Prognosen für 2016

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04.12.2015 13:47
#1
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Prognosen für 2016

Diese Aktien stehen 2016 vor dem Comeback

Einige SMI-Titel, die den Anschluss an den breiten Markt verloren haben, könnten für risikofreudige Anleger eine gute Gelegenheit zum Einstieg bieten. Die Favoriten für ein Comeback 2016.

Auch, wenn der Start in das Börsenjahr 2015 für Schweizer Anleger mit der überraschenden Aufhebung des Mindestkurses turbulent begonnen hat, setzte sich im weiteren Verlauf eine relativ positive Grundtendenz durch. Der SMI konnte seinen Sturz vom Januar wieder ausbügeln und notiert aktuell sogar leicht im Plus.

Dennoch brachte das Jahr auch zahlreiche Verliereraktien hervor. Nicht selten werden diese Looser aber wegen des erlittenen Vertrauensverlustes unverhältnismässig lange vom breiten Börsenpublikum verschmäht, obwohl sich die fundamentale Lage bereits bessert, respektive die Bewertung attraktiv ist.

Luxus-Hersteller – die Wende könnte bevorstehen

Unter den Flop fünf im SMI befinden sich mit Swatch und Richemont zwei Luxusgüterhersteller aus dem Blue-Chip-Index. Die Konzerne werden derzeit von zwei Seiten in die Zange genommen: Zum einen vom starken Franken, zum anderen schwächt sich die Konjunktur im wichtigen Wachstumsmarkt China ab. Dort dämpft die Konsumlust nach teuren Accessoires. «Ungefähr ein Drittel des weltweiten Verkaufs von Luxusgütern findet im Reich der Mitte statt», sagt Bernd Hartmann von der VP Bank.

Die beiden Konzerne sehen aber nicht tatenlos zu, sondern versuchen sich den veränderten Rahmenbedingungen zu stellen. Mit ersten Erfolgen: Richemont konnte mit ihrem Bericht für die ersten fünf Monate des laufenden Geschäftsjahres 2015/16 (31. März) nach zahlreichen Enttäuschungen erstmals wieder positiv überraschen.

Swatch setzt auf Innovation

Konkurrent Swatch setzt derweil auf Innovationen. Mit einer neuen Kooperation mit dem Kreditkartenriesen Visa greift Swatch beispielsweise die Apple Watch an. Darüber hinaus plant der weltweit grösste Uhrenkonzern zu einem der grössten Hersteller von Elektroauto-Batterien aufzusteigen. Bereits 2016 soll mit der industriellen Fertigung der Prototyp-Serie begonnen werden.

Bis sich die Zukunftspläne in bare Münze verwandeln, dürfte es aber noch eine Weile dauern. Doch könnten die Pläne von Swatch-Chef Nick Hayek irgendwann die Phantasie der Anleger beflügeln. Sollten sich auch noch erste Lichtblicke im Luxusgütergeschäft zeigen, könnte die Aktie schnell auf die Gewinnerseite wechseln, zumal es scheint, dass der Boden gefunden worden ist.

Richemont hat Boden gut gemacht

Eine zuverlässige Supportzone bei 350/360 Franken unterstützt den Valor das ganze Jahr über. Richemont hat sich von ihrem charttechnischen Boden bei 70 Franken bereits wieder ein Stück nach oben gearbeitet.

Hoffnung macht Anlegern die zuletzt gute Entwicklung in der Schmucksparte. Auch, wenn derzeit nur eine gebremste Nachfrage nach Luxusgütern bei den Chinesen festzustellen ist, sieht Experte Hartmann keine grösseren Gefahren für einen weiteren Einbruch. «Das öffentlich Zur-Schau-Stellen des erreichten Wohlstands mittels Luxusartikeln bleibt weiterhin ein wichtiges Thema», so Hartmann.

LafargeHolcim – Dividende wird erhöht

Beim neu geformten Zementriesen LafargeHolcim zeigt der Aktienkurs im Einklang mit Umsatz und Ergebnis nach unten. Die Schwäche in wichtigen Schwellenländern machen dem Konzern zu schaffen. Und doch konnte CEO Eric Olsen dem Valor zuletzt etwas Leben einhauchen.

Für das laufende Jahr peilt der Chef trotz eines schwachen dritten Quartals eine Dividende von 1.50 Franken statt bislang 1.30 Franken je Aktie an. Das ist noch nicht alles. «Wir werden die Dividenden schrittweise anheben», kündigte der Manager an.

Hohes Ausschüttungspotential

Als eine der wenigen Banken zeigt sich J.P. Morgan von LafargeHolcim überzeugt und stuft den Titel mit «Overweight» ein – Kursziel: 65 Franken. Ein Free Cashflow von mindestens zehn Milliarden Franken bis 2018 bleibe das Hauptziel des jüngst verschmolzenen Konzerns.

Daraus ergebe sich ein hohes Ausschüttungspotenzial, so Analystin Elodie Rall. Mutige Anleger können das Momentum der LafargeHolcim-Aktie nutzen, sollten aber einen engen Stoppkurs bei 48.50 Franken setzen.

Transocean – (noch) kein Handlungsbedarf

Weiterhin «Finger weg!» heisst es bei der Aktie von Transocean. Der Ölbohrkonzern wird im kommenden Jahr der Schweizer Börse den Rücken kehren und fällt damit nach rund fünf Jahren Zugehörigkeit auch aus dem SMI. Anleger hatten mit dem Unternehmen, das tiefrote Zahlen schreibt, kein Glück. Kostete der Titel bei der Aufnahme in den Index rund 100 Franken, sind es aktuell nur noch 14.40 Franken.

Unter Druck steht auch Zurich Insurance Group, nachdem Konzernlenker Martin Senn jüngst überraschend seinen Hut genommen hat. Das sorgt beim Börsenpublikum für Verunsicherung, zumal Europas fünftgrösster Versicherer kürzlich erst eine Gewinnwarnung ausgeben musste.

Neuer Chef könnte an Dividende schrauben

Zwar besteht mit einem neuen Mann an der Spitze die Chance, dass frischer Wind durch den Konzern wehen wird, doch wird am Markt derzeit spekuliert, dass der neue Chef möglicherweise die Ausschüttungspolitik auf den Prüfstand stellen könnte.

«Es besteht die Gefahr, dass ein neuer CEO Kürzungen vornehmen wird, da die Dividende bereits seit einigen Jahren zu hoch ist und dabei vor allem teilweise nicht den jeweiligen Geschäftserfolgen entsprochen hat», erklärt Georg Marti von der Zürcher Kantonalbank. Anleger sollten den Titel aber in jedem Fall auf die Watchlist setzen, denn kommt es nicht so schlimm, ist ein rascher Rebound bei der Aktie möglich.

Die Flop 5 im SMI

Unternehmen Performance 2015
LafargeHolcim -23,6 %
Transocean -21,0 %
Swatch -18,0 %
Zurich Insurance -13,4 %
Richemont -12,1 %

http://www.handelszeitung.ch/invest/stocksDIGITAL/diese-aktien-stehen-20...

 

 

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

31.01.2016 19:39
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Nochmals zur Volatilität und dem Einfluss der Notenbanken für 2016.

Nach dem Schnellschuss der BoJ (Negativzinsen) wird die FED weiter unter Druck geraten. Nachfolgend einige meiner Meinung nach interessante Links und Gefahrenherde zum Thema:

 

 Das Ende des Quantitative Easing?

Genau, die Ära der quantitativen Lockerung ist vorbei oder zumindest in der Endphase. Die Notenbanken und die Ökonomen haben gemerkt, dass Gelddrucken weder die wirtschaftlichen Probleme löst noch zu Wachstum führt. Auch die Inflation lässt sich nicht wie gewünscht in die Höhe treiben. Das Eingreifen des Fed während der Finanzkrise 2009 war richtig und notwendig. Alles, was danach folgte, war ein Fehler. Angesichts der Erfahrung der vergangenen Jahre gehe ich davon aus, dass die Notenbanken nicht mehr so schnell zum Mittel der quantitativen Lockerung greifen werden.

 

Obwohl das Fed zuletzt bei jedem Börsentaucher eingriff? Janet Yellen könnte ja ein viertes QE-Programm starten.
Für dieses Jahr ist dies nicht vorstellbar. Das Fed ist anders zusammengesetzt. Der ehemalige Fed-Vorsitzende Ben Bernanke, der ans Gelddrucken glaubt, würde wahrscheinlich zum selben Mittel greifen. Janet Yellen tickt anders: Sie achtet sehr stark auf die Beschäftigungsdaten. Und diese sehen momentan gut aus. Die Beschäftigung ist aber ein nach- und kein vorlaufender Indikator. Fokussiert man nur auf die Beschäftigung, dann schaut man in den Rückspiegel.

 

http://www.fuw.ch/article/zulauf-nun-muss-man-in-die-starke-verkaufen/

 

Ich gehe mit dem "nicht vorstellbar" nicht einig obwohl ich allgemein sehr viel von Zulaufs Meinungen halte (ganzes Interview im Link).

 

Die FED könnte 2016 gut eine (erneute) Kehrtwende einleiten und QE4 ankündigen...oder zumindest die weiteren Zinsrunden verschieben.

 

Ein weiteres interessantes Makro-Interview der FUW zum Thema kürzlich:

http://www.fuw.ch/article/the-markets-are-trying-to-tell-us-that-there-is-a-severe-issue-out-there/

Und zu den grossen Problemen bei Junk Bonds / Energiepreis-Zerfall:

http://www.fuw.ch/article/nmtm-am-bondmarkt-tickt-eine-bombe/

Dieses Kredit-Thema im Energiesektor (mit Spillover in andere Sektoren ?!)zusammen mit Turbulenzen in China könnte die Märkte und die FED/weitere grosse Notenbanken im 2016 stark beeinflussen.

 

Ich sehe wie im letzten Kommentar erwähnt über den Januar hinaus grosse Volatilität kommen im 2016 - anschnallen Smile

27.01.2016 11:22
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«Ende Jahr notiert der S&P 500 bei 2100»

David Kostin, Chef-US-Aktienstratege von Goldman Sachs, ist im Interview mit der «Finanz und Wirtschaft» trotz Turbulenzen optimistisch für US-Aktien und erwartet 2016 einen Kursgewinn von rund 11%.

http://www.fuw.ch/article/ende-jahr-notiert-der-sp-500-bei-2100/

 

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Benjamin Franklin

12.01.2016 11:01
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Britische Bank rät: «Verkaufen Sie alles!»

Die britische Royal Bank of Scotland (RBS) rät Kunden, alle Wertpapiere ausser guten Obligationen zu verkaufen. 2016 werde zum Katastrophenjahr an den Finanzmärkten.

Die wichigsten Aktienmärkte stehen vor einem empfindlichen Einbruch, während der Ölpreis auf 16 Dollar für das Fass herunterfallen wird, wie der "Daily Telegraph" eine Mitteilung der Grossbank zitiert. Der Rat eines Bankteams lautet daher: "Verkaufen Sie alles ausser hochqualitativen Obligationen." Statt dem Ertrag auf Kapital gehe es nun um die Rückführung des Kapitals in sichere Häfen: Die Empfehlung lautet vor allem auf deutsche und amerikanische Staatsanleihen.

Die RBS spricht von einem Deflationsszenario und vergleicht die Situation mit einem überfüllten Saal mit zu engen Fluchttüren. Die Finanzmärkte sendeten Stressalarme aus, die vergleichbar seien mit den Entwicklungen vor dem Lehman-Brothers-Desaster im September 2008, das zur grössen Finanzkrise der vergangenen Jahrzehnte geführt hat, heisst es. Der Welthandel und die Kreditvergabe schrumpften, wird der Chef des Credit Teams der RBS, Andrew Roberts, zitiert. In Verbindung mit den rekordhohen Verschuldungsniveaus sieht die Bank darin einen gefährlichen Cocktail.

«Gar nichts ist mehr sicher»

Von China werde eine Korrektur ausgehen, die im Schneeball-Effekt andere Märkte erfassen werde. Ohne ein deutlich abgewertete Währung und ohne positive Daten in den nächsten zwei oder drei Monaten werde sich der Pessimismus um China nur verschärfen.

RBS-Mann Roberts geht davon aus, dass in der Folge die Wall Street und andere europäische Aktienmärkte um 10 bis 20 Prozent nachlassen werden. Der britische FTSE100 dürfte noch weiter zurückfallen, da er stark von Energie- und Rohstofffirmen geprägt ist: "All die Leute, die mit Öl- und Bergbaufirmen 'long' gegangen sind und glauben, dass sie Dividenden einsammeln können, werden herausfinden, dass sie gar nicht sicher sind", so Roberts.

Die Nordsee-Ölsorte Brent, die bereits gegen 30 Dollar gefallen ist, dürfte noch einem weiter absacken - laut der RBS bis 16 Dollar pro Fall. Prognostiker von Morgan Stanley und Goldman Sachs haben auch schon vor Wochen vorausgesagt, dass der Ölpreis gegen 20 Dollar oder weniger fällt.

Kehrtwende der Fed?

Der steigende Dollar verheisst laut der RBS ebenfalls nichts Gutes. Während er den Rohstoffpreis-Verfalls beschleunigt, setzt er auch die Notenbanken unter Druck. Die RBS kann sich vorstellen, das die Federal Reserve in Washington einen Kehrwende machen muss und in einer Aktion, die einem Gesichtsverlust nahekommt, die Zinsen wieder senken werde. Im eigenen Land erwartet er keinen Zinsschritt der Bank of England. Mehr noch: Der Straffungszyklus der Notenbanken in den englischsprachigen Ländern gehe schon wieder dem Ende entgegen.

Die Erinnerung an 2008 wiegt auch für die RBS schwer. Die Bank gehörte zu den weltweit von der Subprime-Krise am schwersten getroffenen Instituten und musste von der britischen Regierung gerettet werden. Der Staatsanteil belief sich auf bis 70 Prozent, wobei das Londoner Schatzamt im vergangenen Juli mit dem Verkauf der Beteiligung begonnen hat.

http://www.cash.ch/news/front/britische_bank_raet_verkaufen_sie_alles-34...

 

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Benjamin Franklin

11.01.2016 18:47
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Vor nicht einmal zwei (2) Wochen prognostizierte man "locker einen SMI von 9800" per Ende 2016, was mich sehr erstaunte. Gerade beim SMI sehe ich grosses Potential nach unten (Umsatz und Gewinn beim Export sinken!). Schweizer Manager verkaufen ihre Firmenanteile bereits jetzt, deshalb sinkt der SMI gegenüber den anderen Indizien besonders.

MfG
Schnitthelm Wachtvogel

11.01.2016 13:59
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Ich prognostiziere simpel und einfach: 2016 wird mehr Volatilität bringen in fast allen Anlageklassen im Vergleich zu den letzten 5 Jahren.

Die ersten Tage waren bereits Vorboten (China Mainland oder Währungen wie Rand, welche am Yuan oder $ hängen etc.).

Nach einem langen Aufwärtstrend/Bullen-Zyklus seit Frühling 2009 könnte das Ende der lockeren Geldpolitik erhebliche Turbulenzen mit sich bringen.

Anschnallen und an Absicherungen denken, die fetten Jahre dürften in den nächsten 12-18 Monaten vorbei sein.

Ein Bullenzyklus dauert nie ewig, das Ende der Fahnenstange ist schon (sehr) nahe meiner Meinung.

08.01.2016 08:48
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Börsenbeben: Chips vom Tisch nehmen

Die Rückkehr von König «Cash» könnte 2016 Realität werden und die Gültigkeit des Dogmas von den als alternativlos angesehenen ­Aktien beenden. Um bis zu 20 Prozent könnten die grossen Börsen fallen.

Volatil werde das Aktienjahr 2016 – das war in den meisten Marktausblicken zu lesen, und bereits am ersten Handelstag im neuen Jahr sausten die Kurse an den Börsen querbeet in die Tiefe. Die von den Urlaubstagen zurückgekehrten Fondsmanager verkauften mitunter aus Angst vor einem Aufflackern der vielen geopolitischen Brandherde, aber wohl mehr noch aus Furcht vor einem weltweiten Wirtschaftsabschwung, denn die jüngsten Konjunkturdaten stimmen pessimistisch.

Frühindikatoren in China zeigen nach unten und der Einkaufsmanagerindex in den USA für das ver­arbeitende Gewerbe ist auf den tiefsten Stand seit 2009 gefallen. Das schmerzt und stellt die vom Markt so sehr herbeigesehnte Zinswende in den USA in Frage. Der ersten zaghaften Anhebung im Dezember folgt möglicherweise mehrere Quartale lang kein zweiter Schritt mehr.

Schlittert die Welt in eine Rezession, dürften die Börsen um 20 Prozent fallen

Warnende Stimmen vor einer Überschätzung der Konjunktur und der Unternehmensgewinne in den USA, in China, den Schwellenländern und Europa sind bereits seit längerer Zeit zu hören. In den Chor reihen sich neuerdings nicht nur die üblichen Verdächtigen ein, sondern auch Auguren wie David Levy oder Felix Zulauf, die in der Vergangenheit die Finanzmarktentwicklung erstaunlich treffsicher analysierten. Bereits seit rund einem Jahr steht der viel beachtete Value-Investor James Montier an der Seitenlinie und plädiert dafür, «trockenes Pulver» zu halten.

Die Rückkehr von König «Cash» könnte 2016 Realität werden und die Gültigkeit des Dogmas von den als alternativlos angesehenen ­Aktien beenden. Um 15 bis 20 Prozent könnten die grossen Aktien­marktindizes gemäss Negativszenarien fallen, wenn die düsteren Konjunkturaussichten eintreffen und die Welt in eine Rezession fällt oder der Markt darüber zu spekulieren beginnt. 

Mr. Market hat noch keine Panik

Treffen schwache Konjunkturdaten mit einem oder mehreren traumatischen Terroranschlägen zusammen, werden die Kursverluste in der Spitze wohl noch gravierender sein. Gierig zu sein, wenn andere ängstlich sind, lohne sich, heisst es. Doch dafür ist es derzeit zu früh – Mr. Market hat noch keine Panik. 

Wer sich jetzt dennoch auf dem Aktienmarkt ­positionieren will, muss mehr denn je selektiv vor­gehen. Die rosigen Zeiten, wo «die Flut alle Boote hebt», wie das in den Jahren 2012 bis 2014 der Fall war, sind vorerst vorbei. Bei Kaufentscheiden gilt es auf Qualität zu achten. Die Bewertung muss tief sein, das Momentum hoch. Das trifft nur mehr auf wenige Titel zu. Soll die Bilanz zusätzlich robust sein und die Dividendenrendite ansprechend, wird die Auswahl – gelinde gesagt – überschaubar.

Erst kaufen, wenn Pessimismus grassiert

Besser fahren wohl Anleger, welche den Aktienanteil im Portfolio reduzieren, wenn sich die Märkte erholen und Kurs auf alte Hochs aufnehmen, und Aktien dann kaufen, wenn exogene Schocks die ­Börsen in Aufruhr versetzen oder rabenschwarzer Pessimismus grassiert.

http://www.handelszeitung.ch/invest/boerse/boersenbeben-chips-vom-tisch-...

 

 

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Benjamin Franklin

04.01.2016 10:00
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Die Prognosen zum Franken-Eurokurs 2016

Im ablaufenden Jahr gab es an der Währungsfront viele Fehlprognosen. Das bleibt nicht ohne Wirkung auf die Strategen der Banken: Sie schätzen den Franken zum Euro für 2016 nun schwächer ein.

Zugegeben: Prognosen bei Währungen sind per se schon schwierig. Kommen dann noch völlig unerwartete Ereignisse wie die Aufhebung der Kursuntergrenze der Schweizerischen Nationalbank (SNB) im frühen 2015 dazu, welche die Devisenmärkte wochenlang in Atem halten, dann werden solche Prognosen fast unmöglich. 

Das mussten auch die Strategen von zwei grossen angelsächsischen Banken schmerzvoll erleben. Sie schätzten noch im Sommer den Franken viel stärker ein, als er am Jahresende nun tatsächlich ist. Der Euro werde bis Ende Dezember dieses Jahres auf 1,01 Franken fallen, schrieb etwa J.P. Morgan noch Ende Juni.

Noch viel aggressiver war die Schätzung der HSBC: Europas grösste Bank sah den Euro Ende 2015 auf 95 Rappen abgleiten. Das ist eine mittlere Weltreise vom derzeitigen Stand von etwa 1,08 Franken pro Euro entfernt. Am anderen Ende lag die Banque Cantonale Vaudoise etwas daneben. Noch im September sagte sie einen Kurs von 1,13 bis 1,15 bis Ende Jahr voraus.

Realistischer waren die beiden Schweizer Grossbanken: Die UBS rechnete zwar noch im Juni damit, dass der damalige Kurs von 1,05 bis Ende 2015 Bestand haben werde. Im August revidierte man diese Einschätzung und sprach von einer Drei-Monats-Prognose von 1,08. Schon Ende Juli erhöhte die Credit Suisse ihre Drei-Montas-Prognose ebenfalls auf 1,08 und setzte im September mit einer Voraussage von 1,10 bis Ende Jahr noch einen drauf. 

Nahe an den tatsächlichen Kurs kam Thomas Stucki mit seiner Prognose. Der Anlagechef der St. Galler Kantonalbank, der früher die gleiche Funktion bei der SNB innehatte, prognostizierte im September den Euro-Franken-Kurs für Ende Jahr bei 1,07. 

Ein kleiner Trost für die Strategen, die beim Franken-Eurokurs daneben lagen: 2015 war generell ein mieses Jahr für die Devisenauguren, wie Bloomberg kürzlich schrieb. Der Fall der Rohstoffpreise auf ein 16-Jahres-Tief und schlechte Wachstumszahlen in den Schwellenländern machten viele Prognosen zur Makulatur. Darüber hinaus gab die US-Notenbank auch noch dem Dollar Auftrieb, indem sie Mitte Dezember ihren ersten Zinsanhebungszyklus seit neun Jahren startete.

Prognosen revidiert

Dass sich gerade die traditionelle Fluchtwährung Franken in den letzten Monaten nicht wieder aufgewertet hat, ist ziemlich erstaunlich angesichts der weltweit unstabilen geopolitischen und ökonomischen Verhältnisse. Über die Gründe darf gestritten werden. Die SNB beansprucht für sich, dass die im Januar von ihr eingeführten Negativzinsen und ihre Drohkulisse mit den Marktinterventionen nun ihre Wirkungen zeigen und Franken-Investoren abschrecken. Sie hat keine interne und nicht-kommunizierte Kursuntergrenze, bei der sie am Markt interveniert, wie SNB-Präsdient Thomas Jordan im cash-Video-Interview Mitte Dezember erklärte. 

Analysten gehen aber davon aus, dass vielmehr die Europäische Zentralbank mit dem Verzicht auf eine weitere Lockerung ihrer Geldpolitik der SNB geholfen hat und abwertend auf den Franken wirkt. Dies gilt auch für die Zinserhöhung in den USA, die damit den Dollar wieder attraktiver macht - auch als Fluchtwährung.

Die Entwicklung des Währungspaares Euro/Franken in den letzten Monaten hat die Devisenauguren für ihre Prognosen 2016 nicht unbeeindruckt gelassen. Laut den Schätzungen zeichnet sich eine weitere Abwertung des Frankens ab. Nach der Durchsicht von über zehn Studien und Schätzungen von Banken ergibt sich ein Durchschnittswert von zwischen 1,10 und 1,11 Franken pro Euro für Ende 2016.

Wieder 1,02 zum Euro?

Ein weiter sich abschwächender Franken wäre insbesondere den exportorientierten Schweizer Unternehmen und dem Tourismus willkommen. Der von Unternehmern und Politikern in der Vergangenheit noch als akzeptabel bezeichnete Kurs wurde bei 1,10 Franken angesetzt.

Repräsentativ für viele Banken ist die St. Galler Kantonalbank mit ihrem Ausblick. Sie hat ihre Prognosen leicht angehoben und rechnet mit einem Kurs von zwischen 1,07 und 1,12 Franken pro Euro Ende 2016. Das Wealth Management der UBS hat eine Schätzung von 1,10, ebenso die Basler Kantonalbank. Am weitesten lehnen sich die Strategen von Barclays und ABN Amro mit einer Kursprognose von 1,18 beziehungsweise 1,15 Franken pro Euro für das vierte Quartal 2016 aus dem Fenster. 

An anderen Ende steht - erraten - die HSBC. Sie hat für das frühe 2016 ihre Prognosen zwar der Realität angepasst. Die Bank sieht den Franken im ersten Quartal noch bei 1,09. Während des Jahres soll sich die Schweizer Währung aber sukzessive aufwerten und im vierten Quartal bei 1,02 zum Euro stehen.

In dem meisten dieser Prognosen nicht mit eingerechnet sind Faktoren, welche Devisenkurse so unberechenbar machen. Nämlich wirtschaftliche und politische Fehlentwicklungen in der Europäischen Union, eine Eskalation des Krieges in und um Syrien sowie die latente Terrorgefahr. Sie haben alle das Potenzial, den Franken schlagartig wieder aufwerten zu lassen. Und dann bekäme HSBC womöglich endlich recht.

http://www.cash.ch/news/im_fokus/die_prognosen_zum_frankeneurokurs_2016-...

 

 

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Benjamin Franklin

29.12.2015 15:12
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Was Banken für 2016 empfehlen

Wer den Blick in die Zukunft wagt, orientiert sich oft an der Vergangenheit und erwartet, dass der Status quo andauern wird. So ist es auch bei den Analytikern in den Schweizer Banken. Gemäss ihren Prognosen ist weiterhin mit einem verhaltenen Wirtschaftswachstum, tiefer Inflation und niedrigen Zinsen zu rechnen. Die Schwellenländer verlieren nach wie vor an Glanz, während die Industriestaaten ihre wirtschaftliche Erholung fortsetzen. Doch gemäss ihren Prognosen müssen Anleger auch mit Veränderungen rechnen. Die meisten Anlagestrategen erwarten, dass weitere Zinsschritte der US-Zentralbank gegen oben die geldpolitische Divergenz zur Euro-Zone verstärken. Die Erwartungen von Bankanalytikern sind in der Folge zusammengefasst.

Aktienmärkte

Die meisten Experten der Banken rechnen nicht damit, dass im nächsten Jahr die Bären die Bullen an den Aktienmärkten vertreiben werden. Dies war zu erwarten, denn viele Banker sind von Berufs wegen optimistisch, was die weitere Entwicklung der Börsen angeht – bzw. sie müssen dies sein. Viele erwarten des Weiteren, dass die Volatilität zunehmen wird. Für attraktiv halten viele Bankanalytiker nebst dem japanischen Aktienmarkt auch den der Euro-Zone. Hier sei die wirtschaftliche Erholung noch nicht so weit fortgeschritten und seien die Aktien günstiger bewertet als in den USA. Wer im Heimmarkt investieren wolle, der solle sich Aktien von Schweizer Unternehmen mit höheren Dividenden anschauen, das extrem niedrige Zinsniveau mache diese zusätzlich attraktiv. Die UBS erwartet, dass Schweizer Firmen die Dividenden 2016 nochmals erhöhen werden.

Anleihemärkte

Die Geldhäuser sind sich darüber einig, dass Bonds im anhaltenden Niedrigzinsumfeld nicht attraktiv sind. Wer bereit ist, mehr Risiko auf sich zu nehmen, aber nicht, in Aktien umzuschichten, dem empfiehlt die UBS hochverzinsliche Unternehmensanleihen aus Europa. Die Bank rechnet in den nächsten zwölf Monaten wegen der lockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) und der anziehenden Wirtschaft mit einer unter 2% liegenden Ausfallrate. Die Credit Suisse schlägt nebst Hochzinsobligationen auch Wandelanleihen und inflationsgeschützte Titel vor, die eine breitere Diversifikation erlaubten, ohne dass man sich dadurch zusätzliche Zinssensitivität ins Depot hole. Der Rendite suchende Obligationenanleger kann wohl nur fündig werden, wenn er bereit ist, die bekannten Pfade zu verlassen . Für Alfred Roelli von Pictet bieten etwa Schwellenländeranleihen noch vergleichsweise attraktive Renditen. Um das Risiko einer Währungsabwertung zu minimieren, solle man aber in Hart- statt in Lokalwährung investieren.

Rohwaren

Die bis oben gefüllten Erdöllager sowie die Tatsache, dass mit dem Ende der Sanktionen gegen Iran ein bedeutender Anbieter an den Weltmarkt zurückkehrt , sprechen eigentlich gegen einen steigenden Erdölpreis. Allerdings haben die tiefen Energiepreise gemäss der UBS viele Fahrzeuglenker zum Kauf von wenig sparsamen Autos und zu verschwenderischem Verhalten verlockt, weshalb mit einer stärkeren Nachfrage zu rechnen sei. Für Anastassios Frangulidis von der Zürcher Kantonalbank (ZKB) sind die Preise von Rohstoffen generell unterbewertet, und Käufe würden sich anbieten, wobei aber gerade der Erdölpreis kurzfristig stark auf geopolitische Risiken wie den Konflikt zwischen Iran und Saudiarabien reagieren könnte. Mit Aufwind beim Goldpreis rechnen die Experten für das nächste Jahr nicht , denn die noch anstehenden Zinserhöhungen der US-Zentralbank, der starke Dollar sowie die weiterhin sehr tiefe oder gar negative Inflation wirkten belastend.

Schweiz

Trotz der Stärke des Frankens hält sich die Schweizer Konjunktur so weit gut – insbesondere auch, weil die solide Binnenwirtschaft Rückschläge bei den Exporten ausgleicht, so zeigt sich die UBS überzeugt. Laut der ZKB deuten verschiedene Indikatoren wie der Einkaufsmanagerindex oder die Umsatzzahlen im Detailhandel auf eine anhaltende Erholung der hiesigen Wirtschaft hin. Doch müsse wohl noch bis in die zweite Jahreshälfte gewartet werden, um von einer positiven Inflation sprechen zu können. Erst dann könnten ein stabilisierter Erdölpreis, weiter steigende Mieten und die Interventionen der Schweizerischen Nationalbank (SNB) gegen die Frankenstärke und somit gegen günstigere Importe auf die Güterpreise durchschlagen.

Europa

Die Wirtschaft in Europa werde sich 2016 weiter erholen, sagt Neil Dwane von Allianz Global Investors. Die Früchte der Reformen in manchen europäischen Ländern könnten nun geerntet werden, der schwache Euro belebe die Exporte, während sich Produzenten und Konsumenten über die tiefen Energiepreise freuen dürften. Als zweischneidiges Schwert gilt die lockere Geldpolitik der EZB. Sie erlaubt es den Staaten, die Refinanzierungskosten ihrer Schulden tief zu halten. Allerdings würden die Staaten der Euro-Zone so von weiteren Reformen abgehalten und Vermögen von Sparern zu Schuldnern umverteilt , gibt Frangulidis zu bedenken.

USA

Die höhere Beschäftigung, steigende Realeinkommen und eine anziehende Kreditschöpfung dürften der US-Wirtschaft gemäss der Bank Pictet einen robusten Konsum bescheren. Dieser werde voraussichtlich weiter der wichtigste Treiber der US-Wirtschaft sein. Bei den Exporten könnte es hingegen nicht so rund laufen: Die Nachfrage nach amerikanischen Gütern aus dem Ausland ist schwach, der Dollar stark. Der Greenback sei zwar gegenüber den wichtigsten Währungen bereits überbewertet, aber der Aufwertungstrend halte wahrscheinlich noch an. Trotzdem dürften die USA auch 2016 als globaler Wachstumstreiber die übrigen Volkswirtschaften mitziehen. Die Banken rechnen mit einem Wirtschaftswachstum von 2,2% bis 2,8%.

Schwellenländer

Die Banken sind sich einig, dass Chinas Wirtschaft in Zukunft weniger stark wachsen wird als in den vergangenen Jahren. Der ostasiatische Staat befindet sich im Übergang zu einem Wirtschaftsmodell, das auf Privatkonsum statt auf Investitionen und Aussenhandel setzt . Diesen Strukturwandel und die Wachstumsverlangsamung bekommen die Handelspartner Chinas zu spüren. Deutsche Asset & Wealth Management sieht insbesondere jene Länder Lateinamerikas in Gefahr, die auf Rohstoffexporte nach China angewiesen sind .

http://www.nzz.ch/finanzen/was-banken-fuer-2016-empfehlen-1.18668793 

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29.12.2015 12:59
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«SMI dürfte 2016 auf 10’000 Punkte steigen»6

Gemäss Paul Jackson von Source dürfte der Swiss Market Index SMI im nächsten Jahr die 10‘000-Punkte-Schwelle erreichen. Der Franken könnte jedoch zur Schwäche neigen, weshalb Auslandaktien aus Schweizer Sicht höheres Potential beinhalten.

Im Rahmen seiner globalen Marktprognosen für 2016 machte Paul Jackson, Researchchef von Source, auch Einschätzungen für Schweizer Anleger. Sein Szenario mit der höchsten Wahrscheinlichkeit (40%) rechnet mit einem moderaten Weltwirtschaftswachstum von rund 3% bei einer Inflation von 3%.

Dies wird ein insgesamt solides Anlageumfeld generieren, womit "Sichere Anlagehäfen" wie die Schweiz an Bedeutung verlieren dürften.

Wirtschaftslokomative USA

Als Wirtschaftslokomotive sieht er vor allem die USA, welche den höchsten Konjunkturzyklus erreicht. Die Eurozone befindet sich noch im frühen Erholungsstadium und China sowie die Schweiz im Wirtschaftsabschwung. Dementsprechend rechnet Jackson mit Zinserhöhungen in den USA sowie stabilen oder sinkenden Zinsen in Europa.

Dies wird nicht ohne Auswirkungen auf die Wechselkurse bleiben: Der Euro dürfte weiterhin zur Schwäche neigen und per Ende 2016 gegenüber dem Dollar unter Parität fallen (auf rund 0.95 EUR/USD). Gegenüber dem Franken dürfte der Euro jedoch leicht zulegen (auf rund 1.13 EUR/CHF). 

Schweizer Aktien bleiben attraktiv

Wer also in Franken rechnet, kann von starken Auslandwährungen profitieren. Währungshedges sind in diesem Szenario aus Schweizer Sicht kaum nötig. Insofern könnten sich Engagements in ausländische Aktienindices lohnen, wobei angesichts der fortgeschrittenen Bewertungen zwischenzeitliche Kursrückschläge nicht auszuschliessen sind. Jackson traut sowohl dem S&P 500 wie dem Euro Stoxx 50 bis Ende 2016 eine Steigerung um rund 8% zu. Zusätzliche Währungsgewinne dürften aus Frankensicht vor allem im Dollar anfallen. Schweizer Aktien bleiben jedoch weiterhin attraktiv. Jackson sieht den Swiss Market Index SMI per Ende 2016 sogar bei 10‘000 Punkten, was einem Plus von 12% entspricht.

Paul Jackson: Managing Director Research

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schliesst jegliche Regressansprüche aus.

http://www.finanzen.ch/nachrichten/aktien/SMI-duerfte-2016-auf-10000-Pun...

 

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Benjamin Franklin

29.12.2015 12:11
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Marc Faber erwartet Rezession in den USA

Damit widerspricht der Herausgeber des Gloom, Boom & Doom Report der Einschätzung von Fed-Chefin Janet Yellen, die von einer weitergehenden Verbesserung der wirtschaftlichen Lage ausgeht.

"Zehnjährige US-Papiere sind angesichts meiner Prognose einer Wirtschaftsabschwächung eine gute Wahl", sagte Faber in einem Gespräch mit Bloomberg am Montag. "Ich gehe davon aus, dass die Rezession in den USA bereits begonnen hat." US-Aktien werden im kommenden Jahr daher voraussichtlich fallen.

Während Fed-Chefin Yellen die erste Zinsanhebung seit fast zehn Jahren als Vertrauensbeweis für die US-Wirtschaft bezeichnete, hat sich das Wachstum verlangsamt. Im letzten Quartal legte das US-Bruttoinlandsprodukt nur noch mit annualisierten zwei Prozent zu, nachdem es in den drei Monaten davor um 3,9 Prozent gewachsen war.

Mit seiner Skepsis steht Faber keineswegs alleine da. Sowohl der frühere US-Finanzminister Lawrence Summers als auch Volkswirt Nouriel Roubini haben die US-Notenbank zur Vorsicht ermahnt, da zunächst die Inflation anziehen müsse.

(Bloomberg)

http://www.cash.ch/news/front/marc_faber_erwartet_rezession_in_den_usa_-...

 

 

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

18.12.2015 11:26
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27 Ausblicke auf 2016

„Bis zu vier Fed-Zinserhöhungen innerhalb von zwölf Monaten“

Nach der Zinswende ist vor der Zinserhöhung: Nachdem die Federal Reserve (Fed) den US-Leitzins um 25 Basispunkte erhöht hat, wird über die nächsten Schritte der amerikanischen Notenbank orakelt. Andrew Pease und Wouter Sturkenboom erwarten schon bald die nächsten Zinsschritte.

Was andere Investment-Profis denken

Bei ihren Prognosen für das kommende Jahr gehen die Meinungen der Vermögensverwalter weit auseinander. Die wichtigsten Ausblicke für Investment-Berater haben wir in den folgenden Zitaten auf den Punkt gebracht:

http://www.dasinvestment.com/nc/investments/maerkte/news/datum/2015/12/1...

 

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Benjamin Franklin

18.12.2015 10:23
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Zinswende lässt SMI und Dax abheben

Die Aktienmärkte feiern den Fed-Zinsentscheid. Der SMI legt deutlich zu, beim Dax gibt es einen Gewinnsprung. Für die Analysten ist aber der Blick auf das kommende Jahr entscheidend.

Die Schweizer Börse hat am Donnerstag mit steigenden Kursen auf die Zinserhöhung in den USA reagiert. Mit dem überwiegend erwarteten Schritt hat die amerikanische Notenbank ein positives Signal gesandt. Er sei historisch zu nennen, weil dieser «ausdrückt, dass die US-Notenbank die Finanzkrise und ihre Folgen für beendet betrachtet», sagt Oliver Adler, Head Economic Research bei Credit Suisse (siehe Video unten).

Andere Analysten sehen in der Zinsanhebung möglicherweise doch noch den Startschuss für die Jahresend-Rally. Der SMI stieg am Vormittag um zwei Prozent auf fast 8800 Punkte. Allerdings verpuffte der Effekt rasch, bei Handelsschluss notierte der Leitindex noch 0,61 Prozent höher bei 8656,30 Punkten. Beim deutschen Leitindex Dax wirkte die Zinsspritze bis zum Schluss, er schloss 2,57 Prozent höhere bei 10'738,12 Punkten.

Rätseln vor jeder Fed-Sitzung

Die Fed hob am Mittwoch ihren Schlüsselzins von nahe null auf 0,25 bis 0,5 Prozent. Damit geht die Ära des billigen Geldes, die die Aktienmärkte weltweit nach oben getrieben hatte, zu Ende. Man dürfe die ersten positiven Reaktionen auf die Anhebung des Leitzins aber nicht überinterpretieren, sagt Stefan Kreuzkam, CIO im Asset Management der Deutschen Bank. Wichtig sei die weitere Entwicklung. 

«Der echte Test für die Fed kommt jedoch erst 2016: Denn sie wird weiterhin ihre Entscheidungen auf Basis makro-ökonomischer Daten fällen, die aller Voraussicht nach weiterhin nur moderates Wachstum zeigen werden», so Kreuzkam. Deshalb müssten Investoren vor jeder Sitzung rätseln müssen, ob dieser wieder eine Zinserhöhung folgen wird.

Es werde dementsprechend 2016 spannender, die Fed zu beobachten. «Wir rechnen mit zwei weiteren Zinserhöhungen der amerikanischen Notenbank.»

Dollar-Kurs legt zu

Im Fokus steht nach der Fed-Zinsentscheidung auch der Dollar-Kurs, der bei einem weiteren Anstieg Schweizer Exporteuren helfen würde. Am Donnerstag hat die US-Währung Auftrieb bekommen. Nach Bekanntgabe der Zinserhöhung hatte wurde der Dollar zum Franken schlagartig stärker und legt auf 0,9918 Franken zu. Kurz darauf gab der Kurs aber wieder nach auf 0,9844 Franken.

Die kurzfristige Entwicklung sei hier aber noch nicht aussagekräftig, schreibt Christoph Donay von der Vermögensverwaltung Donay in einem Marktkommentar. «Wir erwarten, dass der Dollarkurs 2016 stärker zulegt.» Ein deutliches Plus von gut 16 Prozent erwartet Laurent Bakthiari von der IG Bank: «Bis Ende 2016 kann der Dollar zwischen 1,15 und 1,20 Franken kosten.»

Sanfte Zinserhebung

Der Euro fiel heute ebenfalls zurück, in der Spitze auf 1,0832 Dollar nach 1,0911 Dollar im Schlussgeschäft vom Mittwoch. Zur japanischen Landeswährung verteuerte sich der Greenback bis auf 122,64 Yen.

Allerdings will US-Notenbank-Chefin Janet Yellen die Zügel nur sanft anziehen, um die konjunkturelle Erholung in den USA nicht abzuwürgen. Die Fed habe es nun zum grossen Teil selbst in der Hand, die Konditionen für weitere Zinserhöhungen zu kreieren, prognostizierte Commerzbank-Analystin Thu Lan Nguyen. «Sollte sie die Zinserwartungen zu stark schüren und damit eine zu schnelle Aufwertung des US-Dollars auslösen, die wiederum droht, den Preisauftrieb zu bremsen, kann sie selbst gegensteuern, in dem sie zum Beispiel eine Zinspause einlegt.»

http://www.handelszeitung.ch/invest/boerse/zinswende-laesst-smi-und-dax-...

 

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18.12.2015 10:02
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Was steckt hinter dem Januar-Effekt?

Der Januar gilt vielmehr als heisser Börsenmonat mit hohen Umsätzen und deutlichen Kursavancen. Im Fachjargon ist diese Aufwärtsbewegung als Januar-Effekt bekannt. Ganz allgemein besagt er, dass Aktien im Januar besser performen als in den Monaten Februar bis Dezember.

http://www.cash.ch/news/alle-news/was_steckt_hinter_dem_januareffekt-316...

 

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18.12.2015 09:38
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Das bringt 2016 für Schweizer Aktienanleger

In einer fünfteiligen Serie gibt handelszeitung.ch einen Ausblick auf 2016. Folge zwei: Aktien. Was von der Schweizer Börse zu erwarten ist und welchen Aktien Experten besonders viel zutrauen.

Die Schweizer Börse hat ein turbulentes Jahr hinter sich: Der Entscheid der Schweizerischen Nationalbank (SNB) zur Aufhebung des Euro-Mindestkurses, Sorgen um Griechenland und die Unsicherheiten bezüglich des weiteren Kurses der Notenbanken belasteten die Schweizer Börse. Während der Euro Stoxx 50 wie auch der Dax dank der expansiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) übers Jahr gesehen zulegen konnten, notiert die Schweizer Börse heute tiefer als Anfang des Jahres.

Der Leitindex SMI stand zur Eröffnung am 5. Januar bei 9002 Punkten. Auch das Allzeithoch, das die meisten Börsenexperten für 2015 vorausgesagt hatten, blieb unerreicht. Zwar verpasste der SMI im August den höchsten je gemessenen Schlussstand von 9531 Punkten vom 1. Juni 2007 nur ganz knapp, danach fiel der Index aber rasant – und steht aktuell klar unter der Marke von 9000 Punkten.

Keine Euphorie für 2016

Nach diesem durchzogenen Jahr sind viele Börsenexperten auch für 2016 zurückhaltend. Schweizer Aktien werden generell als hoch bewertet eingeschätzt, mit oft nur wenig Potenzial nach oben. Daneben bleibt das Thema der Währungseinflüsse aktuell. Denn auch wenn sich der Schweizer Franken seit dem Knall Mitte Januar abgeschwächt hat, bleiben die Wachstumsaussichten für die Schweizer Wirtschaft gedämpft.

Ob nächstes Jahr endlich das Allzeithoch beim SMI geknackt wird, ist deswegen fraglich. Martin Neff, Chefökonom bei der Raiffeisenbank glaubt nicht daran: «Das Allzeithoch ist zwar nicht allzuweit entfernt, aber dennoch erwarte ich nicht, dass es bald erreicht wird.» Die Gewinndynamik bei den Unternehmen spreche nur für geringes Kurspotenzial.

Allzeithoch nicht ausgeschlossen

Angesichts weiterhin hoher Volatilität schliesst dagegen Reto Hintermann, Fondsmanager beim Vermögensverwalter Gam ein neues Allzeithoch nicht aus: «Die Gewinnaussichten für nächstes Jahr bleiben allerdings gedämpft», betont auch er. Als Grund dafür nennt Hintermann vor allem die extreme Abwertung der Währungen in den Schwellenländern, unter der die weltweit tätigen Grosskonzerne litten. Dagegen hätten sie die Aufhebung des Euro-Mindestkurses noch relativ gut weggesteckt hätten.

Deutlich optimistischer für die Schweizer Börse gibt sich Harald Preissler. Der Chefökonom der Bantleon Bank geht davon aus, dass der SMI in der ersten Jahreshälfte 2016 bei 10'000 Punkten notieren wird und damit locker das Allzeithoch knackt. «Der Frankenschock ist an den Aktienmärkten längst verdaut. Dort wirkt die leichte Abwertungstendenz sogar als Turbomotor», ist Preissler überzeugt.

Allerdings hatte Preissler den SMI schon für Mitte des zu Ende gehenden Jahres über 10'000 Punkten prognostiziert – da hatten ihm SNB und Athen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Für Aktien spricht heute noch immer der Mangel an Alternativen.

Aktien mit Potenzial

Trotz des mehrheitlich schwachen Ausblicks für die Gesamtbörse gibt es auf Titelebene betrachtet nach wie vor Schweizer Aktien mit Potenzial. Je nach Strategie können beispielsweise defensive und dividendenstarke Titel eine Möglichkeit sein. UBS-Chefökonom Daniel Kalt nennt diesbezüglich Gategroup, Roche sowie Zurich, während Raiffeisen-Experte Neff bei Nestlé und Roche weiteres Potenzial sieht. Für langfristig orientierte Investoren ist gemäss Peter Garnry, Anlagestratege bei der Saxo Bank, insbesondere der Warenprüfkonzern SGS attraktiv.

Diese hoch bewerteten Titel bergen aber auch Risiken, weil sie teuer im Erwerb sind und das Kurspotenzial mittelfristig begrenzt sein dürfte. «Wir favorisieren 2016 stattdessen Titel, welche von einer allfälligen Konjunkturbelebung profitieren werden», sagt Daniel Häuselmann, Head of Swiss Equities beim Vermögensverwalter Gam. Unter diesem Aspekt interessant seien Adecco, Bossard, Clariant, Logitech und Sika. Auf letztere setzt auch die Saxo Bank.

Auf Konjunkturerholung setzen

Zykliker dürften von einer Konjunkturerholung überdurchschnittlich profitieren. Viele sind im vergangenen Jahr stark unter Druck geraten und nun bezüglich Aktien-Bewertung attraktiv. Die Raiffeisenbank sieht beispielsweise bei Georg Fischer, Richemont und Actelion Potenzial. Der Luxusgüterkonzern Richemont zählt ebenfalls für die Saxo Bank zu den fünf Top-Picks, ebenso das Pharmazieunternehmen Galenica.

Daneben empfiehlt Saxo Bank-Analyst Garnry die Aktien von Swatch. Diese hätten sich zuletzt schlecht entwickelt und seien nun günstig bewertet. Stärker auf das Mid-Cap-Segment setzt dagegen die UBS. Diese Firmen hätten solide Bilanzen und ein starkes organisches Wachstum. Sonova und Aryzta werden aus dem SMIM-Index diesbezüglich als Favoriten genannt.

http://www.handelszeitung.ch/invest/boerse/das-bringt-2016-fuer-schweize...

 

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Benjamin Franklin

18.12.2015 08:36
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Wilde Schwankungen voraus Dax: Wird die Luft bald dünner?

Seit seinem Tiefstand Ende September hat der Dax gut 20 Prozent an Wert zugelegt. Auch auf Jahressicht errechnet sich ein zweistelliges Wachstum. Geht das auch 2016 so weiter?

Viele Experten sind mit Blick auf 2016 eher skeptisch. Zwar dürfte der Dax in den ersten Monaten des neuen Jahres weiter zulegen. Auch die zuletzt im März und April überschrittene Marke von 12.000 Punkten könne der deutsche Leitindex durchaus noch einmal überschreiten. Doch eigentlich dürften die fetten Jahre an der Börse erst einmal vorbei sein.

Zwar sei noch nicht abzusehen, welche geldpolitischen Schritte die EZB und die Fed machen werden - beide Notenbanken entscheiden noch in diesem Monat - doch sollten sich die Anleger darauf einstellen, dass die Renditen an den Aktienmärkten deutlich geringer ausfallen dürften als in den Vorjahren, prognostiziert Ralph Zimmermann, Aktienstratege vom Bankhaus Lampe.

Kaum Kursgewinne in Aussicht

Kursgewinne dürfte es ohnhin kaum geben. Zimmermann sieht den Dax am Jahresende 2016 bei 11.200 Punkten. Damit ist er in guter Gesellschaft. Die Europäische Zentralbank (EZB) dürfte die Anleger zwar Anfang Dezember mit einer Ausweitung ihrer Billiggeld-Politik erfreuen, meint Jan Holthusen, Leiter Zins- und Anleihenresearch bei der DZ Bank. Doch "die Märkte werden sich längerfristig nicht von den geldpolitischen Stimuli blenden lassen", warnt der Chefanlagestratege der DZ Bank, Christian Kahler. Zum Jahresende sieht er den wichtigsten deutschen Aktienindex bei 11.000 Punkten.

Auch die Experten der Deutschen Bank trauen dem Dax nur noch wenig Steigerungspotenzial zu. Ulrich Stephan, Chief Investment Officer im Privat- und Firmenkundengeschäft der Deutschen Bank, erwartet den Dax zum Jahresende 2016 bei 11.700 Punkten.

Dax

Kurs
10738.12
Differenz absolut
268.86
Differenz relativ
+2.57%

In mein Depot Dow Jones

Kurs
17495.84
Differenz absolut
-253.25
Differenz relativ
-1.43%

In mein Depot Euro in US-Dollar

Kurs
1.0862
Differenz absolut
0.00
Differenz relativ
+0.26%

In mein Depot Es bleibt volatil

Gestützt werde der deutsche Leitindex dabei von der weiteren Abwertung des Euro. Die Gemeinschaftswährung dürfte aufgrund der divergierenden Geldpolitik in der Eurozone und in den USA rasch auf Parität zum Dollar fallen, im weiteren Verlauf gar sein historisches Tief bei 0,85 US-Cent testen. Auch eine mögliche Konjunkturerholung in China und eine sich dadurch aufhellende Stimmung für die Exportwerte werde den deutschen Aktien nutzen.

Einig sind sich die Strategen aus den Banken auch in ihrer Einschätzung, dass es 2016 an den Aktienmärkten ähnlich unruhig zugehen wird wie in diesem Jahr, als der Dax bis Ende September bis zu einem Viertel seines Wertes verloren hat, bevor es wieder aufwärts ging. Die anfängliche Freude über die erwartete Liquiditätsflut der EZB könnte den deutschen Leitindex im Frühjahr zwar bis auf 12.000 Punkte treiben.

Doch wenn die Unsicherheit über den Zustand der Weltwirtschaft wieder steige, "drohen neue Enttäuschungen", so Stephan. Dann drohe dem Dax Rückschlagspotenzial bis auf 9.400 Punkte. Sein Kollege Ralph Zimmermann vom Bankhaus Lampe will sogar einen Rückschlag auf 8.500 Punkte nicht ausschließen - angesichts eines derzeitigen VDax von knapp 24.

Oder geht es 2016 doch weiter bergauf?

Deutlich optimistischer äußert sich Kursmakler Michael Foeller. Er sieht den Dax in Richtung der alten Hochstände von 12.300 bis 12.400 Punkte laufen und in der zweiten Jahreshälfte 2016 sogar weiter steigen. Dabei erwartet er das Kursziel bis Jahresende bei 13.800 Punkten.

Auch die größte Fondsgesellschaft der USA, Fidelity, äußert sich überraschend optimistisch zum Aktienmarkt: 2016 verspreche ein besseres Jahr für Aktien zu werden als 2015, so die jüngste Prognose. Denn im kommenden Jahr dürfte der Konsum in den Industrieländern und gerade in den USA kräftig anziehen. Gründe seien nicht nur die positive Lohn- und Beschäftigungsentwicklung, sondern auch sinkende Preise für viele Waren und Dienstleistungen. Damit sei der Ausblick für das Wirtschaftswachstum 2016 vor allem in den Industrieländern deutlich rosiger als zu Beginn dieses Jahres. Vor allem für US-Aktien verheiße das Gutes.

Treibende Kraft Innovationen

Auch in Europa haben sich die Aussichten für die Konjunktur zuletzt aufgehellt, die Erholung der Binnennachfrage scheint Fuß gefasst zu haben. Und entgegen der landläufigen Meinung dürfte Europa zum Erstaunen Vieler von der Flüchtlingswelle profitieren, meinen die Fidelity-Strategen.

ARD-Börse: Blick nach vorn - wie wird die Börse 2016?

Innovation sei eines der zentralen Themen für Anleger im kommenden Jahr. Bei sozialen Medien und durch immer mehr neue Behandlungsmethoden in der Medizin werde ein positives Umfeld geschaffen, von dem besonders US-Aktien profitieren dürften. Im Mittelpunkt dieser Entwicklung steht nach Ansicht von Fidelity die Technologiebörse Nasdaq.

Nicht alle Eier in einen Korb

Aber natürlich kann es auch ganz anders kommen. Prognosen sind nun mal schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen.

Und eines ist auch klar. Am bewährten Kurs einer breiten Diversifikation und aktivem Management sollten die Anleger auch im neuen Jahr festhalten. Wichtig bleibt ebenso die Berücksichtigung der Dividendenrenditen. Tatsache bleibt zudem, dass es eine ertragreichere Alternative zu Aktien auf den Finanzmärkten derzeit nicht gibt.

http://boerse.ard.de/anlagestrategie/geldanlage/dax-wird-die-luft-bald-d...

 

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Benjamin Franklin

18.12.2015 08:22
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Wo am Schweizer Markt die Chancen liegen

Small- und Mid-Caps haben am Schweizer Aktienmarkt 2015 deutlich besser abgeschnitten als Bluechips. Vieles spricht dafür, dass dies in den kommenden Monaten so bleiben wird.

Der Schweizer Aktienmarkt hat dieses Jahr den meisten Anlegern keine Freude bereitet. Nach dem Franken-Schock im Januar sowie der unsicheren wirtschaftlichen Entwicklung in China und anderen Schwellenländern ist dies rückblickend betrachtet nicht sehr überraschend, da die Schweizer Unternehmen ihre Gewinne zu einem überwiegenden Teil im Ausland erwirtschaften.

Die Kursrückschläge in den ersten Dezemberwochen haben den Schweizer Aktenbörse nun auf ein faires Bewertungsniveau zurückgeführt. Mit rund 17 liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2016 in etwa auf dem langfristigen Mittelwert, wie aus Berechnungen der UBS hervorgeht. Im internationalen Vergleich ist dieser Wert zwar immer noch überdurchschnittlich, doch der einheimische Aktienmarkt ist traditionell etwas höher bewertet als zum Beispiel jener der Eurozone.

Darin kommt zum Ausdruck, dass viele Schweizer Unternehmen in Ihrem Sektor weltweit zu den Besten gehören, wie die britische Vermögensverwaltungsgesellschaft Schroders feststellt. Zudem profitieren sie von einer hohen politischen und wirtschaftlichen Stabilität. Schweizer Investoren sollten deshalb auch künftig einheimische Aktien in ihrem Portfolio halten. Dabei lohnt es sich allerdings, über die Titelauswahl nachzudenken.

Der Markt wird bekanntlich von einigen wenigen Bluechips dominiert: Wer einen klassischen Schweizer Aktienfonds besitzt, hat gut und gerne 60 Prozent des investierten Kapitals in gerade mal drei Valoren angelegt: Nestlé, Novartis und Roche. Natürlich sind das gut geführte, global erfolgreiche Unternehmen, die nicht einfach aus dem Portfolio gekippt werden sollten. Doch wer einseitig auf die Bluechips setzt, vergibt Chancen.

Small- und Mid-Caps bieten mehr

Generell kann festgestellt werden, dass mit einer sorgfältigen Auswahl qualitativ guter Small- und Mid-Caps (klein- und mittelkapitalisierte Unternehmen) höhere Renditen erwirtschaftet werden können als mit Standardwerten, wie Professor Helmut Dietl von der Universität Zürich kürzlich in seiner Kolumne bei cash.ch schrieb. Im aktuellen Umfeld spricht auch die für 2016 zu erwartende Gewinnentwicklung klar für klein- und mittelkapitalisierte Werte.

So erwartet die Bank Vontobel, dass die Gewinne der Small-Caps um rund 34 Prozent steigen werden und jene der Mid-Caps um rund 8 Prozent. Zum Vergleich: Die Schätzungen für die Bluechips liegen bei minus 2 Prozent. Das Minuszeichen ist zwar primär der Credit Suisse zu verdanken. Doch das ändert am Gesamtbild wenig: Die Small- und Mid-Caps dürften 2016 insgesamt bessere Resultate erwirtschaften als die Standardwerte.

Dazu wird auch beitragen, dass die Auswirkungen des Franken-Schocks langsam überwunden sind. Natürlich wird es da und dort noch zu negativen Überraschungen kommen, doch insgesamt haben sich die Schweizer Unternehmen erstaunlich gut an die neue Situation angepasst. Dies zeugt von hoher Flexibilität.

Hinzu kommt der Basiseffekt: Die starke Aufwertung des Frankens gegenüber dem Euro hat im laufenden Jahr die Gewinne vieler Unternehmen massiv geschmälert. Dies dürfte sich 2016 kaum wiederholen. Im Gegenteil: Ausgehend von einer tieferen Ausgangsbasis haben die Small- und Mid-Caps ein grosses Potenzial, ihre Profitabilität zu steigern.

Franken-Kurs bleibt entscheidend

Dabei wird ihnen auch die hohe Innovationskraft zu Gute kommen, wie Schroders feststellt. Zudem sind ihre Bilanzen dank einer vergleichsweise tiefen Verschuldung zumeist solid und das Kurs-Buchwert-Verhältnis liegt deutlich unter jenem der Standardwerte. Dies erklärt, weshalb die Titel aus dem Segment der Small- und Mid-Caps gemessen am Kurs-Gewinnverhältnis etwas höher bewertet sind als die Bluechips. Aktuell empfehlen zum Beispiel Schroders, Credit Suisse und die UBS klein- und mittelkapitalisierte Werte gegenüber Bluechips zu favorisieren – wobei bei der UBS die Mid-Caps klar im Vordergrund stehen. 

Voraussetzung für eine gute Entwicklung der stark exportabhängigen Schweizer Unternehmen ist natürlich, dass sich dass Wachstum der Weltwirtschaft – insbesondere auch im Euro-Raum - wie erwartet nicht abflachen, sondern eher etwas beschleunigen wird, sodass die Schweizer Wirtschaft ihre Wachstumsdelle überwinden kann. Die meisten Auguren sind diesbezüglich optimistisch. Die UBS rechnet für die Schweiz mit einem Wirtschaftswachstum von 1,4 Prozent im kommenden Jahr, die Nationalbank sogar mit 1,5 Prozent.

Das Stichwort Nationalbank erinnert an die zweite Prämisse: Die optimistischen Prognosen für die Small- und Mid-Caps sind eng mit der Erwartung verbunden, dass es den Währungshütern gelingen wird, den Kurs des Schweizer Frankens zumindest in etwa auf dem heutigen Niveau zu stabilisieren. Eine neuerliche deutliche Aufwertung des Frankens würde die exportorientierten Unternehmen abermals sehr stark belasten.

Wer in Small und Mid-Caps investieren möchte, sollte sich die Überlegungen von Professor Helmut Dietl in Erinnerung rufen: Entscheidend für den Erfolg ist die richtige Titelauswahl, also auf Unternehmen mit hoher Qualität zu setzen. Wer sich die Analyse nicht selbst zutraut, sollte in einen gut geführten, aktiv gemanagten Fonds investieren.

http://www.cash.ch/news/front/wo_am_schweizer_markt_die_chancen_liegen-3...

 

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18.12.2015 08:17
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«2016 werden wir eine Rüttelbörse haben»

Die erste Zinserhöhung der US-Notenbank (Fed) seit Juni 2006 hat den Aktienmärkten kräftig Auftrieb verliehen. Der Swiss Market Index stieg am Tag nach der Zinserhöhung am Donnerstag zeitweise um 2 Prozent. Am Markt ist die Unsicherheit über den Zeitpunkt der Zinsanhebung nun weg.

Die Börsen profitieren seit Jahren stark vom billigen Geld der Notenbanken weltweit. Die Frage ist nun, ob die Börsen den Schub werden halten können - und wie stark und in welchem Rhythmus die US-Notenbank die Zinsen wie angekündigt weiter anheben wird. 

"Wichtig wird kurzfristig der Verlauf des US-Weihnachtsgeschäftes sein und mittelfristig die Entwicklung der Arbeitslosenzahlen", sagt cash-Guru Alfred Herbert im cash-Börsen-Talk, dem letzten des Jahres 2015. "Es gibt zwar kein Gratis-Geld mehr, aber das Geld bleibt weiterhin sehr billig". Das spricht eigentlich mangels anderer Anlagemöglichkeiten weiterhin für Aktienengagements und steigende Börsen.

Allerdings bleiben grosse Unsicherheitsfaktoren. Dies sind laut Herbert nicht primär wirtschaftliche Entwicklungen, sondern politische Unabwägbarkeiten. "Fürs ganze Jahr 2016 rechne ich daher mit einer Rüttel- und Schüttelbörse", sagt Herbert im Börsen-Talk. Er verweist diesbezüglich auch auf die hohe Volatilität, welche im Markt derzeit herrsche. 

2016 für Schweizer Anleger nicht erfreulich

Schon das Jahr 2015 sieht für Schweizer Anleger nicht besonders erfreulich aus. Die Aufs und Abs am Schweizer Markt waren ziemlich ausgeprägt: Es gab drei grosse Rücksetzer: Nach der schlagartigen Aufhebung der Euro-Kursuntergrenze im Januar, bei den Wachstumssorgen in China im September, und nach der Enttäuschung über die geldpolitischen Entscheide der Europäischen Zentralbank beziehungsweise die Unsicherheit über den Fed-Zinsentscheid im Dezember.

Das hat zur Folge, dass der Swiss Market Index (SMI) in diesem Jahr mit drei Prozent im Minus liegt. Nur vier der 20 SMI-Aktien weisen eine positive Performance auf (zur Tabelle). Am viertbesten schnitt die UBS ab mit einem Plus von 9 Prozent. Auffallend ist dabei das viel schlechtere Abschneiden des Konkurrenten Credit Suisse in diesem Jahr (Aktie minus 17 Prozent).

Laut Herbert wird die UBS-Aktie auch im Jahr 2016 besser abschneiden als diejenige der Credit Suisse. "Die UBS hat ihr Haus schon weit vorher in Ordnung gebracht und hat einen Vorsprung von mindestens einem Jahr", sagt Herbert. Dazu werde die zweiteilige Kapitalerhöhung, welche die CS in diesem Herbst durchgeführt hat, auch im nächsten Jahr noch ihre Auswirkungen haben.

Auch der neue CEO Tidjane Thiam stimmte die Investoren schon mal darauf ein, dass die neue Strategie der Bank - Verkleinerung der Investmentbank, Wachstum in Asien und vermehrte Kostenkontrolle - nicht sofort Früchte tragen wird. "2016 wird ein schlechtes Jahr sein wegen der Restrukturierungskosten", sagte Thiam in einem Interview.

Aktien aus dem grosskapitalisierten Bereich

Ein anderes Sorgenkind ist Zurich Insurance Group. Die Aktie des grössten Schweizer Versicherers hat in diesem Jahr 20 Prozent verloren und ist damit der fünftgrösste "Loser" im SMI hinter Transocean, LafargeHolcim und den beiden Uhrenproduzenten Swatch und Richemont. Die Zurich-Aktie war in der Vergangenheit auch immer einer der Aktienfavoriten von Alfred Herbert.

"Der Kursverlauf bereitet natürlich keine Freude. Aber ich empfahl die Aktie immer aus Dividendenüberlegungen. Wer diese Aktie langfristig hält, kann ruhig darauf schlafen. Man sollte dabei bleiben". Herbert glaubt nicht, dass der Nachfolger des Anfang Dezember zurückgetretenen CEO Martin Senn an der grosszügigen Dividendenpolitik des Konzerns rütteln wird. Dies liessen die mächtigen Aktionäre wohl nicht zu, sagt Herbert.

Aufgrund des wahrscheinlichen Einflusses von politischen Ereignissen auf die Börsen empfiehlt Herbert auch 2016 Aktien aus dem grosskapitalisierten Bereich und hier vor allem defensive Werte: Pharma (Novartis, Roche), Nahrungsmittel (Nestlé) und Versicherer.

Im cash-Börsen-Talk äussert sich Alfred Herbert ausführlich zum Zinsentscheid der Fed und zum Zerfall des Ölpreises.

http://www.cash.ch/news/front/2016_werden_wir_eine_ruettelboerse_haben-3...

 

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

17.12.2015 22:16
Bild des Benutzers Schnitthelm Wachtvogel
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Für eine Prognose muss man einmal wissen, wie die Situation hier in der Schweiz ist: Durch den starken CHF werden die Exporte noch weiter einbrechen und die Gewinne ausbleiben. Die erste Kostprobe (Aussicht) haben wir diese Wochen bereits eingehend gesehen. Oder: Der DAX hat heute ein 2% höheres Plus als der SMI!

Meine Empfehlung für 2016 ist: raus aus dem SMI! Als Alternative sehe ich den deutschen Markt. Es muss aber nicht unbedingt VW sein. Japan und die USA sind weitere Favoriten.

MfG
Schnitthelm Wachtvogel

17.12.2015 12:35
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Die Schweizer Aktien-Tipps für 2016

Alle Jahre wieder nutzen die Banken und ihre Anlagestrategen die nachrichtenkarge Adventszeit, um einen Blick in die Glaskugel zu wagen. So unterschiedlich die Erwartungen an das Börsenjahr 2016 auch sein mögen, in einem Punkt sind sich die meisten Experten einig: Gerade an europäischen Aktien gibt es auch im kommenden Jahr kein Vorbeikommen.

Geradezu euphorisch liest sich etwa der Ausblick aus dem Hause Société Générale. Darin sagen uns die Autoren noch auf Jahre hinaus steigende Börsen voraus. Nach 2015 werde auch 2016 ein europäisches Aktienjahr, so schreiben sie.

Defensive Qualitäten nicht gefragt

In den Ohren hiesiger Anleger mag das wie Hohn klingen, fällt die Bilanz mit Blick auf die Schweizer börse doch ernüchternd aus. Gerade mal mit vier der zwanzig im Swiss Market Index (SMI) vertretenen Aktien liess sich im laufenden Jahr Geld verdienen.

Damit aber nicht genug: Während die für die französische Grossbank tätigen Strategen dem EuroStoxx 50 Index über die kommenden 12 Monate ein Aufwärtspotenzial von mehr als 15 Prozent zutrauen, führen sie für den SMI ein Jahresendziel von 9000 Punkte. Die im kommenden Frühjahr zur Auszahlung anstehenden Dividenden aufgerechnet, entspräche das einer vergleichsweise mageren Gesamtrendite von 6 Prozent.

Die defensiven Qualitäten des Schweizer Aktienmarktes seien derzeit nicht gefragt, lautet das Urteil. Umso mehr überrascht jedoch, dass Roche und UBS zumindest ersterer Wert auf der Liste der Schlüsselkaufempfehlungen als defensiv einzustufen ist. Bei den Verkaufsempfehlungen wird unser Heimmarkt hingegen durch Givaudan, LafargeHolcim und Zurich Insurance Group vertreten.

Zinszyklus spricht für Finanz- und Substanzwerte

Ins selbe Horn wie Société Générale stösst man auch bei Barclays Capital. Die Strategen der britischen Grossbank sehen von den steigenden Zinsen in Übersee keine unmittelbare Gefahr für die europäischen Börsen ausgehen. Zumindest was die Branchenpräferenzen der Experten betrifft, spielt die amerikanische Geldpolitik aber sehr wohl eine Rolle. Gerade den Substanzaktien sowie den Finanzwerten trauen sie in diesem Umfeld eine überdurchschnittliche Kursentwicklung zu.

Hierzulande scheint nur gerade Adecco ins Beuteschema der Briten zu passen. Im 57 Titel starken "Global Recommended Portfolio" macht die Aktie des Westschweizer Stellenvermittlers einen ziemlich verlorenen Eindruck.

Dividendenargument wird entkräftet

Überraschend vorsichtig ist der Ausblick von Exane BNP Paribas abgefasst. Wie die Verfasser darin schreiben, gewinnt die europäische Wirtschaft zwar an Fahrt. Die Kombination aus steigenden Zinsen in den USA und strukturellen Problemen in den Schwellenländern bereitet den Experten allerdings doch etwas Unbehagen.

Ihre Botschaft: Die vergleichsweise stolze Bewertung macht die Börsen rund um den Globus verletzbar. Auch das Dividendenargument lassen die Strategen nicht gelten. Die hohe Dividendenrendite sei ein Ergebnis aussergewöhnlich hoher Ausschüttungsquoten und einer unnatürlich geringen Investitionstätigkeit. Selbst in einem freundlicheren Wirtschaftsumfeld rechnen die Autoren des Ausblicks bestenfalls mit langsam steigenden Dividenden.

Erst kürzlich stufte Exane BNP Paribas den am Schweizer Aktienmarkt prominent vertretenen Gesundheitssektor von "Neutral" auf "Übergewichten" und den ebenfalls wichtigen Nahrungsmittelsektor zumindest von "Untergewichten" auf "Neutral" herauf.

Auf die Schweizer Banken ist Verlass

Aktien aus der Schweiz erscheinen weder auf der Liste der dividendenstarken Schlüsselkaufempfehlungen, noch auf jener der vielversprechendsten Kandidaten für einen Turnaround. Fündig wird man einzig bei den Aktien von Unternehmen mit einem hohen Ergebnisbeitrag aus Europa. Dazu zählen unter anderem jene von Geberit, Sika sowie Kühne+Nagel.

Eine wichtige Stimme für Schweizer Aktienempfehlungen ist auch die Bank Vontobel. Den an hohen Ausschüttungen interessierten Anlegern raten die der Aktienanalyse angeschlossenen Experten zu den Aktien von ABB, Cembra Money Bank, LEM, Roche, Swiss Life oder UBS.

Auf der offiziellen Empfehlungsliste stehen vier Standardwerte der doppelten Anzahl Nebenwerte gegenüber. Der Grund: Die Zürcher Traditionsbank traut kleinen und mittelgrossen Schweizer Unternehmen im kommenden Jahr ein deutlich höheres Gewinnwachstum zu.

So werden neben den Titeln von ABB, Geberit, Roche und UBS auch jene von ams, Belimo, Georg Fischer, Lem, Straumann, Sunrise Communications, Swiss Life sowie Temenos empfohlen.

Defensive Indexschwergewichte verpönt

Die Berufskollegen von der Zürcher Kantonalbank setzen im Hinblick auf das kommende Jahr auf die Aktien von Clariant, Novartis, Swisscom, Swiss Life und UBS. Bei den Nebenwerten werden hingegen Conzzeta, DKSH, Partners Group, Schweiter und Straumann favorisiert. Swiss Life, UBS und Schweiter gehörten schon im laufenden Jahr zu den Schlüsselkaufempfehlungen.

Bei Kepler Cheuvreux setzt sich die Favoritenliste aus den Aktien von ABB, Aryzta, Dufry, Forbo, Helvetia, Richemont und UBS zusammen. Zudem nennen die Strategen Valoren, um welche Anleger besser einen grossen Bogen machen. Dazu zählen jene von Galenica, Lindt & Sprüngli, Micronas, Arbonia, EFG International, GAM und Julius Bär.

Wenn man im Hinblick auf das kommende Jahr von einem Trend sprechen kann, dann von dem in Richtung konjunkturabhängiger Aktien und Finanzwerte. Swiss Life, UBS & Co stehen nicht nur hoch in der Gunst ausländischer Banken und ihrer Anlagestrategen. Dasselbe gilt auch bei uns in der Schweiz. Defensive Indexschwergewichte gelten hingegen als verpönt. Eine Ausnahme bleibt - wie schon in den letzten Jahren - der stets beliebte Genussschein von Roche.

http://www.cash.ch/news/front/die_schweizer_aktientipps_fuer_2016-340117...

 

 

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

07.12.2015 10:08
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Schroders: Ausblick für globale Aktien 2016

Trotz der ungewissen gesamtwirtschaftlichen Prognose für globale Aktien zeigt sich Alex Tedder bei einzelnen Unternehmen optimistisch – insbesondere bei denjenigen, die sich auf disruptive Technologien spezialisieren und robuste Gewinne erzielen.

Wirtschaftliche Sorgen

Bei Betrachtung der Gesamtlage sind wir recht vorsichtig, wofür es verschiedene Gründe gibt:

• Das Wachstum ist in allen wichtigen Regionen der Welt schwach, selbst in den USA, und auch in China kühlt sich die Wirtschaft nun recht deutlich ab.

• Die Zinsen sind niedrig, werden aber voraussichtlich steigen.

• Aktien sind im historischen Vergleich teuer, und eine künftige Neubewertung ist nur allzu wahrscheinlich. Auf Ebene der einzelnen Unternehmen sieht die Lage dagegen deutlich besser aus.

Im Folgenden stellen wir drei Bereiche vor, auf die wir uns besonders konzentrieren, und in denen Gewinnüberraschungen möglich sind. Ok

Disruptive Technologien

In diesem Bereich sehen wir erhebliche Chancen.

Hier gibt es neue Unternehmen mit neuen Geschäftsmodellen, die die bestehenden Branchenstrukturen durcheinanderbringen. Sie verzeichnen ein sehr starkes Umsatz- und Gewinnwachstum, das sich unserer Meinung nach in den kommenden zwölf Monaten beschleunigen wird.

Innovation und Preismacht

Wir halten das Thema Innovation für ausserordentlich wichtig. Unternehmen, die mit ihren Innovationen Erfolg haben, erzielen ein hohes Umsatz- und Gewinnwachstum für ihre Aktionäre.

Fähigkeit zur Selbsthilfe

Vielen alteingesessenen Unternehmen fällt es schwer, ein nennenswertes Umsatzwachstum zu erzielen. Doch die besseren unter ihnen senken ihre Kosten, achten auf ihre Bilanz und versuchen, durch ein sorgfältiges Management ihrer Vermögenswerte Gewinne für ihre Aktionäre zu erzielen.

Das komplette Video: 60 Sekunden mit Alex Tedder - Ausblick für globale Aktien 2016

http://www.finanzen.ch/nachrichten/fonds/Schroders-Ausblick-fuer-globale...

 

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

04.12.2015 14:57
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Diese Aktien sollten Sie sich für 2016 merken

Die US-Bank Morgan Stanley hat ihre Favoriten für 2016 gekürt: Insgesamt 36 internationale Aktien empfehlen die Analysten, darunter auch zwei Schweizer. Welche Titel das höchste Kurspotenzial haben.

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Schweizer Titel in der Auswahlliste: Nestlé und Credit Suisse

Mit Nestlé S.A. (ISIN: CH0038863350) und Credit Suisse Group AG (ISIN: CH0012138530) haben es auch zwei Schweizer Titel in die Auswahlliste von Morgan Stanley geschafft. Beim Nahrungsmittelkonzern, der dank seiner guten Marktstellung lobend als Kerninvestment im Nahrungsmittelbereich hervorgehoben wird, ist das Kursziel bei 85 Franken festgezurrt – rund 12 Prozent über der derzeitigen Notierung. Im Bullen-Szenario könnten laut Morgan Stanley aber auch 95 Franken erreichbar sein, wogegen im Bären-Szenario die untere Begrenzung für den Aktienkurs mit 68 Franken angegeben wird. Das KGV beläuft sich den Schätzungen zufolge für 2016 auf 21,5.

Nur im einstelligen Bereich und damit deutlich tiefer wird hingegen das KGV bei Credit Suisse gesehen. Hier werden grosse Hoffnungen in den neuen Vorstandschef gesetzt und auf einen erfolgreichen Konzernumbau. Im Basisszenario wird ein Kursziel von 31 Franken angestrebt, was rund 40 Prozent über dem derzeitigen Kurs liegt. Im Maximalfall halten die Analysten von Morgan Stanley sogar Kurse von 36 Franken für erreichbar. Im Worst Case sollen 24 Franken möglich sein.

http://www.bilanz.ch/invest/diese-aktien-sollten-sie-sich-fuer-2016-merk...

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Benjamin Franklin