Schweizer Aktien und CHF, September 2012

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31.08.2012 21:26
#1
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Schweizer Aktien und CHF, September 2012

Rückblick


DAX, DJ stehen heute nur noch unwesentlich (15%, bzw. 10%) unter ihrem Allzeithoch 2006/2007. Beim SMI ist die Differenz grösser: rund 30%.


Damals stand das USD/CHF Verhältnis bei 1.2 und das EUR/CHF Verh. bei 1.6, EUR/USD also etwa bei 1.3


Heute ist USD/CHF 0.95, EUR/CHF 1.2, EUR/USD 1.2


Gold stand damals bei etwa 750$/oz, heute bei 1700$/oz


Das Welt BIP ist in diesen 5 Jahren etwa um 20% gestiegen.


Erkenntnis 1: Das wirtschaftliche Gewicht der USA und des $ haben sich gegenüber Europa und dem € um etwa 15% erhöht!


Erkenntnis 2: Der Wert des Papiergeldes (u.a. $ und €) hat sich gegenüber Gold, Oel, Rohstoffen in 5 Jahren um 50 - 100% verringert.


Erkenntnis 3: Da der Wert des CHF um 25% gegenüber $ und € gewachsen ist, steht auch der SMI in diesen Währungen nur noch ca. 10% unter seinem Allzeithoch von damals.


Erkenntnis 4: Gemessen an Gold und Rohstoffen, haben aber die Aktien gewaltig an Wert verloren und sind gegenüber 2006/2007 stark unterbewertet.


Erkenntnis 5: Der Menschheit geht's heute besser denn je!


Rückblick August


DAX, Nikkei und S&P haben im August klar zugelegt, DJ und SMI sind an Ort getreten. Dabei ist der USD gegenüber EUR/CHF um 2% gefallen, d.h. auch der SMI hat sich in Dollar verbessert! Europa/Japan haben also etwa 3% an Gewicht zurückgewonnen. Das Sommerrally ist nun zumindest vorläufig zum Stillstand gekommen, könnte aber noch bis Ende Sommer am 21. Sept. weitergehen, wenn auch eher in gemächlicherem Tempo.


Dieser August war also im Gegensatz zu letztem Jahr ein sehr langweiliger Monat. Sollte man sich eigentlich merken, dass zwei aufeinander folgende Jahre eher selten ähnlich ablaufen.


Ausblick


Guess what? Wahrscheinlich wissen jetzt alle was kommt: "but remember to be back in September!". September und Oktober sind klassische Kaufmonate! Also, wenn Ihr überhaupt einmal kaufen wollt, dann kauft jetzt! Aber langsam. Nur, wenn ihr das Geld bis nächsten Mai mit Sicherheit nicht anderweitig braucht! Und angenommen Ihr habt einen Batzen nur für Aktienkäufe reserviert, investiert davon maximal 66%! 33% lasst auf dem CHF Konto liegen! Und investiert etwa 33% im September und 33% im Oktober, danach liegen lassen bis Ihr einen schönen Gewinn realisieren könnt, bis spätestens im Mai 2013! Ich empfehle, nur in Aktien des SMI zu investieren, die sind grösser und damit auch international besser diversifiziert und nicht alle Eier ins gleiche Körbchen, d.h. keine Klumpenrisiken aufbauen!


Ausblick September


Bernanke möchte eigentlich am liebsten kein neues QE3 lancieren. Aber er stehe jederzeit bereit, sagt er. Eine Aufforderung an den Markt ihn zu testen, d.h. die Kurse vorübergehend mit Leerverkäufen solange zu drücken, bis Bernanke einschreitet! Dies vermute ich könnte ab sofort geschehen. Das wäre natürlich eine ideale Kaufgelegenheit. Also, bei tiefen Kursen immer etwas zukaufen! Vorher könnten aber die Trader noch versuchen das Sommerrally weiterzuspinnen!


Die EZB wird wohl eine Obergrenze für Bondzinsen ansetzen und damit den Euro vorläufig weiter stärken. In den USA ist das Fiscal Cliff immer noch ungelöst (und wird es wohl bis Ende November bleiben) und schwächt damit zusammen mit dem fast todsicheren QE3 den Dollar; Gold ist deshalb heute auf fast 1700 gesprungen.


Also weiter sinkender Dollar, da die Euro Krise sofort einer totalen Lösung bedarf und diese auch mit Sicherheit bald kommen wird (sonst wäre der Teufel los)!


Aber für uns ist hauptsächlich wichtig: "but remember to be back in September!".


 


Wie immer ohne Gewähr. Ich bin auch nur ein Menschentier und dazu noch ein ziemlich dummes. Also selber denken! Diesen Text nur als Anregung verstehen! Viel Erfolg! Und beteiligt Euch ungeniert an der Diskussion, dann wird es umso lehrreicher. Je verrückter oder ausgefallener die Ideen, umso besser!


Wichtig ist nur, dass wir versuchen, der Wahrheit und Gerechtigkeit möglichst nahe zu kommen, denn dann vergrössern sich unsere Chancen, die Zukunft möglichst präzise vorauszusehen und damit am Gewinn einer besseren Zukunft zu partizipieren!

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Gruss
iGwt

"Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und euch spät erst niedersetzt, um das Brot der Mühsal zu essen; denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf." ( Psalm 127:2 )

29.09.2012 20:20
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geldsack hat am 27.09.2012 - 17:31 folgendes geschrieben:

 

Wo ist eigentlich Friederich ?


 

Friederich hat sich abgemeldet bis im Oktober. hat er mal gesagt. 

29.09.2012 10:18
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MarcusFabian hat am 29.09.2012 - 06:32 folgendes geschrieben:

geldsack hat am 28.09.2012 - 20:51 folgendes geschrieben:

Der Banksektor trägt übrigens sehr wohl zum BIP bei.

Ist das so? Schlussendlich wird ja nur Geld von A nach B geschoben. Oder fliesst die Geldschöpfung ins BIP?

 

Ja, das ist so. Und das sollte man eigentlich wissen.

 

Der Bankensektor ist mit einem Anteil von fast 10% am Bruttoinlandprodukt (BIP) eine zentrale Branche für die Schweizer Wirtschaft.

http://www.google.ch/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&ved=0CCwQF...

 

 

 

Der Finanzsektor mit Banken und Versicherungen ist für die Volkswirtschaft Schweiz von grosser Bedeutung. Er hat im Jahr 2009 einen Anteil von 11 Prozent am Bruttoinlandsprodukt der Schweiz und 200'000 Personen finden Arbeit darin, davon 135'900 im Bankensektor. Das gemeinsame Total entspricht 6 Prozent aller Beschäftigten in der Schweiz. Der Finanzplatz (inklusive Mitarbeitende sowie Aktionäre) bezahlt zusammen schätzungsweise 14 bis 18 Milliarden Schweizer Franken an direkte und indirekte Steuern.

http://de.wikipedia.org/wiki/Schweizer_Bankgeheimnis

 

 

 

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

29.09.2012 06:32
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geldsack hat am 28.09.2012 - 20:51 folgendes geschrieben:

Der Banksektor trägt übrigens sehr wohl zum BIP bei.

Ist das so? Schlussendlich wird ja nur Geld von A nach B geschoben. Oder fliesst die Geldschöpfung ins BIP?

 

29.09.2012 06:13
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MarcusFabian hat am 28.09.2012 - 19:15 folgendes geschrieben:

in_God_we_trust hat am 28.09.2012 - 04:09 folgendes geschrieben:

Netanyahu's UN Address (kurz aber prägnant):

http://www.weeklystandard.com/blogs/full-text-netanyahus-un-address_6531...

Vielleicht hilft dies jemandem zu verstehen, warum Gott und die Welt untrennbar zusammengehören und wo unsere (europäischen) geistigen Wurzeln zu finden sind.

Ganz interessant, wenn man das auch im historischen Zusammenhang versteht: In den letzen 1200-1300 Jahren waren die Juden ja unter die Monotheistischen Religionen (monotheistisch = an "einen" Gott glaubend = Christen, Muslime, Juden) die schwächste Kraft.

Ab den Kreuzzügen bis Anfang 20. Jh. haben die Muslime die Juden gegen die Christen in Schutz genommen (angefangen mit Saladin).

Seit etwa dem 2. Wk hat sich das Blatt gewendet und jetzt beschützen die Christen die Juden gegen die Muslime

 

So ist eben die Welt (die Hardware): Wechselhaft und trügerisch. Das Einzige was immer gleich bleibt und sich nur noch perfektionieren kann, ist unser gemeinsamer Geist, auch Heiliger Geist genannt (die Software)!

Das siehst Du beim Computer und Smartphone. Es gibt die verschiedensten Hardware, gute und schlechte. Aber es gibt nur wenige von praktisch allen benutzte Software: Windows, Android, Google. Diese SW ist weder gut noch schlecht, da fast konkurrenzlos und wird laufend verbessert.

Gruss
iGwt

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28.09.2012 20:51
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Da steckt nicht viel dahinter. Das Baugewerbe wird überall extra berechnet und ausgewiesen. Und dann eben dazugezählt... Der Banksektor trägt übrigens sehr wohl zum BIP bei.

 

Das Bruttoinlandprodukt (BIP) ist die Summe der Marktwerte aller in einem Land hergestellten Güter und Dienstleistungen abzüglich der erbrachten Vorleistungen. Das BIP wird während eines bestimmten Zeitraumes (normalerweise 1 Jahr) gemessen und stellt die wichtigste Kennzahl der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR) dar. Die Vorleistungen umfassen den Wert der im Prdouktionsprozess verbrauchten oder weiterverarbeiteten Güter und Dienstleistungen. Diese Vorleistungen müssen abgezogen werden, damit nur die tatsächliche Wertschöpfung (Wert der entstandenen Güter und Dienstleistungen) also der Marktwert der Endprodukte berechnet wird. Je höher das BIP desto höher also die Wertschöpfung in einem Land. Aus diesem Grund wird das gesamte BIP oft als Grösse für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit eines Landes verwendet. Das BIP pro Kopf, also das gesamte BIP geteilt durch die Zahl der Einwohner eines Landes, hingegen verwendet man als Messgrösse für den Wohlstand eines Landes.

Beispiel aus dem Alltag:Ein Bauer verkauft einem Bäcker Zutaten für 60 Fr.. Mit der Hälfte dieser Zutaten bäckt der Bäcker Brote, die er für Fr. 50. verkauft. Für das Bruttoinlandprodukt rechnet man nun den Umsatz aller in der Wirtschaft gehandelten Güter zusammen. Das sind in unserem Fall:

60 Fr. (Zutaten)+ 50 Fr. (Brote)= 110 Fr.

Da in den Fr. 50. für die Brote, bereits die Fr. 30 (60 / 2) für die Zutaten vorhanden sind, zählt man diese am Schluss wieder ab. Die Zutaten sind in dem Fall Vorleistungen des Brots. Das Bruttoinlandprodukt beträgt also:

 

110 Fr.- 30 Fr. (Zutaten im Brot = Vorleistungen)= 80 Fr. (BIP)

 

Verschiedene Blickwinkel:

Das BIP kann aus den drei verschiedenen Blickwinkel der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR) betrachtet werden:

  • Die meist gebrauchte Verwendungsseite zeigt auf, für welche Zwecke die produzierten Güter eingesetzt wurden. Dabei wird unterschieden zwischen dem privaten Konsum der Haushalte, dem Konsum des Staates, den Bruttoinvestitionen sowie den Nettoexporten (Exporte abzüglich der Importe).
  • Die Produktionsseite zeigt auf, welche Branchen (Banken, Bau, Maschinenindustrie usw.) oder auch welche institutionellen Sektoren (Staat, Haushalte, Kapitalgesellschaften usw.) welchen Teil zum BIP beitragen.
  • Die Einkommensseite zeigt auf wie das BIP bzw. die produzierten Güter verteilt werden auf die Arbeitnehmer, Überschüsse der Unternehmen (inkl. Dividenden usw.), Steuern sowie Abschreibungen.

 

nicht erfasste Leistungen:

Nicht mitgezählt werden beim BIP Leistungen die nicht über (legale) Märkte abgewickelt werden, so z.B.:

  • verbotene Produkte wie Drogen etc.
  • unentgeltliche Arbeit innerhalb der Famillie oder von Vereinen
  • erlaubte Produkte, die auf Schwarzmärkten gehandelt werden z.B. um Steuern oder andere Sozialabgaben (z.B. AHV- oder ALV-Beiträge bei Schwarzarbeit) zu umgehen

Ebenfalls nicht mitberücksichtigt werden sämtliche Umweltverschmutzungen bzw. das Aufbrauchen von Ressourcen, da Bestände allgemein nicht im BIP berücksichtigt werden. Denkbar wäre es allenfalls die Umweltverschmutzung als Abschreibung auf den Produktionsfaktor Umwelt zu betrachten. So hätten Umweltverschmutzungen indirekt Einfluss auf das BIP, da auch diese Abschreibungen abgezogen werden müssten. Allerdings wird dies bis heute nirgendwo so gemacht, zumal es auch sehr schwierig wäre, den Umweltschaden in Geld auszudrücken.

 

Inlandprinzip:

Im Unterschied zum Bruttonationaleinkommen (Bruttosozialprodukt) basiert das Bruttoinlandprodukt auf dem Inlandprinzip. D.h. es werden sämtliche Wertschöpfungen berücksichtigt, die im Inland produziert werden, unabhängig davon, ob sie von Ausländern oder Inländern produziert werden.

Weshalb brutto?

Brutto ist das BIP deshalb, weil die nötigen Abschreibungen d.h. die "verlorenen" Werte z.B. wegen Abnützung von Maschinen noch nicht berücksichtigt sind. Zieht man diese Abschreibungen ebenfalls noch ab erhält man das Nettoinlandprodukt. Zusätzlich wird unterschieden zwischen dem nominellen und dem realen BIP. Während das nominelle BIP zu laufenden Preisen berechnet wird, wird beim realen BIP die Teuerung noch abgezogen

28.09.2012 20:22
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Danke, Elias. Aber das überzeugt mich immer noch nicht: Die Landwirtschaft ist auch export/import-unabhängig. Oder unsere Informatik-Branche. Oder der Detail-Handel ... oder ... oder.

Die Baubranche ist sehr wichtig für die Schweiz. Keine Frage. Warum sie also ausklammern?

 

28.09.2012 19:40
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Das Baugewerbe wir vermutlich separat abgehandelt, weil es weniger abhängig vom Import / Export / Währungen/ etc. ist

 

Indikatoren
Das KOF Konjunkturbarometer besteht momentan aus 25 systematisch gebündelten Einzelindikatoren (10 monatliche und 15 vierteljährliche Variablen) aus verschiedenen Quellen. Diese sind anschliessend aufgelistet. In Klammern stehen die Anzahl der einfliessenden Einzelindikatoren und ihre Frequenz (monatlich M und vierteljährlich Q).

 

Modul Kreditgewerbe
• KOF-Umfrage bei Banken (6 Q)
• Bankenstatistik, SNB (3 M)
• Beschäftigungsstatistik, BfS (1 Q)


Modul Baugewerbe
• KOF-Umfrage im Bau (3 Q)
• KOF-Umfrage im Projektierungssektor (1 Q)
• Baubewilligungen Baublatt, Berechnung KOF (1 M)

 

Modul Kern-BIP: Messmodell Schweizer Industrie
• KOF-Umfrage in der Industrie (3 M)

 

Modul Kern-BIP: Messmodell Schweizer Konsum
• KOF-Umfrage im Detailhandel (1 M)
• KOF-Umfrage im Gastgewerbe (1 Q),
• Konsumentenumfrage, Seco (1 Q),
• Werbestatistik, Media Focus (1 M)


Modul Kern-BIP: Messmodell Exportdestination EU
Umfrage in der Industrie, Europäische Kommission (1 M, 2 Q)

 

http://www.google.ch/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&ved=0CCIQF...

 

 

 

 

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28.09.2012 19:18
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geldsack hat am 28.09.2012 - 09:48 folgendes geschrieben:

Das KOF Konjunkturbarometer basiert auf einem multisektoralen Design mit drei Modulen: Dem Modul "Kern-BIP" (Gesamtwirtschaft ohne Baugewerbe und Kreditgewerbe), dem Modul "Baugewerbe" und dem Modul "Kreditgewerbe".

Das verstehe ich jetzt nicht. Bzw. nur teilweise:

Dass das Kreditgewerbe ausgeklammert wird, verstehe ich noch, denn das Kreditgewerbe leistet direkt ja keinen Beitrag zum BIP.
Aber warum wird das Baugewerbe ausgeklammert? Da werden doch physisch Häuser gebaut, also was erzeugt. Warum wird das ausgeklammert???

Kann das jemand plausibel erklären?

 

28.09.2012 19:15
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in_God_we_trust hat am 28.09.2012 - 04:09 folgendes geschrieben:

Netanyahu's UN Address (kurz aber prägnant):

http://www.weeklystandard.com/blogs/full-text-netanyahus-un-address_6531...

Vielleicht hilft dies jemandem zu verstehen, warum Gott und die Welt untrennbar zusammengehören und wo unsere (europäischen) geistigen Wurzeln zu finden sind.

Ganz interessant, wenn man das auch im historischen Zusammenhang versteht: In den letzen 1200-1300 Jahren waren die Juden ja unter die Monotheistischen Religionen (monotheistisch = an "einen" Gott glaubend = Christen, Muslime, Juden) die schwächste Kraft.

Ab den Kreuzzügen bis Anfang 20. Jh. haben die Muslime die Juden gegen die Christen in Schutz genommen (angefangen mit Saladin).

Seit etwa dem 2. Wk hat sich das Blatt gewendet und jetzt beschützen die Christen die Juden gegen die Muslime Wink

 

28.09.2012 09:48
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CH/KOF: Konjunkturbarometer steigt im September überraschend stark

(28.09.2012 / 09:30:00)

 

Zürich (awp) - Das Barometer der Konjunkturforschungsstelle KOF (ETH Zürich) hat im September weiter zugelegt. Das Konjunkturbarometer liegt nun im Berichtsmonat bei +1,67 Punkten nach +1,59 (rev. von 1,57) im August, bzw. +1,41 und +1,16 im Juli und Juni.

Der September-Wert liegt über den Erwartungen. Von AWP befragte Ökonomen hatten einen Wert zwischen +1,50 und +1,60 Punkten geschätzt.

Die Vorjahreswachstumsrate des Schweizer Bruttoinlandprodukts (BIP) dürfte in den nächsten Monaten positiv bleiben, teilte die KOF am Freitag mit. Die Aufwärtsdynamik des Indikators, die in den letzten Monaten zu beobachten war, verliere jedoch an Schwung, stellt die KOF fest.

Das KOF Konjunkturbarometer basiert auf einem multisektoralen Design mit drei Modulen: Dem Modul "Kern-BIP" (Gesamtwirtschaft ohne Baugewerbe und Kreditgewerbe), dem Modul "Baugewerbe" und dem Modul "Kreditgewerbe".

Während das Modul "Kreditgewerbe" die generelle positive Dynamik des Barometers antreibe, gebe das Modul "Kern-BIP" einen marginal positiven Impuls zur Entwicklung des Konjunkturbarometers. Das Modul "Baugewerbe" zeige eine Seitwärtsbewegung an, heisst es weiter.

Das Modul "Kern-BIP", das gut 90% der gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung umfasst, dominiert das KOF Konjunkturbarometer. Das Messmodell "Schweizer Konsum" trage deutlich positiv zur Entwicklung des Moduls bei. Die Messmodelle "Schweizer Industrie" und "Exportdestination EU" zeigten hingegen nur marginal positive Entwicklungen.

ra/yr

28.09.2012 04:09
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Netanyahu's UN Address (kurz aber prägnant):

http://www.weeklystandard.com/blogs/full-text-netanyahus-un-address_6531...

Vielleicht hilft dies jemandem zu verstehen, warum Gott und die Welt untrennbar zusammengehören und wo unsere (europäischen) geistigen Wurzeln zu finden sind.

Gruss
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"Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und euch spät erst niedersetzt, um das Brot der Mühsal zu essen; denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf." ( Psalm 127:2 )

27.09.2012 17:57
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geldsack hat am 27.09.2012 - 17:21 folgendes geschrieben:

 

Und die Zahlen: Wen kümmern die Zahlen vom August.... wir haben September!

Nein, schon bald Oktober! Du hast recht, alles kalter Kaffee, den man uns auftischt. Wenn wir uns nur nach diesen offiziellen Zahlen richten, kommen wir immer viel zu spät, d.h. völlig verkehrt. Wenn man sich bloss nach diesen Zahlen richtet, kauft man, wenn man schon wieder verkaufen sollte und umgekehrt.

Gruss
iGwt

"Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und euch spät erst niedersetzt, um das Brot der Mühsal zu essen; denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf." ( Psalm 127:2 )

27.09.2012 17:52
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geldsack hat am 27.09.2012 - 17:31 folgendes geschrieben:

 

Wo ist eigentlich Friederich ?


 

Ja, das habe ich mich auch schon gefragt. Sad

Gruss
iGwt

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27.09.2012 17:31
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Wo ist eigentlich Friederich ? :roll:


 

27.09.2012 17:21
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Und der Oktober sieht einen kleinen Faber voraus.... Biggrin Wer wäre er denn, wenn er nicht ein kleines bisschen schwarz malen würde...


Und die Zahlen: Wen kümmern die Zahlen vom August.... wir haben September! Yahoo


.... but remember to sell middle of September...


 

27.09.2012 17:08
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Nein, grottenschlecht, aber es scheint niemanden zu stören, ja, je schlechter umso besser offenbar für die Kurse! Der Rücksetzer gestern war wohl nur ein Schritt zurück, bevor es nächste Woche wieder zwei weitere hinaufgeht. Doch nächste Woche ist Oktober. Oktober/November sieht Faber einen kleineren Einbruch (max. 10%) voraus.

Gruss
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27.09.2012 13:30
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Ganz ganz dünne Umsätze heute. Wenn nicht hin und wieder etwas aufflackern würde, würde ich denken die Kiste sei abgestürzt...


Alle warten auf 14:30, wenn die Flut an Daten aus den USA kommt..... werden sie gut sein? Dirol


 

26.09.2012 13:21
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Globaler Klimawandel bremst Weltwirtschaft (Studie)

 


New York (awp/sda/afp) - Der Klimawandel verlangsamt derzeit die weltweite Wirtschaftsproduktion um 1,6%. Das geht aus einer Studie der in Madrid ansässigen Nichtregierungsorganisation DARA und des Climate Vulnerable Forum hervor, in dem sich vom Klimawandel besonders betroffene Inselstaaten und Länder zusammengeschlossen haben.


In der Studie, die am Mittwoch in New York vorgestellt werden sollte, ist die Rede von einem "beispiellosen Schaden für die menschliche Gesellschaft und die derzeitige wirtschaftliche Entwicklung", der das Wachstum zunehmend bremsen werde.


Würden dagegen die Ursachen des Klimawandels angegangen, liessen sich "weltweit bedeutende Gewinne sowohl für grosse Wirtschaftsnationen als auch für arme Länder" erzielen. Der Studie zufolge sind Staaten mit hohem CO2-Ausstoss und die dadurch verursachte Erderwärmung laut Schätzungen für den Tod von fünf Millionen Menschen im Jahr verantwortlich, vor allem wegen Luftverschmutzung.


Das Scheitern des Kampfs gegen die Erderwärmung koste die Weltwirtschaft augenblicklich bereits 1,6% oder 1,2 Bio USD ihrer Gesamtproduktion. Bis 2030 würden es aufgrund der rapide ansteigenden Temperaturen und der Luftverschmutzung durch das klimaschädliche CO2 3,2% sein.


GROSSE VERLUSTE


China werde in weniger als 20 Jahren den grössten Teil aller Verluste verzeichnen, nämlich mehr als 1,2 Bio USD. Angesichts dieser Zahlen nähmen sich die für den Kampf gegen den Klimawandel bereitgestellten Mittel kümmerlich aus.


Die Vorsitzende des Forums, Bangladeschs Regierungschefin Sheik Hasina, schätzte die Auswirkungen des Klimawandels als verheerend für ihr Land ein. "Ein Grad Celsius mehr bedeutet 10% Produktivitätseinbusse in der Landwirtschaft", erklärte sie.


"Für uns heisst das ein Verlust von etwa vier Millionen Tonnen Getreide, was 2,5 Mrd USD entspricht." Zusammen mit weiteren Einbussen laufe das auf drei bis vier Prozent des Bruttoinlandsprodukts hinaus.


Für den Generaldirektor der Hilfsorganisation Oxfam International, Jeremy Hobbs, unterstreicht die Studie einmal mehr, dass die "grausamsten Folgen des Klimawandels Hunger und Armut" seien. "Die wirtschaftlichen und sozialen Kosten der politischen Untätigkeit angesichts des ungehemmten Klimawandels sind erschütternd", fügte er hinzu.


Quelle: www.nzz.ch


 

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

25.09.2012 13:22
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SNB/S&P-Studie: Nationalbank verschärft Ungleichgewichte in Eurozone

 


New York (awp/sda) - Die Schweizerische Nationalbank (SNB) kauft nach Einschätzung der Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) im ganz grossen Stil Anleihen starker Euro-Länder wie Deutschland, Holland oder Finnland. Damit verteilt sie indirekt auch Geld von den Krisenländern in die Kern-Eurozone um.


Der in den vergangenen Jahren im Zusammenhang mit der Schuldenkrise stark angeschwollene Zufluss von Kapital auf Schweizer Banken stammt nach einer am Dienstag veröffentlichten Analyse von S&P zu einem bedeutenden Teil aus Euro-Krisenländern wie Griechenland oder Spanien. Die Schweiz importiere seit 2008 netto Kapital.


Davor war die Schweiz tendenziell eher ein Kapitalexporteur gewesen. Während die Schweizer Banken die Gelder bei der SNB parken, blähen sich die Devisenreserven der Währungshüter wegen der Untergrenze-Politik zum Euro weiter stark auf. Um den Kurs von 1,20 CHF zu halten, musste die SNB mehrfach massiv Euro kaufen.


Zwischen Ende 2009 und Juli 2012 verdreifachten sich durch diese Effekte die Devisenreserven der SNB auf umgerechnet 312 Mrd CHF. Die Bilanz der SNB multiplizierte sich um den Faktor 3,4.


MASSIVE KÄUFE


Die Mittel investieren die Schweizer Währungshüter laut S&P zu einem bedeutenden Teil in Staatsanleihen von Euroländern, die nach wie vor über ein solides Bonitätsrating verfügen. Es sind dies Deutschland, Frankreich, die Niederlande, Finnland und Österreich.


S&P schätzt, dass die SNB von Anfang 2012 bis Juli 2012 auf diesem Wege Regierungsobligationen dieser Länder in Höhe von 80 Mrd EUR gekauft hat. Dies entspricht knapp der Hälfte des durch Anleihen gedeckten Finanzbedarfs dieser Staaten. Die SNB selbst gibt keine Details darüber bekannt, wie sie ihre Reserven bewirtschaftet.


Die Käufe der SNB tragen laut S&P "bedeutend" dazu bei, dass die Zinsen für deutsche, französische, niederländische, finnische und österreichische Anleihen sinken. Diese reduzierten sich, gemessen an einem Mehrjahresmittelwert, von 3,04% im Vorjahr auf 2,15% im bisherigen Jahresverlauf 2012.


"RECYCLING" VON EUROS


Indem die SNB dieses "Recycling" von Euros betreibt, trägt sie laut S&P zu den Ungleichgewichten in der Eurozone bei. Die Zinsen von Ländern mit grossen Wirtschafts- und Schuldenproblemen erreichten in den vergangenen Monaten mehrfach kritisch hohe Niveaus, was das Misstrauen der Finanzmärkte widerspiegelt.


Im Fokus steht derzeit vor allem Spanien. Um die Lage zu stabilisieren, und weil grosse Investoren vorsichtig geworden sind, kauft die Europäische Zentralbank (EZB) in einem nicht unumstrittenen Programm Anleihen von Euro-Krisenländern auf, um so die Zinslast für diese Staaten zu senken.


Anfang September hatte EZB-Präsident Mario Draghi bekräftigt, die Zentralbank werde zur Bekämpfung der Krise uneingeschränkt Anleihen kaufen.


Quelle: www.nzz.ch


 

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25.09.2012 11:42
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CH/UBS-Konsumindikator geht im August klar zurück

 


Zürich (awp) - Der UBS-Konsumindikator ist im August deutlich gesunken. Der Index fiel um 0,45 auf 1,03 Punkte zurück, wobei der Vormonatswert um 0,07 Punkte nach unten revidiert wurde. Einzig die Immatrikulationen von Neuwagen hätten im Berichtsmonat aufwärts gezeigt, was am negativen Trend aber nichts zu ändern vermochte, teilte die UBS am Dienstag mit.


Der starke Franken und die Rezession in Europa würden sich mittlerweile auch in den Hotelübernachtungen bemerkbar machen. Während die Logiernächte der inländischen Gäste im Sommer um 5% sanken, ging die Zahl der Übernachtungen ausländischer Gäste gar um 7% zurück.


Für den Rückgang des Konsumentenstimmungsindex des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) im dritten Quartal dürften gemäss UBS die wirtschaftlichen Hiobsbotschaften aus Europa der letzten Monate verantwortlich sein. Entsprechend habe auch der Detailhandel eine schwächere Geschäftslage verzeichnet.


Die neuen Schätzungen des Seco, welche für den Privatkonsum im ersten Semester ein Plus von rund 2,5% gegenüber dem Vorjahr anzeigen würden, lägen deutlich über dem vom UBS-Konsumindikator angezeigten Wert. Die Bank geht davon aus, dass der Privatkonsum trotz des aktuellen Rückgangs des Konsumindikators weiterhin robust wachsen werde und eine wichtige Stütze der Konjunktur bleiben werde.


Quelle: www.nzz.ch

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25.09.2012 08:23
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Um das Rettungsprogramm für Griechenland ranken sich erneut Gerüchte. So steht die Beurteilung durch die Troika, zusammengesetzt aus dem Internationalen Währungsfonds (IMF), der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Europäischen Kommission, seit längerem aus. Man müsse Griechenland zurück auf den richtigen Weg bringen, sagte IMF-Chefin Christine Lagarde an einem Vortrag in Washington. Dies verlange nach einer Serie von Sparmassnahmen und nach Mehreinnahmen. Kritik übte sie namentlich an der Umsetzung des Privatisierungsprogramms, das noch gar nicht richtig in Angriff genommen worden sei. Gleichzeitig äusserte sie Verständnis für die «extrem schwierige Situation» des Landes. Ein Land sollte auf beiden Füssen stehen können und nicht ständig von Schulden belastet werden, sagte sie. Über Griechenlands Schuldensituation müssten die offiziellen Geber jedenfalls sprechen. Mehr Details gab sie nicht preis, doch könnte damit etwa die Frage gemeint sein, ob die Euro-Zone und die EZB auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten sollten. Der IMF beansprucht dagegen einen bevorzugten Gläubigerstatus.


Die Weltwirtschaft sieht der IMF etwas langsamer unterwegs als noch im Juli. Damals hatte der Fonds für 2012 ein Plus von 3,5% und für 2013 ein Wachstum von 3,9% in Aussicht gestellt. Lagarde sagte, wichtiger als die genaue Zahl – die in Tokio veröffentlicht werden wird – sei, dass sich die Aussichten seit Mitte 2011 stetig verschlechtert hätten. Damals wurde für 2012 noch ein Wachstum von 4,5% erwartet. Die «Schuldigen» sind für den IMF schnell ausgemacht. Das Epizentrum der Krise liegt laut Lagarde weiterhin in der Euro-Zone. Hier attestierte die IMF-Chefin den Akteuren zwar Fortschritte. Die Französin verlangte aber auch, dass die Euro-Zone bei der gemeinsamen Bankenaufsicht rasch vorwärtsmache. Im Vordergrund steht für sie ein Modell, bei dem die EZB nicht nur die grössten Banken der Euro-Zone überwacht, sondern je nach Bedarf auch kleinere Institute. Einen zweiten Gefahrenherd ortete Lagarde in den USA. Hier spielte sie auf das «fiscal cliff» an. Gemeint ist damit, dass 2013 automatisch Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen in Kraft treten, wenn der Kongress nicht handelt. In diesem Fall sei zu befürchten, dass die USA stagnierten – mit negativen Folgen für die gesamte Weltwirtschaft.


Quelle: www.nzz.ch

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22.09.2012 15:48
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Investieren wo?

Gruss Hans

22.09.2012 10:42
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sime hat am 21.09.2012 - 08:06 folgendes geschrieben:

Der NDAA sieht ja vor, gegen Terroristen wie Al-Qaida und radikal-islamische Kräfte vorzugehen, was mit dem NDAA schnell zu einer solchen Zugehörigkeit führen kann, wenn plötzlich Amerikaner auf die Strasse gehen und gegen islamophobische Darstellungen beginnen zu protestieren,

NDAA wäre eine Carte-blanche für das Militär, jeden beliebigen Amerikaner - aus welchen Gründen auch immer - zu internieren.
Der Begriff "Terror-Verdacht" ist dabei Gummi, weil Auslegungssache. Und da keine Anklage erhoben werden und sich kein Richter den Fall vornehmen muss, gibt es für die Inhaftierten dann auch keine Rechtssicherheit.
Erstes Beispiel ist der Wistle-Blower, Bradley Manning, der unter anderem Bilder von US-Massakern im Irak an Wikileaks weitergeleitet hat und dem nun evtl. die Todesstrafe droht. Das ist in etwa die Richtung, in die es geht.
Ich kann mir gut vorstellen, dass sich eine zweite Occupy-Welle bildet, wenn es mit der Wirtschaft abwärts geht, die Arbeitslosigkeit wieder steigt und die Menschen, die Haus und Job verloren haben nicht mehr bereit sind, über ihre Steuergelder weiterhin Banken am Leben zu halten und auf die Strasse gehen. Diese zweite Welle wäre dann wohl weniger friedlich als die erste und es ist nicht auszuschliessen, dass die Armee eingesetzt wird und pauschal ganze Menschenmassen einkesselt, verhaftet und interniert.

 

21.09.2012 08:06
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MarcusFabian hat am 19.09.2012 - 17:05 folgendes geschrieben:

sime hat am 19.09.2012 - 12:54 folgendes geschrieben:

... werden alle Fahrzeuge, egal wem sie gehören, per Gesetz dazu dienen können, Ziviltransporte durchzuführen. Das heisst, Dein Auto kann vom Homeland of security und allen anderen Agenturen, die dort aufgelistet sind, beschlagnahmt und für Ziviltransportzwecke benützt werden. ...

Das ist an sich ja nichts schlimmes. Ich unterstelle mal, dass jedes Land Gesetze hat, wonach im Kriegsfall Privatfahrzeuge vom Militär beschlagnahmt werden dürfen.

Interessant ist aber, die verschiedenen Massnahmen zu kombinieren: Da wären einmal die berüchtigten FEMA-Camps, die derzeit gebaut werden und die jeweils grössere Menschenmengen internieren können (= Doppelter Stacheldrahtzaun mit Krone gegen innen, also um Leute am Ausbruch zu hindern, nicht am Einbruch).
Weiterhin der Versuch, über NDAA1021 die gesetzliche Grundlage zu schaffen, dass die Armee US-Bürger verhaften und ohne Anklage unbegrenzte Zeit internieren darf.

Kombiniert man beides, kommt man auf die Verschwörungstheorie, die US-Regierung bereite sich auf gröbere Unruhen vor.

Ganz genau, ich wollte die FEMA-Camps nur nicht so direkt ansprechen, aber genau darauf läufts hinaus. Und soeben gefunden: Obamas Anfechtung gegen die Einstellung des NDAA wegen Verstoss gegen die Verfassung und Menschenrechte war erfolgreich. Endgültige Entscheidung wird der 28. Sept. sein. Wenn man also noch dazu nimmt, dass Obama während des Wahlkampfs solche unpopulären und menschenverachtenden, unamerikanischen Gesetze für die Bildung eines faschistischen Polizeistaates mit juristischen Winkelzügen durchboxt, gleichzeitig die Republikaner keinen Wahlkampf damit betreiben, kann man erahnen, wie ernst die Lage ist. Bemerkenswert auch, dass dies eine russische Zeitung meldet und keine Inländische. Es wird zudem im Artikel noch eine Verbindung mit der Occupy-Wallstreetbewegung gesehen, die sich diese Tage jährt. Ich sehe auch noch eine weitere Verbindung. Nämlich dieser Anti-Islamfilm, der zu den neuerlichen Protesten in über 20 Länder geführt hat. Das Thema wird in den amerikanischen Medien breitgetreten und wird künstlich noch weiter hochgepusht. Jetzt hat sogar eine Schauspielerin Klage gegen den Produzenten erhoben. Der NDAA sieht ja vor, gegen Terroristen wie Al-Qaida und radikal-islamische Kräfte vorzugehen, was mit dem NDAA schnell zu einer solchen Zugehörigkeit führen kann, wenn plötzlich Amerikaner auf die Strasse gehen und gegen islamophobische Darstellungen beginnen zu protestieren, weil die Auswirkungen in antiamerikanischen, islamischen Länder verheerend sind und dem amerikanischen Ruf noch weiter schaden. Das könnte schnell zu einer Auslegung führen, dass Amerikaner mit Islamisten symphatisieren. Der Regierung ist das auf jeden Fall zuzutrauen. Man findet auch zahlreiche Warnungen im Internet, welche von einer Octobersurprise ausgehen. Einfach ignorieren würde ich das nicht, da sich viele Berichte, auf Meldungen von Beamten oder Polizisten beziehen, welche darauf von höherer Stelle vorbereitet wurden.

 

http://www.zerohedge.com/news/us-totalitarian-state-wins-after-all-obama...

19.09.2012 17:05
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sime hat am 19.09.2012 - 12:54 folgendes geschrieben:

... werden alle Fahrzeuge, egal wem sie gehören, per Gesetz dazu dienen können, Ziviltransporte durchzuführen. Das heisst, Dein Auto kann vom Homeland of security und allen anderen Agenturen, die dort aufgelistet sind, beschlagnahmt und für Ziviltransportzwecke benützt werden. ...

Das ist an sich ja nichts schlimmes. Ich unterstelle mal, dass jedes Land Gesetze hat, wonach im Kriegsfall Privatfahrzeuge vom Militär beschlagnahmt werden dürfen.

Interessant ist aber, die verschiedenen Massnahmen zu kombinieren: Da wären einmal die berüchtigten FEMA-Camps, die derzeit gebaut werden und die jeweils grössere Menschenmengen internieren können (= Doppelter Stacheldrahtzaun mit Krone gegen innen, also um Leute am Ausbruch zu hindern, nicht am Einbruch).
Weiterhin der Versuch, über NDAA1021 die gesetzliche Grundlage zu schaffen, dass die Armee US-Bürger verhaften und ohne Anklage unbegrenzte Zeit internieren darf.

Kombiniert man beides, kommt man auf die Verschwörungstheorie, die US-Regierung bereite sich auf gröbere Unruhen vor.

19.09.2012 12:54
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Diese Definition kommt zum Tragen, wenn der nationale Notstand ausgerufen wird. Es heisst einfach, mit Ausnahme des Verteidigungsdepartements (und landwirtschaftliche) werden alle Fahrzeuge, egal wem sie gehören, per Gesetz dazu dienen können, Ziviltransporte durchzuführen. Das heisst, Dein Auto kann vom Homeland of security und allen anderen Agenturen, die dort aufgelistet sind, beschlagnahmt und für Ziviltransportzwecke benützt werden. Auch jede private und öffentliche Wartungshalle kann für Reparaturen und andere Massnahmen von den Agenturen gebraucht werden. So versteh ich es.

19.09.2012 12:44
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civil transportation

der kopierte text könnte an und für sich als innovatives verkehrskonzept angesehen werden, welches "civil transportation" in erster Linie definiert.

meiner ansicht nach geht es um ein GPS gesteuertes system (also shall include direction, control, and coordination of civil transportation capacity regardless of ownership).

ok, in amerika werden also künftig zivile transportmittel computergesteuert und miteinander vernetzt jetzt schau ich noch den artikel an Smile

wer sagt denn, dass diese furchteinflössenden gesetzeshüter jemals zum einsatz kommen? vielleicht setzt sich die vernunft durch.

19.09.2012 11:00
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MarcusFabian hat am 19.09.2012 - 10:12 folgendes geschrieben:

sime hat am 17.09.2012 - 14:01 folgendes geschrieben:

Obama hat an Silvester den verfassungswidrigen Gesetzesartikel NDAA (National Defense Act) mit Judikation durchgeboxt. Somit können amerikanische Bürger bei Bedrohung der nationalen Sicherheit ohne Recht auf einen Prozess eingesperrt werden.

 

Ganz so schlimm ist es dann doch nicht geworden:

Am 1. Januar 2012 trat NDAA, Section 1021 in Kraft, wonach US-Bürger ohne Anwalt und ohne ordentliches Gericht vom US-Militär auf unbegrenzte Zeit in Haft genommen werden können, wenn sie einer Verbindung zu Terrorismus verdächtigt werden. Soweit korrekt.

Am 7. Juni jedoch hat das US Bundesgericht diesen Artikel als unverfassungsmässig erklärt und somit den demokratischen Rückschritt (zumindest vorläufig) aufgehoben! 

Was mir übrigens schon lange an NDAA sauer aufgestossen ist:
Offiziell ist NDAA ja "nur" das Budget für die US-Streitkräfte und somit eigentlich uninteressant. Deshalb unterstelle ich mal, dass auch die meisten US-Politiker das Budget nicht durchgelesen und mehr oder weniger "blind" genehmigt haben.
Dass man in so ein Budget auch Artikel reinschmuggelt, die die Menschenrechte und die Verfassung betreffen, sieht mir schon sehr nach einer Nebelkerze aus!

 

Das kann man sich anders beim Besten Willen nicht erklären. Komisch ist auch, dass Romney dagegen keinen Wahlkampf betreibt, das Thema muss wohl ziemlich totgeschwiegen werden. Ausserdem ist merkwürdig, dass es sich um ein sich jährlich wiederholendes und eigentlich "hundsgewöhnliches" Gesetz handelt, dass ja wie Du sagst, dass Budget der Streitkräfte betrifft. Warum nun Obama und Entourage den Entscheid juristisch anfechten, sagt viel über diesen Frosch aus. Er missachtet die Judikative des obersten Gerichtshofes und missbilligt die Verfassung, wie auch Menschenrechte. Siehe, wie er der Frage ausweicht, warum er den Entscheid anfechte:

http://www.youtube.com/watch?v=ceobsac7LE8&feature=related

 

Diese Executive Order ist vom März dieses Jahres und  hat es auch in sich. Rein der Titel ist furchteinflössend.

 

http://www.whitehouse.gov/the-press-office/2012/03/16/executive-order-na...

 

Hieraus kopiert:

a)  "Civil transportation" includes movement of persons and property by all modes of transportation in interstate, intrastate, or foreign commerce within the United States, its territories and possessions, and the District of Columbia, and related public storage and warehousing, ports, services, equipment and facilities, such as transportation carrier shop and repair facilities.  "Civil transportation" also shall include direction, control, and coordination of civil transportation capacity regardless of ownership.  "Civil transportation" shall not include transportation owned or controlled by the Department of Defense, use of petroleum and gas pipelines, and coal slurry pipelines used only to supply energy production facilities directly.

 

 

 

19.09.2012 10:12
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sime hat am 17.09.2012 - 14:01 folgendes geschrieben:

Obama hat an Silvester den verfassungswidrigen Gesetzesartikel NDAA (National Defense Act) mit Judikation durchgeboxt. Somit können amerikanische Bürger bei Bedrohung der nationalen Sicherheit ohne Recht auf einen Prozess eingesperrt werden.

 

Ganz so schlimm ist es dann doch nicht geworden:

Am 1. Januar 2012 trat NDAA, Section 1021 in Kraft, wonach US-Bürger ohne Anwalt und ohne ordentliches Gericht vom US-Militär auf unbegrenzte Zeit in Haft genommen werden können, wenn sie einer Verbindung zu Terrorismus verdächtigt werden. Soweit korrekt.

Am 7. Juni jedoch hat das US Bundesgericht diesen Artikel als unverfassungsmässig erklärt und somit den demokratischen Rückschritt (zumindest vorläufig) aufgehoben! 

Was mir übrigens schon lange an NDAA sauer aufgestossen ist:
Offiziell ist NDAA ja "nur" das Budget für die US-Streitkräfte und somit eigentlich uninteressant. Deshalb unterstelle ich mal, dass auch die meisten US-Politiker das Budget nicht durchgelesen und mehr oder weniger "blind" genehmigt haben.
Dass man in so ein Budget auch Artikel reinschmuggelt, die die Menschenrechte und die Verfassung betreffen, sieht mir schon sehr nach einer Nebelkerze aus!

19.09.2012 09:47
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geldsack hat am 19.09.2012 - 09:38 folgendes geschrieben:

Ich meinte damit auch eigentlich nur: Kopf hoch !

 

Gib mir Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann; gib mir den Mut, Dinge zu ändern, die ich zu ändern vermag, und gib mir die Weisheit, das eine vom andern zu unterscheiden. Drinks

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