Coronavirus und die Auswirkungen auf die SIX

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Corona-Infektionen in

Corona-Infektionen in Shanghai gehen trotz Lockdowns weiter hoch

Trotz des strengen Lockdowns in Shanghai steigt die Zahl der Corona-Infektionen in der ostchinesischen Hafenstadt weiter an. Die Behörden berichteten am Mittwoch einen Höchststand von 26 330 gemeldeten neuen Ansteckungen am Vortag. Die grosse Mehrheit der Fälle ist asymptomatisch. Shanghai steht im Mittelpunkt der grössten Corona-Welle in China seit Beginn der Pandemie vor mehr als zwei Jahren und zählt die meisten der landesweit knapp 28 000 Fälle.

13.04.2022 06:32

Trotz der Ankündigung von schrittweisen Lockerungen am Montag ist die grosse Mehrheit der 26 Millionen Einwohner zählenden Metropole weiter von Ausgangssperren betroffen. Die Stadtregierung untersagte am Mittwoch auch privaten Verkehr auf den Strassen für Bewohner, die ihre Wohnungen wieder verlassen durften. Die meisten Geschäfte sind aber unverändert geschlossen. Bei Volkswagen standen Werke in Shanghai wie auch in Changchun in Nordostchina weiter still.

Obwohl in Shanghai die Ausgangssperren in Wohngebieten aufgehoben werden sollen, wo es in den vergangenen zwei Wochen keine Infektion gegeben hat, gibt es Aufforderungen der Nachbarschaftskomitees oder Hausverwaltungen an Bewohner, ihre Apartments oder die Wohnanlagen aus Vorsicht trotzdem nicht zu verlassen. So war unklar, wie viele Menschen überhaupt von Lockerungen profitieren.

In dem Wirtschafts- und Finanzzentrum Chinas gibt es zunehmend Unmut über unzureichende Lieferungen von Nahrungsmitteln, Probleme mit medizinischer Versorgung oder die Trennung von infizierten Kindern von ihren Eltern wegen Quarantäne. Es gibt sogar Klagen über Hunger isolierter Bewohner und unbestätigte Berichte über Todesfälle von Patienten, die wegen anderer Erkrankungen als Covid-19 nicht schnell genug zur Behandlung ins Krankenhaus kommen können.

Das bevölkerungsreichste Land der Welt hat seit zwei Jahren recht erfolgreich eine strenge Null-Covid-Strategie verfolgt, so dass das Leben weitgehend normal lief. Seine strikten Methoden wie Ausgangssperren, Massentests, Zwangsquarantäne und Abschottung zum Ausland haben aber durch die sich schnell verbreitende Omikron-Variante BA.2 an Wirksamkeit verloren. In Shanghai sind Zehntausende unter teils schwierigen Umständen in provisorischen Quarantäne-Lagern untergebracht./lw/DP/stk

(AWP)

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Corona-Pandemie bleibt weiter

Corona-Pandemie bleibt weiter internationaler Gesundheitsnotstand

Die Coronavirus-Pandemie bleibt ein internationaler Gesundheitsnotstand. Das entschied die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Mittwoch in Genf. Sie schloss sich der Empfehlung unabhängiger Experten an, die sich dagegen ausgesprochen hatten, die Ende Januar 2020 erklärte "gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite" aufzuheben.

13.04.2022 16:29

Der Expertenrat betrachtet die Infektionslage nach der Erklärung eines Notstands alle drei Monate und berät die WHO. Die Ausrufung einer Notlage ist die höchste Alarmstufe, die die WHO verhängen kann. Sie soll den Fokus der Weltgemeinschaft auf ein gefährliches Problem lenken und Regierungen anspornen, Massnahmen zu ergreifen. Länder sind damit auch verpflichtet, Fallzahlen zu melden.

Als die WHO die Notlage am 30. Januar 2020 erklärte, waren ausserhalb Chinas rund 100 Infektionen in 21 Ländern bekannt. Inzwischen wurden der WHO weltweit fast 500 Millionen Infektionen und gut sechs Millionen Todesfälle gemeldet./oe/DP/men

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Britische Unternehmen leiden

Britische Unternehmen leiden unter mehr Corona-Infektionen

Der Wegfall kostenloser Corona-Tests und der Pflicht zur Selbstisolation in England trifft die Unternehmen wegen zunehmender Infektionszahlen hart. "Die meisten Branchen sind betroffen, insbesondere Unternehmen mit Kundenkontakt wie das Gastgewerbe und der Einzelhandel", sagte Jane Gratton vom britischen Handelskammerverbund BCC auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

14.04.2022 06:44

Aber auch viele Beschäftigte, die von zu Hause aus arbeiten können, seien zu krank, um dies zu tun. "Corona bleibt ein erhebliches Problem für Arbeitgeber", sagte Gratton. Die Lage verschärfe den Personalmangel, hemme Kapazität und erschwere Serviceleistungen, sagte Gratton. Sie forderte günstige oder kostenlose Corona-Tests, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schützen sowie Ansteckungen am Arbeitsplatz zu verhindern.

Im grössten britischen Landesteil England gibt es seit Wochen keine Corona-Regeln mehr. Die täglich vom Gesundheitsministerium herausgegebenen Infektionszahlen bergen eine sehr hohe Dunkelziffer, da Testkapazitäten zurückgefahren wurden und positive Fälle nur noch freiwillig gemeldet werden. Einer Studie von Anfang April zufolge stiegen die Infektionen im März auf ein Rekordniveau.

Wegen der hohen Infektionszahlen kommt es immer wieder zu vorübergehenden Geschäftsschliessungen. Zuletzt mussten wichtige Fluglinien wie British Airways und Easyjet tagelang jeweils Dutzende Verbindungen wegen Corona-Ausbrüchen in der Belegschaft absagen./bvi/DP/stk

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Pharmaindustrie: Angebot von

Pharmaindustrie: Angebot von Corona-Impfstoffen übersteigt Nachfrage

Weltweit stehen nach Angaben des internationalen Pharmaverbandes IFPMA heute mehr Corona-Impfdosen zur Verfügung als verabreicht werden können.

14.04.2022 06:52

"Das Impfstoff-Angebot übersteigt zur Zeit die Nachfrage", sagte IFPMA-Generaldirektor Thomas Cueni in Genf. Es seien seit Beginn der Produktion gegen Ende 2020 rund 13,7 Milliarden Impfdosen hergestellt und rund elf Milliarden verabreicht worden. Insgesamt könnten in diesem Jahr knapp acht Milliarden Impfdosen hergestellt werden, sagte Cueni. Dennoch würden nicht alle Menschen, die es brauchten, geimpft. Das liege nicht - wie noch bis Spätsommer 2021 - am Impfdosenmangel, sondern daran, dass die Impfprogramme in manchen Ländern nicht in vollem Umfang angelaufen seien. Das müsse bei möglichen neuen Pandemien besser organisiert werden.

Cueni und die Chefs der Pharmafirmen Pfizer , Albert Bourla, Roche Pharmaceuticals, Bill Anderson und Eli Lilly , David A. Ricks kritisierten anhaltende Forderungen, Patente auf Covid-19-Impfstoffe oder -Medikamente auszusetzen. Nur durch den Patentschutz seien über Jahre die Investitionen möglich gewesen, die dann zu der schnellen Entwicklung von Impfstoffen und Medikamenten geführt hätten.

Pfizer hat zusammen mit der Mainzer Firma Biontech den weltweit ersten Corona-Impfstoff im Dezember 2020 auf den Markt gebracht. Pfizer-Chef Bourla hofft, bis Herbst einen neuen Corona-Impfstoff zu haben, der gegen alle Virusvarianten gleich gut wirkt. Ziel sei es zudem, einen Impfstoff zu entwickeln, der wie bei Grippe ein Jahr lang vor schweren Krankheitsverläufen und einer Infektion schütze.

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Expertengruppe kritisiert die

Expertengruppe kritisiert die Corona-Bewältigung der Behörden

Die Behörden haben im ersten Pandemiejahr «angemessen und zeitgerecht reagiert». Das zeigt eine externe Evaluation. Bei der Vorbereitung, der Digitalisierung und der Rollenverteilung ist vieles verbesserungswürdig.

26.04.2022 16:41

Der am Dienstag publizierte Bericht zeigt, dass Bund und Kantone die Pandemie insbesondere vor der zweiten Welle im Herbst 2020 unterschätzt hatten, was schliesslich zu einer höheren Übersterblichkeit führte. "Die Krisenorganisation hat sich in dieser Phase nicht bewährt", sagte Studienleiter Andreas Balthasar vom Forschungszentrum Interface vor den Medien in Bern.

Mit dabei hatte er den Evaluationsbericht, den der Bund selbst zu Beginn der Krise bestellt hatte. Balthasar analysierte mit einem in- und ausländischen Expertengremium die Covid-19-Krisenbewältigung der Behörden vom Frühjahr 2020 bis im Sommer 2021.

Das Team schaute über 3000 Dokumente an, wertete Medienberichte aus und verglich die Schweizer Daten mit jenen aus Österreich und Schweden. Basis waren auch eine repräsentative Bevölkerungsbefragung und zahlreiche Interviews, etwa mit Verantwortlichen von Alters- und Pflegeheimen.

«Grosses Leid» in Altersheimen

Laut der Expertengruppe kamen die Fehler im Krisenmanagement zustande, weil das Bundesamt für Gesundheit (BAG) in der ersten Pandemiephase mit bereits länger bestehenden Problemen zu kämpfen hatte. Beispielsweise fehlte eine digitale Strategie. Auch eine Lagerhaltung von Schutzmaterial existierte nicht. Diese Punkte hätten sich nicht kurzfristig lösen lassen.

Ebenfalls seien Abläufe innerhalb des BAG vorgängig nicht klar definiert worden. "Die Krisenhandbücher des Amts waren nicht breit bekannt", heisst es im Bericht. Insgesamt sei das BAG "organisatorisch unzureichend auf die Corona-Pandemie vorbereitet" gewesen.

Als "nicht angemessen" beurteilt wurden etwa die Schulschliessungen im Frühling 2020. "Diese führten zu grossen Belastungen von Eltern, Kindern sowie Jugendlichen und ziehen möglicherweise einschneidende Folgen für die Bildungsentwicklung zahlreicher Kinder und Jugendlicher nach sich", heisst es im Expertenbericht. Weiter sei die Angemessenheit des Verbots von nicht dringend angezeigten medizinischen Eingriffen infrage zu stellen.

Auch der Umgang mit besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen - also älteren Menschen und Menschen in Alters- und Pflegeheimen - wird kritisch bewertet. Die strengen Schutzmassnahmen in Form von Ausgangs- und Besuchsverboten hätten "zu grossem Leid" sowie zum Teil zu "negativen gesundheitlichen Auswirkungen" bei den Bewohnenden sowie deren Angehörigen geführt.

Bund zeigt sich selbstkritisch

Trotz der Kritik betonte Balthasar, dass die Behörden die Krise grundsätzlich gut bewältigt hätten. Die Gesundheitsversorgung sei "stets in hoher Qualität gewährleistet" gewesen. "Das BAG hat den Auftrag, die Bevölkerung zu schützen, sehr ernst genommen."

Zudem seien die Corona-Massnahmen bei der Bevölkerung auf breite Akzeptanz gestossen. Die Angemessenheit verschiedener, zum Teil umstrittener Massnahmen seien sowohl von der Stimmbevölkerung als auch vom Bundesgericht bestätigt worden.

"Ich bin erleichtert, zu hören, dass wir vieles sehr gut gemacht haben", sagte BAG-Direktorin Anne Lévy nach der Vorstellung des Berichts. Gleichzeitig sei ihr bewusst, dass vor allem in den ersten Monaten der Pandemie Fehler passiert seien.

Lévy gab zu bedenken, dass die Behörden in sehr kurzer Zeit Entscheide von grosser Tragweite hätten treffen müssen. Zudem sei das Personal am Anschlag gewesen. "Viele arbeiteten 17 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche." Über 200 Covid-Geschäfte habe ihr Amt im Vorfeld von Bundesratssitzungen

«Flexibler auf Krisenmodus umstellen»

Die BAG-Chefin betonte, dass die Lehren aus der Krise gezogen worden seien und weiterhin gezogen würden. Das geschehe im Rahmen der Revision des Epidemiengesetzes und des nationalen Pandemieplans. Beides soll bis 2024 abgeschlossen sein.

Parallel dazu laufen weitere Untersuchungen, darunter die von der Bundeskanzlei geleitete Gesamtevaluation des Krisenmanagements des Bundes. Auch die Kantone und die Aufsichtskommissionen des Parlaments werten derzeit die Bewältigung der Pandemie aus.

"Es braucht eine verbindlichere Pandemievorsorge", sagte Michael Jordi, Generalsekretär der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK), an der Medienkonferenz. Die Rollenverteilung zwischen Bund und Kantonen müsse besser geklärt werden. Einheitliche Massnahmen müssten auf nationaler Ebene beschlossen werden.

Auch die Kantone selbst nahm Jordi in die Pflicht. So müssten die Meldesysteme für die Auslastung der Spitalinfrastruktur automatisiert werden. Wenn nötig, müssten die Kapazitäten temporär substanziell erhöht werden können. "Wir müssen noch flexibler auf den Krisenmodus umstellen."

(AWP)

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Peking weitet Massentests aus

Peking weitet Massentests aus - Angst vor Corona-Lockdown geht um

Nach einigen Dutzend Corona-Infektionen hat die chinesische Hauptstadt Peking die Massentests auf rund 90 Prozent seiner 21 Millionen Einwohner ausgeweitet. Ausser im grössten Stadtteil Chaoyang werden jetzt auch die Bewohner von elf weiteren Bezirken bis Samstag dreimal getestet, teilten die Behörden mit. Nach der ersten Runde mit 3,7 Millionen Tests am Vortag wurden bis Dienstagnachmittag aber nur 22 neue Infektionen entdeckt.

26.04.2022 14:39

Trotz der geringen Zahl ging die Angst um, dass auch Peking ähnlich wie Shanghai zuvor in einen teilweisen oder ganzen Lockdown gehen könnte. Mehrere Nachbarschaften wurden bereits abgeriegelt. Ihre Bewohner können das Gebiet nicht verlassen. Experten wiesen darauf hin, dass Peking anders als Shanghai frühzeitig eingreift und testet, was helfen solle, den Ausbruch unter Kontrolle zu bekommen. Insgesamt wurden in der Hauptstadt rund 100 Fälle entdeckt.

Trotz der bereits seit einem Monat geltenden weitgehenden Ausgangssperren in Shanghai wurden in der ostchinesischen Hafenstadt aber erneut rund 17 000 neue Infektionen gemeldet, die grosse Mehrheit asymptomatisch. Auch gab es in der 26-Millionen-Metropole wieder 33 Tote im Zusammenhang mit einer Covid-Infektion.

Shanghai steht im Mittelpunkt der grössten Corona-Welle in China seit Ausbruch der Pandemie vor mehr als zwei Jahren. Mit Massentests, Quarantäne und Ausgangssperren verfolgt die Regierung des bevölkerungsreichsten Landes eine strenge Null-Covid-Strategie, die durch die besonders ansteckende Omikron-Variante auf eine harte Probe gestellt wird. Eine Lockerung lehnt Peking aber entschieden ab.

Experten wiesen darauf hin, dass Millionen von älteren Chinesen nicht oder nur unzureichend geimpft sind. Auch gibt es Zweifel an der Wirksamkeit der chinesischen Impfstoffe gegen Omikron. Allerdings sind ausländische Vakzine in China nicht zugelassen. Gewarnt wird auch vor einer Überlastung des schlecht entwickelten Gesundheitssystems in China./lw/DP/jha

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Biden fordert weitere

Biden fordert weitere Milliarden für Kampf gegen Corona

Angesichts der Gefahr knapp werdender Corona-Impfdosen und Medizin hat US-Präsident Joe Biden vom Kongress zusätzliche Milliarden für den Kampf gegen das Virus gefordert. "Ohne zusätzliche Finanzierung können wir nicht die Menge an Impfstoffen vorbestellen, die wir benötigen. Wir riskieren, unseren Platz in der Warteschlange für Impfstoffe zu verlieren", sagte Biden am Donnerstag in Washington. Er verlangte 22,5 Milliarden Dollar (21,4 Milliarden Euro) zusätzlich. Auch lebensrettende Medizin wie antivirale Pillen würden sonst Mangelware.

28.04.2022 18:15

Hintergrund ist, dass es in den USA zwischen Demokraten und Republikanern Uneinigkeit über geplante Corona-Hilfen gibt. Eigentlich waren im Haushaltsentwurf ursprünglich 15,6 Milliarden Dollar (14,2 Milliarden Euro) eingeplant. Der Haushalt wurde schliesslich im März ohne diese Hilfen verabschiedet.

Die USA wurden von der Omikron-Welle rund um den Jahreswechsel heftig getroffen - die Zahlen schnellten in die Höhe, sanken dann aber bald wieder. In vielen Bundesstaaten wurde die Maskenpflicht mittlerweile weitgehend gekippt. Anfang März hatte Biden betont, dass eine Rückkehr zur Normalität in Sichtweite sei./scb/DP/jha

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Veröffentlichung der

Veröffentlichung der Impfstoff-Verträge des Bundes verzögert sich

Das Bundesverwaltungsgericht hat die Beschwerde einer Tessiner SVP-Kantonsrätin abgewiesen, die Zugang zu den Verträgen zwischen Bund und Pharma-Firmen für die Covid-Impfstoffe verlangte. Das Gericht hält es für angemessen, wenn das Bundesamt für Gesundheit spätestens am 30. Juni mit den Vorbereitungen für die Publikation beginnt.

29.04.2022 12:30

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hatte das Gesuch der Kantonsrätin Roberta Soldati vom März vergangenen Jahres und Anfragen weiterer Interessenten nicht prinzipiell abgewiesen.

Jedoch beharrte es auf einer Verschiebung der Einsicht, um seine Verhandlungsposition und damit die finanziellen Interessen der Schweiz nicht zu schwächen. Dies geht aus einem am Freitag veröffentlichten Urteil des Bundesverwaltungsgerichts hervor.

Die Gesuche wurden auf der Basis des Öffentlichkeitsgesetzes gestellt, gemäss welchem jede Person den Zugang zu Dokumenten der Bundesverwaltung verlangen kann. In gewissen Ausnahmefällen kann die Veröffentlichung der Unterlagen verweigert, nur teilweise gewährt oder auch verschoben werden.

Fahrplan des BAG

Einer Verschiebung stimmte im vorliegenden Fall im Mai 2021 auch der eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte (Edöb) zu. Es geht dabei namentlich um die Verträge mit den Unternehmen Moderna Therapeutics, Molecular Partners, Astra Zeneca und Pfizer/Biontech. Im Februar gab der Beauftragte aufgrund der abgeschlossenen Verträge bekannt, die Situation habe sich unterdessen so verändert, dass sich eine weitere Verzögerung mit den finanziellen Interessen der Schweiz nicht mehr rechtfertigen lasse.

Das Bundesverwaltungsgericht geht jedoch davon aus, dass der Edöb nicht die gleiche Einsicht in die Geschäfte hat wie das BAG. Deshalb solle am Fahrplan des Amtes festgehalten werden.

Das BAG hatte die Vorbereitung der Veröffentlichung angekündigt, sobald die Beschaffung der notwendigen Impfstoffe für das kommende Jahr abgeschlossen ist - spätesten jedoch Ende Juni. Ab dann wird den Unternehmen die Möglichkeit gewährt, sich zu einer Publikation zu äussern, wie das bei Drittbetroffenen üblich ist. (Urteil A-3858/2021 vom 21.4.2022)

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Deutschland meldet erstmals

Deutschland meldet erstmals seit September keine neuen Corona-Toten

Erstmals seit September haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem Robert Koch-Institut keinen einzigen neuen Corona-Todesfall binnen 24 Stunden übermittelt. Das geht aus Zahlen vom Montagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Dass kein einziger Corona-Toter innerhalb eines Tages gemeldet wurde, war zuletzt am 21. September der Fall.

02.05.2022 06:31

An Wochenenden werden gewöhnlich wesentlich weniger Todesfälle von den Gesundheitsämtern gemeldet als an anderen Tagen. Die Daten werden später nachgereicht. Es geht um Menschen, die an oder mit Corona gestorben sind.

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist derweil weiter gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 639,5 an. (Vortag 666,4; Vorwoche: 790,8; Vormonat: 1531,5)

Allerdings liefert die Inzidenz kein vollständiges Bild der Infektionsentwicklung, auch weil die offiziellen Meldedaten vom Testverhalten der Bevölkerung abhängen. Das RKI analysiert deshalb regelmässig - aber nicht tagesaktuell - weitere Parameter. So gingen die Experten in ihrem am Donnerstag erschienenen Wochenbericht unter anderem davon aus, dass die Kennzahlen zu Krankenhauseinweisungen weiter abgenommen haben.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 4032 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages, wie aus den Zahlen von Montagmorgen weiter hervorgeht (Vorwoche: 20 084 registrierte Ansteckungen). Zwischen den einzelnen Wochentagen schwanken die Werte deutlich, da insbesondere am Wochenende einige Bundesländer nicht ans RKI melden.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 24 813 817 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden./dyb/DP/stk

(AWP)

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Neuseeland empfängt wieder

Neuseeland empfängt wieder Touristen aus 60 Ländern

Als eines der letzten Länder in der Asien-Pazifik-Region empfängt auch Neuseeland ab sofort wieder internationale Gäste. Das Land öffnete am Montag erstmals seit mehr als zwei Jahren seine Grenzen für zweifach geimpfte Besucher aus 60 visabefreiten Ländern (visa-waiver countries), darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz. Jedoch erwartet die Tourismusbranche voraussichtlich erst ab Oktober eine Erholung des Sektors - auch, weil in Neuseeland gerade der Winter beginnt.

02.05.2022 06:32

Zudem verlangen die Behörden weiterhin einen negativen Corona-Test vor der Abreise im Heimatland und einen zweiten bei der Einreise nach Neuseeland. "Länder wie Australien, Grossbritannien, Dänemark und kürzlich etwa auch Fidschi haben diese Voraussetzung aufgehoben", zitierte der Sender Radio New Zealand einen Sprecher des neuseeländischen Tourismusunternehmens "House of Travel". Das vereinfache Urlaubern die Reise. "Deshalb werden sie wohl eher in diese Länder reisen als nach Neuseeland."

Neuseeland mit seinen fünf Millionen Einwohnern galt lange als Vorzeigestaat im Kampf gegen das Virus. Der Inselstaat hatte sich im März 2020 weitgehend von der Aussenwelt abgeschottet und verfolgte zeitweise eine sogenannte Null-Covid-Strategie./cfn/DP/zb

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Fast alle Kantone in

Fast alle Kantone in schwarzen Zahlen trotz Corona-Pandemie

Die Kantone schliessen das Rechnungsjahr 2021 besser ab als erwartet - und fast alle sind in den schwarzen Zahlen gelandet. Als letzter Kanton veröffentlichte Neuenburg am Mittwoch seine Finanzen. Die Wirtschaftslage entwickelte sich trotz Corona-Pandemie deutlich besser als angenommen.

04.05.2022 15:34

So äusserten sich die kantonalen Finanzverantwortlichen schon bei den Präsentationen ihrer Jahresrechnungen Mitte April ähnlich. Aus Basel-Landschaft meldeten sie ein "hocherfreuliches Ergebnis" und aus Graubünden einen "beachtlich hohen Ertragsüberschuss". Die Kantone Thurgau und Zug präsentierten gar die besten Ergebnisse ihrer Geschichte.

Ausser Neuenburg weisen alle Kantone ein besseres Ergebnis aus, als sie in ihren Budgets vorgesehen hatten. Diese Verbesserungen fallen teilweise massiv aus. So hatte der Kanton Zürich unter dem Strich ein Minus von 926 Millionen Franken erwartet, verbucht hat er nun ein Plus von 758 Millionen. Das Ergebnis fiel damit um 1,6 Milliarden Franken besser aus als erwartet.

Insgesamt 19 Kantone hatten in ihren Budgets ursprünglich rote, teils tiefrote Zahlen erwartet. Nur in den vier Kantonen Bern, Uri, Jura und Tessin blieb es am Ende bei einem Minus - mit noch hellrosa bis rosa Zahlen.

Mehr Steuern trotz Pandemie

Die Hauptursache für die besseren Kantonsabschlüsse liege in der "deutlich besseren Wirtschaftslage", sagte der Zürcher Finanzdirektor Ernst Stocker (SVP), der auch die Konferenz der kantonalen Finanzdirektorinnen und Finanzdirektoren (FDK) präsidiert.

Die Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Unternehmen hätten mehr Steuern als erwartet bezahlt. Zudem seien im Sozialbereich weniger Ausgaben angefallen, als dies in den von Corona-Befürchtungen geprägten Budgets der Fall gewesen sei.

Diese im Vergleich zu den Erwartungen bessere Konjunkturentwicklung dürfte gemäss Stocker "nicht zuletzt auf die staatlichen Unterstützungen zurückzuführen sein", wie er zur Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte. Er verwies unter anderem auf die Kurzarbeitsentschädigung, die Covid-19-Kredite und die Härtefallprogramme.

Unerwartet hohe Bundesgelder

Die Corona-Pandemie hat die Kantonsbudgets also weniger belastet als erwartet. Sie scheine - zumindest in finanzieller Hinsicht - überwunden, hiess es dazu beispielsweise aus dem Kanton Basel-Landschaft. Die Pandemie-bedingten Steuerausfälle seien ausgeblieben, stellte der Kanton Basel-Stadt fest.

Und der Kanton Graubünden wies darauf hin, dass die sehr gute Jahresrechnung auch "von der unerwartet hohen Kostenübernahme des Bundes bei der Pandemie-Bekämpfung" geprägt sei. Dem Kanton waren durch das Coronavirus Mehrbelastungen von 316 Millionen Franken entstanden, mit 228 Millionen habe der Bund aber den Hauptteil übernommen.

Nationalbank hilft

Als weiteren Faktor, der die Rechnungen verbessert hat, zählt der FDK-Präsident und Zürcher Finanzdirektor die zusätzlichen Ausschüttungen der Schweizerischen Nationalbank (SNB) auf.

Das bestätigt sich in den Kantonen: "Rekordhohe Steuereinnahmen und mehr Geld von der Nationalbank besserten das Ergebnis auf", bilanzierte der Kanton Appenzell Innerrhoden. Inhaltlich exakt gleich, aber in leicht anderen Worden fasste es der Kanton St. Gallen zusammen: "Hauptgründe für die markante Verbesserung sind höhere Steuereinnahmen und eine höhere Ausschüttung der SNB."

Neue Unsicherheiten nach Corona

Nach Einschätzung von FDK-Präsident Stocker dürfte der Umstand, dass die Kantone - ebenso wie die Städte und Gemeinden - für das vergangene Jahr mehr Einnahmen und bessere Abschlüsse haben, zu weniger Steuererhöhungen und weniger Sparanstrengungen führen.

Allerdings verwies er auch darauf, dass nach dem Abflauen der Corona-Pandemie die Unsicherheiten mit dem Krieg in der Ukraine bereits wieder zugenommen hätten: "Die Energiepreise und die Teuerung stellen die Gemeinwesen vor Herausforderungen", sagte er.

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Corona-Testpflicht an Tel

Corona-Testpflicht an Tel Aviver Flughafen entfällt am 20. Mai

Die Corona-Testpflicht bei der Ankunft am internationalen Flughafen von Tel Aviv soll am 20. Mai aufgehoben werden. Die Entscheidung sei angesichts des Rückgangs der Infektionszahlen getroffen worden, teilte das israelische Gesundheitsministerium am Sonntag mit.

08.05.2022 16:31

Schon von Dienstag an dürften Touristen ausserdem alternativ zu einem PCR-Test vor der Reise nach Israel einen Antigen-Test bis 24 Stunden vor dem Flug machen.

Im vergangenen Monat war die Maskenpflicht in Israel bereits fast komplett aufgehoben worden. Die Infektionszahlen in dem Land am östlichen Mittelmeer gingen zuletzt stetig zurück. Das Gesundheitsministerium meldete am Sonntag 1773 neue Fälle für das 9,4-Millionen-Einwohner-Land.

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Nordkorea meldet erste Corona

Nordkorea meldet erste Corona-Infektionen

Nordkorea hat zum ersten Mal seit Ausbruch der Corona-Pandemie offiziell Infektionsfälle mit dem Krankheitserreger im Land bestätigt. Die Tests bei Bewohnern in der Hauptstadt Pjöngjang hätten ergeben, dass sie sich mit einer Omikron-Subvariante des Virus angesteckt hätten, berichteten die Staatsmedien am Donnerstag.

12.05.2022 06:40

Wie viele Fälle es gegeben hat und wo sich die Betroffenen infizierten, war zunächst unklar. Bei einer Sitzung des Politbüros forderte Machthaber Kim Jong Un den Berichten zufolge, die "unerwartete Krise" zu bewältigen. Bisher hatte das abgeschottete und autoritär regierte Land der Weltgesundheitsorganisation (WHO) noch keine einzige Infektion mit dem Coronavirus gemeldet.

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Ohne Null-Covid droht China

Ohne Null-Covid droht China laut Studie ein Virus-«Tsunami»

China riskiert laut einer Studie der Fudan-Universität in Schanghai einen «Tsunami» von Coronavirus-Infektionen, sollte die Regierung in Peking ihre seit langem verfolgte Null-Covid-Politik aufgeben.

12.05.2022 21:00

Laut der Studie, die bei Nature eine Peer Review durchlaufen ist, reiche die Immunität durch die chinesische Impfkampagne alleine nicht aus, um eine folgenschwere Omikron-Welle zu verhindern. Die Forscher verweisen bei ihrer Prognose auf die niedrigen Impfraten unter Älteren und die Fähigkeit des Virus, sich der Immunität gegen bestehende Impfungen zu entziehen.

Die Studienergebnisse stützen das Beharren der chinesischen Regierung auf dem Null-Toleranz-Ansatz gegenüber Covid, der das Virus während des grössten Teils der Pandemie weitgehend in Schach gehalten hat. Ohne die Massentests und die strengen Lockdowns würde nach Ansicht der Forscher eine Omikron-Ausbreitung mit 112,2 Millionen symptomatischen Fällen drohen. Sie würde mit 5,1 Millionen Krankenhauseinweisungen und 1,6 Millionen Todesfällen einhergehen, so die Studie. Die grösste Welle sei zwischen Mai und Juli zu erwarten.

Striktere Massnahmen zur Viruseindämmung

In Chinas Bevölkerung wächst indessen die Kritik an den immer strikteren Massnahmen zur Viruseindämmung. Im Rahmen der Lockdowns wurde Menschen der Zugang zu medizinischer Versorgung verweigert und sie hatten Schwierigkeiten, an frische Lebensmittel zu gelangen. Derweil stehen in der Wirtschaft Produktionsanlagen still, was zu Problemen in den Lieferketten führt. Der Generalsekretär der Weltgesundheitsorganisation, Tedros Adhanom Ghebreyesus, forderte Peking angesichts der ökonomischen Belastungen auf, die Corona-Strategie zur überdenken. Der bisherige Ansatz sei mit der Ausbreitung der Omikron-Variante überholt.

Die von den Forschern der Schanghaier Fudan-Universität erwartete Zahl 1,6 Millionen Todesfälle läge 50% über der, die in den USA in der Pandemie insgesamt gemeldet wurde. Drei Viertel seien bei Personen ab 60 Jahren zu erwarten, die noch nicht geimpft sind. Die Hauptlast der Todesfälle in China dürfte den Angaben zufolge Schanghai tragen.

Millionen von Menschen im Lockdown

Schanghai meldete für Dienstag 1487 Neuinfektionen, gegenüber 3'014 am Montag, wobei keine ausserhalb der unter Quarantäne stehenden Bezirke gefunden wurden. Die Behörden haben angedeutet, dass nach drei aufeinanderfolgenden Tage ohne Ausbreitung ausserhalb der Quarantäne-Gebiete die Beschränkungen gelockert werden könnten, die Millionen von Menschen seit mehr als einem Monat in ihren Häusern halten.

(Bloomberg)

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Nordkorea meldet nach Corona

Nordkorea meldet nach Corona-Ausbruch 15 neue Todesfälle

Vor dem Hintergrund des eingestandenen Corona-Ausbruchs hat Nordkorea 15 neue Todesfälle und fast 300 000 weitere Fieberpatienten gemeldet. Ohne die Krankheit direkt beim Namen zu nennen, sprach Nordkorea am Sonntag zunächst weiter von einer Ausbreitung der Epidemie. Die Zahl der Toten sei auf 42 gestiegen, berichteten die staatlich kontrollierten Medien. Mehr als die Hälfte der bisher 820 000 fieberbedingten Krankheitsfälle im ganzen Land sei genesen.

15.05.2022 14:45

Um sich gegen die Epidemie zu stemmen, mobilisierte Nordkorea den Berichten zufolge bislang fast 1,45 Millionen Menschen. Sie sollen etwa Hygieneinformationen weitergeben und Menschen untersuchen. Sie müssten dafür sorgen, dass alle Personen mit Fieber und anderen "ungewöhnlichen Symptomen" in Quarantäne kommen und dort behandelt werden. Seit Donnerstagmorgen seien "alle Provinzen, Städte und Kreise des Landes gemäss der Notfallmassnahmen der Partei und Regierung vollständig abgeriegelt", hiess es.

Wie viele der Fieber-Fälle tatsächlich auf eine Corona-Erkrankung zurückzuführen sind, blieb weiter unklar. Experten vermuten, dass Nordkorea nicht über die Kapazitäten verfügt, um Massentests durchzuführen. Das weithin isolierte und autoritär geführte Land hatte am Donnerstag zum ersten Mal seit Ausbruch der Corona-Pandemie offiziell Infektionen mit dem Krankheitserreger bestätigt.

Nordkorea hatte am Donnerstag zunächst von einer unbestimmten Zahl von Bewohnern der Hauptstadt Pjöngjang gesprochen, die sich mit dem Coronavirus angesteckt hätten. Einen Tag später hiess es, das Virus habe sich im ganzen Land verbreitet. Sechs Menschen mit Fieber seien gestorben und bei einem Opfer sei die Omikron-Subvariante BA.2 nachgewiesen worden. Nordkorea hatte lange behauptet, coronafrei zu sein. Die Angaben wurden im Ausland angezweifelt./dg/DP/he

(AWP)

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Nur noch Booster? Der Markt

Nur noch Booster? Der Markt für Corona-Impfstoffe wird enger

Eineinhalb Jahre nach dem Start der ersten Impfungen steht der Corona-Impfstoffmarkt vor einem Kurswechsel.

15.05.2022 17:00

Zumindest in den Industrienationen sind die meisten Menschen, die sich gegen Covid-19 impfen lassen wollten, inzwischen geimpft. Weltweit sind es rund fünf Milliarden. Für die Impfstoffhersteller, die in den vergangenen Monaten unter Hochdruck produzierten, wird der Markt damit sehr viel wettbewerbsintensiver und kleiner.

Denn im Fokus dürften künftig Auffrischimpfungen stehen oder Impfungen von kleineren Kindern, für die bislang noch kein Vakzin auf dem Markt ist. Biotech-Analyst Hartaj Singh von Oppenheimer rechnet mit einem harten Wettbewerb: "Die Unternehmen werden um Preise und Marktanteile kämpfen, selbst bei Impfstoffen, die als die Besten gelten, wie Pfizer und Moderna."

Unklar wie viele Booster gebraucht werden

Noch ist aber völlig offen, wieviele Booster-Impfungen letztlich gebraucht werden. Bisher wird eine zweite Auffrischimpfungen nur in einigen Ländern für Menschen mit dem Risiko eines schweren Verlaufs oder in bestimmten Berufsgruppen empfohlen. Ebenso ist noch ungewiss, ob die Hersteller in diesem Herbst und in jedem darauffolgenden angepasste Impfungen verkaufen werden - wie etwa die Anbieter von Grippeimpfstoffen - und welche Auswirkungen das auf die Nachfrage haben könnte.

Hersteller wie der US-Pharmakonzern Pfizer, der mit der Mainzer Biontech zusammenarbeitet, und der US-Biotechkonzern Moderna gehen gleichwohl davon aus, auch künftig eine wichtige Rolle auf dem Impfstoffmarkt zu spielen - selbst wenn die Gesamtnachfrage sinkt. Erwachsene, die jetzt noch nicht geimpft seien, werden sich aber über zwei Jahre nach Pandemiebeginn auch künftig wohl nicht impfen lassen, wie Pfizer-Chef Albert Bourla kürzlich in einem Interview sagte. Vielmehr seien es die "bereits Geimpften", die für Nachfrage sorgen dürften.

Nach Einschätzung von Moderna-Chef Stephane Bancel profitieren vor allem Menschen über 50 und Erwachsene mit gesundheitlichen Risiken oder risikoreichen Berufen, wie Mitarbeiter im Gesundheitswesen, von einem jährlichen Booster. Bancel schätzt diese Bevölkerungsgruppe auf rund 1,7 Milliarden Menschen - gut ein Fünftel der Weltbevölkerung. Sowohl Pfizer/Biontech als auch Moderna entwickeln Impfstoffe, die an die hochansteckende Omikron-Variante angepasst sind. Pfizer und Biontech erwarten dazu Daten in den kommenden Wochen.

Konkurrenz hinkt hinterher

Klar ist schon jetzt, dass die Megaumsätze des vergangenen Jahres ausser Reichweite sind. Analysten prognostizieren für die Impfung von Pfizer/Biontech einen Umsatz von über 17 Milliarden Dollar im Jahr 2023 und für die von Moderna von zehn Milliarden Dollar - etwa die Hälfte der für dieses Jahr erwarteten Einnahmen.

Sie gehen davon aus, dass die Umsätze von da an weiter sinken werden. Noch sehr viel kleiner dürfte das Geschäft für die weniger beliebten Impfstoffe von AstraZeneca und Johnson & Johnson werden, die wegen des Risikos seltener Blutgerinnsel in die Schlagzeilen geraten waren.

J&J wollte sich nicht dazu äussern, ob das Unternehmen seine Impfung im Herbst als Booster vertreiben will. Der Arzneimittelhersteller hatte im April wegen unsicherer Geschäftsaussichten die Umsatzprognose für seinen Impfstoff über 3,5 Milliarden Dollar zurückgenommen. Das Vakzin war einst als Hoffnungsträger vor allem für den afrikanischen Kontinent gehandelt worden, da von ihm ursprünglich eine Dosis ausreichen sollte und es einfacher zu transportieren und zu lagern ist, als die mRNA-Impfstoffe von Biontech und Moderna.

Doch diese Hoffnungen erfüllten sich nicht. Das südafrikanische Pharmaunternehmen Aspen Pharmacare, das im März einen Vertrag zur Herstellung des Impfstoffs von J&J in Afrika abgeschlossen hatte, warnte erst vor wenigen Tagen vor schwacher Nachfrage auf dem Kontinent.

Keinen Auftrag

Bislang habe Aspen nicht einen einzigen Auftrag erhalten und werde etwa die Hälfte seiner Produktionskapazitäten für den Impfstoff auf andere Produkte umstellen, wenn die Nachfrage nicht innerhalb von sechs Wochen anziehe. In Afrika ist der akute Mangel an Covid-19-Impfstoffen inzwischen einem Überangebot an Dosen gewichen, da die Spenden an die Impfallianz Covax zugenommen haben und die Impfkampagnen der afrikanischen Länder damit nicht Schritt halten können.

AstraZeneca-Chef Pascal Soriot sieht die Impfung seines Unternehmens noch nicht aus dem Rennen. Er glaubt, dass sie weiter eine Rolle bei der Bekämpfung der Pandemie spielen wird. "Dieser Impfstoff hat immer noch Potenzial, da er sehr einfach zu verabreichen und zu verteilen ist", sagte er. "Der Absatz wird aber künftig geringer sein, da die Menschen wahrscheinlich nur eine Auffrischimpfung pro Jahr benötigen werden und sie nicht jeder nehmen wird."

(Reuters)

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Swissmedic prüft Moderna

Swissmedic prüft Moderna-Impfstoff für Kinder bis fünf Jahre

Das Heilmittelinstitut Swissmedic prüft die Indikationserweiterung des Covid-19-Impfstoffs Spikevax von Moderna für Kinder bis fünf Jahre. Moderna Switzerland habe ein entsprechendes Gesuch eingereicht, teilte Swissmedic am Mittwoch auf Twitter mit.

18.05.2022 19:22

Der Impfstoff Spikevax von Moderna ist in der Schweiz seit dem 13. Mai dieses Jahres für Kinder ab 6 Jahren zur Prävention der Covid-19-Krankheit zugelassen. Gestützt auf das eingereichte Gesuch wird die Indikationserweiterung gemäss Swissmedic nun für Kinder im Alter von 6 Monaten bis 5 Jahren geprüft.

Die eingereichten Gesuchs-Unterlagen umfassen das pädiatrische Prüfkonzept, die Fach- und die Patienteninformation sowie klinische Daten, wie Swissmedic weiter schrieb. Geplant sei die Verabreichung von zwei 0,25-Milliliter-Dosen im Abstand von einem Monat. Das entspreche einem Viertel der Dosis für Erwachsene für die Grundimmunisierung.

Swissmedic will zu gegebener Zeit seine Entscheidung über das Nutzen-Risiko-Profil in dieser Altersgruppe kommunizieren. Nach Angaben des Bundesamts für Gesundheit sind in der Schweiz seit Pandemiebeginn fünf Kinder über fünf Jahren an oder mit Covid-19 gestorben.

(AWP)

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Nach Corona-Quarantäne in der

Nach Corona-Quarantäne in der Fleischbranche: Bundesland NRW muss entschädigen

Nach coronabedingten Betriebsstilllegungen und Quarantäne in der Fleischindustrie im Jahr 2020 muss das Land NRW in weiteren Fällen Lohnentschädigungen zahlen. Das hat das Verwaltungsgericht Münster am Donnerstag entschieden.

19.05.2022 14:51

Damit schlossen sich die Richter in zwei Musterverfahren dem Verwaltungsgericht Minden an, das Ende Januar vergleichbare Entscheidungen getroffen hatte. An beiden Gerichten liegen mehr als 7000 Klagen von betroffenen Arbeitnehmern, die über Subunternehmer in Schlachtbetrieben bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück oder Westfleisch in Coesfeld eingesetzt wurden. Die beiden Urteile sind noch nicht rechtskräftig (Az.: 5a K 854/21 und 5a K 423/21).

Die Mitarbeiter der jetzt in Münster entschiedenen Fälle mussten im Frühjahr und Sommer 2020 - wie viele ihrer Kollegen - auf Anordnung der Behörden in Quarantäne gehen. Die Subunternehmen haben den Lohn plus Sozialabgaben in der Zeit von jeweils rund 1000 Euro weiterbezahlt, das Geld aber vom Land zurückgefordert. Das Land aber verweigerte die Entschädigung. In den mündlichen Verhandlungen wiederholten die Vertreter den Vorwurf, dass die Unternehmen die Mitarbeiter nicht ausreichend am Arbeitsplatz geschützt hätten. In der Folge sei es zu Corona-Infektionen gekommen. Daher gebe es auch keinen Anspruch auf eine Lohn-Entschädigung aus dem Infektionsschutzgesetz.

Dieser Sicht folgten die Richter in Münster nicht. Nach Überzeugung der 5. Kammer muss feststehen, dass allein der Arbeitgeber schuld sei an der angeordneten Quarantäne. Bei dem Corona-Ausbruch im Frühjahr 2020 habe es eine Vielzahl von Faktoren gegeben. So habe zum damaligen Zeitpunkt von der Bedeutung der Aerosole und der Übertragung von Corona über die Umluftkühlung niemand etwas gewusst. Deshalb liege auch keine Fahrlässigkeit vor, so das Verwaltungsgericht./lic/DP/ngu

(AWP)

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Homeoffice und Abschreibungen

Homeoffice und Abschreibungen: Bundestag beschliesst Steuerhilfen

(Ausführliche Fassung) - Die Corona-Pandemie tritt im politischen Alltag mehr und mehr in den Hintergrund, ihre Folgen sind aber weiter teils schmerzhaft zu spüren. Der Bundestag hat deshalb steuerliche Erleichterungen beschlossen, die Bürgern und Unternehmen durch die Krise helfen sollen. Betriebe bekommen damit unter anderem Anreize für mehr Investitionen, die angesichts des Ukraine-Kriegs auszubleiben drohen.

19.05.2022 14:47

Die Ampel-Koalition besserte den Entwurf der Bundesregierung noch einmal deutlich nach, verlängerte etwa Fristen für die Steuererklärung und hob die Summe an, bis zu der der sogenannte Pflegebonus steuerfrei bleibt. Im Bundestag stimmte schliesslich nicht nur die Koalition, sondern auch die oppositionelle Union zu. Viele sinnvolle, noch von der früheren schwarz-roten Regierung eingeführte Regelungen würden verlängert, sagte der Unions-Abgeordnete Fritz Güntzler. Etwa bei der Verlustverrechnung für Unternehmen hätte aber noch mehr passieren müssen.

Folgende Massnahmen wurden beschlossen:

Homeoffice-Pauschale auch für 2022

Arbeitnehmer können auch für dieses Jahr in der Steuererklärung eine Homeoffice-Pauschale geltend machen. Pro Tag Arbeit von zuhause kann man fünf Euro ansetzen, maximal aber 600 Euro im Jahr. Das ist unabhängig davon, ob man ein extra Arbeitszimmer hat oder aus Wohnzimmer oder Küche arbeitet. Allerdings zählt die so erzielte Summe zu den Werbungskosten, für die allen Steuerzahlern pauschal ohnehin 1000 Euro angerechnet werden. Nur wer mit seinen Ausgaben über diese 1000 Euro kommt, profitiert also von der Sonderregel. Koalitionsabgeordnete deuteten an, die Regelung in einem weiteren Schritt möglicherweise zu entfristen und dauerhaft anzuwenden.

Degressive Abschreibung

Die degressive Abschreibung für sogenannte bewegliche Wirtschaftsgüter wie Maschinen oder Fuhrparks wird um ein Jahr verlängert. Unternehmen können damit in den ersten Jahren nach einer Anschaffung grössere Summen abschreiben als normal. In den Folgejahren sind die Abschreibungsbeträge dafür dann geringer. Das soll einen Anreiz setzen, zu investieren, obwohl die wirtschaftliche Lage gerade unsicher ist.

Verrechnung von Verlusten

Unternehmen können gegenwärtige Verluste in grösserem Umfang als bisher mit Gewinnen aus den beiden Vorjahren verrechnen. Dadurch sinken etwa Vorauszahlungen. Ausserdem bekommt man zu viel gezahlte Steuern früher zurück. Die erweiterte Verlustrechnung wird bis Ende 2023 verlängert. Für 2022 und 2023 wird der Höchstbetrag zudem auf 10 Millionen Euro angehoben.

Längere Fristen für die Steuererklärung

Steuerzahler bekommen mehr Zeit für die Abgabe ihrer Steuererklärungen. Wer seine Erklärung für 2021 alleine macht, hat nun bis Ende Oktober 2022 Zeit. Wer einen Steuerberater hat, muss erst Ende August 2023 abgeben. Auch in den kommenden Jahren gibt es längere Fristen. Die Steuerberater hatten zuletzt von einem hohen Arbeitsaufkommen berichtet, weil sie für Firmen auch das Beantragen von Wirtschaftshilfen übernehmen und sich um das Kurzarbeitergeld kümmern.

Corona-Boni bis 4500 Euro steuerfrei

Viele Beschäftigte in der Pflege, in Krankenhäusern und Praxen bekommen von ihren Arbeitgebern Corona-Boni. Der Bundestag regelte nun, dass diese Zahlungen bis zu einer Höhe von 4500 Euro steuerfrei bleiben. Bei den Beschäftigten soll möglichst viel von dem Geld auch wirklich ankommen. Das gilt für Sonderzahlungen unter anderem für Mitarbeiter in Krankenhäusern, in der Intensivpflege, für ambulante Pflegekräfte und Beschäftigte in Pflegeheimen, aber auch in bestimmten Rehaeinrichtungen, Arzt- und Zahnarztpraxen sowie im Rettungsdienst./tam/DP/eas

(AWP)

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Corona-Lockdown: Öffentliche

Corona-Lockdown: Öffentliche Verkehrsmittel in Shanghai nehmen Betrieb wieder auf

In Shanghai haben nach fast zwei Monaten harten Corona-Lockdowns die öffentlichen Verkehrsmittel teilweise wieder ihren Betrieb aufgenommen.

22.05.2022 12:44

Vier der 20 U-Bahnlinien sowie einige Buslinien der chinesischen Metropole sollten ab Sonntag wieder fahren. Nach Behördenangaben benötigen die Passagiere aber einen negativen Corona-Test und müssen eine "normale" Körpertemperatur haben. Mit sinkenden Ansteckungszahlen hatten die Behörden von Shanghai begonnen, die harten Einschränkungen für die Bevölkerung Schritt für Schritt wieder aufzuheben.

In manchen Stadtteilen wurden Fabriken und Betriebe wieder geöffnet und Ausgangssperren aufgehoben. Örtlich gab es allerdings auch Verschärfungen. Der zentrale Stadtbezirk Jing'an wurde am Sonntag erneut komplett abgeriegelt, wie die Behörden mitteilten.

Die gesamte Bevölkerung soll in drei Runden auf das Virus getestet werden. In der Zwischenzeit dürfen die Menschen ihre Häuser nicht verlassen. "Ausreisegenehmigungen', die erteilt wurden, werden ausgesetzt", erklärten die Behörden von Jing'an am Samstag. Sie versicherten aber, dass "der Sieg nicht mehr weit entfernt ist".

China hatte von Beginn der Pandemie an auf rigorose Restriktionen gesetzt und die Infektionszahlen damit über lange Zeit hinweg auf im internationalen Vergleich relativ niedrigem Stand halten können. Mit Aufkommen der Omikron-Variante kam es dennoch zu grossen Ausbrüchen. Zentrum war zunächst Shanghai, woraufhin die Stadt mit ihren 25 Millionen Einwohnern Anfang April rigoros abgeriegelt wurde.

Nach offiziellen Angaben gab es in Shanghai am Sonntag 600 neue Ansteckungsfälle, davon 570 ohne Symptomen. In anderen chinesischen Städten wurde das öffentliche Leben weiter eingeschränkt.

In der Hauptstadt Peking etwa gilt die Anordnung, von zu Hause aus zu arbeiten. Es wurden ähnlich harte Massnahmen wie in Shanghai befürchtet. Dort hatte der Lockdown die Versorgung der rund 25 Millionen Einwohner mit frischen Lebensmitteln massiv beeinträchtigt und für grossen Unmut in der Bevölkerung gesorgt.

(AWP)

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Stadthotellerie leidet noch

Stadthotellerie leidet noch am stärksten unter Pandemie

(Ausführliche Fassung) - Jedes zweite Schweizer Hotel hat die Preise im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Angesichts des Personalmangels und der anhaltenden Inflation könnte sich dieser Trend weiter verschärfen.

22.05.2022 20:44

Die Schweizer Beherbungsbranche leidet indes nicht nur unter der Inflation, auch das Gästeaufkommen ist noch nicht auf dem Niveau von vor der Pandemie, wie aus einer am Sonntag publizierten Umfrage des Branchenverbands Hotelleriesuisse hervorgeht.

Vor allem die Stadthotellerie ist demnach noch am Kämpfen. 82 Prozent der Betriebe erwirtschafteten in der Wintersaison 2021/2022 einen tieferen Umsatz als vor der Pandemie. Über alle Tourismuszonen betrug dieser Wert 60 Prozent.

Auch für die Osterferien ergab die Umfrage ein ähnliches Resultat. Rund 60 Prozent der Stadthotels erwirtschafteten weniger als vor der Krise, während über alle Tourismuszonen knapp 50 Prozent der Betriebe unter Vorpandemie-Niveau geblieben sind.

Erholungstrend setzt sich fort

Im Vergleich zu den letzten beiden Jahren konnte indes die Mehrheit der Betriebe ihre Umsätze steigern. Die Aufhebung der pandemiebedingten Einschränkungen habe einen Erholungstrend in der gesamten Branche ermöglicht, heisst es in der Publikation.

Hotelleriesuisse geht davon aus, dass sich der Erholungstrend in der gesamten Branche weiter fortsetzen wird. Aufgrund des Ukraine-Kriegs sowie der nach wie vor bestehenden pandemiebedingten Einschränkungen etwa in China sei es aber fraglich, ob in der Sommersaison bereits wieder das Vorkrisen-Niveau erreicht werden könne.

(AWP)

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Weitere Auffrischimpfung

Weitere Auffrischimpfung derzeit laut BAG nur ausnahmsweise nötig

Eine weitere Auffrischimpfung gegen das Coronavirus ist nach Ansicht des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) derzeit für die Bevölkerung generell nicht nötig. Eine einzige Auffrischimpfung nach der Grundimmunisierung reiche aktuell aus.

23.05.2022 14:53

Menschen mit einem stark geschwächten Immunsystem empfehlen das BAG und die Eidgenössische Kommission für Impffragen (EKIF) jedoch eine weitere Auffrischimpfung mit einem mRNA-Impfstoff, wenn sie nach Einschätzung des behandelnden Arztes oder der behandelnden Ärztin erfolgversprechend ist.

Weiterer Booster für bestimmte Personengruppen

Patientinnen und Patienten mit einem stark geschwächten Immunsystem haben laut der Mitteilung weiterhin ein hohes Risiko, schwer an Covid-19 zu erkranken. Sie könnten trotz wiederholter Impfung gegen SARS-CoV-2 keinen guten Immunschutz aufbauen.

Wie das BAG weiter schreibt, steht seit kurzem für Personen mit stark geschwächtem Immunsystem, die ungenügend auf eine Impfung ansprechen, ausserdem das Arzneimittel Tixagevimab/Cilgavimab (Evusheld(R)) zur Verfügung.

Die Antikörperkombination für die passive Immunisierung wird präventiv verabreicht. Sie schützt gemäss Daten für mindestens sechs Monate gut vor einer Covid-19-Erkrankung. Das Schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic hat Tixagevimab/Cilgavimab (Evusheld(R)) noch keine Zulassung erteilt. Das Arzneimittel darf, wie das BAG festhält, ausschliesslich auf Verschreibung eines Arztes oder einer Ärztin verabreicht werden und ist nur für bestimmte Risikogruppen indiziert.

Epidemiologische Lage entwickelt sich positiv

Das BAG stellt zudem fest, dass sich die epidemiologische Lage weiter positiv entwickle. Dank der hohen Immunität in der Bevölkerung sei eine Überlastung des Gesundheitssystems trotz der weiterhin beobachteten Viruszirkulation unwahrscheinlich. Wie sich die Situation in den Herbst- und Wintermonaten entwickeln werde, lasse sich aktuell nicht präzise vorhersehen.

Spätestens vor den Sommerferien wollen das BAG und die EKIF über ihre Impfempfehlungen für den Herbst und Winter 2022/23 informieren. Es gebe ein Spektrum möglicher Szenarien für den Herbst.

Dieses reiche von einer weiteren Auffrischimpfung für besonders gefährdete Personen, das heisst Personen über 65 Jahre und Personen, die an bestimmten chronischen Krankheiten leiden, bis zu einer möglichen Auffrischimpfung für die allgemeine Bevölkerung. Für alle Szenarien sei in der Schweiz ausreichend Impfstoff vorhanden, heisst es in der Medienmitteilung vom Montag.

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BAG: Vor Auslandsreisen

BAG: Vor Auslandsreisen selbst für Corona-Booster bezahlen

Wer vor einer Auslandsreise eine Covid-19-Auffrischimpfung will, soll selbst für sie aufkommen. Diesen Vorschlag hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag in die Konsultation bei den Kantonen geschickt.

24.05.2022 16:01

Gemäss den aktuellen Empfehlungen des BAG und der Eidgenössischen Kommission für Impffragen ist eine sogenannte Booster-Impfung für die Bevölkerung derzeit nicht nötig. Nur Menschen mit einem stark geschwächten Immunsystem sollten sich in Absprache mit ihren Ärztinnen oder Ärzten einer Auffrischimpfung mit einem mRNA-Impfstoff unterziehen.

Weil mit Beginn der Feriensaison und im Zuge der zunehmenden Mobilität mehr Personen ein Bedürfnis nach einer weiteren Auffrischimpfung vor einer Auslandsreise anmelden, möchte das BAG diese kostenpflichtig verabreichen lassen.

Das Amt schätzt, dass 10'000 bis 20'000 Reisewillige ohne ausreichende medizinische Indikation eine Auffrischung wünschen könnten. Mit dem vorgeschlagenen Selbstzahlersystem würde diesem Wunsch entsprochen, schreibt das BAG.

Gemäss dem Vorschlag des Bundesamtes müsste die Impfung gleich vor Ort bezahlt werden. Die Kantone müssten die Impfstellen bestimmen und die Terminvergabe festlegen. Der Preis richtet sich nach der vom Bund festgelegten und an ihn zu entrichtenden Pauschale.

Die Konsultationsfrist endet am 1. Juni. Der Bundesrat will die entsprechende Anpassung der Epidemienverordnung am 10. Juni behandeln.

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Downing Street dementiert

Downing Street dementiert Einflussnahme auf 'Partygate'-Bericht

Die britische Regierung hat den Vorwurf zurückgewiesen, auf eine Abschwächung des "Partygate"-Berichts der Spitzenbeamtin Sue Gray gedrängt zu haben. Die "Sunday Times" berichtete zuvor am Sonntag unter Berufung auf Insiderquellen, der Stabschef der Downing Street habe kurz vor der Veröffentlichung darauf hingewirkt, dass gewisse Namen und weitere Details und Nachrichten zu bestimmten Partys nicht veröffentlicht werden sollten - der Zeitung zufolge in einigen Fällen mit Erfolg. Die Beamtin soll jedoch in entscheidenden Punkten auf ihrer Version beharrt haben.

29.05.2022 15:54

"Jeder, der in Downing Street Nummer 10 gearbeitet hat, kennt Sue Gray gut genug, um zu wissen, dass das gar nicht funktionieren würde", sagte Minister Brandon Lewis am Sonntag dem Sender Sky News. Er sei sich absolut sicher, dass kein Druck auf die Beamtin ausgeübt worden sei. Auch Downing Street selbst hatte dies der Nachrichtenagentur PA zufolge zuvor bereits zurückgewiesen. Oppositionspolitiker forderten, die gesamte Kommunikation zwischen Downing Street und Sue Gray offenzulegen.

Grays Bericht hatte die schon vor Monaten bekannt gewordenen Partys untersucht, die während der Corona-Lockdowns im britischen Regierungssitz gefeiert wurden. Gray warf den Verantwortlichen Regelbrüche und schweres Führungsversagen vor und forderte Konsequenzen. Etliche Details wie die schlechte Behandlung von Putzkräften sowie exzessiver Alkoholkonsum samt Rotweinflecken an den Wänden warfen erneut ein beschämendes Licht auf den damals in der Downing Street vorherrschenden Pandemie-Alltag./swe/DP/he

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Nationalrat bewilligt weitere

Nationalrat bewilligt weitere 2,4 Milliarden Franken wegen Pandemie

Der Nationalrat hat am Montag zum Budget 2022 zusätzliche Gelder in Höhe von 2,7 Milliarden Franken bewilligt, davon 2,4 Milliarden Franken für die Bewältigung der Corona-Pandemie. Diese sind für die Beschaffung von Impfstoffen sowie für Nachzahlungen bei der Kurzarbeitsentschädigung vorgesehen.

30.05.2022 18:35

Für diese Nachzahlungen beantragte der Bundesrat 2,1 Milliarden Franken. Hintergrund ist ein Bundesgerichtsurteil von November 2021. Dieses kam zum Schluss, dass bei der Kurzarbeitsentschädigung nach summarischer Abrechnung bei Angestellten mit Monatslohn auch Ferien- und Feiertage eingerechnet werden müssen. Die wird erst seit Januar 2022 berücksichtigt. Alle Betriebe, die in den Jahren 2020 und 2021 nach diesem Verfahren Kurzarbeitsentschädigung bezogen haben, sollen diese Nachzahlungen nun beantragen können.

Dem wollte die SVP im Nationalrat entgegenwirken. Man solle nur jene Betriebe berücksichtigen, die geklagt hätten, und nicht alle betroffenen Betriebe, sagte Thomas Aeschi (SVP/ZG) im Namen der Minderheit. Sie beantragte, den Nachtragskredit auf 100 Millionen Franken zu kürzen, unterlag jedoch mit 139 zu 51 Stimmen bei drei Enthaltungen. Gemäss Finanzminister Ueli Maurer können rund 200'000 Unternehmungen in den Genuss der Nachzahlung kommen. Etwa 80 Prozent würden weniger als 10'000 Franken bekommen und 20 Firmen dürften einen Betrag von über 25 Millionen Franken erhalten.

Nicht mehr so viele Impfstoffe nötig

Daneben waren die Kredite für die Beschaffung von Corona-Impfstoffen am Montag im Nationalrat umstritten. Der Bundesrat machte für die Reservierung und Beschaffung für die Jahre 2022 und 2023 einen Finanzbedarf von 314 respektive einen Bedarf für einen Verpflichtungskredit von 780 Millionen Franken aus. Gemäss Maurer sollen rund 33 Millionen Dosen beschafft werden.

Auch hier gab es Opposition, vor allem von der SVP-Fraktion. Aus ihrer Sicht ist die Zahl der geplanten Impfdosen zu hoch, wie Sandra Sollberger (SVP/BL) sagte. Sie beantragte namens einer Minderheit, die Kredite auf 195 respektive 233 Millionen Franken zu kürzen. Unterstützung erhielt die Minderheit von Teilen der Mitte-Fraktion. Sie unterlagen jedoch mit 111 zu 78 Stimmen bei vier Enthaltungen.

Maurer sagte, es gehe um eine Güterabwägung. "Wie viel Sicherheit wollen wir - und wie viel Unsicherheit gehen wir ein?" Der Bundesrat sei zum Schluss gekommen, dass man die Impfstoffe jetzt sichern müsse, damit sie später zur Verfügung stünden. Auch wenn man damit vielleicht das Risiko eingehe, dass man etwas zu viele Impfstoffe habe.

Um die Auswirkungen der Corona-Pandemie abzufedern, wurden für das Jahr 2022 gemäss Bundesrat bislang Ausgaben von 7,3 Milliarden Franken bewilligt. In den Jahren 2020 und 2021 waren es rund 29 Milliarden Franken.

61 Millionen für Menschen aus Ukraine

Neben den Nachtragskrediten für die Bewältigung der Corona-Pandemie stimmte der Nationalrat 61 Millionen Franken für die humanitäre Hilfe in Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine zu.

Daneben wurden 29,5 Millionen für den Teuerungsausgleich des Bundespersonals von 0,5 Prozent für das laufende Jahr, 44 Millionen für Übergangsmassnahmen wegen der nicht vollen Assoziierung an das Forschungsprogramm Horizon Europe und 97 Millionen für die Finanzierung der durch die Pandemie ungedeckten Kosten im regionalen Personenverkehr gesprochen.

Ausserdem stimmte der Nationalrat Krediten für zusätzliche Ressourcen beim Bundesamt für Gesundheit (rund 38,7 Millionen Franken), höheren Beiträge für den Gesundheitsschutz und für die Prävention (15 Millionen) sowie mehr Geld für das Klimapaket der Bundesverwaltung (37,7 Millionen) zu. Beim Beitrag für den Gesundheitsschutz und die Prävention sind 5 Millionen Franken für die Erforschung von Long-Covid enthalten. Vertreterinnen und Vertreter aus der SVP beantragten, diese Posten zu streichen, jedoch ohne Erfolg.

Die Nachtragskredite sind am Mittwoch im Ständerat traktandiert.

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Ständerat will Macht des

Ständerat will Macht des Bundesrats in Pandemien nicht einschränken

Der Ständerat will die Befugnisse des Bundesrats im Falle einer Pandemie oder Epidemie nicht beschneiden. Er hat am Montag zwei entsprechende Motionen aus den Reihen der SVP abgelehnt.

30.05.2022 20:25

Der Berner SVP-Ständerat Werner Salzmann verlangte eine Anpassung des Epidemiengesetzes. Er wollte, dass die Landesregierung das Parlament künftig bei der Anordnung der ausserordentlichen Lage mit einbeziehen muss. In Fällen, in denen die Landesregierung die ausserordentliche Lage aus zeitlichen Gründen sofort anordnen muss, hätte sie dies gemäss dem Vorstoss nachträglich bewilligen lassen müssen.

Die kleine Kammer verwarf Salzmanns Motion mit 26 zu 18 Stimmen bei einer Enthaltung. Sie folgte damit dem Antrag der Mehrheit der Staatspolitischen Kommission des Ständerats (SPK-S) und der Empfehlung des Bundesrats.

Ebenfalls abgelehnt wurde eine Motion des Thurgauer SVP-Ständerats Jakob Stark. Dieser wollte, dass die Landesregierung Massnahmen zur Pandemiebekämpfung bei Dringlichkeit nachträglich zur Genehmigung vorlegen muss. In nicht dringlichen Fällen sah Starks Motion vor, dass der Bundesrat dem Parlament die Beschlussanträge unterbreitet. Der Ständerat verwarf den Vorstoss mit 35 zu sieben Stimmen bei drei Enthaltungen. Die beiden Motionen sind damit vom Tisch.

Kritik an Machtkonzentration

Salzmann begründete seinen Vorstoss insbesondere damit, dass die Ereignisse des Jahres 2020 gezeigt hätten, wie gravierend sich die ausserordentliche Lage auf die Wirtschaft, die persönliche Freiheit und die psychische Gesundheit der Menschen auswirke. "Wir standen damals machtlos daneben", so Salzmann. Das Parlament stehe in der Pflicht, Verantwortung zu übernehmen.

Unterstützung erhielt Salzmann von Daniel Fässler (Mitte/AI). Lehne man die Motion seines Berner Ratskollegen ab, sende man das falsche Signal. Im internationalen Vergleich sei die Machtkonzentration bei der Regierung in der Schweiz in Krisenlagen bei heutiger Rechtslage gross, sagte auch Heidi Z'graggen (Mitte/UR). Es gehe nun darum, einen ersten Pflock einzuschlagen, um das Parlaments zu stärken.

Die heutige Rechtslage habe dazu geführt, dass die Massnahmen zur Bekämpfung der Covid-Pandemie der parlamentarischen Diskussion weitgehend entzogen worden seien, monierte Stark in der Debatte. Dies schade dem gesellschaftlichen Zusammenhalt. Statt im Parlament sei zu Beginn der Pandemie in den klassischen und sozialen Medien diskutiert worden. Diese "staatsrechtliche Notlage" habe ihn sehr beschäftigt.

Zudem sei es frustrierend, über Corona-Hilfsmassnahmen in Milliardenhöhe entscheiden zu müssen, die durch Entscheide nötig geworden seien, die der Bundesrat in Eigenregie beschlossen habe, so Stark. Er wolle, dass das Parlament bei künftigen Pandemie-Beschlüssen in allen Fällen das letzte Wort habe.

Berset unglücklich über Sessionsabbruch

Der Bundesrat wandte dagegen ein, die Kompetenzen der Landesregierung seien durch die entsprechende Delegationsnorm im Epidemiengesetz demokratisch legitimiert. Zunächst brauche es eine Evaluation der Ereignisse während der Pandemie, sagte Gesundheitsminister Alain Berset.

Berset betonte aber, das Thema sei wichtig und müsse angegangen werden. Zugleich übte er indirekt Kritik am Parlament. Der Abbruch der Frühjahrssession 2020 sei für die Landesregierung "nicht angenehm" gewesen. Es stellten sich schwierige Fragen, so Berset - etwa im Hinblick auf das Schweizer Zweikammersystem und die Notwendigkeit, Differenzbereinigungsverfahren durchzuführen.

Auch die Mehrheit der SPK-S bezweifelte die Krisentauglichkeit der von Salzmann und Stark verlangten Neuregelungen. Diese würden die Verantwortlichkeiten vermischen, sagte Kommissionssprecher Andrea Caroni (FDP/AR). Zudem sei es nicht sinnvoll, einseitig auf Änderungen des Epidemiengesetzes abzuzielen, Notlagen, die nichts mit Gesundheitsgefahren zu tun hätten, aber ausser acht zu lassen.

Hans Stöckli (SP/BE) vertrat die Ansicht, dass die nachträgliche Genehmigung bundesrätlicher Beschlüsse nicht der richtige Weg sei. Den grundsätzlichen Handlungsbedarf bestritt Stöckli nicht. Eigentlich müsse es jedoch darum gehen, dass das Parlament sein eigenes Recht setze.

Vorlage im Parlament hängig

Wie die Landesregierung verwies die Gegnerseite zudem darauf, dass bereits Bestrebungen im Gang seien, die Anliegen der Motionäre aufzunehmen. Die Staatspolitische Kommission des Nationalrats (SPK-N) hat zur Stärkung des Parlaments in Krisenlagen eine Reihe von Vorschlägen gemacht. Als Erstrat hatte der Nationalrat in der Frühjahrssession drei Vorlagen gutgeheissen, die dem Bundesparlament künftig in Krisenlagen mehr Einfluss verschaffen sollen. Unter anderem sollen die Räte künftig virtuell tagen können und schnellere Motionen möglich werden. Die Debatte dazu im Ständerat steht noch aus.

Hintergrund der Diskussion sind die Ereignisse zu Beginn der Corona-Pandemie im Frühling 2020. Damals war die Frühjahrssession des Bundesparlaments abgebrochen worden, die Tätigkeit der Kommissionen wurde vorübergehend eingeschränkt.

(AWP)

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Swissmedic prüft Pfizer

Swissmedic prüft Pfizer-Booster für Kinder ab fünf Jahren

Das Pharmaunternehmen Pfizer hat bei der Swissmedic das Gesuch für eine Booster-Impfung gegen das Coronavirus für Kinder ab fünf Jahren eingereicht. Der Impfstoff ist für Kinder von 5 bis 11 Jahren seit Dezember 2021 in der Schweiz für die Grundimmunisierung zugelassen.

31.05.2022 11:30

Das Gesuch um eine neue Dosierungsempfehlung beinhaltet eine Auffrischimpfung für Kinder von fünf bis elf Jahren mindestens 6 Monate nach der Grundimmunisierung mit dem Covid-19-Kinderimpfstoff, wie Swissmedic am Dienstag mitteilte. Das Heilmittelinstitut bewerte nun Nutzen und Risiken der neuen Dosierungsempfehlung gestützt auf die eingereichten Daten.

Der Impfstoff Comirnaty von Pfizer/Biontech für Kinder von 5- bis 11-Jährige ist in der Schweiz seit dem 10. Dezember 2021 zugelassen. Dosierung und Anwendung unterscheiden sich vom Impfstoff Comirnaty für Personen ab 12 Jahren.

Der Impfstoff, der bei Kindern angewendet wird, hat eine niedrigere Konzentration (10 Mikrogramm) und das Injektionsvolumen (0,25 Milliliter) ist vier Mal geringer als bei Erwachsenen.

Beim Booster handelt es sich um eine zusätzliche Impfdosis, die geimpften Personen mit abgeschlossener Grundimmunisierung verabreicht wird, um das immunologische Gedächtnis aufzufrischen.

mk/

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Touristenzahlen in Thailand

Touristenzahlen in Thailand nehmen zu - Corona-Infektionen sinken

In Thailand nimmt die Zahl ausländischer Touristen nach der Lockerung der Einreiseregeln zu.

01.06.2022 06:37

Im April seien mehr als 293 000 Urlauber aus zahlreichen Ländern verzeichnet worden. Im März seien es noch 210 000 gewesen, berichtete die Zeitung "Bangkok Post" am Mittwoch unter Berufung auf die Behörden. Die nächsten Monate dürften einen weiteren Zuwachs bringen, da seit dem 1. Mai die Regeln weiter gelockert wurden und nun kein Corona-Test für die Einreise mehr nötig ist.

Touristen müssen aber weiter online den sogenannten "Thailand Pass" beantragen und einen Nachweis über eine Covid-19-Versicherung mit einer Deckungssumme von mindestens 10 000 Dollar vorlegen. Wann diese Vorgaben wegfallen sollen, wird derzeit noch diskutiert.

Die Infektionszahlen sanken in den vergangenen Wochen stetig. Am Mittwoch meldeten die Gesundheitsbehörden rund 4500 neue Fälle. Im April waren zeitweise noch mehr als 20 000 Neuinfektionen bestätigt worden.

Der Tourismussektor ist für Thailand extrem wichtig. Allerdings ist das Land noch weit von den Zahlen vor der Pandemie entfernt: 2019 reisten noch 40 Millionen Urlauber in das für seine herrlichen Stände, Tempel und Dschungel bekannte Traumziel. Wegen des Krieges in der Ukraine kämen derzeit kaum Gäste aus Russland und Osteuropa, die sehr wichtig für die Branche seien, sagte Chayawadee Chai-Anant von der thailändischen Zentralbank.

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Nach zwei Monaten Lockdown:

Nach zwei Monaten Lockdown: Shanghai hebt viele Beschränkungen auf

In der südchinesischen Hafenmetropole Shanghai sind nach zwei Monaten strengem Lockdown mit Ausgangssperren die Beschränkungen weitgehend gelockert worden.

01.06.2022 07:07

Seit Mittwoch durften die meisten der 26 Millionen Menschen ihre Wohnungen wieder verlassen. Geschäfte öffneten. Öffentlicher und privater Verkehr wurden mit gewissen Einschränkungen wieder aufgenommen.

Das Wirtschafts- und Finanzzentrum der zweitgrössten Volkswirtschaft berichtete nur 15 Neuinfektionen am Vortag - so wenig wie seit drei Monaten nicht mehr. Auf dem Höhepunkt der Welle in Shanghai hatte es im April 27 000 Fälle an einem Tag gegeben. Landesweit meldete die nationale Gesundheitskommission 68 Fälle, davon 46 asymptomatisch.

Während der Rest der Welt versucht, mit dem Virus zu leben, verfolgt das bevölkerungsreichste Land eine rigorose Null-Covid-Strategie. Mit der Ankunft der Omikron-Variante kämpft China seit März aber gegen die grösste Corona-Welle seit Ausbruch der Pandemie vor mehr als zwei Jahren. Chinesische Wissenschaftler warnten, dass eine völlige Lockerung ohne jegliche Beschränkungen in China zu 1,5 Millionen Toten in sechs Monaten führen könnte.

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Forderung nach Option

Forderung nach Option weitergehender Corona-Massnahmen in Deutschland im Herbst

Vor der Bund-Länder-Runde an diesem Donnerstag gibt es von verschiedenen Seiten Rufe, für den Herbst wieder weitergehende Corona-Massnahmen zu ermöglichen. Der Städte- und Gemeindebund forderte einen "wirksamen Anti-Corona-Plan" für die Zeit nach dem Auslaufen des aktuellen Infektionsschutzgesetzes. Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND), es müssten "wieder bundesweite einheitliche Massnahmen möglich sein, wenn die Lage sich verschärfen sollte". "Instrumente wie die Pflicht zum Maskentragen im öffentlichen Raum, Abstandsregeln und auch Kontaktbeschränkungen sowie 2G- oder 3G-Regelungen sollten unter klaren Voraussetzungen möglich sein."

02.06.2022 06:35

Landsberg argumentierte: "Wir müssen uns darauf vorbereiten, dass im Herbst eine neue Corona-Welle droht - möglicherweise mit einem mutierten Virus, das noch gefährlicher sein kann." Städtetagspräsident Markus Lewe sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe: "Der Bund muss jetzt mit den Ländern die Strategie zur Coronabekämpfung vorbereiten und die Rechtsgrundlagen für eine effektive Pandemiebekämpfung wieder in das Infektionsschutzrecht aufnehmen."

Die Bildungsgewerkschaft GEW und der Deutsche Philologenverband forderten, wieder Maskenpflichten in Schulen zu ermöglichen. Es müssten jetzt "die gesetzlichen Grundlagen etwa für eine Maskenpflicht geschaffen werden, damit Massnahmen bei Bedarf schnell und rechtssicher greifen können", sagte die GEW-Vorsitzende Maike Finnern den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Stefan Düll, stellvertretender Vorsitzender des Philologenverbands, sagte den Zeitungen: "Es muss möglich sein, an einzelnen oder allen Schulen die Masken- und ggf. auch Testpflicht zu verfügen."

Die Ministerpräsidenten der Bundesländer beraten an diesem Donnerstag mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) unter anderem über die Corona-Pandemie. Die Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP ringt bereits um erneute staatliche Corona-Schutzvorgaben wie Maskenpflichten für den Herbst. Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) bereitet eine Strategie für einen erwarteten Anstieg der Infektionen in der kälteren Jahreszeit vor. Dazu sollen neben einer neuen Impfkampagne, Testregeln und dem Einsatz von Medikamenten auch erneute Änderungen des Infektionsschutzgesetzes gehören, das zum 23. September ausläuft. Führende FDP-Politiker hatten allerdings darauf gepocht, zunächst eine geplante wissenschaftliche Bewertung bisheriger Corona-Massnahmen abzuwarten.

Mit dem geänderten Infektionsschutzgesetz sind seit Anfang April allgemeine Maskenpflichten für Veranstaltungen oder beim Einkaufen sowie 2G- und 3G-Zugangsregelungen weggefallen. Vorerst gilt ein "Basisschutz" - etwa mit Maskenpflichten in Bussen, Bahnen, Kliniken, Praxen und Pflegeheimen./sku/DP/stk

(AWP)

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