Schweizer Aktien und CHF, Oktober 2013

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01.10.2013 08:19
#1
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Schweizer Aktien und CHF, Oktober 2013

Rückblick

Aktien auf All-time-high in Dollar, auch der SMI! Steigende Börsen seit März 2009. Gold nach jahrelangem Anstieg nun mittelmässig bis rückläufig. Oel sehr hoch. Dollar auf Tiefst seit 2011 (0.90 CHF). Haushaltsdefizite auf dem Weg zur Besserung, besonders in den USA.

Rückblick September

Aktienkurse immer noch fast auf All-time-highs. Dollar sehr tief. Deshalb lohnte es sich, trotz hohen Aktienkursen mit starkem CHF auf Aktien-Einkaufstour zu gehen.

Ausblick

Nach nochmals zwei schwierigen Monaten Oktober/November werden die Aktien weiter ansteigen bis ca. Mai 2014. Wirtschaft und Haushaltsdefizite auf dem Weg zur Besserung, besonders in den USA, wenn die Republikaner weiterhin hart bleiben. Japan auf dem Weg zur Besserung. China mit endlich erfolgreich gedrosseltem Wachstum. Russland auf dem Vormarsch auf leisen Pfoten.

Nächster grosser Bär-Markt vielleicht schon ab Mitte 2014 oder aber eher 2015. Davor aber neue schwindelerregende All-time-highs bei den Aktien!

Ausblick Oktober

Remember to be back in September! Also in October and November!

Kaufen bei Tiefs von Aktien oder Dollar!

Glücksfälle: Amerikanischer Government-Shutdown und Italienkrise! Diese werden die Börsen ab November weiter beflügeln.

Je härter die US-Republikaner bleiben und Berlusconi verhandelt, umso besser für die Börse! Wir müssen ihnen den Daumen halten (besonders bei den anstehenden Debt-ceiling Verhandlungen)! Toi toi toi!

Oktober ist Crashmonat! Seid auf der Hut.

Der Mensch denkt und Gott lenkt. Beten wir, dass alles gut kommt. Und vergessen wir nicht zu danken, wenn es gut gekommen ist.

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Gruss
iGwt

"Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und euch spät erst niedersetzt, um das Brot der Mühsal zu essen; denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf." ( Psalm 127:2 )

31.10.2013 11:31
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Interessante Langfristcharts (unten können verschiedene charts angeklickt werden):

http://www.macrotrends.net/1379/dow-to-gold-secular-market-cycles

Gruss
iGwt

"Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und euch spät erst niedersetzt, um das Brot der Mühsal zu essen; denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf." ( Psalm 127:2 )

30.10.2013 16:49
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MarcusFabian hat am 30.10.2013 - 13:56 folgendes geschrieben:

An alle, die meinen, der SMI hätte dieses Jahr so viel schlechter als Dow oder DAX performt ...

Quelle

Das hatte ich kürzlich auch so beschrieben. Aber viele haben Mühe mit Rückblick. Gruss

 

30.10.2013 13:56
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An alle, die meinen, der SMI hätte dieses Jahr so viel schlechter als Dow oder DAX performt ...

Quelle

30.10.2013 11:48
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Der NASDAQ stand im Januar 2000 auf 4572 Punkten. Diese oder nächste Woche schon könnte er wieder die 4000 überschreiten!

Gruss
iGwt

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30.10.2013 10:41
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Thema kleiner Börseneinbruch im November. Die Bankaktien fallen immer zuerst. Danach folgt der Rest.

Gruss
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30.10.2013 08:38
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CH/UBS-Konsumindikator steigt im September um 0,24 auf 1,56 Punkte

30.10.2013 08:30
 

Zürich (awp) - Der UBS-Konsumindikator ist im September 2013 deutlich, und zwar um 0,24 auf 1,56 Indexpunkte gestiegen. Dies bestätigt laut Ansicht der Ökonomen der Grossbank, dass der Privatkonsum weiterhin deutlich zulegen und eine wichtige Konjunkturstütze darstellen wird. Die Erhöhung wird u.a. auf die Entwicklung bei der Immatrikulationen von Neuwagen, im Detailhandel sowie im Tourismus zurückgeführt.

http://www.cash.ch/news/boersenticker/chubskonsumindikator_steigt_im_sep...

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

29.10.2013 22:09
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MarcusFabian hat am 29.10.2013 - 21:43 folgendes geschrieben:

Das sehe ich anders: Wenn die Zinsen (Mieten) steigen, bleibt weniger Geld für den Konsum. Die Nachfrage sinkt ... etc.

 

Wie war es um 1992? Kannst Du Dich noch daran erinnern? Die Hypozinsen stiegen bis auf 7%! Die Vermieter mussten die Mieten massiv erhöhen. Die Teuerung betrug:

1988 - 3%

1989 - 6%

1990 - 7%

1991 - 5%

1992 - 3%

http://www.hev-schweiz.ch/vermieten-verwalten/landesindex-der-konsumente...

Gruss
iGwt

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29.10.2013 21:57
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onenightinbangkok hat am 29.10.2013 - 19:43 folgendes geschrieben:

Fast allen vermeintlichen Werten (z.b. Geld, Gold, Öl) kann der zugesprochene Wert entzogen werden - nur einem nicht und dies zu gleich auch der schönste von allen - gute, "alles" überragende und überdauernde Kunst!

Ich würde hier jede Wette abschliessen, dass ich mit einem schönen Werk von Gerhard Richter die bessere Performance haben werde in den nächsten 5, 10, 20, 50, 100, 500 Jahren wie jede andere "Wette" - wetten?! (Minimal Einsatz 1 Mio.  (so viel kostet halt der "gute" Richter mind.) Wink

Was ist Kunst? Kunst hat vor allem einen ideellen Wert, aber nur einen relativ geringen Geldwert. Mit der künstlichen Kunst-Blase wird es enden, wie mit der Tulpenblase im 17ten Jahrhundert! Wenn das Geld wieder knapper wird, platzt die Kunstblase zuallererst!

Dagegen sind in der Zahl beschränkte reelle Werte wie Boden, Häuser, Gold viel widerstandsfähiger.

Gruss
iGwt

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29.10.2013 21:50
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MarcusFabian hat am 29.10.2013 - 19:30 folgendes geschrieben:

a.) Deutschland erhöht die Löhne. Dadurch wird Deutschland international weniger konkurrenzfähig und reduziert seinen Exportüberschuss idealer Weise auf Null oder macht sogar ein Defizit. Gleichzeitig wird durch die Lohnsteigerung der Konsum stimuliert. Die Wirtschaft verkauft nun mehr im Binnenmarkt als im Exportmarkt und der Staat bekommt mehr Steuern.

 

Dass Variante a die vernünftigste sein dürfte, ist also durchaus plausibel. Hat also nichts mit einer politischen links-rechts-Haltung zu tun, wie Du unterstellst.

Ja, aber ... Das ganze hat nur folgenden Haken:

Wenn Deutschland die Löhne erhöht, werden die BMW's und Mercedes teurer. Die Ausländer kaufen massiv weniger. Dafür können sich die Deutschen einen gönnen. Hm..., aber leider hat Deutschland nur 80 Mio potenzielle Konsumenten, die Welt aber 7 Milliarden (rund 100 Mal mehr)! Die Mercedes und BMW's würden immer schlechter, weil man sich die Einfuhr von Bestandteilen und Rohstoffen nicht mehr leisten könnte, die hohen Löhne könnten nicht mehr bezahlt werden, kurz die schöne blühende Autoindustrie wäre innert kürzester Zeit bankrott und Deutschland ruiniert!

Gruss
iGwt

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29.10.2013 21:43
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Das sehe ich anders: Wenn die Zinsen (Mieten) steigen, bleibt weniger Geld für den Konsum. Die Nachfrage sinkt ... etc.

 

29.10.2013 21:38
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MarcusFabian hat am 29.10.2013 - 19:30 folgendes geschrieben:

Nehmen wir an, Du arbeitest für mich und ich arbeite für Dich. Du hast in den letzten Jahren aber mehr für mich gearbeitet als ich für Dich. Also schulde ich Dir die Differenz. Entweder in Form von Arbeit oder in Form von Geld. Es macht also Sinn, dass ich in den nächsten Jahren mehr für Dich arbeite als Du für mich. Du kannst dann entspannter zurücklehnen und Dich von mir bedienen lassen, bis die Differenz ausgeglichen ist. Wenn Du grundsätzlich der Fleissigere von uns beiden bist, bedingt das allerdings, dass Du bereit bist, entweder weniger zu arbeiten oder Dir mehr zu gönnen.

 

Sehr guter Vergleich! Aber weiten wir das Spielchen noch auf eine dritte Person aus, dann erweitern sich die Möglichkeiten:

Es gibt also noch eine Drittperson, nennen wir sie "Lady Gaga". Angenommen ich arbeite gerne und fleissig für Dich und lieber als dass ich mich meinerseits von Dir verwöhnen lasse, nehme ich gerne Dein Geld und lasse mich mit diesem Geld von Lady Gaga verwöhnen. Lady Gaga aber hat ein Auge auf Dich geworfen und lässt sich gerne gegen Geld ihrerseits von Dir verwöhnen.

So sind alle zufrieden und der Rubel rollt und jeder kann so viel arbeiten für wen er will und so viel geniessen und von wem sie will! Wink

Gruss
iGwt

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29.10.2013 21:25
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MarcusFabian hat am 29.10.2013 - 19:30 folgendes geschrieben:

 

Es ist richtig, dass Lohnsteigerungen die Lohn-Preisspirale antreiben. Aber meist folgen die Löhne den Preisen und nicht umgekehrt. Sprich: Erst wenn die Preise gestiegen sind, treten die Gewerkschaften auf den Plan und verlangen Lohnerhöhungen. Ergo sind sie nicht der Auslöser. In aller Regel hinken die Löhne der Teuerung hinterher (Beamten-Löhne sind die Ausnahme).

 

Teuerungstreibend wirkt das Anziehen der Zinsen, so paradox das auch klingen mag!

Warum? Weil dann die Mietzinsen steigen, weil die Vermieter höhere Hypozinsen zahlen müssen! Danach verlangen die Arbeiter und Angestellten mehr Lohn, um die gestiegenen Mietpreise (oder Hypozinsen für Eigenheimbesitzer) bezahlen zu können. Danach müssen die Unternehmer die Preise ihrer Produkte erhöhen, damit sie die höheren Löhne bezahlen können. Und wenn dann die Zinsen weiter steigen, dann dreht sich die Spirale immer höher, solange bis die Zinsen hoch genug sind, um das Wirtschaftswachstum zu bremsen, was die Zentralbanken darauf wieder zum Senken der Zinsen bewegt.

Gruss
iGwt

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29.10.2013 19:43
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Fast allen vermeintlichen Werten (z.b. Geld, Gold, Öl) kann der zugesprochene Wert entzogen werden - nur einem nicht und dies zu gleich auch der schönste von allen - gute, "alles" überragende und überdauernde Kunst!

Ich würde hier jede Wette abschliessen, dass ich mit einem schönen Werk von Gerhard Richter die bessere Performance haben werde in den nächsten 5, 10, 20, 50, 100, 500 Jahren wie jede andere "Wette" - wetten?! (Minimal Einsatz 1 Mio.  (so viel kostet halt der "gute" Richter mind.) Wink

29.10.2013 19:30
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in_God_we_trust hat am 29.10.2013 - 12:06 folgendes geschrieben:


- aber interessant: keine Erhöhung der Schulden des Staates, sondern bloss der Unternehmen!

http://www.rottmeyer.de/heiner-flassbeck-europa-braucht-einen-neuanfang/


 

Erinnert an den Vortrag von Hans Werner Sinn Mitte 2012.

http://www.youtube.com/watch?v=Ui0NOk_lSbU&feature=player_detailpage#t=1...

Auch Sinn prangert an, dass der Exportüberschuss Deutschlands zwangsläufig zu Lasten der PIIGS geht und schlussfolgert, dass Deutschland die Reallöhne steigern sollte.

Allerdings ist Sinn meiner Meinung nach etwas differenzierter als Flassbeck. Flassbeck reduziert die ganze Problematik der Inflation auf die Löhne bzw. Lohnstückkosten. Das ist meiner Meinung nach fraglich, denn:

Es ist richtig, dass Lohnsteigerungen die Lohn-Preisspirale antreiben. Aber meist folgen die Löhne den Preisen und nicht umgekehrt. Sprich: Erst wenn die Preise gestiegen sind, treten die Gewerkschaften auf den Plan und verlangen Lohnerhöhungen. Ergo sind sie nicht der Auslöser. In aller Regel hinken die Löhne der Teuerung hinterher (Beamten-Löhne sind die Ausnahme).

Im Endeffekt haben aber beide recht, dass Deutschland ein Teil des Problems ist:

Ein Handelsüberschuss bedeutet zwangsläufig, dass es auf der anderen Seite ein Land geben muss, das ein Handelsdefizit erzeugt.

Handelsüberschuss bedeutet, dass mehr Güter exportiert werden als importiert werden. Und da Güter nicht gratis sind, impliziert das logisch, dass so ein Land mehr Geld importiert als es exportiert. Es baut also Geldvermögen auf, während der defizitäre Partner entsprechend Schulden aufbaut.

Will also Deutschland dafür sorgen, dass Griechenland oder Spanien ihre Schulden abbauen, muss es zwangsläufig dafür sorgen, dass diese Länder die Chance bekommen, gg. Deutschland einen Handelsüberschuss aufzubauen.

Eigentlich macht das auch Sinn: Nehmen wir an, Du arbeitest für mich und ich arbeite für Dich. Du hast in den letzten Jahren aber mehr für mich gearbeitet als ich für Dich. Also schulde ich Dir die Differenz. Entweder in Form von Arbeit oder in Form von Geld. Es macht also Sinn, dass ich in den nächsten Jahren mehr für Dich arbeite als Du für mich. Du kannst dann entspannter zurücklehnen und Dich von mir bedienen lassen, bis die Differenz ausgeglichen ist. Wenn Du grundsätzlich der Fleissigere von uns beiden bist, bedingt das allerdings, dass Du bereit bist, entweder weniger zu arbeiten oder Dir mehr zu gönnen.
Wink

Zurück zum Thema Europa sehe ich drei Möglichkeiten:
a.) Deutschland erhöht die Löhne. Dadurch wird Deutschland international weniger konkurrenzfähig und reduziert seinen Exportüberschuss idealer Weise auf Null oder macht sogar ein Defizit. Gleichzeitig wird durch die Lohnsteigerung der Konsum stimuliert. Die Wirtschaft verkauft nun mehr im Binnenmarkt als im Exportmarkt und der Staat bekommt mehr Steuern.

b.) Die PIIGS senken ihre Löhne auf deutsches Niveau. Die Folgen können wir in Griechenland und Spanien bewundern: Weniger Konsum, weniger Steuereinnahmen, einbrechende Wirtschaft, steigende Arbeitslosigkeit (Hat Flassbeck so ja auch schön dargestellt).

c.) Die EU macht weiter wie bisher und die Target2-Salden zw. Deutschland und den PIIGS weiten sich weiter aus. So lange, bis diese Ungleichgewichte zu Schuldenschnitten führen, was nichts anderes bedeutet als dass Deutschland seine Güter gratis exportiert hat. Das bringt dann erst recht Ungemach in die EU und der Euro als Gemeinschaftswährung findet ein draghisches Ende.

Dass Variante a die vernünftigste sein dürfte, ist also durchaus plausibel. Hat also nichts mit einer politischen links-rechts-Haltung zu tun, wie Du unterstellst.

29.10.2013 19:04
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MarcusFabian hat am 29.10.2013 - 18:58 folgendes geschrieben:

 

Aber wenn man an Aufwand bucht, könnte das durchaus hinkommen, dass das kein Schwein merkt:

So im Stil: Spesenaufwand an Bankkonto_iGWT Fr. 1 Mio.

Merkt keine Sau

 

Ja, das ist definitiv ein anderes Kapitel, lassen wir das. Vermutlich das tägliche Brot der Schattenbanken, die im Halbdunkeln wühlen, wie ihr Name es ja schon andeutet. Wink

Gruss
iGwt

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29.10.2013 19:01
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Dem DJ fehlen noch 40 Punkte zum Alltimehigh!

DAX hat das erste Mal über 9000 geschlossen!

Gruss
iGwt

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29.10.2013 18:58
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in_God_we_trust hat am 29.10.2013 - 18:52 folgendes geschrieben:


Was ist aber mit Blüten oder wenn durch einen Computerfehler auf ein Konto zuviel verbucht wurde? Der glückliche Kontoinhaber wird sich wohl kaum beschwert und niemand wird das irgendwo als Debit verbucht haben.

Bei der doppelten Buchhaltung ist das so gut wie unmöglich. Du hast ja immer Soll- und Habenkonto. Also positiv auf der einen Seite und negativ auf der anderen.

Aber wenn man an Aufwand bucht, könnte das durchaus hinkommen, dass das kein Schwein merkt:

So im Stil: Spesenaufwand an Bankkonto_iGWT Fr. 1 Mio.

Merkt keine Sau Wink

 

29.10.2013 18:52
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MarcusFabian hat am 29.10.2013 - 16:49 folgendes geschrieben:

in_God_we_trust hat am 29.10.2013 - 16:14 folgendes geschrieben:

 

Debit = Credit

und da die Schuld des einen der Kredit des andern ist, eine Trivialität!

Richtig. Das einzige, das etwas an unserem normalen gesunden Menschenverstand vorbei geht ist, dass eben die gesamte Geldmenge=Debit=Credit ist.

Anders ausgedrückt: Würden heute sämtliche Schulden bezahlt, gäbe es morgen kein Geld mehr. Dann wäre Geldmenge=Schuld=Geldvermögen=Null

Richtig, soweit alles nach Regel und Ordnung verbucht worden ist.

Was ist aber mit Blüten oder wenn durch einen Computerfehler auf ein Konto zuviel verbucht wurde? Der glückliche Kontoinhaber wird sich wohl kaum beschwert und niemand wird das irgendwo als Debit verbucht haben.

Oder man könnte sich auch vorstellen, dass in der einen oder andern Bank ein gefälschtes Gläubigerkonto eröffnet wurde mit 0% Zins und ohne wirklichen Gläubiger, ein schwarzes Loch sozusagen, das dann ein oder mehreren Kontos (z.B. von Parteigenossen, Mafia, Bankster oder so) zur Selbstbedienung die Balance hält und vielleicht nie entdeckt wird und bei einem späteren Konkurs der Bank ins Meer des Vergessens fliesst?

Aber das wäre vermutlich ein anderes Kapitel.

Gruss
iGwt

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29.10.2013 16:49
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in_God_we_trust hat am 29.10.2013 - 16:14 folgendes geschrieben:


Debit = Credit

und da die Schuld des einen der Kredit des andern ist, eine Trivialität!

Richtig. Das einzige, das etwas an unserem normalen gesunden Menschenverstand vorbei geht ist, dass eben die gesamte Geldmenge=Debit=Credit ist.

Anders ausgedrückt: Würden heute sämtliche Schulden bezahlt, gäbe es morgen kein Geld mehr. Dann wäre Geldmenge=Schuld=Geldvermögen=Null

29.10.2013 16:14
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@MF

OK. Dann ist ja alles geklärt. Dann muss man korrekterweise schreiben:

Geldschulden = Geldvermögen

oder

Debit = Credit

und da die Schuld des einen der Kredit des andern ist, eine Trivialität!

 

"Gott vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben haben unseren Schuldigern". So einfach ist das. Dann sind nachher alle schuldenfrei. Und was zurückbleibt sind die wahren Güter, sowohl körperlicher wie geistiger Art.

Gruss
iGwt

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29.10.2013 15:10
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Schnitthelm Wachtvogel hat am 29.10.2013 - 14:51 folgendes geschrieben:

Es sieht fast so aus als würde auf den SMI gewettet, dass er für längere Zeit abstürzen könnte? Von der Schweizer Wirtschaft hört man auch nicht so Gutes. Und von den Banken schon gar nicht! Aber ich jedenfalls behalte meine wenigen Titel.

Auf jeden Fall behalten (ausser natürlich, wenn Du gewisse Gewinnmitnahmen tätigen willst, vor dem noch ungewissen November). Bei Schwächen im SMI im November dann (wieder) zukaufen! Im Frühling dann alles mit Gewinn verkaufen.

Gruss
iGwt

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29.10.2013 14:54
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in_God_we_trust hat am 29.10.2013 - 12:06 folgendes geschrieben:


Wenn

Vermögen + Schulden = 0 oder Vermögen = Schulden

Was ist dann unter Vermögen gemeint? Letzten Endes ist ein Haus ein Haus und eine eindeutiger Wert, also auch Vermögen!

 

Guter Einwand. Um das also klarzustellen: Es geht nur um Geldvermögen!

Das voll bezahlte Haus, das bezahlte Auto, das Goldvreneli im Sparstrumpf ... die alle gelten insofern nicht als Geldvermögen, weil sie ja die Geldmenge nicht beeinflussen.

Gegenbeispiel: Du hast ein Haus im Marktwert von 800 und noch verbleibende Hypotheken im Gesamtwert von 350.

Diese 350 gelten als Geldvermögen. Denn es ist eine Schuld von Dir der Bank gegenüber. Die Bank hat entsprechend diesen Hypothekarbrief als Vermögenswert über 350 in ihrer Bilanz. Diesen Vermögenswert kann sich auch verpfänden (hat sie vermutlich auch), um damit an Geld zu kommen, das nun ebenfalls in die Geldmenge gerechnet wird.

Angenommen, Du zahlst jetzt die verbleibenden 350 auf einen Schlag an die Bank zurück, verschwindet Deine Schuld gegenüber der Bank. Ebenso verschwindet die Forderung der Bank Dir gegenüber. Die Geldmenge verringert sich schlagartig um 350. Dennoch hat Dein Haus natürlich immer noch den Wert von 800.

So gesehen sagt das Geldvermögen eines Landes nichts darüber aus, welchen Betrag man theoretisch erzielen könnte, wenn man sämtliche Sachwerte verkaufen würde. Der Erlös wäre entsprechend das Geldvermögen plus die Summe aller voll bezahlten Sachwerte.

 

29.10.2013 14:51
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Es sieht fast so aus als würde auf den SMI gewettet, dass er für längere Zeit abstürzen könnte? Von der Schweizer Wirtschaft hört man auch nicht so Gutes. Und von den Banken schon gar nicht! Aber ich jedenfalls behalte meine wenigen Titel.

MfG
Schnitthelm Wachtvogel

29.10.2013 12:06
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Interessante Sicht der Dinge, obwohl links angehaucht und auf linke Ziele zugeschnitten:

- starke Erhöhung der Löhne in Deutschland

- böse FN Le Pen

- aber interessant: keine Erhöhung der Schulden des Staates, sondern bloss der Unternehmen!

http://www.rottmeyer.de/heiner-flassbeck-europa-braucht-einen-neuanfang/

Aber:

Wenn

Vermögen + Schulden = 0 oder Vermögen = Schulden

Was ist dann unter Vermögen gemeint? Letzten Endes ist ein Haus ein Haus und eine eindeutiger Wert, also auch Vermögen! Angenommen, die Schulden werden per haircut auf 0 gestutzt, löst sich das Haus dann in Luft auf?

 

Gruss
iGwt

"Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und euch spät erst niedersetzt, um das Brot der Mühsal zu essen; denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf." ( Psalm 127:2 )

29.10.2013 00:00
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Buddha hat am 28.10.2013 - 23:46 folgendes geschrieben:


Wie wäre das mit der Inflation? Also nächstes Jahr bekämen alle mit den Jahrgängen 1964 oder 1989 je eine Million ausbezahlt... (Willst du die Kosten ausrechnen)?

 

 

 

4% von 8 Millionen Einwohnern sind 320'000.

Mal eine Million Franken = Fr. 320 Mrd. also fast eine Verdoppelung der Geldmenge.
Ja, das gäbe sicher Inflation Wink

 

28.10.2013 23:46
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Ok, weil ih kam darauf, weil ich einem Freund mal sagte, an Stelle des Grundeinkommens, fände ich es auch ok, wenn man zB mit 25 und 50 Jahren je eine Million oder 250'000 CHF ausbezahlt erhielte.

 

Der Betrag im Alter von 50 Jahren würde auch die AHV ersetzen oder so und würde ermöglichen, im reiferen Alter eine eigene Firma zu gründen etc.

Er meinte dann, es würden sofort alle Preise erhöht, weil ja dann jeder Schweizer Millionär wäre etc.

Ich meinte, dass ja dann pro Jahr nur 2-4 % (nämlich alle die 25 und 50 werden) zB eine Million erhielten und dadurch keine Inflation entstehe.

Wie wäre das mit der Inflation? Also nächstes Jahr bekämen alle mit den Jahrgängen 1964 oder 1989 je eine Million ausbezahlt... (Willst du die Kosten ausrechnen)?

 

Gruss

Buddha, das erleuchte

 

 

28.10.2013 19:09
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Buddha hat am 28.10.2013 - 14:28 folgendes geschrieben:


Allerdings stellst du 2 nicht weiter begründete Thesen auf:

1. Wieso "Geldmenge dividiert durch Gütermenge = Preis"? Muss das so sein?


 

Du hast natürlich recht, dass ich das Besipiel absichtlich vereinfacht habe. Zu stark vereinfacht. Ich zeige im Prinzip nur die Konsumgüterindustrie, nicht aber Transferleistungen und auch nicht die Investitionsgüterindustrie.
Auch haben wir keinen Aussenhandel.

Geld wirkt nur dann inflationär, wenn es auch nach Gütern nachfragt. Wenn wir die Situation haben, dass Geld gehortet wird - oder wie derzeit in Finanzspekulationen fliesst - dann fragt es nicht nach Gütern nach und wirkt somit nicht direkt inflationär.

Das Geld ist aber potenziell vorhanden und könnte jederzeit nach Gütern nachfragen. Es würde sich dann wie ein Stausee auf den Markt ergiessen und einen hohen Inflationsschub auslösen. Ob das passiert und wenn ja, wann, lässt sich nicht abschätzen.

28.10.2013 14:28
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MarcusFabian hat am 25.10.2013 - 21:40 folgendes geschrieben:

Nehmen wir - als Antwort auf das erste Posting - den folgenden stark vereinfachten Fall:

Auf einer Insel leben 100 Leute, die pro Jahr als einziges Wirtschaftsgut 10'000 Kokosnüsse produzieren.

Jetzt führen die eine Währung ein - Taler - und produzieren 10'000 Taler als Geld.

Was kostet eine Kokosnuss? Antwort: 1 Taler. Geldmenge dividiert durch Gütermenge = Preis

Nun kommt die Zentralbank auf die glorreiche Idee, dass die Leute reicher werden sollen und verzehnfacht die Geldmenge auf 100'000 Taler. Wem bringt das was? Niemandem. Die Kokosnuss kostet nun halt 10 Taler statt nur einem.

Vielleicht kommt jetzt der Staat auf die Idee, den Preis pro Kokosnuss auf 2 Taler zu fixieren. Nützt nichts, denn dann bleiben die Regale leer und die Kokosnüsse werden offiziell nicht mehr verkauft. Statt dessen blüht der Schwarzmarkt.

Man kann so viel Geld produzieren wie man will, im Endefekt bleiben 10'000 Kokosnüsse für 100 Einwohner. Vorher wie nachher. Wie schlecht es klappt, mit Gelddruckerei die Wirtschaft ankurbeln zu wollen, können wir ja seit 2009 weltweit bewundern.

 

Lieber MarcusFabian,

Das Beispiel ist interessant.

Allerdings stellst du 2 nicht weiter begründete Thesen auf:

1. Wieso "Geldmenge dividiert durch Gütermenge = Preis"? Muss das so sein?

Also stellen wir uns dein System etwas realisticher vor:

Es sind also 100 Leute auf der Insel, es gibt 10'000 Kokosnüsse und daneben gibt es einen "Staat". Ein Teil der Inselbewohner arbeitet nebenamtlich für diesen "Staat" (zB Zählung der Kokosnüsse, etc).

Nach deiner Logik könnten nie alle Kokosnüsse gekauft werden, denn:

Insgesamt ist soviel Geld da, um alle Kokosnüsse zu kaufen. Aber vom selben Geld müssen Steuern und Löhne bezahlt werden.

Da ein Teil beim Staat landet und dieser wiederum an private Leute, die zB Hängematten herstellen, etwas zahlt (der Inselhäuptling will unterschiedlcihe Hängematten an seinem Amtssitz), reicht das Geld nicht aus, um alle Kokosnüsse zu kaufen.

Und andererseits: Dein Beispiel macht auch nur Sinn, wenn jeder Inselaner 100 Kokosnüsse kaufen möchte und 100 Taler besietzt.

Jetzt besitzt du aber 1'000 Taler und magst keine Kokosnüsse. Also sind deine 1'000 Taler faktisch dem Kokosnusshandel entzogen.

Andererseits besitze ich nur 20 Taler und möchte aber unbedingt diesen Herbst 50 Kokosnüsse kaufen... kann ich mir aber nicht leisten.

Also Geld dass bei den Reichen gehortet wird (wie bei dir mit 1'000 Talern), ist faktsich dem Umlauf entzogen.

Und nehmen wir an, der Staat gibt nochmals 10'000 Taler heraus, dh es sind irgendwann plötzlich 20'000 Taler im Umlauf:

Dann hat ja nicht jeder Inselaner plötzlich 200 Taler, sondern der Staat gibt es entweder als Kredite heraus, oder er könnte es sogar, um seine eigenen Ausgaben zu decken, her stellen. Dh es soll ein neues Wohnhaus in der Mitte der Insel gebaut werden.

Der Staat finanziert das und druckt daher 10000 Taler zusätzlich. Oder er gibt an die private Bauherrschaft einen Kredit von 10'000 Talern heraus, die der Staat vorher einfach selber herstellt.

Dieses Geld ist zunächst nicht in Umlauf, da ein Teil für Materialien eingesetzt wird. Andererseits profitieren nur die Arbeiter von den Löhnen bzw. die Hersteller des Rohmaterials (zB die Förster auf der Insel, die die Bäume hacken).

 

Also:

2. Wenn jetzt plötzlich die Baumfäller und Zimmermänner mehr Geld haben, aber die anderen 80 Inselbewohner nicht, wieso sollten die Kokosnusshändler plötzlich doppelt so viel für die Kokosnüsse verlangen?

3. Und in Zeiten des Preiskampfes und wenn 2 verschiedene Gruppierungen die Kokosnüsse von den Bäumen halten: Was ist, wenn eine der Gruppen die Preise bei 1 Taler pro Kokosnuss belässt, um mehr zu verkaufen? Wieso sollten die Leute dann jemals 2 Taler pro Nuss zahlen?

4. Vor allem da janur 20 von 100 Inselanern vom zusätzlichen Geld profitieren. Nämlcih diejenigen, die das Haus bauen und das Holz dafür liefern. Diese werdem vom staat (oder privaten Bauherrn, der einen Kredit vom Staat hat) bezahlt, aber für die anderen 80 Inselaner ändert sich nichts am verfügbaren Vermögen. Wieso sollte das zur Inflation führen?

5. Was spricht dagegen, wenn man eine neue Technik hat (zB Baum schütteln statt hochklettern) und dadurch die Kokosnüsse erheblich schneller unten hat, die Preise auf 0,5 Taler zu senken, unabhängig der Geldmenge, die in Umlauf ist?

 

 

 

Ich freue mich sehr auf deine Antwort und bin schon sehr gespannt.

 

Gruss

Der Erleuchtete

 

27.10.2013 17:55
Bild des Benutzers in_God_we_trust
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Kommentare: 6424

Ich gebe Dir auch hier recht! Ja, am Schluss ist die Phantasie mit mir durchgegangen.

Aber ein Körnchen Wahrheit ist dabei: Wenn man in den USA von Armut spricht, dann denkt man an eine fettleibige Familie mit einer Reihe übergewichtiger Kinder-Couchpotatos, mindestens 3 TV Geräten im (eigenen?) Haus, zwei fahrtüchtigen (Schrott-) Autos, etc.

Vermutlich gibt es schon noch zusätzliche Einkommen, schwarz eben und unversteuert oder als Hobby deklariert. Oder Grossmutter und Grossvater sind noch dabei und steuern auch noch etwas von ihrer Rente bei. Alles in einem schön angestrichenen Bretterhaus, das von jedem Hurrican davongeblasen würde. Aber immerhin, muss ich sagen, in Sachen Freiheit besser als die engen Mietwohnungen bei uns.

Auch ich kann nicht klagen. Es geht mir so gut, wie noch nie in meinem Leben. Und wenn ich mich draussen vor der Tür umsehe, scheint es den andern nicht schlechter zu gehen. Selbst in sogenannten Entwicklungsländern scheint schon an vielen Orten der Wohlstand ausgebrochen zu sein. Von Armut kaum mehr eine Spur, nur noch an Touristenorten wird sie aus pekuniären Gründen noch zur Schau gestellt, weil die dummen westlichen Touristen leicht damit übertölpelt werden können.

Deshalb kommt mir das Gerede von Krise, Inflation, Schulden, etc. ziemlich spanisch vor.

Gruss
iGwt

"Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und euch spät erst niedersetzt, um das Brot der Mühsal zu essen; denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf." ( Psalm 127:2 )

27.10.2013 16:14
Bild des Benutzers MarcusFabian
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Kommentare: 16379

in_God_we_trust hat am 27.10.2013 - 15:30 folgendes geschrieben:

Aber Obama interessiert sich offenbar nur für Obamacare. W hat wenigstens etwas versucht, wenn er auch nicht immer den richtigen Ton getroffen hat, war er doch nicht so untätig und stur wie Obama. Nur waren die Probleme damals anders geartet als heute.

Zunächst ist es mal ein kulturelles Problem bei den Amis:

Wenn 12-jährige sich gegenseitig mit automatischen Waffen abknallen, dann ist das "Freiheit" (2. Verfassungszusatz).
Wenn die verletzten Kinder auf Staatskosten (Obamacare) im Spital behandelt werden, dann ist das Kommunismus.

Aber das nur so am Rande.

Das Problem ist, dass ein chinesischer Fabrikarbeiter pro Monat so um die US$ 250 verdient. Ok, Unterkunft (= Zimmer, das er mit 5 anderen teilen muss und Verpflegung sind da dabei) aber auf alle Fälle kann keine US-Firma mit China konkurrieren. Nicht bei einem Mindestlohn von $5.30/Std. (bin nicht sicher, ob dieser Satz noch stimmt!)

Länder wie Deutschland oder die Schweiz halten dem Konkurrenzdruck aus China stand, weil sie hochwertige Güter und Nischenprodukte anbieten können, für die es in China noch keine Konkurrenz gibt. So sind z.B. die deutschen Nobelmarken Mercedes und BMW in China bei der Oberschicht sehr beliebt.

Die USA hat z.B. im Automobilsektor etwas den Anschluss verloren, da es dort keine Mineralölsteuer gibt und die US-Autobauer nach dem Ölpreisschock von 1975 weniger unter Druck kamen, benzinsparende Motoren zu entwickeln als ihre japanischen, deutschen und französischen Kollegen. Das hat sich dann ab 2003 gerächt als die Benzinpreise stiegen. Das war konsequenter Weise auch das erste Jahr, in dem in den USA mehr Toyotas als GM-Autos verkauft wurden.

Dennoch haben die Amis sehr schnell und innovativ reagiert. Mit dem Tesla haben sie die Nase in der zukünftigen Automobil-Generation wieder ganz vorne.

Die grundsätzlichen Probleme der US-Wirtschaft lassen sich aus meiner Sicht wie folgt zusammenfassen:
Wegen der Deregulierung der Finanzmärkte ab den 1980er Jahren und dem Immobilienboom ab etwa 1993 liess sich mit weniger Aufwand im Immobilien- und Finanzmarkt mehr Geld verdienen als mit der Produktion physischer Produkte. Entsprechend ist logisch, dass sich mehr Arbeitsplätze von der Produktion in den Finanzmarkt verlagert haben.

Seit dem Platzen der Immobilienblase 2007 und der Finanzkrise 2008 rächt sich das nun. Amerika versorgt sich nicht mehr selbst mit Textilien und Elektrogeräten sondern ist auf den Import aus China angewiesen. Was bietet Amerika den Chinesen als Gegenleistung? Neben Pharma, Chemie und Farben sind es noch spezielle Elektronik-Produkte. Vor allem aber (wenn man im Hafen von L.A. oder San Francisco die Schiffe beobachtet, die Waren nach China transportieren), Schrott und landwirtschaftliche Produkte wie Baumwolle, Weizen und Mais.

Es ist also sicher falsch, Obama alleine die Schuld für die aktuelle Misere zu geben. Die Schuld reicht 30 Jahre zurück und erstreckt sich über beide Parteien von Reagan über Clinton, beide Bushs und Obama. Jeder Präsident hatte immer auch die Fehler seiner Vorgänger mit zu tragen.

Der Rest Deines Postings ist - wie fast immer - polemisch: Ob Food-stamps für eine 4-köpfige Famile von $688/Mt. ein Leben in "Saus und Braus" ermöglichen? Ich wage das mal zu bezweifeln.
 

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