Schweizer Aktien und CHF, Mai 2014

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in_God_we_trust
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Schweizer Aktien und CHF, Mai 2014

"Sell in May and go away! But remember to be back in September!"

 

Gut. Aber das heisst nun nicht, dass, wer Aktien nach dem Prinzip Buffet kauft ("einmal kaufen und nie mehr verkaufen!") jetzt alles verkaufen muss.

Aber es ist vielleicht ein guter Moment, sein Portfolio mal durchzublättern und möglicherweise ein paar Ladenhüter rauszuschmeissen. Auch, wenn man für die Ferien (Lebenshaltungskosten oder so) etwas Cash benötigt, ist der Zeitpunkt glücklich, dies jetzt zu realisieren.

 

Viel Spass beim Börselen und ich würde mich schwer wundern, wenn die Aktien in den kommenden Monaten bis September/Oktober nicht 10 bis 20% verlieren würden. In den letzten Wochen haben die Aktien schon ein paarmal Donnerstags und Freitags über 2% verloren, eine Warnung! Beim nächsten Mal könnten es über 5% sein!

Wie schon mehrmals erwähnt, erwarte ich den ganz grossen Crash aber erst 2015 (nach 14 Jahren seit 2001, nach 2*14 Jahren nach 1987, nach 3*14 Jahren nach 1973, nach 4*14 Jahren nach 1959, nach 5*14 Jahren nach 1945, nach 6*14 Jahren nach 1933, nach 7*14 Jahren nach 1919, etc.)!

Wohlbemerkt 14 Jahre sind 2*7 Jahre, die biblischen 7 guten und 7 schlechten Jahre, eine volle Sinuskurve.

Nach dem Motto:

„Himmel und Erde werden vergehen; meine Worte aber werden nicht vergehen.“ Markus 13,31

Smile But don't worry, be happy! http://www.youtube.com/watch?v=d-diB65scQU

"In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden." Johannes 16,33

in_God_we_trust
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Good news are bad news!

Gute Arbeitslosenzahlen in den USA (6.3%) bedeuten schlechte Nachrichten für die Zinsen, d.h. die Zinsen werden 2015 früher zu steigen beginnen als erwartet! Dies stärkt auch den Dollar, was zu den momentan leicht fallenden Aktienkursen in Europa und der CH führt.

Gruss
iGwt

"Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und euch spät erst niedersetzt, um das Brot der Mühsal zu essen; denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf." ( Psalm 127:2 )

Gerard
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in_God_we_trust hat am 02.05.2014 - 15:31 folgendes geschrieben:

Good news are bad news!

Gute Arbeitslosenzahlen in den USA (6.3%) bedeuten schlechte Nachrichten für die Zinsen, d.h. die Zinsen werden 2015 früher zu steigen beginnen als erwartet! Dies stärkt auch den Dollar, was zu den momentan leicht fallenden Aktienkursen in Europa und der CH führt.

Dass die Zinsen weit eher steigen werden in den USA als in Europa oder der CH ist schon lange eine Tatsache. Dass dann der $ erstärkt ist natürlich auch eine Tatsache. Das die Amis dann auch eine höhere Kaufkraft haben um Europäische oder CH Aktien zu kaufen, dies ist auch eine Tatsache. Das damit weltorientierte Unternehmen, die mit $ abrechnen auch in der Heimwährung mehr verdient haben, ist auch eine Tatsache.

Und geht es nunendlich der US Wirtschaft besser und zuletzt auch der Weltwirtschaft wird es auch bessere Kurse geben. Damit ist Deine Schwarzmalerei auch historische Crash Szenarios einfach ein Nonsens denn Du einfach so herausplauderst.

Solltest Dich etwas mehr mit Ökonomie beschäftigen bevor du die Hosen voll machst. Natürlich ist Börse nicht ein Einweg, auf Dauer hat der Markt aber immer recht.

MarcusFabian
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Gerard hat am 02.05.2014 - 15:56 folgendes geschrieben:

Das die Amis dann auch eine höhere Kaufkraft haben um Europäische oder CH Aktien zu kaufen, dies ist auch eine Tatsache.

Sehe ich anders: Wenn die Zinsen steigen, muss mehr Geld für Zinszahlungen aufgewendet werden. Entsprechend sinkt das frei verfügbare Einkommen. Die Prioritäten bei den Ausgaben der US-Konsumenten sind in dieser Reihenfolge: Lebensmittel, Energie, Wohnen (= Haus, Hypothek bezahlen) ... etc. ..... Aktien.

 

MarcusFabian
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Gerard hat am 02.05.2014 - 15:56 folgendes geschrieben:


Und geht es nunendlich der US Wirtschaft besser und zuletzt auch der Weltwirtschaft wird es auch bessere Kurse geben. Damit ist Deine Schwarzmalerei auch historische Crash Szenarios einfach ein Nonsens denn Du einfach so herausplauderst.

Solltest Dich etwas mehr mit Ökonomie beschäftigen bevor du die Hosen voll machst. Natürlich ist Börse nicht ein Einweg, auf Dauer hat der Markt aber immer recht.

Und wie sieht es mit Deinen Ökonomie-Kenntnissen aus?

Folgendes müsste Dir doch eigentlich klar sein:

Wenn 68% der US-Ökonomie von den Konsumenten abhängt (soweit mal eine Tatsache), dann bedeutet das nichts anderes als dass man ins Portemonnaie der Konsumenten schauen und prüfen muss, ob die mehr oder weniger Geld zur Verfügung haben, wenn man Rückschlüsse auf wachsende oder sinkende Umsatzzahlen der Wirtschaft ziehen will. Haben die Konsumenten mehr Geld zum Ausgeben, werden sie dies auch tun und die Wirtschaft wird wachsen. Das Gegenteil, wenn sie weniger Geld zum Ausgeben haben.


Soweit einverstanden?

Nun gut, dann gucken wir mal:

Realeinkommen der US-Konsumenten:

Quelle

... das steht etwa auf dem Niveau von 1997. Ist also nicht so wahnsinnig berauschend.

 

Na gut, schauen wir mal, wie viele Menschen Arbeit haben. Wie Dir sicher bewusst ist, ist das soziale Netz in den USA weitmaschiger als in Europa. Sprich: Wer keine Arbeit hat, fällt als Konsument weitgehend aus:

 

Quelle

(Die Erwerbsquote ist der %Anteil der arbeitsfähigen 16-65jährigen, die Arbeit haben. )

Wie Du siehst ist die Erwerbsquote rückläufig. Dass die Arbeitslosenquote sinkt, bedeutet also nur, dass mehr Menschen aufgegeben haben, nach Arbeit zu suchen. Sie fallen somit aus der Arbeitslosenstatistik.

Nichts desto trotz. Wer keine Arbeit hat, verdient kein Geld, kann also weniger konsumieren. Wie also kommst Du zur Schlussfolgerung, dass die Wirtschaft der USA nicht zurückgehen, nicht stagnieren, nein: sogar wachsen wird?

Und nun kommen noch zusätzlich höhere Zinszahlungen auf die Konsumenten zu. Also ein weiterer Sargnagel zur Wachstums-Theorie.

Fazit: Deine Theorie des vermuteten Wirtschaftswachstums der USA musst Du schon besser begründen und belegen.

 

in_God_we_trust
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Gerard hat am 02.05.2014 - 15:56 folgendes geschrieben:

Solltest Dich etwas mehr mit Ökonomie beschäftigen bevor du die Hosen voll machst. Natürlich ist Börse nicht ein Einweg, auf Dauer hat der Markt aber immer recht.

Genau, der Markt hat immer recht. Wir werden ja sehen.

Ich male übrigens nicht schwarz. Langfristig geht es nordwärts und zwar stärker, als wir es uns vorstellen können. Ich habe behauptet und behaupte es immer noch, in den nächsten 90 Jahren, wird sich unser aller Vermögen ver64fachen, und zwar inflationsbereinigt! Aber wer heute 0 Vermögen hat und nie gescheiter wird, wird auch in 90 Jahren noch 0 haben, nach Adam Riese, denn 64 mal 0 gibt 0! Doch so ein 20% Verlust während ein paar Wochen, ist auch kein Zuckerschlecken, wenn man überinvestiert ist, deshalb warne ich.

Ich befasse mich jede Sekunde sehr ernsthaft mit Oekonomie, mehr geht nicht mehr. Dass ich trotzdem nie ausgelernt habe ist auch klar und letztendlich weiss ich (im Gegensatz zu vielen andern), dass ich trotz allem Lernen am Ende des Tages nichts weiss!

Gruss
iGwt

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MarcusFabian
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in_God_we_trust hat am 02.05.2014 - 18:03 folgendes geschrieben:

Ich habe behauptet und behaupte es immer noch, in den nächsten 90 Jahren, wird sich unser aller Vermögen ver64fachen, und zwar inflationsbereinigt!

Ich nehme nicht an, dass Du diese Behauptung einigermassen vernünftig begründen kannst?

Ich frage deshalb, weil: Geht man von der inflationsbereinigten Vermögensentwicklung der letzten 100 Jahren aus (die lag bei 1.57%), kommt man innerhalb von 90 Jahren nur auf eine reale vervierfachung.

Abgesehen davon: ich weiss nicht, wo ich in 90 Jahren sein werde, aber ich werde nicht gut riechen. Blum 3

 

 

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MarcusFabian hat am 02.05.2014 - 18:51 folgendes geschrieben:

in_God_we_trust hat am 02.05.2014 - 18:03 folgendes geschrieben:

Ich habe behauptet und behaupte es immer noch, in den nächsten 90 Jahren, wird sich unser aller Vermögen ver64fachen, und zwar inflationsbereinigt!

Ich nehme nicht an, dass Du diese Behauptung einigermassen vernünftig begründen kannst?

Ich frage deshalb, weil: Geht man von der inflationsbereinigten Vermögensentwicklung der letzten 100 Jahren aus (die lag bei 1.57%), kommt man innerhalb von 90 Jahren nur auf eine reale vervierfachung.

Abgesehen davon: ich weiss nicht, wo ich in 90 Jahren sein werde, aber ich werde nicht gut riechen. smiley

 

 

Seit 1998 hat sich das weltweite Vermögen von 111 Billionen auf heute 240 Billionen in 16 Jahren mehr als verdoppelt (bitte googeln). Gehen wir von einer Verdoppelung in 15 Jahren aus, dann sind das in 90 Jahren 6 Verdoppelungen, d.h. 2 hoch 6 = (nach Adam Riese) 64 Mal heutiges Weltvermögen von 240 Billionen = 64 * 240 = 15 Billiarden 360 Billionen in 90 Jahren.

Ich gehe eben davon aus, dass ich ewig lebe, deshalb spielt für mich die Anzahl Jahre in der Zukunft keine Rolle. (Der schlechte Geruch in der Erde oder die verstreute Asche meines lieben - aber ziemlich nutzlosen - Bodies spielt für mich überhaupt keine Rolle. Für ihn weine ich keine Träne nach). Smile

Gruss
iGwt

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Gerard
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Marcus Fabian und iGwt

Ich habe natürlich nicht Ökonomie studiert, ich probiere nur logisch zu denken. Ich probiere auch nicht Vergangenheit mit Gegenwart und Zukunft zu vergleichen.

Eigentlich brutal ausgedrückt, jedem das seine. Hier sind wir in einem Börsenforum (hoffe es wenigstens). 2012/13 wurden bei mir 100.- Invests 175.- Da meine Favoritsparte jetzt in den Keller sauste, ich aber sehr diversifiziert bin, im 2014 - 3%.

Ja Kostolany hat auch immer gesagt, wenn Goldsucherstimmung herrscht muss man Schaufeln verkaufen.

In diesem Sinne, schönes WE allerseits.

in_God_we_trust
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Hier einige Google Beispiele:

http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/Global-wealth-at-all-time-high-...

Da steht: "Global wealth has increased 112 percent since 2000 to reach a new all-time high of USD 241 trillion".

 

oder weitersuchen:

https://www.google.ch/#q=worldwide+wealth+chart+history+trillions

 

Aber leider Gottes interessiert man sich nur für die Verteilung des Kuchens, niemand interessiert sich für den Kuchen selbst! :fool::sad:

Niemand realisiert, wenn der Kuchen so schnell so viel grösser wird, dass dann für jeden, der nur ein bisschen an der Vergrösserung des Kuchens mithilft, ein relativ grosses Stück abfällt! Viele aber arbeiten nur widerwillig mit oder sabotieren das Kuchenbacken sogar, aus purer Dummheit!

Gruss
iGwt

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MarcusFabian
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in_God_we_trust hat am 02.05.2014 - 21:22 folgendes geschrieben:


 

 

Seit 1998 hat sich das weltweite Vermögen von 111 Billionen auf heute 240 Billionen in 16 Jahren mehr als verdoppelt (bitte googeln).

Du hast allerdings von inflationsbereinigt gesprochen!
Nach Deiner Rechnung hätte sich das Vermögen Simbabwes um 2004 um 5 Billionen% erhöht. Wink

Reallöhne USA siehe z.B. hier:

https://en.wikipedia.org/wiki/Household_income_in_the_United_States

 

 

MarcusFabian
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Gerard hat am 02.05.2014 - 21:32 folgendes geschrieben:

Ich habe natürlich nicht Ökonomie studiert, ich probiere nur logisch zu denken.

Ich habe auch nicht Ökonomie studiert und versuche auch nur logisch zu denken.

Deshalb würde mich Deine Begründung interessieren, weshalb Du von einem Wirtschafswachstum der USA ausgehst und wie Du diese Annahme logisch begründest.

 

in_God_we_trust
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MarcusFabian hat am 02.05.2014 - 23:58 folgendes geschrieben:

in_God_we_trust hat am 02.05.2014 - 21:22 folgendes geschrieben:


 

 

Seit 1998 hat sich das weltweite Vermögen von 111 Billionen auf heute 240 Billionen in 16 Jahren mehr als verdoppelt (bitte googeln).

Du hast allerdings von inflationsbereinigt gesprochen!

 

Sorry, wir sprechen hier von Vermögen. Einkommen und Vermögen sind aber verschiedene Paar Schuhe!

Ja, ich meine auch inflations- oder wenn Du lieber willst, teuerungsbereinigt. Die Teuerung weltweit entspricht gerade etwa jenen 15%, die die Verdoppelung von 111 auf 222 Billionen auf die heutigen 240 Billionen um 18 Billionen übersteigen. 1% Teuerung weltweit pro Jahr ist etwa realistisch, die Schweiz hatte etwa geschätzte 0.2% pro Jahr in den letzten 15 Jahren.

Zugegeben Rohstoffe hatten sich seit 1999 stark verteuert, weil die Nachfrage stark anzog und die Produktion auf die Schnelle nicht nachkam mit der Expansion. Z.B. sind Eisen und Oel um 1000% gestiegen, Gold, Silber und Kupfer um rund 400% und Nahrungsmittel um 100%! Wenn ich aber heute in die Welt reise, spüre ich nichts von Teuerung. Sogar in $ (von CHF ganz zu schweigen) gerechnet sind heute Hotels, Nahrungsmittel in Restaurants und Läden, sowie Flüge und Busreisen kaum teurer als vor 15 Jahren! Das heisst, mein CHF kauft heute mindestens gleichviel wie vor 15 Jahren (wenn man nicht gerade auf die ausgefallene Idee verfällt, zum jetzigen Zeitpunkt in der Schweiz eine Immobilie zu erstehen oder Gold oder Aktien zu kaufen)!

Gruss
iGwt

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Gerard
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Marcus Fabian

Wenn die Arbeitslosenzahl sinkt, heisst dies, dass auch mehr produziert wird und dementsprechend wird mehr konsumiert. Irgendwann muss ja die Produktion verkauft werden. Wenn es also weniger Arbeitslose gibt, hat es auch mehr Arbeitende die konsumieren können. Dies nennt man Wachstum. Und dies widerspiegelt sich dann auch an den Märkten

Ein Beispiel dafür: Der SMI lag schon mal bei 9500 Punkte (ca 1100 über dem heutigen Stand) und da waren die Zinsen auch höher als jetzt. Natürlich spielt da dann kurzfristig immer die Marktpsychologie (steigende Zinsen ist Gift für die Börse) aber auf Dauer honoriert der Markt immer das Wachstum.

Es ist alles natürlich schon ein wenig komplizierter, als ich es beschreibe, aber im Grundprinzip ist es nichts als logisch.

Gruss Gerard

MarcusFabian
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in_God_we_trust hat am 03.05.2014 - 03:47 folgendes geschrieben:


Sorry, wir sprechen hier von Vermögen. Einkommen und Vermögen sind aber verschiedene Paar Schuhe!

Richtig. Vermögen und Schulden sind aber dasselbe. Halt mit unterschiedlichen Vorzeichen.

Nun hat sich wie wir wissen seit der Finanzkrise 2008 die Geldmenge (und somit Vermögen und Schulden) der Schweiz verdoppelt, jene der USA knapp vervierfacht.

Aber was willst Du damit aussagen? Sind wir deshalb reicher, wohlhabender geworden? Oder die Amis dank Vervierfachung des Vermögens?

 

Jeremias
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Gerard hat am 03.05.2014 - 04:10 folgendes geschrieben:

Wenn die Arbeitslosenzahl sinkt, 

Quelle

MarcusFabian
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Gerard hat am 03.05.2014 - 04:10 folgendes geschrieben:

Wenn es also weniger Arbeitslose gibt, hat es auch mehr Arbeitende die konsumieren können.

Zumindest was die USA betrifft, stimmt diese Aussage nicht. In den USA gilt jemand als arbeitslos, der keine Arbeit hat aber aktiv nach einer neuen Arbeit sucht. Dabei muss er wöchentlich den Nachweis erbringen, dass er gesucht hat.

Wer dabei nach einigen Monaten aufgibt, weil er eh keine Chance für sich sieht, einen Job zu finden, fliegt aus der Arbeitslosenstatistik raus.

Deshalb ist die Arbeitslosenquote U-3 kein sicherer Indikator für den Arbeitsmarkt, denn wir sehen nicht, ob jemand aus der Statistik gefallen ist, weil er einen Job gefunden hat oder ob er aufgegeben hat, nach einem Job zu suchen. Man muss also die breiter gefasste Arbeitslosenquote U-6 betrachten (s. Chart aus dem letzten Posting von Jeremias), um hier ein besseres Bild zu erhalten. In U-6 sind auch Leute erfasst, die ihren Vollzeitjob verloren haben und sich mit Teilzeit über Wasser halten sowie Langzeitarbeitslose, die nicht mehr aktiv suchen.

Eine kurze Zusammenfassung der verschiedenen Arbeitslosenquoten U-1 bis U-6 findest Du hier: http://www.cash.ch/comment/143317#comment-143317

 

Die Beschäftigungsquote (s. oben) ist für sich genommen auch kein perfekter Indikator, denn in Zeiten guter wirtschaftlicher Entwicklung und hoher Löhne ist es plausibel, dass viele arbeitsfähige Frauen absichtlich ihren Job aufgeben, um sich ganz den Kindern zu widmen, wenn das Einkommen des Mannes ausreicht.

Im Moment sehen wir sowohl sinkende Erwerbsquote als auch sinkende Arbeitslosenquote. Und da die Löhne in den letzten Jahren eher gesunken als gestiegen sind, lässt sich daraus nur schliessen, dass viele Langzeitarbeitslose es aufgegeben haben nach Arbeit zu suchen und nur deshalb aus der Statistik rausgefallen sind.

Die steigende Zahl der Amerikaner, die auf Lebensmittelmarken angewiesen sind, bestätigt dies auch.

Sie ist zwar seit einem Jahr glücklicher Weise rückläufig aber immer noch auf sehr hohem Niveau.

in_God_we_trust
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Der Wirtschaftsmensch und Hobbypolitiker Blocher:

http://www.blocher-prinzip.ch/

Gruss
iGwt

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MarcusFabian hat am 03.05.2014 - 12:12 folgendes geschrieben:

in_God_we_trust hat am 03.05.2014 - 03:47 folgendes geschrieben:

 

Sorry, wir sprechen hier von Vermögen. Einkommen und Vermögen sind aber verschiedene Paar Schuhe!

Richtig. Vermögen und Schulden sind aber dasselbe. Halt mit unterschiedlichen Vorzeichen.

Nun hat sich wie wir wissen seit der Finanzkrise 2008 die Geldmenge (und somit Vermögen und Schulden) der Schweiz verdoppelt, jene der USA knapp vervierfacht.

Aber was willst Du damit aussagen? Sind wir deshalb reicher, wohlhabender geworden? Oder die Amis dank Vervierfachung des Vermögens?

 

Mich interessiert hier eigentlich nur folgendes:

Heute habe ich das doppelte Reinvermögen (abzüglich Schulden, in CHF) wie vor 15 Jahren. Punkt.

Wenn ich in der Migros einkaufe oder ein Hotel im Ausland buche, kostet es mich heute praktisch gleichviel (zum Teil auch viel weniger) als vor 15 Jahren. Punkt.

Ergo geht es mir heute doppelt so gut (rein vom Vermögen her betrachtet) wie vor 15 Jahren. Punkt.

P.S. Klar, wenn ich zum jetzigen Zeitpunkt auf All time highs (ATH) Aktien, Gold oder Schweizer Immobilien kaufen wollte, wäre ich schlecht beraten.

Gruss
iGwt

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Gerard
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Ein Chart widerspiegelt immer die Vergangenheit (1 Tag, 1Woche, 1 Monat, 1 Jahr usw). Ich habe noch nie ein Chart gesehen der die Zukunft widerspiegelt. Also lassen wir die Kristallkugel fallen und schauen wir mal was in der Zukunft passiert. Dies alles weiss ich nicht und sicher auch ihr nicht. 

Viele Ökonomen, sogar mit Nobelpreis sind nicht so überzeugt wie ihr hier sicher seit überzeugt zu sein.

Also abwarten und Tee trinken.

Ist ja möglich, dass Ihr recht habt, aber vielleicht auch ich. Ich wenigstens gehe nicht von einer Überzeugung aus.

Gruss Gerard

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Richtig. Man muss immer unvoreingenommen und pragmatisch sein.

Gruss
iGwt

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MarcusFabian
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in_God_we_trust hat am 03.05.2014 - 16:35 folgendes geschrieben:


Mich interessiert hier eigentlich nur folgendes:

Heute habe ich das doppelte Reinvermögen (abzüglich Schulden, in CHF) wie vor 15 Jahren. Punkt.

Ach so!! Du spricht von Dir persönlich. Sorry, ich dachte, Du schreibst über die Wirtschaft im Allgemeinen. Mein Fehler, sorry!

 

MarcusFabian
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Gerard hat am 03.05.2014 - 19:41 folgendes geschrieben:

Also lassen wir die Kristallkugel fallen und schauen wir mal was in der Zukunft passiert. Dies alles weiss ich nicht und sicher auch ihr nicht. 

Viele Ökonomen, sogar mit Nobelpreis sind nicht so überzeugt wie ihr hier sicher seit überzeugt zu sein.

Also abwarten und Tee trinken.

Mit anderen Worten (sorry, wenn ich es etwas überspitzt rüberbringe): "Ich verstehe die Zusammenhänge nicht und sie interessieren mich auch nicht also muss das ganze ein reines Casino mit Zufallsgenerator sein."

So in etwa?

 

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MarcusFabian hat am 05.05.2014 - 19:49 folgendes geschrieben:

in_God_we_trust hat am 03.05.2014 - 16:35 folgendes geschrieben:

 

Mich interessiert hier eigentlich nur folgendes:

Heute habe ich das doppelte Reinvermögen (abzüglich Schulden, in CHF) wie vor 15 Jahren. Punkt.

Ach so!! Du spricht von Dir persönlich. Sorry, ich dachte, Du schreibst über die Wirtschaft im Allgemeinen. Mein Fehler, sorry!

 

Nein, ich meine nicht nur mich persönlich.

Wer von Euch hat nicht heute mindestens das doppelte Vermögen wie vor 15 Jahren? Hand hoch!

 

Wenn Du etwas Geld übrig hast (das bezeichnet man z.B. mit Vermögen), dann solltest Du Sachwerte kaufen, Immos, Gold, Rohstoffe, Aktien. Wie oben schon erwähnt, sind Eisen und Oel um 1000% gestiegen, Gold, Silber und Kupfer um rund 400% und Nahrungsmittel um 100%! Leider sind die Aktien um 0% gestiegen. Aber Schweizer Immos um fast 100%.

Wenn Du also vor 15 Jahren ein Häuschen kauftest oder besassest oder/und etwas Gold, dann hat sich Dein Vermögen quasi verdoppelt. "Wer hat, dem wird gegeben werden", steht irgendwo!

 

Hast Du praktisch kein Vermögen gehabt, aber in den 15 Jahren etwas gearbeitet und gespart, kommst du spielend auf ein doppeltes Vermögen heute. Die meisten kommen wohl auf ein 10-faches oder 100-faches Vermögen! Durch Arbeit. Arbeit macht glücklich!

Gruss
iGwt

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TeeTasse83 hat am 06.05.2014 - 13:25 folgendes geschrieben:

in_God_we_trust hat am 05.05.2014 - 21:37 folgendes geschrieben:

 

Wer von Euch hat nicht heute mindestens das doppelte Vermögen wie vor 15 Jahren? Hand hoch!

 

1)Dummerweise sagt das rein gar nichts aus. Du solltest nicht das Vermögen des kleinen iGwT mit dem aktuellen iGwT vergleichen sondern das Vermögen dass Du heute hast mit dem Vermögen dass Du vor 15 Jahren gehabt hättest wenn du damals gleich alt gewesen wärst wie heute, die gleiche Ausbildung und Lebens- Situation gehabt hättest.

2)Und da merkt man auf einmal dass die Vermögen bei den Normalbürgern nicht wirklich zugenommen haben. Subjektiv fühlen wir zwar dass wir unser Vermögen steigern, aber ein grosser Teil ist darauf zurückzuführen dass wir älter werden und nicht dass der Wohlstand im Allgemeinen ansteigt.

 

3)Ah ja... meine persönliche Situation... vor 15 Jahren war ich in einer Berufslehre und hatte so gut wie kein Vermögen. Das Studium, die lukrativen Investments und der grosse Broterwerb kam erst später. Mein Vermögen hat sich in den vergangenen 15 Jahren problemlos um einen Faktor 5 erhöht. Nur... sagt das etwas aus über die Gesellschaft? Nein, es zeigt nur dass ich inzwischen mehr "Ertrags- Jahre" akkumulieren konnte.

 

4)Was ich jedoch mit Gewissheit weiss ist dass ich die Sparquote meiner vergangenen Jahre in den nächsten 15 Jahren nicht einhalten werde - Tomaten- Ravioli zum Abendessen und n Bett das quietscht tut man sich auch nur als jungen Studenten an.  Wenn ich nun jedoch beobachte wie sich mein Vermögen im Vergleich zum Welt- Vermögen entwickelt hat so muss ich sagen dass ich voraussichtlich schon sehr bald hinten anstehen werde... sprich das Welt- Vermögen wird schneller ansteigen als mein Persönliches. Vorausgesetzt wir ignorieren das Verteilungs- Problem nun einfach mal, so bedeutet dies dass ich (selbst mit guten Job, vernünftigen Lebenshaltungs- Kosten und Investment Erfolg) über Kurz oder Lang an "Monetärer Macht" verlieren werde.

 

5)Das ganze Spiel funktioniert nur deshalb gut da eine grosse stange an Geld niemals zurück in den Konsum fliessen würde. Ansonsten gäbe es eine Angebots- Inflation welche schlichtwegs nicht aushaltbar wäre. Das ist aber gleichzeitig auch das grosse Problem der Zeit. Inzwischen haben sich Gelder aufakkumuliert welche schlichtwegs "tot" sind und einfach nur rumliegen und sich selbst multiplizieren. Vom Prinzip dass man sich mit Geld primär "zukünftige Dienstleistungen im Sinne von Arbeitskraft / Arbeitsstunden" erkauft sind wir teilweise weg da gar nicht mehr so viel Arbeit geliefert werden kann.

 

6)Lösen kann man das Problem dadurch dass Geldanlagen real nicht mehr rentieren... was dummerweise aber zum Tod des Mittelstands führt. Oder aber man geht irgend wann hin und wendet auf sämtlichen Vermögen die grösser als 50 Jahre mal 250k Max Lebenshaltungs- Kosten pro Jahr sind einen 90% Hair-Cut durch, auf alles was doppelt so gross ist einen 99% hair-cut. Bargelder werden vernichtet, Assets werden an die Zentralbanken übergeben welche diese dann geordnet verkaufen und vernichten.

 

7)Dies funktioniert jedoch nur auf globaler Skala. Im Prinzip bräuchte man dafür fast sowas wie eine monetäre Diktatur. Dennoch denke ich dass solch ein Ansatz auf Kurz oder Lang die beste Lösung wäre.

Gruss

1) Das habe ich ja durchgerechnet vorher. Pro Kopf der Menschheit hat jeder in 15 Jahren sein Vermögen verdoppelt. An mir selbst als Beispiel konnte ich das verifizieren.

2) Ich weiss nicht, was ein Normalbürger ist. Für mich sind alle Bürger gleich. Jeder hat seine Talente und 24 Stunden pro Tag, sie anzuwenden. Ich sage nicht, dass es jeder genau gleich weit bringen wird. Aber erstens macht nicht nur und nicht unbedingt Geld glücklich und zweitens braucht nicht jeder gleich Milliardär zu werden, ein paar Milliönchen - richtig angewendet - können durchaus ebenso glücklich machen, oder noch mehr.

3) Siehst Du, Du hast es sogar verfünffacht, ich "nur" verdoppelt.

4) Ich kann Dir versichern, wenn Du Dein jetziges Vermögen gut anlegst (Immos, Aktien, Gold, Rohstoffe), dann wird sich Dein Vermögen auch ohne Sparanstrengungen in den nächsten 15 Jahren verdoppeln! Doch, wenn Du zusätzlich noch arbeitest und sparst (wenn dies steuerlich überhaupt noch was bringt), dann um so besser. Dann hast Du in 15 Jahren das 3fache oder noch viel mehr.

5) Kann ich nicht beantworten, zu kompliziert für mich.

6) Was hast Du für ein Problem?

7) Ich setze weiterhin auf unsere schöne direkte Demokratie! Smile

Gruss
iGwt

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Elias
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in_God_we_trust hat am 06.05.2014 - 17:23 folgendes geschrieben:

TeeTasse83 hat am 06.05.2014 - 13:25 folgendes geschrieben:

in_God_we_trust hat am 05.05.2014 - 21:37 folgendes geschrieben:

 

Wer von Euch hat nicht heute mindestens das doppelte Vermögen wie vor 15 Jahren? Hand hoch!

 

1)Dummerweise sagt das rein gar nichts aus. Du solltest nicht das Vermögen des kleinen iGwT mit dem aktuellen iGwT vergleichen sondern das Vermögen dass Du heute hast mit dem Vermögen dass Du vor 15 Jahren gehabt hättest wenn du damals gleich alt gewesen wärst wie heute, die gleiche Ausbildung und Lebens- Situation gehabt hättest.

1) Das habe ich ja durchgerechnet vorher. Pro Kopf der Menschheit hat jeder in 15 Jahren sein Vermögen verdoppelt. An mir selbst als Beispiel konnte ich das verifizieren. :wall:

Menschheit: Ich gehe davon aus, dass du jeden der 8 Milliarden Menschen gefragt hast. Und von sich auf andere schliessen, war schon immer falsch

Diejenigen, die vor 15 Jahren nichts hatten, haben heute das Doppelte.

Diejenigen, die damals 1 Dollar hatten, haben jetzt schon 2 Dollar. In 30 Jahren 4 , in 45 Jahren 8 Dollar., in 60 Jahren 16, in 75 Jahren 32 und in 90 Jahren satte 64 Dollar.  Bleibt nur zu hoffen, dass es keine Teuerung bzw. keinen Kaufkraftverlust gibt. Sonst nützt dieser "Reichtum" nichts.

 

Und da eine regelmässige Verdoppelung eine Exponentialfunktion ist, endet es zwangsläufig Crash.

 

Fakten zur Armut in der Schweiz

Demnach waren im 2011 580'000 Personen oder 7.6 Prozent der ständigen Wohnbevölkerung in Privathaushalten von Armut betroffen, d.h. sie sind gemäss der Definition des BFS arm.

http://www.schweizertafel.ch/de/index.cfm/treeID/4

 

 

Ignorantia legis non excusat :evil:

 

 

 

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

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Elias hat am 07.05.2014 - 08:57 folgendes geschrieben:


1)Menschheit: Ich gehe davon aus, dass du jeden der 8 Milliarden Menschen gefragt hast. Und von sich auf andere schliessen, war schon immer falsch

 

2)Diejenigen, die vor 15 Jahren nichts hatten, haben heute das Doppelte.

 

3)Und da eine regelmässige Verdoppelung eine Exponentialfunktion ist, endet es zwangsläufig Crash.

 

Fakten zur Armut in der Schweiz

Demnach waren im 2011 580'000 Personen oder 7.6 Prozent der ständigen Wohnbevölkerung in Privathaushalten von Armut betroffen, d.h. sie sind gemäss der Definition des BFS arm.

http://www.schweizertafel.ch/de/index.cfm/treeID/4

 

 

4)Ignorantia legis non excusat smiley

 

 

 

1) Ich schliesse nicht von mir auf andere. Ich nehme mich nur als Beispiel. Auch Teetasse ist ein gutes Beispiel, auch bei ihm stimmt es. Leider hat sich sonst niemand geoutet, sonst hätten wir ein paar Beispiele mehr.

2) Du hast offenbar nicht gelesen, was ich geschrieben habe. Ich habe vorgerechnet, dass 64 * 0 = 0 ist. Was kann ich dafür, dass es Menschen gibt, die nicht sparen wollen?

3) Wieso? Wir werden uns sehr wohl daran gewöhnen, dass das Weltvermögen von heute "nur" 240 Billionen auf 15 Billiarden steigen wird in 90 Jahren! Wo ist da der Unterschied? Und ob es uns Menschen in 1000 Jahren überhaupt noch interessiert, wieviel Vermögen wir haben, weiss ich nicht, doch ich vermute schon.

4) „Unwissenheit schützt vor Strafe nicht“. Es geht hier nicht um einen Strafbestand. Seit wann sollen reichere dafür bestraft werden, dass es ärmere gibt? (Werden sie übrigens schon lange, durch progressive Steuern. Ich bezahle meine Steuern pünktlich). Was kann ich dafür, dass andere lieber ihr Bierchen trinken und Fussball schauen, als ihre finanzielle Lage zu verbessern? Wer gibt mir das Recht, dies zu verurteilen. Wer weiss, was besser ist? Nur jeder selber weiss, was für ihn das Beste ist!

Gruss
iGwt

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MarcusFabian
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in_God_we_trust hat am 06.05.2014 - 17:23 folgendes geschrieben:

TeeTasse83 hat am 06.05.2014 - 13:25 folgendes geschrieben:


 

5)Das ganze Spiel funktioniert nur deshalb gut da eine grosse stange an Geld niemals zurück in den Konsum fliessen würde. Ansonsten gäbe es eine Angebots- Inflation welche schlichtwegs nicht aushaltbar wäre. Das ist aber gleichzeitig auch das grosse Problem der Zeit. Inzwischen haben sich Gelder aufakkumuliert welche schlichtwegs "tot" sind und einfach nur rumliegen und sich selbst multiplizieren. Vom Prinzip dass man sich mit Geld primär "zukünftige Dienstleistungen im Sinne von Arbeitskraft / Arbeitsstunden" erkauft sind wir teilweise weg da gar nicht mehr so viel Arbeit geliefert werden kann.

 


5) Kann ich nicht beantworten, zu kompliziert für mich.

Dein Problem ist, dass Du das Geldsystem nicht verstanden hast.
 

Entsprechend logisch auch der Gegenwind von Elias:

Elias hat am 07.05.2014 - 08:57 folgendes geschrieben:


 

Und da eine regelmässige Verdoppelung eine Exponentialfunktion ist, endet es zwangsläufig Crash.

 

...

Ignorantia legis non excusat smiley

 

 

 

Ich weiss, dass ich schon mehrmals - offenbar vergeblich - versucht habe, Dir das Geldsystem zu erklären.
Elias ebenso, wenn auch in anderen Threads.

Vielleicht findet sich ein Dirtter oder Vierter, der es vielleicht besser formulieren kann als Elias und ich und somit den Zugang zu Dir findet. Wie auch immer: So lange Du das Geldsystem nicht verstanden hast, solltest Du von Postings Abstand nehmen, die etwas über Vermögens- oder Schuldenentwicklung auf globaler Ebene aussagen.

 

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MarcusFabian hat am 07.05.2014 - 20:23 folgendes geschrieben:

Vielleicht findet sich ein Dirtter oder Vierter, der es vielleicht besser formulieren kann als Elias und ich und somit den Zugang zu Dir findet. Wie auch immer: So lange Du das Geldsystem nicht verstanden hast, solltest Du von Postings Abstand nehmen, die etwas über Vermögens- oder Schuldenentwicklung auf globaler Ebene aussagen.

 

Wenn dein Geldsystem so schwer zu erklären ist, kann es nichts Gutes sein. Denn die Wahrheit ist einfach und einfach logisch. Versuchs doch nochmal in ein paar wenigen Sätzen!

Gruss
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martinidrink
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Versuchen wir es mal damit MF http://www.youtube.com/watch?v=K6eRk9ywkxo

 

 

Wer sich seiner Vergangenheit nicht erinnert, ist dazu verurteilt, sie zu wiederholen.

MarcusFabian
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Es ist nicht "mein" Geldsystem sondern unser Geldsystem. Wir leben alle darin. Und gut oder schlecht ist immer eine Frage der individuellen Einstellung: Was zum Vorteil des einen ist, ist zum Nachteli des anderen. Ob gut oder schlecht ist also davon abhängig, ob Du zu den "Einen" oder den "Anderen" zählst.

Aber ich will Dir keinen Vorwurf machen: über 99% der Menschen verstehen das Geldsystem nicht. Und es ist halt auch nicht in wenigen Sätzen erklärt.
Für den Anfang (und da du ja auf wenigen Sätzen bestehst) muss folgendes genügen:

1. Kredite, die die Banken vergeben werden nicht aus Sparkapital finanziert (wie es früher mal war) sondern hier wird neues Geld aus Luft (genauer: durch einen Buchungssatz) geschaffen.

2. Jeder Franken, Dollar oder Euro, der neu von der ZB oder einer Bank geschaffen wird, kommt immer und ausschliesslich als Kredit auf die Welt. Er ist also immer das Vermögen des einen und Schulden des anderen. Wachsen also die Vermögen, wachsen in exakt gleichem Umfang die Schulden.

3. Der Aufwand, um an Geld zu kommen variiert sehr stark: Für den normalen Arbeitnehmer bedeutet es 20 Jahre lang 40 Std/Woche zu arbeiten, um an eine Million Franken zu kommen. Die Bank hingegen kann eine Million Franken per Mausklick innerhalb von wenigen Sekunden erzeugen. Dem einzelnen Franken sieht man es aber nicht an, ob er mit Schweiss erarbeitet oder per Mausklick generiert wurde. Der Banker kann sich für seine virtuell erzeugten Franken in der Realität genau so viel kaufen wie der Arbeitnehmer, der dafür hart arbeiten musste. Oder meinst Du tatsächlich, dass die Investmentbanker für ihre Bugattis und Maseratis hart gearbeitet hätten?

4. Das Problem ist nicht die Geldmenge (= Vermögen; = Schulden) sondern die Zinsen, die darauf bezahlt werden müssen. Die Zinsen müssen nämlich immer in der Realwirtschaft erarbeitet werden.
Beispiel USA: Derzeit müssen 21% der Steuereinnahmen für Zinsen aufgewendet werden. Steigen die Zinsen, steigt der Prozentuale Anteil für Zinszahlungen. Entsprechend bleibt weniger Geld übrig für die eigentlichen Aufgaben des Staates.
Würden die Zinsen (theoretisch) von aktuellen 2.7% auf 12% steigen wie in den späten 1970ern, müssten die USA 100% der Steuereinnahmen für Zinsen aufwenden und könnten ansonsten keinen einzigen Beamten, Polizisten, Feuerwehrmann, Soldaten mehr bezahlen ==> Game-Over, Staatsbankrott

5. Ein Zinseszinssystem sorgt dafür, dass Geld von unten nach oben - von der Unterschicht und der Mittelklasse zur Oberschicht - fliesst. Es konzentriert sich schlussendlich beim reichsten 1% der Bevölkerung.
Das ist nicht nur aus sozialer (kommunistischer) Sicht problematisch sondern auch aus wirtschaftlicher, denn die Wirtschaft hängt weitestgehend vom Konsum ab. Also davon, dass sich möglichst viele Menschen viel leisten können.
Anders ausgedrückt: Ein Ausdünnen der Mittelschicht in dem immer mehr Familien von der Mittelschicht in die Unterschicht abrutschen und immer mehr Familien von staatlichen Transferleistungen wie Lebensmittelmarken abhängig werden (wie derzeit in den USA) ist nicht im Interesse der Gesamtwirtschaft. Und somit langfristig auch nicht im Interesse der Oberschicht, die von dieser Entwicklung in erster Linie zu profitieren scheint.

---

 

Egal, ob Du diese 5 Punkte jetzt verstanden hast oder nicht. Der wichtigste Punkt, weshalb unser Geldsystem nicht funktionieren kann lautet:

6. Wenn es eine Geldmenge 100 gibt, die zu 5% verzinst werden muss, dann müssen im nächsten Jahr theoretisch 105 zurückbezahlt werden. Das kann aber nicht funktionieren, da es ja nur 100 Geldeinheiten gibt. Also funktioniert das Spiel nur, wenn sich irgend jemand um weitere 5 verschuldet, denn nur so gibt es genügend Geld für die Zinsen.
Und im übernächsten Jahr muss es genügend Geld für die Zinsen von 105 geben etc. etc. Die Geldmenge steigt also exponentiell, die Wirtschaft, die die Zinsen erwirtschaften muss allerdings  nicht.
 

Guckst Du hierzu auch die Videos "Wie funktioniert Geld", die Elias schon mehrmals hier verlinkt hat.

Teil 1/3: https://www.youtube.com/watch?v=9BrLrwbkQWQ
Interessant wird's dann ab Teil 2/3: https://www.youtube.com/watch?v=aK2yZlHk4cA

 

 

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