Coronavirus und die Auswirkungen auf die SIX

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US-Regierung hält an Tests

US-Regierung hält an Tests für Flugreisende aus dem Ausland fest

Die US-Regierung hält weiterhin an verpflichtenden Coronavirus-Tests für Reisende aus dem Ausland in die Vereinigten Staaten unabhängig von deren Impfstatus fest. "Wir bewerten ständig unsere Politik, aber die Erfordernis, sich vor der Abreise testen zu lassen, bleibt in ihrer heutigen Form bestehen", sagte die Sprecherin des Weissen Hauses, Karine Jean-Pierre, am Mittwoch. Änderungen an den Vorschriften würden ausschliesslich auf Basis der Beurteilung von Gesundheits- und Medizinexperten getroffen werden.

02.06.2022 06:35

Die US-Reisebranche fordert ein Ende der Testpflicht für vollständig geimpfte Flugreisende. In einem Schreiben von Fluggesellschaften, Flughäfen, Hotelketten sowie Vereinigungen und Unternehmen aus der Branche an den Coronavirus-Koordinator des Weissen Hauses hatte es im vergangenen Monat geheissen, die wirtschaftlichen Einbussen wegen der Massnahme seien erheblich. Zudem wurde darauf verwiesen, dass es an den Landgrenzen zu Kanada und Mexiko keine Testpflicht gibt.

Reisende mit Zielen in den USA müssen sich am Tag vor ihrem internationalen Flug testen lassen und dürfen nur mit einem negativen Ergebnis an Bord. Die Testpflicht gilt unabhängig vom Impfstatus und sowohl für Ausländer als auch für Amerikaner. Ausgenommen sind Menschen, die frisch von Covid-19 genesen sind und ein Schreiben eines Arztes oder einer Gesundheitsbehörde vorweisen können. Für Flüge innerhalb der USA gilt dagegen keine Testpflicht und nach einem Urteil eines Bundesgerichts auch keine Maskenpflicht mehr./cy/DP/zb

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München: Wiesn nur ohne

München: Wiesn nur ohne Corona-Einschränkungen oder gar nicht

Das Münchner Oktoberfest wird heuer nach Ansage des Oberbürgermeisters der Stadt nur ohne jegliche Einschränkungen zum Schutz vor dem Coronavirus stattfinden - oder gar nicht. Man könnte Zugangsbeschränkungen schliesslich "nicht vier Wochen vorher aus dem Hut zaubern", sagte OB Dieter Reiter (SPD) am Mittwochabend dem Bayerischen Rundfunk. Kurzfristig wären weder das nötige Sicherheitspersonal noch die Technik etwa zur Überprüfung digitaler Impfnachweise zu bekommen.

02.06.2022 07:57

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) wiederum hält solche Aussagen angesichts der möglichen Entwicklung neuer Varianten des Coronavirus für schwierig. Die Wiesn soll am 17. September beginnen./eri/DP/mis

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Steigende Corona-Zahlen in

Steigende Corona-Zahlen in Deutschland

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist in Deutschland wieder leicht gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstagmorgen mit 221,4 an.

02.06.2022 08:46

Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5.00 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche bei 207,0 gelegen (Vorwoche: 262,6, Vormonat: 639,5).

Allerdings liefert die Inzidenz kein vollständiges Bild der Infektionslage. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 48 502 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 39 705 registrierte Ansteckungen) und 131 Todesfälle (Vorwoche: 136) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende immer mehr Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 26 409 455 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

(AWP)

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Japan lässt erstmals wieder

Japan lässt erstmals wieder Touristen ins Land - Strenge Auflagen

Japan lässt erstmals seit mehr als zwei Jahren wieder ausländische Touristen ins Land - allerdings nur unter strengen Bedingungen. Von Freitag an dürfen zunächst ausschliesslich geführte Reisegruppen einreisen. Zum Schutz gegen eine Corona-Erkrankung müssen die ausländischen Besucher Maske tragen, eine zusätzliche Krankenversicherung abschliessen und von Ein- bis Abreise von einem Reiseleiter begleitet werden. Das sehen Richtlinien vor, die das Tourismusministerium am Dienstag veröffentlichte.

07.06.2022 08:19

Zunächst wird die Einreise für Touristen aus 98 Ländern wieder erlaubt - darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz. Vor Beginn der Reise müssen sie einen PCR-Test machen. Reisebüros müssen sicherstellen, dass die Touristen dem Tragen von Masken zustimmen und eine Versicherung abschliessen, die Covid-bedingte medizinische Kosten abdeckt. Die Besucher müssen ferner zustimmen, geschlossene Räume und überfüllte Orte zu vermeiden und Abstand zu halten.

Die 16-seitigen Richtlinien verlangen von den Agenturen zudem, dass die Reisebegleiter genaue Aufzeichnungen über die festgelegte Route führen und über die Kontakte der Teilnehmer. Wer sich nicht an die Auflagen hält, dem droht ein Ende der Gruppenreise. Die Richtlinien basieren auf den Erfahrungen von Test-Touren mit Teilnehmern aus den USA, Thailand, Singapur und Australien. So hatte es bei einer vierköpfigen Gruppe aus Thailand einen Corona-Fall gegeben, woraufhin die Tour abgebrochen wurde.

Ministerpräsident Fumio Kishida will mit dem schrittweisen Neustart vermeiden, dass es vor im Juli anstehenden Wahlen zum Oberhaus des Parlaments zu einem Einreise-Ansturm mit vielen Corona-Fällen kommt. Eine Öffnung für Individualtouristen wird erst danach erwartet. Für Japan ist der Tourismus ein wichtiger Wirtschaftszweig. 2020 rechnete man eigentlich mit bis zu 40 Millionen ausländischen Besuchern. Wegen der Pandemie schloss Japan im April 2020 seine Grenzen für ausländische Touristen jedoch komplett. Nach Kritik an seiner Abschottungspolitik erhöhte Japan diesen Monat die Obergrenze für Einreisen auf täglich 20'000. Das umfasst aber alle Personengruppen./ln/DP/nas

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Finanzkommission "bestürzt"

Finanzkommission "bestürzt" über Fehler bei Impfstoffverträgen

Beim Kauf von Impfstoffen gegen Covid-19 sind in zwei Fällen Verträge und Zahlungen wohl nicht durch Kredite gedeckt gewesen. Zu diesem Schluss kommt der Bund. Die Finanzkommission des Nationalrats (FK-N) ist alles andere als erfreut darüber.

08.06.2022 15:30

Die Untersuchung war am Donnerstag angekündigt worden, nachdem im Ständerat Fragen zu den Nachtragskrediten für Impfstoff aufgetaucht waren. Die Zuständigen im Departement des Innern (EDI) und im Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) nahmen über die Pfingsttage alle Kredite und Verträge unter die Lupe.

Die Überprüfung der Verträge ergab, dass sich die Vertragsabschlüsse mit Impfstoffherstellern in zwei Fällen nicht auf einen vom Parlament bewilligten Verpflichtungskredit abstützen konnten. Ein bereits bekannter Fall bezieht sich auf das Jahr 2020.

Ein zweiter Fall bezieht sich auf Anfang Mai 2021. Als damals der Vertrag unterzeichnet wurde, hatte das Parlament den Verpflichtungskredit noch nicht gesprochen. Ein Kreditvorbehalt galt bis Ende Mai 2021. Doch das Parlament bewilligte die nötigen Mittel erst am 7. Juni 2021. Eine Administrativuntersuchung soll nun klären, ob auch anders hätte vorgegangen werden können. Deren Ergebnisse werden voraussichtlich im August vorliegen.

"Parlament aussen vor gelassen"

Die zuständige Nationalratskommission reagierte harsch auf die ersten Erkenntnisse der Untersuchungen. "Die Finanzkommission ist bestürzt und bedauert es massiv, dass es zu Versäumnissen gekommen ist", sagte Vizepräsidentin Sarah Wyss (SP/BS) am Mittwoch nach einer frühmorgendlichen Sitzung.

Die Fehler führen unter anderem dazu, dass das Parlament den vom Bundesrat beantragten Nachtragskredit für das Jahr 2022 in Höhe von 172 Millionen nicht mehr ohne Konsequenzen kürzen kann. Hier fehle in den Verträgen mit den Impfstoffherstellern ein Vorbehalt für den Fall, dass der Kredit vom Parlament gestrichen oder gekürzt werden sollte.

"Hier liegt ein klares Versäumnis vor, indem das Parlament aussen vor gelassen wurde", sagte Wyss. Zwar sei dies wohl nicht mit Absicht geschehen. Trotzdem habe das Parlament dadurch weniger Handlungsspielraum.

Vertragsbruch verhindern

Dem Parlament bleibt nun nichts anderes übrig, als die 172 Millionen Franken für die Impfstoffbeschaffungen zu bewilligen. Bei einer Kürzung unter die 172 Millionen Franken würde die Eidgenossenschaft vertragsbrüchig und der Bundesrat müsste entscheiden, ob er die entsprechenden rechtlichen Konsequenzen tragen oder dem Parlament eine Kreditüberschreitung beantragen will.

Die Finanzkommission des Nationalrats schlägt nun vor, den Nachtragskredit bei rund 234 Millionen Franken festzulegen - darin sind die erwähnten 172 Millionen Franken enthalten. Die grosse Kammer wird das Geschäft am Mittwochnachmittag beraten.

Angesichts des Überangebotes in der Schweiz hatte der Ständerat jüngst entschieden, für Impfstoffe gegen Covid-19 weniger Geld bereitzustellen als Bundesrat und Nationalrat. Er beschloss auch, den zusätzlichen Verpflichtungskredit fürs nächste Jahr von 780 Millionen Franken auf noch 300 Millionen Franken zu kürzen.

Womöglich neue Verträge für 2023

Diesen Kredit will die FK-N nun bei 672 Millionen Franken festlegen. Auch diese kleinere Kürzung würde dazu führen, dass die vertraglich bestellten Impfstoffliefermengen für das nächste Jahr angepasst werden müssten. Laut Wyss müssten in einem solchen Fall neue Verträge mit den Herstellern Moderna und Pfizer/Biontech ausgehandelt werden.

Das EDI schreibt, dass in einem solchen Fall keine Garantien gegeben werden könnten, ob in solchen Neuverhandlungen die Intentionen des Parlaments - beispielsweise betreffend die Richtwerte der zu sichernden Dosen - eingehalten würden. Weitere Konsequenz der Ausübung des Parlamentsvorbehalts wäre, dass eine bereits geleistete Reservationsgebühr im Umfang von rund 23 Millionen Franken verfallen würde.

mk/

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Nationalrat will Corona

Nationalrat will Corona-Schulden zur Hälfte mit Erspartem abbauen

Der Nationalrat will die Hälfte der Corona-Schulden mit vergangenen Überschüssen aus dem ordentlichen Haushalt verrechnen. Der Abbau der anderen Hälfte soll bis 2031 mit dem Einsatz von strukturellen Gewinnen sowie Zusatzausschüttungen der Nationalbank erfolgen.

08.06.2022 18:39

Die grosse Kammer hat am Mittwoch als Erstrat eine entsprechende Änderung des Finanzhaushaltgesetzes in der Gesamtabstimmung mit 133 zu 51 Stimmen gutgeheissen. Sie folgte damit der Mehrheit ihrer Finanzkommission (FK-N).

Diese hatte im Vorfeld der Debatte ein anderes Konzept als der Bundesrat vorgeschlagen. Die Landesregierung will die coronabedingten Schulden bis 2035 vollständig mittels künftiger Finanzierungsüberschüsse abbauen. Sie rechnet dabei mit ordentlichen Überschüssen von rund einer Milliarde Franken pro Jahr. Die Überschüsse entstehen, weil die budgetierten Ausgaben in der Regel nicht vollständig ausgeschöpft werden.

Ohne Sparmassnahmen und Steuererhöhungen

Das aktuelle Finanzhaushaltgesetz schreibt vor, die Fehlbeträge auf dem ausserordentlichen Konto - dem sogenannten Amortisationskonto - innert sechs Jahren auszugleichen. Das muss mit Mitteln aus dem ordentlichen Budget geschehen und würde bedeuten, dass jährlich rund vier Milliarden Franken eingespart werden müssten.

Das kommt für den Bundesrat und das Parlament nicht infrage. Stattdessen soll mit der temporären Änderung des Finanzhaushaltgesetzes dafür gesorgt werden, die Schulden ohne Sparmassnahmen oder Steuererhöhungen abzubauen.

Gut gefülltes Krisenkonto

Konkret will der Nationalrat die Hälfte der Corona-Schulden mit vergangenen Überschüssen aus dem ordentlichen Haushalt verrechnen. Auf dem Ausgleichskonto des Bundes haben sich über die vergangenen Jahre über 23 Milliarden Franken an strukturellen Überschüssen angesammelt.

Nach dem buchhalterischen Transfer von 11,5 Milliarden Franken vom Ausgleichskonto auf das Amortisationskonto verblieben auf ersterem immer noch 11,5 Milliarden Franken. Es gäbe so immer noch eine grosse Manövriermasse für schlechtere Zeiten.

Verschiedene Optionen diskutiert

Der Abbau der anderen Hälfte der Schulden soll bis 2031 mit dem Einsatz von strukturellen Gewinnen sowie Zusatzausschüttungen der Nationalbank erfolgen. Der Nationalrat will die Schulden damit vier Jahre früher getilgt haben als der Bundesrat.

Obwohl in der Vernehmlassung zur Gesetzesrevision bereits eine Mehrheit diese Option befürwortete, gab die Landesregierung dem vollständigen Abbau mit künftigen Überschüssen den Vorzug. Diese Variante bevorzugte im Nationalrat die SVP. SP, Grüne und GLP plädieren dafür, das ganze Ersparte auf dem Ausgleichskonto dem Schuldenabbau zuzuführen.

Wichtige Rolle der Nationalbank

Ebenfalls für den Schuldenabbau verwendet werden soll nach dem Willen des Bundesrats und des Nationalrats der Bundesanteil an den Zusatzausschüttungen der Schweizerischen Nationalbank (SNB). Dieser beträgt derzeit 1,3 Milliarden Franken im Jahr.

Die grosse Kammer lehnte einen Antrag der SVP-Fraktion deutlich ab, auch die Basisausschüttung der SNB für den Schuldenabbau zu verwenden. Zwar könnte das Corona-Defizit mit dieser Variante noch rascher abgebaut werden. Die Folge wäre aber, dass über 667 Millionen Franken pro Jahr dem ordentlichen Budget entzogen würden, die dann irgendwo eingespart werden müssten, wie die Gegner dieser Option zu bedenken gaben.

Das Parlament hatte zur Bewältigung der Corona-Krise umfangreiche Mittel gesprochen. Aktuell hat sich ein ausserordentliches Defizit von rund 25 Milliarden Franken angesammelt. Mit der Vorlage zum Schuldenabbau beschäftigt sich als nächstes der Ständerat.

mk/

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Shanghai lässt erneut mehr

Shanghai lässt erneut mehr als zwei Millionen Menschen testen

Die Corona-Lage in Shanghai bleibt angespannt. Nachdem erst vergangene Woche ein zweimonatiger Lockdown weitestgehend aufgehoben worden war, kündigten die Behörden der chinesischen Metropole am Donnerstag einen neuen Massentest an. Laut dem Plan sollen am kommenden Samstag (11. Juni) die rund 2,65 Millionen Bewohner des Stadtteils Minhang auf das Coronavirus getestet werden. Der Bezirk werde für den Test-Zeitraum unter "geschlossenes Management" gestellt, was in der Regel bedeutet, dass Bewohner nicht mehr vor die Tür dürfen oder sich nur noch eingeschränkt in ihrer Nachbarschaft bewegen können. Unmittelbar nach der Testoperation solle der Bezirk jedoch wieder geöffnet werden, hiess es.

09.06.2022 09:46

Nach zwei Monaten hatte das Wirtschafts- und Finanzzentrum Shanghai seinen kontroversen und teils chaotischen Lockdown am vergangenen Mittwoch wieder aufgehoben, der zur Unterbrechung von Lieferketten geführt hatte und auch in Deutschland zu spüren war. Die Ausgangssperren für die 26 Millionen Bewohner wurden weitgehend aufgehoben, auch wenn einige Nachbarschaften weiter abgeriegelt blieben oder nach dem Auftreten neuer Corona-Fälle wieder geschlossen wurden. Die meisten Geschäfte öffneten jedoch. Auch wurde der öffentliche und private Verkehr wieder zugelassen./jpt/DP/nas

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WHO-Expertenrat fordert

WHO-Expertenrat fordert Prüfung von Laborthese zum Virus-Ursprung

(Ausführliche Fassung) - Auf der Suche nach dem Ursprung des Coronavirus Sars-CoV-2 muss nach Meinung eines neuen Expertenrates auch die Möglichkeit eines Entweichens aus einem Labor untersucht werden. Das hat der unabhängige Expertenrat (SAGO) am Donnerstag in Genf empfohlen, den die Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Oktober 2021 ins Leben rief. Mitglied ist auch der Berliner Virenforscher Christian Drosten.

09.06.2022 17:13

In Wuhan in China, wo Ende 2019 die ersten Sars-CoV-2-Fälle auftauchten, wird an Coronaviren geforscht. Zu den nötigen Untersuchungen gehöre eine "Bewertung potenzieller Szenarien, in denen ein Versagen der Biosicherheitsverfahren zu einer möglichen laborbedingten Infektion mit dem untersuchten Erreger geführt hat", heisst es in dem Bericht. Die Empfehlung sage nichts darüber aus, wie wahrscheinlich die Labor-These sei, betonte die Ratsvorsitzende Marietjie Venter. Auch um sie zu widerlegen, seien Untersuchungen aber nötig. Die wahrscheinlichste These sei weiter, dass das Virus von einem Tier über einen Zwischenwirt auf Menschen übersprang.

Drei Mitglieder des knapp 30-köpfigen Gremiums wollten diese Empfehlung aber nicht mittragen: Die Wissenschaftler aus China, Russland und Brasilien hielten ihre Ablehnung in einer Fussnote des Berichtes fest. China weist die Theorie zurück, dass das Virus aus einem chinesischen Labor stammen könnte. Und Peking lehnt die Anreise einer weiteren internationalen Expertengruppe zur Suche nach dem Virusursprung ab. Dem Rat hätten zahlreiche chinesische Wissenschaftler angehört. Es seien dennoch zahlreiche Fragen offen, sagte Venter - etwa über die Märkte in Wuhan, die Herkunft von Tieren und frühe mögliche Corona-Infizierte in China.

Der Rat soll Richtlinien entwickeln, damit künftige Untersuchungen bei Pandemieausbrüchen zügiger begonnen werden können. Beim Coronavirus gab es Spannungen vor allem zwischen China und den USA. Der frühere US-Präsident Donald Trump gab China Schuld an der Ausbreitung des Virus. Wegen der Spannungen konnten die internationalen Experten erst 2021 in China einreisen.

Man werde alles tun, um die SAGO-Empfehlungen umzusetzen, sagte WHO-Corona-Expertin Maria van Kerkhove. Dazu sei aber die Kooperation der Länder nötig./oe/DP/jha

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Gastrosuisse: Pandemie hat

Gastrosuisse: Pandemie hat Fachkräftemangel verschärft

Vor allem der zweite Lockdown während der Pandemie sorgte in der Gastrobranche für viel Unsicherheit. Viele Mitarbeiter haben sich in dieser Zeit eine neue Arbeit gesucht. Nun fehlen in der Branche die Fachkräfte, sagt Gastrosuisse-Präsident Casimir Platzer in einem Interview mit der "NZZ" vom Freitag. Dabei sei der Fachkräftemangel kein neues Problem, die Pandemie habe es aber verschärft.

10.06.2022 07:43

Besonders Servicefachleute, Mitarbeitende an der Rezeption oder qualifizierte Köche würden gesucht, auch wenn die Regionalen Arbeitsvermittlungszentren voller Stellensuchender seien. Grund für diese Diskrepanz sei ein Problem in der Erfassungsmethode von Stellensuchenden in den Arbeitslosenstatistiken. "Die Arbeitslosenquote gibt keine Auskunft darüber, ob eine arbeitslose Person eine gastgewerbliche Ausbildung hat, wie lange sie im Gastgewerbe gearbeitet hat und nach welchem Beruf eine Person sucht", so Platzer. Es zähle nur die zuletzt gemeldete Arbeitstätigkeit, um als stellensuchender Gastroarbeiter geführt zu werden.

Die Bezahlung und die Arbeitszeiten in der Gastronomie seien oft deutlich besser als ihr Ruf in der Gesellschaft. Zumindest für die ausgebildeten Kräfte, sagt Platzer. Um dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken, hat der Branchenverband einen Fünf-Punkte-Plan verabschiedet. Unter anderem ist eine Imageverbesserung geplant.

Derweil stehe auch die Gastronomie vor Herausforderungen angesichts der steigenden Preise. Nicht nur die Löhne, auch insbesondere die hohen Energiekosten machten zu schaffen. Allerdings werde die Gaststube nach den vergangenen Jahren wieder mehr geschätzt. Die Bereitschaft, etwas mehr zu bezahlen, wenn die Qualität stimme, sei da. Wer allerdings keine überzeugende Leistung biete, werde nicht überleben.

dm/ra

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Corona: Shanghai zieht Zügel

Corona: Shanghai zieht Zügel kurz nach Lockdown-Ende wieder an

Nur eine Woche nach dem Ende eines zweimonatigen Lockdowns hat die chinesische Metropole Shanghai neue Massentests und Ausgangssperren angekündigt.

10.06.2022 07:50

Nachdem am Donnerstag elf neue Infektionen entdeckt worden waren, entschieden die Behörden, dass über das Wochenende acht Bezirke vorübergehend heruntergefahren und durchgetestet werden sollen. Das bedeutet, dass rund 15 Millionen Menschen nicht mehr vor die Tür dürfen oder sich nur noch eingeschränkt in ihrer Nachbarschaft bewegen können.

Zunächst wurden die strikten Massnahmen nur für den Bezirk Minhang angekündigt. Später wurden sie dann auf sieben weitere Stadtteile ausgeweitet. Die betroffenen Bezirke werden für den Test-Zeitraum unter "geschlossenes Management" gestellt, wie die chinesische Staatszeitung "Global Times" berichtete. Nach Abschluss der Massentests werden dann in der Regel Nachbarschaften, in denen positive Fälle gefunden wurden, für längere Zeit abgeriegelt.

Nach zwei Monaten hatte das Wirtschafts- und Finanzzentrum Shanghai seinen kontroversen und teils chaotischen Komplett-Lockdown erst am vergangenen Mittwoch wieder aufgehoben. Der Lockdown führte zur Unterbrechung von Lieferketten und war auch in Deutschland zu spüren. Die Ausgangssperren für die 26 Millionen Bewohner wurden weitgehend aufgehoben, auch wenn einige Nachbarschaften weiter abgeriegelt blieben.

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Biontech-Chef will

Biontech-Chef will internationale Strategie für neue Impfkampagne

Biontech-Chef Ugur Sahin hat angesichts der stark grassierenden Omikron-Untervariante BA.5 des Coronavirus Entwarnung gegeben. "In Afrika hat man gesehen, dass die BA.5-Welle nicht die Dynamik entfaltet hat, wie es sie bei der ursprünglichen Omikron-Variante gab."

13.06.2022 06:47

Der Chef des deutschen Impfstoffherstellers kritisierte jedoch im Interview mit dem "Handelsblatt" (Montagsausgabe), dass für die Impf-Kampagne im Herbst eine "international abgestimmte Strategie" fehle.

"Wir müssen früh genug wissen, an welche Variante - also zum Beispiel BA.2 oder BA.4/5 - wir die Corona-Impfstoffe anpassen und für die bevorstehende Infektionssaison produzieren sollen", sagte Sahin. Dabei könnten die Behörden sich an den eingespielten Mechanismen bei anderen Krankheiten orientieren.

"Es gibt ein etabliertes System, das wir von der Anpassung von Influenza-Impfstoffen kennen." Grundsätzlich seien beim Coronavirus - ähnlich wie bei Grippe - immer wieder Auffrischungsimpfungen mit veränderten Vakzinen nötig, sagte Sahin.

Die mRNA-Technologie, die sich bei Corona-Impfstoffen bewährt habe, sieht der Biontech-Chef auch als "eine der idealen Arzneimitteltechnologien für die Onkologie" an. Biontech habe rund 20 Onkologie-Programme in der Entwicklung. "Unser Ziel ist es, in den nächsten drei bis fünf Jahren die ersten Produkte in der Krebstherapie auf den Markt zu bringen."

mk/

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Corona-Zertifikate der EU

Corona-Zertifikate der EU sollen weiter genutzt werden können

Die EU-Regeln zu den digitalen Covid-Zertifikaten sollen wegen der anhaltenden Pandemie weiter gültig bleiben. Vertreter des Europaparlaments und der Regierungen der EU-Staaten einigten sich am Montagabend darauf, die entsprechende Verordnung um ein Jahr bis zum 30. Juni 2023 zu verlängern, wie die derzeitige französische EU-Ratspräsidentschaft mitteilte.

13.06.2022 22:25

Die Zertifikate sollen es erlauben, das Reisen in Corona-Zeiten so unkompliziert wie möglich zu machen. Mittels eines QR-Codes lässt sich mit ihnen nachweisen, ob man entweder gegen Covid-19 geimpft wurde, negativ auf Corona getestet wurde oder von Corona genesen ist. Die digitale Version kann auf einem mobilen Gerät gespeichert werden, zudem gibt es meist auch die Möglichkeit, eine Papierfassung zu erstellen.

Die EU-Kommission hatte die Verlängerung der EU-Regeln für die Zertifikate bereits im Februar vorgeschlagen. Sie begründete dies damit, dass das Coronavirus in Europa nach wie vor weit verbreitet ist und die Auswirkungen eines möglichen Anstiegs der Infektionen im zweiten Halbjahr 2022 oder des Auftretens neuer Varianten kaum abzusehen sind. Durch die Verlängerung der Verordnung könnten Reisende auch weiterhin ihr digitales Covid-Zertifikat der EU nutzen, falls Mitgliedstaaten bestimmte Massnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit beibehielten./aha/DP/he

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WHO Europa dringt auf

WHO Europa dringt auf gemeinsame Anstrengungen gegen Affenpocken

Wegen des Affenpocken-Ausbruchs hat das Regionalbüro Europa der Weltgesundheitsorganisation (WHO) dringend gemeinsame Anstrengungen und eine gerechte Impfstoffverteilung angemahnt. Europa bleibe das Epizentrum des sich vergrössernden Ausbruchs - mit 25 Ländern, die mehr als 1500 Fälle gemeldet hätten, sagte Hans Henri Kluge, WHO-Regionaldirektor für Europa, am Mittwoch. Das seien etwa 85 Prozent der weltweiten Gesamtzahl. "Das Ausmass dieses Ausbruchs stellt ein echtes Risiko dar; je länger das Virus zirkuliert, desto grösser wird seine Reichweite und desto stärker wird die Krankheit in nicht-endemischen Ländern Fuss fassen." Damit meinte er Länder, in denen das Virus bis Mai dieses Jahres nicht oder nur selten aufgetreten war.

15.06.2022 13:24

Das Virus nutze die Gelegenheiten zur Ausbreitung, die sich bieten - es sei nicht per se mit einer bestimmten Gruppe verbunden, sagte Kluge. Bisher sei die Erkrankung in Europa jedoch hauptsächlich bei Männern, die gleichgeschlechtlichen Sex haben, nachgewiesen worden.

Dennoch sei der Ausbruch kein Grund, etwa geplante Pride-Veranstaltungen abzusagen, sagte Kluge. Der Sommer mit zahlreichen Events und Festivals sei vielmehr eine Gelegenheit, Teilnehmer mit Informationen über die Krankheit zu erreichen. Steve Taylor, Direktor der European Pride Organisers Association, unterstrich in der gemeinsamen Pressekonferenz mit Kluge und mit Blick auf rund 750 geplante Pride-Events die Zusammenarbeit mit der WHO. Man wolle mit Fakten darauf hinwirken, dass die Menschen sich, ihre Liebsten und ihre Community schützen könnten.

Zu den Wegen, auf denen das Virus übertragen werden kann, gehören enger Körperkontakt, etwa beim Sex, und längerer Face-to-Face-Kontakt. Letzteres kann zum Beispiel eine Infektion über Tröpfchen sein. Für Deutschland spricht das Robert Koch-Institut (RKI) mit Stand Mittwoch von 263 bestätigten Fällen.

Um den Ausbruch unter Kontrolle zu bringen, müssten Regierungen, Gesundheitsorganisationen und Zivilgesellschaften dringend gemeinsam handeln, sagte Kluge. Die Fehler der Covid-19-Pandemie, etwa der Egoismus vieler Länder im Umgang mit Impfstoffen, dürften nicht wiederholt werden./ggr/DP/nas

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US-Gesundheitsbehörde

US-Gesundheitsbehörde empfiehlt Corona-Impfungen für kleine Kinder

Nach einem Beratergremium der US-Arzneimittelbehörde FDA hat sich auch die Gesundheitsbehörde CDC für den Einsatz von Coronavirus-Impfstoffen bei Kindern im Alter zwischen sechs Monaten und fünf Jahren ausgesprochen. Sowohl der Impfstoff der Hersteller Biontech und Pfizer als auch das Präparat von Moderna könnten für etwa 18 Millionen Kleinkinder zum Einsatz kommen, entschieden die Experten am Samstag übereinstimmenden US-Medienberichten zufolge. Damit steht dem Impfen in der Altersgruppe nach der formalen Unterzeichnung durch CDC-Chefin Rochelle Walensky nichts mehr im Weg. Der US-Regierung zufolge könnte es ab dem 21. Juni losgehen.

19.06.2022 15:02

US-Präsident Joe Biden nannte die Entscheidung einen "riesigen Schritt nach vorn im Kampf unseres Landes gegen das Virus". Für die Eltern im Land sei dies ein Tag der Erleichterung. In der kommenden Woche könnten sie damit beginnen, Termine in Kinderarztpraxen, Kinderkrankenhäusern und Apotheken zum Impfen zu vereinbaren.

Derzeit ist der Impfstoff von Biontech/Pfizer in den USA für Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren zugelassen, der Impfstoff von Moderna für Menschen ab 18 Jahren. Bereits am Dienstag hatte sich das FDA-Beratergremium aber dafür ausgesprochen, den Impfstoff von Moderna auch für Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 17 Jahren zuzulassen.

In der EU ist derzeit noch kein Corona-Impfstoff für sehr junge Kinder zugelassen. Die europäische Arzneimittelbehörde EMA in Amsterdam prüft zurzeit, ob der Impfstoff des Herstellers Moderna (Spikevax) auch für Kinder unter sechs Jahre zugelassen werden kann. Für den Impfstoff der Hersteller Biontech und Pfizer hat eine solche Prüfung noch nicht begonnen. Die Hersteller haben bisher nach Angaben der EMA keinen entsprechenden Antrag auf Erweiterung der Zulassung gestellt./scb/DP/men

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G20: Gesundheits- und

G20: Gesundheits- und Finanzminister beraten über Pandemie-Fonds

Die G20-Staaten wollen sich besser für künftige Pandemien wappnen und mit einem permanenten Fonds schneller auf Massenerkrankungen reagieren. Der geplante Finanzvermittlungsfonds (FIF, Financial Intermediary Fund) sollte am Dienstag im Mittelpunkt eines Treffens der Gesundheits- und Finanzminister des Zusammenschlusses der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer im indonesischen Yogyakarta stehen. Der Inselstaat Indonesien hat in diesem Jahr den G20-Vorsitz.

21.06.2022 08:11

Fünf Länder und die Europäische Union hätten bereits 1,1 Milliarden Dollar (eine Milliarde Euro) für den Fonds zugesagt, sagte Nadia Tarmizi, Sprecherin des indonesischen Gesundheitsministeriums. "Unser Ziel ist es, dass alle G20-Staaten Beiträge zum Fonds zusagen, weil wir 15 Milliarden Dollar (14,2 Milliarden Euro) mobilisieren wollen", erklärte sie. Die Gespräche sollten am Abend (Ortszeit) beginnen.

Die Beratungen hatten am Montag mit einem Treffen der G20-Gesundheitsminister begonnen, an dem auch der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, teilnahm. Er warnte eindringlich davor, im Kampf gegen das Virus nachzulassen. "Die Wahrnehmung, dass die Pandemie vorbei ist, ist fehl am Platz", betonte der Äthiopier. Seine Behörde sei nach wie vor sehr besorgt, dass "ein Mangel an Corona-Tests und Sequenzierung uns für die Entwicklung des Virus blind macht".

Vertreter westlicher Länder verurteilten zum Auftakt erneut die Invasion Russlands in die Ukraine. Moskaus Vorgehen habe die globale Gesundheitsarchitektur sowie die Ernährungssicherheit übermässig belastet, sagte die stellvertretende Sekretärin im US-Ministerium für Gesundheit, Andrea Palm. Russland habe zudem in der Ukraine Gesundheitseinrichtungen zerstört und Gebäude angegriffen, in den unschuldige Zivilisten, darunter Kinder, Zuflucht gesucht hätten.

Russlands stellvertretender Gesundheitsminister Oleg Salagay warf den Teilnehmern vor, das Treffen zu "politisieren". Er betonte: "Wir bitten unsere Kollegen innerhalb unseres Mandats zu bleiben und über die Gesundheitsversorgung zu diskutieren."

Ende Oktober werden sich die G20-Gesundheitsminister zu weiteren Gesprächen auf Bali treffen - kurz vor Beginn des G20-Gipfeltreffens der Staats- und Regierungschefs, das am 15. und 16. November auf der beliebten Urlaubsinsel stattfindet./apa/cfn/DP/men

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G20 einigen sich auf

G20 einigen sich auf permanenten Fonds zur Pandemiebekämpfung

(Ausführliche Fassung) - Die G20-Staaten haben sich auf die Einrichtung eines Fonds zur besseren Vorbereitung auf künftige Pandemien geeinigt. Der Finanzvermittlungsfonds (FIF, Financial Intermediary Fund) unter Führung der Weltbank werde voraussichtlich gegen Ende des Monats nach einer Vorstandssitzung der Weltbank aktiv werden, sagte die indonesische Finanzministerin Sri Mulyani Indrawati am Dienstagabend (Ortszeit) am Ende eines Treffens der G20-Finanz- und Gesundheitsminister in Yogyakarta. Indonesien hat in diesem Jahr den G20-Vorsitz.

21.06.2022 18:21

Einige Länder, darunter Deutschland, Indonesien und Singapur sowie die USA und die Europäische Union hätten bereits insgesamt 1,1 Milliarden Dollar (eine Milliarde Euro) für den FIF zugesagt. "Ich bin sicher, das ist erst der Anfang", sagte die Ministerin. Denn die Pandemie sei noch nicht vorbei: In vielen Staaten, auch in Indonesien, nähmen die Infektionszahlen wieder zu.

"Darüber hinaus unterstreichen die jüngsten Ausbrüche anderer Krankheiten auf der ganzen Welt die Bedeutung und Dringlichkeit unserer Arbeit, um besser auf zukünftige Pandemien vorbereitet zu sein", betonte Indrawati. Da in Zukunft weitere Pandemien zu erwarten seien, schaue die ganze Welt auf die G20-Staaten und konkrete Massnahmen zur Pandemieprävention.

Indonesiens Gesundheitsminister Budi Gunadi Sadikin sagte, Geld sei aber nur ein Teil der Lösung für globale Gesundheitskrisen. "Wir müssen dieses Geld in einen schnellen und gerechten Zugang zu medizinischen Notfallmassnahmen wie Impfstoffen, Therapeutika und Diagnostik umwandeln."

Die Beratungen hatten am Montag mit einem Treffen der G20-Gesundheitsminister begonnen, an dem auch der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, teilnahm. Er warnte eindringlich davor, im Kampf gegen das Coronavirus nachzulassen. Seine Behörde sei wegen der weltweiten Lockerung der Massnahmen sehr besorgt, dass "ein Mangel an Corona-Tests und Sequenzierung uns für die Entwicklung des Virus blind macht".

Ende Oktober werden sich die G20-Gesundheitsminister zu weiteren Gesprächen auf Bali treffen - kurz vor Beginn des G20-Gipfeltreffens der Staats- und Regierungschefs, das am 15. und 16. November auf der beliebten Urlaubsinsel stattfindet./apa/cfn/DP/ngu

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Dänemark bietet allen über 50

Dänemark bietet allen über 50 im Herbst vierte Corona-Impfung an

Die dänische Regierung hat die Bevölkerung auf neue Corona-Auffrischimpfungen eingestimmt. Etwa 2,5 Millionen Bürgerinnen und Bürger bekommen im Herbst eine Einladung für eine vierte Impfung - Pflegeheimbewohner und andere Anfällige ab dem 15. September, alle Menschen im Alter von über 50 Jahren dann ab dem 1. Oktober, wie Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Kopenhagen ankündigte. Besonders Anfällige wie Alte und Menschen mit Immunschwäche hätten die Möglichkeit, noch vor den Sommerferien eine Booster-Impfung zu erhalten.

22.06.2022 11:28

Bei der dänischen Corona-Strategie für die kommenden Monate gehe es um vier wesentliche Ziele, sagte Frederiksen: Vor allem sollten Alte und Anfällige vor schweren Erkrankungen geschützt werden. Eine Überbelastung der Krankenhäuser solle vermieden und die Wirtschaft in Gang gehalten werden. Ausserdem wolle man dafür sorgen, dass es keine neuen Lockdowns und zu viele Beschränkungen gebe.

Die Neuinfektionszahlen befinden sich in dem nördlichsten deutschen Nachbarland mit seinen knapp sechs Millionen Einwohnern seit längerer Zeit auf einem niedrigen Niveau. In den vergangenen Wochen sind sie aber wieder recht deutlich gestiegen. Hauptgrund dafür ist die Ausbreitung der Omikron-Untervariante BA.5, die nach Angaben des dänischen Gesundheitsministers Magnus Heunicke bereits rund 59 Prozent der analysierten Fälle ausmacht./trs/DP/nas

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EU unterstützt Lateinamerika

EU unterstützt Lateinamerika und Karibik bei Impfstoffen

Die Europäische Union will die Länder in Lateinamerika und der Karibik bei der Herstellung von Impfstoffen und Medikamenten unterstützen. Durch die Stärkung von Lieferketten, den Aufbau lokaler Produktionsstätten und Transfer von Technologie sollten die Gesundheitssysteme der Region widerstandsfähiger gemacht werden, teilte die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel mit. "Investitionen in Gesundheit sind Investitionen in Wohlstand und Wohlergehen", sagte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.

22.06.2022 20:08

Lateinamerika und die Karibik hat die Corona-Pandemie besonders hart getroffen: Mit mehr als 2,7 Millionen Toten wurden in der Region 40 Prozent aller Opfer weltweit registriert, obwohl nur acht Prozent der Weltbevölkerung dort leben. Gerade zu Beginn der Pandemie hatten viele der oftmals armen Länder Schwierigkeiten, ausreichend Impfstoff zu beschaffen./dde/DP/mis

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Viele Angestellte der

Viele Angestellte der Finanzbranche wollen nicht mehr ins Büro

Jeder dritte Arbeitnehmer aus dem Finanzsektor möchte laut einer Umfrage nur noch von zu Hause aus arbeiten. Eine Lohnreduktion wollen die Angestellten dafür aber nicht in Kauf nehmen.

05.07.2022 12:19

Fast drei Viertel der Beschäftigten könnte sich zudem vorstellen, künftig die Hälfte des Pensums im Homeoffice abzuleisten. Zu diesem Schluss kommt eine am Dienstag veröffentlichte Erhebung des Nachrichtenportals Finews. Die Umfrage zu den Berufsaussichten in der Schweizer Finanzbranche entstand in Zusammenarbeit mit dem Swiss Finance Institute (SFI) und der PR-Agentur Communicators und umfasste laut den Angaben rund 1'100 Personen.

Konkret gaben 31 Prozent der Beschäftigten an, dass sie zukünftig nur noch von zu Hause aus arbeiten möchten. Das volle Pensum im Büro abzuarbeiten, komme für praktisch keinen der Umfrageteilnehmer mehr in Frage. Für 73 Prozent der Beschäftigten sei es indes denkbar, dass maximal 50 Prozent der Arbeit noch im Büro stattfinde.

Wegen des Homeoffices aber auf Lohn verzichten wollen dabei nur knapp 15 Prozent. Gut 85 Prozent gaben an, zugunsten von Heimarbeit keine Lohnreduktion in Kauf nehmen zu wollen.

sta/pre

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Auch zweites "Corona-Jahr"

Auch zweites "Corona-Jahr" schlecht für Arztpraxen

Auch im zweiten "Corona-Jahr" hat sich die Pandemie negativ auf die Arztpraxen in der Schweiz ausgewirkt. 2021 wiesen zwei von fünf eine reduzierte Tätigkeit auf, jede fünfte musste auf Kurzarbeit umstellen. Drei von fünf Praxen beteiligten sich an der Impfkampagne.

05.07.2022 10:38

Das sind die Ergebnisse der letzten Erhebung der Strukturdaten der Arztpraxen und ambulanten Zentren des Bundesamtes für Statistik (BFS), wie einer Mitteilung vom Dienstag zu entnehmen ist.

Während zwischen November 2020 und Oktober 2021 die Covid-19-Pandemie und die Massnahmen zu ihrer Eindämmung die Wirtschaft in der Schweiz beeinträchtigten, registrierten die Arztpraxen und ambulanten Zentren einen Rückgang ihrer Tätigkeit um 42 Prozent.

Zwischen November 2020 und Oktober 2021 verzeichneten 61 Prozent der fachmedizinischen Praxen mit chirurgischer Tätigkeit einen Betriebsrückgang. In den anderen Tätigkeitsgebieten wie in der Grundversorgung oder in der Gynäkologie mussten zwischen 41 Prozent und 50 Prozent der Arztpraxen ihre Tätigkeit einschränken.

Weit weniger stark betroffen vom Coronavirus und den Massnahmen dagegen war die Psychiatrie, dort beklagten lediglich 26 Prozent der Praxen eine reduzierte Tätigkeit.

Zudem fielen die Ergebnisse je nach Region unterschiedlich aus. Während in der Ostschweiz nur 33 Prozent der Praxen einen Rückgang der Geschäftstätigkeit verzeichneten, lag dieser Anteil in der Genferseeregion und im Kanton Tessin mit 47 Prozent deutlich höher.

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Italien gibt grünes Licht für

Italien gibt grünes Licht für zweite Corona-Auffrischungsimpfung

Italiens Regierung hat grünes Licht für die zweite Auffrischungsimpfung gegen die Krankheit Covid-19 gegeben. Diese sei für Menschen älter als 60 Jahre und Vorerkrankte älter als zwölf Jahre vorgesehen, teilte das Gesundheitsministerium in Rom mit.

12.07.2022 10:58

Die Entscheidung folge damit auf die Empfehlung der EU-Gesundheitsbehörde ECDC und der EU-Arzneimittelbehörde EMA. Eine Impfung mit dem "zweiten Booster" sei 120 Tage nach dem ersten Booster oder nach einer so lange zurückliegenden Corona-Infektion möglich.

In Italien sind die meisten Corona-Restriktionen aus dem Alltag verschwunden. Touristen brauchen bei der Einreise weder Test- noch Impfnachweis. In öffentlichen Verkehrsmitteln müssen die Menschen noch Mund-Nasen-Bedeckungen tragen. Für den Zugang in Gesundheitseinrichtungen wird noch ein Impf- beziehungsweise Negativtest-Nachweis verlangt. Die Infektionszahlen stiegen zuletzt wieder. Am vergangenen Dienstag meldeten die Behörden mehr als 132 000 Neuinfektionen mit dem Virus binnen eines Tages - ein Höchststand der vergangenen Monate. Höher lag der Wert zuletzt am 1. Februar (rund 133 000 Fälle). Am Montag verzeichneten die Behörden knapp 37 800 Corona-Neuinfektionen.

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Touristenzahlen in Thailand

Touristenzahlen in Thailand nehmen wieder deutlich zu

In Thailand nimmt die Zahl ausländischer Touristen nach dem Einbruch wegen der Corona-Pandemie wieder deutlich zu. Mittlerweile kämen täglich rund 30 000 Urlauber in dem südostasiatischen Land an, zitierte die Zeitung "Bangkok Post" am Dienstag den Gouverneur der thailändischen Zentralbank, Sethaput Suthiwartnarueput. Wenn die Entwicklung so weitergehe, dann rechne die Bank bis Jahresende mit mindestens acht Millionen internationalen Feriengästen, hiess es. Bislang lagen die Schätzungen der Bank für dieses Jahr bei maximal etwa sechs Millionen Besuchern. Ein Million zusätzlicher Touristen steigere das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um jeweils 0,4 Prozent, erklärte der Gouverneur.

12.07.2022 12:04

Der für Thailand wichtige Tourismussektor war im Zuge der Corona-Pandemie fast völlig zum Erliegen gekommen und hatte sich zunächst nur langsam erholt - auch weil lange recht komplizierte Einreiseregeln galten. Seit dem 1. Juli müssen Besucher aber nur noch einen Impfausweis oder einen negativen Corona-Test vorlegen. Auch wurde die Maskenpflicht im Freien weitgehend aufgehoben. Allerdings ist das Land noch weit von den Zahlen vor der Pandemie entfernt: 2019 reisten noch 40 Millionen Menschen in das unter anderem für seine Strände und Tempel bekannte Urlaubsziel./cfn/DP/men

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Corona-Massnahmen würgen

Corona-Massnahmen würgen Chinas Wachstum ab

(neu: mehr Details und Hintergrund) - Die vergleichsweise harten Corona-Massnahmen in China würgen das Wachstum der zweitgrössten Volkswirtschaft der Welt ab. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte im zweiten Quartal im Vergleich zum Jahresanfang um 2,6 Prozent, wie das Pekinger Statistikbüro am Freitag mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gab es ein Wachstum von 0,4 Prozent. Das war der schwächste Wert seit Beginn der Pandemie. Im ersten Quartal war die Wirtschaft im Jahresvergleich noch um 4,8 Prozent gewachsen. Der Abwärtsdruck habe nun deutlich zugenommen, teilte das Statistikamt mit.

15.07.2022 09:35

Die Konjunktur leidet darunter, dass Peking nicht von seiner "Null-Corona-Politik" abrückt. Diese hat zum Ziel, jeden Ausbruch im Keim zu ersticken. Zahlreiche Millionenstädte hatten besonders im Frühling strenge Massnahmen verhängt, um die Verbreitung der hochansteckenden Omikron-Variante zu verhindern.

Shanghai, die wichtigste Wirtschaftsmetropole Chinas, musste im April und Mai zwei Monate in einem harten Lockdown verbringen, was die Wirtschaft schwer traf. Auch der dortige Hafen, der wichtigste Umschlagplatz im Welthandel mit China, funktionierte nur eingeschränkt.

"Die Mittelschicht bekommt die Auswirkungen zunehmend zu spüren, etwa durch stagnierende Einkommen oder fallende Immobilienpreise. Dadurch erhöht sich der politische Druck auf die Regierung, Lösungen zu finden", kommentierte Max Zenglein vom Berliner China-Institut Merics die Lage. Das schwache Wachstum verstärke Probleme im Finanzsystem. Ohne einen deutlichen Aufschwung sei in den kommenden Monaten mit einem Anstieg der Zahlungsausfälle zu rechnen. "Das effektivste Konjunkturprogramm der Regierung wäre eine Abkehr von der drakonischen Null-Covid-Strategie", sagte Zenglein.

Damit rechnet in China kaum jemand. Noch immer können wenige Infektionen dazu führen, dass ganze Stadtteile abgeriegelt werden, wie in der vergangenen Woche in der zentralchinesischen Metropole Xi'an. Auch in Peking, Shanghai und in Shenzhen, den drei bedeutendsten Wirtschaftszentren, werden immer wieder Infektionen gefunden, die erneut zu Einschränkungen führen.

Auch starke Exportzahlen für Juni, die China am Mittwoch vorlegte, sind Ökonomen zufolge nicht als Entwarnung zu verstehen. Zum Teil ist der Anstieg um 17,9 Prozent demnach damit zu erklären, dass Geschäfte nachgeholt wurden, nachdem sich Shanghai Ende Mai wieder öffnen durfte. Besorgnis löste das Importwachstum von einem Prozent aus, das auf eine geringe Kauflust bei Verbrauchern hinweist.

Trotz der Schwäche in der ersten Jahreshälfte deutete die chinesische Führung zuletzt an, ihr ambitioniertes Wachstumsziel von 5,5 Prozent für das Gesamtjahr nicht aufgeben zu wollen. China werde "effektivere Massnahmen erlassen, um die sozialen und wirtschaftlichen Entwicklungsziele für 2022 zu erreichen", hatte Präsident Xi Jinping Ende Juni angekündigt. Passend dazu gaben die Lokalregierungen im Juni Anleihen in Rekordumfang aus. Das Geld soll für den Bau von Infrastruktur genutzt werden. Mit neuen Schulden und hohen Infrastruktur-Ausgaben scheint Peking auf ein altbewährtes Rezept setzen zu wollen, um der Konjunktur Schwung zu verleihen.

In dieser Woche räumte Ministerpräsident Li Keqiang jedoch ein, dass es eine schwierige Aufgabe werde, die Wirtschaft zu stabilisieren. Der Regierungschef rief dazu auf, vor allem entschlossen gegen die steigende Arbeitslosigkeit vorzugehen./jpt/DP/jha

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Tschechien beginnt mit

Tschechien beginnt mit vierter Corona-Impfung

Alle Erwachsenen in Tschechien haben ab sofort die Möglichkeit, eine zweite Corona-Auffrischimpfung zu erhalten. Seit Montag ist dies nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Prag ohne Anmeldung bei Hausärzten und in Krankenhäusern möglich. Voraussetzung für die vierte Impfung ist, dass der dritte Stich mindestens vier Monate zurückliegt. Der zweite Booster werde allen Menschen ab 60 Jahren und Risikogruppen dringend empfohlen, sagte Gesundheitsminister Vlastimil Valek. Er betonte zugleich, dass die Impfung freiwillig sei.

18.07.2022 10:41

Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC und die EU-Arzneimittelbehörde EMA hatten die Mitgliedsstaaten in der vergangenen Woche zu diesem Schritt aufgefordert.

Das Infektionsgeschehen zieht in Tschechien seit einiger Zeit wieder leicht an. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz - also die Zahl der Fälle je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen - lag am Montag bei 101. Bereits seit Anfang Mai sind alle Corona-Regeln aufgehoben. Neue Massnahmen seien derzeit nicht erforderlich, weil keine Überlastung der Krankenhäuser drohe, sagte vor kurzem der liberalkonservative Ministerpräsident Petr Fiala.

Seit dem Beginn der Corona-Pandemie vor mehr als zwei Jahren starben in Tschechien 40 355 Menschen mit oder an dem Virus. Der EU-Mitgliedstaat hat mehr als 10,5 Millionen Einwohner./hei/DP/mis

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US-Präsident Biden mit

US-Präsident Biden mit Coronavirus infiziert - 'sehr milde Symptome'

US-Präsident Joe Biden hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Der 79-Jährige sei am Donnerstagmorgen positiv getestet worden, teilte das Weisse Haus am Donnerstag in Washington mit. Er habe "sehr milde Symptome". In Übereinstimmung mit den Richtlinien der Gesundheitsbehörde CDC werde Biden sich im Weissen Haus isolieren. Er werde während dieser Zeit weiterhin "alle seine Pflichten in vollem Umfang wahrnehmen". An den für Donnerstag geplanten Besprechungen werde er per Telefon und Videokonferenz von seiner Residenz aus teilnehmen.

21.07.2022 16:56

Biden hatte am Mittwoch noch den Bundesstaat Massachusetts besucht. In der Mitteilung von Biden-Sprecherin Karine Jean-Pierre hiess es am Donnerstag, alle engen Kontaktpersonen des Präsidenten würden informiert, einschliesslich der Delegationsmitglieder bei der Reise. Biden sei zuletzt am Dienstag negativ auf das Coronavirus getestet worden. Biden werde in Isolation arbeiten, bis er wieder negativ getestet werde. Aus Gründen der Transparenz werde das Weisse Haus täglich über den Gesundheitszustand des Präsidenten berichten.

Nach Angaben des Weissen Hauses ist der US-Demokrat vollständig gegen das Virus geimpft und hat zwei Auffrischungsimpfungen erhalten. Zuletzt hatte es in seiner Regierung und seinem Umfeld jedoch eine Fülle von Corona-Infektionen gegeben - ebenfalls bei Geimpften.

In den vergangenen Monaten war es zu zahlreichen Corona-Fällen in der Polit-Prominenz der US-Hauptstadt Washington gekommen. So testeten nach einer Abendveranstaltung Anfang April mehr als 60 Teilnehmer positiv auf das Virus, wie US-Medien damals unter Berufung auf die Veranstalter berichteten. Darunter waren Justizminister Merrick Garland, Handelsministerin Gina Raimondo, mehrere Kongressabgeordnete sowie der Kommunikationsdirektor von Vizepräsidentin Kamala Harris und andere Mitarbeiter des Weissen Hauses.

Sollte Biden durch die Infektion zu irgendeinem Zeitpunkt seine Amtsgeschäfte nicht ausüben können, müsste Vizepräsidentin Kamala Harris einspringen. Die 57-Jährige war im April ebenfalls positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Biden ist nicht der erste Corona-Fall im Oval Office: 2020 hatte sich der damalige Amtsinhaber Donald Trump mit dem Virus angesteckt - weniger als fünf Wochen vor der Präsidentenwahl, aus der Biden als Gewinner hervorging. Trump infizierte sich zu einem Zeitpunkt, als noch keine Impfstoffe verfügbar waren. Er musste sich damals zeitweise im Krankenhaus behandeln lassen.

Auch andere Staats- und Regierungschefs auf der Welt hat es bereits erwischt: unter anderen den britischen Premier Boris Johnson, den kanadischen Premier Justin Trudeau, Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro und Luxemburgs Premierminister Xavier Bettel. Johnson musste zeitweise auf einer Intensivstation behandelt werden./cy/jac/DP/ngu

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Deutschland debattiert über

Deutschland debattiert über Aufhebung von Isolations- und Quarantänepflichten

Die Forderung von Kassenärzte-Chef Andreas Gassen nach einer Aufhebung aller Isolations- und Quarantänepflichten mitten in der Corona-Sommerwelle ist auf Widerspruch gestossen. "Infizierte müssen zu Hause bleiben. Sonst steigen nicht nur die Fallzahlen noch mehr, sondern der Arbeitsplatz selbst wird zum Sicherheitsrisiko", schrieb Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) am Samstag auf Twitter. Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) sagte, der Vorschlag komme zur Unzeit. Andere pflichteten Gassen bei

24.07.2022 18:06

Die Sieben-Tage-Inzidenz lag zuletzt bei über 700 - seit einiger Zeit gehen Experten aber von einer deutlichen Untererfassung der tatsächlichen Corona-Fälle aus. Auf den Intensivstationen der Kliniken ist die absolute Patientenzahl derzeit doppelt so hoch wie zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Das eigentliche Problem sieht Gassen jedoch nicht in den vielen Infektionen, sondern darin, dass positiv Getestete auch ohne Symptome mehrere Tage zu Hause bleiben müssen, wie der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte. "Dadurch entstehen die Personalengpässe in den Kliniken und anderswo." Man müsse zurück zur Normalität. "Wer krank ist, bleibt zu Hause. Wer sich gesund fühlt, geht zur Arbeit. So halten wir es mit anderen Infektionskrankheiten wie der Grippe auch."

Auch der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gass, wies auf Probleme im Zusammenhang mit der Isolationspflicht hin. "Die Belastung steigt stetig, der deutliche Mehraufwand durch die Pflicht zur Isolation nimmt zu", sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe - ohne jedoch ein Abrücken von den derzeitigen Vorgaben zu fordern. Wegen des Ausfalls von Mitarbeitern müssten in zahlreichen Krankenhäusern planbare Operationen verschoben und zeitweise ganze Bereiche abgemeldet werden.

Aus dem Bundesgesundheitsministerium hiess es, aktuell würde eine weitere Verkürzung der Fristen zu den Möglichkeiten der Freitestung "keinen Sinn" machen. Mit den geltenden Empfehlungen sei im Frühjahr bereits auf sich verschärfende Personalsituationen reagiert worden, hiess es weiter. Derzeit gilt für die allgemeine Bevölkerung, dass die vorgeschriebene Isolation für Corona-Infizierte nach fünf Tagen enden kann - mit einem "dringend empfohlenen" negativen Test zum Abschluss.

Angesichts der "hochdynamischen Infektionslage" sollte man genau überlegen, ob es Sinn mache, die Regeln zur Isolation zu lockern, warnte Bayerns Gesundheitsminister Holetschek. "Im Herbst erwarten wir einen weiteren Anstieg der Infektionszahlen. Niemand weiss, welche Virusvariante dann vorherrschen wird", teilte Holetschek mit.

Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, warf Gassen "Opportunismus" vor. "Die Isolation schützt. Denn so wird verhindert, dass sich andere anstecken." Er verwies auf Long- und Post-Covid - also Beschwerden noch nach mindestens vier und mindestens zwölf Wochen nach der Infektion. Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, sagte der "Rheinischen Post" (Online/Print Montag): "Die Aufhebung von Quarantäneregeln aus Arbeitsmarktgründen ist aus ärztlicher Sicht nicht zu vertreten. Unsere Aufgabe ist es, Menschen vor Krankheit, Leid und Tod zu bewahren."

Der FDP-Gesundheitsexperte Andrew Ullmann gab Gassen dagegen recht. "Dies ist ein lösungsorientierter Ansatz, um einen klügeren und individuellen Umgang mit Corona-Infektionen zu ermöglichen", teilte er am Wochenende mit. "Die Isolierungsdauer von Patienten mit Covid-19 sollte nicht mehr von staatlicher Seite fixiert sein. So können wir zu einer gewissen Normalität und Unaufgeregtheit zurückkehren." Die Isolationsdauer sollte nach Ullmanns Worten künftig eine medizinische und individuelle Entscheidung sein.

Auf Eigenverantwortung setzt auch FDP-Chef Christian Lindner - allerdings mit Blick auf künftige Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie. "Es darf in Zukunft nicht mehr flächendeckende, pauschale Freiheitseinschränkungen für alle geben", sagte Lindner den Funke-Zeitungen. "Wir brauchen gezielte Massnahmen, die möglichst viel gesellschaftliches Leben garantieren und den Menschen möglichst viel Eigenverantwortung belassen."

Zwischen dem Gesundheits- und Justizministerium laufen derzeit Gespräche über die Corona-Massnahmen, die künftig im Kampf gegen die Pandemie möglich sein sollen. Im September läuft die Rechtsgrundlage für die inzwischen stark eingeschränkten Regeln aus.

Die Union drängt die Ampel-Koalition, schnell Vorkehrungen zur Corona-Eindämmung im Herbst zu treffen. "Ausser vagen Andeutungen zur Maskenpflicht lässt die Regierung bislang offen, wie sie das Land für den Herbst mit Corona konkret wappnen will", sagte der gesundheitspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Tino Sorge (CDU), der "Welt" (Online Sonntag/Print Montag). Die Regierung müsse klarmachen, welche Schwerpunkte sie bei der Novelle des Infektionsschutzgesetzes setzen wolle. "Wir brauchen dabei endlich mehr Pragmatismus und Eigenverantwortung", forderte Sorge.

FDP-Gesundheitsexperte Ullmann sagte der "Welt": "Das Gesetzgebungsverfahren wird planmässig im September abgeschlossen sein." Er erklärte: "Zusätzlich befinden wir uns möglicherweise in der Endphase der Pandemie und besitzen bereits viel bessere Werkzeuge als Lockdowns oder andere Zwangsmassnahmen, nach denen es so manchen gelüstet." Die medizinischen Möglichkeiten seien heute deutlich besser als in den Vorjahren./lkl/DP/he

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Bidens Covid-Symptome bessern

Bidens Covid-Symptome bessern sich 'deutlich'

Die Symptome von US-Präsident Joe Biden wegen seiner Coronavirus-Infektion haben sich nach Angaben des Arztes weiter "deutlich" gebessert. Der 79-Jährige leide primär noch unter Halsschmerzen, hiess es in einem Schreiben von Präsidentenarzt Kevin O'Connor vom Sonntag, das das Weisse Haus veröffentlichte. Die anderen Symptome - laufende Nase, Husten und Gliederschmerzen - seien klar zurückgegangen. Er sei weiterhin heiser. Die Behandlung mit dem Covid-19-Medikament Paxlovid werde fortgesetzt.

25.07.2022 06:34

O'Connor hatte am Samstag mitgeteilt, nach der sequenzierten Analyse habe sich Biden vermutlich mit der Omikron-Untervariante BA.5 infiziert, die derzeit für 75 bis 80 Prozent aller Infektionen in den USA verantwortlich sei. Das Weisse Haus hatte am Donnerstag verkündet, dass sich Biden mit dem Coronavirus infiziert habe, seine Amtsgeschäfte aber aus der Isolation heraus weiter ausübe.

Biden hatte sich am Freitag bei einem virtuellen Treffen mit seinem Wirtschaftsteam, bei dem er aus seinem Wohntrakt im Weissen Haus zugeschaltet war, mit heiserer Stimme zu Wort gemeldet. "Ich fühle mich viel besser als ich klinge", sagte er./cy/DP/zb

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Deutsche Industriebetriebe

Deutsche Industriebetriebe spüren wenig von wachsender Zahl von Krankmeldungen

Neulich war Robert Friedmann beim Arzt. Der Chef des für Schrauben bekannten Konzerns Würth im schwäbischen Künzelsau habe gar nicht mehr im Kopf gehabt, dass dort noch immer Maskenpflicht herrscht. "Da musste ich erst mal zurück zum Auto", erzählt er. Wie Friedmann dürfte es gerade vielen Deutschen gehen. Draussen Sonne satt, kaum Einschränkungen, das öffentliche Leben erinnert an die Zeit vor der Corona-Pandemie. Dabei verharren die Werte der Sieben-Tage-Inzidenz auf hohem Stand.

25.07.2022 06:35

Krankenkassen melden mehr Krankmeldungen. Der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes sagte der dpa, die Hausärzte sähen aktuell viele Patientinnen und Patienten mit Covid-Erkrankungen, aber auch mit saisonal eigentlich untypischen grippalen Effekten oder Durchfallerkrankungen. Doch in der Industrie ist nach Angaben der Unternehmen noch nicht so viel zu spüren, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Dennoch drängt sich die Frage auf: Legt Corona bald - schon wieder - die deutsche Wirtschaft lahm?

Die Zahl der Corona-Infektionen sei hoch und entsprechend auch die Krankenstände, sagte Hans-Jürgen Urban, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall. Doch wer mit dem Virus infiziert sei, habe am Arbeitsplatz nichts zu suchen. Das könne in einzelnen Betrieben zu Schwierigkeiten führen, aber: "Gesundheit muss Vorrang vor den Produktivitäts- und Gewinnerwartungen haben." Betriebliche Hygienekonzepte müssten beibehalten oder reaktiviert werden, auch wenn klare Vorgaben durch die Politik derzeit fehlten. "Mit Blick auf den Herbst ist jetzt die Zeit, um notwendige Vorkehrungen zu treffen - etwa durch Einbau oder Umrüstung von Lüftungsanlagen", sagte Urban.

Bei der unter anderem für ihre Dübel bekannten Unternehmensgruppe Fischer aus Waldachtal (Landkreis Freudenstadt) war der Krankenstand im ersten Halbjahr 2022 mit 4,9 Prozent fast zwei Prozentpunkte höher als im Vorjahreszeitraum. "Corona macht unserer Einschätzung nach einen Grossteil der Erkrankungen und Ausfälle aus", erklärte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Marc-Sven Mengis. In den administrativen Bereichen arbeiteten Mitarbeitende bei milden Verläufen oft mobil. In der Produktion allerdings sei das nicht möglich. "Wir haben Kapazitätsprobleme in einigen Bereichen", räumte Mengis ein. Ferienjobber und Zeitarbeiter sollen diese überbrücken.

Der Autozulieferer PWO aus Oberkirch (Ortenaukreis) verzeichnet dieser Tage einen ähnlichen Krankenstand wie im Juli 2021. Im Vergleich zu 2020 und 2019 sei das aber knapp ein Drittel mehr, erklärte eine Sprecherin. "Ein erheblicher Teil unserer Krankenquote ist auf Covid zurückzuführen." An einzelnen sogenannten Engpassmaschinen werde die Fertigung besonders sorgfältig gesteuert. Nach der Urlaubszeit rechnet das Unternehmen mit einem Anstieg des Krankenstandes.

Das Gesundheitsunternehmen Fresenius berichtete, in den Werken der Dialysetochter Fresenius Medical Care und beim Flüssigmedizinanbieter Fresenius Kabi gebe es corona-bedingte Personalausfälle. Diese seien aber begrenzt und beeinträchtigten Produktion und Lieferfähigkeit "nicht nennenswert", so der Dax -Konzern. Er hatte in den vergangenen Jahren gerade in seinen Krankenhäusern heftig unter der Pandemie gelitten. Bei der Tochter Helios mit rund 90 Kliniken in Deutschland beobachte man nun wieder eine zunehmende Zahl von Corona-Infektionen, hiess es. "Sollten doch Operationen verschoben werden müssen, dann sind dies elektive, also medizinisch nicht dringend notwendige Eingriffe."

Der Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck verzeichnet unterdessen keine corona-bedingten Einschränkungen in seinen Werken. Er beobachtet zwar in der Belegschaft steigende Infektionszahlen, doch es sei dank Schutzmassnahmen bisher gelungen, "Produktion und Lieferfähigkeit aufrecht zu erhalten". Der Dax-Konzern setzt weiter auf einen Basisschutz, darunter Maskenpflicht in Innenräumen bei Unterschreitung des Mindestabstands und Tests für Beschäftigte.

In Niedersachsen äussern sich die Arbeitgeber eher zurückhaltend. Der Auto- und Maschinenbauzulieferer Continental beispielsweise gab an, dass sich der gesamte Krankenstand in Deutschland im Konzern momentan "etwa auf Vorjahresniveau" bewegt. Die seit Beginn der Pandemie eingeführten Sicherheitsstandards, Schutzregeln und Hygienekonzepte bestünden weiter, man passe sie bei Bedarf auf Basis der Empfehlungen und Massnahmen des Robert Koch-Instituts an. Krankheitsbedingte Personalausfälle würden "bereits bei der Personaleinsatzplanung berücksichtigt".

Der Stahlerzeuger Salzgitter verzeichnete ebenfalls eine erneute Zunahme an Corona-Infektionen und Quarantäne-Anordnungen innerhalb der Belegschaften. Auf Basis einer vorausschauenden Einsatzplanung sei die Produktion sichergestellt. "Dank des Einsatzes und der Flexibilität der Mitarbeitenden sind wir gut gerüstet, die mit der Pandemie einhergehenden Herausforderungen zu managen", heisst es dort.

Auch bei Schraubenhersteller Würth gebe es einen leicht erhöhten Krankenstand, sagte Firmenchef Friedmann. Aktuell bereite ihm das noch keine Sorge, nur insofern, dass er sich frage: "Mensch, wie wird das denn, wenn es wieder kühler wird?" Sollte der Krankenstand spürbar steigen, werde Würth "natürlich wieder zurückkehren zur Maskenpflicht"./rwi/DP/zb

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Deutschland: Pandemie treibt

Deutschland: Pandemie treibt öffentliche Schulden Ende 2021 auf Rekordstand

Mit mehr als 2,3 Billionen Euro haben die Schulden der öffentlichen Haushalte bei Banken und Privatunternehmen Ende vergangenen Jahres einen Höchststand erreicht. Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherung waren beim sogenannten nicht-öffentlichen Bereich zum Jahresende 2021 mit 2321,1 Milliarden Euro verschuldet, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Grund sei insbesondere auf Bundesebene, aber auch in einigen Ländern die Bewältigung der Corona-Pandemie.

28.07.2022 09:25

Es handele sich um den höchsten jemals in der Schuldenstatistik gemessenen Schuldenstand. Die nun endgültigen Zahlen liegen noch über im März bekanntgegebenen vorläufigen Werten. Die Summe entspreche einer Pro-Kopf-Verschuldung von 27 922 Euro, erklärte das Bundesamt. Im März waren noch 27 906 Euro errechnet worden.

Binnen eines Jahres wuchs die öffentliche Verschuldung um 6,8 Prozent oder 148,3 Milliarden Euro. Zum nicht-öffentlichen Bereich gehören Kreditinstitute und der sonstige inländische und ausländische Bereiche, wie private Unternehmen im In- und Ausland.

Der Bund war Ende 2021 mit 1 548,5 Milliarden Euro verschuldet, das waren 10,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Bundesamt mitteilte. Die Schulden der Länder stiegen um 0,4 Prozent auf 638,5 Milliarden Euro. Die höchste Pro-Kopf-Verschuldung unter den Flächenländern wies das Saarland auf (14 811 Euro).

Die Gemeinden und Gemeindeverbände standen mit 134,2 Milliarden Euro in der Kreide, laut Bundesamt ist dies ein Anstieg um 0,6 Prozent. Die Sozialversicherung war Ende 2021 mit 45 Millionen Euro verschuldet, eine Million mehr als ein Jahr zuvor./isa/DP/jha

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Biden erneut positiv auf

Biden erneut positiv auf Coronavirus getestet

US-Präsident Joe Biden ist auch am Montag positiv auf das Coronavirus getestet worden.

02.08.2022 06:37

Präsidentenarzt Kevin O'Connor schrieb in einem vom Weissen Haus veröffentlichten Dokument, Biden gehe es weiterhin gut. Wie erwartet, sei sein Antigen-Test erneut positiv ausgefallen. Biden bleibe daher in der Isolation im Weissen Haus.

Der Präsident war am Donnerstag vorvergangener Woche positiv getestet worden. Am Mittwoch vergangener Woche hatte er seine Corona-Isolation beendet, nachdem er negativ getestet worden war. Dann fielen Tests am Samstag und Sonntag wieder positiv aus. O'Connor hatte von einem "Rückfall" gesprochen, der bei Patienten, die mit dem Covid-Medikament Paxlovid behandelt wurden, bereits in seltenen Fällen beobachtet worden sei.

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