Krisenmanagement

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25.08.2014 11:29
#1
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Krisenmanagement

Krisenmanagement - Krisen erkennen und handeln!

Ich eröffne diesen Beitrag, weil ich den Thread "Langfristig in Aktien investieren" nicht noch mehr belasten möchte. Bevor jetzt hier wieder unüberlegt über Kraut und Rüben geschrieben wird, sollte jeder diesen Beitrag von heute lesen.

"Wir steuern direkt auf die nächste Krise zu!"

auf www.fuw.ch

Also lest den Artikel mal durch und wenn ihr was Interessantes oder Hilfreiches beizutragen habt, dann haut in die Tasten.

 

Persönlich sehe ich die Perspektiven in diesem Artikel etwas zu pessimistisch. Ganz von der Hand zu weisen sind sie aber eben auch nicht. Vieles kann, nichts oder nur etwas muss. Sicher schadet es nichts die Tendenzen und Anzeichen richtig und vor allem rechtzeitig zu interpretieren. Aber nur im Kaffeesatz zu lesen genügt wohl nicht. Gefragt ist natürlich auch hier u.a. wieder John Doe. Insbesondere weil J.D. ja resistent ist gegen Krisen.

Also, die 1. Krisensitzung ist eröffnet. Ich fange gleich mal an.

Karat

________________________

 

Als ich den Beitrag von James Rickarts lesen habe, kam ich zum Schluss, dass es genau so kommen könnte wie Rickarts geschrieben hat. "Kann" muss aber nicht so kommen oder nur in abgeschwächter Form. Wissen kann es ja niemand genau. Wenn man sich aber unsere Welt so ansieht und was da so abgeht kann es einem schon die Nackenhaare hochstellen. Mit vielen Menschen wird menschenverachtend umgegangen. IS-Rebellen, Bokoh.-Truppen bringen wahllos Männer, Frauen und Kinder um. Menschen die nichts verbrochen haben, einfach nur zur falschen Zeit am falschen Ort waren. Diese Vaganten werden aber noch von korrupten Regierungen oder von solchen die regieren möchten angestiftet und finanziert. Alles schaut zu und alle hoffen dass es von selber aufhört. Es hört aber nicht auf, weil zu viele von diesen Krisen profitieren. Je schwächer das Volk ist um so leichter können die korrupten und/od. verbohren Regierungen ihr Unwesen treiben.

Aber eben, hier geht es um die Börse.

Was sagt Ihr hier im Forum zum Beitrag bzw. zur Einschätzung von James Rickarts.

Karat

 

 

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 www.mama-elizza.com/

www.haller-stiftung.ch

www.waisenkinder.jimdo.com

www.lotusforlaos.weebly.com

 

 

 

 

26.08.2014 13:52
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Karat1 hat am 26.08.2014 - 09:55 folgendes geschrieben:

Nur welcher Anleger kann diese Strategie ebenfalls so durchziehen? Ich denke wohl, dass dies die wenigsten Leser hier durchziehen können bzw. werden. Am Anfang sind alle noch voll dabei! Man schwört sich ein, nein dieses Mal verkaufe ich nicht zu Tiefstpreisen, ich halte durch. Es kommt schon wieder gut, etc., etc.! Jeder kennt diese Situationen und Gefühle. Kurz vor der Wende an den Aktienmärkten werden auf dem Tiefpunkt die Aktien doch noch geschmissen. Es könnte dieses mal doch anders sein, also verkaufe ich doch noch. Dann hat uns der moderige und giftige Geschmack aus der Tiege der Aktienkurse wieder am Wickel. Warum sollen wie dieses Mal anders reagieren?

jeder der einmal in der privatwirtschaft gearbeitet hat und einblick in die finanzen der firma hatte, weiss:

die börsenkrise schlägt in der gesamten wirtschaft durch.

konkret bedeutet dies, dass zum beispiel im 2008 der umsatz eingebrochen ist, bei firmen die zum beispiel elektronik verkauften oder inserate, werbung etc. etc.

der grund ist ganz einfach der, dass viele privat investiert waren und auch entsprechend aktien liquidieren mussten, um  verpflichtungen nachkommen zu können. wenn das einkommen fehlt, dann muss man das angesparte an zapfen.

denn die trolle des kapitalismus sind nicht gerade angenehm: vermieter, steuerbehörden, versicherungsagenturen, repo-leute etc. im vergleich dazu sind die trolle hier angenehm gesprächig und informativ.

es gibt leute, die erklären den kapitalismus so: gib mir mehr. also mich würde interessieren, ob jeder einzelne auf der welt heute das selbe unter kommunismus - äh kapitalismus - versteht und ob für jeden die selbe definition gilt.

danke an alle für die unterstützung in meiner diesbezüglichen sinnkrise!

ich will mehr.

 

26.08.2014 10:10
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Otto Scharmer: Jede Krise beginnt im Kopf

Otto Scharmer ist ein globaler Denker und Gestalter der Transformation. Er berät seit vielen Jahren Firmen, Non-Profit-Organisationen und Regierungen bei Veränderungsprozessen. Diese Erfahrungen hat er nun in einem Entwurf des gesellschaftlichen Wandels gebunden, der visionär und konkret zugleich ist.

http://www.evolve-magazin.de/aktuelle-ausgabe/otto-scharmer/

 

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

26.08.2014 10:08
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Onimusha hat am 26.08.2014 - 10:02 folgendes geschrieben:

Eine kleine Anekdote zum Gold während den Kriegsjahren:

Von meinen Eltern und Schwiegereltern weiss ich, dass während den Kriegsjahren im 2ten Weltkrieg alle möglichen Leute das Gold "unter der Matratze" hervorgekramt und gedacht haben, sie könnten es beim Bauern gegen essen eintauschen. Die Antwort der meisten Bauern war:" Ich habe bereits so viel Gold, dass ich den Kühen alle Zähne vergolden könnte. Ich brauche etwas, das mir nützt".

Sie haben dann aus Militärplachen Arbeitsschürzen genäht, welche die Bauern ihnen gegen Essen abnahmen.

Jeder kann jetzt seine Schlüsse selber ziehen

Ziehe heute noch los um mir ein bisschen Land zu pachten. Kaufe mir Kühe und baue selbst Getreide an "IRONIE OFF"

 

Was für ein weltklasse Beitrag!

26.08.2014 10:02
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Eine kleine Anekdote zum Gold während den Kriegsjahren:

Von meinen Eltern und Schwiegereltern weiss ich, dass während den Kriegsjahren im 2ten Weltkrieg alle möglichen Leute das Gold "unter der Matratze" hervorgekramt und gedacht haben, sie könnten es beim Bauern gegen essen eintauschen. Die Antwort der meisten Bauern war:" Ich habe bereits so viel Gold, dass ich den Kühen alle Zähne vergolden könnte. Ich brauche etwas, das mir nützt".

Sie haben dann aus Militärplachen Arbeitsschürzen genäht, welche die Bauern ihnen gegen Essen abnahmen.

Jeder kann jetzt seine Schlüsse selber ziehen Smile 

26.08.2014 09:55
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John Doe 2.0 hat am 26.08.2014 - 05:37 folgendes geschrieben: Soll sie also kommen die Krise, ich bin bereit. Dass ich mich aber jetzt schon auf so ein, in meinen Augen, vollkommen unrealistisches Szenarium vorbereite, fällt mir nicht im Traum ein. Das heisst es gibt für mich keinen Grund, mich jäh von meinen Aktien zu trennen, weder vor, während, noch nach einer Krise.

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Besten Dank J.D. für Deine ausführlichen Erläuterungen zur "Krisenbewältigung"! Deine "Krisenbewältigung" finde ich völlig richtig. Nur welcher Anleger kann diese Strategie ebenfalls so durchziehen? Ich denke wohl, dass dies die wenigsten Leser hier durchziehen können bzw. werden. Am Anfang sind alle noch voll dabei! Man schwört sich ein, nein dieses Mal verkaufe ich nicht zu Tiefstpreisen, ich halte durch. Es kommt schon wieder gut, etc., etc.! Jeder kennt diese Situationen und Gefühle. Kurz vor der Wende an den Aktienmärkten werden auf dem Tiefpunkt die Aktien doch noch geschmissen. Es könnte dieses mal doch anders sein, also verkaufe ich doch noch. Dann hat uns der moderige und giftige Geschmack aus der Tiege der Aktienkurse wieder am Wickel. Warum sollen wie dieses Mal anders reagieren? Weil wir es besser wissen? Am Wissen hat es uns bei der letzten Krise ja auch nicht gefehlt. Möglicherweise stehen wir schon bald vor der Nagelprobe ob wir es schaffen bei der Stange zu bleiben oder wieder in Panik verfallen. Jeder muss das ja für sich selber verantworten. Karat1

26.08.2014 09:38
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Tolles Szenario!

@JD: na schön, da hast Du aber dick aufgetragen! Auch Dein Szenario endet beim Faustrecht, und dann haben alle mit ihrem Gold - egal wie viel sie davon haben - schlechte Karten. Das ist genau mein Problem mit dem Horten von Gold: Ich, und niemand anders, kann es essen. Wer so eine Krise erwartet, muss sich mit Notvorräten in Form von Lebensmitteln und Wasser eindecken und diese Bunkern.

Und sonst geb' ich Dir recht: Es ist das Geschäft eines Bestsellerautors wie dieses Rickards, gute, verkaufsfähige Stories zu produzieren. Damit wird man zu Interviews eingeladen, verkauft mehr Bücher, erscheint in Talkshows, usw, usf. Wenn Du heute ein Buch über Investieren und Börse verkaufen willst, muss es einen Titel haben, der jeden Gruseln lässt: Finanzkrise 2.0 reicht da wohl nicht. Aber das ist ein anderes Geschäft, was diese Propheten betreiben.

Ein Nachtrag noch zu meinem Beitrag weiter oben:

Die erwähnten Firmen, und alle anderen alten, erfolgreichen ebenfalls, betreiben ein aktives Risikomanagement. Sie haben immense Erfahrung mit Risiken und Krisen, zum Teil sind Risiken und Krisen gar ihr Geschäftsmodell, mit dem sie seit hundert und mehr Jahren florieren. Natürlich hat jede dieser Firmen ups and downs, aber insgesamt sind Firmen mit einem guten Management erstaunlich krisenresistent. Natürlich gehen auch die Kurse dieser Firmen in einer hübschen Krise in den Keller. Aber sie erholen sich als Erste wieder. (Schaut Euch mal den Charts von Nestle der letzten 10 Jahre an, OK, OK, bei Swiss Re hat's nicht so gut geklappt...)

Wie manage ich Risiko in meinem Portfolio?

  • Ich versuche, längst nicht alles auszugeben, was ich ausgeben könnte.  
  • Die traditionelle Altersvorsorge (1. bis 3. Säule) deckt ab, was zum Überleben notwendig ist. 
  • Immobilien sind nicht mit Hypotheken belastet.
  • Zum Glück konnte ich vor ein paar Jahren noch einige Obligationen solider Firmen mit nettem Zinssatz erstehen.
  • Der grösste Teil des investierbaren Vermögens ist in Aktien erfolgreicher Firmen investiert, welche regelmässig Dividende bezahlen. Da ich Aktien lange halte und Dividenden immer wieder mal erhöht werden, liegt die Dividendenrendite des ganzen Aktienportfolios bei etwas über 5%. Einige der Firmen  in unserem Portfolio haben ihre Dividenden seit Jahren oder Jahrzehnten nur erhöht und nie gekürzt. Dank des Risikomanagements dieser Firmen glaube ich bestens gewappnet zu sein für kommende Krisen. Sollten die Kurse in den Keller rasseln, bleiben immer noch die regelmässigen Dividenden. 
  • Ich investiere in verschiedene Märkte: CH (ca. 60%), US, EU, ganz wenig Emerging Markets. 
  • Gold? Ja, haben wir irgendwo auch. Aber nicht viel. Ein paar Vreneli...

Ganz ehrlich, ich glaube nicht an den grossen Kollaps des kapitalistischen Systems. So wenig, wie ich an einen Kollaps des Internets glauben könnte. Beide Systeme sind letztlich dezentral organisiert, auch wenn es Zentren und Hubs gibt. Fallen grosse Teile des Systems, der Zentren und Hubs aus, so übernehmen andere, noch funktionsfähige Teile des Systems die Arbeit. OK, dabei kommt es bestimmt zu Störungen und Krisen, aber ein totaler Kollaps? No way!

Wäre der Kapitalismus nicht eine der Erfolgsstories der Geschichte, wäre er längst untergegangen. Warum sollte er gerade nächstes Jahr untergehen? Das soll mir mal einer in einfachen Worten erklären. Warum ist er, im Gegensatz zu anderen Wirtschaftsformen, nicht schon kollabiert? Ziemlich einfach zu erklären: Kapitalismus belohnt Eigeninitiative. Es belohnt den aktiven, erfinderischen Menschen und schafft so den Anreiz, mehr zu leisten als zum nackten Überleben nötig ist. Menschen mit Eigeninitiative werden, wenn man sie nicht gewaltsam daran hindert, früher oder später wieder ein solches System kreieren, sollte es mal zu einem Kollaps kommen. 

 

Unabhängige Informationen zum Investieren in Aktien findet Ihr auf 
www.clever-investiert.info

26.08.2014 09:35
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TeeTasse83 hat am 25.08.2014 - 20:26 folgendes geschrieben:

elias: erwartest du ernsthaft dass irgend jemand deine Troll Posts noch liest?

@Obertroll Nein, nicht wirklich. Darum danke für deine Antwort.

 

Wichtig ist doch nur, dass man im Aktien-Schweiz-Thread einfach sinnlos Threads eröffnet, für die der selbe Ersteller schon einen eröffnet hat oder Threads, die wenig bis nichts mit Aktien-Schweiz zu tun haben.

 

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

26.08.2014 05:37
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Karat1 hat am 25.08.2014 - 11:29 folgendes geschrieben:

Krisenmanagement - Krisen erkennen und handeln!

 sollte jeder diesen Beitrag von heute lesen.

"Wir steuern direkt auf die nächste Krise zu!"


Was sagt Ihr hier im Forum zum Beitrag bzw. zur Einschätzung von James Rickarts.

Karat

 

 

Hallo Karat

Ich kann zu deiner „1. Krisensitzung“ wohl nichts Produktives oder Nützliches beitragen, denn ich habe den Beitrag nicht gelesen, ja ich weigere mich diesen oder ähnliche Beiträge zu lesen. Die sind für mich nutzloses, blödes Geschreibe, welchen keinen Nutzen haben ausser das sie dem Autor, Aufmerksamkeit bringen. Solcher MÜLL interessiert mich nicht, apropos Müll.

Eine der größten Gefahren dieser Zeit stellt der stetig wachsende Gift- und Müllberg dar, welcher sich rasend schnell ausweitet. In den Weltmeeren treiben schon mindestens 100 Millionen Tonnen Plastik, die sich zu riesigen Müllteppichen zusammenballen, da kommt noch eine gewaltige Krise auf uns zu.

Toll was können wir machen, weniger Plastikzeug kaufen, okay, machen wir sowieso nicht.

Ich könnte jetzt im wöchentlichen Turnus einen Beitrag über die kommende Müllkrise verfassen,  einen Nutzen hätten diese Beiträge aber nicht, wenn ich etwas bewirken wollte, müsste ich mich in der Umweltpolitik stark machen.

Dennoch nehme ich Stellung Karat.

Meinen konkreten Vorschlag möchte ich mit einem Zitat von André Gide eröffnen:

„Alles ist schon einmal gesagt worden, da aber niemand zuhört, bleibt uns nichts anderes übrig, als es immer und immer wieder von neuem zu sagen.“

Ich verstehe die Sorgen und Ängste, eines Aktienanlegers, ganz besonders, wenn er den Krisen und Crashpropheten zum Opfer fällt. Spielen wir doch einfach ein extremes Krisenszenarium durch.

 

Morgen brechen die Kurse um 20% ein, die Finanzmedien sowie die Analysten verkünden:

 

„Die Ursache des Kurssturzes können nicht begründet werden, aber so wie es aussieht hat uns die Wirtschafts- und Währungskrise wieder voll im Griff, selbst die Politik ist sich völlig uneins, wie sie mit dieser neuentflammten  Krise umgehen soll und das führt manchmal zu extremen Kurs- Reaktionen.“

 

Es vergehen einige Tage mit weiter rückläufigen Aktienkursen, die Medien aber auch die Analysten werde immer pessimistischer, es heisst:

 

„Nun hat es auch die New Yorker Börse erwischt der Dow Jones rauschte in einer Woche um über 35% in die Tiefe. Ein Ende des Kurssturzes ist nicht abzusehen, retten was es noch zu retten gibt, lautet die Devise der Anleger.“

 

Nach weiteren 10% Kursverlust, überschlagen sich die Schlagzeilen:

 

„Die bei steigenden Börsen belächelten und spöttisch genannten Crashpropheten habe Recht bekommen, die grösste Finanzkrise aller Zeiten hat die Welt, nicht überraschend, aber unerwartet, mit einer Heftigkeit einer zu Tal rasender Lawine überrollt. Erinnerungen an 1929/31 werden wach. Viele Menschen machen sich Gedanken darüber, was passiert, wenn er kommt, der große Wirtschaftskollaps. Sie treffen Vorsorge für den Tag X.“

 

Grosse Schlagzeile:

 

"Die Börsenkurse sind, wie erwartet, vollkommen in sich zusammengebrochen, keine noch so „sichere“ Aktie ist von diesem heftigen Ausverkauf verschont geblieben. Von den Höchstkursen aus gesehen sind die Börsen um über 80% zusammengebrochen und ein Ende ist immer noch nicht in Sicht. Viele Anlagespezialisten raten zum Goldkauf, auch wenn der Goldpreis in den letzten Monaten förmlich explodiert ist, sehen die Experten eine weitere Verzehnfachung des Kurses innert weniger Monate. Sie raten mit einer nie dagewesenen Übereinstimmung  "Raus aus Aktien und rein in Edelmetalle.“

 

Nach einigen Wochen, die ultimativen Schlagzeilen weltweit:

 

„Banken schließen, weil sie pleite sind. Supermärkte schließen, weil sie nur noch unregelmäßig beliefert werden. Die Versorgung der Bevölkerung mit Essen, Kleidung, Hygieneartikeln, Strom und Trinkwasser ist nicht mehr gewährleistet. Tauschhandel setzt ein, es kommt zu sozialen Unruhen bis hin zu Plünderungen und Gefahr für Leib und Leben. Die Aktienkurse sind nochmals um 50% eingebrochen von den Höchstständen aus gesehen, haben sie nun um über 95% an Wert eingebüsst. Die Welt steht vor dem Abgrund!

 

So, ich denke das ist in etwa das Szenarium vor dem du dich fürchtest Karat und mit dir viele unsichere Anleger.

Was würde ich in diesem konkreten Fall machen. Keine einzige Aktie verkaufen, im Gegenteil, das wenigen Gold, welches ich besitze, würde sich ja vervielfachen, ich würde es sukzessive verkaufen und wie wild meine Aktienpositionen aufstocken, auch mein Bargeld würde ich sofort in Aktien schmeissen, das wäre der Moment, wo ich dann irgendwann zu 200% und mehr in Aktien investieren wäre, da ich selbst auf Pump Aktien kaufte. Meinen Freunden und Familienangehörigen würde ich zum ersten Mal in meinem Leben, befehlen Aktien zu kaufen.

Über Wasser würde ich mich wie alle andern mit Tauschhandel halten, alles was ich nicht zum Leben brauche würde ich eintauschen, um es in Essen und Aktien zu investieren.

Wenn ich überlebe, dann wird auch diese Krise für mich zu Ende gehen, meine Aktien werden sich zu neuen Höhen aufschwingen, sodass ich nach einer gewissen Zeit finanziell noch viel besser dastehe als wie vor der Krise.

Soll sie also kommen die Krise, ich bin bereit.

Dass ich mich aber jetzt schon auf so ein, in meinen Augen, vollkommen unrealistisches Szenarium vorbereite, fällt mir nicht im Traum ein.

Das heisst es gibt für mich keinen Grund, mich jäh von meinen Aktien zu trennen, weder vor, während, noch nach einer Krise.

25.08.2014 22:06
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Die wirklichen Krisen sind jene, die niemand erwartet. Wenn jetzt alle Welt von dieser und jener Krise spricht, sind all diese Dinge schon benannt. Gegen das Benannte und Bekannte kann sich jeder schützen, auf die eine oder andere Art.

Besser noch scheint mir, davon auszugehen, dass Krisen der Normalfall sind. Wir haben seit Jahren eine europäische Krise. Deswegen zu meinen, man könne nicht investieren, halte ich für falsch. Es gibt Firmen, welche 100 und mehr Jahre Krisen aller Art überstanden haben, nein, in diesen Krisen gar floriert haben. Ich glaube, als Investor muss man sich einfach im Grossen und Ganzen an solche Firmen halten. 

Namen gefällig? Swiss Re feierte kürzlich 150 Jahre. Nestlé ist wie alt? Coca Cola, IBM, Procter & Gamble? Die haben alle den ersten Weltkrieg, den zweiten Weltkrieg, den grossen Crash von '29, die Finanzkrise und noch ein gutes Hundert anderer Krisen überlebt und sind damit GROSS geworden. 

Vertrauen in die Politik und die Politiker zu haben ist viel schwieriger.

Gold? Ich weiss auch nicht, wie das laufen soll, falls mal der grosse Chlapf kommen sollte. Ich würde Gold in kleinen Stückelungen halten, Münzen zum Beispiel. Warum? Ich könnte dann traden: 1 Vreneli gegen 1 Kilo Brot, usw. Dumm nur, dass dann sowieso Faustrecht herrscht, und da ziehe ich wohl den Kürzeren: Wenn mir einer seine Kanone vors Gesicht hält, muss ich leider meine Vreneli ohne Gegenleistung hergeben...

Verstecken würde ich das Gold bis ich's brauche unter ... nein, das verrate ich nicht, die Idee ist zu gut!

Hoffen wir alle, dass wir nie so etwas erleben müssen. 

@Karat: Rickards "ain’t healthy for your stomach." Steht so im Artikel. Ausser den 10% Gold hat er keine Idee, was man gegen die nächste Krise tun soll, und das halte ich für einen Rat vom Bestsellerautor etwas mager. Ich habe immer etwas Mühe mit diesen Typen, die den Untergang vorhersehen: Sie scheinen mir wie stillstehende Uhren zu sein, die ja auch jedn Tag zweimal "Recht haben". Nur ist damit nichts gewonnen. 

Unabhängige Informationen zum Investieren in Aktien findet Ihr auf 
www.clever-investiert.info

25.08.2014 20:41
Bild des Benutzers zscsupporter
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10% in physischem Gold zu halten finde ich eine gute Idee. Frage an die Spezialisten, wohin damit? Auf die Bank ja wohl nicht FALLS der Supergau eintrifft. Zuhause in einen Safe? Oder in einen Safe im Gotthardmassiv? Und welche Grösse kauft ihr? 500 Gramm oder gleich 1 Kilo. Ich denke wenn man in ein paar Jahren 1 Kilo Gold wieder zu Geld machen will könnte das unter Umständen doch heikel sein. Sagen wir der Supergau kommt tatsächlich und der Goldpreis steigt von den jetzigen circa 38K auf 100K. Und man möchte das dann bar ausbezahlt... Das geht nicht. Weil über 100'000 zahlt keine Bank mehr bar aus...Also 250 Gramm kaufen? Und eben, wo lagern... Ich bin weiss Gott kein Pessimist, aber die Idee gefällt mir als Hedge ganz gut. Falls die Märkte weiter steigen profitiert man über die Aktien mit. Falls die Märkte einbrechen profitiert man mit dem Gold. Und das physische Gold kann man ja auch 10-20-30 Jahre behalten, dass muss ja nicht gleich wieder verkauft werden.

25.08.2014 20:38
Bild des Benutzers spylong
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Immer, wirklich immer stehen wir vor Krisen: Die PUT Krise erleben wir gerade, alle die auf sinkende Kurse setzen sind in der Krise. Die PUTIN Krise, alle die auf Frieden setzen sind in der Krise. Wer GOLD Calls hat ist in der Miese etc. Irgendeine Krise hat es irgendwo immer, früher oder später trifft es alle. Es gibt gar welche für die ist der Tod die Krise.

spylong

25.08.2014 19:53
Bild des Benutzers Elias
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Blasen- und Krisenradar

Vor 6 Tagen habe ich den gleichen Beitrag im Thread Blasen- und Krisenradar von Karat1 gepostet

http://www.cash.ch/comment/577091#comment-577091

 

 

Soifz. So Sachen sollen ja mit zunehmenden Alter noch schlimmer werden ....

 

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