Schweizer Aktien und CHF, Juli 2012

299 Kommentare / 0 neu
01.07.2012 15:33
#1
Bild des Benutzers in_God_we_trust
Offline
Kommentare: 6424
Schweizer Aktien und CHF, Juli 2012

Rückblick


Nun, "Sell in May" ist vorbay! Wer seine Ernte noch nicht eingebracht hat, der ist zu bedauern. Seine reifen Kartoffeln verfaulen in der Erde, seine schönen Aepfel verdörren an den Bäumen oder werden von Wespen und Würmern gefressen!


Wohl aber dem, der seine Ernte zur richtigen Zeit in seine Scheunen eingebracht hat. Sie brachten ihm reichlichen Gewinn und sind der Lohn seiner harten Arbeit.


Nun kann es der Bauer etwas gemütlicher nehmen und den harten Winter auf der Ofenbank genüsslich verstreichen lassen. So auch der Investor. Von Juni bis September kann er die warme Sonne geniessen. Wie der Bauer den Schneeflocken nachschaut, vom warmen Küchenfenster aus, so sieht der Investor in den Medien die Börsen- und allerlei andere Kurse purzeln.


Rückblick Juni


Seit seinem Tiefst Anfangs Juni hat der SMI inklusive Dollarabwertung um 5% zugelegt. Der Oelpreis hat sich weiter verbilligt, Gold tritt an Ort. Dass das Rally zu einem grossen Teil dem Windowdressing Ende 1. Halbjahr zu verdanken ist, darf man nicht vergessen. 


Wenn der Oelpreis so stark sinkt, bedeutet das immer auch nachlassende Teuerung in den Folgemonaten, was wir schon jetzt zu spüren bekommen. Daraus folgt dann, wie das Amen in der Kirche, Zinssenkungen bzw. QEn der Notenbanken.


Ausblick


Zwischen Oktober und April waren die Relationen €-CHF-$ wie festgezurrt. Die Aktienmärkte stiegen überall. Jetzt sind wir schon wieder mitten in Turbulenzen. Der Markt schafft sich nun ein neues Gleichgewicht, das dann wieder von Oktober 2012 bis April/Mai 2013 zur Konstante wird. Am Besten, man hält sich jetzt da raus, aber beobachtet scharf, was da gespielt wird.


Ich denke der Oelpreis sinkt auch, da der Iran keine Rolle mehr spielt. Er wurde vom Weltmarkt praktisch abgeschnitten. Ob er sein Oel auf den Markt wirft oder nicht, ist irrelevant geworden.


Eine Frage ist auch, wann die Notenbanken wieder Geld verteilen. Das würde Gold im Besondern und allem Anderen vorübergehend auch wieder Schub verleihen. Nächste Woche ist es in Europa höchstwahrscheinlich so weit. England und EZB werden neues Geld drucken bzw. die Zinsen auf 0.75% senken.


Ausblick Juli


In June the markets swoon. Ein erstes Müsterchen haben wir am  letzten Arbeitstag Mai vorgeführt bekommen: DAX -3.5%, S&P -2.5%, Oel -3.5%, Gold +4.5%, US Treasuries bei 1.45%! Gold scheint die Normal-Reaktion der Notenbanken schon vorwegzunehmen. - Dies fand statt am Letzten Tag des Monats Mai und setzte sich in den ersten Tagen des Juni fort. Danach kam es zur Trendwende und die Märkte drehten nordwärts.


Am letzten des Monats Juni ist genau das Gegenteil eingetreten: DAX +4%, S&P +2.5%, Oel +7%, Gold +2.5%, US Treasuries bei 1.65%!


Voraussichtlich wird dieser Aufwärtstrend bis und mit Donnerstag (King, Draghi Entscheide) so anhalten. Danach werden die Märkte drehen und mit aller Wucht die möglichen Tiefen des dritten Quartals ausloten, die dann erst wieder im September/Anfangs Oktober erreicht oder unterboten werden.


Achtung, nach dem jüngsten EU Meeting und den Zugeständnissen von A. Merkel, könnten sich die Zinsen im EU Raum wieder etwas annähern. Das bedeutete höhere Zinsen in Germany und ein entsprechender Fall der deutschen Anleihen! Deshalb hat PIMCO rasch reagiert: http://bazonline.ch/wirtschaft/konjunktur/Weltgroesster-Investor-stoesst...


Aber meist kommt es anders als man denkt. Der Mensch denkt und Gott lenkt. Wichtig ist, wachsam zu bleiben. Heisst es doch:


Do not love sleep or you will grow poor; stay awake and you will have food to spare. Proverbs 20:13


Therefore keep watch, because you do not know the day or the hour. Matthew 25


http://www.biblegateway.com/audio/mclean/niv/Matt.25


Be self-controlled and alert. Your enemy the devil prowls around like a roaring lion looking for someone to devour. 1 peter 5:8


Heute hat die Ferienzeit begonnen. Damit aber auch die Sommertheaterzeit. Be careful! Schönen "Winter" wünsche ich Euch, viel Vergnügen auf dem Ofenbänkli, bzw. (wenn Ihr nicht in Neuseeland wohnt) schöne Ferien auf der Trauminsel!

Aufklappen

Gruss
iGwt

"Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und euch spät erst niedersetzt, um das Brot der Mühsal zu essen; denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf." ( Psalm 127:2 )

01.08.2012 08:13
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 16250

MarcusFabian hat am 31.07.2012 - 18:58 folgendes geschrieben:

Elias hat am 31.07.2012 - 08:21 folgendes geschrieben:

 

Ich kann die auch noch deine Postings zeigen, wo du geschrieben hast, dass SNB / Hildebrand pissblöde sind und das die Nationalbanken nie Gold verkaufen sollen. Also nie realisieren sollen.

 

 

 

Stimmt. Hab' ich geschrieben. Dazu stehe ich auch heute noch.
Zur Erinnerung: Die SNB hat Gold zum Durchschnittspreis von Fr. 16'747/kg verkauft.
Beim aktuellen Goldpreis von Fr. 50'652/kg liegt der Verlust im Moment bei Fr. 48'991'940'000

 

 

Verlust :fool:  In was? In Papierwährung? Seit wann interessiert dich das?

Auch zu deinem Pseudo-Verlust habe ich schon mehrfach gepostet: Ein Verlust entsteht dadurch, dass man unter EP verkauft. Das ist hier nicht der Fall. die SNB hat mit Gewinn verkauft. Was du immer wieder als Verlust bezeichnet ist entgangener Gewinn. Das muss dir mit deiner Einstellung sowieso egal sein, da du nie Gold verkaufen würdest und nur zukaufen würdest. Kann man auch nachlesen.

Den entgangenen Zinseszins vergisst du jeweils in deinen Berechnungen geflissentlich. Gegen einen Exponentialfunktion ist dein Pseudo-Verlust ein Furz in den Wind.

Die SNB hatte den Auftrag, das Gold zu verkaufen. Ein Teil des Erlöses wird für die Kantone verwendet. Es ist fester Bestandteil deren Budgets.

Dank dessen sind die Steuern so tief. Jahr für Jahr. Dank dessen ist die Schweiz so attraktiv und zieht Firmen an. Darum geht es uns gemessen an den Umständen so gut.

Das lässt sich in Franken nicht aufwiegen.

 

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

01.08.2012 03:13
Bild des Benutzers weico
Offline
Kommentare: 4550

MarcusFabian hat am 01.08.2012 - 03:04 folgendes geschrieben:

weico hat am 01.08.2012 - 02:40 folgendes geschrieben:

 

Der SNB ist es keineswegs Wurst,ob sie Geld verliert.Sie muss ihre Verluste genauso mit Eigenkapital absichern wie jedes andere Unternehmen.

 

 

Theoretisch ist das richtig. Aber da die SNB Geld in beliebiger Menge produzieren kann, ohne dafür gross was zu leisten, dürfte sich der allfällige Schmerz über den Verlust in Grenzen halten.

..solch Annahmen mögen ja für ZB-Theorie-Anfänger und Schuldgeldsystem-Gläubige durchaus zutreffen. :oops:

Gerade für solche Leute ist darum die wunderbar-treffende Ausführung von Herrn Jordan ja so ausserordentlich lehrreich.Dann fällt vielleicht auch bei solchen Leuten einmal der 20er.... Drinks

 

 

weico

01.08.2012 03:04
Bild des Benutzers MarcusFabian
Offline
Kommentare: 16379

weico hat am 01.08.2012 - 02:40 folgendes geschrieben:


Der SNB ist es keineswegs Wurst,ob sie Geld verliert.Sie muss ihre Verluste genauso mit Eigenkapital absichern wie jedes andere Unternehmen.


 

Theoretisch ist das richtig. Aber da die SNB Geld in beliebiger Menge produzieren kann, ohne dafür gross was zu leisten, dürfte sich der allfällige Schmerz über den Verlust in Grenzen halten.

Biggrin

01.08.2012 02:57
Bild des Benutzers MarcusFabian
Offline
Kommentare: 16379

weico hat am 01.08.2012 - 02:08 folgendes geschrieben:

 

"Schuldgeld-System"...? Nur weil Geld im Kredit(kontrakt) "geboren" wird,ist es doch kein "Schuldgeld-System".Den Kredit gibt's nämlich nur gegen entsprechende Sicherheiten.

Dann nenne es von mir aus "Kreditgeld" oder sonst was. Was macht das für einen Unterschied?

 

01.08.2012 02:40
Bild des Benutzers weico
Offline
Kommentare: 4550

in_God_we_trust hat am 31.07.2012 - 20:53 folgendes geschrieben:

@MF

Danke, jetzt ist der 20er bei mir runtergefallen! Super, wie Du das immer so geduldig erklärst! Jetzt hab ich verstanden.

Letztendlich ist es aber der NB Wurst, ob sie das gedruckte Geld verliert oder nicht.

..da ist der 20er aber irgendwo stecken geblieben ...!

Der SNB ist es keineswegs Wurst,ob sie Geld verliert.Sie muss ihre Verluste genauso mit Eigenkapital absichern wie jedes andere Unternehmen.

Jordan hat es gut und ausführlich erklärt ,warum die SNB zwar ein kurzfristig-negatives Eigenkapital hinnehmen kann (Notenmonopol) aber langfristig und nachhaltig eben nicht :

"Zum Wiederaufbau von Eigenkapital braucht es – nicht anders als bei privaten Unternehmen – Gewinne. Denn mit „Geld drucken" kann Eigenkapital, wie gesagt, nicht nachhaltig aufgestockt werden. Die Geldschöpfung erlaubt lediglich, den Zahlungsverpflichtungen vollständig nachzukommen."

 

..damit der 20er ganz runterfällt:

http://www.snb.ch/de/mmr/speeches/id/ref_20110928_tjn/source/ref_2011092...

 

 

weico

 

 

 

 

 

 

01.08.2012 02:08
Bild des Benutzers weico
Offline
Kommentare: 4550

 

MarcusFabian hat am 31.07.2012 - 18:54 folgendes geschrieben:

 


Jeder Franken, Dollar, Euro wird geboren, wenn jemand einen Kredit aufnimmt. In diesem Moment führt der Franken zwei Leben: Einerseits ist er das Vermögen des einen, andererseits die Schuld des anderen. Unser aktuelles Geldsystem ist ein Schuldgeld-System. Ich persönlich bedaure das, mir wäre es lieber, Geld würde durch Leistung und nicht durch Schulden erschaffen aber es ist nun mal so wie es ist, ich muss damit leben.

"Schuldgeld-System"...? Nur weil Geld im Kredit(kontrakt) "geboren" wird,ist es doch kein "Schuldgeld-System".Den Kredit gibt's nämlich nur gegen entsprechende Sicherheiten.

http://www.snb.ch/de/ifor/finmkt/operat/repos/id/finmkt_repos_baskets

 

 

 


Es ist also durchaus richtig, zu behaupten, dass Geldmenge=Vermögen=Schulden. Ansonsten google mal nach "Debitismus Paul C. Martin". Der hat das wunderschön erklärt.

 

bullish hat gut erklärt,dass du da wohl etwas Missverstanden hast.

http://www.cash.ch/comment/450160#comment-450160

 

 

weico

31.07.2012 21:06
Bild des Benutzers in_God_we_trust
Offline
Kommentare: 6424

MarcusFabian hat am 31.07.2012 - 18:54 folgendes geschrieben:

 

Ist es also nicht plausibel, anzunehmen, dass ein Absturz des Dollars noch weitaus verherendere Auswirkungen auf die Schweiz hätte?
 

 

Das habe ich jetzt plötzlich auch total verstanden und ich finde, Du hast das ausgezeichnet beschrieben.

Ja, Du hast völlig recht!

Gruss
iGwt

"Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und euch spät erst niedersetzt, um das Brot der Mühsal zu essen; denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf." ( Psalm 127:2 )

31.07.2012 20:53
Bild des Benutzers in_God_we_trust
Offline
Kommentare: 6424

@MF

Danke, jetzt ist der 20er bei mir runtergefallen! Super, wie Du das immer so geduldig erklärst! Jetzt hab ich verstanden.

Letztendlich ist es aber der NB Wurst, ob sie das gedruckte Geld verliert oder nicht. Sie will es eigentlich nicht mehr zurück haben, denn es ist sowieso in ihrem Mandat Geld zu verteilen; wie sie das macht, bleibt ihr überlassen.

Ein anderes Mandat, das sie hat, ist für Geldstabilität zu sorgen, also keine Teuerung von mehr als 2% zuzulassen. Der SNB gelingt das ziemlich gut, sogar zu gut, für meinen Geschmack.

Gruss
iGwt

"Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und euch spät erst niedersetzt, um das Brot der Mühsal zu essen; denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf." ( Psalm 127:2 )

31.07.2012 19:59
Bild des Benutzers geldsack
Offline
Kommentare: 2164

Tja, wer an eine WR glaubt, sollte Schulden machen auf Teufel komm raus...

Hm. Mal schauen. Eine halbe Million aufnehmen und dann beten.

Hat ja beim Gletscher bisher auch geholfen...

 

31.07.2012 19:50
Bild des Benutzers MarcusFabian
Offline
Kommentare: 16379

in_God_we_trust hat am 31.07.2012 - 19:19 folgendes geschrieben:


Dieser erste Satz gefällt mir nicht. Wenn A 1000$ auf die Bank bringt und die Bank B diese 1000$ ausleiht, dann ist nichts geboren, sondern Geld wandert von A nach B, wie bei einem Kauf. Nichts wird geboren, denn bei A sterben 1000$ und bei B werden sie wiedergeboren. Fertig Schluss.

Der Satz gefällt mir auch nicht. Aber so funktioniert unser Fractional Reserve Banking nun mal: Für $1000, die jemand auf die Bank bringt, können somit insgesamt bis $90'000 neu erschaffen werden. (USA hat 10% Mindestreserve).
In der Schweiz liegt die Mindestreserve bei 2.5%.

Ich finde es immer so witzig, wenn bei Betriebsführungen von Banken, die unbedarften Mitarbeiter immer erzählen, dass Kredite aus Sparkapital vergeben werden. Als ob die Summe aller Sparkapitalien auch nur annähernd ausreichen würde, um all die Firmenkredite und Hypotheken auch nur annähernd zu finanzieren Wink

Konkret also: Angenommen, Du möchtest 800 Kredit, um eine Hütte für 1000 zu kaufen, wobei Du 200 EK hast und die Bank beschliesst, Dir diese 800 Hypothek zu gewähren.

Was passiert: Du unterschreibst den Hypothekarvertrag. Die Bank geht damit zur SNB, hinterlegt diesen Vertrag als Pfand und bekommt Fr.  780 von der SNB als Kredit gutgeschieben (20 bzw. 2.5% muss sie selbst haben).
Die Geldmenge erhöht sich somit in diesem Moment um 780.
Die Bank hat keinerlei Risiko ausser der 20, die sie selbst beisteuern muss. Z.B. auch echtem Sparkapital.
Schlussendlich ist das Geld rein aus einem Buchungssatz entstanden: Forderung an Verbindlichkeit.

 

 

31.07.2012 19:36
Bild des Benutzers MarcusFabian
Offline
Kommentare: 16379

ponti2 hat am 31.07.2012 - 14:09 folgendes geschrieben:

Wenn man jetzt mal so in diesem Forum zurückblättert, dann hat sich eigentlich praktisch nichts so verhalten wie vorausgesagt.

Doch!
Insofern nämlich dass - zumindest meine Aussage - seit März lautet: "Wenn neue Geldspritzen angekündigt oder vermutet werden, steigen die Börsen, werden sie als eher unwahrscheinlich gesehen, sinken sie."
Draghi hat die Hoffnung auf weitere Geldpritzen am 26.7. angeheizt und dem DAX bisher 400 Punkte damit beschert.

Bei QE1 und QE2, also effektiven Geldpritzen und nicht nur der Hoffnung darauf, ist das noch besser dokumentiert.
Unter dem Strich: Je $40 Mrd. bringen dem Dow 1% Anstieg.

QE1

 

QE2

 

Woraus sich ganz grob die Schlussfolgerung ergibt:

Würde QE3 mit einem Volumen von 1500 Mrd angekündigt, würde das dem Dow (und somit den abhängigen Börsen) etwa 37.5% Anstieg bringen.

31.07.2012 19:19
Bild des Benutzers in_God_we_trust
Offline
Kommentare: 6424

MarcusFabian hat am 31.07.2012 - 18:54 folgendes geschrieben:


Jeder Franken, Dollar, Euro wird geboren, wenn jemand einen Kredit aufnimmt. In diesem Moment führt der Franken zwei Leben: Einerseits ist er das Vermögen des einen, andererseits die Schuld des anderen.
 

 

Dieser erste Satz gefällt mir nicht. Wenn A 1000$ auf die Bank bringt und die Bank B diese 1000$ ausleiht, dann ist nichts geboren, sondern Geld wandert von A nach B, wie bei einem Kauf. Nichts wird geboren, denn bei A sterben 1000$ und bei B werden sie wiedergeboren. Fertig Schluss.

Gruss
iGwt

"Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und euch spät erst niedersetzt, um das Brot der Mühsal zu essen; denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf." ( Psalm 127:2 )

31.07.2012 18:58
Bild des Benutzers MarcusFabian
Offline
Kommentare: 16379

Elias hat am 31.07.2012 - 08:21 folgendes geschrieben:


Ich kann die auch noch deine Postings zeigen, wo du geschrieben hast, dass SNB / Hildebrand pissblöde sind und das die Nationalbanken nie Gold verkaufen sollen. Also nie realisieren sollen.


 

 

Stimmt. Hab' ich geschrieben. Dazu stehe ich auch heute noch.
Zur Erinnerung: Die SNB hat Gold zum Durchschnittspreis von Fr. 16'747/kg verkauft.
Beim aktuellen Goldpreis von Fr. 50'652/kg liegt der Verlust im Moment bei Fr. 48'991'940'000

 

 

31.07.2012 18:54
Bild des Benutzers MarcusFabian
Offline
Kommentare: 16379

TeeTasse83 hat am 30.07.2012 - 20:52 folgendes geschrieben:


Die Leutchen arbeiten fleissig und verkaufen fleissig an das Ausland. Gleichzeitig sparen sie.
Damit die Leutchen auch CHF verdienen und sparen (die wollen ja nicht in USD bezahlt werden), erschafft die Nationalbank zusätzliche CHF. Im Gegenzug nimmt die Zentralbank die USD ein, welche durch den Export erwirtschaftet wurden und bildet damit Devisenreserven. Somit wird die Geldmenge, rein basierend auf dem Umstand dass das Land fleissig exportiert, ausgeweitet.

Interessanter Weise erzählst Du dieselbe Geschichte wie ich. Nur aus einem anderen Blickwinkel.

Aber fangen wir von vorne an:
Jeder Franken, Dollar, Euro wird geboren, wenn jemand einen Kredit aufnimmt. In diesem Moment führt der Franken zwei Leben: Einerseits ist er das Vermögen des einen, andererseits die Schuld des anderen. Unser aktuelles Geldsystem ist ein Schuldgeld-System. Ich persönlich bedaure das, mir wäre es lieber, Geld würde durch Leistung und nicht durch Schulden erschaffen aber es ist nun mal so wie es ist, ich muss damit leben.
Es ist also durchaus richtig, zu behaupten, dass Geldmenge=Vermögen=Schulden. Ansonsten google mal nach "Debitismus Paul C. Martin". Der hat das wunderschön erklärt.

Deine Geschichte handelt von einem Land mit fleissigen und sparsamen Menschen, die mehr Güter exportieren als sie Importieren und dafür mehr bedruckte Zettel importieren. Beispiele Schweiz, Deutschland, Japan, China.

Meine Geschichte behandelt die Gegenseite. Ein Land, dessen Bewohner mehr an Gütern importiert und dafür mehr Schuldzettel exportiert. Beispiele reichen vorn Griechenland bis USA.

Du behauptest nun, dass die bedruckten Zettel (aka. Devisenreserven) im Prinzip eine Leistungsreserve sind. Wir könnten in Notzeiten mehr importieren als exportieren, denn wir haben ja diese Reserve. Klassisches Beispiel Japan während/nach der Fukushima-Katastrophe. Japan wurde da kurzfristig zur Importnation. Aber genau dafür sind Reserven ja auch da: "Spare in der Not ..."

Theoretisch bin ich bis dahin mit Dir auch ganz einer Meinung.

Betrachten wir nun aber die Gegenseite und konzentrieren uns auf das Verhältnis USA-China: Nach der offiziellen Logik müsste nun China, nachdem es 3 Billionen Dollar angehäuft hat, ein Jahr Ferien machen können und sich von den USA aushalten lassen. Denn schliesslich hat China jahrelang zu viel an die USA geliefert und um das auszugleichen müssten jetzt die USA ein paar Jahre lang zu viel an China liefern. Sprich: Die USA machen einen Handelsüberschuss, die Chinesen ein Handelsdefizit, bis dies wieder ausgeglichen ist.

Die Frage, die ich in meinem Post vom 29.7. versucht habe zu beantworten, lautet: "Werden jene Länder, die Jahrelang ein Defizit erwirtschaftet haben, in der Lage sein, einen Überschuss zu erzeugen und somit die Schulden gegenüber ihren Gläubigern abzutragen?"
Meine Antwort darauf lautet "Nein". Ich glaube auch, dass die Mehrheit hier einverstanden ist, wenn ich behaupte, dass die PIIGSUSA nicht so schnell von einem Handelsdefizit auf einen -Überschuss werden wechseln können.
Entsprechend drehte sich die Diskussion ja auch um die Frage, wie diese Länder ihre Schulden verringern können und einer der Lösungsvorschläge - u.A. von iGwt - lautete: die Währung zu inflationieren, um die Schulden real - in Kaufkraft - zu verringern.

So, nun wechseln wir wieder auf Deine Seite, auf die Sichtweise der fleissigen Gläubiger: Wie begeistert werden die sein, wenn sie jahrelang im guten Glauben Waren geliefert haben und nun feststellen, dass Zettel, die sie als "Gegenleistung" bekommen haben immer weniger kaufen können?

Welche Auswirkungen wird es auf China haben, wenn sie 3 Billionen Dollar, auf die Schweiz, wenn wir 200 Mrd. Dollar, abschreiben müssen?

Unter dem Strich ist das ein verdammt gutes Geschäft für jene Länder, die ein Handelsdefizit haben: Man bekommt Waren aus dem Ausland und liefert dafür bedruckte Zettel, deren Wert man bei Bedarf dann einfach vernichtet. Das macht aus Sicht des Schuldners natürlich Sinn. Aber der Gläubiger ist weniger begeistert.

Deshalb finde ich Deinen Schlusssatz sehr bedenklich:

in der Schweiz interessiert uns das Ganze nicht so sehr.

Wird es uns wirklich nicht interessieren, wenn diese sogenannten "Reserven" sich in Luft auflösen?

Ich mag mich an diverse Diskussionen aus den Jahren 2003-05 erinnern. Das war die Zeit als ich begonnen habe, vor dem Platzen der US-Immobilienblase zu warnen. Die meistgehörte Antwort lautete: "Interessiert mich nicht, ich habe keine Immobilien in den USA".
Hätte ich 2008 vor der Lehman-Pleite gewarnt (die ich natürlich genau so wenig gesehen habe wie sonst jemand) wäre die Antwort wohl analog gewesen: "Interessiert mich nicht. Ich bin bei der UBS nicht bei Lehman".

Nun, kannst Du Dich an 2008 erinnern? Hatte die Subprime-Krise, der Fall von Lehman/Bear-Steans nicht dennoch ganz erhebliche Auswirkungen auf die Schweiz?

Ist es also nicht plausibel, anzunehmen, dass ein Absturz des Dollars noch weitaus verherendere Auswirkungen auf die Schweiz hätte?
 

 

31.07.2012 14:42
Bild des Benutzers in_God_we_trust
Offline
Kommentare: 6424

@ponti

Du hast recht, zumindest was mich betrifft, sorry. Wenigstens habe ich noch die Chance meine Theorien inklusive Praxis zu verbessern.

Trotzdem bleibe ich dabei: "... but remember to be back in September". Es bleibt uns noch ein bis zwei Monate Zeit. Inzwischen kann sich noch einiges bewegen.

Gruss
iGwt

"Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und euch spät erst niedersetzt, um das Brot der Mühsal zu essen; denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf." ( Psalm 127:2 )

31.07.2012 14:09
Bild des Benutzers ponti2
Offline
Kommentare: 751

Wenn man jetzt mal so in diesem Forum zurückblättert, dann hat sich eigentlich praktisch nichts so verhalten wie vorausgesagt. Der Crash ist ausgeblieben, ABB ist nicht auf unter CHF 13.- und der SMI ist auf Jahreshöchststand. Ausgenommen ein paar wenige, die nicht nur schwarz gesehen haben und zuversichtlich blieben. Denen hat der Erfolg vermutlich recht gegeben.

So viele schöne Theorien und fast alle falsch.  Sad

31.07.2012 13:59
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 16250
Wieder Blackout in Nordindien

Im Norden Indiens und in der Hauptstadt Delhi ist am Dienstag den zweiten Tag in Folge der Strom ausgefallen. Millionen Personen seien davon betroffen, berichtete das Fernsehen.

Am Montag waren mehr als 300 Millionen Inder wegen einer Störung im Stromnetz ohne Elektrizität. In der Hauptstadt Delhi und in sieben Bundesstaaten gingen die Lichter aus. Millionen Menschen mussten bei tropischer Hitze ohne Klimaanlagen auskommen und gelangten nicht zur Arbeit, weil Züge und U-Bahnen stehenblieben. Aus Regierungskreisen verlautete, die Ursachen des Stromausfalls seien wahrscheinlich Engpässe bei der Kohleversorgung der Kraftwerke sowie Probleme im Stromnetz.

Energiemangel und marode Strassen und Eisenbahnstrecken behindern die Industrialisierung Indiens seit je. Zu Spitzenzeiten übersteigt die Stromnachfrage das Angebot deutlich. http://www.nzz.ch/aktuell/panorama/wieder-blackout-in-nordindien-1.17421091

 

Das riecht doch nach Aufträgen für die ABB    Good

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

31.07.2012 12:35
Bild des Benutzers chakistein31
Offline
Kommentare: 98

Danke fuer deine Info, bin jeweils sehr froh ueber deine Empfehlungen. Kann somit besser entscheiden, da eineandere Meinung mir wichtig ist.
 

31.07.2012 11:52
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 16250

in_God_we_trust hat am 31.07.2012 - 11:14 folgendes geschrieben:

Elias hat am 31.07.2012 - 10:00 folgendes geschrieben:

in_God_we_trust hat am 30.07.2012 - 18:50 folgendes geschrieben:

 

Da Du bekennender Atheist bist, was kümmert Dich dann der Rest?

Kümmern tut es mich nicht. Es ist für mich interessant zu sehen, wie du manchmal selber merkst, dass es Widersprüchliche Passagen gibt oder wie wie du sie nach Gusto zu deinen Gunsten auslegst. Mit Religion hat diese Bibelsprücheklopferei nichts zu tun. .

 

und Dir würde ein Schuss Humor und Optimismus nicht schlecht anstehen. Statt den ewig weinenden Rudolf Strahm (SP) solltest Du Dir ab und zu den immer lächelnden Christoph Mörgeli (SVP) zum Vorbild nehmen!

Es darf auch mal gelacht werden (Mr. Bean von damals):

http://www.youtube.com/watch?v=CfNHzsgC7bc&feature=fvwp

 

Wo ich bin, tobt das Leben. Dagegen sind Blocher und Mörgeli die Pausenfüller. Über die lacht man,

 

Hier kommt ...  http://www.youtube.com/watch?v=BrPcg8y2-5E  :music:

 

 

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

31.07.2012 11:16
Bild des Benutzers geldsack
Offline
Kommentare: 2164

Haha, der ist gut. Ich wette, der Mörgeli hat sogar noch gelächelt, wie er damals den Transporter volley genommen hat....


 

31.07.2012 11:14
Bild des Benutzers in_God_we_trust
Offline
Kommentare: 6424

Elias hat am 31.07.2012 - 10:00 folgendes geschrieben:

in_God_we_trust hat am 30.07.2012 - 18:50 folgendes geschrieben:

 

Da Du bekennender Atheist bist, was kümmert Dich dann der Rest?

Kümmern tut es mich nicht. Es ist für mich interessant zu sehen, wie du manchmal selber merkst, dass es Widersprüchliche Passagen gibt oder wie wie du sie nach Gusto zu deinen Gunsten auslegst. Mit Religion hat diese Bibelsprücheklopferei nichts zu tun. .

 

und Dir würde ein Schuss Humor und Optimismus nicht schlecht anstehen. Statt den ewig weinenden Rudolf Strahm (SP) solltest Du Dir ab und zu den immer lächelnden Christoph Mörgeli (SVP) zum Vorbild nehmen!

Es darf auch mal gelacht werden (Mr. Bean von damals):

http://www.youtube.com/watch?v=CfNHzsgC7bc&feature=fvwp

 

Gruss
iGwt

"Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und euch spät erst niedersetzt, um das Brot der Mühsal zu essen; denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf." ( Psalm 127:2 )

31.07.2012 10:34
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 16250

MarcusFabian hat am 30.07.2012 - 19:20 folgendes geschrieben:

Genau hier liegt eben der Überlegungsfehler: Inflation bedeutet ja Ausweitung der Geldmenge. Das heisst, die Schulden steigen.

Beispiel: Der Staat hat 100 Schulden zu 1% Verzinst und 5% Infla.
Die Geldmenge muss im nächsten Jahr um mindestens 5% wachsen. Somit betragen die Schulden jetzt 105, die real allerdings etwas weniger Wert sind.
Ein blödes Extrembeispiel: Die Geldmenge verdoppelt sich und der Wert des Geldes halbiert sich. Real sind die Schulden jetzt exakt gleich geblieben.

Der Überlegungsfehler fängt schon damit an, dass man nicht versteht, dass bei QE ein Aktiventausch stattfindet. Die Zentralbank kauft zentralbankfähige Wertpapiere von Geschäftsbanken auf. Das ist einer der Unterschiede zu Simbabwe.

Ob nun Staat oder Kommunen weiteres Geld aufnehmen, sei dahingestellt. Die Schuld des Staates/Kommunen ist das Guthaben der Geldgeber. Griechenland hat ja schon einen Schuldenschnitt hinter sich. Rekorverdächtig viele Firmen und Privatpersonen gehen in Konkurs.

Bei uns wächst die Geldmenge ja auch, obwohl die Schulden seit 10 Jahren abgebaut werden.

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

31.07.2012 10:00
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 16250

in_God_we_trust hat am 30.07.2012 - 18:50 folgendes geschrieben:


Da Du bekennender Atheist bist, was kümmert Dich dann der Rest?

Kümmern tut es mich nicht. Es ist für mich interessant zu sehen, wie du manchmal selber merkst, dass es Widersprüchliche Passagen gibt oder wie wie du sie nach Gusto zu deinen Gunsten auslegst. Mit Religion hat diese Bibelsprücheklopferei nichts zu tun. .

 

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

31.07.2012 08:35
Bild des Benutzers Kapitalist
Offline
Kommentare: 12835

Markttechnik

Die gute Nachricht ist: Die Kurse schlossen gestern auf Jahreshoch. Die schlechte Botschaft dagegen: Durch ein Jahreshoch wird auch der letzte übrig gebliebene Skeptiker aufgeweckt. Aber genau davon gibt’s offensichtlich nicht mehr besonders viele. Jedenfalls ist festzustellen, dass der nun schon acht Wochen alte Aufwärtstrend immer mehr an Momentum verliert. So hat der FSMI die vergangenen drei Handelstage zwar mit einer Rally und einem Kursplus von 3,85% brilliert. Gegenüber dem vor eineinhalb Wochen bereits festgestellten Hoch nehmen sich die Kursfortschritte allerdings schon deutlich magerer aus. 12,3% waren es während der acht Wochen insgesamt. Davon gehen aber lediglich noch 1,3% auf das Konto der vergangenen zehn Tage. Diese Diskrepanz ist typisch für den Wechsel von einer Trend- zu einer Transitionsphase. Die kommenden Handelsstunden dürften netto keine wesentlichen Kursfortschritte mehr bringen, auch wenn vorübergehend weiterhin «neue Jahreshochs» möglich sind.
Hinweis: Dieser öffentlich zugängliche Teil unserer Studien ist auf den kurzfristigen 1- bis 2-Tages-Horizont reduziert.


→ Handelsideen in Aktien und Rohstoffen finden Sie im Rooster.

 

 

Besser reich und gesund als arm und krank!

31.07.2012 08:24
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 16250
Die Kursszenarien für den «EZB-Donnerstag»

Szenario I: EZB kündigt unlimitierte Anleihekäufe an

EZB-Chef Mario Draghi setzt sich gegen den Widerstand der Bundesbank durch und verkündet, dass seine Notenbank in unbegrenztem Umfang Bonds von Euro-Staaten aufkaufen wird. Damit würde ein Anstieg der Renditen gestoppt, der die Finanzmisere der europäischen Krisenstaaten noch verstärkt.

"Wenn Draghi so etwas ankündigt, steigt der Dax aus dem Stand auf 6900 Punkte", prognostiziert ein Börsianer. Nach einem kurzen Rücksetzer werde er dann die Marke von 7000 Punkten in Angriff nehmen. Auch ein Test des bisherigen Jahreshochs von 7194,33 Zählern sei möglich.

 

Szenario II: EZB kündigt keine unlimitierten Anleihekäufe an

Die EZB verzichtet auf die Ankündigung unlimitierter Anleihekäufe und entschließt sich stattdessen für eine Zinssenkung, zur Ausgabe neuer langfristiger Billig-Kredite für den Bankensektor oder für andere Maßnahmen.

Sollte die EZB die hoch gesteckten Erwartungen enttäuschen, würden Dax und Euro Börsianern zufolge mindestens die Kursgewinne seit den Draghi-Äußerungen vom vergangenen Donnerstag wieder abgeben. Der Leitindex könnte unter die bei knapp 6400 http://www.cash.ch/news/topnews/die_kursszenarien_fuer_den_ezbdonnerstag... Punkten liegende 200-Tage-Linie rutschten, wodurch weitere Verkaufsaufträge ausgelöst würden.

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

31.07.2012 08:23
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 14727

SNB: Konzern-Gewinn von 6,5 Mrd CHF im Halbjahr dank Gewinn auf Fremdwährungen

 


Bern (awp) - Die Schweizerische Nationalbank (SNB) weist für das erste Halbjahr 2012 einen Konzerngewinn von 6,5 Mrd CHF aus. Im ersten Quartal hatte noch ein Fehlbetrag von 1,7 Mrd CHF resultiert. Der Gewinn auf den Fremdwährungspositionen betrug dabei 5,1 Mrd CHF, wie die SNB am Dienstag mitteilte. Auf dem Goldbestand resultierte ein Bewertungsgewinn von 1,3 Mrd.


Ausschlaggebend für den Erfolg auf Fremdwährungspositionen waren die Zins- und Dividendenerträge sowie die Kursanstiege und Kapitalgewinne in der Höhe von insgesamt 5,5 Mrd CHF. Die wechselkursbedingten Verluste hätten in der Berichtsperiode 0,3 Mrd betragen.


Einen Bewertungsgewinn gab es auf dem Goldbestand, der mengenmässig unverändert blieb. Der Kilopreis notierte Mitte Jahr bei 48'687 CHF, was zu einem Bewertungsgewinn von 1,3 Mrd CHF führte.


Das Ergebnis der Nationalbank ist überwiegend von der Entwicklung der Gold-, Devisen und Kapitalmärkte abhängig. Starke Schwankungen seien deshalb die Regel und Rückschlüsse auf das Jahresergebnis nur bedingt möglich, begründet die SNB.


Das Darlehen an den Stabilisierungsfonds im Zusammenhang mit der UBS-Rettung konnte laut den SNB-Angaben im zweiten Semester von 7,6 Mrd CHF auf 6,4 Mrd reduziert werden, und das Gesamtrisiko ging von 8,5 Mrd auf 6,7 Mrd zurück. Der Stabilisierungsfonds weist insgesamt einen Semestergewinn von 189 Mio USD aus, der Beitrag zum Konzernergebnis beläuft sich auf 73 Mio CHF.


Quelle: www.nzz.ch


 

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

31.07.2012 08:21
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 16250

MarcusFabian hat am 30.07.2012 - 19:14 folgendes geschrieben:

Elias hat am 30.07.2012 - 09:29 folgendes geschrieben:

 

Du hast Gold noch zu Höchstkursen zum Kauf empfohlen. Das kann man nachlesen.

 

Stimmt nicht:

 

Link

Stimmt doch. Nur eines von vielen Beispielen.

Ich kann die auch noch deine Postings zeigen, wo du geschrieben hast, dass SNB / Hildebrand pissblöde sind und das die Nationalbanken nie Gold verkaufen sollen. Also nie realisieren sollen.

MarcusFabian hat am 05.11.2011 - 12:27 folgendes geschrieben:

 

maka wrote:

Ich will doch kaufen wenn Gold schwach ist. Schwach = kleinerer Preis für mich. Sehe ich da etwas falsch?

Ach so, klar. Hast natürlich recht.

Wir reden in der Regel hier von der kommenden Saisonalität. Die siehts soweit günstig aus. Jetzt kommt ja die Weihnachtszeit

 

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

30.07.2012 19:20
Bild des Benutzers MarcusFabian
Offline
Kommentare: 16379

in_God_we_trust hat am 30.07.2012 - 11:08 folgendes geschrieben:

Nur soviel weiss ich: Wenn die USA und Europa für ihre Schulden Jahr für Jahr 1% bezahlen, bei einer durchschnittlichen Inflation von 5% (laut Marc Faber) und einem GDP von 2%, dann werden ihnen nach Adam Riese 6% der Schulden jährlich geschenkt!

Genau hier liegt eben der Überlegungsfehler: Inflation bedeutet ja Ausweitung der Geldmenge. Das heisst, die Schulden steigen.

Beispiel: Der Staat hat 100 Schulden zu 1% Verzinst und 5% Infla.
Die Geldmenge muss im nächsten Jahr um mindestens 5% wachsen. Somit betragen die Schulden jetzt 105, die real allerdings etwas weniger Wert sind.
Ein blödes Extrembeispiel: Die Geldmenge verdoppelt sich und der Wert des Geldes halbiert sich. Real sind die Schulden jetzt exakt gleich geblieben.

30.07.2012 19:14
Bild des Benutzers MarcusFabian
Offline
Kommentare: 16379

Elias hat am 30.07.2012 - 09:29 folgendes geschrieben:


Du hast Gold noch zu Höchstkursen zum Kauf empfohlen. Das kann man nachlesen.

 

Stimmt nicht:

Link

30.07.2012 19:13
Bild des Benutzers geldsack
Offline
Kommentare: 2164

Die Rally hat ja noch nicht mal richtig angefangen. Nur kleines Geplänkel bisher...


 

Seiten

Topic locked