Schweizer Aktien und CHF, Januar 2014

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MarcusFabian
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Schweizer Aktien und CHF, Januar 2014

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Das abgelaufene Jahr 2013 war eindeutig das Jahr der Aktien!

Wer Anfang 2013 in Aktien investiert hat, hat alles richtig gemacht und eine Performance von 20-27% erwirtschaftet.
Verlierer des Jahres waren US-Staatsanleihen, knapp gefolgt von Silber (-33.7%) und Gold (-27%)

Beste Performance erreichte somit jemand, der von Anleihen in Aktien umgeschichtet hat. Oder auch wer von Silber oder Gold in Aktien umgeschichtet hat. Und ja, ich gebe es zu: Ich war nicht dabei! ;)

Aber lassen wir zunächst mal das Jahr 2013 Revue passieren und schauen uns an, was uns so beschäftigt hat:
Neben der 90 Billionen Yen (1 Billion Dollar) Bazooka der Bank of Japan, die ich bereits in meinem Eröffnungsthread im SMI Januar 2013 erwähnt hatte, waren es vor allem zwei Finanz-Themen, die uns beschäftigten:
1. Tapering
2. US Debt Ceiling (Schuldenobergrenze)

Beim Debt-Ceiling ist genau das passiert, was wir schon in über 70 Fällen in den letzten 50 Jahren erlebt haben: Es wurde heraufgesetzt. Wenn es auch im Herbst 2013 für etwa 2 Wochen relativ spannend wurde.

Viel Interessanter ist das Tapering:
Die beiden Tapering Gerüchte im Mai und August 2013 haben den Anleihen einen Anstieg der Zinsen von im Schnitt 100% beschert.
Genauer: bei den 30-jährigen gab es einen Anstieg von etwa 30%, bei den 10 jährigen um 80%, bei den 5-jährigen um etwa 130%. Die 13-Wöchigen um 480%.
Da bei Anleihen Preis und Renditen gegensätzlich verlaufen bedeutet ein Anstieg der Zinsen um 100% einen in etwa gleichlautenden Verlust des Preises, also um etwa 50%.

Bei Aktien hatten die beiden Tapering-Gerüchte Mai/August kurzfristige Verluste von 4.9% bzw. 5.6% zur Folge, die aber sehr schnell wieder ausgeglichen wurden - sprich: Gute Einstiegsmöglichkeiten boten.
Das eigentliche Tapering im Dezember hingegen hat - entgegen meinen Erwartungen - die Aktienkurse beflügelt, statt gebremst!

Wie kann das sein? Die Gerüchte wirken negativ auf Aktien, das effektive Ereignis sogar positiv?

Mögliche Begründungen:
1. Die Diskussion um Tapering und somit die Unsicherheit ist nun vom Tisch.
2. 10 Mrd. Tapering sind nur ein "Tapering-Light".
3. Die Tatsache, dass die Fed tapert, bestätigt in den Augen der Fed die positiven Wirtschaftsaussichten der USA.
(4. Verschwörungstheorie: Die Fed hat ein bisschen Aktien gekauft)

Wie dem auch sei: Die Aktienmärkte sind 2013 praktisch ununterbrochen nach oben geschossen. Korrekturen blieben so gut wie aus.
Marcello hat das hier sehr schön zusammengetragen:
2010 lag die grösste Korrektur bei -17.3%
2011 bei -21.9%
2012 bei -11.3%
2013 bei nur noch -7.5%


Aktien und Anleihen
Als Aktionär wissen wir (selbst wenn wir noch so bullisch sind), dass die Unternehmenszahlen und das Wirtschaftswachsum weitaus weniger stark gestiegen sind als die Preise für Aktien.
Und wer das kritisch hinterfragt kommt unweigerlich an den Fragen nicht vorbei: Sind Aktien preiswert, teuer, zu teuer oder gar in einer Blase?
Was sind überhaupt die Gründe dafür, dass Aktien im Preis stärker steigen als Inflation, Wirtschaftswachstum und Unternehmensgewinne zusammen?
Welche Faktoren haben den Aktienpreis in den letzten 4 Jahren beeinflusst? Und wie geht es weiter?

Um das zu beantworten, müssen wir drei Faktoren miteinander kombinieren. Das wird zwar komplex aber schauen wir mal, wohin uns das führt:

Da wäre zum einen das KGV[*] des S&P500, das derzeit bei knapp 19 liegt. Das ist im historischen Vergleich zwar teuer (Durchschnitt der letzten 100 Jahr liegt bei 14.5) aber noch nicht im Bereich von überteuert (ab 20) oder einer Blase (ab 25).
Ein KGV von 19 bedeutet eine Aktienrendite von 5.2%. Beim aktuell historisch niedrigen Zinsniveau ist das also durchaus attraktiv! Selbst die Dividendenrendite von knapp 2% kann mit Staatsanleihen durchaus noch mithalten, deren Rendite weitaus niedriger liegen.
Fazit: Aktien sind im historischen Vergleich teuer. Aber sie sind noch nicht ZU TEUER (wenn man das Zinsniveau berücksichtigt) und sie sind erst recht nicht in einer Blase!
Anders als beim S&P sieht es allerdings bei den US-Nebenwerten des Russell 2000 aus. Hier liegt das KGV bei über 87 und ist somit ganz klar in einer Blase. Hiervon sollte man also tunlichst die Finger lassen!
([*]Stand 27.12.13, Aktuelle Werte können mittlerweile also leicht differieren. Quelle: http://online.wsj.com/mdc/public/page/2 ... yield.html )


Der zweite Faktor für steigende Aktienpreise ist das, was die Analysten von Merrill Lynch Ende 2012 als "Great Rotation" bezeichnet haben. Gemeint ist damit die Umschichtung von Anleihen in Aktien.
Die Logik dahinter ist folgende: Wie erwähnt laufen bei Anleihen Preis und Rendite entgegengesetzt. Steigen die Renditen, fallen die Preise und umgekehrt.
Die Renditen (Zinsen) sind nahe Null und können nicht mehr weiter fallen. Daraus ergibt sich, dass die Preise nicht mehr weiter steigen können.
Das heisst: Die Preise von Anleihen können nur stabil bleiben oder sie können fallen. Steigen können sie nicht. Entsprechend schichten die Banken ihre QE-Gelder von Anleihen in Aktien um. Deshalb sinken die Anleihenpreise (= steigen deren Renditen) und steigen die Aktienpreise (= Kaufdruck).

Der dritte und wichtigste Faktor ist die Gelddruckerei (aka QE3 im Moment) der Fed.
Es gibt eine 84%ige Korrelation zwischen der Fed-Bilanz und den Aktienpreisen:

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Wir sehen hier, seit 2009 eine sehr schöne Korrelation zwischen der Ausweitung der Geldmenge der Fed und dem S&P500. Also der roten und der grün gepunkteten Linie. Vor 2009 war diese Korrelation noch nicht vorhanden bzw. sie betrug nur 20%.
Um das in Worte zu fassen: Vor 2009 wurden die Aktienpreise in erster Linie von Unternehmenszahlen und in zweiter Linie vom Wirtschaftswachstum bestimmt. Mittlerweile bestimmt grösstenteils die Geldpolitik der Fed die Aktienpreise.

Wenn wir das auf die nächsten Jahre - bis Ende 2016 - extrapolieren, bekommen wir folgendes Bild:

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Die Aussage dahinter: Wenn QE3 bis 2016 ungebrochen mit $70 Mrd. weiter läuft (und es auch sonst keinen Gegenwind gibt) dürfte der S&P500 per Ende 2016 gegen 2200 Punkte laufen. Das wäre also ein zu erwartender Anstieg der Aktienpreise von 20% rein aufgrund der Ausweitung der Geldmenge. Wirtschaftliche Leistung etc. mal aussen vor!
Das soll jetzt bitte nicht als Prognose betrachtet werden. Die Gelddruckerei ist ja nur ein Faktor unter vielen. Aber das Beispiel zeigt auf, dass sich die Gelddruckerei günstig auf die Aktienpreise auswirkt.

---

Aus diesen drei Argumenten ergibt sich aus aktueller Sicht - und so kolportiert von der Mehrheit der Analysten:

Aktien werden im nächsten Jahr weiter steigen und zwar mit folgender Begründung:
* Die Umschichtung (Great Rotation) von Anleihen zu Aktien ist noch lange nicht abgeschlossen. Immerhin ist das Volumen der Anleihen etwa doppelt so hoch wie das von Aktien. Da geht noch was ;)
* Die Zinsen werden weiterhin rekord-niedrig bleiben, was die Umschichtung weiterhin beflügeln wird.
* Die Teuerung bleibt konstant niedrig unter offiziell 2%. Aktien-Renditen sind und bleiben also weiterhin attraktiv.
* Die US-Wirtschaft nimmt an Fahrt auf und erfüllt die Prognosen eines Wirtschaftswachstums von 4%+
* Die Arbeitslosenquote sinkt auf unter 6.5% (der Schwelle, die sich die Fed als Limite gesetzt hat, um ZIRP (Zero Interest Rate Policy) auszusetzen.)

Die oben stehenden Argumente geben in etwa die im Markt vorherrschende Meinung wieder: Die Wirtschaft steigt, Arbeitslosigkeit sinkt, die Fed kauft weiterhin für 70 Mrd. auf unbestimmte Zeit Anleihen auf, deren Preise bleiben also hoch und so kann gefahrlos weiterhin von Anleihen in Aktien umgeschichtet werden. Der Aufwärtsdruck für Aktien bleibt also erhalten.

Bärische Argumente ergeben sich entsprechend aus der Enttäuschung eines oder mehrerer der oben erwähnten bullischen Argumente:
* Die Wirtschaft steigt nicht wie erwartet
* Das Zinsniveau steigt zu schnell
* Die Teuerung steigt stärker als erwartet
* Unerwartetes Tapering der Fed
Ich gehe auf diese 4 Punkte weiter unten detaillierter ein.

Empfehlung Aktien
Aufgrund all dieser Faktoren lautet meine Empfehlung an Aktienhalter für das Jahr 2014 wie folgt:
Beachtet nicht nur den aktuellen Kurs, die Dividendenrendite, und erwartete Unternehmensgeswinne.
Achtet auch darauf, wie hoch (im Verhältnis zum Umsatz) die Firma verschuldet ist!
Man muss kein Raketenwissenschaftler sein, um zu wissen, dass steigende Zinsen gut für Firmen mit Vermögen und schlecht für Firmen mit Schulden sind.
Sollten wir steigende Zinsen sehen, kann das verschuldete Firmen sehr schnell von schwarze in rote Zahlen führen. Mit entsprechenden Konsequenzen für den Aktienpreis.
Dementsprechend sind Firmen mit solider Finanzierung und wenig oder gar keinen Schulden immun gegen steigende Zinsen.

Das bedeutet: "Risk off"!!!

Es ist mir klar, dass nichts attraktiver für den Investor ist als eine Firma, die neu gegründet wurde, in der viel Phantasie steckt und die es von den roten in die schwarzen Zahlen schafft. Solche Firmen verhalten sich beim Aktienpreis wie Warrants, die das Delta von 0.5 überschreiten und sehr hohe Preisgewinne bringen.
Ich meine aber, dass in den nächsten 1-3 Jahre eher jene Firmen einen Vorteil bringen, die nicht auf die Gefahren von steigenden Schuldzinsen und Teuerung reagieren. Also die langweiligen Schwergewichte wie Nestlé, Novartis, Roche, Swisscom. Oder wer's lieber ausländisch mag: Coca-Cola, Danone, EON, Merck.
Wer dennoch lieber auf die hoch-attraktiven neuen "Schätzle" wie Twitter, Facebook, Tesla, Netfix oder Veeva setzt, tut gut daran, die Zinsen und die Teuerung sehr genau im Auge zu behalten!
Eine buy-and-hold Strategie im Sinn von "Kaufen, vergessen, Dividenden realisieren" ist also meiner Meinung nach nur bei etablierten Firmen angebracht, die schon seit Jahr(zehnt)en regelmässige Dividenden ausschütten und die gut finanziert und schuldenfrei sind.

Potenzielle Risiken 2014
1.) Falsche Hoffnung auf ein Wirtschaftswachstum der USA von 4%+:
Zum einen wissen wir, dass die Berechnungsmethoden für das US-GDP per 1. Juli 2013 derart geändert wurden, dass das GDP um 3% nach oben aufgemotzt wird. Das habe ich bereits im "SMI im Mai 2013") beschrieben.
Wir müssten also diese 3% abziehen, um vergleichbare Werte (z.B. im Vergleich zum GDP Europa oder Schweiz) zu erhalten.

Ein weiterer Punkt sind die Arbeitslosenstatistiken der USA:
Da gibt es zwei unterschiedliche Ansätze, wenn wir die Frage beantworten wollen: "Wie viele Amerikaner, die arbeiten können und wollen, haben auch Arbeit?

Da wäre einerseits die Arbeitslosenquote:
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Die Arbeitslosenquote ist der Prozentsatz jener Amerikaner, die arbeiten können und die sich mindestens einmal pro Woche nachweislich um einen neuen Arbeitsplatz bemühen.
Und genau da liegt die Fehlerquote dieser Zahl: Jene, die sich monatelang erfolglos um einen Job bemüht haben und es jetzt aufgegeben haben, sind in der Statistik nicht mehr enthalten.

Das andere ist die Beschäftigungsquote:
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Das ist der Anteil der arbeitsfähigen 16-65 jährigen Amerikaner, die effektiv Arbeit haben.
Hier liegt derzeit die Quote bei 58% was bedeutet, dass etwa 104 Mio Amerikaner im Alter von 16-65 Jahren keinen Job haben.
Auch diese Statistik hat für sich alleine genommen keine gültig Aussage, denn in einer Zeit, wo der Mann genug verdient, um die Familie zu ernähren, ist es plausibel, dass eine arbeitsfähige Frau freiwillig auf einen Job verzichtet, um sich ganz der Familie, dem Haushalt, den Kindern zu widmen.

Wollen wir also beide Statistiken kombinieren, stellt sich die Frage, warum 104 Mio Amerikaner nicht arbeiten. Verzichten sie freiwillig auf einen Job, weil der Ehepartner genug verdient oder haben sie es aufgegeben, nach Arbeit zu suchen, weil die Nachfrage nach Arbeitskräften schwach ist?

Nun, vielleicht hilft diese Grafik, die Frage zu klären: Die Anzahl der Amerikaner, die auf Lebensmittelmarken angewiesen sind:

 1650 x 1275)Bild

Im Moment ist fast ein Viertel der amerikanischen Kinder auf "food-stamps" angewiesen (22.7%, Stand März 2013, Tendenz steigend).

Was Kinderarmut betrifft liegen die USA derzeit also zwischen Lettland und Rumänien:

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Quelle

Das legt also nahe, dass das Sinken der Beschäftigungsquote weniger mit Frauen zu tun hat, denen es so gut geht, dass sie freiwillig auf einen Job verzichten als vielmehr damit, dass viele Arbeitsfähige es aufgegeben haben, nach einem Job zu suchen.

Wie dem auch sei: Ich hege nicht die falsche Hoffnung, dass sich ein SMI-Aktionär auch nur eine Sekunde lang Gedanken um die Kinderarmut in den USA macht. Aber unter dem Strich sollten dennoch folgende Schlussfolgerungen hängen bleiben:
1. Der SMI hängt fast zu 100% an den amerikanischen Indizes Dow Jones und S&P 500. "Rauf-und-Runter" in den USA bedeutet also unweigerlich eine entsprechende Spiegelung beim SMI.
2. Die US-Wirtschaft hängt zu 68% am privaten Konsum. Geht es also den Privaten schlechter (egal ob wegen Arbeitslosigkeit, höherer Zinsen oder Teuerung), fliesst das relativ schnell eins-zu-eins in die Unternehmensgewinne ein.

2.) Ein weiteres Risiko für Aktien sind steigende Zinsen.
Wenn die Zinsen steigen, werden Anleihen wieder attraktiver, denn es macht wenig Sinn, sich mit 2% Dividendenrendite zufrieden zu geben, wenn man mit Anleihen 4% oder 5% verdienen kann.
Steigende Zinsen können also die "Great Rotation" stoppen und sogar umkehren. Dann würden wieder Aktien gegen Anleihen verkauft und die Aktienpreise sinken.
Hinzu kommt, dass steigende Zinsen nicht nur die Staatsanleihen betreffen sondern sich die Kette nach unten auch zu Hypotheken, Kreditkartenzinsen und Studentendarlehen arbeiten, die ebenfalls entsprechend steigen.
Je mehr ein Konsument aber für Zinsen ausgeben muss, um so weniger bleibt ihm als frei verfügbares Einkommen für den Konsum. Steigende Zinsen bedeuten deshalb weniger Konsum und entsprechend auch weniger Umsatz und Gewinne für die Unternehmen.

3.) Steigende Teuerung
Steigende Teuerung wäre für Aktionäre ein zweischneidiges Schwert, denn sie beeinflusst Aktienpreise positiv wie auch negativ:
Positiv: Aktien sind Sachwerte und bieten somit einen gewissen Inflationsschutz. Dies im Gegensatz zu Anleihen. So gesehen dürfte steigende Teuerung die Rotation von Anleihen in Aktien verstärken.
Negativ: Investoren erwarten eine positive Realrendite. Sie erwarten, dass Renditen die Teuerung zumindest ausgleichen. Bei einer Teuerung von z.B. 5% wären sie mit einer Dividendenrendite von 2% nicht mehr zufrieden. Aktien würden dann fallen, bis die Rendite bei 5-6% angelangt wäre.
Erfahrungsgemäss (siehe Periode 1967-1981) wiegen die negativen Faktoren stärker. Damals blieben die Aktienpreise zwar nominal konstant, die Teuerung hat während dieser 14 Jahre aber 56% der Kaufkraft weggefressen.

4.) Tapering, Aussetzen von QE3
Wie die nachfolgende Grafik sehr schön zeigt, hängen die Aktienmärkte sehr stark am Tropf der QE-Gelder:
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Man beachte die Perioden zwischen den QE's: Z.B. um Mai 2010 oder Juni 2011: Sobald ein QE-Programm beendet wurde, sanken die Märkte, bis sie vom nächsten QE wieder aufgefangen und zu neuen Höhen getrieben wurden. Es ist zwar nicht zu erwarten, dass QE3 abgeschafft wird aber ein grösseres Tapering dürfte die Aktienmärkte durchaus schwächen.

5.) Aktien auf Kredit
Ein zusätzliches bärisches Argument findet sich in der aktuellen Blase der auf Kredit gekauften Aktien, die im Oktober 2013 die Rekordhöhe von $400 Mrd. erreicht hat. Hier befinden sich Aktien in sehr zittrigen Händen, die bereits dann verkaufen werden, wenn die Kurse stagnieren. Die Marktkapitalisierung des S&P500 liegt bei 10.7 Billionen. Somit sind 400 Mrd. "nur" knappe 4%. Dennoch sollte man dieses Zünglein an der Waage nicht ganz ausser Acht lassen.

Gold und Silber
Gold und Silber gehörten 2013 wie erwähnt mit etwa -30% zu den Verlierern des Jahres! Das muss man (auch als Gold-Bug) ohne Umschweif anerkennen!

Ein paar Zahlen und Fakten:
Die Menge des 2013 gehandelten physischen Goldes belief sich auf geschätzte 3780t.
Die Menge des neu geförderten Goldes lag bei etwa 2750t.
Das heisst, dass neben dem neu geförderten Gold auch etwa netto 1000t bereits bestehendes Gold aus Lagerbeständen gehandelt wurde.
Dabei muss man sogar noch berücksichtigen, dass grosse Förderländer wie China und Russland ihr gefördertes Gold direkt behalten haben. Das heisst, die etwa 430t der Chinesen und die 300t der Russen sind gar nicht erst auf den freien Markt gekommen.

In den Jahren 2005 bis 2011 haben westliche Investoren und Spekulanten Gold entdeckt. Mit steigendem Goldpreis haben sie in Gold investiert. Vor allem in Gold-ETF's, weniger in physisches Gold.
Gold ETF's haben den Vorteil, dass hier reine Goldversprechen verkauft werden. Also "Ansprüche auf Gold", ohne dass dabei auch nur eine einzige Unze Gold fliessen muss.
Nun, das heisst nicht, dass bei Käufen von Gold-ETF's (aka. "Papiergold") kein Gold geflossen ist. Aber vergleichsweise wenig: Im Durchschnitt liegt der Anteil des Papiergoldes 100 mal höher als die effektive Menge physischen Goldes.
Etwas plastischer ausgedrückt: Jeder physisch vorhandene Goldbarren wurde an 100 ETF-Besitzer verkauft.
Man kann sich nun sehr gut ausmalen, was passiert wäre, wenn ein Teil der Papiergold-Besitzer auf physischer Lieferung bestanden hätten. Sofern dieser Anteil die 1%-Marke überschritten hätte, wären die Herausgeber der ETF's wohl am Ar…h gewesen. Aber das ist ein anderes Thema ...

Nun, das Gegenteil ist passiert. Was genau?

Am 12.April (Freitag) bzw. 14. April 2013 (Sonntag) wurden 130t und 300t Gold via Globex (die 24/7 Internet-Plattform der COMEX) leer verkauft.
Der erste Leerverkauf hat den Goldpreis auf die damals gültige Unterstützung von $1520 gedrückt.
Der zweite, grössere, Leerverkauf hat diese charttechnische Marke nach unten durchbrochen.
Da am Sonntag keine Trader am Markt sind, hat der Leerverkauf von 300t sämtliche Kauf-orders mitgenommen und den Preis locker im freien Fall nach unten gedrückt.
In der Folge wurden massenhaft weitere Stop-Losses mit ins Grab genommen und es fand ein massiver Abverkauf von Papiergold statt.
In der Folge haben viele Papiergold-Investoren ihre ETF's geschmissen, was entsprechend auch physische Verkäufe der ETF's nach sich zog. Insgesamt wurden somit in der Folge 2200t Gold physisch verkauft.
Unter dem Strich passierte also folgendes: Ausgelöst durch enorme Leerverkäufe kam es zu einem massiven Preisverfall und in der Folge fand ein sehr grosser Gold-Fluss von West nach Ost, von USA/Europa nach Asien statt.
Für die auf Spekulationsgewinne orientierten Spekulanten in USA/EU war Gold tot und wurde billig an Chinesen, Inder und Araber verkauft.
Anders ausgedrückt: Amerikaner/Europäer kauften 2005-2011 in steigende Goldpreise hinein und kauften Gold bis zum Preis von $1900/oz hinauf. Als Gold dann billiger wurde verkauften sie es.
Für die Chinesen und Inder gilt das umgekehrte: Sie schlagen nicht bei hohen sondern bei niedrigen Preisen zu.

Schlussendlich ist es auch eine Frage der Kultur: Die Inder vertrauen ihrer Rupie eben so wenig wie die Chinesen ihrem Remimbi oder die Araber ihrem Dirham. In diesen Ländern wird traditionell in Gold und nicht in Papier gespart.
Ganz anders bei uns, die wir unseren Landeswährungen vertrauen. Für uns ist Gold mehrheitlich nur ein Spekulationsobjekt und dient bestenfalls dazu einen Gewinn in Dollar, Euro, Franken oder Pfund zu generieren.
So gesehen hatten wir Glück, dass wir in den Asiaten ein paar Idioten fanden, die uns unser Gold gegen das begehrte Papiergeld abgekauft haben.
Die Asiaten wiederum finden es geil, dass sie in uns Abnehmer für ihre Papiergeld -Überschüsse finden, die ihnen dafür ihr Gold überlassen. In deren Augen sind also wir im Westen die Idioten.

Wer schlussendlich der Idiot ist, wird die Zukunft weisen müssen ;)

Fazit: 2013 ist sehr viel Gold von West nach Ost geflossen und beide Seiten sind über den Tausch von Gold <---> Papiergeld glücklich.

Notabene: Nächtliche Leerverkäufe von Gold fanden weiterhin im August und Oktober statt. In ähnlichem Stil allerdings mit geringerem Volumen.

In diesem Zusammenhang mag vielleicht dem einen oder anderen SMI-Aktionär die Frage auf der Zunge brennen, ob so ein Crash im SMI ebenfalls möglich wäre. Also ein Crash, der nichts mit den SMI-Unternehmen (analog: dem physischen Gold) zu tun hat sondern rein von Spekulanten in Nachtschlafender Zeit via Internet ausgelöst wird!?

Die beruhigende Antwort lautet: Nein!

Es ist zwar möglich, ausserhalb der Börsenzeiten den SMI zu handeln aber schlussendlich sind das bestenfalls Kauf/Verkaufs-Orders, die während der regulären Handelszeiten bestätigt werden müssen. Es ist also nicht zu befürchten, dass man am Freitag Abend beim SMI von 8200 den Computer ausschaltet und Montag morgen steht der SMI bei 7000, weil ein paar Shorty-Freaks während des Wochenendes mehr Nestlé-Aktien verkauft haben als überhaupt zum Verkauf stehen.
So gesehen ist die Handelsplattform der SWX um einiges zuverlässiger und realistischer als die COMEX. Ich will mich nicht festlegen aber wenn wir mal unterstellen (reine Phantasiezahl), dass es 1 Mio UBS-Aktien gibt, dann dürfte es unmöglich sein, 1.5 oder 2 Mio UBS-Aktien leer zu verkaufen, um den Preis der UBS-Aktie zu drücken.
Bei Gold und vor allem Silber an der COMEX ist das anders: Da kann durchaus eine Short-Position eingegangen werden, die die verfügbare Menge des an der COMEX registrierten Goldes bei weitem übersteigt.


Zusammenfassende Aussichten 2014
Great Rotation, Niedrige Zinsen, Niedrige Teuerung, erwartetes Wirtschaftswachstum in den USA … das sind im Moment die Gründe, die Aktien 2013 enorm in die Höhe getrieben haben und auch weiterhin in die Höhe treiben werden.
Es gibt derzeit noch keinen Grund, dass sich diese ändert, es sei denn, eines (oder mehrere) dieser Argumente verliert an Kraft.
Über die Gefahren, warum das Wirtschaftswachstum in den USA niedriger ausfallen könne als erwartet, habe ich bereits geschrieben.
Zinsen und Teuerung lassen sich nicht voraussagen. Die können sich graduelle über Wochen und Monat verschieben aber auch innerhalb eines einzigen Börsentages enorm steigen! Zum Beispiel durch die Ankündigung Chinas, seine US-Treasuries zu verkaufen.
Auch die "Great Rotation", die Verschiebung von Anleihen in Aktien darf nicht zwangsläufig als Fakt genommen werden. Was, wenn Anleihen wie auch Aktien im Preis sinken? Wohin fliesst dann das Geld? Ins Ausland (aus Sicht der USA)? In Rohstoffe? Edelmetalle? Immobilien?

Was also tue ich und worauf achte ich als Aktionär?

Wenn ich auf Firmen mit hohem Potenzial spekuliere, die zugleich hohe Schulden haben, dann achte ich in erster Linie auf das Zinsniveau. Die US-treasury Yields sind hierbei ein guter Anhaltspunkt.

Wenn ich Aktien von Firmen habe, die nahezu schuldenfrei sind und langweilig aber konsistent Dividenden liefern, können mir die Zinsen einigermassen egal sein. Bei einem Absturz der Aktienmärkte werden diese Firmen zu den Outperformern zählen. Auch wenn "Outperforming" dann lediglich bedeutet, dass die Verluste geringer sind als beim Durchschnitt.

Aber auch bei defensiven Aktien gilt, dass sie im Preis fallen werden, wenn der Markt wegen steigender Zinsen oder Teuerung höhere Renditen erwartet.
Des weiteren muss man auch beachten, ob eine Firma, deren Aktien man besitzt ein unverzichtbares Gut herstellt (Lebensmittel, Energie, Telekommunikation) oder ein verzichtbares. Denn wenn der Konsument weniger Geld in der Tasche hat, wird er Prioritäten setzen. Und er wird nicht auf die Heizung verzichten, damit sein Nachwuchs das neue iPad Air bekommt!

Meine persönliche Strategie
Meine persönliche Anlagestrategie habe ich zwar schon mehrmals (in beiden Foren, CF wie auch TF) erwähnt aber da ich immer wieder danach gefragt werden, stelle ich sie hier kurz nochmals vor.
Das Ganze unter der Prämisse, dass ich diese Strategie AUF KEINEN FALL IRGEND JEMANDEM EMPFEHLE!. Nicht, weil ich nicht davon überzeugt wäre aber weil ich es leid bin, regelmässig dafür angemotzt zu werden.
Vor allem dann, wenn es mal in die andere Richtung geht ;)

Die kurze Zusammenfassung lautet, dass ich die Zyklen zwischen Aktien und Edelmetallen reite.

Wenn wir die letzten 50 Jahren mal durchgehen, dann hätte man 1967 Aktien gegen Gold verkaufen sollen, 1981 Gold gegen Aktien verkaufen und 2000 wiederum Aktien gegen Gold verkaufen sollen.
Grafisch:
Bild

Ich gehe davon aus, dass wir auch in diesem Zyklus einen unteren Wendepunkt im Dow:Gold-Ratio zwischen 3:1 und 1:1 sehen werden.
Wenn dies der Fall ist, dann gedenke ich, all mein Gold gegen Aktien zu verkaufen. Also teures Gold in billige Aktien zu tauschen.
Die Diskussion im Gold-Thread bezog sich zum grossen Teil auch darauf, ob beim letztenTief von 5.7 dieser untere Wendepunkt langfristig erreicht worden sei oder nicht.

Gehen wir einen Schritt weiter:
Wenn ich Dow:Gold vergleiche, dann klammere ich die Währung - den Dollar - aus der Formel aus. Denn wir vergleichen eigentlich Dow in Dollar und Gold in Dollar.

Mathematisch: ((Dow/Dollar) / (Gold/Dollar)) und wenn wir die Formel auflösen erhalten wir ((Dow/Gold) / (Dollar/Dollar)) und da (Dollar/Dollar) = 1 ist können wir den Dollar aus der Gleichung streichen.

Verbal: Der Dollar fällt aus dieser Gleichung raus und mich interessiert nur, wie viele Unzen Gold ich für den Dow bekäme.

Um das zu abstrahieren: Wenn ich beim Verhältnis Dow:Gold von 1:1 gedenke, von Gold in Aktien umzuschichten, ist mir der Wert des Dollars scheissegal. Es kümmert mich nicht, was der Dow oder was eine Unze Gold für einen Preis in Dollar hat.
Da können Dow und Gold bei $1000 stehen oder bei $100 oder bei $1'000'000 oder bei $5 Phantastilliarden.

Meine Motivation, weshalb ich Gold seit 10 Jahren halte lautet.:
1. : Spiel mit dem Dow:Gold Ratio
2. : Absicherung gegen allfällige Währungskrise

Zu 1: Ich halte den aktuellen Spike im Dow:Gold ratio (im Chart der letzte uptick) von 5.7 auf die aktuellen 12.96 nur für eine kurz- bis mittelfristige Korrektur im intakten
Abwärtstrend. Analog der Jahre 1974-1976, als das Dow:Gold Ratio ebenfalls von 3.1 auf etwa 9 anstieg, um in den folgenden 5 Jahren auf 1.0 zu sinken.
Zu 2: Wir haben es in der Geschichte sehr oft erlebt, dass Staaten sich aus den Schulden drucken wollten. Das hat noch nie geklappt. Ich bin davon überzeugt, dass das auch diesmal böse enden wird. Aber da ich von Punkt 1 her die Währung ohnehin ausklammere aus der Betrachtung, ist eine Währungsreform für mich irrelevant.
Mir ist allerdings auch durchaus bewusst, dass im Mainstream die Gelddruckerei keinerlei Bedenken auslöst. Aktueller Konsens: "Die Zentralbanken können so viel Geld drucken wie sie wollen, das wird sich diesmal nie in Teuerung niederschlagen. Wir wissen zwar, dass es in der Menschheitsgeschichte 3800 mal den Versuch gab, Schulden durch Gelddruckerei zu lösen und dass diese Versuche zu 100% gescheitert sind. Aber diesmal wird alles anders. Die Gelddruckerei wird alle Probleme auf ewige Zeiten lösen. Amen".
Ich weiss, dass es eine Minderheit in diesem Forum gibt, die meine Bedenken teilt. Aber diese Minderheit besitzt genau aus diesem Grund bereits seit langem physisches Gold. Für alle anderen gilt: Wenn sie sich in den letzten 10 Jahren nicht haben überzeugen lassen, dass Gelddruckerei gefährlich ist, werden sie sich auch jetzt nicht mehr überzeugen lassen.

Nochmals: Mich interessiert nur das Verhältnis Dow:Gold. Es ist mir egal, ob dereinst Dow und Gold in Dollar bewertet werden oder ob es eine neue Währung Globo, Amero oder Bitcoin sein wird, in der Dow und Gold gemessen werden. Die Währung ist aus meiner Betrachtungsweise mathematisch völlig korrekt ausgeklammert!
Deshalb ist es mir auch so egal, ob der Preis von Gold in Dollar im Moment am Steigen oder Fallen ist. Ich vergleiche nur, wie viele Unzen der Dow kostet.
Ich weiss, dass das ein hoher Abstraktionsgrad ist, den die meisten nicht werden nachvollziehen können.

So betrachtet interessiert mich einzig und alleine die Diskussion, wann der untere Wendepunkt im Verhältnis Dow:Gold erreicht ist. Im Speziellen, ob der endgültige 10, 20-jährige Wendepunkt bereits vor einem Jahr beim Verhältnis 5.7 erreicht wurde oder ob das nur eine Korrektur im intakten Bärenmarkt war.
Was mich an meiner Meinung festhalten lässt, dass wir den unteren Wendepunkt noch nicht gesehen haben, ist die Tatsache, dass wir nach wie vor eine sich aufblähende Schulden-, Geld,- Anleihenblase haben. Und ja: Wenn diese Blase platzt, werden wir in eine Goldblase laufen. Und genau darauf warte ich.

---

Notabene: Wenn man in einem Bärenmarkt Dow:Gold ist - der, wie ich meine immer noch besteht - ist das Leben relativ einfach: Es gibt ja nur ein Gold.
Sorgen mache ich mir eher über die Frage, in welche Aktien ich dereinst investieren soll, wenn das Dow:Gold Ratio einen Wendepunkt signalisiert bzw. wenn die Anleihen- und Schuldenblase geplatzt ist. Denn Aktien gibt es sehr viele!
Zweitens hat in dieser Phase Gold gegen Aktien noch einen psychologischen Vorteil: Von Aktien trennt man sich nicht so leicht. Hinter Aktien stehen Menschen, Firmen, Schicksale. Gold hingegen ist nur ein sinnloses, totes Metall. Davon trennt man sich sehr leicht, wenn es die Situation gebietet.

Und ja, die letzten zwei Sätze sind nicht reine Polemik. Ich habe keinerlei emotionale Beziehung zu Gold. Ich warte einfach auf den richtigen Zeitpunkt, Gold gegen Aktien zu tauschen. Dass es halt schon 10 Jahre (oder mehr) sind, wo Gold Aktien im Schnitt outperformed, ist nicht mein Fehler und auch nicht mein Problem. Und wenn es noch weitere 5 Jahre dauert, bis das Dow:Gold Ratio den Wendepunkt erreicht, so werde ich halt noch weitere 5 Jahre Gold gegen Aktien empfehlen. Und wenn mich das in den Augen meiner Leser zum Goldfanatiker macht, dann sei's drum.

Das perverse daran: Ich kann mir die Situation vorstellen, dass dereinst Aktien dramatisch abschmieren, die Währungen an Vertrauen verlieren, alle Anleger Aktien verkaufen und verzweifelt in Gold rennen. Dass es also wieder einen ähnlichen Artikel gibt wie damals in der Business-Week 1979 (siehe viewtopic.php?p=65306#p65306 , ganz unten). Und dann werde ich allein auf weiter Flur der einzige sein, der empfiehlt, Gold zu verkaufen und Aktien zu kaufen.

Es ist also - um das klarzustellen und abzuschliessen - keinesfalls so, dass ich ein Feind der Aktien bzw. eingefleischter Goldfanatiker bin, wie mir häufig unterstellt wird. Ich sehe einfach den Zeitpunkt noch nicht gekommen, um von Gold in Aktien umzuschichten. Und wahrscheinlich wünscht sich niemand so sehr wie ich, dass dieser Zeitpunkt sehr bald kommen möge!

In diesem Sinne
Happy Trades im Jahr 2014!

Seid optimistisch, zuversichtlich aber nicht blauäugig.

in_God_we_trust
Bild des Benutzers in_God_we_trust
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Mitglied seit: 30.03.2009
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Eindrücklicher Report! Vielen Dank MarcusFabian für die tolle Eröffnung und damit den gelungenen Start ins neue Jahr 2014!

Nur ein kleiner Einwand:

Ben Bernanke ( Berner Anke Wink , nume nit gsprengt, alles in Butter! ) hat explizit proklamiert, dass die 10 Mia. Tapering nur der Anfang sind und danach ca. jeden Monat weitere 10 Mia. Tapering fällig werden, d.h. z.B. tapering im Januar auf 75 Mia., im Februar auf 65 Mia., April auf 55 Mia, Mai auf 45 Mia., August auf 35 Mia. etc. bis Ende 2014 QE3 auf 0 gebracht wird.

Diese Tatsache kommt in Deinem Bericht nicht vor, sondern Du gehst offenbar davon aus, dass QE3 bis 2016 auf 75 Mia. pro Monat stehen bleiben wird.

Gruss
iGwt

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Gerard
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MF

Mein Lieber!

Eindrücklich, aber viel Theorie. Wie ein Uniprofessor am Pult. Hast selber beschrieben, dass Du leider die Aktienhausse nicht mitgemacht hast, da Du ja noch immer auf Gold bist. Wie lange willst du noch auf diesen Rohstoff setzen (wegen Vergangenheit)? 

Ich habe es Dir dieses Jahr einmal erklärt, warum ich nie ein Rappen auf Rohstoff setze (Gold inbegriffen). Ich wurde fast ausgelacht, weil ich Gold als Rohstoff bezeichnete, ja nun. 

Alles was Du erläuterst mag ja auch stimmen, aber solange Du immer auf Deine Theorie beharrst, wirst Du leider nie weiter kommen. Und Du kannst noch 10 Jahre so weiter kratzen, du musst flexibler werden, ein wenig optimistisch und dann sieht alles anders aus.

Du weisst ja, dass ich auf der Biotechwelle schwebe (momentan), das wird sich auch einmal ändern.

Ein guter Rat von mir, nächstes Jahr, ja nicht Gold sondern Biotech (aber nicht alles).

Und dann sehen wir weiter ohne grosse Theorien.

Mit freundlichem Gruss und gutem Rutsch ins 2014!

Gerard

Gerard
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TeeTasse83 - Gerard - MarcusFabian

Am 16. Dezember hat TeeTasse83 ein Statement abgegeben über Tapering nach FED Sitzung vom 18 des gleichen Monats.

Er sah ein Sturzflug der Kurse! Ich sagte alles sei schon eingepreist und das Tapering werde Light sein, also war ich optimistisch.

TeeTasse83 fragte dann noch nach der Meinung von MF. Antwort: Kein Tapering bevor März 2014 frühestens.

Könnt alles nachschauen in diesem Thread, Datum 16.12.2013. Ich bin zufrieden mit meiner Meinung. Ich bin jetzt zwar ein wenig selbstbewusst, aber meine es nicht so!

Gruss Gerard

Brunngass
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Lieber Gerard,

ohne Flexibilität lässt sich an der Börse tatsächlich keinen Blumentopf gewinnen.

 

Aber an Stelle von Gold  Biotechnologien ? Ich behaupte mal mit einem Titel wie Newron kann man sein Geld schlimmstenfalls schneller und gründlicher loswerden als mit Gold.

Wer ein Händchen hat und die nötige Börsenpsychologie, verdient vielleicht damit locker Geld.

 

Aber es braucht nur ein Bericht über Nebenwirkungen, die stärker als der heilende Effekt und die Bude ist im Eimer.

Im Endefekt gilt für Aktien das gleiche wie für Gold.Was für die Unze 250 Taler waren,war bei Newron die 2 Stutz.

Ich prognostiziere für das Anlegerjahr 2014 nicht umbedingt die grösseren Brötchen als fürs 2013.

 

ENTSCHEIDEND wird sein an Tiefpunkten einzusteigen und den Mut zu Gewinnmitnahmen zu haben.

Und verbrennt mal ruhig alle Börsenfahrpläne a la in Mai go away, in september return.

Vielleicht ist der Februar der beste Verkaufsmonat und im Mai die Zeit wiedereinzusteigen.

Happy trading and e lot of money  BG

MarcusFabian
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in_God_we_trust hat am 30.12.2013 - 14:18 folgendes geschrieben:


Ben Bernanke... hat explizit proklamiert, dass die 10 Mia. Tapering nur der Anfang sind und danach ca. jeden Monat weitere 10 Mia. Tapering fällig werden, d.h. z.B. tapering im Januar auf 75 Mia., im Februar auf 65 Mia., April auf 55 Mia, Mai auf 45 Mia., August auf 35 Mia. etc. bis Ende 2014 QE3 auf 0 gebracht wird.

 

Davon ist mir nichts bekannt. Kannst Du das belegen? Link?

 

in_God_we_trust
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Wie gesagt, Gold hat mir sehr viel Freude gemacht im 2013, gerade weil ich keine einzige Unze besitze!

Anfangs Jahr hätte ich 1500 Franken aufwerfen müssen für eine Unze, heute nur noch 1000! Ergo haben sich meine 1500 Stutz in Gold um 50% aufgewertet, denn dafür bekäme ich heute 1,5 Unzen!

Ich liebe den CHF! Er macht uns auch viel Freude und wir müssen mit ihm leben!

Das heisst nicht, dass MF nicht Recht bekommen könnte. Es ist so leicht möglich, dass der DJ abschmiert und Gold gleichzeitig steigt wie eine Rakete! Jederzeit.

Aber alles darauf zu setzten, braucht schon viel Mut! Jedoch auch hier sollte man nicht alle Eier in den gleichen Topf werfen, sondern jedes Ei vorsichtig in ein separates Körbchen betten. Wink

Gruss
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Gerard
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Brunngass hat am 30.12.2013 - 20:40 folgendes geschrieben:

ohne Flexibilität lässt sich an der Börse tatsächlich keinen Blumentopf gewinnen.

 

Aber an Stelle von Gold  Biotechnologien ? Ich behaupte mal mit einem Titel wie Newron kann man sein Geld schlimmstenfalls schneller und gründlicher loswerden als mit Gold.

Wer ein Händchen hat und die nötige Börsenpsychologie, verdient vielleicht damit locker Geld.

 

Aber es braucht nur ein Bericht über Nebenwirkungen, die stärker als der heilende Effekt und die Bude ist im Eimer.

Im Endefekt gilt für Aktien das gleiche wie für Gold.Was für die Unze 250 Taler waren,war bei Newron die 2 Stutz.

Ich prognostiziere für das Anlegerjahr 2014 nicht umbedingt die grösseren Brötchen als fürs 2013.

 

ENTSCHEIDEND wird sein an Tiefpunkten einzusteigen und den Mut zu Gewinnmitnahmen zu haben.

Und verbrennt mal ruhig alle Börsenfahrpläne a la in Mai go away, in september return.

Vielleicht ist der Februar der beste Verkaufsmonat und im Mai die Zeit wiedereinzusteigen.

Happy trading and e lot of money  BG

Da hast Du absolut recht (du kennst ja meine Philosophie über Gewinnmitnahmen) darum nicht alles in den gleichen Topf, sondern Diversität. Es gibt nicht 100 Sorten Gold, aber viele Biotechs. Und verliert man bei einer, kann man bei einer anderen gewinnen.

Und ich mache nicht nur Biotech sondern auch Versicherungen. Diversität ist das "Maitre Mot" an der Börse. 

Zusätzlich braucht es viel Information um vielleicht erfolgreich zu sein an der Börse. Und zuletzt immer das Gebiet, dass Du glaubst am besten zu kennen. 

Für mich, wer im 2014 auf Gold setzt, ist Verlierer, in irgendwelcher Form auch. Wir sehen uns dann im Ende 2014 wieder.

 

Gruss Gerard

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MarcusFabian hat am 30.12.2013 - 22:34 folgendes geschrieben:

in_God_we_trust hat am 30.12.2013 - 14:18 folgendes geschrieben:

 

Ben Bernanke... hat explizit proklamiert, dass die 10 Mia. Tapering nur der Anfang sind und danach ca. jeden Monat weitere 10 Mia. Tapering fällig werden, d.h. z.B. tapering im Januar auf 75 Mia., im Februar auf 65 Mia., April auf 55 Mia, Mai auf 45 Mia., August auf 35 Mia. etc. bis Ende 2014 QE3 auf 0 gebracht wird.

 

Davon ist mir nichts bekannt. Kannst Du das belegen? Link?

 

Oh, ich habe das selbst von Bernanke an der Pressekonferenz gehört! Irgendwo findest Du bestimmt ein Video seiner Rede.

Oder hier, aber leider etwas unbestimmt (nicht so klar, wie sich Bernanke ausgedrückt hat):

"Die Federal Reserve hatte angekündigt, der Ankauf von langfristigen Staatsanleihen und Immobilienpapieren werde von Januar an von 85 auf 75 Milliarden Dollar gedrosselt. Fed-Chef Ben Bernanke signalisierte, dass die Geldschwemme weiter abebben soll. Ende 2014 könnten die Käufe ganz versiegen."

Quelle: http://www.n-tv.de/wirtschaft/Der-Fed-Express-faehrt-weiter-article11947...

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Also ich bin sehr skeptisch, was den Aktienmarkt 2014 angeht. Ich plane, mit dem grössten Teil meiner Anlagen schon im Januar die Gewinne mitzunehmen. Dann schau ich mir das Treiben hauptsächlich von der Seitenlinie aus an, aber bleibe jederzeit bereit, tief zu kaufen.

Einen ersten Ausblick auf's Jahr 2014 werden wir nächste Woche, in der ersten vollen Januarwoche sehen. Die Woche kann als selffullfilling prophecy für das ganze Jahr 2014 herhalten. So wie nächste Woche die Aktien sich verhalten werden, werden sie in etwa das ganze Jahr über performen!

Gruss
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MarcusFabian
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in_God_we_trust hat am 30.12.2013 - 23:07 folgendes geschrieben:


"Die Federal Reserve hatte angekündigt, der Ankauf von langfristigen Staatsanleihen und Immobilienpapieren werde von Januar an von 85 auf 75 Milliarden Dollar gedrosselt. Fed-Chef Ben Bernanke signalisierte, dass die Geldschwemme weiter abebben soll. Ende 2014 könnten die Käufe ganz versiegen."

Quelle: http://www.n-tv.de/wirtschaft/Der-Fed-Express-faehrt-weiter-article11947...

Na ja, "signalisierte" ist Interpretationssache.

Aber lies selbst, denn ultimo ratio gibt es nur eine einzige verlässliche Quelle und das ist:

http://www.federalreserve.gov/newsevents/press/monetary/20131218a.htm

Im Endeffekt (meine Interpretation) macht Bernanke ein weiteres Tapering von der wirtschaftlichen Situation, Teuerung und Arbeitsmarkt abhängig. Genau das hören wir aber seit einem Jahr von jedem FOMC-Meeting:

If incoming information broadly supports the Committee's expectation of ongoing improvement in labor market conditions and inflation moving back toward its longer-run objective, the Committee will likely reduce the pace of asset purchases in further measured steps at future meetings.

Die Aussage jedoch, dass der Weg bereits festgelegt sei (= -10 Mrd alle Monate) ist schicht falsch:

However, asset purchases are not on a preset course, and the Committee's decisions about their pace will remain contingent on the Committee's outlook for the labor market and inflation as well as its assessment of the likely efficacy and costs of such purchases.

Aber wie gesagt: Lies den Text und sag' mir, wo ich etwas übersehen habe.

timi6666
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Tipp 2013

Sichere Tipps gibt es keine.

Aber gefühlsmässig sichere Tipps viele...........

Zwei von denen sind BASILEA + TRANSOCEAN.

Viel Glück und noch wichtiger gute Gesundheit

Unsere Glückskatze heisst Timi.

weico
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timi6666 hat am 31.12.2013 - 08:17 folgendes geschrieben:

Sichere Tipps gibt es keine.

Hr. Blocher hätte da einen todsicheren Spartipp für 2014  (und folgende Jahre) :

https://www.youtube.com/watch?v=_Lqlf0o3yNk

Drinks

weico

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@MF

Genau. Dein erstes Zitat wollte ich gerade auch zitieren. Du magst recht haben, dass QE3 bis Ende 2014 auf 0 stehen wird, ist möglicherweise reines Wunschdenken!

Aber es könnte schon auch sein, dass die US-Wirtschaft 2014 explodiert (in die Höhe rauscht), dass sie mit tapern fast nicht mehr nachkommen. Diese Möglichkeit sollte man zumindest im Auge behalten.

Gruss
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weico hat am 31.12.2013 - 09:31 folgendes geschrieben:

timi6666 hat am 31.12.2013 - 08:17 folgendes geschrieben:

Sichere Tipps gibt es keine.

Hr. Blocher hätte da einen todsicheren Spartipp für 2014  (und folgende Jahre) :

https://www.youtube.com/watch?v=_Lqlf0o3yNk

smiley

weico

Ja, so einfach kann Wirtschaft sein!

Und mit 10 Jahren Studium und sieben Batchelors und drei MBA's in der Tasche weisst du am Schluss vielleicht nicht viel mehr. Du hast aber unter Umständen nur gelernt, wie du deine lieben Mitmenschen am Einfachsten über den Tisch ziehen kannst.

Nichts gegen das Lernen. Lernen ist gut! Nach Wissen und Weisheit sollte jedefrau streben! Auch das steht in der Bibel.

En guete Rutsch an alle!

Gruss
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timi6666 hat am 31.12.2013 - 08:17 folgendes geschrieben:


Viel Glück und noch wichtiger gute Gesundheit

 

Danke, das Gleiche wünsche ich Dir!

Gruss
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Gerard
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Theorie ist das eine, Praktik das andere. So im Stil, erstens kommt es und zweitens nicht wie man denkt.

In diesem Sinne ein Guter Rutsch ins 2014 und bis bald.

Gerard

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SMI wird 2014 mit Verlusten beginnen
 

Die Schweizer Börse dürfte mit Kursverlusten ins neue Jahr starten. Händler erwarten, dass sich der Markt am Freitag, dem ersten Handelstag 2014, an den Einbußen der internationalen Aktienmärkten orientieren wird.

CASH

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Nochmal was für MF:

"Die US-Notenbank kündigte nach ihrer Sitzung am 18. Dezember an, ihre monatlichen Anleihekäufe im Volumen von 85 Mrd. Dollar auf 75 Mrd. Dollar zu reduzieren. Von Bloomberg befragte Ökonomen rechnen im Median damit, dass die Aufkäufe in den nächsten sieben Sitzungen um jeweils 10 Mrd. Dollar gedrosselt werden, bevor das Programm im Dezember 2014 beendet wird. Die Reduzierung der Bondkäufe wird im Fachjargon “Tapering” genannt."

http://www.cash.ch/news/front/credit_suisse_wechselt_zu_eurobaeren-31581...

Die Frage ist nur, ob die Wirklichkeit so eintreffen wird, wie die ach so gescheiten (und oft gescheiterten) Oekonomen es voraussehen. Es ist ratsam daran immer grosse Fragezeichen und berechtigte Zweifel zu setzen. Nur Gott weiss!

Gruss
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MarcusFabian
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in_God_we_trust hat am 03.01.2014 - 13:38 folgendes geschrieben:


Die Frage ist nur, ob die Wirklichkeit so eintreffen wird, wie die ach so gescheiten (und oft gescheiterten) Oekonomen es voraussehen. Es ist ratsam daran immer grosse Fragezeichen und berechtigte Zweifel zu setzen.

Richtig. Vermutungen, Gerüchte, Einschätzungen gibt es immer.


Wir hatten ja zweimal im Jahr 2013 einen Konsens, dass es ein Tapering um 20 Mrd. geben würde und nichts ist passiert.


Wir hatten dann im Dezember den Konsens, dass Bernanke nicht kurz vor seinem Abgang ein Tapering verabschieden würde und dass es frühestens nach dem ersten FOMC-Meeting unter Yellen (also im März 14) ein Tapering geben würde. Genau so habe auch ich argumentiert.
Wir lagen alle falsch und es gab im Dezember ein Tapering-"Light" über 10 Mrd.

Ich behaupte, dass im Moment nicht einmal die Fed weiss, ob es ein Tapering geben wird. Die Fed wird aufmerksam weiterhin die drei Punkte beachten, die für ein Tapering entscheidend sind:
* Wirtschaftswachstum
* Arbeitslosen- und Beschäftigungsquote
* Renditen von US-Staatsanleihen

 

Gerard
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MarcusFabian hat am 03.01.2014 - 16:55 folgendes geschrieben:

in_God_we_trust hat am 03.01.2014 - 13:38 folgendes geschrieben:

 

Die Frage ist nur, ob die Wirklichkeit so eintreffen wird, wie die ach so gescheiten (und oft gescheiterten) Oekonomen es voraussehen. Es ist ratsam daran immer grosse Fragezeichen und berechtigte Zweifel zu setzen.

Richtig. Vermutungen, Gerüchte, Einschätzungen gibt es immer.


Wir hatten ja zweimal im Jahr 2013 einen Konsens, dass es ein Tapering um 20 Mrd. geben würde und nichts ist passiert.


Wir hatten dann im Dezember den Konsens, dass Bernanke nicht kurz vor seinem Abgang ein Tapering verabschieden würde und dass es frühestens nach dem ersten FOMC-Meeting unter Yellen (also im März 14) ein Tapering geben würde. Genau so habe auch ich argumentiert.
Wir lagen alle falsch und es gab im Dezember ein Tapering-"Light" über 10 Mrd.

Ich behaupte, dass im Moment nicht einmal die Fed weiss, ob es ein Tapering geben wird. Die Fed wird aufmerksam weiterhin die drei Punkte beachten, die für ein Tapering entscheidend sind:
* Wirtschaftswachstum
* Arbeitslosen- und Beschäftigungsquote
* Renditen von US-Staatsanleihen

 

Sag mir mal lieber MF, wie lange müssen noch User Dich lesen, bis sie noch nach Deiner Theorie 1 CHF verdienen?

MarcusFabian
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Versteh' ich nicht. Wer muss mich lesen?

Und was meinst Du mit "meiner Therorie" mit Zitat auf eine Zusammenfassung des Tapering?
Ich meine: Ich habe kurz die Fakten um Gerüchteküche und Realität von Tapering 2013 zusammengefasst. Welche "Theorie" meinerseits leitest Du daraus ab?

in_God_we_trust
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MarcusFabian hat am 03.01.2014 - 16:55 folgendes geschrieben:

Die Fed wird aufmerksam weiterhin die drei Punkte beachten, die für ein Tapering entscheidend sind:

* Wirtschaftswachstum
* Arbeitslosen- und Beschäftigungsquote
* Renditen von US-Staatsanleihen

 

* sowie Teuerungsrate
* den Aktienmarkt
* und vermutlich auch noch Gold- und Oelpreis

Und deshalb sind gestern die US Börsen wieder einmal getaucht, weil sehr gute Wirtschaftsdaten veröffentlicht wurden, die den Dollar gestärkt und die Aktien geschwächt haben!

Ein stärkerer Dollar dämpft dann wieder das Wirtschaftswachstum, was wiederum nicht im Interesse des FED sein kann. Also wird das FED wohl in den nächsten Tagen den Dollar wieder zu schwächen versuchen, indem sie mit Worten beschwichtigt, dass sie sehr vorsichtig mit tapering sein werden, was dann den Dollar wieder etwas schwächen wird und den Aktien neuen Auftrieb geben wird.

Ein richtiges Katz- und Mausspiel zwischen FED und Markt, oder hegelsche Dialektik vom Feinsten. Die Frage ist bloss, wer die Katze und wer die Maus ist, das FED oder der allmächtige Markt? Die Antwort sollte jedem klar sein: der Markt ist die Katze und Ben die Maus (leider heisst er nicht Jerry)! Smile

Gruss
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TeeTasse83 hat am 03.01.2014 - 18:34 folgendes geschrieben:

Will bedeuten... ignoriert man den einen Kurzfrist- Ausreiser auf ca. 1, so sieht man in einem Langfrist- Chart sehr schön dass Dow / Gold genau dort gedreht hat wo es drehen sollte.

Fazit: Lass uns MF in einen Change Management Kurs senden smiley Seine Theorie ist absolut korrekt. Leider wendet er sie selber nicht mehr an.

Gruss

 

Du könntest recht haben, aber ebensogut oder sogar noch wahrscheinlicher kann MF recht bekommen. Zumindest vermute ich nochmals einen Double Dip.

Nach meiner Theorie ist 2015 der nächste Crash fällig (alle 14 Jahre: 2015, 2001, 1987, 1973 ...). 2015 ist nächstes Jahr! Bis dann werden sich die Schulden bestimmt nicht in Luft aufgelöst haben, sondern es ist zu befürchten, dass sie sogar noch weiter steigen. Wenn dann die Aktien tauchen, wird Gold Urstände feiern! Dann haben wir seinen Dow/Gold von 1 wohl bald erreicht.

Wenn man jetzt bei den Tiefs in ein paar Goldminenaktien investiert hat, könnte man möglicherweise unter Umständen dann doch noch einen kleinen CHF verdienen. Wink

Gruss
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in_God_we_trust hat am 03.01.2014 - 18:19 folgendes geschrieben:


Und deshalb sind gestern die US Börsen wieder einmal getaucht, weil sehr gute Wirtschaftsdaten veröffentlicht wurden, die den Dollar gestärkt und die Aktien geschwächt haben!

Ein stärkerer Dollar dämpft dann wieder das Wirtschaftswachstum, was wiederum nicht im Interesse des FED sein kann.

Ich mag dieses Statement von Dir nicht!

Du implizierst, dass eine schwache Währung gut und eine starke Währung schlecht für die Wirtschaft ist.

Du bist aber alt genug, um es besser zu wissen:
Nehmen wir mal die 1970er oder 1980er Jahre, wo die Währungen noch nicht so stark durch Zentralbankpolitik beeinflusst waren:

Länder mit starker Währung:  Schweiz, Deutschland, USA, Kanada, Norwegen, Schweden, Singapur, Malaysia
Länder mit schwacher Währung: Mexico, Argentinien, Türkei, Brasilien, ...

Welche Länder hatten eine starke und welche eine schwache Wirtschaft?

Richtig: Starke Währung = Starke Wirtschaft!

Fundamental begründbar, weil das Kapital lieber in Länder fliesst, in denen die Gewinne nicht von Währungsverlusten weggefressen werden. In Länder, die nicht nur währungspolitisch sondern auch politisch und gesellschaftlich Stabilität haben. In Länder, die eine niedrige Teuerung haben.

Ich bin mir durchaus bewusst, dass die Mode der letzten 5 Jahre in die Richtung geht: "Wir müssen unsere Währung schwächen, damit wir mehr exportieren können."

In der Tat findet seit Anfang dieses Jahrtausends ein Abrüstungswettlauf der Währungen statt. Ich halte den aber für absolut nicht gesund!

Eine starke Währung begünstigt Importe (= man muss weniger für's Öl bezahlen) und beeinträchtigt Exporte (die eigenen Produkte werden im Ausland teurer).

Was die USA betrifft, so müsste die Tendenz entsprechend in Richtung Stärkung des Dollars gehen, denn die USA sind im Gegensatz zur Schweiz oder Deutschlands in erster Linie eine Import-Nation und keine Export-Nation.

Der Grund, weshalb die Fed dennoch den Dollar eher schwächer als stärker sehen will, dürfte darin liegen, die US-Schulden in Kaufkraft zu entwerten.

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TeeTasse83 hat am 03.01.2014 - 18:34 folgendes geschrieben:

@Gerard: MFs Theorie ist gut und recht. Sie macht in meinen Augen sogar Sinn! Ich denke dass es Sinn macht, Aktienkurse vs. Gold anzuschauen

 

Also: Einer von uns steht definitiv auf dem Schlauch!
Ich habe im von Gerard monierten Posting lediglich zusammengefasst, welche Tapering-Gerüchte bzw. -Aktionen es im Jahre 2013 gab. Da war keinerlei Theorie im Spiel und Gold habe ich auch nicht erwähnt!

:oops:

Aber warten wir mal auf die Antwort von Gerard, welche Theorie meinerseits er hinter der Tapering-Zusammenfassung zu vermuten glaubt.

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MarcusFabian hat am 03.01.2014 - 18:50 folgendes geschrieben:


Der Grund, weshalb die Fed dennoch den Dollar eher schwächer als stärker sehen will, dürfte darin liegen, die US-Schulden in Kaufkraft zu entwerten.

Das ist genau, was ich meine. Du sagst es aber einfach wunderschön! Ich versuche nur die kranke, perverse Haltung der FED zu antizipieren. Ich bin auch Deiner Meinung, dass da etwas ganz schief läuft! Die FED ist eine Maus, verglichen zum Markt, der sie dauernd verfolgt.

Du hast völlig recht mit Deinem vorangehenden Exkurs über starke und schwache Währungen! Es bräuchte wieder einmal einen W (Jonny Walker Bush), der der Welt zeigt, wer Amerika ist und was es kann, der die wahren Probleme beim Namen nennt und sie nicht unter den Teppich kehrt. Es braucht wieder eine Zuwendung zur Wirtschaft und zwar eine 100%ige. Keine Gay-Marriages mehr, keine Marihuanaliberalisation, keinen Obamacare-Sozialismus, keine Foodstamps, sondern Jobs, Jobs, Jobs, harte Arbeit für jedermann, unzweideutige Unterdrückung der Kriminalität, Ausschaffung der illegalen Einwanderer und und und!

Vielleicht wäre eine Jobrotation keine schlechte Lösung: Obama und Michelle für 4 Jahre russischer Präsident (Michelle als Präsident und Obama als seine Ehefrau) und Putin für 4 Jahre ins Weisse Haus!

 

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TeeTasse83 hat am 03.01.2014 - 18:52 folgendes geschrieben:

Ich denke es könnte in gewissen Ländern zu politischen Problemen kommen die in Enteignungen münden. Nordeuropa sollte davon jedoch verschont bleiben.

 

Das ist reines Wunschdenken. In meiner Jugend dachte ich auch so und warte heute noch darauf, dass so etwas eintritt!

Nein, der Sozialismus hat endgültig abgedankt, Gottseidank!

Nur westliche Träumer (wie auch Obama) können sich nur langsam davon lösen und müssen dafür teuer mit Wohlstandseinbussen büssen.

Gruss
iGwt

"Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und euch spät erst niedersetzt, um das Brot der Mühsal zu essen; denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf." ( Psalm 127:2 )

MarcusFabian
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in_God_we_trust hat am 03.01.2014 - 19:06 folgendes geschrieben:

 Es bräuchte wieder einmal einen W, der der Welt zeigt, wer Amerika ist und was es kann, der die wahren Probleme beim Namen nennt und sie nicht unter den Teppich kehrt. Es braucht wieder eine Zuwendung zur Wirtschaft und zwar eine 100%ige.

 

Die Probleme sind vielschichtig. Die Lösungen ebenso.

Es braucht keinen W sondern einen V.
Keinen G.W.Bush sondern einen Paul Volcker.

Der Präsident der USA - egal ob Dem oder Rep - hat ohnehin nichts zu sagen. Wichtig wäre ein Zentralbank-Chef, der eben auch eine bereinigende Krise zulässt. Eben jemanden wie Volcker, der 1981 ganz bewusst die Rezession in Kauf genommen und herbeigeführt hat, um die Schulden abzubauen und die Inflation zu bekämpfen.

Nun, Inflation gibt es derzeit zwar noch nicht, aber dafür sehr viel höhere Schulden. Und dies nicht nur nominal sondern auch in %-GDP.

Ich bin grundsätzlich der Meinung, dass staatliche Interventionen, Staatsmonopolistische Steuerungen etc. schädlich sind. Wir haben genügend Beispiele aus der Ex-UdSSR, dass staatliche Eingriffe nicht ewig funktionieren können. Auch wenn die UdSSR immerhin 70 Jahre lang überlebt hat.

Ich halte staatliche Eingriffe in die Geldmenge (durch die Fed) für genau so schädlich wie Obamacare oder andere Eingriffe, die entweder:

a.) Den Markt verfälschen (künstlich gesenkte Zinsen durch Anleihenkäufe der Fed)
b.) Versprechen abgeben, die niemals gehalten werden können (Obamacare)

In dieser Beziehung haben alle Präsidenten seit JFK versagt. Um die beiden letzten zu nehmen: GWB hat mehr Schulden aufgebaut als sämtliche Präsidenten vor ihm, inklusive Clinton. Obama wiederum hat ebenfalls mehr Schulden aufgebaut als sämtliche Präsidenten vor ihm. Inklusive GWB.

Seit 2008 haben sich die US-Staatsschulden von 9 auf 17 Billionen Dollar fast verdoppelt. Hinzu gekommen sind rund 50 Billionen Dollar an zukünftigen Versprechen (Aka. Obamacare, MediCare, MedicAid), die nicht zu finanzieren sind.
Daneben gibt es noch das Problem der Unterdeckung der Pensionskassen, was unter anderem darauf zurückzuführen ist, dass GWB die Pensionen zur Deckung von Staatsschulden herangezogen hat!

Oder um ein weiteres Beispiel zu nennen: Der durchschnittliche Rentner, der am 1. Januar 2014 in Pension ging, wird bis zu seinem Ableben etwa $327'000 mehr verbrauchen als er ins Rentensystem einbezahlt hat.

Tja, was ist zu tun?

Im Umfeld steigender Zinsen und steigender Staatsschulden gibt es nur wenige Möglichkeiten. Eine drastischer als die andere:

* Schuldenschnitt (was einem Staatsbankrott gleichkäme)

* Inflation, also graduelle Entreicherung der Sparer

* Austerität, also Sparen im Stil von Griechenland oder Spanien mit entsprechend hoher Arbeitslosigkeit und der Gefahr von Gewalt auf den Strassen.

Auf den ersten Blick ideal wäre ein ausgeglichenes Budget der USA. Also ein einfrieren der Schulden. Keine Neuverschuldung mehr. Fein. Das klappt aber nicht, solange die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes so niedrig ist. Sprich: So lange nicht Private oder Unternehmen in die Fußstapfen  der Regierung treten und Kredite nachfragen.
Ohne neue Staatsverschuldung käme es nämlich zur Deflation der Geldmenge und somit zu einer Bereinigung inkompetenter Unternehmen und Banken. Sinnvoll zwar aber etwas, das man offenbar nicht hinnehmen will.

Also: Wie kommt Amerika runter von seinen Schulden?

Schuldenschnitt: Das wäre ein sauberer aber auch sehr radikaler Schnitt. Die Halter von US-Staatsanleihen hätten Amerika dann wohl nicht mehr sonderlich lieb. Insbesondere die Chinesen, Araber, Japaner. Aber was kümmert das die Amis?

Austerität: Also 50% Jugendarbeitslosigkeit à la Griechenland in Kauf nehmen? Nicht in einem Land, in dem es mehr Schusswaffen als Nasen gibt. Das wäre Selbstmord. Nicht nur politischer.

Inflation: Der denkbar plausibelste Weg. Allerdings sehr schwer zu kontrollieren, denn bei sinkender Kaufkraft des Dollars ist es gut möglich, dass die Halter von US-Staatsanleihen diese auf den Markt schmeissen, um ihre Dollars möglichst schnell zu verbrauchen und gegen Sachwerte einzutauschen.

Es bleibt also spannend!

Gerard
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TeeTasse83

Statt Uni-Professorenpult, die sowieso nichts bringt, finde ich Deine pragmatische Äusserungen sehr interessant. Und eine Lösung wird es auch geben, es braucht halt auch seine Zeit.

Punkto Sprache, sehe ich auch kein Problem, sogar ich habe spanisch gelernt. Vielleicht leichter da ich französischsprechend bin. Aber die Zukunft gehört ja den Schwellenländern, wie man so hört, und ausser Brasilien ist ganz Südamerika und Zentralamerika spanisch.

Gibt es einen zweiten EXODUS a la Christophorus Columbus? Ich jedenfalls kenne Südamerika gut und würde als Südeuropäer ohne grosse Zukunft dort auswandern. 

Sogar als Schweizer würde ich mich dort wohlfühlen (obwohl ich mich bei uns wohlfühle), aber das Alter! Leider liegt bei mir die Zukunft hinter mir.

 

Gruss Gerard

weico
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Gerard hat am 03.01.2014 - 21:53 folgendes geschrieben:

Sogar als Schweizer würde ich mich dort wohlfühlen (obwohl ich mich bei uns wohlfühle), aber das Alter! Leider liegt bei mir die Zukunft hinter mir.

 

Gruss Gerard

Unlogisch ,denn....die Zukunft ist die Zeit, die subjektiv gesehen der Gegenwart nachfolgt !!

https://de.wikipedia.org/wiki/Zukunft

weico

 

 

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