Prognosen für 2015

71 posts / 0 new
Letzter Beitrag
Elias
Bild des Benutzers Elias
Online
Zuletzt online: 20.10.2017
Mitglied seit: 02.10.2006
Kommentare: 16'520
Prognosen für 2015

Früher als sonst legt die UBS ihren Ausblick vor. Die der Investmentbank zurechenbaren Strategen setzen ganz klar auf die europäischen Aktienmärkte. Diesen trauen sie bis Ende des nächsten Jahres ein Aufwärtspotenzial von 13 Prozent zu, abgeleitet vom nächstjährigen Zielwert von 380 Punkten für den viel beachteten Stoxx-600-Index.

Das Modell der Experten stützt sich auf eine moderate Belebung der Wirtschaft sowie einen weiterhin leicht rückläufigen Euro ab. Bei den Unternehmensgewinnen wird im kommenden Jahr mit einer Erholung von 10 Prozent gerechnet, gefolgt von einem Wachstum von 9 Prozent im Folgejahr.

Der eigenen Anlagekundschaft liefern die Strategen auch gleich eine interaktive Version ihres Modells mit. Sofern die eigenen Erwartungen in Bezug auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen oder die Währungsentwicklung von den bankeigenen Prognosen abweichen sollten, können die Kunden diese durch ihre eigenen Erwartungen ersetzen.

Nichtsdestotrotz spielen die Experten im Ausblick auch zwei extreme Szenarien durch. Da wäre auf der einen Seite mal ein als sehr unwahrscheinlich bezeichnetes Abgleiten Europas in eine Rezession, was den Stoxx-600-Index um 30 Prozent auf 235 Punkte fallenlassen würde. Auf der anderen Seite könnte eine wirtschaftliche Erholung in Europa in Kombination mit einer Wachstumsbeschleunigung in Übersee das Börsenbarometer um 30 Prozent auf 440 Zähler klettern lassen.

Nachholpotenzial orten die Strategen der UBS Investmentbank vor allem bei den Unternehmensgewinnen in Europa. Während amerikanische Firmen heute rund 27 Prozent mehr als vor der Finanzkrise von 2007 verdienen würden, liege der Gewinn ihrer europäischen Mitbewerber noch immer um 23 Prozent tiefer als damals. Um die unterschiedliche Sektorengewichtung bereinigt, machen die Experten Raum für eine Aufholjagd von rund 30 Prozent aus.

In diesem Zusammenhang setzt die Grossbank auf Aktien solcher Einzelunternehmen wie Total, BBVA, Randstad, Marks & Spencer und Société Générale sowie auf konjunkturabhängige Dividendenperlen wie Swedbank, CRH, HSBC, Amec und Michelin. Zu dieser Gruppe zählen die Strategen auch die beiden hiesigen Firmen Swiss Re und Syngenta.

Zuversichtlich zeigt man sich im Ausblick auch für den amerikanischen Aktienmarkt. Die Verfasser sehen den breit gefassten S&P-500-Index bis Ende des nächsten Jahres auf 2225 Punkte klettern. Im besten Fall sei mit einem Anstieg bis auf 2400 Zähler, im ungünstigsten Fall mit einem Rückschlag auf 1750 Punkte zu rechnen. Ihre Zuversicht begründen die Experten mit den soliden Bilanzen und den davon ausgehenden Übernahmefantasien sowie mit den soliden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Der Fokus liegt neben den Finanzwerten auf den Sektoren Technologie und Gesundheit.

Etwas zurückhaltender äussern sich ihre für die Credit Suisse tätigen Berufskollegen in ihrem 140 Seiten starken Werk. Den Strategen zufolge wird 2015 ein Jahr der Veränderungen. Zwar sehen auch sie den amerikanischen S&P-500-Index auf 2200 Punkte klettern. Aufgrund der restriktiveren Zinspolitik der US-Notenbank rechnen sie im Laufe der zweiten Jahreshälfte dann allerdings mit rückläufigen Aktiennotierungen und einem Rückschlag des Börsenbarometers auf 2100 Zähler.

Die Risikoprämie für Aktien bleibe ungewöhnlich hoch, die Geldpolitik der meisten führenden Zentralbanken ultralocker, die Überschussliquidität weltweit noch immer überdurchschnittlich stark wachsend und das Unternehmensgewinnwachstum gut.

Was die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen anbetrifft, so sagen die Strategen den verschiedenen Weltregionen sehr unterschiedliche Entwicklungen vorher. Dasselbe gilt für die jeweilige Zins- und Geldpolitik. Es liegt deshalb auf der Hand, dass die Experten mit grösseren Verschiebungen bei den Kapitalströmen rechnen. Die grösste Angst dabei: Dass höhere Zinsen zu einer Repatriierung von in den Schwellenländern investiertem Kapital in die USA führen. In diesem Zusammenhang steht vermutlich auch die Prognose eines auch weiterhin festen Dollars.

Anders als viele amerikanische Bankinstitute sind die beiden Grossbanken nicht übertrieben euphorisch, was die weitere Entwicklung an den Aktienmärkten anbetrifft. Dennoch sind die jeweiligen Ausblicke vermutlich von Zweckoptimismus geprägt.

Nach der substanziellen, von der ultralockeren Geldpolitik führender Notenbanken angetriebenen, Höherbewertung der Aktienmärkte der letzten Jahre sind diese verletzbar geworden. Vermutlich steht den Märkten spätestens im kommenden Jahr eine Bewährungsprobe bevor. Gerade jetzt ist Zweckoptimismus meines Erachtens deshalb ziemlich fehl am Platz.

http://classic.cash.ch/news/top_news/so_wird_das_boersenjahr_2015-326553...

 

Elias
Bild des Benutzers Elias
Online
Zuletzt online: 20.10.2017
Mitglied seit: 02.10.2006
Kommentare: 16'520
Deutschland wird 2015 kaum wachsen

nternationale Konflikte, unsichere Exportaussichten, anhaltende Sparpolitik: Die Konjunktur in Deutschland könnte nach Einschätzung der fünf Wirtschaftsweisen stärker abkühlen als bisher befürchtet.

Die Top-Berater der Bundesregierung erwarten 2015 nur noch ein Wachstum von 1,0 Prozent. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf das neue Jahresgutachten, das die Professoren am Mittwoch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin übergeben.

Mit ihrer Prognose sind die Ökonomen noch pessimistischer als die Regierung. Diese hatte ihre Vorhersagen vor kurzem zwar auch deutlich reduziert, für das kommende Jahr aber immerhin noch ein Plus von 1,3 Prozent erwartet. Für das laufende Jahr wollen die Wirtschaftsweisen nun ihre Prognose von 1,9 Prozent auf 1,2 Prozent senken.

Nach einem überraschend guten Start im Frühjahr 2014 habe die Konjunktur einen deutlichen Dämpfer erhalten. Dafür seien die weltwirtschaftlichen Krisen und die schleppende Erholung im Euroraum mitverantwortlich. Die Experten sehen aber auch Fehler bei der grossen Koalition: Der eingeschlagene Kurs in der Energiepolitik sowie in der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik könne sich negativ ausgewirkt haben.

Robuster deutscher Arbeitsmarkt

Um zusätzliche Wachstumsimpulse auszulösen, will Schwarz-Rot nun ein zehn Milliarden Euro umfassendes Investitionsprogramm auflegen - ohne dafür neue Schulden machen zu müssen. Das hatte Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) in der vorigen Woche angekündigt. Das Ziel eines ausgeglichenen Bundeshaushalts will Schäuble dennoch erreichen.

Der Arbeitsmarkt in Europas grösster Volkswirtschaft ist laut dem Gutachten unverändert robust. Für 2014 rechnen die Wirtschaftsweisen mit 42,641 Millionen, für 2015 mit 42,795 Millionen Erwerbstätigen. Damit soll die Beschäftigung auf Rekordniveau bleiben. Die Arbeitslosenquote werde in beiden Jahren konstant bei 6,7 Prozent liegen. Der hohe Beschäftigungsstand stütze den Konsum, heisst es in dem Gutachten mit dem Titel "Mehr Vertrauen in Marktprozesse".

Auch grosse Wirtschaftsverbände hatten zuletzt von deutlich trüberen Aussichten für die Wirtschaft gesprochen. So rechnet der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) damit, dass manche Betriebe demnächst wieder zu Kurzarbeit gezwungen werden könnten. Es gebe jedoch keinen Grund für allzu grossen Pessimismus. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) senkte seine Exporterwartungen.

http://www.cash.ch/news/alle/deutschland_wird_2015_kaum_wachsen-3264306-448

 

 

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

Elias
Bild des Benutzers Elias
Online
Zuletzt online: 20.10.2017
Mitglied seit: 02.10.2006
Kommentare: 16'520
Der Raiffeisen-Ökonom wirft einen Blick auf das Börsenjahr 2015

Das dürfte sich im nächsten Jahr kaum wiederholen. Neben den erwähnten globalen Risikofaktoren sieht Kläger auch die Bewertungen langsam aber sicher auf ambitiöse Niveaus steigen. Insbesondere, wenn die bereits hoch bewerteten Unternehmen keine Gewinne nach nachliefern können.

"Wir müssen uns darauf einstellen, dass es auch wieder ein normalisiertes Jahr ohne zweistellige Wachstumsrate geben kann. Nächstes Jahr könnte das eintreffen." Dabei seien durchaus heftige Schwankungen möglich, wie sie Mitte Oktober auftraten, so Kläger.

http://www.cash.ch/news/front/gewisse_werte_haben_zu_stark_gelitten-3267...

 

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

DM2000
Bild des Benutzers DM2000
Offline
Zuletzt online: 31.01.2015
Mitglied seit: 03.09.2014
Kommentare: 129

Ganz Simpel:

2015 wird das Jahr des "Verkaufen bei Kursanstiegen"

Nicht die Retailanleger und die möchtegern...die werden wohl noch Einsteigen...die Narren..getrieben von denen die es einfach nicht besser wissen (wie zbs die cash.ch Redakteure)  und von denen die die Mittel dazu haben die Narren einsteigen zu lassen, um denen, Ihre Papiere, die sie vor Jaaahren gekauft haben, zu verkaufen....so ganz um dem Motto gerecht zu werden: Den letzten beissen die Hunde.

Aber ja ja. Die Zweckoptimisten. Diese Romantiker.

2015 wird es Volatil. Sehr Volatil. Der Zenit dieser künstlich geschaffener Hausse dürfte bei einem S&P500-Stand von 2250 Pkt erreicht sein. Dann beginnt das abbröckeln. 

Seid dankbar für diesen Input...ihr Schafe (wenige in diesem Forum ausgeschlossen)

 

Und ja, ich weiss, bin mir bewusst, dass diese MEINE Art, mir keine Freunde ein bringt, doch es gibt ein schönes Sprichwort:

"Lieber alleine als in schlechter Gesellschaft"

Karat1
Bild des Benutzers Karat1
Offline
Zuletzt online: 12.01.2016
Mitglied seit: 13.05.2009
Kommentare: 1'013
Prognosen 2015

Finde es gut, wenn hier jemand mal die publizierten Prognosen für 2015 mal in einem Thread zusammenfasst. So ist es dann im Laufe des Jahres 2015 möglich den Wert und Sinn solcher "Voraussagen" zu prüfen. Ich bin sicher, dass sich herausstellen wird, dass über die Hälfte oder mehr der Prognosen als falsch herausstellt. Den Schreiberlingen dieser Zukunftsromane wird das aber egal sein. Sie werden sich rausreden, wenn überhaupt jemand danach fragt, und finden eine Erklärung warum es nicht wirklich so gekommen ist wie sie orakelt haben. Aber was soll's! Es ist halt nicht jeder ein Orakel von Omaha! Gut so, denn auch dieser Herr liegt nicht immer richtig. So bleibt uns eben nur die Einsicht in Qualität zu investieren und Aktien zu kaufen die wir ein Leben lang halten können. Wenn dieser Thread bis zum Jahresende 2015 läuft werden wir dann ja das Ergebnis  sehen. Karat1

Cambodia
Bild des Benutzers Cambodia
Offline
Zuletzt online: 25.09.2015
Mitglied seit: 19.05.2012
Kommentare: 1'053

DM2000 hat am 23.11.2014 - 14:41 folgendes geschrieben:

 

Und ja, ich weiss, bin mir bewusst, dass diese MEINE Art, mir keine Freunde ein bringt...

Du hast jetzt ein Problem: Ich mag Dich und deine Art zu schreiben und dazu kommt es der Realität sehr nahe! Bravo, mich mag hier auch fast keiner der blauäugigen Pusher.

Überheblich, arrogant oder eben doch "nur" genial?

DM2000
Bild des Benutzers DM2000
Offline
Zuletzt online: 31.01.2015
Mitglied seit: 03.09.2014
Kommentare: 129

Cambodia hat am 24.11.2014 - 20:47 folgendes geschrieben:

DM2000 hat am 23.11.2014 - 14:41 folgendes geschrieben:

 

Und ja, ich weiss, bin mir bewusst, dass diese MEINE Art, mir keine Freunde ein bringt...

Du hast jetzt ein Problem: Ich mag Dich und deine Art zu schreiben und dazu kommt es der Realität sehr nahe! Bravo, mich mag hier auch fast keiner der blauäugigen Pusher.

Kein Problem. Danke Dir für Dein Kompliment.

Elias
Bild des Benutzers Elias
Online
Zuletzt online: 20.10.2017
Mitglied seit: 02.10.2006
Kommentare: 16'520
GS wettet 2015 auf einen schwachen Franken

Unter anderem raten die Experten ihrer Anlagekundschaft auf einen gegenüber der Schwedischen Krone schwächeren Franken zu wetten. Sie rechnen damit, dass sich der Kurs des Währungspaars von aktuell 7,70 auf 7 Kronen je Franken abschwächen wird. Nur bei einem Anstieg auf über 8,10 Kronen sollten Anleger das Handtuch werfen, so die Verfasser der Studie.

An dieser Stelle sei erwähnt, dass sich die Empfehlung nicht direkt gegen den Franken richtet. Die Strategen erwarten in erster Linie eine gegenüber dem Euro stärkere schwedische Krone. Die Teuerung in Schweden sei mit jener im Euroraum vergleichbar. Die diesbezüglichen Aussagen der Zentralbankverantwortlichen halten die Experten für fehl am Platz. Denn während der Druck auf das Preisniveau im Euroraum eine Folge der Preis- und Lohnunterschiede und damit struktureller Natur sei, sei der Teuerungsrückgang in Schweden nur ein vorübergehendes Phänomen.

Die Studienverfasser sind sich einig: Sobald sich in diesem Zusammenhang eine Normalisierung bemerkbar macht, wird sich die Geldpolitik der Skandinavier von jener der Europäischen Zentralbank (EZB) abkoppeln und die Krone gegenüber dem Euro gewinnen.

In erster Linie rechnen die Experten folglich mit einem schwächeren Euro. Nur aufgrund des im September vor drei Jahren von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) zur Stützung der europäischen Einheitswährung eingeführten Mindestkurses empfehlen sie die Krone gegen Franken zu kaufen. Denn vom Mindestkurs ausgehend sehen sie zusätzliches Aufwärtspotenzial, sollte der Franken zum Euro schwächer werden.

Nachdem der Euro vergangene Woche gegenüber dem Franken auf den tiefsten Stand seit mehr als zwei Jahren gefallen war, konnte er sich vom Mindestkurs etwas nach oben lösen. Losgetreten wurde die Erholung von Spekulationen, wonach die SNB mit Devisenkäufen zugunsten der europäischen Einheitswährung interveniert habe.

Solche Interventionen lässt auch der Anstieg der Giroguthaben inländischer Banken von 5 Milliarden Franken innerhalb gerade mal einer Woche vermuten. Es gibt allerdings auch noch andere mögliche Erklärungen für dieses Phänomen.

Spätestens am Freitag in einer Woche wissen wir mehr. Dann nämlich wird die SNB die Öffentlichkeit über den Umfang und die Zusammensetzung der Fremdwährungsreserven informieren und damit Licht in die Angelegenheit bringen.

http://www.cash.ch/news/top_news/goldman_sachs_wette_gegen_den_franken-3...

 

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

Elias
Bild des Benutzers Elias
Online
Zuletzt online: 20.10.2017
Mitglied seit: 02.10.2006
Kommentare: 16'520
Ausblick auf die globalen Finanzmärkte 2015

Die Experten der Bank Julius Bär sind überzeugt, dass die Dynamik in der globalen Wirtschaft nicht unterschiedlicher sein könnte. Die entwickelten und die aufstrebenden Länder erleben ein Auseinanderdriften ihrer Wachstumspfade – die Volkswirtschaften mit starkem Wachstum erhöhen die Schlagkraft, während diejenigen mit schwächerer Dynamik sich weiter abmühen. Für Anleger heisst dies: Das Auseinanderdriften von Zinsen und Wechselkursen kann 2015 weitergehen. Der Leitsatz für Anleger im Jahr 2015 muss deshalb heissen: Kurs halten, liquide bleiben und in Wachstumsthemen investieren.

Deutliche Anzeichen für eine Konjunkturbeschleunigung lassen sich derzeit bei einer Mehrheit entwickelter wie auch aufstrebender Länder mit bereits ansprechendem Wachstum beobachten. Im Sog der USA, die ein führender globaler Wachstumstreiber geworden sind, zeigen sich wichtige Volkswirtschaften wie Kanada, Mexiko, Grossbritannien, die Schweiz, Spanien, die Niederlande und Schweden auf Konjunkturbeschleunigungskurs. Daneben hat sich in Asien unter Führung von China und Indien, kaufkraftbereinigt die Nummern zwei und drei in Bezug auf Wirtschaftsgrösse und beide mit starken und fähigen Regierungen, eine starke Ländergruppe gebildet. Diese trägt mit einem stetigen Expansionskurs erheblich zum globalen Wachstum von 3.6% für 2015 bei. Damit wird die Weltwirtschaft aber nur wenig über der Wachstumsrate von 3.2% im laufenden Jahr liegen, weil sich im kommenden Jahr eine wichtige Gruppe von Ländern weiterhin nur unterdurchschnittlich entwickeln wird. In ihrer Gesamtheit wird die Eurozone, mit durchschnittlich nur 0.8% Wachstum für 2015, der gewichtigste Bremser unter den entwickelten Ländern sein. Doch auch hier ist von einer stark unterschiedlichen Dynamik auszugehen. Neben den dynamischeren Ländern Spanien und den Niederlanden geht es den drei grössten Euroländern konjunkturell gegenwärtig etwas weniger gut: Deutschland dümpelt zyklisch dahin, Frankreich stagniert und Italien verharrt in der Rezession. Eine konjunkturell träge Eurozone wirkt sich insgesamt auch belastend auf das Wachstum der Schweiz aus und macht den Schwung des stärkeren US Dollars, von dem die Schweizer Exporteure nach Amerika oder Asien profitieren, mehr als wett. Die Überwindung der zyklischen Delle scheint bei vielen Schwellenländern offensichtlich länger zu brauchen als bisher erwartet und wichtige Vertreter dieser Ländergruppe wie Brasilien, Russland und Südafrika werden vorerst weiterhin eine träge bzw. rezessive Konjunkturentwicklung zeigen.

Die bisherige, grosse globale Produktionslücke wird bestehen bleiben

Janwillem Acket, Chefökonom der Bank Julius Bär, erklärt: „Es darf nicht erstaunen, dass im globalen Rahmen die Angebotsdynamik weiterhin über derjenigen der Nachfrage liegen und übers Jahr 2015 die Preissetzungsmacht der Unternehmen einschränkt bleiben wird. Die wichtigen Notenbanken werden daher mehr Zeit zum Abwarten und Analysieren haben.“ Eine bescheidene Wachstumsdynamik und schwache Teuerung werden vermutlich den Beginn der ersten Zinserhöhungen und die Normalisierung der Geldpolitik bis ins vierte Quartal 2015 oder sogar noch später verzögern, wobei dies abhängig von den Wirtschaftsdaten ist. Es ist zu erwarten, dass von den Zentralbanken der G10 die US Federal Reserve und die Bank von England als erste Akteure mit dieser Politikänderung auftreten werden. Die Geldpolitik ist somit auch ein Gebiet, wo Unterschiede zwischen den Volkswirtschaften bestehen, so bleibt eine weitere Lockerung der geldpolitischen Bedingungen für längere Zeit im Fokus der der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Bank von Japan. Vor diesem Hintergrund bleibt der Schweizerischen Nationalbank nichts anderes übrig, als an ihrer gegenwärtigen Geldpolitik festzuhalten und mit allen verfügbaren Mitteln den Mindestkurs von 1.20 Franken im Verhältnis zum Euro zu verteidigen und somit indirekt die beinahe Null-Zins-Politik der EZB nachzuvollziehen. Mehr Aufwertungspotenzial als die oben erwähnten Währungen der G10-Zentralbanken haben, nach ökonomisch-fundamentalen Kriterien und mit einem Zeithorizont von 12 Monaten, folgende Währungen: der kanadische und der neuseeländische Dollar, der ungarische Forint, der mexikanische Peso, der chinesische Renminbi, der südafrikanische Rand und sogar die indische Rupie.

Das Rätsel EZB – gefangen in den Rollen der Geldpolitik und Bankenüberwachung

Die EZB hat die Doppelrolle, die Geldpolitik zu definieren und das Bankensystem der Eurozone zu überwachen. Als geldpolitische Akteurin, die mit Zinsen bei null operiert, versucht die EZB, das Wachstum der Eurozone zu fördern und die Deflation zu bekämpfen. Einerseits redet die EZB den Euro klein, um die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der Exporteure der Eurozone zu verbessern. Andererseits verwendet die EZB unkonventionelle Instrumente wie gezielte Kreditfazilitäten und Wertpapierkäufe, mit dem Ziel, ihre Bilanz um EUR 1 Bio. zu vergrössern, um die Kreditklemme in der Peripherie der Eurozone zu beseitigen und generell die Kreditaktivität der Banken anzuregen. Aber als Aufsichtsgremium der systemrelevanten Banken der Eurozone hat die EZB sicherzustellen, dass in den Bankbilanzen ungesunde Teile abgebaut und diese strukturell verstärkt werden. Strengere Regeln haben dazu geführt, dass die Banken der Eurozone ihre Kapitalquoten und Reserven derart stark erhöht haben, dass sie bereits über genügend Zentralbankliquidität verfügen. Da jedoch das wirtschaftliche Umfeld in der Eurozone für aggressive Kreditengagements riskant bleibt, zeigen die betroffenen Banken Zurückhaltung bei ihrem Appetit für zusätzliche EZB-Liquidität. Unter diesen Umständen wird die EZB ihr Ziel der Bilanzausweitung um EUR 1 Bio. weder erreichen noch den Euro längerfristiger schwächen können, zumal dieser fundamental unterbewertet ist. „Sobald die seit Mitte 2014 bestehende lockere Geldpolitik der EZB ab Q2 2015 das Wachstum in der Eurozone anzukurbeln beginnt, wird der Aufwertungsdruck auf den Euro übers Jahr 2015 zunehmen“, schlussfolgert Janwillem Acket. Eine starke Wechselkursbeeinflussung durch die EZB mittels einer zu verteidigenden Wechselkursschwelle für den Euro, ganz ähnlich wie es die SNB beim Franken zum Euro aus Schweizer Sicht betreibt, wäre eine vernünftige Idee in der heutigen verzwickten Lage. Kurzfristig erscheint aber eine solch radikale Massnahme unwahrscheinlich. Die grosse Unbekannte wird daher die Art und Weise sein, wie die EZB mit diesen unmittelbaren Trends umgeht.

Investoren sollten am Kurs festhalten, liquide bleiben und in Wachstumsthemen investieren

Für Anleger heisst dies: Das Auseinanderdriften von Zinsen und Wechselkursen wird 2015 wohl weitergehen. Christian Gattiker, Chefstratege und Leiter Research der Bank Julius Bär, führte aus, dass dies insbesondere bei den angelsächsischen Ländern der Fall sein wird, bei denen Zinsnormalisierung ein Thema werden könnte – dies im Gegensatz zu Europa und Japan. Ungleichgewichte werden auch in anderen Regionen zutage treten, etwa in China und Indien, die erste Früchte von jüngst eingeführten Reformen ernten, wogegen Volkswirtschaften wie Brasilien und Südafrika hinterherhinken. Trotz herausforderndem Umfeld sollten die Aktienmärkte in den nächsten Monaten eine ansehnliche Rendite abwerfen: Die Zinsen sind derzeit gut gedeckelt, die Inflation gering, die geldpolitische Unterstützung immer noch reichlich und die Gewinne der Unternehmen hoch oder auf dem Weg der Erholung. Dagegen sehen die Kapitalmärkte je länger je mehr teuer aus, obwohl die Obligationen in nächster Zukunft die Stimmung wahrscheinlich nicht trüben. Denn die Zentralbanken sind weltweit immer noch grosszügig auf der Käuferseite. Christian Gattiker hält fest: „Der Leitsatz für Anleger im Jahr 2015 muss deshalb heissen: Kurs halten, liquide bleiben und in Wachstumsthemen investieren.“ 

  • Kurs halten: Der Anlagenotstand bleibt aufrechterhalten, da die Zentralbanken global immer noch auf Reflationskurs sind.
  • Liquide bleiben: Anleger sollte illiquide Anlagen möglichst noch im jetzigen Umfeld liquidieren, falls sie nicht bereit sind, diese über den ganzen Zyklus zu halten. Da in grossen Kapitalmärkten wie dem US-amerikanischen in den nächsten Quartalen das Gespenst der Zinsnormalisierung umgeht, könnte sich das Fenster zum Verkauf von wenig gehandelten Anlagen über Nacht schliessen. 
  • In Wachstumsthemen investieren: Viele Finanzanlagen weisen inzwischen sportliche Bewertungsniveaus auf – die bevorzugte Art, die Bewertung wieder zu normalisieren, heisst Wachstum. Jedoch scheint Wachstum angesichts der doch recht durchschnittlichen Aussichten für die Weltwirtschaft in den nächsten zwölf Monaten nicht gerade reichlich vorhanden zu sein. Demnach dürften die Anleger bei passiven Anlagen kaum grosse Renditen erzielen. Stattdessen sollte in Wachstumssegmente wie elektrische Autos, die digitale Umwälzung in vielen Märkten, Energieinfrastruktur und Weiterbildung, die alle überdurchschnittliche Wachstumsperspektiven bieten, investiert werden.

Gute Politik in Asien – Wachstum im Gesundheitswesen und ‚Dividendenaristokraten‘

Neue Regierungen in China, Indien und Japan haben in den letzten Monaten und Quartalen Reformen umgesetzt, die sich positiv auf die Wirtschaft und die Finanzmärkte 2015 auswirken werden. Insbesondere China ist im Begriff, seine wenig effizienten Staatsunternehmen neu aufzustellen, was zunehmend positiv auf die realwirtschaftliche und finanzmarkseitige Performance durchschlägt. Was Europa und die USA betrifft, dürften die Anleger am besten am Thema der ‚Dividendenaristokraten‘ festhalten. Das sind Unternehmen, die über Jahre ihre Auszahlungen durchs Band erhöht haben. Gesundheitsaktien sind das andere grosse Aktienthema – hier scheint ein neuer langfristiger Zyklus eingeleitet, nach Jahren der Überbewertung, fehlender Produktepipelines und Gesundheitsreformen. Aus regionaler Sicht bevorzugen die Spezialisten von Julius Bär weiterhin die USA gegenüber Europa und bei den Schwellenländern Asien gegenüber dem Rest der Welt. Für Europa muss die Europäische Zentralbank (EZB) zuerst aufs Ganze gehen oder ein klarer Trend zur Genesung der europäischen Wirtschaft absehbar sein, bevor eine Umschichtung in europäische Anlagewerte sinnvoll wird. Derzeit scheint aber keine der beiden Optionen klar absehbar – was dafür spricht, das entsprechende Signal erst abzuwarten. Die Schweiz und mit ihr Schweizer Anlagen sollten dagegen besser abschneiden, insbesondere solche jener Unternehmen, die ausserhalb Europas tätig sind.

http://www.juliusbaer.com/media/de/news/news-detailseite/item/ausblick-a...

 

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

DM2000
Bild des Benutzers DM2000
Offline
Zuletzt online: 31.01.2015
Mitglied seit: 03.09.2014
Kommentare: 129

Im Geberit Thread findet ihr, in meinem letzten Beitrag vom 26.11.2014, meine Prognose für die kommenden 12-18 Mte.

Elias
Bild des Benutzers Elias
Online
Zuletzt online: 20.10.2017
Mitglied seit: 02.10.2006
Kommentare: 16'520

DM2000 hat am 26.11.2014 - 12:44 folgendes geschrieben:

Im Geberit Thread findet ihr, in meinem letzten Beitrag vom 26.11.2014, meine Prognose für die kommenden 12-18 Mte.

3 Mal das gleiche Posting. Wie oft willst du es denn noch posten?

Keine bange, ich werde dich schon noch daran erinnern.

 

Für 2015 haben einige Forumsteilnehmer auch schon den Untergang prophezeit. Von den missratenen Sell-In-May-Prognosen ganz zu schweigen.

 

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

Elias
Bild des Benutzers Elias
Online
Zuletzt online: 20.10.2017
Mitglied seit: 02.10.2006
Kommentare: 16'520
Strategen überzeugt: Aktien steigen auch 2015

Den Anfang machten vor wenigen Wochen die beiden Schweizer Grossbanken: Sowohl die Strategen der UBS als auch ihre für die Credit Suisse tätigen Berufskollegen legten den Ausblick für das kommende Börsenjahr vor.

Seither treffen nahezu täglich weitere solche Werke von anderen Banken ein, oftmals in einem für den Leser kaum zu bewältigenden Umfang von 100 oder mehr Seiten.

Ich habe mir in den letzten Tagen Zeit genommen, um mich durch die mir zugespielten Ausblicke durchzuarbeiten. Nachstehend nun nicht nur eine Zusammenfassung, sondern auch eine Würdigung der Erwartungen und Prognosen. So viel sei schon mal vorweggenommen: Nahezu alle Banken und ihre Aktienstrategen rechnen bis weit ins nächste Jahr hinein noch einmal mit steigenden Aktienkursen.

Allen voran die bei der UBS auf der Lohnliste der Investmentbank stehenden Experten. Ihre Präferenzen liegen ganz klar auf den europäischen Aktienmärkten, denen sie im kommenden Jahr so einiges zutrauen. Für den breit gefassten Stoxx-600-Index lässt sich vom Jahresendziel von 380 Punkten ein Aufwärtspotenzial von gut 10 Prozent ableiten. Unter gewissen Umständen sagen die Strategen dem Börsenbarometer sogar einen Anstieg um 30 Prozent auf 235 Zähler vorher.

Zuversichtlich zeigt man sich im Ausblick auch für den amerikanischen Aktienmarkt. Die Verfasser sehen den breit gefassten S&P-500-Index bis Ende des nächsten Jahres auf 2225 Punkte klettern. Im besten Fall sei mit einem Anstieg bis auf 2400 Zähler zu rechnen. Ihre Zuversicht begründen die Experten mit den soliden Bilanzen und den davon ausgehenden Übernahmefantasien sowie mit den guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Die für die Credit Suisse tätigen Berufskollegen sehen den S&P-500-Index bis Mitte nächsten Jahres bis auf 2200 Punkte klettern. Im Zuge einer restriktiveren Zinspolitik der US-Notenbank werde das amerikanische Börsenbarometer im weiteren Jahresverlauf auf 2100 Zähler zurückfallen.

Was das Börsenumfeld anbetrifft, so verströmen die Experten der kleineren der beiden Schweizer Grossbanken weiterhin Zuversicht: Die Risikoprämie für Aktien bleibe attraktiv hoch, die Geldpolitik der meisten führenden Zentralbanken ultralocker, die Überschussliquidität weltweit noch immer expansiv und das Momentum bei den Unternehmensgewinnen gut.

Das Jahresendziel der Credit Suisse von 2100 Punkten für den S&P-500-Index deckt sich mit jenem von Barclays Capital. Auch die Briten trauen der amerikanischen Leitbörse in ihrem Ausblick nur noch einen geringen Anstieg zu. Die Verfasser geben deshalb ganz klar den europäischen Aktienmärkten den Vorzug. Und das nicht ohne Grund, trauen sie diesen im Laufe des nächsten Jahres unter Aufrechnung der Dividendenabgänge doch ein Aufwärtspotenzial von 18 Prozent zu.

Da die Experten die Qualitätsaktien für überteuert halten, schneidet der Schweizer Aktienmarkt im europäischen Vergleich nicht sonderlich gut ab. Unter die 60 im "Global Recommended Portfolio" berücksichtigten Schlüsselempfehlungen schaffen es nur gerade die Papiere von Adecco. Damit ist eigentlich auch schon alles gesagt.

Noch bis vor wenigen Wochen sorgten die Strategen von BNP Paribas mit ihrer negativen Haltung zu den Märkten für Schlagzeilen. Davon ist im Ausblick der Franzosen für das kommende Jahr nicht mehr viel zu spüren. In Erwartung eines durchschnittlichen Wachstums von gut 8 Prozent bei den Unternehmensgewinnen trauen sie den europäischen Aktienmärkten im Verlauf ein Plus von 9 Prozent zu. In der Erwartung, dass die Kursnotierungen vorübergehend über ihren rechnerischen fairen Wert klettern, raten die Verfasser des Ausblicks der eigenen Anlagekundschaft neuerdings sogar zum Auf- bzw. Ausbau von Aktienengagements.

Bei Julius Bär hält man hingegen an Altbewährtem fest. Die für die Zürcher Bank tätigen Strategen setzen weiterhin auf die amerikanische Leitbörse und sagen ihr eine Fortsetzung des Höhenflugs vorher - und stellen sich damit gegen die Meinung der meisten anderen Banken. Das Wirtschaftswachstum in Übersee sei weiterhin robust, die konjunkturellen Frühindikatoren ansteigend und die Unternehmen würden ihre Versprechen in Bezug auf die Umsatz- und Gewinnentwicklung einhalten, so begründen die Experten ihren Optimismus.

Geht es nach den Strategen von Julius Bär, dann werden die europäischen Aktienmärkte frühestens in der zweiten Jahreshälfte ihre Muskeln spielen lassen. Ab dann sollte der Effekt des schwächeren Euro und der nachlassenden Deflationsängste einsetzen, so schreiben sie.

Was mir bei allen mir vorliegenden Ausblicken ins Auge sticht ist, dass alle Banken von ähnlichen wenn nicht gar denselben wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ausgehen. Wäre ich ein Klassenlehrer beim Korrigieren von Klausuren, so würde bei mir der Verdacht aufkommen, die Schüler hätten einander abgeschrieben.

Vielleicht liegt es an den historisch tiefen Zinsen und der ultralockeren Geldpolitik der Zentralbanken führender Wirtschaftsnationen, vielleicht handelt es sich aber auch nur um allgemeinen Zweckoptimismus. Schliesslich müssen die Anlagekunden bei Laune gehalten werden. Niemand überbringt gerne negative Nachrichten, auch wenn heutzutage anders als im Mittelalter keine Köpfe mehr rollen.

Vermutlich wollen sich die Banken und ihre Aktienstrategen mit ihrer Meinung auch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Denn wenn man sich im Rahmen der allgemein gängigen Erwartungen und Prognosen bewegt, läuft man auch nicht Gefahr, in Erklärungsnot zu geraten. Den Anlagekundinnen und -kunden ist damit meines Erachtens nur bedingt geholfen.

http://www.cash.ch/news/top_news/strategen_ueberzeugt_aktien_steigen_auc...

 

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

MarcusFabian
Bild des Benutzers MarcusFabian
Offline
Zuletzt online: 18.11.2016
Mitglied seit: 19.05.2006
Kommentare: 16'379

Karat1 hat am 24.11.2014 - 06:56 folgendes geschrieben:

Finde es gut, wenn hier jemand mal die publizierten Prognosen für 2015 mal in einem Thread zusammenfasst. So ist es dann im Laufe des Jahres 2015 möglich den Wert und Sinn solcher "Voraussagen" zu prüfen.

Sehe ich auch so. Und ich freue mich schon darauf, wenn wir uns im Januar 2015 den Thread Prognosen für 2014 zu Gemüte führen, um die vor einem Jahr gemachten Prognosen für das mittlerweile abgelaufene 2014 dem Realitäts-Check zu unterziehen. Wink

 

MarcusFabian
Bild des Benutzers MarcusFabian
Offline
Zuletzt online: 18.11.2016
Mitglied seit: 19.05.2006
Kommentare: 16'379

Parabelförmige Kursbewegungen finden nie ein gutes Ende! 28.11.2014  |  David Chapman 

Der aktuelle Aktienmarkt erzeugt eine Art Déjà-vu. Parabelförmige Kursentwicklungen, so wie die aktuelle, sind nicht unbedingt alltäglich. Dennoch arbeitet der Markt gerade an seiner dritten Parabel in 20 Jahren. Zweifelsohne wird gepredigt werden, dass “dieses Mal alles anders ist”. Diese Behauptung wurde in der Vergangenheit wiederholt aufgestellt, um parabolische Bewegungen zu rechtfertigen. Aber am Ende ist es immer das Gleiche. Der Markt steigt steil an und bricht dann zusammen.

Open in new window

Charts erstellt mit Hilfe von Omega TradeStation 2000i. Chartdaten zur Verfügung gestellt von Dial Data



Der aktuelle Aktienmarkt erzeugt eine Art Déjà-vu. Parabelförmige Kursentwicklungen, so wie die aktuelle, sind nicht unbedingt alltäglich. Dennoch arbeitet der Markt gerade an seiner dritten Parabel in 20 Jahren. Zweifelsohne wird gepredigt werden, dass “dieses Mal alles anders ist”. Diese Behauptung wurde in der Vergangenheit wiederholt aufgestellt, um parabolische Bewegungen zu rechtfertigen. Aber am Ende ist es immer das Gleiche. Der Markt steigt steil an und bricht dann zusammen.

Die derzeitige Parabelbewegung nach oben war steiler und länger als die vorangegangenen zwei. Die aktuelle Aufwärtsbewegung entstand aus den Tiefen des Finanzcrashs von 2008 und folgte der Rettung einiger der größten Banken der Welt, einer Kürzung der Zinsen auf schlussendlich Null und dem Beginn von QE.

Während die Experten eine wirtschaftliche Erholung in den USA anpreisen, sieht die Realität anders aus: Von dem auf einen kleinen Bereich konzentriertem Wachstum profitieren vorrangig die bessergestellten (das obere 1%) und die Bildungselite, während der Rest der Wirtschaft in Arbeitslosigkeit und gering bezahlten Supermarktjobs feststeckt. Oder wie es ein Experte erklärte: Die USA sind zu einer Nation von Kellnern und Barkeepern geworden. Ein Beschäftigungswachstum gab es vorrangig bei Teilzeitjobs mit wenigen oder gar keinen Vorteilen.

Aber der Aktienmarkt hat profitiert, wie schon von 1995 bis 2000 (niedrige Zinssätze und schnell wachsendes Geldangebot) sowie 2002 bis 2007 (eine wahre Flut an Liquidität plus niedrige Zinsen). Auch wenn der aktuelle Anstieg schon länger anhält - 68 Monate bis jetzt gegenüber 63 Monate 1995-2000 und 60 Monate 2002-2007 - so ist der Zuwachs bis jetzt geringer ausgefallen als der von 1995-2000. Bis heute ist der Markt (dargestellt durch den S&P 500) um 208% gestiegen gegenüber 251% von 1995-2000 und nur 105% von 2002-2007. Wieder einmal zeichnet sich der Zeitraum durch extrem niedrige Zinssätze aus in Verbindung mit QE1, 2 und 3.

Viel wichtiger ist, was passierte, als der Marktanstieg endete. Während des Hightech-/Internetbärenmarktes von 2000 bis 2002 fiel der S&P 500 um 58%. Der Zusammenbruch zog sich ganze 31 Monate hin. Der Crash von 2007 bis 2009 war in lediglich 17 Monaten vorbei.

Marktzusammenbrüche von 50% oder mehr geschehen nicht oft. Dennoch gab es in einem Zeitraum von etwa acht Jahren zwei davon. Bei einem Blick auf die Geschichte des Dow Jones Industrials (DJI) konnte ich nur drei andere solche Ereignisse finden und sie alle ereigneten sich Anfang des vorigen Jahrhunderts. Vom November 1903 bis zum Januar 1906 stieg der DJI in einem Zeitraum von 44 Monaten um 144%. Dem folgte die Panik von 1907, als der Aktienmarkt innerhalb von 22 Monaten vom Januar 1906 bis zum November 1907 um 49% fiel.

Die Mutter des ganzen war der Bullenmarkt der “Roaring Twenties”, der im Oktober 1923 begann und im August 1929 seinen Höhepunkt erreichte (das tatsächliche Datum war der 3. September 1929) - eine Zeitraum von 70 Monaten. Der Zuwachs betrug 349%. Dem folgte der Crash der “Großen Depression” und der DJI brach in den nächsten 35 Monaten um 89% zusammen, bis er im Juli 1932 seinen Boden erreichte.

Der Markt erholte sich von dem großen Crash von 1929-1932 und stieg vom Juli 1932 bis zum Höhepunkt im März 1937 um 382%, ein Anstieg der sogar die “Roaring Twenties” übertraf. Nichtsdestoweniger blieb er deutlich unter den Höhen von 1929. Die Höhepunkte von 1929 wurden nicht vor 1954 übertroffen. Was folgte, war ein weiterer niederschmetternder Crash. Zunächst kam es zur Panik von 1937, die im März 1938 ihren Boden erreichte und während der der DJI um 50% fiel. Die Erholung im Laufe des nächsten Jahres war dürftig und als 1939/1940 der Krieg ausbrach, begann der Markt einen zweiten Abstieg. Der Boden war nicht vor April 1942 erreicht und zu diesem Zeitpunkt hatte der Markt 53% gegenüber seinem Hoch vom März 1937 verloren.

Es gab andere, steile Aufwärtsbewegungen in den Aktienmärkten, aber nur wenige waren so beeindruckend wie von 1923-1929 und von 1932-1937. Darüber hinaus folgte ihnen auch kein zerstörerischer Zusammenbruch von 50%. Der Bullenmarkt von 1982-1987 erlebte einen DJI-Zuwachs von 256% und dauerte 60 Monate an. Doch der anschließende Crash war eher nur ein Blitz, da er nur etwa zwei Monate dauerte und einen Verlust von 36% bedeutete.

Natürlich könnte man argumentieren, dass die Aufwärtsbewegung vom März 2009 aus nicht einfach gerade nach oben ging, sondern ein paar Unterbrechungen hatte. Eine parabolische Kursentwicklung geht niemals gerade nach oben. Während der Korrektur vom April 2011 bis zum Oktober 2011 fiel der DJI um 17%. Bis jetzt war dies die einzige ernstzunehmende Korrektur, seitdem der Bullenmarkt im März 2009 begann. Aber alles in allem kann dies als parabolische Kursentwicklung betrachtet werden, oder wie manche es auch nennen würden, eine Blase. In einem Markt, der sich in einer Blase befindet, sind Gier und Euphorie extrem hoch und die Zurückhaltung gering. Mit anderen Worten: “Dieses Mal ist alles anders.”

Die Marktexperten sprechen vom “Erklimmen einer Wand der Sorge“. Das könnte zutreffen, aber normalerweise dauern diese nicht so lange an. Mit 68 Monaten dauert dieser Bullenanstieg schon fast so lange wie der Markt von 1923-1929. Und jeder weiß, wie der endete. Der aktuelle Anstieg war auch der steilste. Im Vergleich dazu erscheint der Bullenmarkt von 2002-2007 fast als sanfter Anstieg. Dennoch befand sich der RSI-Indikator nicht solange im überkauften Bereich wie von 1995-2000. In diesem Zeitraum blieb der RSI fast durchgängig über 70. Im heutigen Markt blieb der RSI länger über 70 als während der Anstieg 1903-1907, 1923-1929 und 1932-1937.

Open in new window

Charts erstellt mit Hilfe von Omega TradeStation 2000i. Chartdaten zur Verfügung gestellt von Dial Data



Ein überkaufter RSI ist nicht das einzige negative Zeichen. Derzeit befindet sich der S&P 500 13,7% über seinem 23-monatigen exponentiellen, gleitenden Durchschnitt (EMA). Das ist nicht so schlimm wie 2000, als der S&P 500 mehr als 18% über dem 23-monatigen gleitenden Durchschnitt lag. Aber es ist höher als die +10% während der Spitze von 2007. Diese Überschüsse sind tatsächlich unzuverlässige “Spieler”. Während der Höhen von 1906 lag der DJI 41,6% über dem 23-monatigen EMA. Im Vergleich dazu ist der aktuelle Markt ein sanfter Anstieg.

Während die US-Aktienmärkte größtenteils neue Höhepunkte erreicht haben, gilt das für nichts und niemand anderen. Die europäischen Aktienmärkte bleiben unter ihren Höhepunkten, so wie die meisten asiatischen Märkte. Der kleinkapitalisierte Russell 2000 bleibt unter seinem Allzeithoch. Die Märkte sollten zusammen Höhen erreichen oder sich zumindest gegenseitig bestätigen. Nur die hochkapitalisierten US-Märkte scheinen wöchentlich und täglich neue Höhepunkte auszumachen. Das ist eine Abweichung, die es zu lösen gilt.

Man sollte sich auch sorgen machen über die wachsende Kluft zwischen Hochertragsanleihen (Junk) und US-Staatsanleihen. Diese Kluft hat sich in jüngster Zeit vergrößert, obwohl sie sich nicht einmal annähernd auf dem Stand befindet, wie während der Finanzkrise von 2008 oder auf einem Level, das die Alarmglocken zum Schrillen bringt. Dennoch sollte man diese sich ausweitende Kluft nicht ignorieren. Als die Aktienmärkte 2007 ihre Höhen erreichten, hatte sich die Ertragskluft zwischen Hochertragsanleihen und US-Staatsanleihen bereits auszuweiten begonnen. Wieder einmal erreichen die Aktienmärkte neue Höhen, während sich die Ertragskluft ausweitet. Während der Korrektur von 2011 vergrößerte sich die Ertragslücke während der Markt fiel, beides lief also gemeinsam ab.

Könnte der Aktienmarkt wirklich explosionsartig nach oben gehen? Die einfache Antwort lautet ja. Aber dazu kommt es eventuell nicht, bis nicht wenigstens eine Korrektur einer gewissen Größenordnung abgeschlossen wurde. Es könnte nur ein Rückzug von 10% sein, aber solange die 1.800 beim S&P 500 halten, könnte der Markt im Bullenmodus bleiben. Selbst ein Einbruch unter 1.800 müsste weiter bestätigt werden. Doch angesichts der Dauer, die dieser Markt bereits parabelförmig höher gestiegen ist und der Warnsignale bevorstehender Gefahren, könnte aktuell nicht die beste Zeit sein, um wieder auf eine weitere große Aufwärtsbewegung zu hoffen.

Es ist ungewöhnlich, dass es in den letzten 20 Jahren drei parabolische Bewegungen nach oben gab. Zwei davon nahmen ein schlechtes Ende. Die Chancen stehen gut, dass die aktuelle ebenfalls nicht so gut ausgeht. Der Boden dieser Kanals liegt derzeit bei etwa 600. Das wäre ein langer Weg von den heutigen Ständen aus.


© David Chapman
MGI Securities
www.mgisecurities.com
www.davidchapman.com

 

Supermari
Bild des Benutzers Supermari
Offline
Zuletzt online: 27.05.2016
Mitglied seit: 30.07.2014
Kommentare: 993

Punkt 1: Erst mal müsste man beim S&P die 1800 nach unten verlassen. Das wären auch schon über -10%.

Punkt 2: Erst mal müsste man beim S&P die 1600 nach unten verlassen. Das wären auch schon -25%.

Punkt 3: Sollte man die Charts evtl. mit längerer Laufzeit anschauen... und vor allem sollte der lustige Verfasser log. Skalen benutzen und das bei beiden Charts. Alles andere dient der Täuschung.

Punkt 4: Weil dann sieht man das wir nun ca. 15 Jahre Seitwärtsphase hatten... auch schon öfters gehabt. Und wenn Ausbruch daraus ging es eigentlich immer sehr stark rauf.

 

Denke Schreiber Stand heute wird lange auf seine 600 warten können... :bye: Meinung ändere ich allenfalls sollten die 1600 mal nachhaltig gebrochen worden sein. Diese halte ich jedenfalls als ein wahrscheinliches Ziel nach unten. Etwas wie die 8100 beim Dax z.B.

DM2000
Bild des Benutzers DM2000
Offline
Zuletzt online: 31.01.2015
Mitglied seit: 03.09.2014
Kommentare: 129

MarcusFabian hat am 29.11.2014 - 10:53 folgendes geschrieben:

Parabelförmige Kursbewegungen finden nie ein gutes Ende! 28.11.2014  |  David Chapman 

Der aktuelle Aktienmarkt erzeugt eine Art Déjà-vu. Parabelförmige Kursentwicklungen, so wie die aktuelle, sind nicht unbedingt alltäglich. Dennoch arbeitet der Markt gerade an seiner dritten Parabel in 20 Jahren. Zweifelsohne wird gepredigt werden, dass “dieses Mal alles anders ist”. Diese Behauptung wurde in der Vergangenheit wiederholt aufgestellt, um parabolische Bewegungen zu rechtfertigen. Aber am Ende ist es immer das Gleiche. Der Markt steigt steil an und bricht dann zusammen.

Open in new window

Charts erstellt mit Hilfe von Omega TradeStation 2000i. Chartdaten zur Verfügung gestellt von Dial Data



Der aktuelle Aktienmarkt erzeugt eine Art Déjà-vu. Parabelförmige Kursentwicklungen, so wie die aktuelle, sind nicht unbedingt alltäglich. Dennoch arbeitet der Markt gerade an seiner dritten Parabel in 20 Jahren. Zweifelsohne wird gepredigt werden, dass “dieses Mal alles anders ist”. Diese Behauptung wurde in der Vergangenheit wiederholt aufgestellt, um parabolische Bewegungen zu rechtfertigen. Aber am Ende ist es immer das Gleiche. Der Markt steigt steil an und bricht dann zusammen.

Die derzeitige Parabelbewegung nach oben war steiler und länger als die vorangegangenen zwei. Die aktuelle Aufwärtsbewegung entstand aus den Tiefen des Finanzcrashs von 2008 und folgte der Rettung einiger der größten Banken der Welt, einer Kürzung der Zinsen auf schlussendlich Null und dem Beginn von QE.

Während die Experten eine wirtschaftliche Erholung in den USA anpreisen, sieht die Realität anders aus: Von dem auf einen kleinen Bereich konzentriertem Wachstum profitieren vorrangig die bessergestellten (das obere 1%) und die Bildungselite, während der Rest der Wirtschaft in Arbeitslosigkeit und gering bezahlten Supermarktjobs feststeckt. Oder wie es ein Experte erklärte: Die USA sind zu einer Nation von Kellnern und Barkeepern geworden. Ein Beschäftigungswachstum gab es vorrangig bei Teilzeitjobs mit wenigen oder gar keinen Vorteilen.

Aber der Aktienmarkt hat profitiert, wie schon von 1995 bis 2000 (niedrige Zinssätze und schnell wachsendes Geldangebot) sowie 2002 bis 2007 (eine wahre Flut an Liquidität plus niedrige Zinsen). Auch wenn der aktuelle Anstieg schon länger anhält - 68 Monate bis jetzt gegenüber 63 Monate 1995-2000 und 60 Monate 2002-2007 - so ist der Zuwachs bis jetzt geringer ausgefallen als der von 1995-2000. Bis heute ist der Markt (dargestellt durch den S&P 500) um 208% gestiegen gegenüber 251% von 1995-2000 und nur 105% von 2002-2007. Wieder einmal zeichnet sich der Zeitraum durch extrem niedrige Zinssätze aus in Verbindung mit QE1, 2 und 3.

Viel wichtiger ist, was passierte, als der Marktanstieg endete. Während des Hightech-/Internetbärenmarktes von 2000 bis 2002 fiel der S&P 500 um 58%. Der Zusammenbruch zog sich ganze 31 Monate hin. Der Crash von 2007 bis 2009 war in lediglich 17 Monaten vorbei.

Marktzusammenbrüche von 50% oder mehr geschehen nicht oft. Dennoch gab es in einem Zeitraum von etwa acht Jahren zwei davon. Bei einem Blick auf die Geschichte des Dow Jones Industrials (DJI) konnte ich nur drei andere solche Ereignisse finden und sie alle ereigneten sich Anfang des vorigen Jahrhunderts. Vom November 1903 bis zum Januar 1906 stieg der DJI in einem Zeitraum von 44 Monaten um 144%. Dem folgte die Panik von 1907, als der Aktienmarkt innerhalb von 22 Monaten vom Januar 1906 bis zum November 1907 um 49% fiel.

Die Mutter des ganzen war der Bullenmarkt der “Roaring Twenties”, der im Oktober 1923 begann und im August 1929 seinen Höhepunkt erreichte (das tatsächliche Datum war der 3. September 1929) - eine Zeitraum von 70 Monaten. Der Zuwachs betrug 349%. Dem folgte der Crash der “Großen Depression” und der DJI brach in den nächsten 35 Monaten um 89% zusammen, bis er im Juli 1932 seinen Boden erreichte.

Der Markt erholte sich von dem großen Crash von 1929-1932 und stieg vom Juli 1932 bis zum Höhepunkt im März 1937 um 382%, ein Anstieg der sogar die “Roaring Twenties” übertraf. Nichtsdestoweniger blieb er deutlich unter den Höhen von 1929. Die Höhepunkte von 1929 wurden nicht vor 1954 übertroffen. Was folgte, war ein weiterer niederschmetternder Crash. Zunächst kam es zur Panik von 1937, die im März 1938 ihren Boden erreichte und während der der DJI um 50% fiel. Die Erholung im Laufe des nächsten Jahres war dürftig und als 1939/1940 der Krieg ausbrach, begann der Markt einen zweiten Abstieg. Der Boden war nicht vor April 1942 erreicht und zu diesem Zeitpunkt hatte der Markt 53% gegenüber seinem Hoch vom März 1937 verloren.

Es gab andere, steile Aufwärtsbewegungen in den Aktienmärkten, aber nur wenige waren so beeindruckend wie von 1923-1929 und von 1932-1937. Darüber hinaus folgte ihnen auch kein zerstörerischer Zusammenbruch von 50%. Der Bullenmarkt von 1982-1987 erlebte einen DJI-Zuwachs von 256% und dauerte 60 Monate an. Doch der anschließende Crash war eher nur ein Blitz, da er nur etwa zwei Monate dauerte und einen Verlust von 36% bedeutete.

Natürlich könnte man argumentieren, dass die Aufwärtsbewegung vom März 2009 aus nicht einfach gerade nach oben ging, sondern ein paar Unterbrechungen hatte. Eine parabolische Kursentwicklung geht niemals gerade nach oben. Während der Korrektur vom April 2011 bis zum Oktober 2011 fiel der DJI um 17%. Bis jetzt war dies die einzige ernstzunehmende Korrektur, seitdem der Bullenmarkt im März 2009 begann. Aber alles in allem kann dies als parabolische Kursentwicklung betrachtet werden, oder wie manche es auch nennen würden, eine Blase. In einem Markt, der sich in einer Blase befindet, sind Gier und Euphorie extrem hoch und die Zurückhaltung gering. Mit anderen Worten: “Dieses Mal ist alles anders.”

Die Marktexperten sprechen vom “Erklimmen einer Wand der Sorge“. Das könnte zutreffen, aber normalerweise dauern diese nicht so lange an. Mit 68 Monaten dauert dieser Bullenanstieg schon fast so lange wie der Markt von 1923-1929. Und jeder weiß, wie der endete. Der aktuelle Anstieg war auch der steilste. Im Vergleich dazu erscheint der Bullenmarkt von 2002-2007 fast als sanfter Anstieg. Dennoch befand sich der RSI-Indikator nicht solange im überkauften Bereich wie von 1995-2000. In diesem Zeitraum blieb der RSI fast durchgängig über 70. Im heutigen Markt blieb der RSI länger über 70 als während der Anstieg 1903-1907, 1923-1929 und 1932-1937.

Open in new window

Charts erstellt mit Hilfe von Omega TradeStation 2000i. Chartdaten zur Verfügung gestellt von Dial Data



Ein überkaufter RSI ist nicht das einzige negative Zeichen. Derzeit befindet sich der S&P 500 13,7% über seinem 23-monatigen exponentiellen, gleitenden Durchschnitt (EMA). Das ist nicht so schlimm wie 2000, als der S&P 500 mehr als 18% über dem 23-monatigen gleitenden Durchschnitt lag. Aber es ist höher als die +10% während der Spitze von 2007. Diese Überschüsse sind tatsächlich unzuverlässige “Spieler”. Während der Höhen von 1906 lag der DJI 41,6% über dem 23-monatigen EMA. Im Vergleich dazu ist der aktuelle Markt ein sanfter Anstieg.

Während die US-Aktienmärkte größtenteils neue Höhepunkte erreicht haben, gilt das für nichts und niemand anderen. Die europäischen Aktienmärkte bleiben unter ihren Höhepunkten, so wie die meisten asiatischen Märkte. Der kleinkapitalisierte Russell 2000 bleibt unter seinem Allzeithoch. Die Märkte sollten zusammen Höhen erreichen oder sich zumindest gegenseitig bestätigen. Nur die hochkapitalisierten US-Märkte scheinen wöchentlich und täglich neue Höhepunkte auszumachen. Das ist eine Abweichung, die es zu lösen gilt.

Man sollte sich auch sorgen machen über die wachsende Kluft zwischen Hochertragsanleihen (Junk) und US-Staatsanleihen. Diese Kluft hat sich in jüngster Zeit vergrößert, obwohl sie sich nicht einmal annähernd auf dem Stand befindet, wie während der Finanzkrise von 2008 oder auf einem Level, das die Alarmglocken zum Schrillen bringt. Dennoch sollte man diese sich ausweitende Kluft nicht ignorieren. Als die Aktienmärkte 2007 ihre Höhen erreichten, hatte sich die Ertragskluft zwischen Hochertragsanleihen und US-Staatsanleihen bereits auszuweiten begonnen. Wieder einmal erreichen die Aktienmärkte neue Höhen, während sich die Ertragskluft ausweitet. Während der Korrektur von 2011 vergrößerte sich die Ertragslücke während der Markt fiel, beides lief also gemeinsam ab.

Könnte der Aktienmarkt wirklich explosionsartig nach oben gehen? Die einfache Antwort lautet ja. Aber dazu kommt es eventuell nicht, bis nicht wenigstens eine Korrektur einer gewissen Größenordnung abgeschlossen wurde. Es könnte nur ein Rückzug von 10% sein, aber solange die 1.800 beim S&P 500 halten, könnte der Markt im Bullenmodus bleiben. Selbst ein Einbruch unter 1.800 müsste weiter bestätigt werden. Doch angesichts der Dauer, die dieser Markt bereits parabelförmig höher gestiegen ist und der Warnsignale bevorstehender Gefahren, könnte aktuell nicht die beste Zeit sein, um wieder auf eine weitere große Aufwärtsbewegung zu hoffen.

Es ist ungewöhnlich, dass es in den letzten 20 Jahren drei parabolische Bewegungen nach oben gab. Zwei davon nahmen ein schlechtes Ende. Die Chancen stehen gut, dass die aktuelle ebenfalls nicht so gut ausgeht. Der Boden dieser Kanals liegt derzeit bei etwa 600. Das wäre ein langer Weg von den heutigen Ständen aus.


© David Chapman
MGI Securities
www.mgisecurities.com
www.davidchapman.com

 

Hallo MF, in deinem Beitrag steht im wesentlichen das was ich im Geberit Thread bereits schrieb:

 

Der Dow Jones & der S&P 500 haben noch ein Up-Potential von +/- 8%. Dann ist fertig lustig.... Wir sind bald angelangt...der Zenit naht und die Hausse neigt sich ihrem Ende zu. Jetzt gilt: Verkaufen bei Kursanstiegen. Jeglicher Kursanstieg sollte für das Schliessen bestehender Long-Positionen genutzt werden.

Nun zu Geberit: Dieser Wert ist übertrieben hoch bewertet. Hier rate ich dringend zum Abbau/ resp. zur gänzlichen Schliessung/Glattstellung der Position. Angenommen der User Pitou und seine Quelle: Godmode-Trader.de behält/behalten recht, dann entspräche das Kursziel einem Up-Potential von 10%. Will man wirklich wegen diesen 10% drin bleiben...ist es möglicherweise die Gier nach mehr...Naivität..? Bäume wachsen nach wie vor nicht in den Himmel und was sind weitere +10%, wenn Geberit in 12-18 Monate oder durch eine für diese Zeiten "des sich in falsche-Sicherheit-wiegen-Einstellung" eine "Anomalie" eintritt...und der Knall eher/schneller als von mir Prognostiziert eintritt...- MIT SICHERHEIT WIRD GEBERIT IN NICHT ALL ZU FERNER ZUKUNFT UM/UNTER CHF 150 NOTIEREN.

Allen Langfristanlegern die in Geberit investiert sind rate ich: Nutzt jeglichen Kursanstieg um Geberit-Aktien zu Verkaufen. Es ist gänzlich davon abzuraten Long-Positionen in Geberit, auf diesen Niveaus, weder neu einzugehen noch auszubauen. Die Absatzmärkte dieses Unternehmens werden, in nicht all zu ferner Zukunft, genau wie das/der zu bedienende Segment/Sektor, in grosse Schwierigkeiten geraten. Der Bauboom hat ihren Zenit längst erreicht. Jegliche weitere Produktion erzeugt Überkapazitäten. Diese müssen dann in einem langen Prozess erstmal abgebaut werden. Die wichtigsten Absatzmärkte/Länder die von Geberit bearbeitet werden, werden erst noch erfahren müssen, was das Wort "Krise" bedeutet. UND GEBERIT UND SEINE AKTIONÄRE GLEICH MIT.

Nach dem platzen der Dot-com Blase, stieg/ resp. liess man die Aktienmärkte durch die Liquiditätsflut ansteigen. Die Geberit-Hausse dauerte von Tief bis zum Hoch (2001 bis2007) 65 Mte. Der Spass mündetet im platzen der Immo-Blase die ihr Aktienmarkt-Tief 2009 fand. Geberit verlor vom Zenit zum Boden 2009 -59.12%.

Dann griffen die Zauberlehrlinge der Notenbanken erneut zu den üblichen Mitteln, nur dieses mal mit massivster & stärkerer Medizin im glauben und legitimiert durch die Narren, das sei gut für die Volkswirtschaft.. (wer glaubt diese Praktik/Medizin sei von Nutzen, Nachhaltig & gut, ist ein Narr der nichts aber rein gar nichts verstanden hat.) ..Fakt ist, diese Handlungen führen zu Fehlinvestitionen, Asset-Price-Inflation & Wohlstandsverlust.(Es ist ein langsamer und vom Pöbel nicht greifbarer Prozess. Er läuft nach dem Prinzip & den Erkenntnissen des "Frosch-Experiments" ab.

“Politische Macht vermag das ökonomische Gesetz niemals außer Kraft zu setzen.” (Eugen Böhm von Bawerk)

Und weiter. Also seit 2009 wird wieder gezaubert, gestützt & gesteuert. Alles unter dem Vorwand der "Alternativlosigkeit" & dem erhalt des Systems (Super System: Financial Repression).

Geberit steigt nun seit dem Boden 2009, bereits seit 68 Mte.

Ob ihr es glauben wollt oder nicht. Alles was Technokraten & Bürokraten & Politiker in die Hand genommen haben, hat in der ganzen Menschheitsgeschichte, immer in einem Desaster geendet. und in einigen mte. wird es wieder so weit sein.

Solltet ihr Kursanstiege vernehmen, dann wisst: Das ist das letzte Aufflackern vor dem nächsten grossen Sturm. Oder: die letzten Versuche der "Steuerer" das sinkende Schiff doch noch zu retten....

Einige Eckdaten zu Geberit:

Hoch Januar 2000, dann -50.52% bis September 2001 (in 21 Mte)

Vom Tief 2001 bis zum nächsten Hoch Februar 2007 -> 65 Mte

Hoch Februar 2007, dann -59.21 März 2009 (in 25 Mte)

Vom Tief 2009 bis HEUTE 26.November 2014 -> 68 Mte

Ich gehe beim einsetzten der nächsten Crash's/Korrektur, von einem Decline in Geberit von etwa -60 bis -70% aus, und erwarte eine Bodenbildung zwischen CHF 130 und 120. Eines ist klar: Geberit wird Mitte/Ende 2016/ Anfang 2017 weit unter CHF 150 notieren.... ...und es wird klar nicht die einzige Aktie sein, deren Aktionäre ein schlimmes Erwachen erleben werden.

 

Ergänzung:

Der S&P500 wird beim nächsten Knall unter 600 Pkte einen Boden finden (zw.450 u.550)

Supermari
Bild des Benutzers Supermari
Offline
Zuletzt online: 27.05.2016
Mitglied seit: 30.07.2014
Kommentare: 993

Platzier dein Geberit Blödsinn wenns denn unbedingt sein muss zumindst im entsprechenden Thread. B

Bist mir vielleicht ein schräger Paradisvogel :fool: Was hat dir Geberit nur angetan?

MarcusFabian
Bild des Benutzers MarcusFabian
Offline
Zuletzt online: 18.11.2016
Mitglied seit: 19.05.2006
Kommentare: 16'379

Supermari hat am 29.11.2014 - 11:07 folgendes geschrieben:

Punkt 1: Erst mal müsste man beim S&P die 1800 nach unten verlassen. Das wären auch schon über -10%.

Punkt 2: Erst mal müsste man beim S&P die 1600 nach unten verlassen. Das wären auch schon -25%.

Punkt 3: Sollte man die Charts evtl. mit längerer Laufzeit anschauen... und vor allem sollte der lustige Verfasser log. Skalen benutzen und das bei beiden Charts. Alles andere dient der Täuschung.

Punkt 4: Weil dann sieht man das wir nun ca. 15 Jahre Seitwärtsphase hatten... auch schon öfters gehabt. Und wenn Ausbruch daraus ging es eigentlich immer sehr stark rauf.

 

Denke Schreiber Stand heute wird lange auf seine 600 warten können... smiley Meinung ändere ich allenfalls sollten die 1600 mal nachhaltig gebrochen worden sein. Diese halte ich jedenfalls als ein wahrscheinliches Ziel nach unten. Etwas wie die 8100 beim Dax z.B.

Punkt 3: Einverstanden, Langfristcharts sollten immer Log sein! Der zweite Chart ist ja auch Log. Beim ersten spielt das nicht sooo eine grosse Rolle als sich ja die Kurse seit 2000 in etwa seitwärts (wenn auch volatil) bewegt haben.

Allgemein: Ich habe diesen Artikel nicht reingestellt um einen 50% Einbruch vorauszusagen. Es ist denkbar, dass die Kurse weiterhin steigen und es nur noch kleine Korrekturen à la 2011 geben wird.
Es ist aber ebenso denkbar, dass es wie schon 2000 und 2007 zu einem 50%-Einbruch kommt. Un-"denkbar" ist das sicher nicht, nachdem es innert 15 Jahren schon zweimal passiert ist.

 

Supermari
Bild des Benutzers Supermari
Offline
Zuletzt online: 27.05.2016
Mitglied seit: 30.07.2014
Kommentare: 993

MarcusFabian hat am 01.12.2014 - 18:40 folgendes geschrieben:

Supermari hat am 29.11.2014 - 11:07 folgendes geschrieben:

Punkt 1: Erst mal müsste man beim S&P die 1800 nach unten verlassen. Das wären auch schon über -10%.

Punkt 2: Erst mal müsste man beim S&P die 1600 nach unten verlassen. Das wären auch schon -25%.

Punkt 3: Sollte man die Charts evtl. mit längerer Laufzeit anschauen... und vor allem sollte der lustige Verfasser log. Skalen benutzen und das bei beiden Charts. Alles andere dient der Täuschung.

Punkt 4: Weil dann sieht man das wir nun ca. 15 Jahre Seitwärtsphase hatten... auch schon öfters gehabt. Und wenn Ausbruch daraus ging es eigentlich immer sehr stark rauf.

 

Denke Schreiber Stand heute wird lange auf seine 600 warten können... smiley Meinung ändere ich allenfalls sollten die 1600 mal nachhaltig gebrochen worden sein. Diese halte ich jedenfalls als ein wahrscheinliches Ziel nach unten. Etwas wie die 8100 beim Dax z.B.

Punkt 3: Einverstanden, Langfristcharts sollten immer Log sein! Der zweite Chart ist ja auch Log. Beim ersten spielt das nicht sooo eine grosse Rolle als sich ja die Kurse seit 2000 in etwa seitwärts (wenn auch volatil) bewegt haben.

Allgemein: Ich habe diesen Artikel nicht reingestellt um einen 50% Einbruch vorauszusagen. Es ist denkbar, dass die Kurse weiterhin steigen und es nur noch kleine Korrekturen à la 2011 geben wird.
Es ist aber ebenso denkbar, dass es wie schon 2000 und 2007 zu einem 50%-Einbruch kommt. Un-"denkbar" ist das sicher nicht, nachdem es innert 15 Jahren schon zweimal passiert ist.

 

Ist insofern relevant weil verzerrt das Bild schon recht auch wenn 15 Jahre. Eben weil recht volatile Zeit.

 

Erster Move up:

Start 500. Bewegung bis 1500. 200% +

Dann Korrektur bis 800. ca. 55% -

 

Aktueller Move up:

Start ca. 700 bis  +/- 2100. 200% +

Dann Korrektur bis ca 1200?

 

Also man vergleiche nun die beiden roten Linien. Die erste ganz links. Die zweite ganz rechts.

Man sieht gut wieso der erste Chart verfälscht. Beide male 200%+ aber die eine Linie ist mit blosem hinsehen klar länger.

 

Mit Korrektur muss man rechnen. Resp. sollte man. An der Börse ist alles möglich und nichts unmöglich... bis z.B. auf den einen Umstand dass die Aktie nicht unter 0 notieren kann. Aber Kurse 600 sehe ich Stand heute absolut nicht  - unmöglich ist es aber nicht. Diese bereits auf den Radar zu haben erscheint mir nun doch schon etwas übertrieben... zumal wir einen wunderschönen Ausbruch aus der Seitwärtsphase erleben konnten...

Also wenn ich den S&P 500 zu 1400 kaufen kann, glaube würde ich ohne zu viel zu überlegen beginnen schön regelmässig dort etf zu kaufen. Wink

 

mats
Bild des Benutzers mats
Offline
Zuletzt online: 13.10.2017
Mitglied seit: 10.12.2008
Kommentare: 1'304

@Marcus fabian

2011 war für mich ein Gemetzel (keine kleine Korrektur ca. 25 Prozent SMI)

Klar Roche stieg 2011 etwas sie schrieben aber einen Tiefpunkt be ca 115.- (GS) tiefer als 2009.

MarcusFabian
Bild des Benutzers MarcusFabian
Offline
Zuletzt online: 18.11.2016
Mitglied seit: 19.05.2006
Kommentare: 16'379

mats hat am 01.12.2014 - 20:56 folgendes geschrieben:

 

2011 war für mich ein Gemetzel (keine kleine Korrektur ca. 25 Prozent SMI)

 

Im Nachhinein betrachtet war es nur ein vergleichsweise kleiner Schub nach unten und nach einem Jahr wieder ausgeglichen.

Aber ich verstehe, was Du meinst: Wenn man das im Jahr 2011 hautnah miterlebt hat, muss es einem Aktionär schlaflose Nächte bereitet haben. Schliesslich konntest Du ja im August 2011 nicht wissen, dass nun das Tief erreicht ist und die Kurse wieder drei Jahre lang steigen würden. Es hätte auch weiter sinken können.

 

Domtom01
Bild des Benutzers Domtom01
Offline
Zuletzt online: 28.09.2017
Mitglied seit: 09.01.2014
Kommentare: 2'087
Q1 2015 wird ?

Ich rechne mit einer hohen Wahrscheinlichkeit, dass Draghi noch in diesem Monat ein starkes Signal setzt. USD weiter steigend, sogar GB-Pfund, Kurse auch steigend. Alle rechnen mit der Bazooka, also kommt sie, denn Deflation, verstärkt durch massiv fallende Ölpreise droht, was sich positiv auf die kommenden Wochen auswirken sollte/wird. Dennoch sind Korrekturen unweigerlich mit von der Partie. Diese zu timen stellt eine (meine) Herausforderung dar.

Fine-Tuner
Bild des Benutzers Fine-Tuner
Offline
Zuletzt online: 21.05.2016
Mitglied seit: 25.05.2006
Kommentare: 886

Domtom01 hat am 03.12.2014 - 10:30 folgendes geschrieben:

Ich rechne mit einer hohen Wahrscheinlichkeit, dass

...wir zuerst etwas runter gehen, um dann wieder etwas rauf gehen zu können, was nicht bedeutet, dass wir mehr rauf gehen als wir runter gegangen sind. Wir bevorzugen das Segment der zyklischen Antizykler um gegen zyklische Bewegungen antizyklisch reagieren zu können und es so schaffen das zyklische Risiko antizyklisch zu bekämpfen.

Lieber die Taube in der Hand, als den Spatz auf dem Dach...oder wie schon Sokrates sagte: "wer zu früh kommt, wartet länger..."..............in diesem Sinne

 

HAPPY GAMBLING

 

Fine-Tuner

Domtom01
Bild des Benutzers Domtom01
Offline
Zuletzt online: 28.09.2017
Mitglied seit: 09.01.2014
Kommentare: 2'087
@ Finetuner

Na da war ich wohl ein bisschen früh mit meiner Prognose. So ist es eben mit Prognosen. Dass Herr Draghi es nicht gemacht hat, liegt am Widerstand Deutschlands, der noch stärker ist, schliesslich gehören unserem nördlichen Nachbarn gut 40% des Ladens. Doch steter Tropfen höhlt den Stein, und dann werden sie doch noch einlenken, bevor die Karre Europa ganz im Schlamm zu versinken droht. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

PS: Dank der Nicht-Lieferung der EZB habe ich meine USD-Optionen heute Nachmittag zurückgekauft, die ich erst am Morgen verkauft habe. So gesehen, war das Aufschieben der Anleihekäufe für mich lohnenswert. Danke, Herr Draghi, für heute und vielleicht nochmals im Q1 2015!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 20.10.2017
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 16'847

Geldverdienen mit Aktien wird schwieriger
 

In den kommenden Monaten werden die Börsen auf holpriges Terrain einschwenken, sagt ZKB-Ökonom David Marmet im cash-Börsen-Talk. Zudem äussert er sich zur Entwicklung des Ölpreises.

Von Marc Forster und Frédéric Papp

Mit dem Swiss Market Index (SMI) liess sich bislang gut Geld verdienen. Über 12 Prozent beträgt das Kursplus seit Jahresbeginn. Dies ist mehr als doppelt so viel wie beim Dax. Der Dow Jones kommt auf ein vorläufiges Jahresplus von 8 Prozent. Auch das kommende Jahr wird für Aktien-Anleger ein positives sein, so der Tenor.

Dem stimmt auch David Marmet zu, mit einem Vorbehalt: "Die Kursschwankungen an der Schweizer Börse werden stärker ausfallen", sagt der Markstratege der Zürcher Kantonalbank im cash-Börsen-Talk. In der Folge erwartet Marmet zwar weiter steigende Aktienkurse, an das 2014 werde der SMI aber nicht anknüpfen können.

Wann erhöht die Fed den Leitzins?

Ein gewichtiger Prüfstein für die Aktienmärkte wird der Zeitpunkt der Leitzinserhöhung in den USA sein. Die US-Wirtschaft läuft derzeit sehr gut, aber an vielen Amerikanern geht der Aufschwung noch vorbei, weil die Löhne stagnieren und es eine relativ hohe Zahl von Teilzeitbeschäftigten und Langzeitarbeitslosen gibt. Daher wartet die US-Notenbank (Fed) noch mit der ersten Zinserhöhung nach der globalen Finanzkrise 2008. Derzeit erwartet der Markt einen ersten Zinsschritt im Herbst 2015 oder später.

Ohne den genauen Zeitpunkt der Zinserhöhung zu bestimmen, wird diese laut Marmet die Märkte verunsichern und die Volatilität anheizen.

Pharmazeutik bleibt top

Neben der Leitzinserhöhung treibt Anlegern auch die schleppende Konjunktur in der Eurozone immer tiefere Sorgenfalten auf die Stirn. Volkswirtschaften der gewichtigsten Euroländer, Deutschland, Frankreich und Italien lahmen und drohen gar in die Rezession abzurutschen. Dies wird auch die Schweiz – insbesondere der Maschinenbausektor - in Mitleidenschaft ziehen, da die Eurozone der Hauptexportmarkt für viele Schweizer Firmen ist. "Wir rechnen mit einer lustlosten Entwicklung der Schweizer Wirtschaft", sagt Marmet.

Die Absatzkanäle der Pharmabranche hingegen liegen nicht in Europa, sondern in den USA. Daher ist der ZKB-Ökonom zuversichtlich für diesen Sektor. "Die pharmazeutische Industrie wird der Haupttreiber des Schweizer Exports bleiben."

Die Papiere der Pharmariesen Roche und Novartis haben sich im laufenden Jahr um 18 beziehungsweise 31 Prozent verteuert und jene des Biotechnologieunternehmens Actelion gar um 53 Prozent.

Erdölpreis unter 70 Dollar nicht haltbar

Positive Auswirkungen auf den Privatkonsum und somit auf das Wirtschaftswachstum im Allgemeinen wird der seit Wochen fallende Erdölpreis haben, darin sind sich die Ökonomen einig. Besonders in den USA, wo die Haushalte viel Energie verbrauchen, wirkt er so belebend wie eine Senkung der Konsumsteuern. Aber auch in anderen Ländern freut sich die Industrie über tiefere Rohstoffkosten.

Am Donnerstag notiert ein Barrel der Norseesorte Brent unter 70 Dollar und damit so tief wie zuletzt vor fünf Jahren. Marktstimmen gehen gar von einem Rückgang auf 60 Dollar oder tiefer aus. Marmet hingegen glaubt, dass ein Preis von unter 70 Dollar mittelfristig nicht haltbar sei. Er rechnet mit einer Stabilisierung der Rohstoffmärkte.

CASH

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Elias
Bild des Benutzers Elias
Online
Zuletzt online: 20.10.2017
Mitglied seit: 02.10.2006
Kommentare: 16'520
Prognose 2015: Die Favoriten der Analysten

Viele Banken veröffentlichen ihren Jahresausblick. Dabei zeichnen die Experten für 2015 ein überwiegend positives Bild für Aktien. Favorisiert werden IT und Gesundheit.

Bei der UBS sind besonders eifrige Autoren am Werk: Auf annähernd 70 Seiten analysiert das Wealth Management die Aussichten für das neue Jahr. «Turbulente Marktereignisse werden häufiger im 2015, aber da die Weltwirtschaft insgesamt weiter wächst, geht unser Basisszenario von insgesamt positiven Renditen für Kapitalanlagen aus», bringt Global Chief Investment Officer Mark Haefele die Meinung der Vermögensverwaltung auf den Punkt.

Global betrachtet sieht die UBS deutliche Wachstumsunterschiede. Dabei traut die Grossbank den USA eine Vorreiterrolle zu. Sie prognostiziert in den Staaten für 2015 eine Ausdehnung des Bruttoinlandprodukts (BIP) um 2,9 Prozent. Zwar rechnet die UBS in diesem Umfeld mit einer ersten Zinserhöhung, doch wird die Fed nach Ansicht der Experten mit Bedacht agieren. «Wir übergewichten aufgrund der positiven fundamentalen Wirtschaftsfaktoren US-Aktien, US-Hochzinsanleihen und den US-Dollar in unserer taktischen Vermögensallokation», erklärt Mike Ryan, UBS-Chefstratege für Amerika.

Favorit eins: Gesundheitsaktien – ein neuer Zyklus beginnt

Das Auseinanderdriften der globalen Wirtschaft stellt auch Julius Bär in den Vordergrund des aktuellen Finanzmarktausblicks. Ländern, die sich bereits auf Wachstumskurs befinden, sagt die Privatbank eine Erhöhung der Schlagkraft voraus. Zu dieser Gruppe zählen neben den USA beispielsweise auch Kanada, Grossbritannien und die Schweiz. Derweil ordnet Julius Bär die Eurozone den Regionen mit einer unterdurchschnittlichen Entwicklung zu. Während die Ökonomen das Wachstum der Weltwirtschaft im kommenden Jahr auf 3,6 Prozent taxieren, sehen sie für das Gebiet der europäischen Währungsunion nur eine Verbesserung von 0,8 Prozent.

Frühestens im vierten Quartal 2015 rechnen die Experten mit ersten Zinserhöhungen.

Dann könnten die US-Fed sowie die Bank of England die geldpolitische Normalisierung einläuten. Derweil sollten sowohl die Europäische Zentralbank als auch die Bank of Japan ihrer expansiven Gangart treu bleiben. «Vor diesem Hintergrund bleibt der Schweizerischen Nationalbank nichts anderes übrig, als an ihrer gegenwärtigen Geldpolitik festzuhalten und mit allen verfügbaren Mitteln den Mindestkurs von 1.20 Franken im Verhältnis zum Euro zu verteidigen», sagen die Autoren.

Was die regionale Kapitalallokation anbelangt, gibt Julius Bär den USA gegenüber Europa den Vorzug. Innerhalb der Schwellenländer liegt die Präferenz auf den asiatischen Märkten. Aus Branchensicht legt die Privatbank Anlegern unter anderem den Gesundheitssektor ans Herz. Die Begründung: «Hier scheint ein neuer langfristiger Zyklus eingeleitet zu sein, nach Jahren der Überbewertung, fehlender Produktepipelines und von Gesundheitsreformen.»

Favorit zwei: IT-Sektor – die Welt steht vor signifikanten technologischen Innovationen

Vier übergeordnete Anlagethemen hat die Credit Suisse für das neue Jahr zu bieten. Dabei zeigt sie unter anderem eine Vorliebe für die Informationstechnologie (IT). Global Chief Investment Officer Michael Strobaek verweist darauf, dass die Investitionsausgaben in den vergangenen Jahren vielerorts vernachlässigt worden sind. «Deshalb glauben wir, dass Unternehmen ihre IT vermehrt erneuern werden», erklärt er. Zudem sieht der Anlageprofi die Welt an einem Punkt signifikanter technologischer Innovationen, in deren Mittelpunkt der IT-Sektor steht.

«Wir halten die Aktienbewertungen von Technologieunternehmen noch immer für attraktiv», ergänzt Strobaek. Übrigens: Der SMI taucht nicht in den Top-Empfehlungen der Credit Suisse auf. Gleichwohl rechnet sie beim heimischen Leitindex mit einem neuen Rekord und taxiert das Zwölfmonats-Kursziel auf 9600 Punkte – ein Aufschlag von gut 4 Prozent auf dem aktuellen Niveau der heimischen Blue Chips.

http://www.handelszeitung.ch/invest/stocksDIGITAL/prognose-2015-die-favo...

 

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

Elias
Bild des Benutzers Elias
Online
Zuletzt online: 20.10.2017
Mitglied seit: 02.10.2006
Kommentare: 16'520
Diese Unternehmen sollen 2015 florieren

Analysten der ZKB wagen eine Prognose, welche Aktien sich im kommenden Jahr besonders gut schlagen werden. Wir zeigen die sechs Top-Titel.

Wer an der Börse handelt, braucht Geduld, Glück – und ein gutes Händchen. Für diejenigen, die in dem Gebiet noch nicht so viel Erfahrung haben, erstellen Analysten ihre Prognosen, welche Titel besonders erfolgsversprechend sind. Das haben jetzt die Aktien-Spezialisten der Zürcher Kantonalbank getan und ihre Jahresfavoriten für 2015 gekürt – also diejenigen Unternehmen, deren Entwicklung nach Meinung der ZKB-Analysten besonders erfolgsversprechend ist. Eines haben sie fast alle gemeinsam: Die Abhängigkeit von China.

Novartis international stark
Novartis sehen die Analysten als einen Favoriten an. Für das Unternehmen spricht laut der ZKB, dass die Nummer eins im Pharmasektor 2015 die in der Branche höchste Anzahl an Neuzulassungen geplant hat. Auch die international erfahrene Unternehmensführung unter Vorstand Joe Jimenez sei ein grosser Pluspunkt. Zudem sei Novartis in den sehr wichtigen Wachstumsmärkten in Asien und Lateinamerika sehr präsent. Dort allerdings liegen auch Risiken. Denn in den aufstrebenden Märkten bedrängen lokale – und billige – Konkurrenten die internationalen Grossunternehmen.

Lonza gewinnt dank Zuverlässigkeit
Das Pharma- und Chemieunternehmen zeichnet sich laut der Prognose durch starke Kundenbindung, Zuverlässigkeit, hohe Qualitätsstandards, viele Innovationen und eine Vorreiterrolle in der Entwicklung neuer Technologien aus. Ein Risiko besteht allerdings darin, dass die Zulassungen neuer Medikamente viel Zeit beansprucht – vor allem in den USA.

Schindler wächst dank China
Auch der Aufzug- und Rolltreppenhersteller profitiert von einer steigenden Nachfrage aus China. Doch gleichzeitig besteht genau darin auch ein Risiko. Falls dort wegen einer schwächeren Wirtschaft die Nachfrage nachlässt, dann leidet auch das Schweizer Unternehmen.

Swiss Life: Rentenreform bringt Wachstum
Der Versicherer Swiss Life hat seit Juli einen neuen Geschäftsführer. Patrick Frost, so hofft die ZKB, wird das Unternehmen 2015 zu mehr Wachstum bringen. Eine ebenfalls positive Wirkung habe die Rentenreform 2020, welche das Schweizer Geschäft anfeuere.

Richemont profitiert von Neureichen
Zum zweitgrössten Luxusgüterkonzern der Welt gehören unter anderem Cartier, Chloé und Dunhill. Laut ZKB profitiert Richemont vor allem davon, dass es in den aufstrebenden Volkswirtschaften Asiens und Lateinamerikas eine wachsende Mittelklasse gibt – und damit mehr Neureiche, die sich öfter mal etwas gönnen.

UBS ist «Dividendenperle»
Dass ausgerechnet die UBS es unter die Favoriten schafft, dürfte den einen oder anderen überraschen. Doch laut der ZKB dürften die Aktionäre nach harten Monaten im Jahr 2015 mit hohen Dividenden belohnt werden. Die Bank, so die Prognose, bekomme ihre Rechtskosten in den Griff und werde gestärkt aus der Krise hervorgehen.

http://www.20min.ch/finance/news/story/Diese-Unternehmen-sollen-2015-flo...

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 20.10.2017
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 16'847

Auf diese Einzelaktien setzen die Banken

Der cash Insider sagt, auf welche Einzelaktien Banken mit Blick auf 2015 setzen - Und: Geraten die Aktien des Börsenlieblings AMS wieder ins Zentrum von Übernahmespekulationen?

 

Nur noch wenige Wochen, dann können wir wieder die Champagnerkorken knallen lassen. Einen Grund zum Feiern liefert nicht nur der Jahreswechsel, denn schon heute steht fest, dass 2014 als ein gutes Börsenjahr in die Geschichte eingehen wird.

Im Hinblick auf das kommende Jahr wurde in den Medien bereits viel geschrieben, liegen die Ausblicke der prominentesten Banken für 2015 doch bereits vor. Mit konkreten Aktienempfehlungen hielten sich die meisten bislang noch zurück.

Seit gestern werden mir aus dem Berufshandel erste Zusammenstellungen von Aktienfavoriten zugetragen, unter anderem eine aus dem Hause Barclays Capital. Bereits bekannt ist, dass die für das Bankinstitut tätigen Aktienstrategen den europäischen Märkten im Laufe des nächsten Jahres ein Aufwärtspotenzial von 18 Prozent zutrauen und die Region in ihren Mandaten deshalb übergewichten.

So viel sei an dieser Stelle schon mal verraten: Unter den Schlüsselkaufempfehlungen für das kommende Jahr findet sich nicht eine einzige Schweizer Aktie. Die Empfehlungsliste setzt sich zusammen aus den Papieren von Gold Fields, Solvay, Glencore, Pernod-Ricard, Carrefour, Repsol, Ophir Energy, Petrofac, ING, Schroders, Prudential, British Land, Investec, Coloplast, UCB, Life Healthcare, Renault, Wolseley, Schneider Electric, International Airlines Group, Melrose Industries, Barratt Developments, Ashtead Group, Savills, WPP, Snam, Dixons Carphone, Whitbread, Luxottica Group, Magnit, J D Wetherspoon, Cap Gemini, Alcatel-Lucent, Naspers und Deutsche Telekom. Vermutlich liegt das auch an der negativen Haltung von Barclays Capital für die am Schweizer Markt prominent vertretenen Aktien aus dem Pharma- sowie aus dem Nahrungsmittelsektor.

Anders bei den Berufskollegen von BNP Paribas, die die bereits auf der Empfehlungsliste vorhandenen Inhaberaktien der Swatch Group durch die Genussscheine von Roche ergänzen. Darüber hinaus versprechen sich die Experten von den Aktien von ABF, Adidas, Aéroports de Paris, Airbus Group, ARM Holdings, BSkyB, Eiffage, Eutelsat, Henkel, Imperial Tobacco, L'Oréal, Smith & Nephew, Standard Life und Zodiac Aerospace überdurchschnittliche Kursgewinne.

Einkommensorientierten Anlegern werden bei der französischen Grossbank hingegen die als Dividendenperlen geltenden Novartis, Swisscom und Zurich Insurance Group sowie BSkyB, DNB ASA, Enagas, Gas Natural, Imperial Tobacco, Lloyds Banking Group, Pearson, ProsiebenSat1, SES und Wolters Kluwer zum Kauf empfohlen.

Eine Vorbildfunktion übernimmt die Credit Suisse. Die in Zürich beheimatete Grossbank kommuniziert nicht nur ihre Schlüsselkaufempfehlungen für das kommende Jahr, sondern sagt auch, welche Aktien Anleger besser meiden sollten.

Neben den Papieren von Evolva zählen auch jene von Logitech, OC Oerlikon, Richemont, SFS Group, Straumann und Syngenta zu den Favoriten. Zu diesen zählen die Aktienstrategen auch Continental, Mediaset España Comunicacion, ITV, Rightmove, Elior, Whitbread, ABF, L'Oréal, Royal Dutch Shell, Caixabank, Intesa Sanpaolo, Natixis, Delta Lloyd, ING Group, Prudential, Great Portland Estates, London Stock Exchange, Bayer, Safran, Ashtead Group, Michael Page, Rentokil, GKN, Kone, Siemens, International Airlines Group, Easyjet, Wolseley, DSM, Anglo American, Boliden, Smurfit Kappa, Aperam, ArcelorMittal, Dassault Systemes, Infineon Technologies, Nokia, BT Group, Drax und SSE.

Im Gegenzug zählen neben den Aktien von SGS, Sulzer, Swiss Re und Swisscom auch die Papiere von Airbus Group, Aggreko, Securitas, Sandvik, SKF, Royal Mail, HeidelbergCement, BASF, Novozymes, Antofagasta, Stora Enso, Kloeckner, Tenaris, Sage Group, STMicroelectronics, Gas Natural, Terna, Peugeot, Inditex, Tod’s, BSkyB, TF1, Ladbrokes, Beiersdorf, Swedish Match, Lundin Petroleum, Royal Bank of Scotland, Standard Chartered, Amlin, Tryg, Deutsche Börse, GN Store Nord und GlaxoSmithKline zu den Schlüsselverkaufsempfehlungen der Grossbank.

Auffällig ist, dass einige Unternehmen bei Barclays Capital und BNP Paribas auf der Favoritenliste zu finden sind, bei der Credit Suisse jedoch auf der Liste der zu meidenden Aktien stehen.

Vermutlich haben sich die Banken im Hinblick auf das kommende Jahr bereits ausgiebig in ihren Mandaten und ihren Fonds positioniert. Aus Anlegersicht lukrativer als die bereits im Hinblick auf das neue Börsenjahr kommunizierten Aktienfavoriten sind deshalb Papiere von Unternehmen, die erst im Jahresverlauf in diesen erlauchten Kreis aufsteigen.

CASH

 

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 20.10.2017
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 16'847

«Noch nie zuvor waren Aktien günstiger»
 

Die Citigroup nennt Einflussfaktoren, welche die Aktienmärkte über die nächsten 12 Monate noch einmal kräftig anschieben werden. Weshalb Aktien noch nie so günstig wie jetzt waren.

Von Lorenz Burkhalter

Die europäischen Aktienmärkte waren in den letzten Wochen und Monaten einem Wechselbad der Gefühle ausgesetzt. Zwischen den Jahreshöchstständen von Mitte Juni bei 3325 Punkten und den Tiefstständen vom Oktober bei 2790 Zählern liegen beim viel beachteten EuroStoxx 50 Index knapp 16 Prozent. Seit Jahresbeginn errechnet sich, in Euro betrachtet, ein mageres Plus von 1,3 Prozent.

Nach schwierigen Monaten geht die Citigroup von einem versöhnlichen kommenden Jahr für die Aktienanleger aus. Die für die amerikanische Grossbank tätigen Strategen sehen die europäischen Aktienindizes bis Ende 2015 um 20 Prozent steigen, Dividendenzahlungen aufgerechnet. Ihre Botschaft: Noch nie zuvor waren Aktien günstiger als heute.

Dabei wird die Aktienbewertung ins Verhältnis zu den Renditen für Unternehmensanleihen gesetzt. Allerdings waren die Zinsen auch noch nie zuvor so tief, der ultralockeren Zins- und Geldpolitik führender Zentralbanken sei Dank.

Die sechs «B's» für das kommende Aktienjahr

Für die Strategen der Citigroup steht fest, dass die europäischen Aktienmärkte im Laufe des nächsten Jahres noch einmal kräftig steigen sollten. Sie nennen sechs Einflussfaktoren, welche für höhere Kurse sprechen. Alle beginnen im Englischen mit einem «B»:

Bazookas: Dieser Begriff geht auf eine Äusserung von Notenbankchef Mario Draghi zurück. Im Winter 2011 warnte er die Märkte davor, dass die Europäische Zentralbank (EZB) mit der grossen Kanone auffahre werde, um Europa zu retten. Die amerikanische Grossbank sieht in einem Rückkaufprogramm für europäische Staatsanleihen einen wichtigen Kurstreiber für hiesige Aktien.

Bull Markets: Die Strategen rechnen mit einer weiteren Jagd nach Rendite. In Zuge dessen werden Anleger ihre Wertschriftendepots vermehrt in Richtung Aktien umschichten und so für eine dauerhafte Nachfrage sorgen.

Bubbles: Dass an den Aktienmärkten Bewertungsblasen entstehen, schliesst man bei der Citigroup nicht aus. Allerdings sei dies erst in zwei bis drei Jahren der Fall, so heisst es.

Barbells: Heisst auf deutsch soviel wie "Langhantel" und wird von den Strategen als Symbol für die zunehmende Ertragskraft europäischer Unternehmen angeführt. Mit dem zur Schwäche neigenden Euro im Rücken wird diesen im kommenden Jahr ein Gewinnwachstum von 10 bis 15 Prozent zugetraut. Einen substanziellen Beitrag erhoffen sich die Amerikaner aus dem Bankensektor.

Banks: Womit wir auch schon bei den Bankaktien angelangt sind. Diesem Marktsegment wird im Hinblick auf das kommende Jahr eine überdurchschnittliche Kursentwicklung zugetraut. Damit steht die Citigroup allerdings nicht alleine da. Auch die beiden Grossbanken UBS und Credit Suisse sind zuversichtlich, was europäische Bankaktien anbetrifft.

Buybacks: Durch die historisch tiefen Zinsen sollte es europäischen Unternehmen möglich sein, günstig Fremdkapital aufzunehmen und damit eigene Aktien zurückzukaufen. Auch die soliden Bilanzen und die reichlich vorhandenen Barmittel sprechen den Strategen zufolge für gross angelegte Aktienrückkäufe.

Die Citigroup ist deutlich zuversichtlicher für europäische Aktien als andere Grossbanken. Diese trauen den Aktienmärkten im Hinblick auf das kommende Jahr ein Aufwärtspotenzial von durchschnittlich um die 10 Prozent zu. Die zur Bewertung von Aktien gemachten Aussagen sind allerdings mit Vorsicht zu geniessen, sind die Zinsen doch an einem noch nie so tiefen Punkt angelangt und nur ein Resultat der ultralockeren Zins- und Geldpolitik.

CASH

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Elias
Bild des Benutzers Elias
Online
Zuletzt online: 20.10.2017
Mitglied seit: 02.10.2006
Kommentare: 16'520
Ausblick: Ölpreissturz sorgt 2015 für riesige Umverteilung

Der Ölpreisverfall treibt Länder wie Russland oder Venezuela an den Rand des Ruins. Andere Volkswirtschaften – wie die Schweiz – profitieren jedoch. Die Weltkonjunktur erhält einen Schub.

Eine Halbierung des Ölpreises hatte Anfang Jahr kein Experte erwartet. Da brauchte es schon Steen Jakobsen. Jedes Jahr im Dezember präsentiert der Chefökonom der Saxo Bank zehn irrwitzige und provokante Prognosen für die kommenden zwölf Monate, selten ganz ernst gemeint. Mit seiner Vorhersage Ende 2013, dass der Ölpreis in diesem Jahr auf 80 Dollar pro Fass fallen könnte, lag er jedoch richtig. Schaut man darüber hinweg, dass ein Fass der Nordseesorte Brent heute mit knapp 60 Dollar sogar noch deutlich weniger kostet.

Aber wie konnte es dazu kommen? Fachleute sind sich weitgehend einig: Einerseits hat die Weltwirtschaft in den vergangenen Monaten an Fahrt eingebüsst. Die Nachfrage nach dem schwarzen Gold schwächelt deshalb stärker als zunächst angenommen. Gleichzeitig ist das Angebot an Öl auf dem Weltmarkt mit dem Fracking-Boom in den USA deutlich gestiegen. Beide Faktoren trugen demnach massgeblich dazu bei, dass allein im zweiten Halbjahr 2014 der Preis für Brent um mehr als ein Drittel nachgegeben hat.

US-Frackingfirmen sind die Verlierer des Ölpreissturzes

Der massive Preisverfall hat globale Auswirkungen. Es kommt zu einer gigantischen Umverteilung der Kräfteverhältnisse. Das Nachsehen haben freilich die ölproduzierenden Länder. Die Auswirkungen sind nicht zu übersehen: die monoökonomisch auf Öl ausgerichtete russische Wirtschaft steht vor dem Zusammenbruch. Die Moskauer Börse brach gestern heftig ein, ebenso der Wert des Rubel. Andere Ölländer wie Venezuela stehen kurz vor dem Staatsbankrott.

Als weitere Leidtragende gelten diverse US-Frackingfirmen, für die es sich beim aktuellen Ölpreis nicht mehr rentiert, das schwarze Gold zu fördern. Diverse Fachleute prognostizieren deshalb, dass immer mehr Produzenten in Texas und anderen US-Bundesstaaten in den kommenden Monaten aufgeben werden. So sprach Dan Eberhart von der Ölservicefirma Canary in Denver gegenüber dem «Economist» jüngst von einem bevorstehenden «Schieferöl-Crash» in den USA.

Konsumenten rund um den Globus profitieren

Laut Christoph Schenk, Investmentchef bei der Zürcher Kantonalbank (ZKB), liegen die Grenzkosten der meisten Opec-Länder bei 30 bis 40 Dollar pro Fass, bei den US-Schieferölproduzenten hingegen bei 60 Dollar. Auch diese Einordnung spricht dafür, dass Amerikas Aufsteigerfirmen gegenüber den traditionellen Ölförderern eher das Nachsehen haben.

Die Profiteure hingegen sind die Konsumenten rund um den Globus. Ein nachhaltiger Preisrückgang um 40 Dollar könnte ihnen eine Ersparnis von über 1,3 Billionen Dollar pro Jahr bescheren, rechneten jüngst die Ökonomen von Raiffeisen Schweiz vor. Das enspricht rund 1,5 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung. Der Ölpreisrückgang wirkt also wie ein globales Konjunkturpaket. Dies gilt vor allem deshalb, weil einfache Konsumenten in den USA, Europa oder der Schweiz mit mehr Kaufkraft stärker die Wirtschaft anschieben als Ölproduzenten ihre Ausgaben bei sinkenden Gewinnen einschränken.

«Wirkung auf die Schweizer Wirtschaft positiv»

Für den durchschnittlichen Schweizer Haushalt bringen die tieferen Ölpreise laut ZKB-Investmentchef Schenk über günstigere Heizkosten oder billigeres Benzin eine Entlastung von rund 60 Franken im Monat. Das erhöhe den Spielraum. «Auf der Unternehmerseite sind die gesunkenen Inputkosten noch spürbarer», so Schenk. Die Weitergabe von Preissenkungen verzögere sich allerdings und sei nicht vollständig. «Die Wirkung auf die Schweizer Wirtschaft ist also positiv, wenn auch insgesamt nur leicht spürbar», sagt Schenk.

Wegen der geringeren Steuern an den Zapfsäulen dürfte der positive Effekt für die US-Wirtschaft noch etwas höher ausfallen als hierzulande – sofern die Ölpreise in den kommenden Monaten nicht wieder einen Satz nach oben machen. Trotz der allgemein für 2015 erwarteten geringeren Fracking-Produktion in den USA rechnet kein Experte mit einem baldigen Anstieg des Ölpreises auf 100 Dollar. Vielmehr gehen die meisten Fachleute von einem Wert um die 70 bis 80 Dollar im Schnitt 2015 aus – auch das wäre noch deutlich weniger als in den vergangenen Jahren. Und für Steen Jakobsen fast ein Punktlandung.

http://www.handelszeitung.ch/invest/ausblick-oelpreissturz-sorgt-2015-fu...

 

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

Elias
Bild des Benutzers Elias
Online
Zuletzt online: 20.10.2017
Mitglied seit: 02.10.2006
Kommentare: 16'520
Börsenexperte Marc Faber: «Kurssturz um 30 Prozent»

 Videointerview

Der Schweizer Börsenprophet erwartet eine «ernsthafte und schmerzhafte» Korrektur. Hierzulande könnte es bald negative Zinsen geben – «das wäre Enteignung von Privateigentum», so Marc Faber im Video.

Nicht so Marc Faber. Der in Thailand lebende Schweizer Börsenprophet, der bekannt ist für seine düsteren Vorhersagen, bekräftigt im Interview mit der «Handelszeitung»: «Die Aktienmärkte werden steigen, bis es zu einer starker Korrektur, oder zu einem Crash kommt – ohne weiteres bis 30 Prozent nach unten.»

http://www.handelszeitung.ch/invest/boerse/boersenexperte-marc-faber-kur...

 

Meine Meinung: Ohne zeitliche Angaben nützen solche "Prognosen" nichts.

 

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

Seiten