutschland. Der Virologe Klaus Stöhr hält so eine Impfpflicht gegenwärtig "nicht für zielführend". Dagegen sprach sich der Vorstandsvorsitzende des Weltärztebunds, Frank Ulrich Montgomery, für eine Impfpflicht aus.

06.02.2022 17:00

"Mir scheint der Antrag für eine allgemeine Impfpflicht ab 18 auf zwei Jahre befristet der Vernünftigste zu sein", sagte er der "Rheinischen Post" (Samstag). Unklar seien ihm noch die Sanktionen für dann immer noch Ungeimpfte. "Zwangsimpfungen wird es nicht geben - dazu stehen Ärztinnen und Ärzte nicht zur Verfügung. Deswegen kommt es auch hier auf die handwerkliche Qualität des Gesetzes an", sagte Montgomery.

Mehrere Abgeordnete von SPD, Grünen und FDP schlagen in einem Eckpunktepapier vor, dass eine Impfpflicht für alle Erwachsenen ab 18 "mit dauerhaftem Aufenthalt in Deutschland" gelten soll. Sie wäre mit drei Impfungen erfüllt und befristet bis Ende nächsten Jahres. Wer keinen Nachweis erbringt, dem sollen den Plänen zufolge Bussgelder drohen, zur Not auch mehrfach. Auf sogenannte Erzwingungshaft solle verzichtet werden. Über die mögliche Einführung einer Impfpflicht wird voraussichtlich im März im Bundestag abgestimmt. Die Abgeordneten sollen ohne Fraktionszwang ihre Stimme abgeben und können sich parteiübergreifenden Gruppenanträgen anschliessen.

In einem anderen Antrag sprechen sich Parlamentarier um den FDP-Gesundheitspolitiker Andrew Ullmann für einen Mittelweg aus - sie befürworten ein verpflichtendes professionelles und persönliches Beratungsgespräch für alle volljährigen Ungeimpften. Sollte damit nach gewisser Zeit die nötige Impfquote nicht erreicht werden, könnte eine Pflicht ab 50 greifen. Eine Gruppe um FDP-Vize Wolfgang Kubicki will dagegen eine Impfpflicht generell verhindern. Auch die AfD hat einen Antrag gegen eine Impfpflicht vorgelegt.

Der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, sagte der "Rheinischen Post" (Samstag): Wenn eine Impfpflicht, dann für alle Erwachsenen, nicht nur für die Älteren." Eine Impfpflicht sei aber nur dann vernünftig, wenn sie auch vernünftig umgesetzt werden könne. "Vorher muss unbedingt geklärt werden, wie die Impfpflicht kontrolliert werden soll."

Der Virologe Stöhr sagte der "Fuldaer Zeitung" (Samstag), generell könne eine Impfpflicht ein gutes Mittel sein, um Impfquoten zu erhöhen. "Aber sie ist nicht alternativlos", meinte er. "Dazu kommt, dass sie auch nicht ohne Nebenwirkungen ist." Stöhr riet, mehr Soziologen und Psychologen einzubinden, um mit einem besseren Wissen über die Impfskeptiker zielgerichtet Impfangebote machen zu können.

Viele Menschen, die sich nicht impfen liessen, seien eher Impfskeptiker als Impfgegner, meinte Stöhr. "Wenn man weiss, um welche Bevölkerungsschichten es sich da handelt, kann man diese gezielt ansprechen." Er gab auch zu bedenken, dass eine Impfpflicht nicht vor dem Winterende greifen würde. "Sie käme damit für diese Saison zu spät. Mit der Omikron-Welle werden unter Umständen 40 bis 50 Prozent eine natürliche Immunität erlangen."

Montgomery übte unterdessen scharfe Kritik am bereits beschlossenen Gesetz zur Einführung einer einrichtungsbezogenen Corona-Impfpflicht. "Wie kann man ein solches Gesetz machen und sich dann nicht um die Möglichkeit einer sinnvollen Anwendung und Durchführung kümmern? Die handwerkliche Qualität der Gesetzgebung dieser Regierung ist hier mangelhaft", sagte er der "Rheinischen Post".

Beschäftigte in Einrichtungen mit schutzbedürftigen Menschen wie Kliniken und Pflegeheime müssen bis zum 15. März 2022 nachweisen, dass sie gegen Corona geimpft oder von Corona genesen sind. Gesundheitsämter hatten erklärt, sich mit der Kontrolle der einrichtungsbezogenen Impfpflicht überfordert zu sehen.

Der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD) teilte mit, er unterstütze zwar die einrichtungsbezogene Impfpflicht, verwies aber auf die Belastung der Gesundheitsämter. Diese gingen davon aus, dass im Durchschnitt bis zu zehn Prozent der Beschäftigten keinen eindeutigen Impf- oder Genesenennachweis vorlegen könnten und deshalb an das Gesundheitsamt gemeldet würden. Der Gesetzgeber sei gefordert, für die Umsetzung der Impfpflicht die Zuständigkeiten, Verfahrensabläufe und Bewertungen zu klären und einheitlich für die Länder und Kommunen zu regeln./bg/DP/nas

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 25.06.2022
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 41'676
Bigler und Platzer rechnen

Bigler und Platzer rechnen mit Bersets Rolle in der Pandemie ab

Der Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbandes, Hans-Ulrich Bigler, und der Präsident von Gastrosuisse, Casimir Platzer, kritisieren die Rolle von Gesundheitsminister Alain Berset während der Corona-Pandemie scharf.

07.02.2022 06:31

Habe sich Berset anfänglich noch bemüht, breit abgestützte Lösungen zu suchen, so habe er sich mit der Zeit immer mehr abgekapselt, sagten Bigler und Platzer in einem Doppel-Interview mit der "Neuen Zürcher Zeitung" (Montagausgabe).

Die anderen Bundesräte hätten sich zunehmend zurückgezogen und das Feld Berset überlassen mit der Begründung, sie mischten sich nicht in die Belange anderer Departemente ein. Für zahlreiche Themen gebe es Ausschüsse. Bei der Jahrhundert-Pandemie habe dagegen ein einziges Departement das Sagen gehabt, nämlich jenes von Berset.

Die Schweiz habe in der Bewältigung der Pandemie das Gleichgewicht zwischen gesellschaftspolitischen, wirtschaftspolitischen und gesundheitspolitischen Aspekten komplett verloren, sagte Bigler. Der Schwerpunkt sei völlig auf die Volksgesundheit gelegt worden.

Dabei zeigten Studien ein anderes Bild: Je länger ein Lockdown dauere, desto überproportional grösser seien die wirtschaftlichen Schäden. Diese Dimension sei nie ernsthaft diskutiert worden. Auch das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) sei während der Pandemie-Bekämpfung ein Totalausfall gewiesen.

Die rasche Reaktion des Bundesrates zu Beginn der Pandemie sei das einzige Highlight der Corona-Politik geblieben, sagte Platzer auf die Frage, ob es auch positive Punkte in der Corona-Bilanz geben. Bigler bezeichnete es als solide Leistung, dass Liquiditätskredite zu Beginn der Pandemie rasch zur Verfügung gestellt worden seien. Hier müsse man Finanzminister Ueli Maurer und die Banken loben.

mk/

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 25.06.2022
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 41'676
Universitätsspital Zürich

Universitätsspital Zürich behandelt Covid-Patienten aus 16 Kantonen

Das Universitätsspital Zürich (USZ) hat im vergangenen Jahr mehr Patientinnen und Patienten mit Covid behandelt als im ersten Jahr der Pandemie. Vor allem auf der Intensivstation führte das zu einer enormen Belastung. Die Fälle waren auch komplizierter.

08.02.2022 10:02

1020 stationäre Patientinnen und Patienten mit Covid-19 wurden 2021 im USZ behandelt, wie dieses am Dienstag mitteilte. Das sind 9 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Infizierten stammten aus 16 Kantonen.

Rund ein Drittel der Covid-19-Fälle musste auf den Intensivstationen (IPS) behandelt werden. Das durchschnittliche Fallgewicht, also die Fallschwere, dieser Patienten betrug 11,8 Punkte - fast neunmal soviel wie bei den Covid-19-Patienten ausserhalb der IPS.

Der durchschnittliche Schweregrad aller am USZ behandelten Personen ist auf bereits hohem Niveau erneut leicht angestiegen.

Insgesamt nahm die Anzahl stationärer Austritte um 2,1 Prozent zu. Deutlich stärker, nämlich um 12 Prozent, stieg die Zahl ambulanter Behandlungen. Das USZ erwartet, dass eine weitere Verschiebung von stationär zu ambulant stattfinden wird.

Bei einem Umsatz von rund 1,5 Milliarden Franken resultierte für das USZ im Jahr 2021 ein Verlust von 14,2 Millionen Franken.

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 25.06.2022
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 41'676
Omikron-Welle laut Taskforce

Omikron-Welle laut Taskforce möglicherweise gebrochen

Der Höhepunkt der Omikron-Welle in der Schweiz ist nach Einschätzung der wissenschaftlichen Taskforce des Bundes möglicherweise überschritten. Der sogenannte R-Wert lag ihren Angaben zufolge in der Woche vom 22. bis 28. Januar signifikant unter 1.

08.02.2022 13:16

Die Reproduktionszahl, die angibt, wie viele Menschen eine infizierte Person ansteckt, habe im 7-Tage-Schnitt bei 0,92 gelegen, teilte die Taskforce am Dienstag mit.

Zugleich machte die Taskforce in der Vorinformation zu ihrem wöchentlichen Bericht das gigantische Ausmass der Omikron-Welle deutlich. In den letzten drei Wochen seien insgesamt 700'000 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Berücksichtige man die Dunkelziffer, dürfte sich in diesem Zeitraum rund ein Viertel bis ein Drittel der Bevölkerung angesteckt haben, so die Fachleute.

Den Angaben zufolge sanken die Fallzahlen seit letzter Wochen bei allen Altersgruppen ausser den über 60-Jährigen signifikant. Die Taskforce berichtete zudem auch von einem Rückgang bei den Spitaleintritten, wobei diese Zahl wegen Meldeverzögerungen mit Vorsicht zu interpretieren sei.

Leicht angestiegen sei die Zahl der Todesfälle, hiess es weiter. Dagegen sei die Zahl der Erkrankten in Intensivpflege stabil.

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 25.06.2022
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 41'676
Weitere Corona-Lockerungen in

Weitere Corona-Lockerungen in Österreich ab Samstag

In Österreich fallen weitere Corona-Beschränkungen. Von Samstag an gebe es keine Obergrenze für Veranstaltungen mehr, sofern die Besucher genesen oder geimpft seien, teilte die Regierung am Dienstag mit. Es müsse dann eine FFP2-Maske getragen werden. Bereits klar war, dass ab dem 12. Februar die 2G-Regel im Handel und in den Museen ausläuft, der Zutritt ist dann also nicht mehr auf Geimpfte und Genesene beschränkt.

08.02.2022 12:27

Zusätzlich werde für Ungeimpfte nun auch der Friseurbesuch ermöglicht, wenn auch nur mit negativem Test, hiess es. "Omikron stellt im Gegensatz zu vorherigen Corona-Wellen derzeit keine akute Bedrohung für unser Gesundheitssystem dar", sagte Kanzler Karl Nehammer (ÖVP). Die Lage auf Normal- und Intensivstationen sei stabil. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in Österreich bei etwa 2600 pro 100 000 Einwohner. Zum Vergleich: In Deutschland beträgt sie aktuell rund 1400./mrd/DP/jha

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 25.06.2022
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 41'676
EU sagt Afrika weitere 125

EU sagt Afrika weitere 125 Millionen Euro für Corona-Impfkampagnen zu

Die EU stellt nach Angaben von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen weitere 125 Millionen Euro zur Unterstützung von Corona-Impfkampagnen in Afrika bereit. Das Geld werde dazu dienen, eine gute Verteilung von Impfstoffdosen sicherzustellen und medizinische Teams zu schulen, sagte die Deutsche am Mittwoch bei einem Besuch des Institut Pasteur in der senegalesischen Hauptstadt Dakar. Zudem sollten die Analyse- und Sequenzierungskapazitäten gestärkt werden, "um dem Virus immer einen Schritt voraus zu sein".

09.02.2022 20:00

Nach Angaben der Afrikanischen Union waren in Afrika bis Anfang Februar nicht einmal zwölf Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft. Die Quote liegt damit deutlich niedriger als in anderen Teilen der Welt. Ziel der Weltgesundheitsorganisation WHO ist eigentlich, dass 70 Prozent der gesamten Weltbevölkerung bis Mitte 2022 geimpft sind.

Mit den am Mittwoch zugesagten 125 Millionen Euro wird sich Europas Unterstützung für Impfkampagnen in Afrika auf mehr als 400 Millionen Euro erhöhen. Bislang seien bereits knapp 300 Millionen Euro zugesagt gewesen, erklärte von der Leyen. Zu dem Geld kommen Impfstoffspenden und Finanzhilfen zur Entwicklung der Pharmaindustrie in Afrika./aha/DP/he

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Seiten