Coronavirus und die Auswirkungen auf die SIX

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Homeoffice statt Büro - IW

Homeoffice statt Büro - IW-Forscher: Corona-Krise fördert Wandel

Die Corona-Krise könnte nach Einschätzung von Ökonomen Katalysator für mobiles Arbeiten werden. "Arbeitnehmer wie Arbeitgeber haben in der Lockdown-Phase gemerkt, dass es relativ gut funktioniert im Homeoffice", sagte IW-Forscher Michael Voigtländer der Deutschen Presse-Agentur in Frankfurt. "Viele Firmen werden sich auch überlegen, wie sie angesichts der angespannten wirtschaftlichen Lage Flächen sparen und damit Kosten reduzieren können."

19.07.2020 15:46

In einer aktuellen Analyse von Voigtländer und Arbeitsexpertin Andrea Hammermann schreiben die IW-Forscher, Unternehmen dürften "verstärkt überlegen, ob sie Bürobeschäftigung dorthin verlagern, wo sie günstiger ausgeführt werden kann". Als Grundlage für weitere Berechnungen haben die Autoren des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW/Köln) in ihrer Studie Zahlen zur Bürobeschäftigung in Deutschland zusammengetragen.

Demnach arbeiteten hierzulande Ende des Jahres 2018 etwa 14,8 Millionen Menschen in Büros. Fast jeder zweite Bürobeschäftigte (rund 46 Prozent) arbeitete in den Jahren 2017/2018 zumindest gelegentlich von zu Hause aus, bei weiteren 39 Prozent liegt der Auswertung zufolge zumindest das Potenzial für Homeoffice vor. Seit 2006 - für das Jahr liegen ebenfalls Umfragedaten vor - sei der Anteil der Arbeitnehmer, die häufig oder gelegentlich im Homeoffice arbeiten, um 8,8 Prozentpunkte gestiegen.

Nach den Erfahrungen im Corona-Jahr 2020 könnten diese Zahlen weiter steigen. "Ich glaube nicht, dass sich Arbeit komplett nach Hause verlagern wird", sagte Voigtländer. "Aber wir werden eine neue Balance sehen zwischen Arbeit im Büro und Arbeit im Homeoffice."

Bei Siemens etwa soll ein aktueller Vorstandsbeschluss im Konzern zum weltweiten Standard machen, dass etwa 140 000 Mitarbeiter künftig an zwei bis drei Tagen pro Woche mobil arbeiten können. Und Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing sagte bei der - im Internet übertragenen - Hauptversammlung des grössten deutschen Geldhauses, die Krise habe dem Frankfurter Institut "zusätzliche Impulse gegeben, wo wir noch sparen können". Man müsse sich fragen, ob man den Mitarbeitern nicht grundsätzlich mehr Flexibilität gebe, um von zu Hause aus zu arbeiten, wenn sie das wollen - und ob die Deutsche Bank dann noch so viel Büroraum in teuren Metropolen brauche.

In der IW-Analyse ist der Begriff "Homeoffice" weit gefasst: Damit sei "sowohl das fallweise Arbeiten von zu Hause aus als auch die rechtlich definierte Telearbeit gemeint, also der vom Arbeitgeber fest eingerichtete Bildschirmarbeitsplatz im Privatbereich der Beschäftigten", erklären die Autoren.

Durchschnittlich absolvierten sozialversicherungspflichtige Beschäftigte im Jahr 2018 den Angaben zufolge etwa 11 Prozent ihrer Arbeitszeit im Homeoffice. Besonders viele Stunden zu Hause werden im Wohnungswesen (20,9 Prozent), im Sektor Verkehr/Nachrichten/Medien (20,2 Prozent) sowie bei Banken und Versicherungen (18,9 Prozent) gearbeitet.

Bislang hätten Arbeitgeber "grösstenteils auf eine Optimierung oder Einsparung der Büroflächen verzichtet", referieren die Autoren. "Sollten sich der Anteil der Beschäftigten, die im Homeoffice arbeiten, und vor allem auch der Stundenumfang stark ausweiten, könnte sich dies ändern", schreiben die IW-Forscher.

Arbeitgeber müssten dann jedoch aufgrund gesetzlicher Auflagen "weitreichendere Investitionen in die Arbeitsausstattung durch die Einrichtung von Telearbeitsplätzen" tätigen und sicherstellen, dass der häusliche Arbeitsplatz einer Gefährdungsbeurteilung standhält.

Perspektivisch halten die IW-Forscher es für wahrscheinlich, dass weniger Büroflächen nachgefragt werden. "Ich erwarte schon, dass es einen Rückgang der Nachfrage nach Büroflächen geben wird", sagte Voigtländer. "Der Leerstand in grossen Städten dürfte tendenziell wieder zunehmen. Deshalb ist es wichtig, dass jetzt nicht übermässig neue Büros gebaut werden." Schätzungen gehen davon aus, dass die Anzahl derjenigen, die im Büro anwesend sind, um 15 Prozent sinken und die Nutzung von Büroflächen dann um 10 Prozent zurückgehen wird./ben/DP/nas

(AWP)

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EU-Gipfel einigt sich auf

EU-Gipfel einigt sich auf billionenschweres Finanzpaket

Die 27 EU-Regierungen haben sich am Dienstagmorgen nach tagelangen Verhandlungen auf ein billionenschweres Finanzpaket der Union bis 2027 geeinigt.

21.07.2020 09:27

Nach tagelangen Verhandlungen haben sich die EU-Staaten im Kampf gegen die Corona-Krise auf das größte Finanzpaket in ihrer Geschichte geeinigt. Die 27 Staats- und Regierungschef beschlossen am frühen Dienstagmorgen in Brüssel, besonders von der Corona-Krise betroffene EU-Staaten durch einen neuen Aufbaufonds mit einem Volumen von 750 Milliarden Euro wieder auf die Beine zu helfen. 390 Milliarden Euro werden davon als Zuschüsse gezahlt, 360 Milliarden als Kredite.

Daneben sieht der Kompromiss einen EU-Haushaltsrahmen für die Jahre 2021 bis 2027 im Volumen von 1,075 Billionen Euro vor. "Dies ist ein historischer Tag für Europa", sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron nach fast 100 Stunden Verhandlungen. Europa habe gezeigt, dass es in einer besonderen Situation bereit und in der Lage ist, neue Wege zu gehen, betonte Bundeskanzlerin Angela Merkel.

An den Finanzmärkten wurde die Einigung positiv aufgenommen. Der Euro stieg zeitweise auf den höchsten Stand seit vier Monaten. Die Bundesregierung kann mit der Einigung einen ersten Erfolg in ihrer halbjährigen EU-Ratspräsidentschaft einfahren, die Deutschland im Juli übernommen hatte. Merkel als auch EU-Kommissionspräsident Ursula von der Leyen betonten nach der Einigung, dass die EU mit der Einigung aber auch ein Zeichen der eigenen Handlungsfähigkeit in der Welt gesandt habe.

"Wir haben vier lange Tage und Nächte durchverhandelt. Aber es war es wert", twitterte von der Leyen. "Das Ergebnis ist ein Signal des Vertrauens in Europa und es ist ein historischer Moment für Europa." Merkel verwies allerdings darauf, dass nun schwierige Verhandlungen mit dem Europäischen Parlament anstünden. Auch die nationalen Parlamente müssen die Beschlüsse noch ratifizieren.

Auch Kurz zufrieden mit den Beschlüssen

Macron lobte, dass Deutschland zwar weiter einen Rabatt bei der Finanzierung des EU-Haushaltes erhalten, aber in den Verhandlungen nicht darauf bestanden habe, dass dieser so stark steige wie der für die sogenannten "Sparsamen Vier" Niederlande, Schweden, Dänemark und Österreich. Österreichs Kanzler Sebastian Kurz zeigte sich auch deshalb sehr zufrieden mit den Beschlüssen.

Der Gipfel hatte am Freitag begonnen und sollte eigentlich am Samstag enden, war aber wiederholt verlängert worden. Am 5. Tag des Verhandlungsmarathon gelang den EU-Staaten dann der Durchbruch, nachdem es vor allem am Sonntag erhitzte Debatten zwischen verschiedenen Lagern gegeben hatte. Nordstaaten wie Österreich, die Niederlande, Dänemark und Schweden hatten Konditionen für die Milliardenhilfe aus dem Aufbaufonds etwa für Italien und Spanien gefordert, was die Südstaaten zunächst vehement ablehnten. Nun fand man einen Kompromiss, bei dem EU-Kommission, nationale Regierungen und EU-Rat letztlich zusammen über die Auszahlung entscheiden müssen.

Heftige Debatten über das Prinzip der Rechtsstaatlichkeit

Zwischen Ost und West wiederum gab es erbitterte Debatten über die Verankerung des Prinzips der Rechtsstaatlichkeit an die Auszahlungen aus dem EU-Haushalt. Hier einigte man sich am Dienstagmorgen auf eine Formulierung, die das Rechtsstaatsprinzip im Zusammenhang mit EU-Zahlungen betont - letztlich aber zunächst der EU-Kommission den Auftrag erteilt, genaue Vorschläge vorzulegen, wie man die Prinzipien einhalten kann. Vor allem die Ministerpräsidenten von Polen und Ungarn, Mateusz Morawiecki und Viktor Orban, hatten hier Widerstand geleistet - beide traten nach dem Gipfel auch in einer gemeinsamen Pressekonferenz auf.

Während es bereits umgehend Kritik gab, dass die Rechtsstaatsklausel nun verwässert sei, lobte der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte diesen Passus als "den wichtigsten Teil" der Gipfel-Erklärung. Vor allem Rutte hatte sich in den vergangenen Tagen harsche Kritik einiger EU-Regierungen anhören müssen, die ihm mangelnde Kompromissbereitschaft vorwarfen. "Unsere Beziehungen mit den europäischen Partnern bleiben stark", betonte er am Gipfelende.

Die Staats- und Regierungschefs beschlossen zudem, dass die EU eigene Einnahmen erhalten soll. Am 1. Januar 2021 soll etwa eine Plastiksteuer eingeführt werden. Zwei Jahre später soll eine Digitalsteuer und eine CO2-Grenzsteuer für Importe aus Ländern mit weniger Klimaschutzauflagen folgen. Zur Finanzierung der 750 Milliarden Euro für den Corona-Wiederaufbaufonds, soll die EU-Kommission Anleihen aufnehmen. Macron nannte es eine Wende, dass nun gemeinsame Schulden gemacht würden und sich der Etat der EU durch den Aufbaufonds in den kommenden Jahren fast verdoppelt habe. EU-Kommissionschefin von der Leyen sagte, damit sei die Aussicht auf die Erholung der Wirtschaft gewachsen.

Sowohl Merkel als auch Macron, die nach dem Gipfel eine gemeinsame Pressekonferenz gaben, betonten den engen deutsch-französischen Schulterschluss. Innerhalb weniger Wochen sei es zusammen gelungen, völlig neue Projekte wie den Wiederaufbaufonds durchzusetzen. Kritik kam aus dem Europa-Parlament. Der CSU-Abgeordnete Markus Ferber sprach von einem "Sammelsurium von nationalen Egoismen". Es werde jetzt Aufgabe des EU-Parlaments sein, das Vorhaben so zu glätten, dass wirklich etwas europäisches herauskomme, sagte er im Deutschlandfunk. Ferber kritisierte insbesondere, dass im Haushalt Mittel für Zukunftsthemen wie der Forschungs-, Gesundheits- und Flüchtlingspolitik gekürzt worden seien. Das werde langfristig katastrophale Auswirkungen haben.

(Reuters)

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Frankfurter Flughafen kommt

Frankfurter Flughafen kommt weiter nur langsam aus dem Corona-Tief

Die Passagierzahlen am Frankfurter Flughafen haben sich Mitte Juli erneut nur langsam aus dem Corona-Tief bewegt.

21.07.2020 09:22

In der Woche Woche vom 13. bis 19. Juli zählte der Flughafenbetreiber Fraport an Deutschlands grösstem Airport rund 307'560 Fluggäste und damit 80,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie er am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Das waren rund 32 400 Passagiere mehr als in der Vorwoche, als der Rückgang im Jahresvergleich 82,1 Prozent betragen hatte. Im gesamten Juni hatte die Zahl der Fluggäste noch fast 91 Prozent niedriger gelegen als ein Jahr zuvor.

Die Zahl der Flugbewegungen ging nun im Vergleich zur entsprechenden Kalenderwoche des Vorjahres um 67,4 Prozent auf 3490 Starts und Landungen zurück. Das Aufkommen an Fracht und Luftpost fiel um 18,9 Prozent auf 32'669 Tonnen, nachdem der Rückgang in der Vorwoche im Jahresvergleich nur 16,7 Prozent betragen hatte.

Viele Fluggesellschaften bieten seit Juni wieder mehr Flüge an, nachdem der Passagierverkehr wegen der weltweiten Reisebeschränkungen seit Ende März weitgehend zusammengebrochen war. Seit 15. Juni hat das Auswärtige Amt die Reisewarnungen für die meisten EU-Mitgliedsstaaten, den Schengen-Raum und Grossbritannien aufgehoben. Branchenvertreter erwarten jedoch, dass der Passagierverkehr erst in einigen Jahren wieder das Niveau aus der Zeit vor der Coronavirus-Pandemie erreicht.

(AWP)

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Von Corona belagert: New York

Von Corona belagert: New York weitet Reisebeschränkungen aus

Nach der vorerst erfolgreichen Bekämpfung des Coronavirus erlässt New York immer drastischere Massnahmen gegen einen drohenden Rückfall in die Pandemie. Neben einem Stopp für die allermeisten Aktivitäten in geschlossenen Räumen weitete Gouverneur Andrew Cuomo am Dienstag (Ortszeit) zudem die Beschränkungen für Reisende aus dem Rest der USA auf insgesamt 31 der 50 Bundesstaaten aus. Gäste aus zehn weiteren Regionen, darunter Alaska, Washington und Virginia müssen künftig bei Ankunft in New York 14 Tage in Quarantäne gehen. Personen, die nicht kooperieren, riskieren eine 2000-Dollar-Strafe.

22.07.2020 06:38

Grund sind die in weiten Teilen der USA deutlich angestiegenen Infektionszahlen. Vor allem im Süden und Westen mussten zuletzt einige Lockerungen ganz oder teilweise wieder zurückgenommen werden. Viele der zuweilen über 70 000 Neuinfektionen pro Tag kamen zuletzt aus den bevölkerungsreichen Bundesstaaten Florida, Texas und Kalifornien. Doch die Johns-Hopkins-Universität sieht Anstiege in den meisten Staaten - derzeit besonders in Alabama, Nevada oder South Carolina.

"Während die Infektionsraten in 41 anderen Staaten steigen, sinken unsere Zahlen stetig", sagte Gouverneur Cuomo am Dienstag. "Gestern hatten wir (mit zwei) die niedrigste Zahl an Todesopfern seit Beginn der Pandemie - und das ohne Todesfälle in New York City". Zu Hochzeiten starben in dem Bundesstaat an der US-Ostküste pro Tag an die 800 Personen. Doch auch wenn die grösste Metropole der Vereinigten Staaten vorläufig über den Berg scheint, gehen viele seiner Bewohner davon aus, dass New York als Finanzzentrum und Knotenpunkt das Virus nicht dauerhaft aussperren kann.

Unterdessen ist das Leben mehr als drei Monate nach dem Höhepunkt der Covid-19-Pandemie in New York zumindest wieder teilweise zurückgekehrt, auch wenn die Wirtschaft nach wie vor leidet. Viele Restaurants haben sich Holzterrassen auf die Strassen und Gehwege vor ihren Türen gebaut, wenigstens hier zieht das Geschäft wieder an.

Um das Abstandhalten zu ermöglichen, sind einige Strassen verkehrsberuhigt - gerade dort und in den Parks treffen sich nach Feierabend oder an Wochenenden wieder Freunde. Die meisten New Yorker - anders als viele ihrer Landsleute - sieht man auch mit Maske. "Sonst werde ich verspottet", sagte ein Mann in einem Kiosk in Brooklyn zur Erklärung, obwohl er nicht an den Schutz glaubt.

Vor allem Jüngere aber gingen mit der Situation zuletzt teilweise zu entspannt um. Am Wochenende feierten dem Lokalsender NBC New York zufolge etwa 800 junge Erwachsene eine Party am Strand von Long Beach vor der Toren New Yorks. Die Bilder zeigten kaum Personen mit Schutzmaske, die Polizei griff nach eigenen Angaben nicht ein, um die Situation nicht zu eskalieren, hatte es doch schon Flaschenwürfe auf Polizeiautos gegeben. "Die jungen Leute verstehen nicht, was ihnen oder ihrer Familie passieren kann", sagte Anwohnerin Janie Zuckerman zu dem TV-Sender.

Auch Videos unter anderem aus dem New Yorker Stadtteil Queens hatten am Wochenende die Runde gemacht und für viel Unverständnis gesorgt. Grössere Menschenmassen hatten dort dicht gedrängt auf der Strasse getanzt und gefeiert. "Es ist dumm, was ihr tut!", hatte Gouverneur Cuomo am Montag in Richtung der Partygänger geschimpft und nahm auch die seiner Meinung nach zu passive Polizei in die Verantwortung: "Diese Mengen müssen auseinandergetrieben werden".

Deshalb greift die Regierung des Bundesstaates nun auch rigoros gegen Lokale durch, die gegen die Vorschriften verstossen. "Die Restaurants und Bars, die junge Leute zum Zusammenkommen ermutigen, drohen uns in die Hölle zurückzubringen, die wir vor drei Monaten erlebt haben", so Cuomo am Dienstag. Bisher wurde vier Einrichtungen die Alkohollizenz entzogen.

Seit Montag befindet sich New York City in der vierten und letzten Phase des bundesstaatlichen Wiedereröffnungsplans. Eigentlich hätten unter anderem Museen und Innenbereiche von Lokalen geöffnet werden sollen, doch genauso wie Shows am Broadway und andere Aktivitäten in Innenräumen bleiben diese Lockerungen vorerst aus. Die Angst vor der zweiten Welle in New York bleibt hoch./scb/DP/zb

(AWP)

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So steht das Rennen um einen

So steht das Rennen um einen Impfstoff gegen das Coronavirus

Die weltweite Pharmaindustrie forscht fieberhaft an Impfstoffen und Medikamenten gegen das Coronavirus. Eine Übersicht zu den Fortschritten in der Entwicklung.

21.07.2020 19:45

Laut WHO werden 23 potenzielle Impfstoffe bereits an Menschen getestet, drei davon sogar schon in gross angelegten Studien mit tausenden Probanden. Diese sogenannte Phase III ist das letzte Stadium der klinischen Entwicklung eines jeden Medikaments, bevor bei den Behörden ein Antrag auf Zulassung gestellt werden kann.

In klinischen Studien der Phase I wird die Sicherheit eines Arzneimittels erstmals an einer kleinen Gruppe gesunder Menschen getestet, die sich freiwillig zur Verfügung stellt. In Phase-II-Studien mit meist 100 bis 300 Teilnehmern wird getestet, wie sicher ein Medikament ist und wie gut es wirkt.

Es folgt eine Auswahl der Impfstoff-Kandidaten in der klinischen Entwicklung und in welchem Stadium sie sich befinden:

ASTRAZENECA

Die Weltgesundheitsorganisation WHO bezeichnet den Impfstoff-Kandidat, der von dem britischen Pharmakonzern AstraZeneca zusammen mit der Universität Oxford entwickelt wird, als einen der führenden Kandidaten im globalen Wettlauf gegen die Corona-Pandemie. Er befindet sich in der klinischen Studie der Phase III und wird in Grossbritannien, Brasilien und in Südafrika getestet.

Eine weitere Studie soll bald in den USA starten. Der Wirkstoff mit dem Namen AZD1222 hat in einem Test mit mehr als 1000 Freiwilligen positive Ergebnisse erzielt - die Probanden bildeten Antikörper und sogenannte T-Zellen, die die Immunabwehr unterstützen.

Dabei traten keine ernsthaften Nebenwirkungen auf. Der Wirkstoff verwendet ein modifiziertes Erkältungsvirus, um genetisches Material vom neuen Coronavirus in den menschlichen Körper zu transportieren - eine Methode, die auch andere Wettbewerber anwenden. Der Impfstoff könnte den Forschern zufolge zum Jahresende bereitstehen, aber es gebe keine Gewissheit.

SINOVAC

Der chinesische Impfstoffentwickler befindet sich mit seinem potenziellen Wirkstoff gegen das Coronavirus ebenfalls in der klinischen Phase III. Tests mit tausenden Freiwilligen begannen am Dienstag in Brasilien, einem der am stärksten von der Pandemie betroffenen Länder. Der Gouverneur von Sao Paulo, Joao Doria, erklärte, die Produktion des Impfstoffes könne Anfang nächsten Jahres beginnen, falls die Tests erfolgreich verliefen.

SINOPHARM

Der staatliche chinesische Biotechkonzern hat Mitte Juli in den Vereinigten Arabischen Emiraten mit 15'000 Freiwilligen mit der Phase-III-Studie begonnen. Dabei setzt die Firma auf einen inaktivierten Impfstoff, also auf abgetötete Krankheitserreger. Diese werden vom Körper als fremd erkannt und regen das körpereigene Abwehrsystem an, damit Antikörper und T-Zellen gebildet werden. Solche Impfstoffe kommen unter anderem gegen Influenza und Masern zum Einsatz.

BIONTECH/PFIZER

Die beiden Unternehmen haben den Impfstoff-Kandidaten BNT162b1 entwickelt, der bei einer insgesamt 60 Personen umfassenden Studie der Phase I/II zur Bildung von Antikörpern und T-Zellen bei den Probanden führte. Die deutsche BioNTech und der US-Phamakonzern Pfizer planen ab Ende Juli eine breitangelegte, globale Phase-IIb/III-Studie zur Untersuchung der Sicherheit und Wirksamkeit des Impfstoffes, an der mehr als 30'000 gesunde Menschen teilnehmen sollen.

BioNTech setzt dabei auf einen Impfstofftyp, der Ribonukleinsäure (RNA) verwendet - einen chemischen Botenstoff, der Anweisungen zur Herstellung von Proteinen enthält. Der Impfstoff weist die Zellen an, Proteine ​​herzustellen, die die äussere Oberfläche des Coronavirus nachahmen. Der Körper erkennt diese virusähnlichen Proteine ​​als Eindringlinge und kann dann eine Immunantwort gegen das eigentliche Virus auslösen.

JOHNSON & JOHNSON

Der Pharma- und Konsumgüterkonzern will Tests mit seinem potenziellen Corona-Impfstoff am Menschen noch in dieser Woche starten, im September dann eine Phase-III-Studie. Die US-Regierung fördert die Entwicklung und Produktion des Mittels, das ebenfalls abgeschwächte Viren als Anreger für die Bildung von Antikörpern benutzt, mit einer Milliarde Dollar. Das Unternehmen ist auch mit Japan, der Europäischen Union und der Bill and Melinda Gates Stiftung in Gesprächen über eine Liefervereinbarung.

CUREVAC

Der Impfstoffentwickler aus dem süddeutschen Tübingen hat im Juni mit der klinischen Erprobung seines Covid-19-Impfstoffkandidaten begonnen und will diesen bis Mitte nächsten Jahres marktreif haben. Die Tübinger setzen bei ihren Forschungsarbeiten ebenfalls auf Impfstoffe auf Basis der sogenannten Boten-RNA (mRNA).

MODERNA

Der US-Biotechkonzern hatte als erstes Unternehmen Mitte März eine klinische Studie der Phase I mit einem potenziellen Impfstoff auf mRNA-Basis gestartet. Bei allen 45 Freiwilligen, die an der Untersuchung teilnahmen, habe der Impfstoff eine Immunantwort hervorgerufen, teilte Moderna Mitte Juli mit.

Ende Juli soll nun eine entscheidende Wirksamkeitsstudie der Phase III mit 30'000 Teilnehmern mit dem Impfstoff starten. Getestet wird in 30 US-Bundesstaaten, darunter in den vom Virus stark betroffen Staaten Texas, Kalifornien, Florida, Georgia, Arizona sowie North und South Carolina und in Washington DC. Die US-Regierung unterstützt das Projekt mit nahezu einer halben Milliarde Dollar.

CANSINO BIOLOGICS

Der chinesische Entwickler will seinen Impfstoff-Kandidaten nach vielversprechenden Testdaten in einer frühen Studie weiter entwickeln. Kandidat Ad5-nCOV wurde an 508 Probanden getestet und zeigte eine Wirkung bei den meisten der Freiwilligen. Rund 77 Prozent hatten leichte Nebenwirkungen wie Fieber oder eine Reizung der Einstichstelle.

Der Impfstoff verwendet ein modifiziertes Erkältungsvirus, um genetisches Material vom neuen Coronavirus in den menschlichen Körper zu transportieren, eine Methode, die auch im AstraZeneca-Impfstoff verwendet wird. Allerdings zeigte die Studie auch, dass Personen, die zuvor schon einmal mit diesem spezifischen Virus infiziert worden waren, eine gedämpfte Reaktion zeigten.

NOVAVAX

Das amerikanische Biotechunternehmen will seinen Impfstoff-Kandidaten ab Oktober in einer grossen klinischen Studie der entscheidenden Phase III testen.

INOVIO

Der US-Pharmakonzern hat in einer frühen Studie vielversprechende Ergebnisse erzielt. Der Impfstoff rief bei 34 der 36 gesunden Freiwilligen im Alter von 18 bis 50 Jahren Immunantworten hervor. 

(Reuters/cash)

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42 Länder: Schweiz hat Liste

42 Länder: Schweiz hat Liste der Corona-Risikoländer erweitert

Die Schweiz hat wie angekündigt ihre Liste mit den Corona-Risikoländern erweitert. Neu gilt für 42 Länder bei der Einreise in die Schweiz eine Quarantäne. Bisher waren es 29 Gebiete. Neu aufgeführt sind etwa Bosnien, Montenegro und Mexiko. Schweden und Weissrussland dagegen gelten nicht mehr als Risikogebiet.

22.07.2020 12:35

Die aktualisierte Liste zur Quarantänepflicht gilt ab Donnerstag, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) auf seiner Internetseite mitteilte. Die epidemiologische Lage hat sich in diesen Ländern laut Staatssekretariat für Migration (SEM) verschlechtert.

Für Personen, die sich in einem Staat oder Gebiet mit erhöhtem Infektionsrisiko aufgehalten haben und in die Schweiz einreisen, gilt seit Anfang Juli eine Quarantänepflicht. Einreisende müssen sich innert zweier Tage bei den kantonalen Behörden melden. Diese kontrollieren die Einhaltung der Quarantäne laut eigenen Angaben mit Stichproben.

(AWP)

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China meldet neuen Corona

China meldet neuen Corona-Ausbruch in Dalian

In der nordostchinesischen Stadt Dalian ist es zu neuen Infektionen mit dem Coronavirus gekommen. Wie die staatliche Zeitung "Global Times" am Freitag berichtete, stellten die Behörden zwei neue Erkrankungen fest, sowie 15 Infektionen, bei denen keine Symptome erkennbar waren. Dem Bericht zufolge sind es die ersten Infektionen in der Stadt seit 111 Tagen.

24.07.2020 06:33

Die Behörden ordneten an, Kindergärten zu schliessen. In betroffenen Gebieten der Stadt sollten zudem Corona-Tests bei möglichst vielen Menschen durchgeführt werden. Wohngebiete, für die ein Lockdown verhängt wurde, sollen mit Lebensmitteln versorgt werden.

China hat das Coronavirus bereits seit Monaten weitestgehend unter Kontrolle. Jedoch kommt es immer wieder zu lokalen Ausbrüchen in verschiedenen Landesteilen, auf die in der Regel mit strengen Massnahmen reagiert wird. Neben der Stadt Dalian kämpfen die Region Xinjiang im äussersten Westen des Landes sowie die Sonderverwaltungsregion Hongkong derzeit mit Ausbrüchen.

Während in Xinjiang in den letzten Tagen 95 Infektionenbestätigt wurden, erlebt Hongkong den bisher schlimmste Infektionswelle. Seit Anfang Juli wurden 980 Infektionen in der Millionenmetropole registriert./jpt/DP/zb

(AWP)

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US-Justizministerium gibt

US-Justizministerium gibt grünes Licht für US-Pharmafirmen für Corona-Arznei

Das US-Justizministerium gibt grünes Licht für gemeinsame Anstrengungen von amerikanischen Pharmafirmen zur Herstellung einer Antikörperbehandlung gegen die Coronakrankheit. Unter den Pharmafirmen ist auch die Roche-Tochter Genentech.

23.07.2020 22:22

Man werde die vorgeschlagenen Bemühungen von Eli Lilly, Abcellera Biologics, Amgen, Astrazeneca, Genentech und Glaxosmithkline, die Informationen über ihre Produktionsanlagen, Kapazitäten, Roh- und Hilfsstoffe austauschen wollten, nicht in Frage stellen, erklärte das amerikanische Justizministerium am Donnerstagabend in einem Communiqué. Damit solle die Produktion von monoklonalen Antikörperbehandlungen gegen die Coronakrankheit beschleunigt werden.

Die Nachfrage nach monoklonalen Antikörpern gegen das Coronavirus übersteige wahrscheinlich die Produktionskapazitäten einer einzelnen Firma, hatten die Pharmakonzerne in ihrem Antragsschreiben argumentiert. Darüber hinaus könnte sich der Zugang zu diesen möglicherweise lebensrettenden Medikamenten um viele Monate verzögern, wenn man mit dem Hochfahren der Produktion warte, bis die Aufsichtsbehörden bestimmte Behandlungen genehmigen würden, hiess es in dem Antragsschreiben. Dies könnte sich negativ auf die Bekämpfung der Pandemie auswirken.

Die Pharmafirmen hätten sich zu Schutzklauseln für die Erhaltung des Wettbewerbs verpflichtet, schrieb das Justizministerium. So hätten die Konzerne zugesichert, dass sie keine Informationen über Preise, Kosten oder Produktion der Antikörpermittel austauschen würden.

jb/

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Munich Re: Staat und

Munich Re: Staat und Versicherer sollen Pandemien gemeinsam absichern

Der weltweit grösste Rückversicherer Munich Re schlägt eine Partnerschaft von Staat und Versicherern zur besseren Absicherung der finanziellen Verluste bei Pandemien vor. "Staat und Versicherungen könnten und sollten sich verständigen, wer bei künftigen Lockdowns in welchem Ausmass und wie genau haftet", sagte Vorstandschef Joachim Wenning der Deutschen Presse-Agentur.

27.07.2020 06:36

In den vergangenen Monaten hat es weltweit coronabedingte Streitfälle zwischen Unternehmen und ihren Versicherern gegeben. Vor dem Münchner Landgericht werden in dieser Woche mehrere derartige Zivilklagen gegen Versicherungen verhandelt. "Die Diskussion um Corona kreist im Wesentlichen um die Frage, inwieweit lockdown-bedingte Betriebsunterbrechungen von Sachversicherungen gedeckt sind", sagte Wenning zu der Diskussion. "In manchen Fällen ist das der Fall, in anderen nicht. Weil dieser Schutz teuer ist, ist er bei uns direkt aber auch kaum gekauft worden."

Wennings Vorschlag: "Das könnte so aussehen, dass sich die Versicherungswirtschaft darauf verständigt, bei einem künftigen Lockdown bis zu einem bestimmten Betrag Versicherungsschutz zu bieten", sagte der Manager, der seit 2017 an der Spitze der Munich Re steht. "Im Gegenzug erhält sie eine entsprechende Risikoprämie. Wird der Betrag überschritten, könnte der Staat einspringen - aber unter der Voraussetzung, dass das Unternehmen sich selbst versichert hat."

Ein solches Modell würde eine gesunde Anreizstruktur schaffen und eine Breitenwirkung erzielen, die es heute nicht gebe, sagte Wenning. "Und es wäre transparent: Jeder wüsste, was gedeckt ist und was nicht. Mit anderen Worten: Wer sich impft, erhält die notwendige Rückendeckung von Versicherung und Staat, wenn es ernst wird. Wir liefern den Impfstoff für die Wirtschaft."

Wenning betonte, dass die Versicherungsbranche in mehrfacher Hinsicht für Coronafolgen geradestehe: "Versicherungsschutz greift in vielen Situationen: Todesfälle sind von der Lebensversicherung unterschiedslos gedeckt, bei der Krankenversicherung ist es genauso. Auch die Veranstaltungsausfallversicherung greift, das spüren wir." Der eherne Grundsatz der Münchner Rückversicherung seit dem ersten Tag sei: "Alles, was von uns versichert und gedeckt ist, wird von uns bezahlt, selbst wenn es uns überrascht und schmerzhaft ist."

Doch für nicht versicherte Schäden kann die Branche nach Wennings Einschätzung auch nicht einstehen: "Wenn man jetzt fragt: Könntet ihr als Versicherung die volkswirtschaftlichen Kosten einer Pandemie übernehmen? Dann ist die ganz klare Antwort: Nein, das Risiko ist viel zu gross und lässt sich nicht diversifizieren."

Anders als manche Ökonomen geht Wenning von einer vergleichsweise schnellen Erholung der Weltwirtschaft von der Corona-Pandemie aus. "Das fusst auf der Zuversicht, dass es bald medizinische Behandlungsmöglichkeiten geben wird, die besser sind als die heutigen, und die Fähigkeit zur Massenimpfung zur Verfügung steht - wenn nicht zum Jahresende, dann in der ersten Hälfte des nächsten Jahres", sagte der Vorstandschef des 1880 gegründeten Konzerns. "Falls dies nicht gelingt, muss man damit rechnen, dass die Erholung länger dauert. Aber das lässt sich sehr schwer vorhersagen."

Langfristig sieht Wenning jedoch eher unerfreuliche Perspektiven: "Durch die Covid-19-bedingten Konjunkturprogramme und durch die Politik der Zentralbanken wird in einer Weise Geld in die Märkte geschwemmt, dass wir von niedrigen Zinsen für eine sehr lange Zeit ausgehen. Wir sollten nicht darauf hoffen, dass sich die Zinsen innerhalb der nächsten fünf oder zehn Jahre nach oben erholen", sagte der promovierte Volkswirt. "Ich glaube, dass wir mitten in einem Japan-Szenario sind."

Japan gilt vielen Wirtschaftswissenschaftlern als Musterbeispiel für die missglückte Bewältigung einer Krise: Anfang der 1990er Jahre platzte dort eine Spekulationsblase, die Immobilien- und Wertpapierpreise in schwindelerregende Höhen getrieben hatte. Anschliessend litt das Land jahrelang unter sehr niedrigen Wachstumsraten und niedrigen Zinsen, die Folgen sind bis heute nicht gänzlich überwunden.

Der Preis von Niedrigzinspolitik sei, "dass Fremdverschuldung nichts kostet", sagte Wenning. "Wenn Schulden nichts kosten, verschulden sich Staaten und Unternehmen. Geschieht das, ohne dass dafür real Nachteile in Kauf genommen werden müssen, können diese Gelder in nicht produktive und nicht effiziente Verwendung gehen." Das gehe zulasten der Produktivität und des Wachstums von Volkswirtschaften.

"Der Grösse und Qualität des Kuchens tut das nicht gut. Langfristig drohen dann auch Wachstumsraten, die sich dem Zinsniveau anpassen", sagte Wenning. "Bei Nullwachstum werden Verteilungsfragen zum Problem, denn es gelingt nicht mehr, Menschen an Wohlfahrtszuwachs teilhaben zu lassen; noch weniger, wenn die Inflation positiv ist. Für die junge Generation wäre das eine zusätzliche schwere Bürde."/cho/stw/zb/DP/zb

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Elias
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Scheisse wenn man doof ist....

Der Onlinedienst Instagram hat einen Beitrag des Popstars Madonna gelöscht, in dem die Sängerin irreführende Informationen über ein angebliches Corona-Heilmittel verbreitet hatte. Ein von Madonna geteiltes Video, das unter anderem auch von US-Präsident Donald Trump weiterverbreitet wurde, sei entfernt worden, weil es "falsche Behauptungen über Heilungs- und Präventionsmethoden für Covid-19 aufgestellt hat", sagte eine Sprecherin des Onlinedienstes Facebook, zu dem Instagram gehört, am Mittwoch.

In dem von Madonna gepostete Video preist die umstrittene texanische Ärztin Stella Immanuel das Malaria-Mittel Hydroxychloroquin als Wundermittel gegen Coronaviren an. In ihrem Beitrag behauptete Madonna ausserdem gegenüber ihren 15,4 Millionen Anhängern, es sei seit Monaten ein bewährter Corona-Impfstoff verfügbar. Dieser werde jedoch geheim gehalten, "damit die Reichen reicher und die Armen und Kranken kränker werden".

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

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Kreuzfahrtschiff sticht

Kreuzfahrtschiff sticht erstmals seit Corona wieder in See

Für die von der Corona-Pandemie getroffene Kreuzfahrtbranche im Mittelmeer heisst es wieder «Leinen los»: In Norditalien stach am Sonntagabend die «MSC Grandiosa» in See.

17.08.2020 06:31

Das zur Reederei "MSC Cruises" gehörende Schiff verliess um kurz nach 19.30 Uhr mit 2500 Passagieren an Bord den Hafen von Genua. In den kommenden sieben Tagen soll es mehrere Häfen im Mittelmeer anlaufen.

Das Kreuzfahrtschiff, das normalerweise bis zu 6000 Passagiere aufnehmen kann, nimmt zunächst Kurs auf den Hafen von Civitavecchia bei Rom. Dann soll es weiter nach Neapel, Palermo (Sizilien) und Valletta (Malta) gehen.

"Ich durfte die erste Kreuzfahrt nach Covid nicht verpassen", sagte Rosalba Scarrone kurz vor dem Start. "Ich habe 87 Kreuzfahrten gemacht, können sie sich vorstellen, wie sehr ich gelitten habe, weil ich seit Februar nicht mehr fahren konnte?", fragte die 64-jährige Bloggerin, die sich auf Kreuzfahrten spezialisiert hat.

Die Kreuzfahrtindustrie steht im Zuge der noch andauernden Corona-Krise besonders unter Druck. Konkurrenz-Reedereien von "MSC Cruises" entschieden, Kreuzfahrten sicherheitshalber erst im September wieder anzubieten.

Kein offenes Buffet

"MSC Cruises" will mit neuen Sicherheitsstandards eine Ausbreitung des Virus auf der "MSC Grandiosa" verhindern. Passagiere und Besatzungsmitglieder wurden am Sonntag vor dem Boarding im Terminal auf das Coronavirus getestet und ihre Körpertemperatur soll täglich kontrolliert werden. Ein offenes Buffet werde es nicht mehr geben - stattdessen aber eine Bedienung am Tisch.

Gesundheitsbehörden hatten die Kreuzfahrtindustrie mehrfach kritisiert, zu langsam auf die Ausbreitung des Virus reagiert zu haben. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität in den USA wurden 3047 Infektionen an Bord von 48 Kreuzfahrtschiffen festgestellt, die der International Cruise Association (Clia) angehören. In 73 Fällen führten die Infektionen zum Tod.

Nach Angaben des Verbandes macht die Kreuzfahrtindustrie in Europa einen Umsatz von über 15 Milliarden Franken im Jahr und sichert fast 53'000 Arbeitsplätze. Da viele Reedereien ihre Reisen auf den Weltmeeren im Zuge der Corona-Pandemie einstellen mussten, rechnet Clia mit Umsatzeinbussen von bis zu 25,5 Milliarden Euro.

(SDA)

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Deutsche Reiseveranstalter

Deutsche Reiseveranstalter kritisieren Reisewarnung für ganz Mallorca

Deutsche Tourismuskonzerne haben die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes für Mallorca bedauert. "Sie schadet Mallorca und verunsichert die Verbraucher", kritisierte Mark Tantz, Geschäftsführer DER Touristik Deutschland, am Montag. "Es ist wichtig, dass Urlauber Klarheit über ihre Reisemöglichkeiten haben. Dafür ist es notwendig, dass zwischen differenzierten Reisehinweisen und Reisewarnungen ganz klar unterschieden wird."

17.08.2020 15:12

Auch Branchenprimus Tui bedauerte, dass es eine Reisewarnung für ganz Mallorca gebe statt für die Stadt Palma oder regional betroffene Orte der Insel. "Viele Gäste melden sich bei uns und möchten bleiben", sagte ein Tui-Sprecher. Im Hotel oder auf einer Finca auf dem Land seien sie weit entfernt von Partys. "Die Gäste vor Ort haben schon einen guten Blick dafür, wie die Lage ist." Der Veranstalter bittet seine Gäste, in den nächsten sieben Tagen die Rückreise anzutreten. Tui sagte Reisen nach Mallorca zunächst bis zum 24. August ab.

Bei DER Touristik gilt der Stopp für das spanische Festland und die Lieblingsinsel der Deutschen bis vorerst 21. August. Gäste vor Ort können entscheiden, ob sie frühzeitig die Heimreise antreten oder den Urlaub fortsetzen wollen. Von dem Angebot der vorzeitigen Heimreise machten bislang aber nur wenige Urlauber Gebrauch. Nicht betroffen sind die Kanarischen Inseln, für die es keine Reisewarnung gibt.

Auch die FTI Group lässt Pauschalurlaubern die Wahl, ob sie vorzeitig die Heimreise antreten möchten. "Viele Gäste haben sich aber dafür entschieden, ihren Urlaub wie geplant fortzusetzen", sagte der Geschäftsführer der FTI Group, Ralph Schiller. "Die erneute Reisewarnung für das spanische Festland und die Balearen trifft Urlauber, Hoteliers und natürlich auch uns als Veranstalter hart", sagte er. Sicherheit und Gesundheit gingen aber bei einer solchen Entscheidung vor. Der Veranstalter hat zunächst Reisen nach Mallorca bis zu diesem Dienstag (18. August) abgesagt. An dem Tag soll das weitere Vorgehen überprüft werden.

Alltours lässt hingegen Kunden entscheiden, wie sie vorgehen möchten. "Wir überlassen es den Kunden, ob sie ihren Urlaub auf Mallorca verbringen möchten", hatte Alltours-Inhaber Willi Verhuven am Wochenende gesagt. Er verwies auf Äusserungen von Aussenminister Heiko Maas, wonach eine Reisewarnung kein Reiseverbot sei. Im Allgemeinen sagen Veranstalter geplante Pauschalreisen nach einer Reisewarnung ab.

Die Folgen für die Buchungen sind nach Angaben der Veranstalter derzeit nicht abzusehen. Griechenland, das vergleichsweise wenig von der Corona-Pandemie betroffen ist, zählt zu den gefragtesten Urlaubszielen am Mittelmeer. Die Nachfrage für die Türkei steigt nach der Aufhebung der Reisewarnung für Ferienregionen des Landes.

Die Lufthansa hält unterdessen mit der Tochter Eurowings ihr Mallorca-Angebot von 180 Flügen aus Deutschland pro Woche aufrecht. Es gebe weiterhin genug Nachfrage von Menschen, die reisen wollten oder gar müssten, sagte ein Unternehmenssprecher./mar/DP/stw

(AWP)

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Europas Erholung ähnelt nicht

Europas Erholung ähnelt nicht V-Form, sondern einem Vogelflügel

Der Weg zu einer nachhaltigen Erholung der europäischen Wirtschaft vom Corona-Schock scheint weit.

17.08.2020 20:35

Zunächst sorgte die wieder anziehende Wirtschaftsaktivität nach dem Ende der Lockdowns zwar für Erleichterung an der Börse. Nun wächst allerdings wieder die Besorgnis. Alternative Konjunkturindikatoren und Hochfrequenzdaten signalisieren inzwischen eine erhebliche Abschwächung der Dynamik oder sogar eine Stagnation bei Werten unterhalb des Vorkrisenniveaus. Sie machen damit Hoffnungen auf eine so genannte V-förmige Erholung zunichte.

Eine Hauptsorge besteht darin, dass einige Länder die bereits überwundenen Massnahmen zur Corona-Eindämmung wieder einführen und ihre Volkswirtschaften damit erneut lahmlegen. Die Zahl der Neuansteckungen mit dem Virus steigt auf dem gesamten Kontinent, da die Menschen die Hauptferienzeit für Reisen und Treffen mit Freunden und Familie nutzen.

Was Bloombergs Ökonomen sagen

“Nach der Aufhebung der Lockdowns zog die Produktion an, doch nun scheint die europäische Konjunkturerholung 5% bis 10% unter dem Normalniveau ins Stocken geraten zu sein. Die Regeln zur sozialen Distanz, die Vorsicht der Verbraucher und die Auslandsnachfrage haben das Potenzial für die Wirtschaft gesenkt. Bedauerlicherweise könnte selbst dieses gedrückte Aktivitätsniveau nicht ausreichen, um das Virus in Schach zu halten”, so Jamie Rush. 

Selbst wenn die Menschen verstärkt aus dem Haus gehen, kaufen sie nicht in dem gleichen Masse ein wie vor der Krise ein oder essen auswärts. Und die Dämpfer für die Tourismusbranche werden voraussichtlich zunehmen, da die Staaten verstärkt wieder zu Quarantänen greifen.

Für viele stehen die schlimmsten Auswirkungen der Wirtschaftsmisere noch bevor. Bisher wurden die Arbeitsmärkte weitgehend durch massive staatliche Kurzarbeitsprogramme und Kredite geschützt. Mit dem Wegfall dieser Unterstützung dürfte die Arbeitslosigkeit erheblich steigen, was der Nachfrage einen weiteren Schock versetzen wird.

Warnsignale sind da

Es gibt bereits Warnsignale - der Euroraum hat im ersten Halbjahr 4,9 Millionen Arbeitsplätze verloren und damit fast die Hälfte der seit der letzten Rezession geschaffenen Positionen wieder eingebüsst. Die Aussicht auf weitere Stellenstreichungen beeinträchtigt die Zuversicht und führt dazu, dass die Verbraucher eher sparen als Geld ausgeben.

Im dritten Quartal werden die Volkswirtschaften des Währungsgebiets wohl zwar ein beeindruckendes Wachstum verzeichnen, die Corona-Delle jedoch bei weitem nicht ausgleichen können.

Selbst in Deutschland, wo die Zahl der Coronavirus-Todesfälle niedriger und der Konjunktureinbruch geringer war, erwarten die Ökonomen im nächsten Jahr keine Rückkehr zum Produktionsniveau aus der Zeit vor der Krise.

Hotels und Restaurants gefährdet

Anstelle einer V-förmigen Erholung dürfte die Kurve für die wirtschaftlichen Aussichten in Europa eher wie der Flügel eines Vogels aussehen, wie die Banque de France in ihren Prognosen sagt.

Die gilt für alle Sektoren. Einigen geht es dabei freilich schlechter als anderen, wie eine Umfrage der französischen Notenbank ergab. Französische Hotels und Restaurants beispielsweise melden nach wie vor eine weit unter dem Normalwert liegende Nachfrage. Branchen wie die Automobilproduktion und der Arzneimittel-Bereich, die sich schnell belebten, erreichten jetzt ein Plateau und könnten im August sogar eine Schrumpfung zeigen.

Die langfristigen Erwartungen bleiben unter den Vor-Krisenwerten. Die Komposit-Frühindikatoren der OECD für Europa, die in der Regel einen Vorlauf von etwa sechs Monaten gegenüber den wirtschaftlichen Wendepunkten haben, erholten sich im Juni stark. Im Juli aber verlangsamte sich das Tempo. Der Indikator gab einige der Gewinne ab.

"Alle müssen verantwortungsbewusst sein"

Die französische Regierung will die Wirtschaftsleistung im Jahr 2022 wieder auf das Niveau von 2019 bringen. Bei einer Veranstaltung in der Nähe der spanischen Grenze warnte Finanzminister Bruno Le Maire am Donnerstag, dass dieses Ziel gefährdet sein könnte, wenn Vorschriften zur sozialen Distanz und Masken ignoriert werden und die Pandemie wieder an Boden gewinnt.

“Die wirtschaftliche Erholung ist in greifbarer Nähe - sie geht schrittweise voran, ist aber real”, sagte Le Maire. “Wir haben alles bereit für eine Erholung in den kommenden zwei Jahren, doch wir müssen alle verantwortungsbewusst sein.”

(Bloomberg)

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Forscher wollen Suche nach

Forscher wollen Suche nach Corona-Medikament bündeln

Der rheinland-pfälzische Pharmakonzern Boehringer Ingelheim will gemeinsam mit über 30 weiteren Firmen und Forschungseinrichtungen die Suche nach einem Medikament gegen die von dem neuen Coronavirus verursachte Krankheit Covid-19 beschleunigen. Das Ingelheimer Unternehmen leitet nach eigenen Angaben vom Dienstag die Arbeiten zur Entwicklung sogenannter virusneutralisierender Antikörper. Insgesamt gehören dem auf fünf Jahre angelegten Konsortium CARE (Corona Accelerated R&D in Europe) 37 Mitglieder aus der EU, China, Grossbritannien, der Schweiz und den USA an.

18.08.2020 08:13

Ein Schwerpunkt der Forschung soll auf der Entwicklung von Antikörpern liegen, die das Virus neutralisieren, sowie auf kleinen Molekülen, die direkt gegen das Virus wirken sollen. Erforscht werden soll auch, ob sich bereits vorhandene Produkte und Medikamentenkandidaten gegen Covid-19 umfunktionieren lassen. Das Forschungsnetzwerk wird den Angaben zufolge mit 77,7 Millionen Euro aus Mitteln der EU sowie mit Geld- und Sachbeiträgen aus der Pharmabranche unterstützt./mba/DP/jha

(AWP)

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Corona-Forschung fehlen

Corona-Forschung fehlen Milliarden - Kritik an Impfstoff-Verträgen

Es fehlt noch jede Menge Geld, um das international solidarische Projekt für Impfstoffe, Medikamente und Tests gegen das Coronavirus und die Krankheit Covid-19 voranzubringen. Das geht aus Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hervor. "Es gibt erhebliche Finanzierungslücken", sagte Caroline Schmutte, Leiterin des Deutschlandbüros des Wellcome Trusts, eine der grössten Stiftungen der Welt, der Deutschen Presse-Agentur. Sie kritisierte nationale Alleingänge, etwa grosse Investitionen in heimische Impfstofffirmen oder Verträge mit diesen Firmen, um sich im Falle eines Erfolgs grosse Mengen des Impfstoffs vor einem weltweiten Verkauf zu sichern.

19.08.2020 06:45

Die britische Stiftung unterstützt das Projekt ACT Accelerator der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Es soll Forschung und Entwicklung in drei Säulen beschleunigen - Tests, Medikamente und Impfstoffe - und es soll die faire Verteilung weltweit sicherstellen. Den Bedarf schätzt die WHO über zwölf Monate auf 31,3 Milliarden Dollar (gut 26 Mrd Euro).

Nach Angaben der WHO waren bis Mitte August aber erst 2,5 Milliarden Dollar für die drei Säulen fest zugesagt. Über den Einsatz einer weiteren Milliarde Dollar Spendengelder werde mit Gebern noch verhandelt. "Wir gehen aber davon aus, dass nur ein relativ kleiner Anteil schlussendlich an ACT-A-Partner gehen wird", so die WHO. ACT steht für "Access to Covid-19-Tools" (etwa: Zugang zu Covid-19-Instrumenten).

Wenn Staaten überwiegend in einzelne Firmen investierten und sich über Vorverträge die Belieferung mit Impfstoffen sichern, sei das problematisch, sagte Schmutte: "Das könnte Hürden bei der gerechten und bedarfsorientierten Verteilung von Impfstoffen schaffen." Solche Verträge haben viele Länder schon abgeschlossen, darunter Deutschland, die USA und die Schweiz.

Schmutte verweist darauf, dass eine ausgewählte Firma womöglich nie ein erfolgreiches Mittel auf den Markt bringe. Mit Investitionen in die 2017 gestartete gemeinschaftliche Impfinitiative CEPI könne das Risiko gestreut werden. CEPI fördert derzeit neun verschiedene Impfstoffkandidaten gegen das Coronavirus in der ACT-Säule Covax für Impfstoffe. CEPI erhält neben Wohltätigkeitsspenden Geld von Pharmafirmen und rund 20 Ländern, darunter Deutschland, Japan und Grossbritannien, nicht aber die USA oder China.

Nationale Vorbestellungen im grossen Stil brächten ohnehin wenig, sagte Schmutte. "Aus unserer Sicht ist es ein Fehlgedanke zu glauben, wenn die ganze Bevölkerung eines einzelnen Landes durchgeimpft ist, sei das Problem gelöst." Zum einen müsse und wolle nicht jeder geimpft werden. Gleichzeitig gebe es in allen Ländern der Welt Menschen, die den Impfstoff besonders dringend brauchten, etwa Pflegekräfte.

Das betont auch der WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus: "Sich begrenzte Bestände strategisch und weltweit mit anderen zu teilen ist im nationalen Interesse jedes Landes", sagte er in Genf. "Niemand ist sicher, bis nicht alle sicher sind." Die Pandemie könnte am schnellsten gestoppt werden, wenn alle Risikopersonen weltweit geschützt sein, nicht ganze Bevölkerungen in nur einigen Ländern. "Wir müssen Covid-19-Nationalismus verhindern", sagte der WHO-Chef.

Schmutte lobte die deutsche Regierung, die trotz der Vorverträgen über begrenzte Mengen Impfstoff parallel Geld an internationale Allianzen gebe. Die Bundesregierung habe eine Vorbildfunktion./oe/DP/stk

(AWP)

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16,8 Milliarden Covid

16,8 Milliarden Covid-Hilfskredite an KMU - 48 Missbrauchsverfahren

(Zusammenfassung) - 136'000 Betriebe haben vom Bund abgesicherte Covid-19-Kredite zur Sicherung ihrer Liquidität bezogen. Das ist rund jedes fünfte KMU in der Schweiz. Ausbezahlt wurden rund 16,8 Milliarden Franken. In 845 Fällen gab es Abklärungen wegen Verdachts auf Missbrauch.

21.08.2020 11:42

Laut der letztmals am Donnerstag aktualisierten, online einsehbaren Übersicht des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco), über die verschiedene Medien berichteten, wurden damit rund 42 Prozent der zur Verfügung gestellten Mittel genutzt. Insgesamt wurden Kredite in der Höhe von 16,8 Milliarden Franken an 136'112 KMU vergeben.

13,8 Milliarden Franken entfielen auf die Kategorie der Kredite bis maximal 500'000 Franken und machten den Löwenanteil an den Bezügen aus. 34'983 KMU bezogen dabei durchschnittlich je 103'000 Franken Überbrückungshilfe. In der Kategorie Covid-19-Kredit-Plus mit einem Kreditrahmen von höchstens 20 Millionen Franken stellten 1129 Firmen ein Gesuch und nahmen pro Kredit durchschnittlich 2,7 Millionen Franken in Anspruch.

Am meisten nach Zürich und in die Waadt

17,1 Prozent der Kredite gingen an KMU im Kanton Zürich, 10,8 Prozent in den Kanton Waadt. Es folgen Tessin (9,3%), Bern (9,0%), Genf (7,7%) und Aargau (5,8%). Ähnlich die Reihenfolge beim Kreditvolumen. 17,2 Prozent der Gelder flossen in Zürcher Unternehmen, 10,6 Prozent in die Waadt. Es folgen Bern (9,2%), Tessin (8,4%), Genf (7,9%) und Aargau (5,5%).

Die meisten Kredite vergaben die Raiffeisenbank (18,2%) und die UBS (17,9%). Es folgen Postfinance (12%) und Credit Suisse (11,3%). Das grösste Kreditvolumen beantragten Handels- und Instandhaltungsbetriebe (24,6%) sowie das verarbeitende Gewerbe und die Herstellung von Waren (15,2%). Es folgen das Baugewerbe (13%) und Gastronomie/Hotellerie (9,5%).

Die grösste Anfragewelle gab es in den ersten acht Tagen ab dem 26. März, als laut Seco-Grafik täglich durchschnittlich rund 10'000 Kreditvereinbarungen abgeschlossen wurden. Der Tagesrekord von 11'750 Vereinbarungen stammt vom 28. März. Ab der zweiten Aprilwoche flachte die Kurve dann schon deutlich ab.

In 845 Fällen gab es Abklärungen wegen Verdachts auf Missbrauch der Kredite. Verfahren eingeleitet wurden bisher aber lediglich in 48 Fällen, weil sich der Verdacht erhärtete.

Wenig Missbrauchsfälle

Die meisten Verfahren (17) wurden eingeleitet, weil die Kredite allgemein oder für Ersatzinvestitionen verwendet worden sein könnten. In acht Fällen besteht der Verdacht auf Mehrfachanträge, in je sieben auf falsche Umsatzangaben und Verwendung für die Auszahlung von Dividenden oder für Refinanzierungen.

Die tiefe Zahl von Missbräuchen deckt sich mit der Feststellung der Eidgenössischen Finanzkontrolle in einer repräsentativen Analyse von Ende Juni. Es gebe zwar Hinweise auf Missbrauch, die Auffälligkeiten seien indes "kein Massenphänomen".

In 167 Fällen haben die Banken die Bürgschaft des Bundes in Anspruch genommen. Die entsprechenden Verluste beliefen sich bisher auf rund 13,7 Millionen Franken. Das entspricht einem Ausfall von durchschnittlich knapp 85'000 Franken pro Fall. Am Covid-19-Programm haben 123 Banken teilgenommen.

Die Frist für die Einreichung der Anträge ist am 31. Juli abgelaufen. Für die Bürgschaftsgesuche für Startups läuft die Frist noch bis Ende August. Insgesamt hatte der Bund für das Kreditprogramm maximal 40 Milliarden Franken zur Verfügung gestellt.

(AWP)

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USA erlauben Covid-19

USA erlauben Covid-19-Behandlung mit Blutplasma

Die US-Regierung erteilt eine Notfallgenehmigung für die Behandlung der Erkrankung Covid-19 mit Blutplasma, das Antikörper gegen das Coronavirus enthält.

24.08.2020 06:32

Bei der sogenannten Immunplasma-Therapie bekommen Patienten Plasma von Menschen, die nach einer natürlichen Infektion Antikörper gebildet hatten. Plasma wird seit über 100 Jahren genutzt und gilt als sicher für Patienten. Bislang noch unklar ist aber, wie wirksam Plasma tatsächlich ist, um die Covid-Sterblichkeitsrate zu senken. Der Chef der zuständigen Lebens- und Arzneimittelbehörde (FDA), Stephen Hahn, sprach von begrenzten, aber bislang "vielversprechenden" Daten zur Wirksamkeit.

US-Präsident Donald Trump, der zuletzt öffentlich Druck auf die Behörde gemacht hatte, um schnellere Fortschritte verkünden zu können, bezeichnete die Notfallgenehmigung als "sehr historischen Durchbruch". Trump dürfte die Ankündigung vom Sonntagabend (Ortszeit) sehr gelegen kommen: Am Montagabend beginnt der Parteitag der Republikaner, bei dem er diese Woche offiziell als Kandidat für die Wahl im November nominiert werden soll.

Die Behandlungsmethode mit Plasma ist in den USA aber bereits weit verbreitet. Von einem Durchbruch zu sprechen, scheint daher eher übertrieben. Im Rahmen einer klinischen Sondergenehmigung haben bereits rund 70 000 Menschen Plasma erhalten, wie die FDA erklärte. Die Notfallgenehmigung entspricht zudem keiner formellen Zulassung, für die wesentlich höhere Hürden gelten. Auch ist das Plasma-Angebot begrenzt, da es nur aus Blutspenden Genesener gewonnen werden kann.

Der Schritt der FDA mache vor allem den Handel mit Plasma einfacher und dürfte Herstellern helfen, ihre Kosten zu decken, wie der frühere FDA-Chef Scott Gottlieb vorab dem Fernsehsender ABC sagte. Es handle sich aber insgesamt nur um einen kleinen Schritt, sagte er.

Die Idee hinter der Plasma-Behandlung ist bestechend: Weil es noch keinen Impfstoff gibt, der die Bildung von Antikörpern gegen Sars-CoV-2 anregt, verabreicht man Patienten Antikörper von Menschen, die diese nach einer natürlichen Infektion gebildet haben. Zu dem Verfahren laufen weltweit Studien, auch in Deutschland. Bislang gibt es aber keinen überzeugenden Nachweis, ob und wie sehr Plasma Covid-Patienten tatsächlich hilft.

In den USA haben Forscher Daten aus der Anwendung der Mayo Clinic zu 35 000 zumeist schwer erkrankten Patienten erfasst. Ihre bislang unveröffentlichte Studie zeigt, dass Patienten, die drei Tage nach einer Covid-Diagnose eine Transfusion bekamen, eine etwas geringere Sterblichkeitsrate hatten als jene, die später behandelt wurden. Allerdings gab es bei der Studie keine Kontrollgruppe, die Ergebnisse sind also nur sehr begrenzt aussagekräftig. Weitere Studien, bei denen ein Teil der Probanden nur ein Placebo bekommt, laufen noch.

Trump wiederum sprach bei einer Pressekonferenz im Weissen Haus von einer "wirkmächtigen Therapie" mit einer "unglaublichen Erfolgsrate". Seine Aussagen waren aber nicht von der schriftlichen Genehmigung der FDA gedeckt, die angesichts der bislang unzureichenden Datenlage vorsichtig von einer möglichen positiven Wirkung sprach.

Trump war am Wochenende in die Kritik geraten, weil er Druck auf die FDA machte, Behandlungsmöglichkeiten und Impfungen möglichst schnell zu genehmigen. Trump hat wiederholt gesagt, er hoffe, dass es in etwa bis zur Wahl im November einen einsatzbereiten Corona-Impfstoff gebe. Derzeit laufen mehrere grosse klinische Studien zu Impfstoffen. Eine Verfügbarkeit vor nächstem Jahr gilt jedoch bei einer Prüfung unter Einhaltung der wissenschaftlichen Kriterien als unwahrscheinlich.

Die Behandlung mit Plasma, dem sogenannten Rekonvaleszenten-Plasma, hat folgenden biologischen Hintergrund: Im Verlauf einer Infektion bildet das Immunsystem eines Menschen unter anderem Antikörper, um den eingedrungenen Erreger zu beseitigen. Diese Antikörper bleiben nach einer Infektion zumindest eine Weile im Körper erhalten. Man kann also aus dem Blut Genesener die Antikörper gewinnen und diese dann akut Erkrankten verabreichen - damit sie auch bei ihnen das Virus bekämpfen und die Schwere der Erkrankung abmildern.

Die Corona-Pandemie ist in den USA weiterhin völlig ausser Kontrolle. Die Behörden haben bisher rund 5,7 Millionen bestätigte Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 gemeldet. Fast 177 000 Menschen starben.

(AWP)

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Trump erwägt beschleunigte

Trump erwägt beschleunigte Impfstoff-Zulassung vor Präsidentschaftswahl

Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump erwägt einem Medienbericht zufolge eine beschleunigte Zulassung eines Impfstoff-Kandidaten.

23.08.2020 20:59

Der Kandidat wird vom britischen Konzern AstraZeneca zusammen mit der Universität Oxford entwickelt. Das Vakzin könnte damit noch vor den US-Wahlen am 3. November den Amerikanern zur Verfügung stehen, berichtet die "Financial Times" (FT).

Es bestehe die Option, dass die zuständige US-Arzneimittelbehörde FDA im Oktober eine Notfallgenehmigung für den möglichen Impfstoff erteile.

Die US-Seuchenzentren CDC gaben am Sonntag 45'265 bekannte Neuinfektionen und 1006 weitere Todesfälle bekannt. Damit sind in den USA insgesamt 5,643 Millionen Infektionen und 175'651 Tote verzeichnet.

(Reuters)

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Grossbritannien setzt Schweiz

Grossbritannien setzt Schweiz auf Quarantäne-Liste

Wegen der steigenden Corona-Fallzahlen in der Schweiz müssen Personen, die von der Schweiz nach Grossbritannien reisen, dort in Quarantäne. Dies teilten die britischen Behörden nach übereinstimmenden Berichten mehrerer Medien am Donnerstag mit.

27.08.2020 19:38

Die Regelung gilt ab Samstag 05.00 Uhr Schweizer Zeit. Neben der Schweiz wurden Jamaika und Tschechien auf die Quarantäne-Liste gesetzt.

Wenn die Infektionsrate eines Landes innerhalb innert einer Woche 20 Fälle pro 100'000 Personen übersteigt, kommt das Land auf die britische Liste. In der Schweiz liege diese Rate bei 21,2, also über dieser Schwelle, berichtete der britische Sender BBC.

mk

(AWP)

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Italien verlängert Anti

Italien verlängert Anti-Corona-Massnahmen für weiteren Monat

Die Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus in Italien wie Maskenpflicht und Abstandsregeln bleiben für einen weiteren Monat in Kraft. Ministerpräsident Giuseppe Conte unterzeichnete am Montagabend nach Regierungsangaben das entsprechende Dekret. Die Vorschriften gelten in dem Mittelmeerland nun bis zum 7. Oktober.

08.09.2020 06:31

Demnach gibt es in öffentlichen Gebäuden und Transportmitteln weiter die Pflicht, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Menschen sollen einen Abstand von mindestens einem Meter halten. Grössere Ansammlungen sind weiter verboten, Stadien und Diskotheken bleiben geschlossen.

Auch die Beschränkungen für Einreisende aus Kroatien, Griechenland, Spanien und Malta gelten weiterhin. Sie müssen einen negativen Corona-Test vorweisen. Vereinfacht wird dagegen die Situation für internationale Paare, bei denen einer der Partner in einem Land lebt, aus dem die Einreise nach Italien bislang nicht ohne Weiteres möglich ist. Sie dürfen nun mit einer entsprechenden Erklärung einreisen.

In Rom hatten am Wochenende rund 2000 Menschen gegen die Corona-Schutzmassnahmen der Mitte-Links-Regierung protestiert. Sie sehen eine "Gesundheitsdiktatur". In Italien war die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus am Freitag mit mehr als 1700 Fällen auf den bis dahin höchsten Wert seit Anfang Mai gestiegen./mms/DP/zb

(AWP)

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Räte genehmigen Hilfe für

Räte genehmigen Hilfe für öffentlichen Verkehr und stocken auf

(Zusammenfassung) - Die Räte unterstützen den öffentlichen Verkehr grosszügiger als es der Bundesrat beantragt hatte. Der Nationalrat hat am Donnerstag sämtliche vom Ständerat beschlossenen Aufstockungen übernommen. Das Paket hat nun einen Umfang von rund 900 Millionen Franken.

10.09.2020 12:34

Während des Lockdown im Frühjahr gingen die Passagierzahlen in Zügen, Bussen und Trams um bis zu 80 Prozent zurück. Auch wenn der Fahrplan vorübergehend ausgedünnt wurde, musste ein wesentlicher Teil der Züge und Busse verkehren.

Inzwischen haben sich die Frequenzen wieder etwas erholt, wie es bei SBB und Postauto hiess. Aber noch immer sind die Passagierzahlen je nach Linie und Wetter um 25 bis 40 Prozent tiefer als im Vorjahr. Die SBB verzeichneten im ersten Halbjahr einen Verlust von 479 Millionen Franken.

Aufstockungen beantragt

Der Bundesrat beantragte mit dem dringlichen Gesetz, die Ausfälle mit Massnahmen im Umfang von rund 700 Millionen Franken abzufedern, im Auftrag des Parlaments. Die Bahninfrastruktur wird mit rund 330 Millionen Franken berücksichtigt, der regionale Personenverkehr mit rund 290 Millionen und der Bahn-Güterverkehr mit etwa 70 Millionen Franken.

Ausklammern wollte der Bundesrat den Ortsverkehr. Dafür seien Kantone und Gemeinden zuständig, argumentierte er. Auch den Personen-Fernverkehr und und touristische Angebote wollte die Regierung nicht berücksichtigen.

Der Ständerat und auch der Nationalrat sahen es anders und genehmigten auch für den lokalen und den touristischen Verkehr sowie den Autoverlad Hilfen. Der Nationalrat sagte mit 151 zu 42 Stimmen aus der SVP Ja zur angepassten Vorlage.

SVP gegen Hilfe für Ortsverkehr

Beim Ortsverkehr muss der Bund gemäss dem Parlamentsentscheid einen Drittel der Ausfälle übernehmen. Martin Candinas (CVP/GR) sprach von "Opfersymmetrie". "Wir müssen die Menschen in den ÖV zurückholen und zum Umsteigen bewegen", forderte Michael Töngi (Grüne/LU).

"Wir wurden von oben nach unten regiert", stellte Kurt Fluri (FDP/SO) fest. Dadurch ergebe sich eine Pflicht für den Bund, auch im Ortsverkehr die Konsequenzen mitzutragen.

Die SVP hingegen diagnostizierte beim Parlament das "Bahn-Virus", wie Benjamin Giezendanner (AG) sagte. Sollte die Nachfrage längere Zeit tief bleiben, müsse man sich überlegen, auch das Angebot zu reduzieren, etwa beim Viertelstundentakt.

Der Bundesrat hatte Hilfen für den Ortsverkehr in die Vernehmlassung geschickt, dann aber gestrichen. Die SVP wollte es ebenso halten und beantragte Verzicht, unterlag aber mit 52 zu 139 Stimmen.

Auch die Unterstützung für den Güterverkehr hätte die SVP streichen wollen, unterlag aber klar. Für Transportunternehmer Giezendanner bedeuten die Hilfen eine Wettbewerbsverzerrung, für den Grünen Töngi einen Verfassungsauftrag. Das Volk habe mit dem Ja zur Alpen-Initiative die Verlagerung auf die Schiene gewollt, sagte er.

Fernverkehr ausgeklammert

SP und Grüne hätten auch den Fernverkehr ins Paket nehmen wollen für den Fall, dass die Covid-bedingten Verluste Gewinn und Reserven des Fernverkehrs von 2017 bis 2019 überschreiten. Ohne Defizitdeckung kämen die SBB in grosse finanzielle Schwierigkeiten, befürchtete Edith Graf-Litscher (SP/TG).

Der Antrag wurde mit 126 zu 68 Stimmen abgelehnt. Der Fernverkehr habe zwar auch Einbrüche erlitten, das Problem könne aber anders gelöst werden, sagte Candinas namens der Mehrheit.

Wie der Ständerat will die Nationalratskommission schliesslich auch touristische Angebote und den Autoverlad unterstützen. Bergbahnen seien nicht nur touristische Angebote, sondern dienten allen anderen Playern in einer Region, sagte Philipp Matthias Bregy (CVP/VS); selbst Verwaltungsrat einer Walliser Bergbahn.

Das rund zunächst 700 Millionen Franken umfassende Hilfspaket ist mit den Aufstockungen auf rund 900 Millionen Franken angewachsen. Für die Hilfe im Ortsverkehr war der Bund in der Vernehmlassung von 100 Millionen Franken ausgegangen. Beim touristischen Verkehr dürfte die Hilfe 50 bis 100 Millionen Franken kosten.

Offen ist nun noch die Abstimmung über die Dringlichkeitsklausel. Entscheiden wird zunächst der Ständerat, der die Vorlage als Erstrat behandelt hatte. Das dringliche Gesetz soll bis Ende 2021 gelten.

(AWP)

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Parlament genehmigt Corona

Parlament genehmigt Corona-Kredite von 770 Millionen Franken

Die Nachtragskredite für die Bewältigung der Corona-Krise sind im Parlament unbestritten. Nach dem Nationalrat hat am Donnerstag auch der Ständerat der Kredittranche von 770 Millionen Franken zugestimmt.

10.09.2020 09:45

Der Ständerat stimmte dem Nachtrag einstimmig zu. Damit ist dieser unter Dach und Fach.

Die grosse Mehrheit der Kredite - 476 Millionen Franken - wurde als ausserordentlicher Zahlungsbedarf bewilligt, weil es sich um nicht voraussehbare Ausgaben handelt, wie Peter Hegglin (CVP/ZG), Sprecher der Finanzkommission, ausführte.

Fast die Hälfte der Kredite wird durch bereits genehmigte, aber noch nicht verwendete Beiträge kompensiert. So etwa die 288,5 Millionen Franken, welche für die Corona-Tests aufgewendet werden. Dieser Beitrag wird aus dem bereits gesprochenen Kreditrahmen für Sanitätsmaterial kompensiert.

Ein weiterer grosser Posten sind die 221,3 Millionen Franken für eine zusätzliche Einlage in den Bahninfrastrukturfonds. Zudem stimmte das Parlament einem Verpflichtungskredit von 5,82 Millionen Franken für die Lagerhaltung von 6000 Tonnen Ethanol zu. Dieses wird verwendet für die Herstellung von Desinfektionsmittel.

Anlass für Diskussionen gaben nur die Kredite für die Kultur und die Flugsicherung Skyguide im Nationalrat am Mittwoch. Die SVP wollte die 34 Millionen Franken für die Kultur streichen - ohne Erfolg. Zudem wollten SVP und SP die Finanzhilfe für Skyguide in Höhe von 150 Millionen Franken an Bedingungen knüpfen. Der Nationalrat wollte jedoch nicht in das operative Geschäft der Flugsicherung eingreifen und lehnte jegliche Bedingungen ab.

Bislang 18 Milliarden Franken gebraucht

Bisher hat der Bund zur Bewältigung der Corona-Krise Ausgaben von 31 Milliarden Franken als Nachtragskredite sowie Verpflichtungskredite für Bürgschaften und Garantien von 42 Milliarden Franken beschlossen.

Von den 31 Milliarden Franken seien bislang ungefähr 18 Milliarden Franken gebraucht worden, sagte Finanzminister Ueli Maurer. Das sei insbesondere auf die Kurzarbeitsentschädigung zurückzuführen, die nicht in derselben Höhe benötigt wurde wie gedacht.

Der Bundesrat gehe davon aus, dass das wirtschaftliche Niveau von vor der Krise nicht vor 2024 erreicht sein werde. "Die Folgen dieser Corona-Krise dürften für den Bundeshaushalt zwar einschneidend sein, aber verkraftbar", sagte Maurer. Die Schulden könnten ohne Steuererhöhungen getilgt werden. Wenn es Sparprogramme brauche, dann nicht gerade in den nächsten Jahren. Für das nächste Jahr rechnet Maurer mit Schulden von rund 15 Milliarden Franken.

Kommissionssprecher Hegglin sagte, dass in der Wintersession voraussichtlich ein weiterer Nachtragskredit behandelt werden müsse.

(AWP)

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Indien erwägt

Indien erwägt Notfallgenehmigung für Impfstoff

Die Regierung in Indien erwägt infolge steigender Infektionszahlen eine Beschleunigung des Zulassungsverfahrens für einen möglichen Impfstoff. "Indien erwägt die Notfallgenehmigung einer Covid-19-Impfung", sagt Gesundheitsminister Harsh Vardhan.

14.09.2020 06:48

Insbesondere Senioren und Menschen, die in Umgebungen mit hohem Risiko arbeiten, sollten das Vakzin zuerst erhalten. Der Zeitplan für die letzte Studienphase (Phase-III-Studien) könne durch die Erteilung einer Notfallgenehmigung verkürzt werden.

Vardhan, betonte jedoch, dass in klinischen Studien keine Abstriche gemacht würden und dass ein Impfstoff nur dann zur Verfügung gestellt werde, wenn die Regierung seine Sicherheit und Wirksamkeit gewährleisten könne. Binnen 24 Stunden verzeichnet Indien 94'372 neue Infektionen.

(AWP)

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Nationalrat beharrt auf

Nationalrat beharrt auf Erwerbsersatz für Selbstständige

Das Parlament will mit dem Covid-19-Gesetz per Notrecht beschlossene Finanzhilfen für diverse Branchen auf eine gesetzliche Basis stellen. In verschiedenen Details sind sich die Räte noch nicht einig, beispielsweise beim Erwerbsersatz für Selbstständige.

15.09.2020 10:55

Der Nationalrat beriet die Vorlage am Dienstag zum zweiten Mal. Er hielt an seinem ursprünglichen Entscheid fest, den Anspruch auf Erwerbsausfallentschädigung für Selbstständigerwerbende sowie Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung auszuweiten.

Geht es nach dem Ständerat, soll jemand keine Erwerbsausfallentschädigung erhalten, wenn er seine Tätigkeit wegen der Corona-Krise bloss "massgeblich einschränken" muss. Die kleine Kammer verlangt einen Unterbruch der Tätigkeit.

Breitere Unterstützung

Der Nationalrat sprach sich jedoch stillschweigend für eine Unterstützung für eingeschränkte Selbstständige aus. Anspruchsberechtigt sollen Personen mit einem Einkommen bis 150'000 Franken sein. Sie sollen täglich maximal 196 Franken entschädigt erhalten. Die Regelung soll nahtlos die am Mittwoch auslaufende Notverordnung ablösen bis Ende Juni 2021 gelten.

Zudem sollen Mitarbeitende auf Abruf oder mit einem befristeten Arbeitsvertrag sowie Lernende Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung haben. Auch das lehnt der Ständerat ab.

À-fonds-perdu-Beiträge für Härtefälle

Unbestritten ist, dass im Gesetz eine Härtefallklausel für Unternehmen der Event-, Reise- und Tourismusbranche und für Schausteller verankert werden soll. Möglich sind auch À-fonds-perdu-Beiträge. Der Nationalrat hat den entsprechenden Artikel im Gesetz präzisiert.

Der Bund soll demnach nur bezahlen, wenn sich die Kantone auch daran beteiligen. Anspruchsberechtigt sollen nach Ansicht der grossen Kammer Unternehmen sein, die vor der Krise profitabel waren und nicht bereits andere Finanzhilfen des Bundes erhalten haben. Ausgenommen sind Kurzarbeits- und Erwerbsausfallentschädigungen sowie Covid-Bürgschaftskredite.

Ringen um 20 Millionen Franken

Bei den Hilfsmassnahmen zugunsten der Kultur ist ebenfalls ist noch keine Einigung in Sicht. Wie der Bundesrat will der Ständerat für das nächste Jahr 80 Millionen Franken zur Unterstützung von Kulturunternehmen bereitstellen.

Der Nationalrat will 100 Millionen Franken sprechen, wie er bei der zweiten Beratung bekräftigte. Dieser Entscheid fiel mit 114 zu 76 Stimmen bei 3 Enthaltungen. SVP und FDP warnten vergeblich, das Fuder nicht zu überladen.

Ungeklärte Details der Sporthilfe

Keinen Konsens gibt es bislang auch bei den Spielregeln für die Darlehen für Sportvereine. Der Nationalrat will, dass der Bund dafür Rangrücktritte gewähren kann. Mit diesem Instrument kann eine kurzfristige Überschuldung überbrückt werden. Der Ständerat ist gegen solche Rangrücktritte.

Klar ist dagegen, dass die Darlehen künftig nicht an die Ligen, sondern direkt an die Klubs vergeben werden sollen. Diese sollen dabei eine Sicherheit von 25 Prozent des betrieblichen Aufwands der Saison 2018/2019 leisten müssen.

Weiteres Notrecht verhindern

Voraussichtlich am Mittwoch wird der Ständerat das Paket ein zweites Mal beraten. Es handelt sich um ein sogenanntes dringliches Bundesgesetz, das wohl noch diesen September in Kraft tritt und in weiten Teilen Ende 2021 wieder ausläuft.

Damit sollen die Corona-Notverordnungen, die der Bundesrat seit dem Frühjahr erlassen hat, wo notwendig in ordentliches Recht überführt werden. Sie treten sonst ausser Kraft.

Es geht primär um alle Arten von Finanzhilfen für diverse Branchen, die wegen Corona in existenzielle Probleme geraten sind. Andere Teile des Gesetzes sollen Verfahren und Versammlungen in der Pandemie-Zeit gewährleisten, Massenkonkursen vorbeugen oder die Verteilung von Asylsuchenden erleichtern.

Referendum noch nicht absehbar

Zudem erhält der Bundesrat mit dem Gesetz etwas mehr Kompetenzen beim Gesundheitsschutz. So kann er etwa Corona-Medikamente vereinfacht zulassen. Das gilt jedoch nicht für Impfstoffe. Generell wurde während der Parlamentsdebatte verschiedentlich klargemacht, dass das Gesetz nichts mit Impfen zu tun habe.

Die Gegner der Vorlage warnen indes fast schon gebetsmühlenartig vor einem "Impfzwang" und einer "Gesundheitsdiktatur des Bundesrats". Verschiedene Gruppierungen haben nach eigenen Angaben bereits über 20'000 referendumswillige Personen auf ihrer Seite.

Sozialpartner mit Mitspracherecht

Das Parlament hat dem Bundesrat jedoch verschiedene Grenzen gesetzt. Es verpflichtet die Regierung zur Konsultation des Parlaments, bevor neue Massnahmen erlassen werden. Der Nationalrat will noch weitergehen als der Ständerat.

Der Nationalrat beharrte auf der Berücksichtigung der Sozialpartner. Die Verbände der Städte und Gemeinden sollen dagegen nicht zwingend konsultiert werden müssen. Der Ständerat will nur die Kantone explizit einbeziehen.

Das Parlament fügte dem Gesetz zudem noch einen Passus für Grenzgängerinnen und Grenzgänger hinzu, wonach der Bundesrat die notwendigen Massnahmen ergreifen müsse, um die Reisefreiheit der Grenzgängerinnen und Grenzgänger sowie der Einwohnerinnen und Einwohner zu gewährleisten.

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Thailand will Langzeit

Thailand will Langzeit-Touristen ins Land lassen - aber Quarantäne

Thailand will erstmals seit März wieder Touristen ins Land lassen - allerdings nur Langzeit-Urlauber, die demnächst ein entsprechendes Visum beantragen können. Zudem müssen die ausländischen Besucher zwei Wochen in staatliche Quarantäne, bevor sie ihre mehrmonatigen Ferien starten können. Einem entsprechenden Plan hat am Dienstag das Kabinett in Bangkok zugestimmt.

15.09.2020 13:14

Das Langzeit-Visum soll für 90 Tage gültig sein und kann zwei Mal verlängert werden, wie die Zeitung "Bangkok Post" unter Berufung auf die Behörden berichtete. Nach der Quarantäne dürfen die Urlauber den Plänen zufolge frei im Land herumreisen. Einzelheiten sollen jetzt vom thailändischen Zentrum für die Verwaltung der Covid-19-Situation erarbeitet werden.

Ziel sei es, bis zu 1200 Besucher pro Monat in dem beliebten Urlaubsland zu begrüssen und so etwa eine Milliarde Baht (27 Millionen Euro) monatlich zu generieren, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Traisulee Traisaranakul. Möglicherweise könnten erste Langzeit-Gäste bereits im Oktober anreisen, hiess es.

Thailand ist zwar dank strikter Massnahmen bisher sehr erfolgreich im Kampf gegen das Virus, jedoch liegt die für die Wirtschaft des Landes extrem wichtige Tourismusindustrie fast komplett am Boden. Internationale Touristen dürfen seit einem halben Jahr nicht mehr ins Land. Bis Dienstag wurden knapp 3500 Infektionen bestätigt, weniger als 60 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben./cfn/DP/nas

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EZB lässt laut Pressebericht

EZB lässt laut Pressebericht Corona-Wertpapierkäufe untersuchen

Die Europäische Zentralbank (EZB) lässt einem Pressebericht zufolge ihr riesiges Corona-Wertpapierkaufprogramm PEPP untersuchen. Dabei gehe es um die wirtschaftlichen Auswirkungen des 1,35 Billionen Euro schweren Programms, berichtete die britische Wirtschaftszeitung "Financial Times" (FT) am Montag auf ihrer Internetseite. Zudem werde geprüft, wie lange das Programm noch laufen solle und ob ein Teil seiner Flexibilität in die herkömmlichen EZB-Anleihekäufe (APP) übernommen werden könne. Die "FT" will ihre Informationen von zwei namentlich nicht genannten EZB-Ratsmigliedern erhalten haben. Demnach soll das Thema auf der nächsten Zinssitzung besprochen werden.

21.09.2020 09:14

Die EZB hatte PEPP im März gestartet, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie abzufedern. Um sich dabei mehr Spielraum zu verschaffen, hat sie einige der Regeln, die für ihre herkömmlichen Anleihekäufe gelten, abgeschwächt. Dazu gehört die Beschränkung, nur ein Drittel der Staatsanleihen eines Landes zu kaufen oder die Anleihekäufe streng nach dem Länderanteil am EZB-Kapital (Kapitalschlüssel) vorzunehmen.

Nach wie vor sind die grundsätzlichen Einwände gegen grossangelegte Wertpapierkäufe der Notenbank vor allem in Nordeuropa hoch. Im Zuge der Corona-Pandemie sind die Einwände aufgrund der hohen wirtschaftlichen Herausforderungen zwar etwas leiser geworden. Dennoch besteht etwa Bundesbankpräsident Jens Weidmann darauf, dass die aussergewöhnlichen Massnahmen der EZB nach der Krise zurückgefahren werden./bgf/jha/

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BAG registriert 1'095 neue

BAG registriert 1'095 neue Coronavirus-Fälle innerhalb von 72 Stunden

In der Schweiz und in Liechtenstein wurden 1'095 neue Coronavirus-Ansteckungen innerhalb von 72 Stunden registriert. Dies geht aus den heute Montag veröffentlichten Angaben auf der Webseite des Bundesamts für Gesundheit (BAG) hervor.

21.09.2020 13:34

Damit liegt der 7-Tages-Durchschnitt der bestätigten Infektionen neu bei 420. Gestern lag dieser Schnitt noch bei 421, vor einer Woche bei 406.

Zudem wurden 27 neue Spitaleinweisungen und 5 neue Todesfälle gemeldet.

awp-robot/sw/

(AWP)

BAG kann man definitiv nicht mehr ernst nehmen.  Warum auf einmal 72 Stunden-Zahlen? Weil die täglichen Neuinfektionen wieder sinken muss man nun 3Tages-Zahlen veröffentlichen, damit es schlimmer aussieht?!

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WHO-Initiative für Covid

WHO-Initiative für Covid-Impfstoff hat 64 reiche Länder an Bord

64 Länder mit hohem Einkommen haben sich nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) verpflichtet, die gerechten Verteilung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus weltweit finanziell zu unterstützen. Darunter sind Deutschland, Grossbritannien Frankreich und viele andere europäische Länder, nicht aber die USA. Die Unterschrift von 38 weiteren Regierungen werde in den nächsten Tagen erwartet, berichtete die WHO am Montag in Genf. Auch China beteiligt sich bislang nicht an der sogenannten Covax-Initiative der WHO. Es gebe aber permanent Gespräche mit allen Regierungen der Welt, sagte der Chef der Impfallianz Gavi, Seth Berkley.

21.09.2020 18:55

Diese 64 Länder sichern sich auf der einen Seite Zugang zu neun Impfstoffkandidaten, die von Covax unterstützt werden. Einige haben sich unabhängig davon auch über Vorverträge mit einzelnen Firmen Impfdosen gesichert, sollte das Unternehmen erfolgreich sein, darunter auch Deutschland. Auf der anderen Seite verpflichten sie sich, 92 Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen, die an dem Programm teilnehmen, beim Einkauf von Impfdosen zu helfen.

Die WHO hat das Ziel, bis Ende 2021 zwei Milliarden Dosen eines Impfstoffs bereitzustellen. Voraussetzung ist, dass ein effizienter Impfstoff schnellstens gefunden und behördlich genehmigt wird. Sie geht davon aus, dass zwei Impfdosen pro Person nötig sind.

Covax ist eine Zusammenarbeit von Regierungen und Pharmaunternehmen. Damit soll einerseits die Erforschung von Impfstoffen und Medikamenten gegen Covid-19, die Krankheit, die das Virus auslöst, beschleunigt werden. Gleichzeitig soll Covax sicherstellen, dass ein geprüfter Impfstoff als erstes die Menschen erreicht, die ihn am dringendsten brauchen, und zwar in allen Ländern, unabhängig von den finanziellen Möglichkeiten ihrer Regierungen. Dazu gehören etwa Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gesundheitsdienste und Patienten mit Vorerkrankungen, bei denen eine Infektion sehr gefährlich wäre.

Für Covax wurden nach WHO-Angaben bislang drei Milliarden Dollar bereitgestellt - nötig seien aber 38 Milliarden Dollar, wie WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Montag sagte./oe/DP/men

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Ständerat will Corona-Hilfe

Ständerat will Corona-Hilfe nicht auf öffentliche Kitas ausweiten

Von den Corona-Finanzhilfen für die familienergänzende Kinderbetreuung sollen nicht mehr Institutionen profitieren als bisher. Der Ständerat hat am Montag eine entsprechende Motion seiner Bildungskommission (WBK) abgelehnt. Der Vorstoss ist damit vom Tisch.

21.09.2020 17:29

Die kleine Kammer stimmte mit 24 zu 16 Stimmen gegen den Vorstoss. Der Nationalrat hatte vergangene Woche einer gleich lautenden Motion zugestimmt. Gemäss dem Vorstoss sollen auch Institutionen berücksichtigt werden, die vom Kanton oder von der Gemeinde Subventionen erhalten oder von der öffentlichen Hand betrieben werden.

Bisher wurden nur private Kitas unterstützt. Dies werde als ungerecht empfunden - insbesondere in der lateinischen Schweiz, wo viele Kitas subventioniert würden, sagte Eva Herzog (SP/BS) im Namen einer deutlichen Kommissionsmehrheit. Ziel sei eine Gleichbehandlung aller Kantone.

SVP, FDP und einige CVP-Vertreterinnen und -Vertreten wehrten sich im Ständerat erfolgreich gegen den Vorstoss. Sie gaben wie der Bundesrat zu bedenken, dass die familienergänzende Kinderbetreuung in erster Linie Sache der Kantone und Gemeinden sei. Somit sei es an ihnen, ihre Verantwortung wahrzunehmen und die entstandenen Verluste zu decken.

Das Parlament hatte für die Unterstützungszahlungen für Kitas 65 Millionen Franken gesprochen. Hätte der Bund auch den Erwerbsausfall öffentlicher Trägerschaften übernommen, hätte er zusätzliche Kosten in Höhe von rund 20 Millionen Franken zu tragen gehabt, für die er über keinen Kredit verfügt, wie Gesundheitsminister Alain Berset betonte.

Die Covid-19-Verordnung familienergänzende Kinderbetreuung lief vergangene Woche aus.

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Israelisches Kabinett

Israelisches Kabinett beschliesst Milliardenhilfen in Corona-Krise

Zur Abmilderung der Folgen der Corona-Krise hat die israelische Regierung weitere milliardenschwere Hilfen für Unternehmen und Angestellte beschlossen. Das Kabinett billigte in der Nacht auf Dienstag Ausgaben von geschätzt 10,5 Milliarden Schekel (umgerechnet rund 2,6 Milliarden Euro). Dazu zählt eine Einmalzahlung an Firmen für die Weiterbeschäftigung von Angestellten im September und Oktober.

22.09.2020 08:16

Ende vergangener Woche hatte in dem Land ein mindestens dreiwöchiger Lockdown begonnen. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen hatte zuvor Rekordwerte erreicht. Das Kabinett gab zudem seine Zustimmung für einen Plan, die Bezüge des Ministerpräsidenten sowie von Abgeordneten und Ministern vorübergehend um zehn Prozent zu kürzen. "Wir alle müssen die Last tragen", erklärte Regierungschef Benjamin Netanjahu./seb/DP/jha

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