ETF oder direkt Aktien

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04.06.2015 13:15
#1
Bild des Benutzers hispoon
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ETF oder direkt Aktien

Hallo Zusammen

Irgendwie ein umstittenes Thema darum wollte ich mal eure Meinung wissen.

Sollte man sich mit 50'000.- ein ETF auf den SMI oder ähnliches z.B den iShare Swiss Dividend (ISIN CH0237935637) zulegen oder direkt Aktien von Roche, Novartis und Nestle kaufen?

Der Anlagehorizont ist für mich eher langfristig gedacht..

Da der ETF von iShare z.B ein TER von 0.15% sind die Spesen ja extrem Günstig oder habe ich da etwas übersehen?

Ich kenne mich mit den ETFs leider noch nicht ganz so gut aus. Wie sieht es denn im Bezug auf Dividenden etc. aus? Kriegt man die vollumfänglich zugesichert bei einem ETF oder nimmt sich da die Bank ein Stück vom Kuchen?

Danke&Grüsse

 

 

 

 

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05.06.2015 14:37
Bild des Benutzers sarastro
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Antwort 2

Meine Antwort auf die konkrete Frage, ob Du für Fr. 50'000 Nestlé, Novartis und Roche oder eher einen ETF auf den SMI kaufen solltest, hängt von Deiner finanziellen Zukunftsperspektive ab.

Falls Du mittelfristig Fr. 100'000 investieren kannst, würde ich mit Fr. 50'000 beginnen und zunächst Nestlé, Novartis und Roche kaufen. Später kann man das Depot um UBS, ABB, Zürich, Richemont, Syngenta, CS und Swiss Re erweitern. Falls Du hingegen keine zusätzliche Investitionen in Aktien planst, würde ich einen ETF kaufen.

Der Zeitpunkt für einen Aktienkauf ist für gewiße Leute immer ungünstig. Vor zwanzig Jahren habe ich meine ersten Aktien gekauft und mit der Zeit immer mehr dazu gekauft. Hätte ich auf solche Warnungen gehört, hätte ich auch heute noch keine einzige Aktie.

05.06.2015 10:23
Bild des Benutzers insolventi
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Ich sehe das ganze nicht so schwarz/weiss und würde die Entscheidung auch von der momentanen Marktlage abhängig machen. Im momentanen Umfeld gibt es wenige attraktiv bewertete Titel. Wieso also einen ETF kaufen, der im Schnitt zu teuer ist?

Heisst: Ich würde momentan gezielt nach günstig bewerteten Einzelaktien Ausschau halten und diese gezielt kaufen. Das grössere Aufwärts- bzw. geringere Abwärtspotential macht die evtl. zu hohen Bankspesen meiner Meinung nach wieder wett.

Sollte es zu einer Korrektur kommen, bei der der gesamte Markt stark leidet (wie 2008/2011) halte ich eine Investition in ETFs für sehr sinnvoll um in der Folge mit "wenig" Risiko und Aufwand breit von Kursgewinnen zu profitieren.

05.06.2015 05:13
Bild des Benutzers sarastro
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Antwort 1

Die Frage ETF oder Einzelaktie  ist von der Investitionssumme (Bankspesen!) anhängig.

Bis zu einem Betrag von Fr. 100'000 würde ich nur ETF kaufen.

Zwischen Fr. 100'000 bis Fr. 1'000'000 kann man Einzelaktien kaufen, wobei bei tieferen Beträgen nicht alle SMI-Titel sinnvoll sind. Beispiel: 270 Novartis, 320 Nestlé, 70 Roche GS, 360 UBS, 230 ABB, 15 Zürich, 50 Richemont, 50 Syngenta, 150 CS und 35 Swiss Re sind die zehn schwersten SMI-Aktien in der richtigen Indexgewichtung und kosten zusammen rund Fr. 100'000. Die kleinste Position Swiss Re hat dabei einen Wert von rund Fr. 3000, was bezüglich Bankspesen an der untersten Grenze liegen dürfte.

Ab 1 Million Franken können alle SMI-Aktien gekauft werden. Beispiel: 2700 Novartis, 3230 Nestlé, 700 Roche GS, 3600 UBS, 2300 ABB, 150 Zürich, 90 Syngenta, 1500 CS, 340 Swiss Re, 230 Holcim, 110 Actelion, 40 Geberit, 7 Givaudan, 20 Swisscom, 30 Swatch I, 220 Baer, 130 Adecco, 5 SGS und 350 Transocean kosten etwas mehr als 1,1 Millionen Franken. Dieses Portfolio bildet den ganzen SMI mit der richtigen Gewichtung ab. Die kleinste Position wäre Transocean im Wert von rund Fr. 6000 (wobei ich allerdings diese Aktie weglassen würde).

Bei den ETF auf den SMI kenne ich die ausbezahlten Dividenden nicht. Ich besitze andere ETF und habe nachgerechnet, dass die Dividenden nur zum Teil ausbezahlt werden.