Coronavirus und die Auswirkungen auf die SIX

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Bevölkerung verliert Geduld

Bevölkerung verliert Geduld mit Bundesrat - aber nicht das Vertrauen

Die Stimmung in der Bevölkerung kippt offenbar nach sieben Wochen Corona-Notrechtsregierung durch den Bundesrat. Nur noch 15 Prozent bezeichnen sie als gut.

07.05.2020 20:08

Das geht aus einer SRG-Umfrage hervor. Die wirtschaftliche Lage beurteilten erstmals mehr als die Hälfte (57 Prozent) als schlecht bis sehr schlecht. Eine Wirtschaftskrise (48 Prozent) und der langfristige Verlust der persönlichen Freiheiten (22 Prozent) sind die am stärksten befürchteten Folgen der Coronavirus-Krise. Einen Zusammenbruch des Gesundheitssystems schätzen hingegen nur 6 Prozent als Risiko ein.

Die Angst vor einer Covid-19-Erkrankung ist seit der ersten Befragung am 22. März markant zurückgegangen von 51 auf 34 Prozent. Die Angst vor finanziellen Einbussen hielt sich konstant bei 33 Prozent. Die Angst vor Einsamkeit und Isolation allerdings nahm von 26 auf 32 Prozent zu.

Die für den kommenden Montag (11. Mai) angekündigten Lockerungen begrüsst landesweit gesehen eine Mehrheit - allerdings mit unterschiedlichen Akzenten: Ältere Menschen (über 75 Jahre) befürworten diese am stärksten, junge Menschen weniger deutlich. Nach Sprachregionen aufgeteilt, leben die eifrigsten Befürworter in der Deutschschweiz, weniger eindeutig im französischsprachigen Landesteil, und im Tessin findet gar eine deutliche Mehrheit (62 Prozent) die Lockerung "viel zu überhastet" oder "eher überhastet".

Vertrauen in die Landesregierung

Die Akzeptanz der politischen Massnahmen des Bundesrates hat mit jeder Umfrage abgenommen. So beurteilten zuletzt 23 Prozent der Teilnehmer die Einschränkung der Bewegungsfreiheit als "viel zu weitgehend" oder "zu weitgehend" im Gegensatz zu 10 Prozent, die das genau umgekehrt einstuften, 67 Prozent gaben sich unentschieden.

29 Prozent fanden zudem zuletzt die Schliessung von Geschäften und Dienstleistungen als "viel zu weitgehend" oder "zu weitgehend", während dies nur 10 Prozent gegenteilig beurteilten, 61 Prozent zeigten sich unentschieden. Dennoch gaben 62 Prozent an, grosses oder sehr grosses Vertrauen in den Bundesrat zu haben.

Die Zahl der vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) gemeldeten Neuansteckungen mit dem Coronavirus sank denn auch in den vergangenen Tagen markant und verharrte unter 100, während die Zahlen Mitte April noch weit über 300 gelegen hatten. Allerdings sind die Zahlen nicht sehr aussagekräftig, da flächendeckende Test für die ganze Schweiz fehlen und die Dunkelziffer von Experten auf ein Mehrfaches geschätzt wird.

Partei-Meinungen zur Lockerung

Nachdem in den ersten beiden Befragungen für das SRG-Monitoring die Parteiorientierung nur eine untergeordnete Rolle für die Einschätzung der Lockerungen gespielt hat, zeigt sich nun eine zunehmende Politisierung der Corona-Krise, wie das Sotomo-Forschungsteam in seinem am Donnerstag veröffentlichten SRG-Monitoring - "Die Schweiz und die Corona-Krise" - schreibt.

Am einen Pol erachtet demnach exakt die Hälfte der SP-Anhängerschaft das Tempo, das der Bundesrat angeschlagen hat, als zu forsch. Am anderen Pol empfinden 41 Prozent der SVP-Basis das Tempo als zu zögerlich. Zugleich halten es jedoch hier auch 29 Prozent als zu überhastet, womit die SVP-Basis relativ stark gespalten sei in dieser Frage.

Da sich die Unterschiede zwischen den Parteien allgemein akzentuierten, scheine sich die Haltung der Sympathisanten zunehmend an den Positionen ihrer Parteien zu orientieren, heisst es im Monitoring.

Die dritte SRG-Befragung wurde am Wochenende vom 3. Mai durch die Forschungsstelle Sotomo unter Leitung des Politgeografen Michael Hermann von der Universität Zürich durchgeführt. Die Datenerhebung im Auftrag der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) erfolgte sechs Wochen nach der ersten Befragung am Wochenende vom 22. März und vier Wochen nach der zweiten vom 5. April.

Für die aktuelle Ausgabe des SRG Monitors zur Corona-Pandemie wurden 32'485 Personen aus der gesamten Schweiz befragt. An der ersten Befragungswelle hatten 30'460 Personen teilgenommen, an der zweiten 29'891.

(AWP)

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Elias
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Schweden: Ein teuer erkaufter Erfolg

Der schwedische Sonderweg in der Bekämpfung des Coronavirus offenbart zunehmend die zwei Seiten der Medaille: Einerseits steigen die Opferzahlen unerbittlich an, anderseits scheint die Wirtschaft von der liberaleren Politik zu profitieren.

Die schwedischen Opferzahlen sprechen eine klare Sprache. Gemäss den von der Johns Hopkins Universität zusammengestellten Statistiken zur Coronapandemie sind im nordischen Land mittlerweile 2,854 Menschen dem Virus erlegen. Dies ist fast dreimal so viel wie in den drei Nachbarländern Finland, Norwegen und Dänemark zusammen (964). Statistiken mögen durch unterschiedliche Zählmethoden beeinflusst sein (sind die Toten in den Altersheimen eingerechnet oder nicht), aber der Trend scheint in diesem Fall schon klar zu sein.

Weniger schlecht

Gleichzeitig zeigen erste Schätzungen, dass das höhere Risiko, welches das sozialdemokratische regierte Land mit den vergleichsweise wenig restriktiven Massnahmen eingegangen ist, sich punkto Wirtschaftsleistung ausbezahlt hat. Die SEB, eine der drei grossen schwedischen Banken, hat am Mittwoch eine erste Analyse vorgelegt (in schwedischer Sprache).

«Die sanftere Lockdown-Strategie hat die volkswirtschaftliche Verlangsamung in Schweden im Vergleich mit anderen Ländern gedämpft», schreibt die Bank in ihrem «Nordic Outlook» am Mittwoch.

Exportminus von 15 Prozent

Trotzdem kommt auch die stark exportorientierte schwedische Wirtschaft nicht ungeschoren davon. Während die meisten Industriebetriebe auch im April produzieren konnten, ist die Nachfrage aus dem In- und Ausland stark betroffen. SEB erwartet ein Exportminus von 15 Prozent fürs ganze Jahr.

Die Bank glaubt, dass etwa ein Fünftel des BIP im April weggefallen sind – was massiv weniger ist als die 30 bis 35 Prozent von Italien und Frankreich. Gegenüber den Nachbarländern geht die SEB von einem vergleichbaren Delta aus.

Die Arbeitslosigkeit wird bleiben

Aufs ganze Jahr hochgerechnet erwartet die SEB für Schweden einen BIP-Rückgang von 6,5 Prozent (das SECO sieht für die Schweiz ein Minus von 6,7 Prozent). Dänemark und Finland, welche im Normalfall eine vergleichbare wirtschaftliche Dynamik entfalten wie Schweden, müssen mit einem Minus von 10 respektive 9 Prozent rechnen. Norwegen hatte für dieses Jahr ursprünglich ein starkes Wachstum von 3,6 Prozent erwartet (mehr als dreimal schneller als Schweden) und sieht sich nun mit einem erwarteten Minus von 6,1 Prozent konfrontiert.

Die Bank erwartet fürs 2021 einen klaren Rebound, mit einem Plus von 5 Prozent in Schweden. Gleichzeitig bleibt die Arbeitslosigkeit in ihrer Entwicklung hinter dem BIP zurück. SEB schätzt, dass Schweden im 2020 und 2021 eine durchschnittliche Rate von 11 Prozent verzeichnen wird (2019: 6,8 Prozent).

 

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

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Frankreich lockert

Frankreich lockert schrittweise strenge Ausgangsbeschränkungen

In Frankreich werden ab Montag die strengen Ausgangsbeschränkungen schrittweise gelockert. Die Menschen im Land dürfen wieder ohne Passierschein und triftigen Grund vor die Tür gehen, Sport oder Spaziergänge sind nicht mehr örtlich und zeitlich begrenzt. Die Geschäfte sollen wieder öffnen - Restaurants und Bars bleiben aber zu. Auch die Schulen öffnen schrittweise wieder für einige Jahrgänge, ebenso die Krippen. Im Nah- und Fernverkehr gilt Maskenpflicht.

11.05.2020 06:32

Wer sich mehr als 100 Kilometer von seinem Wohnort fortbewegen möchte, braucht weiterhin eine Bescheinigung und darf dies nur aus dringenden familiären oder beruflichen Gründen. Auch die Einreisebeschränkungen nach Frankreich bleiben noch mindestens bis zum 15. Juni bestehen.

In Paris droht ein Verkehrschaos. Zu den Stosszeiten sollen vorrangig nur Menschen mit einer Bescheinigung ihres Arbeitgebers den Nahverkehr benutzen dürfen. So soll sichergestellt werden, dass die Abstandsregeln eingehalten werden. In den Bahnhöfen und Zügen wurden Markierungen angebracht. Gleichzeitig sind rund 60 Metro-Stationen geschlossen und nur 75 Prozent der Züge fahren. Die Stadt hat zusätzliche Radwege eingerichtet./nau/DP/he

(AWP)

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Boris Johnson kündigt

Boris Johnson kündigt geringfügige Lockerung des Corona-Lockdowns an

Der britische Premierminister Boris Johnson hat am Sonntag für England eine vorsichtige Lockerung der Kontaktbeschränkungen in der Coronavirus-Pandemie angekündigt. "Die Zahl der Todesfälle ist tragisch, das Leiden immens", sagte Johnson in einer im Fernsehen übertragenen Rede am Sonntagabend. Trotzdem sei es gelungen, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Daher könne nun in langsamen Schritten mit Lockerungen begonnen werden. Die britischen Landesteile Schottland, Wales und Nordirland gehen indes ihren eigenen Weg und halten zunächst an den bestehenden Regeln fest.

11.05.2020 06:32

Die Menschen in England werden nun nicht mehr dazu aufgerufen, zuhause zu bleiben, sondern "wachsam" zu sein. Wer nicht von zuhause arbeiten könne, solle unter Beachtung der Abstandsregeln wieder zur Arbeit gehen, so Johnson. Öffentliche Verkehrsmittel sollten dabei möglichst gemieden werden. Von kommendem Mittwoch an seien wieder uneingeschränkt körperliche Betätigungen im Freien erlaubt, solange sie im Kreis des eigenen Haushalts bleiben. Bislang durften die Briten nur einmal am Tag das Haus zum Sport oder Spazierengehen verlassen. Reisen innerhalb Englands, beispielsweise zu Nationalparks oder an die Küste werden ebenfalls wieder zugelassen.

Frühestens Anfang Juni könnten auch wieder Läden und Schulen schrittweise geöffnet werden. Von Juli an sei womöglich an eine teilweise Öffnung von Restaurants und Betrieben mit Publikumsverkehr zu denken. Sollte sich aber zeigen, dass die Zahl der Infektionen wieder steige, werde die Regierung nicht zögern, die Massnahmen wieder zu verschärfen.

Johnson stellte zudem ein System von fünf Warnstufen vor, mit denen in Zukunft die Situation in Grossbritannien bewertet werden soll. Die Einstufung werde von der Höhe der Übertragungsrate des Virus abhängen, die nun etwas unter eins liege. Weitere Details seines Fahrplans werde er am Montag im Parlament vorstellen, so der konservative Politiker.

Die Lockerungen gelten nicht für die britischen Landesteile Schottland, Wales und Nordirland. Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon rief die Schotten dazu auf, weiterhin zuhause zu bleiben. Die Botschaft der Regierung in London, wachsam zu sein, kritisierte sie als vage und unpräzise. Auch Oppositionschef Keir Starmer von der Labour-Partei bezeichnete die Vorgaben als unklar.

Johnson kündigte auch die baldige Einführung einer Quarantäne für Flugreisende nach Grossbritannien an. Am Ärmelkanal soll es aber zunächst keine Auflagen für Reisende aus Frankreich geben, teilte der Regierungssitz am Abend mit. Das habe Johnson bei einem Telefongespräch mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron vereinbart. Eine Entscheidung über Einschränkungen an der gemeinsamen Grenze werde von London und Paris gemeinsam getroffen, hiess es.

Die Zahl der bestätigten Todesfälle durch die Lungenkrankheit Covid-19 in Grossbritannien stieg am Sonntag um 269 auf 31 855 an. Die Pandemie hat demnach im Vereinigten Königreich mehr Opfer gefordert als in irgendeinem anderen Land Europas./cmy/DP/zb

(AWP)

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Österreich schnürt Hilfspaket

Österreich schnürt Hilfspaket für Lokale von 500 Millionen Euro

Die Gaststätten in Österreich sollen mit einem Hilfspaket von 500 Millionen Euro in der Corona-Krise unterstützt werden. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) kündigte am Montag unter anderem die Halbierung der Umsatzsteuer auf alkoholfreie Getränke auf zehn Prozent an. Allein dieser Schritt bringe den Wirten eine Entlastung von 200 Millionen Euro, sagte Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP).

11.05.2020 10:47

Ausserdem sollen die Pauschalierung sowie die steuerliche Absetzbarkeit von Geschäftsessen verbessert werden. Die 2014 eingeführte Schaumweinsteuer werde abgeschafft. "Die Gastronomie ist Teil der österreichischen Seele", sagte Kurz. Nach einer Beispielrechnung der Regierung zahlt ein Gasthof mit 160 000 Euro Jahresumsatz aktuell 6260 Euro Steuern. Künftig seien es 2390 Euro.

In Österreich dürfen die Lokale und Restaurants am 15. Mai wieder öffnen. Sie müssen aber einen Mindestabstand der Tische sicherstellen. Die Hotellerie soll Ende des Monats folgen. "Wir sind das erste Land in Europa, das dabei ist, gerade wieder hochzufahren", sagte Kurz. Die Ansteckungszahlen mit dem Coronavirus bewegen sich in Österreich seit Mitte April im nur noch zweistelligen Bereich./mrd/DP/fba

(AWP)

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Corona-Pause sorgt für 2000

Corona-Pause sorgt für 2000 Franken höhere Ersparnisse pro Haushalt

Schweizer Haushalte sparen während der Coronakrise durchschnittlich 2'000 Franken mehr als zu normalen Zeiten.

11.05.2020 13:05

Die Einkommen sind zwar allgemein gesunken, aber gleichzeitig wird wegen der Ladenschliessungen auch viel weniger ausgegeben, wie eine Studie der Credit Suisse zeigt. Die Sparquote, also der Anteil am Einkommen, den ein Haushalt nach Abzug aller Ausgaben auf die Seite legt, habe sich während der Coronakrise beinahe verdoppelt, heisst es im Bericht, der am Montag veröffentlicht wurde.

Vor der Krise hätten die Schweizer - ohne die "Zwangsersparnisse wie Altersvorsorge - pro Haushalt rund 13 Prozent ihres Bruttoeinkommens ins Sparschwein gelegt. Diese Quote dürfte nun gemäss der Studie auf 22 Prozent angestiegen sein.

12 Milliarden weniger Ausgaben...

Dies hänge damit zusammen, dass die Möglichkeiten, das Geld auszugeben, stark eingeschränkt sind. Normalerweise fliessen den Schätzungen zufolge rund ein Drittel der Konsumausgaben in Güter und Dienstleistungen, die aufgrund der Massnahmen zur Eindämmung des Virus nicht oder nur erschwert verfügbar sind.

Auch der Onlinehandel kompensiert diese Verluste nach der Einschätzung der Studienautoren nicht. Mit 15 Prozent sei der Online-Marktanteil im gesamten Detailhandel, also dem Food- und Non-Food-Bereich, zwar gestiegen, aber immer noch vergleichsweise gering.

Die Experten der Credit Suisse gehen deshalb davon aus, dass die Konsumnachfrage während der Krise insgesamt um rund 20 Prozent tiefer ist als zuvor. Auf zwei Monate gerechnet bedeute das insgesamt eine Ersparnis von 12 Milliarden Franken.

...aber auch tiefere Einkommen

Doch während die Krise sich bei den Ersparnissen zeigt, wird sie auch bei den Einkommen deutlich: Bei einem Lockdown von zwei Monaten führt die Krise laut den Berechnungen der Bank hierzulande zu einem gesamten Einkommensverlust von rund 15,3 Milliarden Franken. Dieser entstehe beispielsweise durch gekürzte Löhne aufgrund der Kurzarbeit, durch Arbeitslosigkeit oder andere Arbeitseinschränkungen.

Ein Teil dieser Einbussen wird durch staatliche Zahlungen, wie etwa Kurzarbeits- und Erwerbsentschädigungen oder Taggelder, abgefedert. Die Credit Suisse rechnet mit staatlichen Geldzahlungen von rund 11,6 Milliarden Franken bei einer zweimonatigen Dauer der Einschränkungen.

Damit stehe ein Einkommensverlust von 15,3 Milliarden einer Transfersumme von 11,6 Milliarden gegenüber, was bedeute, dass der Staat die Verluste nicht vollständig kompensiere. Im Schnitt dürfte das Einkommen eines Haushalts somit um knapp 5 Prozent tiefer sein als noch vor der Krise, heisst es im Bericht weiter.

Zieht man nun von den 12 Milliarden Ersparnissen die Einkommensverluste ab, die den Haushalten entstehen, bleiben so insgesamt noch über 8 Milliarden übrig, die sie als Ersparnisse auf die Seite legen können. Ein Haushalt spare damit während zwei Monaten Lockdown über 2'000 Franken mehr, als in Zeiten ohne Coronakrise zu erwarten gewesen wäre, so die Studie.

Nachholkonsum erwartet

Die Ersparnisse bleiben aber wohl nicht vollständig auf dem Sparbüchlein liegen. Die Experten gehen davon aus, dass die Haushalte nach anfänglicher Vorsicht in den kommenden Monaten einen Teil des Geldes aus der Krisenzeit wieder für Konsumgüter ausgeben werden.

Von den 8 Milliarden dürften gemäss der Einschätzung rund 5,5 Milliarden Franken wieder in Güter und Dienstleistungen aus dem Konsumsektor fliessen.

Allerdings sei mit weniger Nachholkonsum zu rechnen, je länger die Normalität auf sich warten lasse. Und um diese zu erreichen, sei nicht alleine das Tempo der Lockerungen entscheidend, sondern auch das Vertrauen der Konsumenten, das für die Kauflust entscheidend sei.

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Geschäfte in Dänemark wieder

Geschäfte in Dänemark wieder geöffnet

Im deutschen Nachbarland Dänemark haben am Montag die Einzelhändler und Einkaufszentren wieder geöffnet. An vielen der in der Corona-Krise wochenlang geschlossenen Geschäfte in der Innenstadt von Kopenhagen hingen Warnhinweise, wonach Kunden mit Krankheitssymptomen wie Husten, Fieber und Atemwegsbeschwerden den Läden fernbleiben sollten. Andere hatten Schilder mit einer maximalen Kundenanzahl aufgehängt und Wachpersonal aufgestellt, das unter anderem auf ausreichenden Abstand unter den Kunden aufpassen sollte.

11.05.2020 11:36

Ähnlich sollte es auch in anderen Landesteilen ablaufen. Der Leiter eines grossen Einkaufszentrums in Herning rund 150 Kilometer nördlich von Flensburg sagte am Morgen im dänischen Radio, dass in seinem Zentrum Striche und Pfeile auf dem Boden angebracht worden seien, um eine Art Einbahnstrassenverkehr einzuführen und einen ausreichenden Abstand zwischen den Kunden zu gewährleisten.

Mit der Wiedereröffnung des gesamten Einzelhandels beginnt für die Dänen offiziell Phase zwei der Lockerungen der im März ergriffenen Corona-Massnahmen. Bereits Mitte April waren die Tageseinrichtungen für Kinder sowie Schulen bis zur fünften Klasse geöffnet worden. In der zweiten Phase sollen unter bestimmten Richtlinien ab dem nächsten Montag auch wieder Restaurants und Cafés sowie Kirchen und andere Gotteshäuser öffnen dürfen. Die sechsten bis zehnten Schulklassen nehmen dann ebenfalls ihren Unterricht wieder auf. Phase drei und vier starten dann am 8. Juni und im August. Wann Dänemark seine Grenzen für Reisende aus dem Ausland wieder öffnet, ist noch unklar./trs/DP/fba

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Luxemburg lockert Corona

Luxemburg lockert Corona-Einschränkungen

Luxemburg hat seit Montag seine Corona-Regeln gelockert: Die Bürger dürfen wieder ihre Wohnungen ohne triftigen Grund verlassen, müssen sich dabei aber an strikte Abstands- und Hygieneregeln halten. Das teilte die Regierung in Luxemburg mit. Überall dort, wo der Mindestabstand von zwei Metern nicht eingehalten werde könne, müsse eine Mund-Nasen-Schutzmaske getragen werden - zum Beispiel in öffentlichen Verkehrsmitteln oder beim Einkaufen.

11.05.2020 11:36

Im Freien dürfen sich nun bis 20 Personen gemeinsam aufhalten, in privaten Räumen sind Treffen mit maximal sechs weiteren Personen erlaubt. Dies bedeute aber nicht, dass zu Hause Partys gefeiert werden sollten, hiess es. Dafür sei es noch zu früh (#zefréifirparty).

Nach wochenlanger Zwangspause durften zahlreiche Geschäfte sowie Museen und Bibliotheken am Montag wieder öffnen. Kinos und Schwimmbäder blieben geschlossen. Die Zahl der in Luxemburg positiv auf Covid-19 getesteten Menschen beläuft sich (Stand Sonntag) auf 3886. Es gab 101 Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus. Seit Beginn der Krise wurden insgesamt 55 250 Personen getestet./rtt/DP/fba

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«Auf eine steigende Zahl von

«Auf eine steigende Zahl von Corona-Neuinfizierungen wird der Markt vermutlich sehr nervös reagieren»

Nach dem kräftigen Börsenanstieg braucht es wenig für einen Rückschlag, sagt Thomas Heller, Anlagechef der Schwyzer Kantonalbank, im Interview. Er sieht den SMI in einem Jahr bis 15 Prozent höher - wenn alles gut läuft.

https://www.cash.ch/news/top-news/thomas-heller-im-interview-auf-eine-steigende-zahl-von-corona-neuinfizierungen-wird-der-markt-1542808

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Europäische

Europäische Arzneimittelbehörde erweitert Einsatz von Remdesivir

Zur Behandlung schwerer Coronavirus-Infektionen hat die Europäische Arzneimittelbehörde EMA ihre Empfehlungen für den begrenzten Einsatz des Wirkstoffs Remdesivir ausgeweitet. Remdesivir könne nun zusätzlich bei bestimmten stationären Patienten angewandt werden, die nicht auf Beatmungsgeräte angewiesen seien, teilte die EMA am Montag mit.

12.05.2020 08:07

Eine klinische Studie aus den USA hatte darauf hingewiesen, dass die Verabreichung bei Covid-Patienten die Zeit bis zu einer Genesung um mehrere Tage verkürzen könnte. Den ersten Ergebnissen zufolge führte das Medikament allerdings nur zu einer geringfügig niedrigeren Sterblichkeitsrate. Auch fehlen noch gesicherte Angaben zu Nebenwirkungen und dazu, welche Patienten am ehesten von einer Behandlung profitieren könnten.

Die EMA werte vorliegende Daten derzeit im Rahmen der fortlaufenden Prüfung von Remedesivir aus, hiess es. Verwendet werden kann das Mittel nach der EMA-Empfehlung nun etwa auch bei nicht-invasiver Beatmung oder wenn der schwer erkrankte Patient mit zusätzlichem Sauerstoff versorgt wird.

Remdesivir wurde ursprünglich zur Behandlung von Ebola entwickelt und ist bislang in keinem Land der Welt als Medikament zugelassen. Es gilt als mögliches Mittel zur Behandlung schwerer Coronavirus-Infektionen. Die USA erteilten Anfang Mai eine Ausnahmegenehmigung für den begrenzten Einsatz des Wirkstoffes in Krankenhäusern. Auch in Deutschland ist das Mittel innerhalb eines Arzneimittel-Härtefallprogrammes zugänglich und wird in klinischen Studien getestet.

Gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 gibt es bislang keine vorbeugende Impfung, auch eine zuverlässig wirkende zugelassene medikamentöse Therapie für die vom Virus verursachte Krankheit Covid-19 gibt es bislang nicht.

In der EU war am 30. April die Bearbeitung eines besonderen Zulassungsverfahren für Remdesivir gestartet. Bei dieser sogenannten "rolling submission" reicht der Antragsteller Daten aus Studien und Laboruntersuchungen nach und nach ein. Sie werden dann von der Europäischen Arzneimittelbehörde, genauer von dem für Humanarzneimittel zuständigen Gremium CHMP, bewertet. Wenn die Daten komplett sind, kann der Antragsteller einen Zulassungsantrag einreichen. So soll das Zulassungsverfahren beschleunigt werden. Hergestellt wird Remdesivir vom Biotech-Unternehmen Gilead./vtc/DP/fba

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Experte rückt

Experte rückt gesellschaftlichen Corona-Auswirkungen in Mittelpunkt

Der Ökonomieprofessor der Universität Freiburg, Reiner Eichenberger, hat die nicht monetären Schäden der Coronavirus-Krise in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Die Politik sollte nicht nur an das Geld denken, sagte er den Zeitungen von Tamedia vom Dienstag.

12.05.2020 06:46

"Auch bei der Corona-Krise sind die nicht monetären Schäden riesig, etwa durch die Verzögerung von Ausbildungen oder aufgeschobene Behandlung anderer Krankheiten", betonte er. Die Mehrfachbelastungen etwa von Frauen zu Hause und im Beruf während der Coronavirus-Krise kämen ebenfalls in keinem Papier des Bundesrates vor und müssten aber thematisiert werden, sagte Eichenberger.

Gleichzeitig beschwor er die Verantwortlichen, die Standortqualität der Schweiz in der Coronavirus-Krise zu verbessern. "Kluge Reformen schaffen gute Zukunftsaussichten, und diese sind der Katalysator, den die Gesellschaft braucht, um die Krise zu überwinden", hiess es weiter.

Steuern senken

Zum Beispiel sollte die Schweiz aufzeigen, wie sie die Schulden wieder abbauen wird. "Damit signalisieren wir, dass die Schweiz auch in Zukunft höchste Standortqualität bietet", erklärte Eichenberger. Das Land solle zudem die Reform der Altersvorsorge sachlich, statt ideologisch führen und eine Klimapolitik vornehmen, die nicht zu mehr Steuern und damit zu mehr Umverteilung führe.

Generell forderte der Wirtschaftsprofessor, die Steuern während einiger Jahre zu senken. "Das gibt Personen und Unternehmen den Spielraum, den sie brauchen", betonte er gegenüber Tamedia. "Wir zeigen der Welt, das wir einer der attraktivsten Standorte für Menschen und ihre Ideen bleiben", hiess es.

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Bundesstaat New York will ab

Bundesstaat New York will ab Freitag Corona-Beschränkungen lockern

Der besonders heftig von der Corona-Pandemie betroffene US-Bundesstaat New York will ab Freitag seine Beschränkungen langsam wieder lockern - allerdings nur in den Regionen, die bestimmte Bedingungen erfüllen. Zu den insgesamt sieben Bedingungen gehörten unter anderem sinkende Infektionszahlen, ausreichend freie Krankenhauskapazitäten und genügend Test- und Nachverfolgungskapazitäten, wie Gouverneur Andrew Cuomo am Montag (Ortszeit) bei seiner täglichen Pressekonferenz sagte.

12.05.2020 06:36

Wenn eine Region diese Bedingungen alle erfüllt, darf sie in einen Öffnungsprozess mit vier Phasen eintreten, der von einem regionalen Gremium überwacht wird. In der ersten Phase dürfen beispielsweise nicht systemrelevante Bauarbeiten wieder aufgenommen werden. Wenn sich die Zahlen wieder verschlechtern, können Lockerungen auch wieder zurückgenommen werden.

Derzeit erfüllten nur drei ländliche Regionen im Norden des Bundesstaates diese Bedingungen, sagte Cuomo. Die Millionenmetropole New York, in der rund die Hälfte der etwa 19 Millionen Einwohner des Bundesstaates wohnt, erfüllt die Bedingungen noch nicht.

Die Zahl der Neuinfektionen insgesamt sank in dem Bundesstaat unterdessen weiter. 161 Menschen starben am Sonntag nach einer Infektion mit dem Virus, wie Cuomo mitteilte. Im März und April waren teilweise bis zu 800 mit dem Virus infizierte Menschen pro Tag gestorben. In dem Bundesstaat haben sich bislang fast 330 000 Menschen mit dem Virus infiziert. Mehr als 26 000 starben.

Die Zahlen könnten allerdings noch deutlich höher liegen, wie eine neue Untersuchung der New Yorker Gesundheitsbehörde zeigt. Die am Montag (Ortszeit) veröffentlichte Studie vermutet insgesamt etwa 25 000 Corona-Todesopfer alleine in der Millionenmetropole New York. Die Studie untersuchte die sogenannte Übersterblichkeit in New York City vom 11. März bis zum 2. Mai - das ist die Abweichung von der angenommenen Totenzahl während des gleichen Zeitraums in einem "normalen" Jahr. Die Nicht-Erfassung mutmasslicher Corona-Todesopfer könnte den Experten zufolge unter anderem an Erkrankten liegen, die falsch negativ getestet wurden, ausserhalb ärztlicher Kontrolle starben oder deren Tod bislang nicht mit Covid-19 in Verbindung gebracht wurde.

Für die vielen Bedürftigen der Metropole in der Krise sammelten Stars wie Alicia Keys, Billy Joel, Sting und Jennifer Lopez mit einer Benefiz-Aktion in der Nacht zum Dienstag Geld. Insgesamt seien 115 Millionen Dollar (etwa 106 Millionen Euro) für die Wohltätigkeitsorganisation Robin Hood zusammengekommen, sagte Moderatorin Tina Fey nach der einstündigen und grösstenteils vorab aufgezeichneten Show "Rise Up New York!", die im US-Fernsehen gezeigt wurde. "Diese Stadt braucht eure Hilfe." Das Geld soll unter anderem New Yorker unterstützen, die in der Krise ihren Job verloren haben.

"New York, ich kenne deine Stärke und wir werden das durchstehen", sagte die Sängerin Jennifer Lopez in einer Videobotschaft. "Wir stecken da alle gemeinsam drin und wir werden da auch gemeinsam durchkommen", sagte der Sänger Sting. Auch unter anderem die Band Bon Jovi, die Moderatoren Trevor Noah und Jimmy Fallon sowie die Schauspieler Jessica Chastain, Sarah Jessica Parker, Matthew Broderick und Jake Gyllenhaal beteiligten sich mit Videobotschaften. "Wir alle wollen New York wieder leuchten sehen", sagte Broderick und Sängerin Barbra Streisand ergänzte: "Ich kann es gar nicht abwarten, bis die Lichter in den Theatern auf der ganzen Welt wieder angehen - und insbesondere am Broadway."/cah/DP/zb

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Wirtschaftsverbände: Hilfe

Wirtschaftsverbände: Hilfe der EU muss 'bekanntes Mass sprengen'

Wirtschaftsverbände aus Deutschland, Frankreich und Italien fordern in einer gemeinsamen Erklärung in der Corona-Krise "ein in Friedenszeiten bisher unbekanntes Mass an öffentlicher Unterstützung". Die Pandemie werde beispiellose asymmetrische Schäden für Wirtschaft und Gesellschaft verursachen, deshalb müsse die Reaktion der EU "das bisher bekannte Mass sprengen", heisst es in einer gemeinsamen Erklärung des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), des italienischen Spitzenverbands Confindustria und des französischen Verbands Medef, die der "Süddeutschen Zeitung" vorliegt und am Dienstag veröffentlicht werden soll.

12.05.2020 06:35

Um den Schaden für Wirtschaft und Gesellschaft in dieser Krise so gering wie möglich zu halten, brauche es ein starkes Element echter finanzieller Solidarität für die besonders betroffenen Länder, schreiben die Verbände weiter. Dazu müsse die Kommission die Finanzmittel im vorübergehenden Gemeinschaftsrahmen deutlich aufstocken, um Unternehmen nachhaltig bei ihrer Gesundung zu unterstützen.

Ein europäischer Wiederaufbaufonds solle darüber hinaus helfen, zusätzliche Stützungsmassnahmen und gleiche Wettbewerbsbedingungen innerhalb der Union sicherzustellen. Auch Kreditvergaben seien stark auszuweiten. Unterschrieben haben die Erklärung der Zeitung zufolge BDI-Präsident Dieter Kempf, Confindustria-Präsident Vincenzo Boccia und Geoffroy Roux de Bézieux von Medef./stz/DP/zb

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Post verzeichnet im April

Post verzeichnet im April neuen Paketrekord

In der Coronakrise boomt der Onlinehandel. Darum hat die Post in ihrer Geschichte noch nie so viele Pakete befördert wie im April. Es waren 17,3 Millionen. Das übertrifft den Weihnachtsmonat Dezember deutlich.

12.05.2020 11:13

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erbrachten im März und April Höchstleistungen, wie die Post am Dienstag mitteilte. Ganz genau zählte das Unternehmen 17'308'428 Paketsendungen im April. Zum Vergleich lieferte die Post die Dezemberzahlen der vergangenen beiden Jahre. 2019 verarbeitete sie 15,6 Millionen Pakete, 2018 waren es 13,2 Millionen.

Im Coronavirus-Lockdown stieg die Menge der Pakete auf täglicher Basis, heisst es weiter. Im März betrug das Wachstum 17 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Im April legte die Paketflut um 40 Prozent zu. Dabei erhöhte die Post den Personalbestand nicht, wie sie es sonst in den intensiven Zeiten um Weihnachten herum tut.

(AWP)

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Wuhan will offenbar Millionen

Wuhan will offenbar Millionen Einwohner auf Coronavirus testen

Die zentralchinesische Stadt Wuhan will chinesischen Medienberichten zufolge sämtliche seiner elf Millionen Einwohner in Rekordzeit einem Coronavirus-Test unterziehen.

13.05.2020 07:00

Das berichteten mehrere chinesische Medien am Mittwoch. Demnach entschieden sich die Behörden zu der Massnahme, nachdem Anfang der Woche in einem Wuhaner Wohngebiet nach einer längeren Phase ohne Erkrankungen in der Stadt sechs neue Infektionen feststellt wurden. Wie das Wirtschaftsmagazin "Caixin" berichtete, sollen die Menschen in Wuhan innerhalb von zehn Tagen getestet werden.

Bis Ende April hatte Wuhan, wo das Virus möglicherweise schon im November ausgebrochen war, laut dem Bericht rund eine Millionen Menschen getestet. Die chinesische Website "The Paper" berichtete, dass die Bezirke der Stadt einen Plan ausarbeiten sollen, wie der Massentest durchgeführt werden kann.

Nirgendwo in China wurden so viele Infektionen und Todesfälle gemeldet wie in Wuhan, dessen Krankenhäusern Ende Januar und im Februar völlig überfordert waren. Wuhan war die weltweit erste Stadt, die wegen des Virus über Wochen komplett abgeschottet war. Von den mehr als 80'000 offiziell gemeldeten Infektionen in China waren 50'000 allein in der Metropole.

Ähnlich waren von den landesweit mehr als 3300 aufgeführten Toten durch die Lungenkrankheit Covid-19 mehr als 2500 in Wuhan zu beklagen. Es wurde aber davon ausgegangen, dass bei weitem nicht alle Fälle in der offiziellen Statistik mitgezählt wurden.

China hat das Virus den eigenen Angaben zufolge weitgehend unter Kontrolle. Das Land kämpft jedoch mit lokalen Ausbruchsherden. Eine zweistellige Zahl neuer Infektionen wurde so kürzlich auch aus der nordostchinesischen Provinz Jilin gemeldet.

(SDA)

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Corona-Krise: Los Angeles

Corona-Krise: Los Angeles plant Ausgangsbeschränkungen bis Juli

Für die rund 10 Millionen Kalifornier im Bezirk Los Angeles könnten die Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie bis Ende Juli in Kraft bleiben. Die Leiterin der Gesundheitsbehörde von Los Angeles County, Barbara Ferrer, stellte dies am Dienstag bei einer Anhörung in Aussicht, wie die "Los Angeles Times" berichtete. Eine frühere Öffnung des öffentlichen Lebens sei aus ihrer Sicht nur dann möglich, wenn es eine "dramatische" Wende im Kampf gegen das Virus gäbe. Ferrer sprach von einer langsamen Lockerung von Auflagen über die nächsten Monate hinweg.

13.05.2020 06:37

Etwa sollen im Bezirk Los Angeles die Strände nach fast zweimonatiger Schliessung ab Mittwoch wieder für Besucher öffnen. Erlaubt sind aber nur sportliche Aktivitäten, wie Schwimmen oder Joggen. Dabei müssen die Menschen voneinander Abstand halten und ausserhalb des Wassers eine Schutzmaske tragen. Sonnenbaden ist nicht erlaubt.

Für die knapp 40 Millionen Einwohner Kaliforniens gelten seit Mitte März umfangreiche Ausgangsbeschränkungen, die nun erst langsam gelockert werden. Dabei können Bezirke eigene Auflagen vorschreiben.

In dem Westküstenstaat sind nach Informationen vom Dienstag mehr als 69 700 Infektionen mit Sars-CoV-2 nachgewiesen, es starben bisher 2802 Menschen. Der Bezirk Los Angeles hat dabei mit Abstand die höchsten Zahlen der insgesamt 58 Landkreise./mub/DP/zb

(AWP)

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Grenzöffnung zu Deutschland,

Grenzöffnung zu Deutschland, Österreich und Frankreich schon bald

(Meldung vom Vorabend ergänzt) - Schon in den nächsten Wochen sollen die Grenzen zu Deutschland, Österreich und Frankreich wieder geöffnet werden, auch für den Tourismus. Darüber ist sich Bundesrätin Karin Keller-Sutter mit ihren Ministerkollegen in Berlin, Wien und Paris einig geworden. Nicht geplant ist offenbar eine Grenzöffnung mit Italien.

13.05.2020 06:30

Sommerferien in Deutschland, Österreich und Frankreich werden aber wahrscheinlich, wie Mediensprecher Philipp Schwander von Keller-Sutters Eidgenössischem Justizdepartement (EJPD) am Dienstagabend gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte. Er bestätigte damit entsprechende Medienberichte.

Keller-Sutter und die Innenminister Horst Seehofer in Berlin, Karl Nehammer in Wien und Christophe Castaner in Paris wollten so schnell wie möglich zur Normalität zurückkehren, vorausgesetzt, die neue, positive Entwicklung in der Corona-Krise halte in ihren Ländern an. Dies sei in Telefongesprächen der vergangenen Tage klar geworden, so Schwander. Ein genaues Datum konnte allerdings nicht nennen.

Möglich erscheint eine Grenzöffnung Mitte Juni. Bis dann jedenfalls sollen die Schengen-Mitgliedsstaaten - und damit auch die Schweiz - auf Anraten der EU-Kommission auf einen Verzicht von nicht dringenden Reisen dringen. Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz sprach in der Nachrichtensendung "10vor10" des Schweizer Fernsehens SRF am Dienstagabend von einer Öffnung "im Juni".

EU-Konservative fordern Ende der Kontrollen

Führende europäische Konservative forderten unterdessen EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf, sich für ein Ende der Grenzkontrollen in der Europäischen Union nach dem 15. Mai einzusetzen.

Auch die Quarantänevorschriften für EU-Bürger, die in ein anderes EU-Land reisen, sollten aufgehoben werden, forderten 18 Präsidiumsmitglieder und Leiter nationaler Delegationen der Europäischen Volkspartei (EVP) am Dienstag in einem Brief an ihre deutsche Parteifreundin von der Leyen.

An diesem Mittwoch will die EU-Kommission einen Plan für eine vorsichtige Öffnung der Binnengrenzen in Europa vorlegen. Gemäss einem Entwurf sollen die Kontrollen nach und nach aufgehoben werden. Wenn man es koordiniere und sicher angehe, könnten die kommenden Monate den Europäern dringend benötigte Erholung verschaffen, heisst es in dem Papier. Auch die deutsche Regierung in Berlin will sich mit der Zukunft der Grenzkontrollen befassen.

(AWP)

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Schweizer Grenze zu

Schweizer Grenze zu Österreich und Deutschland ab 15. Juni offen

(Meldung ergänzt) - Die Schweizer Grenze zu Österreich und Deutschland soll ab dem 15. Juni wieder offen sein. Das bestätigte am Mittwoch das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

13.05.2020 12:46

Bedingung für die Grenzöffnung sei aber, dass die pandemische Entwicklung weiterhin positiv bleibe, hiess es seitens des EJPD weiter.

Diese Grenzöffnung hatte sich bereits am Dienstagabend abgezeichnet. Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz sprach in der Nachrichtensendung "10vor10" des Schweizer Fernsehens SRF am von einer Öffnung "im Juni".

Bundesrätin Karin Keller-Sutter stand schon seit geraumer Zeit wegen Grenzöffnungen im Kontakt mit Innenminister Horst Seehofer in Berlin, Karl Nehammer in Wien und Christophe Castaner in Paris, um so schnell wie möglich zur Normalität zurückkehren.

Wie es mit einer allfälligen Grenzöffnung zwischen der Schweiz und Frankreich aussieht, ist zurzeit noch nicht klar. Auch wann eine die Schweizer Grenzen zu Italien aufgehen könnten, ist nicht bekannt.

(AWP)

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WHO: Coronavirus verschwindet

WHO: Coronavirus verschwindet vielleicht nie wieder

Der Nothilfekoordinator der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist skeptisch, dass das neue Coronavirus nach der rasanten Ausbreitung rund um den Globus noch eliminiert werden kann. "Dieses Virus kann in der Bevölkerung heimisch werden, es kann sein, dass es nie mehr verschwindet", sagte Michael Ryan am Mittwochabend in Genf.

14.05.2020 06:32

Auch HIV, das Virus, das die Immunschwächekrankheit Aids auslöst, sei nie wieder verschwunden. Im Fall von HIV sei es der Welt gelungen, Medikamente und Präventionsmassnahmen zu schaffen, so dass das Virus seinen Schrecken verloren habe. "Ich will die Krankheiten nicht vergleichen, aber wir müssen realistisch sein, sagte Ryan.

Es gebe eine kleine Chance, das neue Virus Sars-CoV-2, das die gefährliche Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann, auszurotten. Dafür müsse aber ein hocheffektiver Impfstoff gefunden werden, er müsse im ausreichenden Mass hergestellt und in aller Welt verteilt werden und die Menschen müssten einverstanden sein, sich impfen zu lassen. "Jeder einzelne dieser Schritte ist voller Herausforderungen", sagte Ryan.

Er kritisierte die verbreitete Impfskepsis und die fehlenden Mittel für gute Gesundheitssysteme in vielen Weltgegenden. "Wir haben ja sehr effektive Impfstoffe auf diesem Planeten, die wir nicht effektiv eingesetzt haben", sagte er mit Verweis auf die Masern. Die Zahl der Masernfälle steigt seit einigen Jahren wieder.

Mit den richtigen Massnahmen zur Erkennung von Infizierten, der Isolierung von möglicherweise Angesteckten und effektiver Behandlung könne das Virus unter Kontrolle gebracht werden, betonte WHO-Expertin Maria van Kerkhove. Es werde mit Hochdruck an Impfstoffen und Medikamenten gearbeitet./oe/DP/zb

(AWP)

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Brasilien bekommt Ausbreitung

Brasilien bekommt Ausbreitung des Corona-Virus nicht unter Kontrolle

Inmitten einer schweren politischen Krise kämpft Brasilien mit einem Negativrekord neuer Coronavirus-Fälle.

14.05.2020 02:43

Die Regierung bestätigte 11'385 Neuinfektionen binnen 24 Stunden, womit sich die Gesamtzahl der Fälle auf 188'974 erhöhte. Bei der Gesamtzahl der Infektionen überrundete Brasilien damit Frankreich, das nach offiziellen Angaben 177'000 Fälle meldete. Die fünf Länder, die mehr Infektionen registriert haben als Brasilien, sind die Vereinigten Staaten, Spanien, Russland, das Vereinigte Königreich und Italien.

Dennoch drängt Präsidenten Jair Bolsonaro auf eine schnelle Wiedereröffnung der Wirtschaft. Seit Wochen liegt er mit den Gouverneuren der Bundesstaaten wegen der verhängten Beschränkungen des öffentlichen Lebens auf Konfrontationskurs: Er vertritt die Auffassung, dass durch verlorene Arbeitsplätze mehr Schaden angerichtet werde als durch die Krankheit selbst.

"Wir werden den Punkt erreichen, an dem hungrige Menschen auf die Straße gehen", sagte Bolsonaro. Im Gegenzug werfen ihm die Bundesstaaten vor, die Corona-Krise herunterzuspielen. Die von dem Virus ausgelöste Lungenkrankheit COVID-19 bezeichnete der rechtsradikale Staatschef in der Vergangenheit als "kleine Grippe". Bolsonaro eskalierte den Streit mit den Bundesstaaten in dieser Woche, indem er Fitnessstudios und Schönheitssalons zu "wesentlichen" Dienstleistungen erklärte, die offiziell wieder öffnen dürfen. Er drohte mit rechtlichen Schritten gegen lokale Regierungen, die sich nicht daran halten würden. Sao Paulo, Brasiliens bevölkerungsreichster Staat mit den meisten COVID-19 Fällen, werde Bolsonaros Dekret nicht einhalten, sagte Gouverneur Joao Doria. Er teilt damit die Auffassung von mindestens zehn weiteren Gouverneuren.

Das Wirtschaftsministerium prognostizierte am Mittwoch, dass Brasiliens Wirtschaft infolge der Coronavirus-Pandemie im Jahr 2020 um 4,7 Prozent schrumpfen würde, der größte jährliche Rückgang seit Beginn der Aufzeichnungen vor mehr als einem Jahrhundert. Das Ministerium schätze, dass jede weitere Woche unter Quarantänemaßnahmen die Wirtschaft umgerechnet rund 3,15 Milliarden Euro koste.

Bolsonaro steht derzeit politisch unter Druck: wegen des Verdachts der politischer Einflussnahme auf die Bundespolizei und Amtsmissbrauchs hat das Oberste Bundesgericht Brasiliens die Eröffnung eines Verfahrens gegen ihn genehmigt.

(Reuters)

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USA droht der "dunkelste Winter der jüngeren Geschichte"

Den USA könnte wegen eines gleichzeitigen Ausbruchs der Grippe und des Coronavirus laut einem ranghohen Gesundheitsbeamten der "dunkelste Winter der jüngeren Geschichte" bevorstehen. So warnte Rick Bright in einer Aussage für einen Ausschuss des Repräsentantenhauses. Die Zeit für die Regierung, noch rechtzeitig eine auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basierende Strategie zu planen und umzusetzen, laufe jetzt rasch ab, hiess es weiter. Ohne koordinierte Strategie würde die Pandemie zu Erkrankungen und Todesfällen in noch nie da gewesenem Ausmass führen, warnte er am Mittwoch. Er soll am Donnerstag im Parlament angehört werden.

Bright wurde im April nach eigenen Angaben als Direktor einer dem Gesundheitsministerium untergeordneten Behörde geschasst, weil er sich weigerte, von US-Präsident Donald Trump angepriesene Behandlungsmethoden für die Lungenerkrankung Covid-19 zu unterstützen, die nicht wissenschaftlich belegt waren. Bright wurde auf einen Posten im Nationalen Gesundheitsinstitut (NIH) versetzt. In seiner vorbereiteten Erklärung kritisierte Bright Trumps Coronavirus-Politik scharf. Das Land sei wegen Trumps irreführender Kommunikation und einer fehlenden landesweiten Strategie wie gelähmt, sagte er weiter. Wissenschaftliche Erkenntnisse müssten die Strategie für den Kampf gegen das neuartige Coronavirus definieren, "nicht Politik und Vetternwirtschaft", schrieb er. "Ohne klare Planung und Umsetzung der Schritte, die ich und andere Experten erläutert haben, wird 2020 der dunkelste Winter der jüngeren Geschichte sein", warnte er.

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Südkorea sieht Kampf gegen

Südkorea sieht Kampf gegen Virusausbreitung an kritischem Punkt

Nach einer Häufung von Corona-Infektionen unter Clubgängern in Seoul sehen die südkoreanischen Gesundheitsbehörden den Kampf gegen eine neue Ansteckungswelle an einem kritischen Punkt.

14.05.2020 12:06

Behördenvertreter warnten am Donnerstag erneut vor dem Risiko, dass die Situation ausser Kontrolle geraten und zu einem ähnlichen sprunghaften Anstieg der Fallzahlen wie im Februar führen könnte. "Es ist für uns jetzt ein sehr kritischer Moment", sagte Kwon Joon Wook von der Zentrale für das Katastrophen-Management.

Die Zahl der Infektionsfälle, die in Verbindung mit Besuchern in Nachtclubs und Bars im beliebten Seouler Vergnügungsviertel Itaewon stehen, stieg den Angaben zufolge auf 136. Insgesamt seien am Mittwoch 29 Neuansteckungen im ganzen Land erfasst worden. Davon stünden 20 mit dem Nachtleben in Itaewon im Zusammenhang. Es handele sich um Clubgäste und Kontaktpersonen. In der Millionenmetropole wurden zunächst mehrere Infektionen auf einen infizierten Mann zurückgeführt, der in der Nacht zum 2. Mai fünf Clubs in Itaewon besucht hatte.

Die Behörden befürchten, dass sich das Virus schnell auf Gemeindeebene im ganzen Land verbreiten kann, weil die Clubgäste nicht nur aus Seoul kamen. Um die Infektionsketten zu durchbrechen, setzen sie auf intensives Testen. Bisher wurden in Verbindung mit dem Itaewon-Ausbruch etwa 35 000 Menschen auf Sars-Cov-2 getestet. So wurden alle Menschen, die sich zwischen dem 24. April und dem 6. Mai in der Gegend um die Clubs aufhielten, dringend aufgerufen, sich testen zu lassen.

Nach dem Höhepunkt des Ausbruchs Ende Februar mit über 900 Fällen innerhalb eines Tages hatte Südkorea die Lage weitgehend in den Griff bekommen. Seit Mitte April wurden zunächst täglich weniger als 15 Neuinfektionen gemeldet. Die Gesamtzahl liegt bisher bei knapp 11 000. Es wurden 260 Todesopfer in Verbindung mit dem Virus gebracht./dg/DP/stk

(AWP)

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Briten fackeln 77 5G-Antennen ab

Wegen Coronavirus Verschwörung: Briten fackeln 77 5G-Antennen ab

Seit Beginn der Coronavirus-Pandemie wurden immer mehr Verschwörungstheorien laut. So soll das Virus wahlweise aus einem chinesischen Labor stammen. Oder Bill Gates will die Menschen mit einer Zwangsimpfung überwachen lassen.

5G-Antennen wegen Coronavirus attackiert

Ebenfalls eine beliebte Theorie: Die neuen 5G-Antennen helfen bei der Verbreitung des Coronavirus. Beim Virus soll es sich in Wahrheit um tödliche 5G-Strahlung handeln. Eine andere Stossrichtung glaubt, dass die Strahlung das Virus erst aktiviert.

https://www.nau.ch/news/europa/wegen-coronavirus-verschworung-briten-fac...

 

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Wie weiter? 3 Szenarien

Die erste Welle der Corona-Epidemie scheint überstanden. Die Pandemie wird uns laut US-Forschern aber noch bis zu zwei Jahren begleiten. Wie diese Zeit aussehen könnte? «Bluewin» erklärt drei Szenarien.

Läden, Museen und sogar erste Restaurants haben ihre Türen wieder geöffnet. Die Lockerungen der Massnahmen weisen langsam zurück in Richtung Normalität.

Die erste Welle des Coronavirus scheint also überstanden, dennoch wird uns die Pandemie noch eine ganze Weile begleiten – bis zu zwei Jahre, das zeigen zumindest die Modelle des Forschungszentrums für Infektionskrankheiten (CIDRAP) der Universität von Minnesota.

Wie die drei Zukunfts-Szenarien aussehen und ob wir zumindest das Schlimmste schon überstanden haben – das erfahren Sie hier im «Bluewin»-Videoexplainer.

https://www.bluewin.ch/de/leben/lifestyle/wie-geht-es-weiter-mit-der-pandemie-drei-szenarien-391477.html

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EU fordert unabhängige

EU fordert unabhängige Untersuchung des Ursprungs von Corona

Der EU-Aussenbeauftragte Josep Borrell fordert China dazu auf, bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie, der Suche nach Impfstoffen und beim Ankurbeln der Weltwirtschaft "seine Rolle und Verantwortung gemäss seinem Gewicht" wahrzunehmen. In einem Gastbeitrag für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Freitag) appelliert der frühere spanische Aussenminister zudem an Peking, sich wie die EU an einem erheblichen Schuldenerlass für die von der Pandemie besonders hart getroffenen Entwicklungsländer zu beteiligen und "hier seinen Teil beizutragen".

14.05.2020 22:25

Zum Schutz der Welt vor künftigen Pandemien sei auch eine unabhängige wissenschaftliche Untersuchung des Ursprungs dieser Pandemie nötig, forderte Borrell von China, wo das Virus vermutlich im Dezember 2019 in der Stadt Wuhan das erste Mal auftrat./cha/DP/he

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Dänemark signalisiert

Dänemark signalisiert Bereitschaft für Grenzöffnung für Touristen

Dänemark hat weiterhin noch keine Entscheidung getroffen, wann es seine Grenzen nach Deutschland, Schweden und Norwegen wieder öffnen will. Es sei vereinbart worden, dass die Regierung bis zum 1. Juni Neuigkeiten zu den Grenzen bekanntgeben werde, sagte Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am Donnerstagabend bei der Ankunft zu einer TV-Debatte mit den Spitzen der weiteren dänischen Parlamentsparteien. Daran werde festgehalten.

14.05.2020 21:32

Während der Debatte signalisierte Frederiksen jedoch Offenheit für die Möglichkeit, Touristen etwa mit einem Mietvertrag für ein Ferienhaus oder mit einer Hotelreservierung ins Land zu lassen. Dies müsse aber erst in politischen Gesprächen diskutiert werden.

Die Grenzen einfach zu öffnen und Tausende Menschen herumreisen und sich gegenseitig anstecken zu lassen, dafür habe sie kein Verständnis, sagte Frederiksen. "Wenn wir über ein Modell sprechen, das von Menschen handelt, die als Touristen nach Dänemark kommen, wo es den lokalen Gemeinschaften helfen kann, dann ist das etwas anderes." Sie warnte jedoch vor dem Ansteckungsrisiko. "Es ist herrlich, eine deutsche Familie zu empfangen, die nicht krank ist. Es wird gelinde gesagt etwas schwer, wenn eine deutsche Familie hierher kommt und Corona hat und Weitere ansteckt."

Mehrere Parteien wollen, dass Dänemark schon jetzt eine Vereinbarung mit Deutschland trifft, damit der Tourismus im Land in die Gänge kommen kann. Deutsche Urlauber stellen traditionell den Grossteil der Gäste in den dänischen Ferienhäusern, weshalb die Situation an der deutsch-dänischen Grenze besonders wichtig für den Reisesektor ist. Die Regierung von Frederiksen steht deshalb im Inland stark unter Druck, früher als geplant zu klären, wann die Grenzen wieder für Touristen geöffnet werden können. Dieser Druck wurde dadurch verstärkt, dass Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) erklärt hatte, Deutschland sei bereit, die Grenze nach Dänemark zu öffnen.

Dänemark hatte seine Grenzen am 14. März für alle Ausländer ohne triftigen Einreisegrund geschlossen. Die Grenzschliessungen zählten zu den strikten dänischen Massnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Seither hat sich die Corona-Lage im nördlichsten deutschen Nachbarland deutlich verbessert, die Zahlen der Neuinfektionen und Covid-19-Todesfälle gehen kontinuierlich zurück. Mehrere Corona-Massnahmen wurden seit Mitte April wieder gelockert.

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Weg frei für Re-Start der

Weg frei für Re-Start der Premier League im Juni

Die britische Regierung hat den Weg für eine Fortführung der englischen Premier League im Juni frei gemacht. Das ging aus einem Treffen am Donnerstag zwischen Vertretern des nationalen Verbandes FA, der Premier League und der English Football League mit dem britischen Kulturminister Oliver Dowden hervor. Die bisherigen Pläne zur Fortsetzung der Liga seien Dowden zufolge "überzeugend". Vor einem Neustart muss sich die Premier League aber noch auf ein finales Konzept einigen.

14.05.2020 21:19

Bisher ist ein Wiederaufnahme des Ligabetriebs zum 12. oder 19. Juni im Gespräch, die Spiele sollen dann wie in der Bundesliga vor leeren Rängen stattfinden. Die Liga ist seit dem 13. März wegen der Corona-Krise pausiert, bisher wurden 29 von 38 Spieltagen absolviert. Die Premier League will am Montag erneut über die Pläne beraten./sb/DP/he

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Laut Daten von US-Forschern

Laut Daten von US-Forschern bereits mehr als 300'000 Corona-Tote weltweit

Seit Beginn der Coronavirus-Pandemie sind nach Angaben von US-Forschern weltweit bereits mehr als 300 000 Menschen infolge einer Infektion gestorben. Die Universität Johns Hopkins in Baltimore verzeichnete bis Donnerstagnachmittag (Ortszeit) gut 4,4 Millionen bekannte Infektionen und 300 074 Todesfälle. Das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 kann die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen.

14.05.2020 20:35

Die von der Universität veröffentlichten Infektions- und Todeszahlen sind in der Regel höher als jene der Weltgesundheitsorganisation (WHO), weil sie regelmässiger aktualisiert werden. In manchen Fällen wurden die Zahlen zuletzt aber auch wieder nach unten korrigiert. Die WHO hatte bis Mittwoch rund 4,2 Millionen nachgewiesene Infektionen und knapp 290 000 Todesfälle gemeldet.

Die meisten Todesfälle infolge der Coronavirus-Pandemie gab es der Universität Johns Hopkins zufolge in den USA (rund 85 000), wo die Zahl der nachgewiesenen Infektionen ebenfalls am höchsten war (1,4 Millionen). In den USA leben rund 330 Millionen Menschen.

Vergleiche zwischen einzelnen Ländern - insbesondere anhand absoluter Zahlen - erweisen sich allerdings sowohl mit Blick auf die Infizierten- als auch auf die Totenzahlen als schwierig. Nicht nur sind die Bevölkerungsstrukturen unterschiedlich. Die Staaten befinden sich auch in verschiedenen Stadien der Pandemie und unterscheiden sich in Hinblick auf die Zahl der durchgeführten Tests. Hinzu kommt die erwartete hohe Dunkelziffer nicht diagnostizierter Infektionen. Die Pandemie hatte vor dem Jahreswechsel in China begonnen./jbz/DP/he

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Versicherungsmarkt Lloyd's:

Versicherungsmarkt Lloyd's: Corona-Krise so teuer wie Hurrikan-Serien

Die Coronavirus-Pandemie dürfte die weltweite Versicherungsbranche nach Einschätzung des Londoner Versicherungsmarkts Lloyd's so teuer zu stehen kommen wie die verheerenden Hurrikan-Serien von 2005 und 2017. Insgesamt schätzt die Lloyd's-Führung um John Neal die Schadenzahlungen auf 107 Milliarden US-Dollar (98,7 Mrd Euro), wie Lloyd's am Donnerstag in London mitteilte. Hinzu kämen Wertverluste bei Kapitalanlagen, die Lloyd's auf 96 Milliarden Dollar taxiert.

14.05.2020 19:39

Im Jahr 2005 hatten die Hurrikane "Katrina", "Rita" und "Wilma" versicherte Schäden von 116 Milliarden Dollar angerichtet. 2017 schlugen die Zerstörungen durch "Harvey", "Irma" und "Maria" mit 92 Milliarden Dollar zu Buche.

Der Versicherungsmarkt Lloyd's selbst zahlt nach eigenen Angaben voraussichtlich zwischen 3 bis 4,3 Milliarden US-Dollar (umgerechnet 2,8 bis 4 Milliarden Euro) an seine Kunden aus. Die Summe könne allerdings weiter steigen, sofern sich die Beschränkungen des öffentlichen Lebens in vielen Ländern in das nächste Quartal hinzögen.

"Was Covid-19 einzigartig macht, sind nicht nur die anhaltenden Auswirkungen auf Menschen und Gesellschaft, sondern auch der wirtschaftliche Schock. All diese Faktoren zusammengenommen werden die Branche herausfordern wie nie zuvor", so Lloyd's-Chef John Neal./stw/DP/he

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Zwei Drittel der Befragten

Zwei Drittel der Befragten für Schutzmaskenpflicht im öV

Über zwei Drittel der Bevölkerung sprechen sich zum Schutz vor einer Infektion mit dem Coronavirus für eine Schutzmasken-Tragpflicht im öffentlichen Verkehr aus. Auch Tracing-Apps von Kontakten mit Infizierten würden 60 Prozent einschalten. Knapp 70 Prozent begrüssen den Präsenzunterricht an Schulen

18.05.2020 06:45

Zu diesen und weiteren Schlüssen kommt eine Umfrage der Tamedia-Zeitungen und der Gratiszeitung "20 Minuten", die am Montag publiziert wurde. Die Hälfte aller stimmberechtigten Befragten kennt niemanden, der an der Lungenkrankheit Covid-19 gelitten hat. Ebenso hat die Hälfte wenig Angst vor einer Ansteckung. Die Angst nimmt mit dem Alter zu.

Nach wie vor am meisten leidet die Bevölkerung an den eingeschränkten Sozialkontakten. 39 Prozent gaben dies als schlimmste persönliche Folge der Pandemiebekämpfung an. Bei Frauen war dies häufiger der Fall.

Weniger Sport

Der Alkoholkonsum stieg bei 12 Prozent der Umfrageteilnehmerinnen und -teilnehmer, bei 25 Prozent sank er. Deutlich abgenommen hat die sportliche Betätigung. Mehr als ein Drittel betrieben im Lockdown weniger Sport als vorher. Bei der Ferienplanung wollen 27 Prozent spontan entscheiden. 19 Prozent haben sich bereits auf die Schweiz als Feriendestination festgelegt.

Das Lockerungstempo des Bundesrats bezeichneten 45 Prozent als angemessen, 15 Prozent fanden es zu langsam und 38 Prozent zu schnell. Dabei gab es Alters- und Geschlechtsunterschiede. 42 Prozent der Frauen ging es zu schnell. 55 Prozent der über 65-Jährigen stimmten mit dem Bundesrat überein. Generell ging es jenen zu schnell, die sich vor einer Covid-19-Erkrankung fürchten.

Hoher Vertrauenswert

Die Mehrheit unterstützt die Wirtschaftsmassnahmen von Regierung und Parlament. 59 beurteilen diese als angemessen. Das Vertrauen in den Bundesrat ist mit 84 Prozent ausserordentlich hoch.

Wird es bei den Wirtschaftsmassnahmen konkreter, sprechen sich 48 Prozent für die Unterstützung der Fluggesellschaften Swiss und Edelweiss aus. Insbesondere Wählerinnen und Wähler von FDP und CVP sehen die Hilfe positiv.

Bei den Grenzöffnungen zu den Nachbarländern zeigen sich die Umfrageteilnehmer gespalten. 45 Prozent wollen Grenzöffnungen bis Ende Mai, 52 Prozent sind dagegen.

Den wirtschaftlichen Schaden im Vergleich zum gesundheitlichen Nutzen als zu gross erachten 35 Prozent. Das ist bei SVP-Wählenden am ausgeprägtesten. Auch hier spielt wieder die Angst mit: Je grösser sie ist, desto geringer wird der Schaden beurteilt.

Für eine Herdenimmunität sprachen sich 32 Prozent aus. Diese Strategie findet vor allem bei Wählerinnen und Wählern der SVP, FDP und GLP Anklang.

Die Zeitungen führten ihre zweite Coronavirus-Umfrage am 14. Mai auf ihren Newsportalen durch. 26'145 Personen nahmen daran teil. Der Fehlerbereich liegt bei 1,4 Prozent. Eine erste Umfrage datiert vom 15. April.

(AWP)

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