Schweizer Aktien und CHF, September 2014

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MarcusFabian
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Schweizer Aktien und CHF, September 2014


Es ist schon wieder Zeit für einen neuen Eröffnungsthread. Dabei gibt es eigentlich gar nichts Neues, denn makroökonomisch hat sich nichts verändert.

Aber der Reihe nach:

Fassen wir zuerst das grosse Bild zusammen, das im Wesentlichen seit über einem Jahr unverändert ist:

Die Zentralbanken drucken weiterhin frisches Geld, das irgend wo hin fliessen muss und Anleihen und Aktien sind offenbar die bevorzugten Parkplätze. Die Wirtschaft erholt sich, wenn auch nur anämisch.

Aktien sind zwar derzeit überbewertet aber weiterhin alternativlos. Wo wollte man sein Geld auch sonst parken ausser im Aktienmarkt? Gute Anleihen werfen - wenn überhaupt - so wenig Rendite ab wie ein Sparbuch nämlich unter 1%. Immobilien sind erstens nicht jedermanns Sache und in der Schweiz ebenfalls wieder auf sehr hohem Niveau. Rohstoffe bleiben weiterhin uninteressant, denn weit und breit ist keine Teuerung in Sicht.


Aus der etwas kürzeren Sicht von einigen Monaten:
Politische Börsen werden derzeit offenbar nicht gespielt. Die sich zuspitzende Kriegsgefahr rund um die Ukraine hätte zwar eigentlich das Potenzial für einbrechende Märtke gehabt aber offenbar glaubt niemand so recht an einen Krieg mit Einsatz von NATO-Truppen. Es gab zwar ab Mitte Juli einen kurzen Einbruch um etwa 5% an den Aktienmärkten aber der ist mittlerweile wieder ausgeglichen. SMI steht kurz unter seinem Allzeithoch vom Juni, der S&P500 sogar darüber.
Auch die klassischen Krisen-Assets Öl und Gold stehen immer noch dort, wo sie schon Anfang Jahr standen: Öl pendelt um die $100, Gold um die $1300. Von Krisen-Angst oder Kriegs-Angst also keine Spur.

Die aktuelle Marktstimmung kann man am treffendsten auf englisch mit dem Wort "complacency" umschreiben, was leo.org übersetzt als "Selbstzufriedenheit", "Wohlbehagen", "Gleichgültigkeit", "Nachlässigkeit". Kurz: Langeweile pur. Keine Begeisterung, keine Angst.

Wie geht es kurz- und mittelfristig weiter?

Man kann argumentieren, dass dieser Zustand der Lethargie durchaus die Basis bildet für überraschende Börsenbewegungen. Nach oben wie auch nach unten. Aber da man Schwarze Schwäne nie kommen sieht, kann man sie auch nicht prognostizieren und timen.
Der nächste grössere Impuls von dem wir wissen, liegt in weiter Ferne und betrifft eine eventuelle Zinserhöhung der Fed, die etwa für März 2015 erwartet wird. Selbst das erwartete Auslaufen von QE3 etwa im Oktober dürfte bereits vollständig eingepreist sein. Es bietet keinerlei Überraschungspotenzial.

Sofern sich also keine unerwarteten Schwarzen Schwäne zeigen, die Zinsen auf rekord-niedrigem Niveau bleiben und die Lage in der Ukraine überblickbar bleibt, spricht alles dafür, dass die Märkte auch im kommenden September ihren Trott begeisterungslos aber in der Tendenz steigend fortführen werden. Auch wenn es nach neuem ATH im S&P500 eine weitere Korrektur so gegen den 10. September geben dürfte.

Wie geht es langfristig weiter?

Wenn etwa im Januar 2015 die Wachstumszahlen Europas veröffentlicht werden, dürfte es nach meiner Einschätzung zu einem Schub nach oben kommen.

Wir erinnern uns, dass die USA per 1. August 2013 die Berechnungsmethode für das GDP geändert haben. Seither werden Produktion von Filmen oder Büchern, Forschung&Entwicklung etc. mit ins GDP eingerechnet, was diesem zwischen 1.7% und 3% bringt. (siehe hier: http://www.rottmeyer.de/neue-berechnungsmethode-steigert-das-us-bruttoin... ).
Über Sinn und Zweck dieser statistischen Anpassung kann man streiten. Ob also bereits die Produktion eines Filmes (der vielleicht nie geschaut wird) dem GDP etwas bringt oder erst dessen Verkauf, Kino-Einnahmen etc.
Wie auch immer. Die neue Berechnungsmethode ist nun mal Fakt.

Ab morgen, dem 1.9.2014, wird Europa ebenfalls mit diesen neuen Berechnungsmethoden arbeiten. Entsprechend werden die Zahlen für das Q3 2014 überraschend gut ausfallen.
Besonders interessant ist Italien (derzeit in der dritten Rezession seit 2008), das zusätzlich auch die Schattenwirtschaft mit einbezieht. Das sind namentlich die geschätzten Umsätze, die die Mafia mit Geldwäscherei, Drogenhandel und Prostitution erzielt. Da die Mafia bekanntlich keine Steuererklärung abgibt, die ihre illegale Tätigkeit belegen, wird es sich hierbei um reine Schätzungen der italienischen Statistiker handeln. Und da gibt es natürlich jede Menge Phantasiepotenzial.
Sollte sich also Italien im Januar unerwartet aus der Rezession katapultiert haben, wissen wir, woran das liegt Wink

Ein weiterer Punkt, der von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen wurde, weil er etwa zeitgleich mit dem Abschuss der MH17 passierte:
Die BRICS-Staaten haben am 15. Juli 2014 als Konkurrenz zum IWF ihre eigene BRICS-Bank gegründet. Die BRICS-Staaten repräsentieren zusammen 40% der Weltbevölkerung und 25% des Welt-GDP. Somit ist das nicht zu unterschätzen. Vor allem, weil davon auszugehen ist, dass sich weitere Zweit- und Drittweltländer umorientieren dürften.

Ziel der BRICS-Bank (auch wenn das öffentlich nicht so ausgesprochen wird) dürfte sein, vom Dollar als Welt-Leit und -Handelswährung unabhängiger zu werden und den Handel entsprechend in Lokalwährungen (Rubel, Yuan ..) auszubauen. Entsprechend dürfte der nächste Schritt dahin gehen, einen Währungskorb zu schaffen, in dem neben Dollar, Euro, Pfund und Yen neu auch Renmimbi, Rubel, Real, Rand, Gold und evlt. Erdöl hinzu kommen.
Langfristig dürfte deshalb die Nachfrage nach Dollars sinken und somit auch sein Preis und seine Bedeutung.
Finanzielle Sanktionen der USA, wie sie gegen den Iran und neuerdings auch gegen Russland bestehen, verlieren dann an Biss.


Fazit
Um eine Analogie zum Wetter zu nehmen: Ich erwarte für den nächsten Monat weder eine Hitzewelle noch einen Sturm sondern meist freundliches, leicht bewölktes Wetter mit einigen kurzen Regenschauern ab und zu.

Happy Trades!
 

Elias
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Jetzt gehen auch Mario Draghi die Optionen aus

Ihm ist es zu verdanken, dass die Eurokrise bisher nicht vollends eskaliert ist. Nächsten Donnerstag muss der Chef der Europäischen Zentralbank erklären, wie er auf die erneut verschlechterte Lage reagieren will.

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/Jetzt-gehen-auch-Mario...

 

Es wird spannend.

 

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Goldman sieht Euro-Parität zum Dollar

Der Euro wird Goldman Sachs zufolge in ein paar Jahren auf Parität zum Dollar sinken.

Goldman steht mit der Prognosesenkung nicht allein dar. Auch JPMorgan Chase kürzte am Freitag die Erwartung für den Euro-Kurs bis Ende Juni 2015 von 1,28 Dollar auf 1,26 Dollar.

Brooks ist der Ansicht, dass die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik weiter lockern muss, um fallenden Inflationserwartungen entgegenzuwirken.

Wachstum in den USA besser

“Die EZB wird weiter lockern, ich weiß zwar nicht, welche Form das haben wird, aber die Richtung der Politik ist ziemlich klar”, sagte der Stratege zu Bloomberg News. “Die Leute hatten Zweifel gehegt, ob die EZB die niedrige Inflation ernst nehmen wird; solche Annahmen werden jetzt überdacht.”

http://www.cash.ch/news/top_news/goldman_sieht_europaritaet_zum_dollar-3...

 

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Elias
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TeeTasse83 hat am 31.08.2014 - 17:24 folgendes geschrieben:

- SHORT: selbstredend
- SHORT-CASH: 50% Short
- CASH: selbstredend
- CASH-LONG: 50% Long
- LONG: selbstredend
 

Das ist nicht nur Spam, das ist völliger Schwachsinn. Null Inhalt, dafür selber geschrieben. Super.

Aber es passt zu jemandem, der irgendwelchen Nonsens über einen Index-Fonds verkauft.

 

Ein sinkender Euro hat einen sinkenden Franken zur Folge. Das wiederum ist z.B. gut für Holcim.

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in_God_we_trust
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Vielen Dank MF für Deine gute "unbewölkte" Eröffnung!

Gruss
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Sind das die Bilder, die wir bald auf Google Earth werden bewundern können?

http://www.slate.com/blogs/future_tense/2014/08/29/digitalglobe_worldvie...

Gruss
iGwt

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khug
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@MarcusFabian: Danke für Deine interessante Einschätzung.

Gibt es in diesem Forum eigentlich nur iGwT, Elias, Teetasse, oder auch noch andere Meinungen zum kommenden Monat? 

 

Unabhängige Informationen zum Investieren in Aktien findet Ihr auf 
www.clever-investiert.info

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khug hat am 01.09.2014 - 18:25 folgendes geschrieben:

Gibt es in diesem Forum eigentlich nur iGwT, Elias, Teetasse, oder auch noch andere Meinungen zum kommenden Monat? 

 

Ja, Dich z.B.! Was meinst Du zum kommenden Monat? Wink

Gruss
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Supermari
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khug hat am 01.09.2014 - 18:25 folgendes geschrieben:

@MarcusFabian: Danke für Deine interessante Einschätzung.

Gibt es in diesem Forum eigentlich nur iGwT, Elias, Teetasse, oder auch noch andere Meinungen zum kommenden Monat? 

 

 

Solange wir nicht unter 8500 fallen ist der SMI neutral. Unter 8250 wirds brenzliger.

Sollten die 8760 fallen und wir mit mind. 8750 ins Wochenende mal gehen > bullisch! Angriff ATH möglich.

Der Monatsstart ist soweit mal geglückt... Eine etwas höhere Eröffnung wäre zwar besser gewesen (Chart). Aber auch so war es ganz i.O. Jetzt muss der Kurs nur gehalten werden können diesen Monat.

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Sorry, off-topic, aber on-time

Pro Memorandum heute vor 75 Jahren:

http://www.youtube.com/watch?v=28cbwWvsM2M

 

Ich hoffe, das wiederholt sich heute nicht wieder, statt in Polen in der Ukraine und statt mit Hitler, mit einem EU Kommissionsdiktator oder einem Nato-Oberbefehlshaber eines Friedensnobelpreisträgers, der beweisen muss, dass er auch anders kann! Unknw

Gruss
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marsi24
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Was habt ihr alle mit dem SMI? Richtig, der kommt nicht vom Fleck. Kein einziger. Meine erste Aktie war eine SMI Aktie. Nie wieder tue ich mir das an. 

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Es ist natürlich etwas unfair, den SMI im Juni bei 8750 und bei USD/CHF 0.90 mit dem heutigen Stand bei fast 8750 und bei USD/CHF 0.92 zu vergleichen. Es fehlen noch rund 2% bis zum wirklichen Gleichstand! Auch Gold liegt heute leicht höher als am 10 Juni.

Ich halte mich bei diesen Kursen vor Käufen zurück, verkaufe aber nichts. Nur wenn die Kurse im September/Oktober substanziell zurückkommen, denke ich eventuell wieder an ein paar Käufe, halte mich aber generell zurück, denn die Börsen stehen in luftigen Höhen.

Wenn der CHF weiter sinkt, ist ein SMI von weit über 9000 bis Mai 2015 natürlich leicht möglich. Danach aber ist wohl Ende der Fahnenstange!

Gruss
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marsi24 hat am 01.09.2014 - 19:41 folgendes geschrieben:

Was habt ihr alle mit dem SMI? Richtig, der kommt nicht vom Fleck. Kein einziger. Meine erste Aktie war eine SMI Aktie. Nie wieder tue ich mir das an. 

Wo bist Du denn dabei?

Gruss
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marsi24
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Im SPI, auswärtige auch mal. Wobei die Kurse mir schon übel mitgespielt haben.

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marsi24 hat am 01.09.2014 - 19:51 folgendes geschrieben:

Im SPI, auswärtige auch mal. Wobei die Kurse mir schon übel mitgespielt haben.

Du fährst aber wohl keine Langfriststrategie, oder?

Gruss
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khug
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Was ich vom September erwarte, hat jemand weiter oben gefragt.

Prognosen sind nicht meine Sache. Ich sehe etwas überrascht, dass heute der SMI um den Jahreshöchstand herumturnt, aber die Überraschung ist auch Freude: Ich bin ja voll investiert.

Trotzdem, ich sehe nicht, was die Kurse von Schweizer Aktien generell noch höher treiben sollte. Die Gewinnausweise sind vorbei, grosse Überraschungen blieben dabei aus. Mergers und Acquistions kommen vielleicht als überraschende Elemt hinzu. Fundamental also keine nach oben treibenden Kräfte. Politisch gibt's natürlich eine ganze Palette von Dingen, welche die Preise nach unten drücken könnten, aber seit Monaten scheinen Schreckensnachrichten aus aller Welt die Märkte nicht ernsthaft zu beeindrucken. Selbst der schlappe Euro mit dem wirtschaftlich schlappen Europa ging spurlos am Schweizer Markt vorbei. 

Sollte nun irgendein Auslöser daherkommen, der ernsthaft auf die Stimmung drückt und sie zum Kippen bringt, kann es mit den Kursen jederzeit massiv nach unten gehen. Massiv deshalb, weil nicht wenige Aktien eher überbewertet sind. Lindt&Sprüngli mit einem KGV von 38? Wenn das nur gut geht! Nestle mit einem KGV von über 18? Untypisch hoch!) Niemand weiss, was der Auslöser für fallende Kurse sein wird, wann er kommen wird, ob im September, Oktober, 2014 oder 2015 oder noch später - oder morgen. 

Ich weiss nur, dass es irgendwann einfach wieder mal runtergeht, Aber ich habe wirklich keine Ahnung, wann das sein wird, weshalb es sein wird, und wie heftig der Abschwung sein wird. Ehrlich gesagt, ich hätte gerne, wenn das bald mal der Fall wäre - das würde mir zwar die Performance meiner Aktien verhageln, aber ich könnte wieder günstiger einige gute Dividendenaktien nachkaufen. Auf dem Radar habe ich nicht nur Schweizer Aktien wie Baloise  und Inficon (würde gerne bei beiden noch etwas aufstocken) sondern auch SAP, Drillisch, Fielmann, EDP Renovaeis, Pattern Energy Group, Starbucks, Microsoft, Apple, Sandisk, Ventas Healthcare, Himax Technologies, usw, usf. 

Bis Aktien wieder billiger sind, werde ich, mangels Barem, kaum grosse Käufe machen können. Es kommen zwar regelmässig Dividenden rein, aber das sind jetzt, in der 2. Jahreshälfte, keine grossen Beträge. 

Also, das ist nun wirklich keine Prognose, sondern einfach kurz aufgeschrieben, wie ich mich im Markt so fühle. Ich habe einige Short-Mini-Futures auf den SMI gekauft und werde diese verkaufen, sollten die Kurse fallen. Aber das ist eher gedacht als Cash-Generator, für eine wirkliche Absicherung meiner Gewinne wäre diese Position viel zu klein. 

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Tengri Lethos
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Gespannt (und angespannt) erwarte ich die Ereignisse dieses Septembers !

 

Der August begleitete uns mit dünnsten Handels-Volumen und einer Korrektur, die lange erwartet war aber letztlich so bescheiden ausfiel, dass sie diese Bezeichnung gar nicht erst verdient hat.

 

Geowirtschaftlich und geopolitisch dürften im September einige Tatsachen für eine Eintrübung sprechen, andere wiederum dagegen. Das gilt für Bluechips, für Nebenwerte, für Rohstoffe. Was soll nun der normale Anleger / Händler / Zocker davon halten und tun ?

 

Ich weiss es nicht und werde daher gemässigt und gestaffelt versuchen einige Positionen abzubauen, bis wir in den Herbst oder spätestens Winter/Frühling hinein wieder neue Impulse finden.

 

Etwas Cash schadet auf keinen Fall, und wer zuviel davon hat findet immer eine Nische, wo sich ein Investment auch kurzfristig lohnt.

 

(Tipps habe ich für das aktuelle Sommerende kaum mehr welche, es scheint mir alles etwas hoch bewertet. NWRN, BSLN, STLN, RIGN, SCTY, EVE: Hold ... SSYS hold/buy  ... FMS (Focus Graphite) Buy ... STGR (Stratmin Global), GSK (Glaxosmithkline): Speculative Buy ... ALP (Alabama Graphite), GZPR (Gazprom), RIOM (Rio Alto Mare): Watchlist ... VXL (Valence Industries), ISIS (Pharmaceuticals), Lenovo: Zug wohl abgefahren)

MarcusFabian
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marsi24 hat am 01.09.2014 - 19:41 folgendes geschrieben:

Was habt ihr alle mit dem SMI?

Guckts Du Thread-Titel Wink

MarcusFabian
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khug hat am 01.09.2014 - 20:40 folgendes geschrieben:


Trotzdem, ich sehe nicht, was die Kurse von Schweizer Aktien generell noch höher treiben sollte. Die Gewinnausweise sind vorbei, grosse Überraschungen blieben dabei aus.

Was die Aktien höher treiben könnte ist genau das, was sie schon in den letzten Jahren höher getrieben hat: Gelddruckerei (das Geld muss irgend wo parkiert werden) und je nachdem steigende Nachfrage nach dem Franken. Und so lange die Anleihezinsen am Boden sind gibt es keine Alternativen zu Aktien, wenn man eine einigermassen vernünftige Rendite haben will.

Daraus ergibt sich auch die Begründung, weshalb Aktien im Preis fallen könnten. Dann nämlich, wenn diese Faktoren nicht mehr gelten. Also bei sinkender Ausweitung der Geldmenge oder bei steigenden Zinsen von Anleihen, die dann Aktien wieder konkurrenzieren.

 

khug
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marsi24 hat am 01.09.2014 geschrieben:

Was habt ihr alle mit dem SMI? Richtig, der kommt nicht vom Fleck. Kein einziger. Meine erste Aktie war eine SMI Aktie. Nie wieder tue ich mir das an. 

Machst Du Witze? Wir stehen mit dem SMI bei einem Mehrjahreshöchst. Givaudan zum Beispiel kam in den letzten 10 Jahren ganz gut vom Fleck. Von etwa 600 auf 1540. Oder SGS, von 800 auf 2060 im gleichen Zeitraum. Oder gar Nestle, von etwa 30 auf heute 71.55. Alle haben auch Dividenden in diesem Zeitraum bezahlt. 

Vielleicht hast Du eher so was wie Myriad im Kopf, aber dann schau Dir mal den Chart über ein paar Jahre an: von 20 RUNTER auf aktuell 3.95. Ist das die Performance die Du Dir wünschst? Na dann viel Spass!

Ich verstehe echt nicht, was Du meinst. 

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Artikel bei cash.ch

Hier ein interessanter Artikel bei cash.ch vom 3.9.2014 zu Schweizer Aktien:

"Diese Aktien sollten ins Herbst-Körbchen"

http://www.cash.ch/news/front/diese_aktien_sollten_ins_herbstkoerbchen-3...

Elias
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«Privatanleger investieren zum falschen Zeitpunkt»

 Faber: «Die Weltwirtschaft wird sich abschwächen»

 

http://www.fuw.ch/article/faber-die-weltwirtschaft-wird-sich-abschwachen/

 

In den letzten Jahren lag er mehrheitlich daneben. Vielleicht klappt es dieses mal.

 

 

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
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To-do-Liste für Anleger im September

An den Aktienmärkten gilt der September als schwieriger Monat. Eine amerikanische Grossbank sagt nun, wie sich aus Anlegersicht dennoch Geld verdienen lässt.

Basisszenario der Grossbank stimmt zuversichtlich

Dass der September aus Anlegersicht mit Risiken gespickt ist, stellt der Verfasser des Kommentars nicht in Abrede. Neben saisonalen Verhaltensmustern werden auch das auslaufende Rückkaufprogramm für amerikanische Staatsanleihen und verbriefte Hypotheken der US-Notenbank sowie erste Übertreibungen am heimischen Aktienmarkt als Gefahrenherde bezeichnet.

Dennoch wird den Anlagekunden bei der Bank of America Merrill Lynch in diesen Tagen zu folgenden Aktivitäten geraten:

  • Auf den Dollar setzen. Der Greenback biete eine der letzten unterbewerteten Anlagemöglichkeiten und profitiere von besseren Nachrichten aus der amerikanischen Wirtschaft sowie von steigenden Zinsen.
     
  • Aktien ganz klar übergewichten. Trotz zahlreichen Risiken sei an Aktien schlichtweg nicht vorbeizukommen. Denn die Barmittelbestände seien zu hoch, die Anleihenmärkte zu freundlich und die Angst vor einer Korrektur zu verbreitet.
     
  • Gewinne in den Schwellenländern mitnehmen. Der Kapitalzufluss sei zuletzt zu stark ausgefallen und der erstarkte Dollar werde diesen Märkten zu schaffen machen.
     
  • Risikoanlagen abbauen. Dies aber nur, falls der amerikanische Bankenindex oder der Deutsche Aktienindex (DAX) nicht bald auf neue Jahreshöchststände klettern oder aber die Gold-Unze auf unter 1200 Dollar fällt.
     
  • Volatilität kaufen. Das im Hinblick auf eine mögliche Korrektur an den Aktienmärkten, welche allerdings erst im Laufe des Oktobers, wenn nicht gar erst im November erwartet werde.

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Gerd Gigerenzer - Kopf oder Bauch: Wer entscheidet besser?

Entscheide, bei denen Menschen auf ihre Intuition, ihre Bauchgefühle vertrauen, stehen nicht in gutem Ansehen. Zu Unrecht, meint Professor Gerd Gigerenzer, Direktor am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin.

http://tvprogramm.srf.ch/details/1dc1c804-de03-4420-92e3-73df25764071

 

Vieles davon war mir bekannt. Trotzdem ein guter Beitrag, auch zum Thema Börse

 

 

Zusammengefasst: Das Bauchgefühl hilft dort, wo man langjährige Erfahrung hat.

 

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Hans
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in_God_we_trust hat am 01.09.2014 - 19:43 folgendes geschrieben:

Wenn der CHF weiter sinkt, ist ein SMI von weit über 9000 bis Mai 2015 natürlich leicht möglich. Danach aber ist wohl Ende der Fahnenstange!

Was ist denn die Begründung betr. Ende der Fahnenstange, Bauchgefühl, oder einfach die 9000 als Wendepunkt?

Bei 10K könnte ich es verstehen...

Gruss Hans

in_God_we_trust
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Hans hat am 08.09.2014 - 20:18 folgendes geschrieben:

in_God_we_trust hat am 01.09.2014 - 19:43 folgendes geschrieben:

Wenn der CHF weiter sinkt, ist ein SMI von weit über 9000 bis Mai 2015 natürlich leicht möglich. Danach aber ist wohl Ende der Fahnenstange!

Was ist denn die Begründung betr. Ende der Fahnenstange, Bauchgefühl, oder einfach die 9000 als Wendepunkt?

Bei 10K könnte ich es verstehen...

Hallo Hans!

Das ist Bauchgefühl und die Tatsache, dass der CHF zum Dollar ca. 6% an Wert verloren hat in den letzten paar Wochen. Wenn der Anstieg des Dollars (sogar gegen Gold) in diesem Takt weiter geht, kann ich mir auch einen SMI von 10'000 gut vorstellen! Ansonsten weiss ich, dass ich nichts weiss.

Gruss
iGwt

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Wenn man von einem SMI von 10'000 ausgeht, sollte man keine russische und israelische Aktien halten.

Es sind ja nicht nur die hohen Courtagen und Währungsverluste. Da ist z.B. auch der Steuerrückbehalt, den man nicht zurückfordern kann.

 

Schweizer sollten Schweizer Aktien kaufen

Der bekannte Finanzjournalist Jens Korte äussert sich im cash-Interview zu seiner persönlichen Anlagephilosophie, zum US-Finanzsystem und zu seinem Arbeitsplatz Wall Street.

http://www.cash.ch/news/top_news/schweizer_sollten_schweizer_aktien_kauf...

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sime
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Elias hat am 09.09.2014 - 09:03 folgendes geschrieben:

Wenn man von einem SMI von 10'000 ausgeht, sollte man keine russische und israelische Aktien halten.

Es sind ja nicht nur die hohen Courtagen und Währungsverluste. Da ist z.B. auch der Steuerrückbehalt, den man nicht zurückfordern kann.

 

Schweizer sollten Schweizer Aktien kaufen

Der bekannte Finanzjournalist Jens Korte äussert sich im cash-Interview zu seiner persönlichen Anlagephilosophie, zum US-Finanzsystem und zu seinem Arbeitsplatz Wall Street.

http://www.cash.ch/news/top_news/schweizer_sollten_schweizer_aktien_kauf...

 

Sein Interview war wohl ein Promotionsakt für sein wohl sehr überflüssiges Buch "Rettet die Wallstreet". Da kann ich genauso gut Tagespresse lesen. Nichts Neues im Westen. Was hat denn der für Kunden aus der Schweiz? Kortes Hedgefund?

MarcusFabian
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sime hat am 09.09.2014 - 19:44 folgendes geschrieben:


Sein Interview war wohl ein Promotionsakt für sein wohl sehr überflüssiges Buch "Rettet die Wallstreet".

Wollte ich auch 'grad sagen: Jens Korte erzählt schon seit über 10 Jahren Schwachsinn.

onenightinbangkok
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Ich jedenfalls höre lieber Kortes Berichte, als dass ich so manchen Beitrag hier lese!

DM2000
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MarcusFabian hat am 09.09.2014 - 23:19 folgendes geschrieben:

sime hat am 09.09.2014 - 19:44 folgendes geschrieben:

 

Sein Interview war wohl ein Promotionsakt für sein wohl sehr überflüssiges Buch "Rettet die Wallstreet".

Wollte ich auch 'grad sagen: Jens Korte erzählt schon seit über 10 Jahren Schwachsinn.

Ich bin dem Jens Korte an einem Nachmittag, gehend im Kreis 5 (ZH) begegnet. Habe Ihn dann angesprochen. Ihn in ein Börsengespräch verwickelt. Hat sich zu meinem erstaunen zu einem Drink einladen lassen und wir haben uns ein gutes Stündchen über die Börse unterhalten. Seine Informationsquelle ist CNBC. That's it. Und ja, hie und da ein Plauderchen mit einem Wall Street Parket Männlein. Die müssten auch nicht jeden Tag auf dem "Parkett" stehen, wären diese wirklich klug und taff.

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