Optimismus - Aktien 2012

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Karat1
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Optimismus - Aktien 2012

Überall liest man (fast) nur noch pessimistische Ausblicke für das Börsenjahr (Aktien) 2012)! Wenn nicht pessimistische Beiträge, dann doch solche die dem Börsen- und Aktienjahr 2012 noch krampfhaft etwas positives beifügen möchten! Doch wird das Börsenjahr 2012 wirklich so schlecht?


Gut ich gebe zu, auf den ersten Blick könnte man vor den latenten Weltwirtschafts- Finanz- und Schuldenproblem schon beinahe etwas depressiv werden, wenn man nicht schon ist.


Probleme: Eurokrise, Schuldenkrise der Staaten, steigende Arbeitslosenzahlen, stagnierende bis nachlassende Wirtschafts, etc., etc.


Aber lassen wir das nun mal. Diese Situationen hatten wir schon mehrmals. Jedesmal sind wir wieder gestärkt aus diesen wirtschaftlichen Tiefschlägen herausgekommen. Das wird auch diesmal so sein. Ich gebe aber zu, dass es dieses Mal besonders schwierig wird. Aber war es das nicht jedes Mal?


Klar von den Politik und den Politiker ist nichts bis gar nichts zu erwarten. Das sind Theoretiker die bei Schönwetter halbswegs funktionieren bzw. nicht viel falsch machen können und wenn spielt es in einer guten Phase keine so grosse Rolle.


Die Unternehmer weltweit sind bzw. müssen die sein, die trotz aller Unbill den Karren trotz aller politischen Hindernissen aus dem Dreck ziehen müssen. Das ist dieses Mal genau so wie beim nächsten Gewitter.


Glück: Zum Glück haben wir viel hervorragende Unternehmer. Solche die das Gesamte und die Zukunft im Auge haben. Macher die nicht einfach die Hände in den Schoss legen und auf ein Wunder hoffen. Sie erschaffen das Wunder einfach immer wieder neu. Klar, alle schaffen es nicht, aber Unternehmen mit einer guten Führung, welche nach dem Motto "Spare in der Zeit, dann hast Du in der Not" gearbeitet haben und inovativ sind, die werden es schaffen und kommen noch stärker aus der aktuellen Lage.


Was heisst das für uns?


Natürlich liegt im Moment in einen Aktienengagement ein gewisses Risiko. Viele Aktien von guten Firmen sind aber im Moment nicht teuer und bieten gute Chancen, wenn der Wind wieder dreht. Und diese guten Tage werden kommen, so sicher wie das Amen in der Kirche ist. Sicher muss nun das Aktiendepot etwas besser überwacht werden als in Zeiten wo es einfach oppsi geht. Keinen-falls sollte man aber in Panik geraten und gute Titel zu Schleuderpreisen abstossen. Aber das muss jeder für sich beantworten. Ich rate ja niemandem er müsse sich jetzt Hals über Kopf in  Aktien engagieren. Aber er sollte Aktien die er im Depot hat auch nicht billig abgeben. Richtig wäre wohl eine genau Analyse vorzunehmen und sich frage was traue ich der Aktien zu wenn sich die Wolken wieder verzogen haben. Komme ich zu einem positiven Ergebnis, wird die Aktie behalten und wenn das Resulatat negativ ist, verkaufen!


Was ich in diesem Beitrag möchte ist, dass hier wirklich mal nur positve Aspekte der aktuellen Situation herausgestrichen werden. Nur was die Zukunft betrifft und was dazu beitragen muss damit es ein AKTIEN-HAPPYEND wird. Es gibt doch sicher genügend positive Aspekte.


Unternehmer  =  etwas unternehmen, tun damit die Dinge so kommen wie man will.


Karat

MarcusFabian
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Karat1 hat am 17.01.2012 - 16

Karat1 hat am 17.01.2012 - 16:14 folgendes geschrieben:

Probleme: Eurokrise, Schuldenkrise der Staaten, steigende Arbeitslosenzahlen, stagnierende bis nachlassende Wirtschafts, etc., etc.

Diese Situationen hatten wir schon mehrmals. 

Nein, so eine Situation hatten wir noch nie. Es sei denn, Du hast 1929ff schon aktiv miterlebt.

Da hilft auch Dein Zweckoptimismus nichts: Wir sind an dem Punkt angelangt, wo unser System über den Jordan geht weil es alt und totkrank ist und alle lebensverlängernden Massnahmen extrem teuer sind und die Situation nur verschlimmern. Wir brauchen den Mut, den alten todkranken Patienten endlich gehen zu lassen, die Herz-Lungenmaschine abzustellen und seinen Platz von einem jungen starken Kind einnehmen zu lassen. 

Wenn es soweit ist, ist jeglicher Optimismus gerechtfertigt und wir werden eine Wirtschaftsboom erleben wie in den 1950er Jahren im deutschen Wirtschaftswunder. Aber bis es soweit ist, wird es schlimmer, bevor es besser wird.

 

Karat1
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MarcusFabian hat am 17.01

MarcusFabian hat am 17.01.2012 - 18:27 folgendes geschrieben:


Nein, so eine Situation hatten wir noch nie. Es sei denn, Du hast 1929ff schon aktiv miterlebt. Da hilft auch Dein Zweckoptimismus nichts........................................  ____________________________________________________________________________ Marcus, ich kann Dir versichern, dass ich nicht blind bin und auch nicht auf Zweckoptimisums mache. Statt dessen, dass ich mich in der Scheisse, in der wir stecken, suhle, möchte ich hier in diesem Beitrag auch die wenigen positiven "Dinge" ansprechen auf denen wir aufbauen können. Gebe es nämlich keine positiven Anhaltspunkte könnten wir gleich einpacken. Zu dem finde ich Vergleiche aus der Vergangenheit (1929) immer etwas gewagt. Klar kann es Ähnlichkeiten geben mit früheren Ereignissen, war es trotzdem nie das gleiche. Es ist ja auch nicht so, dass wenn ein Kind stark der Mutter gleicht, es auch wie die Mutter wird wenn es mal gross. Ähnlich ja, gleich nein. Daran trägt ja schon rein die heutige Globalisierung sehr viel bei.


Das ist auch mit der Geschichte der Menschheit so. Bei vielem kann man Vergleiche mit früheren Ereignissen oder früheren Jahrhundert machen. Aber in jeder Periode war es eben anderes und hat sich auch immer wieder anders und weiter entwickelt. Wir sollte uns als eher damit beschäftigen was jetzt ist und was jetz getan werden sollte um aus dem aufkeimenden Schlamassel heraus zu finden.


Von der Politik und insbesondere von den heutigen Politiker ist nichts zu erwarten, da sind wir uns sicher mal einig. Die schauen mit grosser Einigkeit zu erst mal, dass ihre Schatullen gefüllt sind. Das gilt von Norden bis Süden und Osten nach Westen. Darin besteht in der Politik weltweit die grösste Einigkeit. Macht und Geld in den eigenen Händen. Diese heren Ziele nützen uns in der heutigen Situation nichts. Aber hier lässt sich auch nichts wirklich ändern. So müssen Wege gesucht werden, dass wir trotz unseren ach so besorgten Politikern unsere Wirtschaft wieder auf Trab bringen. Mit Politiker meine ich die Politiker der ganzen Welt. Ok, vielleich tue ich dem einen oder anderen unrecht, aber das sind nur sehr, sehr wenige. Wenn man nur schon die Diskussionen im TV hört und sieht. Alle reden, niemand hört zu! Anstand = Null!


Alleine unsere WIRTSCHAFT und viele top Wirtschaftskapitäne sind in der Lage, das wirtschaftliche Wachstum wieder anzukurbeln. Menschen mit innovativen Ideen und dem Steh-vermögen, diese Ideen auch umzusetzen. Dies nicht mit unseren Politikern, sondern trotz unserer Politikern. Dazu kommt noch eine Unzahl von Forschern, Ingenieuren welche neue Produkte erfinden und damit Arbeit schaffen. Zu dem gibt es noch viele unterentwickelte Länder mit einem grossen Nach- und Aufholpotential. Klar, die haben kein Geld. Sehr oft aber Rohstoffe die nicht den Menschen in diesen Länder zukommen sondern einigen Grosskonzernen und einigen korrupten Politikern in diesen Ländern (Afrika, Asien, ehem. Sowjetrepubliken, etc.).


Ich vertraue auf die wirklichen Helden in dieser Zeit. Unseren Machern an der Spitze von innovativen Gross- und Kleinunternehmern auf den ganzen Welt. Wenn uns auch diesmal jemand aus dem Sumpf zieht, dann sind sie es mit ihren gut ausgebildeten Spitzenmitarbeiter. Darauf verlasse ich mich, muss ich mich verlassen können.


Sonst adieu, AHV-Rente, adieu Pensionskassenrente, adieu Leibrente, adieu Mietzinseinnahmen, adieu Sparzinsen, adieu Kapitalverzehr im Alter! Das will ja niemand!


Wir schaffen es!


Karat

MarcusFabian
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Karat1 hat am 18.01.2012 - 07

Karat1 hat am 18.01.2012 - 07:38 folgendes geschrieben:

 

Alleine unsere WIRTSCHAFT und viele top Wirtschaftskapitäne sind in der Lage, das wirtschaftliche Wachstum wieder anzukurbeln. Menschen mit innovativen Ideen und dem Steh-vermögen, diese Ideen auch umzusetzen. 

Das ist soweit sicher richtig. Das war immer so und wird auch immer so bleiben. 

Aber schauen wir uns mal das Umfeld an.

Nehmen wir als Beispiel eine isolierte Insel mit 100 Einwohnern. Vor 100 Jahren waren 90% dieser Einwohner noch Bauern, Jäger und Sammler. Es gab vielleicht einen Chef, ein paar Holzfäller, Bäcker und Zimmerleute aber das war's auch schon.

Nun haben sich die Menschen weiterentwickelt und Technologien erfunden, die das erzeugen von Lebensmitteln vereinfachen. Also braucht es jetzt nur noch 10 Bauern, um alle zu versorgen und einige haben sich weiterentwickelt zu Ingenieuren, Mechanikern, Wissenschaftlern und auch den einen oder anderen Banker.

Das Problem, das wir im Moment haben sieht so aus, dass es unter unseren 100 Insulanern etwa eine Handvoll Superreiche gibt, denen die Hälfte gehört, und die über Zinsen 40% all dessen was die übrigen 95% der Insulaner produzieren, einkassieren. Dabei ist das System so ausgelegt, dass - über die Zinseszinsen - dieser Anteil ständig wächst. Egal wie fleissig oder erfinderisch die 95 Insulaner auch sind, ein immer grösserer Teil ihrer Produktion fliesst in die Taschen der Reichen und immer weniger bleibt für sie selbst übrig.

Das ist natürlich sehr demotivierend und irgend wann kommt der Punkt, wo sie sagen: "Jetzt ist genug, jetzt will ich nicht mehr."

Nehmen wir mal an, es gäbe eine supertolle Erfindung wie z.B. die Produktion von Gratis-Öl aus Bakterien. Dann müsste ja der Wohlstand der Menschen um den Anteil steigen, der bisher von Heizöl und Benzin verschlungen wurde. Schliesslich fallen Energiekosten ja jetzt grösstenteils weg.
Stimmt. Es würde den Wohlstand verbessern. Aber in erster Linie wiederum den Wohlstand jener 5%, die als einzige das Geld haben, diese neuen Produktionsstätten auch zu finanzieren und die diese entsprechend auch kontrollieren würden. Sprich: Diese neuen Produktionsstätten würden von den 95% erfunden, gebaut, betrieben und dennoch müssten sie wiederum Schuldzinsen dafür an die 5% abdrücken. Die Zinslast würde also weiter steigen und der grösste Teil der Produktivitätssteigerung ginge in die Taschen jener 5%.

Im Endeffekt kann so ein System dadurch enden, dass sich die 95% mal zusammentun und die 5% ins Meer schmeissen. Die französische Revolution ist so ein Beispiel (ok Guilloutine statt Meer aber mit dem selben Entschuldungs-Effekt). Aber in jedem Fall wird es zu sozialen Spannungen kommen, die ziemlich exakt mit der sich ausweitenden Schere zwischen Arm und Reich und der Ausdünnung des Mittelstandes wachsen.

Im heutigen Umfeld ist es vielleicht sogar so, dass das Genie, das unser Bakterien-Öl erfinden könnte arbeitslos ist oder gar nicht das Geld und die Ressourcen bekommt, um seine Erfindung zur Marktreife zu bringen. Oder aber man vergoldet ihm seine Erfindung und schubladisiert sie, weil die 5% am Verkauf von echtem Öl viel mehr verdienen als am neuen Billig-Öl.

Die Krankheit unseres Systems besteht darin, dass Geld, das ursprünglich "nur" als Zahlungs- und Wertaufbewahrungsmittel erfunden wurde, nun alles im Leben bestimmt. Auch die Wirtschaft. Erfindungen, die die Menschheit vorwärtsbringen würden, die uns Arbeit abnehmen könnten, werden nur noch in Angriff genommen, wenn das Geld vorhanden ist. Nach den Ressourcen fragt keiner mehr.

Vor 50 Jahren wäre vielleicht einer auf die Idee gekommen, dass es der Gemeinschaft helfen würde, eine Mühle und ein Wasserrad zu bauen. Man hätte sich zusammengesetzt, geschaut, ob man genügend Holz, Steine und Arbeitskraft aufbringen kann, um die Mühle zu bauen, sie dann in Angriff genommen und gebaut. Danach hätte jeder vom günstiger produzierten Brot profitiert und wäre somit im Nachhinein für seine Arbeit entschädigt worden. Solch sinnvolle Beispiele sind heute gar nicht mehr möglich, denn:
1.) Wir fragen nicht mehr nach den verfügbaren Ressourcen (Holz, Stein, Arbeit) sondern nach verfügbarem Geld. Das macht eigentlich sehr wenig Sinn.
2.) Nach heutiger Denkweise würden wir einen sinkenden Brotpreis als etwas schlechtes betrachten. Schliesslich bedeuten sinkende Preise ja "Deflation" und die ist etwas ganz ganz böses (das haben uns die Banker so eingetrichtert). Ergo würden uns die Banker das Geld nicht zur Verfügung stellen, um dafür die nötigen Ressourcen zu kaufen. Sie würden uns die Mühle ohnehin ausreden, weil die ja einen "deflationären Schock" auslösen würde, was etwas gaaaanz schlimmes ist.

 

Wenn wir unsere Insel also wieder in ein vernünftiges Wirtschaftsleben führen wollen, müssen wir das aktuelle System ziemlich radikal verbessern. Vielleicht nicht so radikal, dass wir die 5 Superreichen Insulaner ins Meer schmeissen aber:

1.) Wir müssen sie überzeugen, dass eine Mühle sinnvoll ist und es auch ihnen nicht schadet, wenn das Brot billiger wird.

2.) Wir müssen ihnen klar machen, dass es ihnen langfristig mehr nützt, wenn die Wirtschaft wieder leben und atmen kann und sich Arbeit und Fleiss wieder lohnt. Dass es ihrer Lebensqualität also nicht schadet, wenn sie auf einen Grossteil der Schulden verzichten.

3.) Vor allem müssen wir Geld wieder so definieren, dass Geld der Diener der Wirtschaft ist und den Menschen nützt. Nicht wie jetzt, wo Wirtschaft und Arbeit die Diener eines ausufernden Geldsystems geworden sind.

4.) Wir müssen z.B. Investmentbankern klar machen, dass ihre Arbeit volkswirtschaftlich nicht höher bewertet wird als die Arbeit einer Krankenpflegerin, eines Bauern oder eines Polizisten. Wir werden ihm vielleicht sogar klar machen, dass seine Arbeit überhaupt nicht mehr bezahlt wird, weil sie keinen Nutzen darstellt. Man wird ihm vielleicht anbieten, den Job eines ganz normalen klassischen Bankers auszuüben, der mit gutem Fachwissen die finanziellen Verhältnisse von Privatpersonen und Unternehmen beurteilt und bei der Kreditvergabe vorsichtig ist, weil er die Verantwortung für Spareinlagen seiner Kunden hat. Man wird ihn dafür auch ausreichend - aber nicht übertrieben - entschädigen.

5.) Wir werden uns in Zukunft bei einer Idee die Frage stellen: "Nützt sie uns, bringt sie uns weiter und haben wir die Ressourcen, um das Projekt zu realisieren?" statt "... haben wir das Geld ... um zu realisieren".

 

Elias
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MarcusFabian hat am 17.01

MarcusFabian hat am 17.01.2012 - 18:27 folgendes geschrieben:

Da hilft auch Dein Zweckoptimismus nichts:

Der Zweckpessimismus aber auch nicht

BNP Paribas sagt den europäischen Aktienmärkten eine Rallye von 10 bis 20 Prozent voraus

Die Strategen von BNP Paribas sagen Europas Börsen über die kommenden sechs bis acht Wochen einen Anstieg um 10 bis 20 Prozent voraus. Ihre Prognose begründen sie einerseits mit den von der Europäischen Zentralbank im Dezember beschlossenen monetären Massnahmen und andererseits mit der negativen Haltung der Marktteilnehmer für europäische Aktien. Durch die mittelfristige Versorgung der Märkte mit Liquidität habe das Risiko einer deflationären Spirale in signifikanter Weise abgenommen.

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

MarcusFabian
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Elias hat am 18.01.2012 - 17

Elias hat am 18.01.2012 - 17:30 folgendes geschrieben:

Durch die mittelfristige Versorgung der Märkte mit Liquidität habe das Risiko einer deflationären Spirale in signifikanter Weise abgenommen.

Als wenn Deflation jemals das Problem gewesen wäre ... Biggrin

Arkan
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Wir werden 2012 eine positive

Wir werden 2012 eine positive Jahresbilanz von mindestens 14% beim SPI-Index aufweisen!

Arkan fühlt sich durch das Cyber-Mobbing von Elias, MF und rph geschmeichelt...

MarcusFabian
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Arkan hat am 18.01.2012 - 20

Arkan hat am 18.01.2012 - 20:12 folgendes geschrieben:

Wir werden 2012 eine positive Jahresbilanz von mindestens 14% beim SPI-Index aufweisen!

Das ist nicht die Frage. Von mir aus kann der SPI auch um 1000% steigen.

Die Frage ist nur, was dann ein Liter Benzin oder ein Gipfeli kosten Biggrin

 

Arkan
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Das Gipfeli wird nicht mehr

Das Gipfeli wird nicht mehr als heute kosten! Wenn Du mir nicht traust, kannst Du Aktien von Aryzta (ex Hiestand) kaufen und so am Aufschwung teilhaben.

Arkan fühlt sich durch das Cyber-Mobbing von Elias, MF und rph geschmeichelt...

MarcusFabian
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Arkan hat am 18.01.2012 - 21

Arkan hat am 18.01.2012 - 21:30 folgendes geschrieben:

Wenn Du mir nicht traust, 

Stimmt. Tu ich nicht Wink

 

Perry2000
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Arkan hat am 18.01.2012 - 21

Arkan hat am 18.01.2012 - 21:30 folgendes geschrieben:

Das Gipfeli wird nicht mehr als heute kosten! Wenn Du mir nicht traust, kannst Du Aktien von Aryzta (ex Hiestand) kaufen und so am Aufschwung teilhaben.

Klar kostet das Gipfeli immer gleich viel.
Desshalb ist es ja auch im Euro Ländle an der Tanke von 0.80 auf 0.90 gestiegen. Passiert mitte 2011 :roll:

Mein Arbeitskollege hatte zuvor auch behauptet, dass die Geldentwertung keinen Einfluss aus die Preise habe :bye:

Karat1
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MarcusFabian hat am 18.01

MarcusFabian hat am 18.01.2012 - 14:55 folgendes geschrieben:



Karat1 hat am 18.01.2012 - 07:38 folgendes geschrieben:



 


Alleine unsere WIRTSCHAFT und viele top Wirtschaftskapitäne sind in der Lage, das wirtschaftliche Wachstum wieder anzukurbeln. Menschen mit innovativen Ideen und dem Steh-vermögen, diese Ideen auch umzusetzen. 


 


Wenn wir unsere Insel also wieder in ein vernünftiges Wirtschaftsleben führen wollen, müssen wir das aktuelle System ziemlich radikal verbessern. Vielleicht nicht so radikal, dass wir die 5 Superreichen Insulaner ins Meer schmeissen aber:


1.) Wir müssen sie überzeugen, dass eine Mühle sinnvoll ist und es auch ihnen nicht schadet, wenn das Brot billiger wird.


2.) Wir müssen ihnen klar machen, dass es ihnen langfristig mehr nützt, wenn die Wirtschaft wieder leben und atmen kann und sich Arbeit und Fleiss wieder lohnt. Dass es ihrer Lebensqualität also nicht schadet, wenn sie auf einen Grossteil der Schulden verzichten.


3.) Vor allem müssen wir Geld wieder so definieren, dass Geld der Diener der Wirtschaft ist und den Menschen nützt. Nicht wie jetzt, wo Wirtschaft und Arbeit die Diener eines ausufernden Geldsystems geworden sind.


4.) Wir müssen z.B. Investmentbankern klar machen, dass ihre Arbeit volkswirtschaftlich nicht höher bewertet wird als die Arbeit einer Krankenpflegerin, eines Bauern oder eines Polizisten. Wir werden ihm vielleicht sogar klar machen, dass seine Arbeit überhaupt nicht mehr bezahlt wird, weil sie keinen Nutzen darstellt. Man wird ihm vielleicht anbieten, den Job eines ganz normalen klassischen Bankers auszuüben, der mit gutem Fachwissen die finanziellen Verhältnisse von Privatpersonen und Unternehmen beurteilt und bei der Kreditvergabe vorsichtig ist, weil er die Verantwortung für Spareinlagen seiner Kunden hat. Man wird ihn dafür auch ausreichend - aber nicht übertrieben - entschädigen.


5.) Wir werden uns in Zukunft bei einer Idee die Frage stellen: "Nützt sie uns, bringt sie uns weiter und haben wir die Ressourcen, um das Projekt zu realisieren?" statt "... haben wir das Geld ... um zu realisieren".


 


 Marcus,


danke für den tollen Beitrag. Ich könnte es nicht besser sagen. Wenn immer mehr Menschen anfangen so zu denken, also in die richtige Richtung, werden wir Lösungen finden unsere Welt wieder auf Vordermann zu trimmen. Nur schon dass wir solche Gedanken in unseren Köpfen haben, und zwar weltweit, kann und wird zu Lösungen führen. Klar werden epochale Veränderungen nicht nur Gewinner hervorbringen. Richten wir uns aber rechtzeitig darauf ein, werden wir auf der richtigen Seite stehen. Dass die Welt in 100 Jahren nicht mehr die Welt von heute ist, dürfte wohl allen hier im Forum klar sein. Kommt dazu dass es in allen Epochen grosse Führer, Erfinder, Pioniere gegeben hat und geben wird. Auch in der heutigen Welt gibt es noch genügend von solch aussergewöhnlichen Menschen. Es ist für diese Menschen aber schwierig schnell Gehör zu finden da es keine Arschlecker mit einer grossen Lobby sind. Aber über kurz oder lang kommen auch wieder Vernunft und Verstand zum Zuge. Ich hoffe, dass dies eher früher als später ist.


Nur schon die Gedanken (s. Deine Punkte 1 - 4), dass es Lösungsansätze gibt, macht mir Hoffung, dass es gut kommt. Die positiven Gedanken müssen sich nun einfach wieder auf der ganzen Welt verteilen und umgesetzt werden. Vielleicht gibt es ja doch noch geung fähige Politiker,  welche uns in eine positive Zukunft führen können. Ich versuche jedenfalls jeden Tag meine positive Einstellung in meinem kleinen Umkreis zu bewahren.


Also:


Keine Währungsreform,  Euro bleibt bestehen, Schuldenkrise wird bewältigt, etc.


Karat


 

marabu
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Karat1 hat am 19.01.2012 - 08

Karat1 hat am 19.01.2012 - 08:34 folgendes geschrieben:

 

MarcusFabian hat am 18.01.2012 - 14:55 folgendes geschrieben:




Karat1 hat am 18.01.2012 - 07:38 folgendes geschrieben:




Falscher Denkansatz!

 

Es ist erstaunlich, wie verbreitet heute der Glaube an die Machbarkeit und Regulierbarkeit von Systemen ist. Systeme, die schon von ihrer Natur her von zahllosen Parametern abhängig sind.

 

Sie können vielleicht zwei, drei Punkte beeinflussen, implizieren aber dadurch bereits wieder andere. Vestehen Sie, was ich meine? Jede Veränderung hat eben auch wieder ihre "Nachteile".

 

Der Staat muss die RAHMENBEDINGUNGEN so setzen, dass möglichst viele Menschen ein Interesse haben, für sich einen wirtschaftlichen Vorteil zu holen. Freiheit bedeutet, Fehler machen zu dürfen, die im schlimmsten Fall auch zum Bankrott führen. Freiheit ist ein bisschen auch die Ungewissheit der Zukunft, wenn Sie so wollen etwas Abenteuer und die Lust, Dinge mit beeinflussen zu können.

 

Wer in der Regulation ein Mittel der Perfektion sieht, wünscht einen durchorganisierten Termitenstaat. Nein Danke! Da liegt kaum der Sinn des Lebens, der schlussendlich ein Kampf der Gene ist. 


 

 

Arkan
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Perry2000 hat am 19.01.2012 -

Perry2000 hat am 19.01.2012 - 06:53 folgendes geschrieben:

Arkan hat am 18.01.2012 - 21:30 folgendes geschrieben:

Das Gipfeli wird nicht mehr als heute kosten! Wenn Du mir nicht traust, kannst Du Aktien von Aryzta (ex Hiestand) kaufen und so am Aufschwung teilhaben.

Klar kostet das Gipfeli immer gleich viel.
Desshalb ist es ja auch im Euro Ländle an der Tanke von 0.80 auf 0.90 gestiegen. Passiert mitte 2011 smiley

Mein Arbeitskollege hatte zuvor auch behauptet, dass die Geldentwertung keinen Einfluss aus die Preise habe smiley

Ich rede doch nur vom Jahr 2012 und wenn dein Arbeitskollege seinen Lohn in CHF erhält, hat er das Gipfeli 2011 dennoch günstiger kaufen können!  Äh, was kostet heute eigentlich ein Mohrenkönig... :mamba:

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MarcusFabian
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Karat1 hat am 19.01.2012 - 08

Karat1 hat am 19.01.2012 - 08:34 folgendes geschrieben:

 

Also:


Keine Währungsreform,  Euro bleibt bestehen, Schuldenkrise wird bewältigt, etc.

 

 

Du kannst es drehen und Wenden wie Du willst: Einen Aufschwung wird es erst dann geben, wenn die Schuldenkrise bewältigt ist.

Somit stellt sich die Frage, wie man die Schuldenkrise bewältigen will. Und um das ganz klar zu sagen: "Schuldenkrise bewältigen" heisst Schulden vernichten.
Eine Währungsreform ist nur eine Möglichkeit.
Hyperinflation wäre eine andere, wobei die auf einem sehr harten Weg auch zu einer WR führen würde.

Welche anderen Möglichkeiten haben wir noch? Freiwilliger Schuldenerlass? Ja, denkbar. Aber ich schätze mal die Chinesen werden den Amis was husten. Bzw. würden politische Eingeständnisse verlangen (Taiwan) oder Bezahlung in Form von Ländereien in den USA? Da würden die Amis dann den Chinesen was husten.
Was noch? Sparen. Würde evtl. sogar funktionieren aber damit hätten wir eine jahrzehntelange Depression. Unsere Kinder wären aber garantiert nicht dazu bereit, jahrzehntelang auf Sparflamme zu leben, um für die Verschuldungs-Sünden unserer Generation gerade zu stehen. Ist meiner Meinung nach auch verständlich.

Eine weitere Variante, die mir in den Sinn kommt: Negative Zinsen einführen, um die jetzt exponentiell steigenden Zinseszinskurve wieder abzubauen. Auch hier würde es Jahrzehnte dauern, um das Kapital wieder langsam von oben nach unten zu transferieren und die Geldmenge zu verringern.

Eine letzte Variante, eine die mir am sympathischsten ist und die ich schon mal 2009 zur Sprache gebracht habe: Wir haben ja die Schuldenproblematik, weil die Banken sehr viel Geld geschöpft haben, das in der Wirtschaft nicht gebraucht wird und auch dort nicht ankommt. Wir haben eine enorme Geldmengen-Inflation aber keine Teuerung. Genau so, wie dieses Geld also nur den Banken nützt aber nicht der Wirtschaft, könnte man es im Umkehrschluss dort gezielt vernichten, was den Banken schaden würde aber nicht der Wirtschaft.
Es wäre also im Prinzip nichts anderes als ein Rückgängig-machen der ganzen Banken-Bailouts der letzten Jahre. Konsequenz: Es würden viele Banken über den Jordan gehen aber das Geld wäre wirtschaftsschonend vernichtet.

Streng genommen wäre aber auch das eine Währungsreform. Nur mit dem Unterschied, dass z.B. Sparbüchlein ihre Kaufkraft behalten, dafür aber z.B. CDS und andere Finanzporno-Instrumente vernichtet würden.  

 

Arkan
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MarcusFabian hat am 19.01

MarcusFabian hat am 19.01.2012 - 15:56 folgendes geschrieben:

Karat1 hat am 19.01.2012 - 08:34 folgendes geschrieben:

 

Also:

 

Keine Währungsreform,  Euro bleibt bestehen, Schuldenkrise wird bewältigt, etc.

 

 

Negative Zinsen einführen, um die jetzt exponentiell steigenden Zinseszinskurve wieder abzubauen. Auch hier würde es Jahrzehnte dauern, um das Kapital wieder langsam von oben nach unten zu transferieren und die Geldmenge zu verringern.

 

Ich bin mit Deiner Aussage und Thesen fast ausnahmslos einverstanden, aber in der heutigen Zeit dauert fast nichts mehr Jahrzehnte! Die Welt ist globaler, brutal schnell und viel kurzlebiger geworden! Also, heute dauert in der Finanzwelt nichts aber auch rein gar nichts mehr Jahrzehnte!

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MarcusFabian
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Stimmt. Ist eine Frage, wie

Stimmt. Ist eine Frage, wie hoch die Negativzinsen sind. Wenn die bei -1% liegen, dauert es allerdings Jahrzehnte bis die Schulden abgebaut sind.

Eine Währungsreform ist eigentlich nichts anderes als dass die Zinsen mal für einen Tag auf -99.9% gesetzt werden Wink

Dazwischen ist alles möglich.

Arkan
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Man muss die Märkte ganz

Man muss die Märkte ganz einfach laufen lassen! Sie werden sich, wenn auch teils sehr schmerzhaft, selber regulieren. Die Euro-Untergrenze der SNB halte ich wie ex-UBS-CEO Oswald Grübel für ein Verbrechen!

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Die Schuldenkrise wird

Die Schuldenkrise wird bewältigt, da bin ich mir mal ganz sicher. Vermutlich sind wohl alle Leser hier diesbezüglich auch gleicher Meinung. Nur das WIE liegt noch im Dunkeln. Im Moment wird an allen massgebenden Stellen, Regierungen, Finanzkreisen, nur über die Schuldenprobleme gejammert. Sobald diese kriminellen Schuldenkreirer beginnen, ebenso kreativ über Lösungen der Schuldenkrise nachzudenken, wird es besser werden.


M.F. hat ja bereits Möglichkeiten angedeutet. Das zeigt also, dass es Möglichkeiten geben kann, wenn man will, dieser Schuldenfalle zu entkommen. Ich sehe leider zu wenig in die weltweiten Schulden- und Finanzströme hinein um hier auch nur ansatzweise einen erfolgsversprechenden Weg für die Lösung aufzuzeichnen.


Eine vielleicht etwas utopische Idee von mir wäre die, dass man die Globale Finanz AG gründet, in die alle Schulden der teilnehmenden Staaten ausgelagert würden. Aktionäre wären einerseits auch wieder die Staaten, Private, etc.! Ziel dieser AG müsste sein, diese Schulden innert (je nach realistischen Möglichkeiten) mind. 30 - 50 Jahren zurückzuzahlen.


OK, die Idee hat noch ihre Schwächen. Allerdings wird die Lösung des Schuldenproblems nicht ohne einen grossen Anteil Kreativität möglich sein.


Im gleichen Zug müssten aber für die Zukunft flankierende Massnahmen beschlossen werden, dass solche Schuldenmachereien nicht mehr möglich sind, oder das die Bürger bei Verstössen die Regierung (jedes Mitglied einzeln) verklagen könnte. Anders sind unsere machtgierigen Politiker nicht zu bremsen oder zur Vernunft zu bringen.

Elias
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MarcusFabian hat am 18.01

MarcusFabian hat am 18.01.2012 - 19:27 folgendes geschrieben:

Elias hat am 18.01.2012 - 17:30 folgendes geschrieben:

Durch die mittelfristige Versorgung der Märkte mit Liquidität habe das Risiko einer deflationären Spirale in signifikanter Weise abgenommen.

Als wenn Deflation jemals das Problem gewesen wäre ... smiley

Im Gegensatz zur Hyperinflation. Seit mindestens 6 Jahren einer Dauerthema hier im Forum.

Im Grunde sind deflatorischer Crash und Hyperinflation der gleiche Sachverhalt. In beiden Fällen ist das Ergebnis die Zerstörung von Geld und Kredit. http://www.cash.ch/comment/455874#comment-455874

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

melchior
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Karat1 hat am 20.01.2012 - 10

Karat1 hat am 20.01.2012 - 10:07 folgendes geschrieben:

 

OK, die Idee hat noch ihre Schwächen. Allerdings wird die Lösung des Schuldenproblems nicht ohne einen grossen Anteil Kreativität möglich sein.


Im gleichen Zug müssten aber für die Zukunft flankierende Massnahmen beschlossen werden, dass solche Schuldenmachereien nicht mehr möglich sind, oder das die Bürger bei Verstössen die Regierung (jedes Mitglied einzeln) verklagen könnte. Anders sind unsere machtgierigen Politiker nicht zu bremsen oder zur Vernunft zu bringen.

Gefällt mir, dein Beitrag. Denn wir sind frei zu denken und zu grübeln, auch wenn wir wissen, wir werden die Probleme nicht lösen.

Nun, ich glaube es ist nicht so, dass wir die Schuld so einfach delegieren können an die Politiker oder die Banker oder an sonst eine Gruppe. 

MarcusFabian
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Karat1 hat am 20.01.2012 - 10

Karat1 hat am 20.01.2012 - 10:07 folgendes geschrieben:

 

Eine vielleicht etwas utopische Idee von mir wäre die, dass man die Globale Finanz AG gründet, in die alle Schulden der teilnehmenden Staaten ausgelagert würden. Aktionäre wären einerseits auch wieder die Staaten, Private, etc.! Ziel dieser AG müsste sein, diese Schulden innert (je nach realistischen Möglichkeiten) mind. 30 - 50 Jahren zurückzuzahlen.

Also eine globale Bad-Bank?

Das wäre also eine AG, die die rund 99 Billionen Dollar weltweiten Schulden in sich aufnimmt.

Ich sehe zwei Probleme:

1. In welcher Währung oder was sollen die Schulden nominiert werden. In einer Papierwährung? Wenn ja in welcher? Und was passiert, wenn der Herausgeber dieser Währung (die FED, wenn Dollar) seine Währung abwertet? Dann sind die Schulden relativ schnell weg. Was ja auch nicht schlimm ist.

2. Noch wichtiger: Wenn wir jetzt entscheiden, dass die Generation unserer Kinder und Kindeskinder 50 Jahre lang unsere Schulden zurückzahlen sollen, wird spätestens die nächste Politikergeneration uns eins husten und diese Firma in Konkurs schicken, um schuldenfrei aufatmen und wirtschaften zu können.

 

 Karat hat am 20.01.2012 - 10:07 folgendes geschrieben:

Im gleichen Zug müssten aber für die Zukunft flankierende Massnahmen beschlossen werden, dass solche Schuldenmachereien nicht mehr möglich sind,

 

Sprich: Goldstandard. Da wird die mögliche Schuldenobergrenze automatisch durch die Goldmenge begrenzt. Das hat dann auch zur Folge, dass Kredite nur in Höhe von Sparkapital vergeben werden können. Und da Sparkapital knapp ist, werden nur die besten und aussichstsreichsten Investitionen finanziert. Die Politiker und Banken könnten nicht mehr Geld ausgeben als vorhanden ist und somit besteht auch keine Notwendigkeit, jemanden zu verklagen, wenn er es dennoch tut.

 

 

 

 

 

Karat1
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 Aktuell: 23.- 27.1.2012 Uwe

        


Aktuell: 23.- 27.1.2012 Uwe Lang (Auszug und Ergänzungen)


Konjunktur,                                                                                                     Unternehmenszahlen,                                                                                                Schuldenkrise                                                                                                                                 für die Anleger gibt es gute Gründe zur Zuversicht, glaubt Uwe Lang.


1. Bei den Aktien stehen die Zeichen auf Hausse.
2.Mit steigenden Zinsen ist vorläufig nicht zu rechnen. Also auch keine Konkurenz                        3. Die Herabstufungen von europäischen Staaten, belastete die Märkte nur kurz. Die Herabstufung erfolgte ja mit Ansage.                                                                              4.Pessimistische Szenarien, welche immer gleich nach den kleinsten Kursrückgängen verkündet werden, sind nicht die einzig möglichen „realistischen Szenarien“.    


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Auch die Massnahmen, mit welchen Italien die „Sache“ angeht, stimmen mich zuversichtlicher als auch schon. Klar der Weg wird ein holpriger sein. Der Ernst der „Lage“ ist allen bewusst! Das Ziel scheint klar, der Weg noch weit und schmerzhaft.Meine Aktien Favoriten habe ich auf dem Radar, bei Kursrückschlägen werde ich je nach Lage zukaufen. 


1.ETF Emerging Markets                                                                                                                     2.Coca Cola                                                                                                                                        3.Johnson+Johnson                                                                                                                        4.Banque Cantonale Vaudoise (Verk. 19.1.12 / CHF 473.00) Akt. 471.00! Nach einem allf. Kursrückgang werde ich wieder einsteigen (top Rendite)! Aber eben es ist eine Bank. 


Trotz meiner Zuversicht für Aktien, setzte ich vorerst auf absolute Top-Werte und/oder gute Dividendenwerte! 2. u. 3.-klassige Titel meide ich jetzt besonders. D.h. meistens auch sonst.  Jedenfalls werde ich in den nächsten Wochen auf gute Einstiegschancen warten und dann selektiv noch 2 – 3 Titel kaufen. Eile ist wohl nicht angesagt.                                                    Karat


WAS IST DAS NUR FUER EINE SCHEISSE MIT DER DARSTELLUNG DER BEITRÄGE. SPEZIELL DIE ZEILENSCHALTUNG! LANGSAM ABER SICHER VERLEIDET ES MIR HIER AUCH!

MarcusFabian
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Karat1 hat am 21.01.2012 - 15

Karat1 hat am 21.01.2012 - 15:39 folgendes geschrieben:

 

        Auch die Massnahmen, mit welchen Italien die „Sache“ angeht, stimmen mich zuversichtlicher als auch schon.

Dann weisst Du mehr als ich: Gibt es irgendwelche Massnahmen in einem der PIIGS mit Ausnahme der, dass die alten Schulden gerollt werden und die EZB auch die Neuverschuldung mitfinanziert?

Anders gefragt: Gibt es irgendwelche Massnahmen, die Schulden zu reduzieren?

Karat1
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Dividendenaktien Schweiz und ...............

Attraktive Dividendenperlen (Auswahl von Zyklen Trends Signale v. 2.2.12)


Schweiz


Swisscom 6,1% / Valora 5,4% / Novartis 4,5% / Roche 4,2% / Pargesa Holdg. 4,2%


Euro-Titel


France Telecom 12,2% / Antena 3 TV  9,8% / Belgacom 9,8% / M6 Métropole TV 7,8% / Total 7.1%


Britischer Pfund


Halfords 7,7% / Drax Group 7,1% / Logica 6,4% / Vodafone 5,9% / Tesco 5,1%


US-Dollar


AT&T 6.0% / Altria Group 5,8% / Verizon 5,3% / Eli Lilly 4,9% / Merck 4.4%


__________________________


Novartis, Roche, Swisscom, Total habe ich bereits im Langfrist-Depot.


Valora habe ich schon auf dem Radar und Altria Group wäre für mich noch eine Alternative zu Coca Cola, welche mein Kauf-Limit noch nicht erreicht hat.


Langjährige Vergleiche haben "angeblich" ergeben, dass die Dividendenrendite zur gesamten Performance einer Aktien einen wesentlichen Beitrag leistet.


Karat


 

Karat1
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Kommentar Uwe Lang für Wo. 13. - 17.2.2012

"Die nahende Pleite Griechenlands ist nun wohl vorerst abgewendet, die Zentralbanken haben einmal mehr das niedrige Zinsniveau bestätigt, und die Unternehmen legen insgesamt befriedigende Zahlen vor – soweit wurden die Erwartungen der Anleger für die abgelaufene Handelswoche allesamt bestätigt und waren auch längst eingepreist. Die Aktienkurse haben daher nun endlich eine Pause eingelegt, die nach den kräftigen und stetigen Gewinnen der vergangenen Wochen ja ohnehin bald kommen musste, und die den stabilen und nachhaltigen Aufwärtstrend viel eher bestätigt. Unsere kurz- und langfristigen Indikatoren geben freilich weiterhin grünes Licht. Einzig der steigende Ölpreis gibt ein Warnsignal, das aber nicht überzubewerten ist, denn die Konjunktur stabilisiert sich weltweit und selbst für Europa gibt unser Rezessions-indikator schon beinahe wieder Entwarnung.
Es bleibt also bei den Empfehlungen.  Börsensignale Uwe Lang vom 10.2.2012


Karat

MarcusFabian
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Mein Tip: Vergiss mal diesen

Mein Tip: Vergiss mal diesen Uwe Lang! Der hat jetzt wirklich von Tuten und Blasen keine Ahnung!

 

Brunngass
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Unter dem Strich,

zählt nur das Resultat.

habe allerdings auch ziemlich viel Schmobis zu  7.19 verkauft,die ich zu 5.30 erstanden hatte.

 

Allerdings war das mein Betriebskapital.

 

Aber der Uwe Lang liegt in seiner Analyse doch näher an der aktuellen Lage als MF.

 

MF erinnert mich immer wieder an die Leute,die unbeirrt auf den Weltuntergang warten.

 

MarcusFabian
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Brunngass hat am 12.02.2012 -

Brunngass hat am 12.02.2012 - 10:33 folgendes geschrieben:

Aber der Uwe Lang liegt in seiner Analyse doch näher an der aktuellen Lage als MF.

 

Stimmt. Aber was nützt mir ein Analyst, der die Gegenwart treffend beschreibt aber die Gefahren für die Zukunft nicht sieht bzw. bewusst ausblendet?

Schwarzli
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Gute Schweizer Aktien

Schade , Schade! Wenn ich die aktuellen Forenaktien so durchschaue, fehlt es immer mehr an Beiträgen über gute Aktien. Umsomehr wird über Notfall- und Zockeraktien ausgetauscht und gestritten. Es gibt sie doch noch, gute Schweizeraktien? Freue mich, wieder mehr von diesen zu hören.

Karat1
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MarcusFabian hat am 12.02

MarcusFabian hat am 12.02.2012 - 13:17 folgendes geschrieben:



Stimmt. Aber was nützt mir ein Analyst, der die Gegenwart treffend beschreibt aber die Gefahren für die Zukunft nicht sieht bzw. bewusst ausblendet?


 Du kannst die Gegenwart und die Zukunft einblenden oder ausblenden, aber nur in der Gegenwart weisst Du mit Sicherheit was passiert. Gerade an den Aktienmärkten, welche "Dank" der sekundenschnellen Verbreitung von Nachrichten, ob wahr, beschönigt oder bewusst gelogen, die Akutalität in sekundenschnelle verändern können, ist es unheimlich schwierig über die Zukunft gesicherte Angaben zu machen. Die Aktienmärkte reagieren oft auch unverhältnismässig. Ich denke, dass es an den Aktienmärkten immer mehr auf zwei Strategien herausläuft mit denen man Erfolg haben kann. Einerseits eine langfristige Anlagestrategie mit Topaktien, Marktführer, gesicherte Dividendenpolitik und einem verständlichen Business. Das ist zwar nicht so spektakulär, aber bringt über die Jahre eine Rendite welche über den Sparkontozinsen liegt und ist auch nervenschonend. Aber auch dieses Aktiendepot darf nicht das einzige im Anlagekörbchen sein. Die andere Strategie ist das kurzfristige Zocken durch ausnützen von aktuellen Schwankungen durch "besondere" Ereignisse. Damit kann der Profi sicher eine reizvolle Performance erzielen. Aber es ist nicht für Leute mit schwachen Nerven, welche im richtigen Moment immer das falsche machen. Beide Strategien bieten aber keine Gewähr auf dauerhafte Gewinne.  Wie beim Lotto spielen führt auch an der Börse der Faktor Zufall eine grosse Rolle. Das Ungewisse, das Unvorhersehbare. So ist es vor allem wichtig, das man immer realistisch bleibt und nicht in Erwartungen schwelgt, welche sich nie erfüllen werden. Also wie das Eichhörnchen Nüsschen für Nüsschen sammelt und so sein Vorratskammer füllt, muss auch der Anleger Gewinn um Gewinn sammeln und so sein Depot stetig und Schritt für Schritt steigern. Es soll auch Zeiten geben in denen man überhaupt die Finger von Aktien halten sollte. Erzwingen lässt sich gar nichts. Was auch gar nichts bringt ist, wenn man mal Langfristanleger und dann wieder Zocker ist. Aber wem sage ich das? Jeder hat das wohl schon selber erfahren. Die meisten lernen auch nichts von den Fehler der Anderen. Es ist wie bei den Kinder. Man hört doch nicht auf die Eltern, man will die Fehler doch lieber selber machen. Bei den Kindern verstehe ich das noch und es ist auch gut wenn Kinder selber Fehler machen und daraus lernen. Das gehört zu ihrer normalen Entwicklung. Aber als Anleger sollte man nicht zwingen alle bereits gemachten Fehler auch noch zu machen.


Damit zu Uwe Lang. Ich kenne Uwe Lang nicht und bin nicht mit ihm verwandt oder verschwägert. Ich verfolge aber seine Kommentar schon seit Jahren und habe auch Bücher von ihm gelesen. Er hat seine Strategie nie geändert und hat seit Jahren damit Erfolg. Er prahlt nicht wie andere sogen. Guru's mit einzelnen grossen Gewinnen mit Zockeraktien, sondern geht immer ganz sachlich ans Thema Aktienanlagen. Uwe Lang blendet auch die Zukunft nicht aus. Ganz im Gegenteil. Aber er macht auch kein grosser TamTam darum herum! Wir leben in der Gegenwart. Nicht in der Zukunft und nicht in der Vergangenheit, aber beides sollten wir nicht vergessen.


Diese Strategien beinhalten auch kein Goldverbot, lieber Marcus!


Karat

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