Schweizer Aktien und CHF, Februar 2013

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01.02.2013 11:31
#1
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Schweizer Aktien und CHF, Februar 2013

Rückblick

Seit September/Oktober/November 2012 ist der SMI von 6500 auf heute 7400 gestiegen. Wer also wie ich ganz dümmlich auf den Spruch "buy from September and sell till May" gesetzt hat, ist damit sehr gut gefahren. Sie/er hat fast 15% Gewinn pro eingesetztem Kapital  eingefahren. Und dies wohlgemerkt nicht pro Jahr, sondern in 3 bis 5 Monaten.


Dabei ist der $ heute tiefer als damals, der Yen viel viel tiefer. Gold ebenfalls. Nur Oel und Euro liegen marginal höher.


Rückblick Januar


Der Januar allein hat uns einen Anstieg von 7000 auf 7400 gebracht, rund 5%! Eigentlich ein alljährliches Phänomen, das keiner weiteren Erklärung bedarf.


Ausblick


Die Debt Ceiling Debatte ist auf Mitte Mai verschoben worden. Es empfiehlt sich vielleicht dieses Jahr, den letzten Strohhalm etwas früher als sonst in die Scheune zu bringen, damit er nicht vom regnerischen Vorgeplänkel des grossen Sturms durchnässt wird.


Vermutlich steigen nun nach dem wie gewöhnlich gedrückten Monatsende die Aktien wieder weiter an bis ca. 22. 2.! SMI bei 7777? Danach einen kleineren Einbruch, dessen Fallhöhe die Erwartungen der Fallhöhe des Minicrashs ab Mai bis Oktober vorausschätzt, d.h. wenn die Börsengemeinde im Sommer einen tieferen Einbruch erwartet, dann wird der kleinere Einbruch im März auch tiefer ausfallen als sonst.


Dieser kleine Einbruch im März wird dann eine kleine Kaufgelegenheit sein. Bis Ende April sollte dann jedoch alles wieder verkauft werden.


Ausblick Februar


Also wie gesagt, die nächsten drei Wochen geht's nur aufwärts. Dies ist eine Verkaufsgelegenheit! Gewinne sind da, um mitgenommen zu werden! Lässt man sie zu lange liegen, lösen sie sich auf wie der Schnee an der Sonne.


===================================================


Nun noch einen Börsentipp der besonderen Art. Ich gebe ihn hier gratis ab, so wie alles Wichtige im Leben praktisch gratis ist: Luft zum Atmen, Wasser zum Trinken und Brot zum Essen.


Es gibt einen Heiligen Geist. Stopp! Nicht davonrennen! Der Heilige Geist ist nicht der Leibhaftige, der mit einem weissen Leintuch über dem Kopf um Mitternacht erscheint. Er hat auch nichts mit dem Geist in der Flasche zu tun. Er ist ein guter Geist, der in Gedanken in unserem Hirn Platz nimmt. Er umfasst alle Börsenregeln und noch viel mehr.


Mit Ihm ist man auch erfolgreich an der Börse, so wie man mit Ihm erfolgreich ist in andern Kämpfen, wie Samson:


The Spirit of the Lord came powerfully upon him. The ropes on his arms became like charred flax, and the bindings dropped from his hands. 15 Finding a fresh jawbone of a donkey, he grabbed it and struck down a thousand men. (Judges/Richter 15:14)


Wie erhält man nun den Heiligen Geist? Denkbar einfach:


11 “Which of you fathers, if your son asks for a fish, will give him a snake instead? 12 Or if he asks for an egg, will give him a scorpion? 13 If you then, though you are evil, know how to give good gifts to your children, how much more will your Father in heaven give the Holy Spirit to those who ask him!” (Lukas 11:11)


 

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Gruss
iGwt

"Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und euch spät erst niedersetzt, um das Brot der Mühsal zu essen; denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf." ( Psalm 127:2 )

28.02.2013 21:05
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Thread closed! :no:

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28.02.2013 20:44
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spylong hat am 28.02.2013 - 20:20 folgendes geschrieben:

in_God_we_trust hat am 28.02.2013 - 20:07 folgendes geschrieben:

Alles gegen Berlusconi. Bald vermute ich, dass die ganze Welt von homosexuellen Politikern und Journalisten regiert wird.

Jetzt hat Dir aber Dein Gotteswahn völlig ins Hirn geschifft. Halt die Klappe in einem Börsentrade - oder mach einen eigenen auf.

Du bist ja schlimmer als Peer.

Danke spylong, danke. Schön dass ich nicht alleine herummotzen muss

Jeder hat das Recht, ab und zu mal Mist zu posten. Auch ich tue das. Aber er macht seiner  Fussnote wirklich alle Ehre. Möglichst nicht Weise. Für ihn ist es halt viel einfacher, sich an (Prediger 7:16) zu halten als an (Prediger 7:17).


Er ist übrigens mit seiner Einstellung gegenüber Homosexuellen nicht allein im Forum Einer seiner Gesinnungsgenossen gibt sich hier sogar als Frau aus. Und da fragt man sich vielleicht (oder auch nicht, weil logisch): warum stören sich - wenn überhaupt - nur Männer an dieser Gruppe und warum ist das den meisten echten Frauen total egal?

 

spylong hat am 28.02.2013 - 20:29 folgendes geschrieben:

in_God_we_trust hat am 28.02.2013 - 18:32 folgendes geschrieben:

CHF down, SMI up. Unter dem Strich bewegt sich nicht viel. Februar: ausser Spesen nichts gewesen?!

SPI + 2.16 im Februar / SMI do. +1.46 - rechne mal 12 und was hast Du?

Mit ein paar schönen Calls z.B. Nobel B am Tag vor der Ergebnispublikation verkauft: Einige schöne Nullen eingefahren (mit was vornedran). aber ich nehme an: Solche Trades sind bei Dir nicht Gotteslohn sondern Teufelsgeld. he nu so de.

Technik sagt übrigens immer noch nichts von Trendwende - weiter Wellenreiten, aber mit Vorsicht.

 

Und nochmals danke. Das wollte ich auch posten, aber du warst beide Male schneller.

 

Der Franken hat sich im Rappenbereich bewegt.

 

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
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28.02.2013 20:29
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in_God_we_trust hat am 28.02.2013 - 18:32 folgendes geschrieben:

CHF down, SMI up. Unter dem Strich bewegt sich nicht viel. Februar: ausser Spesen nichts gewesen?!

SPI + 2.16 im Februar / SMI do. +1.46 - rechne mal 12 und was hast Du?

Mit ein paar schönen Calls z.B. Nobel B am Tag vor der Ergebnispublikation verkauft: Einige schöne Nullen eingefahren (mit was vornedran). aber ich nehme an: Solche Trades sind bei Dir nicht Gotteslohn sondern Teufelsgeld. he nu so de.

Technik sagt übrigens immer noch nichts von Trendwende - weiter Wellenreiten, aber mit Vorsicht.

 

spylong

28.02.2013 20:20
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in_God_we_trust hat am 28.02.2013 - 20:07 folgendes geschrieben:

Alles gegen Berlusconi. Bald vermute ich, dass die ganze Welt von homosexuellen Politikern und Journalisten regiert wird.

Jetzt hat Dir aber Dein Gotteswahn völlig ins Hirn geschifft. Halt die Klappe in einem Börsentrade - oder mach einen eigenen auf.

Du bist ja schlimmer als Peer.

spylong

28.02.2013 20:07
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Alles gegen Berlusconi. Bald vermute ich, dass die ganze Welt von homosexuellen Politikern und Journalisten regiert wird.

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28.02.2013 18:32
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CHF down, SMI up. Unter dem Strich bewegt sich nicht viel. Februar: ausser Spesen nichts gewesen?!

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28.02.2013 12:42
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Heute sind es schon wieder extrem tiefe Umsätze. Das heisst unter anderem, dass die Banken weniger Courtagen einnehmen. Oder dass der Anstieg nicht breit abgestützt ist.

Erstaunlich gut hält sich der DJ-Future. Heute wäre der letzte Tag für eine Einigung in Sachen Fiscal Cliff, aber erst morgen beginnen die Verhandlungen.

 

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Benjamin Franklin

28.02.2013 11:22
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Knapp an der Rezession vorbeigeschrammt

Die Schweizer Wirtschaft ist im vierten Quartal des vergangenen Jahres um 0,2 Prozent gewachsen. Positiv ausgewirkt haben sich insbesondere der Konsum der privaten Haushalte und der öffentlichen Hand.

Ein Wachstumsimpuls, wenn auch ein geringer, sei auch von den Investitionen in Produktionsanlagen ausgegangen, teilte das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Donnerstag mit.

Negativ war die Entwicklung dagegen im Aussenhandel. Von der Produktionsseite her betrachtet stieg die Wertschöpfung in mehreren Dienstleistungssektoren, derweil in der Industrie ein Rückgang verzeichnet wurde.

An Rezession vorbeigeschrammt

Im Vergleich zum Schlussquartal des Jahres 2011 ist das Bruttoinlandprodukt (BIP) von Oktober bis Dezember um 1,4 Prozent gestiegen.

Die Schweiz ist damit trotz der schweren Krise in der EU an einer Rezession vorbeigeschrammt. Einzig im zweiten Quartal 2012 hat sie gegenüber dem Vorquartal einen BIP-Rückgang verzeichnet.

Für das ganze vergangene Jahr resultiert gemäss einer ersten Schätzung des Seco ein reales BIP-Wachstum von 1,0 Prozent. Die Entwicklung der Preise nicht herausgerechnet betrug das Wachstum demnach 1,1 Prozent. http://www.20min.ch/finance/news/story/Knapp-an-der-Rezession-vorbeigesc...

 

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28.02.2013 10:34
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Einmal einen sehr guten Artikel auf CASH:

http://www.cash.ch/news/im_fokus/die_maerkte_werden_immer_unvorhersehbar...

Man könnte es auch in weniger Worte fassen, z.B. wie MF im letzten Post:

"Oder war es die vermeintlich unverrückbare Tatsache, dass Aktien momentan billig sind wie nie (wie sie es scheinbar immer auf Mehrjahreshochs sind, an Tiefs einer Baisse sind sie nämlich zu teuer …)".

Gruss
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28.02.2013 08:07
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Pre-SMI +0.3%

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27.02.2013 23:05
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Bernanke hält US-Börsen warm

Beruhigt durch Äusserungen von Fed-Chef Ben Bernanke haben die Anleger ihre Einkaufstour an der Wall Street am Mittwoch fortgesetzt.

Auch am zweiten Tag seiner Anhörung vor dem Kongress in Washington gelang es dem Notenbankchef, für gute Stimmung auf dem Parkett zu sorgen. Er bekräftigte den Kurs der Fed zur Stärkung der Konjunktur. Dies wurde von den Investoren als Wohltat empfunden, hatte doch zum Wochenauftakt die Furcht vor einem Aufflammen der Euro-Schuldenkrise schwer an den Nerven gezerrt. Die Aufregung um die Italienwahl ebbte auch deshalb ab, weil eine Versteigerung italienischer Staatsanleihen auf rege Nachfrage stiess. Dies besänftigte die Gemüter und liess die Börsenbarometer steigen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Verlauf zwischen einem Hoch von 14'104 und einem Tief von 13'880 Punkten. Er ging 1,3 Prozent fester bei 14'075 Zählern aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P 500 erhöhte sich um ebenfalls 1,3 Prozent und erreichte 1515 Stellen. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um ein Prozent auf 3162 Punkte.

Ermutigende Konjunkturdaten

"Bernankes Äusserungen bringen dem Markt weitere Liquidität", sagte Dan Veru von Palisade Capital Management. Jede Möglichkeit werde genutzt, um zu investieren. Bereits am Dienstag hatte der Präsident der Federal Reserve (Fed) im Kongress die umstrittene Geldflut zur Stützung der Wirtschaft verteidigt und damit seine Strategie bekräftigt. Gute Nachrichten kamen am Mittwoch auch von der Konjunkturseite: Im Januar wurden mehr US-Hausverkäufe in die Wege geleitet als erwartet.

Für Beruhigung der US-Anleger sorgte zudem, dass die erste Auktion italienischer Staatsanleihen nach dem Wahl-Schock glimpflich verlief. Die Zinsen stiegen zwar an, aber nicht so stark, wie manche Börsianer nach dem unklaren Ausgang der Parlamentswahl und der damit verbundenen Schwierigkeiten bei der Regierungsbildung befürchtet hatten.

Auf Unternehmensseite standen die Papiere des Einzelhändlers Target im Blickpunkt. Die Aktie gab 1,5 Prozent nach, nachdem das Unternehmen im vierten Quartal weniger verdiente und auch die Erwartungen verfehlte. Target machte zu schaffen, dass die Kunden wegen der unsicheren Wirtschaftsaussichten im Weihnachtsgeschäft sparsamer waren. Für 2013 rechnet der Konzern dennoch mit einem Gewinnanstieg.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 673 Millionen Aktien den Besitzer. 2282 Werte legten zu, 704 gaben nach und 102 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,7 Milliarden Aktien 1648 im Plus, 810 im Minus und 115 unverändert. http://www.cash.ch/news/top_news/bernanke_haelt_usboersen_warm-3035119-771

 

Am Freitag kann es schon wieder anders aussehen.

 

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27.02.2013 22:57
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MarcusFabian hat am 27.02.2013 - 19:26 folgendes geschrieben:

Oder wie es Roland Gehrt vorgestern formuliert hat:

Oder war es die vermeintlich unverrückbare Tatsache, dass  :bye: GOLD momentan billig ist wie nie (wie es scheinbar immer auf Mehrjahreshochs ist, an Tiefs einer Baisse ist es nämlich zu teuer …)

Es ist noch nicht lange her, da hätte ein analoges Posting im Gold-Thread für Aufruhr gesorgt.

 

Die Dividendenrendite ist zur Zeit jedenfalls nicht schlecht.

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27.02.2013 19:26
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spylong hat am 27.02.2013 - 07:25 folgendes geschrieben:

 

1. Politische Börsen haben kurze Beine - wie immer sind in einem intakten Aufwärtstrend solche Ereignisse der beste Einstiegspunkt.

 

 

Oder wie es Roland Gehrt vorgestern formuliert hat:

Oder war es die vermeintlich unverrückbare Tatsache, dass Aktien momentan billig sind wie nie (wie sie es scheinbar immer auf Mehrjahreshochs sind, an Tiefs einer Baisse sind sie nämlich zu teuer …)

http://www.rottmeyer.de/die-angst-der-quasi-optimisten/

 

Biggrin

27.02.2013 13:26
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Am Freitag droht der Rasenmäher

Am 1. März treten in den USA automatische Kürzungen in Kraft. Präsident Obama warnt vor Störungen im Luftverkehr und weniger Impfungen für Kinder. Die Republikaner bleiben hart.

In unschöner Regelmässigkeit liefern sich die Demokraten von Präsident Barack Obama und die oppositionellen Republikaner im US-Kongress einen Streit um den Staatshaushalt. Die eine Seite will höhere Steuern, die andere massive Sparmassnahmen. Bislang konnte stets in letzter Minute eine Lösung gefunden werden. Doch bei der neusten Deadline sieht es nicht danach aus: Am 1. März treten automatische Budgeteinschnitte in Kraft, und die Republikaner scheinen gewillt, diese durchzuziehen.

Der Kongress hatte die Kürzungen nach dem Rasenmäherprinzip in fast allen Bereichen vor 18 Monaten selbst beschlossen. Damit sollte Druck ausgeübt werden, ein Programm zum Defizitabbau für die nächsten zehn Jahre im Umfang von 1,2 Billionen Dollar aufzulegen. Ursprünglich sollten die Sparmassnahmen zum Jahresanfang in Kraft treten. Um Zeit zu gewinnen, wurden sie um zwei Monate aufgeschoben. Der grösste Teil der Einsparungen betrifft das Militär, eine heilige Kuh für die Republikaner. Diese würden deshalb zu einem Kompromiss bereit sein, so die Erwartung von Obama und den Demokraten.

Schrumpfkur wichtiger als Verteidigung

Doch sie scheinen sich verkalkuliert zu haben. Vor allem im Repräsentantenhaus seien jene Republikaner in der Mehrheit, denen «eine Schrumpfkur für die Regierung wichtiger ist als eine robuste nationale Verteidigung», schreibt die «New York Times». Fiskalische Fragen hätten Priorität gegenüber der Verteidigung in einer Weise, wie es nach dem 11. September 2001 nie möglich gewesen wäre, sagte der Abgeordnete Tom Cole aus Oklahoma: «Der Krieg im Irak ist vorbei, die Truppen kehren aus Afghanistan zurück, deshalb wollen wir die Kürzungen.»

Angesichts solcher Perspektiven hat Präsident Obama eindringlich gewarnt, dass die radikalen Sparmassnahmen der gesamten Weltwirtschaft schaden könnten. In seiner wöchentlichen Radioansprache hielt Obama der Nation am Samstag vor Augen, dass ohne eine Einigung auf einen durchdachten Sparplan ab März die Entlassung von Tausenden Lehrern, Zwangsurlaube für Hunderttausende Angestellte im Verteidigungsbereich und Störungen im Flugverkehr drohten – um nur einige Beispiele zu nennen.

Gouverneure fordern Gespräche

«Unglücklicherweise scheinen die Republikaner im Kongress entschieden zu haben, statt eines Kompromisses – statt den reichsten Amerikanern etwas abzuverlangen – die Kürzungen lieber direkt der Mittelschicht aufzubürden», beklagte Obama in seiner Ansprache und warb damit für Mehreinnahmen. Der Präsident will Steuerschlupflöcher schliessen, von denen die Reichen besonders profitieren. Das Weisse Haus veröffentlichte zudem eine Auflistung, welche Einschnitte jedem der 50 Bundesstaaten drohen, bis hin zu Impfungen oder schulischen Förderprogrammen für Kinder aus benachteiligten Familien.

Selbst republikanische Gouverneure haben deshalb am Wochenende Regierung und Kongress aufgefordert, an den Verhandlungstisch zurückzukehren und die Sequester genannten Rasenmäher-Kürzungen abzuwenden. «Sie sollen keine Pressekonferenzen mehr durchführen, sondern zusammensitzen», sagte Bob McDonnell, der Gouverneur von Virginia, gegenüber Politico. Doch bis Freitag ist nichts dergleichen in Sicht. Kaum jemand in den USA geht davon aus, dass es dieses Mal zu einer Einigung auf der Ziellinie kommt.

Nächste Deadline am 27. März

Dennoch scheint eine Lösung nicht unmöglich, denn am 27. März droht die nächste Deadline. Dann läuft das provisorische Budget aus, das der Kongress im letzten Herbst beschlossen hat, weil er sich nicht auf einen ordentlichen Haushalt einigen konnte. Ohne neuen Deal muss der Staat dicht machen, was die Bevölkerung direkt treffen würde, im Gegensatz zum Sequester, dessen Folgen erst im Laufe der Zeit spürbar wären. Republikanische Parlamentarier liessen deshalb durchblicken, dass sie an den Kürzungen festhalten, sie aber flexibler ausgestalten wollen.

«Es gibt einfache Wege, um das Geld einzusparen, die das amerikanische Volk nie zu spüren bekommt», sagte der republikanische Senator Tom Coburn auf Fox News. Selbst Demokraten könnten mit einer solchen Lösung leben, schreibt die «Washington Post». Denn weitere Showdowns stehen vor der Tür: Am 18. Mai muss der Kongress einmal mehr die Obergrenze für die Staatsverschuldung anheben. Präsident Obama hofft dabei auch auf Unterstützung aus dem Volk: Seine Beliebtheitswerte sind laut Umfragen deutlich höher als die der Republikaner – vom notorisch handlungsunfähigen Kongress ganz zu schweigen. http://www.20min.ch/finance/dossier/schulden/story/Am-Freitag-droht-der-...

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Benjamin Franklin

27.02.2013 10:58
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Korrekturen sind gesund, auch wenn sie manchmal weh tun. Hätte vor Italiendrama raus sollen, bin aber jetzt drin und arbeite mit diesem Umfeld. Nehme jetzt bis Mitte April meine sämtlichen Dividenden und sehe dann weiter. Meine grössere Angst ist immer das übliche "Sell in may and go away", muss ja aber nicht immer sein. Auch letztes Jahr hatte ich grosse Verluste in dieser Phase zu verbuchen. Abgerechnet habe ich wie immer Ende Jahr, und da hatte ich fette Gewinne zu verbuchen. Jahresperformance (Dividenden + Trading 27 %).

27.02.2013 10:31
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spylong hat am 27.02.2013 - 09:41 folgendes geschrieben:

Der Aufwärtstrend ist intakt.

Du hast wiedereinmal recht, bis Mai ist der Aufwärtstrend intakt.

Aber jetzt gerade hat ein Mini-Abwärtstrend begonnen, der noch bis ca. Mitte März anhalten kann.

Gruss
iGwt

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27.02.2013 09:41
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Gottesglauben

Na ja - Du mit Deinem seltsamen Gottesbild  - das vermutlich Blocher geprägt ist - hast sowieso in einem Börsenblog nichts zu suchen.

Übrigens meine ich: Auch bei der SP sind 20% Idioten und auch bei der SVP hats den üblichen Anteil an Intelligenten.

Aber lassen wir das ob Christ oder Atheist. Die Börsen sind hier das Thema

und wie gesagt: Der Aufwärtstrend ist intakt.

spylong

27.02.2013 09:24
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spylong hat am 27.02.2013 - 07:25 folgendes geschrieben:

 

2. Italien hat gewählt u.a. einen greisen pädophil veranlagten mit Haarteilen versehenen Zombie. Wähleranteil gegen 30%. Ich vertrete den Standpunkt, dass 20% in jeder Gesellschaft, in jeder Kultur Idioten sind. In Italien ist es halt mal ein wenig mehr, aber der Wähleranteil der Blocher SVP ist hier auch gegen 30 gestiegen!

 

Ja genau, Du hast völlig recht! Ich bin auch genau Deiner Meinung! Nur mit dem kitzekleinen, geringfügigen Unterschied, dass für mich die 20% Idioten bei SP und Grüne zu finden sind. Smile

Gruss
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27.02.2013 08:05
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Pre-SMI +0.4%

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Benjamin Franklin

27.02.2013 07:25
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Richtig martinidri . "genauso viele clowns".

1. Politische Börsen haben kurze Beine - wie immer sind in einem intakten Aufwärtstrend solche Ereignisse der beste Einstiegspunkt.

2. Italien hat gewählt u.a. einen greisen pädophil veranlagten mit Haarteilen versehenen Zombie. Wähleranteil gegen 30%. Ich vertrete den Standpunkt, dass 20% in jeder Gesellschaft, in jeder Kultur Idioten sind. In Italien ist es halt mal ein wenig mehr, aber der Wähleranteil der Blocher SVP ist hier auch gegen 30 gestiegen!

 

spylong

26.02.2013 16:46
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Ich würde das Land Italien nicht allzu unterschätzen. Bei uns in der Schweiz gibts genauso viele Clowns wie in Italien ...  Schon alles vergessen?! Die Wahrheit wird es uns zeigen, die Schweiz steht alles andere als gut da!!

 

 

Wer sich seiner Vergangenheit nicht erinnert, ist dazu verurteilt, sie zu wiederholen.

26.02.2013 16:15
Bild des Benutzers Schnitthelm Wachtvogel
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Die europäischen Börsen werden heute eine "italienische Korrektur" machen und morgen wieder ins Grüne gehen. Der Dow Jones hat es gestern (Minus) bzw. heute (Plus) auch vorgemacht. Diese Clowns im Süden werden längst nicht mehr ernst genommen.

MfG
Schnitthelm Wachtvogel

26.02.2013 10:51
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Mit seinen gelifteten Gesichtszügen gehört dieser Mann

jetzt in ein Wachsmuseum. Dort kann er wenigstens Staub aufwirbeln.

26.02.2013 10:16
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Gerard hat am 26.02.2013 - 10:05 folgendes geschrieben:

Zusätzlich: Hoffe und denke doch das der SMI bis vor Mai auf 7'700 - 7'750 steigen wird. Glaube auch das die Politik durchs Jahr uns noch manches am Geschäft vermiesen wird.

Westdeutsche Zeitung (Düsseldorf)

„Und Europa muss vielleicht hilflos zusehen, wie Berlusconi eine neue Politoper einstudiert. Auf dem Programm steht dann eine Version von Verdis „Nabucco” - mit der EU als kollektivem Gefangenenchor.“

MfG
Schnitthelm Wachtvogel

26.02.2013 10:05
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Zusätzlich: Hoffe und denke doch das der SMI bis vor Mai auf 7'700 - 7'750 steigen wird. Glaube auch das die Politik durchs Jahr uns noch manches am Geschäft vermiesen wird.

26.02.2013 08:57
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Genau so wird es kommen, Gerard, welcome! (Meine IQ Zahlen sind zwar sowieso immer schlecht Wink ).

Gruss
iGwt

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26.02.2013 08:56
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A propos Affentheater:

Mit grossem Ernst erzählen die Tagesschau ModeratorInnen am Abend jeweils von den Affentheatern des Tages.

Aber den Boden schlagen die Sprecher von 10 vor 10 jeweils heraus. Einem Klapproth sieht man am verschmitzt lächelnden Gesicht noch an, wie sehr er seine Zuschauer verachtet und veräppelt. Eine Lager aber kann mit todernstem Gesicht die grössten Lügen als tiefe Wahrheiten erscheinen lassen.

Gruss
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26.02.2013 08:45
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Wenn einmal die Dividenden ausbezahlt sind und eventuell die IQ Zahlen nicht gut sind kommen wir zum traditionellen: Sell in may and go away.

26.02.2013 08:33
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Du siehst das richtig. Aber vielleicht kommen noch ein paar andere Affentheater (Budgetfrage USA z.B.) dazu, dann geht's doch noch etwas tiefer hinunter. Denn es ist genau die Zeit wo die Börse jedes Jahr einbricht, die ersten zwei Märzwochen!

Aber Du hast nochmals recht. Wenn die Kurse jetzt fallen, ist Kaufen angesagt, denn Ende März bis Anfangs Mai steigen sie wieder.

Gruss
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26.02.2013 08:22
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Ich liebe so Tage wie heute

Was wir heute sehen werden:


Zuerst verkaufen die manisch-depressiven Anleger wie die Lemminge um dann zwei Stunden später nach dem Motto "es war wohl doch nicht so schlimm" wieder alles 5% teurer zurückzukaufen.


Darum werde ich heute morgen den Zittervögel die Aktien zum Discountpreis entnehmen und ihnen später 3% teurer wieder zurückgeben. Dance 4Dance 4


Ergo: Die Schlauen, lehnen sich heute mit einem leichten Schmunzeln zurück und lassen die Hyperaktiven an der  Börse agiereren.  Heute abend werden die Kurse gleich wie gestern mittag oder noch höher sein und das Affentheater Berlusconi wird sich lichten...

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