der nächste Crash (auf Raten)

19 posts / 0 new
Letzter Beitrag
Domtom01
Bild des Benutzers Domtom01
Offline
Zuletzt online: 18.11.2017
Mitglied seit: 09.01.2014
Kommentare: 2'098
der nächste Crash (auf Raten)

Endlich ist es wieder so weit! Der nächste Crash steht nicht nur vor der Tür, er hat sogar schon angeklopft!

Natürlich ist es nahezu unmöglich, den Zeitpunkt genau zu treffen, aber jetzt scheinen mir alle Faktoren nicht nur gegeben zu sein, sondern sie beginnen, den Markt nach unten zu ziehen, zuerst nur auf Raten, doch wird der Sog schnell an Eigendynamik gewinnen.

Wurde auch Zeit, Bäume wachsen nicht in den Himmel. Klar ist auch, dass jetzt ein Shitstorm über den Verfasser losgehen wir, aber das wird sich bald durch Fakten (Charts) belegen lassen. 

PS: Ich stehe nicht unter dem Einfluss irgendwelcher Drogen oder sonstiger Mittel!

Blaues Hufeisen
Bild des Benutzers Blaues Hufeisen
Offline
Zuletzt online: 21.11.2017
Mitglied seit: 19.05.2014
Kommentare: 787
Dann nenne mal ...

"alle Faktoren"? Würde mich brennend interessieren. Den Shitstorm gibt's dann, wenn ausser leerer Worthülsen nichts von Dir kommt Smile

Pesche
Bild des Benutzers Pesche
Offline
Zuletzt online: 20.11.2017
Mitglied seit: 30.11.2006
Kommentare: 1'961
Domtom01 hat am 09.11.2017 13

Domtom01 hat am 09.11.2017 13:08 geschrieben:

Endlich ist es wieder so weit! Der nächste Crash steht nicht nur vor der Tür, er hat sogar schon angeklopft!

Natürlich ist es nahezu unmöglich, den Zeitpunkt genau zu treffen, aber jetzt scheinen mir alle Faktoren nicht nur gegeben zu sein, sondern sie beginnen, den Markt nach unten zu ziehen, zuerst nur auf Raten, doch wird der Sog schnell an Eigendynamik gewinnen.

Wurde auch Zeit, Bäume wachsen nicht in den Himmel. Klar ist auch, dass jetzt ein Shitstorm über den Verfasser losgehen wir, aber das wird sich bald durch Fakten (Charts) belegen lassen. 

PS: Ich stehe nicht unter dem Einfluss irgendwelcher Drogen oder sonstiger Mittel!

OK. hasst Du schon alles Verkauft und Dein Profil bei Cash gelöscht, und Dein Geld von der Bank genommen?

JA, dann ist es ja gut!!

 

Geld stinkt, aber ich liebe den Geschmack

arnie
Bild des Benutzers arnie
Online
Zuletzt online: 21.11.2017
Mitglied seit: 30.08.2016
Kommentare: 30
Interesse

Das würde mich auch interessieren.

Werden die Chinesen bewusst ihr Wachstum bremsen um damit eine Welle los zu treten?

Werden es die Auto Leasing/Kredite sein?

Was wird der Auslöser sein? Ich bin tatsächlich sehr gespannt.

ARNOLD IS NUMERO UNO

Mr.Wallstreet
Bild des Benutzers Mr.Wallstreet
Offline
Zuletzt online: 21.11.2017
Mitglied seit: 03.01.2015
Kommentare: 98
Der Crash resp. die Anzeichen

Der Crash resp. die Anzeichen wurden bereits vor 3 und 2 und vor 1 Jahr provezeit. Wie lange es noch Bergauf geht, weiss nur der Börsengott. Ich bleibe für meinen Teil drin, jedoch auch behutsam.

sarastro
Bild des Benutzers sarastro
Offline
Zuletzt online: 17.11.2017
Mitglied seit: 06.12.2014
Kommentare: 348
Langfristige Optik

Offenbar bin ich fast der einzige User in diesem Forum, der vor rund 20 Jahren an der Börse eingestiegen ist und viele Aktien über diese Zeitdauer im Depot hält. Bis auf wenige Ausnahmen bin ich mit allen Titeln im Plus (die Ausnahmen sind CS, Swatch und zwei ETF, die ich kürzlich erworben habe). Heute interessieren mich die Börsenkurse nicht mehr, sondern nur noch die Frage, wie hoch die Dividenden sind. In dieser Hinsicht sind die Aussichten weiterhin hervorragend. Ein allfälliger Crash bei den Börsenkursen juckt mich überhaupt nicht. Die Kurse müssten mindestens 40% fallen, bis meine Einstandswerte ernsthaft unterboten würden. Und selbst in diesem Fall wäre ich nicht besorgt, solange die Dividenden fließen. Vielmehr würde ich bei einem Crash kräftig zukaufen.

sarastro
Bild des Benutzers sarastro
Offline
Zuletzt online: 17.11.2017
Mitglied seit: 06.12.2014
Kommentare: 348
Texte aus einem gelöschten Thread

 

Langfristiges Investieren

Im Internet bin ich auf eine interessante Grafik der First Trust Advisors gestossen:

https://www.ftportfolios.com/Common/ContentFileLoader.aspx?ContentGUID=4...

Daraus können Folgerungen über die langfristige Entwicklung des (amerikanischen) Aktienmarktes gezogen werden. Beispielsweise kann untersucht werden, was mit einer einmaligen Investition von 1'000$ eines (Ur-)Ur-Großvaters im Jahre 1926 in den S&P500 für seine Nachkommen bedeutet unter der Annahme, dass keine Dividenden reinvestiert werden. (Wir nehmen einmal an, dass im Jahr 1926 bereits ein ETF auf den S&P500 existierte, obwohl diese Erfindung erst gegen Ende des 20. Jahrhunderts gemacht wurde...)

Gemäß dieser Grafik wuchsen die angelegten 1000$ in den ersten 3,7 Jahren um 193,3%, was ein Depot im Wert von 2'933$ ergibt (1000$ mal 1+193,3/100). Hierauf folgt ein Bärenmarkt über 2,8 Jahre. In dieser Zeit verliert der S&P500 83,4%. Das Depot von 2'933$ schrumpft auf 487$ (2933$ mal 1-83,4/100). Der (Ur-)Uropa ist aber klug und verkauft nicht in Panik die Wertschriften, sondern lässt das Depot liegen und kommt damit in den nächsten Bullenmarkt von 13,9 Jahren, wo seine 487$ um 815,3% wachsen, was einen Depot von 4'456$ ergibt (487$ mal 1+815,3/100). Dieses Spiel kann bis ins Jahr 2017 weiter verfolgt werden (obwohl der Uropa inzwischen vermutlich gestorben ist). Das erläuterte Rechenverfahren liefert für die Erben im Jahr 2017 ein stattliches Vermögen von 5'778'800$.

Merke: Wer für seine Enkel und Urenkel finanziell etwas Gutes tun will, der kaufe einen ETF auf einen breit gestreuten Aktienindex und lasse ihn einfach im Depot liegen.

 

 

Fortsetzung der Geschichte

Natürlich kann man auch später als der im vorherigen Post erwähnte Ur-Uropa in den Aktienmarkt einsteigen und für seine Nachkommen ein Vermögen schaffen. Die Tabelle zeigt die Entwicklung einer einmaligen Investition von 1’000$ in den S&P500 für verschiedene Generationen, wobei die Startzeitpunkte mit Absicht so gewählt wurden, dass am Anfang der Investition ein Börsencrash erlitten werden musste.

Jahr        Ururopa        Uropa         Opa            Papa     Junior/in
1926          1’000$
1930          2’933$
1933             487$
1946          4’456$         1’000$
1947          3’485$             782$
1962        36’097$         8’100$
1963        28’047$         6’204$
1969        68’351$       15’338$        1’000$
1971        48’324$       10’844$           707$
1973        84’857$       19’042$        1’241$
1975        48’708$       10’930$           713$
1987      460’386$     103’309$        6’736$     1’000$
1988      324’112$       72’730$        4’742$        704$
2001   2'970’486$     666’567$    43’459$     6’452$
2003   1'642’679$     368’612$    24’033$     3’568$
2008   3'423’342$     768’187$    50’085$     7’436$       1’000$
2009   1'680’861$     377’180$    24’592$     3’651$          491$
2017   5'778’800$  1'296’743$    84’546$   12’552$      1’688$

Selbstverständlich kommen zu diesen Zahlen noch die Dividenden dazu und die Bankspesen weg.

otth
Bild des Benutzers otth
Offline
Zuletzt online: 21.11.2017
Mitglied seit: 30.08.2014
Kommentare: 279
Zeitfaktor ausser Acht gelassen...

Diese Berechnungen sind ja schön und gut, aber es ist völlig ausgeschlossen, dass es so weitergeht. Wir haben nur diesen einen Planeten Erde, der von zu vielen Menschen be- und ausgenutzt wird. Die Grenzen des Wachstums werden jeden Tag spürbarer. Den zukünftigen Generationen nach (uns?) Babyboomers wird es weniger gut gehen als uns (Lebensaltervoraussagen werden schon nach unten korrigiert). Dazu kommt, dass die Ungerechtigkeiten dieser Welt mit Sicherheit früher oder später zur grösseren Verwerfungen und Zerstörungen führen.

Simi
Bild des Benutzers Simi
Offline
Zuletzt online: 17.11.2017
Mitglied seit: 13.11.2013
Kommentare: 158
Ich bin optimistisch. Wir

Ich bin optimistisch. Wir sind genau am Anfang der Industriellen Revolution 4.0, frage ist wer davon profitieren wird. Im Jahr 2025 wird Dow Jones mindestens auf 30'000 sein. Wer heute noch mit einzelnen Aktien riskiert anstatt in passiv verwalteten Indexfonds zu investieren ist selber schuldig.

Blaues Hufeisen
Bild des Benutzers Blaues Hufeisen
Offline
Zuletzt online: 21.11.2017
Mitglied seit: 19.05.2014
Kommentare: 787
Naja, ...

das mit dem passiven Investieren sehe ich ein wenig anders, da ja ausgerechnet jene Aktien im ETF am höchsten gewichtet sind, die schon sehr stark gestiegen sind. In den USA kaufst Du mit einem S&P-ETF all die extrem teuer bewerteten Amazons und Co. Und genau diese Aktien möchte ich eigentlich nicht. Fühle mich da mit einem ausgewogen strukturierten Aktienportfolio wesentlich wohler als mit einem ETF.... Meine Meinung!

gertrud
Bild des Benutzers gertrud
Offline
Zuletzt online: 20.11.2017
Mitglied seit: 09.09.2015
Kommentare: 421
@ Blaues Hufeisen

Heute gibt es eine dermassen grosse Auswahl an ETFs, dass Du locker ein Portfolio mit 20-30 ETF Positionen haben kannst, und damit Themen spielen oder Schwerpunkte selber setzen kannst. Dadurch wirst Du dann schnell wieder "aktiver" Investor.
Ich habe nach der letzten Krise 2009 umgeschichtet, und es nie bereut. Werde wohl auch nie wieder zurückgehen. Meinen Spass mit ein paar Lieblings- oder Exotentiteln kann ich ja trotzdem haben. Aber die machen zusammen keine 10% der Anlagen.

Simi
Bild des Benutzers Simi
Offline
Zuletzt online: 17.11.2017
Mitglied seit: 13.11.2013
Kommentare: 158
Blaues Hufeisen hat am 10.11

Blaues Hufeisen hat am 10.11.2017 16:01 geschrieben:

 In den USA kaufst Du mit einem S&P-ETF all die extrem teuer bewerteten Amazons und Co. Und genau diese Aktien möchte ich eigentlich nicht.

Schwierig zu sagen ob GAFA-Aktien (Google Amazon Apple & Co) überbewertet sind oder nicht. Schon vor 5 Jahren hat man gesagt sie seien überbewertet, und schau was passiert ist... Amazon fast +300% in den letzten 3 Jahren. Die grossen US-Firmen halten himmerhin Reserven von mehr als 1700 Milliarden, in Cash. Das erinnert mich an den Film "Fight Club": „Wenn die Erforschung des Weltalls erstmal richtig abgeht, werden es die großen Konzerne sein, die allem einen Namen geben: Die IBM-Sternen-Sphäre, die Microsoft-Galaxie, Planet Starbucks…“ 

Was werden sie mit all diesem Geld tun, das ist die Frage...

Simi
Bild des Benutzers Simi
Offline
Zuletzt online: 17.11.2017
Mitglied seit: 13.11.2013
Kommentare: 158
gertrud hat am 10.11.2017 16

gertrud hat am 10.11.2017 16:54 geschrieben:

Ich habe nach der letzten Krise 2009 umgeschichtet, und es nie bereut. Werde wohl auch nie wieder zurückgehen.

Wow, du konntest damit voll vom Bullen-Markt profitieren. Leider musste ich zuerst drei oder vier mal den Kopf gegen die Wand stossen... Jetzt dass ich endlich "verstanden" habe, gibt es auch für mich keinen Rückkehr...

Ice9
Bild des Benutzers Ice9
Offline
Zuletzt online: 10.11.2017
Mitglied seit: 23.05.2014
Kommentare: 272
Simi hat am 10.11.2017 15:36

Simi hat am 10.11.2017 15:36 geschrieben:

Ich bin optimistisch. Wir sind genau am Anfang der Industriellen Revolution 4.0, frage ist wer davon profitieren wird. Im Jahr 2025 wird Dow Jones mindestens auf 30'000 sein. Wer heute noch mit einzelnen Aktien riskiert anstatt in passiv verwalteten Indexfonds zu investieren ist selber schuldig.

Wieder jemand der meint er könne 8 (Acht!) Jahre in die Zukunft schauen *lach*. Mach doch grad 10, das sieht schöner aus.

Wenn du das wirklich könntest, würdest du nicht mehr hier sein.

sarastro
Bild des Benutzers sarastro
Offline
Zuletzt online: 17.11.2017
Mitglied seit: 06.12.2014
Kommentare: 348
Keine Angst vor dem Crash

Zuerst muss ich Gertrud und Simi gratulieren. Sie haben aus ihrer Börsenerfahrung gelernt und die einzig richtigen Schlüsse gezogen. Sie sind auf dem besten Weg, mit ihren Aktien bzw. ETF zu einem beachtlichen Vermögen zu gelangen.

Ich hatte in meinen Posts den S&P500 nur deshalb erwähnt, weil über diesen Index die meisten wissenschaftlichen Untersuchungen vorliegen. Natürlich können auch andere Indices gewählt werden. Der S&P500 hat allerdings beinahe die stärkste Performance, so dass man kaum daran vorbei kommt (einzig der Nasdaq hat eine noch bessere Performance, allerdings bei wesentlich größerer Volatilität). Es muss nicht unbedingt ein ETF sein. Aber der ETF ist mit Abstand der kostengünstigste Weg, eine ausreichende Diversifikation zu erlangen.

Im Cash-Forum ist der Irrtum weit verbreitet, dass man Aktien mit stark angestiegenen Kursen meiden sollte (Amazon, Apple etc.). Man wähle dafür eher billige Aktien. Aber solche Titel können vielleicht nie dauerhaft aus dem Keller der Börsenkurse heraus kommen, wie die Threads mit den grössten Anzahl Posts im Cash-Forum zeigen (Evolva, Newron etc.). Wer dem Billig-Konzept folgt, darf sich nicht wundern, wenn er auch nach Jahrzehnten „Börsenerfahrung“ nie auf einen grünen Zweig kommt. Mit dieser Taktik verpasst man nämlich genau die besten Aktien, die am Ende zwangsläufig immer hohe Preise erlangen. Niemand weiß mit Sicherheit im Voraus, welche Aktien in den Zenit der Börse aufsteigen werden. Aber bei einer Investition in einen marktbreiten Index hat man die Gewissheit, dass man diese Aktie im Portefeuille hat, ohne zu wissen, welche Aktie das tatsächlich ist.

Dieser Aspekt wurde für den S&P500 untersucht (https://fintool.ch/warum-indexieren-funktioniert ). So haben zum Beispiel im Zeitraum 1990 bis 2000 von den 500 Aktien des S&P500 nur 302 Titel im Index überlebt und davon haben nur 78 Titel (26%) den Index überboten. Also haben nur ein Viertel aller S&P500-Aktien den Index nach oben gedrückt, und kein normal sterblicher Mensch wusste im Voraus, welche Aktien das sein werden. Zwischen 1957 und 1998 war die Situation noch extremer: Hier waren nur noch 78 Titel ständig im Index vertreten und davon haben lediglich 12 Titel den Index überboten.

Indexiert investieren ist deshalb der einfachste und sicherste Weg zum Erfolg mit Aktien an der Börse. Langfristanleger müssen dabei auch keinen Crash fürchten, wie meine Tabelle vom 9.11.2017 zeigt.

marabu
Bild des Benutzers marabu
Offline
Zuletzt online: 21.11.2017
Mitglied seit: 27.07.2006
Kommentare: 1'562
Teile deine Meinung...

Blaues Hufeisen hat am 10.11.2017 16:01 geschrieben:

das mit dem passiven Investieren sehe ich ein wenig anders, da ja ausgerechnet jene Aktien im ETF am höchsten gewichtet sind, die schon sehr stark gestiegen sind. In den USA kaufst Du mit einem S&P-ETF all die extrem teuer bewerteten Amazons und Co. Und genau diese Aktien möchte ich eigentlich nicht. Fühle mich da mit einem ausgewogen strukturierten Aktienportfolio wesentlich wohler als mit einem ETF.... Meine Meinung!

..., allerdings mit der Einschränkung, hauptsächlich nur in Qualtätstitel mit einer 50%-Gewichtung defensiver Aktien zu investieren. Etwas Risiko darf durchaus dabei sein - für mich sind dies Werte aus Asien (dort ist die Zukunft).

Die Titel möglichst lange behalten, Dividenden kassieren und die Gewichtung der Anteile je nach Marktlage verschieben. Auf die Dauer, d.h. heute länger als 5 Jahre, können dann auch Börseneinbrüche nicht viel Schaden verursachen. Denn die Spielregeln haben sich verändert: Das Kapital ist nicht mehr bloss in Nordamerika, Europa oder Japan konzentriert. Das Wachstum andernorts ist gross.

Viel Glück!

marabu
Bild des Benutzers marabu
Offline
Zuletzt online: 21.11.2017
Mitglied seit: 27.07.2006
Kommentare: 1'562
Billigtitel

Meiner Meinung nach sind es in der Regel folgende Gründe, Billigtitel zu kaufen:

1. Als junger "Börsenneuling" steht einem noch nicht so viel Geld zur Verfügung. Pennystocks z.B. geben einem rasch das Gefühl auch zu den "Investoren" zu gehören. Psychologisch ist es eben ein Unterschied, ob man Tausende Leichtgewichte im Depot hat oder eben eine einzige Lindt-Aktie.

2. Aus einer Unzahl von Titeln wählt der Neuanleger Papiere mit einem seiner Meinung nach grossem Wachstumspotential aus. Er hat sich entschieden und stolpert bereits in den nächsten Fehler - man verliebt sich oder "verbeisst" sich gar in die Aktie. Wer gesteht sich schon gerne ein, eine falsche Wahl getroffen zu haben? Und zudem auch noch den Buchverlust zu realisieren?

Man könnte noch viele Punkte aufführen - am besten aber lässt sich das mit Kostolany's Gedanken tun:

https://www.gevestor.de/details/die-11-bekanntesten-boersenweisheiten-vo...

Blaues Hufeisen
Bild des Benutzers Blaues Hufeisen
Offline
Zuletzt online: 21.11.2017
Mitglied seit: 19.05.2014
Kommentare: 787
Passives Investieren...

funktioniert nur so lange, wie es auch aktive Investoren gibt. Man stelle sich einfach mal vor, alle würden nur noch passiv investieren. Nun legt die Firma XY ein Bombenresultat vor. Die Aktie würde nicht mehr aufgrund der Fundamentaldaten steigen, sondern nur noch dann, wenn jemand einen ETF kauft. Noch krasser wäre es im gegenteiligen Fall. Die Firma XY geht bankrott, die Aktie müsste auf 0 fallen. Wird sie jedoch nicht, weil diese Aktie nicht mehr von aktiven Investoren verkauft wird. Deshalb bin ich der Meinung, dass das Finanzsystem ineffizienter wird, je höher der Anteil der passiven Investoren ist. Und ich erinnere daran, wie nach dem Kollaps nach der Jahrtausendwende die Aktienfonds verteufelt wurden. Oftmals hörte man, ich kaufe keine Aktienfonds mehr, damit macht man nur Verluste. Entscheidend ist jedoch nicht das Gefäss, sondern der Inhalt. Die Zeit wird kommen, und dann werden auch die ETFs, die den gutgläubigen Anlegern derzeit als Wundermittel angedreht werden, in den Boden gestampft. Ich befürchte sogar, dass die ETFs die Bewegungen an den Aktienmärkten noch verstärken. Sollte der Crash kommen, und das wird er ganz bestimmt, hat es weniger aktive Investoren, die dagegenhalten. So, das waren nun meine Worte zum Samstag....

gertrud
Bild des Benutzers gertrud
Offline
Zuletzt online: 20.11.2017
Mitglied seit: 09.09.2015
Kommentare: 421
@ Blaues Hufeisen

Weil es ein trübes Wochenende ist und wir hier eh das falsche Kapitel (Einzelaktien) im Forum wegen Domtom01's Nachlässigkeit vollmüllen doch noch mal eine Replik. Ich stell sie aber ins Kapitel „Aktien Strategien & Portfolios“, wo auch ein Artikel zu den systemischen Gefahren der ETFs reinkopiert ist.