EZB zerstört Wirtschaft

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16.03.2015 17:58
#1
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EZB zerstört Wirtschaft

Ich eröffne diesen Thread, weil ich die Politik der EZB extrem Verantworungslos finde.

Schaut euch mal an wie sich der DAX entwickelte in den letzten paar Wochen, Monaten. Ist das normal? kann es sein dass eine Firma in 3 Monaten seinen Wert um 33% steigt? Meinermeinung nach nicht, absulut nicht! Die Börse wird je länger je ireeller mit den Aktienkursen, klaar kann man sagen ja wo soll man sonst investieren.. aber ich will eure gedanken anregen, was passiert wenn die Zinsen mal steigen?, wenn es keine Anleihen käufe mehr gibt? wie und wann wird das Geld wieder aus dem Wirtschaftskreislauf genommen?
Meiner Meinung nach wird es gewaltig "klöpfen"!! die Politik der EZB ist im hier und jetzt sehr gut, seht euch an was die Aktieninvestierten für Geld machen, aber man muss sich bewusst sein irgendwann wird das ganze massiv zusammenbrechen, ich spreche da von ca. 3-4 Jahren. Die EZB Politik ist nicht nachhaltig, wie werden diese 1 Billion wieder aus der Wirtschaft genommen? stellt euch mal vor wenn das wieder Verkauft würde was paassiert, die können das gar nicht mehr verkaufen. Stdessen werden sie in 2 Jahren wenn die ganzen Anleihenkäufe vorbei sind, erneut kaufen, weil das alte Programm nicht mehr nützt. Das ganze ist eine sich drehende Spirale von der man je länger je weniger rauskommt. Gutes Beispiel Euro-Mindestkurs, das war von der SNB eine Massnahme für die es keinen Ausweg gab, dann musste sie sich mit der Aufhebung beschleunigen, was meiner Meinung nach sehr wichtig und gut war. Je länger sie das noch gehalten hätten, desto extrem schwieriger wäre es geworden da rauszukommen, wann gar unmöglich. Aber habt ihr gesehen wie der ganze Aktienmarkt reagiert hat, inner 2 Tagen minus 15%!Und das ist ein ganz kleiner Brocken im vergleich was die EZB macht. Gerade dazu eine andere Frage die man sich stellen kann, ist es normal das die Aktienkurse wieder so hoch sind wie damals wo der Eurokurs massiv höher war? innerhalb 1 Monat 15% wettgemacht?! Meiner Meinung nach absolut irreal.

Leider kann sich die Schweiz von den folgen die das ganze EZB Kaufprogramm hat nicht enziehen, zu stark ist die Schweizer wirtschaft von den EU Ländern abhängig (leider!), deshalb gilt, sich möglichst gut zu schützen und absichern, dies auch als schweizer Staat, dort vorallem schauen das wir möglichst unabhängig bleiben, eigenständig!

Danke,

Gruess Maen

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18.03.2015 08:42
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Maen hat am 17.03.2015 - 19:29 folgendes geschrieben:

...

Wie du darauf kommst nur noch in EMS zu investieren frage ich mich? Habe ich mit keinem Wort gesagt oder erwähnt. Nur weil du eine Aussage hörst für die Unabhänigkeit hat das noch lange nichts mit Blocher zu tun. Besser noch du hättest mich gleich als rechtsextremer dargestellt.

 

Ich kam auf EMS exakt wegen den Blochers, natürlich. Die nehmen auch immer wieder die gleichen Wörter in den Mund (fremde Richter noch dazu) und wirtschaften aus der Schweiz heraus international sehr erfolgreich. 

Schau, ich bin seit Jahrzehnten gegen eine EU-Beitritt, da sind wir auf der gleichen Wellenlänge. Ich bin sogar einig mit Deiner Behauptung, dass es international für die Schweiz als Land keine Vorbilder gibt: Ich sehe kein besser organisiertes Gemeinwesen als das hiesige, selbst wenn ich auch hier noch gewaltiges Verbesserungspotential ausmache. 

Aber es hat keinen Sinn, übertrieben viel auf der Schweizer Unabhängigkeit herumzureiten: Die ganze Welt ist voneinander abhängig, und die gegenseitigen Abhängigkeiten verstärken sich laufend. Mit der plakativen Prämisse zu Deinem Beitrag: EZB zerstört Wirtschaft ist in dieser komplexen Situation leider nicht viel gewonnen. Wir können uns der Auswirkungen der EZB-Aktionen nicht entziehen, und, wie weiter oben schon jemand geschrieben hat: es ist zwecklos, gegen Notenbanken zu wetten. Never fight the FED, heisst's auf Schweizer Neudeutsch. Das ist ein garantiertes Rezept für Verluste.

Und nein, ich kann sehr wohl zwischen einem Rechtsextremen und einem Rechten oder Bürgerlichen unterscheiden. Du formulierst nirgends irgend etwas, das mit Extremismus zu tun hat. 

So, für mich ist das Thema erledigt. Der Thread läuft im Forum Schweizer Aktien, und ich möchte hier lieber über Aktien als über Schweizer schreiben und lesen. 

Unabhängige Informationen zum Investieren in Aktien findet Ihr auf 
www.clever-investiert.info

18.03.2015 05:23
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Dümmlicher Thread!

17.03.2015 22:47
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mehr Zeit

Sansibar hat recht. Wir haben dank der EZB alle mehr Zeit, Geld zu machen. Am Ende läuft es für die letzten auf Zerstörung hinaus, aber bis dahin... und das kann noch dauern... gute Geschäfte!

17.03.2015 20:57
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Zudem befreit die EZB die Banken von Ramsch- Staatsanleihen. In meinen Augen wurde so eine massive Verwerfung im Euroraum beseitigt! Keine 2. Bankenkrise!

17.03.2015 20:43
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Wenn ich in den letzten 3 Jahren etwas gelernt habe: Wette niemals gegen die eidgenössische Nationalbank, auch übertragbar auf die EZB! Wie könnte man von den Anleihenaufkäufen profitieren, sollte die Frage sein! Nicht was wäre wenn, oder was da alles passieren kann und würde. Ziel ist es den Euro um jeden Preis zu schwächen,damit der Export wieder angekurbelt wird! Ist es ratsam Währungen zu halten, deren Notenbanken alles daran setzen, um gleiche zu schwächen? Die Frage kann auch von einem Kind beantwortet werden... 

17.03.2015 20:09
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Wenn man die Euroabwertung mit einbezieht ist der DAX Anstieg nicht mehr so beeindruckend. 

Wieso die Schweizer Aktien seit dem Ende des Euromindestkurs wieder so weit oben sind? Erstens war eine Uebertreibung drin beim Absturz und 2. schau dir Mal den Dollar Frankenkurs an. Der ist recht hoch, was heisst, dass die Schweizer Firmen koennen sehr gut in den Dollar Raum exportieren und angehaengte Waehrungen wie die Chinesische. Es ist also nicht umbedingt eine Frankenstaerke, sondern eine massive Euroschwaeche

17.03.2015 19:29
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khug hat am 17.03.2015 - 18:09 folgendes geschrieben:

Maen hat am 17.03.2015 - 17:24 folgendes geschrieben:

unter anderem auch eine Hauptbotschaft war, dass die Schweiz möglichs unabhänig von der Eurozone bleiben muss, und die Fürung nicht aus der Hand gibt. Nur so können die passenden Massnahmen angewendet werden.

Das sehe ich überhaupt nicht so. Die Schweiz soll eine gewisse politische Unabhängigkeit wahren, das ist OK so, aber wirtschaftlich sind wir doch zu 1000% mit dem europäischen Umland verbunden, und es gibt keine passenden Massnahmen, die dagegen angewendet werden können wären. Schau mal was passiert, wenn sich Länder gegen ihre Nachbarn abschotten wollen: Russland und Nordkorea und Israel sind jedenfalls keine brauchbaren Vorbilder für die Schweiz.

Auch der Gedanke: dass die Schweiz möglichs ... die Fürung nicht aus der Hand gibt ist eher komisch: Hast Du mal gezählt, wie viele Schweizer Firmen im SMI von Schweizern CEOs geführt werden? Und wieviele von ausländischen? 

Sorry, aber ich habe nicht vor, meine Investitionen aus Partriotismus nur noch auf senkrechte Firmen wie die EMS Chemie zu konzentrieren. Damit kommen wir weder beim Investieren noch beim Politisieren irgendwo hin. 

Mich hat der Beitrag EZB zerstört Wirtschaft übrigens an einen Artikel erinnert, der vor einiger Zeit in der WOZ erschienen ist: https://www.woz.ch/-57d7 Wie kommt das nur?

also, klar ist die Schweiz vom ausland abhängig, ist sie jetzt, war sie immer, und wird sie immer sein!! aber wir müssen nicht die europäischen Richtlinien übernehmen. Das wäre ein fataler Fehler.

Das mit den schlechten Vorbilder sehe ich wie du, nur kannst du mir ein gutes sagen?, ich wage die Behauptung, für die Schweiz gibt es keine Vorbilder, wir sind die Vorreiter und das sollte auch so bleiben Smile das tönt ziemlich arrogant, jedoch hat es schon was. Genau das meine ich auch, die Schweiz braucht sich von niemandem Gesetzte vorzuschreiben. Meistens werden die beschlossene Gesetze Anfangs sehr stark von den anderen Ländern kritisiert, aber in 4-5 Jahren werden dann lustigerweise ähliche Gesetze beschlossen.

Wie du darauf kommst nur noch in EMS zu investieren frage ich mich? Habe ich mit keinem Wort gesagt oder erwähnt. Nur weil du eine Aussage hörst für die Unabhänigkeit hat das noch lange nichts mit Blocher zu tun. Besser noch du hättest mich gleich als rechtsextremer dargestellt.

Habe diesen Beitrag noch nie gelesen, aber danke fürs reinstellen Smile

 

17.03.2015 18:09
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Maen hat am 17.03.2015 - 17:24 folgendes geschrieben:

unter anderem auch eine Hauptbotschaft war, dass die Schweiz möglichs unabhänig von der Eurozone bleiben muss, und die Fürung nicht aus der Hand gibt. Nur so können die passenden Massnahmen angewendet werden.

Das sehe ich überhaupt nicht so. Die Schweiz soll eine gewisse politische Unabhängigkeit wahren, das ist OK so, aber wirtschaftlich sind wir doch zu 1000% mit dem europäischen Umland verbunden, und es gibt keine passenden Massnahmen, die dagegen angewendet werden können wären. Schau mal was passiert, wenn sich Länder gegen ihre Nachbarn abschotten wollen: Russland und Nordkorea und Israel sind jedenfalls keine brauchbaren Vorbilder für die Schweiz.

Auch der Gedanke: dass die Schweiz möglichs ... die Fürung nicht aus der Hand gibt ist eher komisch: Hast Du mal gezählt, wie viele Schweizer Firmen im SMI von Schweizern CEOs geführt werden? Und wieviele von ausländischen? 

Sorry, aber ich habe nicht vor, meine Investitionen aus Partriotismus nur noch auf senkrechte Firmen wie die EMS Chemie zu konzentrieren. Damit kommen wir weder beim Investieren noch beim Politisieren irgendwo hin. 

Mich hat der Beitrag EZB zerstört Wirtschaft übrigens an einen Artikel erinnert, der vor einiger Zeit in der WOZ erschienen ist: https://www.woz.ch/-57d7 Wie kommt das nur?

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17.03.2015 17:45
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Fliesst zu viel Geld in die Börsen,  so besteht auch die Möglichkeit, dass Draghi die Geldflut drosselt oder für 1 bis 2 Monate aussetzt. Das Unheil kommt dann nicht erst 2016.

17.03.2015 17:24
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unter anderem auch eine Hauptbotschaft war, dass die Schweiz möglichs unabhänig von der Eurozone bleiben muss, und die Fürung nicht aus der Hand gibt. Nur so können die passenden Massnahmen angewendet werden.

17.03.2015 10:02
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Die Wirtschaft läuft wg. Draculo's QE Programm nicht besser.

Der Privatkonsum ist schon lange gesättigt und 80% der Firmen machen für 2015 keine Aussage oder revidieren nach unten. Jetzt billiges Geld holen und zu investieren welches in 5 Jahren nicht mehr bezahlt werden kann ist glatter Selbstmord...... 

17.03.2015 09:17
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Die Politik kommt immer zu spät und kann nur noch den Scherbenhaufen wegräumen.

17.03.2015 09:02
Bild des Benutzers nix_weiss
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ja ich denke es ist nie verkehrt eine ausstiegs strategie, sowie immer genügend cash auf der seite, zu haben. ob es im september 2016 oder früher crashen wird ? bis anhin.. wenn alle damit rechnen passierte sowieso nie was.. ! frag mich schon wie die EZB da wieder raus kommt falls die Wirtschaft nicht beim erhoften 2% inflation ziel ist bis dann, werden sie weiter kaufen ? ist der euro geschichte ?.. da die banken alles für sich geschluckt haben.. die politik ist gefragt, es bleibt spannend.

17.03.2015 08:52
Bild des Benutzers Pidu
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Hallo Maen

Ich bin am überlegen das sell in May vorzuziehen und alle meine Positionen bis ende nächste Woche abzubauen. Meine Meinung ist, dass auf Grund dieses langen und rasanten Anstiegs ein heftiger und kurzer Rücksetzer vor der Türe steht. Anschliessend geht es wieder steil nach oben. 

17.03.2015 08:38
Bild des Benutzers Miguelito
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Guten Morgen

Ganz einfach die FED in den vergangen Jahren und nun die EZB aktuell leiten den nächsten Crash ein und dies wird ein grösserer sein als damals bei Lehmann.

Für mich ist ganz klar bevor die EZB mit Ihren Anleihenkäufen aufhört will ich ganz von der Börse weg sein, ich werde nicht nocheinmal das ganze aussitzen wie 2009.

Werde dann nur noch meine Oelaktie haben und die Silbermine.

Werde dann wieder wachsam sein, wenn der Crash läuft um mit dem Cash bereit zu stehen.

Dies ist meine Meinung, denn das ganze ist im Moment absolut anormal und nur so weil eben nichts anderes Rendite verspricht und funktioniert, weil der Mensch geren ohne zu arbeiten reich werden möchte, die wird aber nie funktionieren, dafür denke ich hat hier keiner genügend Geld zum investieren.

Einen schönen Tag

Erfolg mit Verstand

17.03.2015 08:29
Bild des Benutzers khug
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Verantwortungslos?

Hallo Maen, vielen Dank, dass Du uns Deine Befürchtungen  mitteilst - und bis zu einem grossen Grad verstehe ich diese Ängste sehr gut. 

  • Die EZB kauft für 1000 Milliarden Anleihen ein. Was passiert, wenn sie wieder damit aufhört? Kein Mensch weiss es wirklich.
  • Der Dax steigt einfach so mal weitere 20% - einfach weil es sich nicht lohnt, in Cash, Anleihen oder Gold zu investieren. Der kann ja nicht immer so weiter steigen, irgendwann kracht es. Kein Mensch weiss, ob das wirklich so stattfinden wird. Vor Jahren wurden in Bezug auf die USA die exakt gleichen Ängste geäussert, und jetzt scheint es tatsächlich so, dass die USA zu so etwas wie Wachstum zurückgefunden haben. Nicht dass ich glaube, dass die USA gut dastehen, no way, aber einiges stabiler als vor sechs Jahren bestimmt!
  • Dass es nach Aufhebung des Mindestkurses ruckzuck 15% runter ging, war ja verständlich. Es war schon faszinierend zu sehen, wie schnell "sich Gewinne" an der Börse wieder in Luft auflösen können. Ähnliches kann jederzeit geschehen - noch viel heftiger als Mitte Januar. Nachdem wir nun seit Jahren in einer kräftigen Hausse schwimmen, ist es tatsächlich immer schwieriger geworden, daran zu denken, dass es auch wieder  jahrelang mühsam zu und her gehen kann an der Börse, und dass unsere Depots eine Korrektur von 30% oder mehr werden überstehen müssen - und wir damit. Auch hier, kein Mensch weiss, WANN sie kommt, die GROSSE Korrektur. Aber DASS sie kommt, das ist (so gut wie) sicher.

Es gibt zwei Arten von Risiko: 

 

  1. Du verlierst das investierte Kapital ganz oder teilweise
  2. Du verzichtest ganz oder teilweise auf Gewinn, indem Du Kapital nicht investierst. 

Beim heutigen Regime der minimalen oder negativen Zinsen ist das zweite Risiko nicht zu unterschätzen. Wer Kapital nicht investiert, setzt sich der realen Gefahr aus, auf jede Art von Gewinn zu verzichten und via Gebühren, Negativzinsen und Steuern sein Kapital allmählich zu verringern.

Andererseits lässt sich das erste Risiko mit Investitionen in gesunde, seriös geführte Firmen mit internationaler Ausrichtung klein halten, und langfristig besteht bei diesen Investitionen Aussicht nicht nur auf Kapitalerhalt, sondern auch Gewinn. 

Maen, mir ist auch nicht wirklich wohl bei diesem Anstieg an der Börse. Aber wenn ich mich dagegen stemme, verliere ich garantiert. Wenn ich versuche, in dieser Situation besonnen und mit Plan zu investieren, dass gewinne ich vielleicht. Zwischen diesen beiden Positionen suche ich meinen Weg.

 

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