Schweizer Aktien und CHF, Mai 2013

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01.05.2013 08:03
#1
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Schweizer Aktien und CHF, Mai 2013

Rückblick

Seit März 2009 sind die Aktien wieder auf Höchststände gestiegen, zum Teil auf Allzeithöchsts, besonders in den USA. Natürlich kann diese Hausse weitergehen, ich denke sogar, sie wird so weitergehen bis 2015. Das heisst aber nicht, dass es vorher wieder leichte Abgaben geben wird, am Wahrscheinlichsten dieses Jahr!

Rückblick April

Wie das Wetter. Ein Auf und Ab mit einem leichten Plus Ende Monat. Ich rechnete mit einem kleinen Tief um den Monatswechsel herum, der bis Dato (noch?) nicht eingetroffen ist. Könnte aber dafür in den ersten Maitagen nachgeholt werden, d.h. leichte Abgaben diese Woche und Anfangs nächster Woche.

Ausblick

Gegen Ende Mai sind heftige Abgaben von 5% oder mehr wahrscheinlich. Im Juni kann es wieder einen Rebound geben oder auch nicht. Mit 60% Sicherheit sind niedrige zweistellige Minicrashs (10 - 20%) bis Oktober/Anfangs November zu erwarten (20% höhere zweistellige Crashs und 20% keine zweistellige Minicrashs). Quelle: Bauchgefühl.

Ausblick Mai

Neue Höchststände gegen Mitte Mai, danach geht's bergab. Es werden Schweinegrippe oder andere Taschenspielertricks aus dem Korb gezogen.

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Gruss
iGwt

"Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und euch spät erst niedersetzt, um das Brot der Mühsal zu essen; denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf." ( Psalm 127:2 )

01.06.2013 08:19
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SMI

Nach einer 5.5% Korrektur seit dem Allzeithoch von 8410 wäre mein Idealszenario eine weitere Korrektur bis 7500/7600

31.05.2013 10:57
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Der DJ-Future ist im Minus.

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

31.05.2013 10:55
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Es sieht mir nicht mehr nach einer Korrektur oder Gewinnmitnahme aus. 5-6 grosse Verkäufe, welche heute bereits getätigt worden sind, sprechen eindeutig für eine Trendwende!

MfG
Schnitthelm Wachtvogel

31.05.2013 09:30
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Schweizer Konjunktur gewinnt an Fahrt

Die Aussichten für die Schweizer Wirtschaft haben sich im Mai aufgehellt.

Das KOF-Konjunkturbarometer stieg auf 1,10 Punkte von revidiert 1,04 Zählern im April, wie die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich am Freitag mitteilte. Die positive Tendenz habe sich damit verstärkt, wie die Wirtschaftsexperten erklärten. "Die Schweizer Konjunktur dürfte daher an Fahrt gewinnen."

Ökonomen hatten im Schnitt mit einem Anstieg auf 1,08 Zähler gerechnet, ausgehend vom ursprünglich veröffentlichten April-Wert von 1,02 Zählern. http://www.cash.ch/news/top_news/schweizer_konjunktur_gewinnt_an_fahrt-3...

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30.05.2013 16:24
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Bilan Artikel auf deutsch in: insideparadeplatz.ch

30.05.2013 15:44
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Wirtschaftsklima in Euro-Krisenländern hellt sich auf

Das Wirtschaftsklima in der rezessionsgeplagten Euro-Zone hat sich etwas stärker aufgehellt als erwartet. Vor allem Krisenländer wie Portugal, Griechenland und Italien sorgen für Lichtblicke. http://www.cash.ch/news/top_news/wirtschaftsklima_in_eurokrisenlaendern_...

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30.05.2013 15:19
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Das waren die nachrichtenlosen Vermögen.

Jaaa, das war eine Schande, dass wir die ehrlich versteckten Vermögen herausgeben mussten. Zugegeben gerieten die Gelder überwiegend in die falschen Hände. Unsere Institute hätten es in der Hand gehabt, von Anfang an zu agieren, anstatt zu reagieren.

Hat es den Steuerzahler was gekostet?

Es war ein weiterer Schandfleck für die Waldstätter oder den Ueli.

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30.05.2013 15:04
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Zuallerletzt, aber da überschreite ich leider das Ziel dieses Forumsthreads. Wir beugten uns mit Zahlung vor dem einstigen US-Senator D'Amato und seinem Heuchler US Advokat Ed Fagan, was danach aus dem geworden ist, wurde weit berichtet. Die meiste Kasse machte er. Jetzt schau ich seelenruhig ein Schweizerfilm an, nach einer Story von Jeremias Gotthelf "Uli der Knecht" und lass euch für eine Weile in Ruhe.

30.05.2013 15:00
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Gerard hat am 30.05.2013 - 14:46 folgendes geschrieben:

Elias hat am 30.05.2013 - 14:36 folgendes geschrieben:

Keine Ahnung, worauf du hinaus willst.

Es gibt nur wenige Länder, bei denen ein Marshall-Plan was nützt. Bei den meisten Ländern versickert jegliche Zahlungshilfe. Krieg hin, Staatspleite her.

Nur mal so, Anno 1291 lehnten die Walstätten die Knechtschaft gegenüber Habsburg ab und geboren wurde die älteste Demokratie der Welt.

Das hat keinen Neuigkeitswert.

Die älteste Demokratie der Welt führte praktisch als letzte das Frauenstimmrecht ein. Zwischendurch erschoss am 4. Februar 1936 David Frankfurter Wilhelm Gustloff, den Landesgruppenleiter der NSDAP/AO in der Schweiz, in dessen Wohnung in Davos.

Die Waldstätter hatten nicht den Schneid dazu.

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30.05.2013 14:46
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Elias hat am 30.05.2013 - 14:36 folgendes geschrieben:

Keine Ahnung, worauf du hinaus willst.

Es gibt nur wenige Länder, bei denen ein Marshall-Plan was nützt. Bei den meisten Ländern versickert jegliche Zahlungshilfe. Krieg hin, Staatspleite her.

Nur mal so, Anno 1291 lehnten die Walstätten die Knechtschaft gegenüber Habsburg ab und geboren wurde die älteste Demokratie der Welt.

30.05.2013 14:40
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Steuerstreit

Nach Insider von Bundesbern, würde der Bund diese Summe den Banken ausleihen, dient also als Garantie für die Amerikaner. Mehr weiss ich nicht und ist nur Gelesenes.

30.05.2013 14:36
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Keine Ahnung, worauf du hinaus willst.

Es gibt nur wenige Länder, bei denen ein Marshall-Plan was nützt. Bei den meisten Ländern versickert jegliche Zahlungshilfe. Krieg hin, Staatspleite her.

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30.05.2013 14:24
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Ich hab es noch nicht richtig gecheckt. Es heisst, dass bei der UBS Debatte damals, es erst ab dem 2. Anlauf vom Parlament abgesegnet wurde, heute sei es anders. Schon komisch, im 2. Weltkrieg verwüstete Nazideutschland ( und ich präzisiere hat nichts mit dem heutigen DE zu tun) ganz Europa und profitierten nach dem Krieg am meisten vom Marshallplan (war übrigens auch richtig) und wir Schweizer bezahlten einige Jahrzehnte ca 1.5 Mia aus. 

30.05.2013 14:10
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Ist es schon definitiv oder hat das Parlament was dazu zu sagen?

Ist es ein Vorschuss oder müssen letztendlich die Banken dafür aufkommen?

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30.05.2013 14:06
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Gerade jetzt in Bilan (franz. Version von Bilanz) gelesen. Die Eidgenossenschaft werde im Steuerstreit mit USA für 10 bis 20 Mia geradestehen. Mittelwert würde pro CH-Bürger ob junggeboren oder 3. Alter gerade mal 2'000 CHF ausmachen, gleicher Wert wie die NEAT. Grösster Fädenzieher und Gewinner dabei die Banken vorerst CS. Ich widerschreibe nur das Gelesene.

 

 

 

 

30.05.2013 13:46
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Die Geschichte kennt nun halt mal nur einen Pfad. Ich habe seinerzeit für den EWR gestimmt. In der heutigen Situation würde ich nichts ändern. Die Wahrscheinlichkeit, dass es uns mit EWR wesentlich besser geht, ist gering.

Sämtliche Geschwister von Adolf Hitler sind im Kindesalter gestorben. Was wäre passiert, wenn auch er gestorben wäre? Wie wissen es nicht.

Es geht nicht um recht haben. Aber in dem Umfeld zu glauben, uns ginge es besser, wenn man einfach eine UBS fallen lassen oder eine Rezession zugelassen hätte, ist grenzwertig.

Natürlich darf man der Meinung sein. Es gibt Menschen, die auf SM stehen. Das ist ihr gutes Recht, solange ich nicht mitmachen muss.

Von mir aus lasst die Banken fallen und macht auf Rezession, Depression, Hyperninfla und WR. Aber bitte ohne mich.

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Benjamin Franklin

30.05.2013 13:30
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Ist natürlich gut möglich. Zur freundlichen und irgendwie sachlichen Debatte hier möchte ich vielleicht noch etwas hinzufügen. Jeder hat seine Meinung, wer hat Recht, ich oder mein Kontrahent, das sei dahingestellt. Letztendlich, wenn ich weit zurückdenke, aus welcher Scheisse ich aufgewachsen bin, muss ich sagen, dass mein Land und das Kapitalistische System (auch mit seinen Ungereimtheiten) mir die Rahmenbedingungen zur Verfügung gestellt hat um etwas zu erreichen. Jeder muss dann selber wissen ob er die Hand nimmt, die man ihm reicht oder lieber einen anderen Weg einschlägt.

 

30.05.2013 13:20
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Gerard hat am 30.05.2013 - 13:09 folgendes geschrieben:

Bin auch einverstanden, dass wir letztendlich mit der UBS Geld verdient haben, aber die Badbank hat noch etliche toxische Produkte von dieser Bank. Der Schuss hätte aber auch in die andere Richtung gehen können, nur so nebenbei.

Vollkommen deiner Meinung.
 

Wäre der Schuss nach hinten los, kann man wenigstens sagen, dass man es versucht hatte. Operation gelungen, Patient tot.

Betreffend den toxischen Papieren: ich wette darauf, dass spätestens bis Ende 2014 die UBS diese wieder übernehmen wird. Vielleicht schon dieses Jahr.

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Benjamin Franklin

30.05.2013 13:09
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Bin auch einverstanden, dass wir letztendlich mit der UBS Geld verdient haben, aber die Badbank hat noch etliche toxische Produkte von dieser Bank. Der Schuss hätte aber auch in die andere Richtung gehen können, nur so nebenbei.

30.05.2013 13:01
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Gerard hat am 30.05.2013 - 12:48 folgendes geschrieben:

Ich erinnere mich noch am Rande vom Konkurs einer winzigen Bank dazumals "Spar und Leihkasse Thun", da haben auch diese geblutet die ich eben nenne.

Daran kann ich mich noch lebhaft erinnern. Hatte dort auch ein Sparkonto und ein KK.

Es ist halt so (siehe Zypern): Wenn Du ein Konto bei einer Bank hast, und dort Geld einzahlst, dann ist das streng genommen ein Kredit an diese Bank. Geht die Bank Pleite, kann der Kredit weg sein. Es gibt da zwar die Ausfallversicherung ... etc. aber die dürfte im Notfall nicht viel bringen. Bei einer SLT reicht die zwar noch aber wenn eine UBS über den Jordan geht, dann sicher nicht mehr.

Aber eben: Es ist jedem selbst überlassen, welcher Bank er einen Kredit geben will (aka Geld auf dem Konto haben).

Elias hat am 30.05.2013 - 12:51 folgendes geschrieben:


Hast du überhaupt Aktien?

 

Ja.

30.05.2013 13:00
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Ich persönlich hab noch nie im Leben gehofft, dass jemand Bluten soll, in irgendwelcher Weise. Wie sagt schon das Sprichwort " Wer einem eine Grube gräbt, fällt selbst hinein"

30.05.2013 12:51
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MarcusFabian hat am 30.05.2013 - 12:47 folgendes geschrieben:

Elias hat am 30.05.2013 - 12:42 folgendes geschrieben:

 

Hoffentlich musst du bluten,

Seh ich aus wie ein UBS-Aktionär ?

Hast du überhaupt Aktien?

Du weisst ja: nur wer von einem entsprechenden Produkt was besitzt, darf sich dazu äussern.

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Benjamin Franklin

30.05.2013 12:48
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Absolut! Hätten wir aber z.B. UBS Konkurs gehen lassen, wäre das ein sehr grosses Problem gewesen für KMU's , Private usw. nicht für Ospel und seine Bodyguards. Ich erinnere mich noch am Rande vom Konkurs einer winzigen Bank dazumals "Spar und Leihkasse Thun", da haben auch diese geblutet die ich eben nenne. Die Armen Teufel, die ihr schwer verdientes Geld dort parkierten und hofften einen gemütlichen Lebensabend zu verbringen. Wer damals diese Bank in den Dreck zog, das weiss heute niemand mehr. Und von Ospel weiss man nur noch, dass er ein äusserst schlechter Golfspieler ist. Sonst lebt er glaub ich nicht schlecht. Sollte man diese Hallunken nennen?

30.05.2013 12:47
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Elias hat am 30.05.2013 - 12:42 folgendes geschrieben:


Hoffentlich musst du bluten,

 

Seh ich aus wie ein UBS-Aktionär ? Biggrin

 

30.05.2013 12:42
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Gerard hat am 30.05.2013 - 12:33 folgendes geschrieben:

Und dann am Staat anklopfen,um sie aus der Scheisse zu holen, da steigt eben die Staatsverschuldung, also wir. Und wer blutet dann? 

Hoffentlich musst du bluten, dann mach das Gejammere wenigstens Sinn. Der Staat hat mit der UBS Gewinn gemacht

Entweder der Staat rettet eine Firma oder die RAV rettet die Arbeitnehmer.

 

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Benjamin Franklin

30.05.2013 12:36
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Eben. Dann bluten wir! Als Bürger, als Steuerzahler.

Würde man inkompetente Banken - wie jedes andere Unternehmen - Pleite gehen lassen, dann würden nur die Banken bzw. ihre Besitzer/Aktionäre/Obligationäre bluten.
Die Realwirtschaft wäre nur insofern betroffen, ihre Konten sehr schnell von inkompetenten zu kompetenten Banken zu wechseln. Aber dieser Schaden ist überblickbar.

Wir sind uns also weitestgehend einig?

 

30.05.2013 12:33
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Marcus Fabian

Aber sie mal, das ist ja der genaue Punkt auf dem i. Wenn die Banken sich verspekulieren mit ihren Derivaten usw. Und dann am Staat anklopfen,um sie aus der Scheisse zu holen, da steigt eben die Staatsverschuldung, also wir. Und wer blutet dann? 

30.05.2013 12:21
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Geht nach Griechenland oder Spanien und erklärt es denen mal.

Ich würde mir aber vorher Gedanken über einen Fluchtweg machen. Nicht dass ihr euch noch freitanzen müsst.

 

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30.05.2013 12:18
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Gerard hat am 30.05.2013 - 11:49 folgendes geschrieben:

Da die eigentliche Mittelschicht (also wir) jetzt schon längstens vom Wohlstand profitieren, wieder einige Schritte zurückkommen müsste.

Das sehe ich jetzt nicht ganz so dramatisch:
Unter dem Strich haben die Menschen und Unternehmen ja nichts falsch gemacht. Die Finanzkrise heisst ja nicht umsonst "Finanzkrise". Wir haben eine Reihe von Banken, die ihren Job nicht gemacht und sich verspekuliert haben. Die Politiker haben entschieden, diese Spekulanten nicht Pleite gehen zu lassen sondern ihnen ihre schlechten Kredite auf Staatskosten abzukaufen. Und sie haben die Regeln geändert, mit denen schlechte Schuldscheine bewertet werden müssen. Ein "Wert"-Papier mit einem Marktwert von 10 muss nun (seit März 2009) nicht mit 10 in der Bilanz geführt werden sondern kann auch mit 50 oder 80 in der Bilanz geführt werden. Und wenn's den Banken ganz viel Spass macht, darf es auch mit 100 bewertet werden und sie weist einen Gewinn aus. Einige Leute glauben das dann sogar (s. Wadenbeisser weiter oben).

Das Problem ist unter anderem, dass Banken-Bilanzen seit März 2009 ganz andere Bilanzierungsvorschriften haben als alle anderen Unternehmen. Sie müssen ihre Assets nicht mehr nach Marktwert bewerten und ggf. abschreiben sondern dürfen Phantasiewerte einsetzen, die irgend wo zwischen Marktwert und Nominalwert liegen dürfen.

Eine Bankbilanz enthält heutzutage nicht mehr Wahrheit als eine Steuererklärung der Mafia. Das macht es für Aktionäre und Analysten auch so unmöglich, eine Bank halbwegs realistisch zu beurteilen. Die versteckten Gefahren müssen nicht mehr ausgewiesen werden.

Aber sollte es deshalb zu einer Depression kommen, wenn Finanzinstitute über den Jordan gehen? Wie gesagt, die Realwirtschaft hat nicht viel falsch gemacht: Die Kühe fressen immer noch gleich viel Gras und geben immer noch gleich viel Milch. Die Mechaniker reparieren weiter die Autos und Maschinen und die Bäcker backen immer noch ihr Brot. Und das gilt auch dann noch, wenn 699 der 700 Billionen Dollar Derivate platzen. Das geht der Kuh, dem Bauern, dem Bäcker, dem Mechaniker, dem realen Leben nämlich am Arsch vorbei.

Es ist notabene auch nicht neu, dass Banken die eigenen Fehlspekulationen auf Staatskosten abdecken lassen wollten. Das letzte mal hat das allerdings nicht geklappt. Siehe http://www.cash.ch/comment/486423#comment-486423

Fazit: Dass Konkurse inkompetenter Banken die Finanzindustrie in eine Depression (Deflation) getrieben hätten, ist unbestritten. Dass die Banken deshalb ein riesiges Tamtam bei den Politikern veranstalten und was von Weltuntergang faseln, ist zu einem gewissen Grad auch im Eigeninteresse der Banken verständlich.
Ob es tatsächlich einen Einfluss (aka Depression) auf Kuh, Bauer, Bäcker gehabt hätte, wenn die Banken Pleite gegangen wären? ... Wir wissen es nicht. 1637 hatte es auf die Wirtschaft keinen negativen Einfluss.

 

30.05.2013 12:04
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Gerard hat am 30.05.2013 - 11:49 folgendes geschrieben:

An deinem Posting ist absolut nichts zu rütteln,

würde ich auch nicht. Sonst fällt die Lotterbude zusammen. Es doch völliger Nonsens.

Die ganze Welt beneidet uns, alle wollen zu uns und man hat nichts anders zu tun, als Rezession herbei zu wünschen.

 

Die Schweiz schafft sich nach ganz oben

1997 belegte die Schweiz noch den 12. Platz in der Rangliste der wettbewerbsfähigsten Länder. Nun liegt nur noch ein Land vor ihr. Manche EU-Länder rutschten hingegen in die Tiefe. http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/Die-Schweiz-schafft-si...

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