Sell in May, and go away!

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08.05.2013 14:41
#1
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Sell in May, and go away!

Für mich war's das für diese Saison, habe heute realisiert und bin ganz zufrieden:

 

CFR: B 52.50, S 78.90

NESN: B 57.569, S: 65.85

SLHN: B 101.90, S 149.80

SLOG: B 0.84, S 1.21

Einziger Wermutstropfen war Xstrata, hab mich aber noch rechtzeitig getrennt.

 

So, weg und vielleicht Cabrio kaufen. Man sieht sich im September Wink

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21.04.2016 10:05
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Startet jetzt eine neue Hausse oder ist

 „Sell in May“ für 2016 die richtige Devise?

 

Die vergangenen Wochen und Monate waren sicher nichts für schwache Börsianer-Nerven. Dies gilt insbesondere für Anleger, die ihre Investments auf den Dax konzentrieren. 

Denn im Lauf des ersten Quartals war der deutsche Leitindex in der Spitze um fast 20% in die Tiefe gerauscht. Einen Teil seiner Verluste konnte der Dax zumindest wieder wettmachen. 

Dabei gelang nun die Rückkehr in den fünfstelligen Kursbereich, und erstmals seit Anfang Dezember hat der Markt jetzt sogar wieder die 200-Tage-Linie vor Augen. Das bedeutet: 

Jetzt wird´s spannend! 

Aus dem Blickwinkel der Charttechnik befindet sich das heimische Leitbarometer damit in einer äußerst spannenden Ausgangsposition. Denn mit dem deutlichen Sprung über die 200-Tage-Linie würde der Dax seinen 2016er-Crash abhaken können und das Signal für den Start einer neuen Hausse geben. Doch: 

So mancher Anleger und Analyst befürchtet, dass das Pulver auch schon wieder verschossen sein könnte. Zumal wir uns nun immer mehr der traditionell schwachen Börsen-Jahreszeit nähern. Denn es dürfte nicht mehr lange dauern, bis wieder die alljährlichen „Sell in may and go away“-Artikel aus den Redaktionsschubladen hervorgekramt werden. Sie sehen: 

Derzeit herrscht Hochspannung an der Börse. Daher würde uns brennend interessieren, wie Sie ganz persönlich die weitere Richtung des Marktes einschätzen. Deswegen haben wir jetzt wieder unser boerse.de-Anleger-Barometer gestartet.

http://www.boerse.de/geldanlage/Startet-jetzt-eine-neue-Hausse-oder-ist-...

 

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

30.07.2015 10:02
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SMI überspringt 9400 Punkte

Nur noch gut 100 Punkte fehlen dem SMI bis zum Allzeithoch.

http://www.cash.ch/news/front/smi_ueberspringt_9400_punkte-3352211-449

 

 

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Benjamin Franklin

20.07.2015 11:08
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Neue Börsenhöchststände schon im Sommer?

So ist es

 

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Benjamin Franklin

24.06.2015 14:50
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Neue Börsenhöchststände schon im Sommer?

Alleine schon die Aussicht auf eine Einigung zwischen Griechenland und seinen Geldgebern reichte in den letzten Tagen aus, um die europäischen Börsen kräftig klettern zu lassen. Man könnte glauben, der Kauf von Aktien werde schon morgen verboten.

Das wiederum sorgt für Wasser auf die Mühlen von Kepler Cheuvreux. In einem Kommentar lehnt sich der für das Cross Asset Research tätige Stratege weit aus dem Fenster und sagt den Börsen schon für Sommer neue Höchststände vorher.

Dank der zögernden Haltung der US-Notenbank bei der ersten Leitzinserhöhung seit acht Jahren sieht er den S&P-500-Index in die Region von 2200 bis 2250 Punkten vorstossen. Einer weiteren Höherbewertung stehe in den nächsten Monaten nichts im Wege.

Noch zuversichtlicher ist der Experte für die europäischen Aktienmärkte. Anders als seine Berufskollegen sieht er nicht anziehende Unternehmensgewinne oder eine weitere Höherbewertung als treibende Kraft hinter einem Anstieg, sondern schlichtweg die Rückabwicklung von Absicherungstransaktionen.

Was den Ausverkauf an den europäischen Anleihemärkten angeht, so lässt sich der Stratege keine grauen Haare wachsen. Von den Kursverlusten bei Schuldtiteln guter Schuldner sieht er Signalwirkung für die Märkte ausgehen. Noch hält der Experte die Korrektur in diesem Bereich nicht für abgeschlossen.

Dass die Akteure an den Aktienmärkten bislang nicht in defensive Qualitätsaktien geflüchtet seien, sei ermutigend. Folglich bleibt er im Rahmen seines Musterportfolios vollumfänglich investiert. Auch von seiner vorsichtigen Haltung für den als defensiv verschrieenen Schweizer Aktienmarkt weicht der Stratege nicht ab. Er stuft diesen wie bis anhin mit "Underweight" ein.

Einmal mehr scheinen die Strategen recht zu bekommen, welche ihrer Anlagekundschaft zum Kauf von Aktien in Schwächen raten. Das mag solange gut gehen, bis sich die Marktakteure ihrer Sache zu sicher werden.

http://www.cash.ch/news/top_news/neue_boersenhoechststaende_schon_im_som...

 

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Benjamin Franklin

02.06.2015 11:29
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Domtom01 hat am 12.05.2015 - 21:51 folgendes geschrieben:

Aber verschone den Rest. Danke!

Oh ja Opa, befolge bitte den Rat von User Domtom01!

Überheblich, arrogant oder eben doch "nur" genial?

28.05.2015 13:47
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3-Wetter-Taft Die Frisur hält

Die Börse in China taumelt, die Griechen kommen nicht vom Fleck und in der Ukraine brodelt es weiter

Der SMI hält sich

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

12.05.2015 21:51
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Widerspruch

Ein echter Langfrist-Anleger investiert kein Geld, das er "braucht". Er verkauft auch nicht im Mai, weil es ihm ein Spruch vorsagt. Er verfolgt eine Strategie, die so einfach wie schwierig ist. Aber was red ich. Geh in deinen Thread, bleib dort, erzähl dort was du willst, wem du willst, es ist dein Platz. Aber verschone den Rest. Danke!

12.05.2015 16:26
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Elias hat am 12.05.2015 - 15:05 folgendes geschrieben:

in_God_we_trust hat am 12.05.2015 - 14:39 folgendes geschrieben:

Tja, da sind wir uns ausnahmsweise mal einig!

Im Uebrigen hat "sell in May" dieses Jahr noch kaum angefangen! Wir schreiben erst den 12ten. Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben.

Aktuell ist es ein Minenfeld.

Es gibt Leute, die raten zum Verkauf im Mai.

 

Ich rate nicht (mehr) zum Verkauf. Wenn man aber Bares braucht, ist es eine gute Zeit zum Verkaufen, nämlich schlicht so ziemlich auf Höchstkursen. Weniger Ideal wäre es in der Regel im September oder Oktober verkaufen zu wollen.

Gruss
iGwt

"Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und euch spät erst niedersetzt, um das Brot der Mühsal zu essen; denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf." ( Psalm 127:2 )

12.05.2015 15:05
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in_God_we_trust hat am 12.05.2015 - 14:39 folgendes geschrieben:

Tja, da sind wir uns ausnahmsweise mal einig!

Im Uebrigen hat "sell in May" dieses Jahr noch kaum angefangen! Wir schreiben erst den 12ten. Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben.

Aktuell ist es ein Minenfeld.

Es gibt Leute, die raten zum Verkauf im Mai.

 

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12.05.2015 14:39
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Ein Mann ohne Feinde ist ein Mann ohne Wert

Tja, da sind wir uns ausnahmsweise mal einig! Drinks

Im Uebrigen hat "sell in May" dieses Jahr noch kaum angefangen! Wir schreiben erst den 12ten. Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben.

Gruss
iGwt

"Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und euch spät erst niedersetzt, um das Brot der Mühsal zu essen; denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf." ( Psalm 127:2 )

12.05.2015 14:11
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Sell in May: So viel hat der SMI bereits verloren

Seit dem Jahreshoch im April hat die Schweizer Börse teils massiv verloren. Mussten einige Titel gemäss der Börsenweisheit «Sell in May» zweistellige Verluste hinnehmen, schlagen sich andere wacker.

Vor ziemlich genau einem Monat kletterte der Schweizer Leitindex SMI auf fast 9500 Punkte – ein Jahreshoch. Danach begann der Abstieg – den gerne zitierten Ausverkauf im Mai zogen die Börsianer vor: Zwischenzeitlich verlor das wichtigste Schweizer Börsenbarometer knapp sieben Prozent, mittlerweile steckt es noch immer vier Prozent im Minus.

Kalt erwischt hat es den Rückversicherer Swiss Re. Die Titel verloren seit dem 10. April mehr als 17 Prozent, dabei überraschte die Firma mit ihrem ersten Quartalsbericht. Der Gewinn ging durch die Decke. Dass die Aktie trotzdem der grösste Verlierer der Frühjahrsverkaufsrunde an der Schweizer Börse war, liegt daran, dass viele Anleger die Hand aufmachten und die Dividende in Höhe von acht Franken einheimsten – ganz im Sinne der alten Börsenweisheit «sell in May and go away».

Swatch geht mit dem Dollar tauchen

Wenig Vertrauen hatten die Investoren auch in den Uhrenpatron Hayek. Die Swatch Group ist die zweitgrösste Verliererin des Ausverkaufs. Seit dem 10. April haben die Aktien 14 Prozent an Wert verloren. Bis zum 7. Mai hielten sich die Titel noch weit über 410 Franken, dann kam der Anleger-Schock. Schwache Konjunkturdaten aus den USA schickten den Dollar auf Tauchfahrt und rissen auch gleich die Swatch-Aktien mit. Die Titel sackten auf fast 390 Franken ab. Die Erholung blieb bisher aus.

Platz drei der schlechtesen Aktien geht mit einem Minus von 13 Prozent an den Sanitärtechnikkonzern Geberit. Der Bluechip muss die Sanitec-Übernahme verdauen und verbuchte deshalb weniger Gewinn als in der Vorjahresperiode. Viele Anleger trennten sich daraufhin vom Titel.

Anleger stossen Adecco ab

Der vierte SMI-Titel, dessen Börsenwert innert kurzer Zeit massiv abgenommen hat, ist Adecco. Mit einem Minus von über 12 Prozent gehört der Stellenvermittler zu den grössten Verlierern. Der Aktienkurs fällt seit Ende April, in der Spitze sogar um knapp 18 Prozent auf ein Tief von 70 Franken, obschon es der Firma rein wirtschaftlich gesehen ganz gut läuft. Die konjunkturelle Erholung in Europa sorgte für kräftigen Rückenwind im ersten Quartal, unterm Strich resultierte ein Reingewinn von 160 Millionen Euro – ein Plus von 45 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Der Ausverkauf folgt denn ebenfalls auf die Auszahlung einer Dividende, im Fall des Personaldienstleisters in Höhe von zwei Franken je Aktie, und auf den angekündigten Doppelwechsel an der Spitze. Konzernlenker Patrick de Maeseneire und Finanzchef Dominik de Daniel verlassen den Stellenvermittler im Sommer. Der Finanzchef geht offenbar, weil er nicht zum Konzernchef befördert wurde – ein Zeichen für Unmut im Führungsgremium.

Nur sechs Titel im Plus

Nur sechs der 20 SMI-Titel konnten dem Negativtrend der vergangenen 30 Tage widerstehen. Mit einem Minus von vier Prozent gehört der Pharmagigant Roche sogar zum gesicherten Mittelfeld (eine Übersicht zur Performance aller SMI-Titel finden Sie in der obigen Bildergalerie). 

Stark entwickelte sich die Aktie von Transocean. Der weltgrösste Vermieter von Ölbohrinseln wurde zuletzt geohrfeigt von Analysten und Investoren: Abschreiber und schwere Unternehmensverluste belasteten den Zuger Konzern. Im Februar trat Unternehmenschef Steven Newman per sofort zurück. Die Deutsche Bank sah die SMI-Aktie bereits kollabieren. Doch mit der Erholung des Ölpreises stieg jüngst auch der Aktienkurs von Transocean. Seit dem Jahreshoch vom April konnten die Titel fast um 10 Prozent zulegen.

Übernahmeofferte treibt Syngenta-Aktie

Das genügt aber nicht für den Bergpreis: Die Siegeraktie der vergangenen 30 Tage wurde erst vor wenigen Tagen von einem Übernahmeangebot angetrieben. Lange Zeit hat sich wenig bewegt – beim Kurs und beim Handelsvolumen. Dann folgte die Explosion: Der Agrochemie-Konzern Syngenta bestätigte, dass der weltgrösste Saatguthersteller Monsanto eine Übernahmeofferte unterbreitet hat. Der Aktienkurs ging durch die Decke. Und der Trend dürfte anhalten. Die Aktien des Unternehmens sind auch zu Beginn der neuen Woche gefragt. Am Montag gingen die Titel wieder mit einem starken Plus aus dem Handel.

http://www.handelszeitung.ch/invest/sell-may-so-viel-hat-der-smi-bereits...

 

Wieder ein Beitrag zum gleichen Thema von der Handelszeitung

 

 

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

27.04.2015 10:14
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Sell in May? In diesem Jahr sind sogar hohe Gewinne drin

Im Mai aussteigen und erst nach dem Sommer wieder an der Börse mitmischen – dieser Rat ist alt, aber häufig schlecht. Warum es in diesem Jahr im Mai sogar deutliche Kurssteigerungen geben könnte.

http://www.handelszeitung.ch/invest/stocksDIGITAL/sell-may-diesem-jahr-s...

 

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

17.12.2014 08:57
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MarcusFabian hat am 16.12.2014 - 19:44 folgendes geschrieben:

Elias hat am 16.12.2014 - 15:52 folgendes geschrieben:

Die USA sind der Erdölproduzent Nr. 1

Sie sind aber auch der grösste Erdölkonsument!

Ich zitiere mich mal auszugsweise aus http://www.cash.ch/comment/580928#comment-580928

Die USA produzieren derzeit 11 mio bpd, die Saudis 11.6 mio bpd. Aber per 2015 dürften die USA die Saudis überholen.

Die USA verbrauchen 18.9 bpd, müssen also weiterhin etwa 40% ihres Erdöls importieren.

 

Auch ich poste den Beitrag nochmals

Erster Öl-Export der USA seit 40 Jahren

Amerikas neue Freiheit

Das generelle Exportverbot ist zwar immer noch in Kraft. Doch dieses Verbot gilt nur für Rohöl. Die exportierende Ölfirma aus Texas fand einen Weg, den Export mit bearbeitetem Öl durchzuführen. Andere Ölfirmen könnten nachziehen und mit ähnlichen Tricks das Exportverbot umgehen.

http://www.wiwo.de/politik/ausland/erster-oel-export-der-usa-seit-40-jah...

 

 

Aktuell sieht es so aus

 

 

Das US-Exportverbot für Öl bröckelt immer mehr

Fallende Preise durchkreuzen Pläne der Exporteure

http://www.wsj.de/nachrichten/SB11550989027533334316504580258140943258682

 

Japan bezieht erstmals seit 2010 Öl aus USA - trotz Exportverbot

http://www.welt.de/newsticker/bloomberg/article134771670/Japan-bezieht-e...

 

 

 

 

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

16.12.2014 19:44
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Elias hat am 16.12.2014 - 15:52 folgendes geschrieben:


Die USA sind der Erdölproduzent Nr. 1

Sie sind aber auch der grösste Erdölkonsument!

Ich zitiere mich mal auszugsweise aus http://www.cash.ch/comment/580928#comment-580928

Die USA produzieren derzeit 11 mio bpd, die Saudis 11.6 mio bpd. Aber per 2015 dürften die USA die Saudis überholen.

Die USA verbrauchen 18.9 bpd, müssen also weiterhin etwa 40% ihres Erdöls importieren.

16.12.2014 15:53
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Welche Handelsstrategien gibt es

 und welche ist die richtige für mich?

 

Es gibt einige Handelsstrategien, die sich bewährt haben und den Markt bereits oft schlagen konnten. Doch nicht immer sind diese Strategien einfach zu verstehen oder zu befolgen, denn zum Teil beinhalten sie einen recht großen Recherche-und Rechenaufwand. Die folgenden Abschnitte stellen einige Handelsstrategien vor, die auch für Privatanleger geeignet sind und mal mehr, mal weniger Aufwand auf Seite des Anlegers erfordern.

Top-Flop-Strategie

Die Top-Flop-Strategie ist eine Strategie, die recht wenig Aufwand erfordert und die auch Privatanleger gut anwenden können. Hierbei werden zum Jahresbeginn aus einem bestimmten Index, beispielsweise dem DAX, einfach die fünf Aktien gekauft, die im vergangenen Jahr die schlechteste Performance aufgewiesen haben, die also am meisten an Wert verloren haben. Die größten Verlierer werden deshalb ausgewählt, weil man sich von ihnen das größte Aufholpotenzial, also die größten Kurssteigerungen, in den kommenden Monaten erhofft. Man setzt also auf einen Turnaround.

Nach sechs Monaten, also zum 1. Juli, wird das Depot dann umgeschichtet. Dann werden die fünf Aktien aus dem gleichen Index gekauft, die im ersten Halbjahr den höchsten prozentualen Gewinn erzielen konnten. Falls einige der zu Jahresbeginn ins Depot geholten Verlierer-Aktien dazugehören, werden diese behalten, falls nicht, werden sie verkauft. Hintergrund bei dieser Umschichtung ist dieses Mal das sogenannte "Window Dressing". Denn zum Jahresende hin investieren Fondsmanager in die größten Gewinneraktien, um ihr Portfolio damit optisch besser aussehen zu lassen. Ist man bereits vorher in diese Gewinneraktien investiert, kann man dann Kursgewinne einstreichen.

Mit dem Jahreswechsel beginnt man wieder mit dem ersten Schritt der Strategie und verkauft alle Aktien, die nicht den genannten Anforderungen entsprechen.

Da das Depot bei dieser Strategie nur zweimal im Jahr umgeschichtet wird und die Performance der Aktien außerdem leicht zu ermitteln ist, eignet sich die Top-Flop-Strategie auch für Börsenanfänger oder Anleger mit wenig Zeit, die ihr Depot nicht ständig im Blick behalten können.

Dividendenstrategie

Dividendenstrategien gibt es in verschiedenen Ausprägungen. Gleich ist ihnen allen jedoch die Tatsache, dass Aktien hauptsächlich aufgrund ihrer Dividendenzahlungen und nicht in erster Linie aufgrund ihrer Kursentwicklung gekauft werden. Die regelmäßigen Ausschüttungen an die Aktionäre und die dadurch erzielten Gewinne stehen also im Vordergrund. Man nimmt dabei jedoch an, dass Unternehmen, die eine Dividende zahlen und eine hohe Dividendenrendite aufweisen auch solide Gewinne machen und sich am Markt dauerhaft behaupten können. Bei dieser Annahme ist jedoch Vorsicht angebracht, da eine Dividende verglichen mit dem Gewinn eines Unternehmens auch zu hoch sein kann und einige Unternehmen auch schon Dividenden gezahlt haben, um Anleger gezielt über deren wirtschaftliche Situation zu täuschen. In den meisten Fällen dürfte dies jedoch nicht so sein und die Dividendenstrategie kann bedenkenlos angewendet werden.

Eine bekannte Variante ist die Dividendenstrategie nach O’Higgins. Hierbei sollen aus einem Index wie dem DAX zum Jahresbeginn die zehn Aktien mit der höchsten Dividendenrendite herausgefiltert werden. Gekauft werden von diesen Aktien aber nur die mit dem niedrigsten Aktienkurs. Diese werden dann ein Jahr lang gehalten, dann wird zum Jahreswechsel erneut die Zusammensetzung des Depots überprüft und gemäß der Strategie angepasst.

Eine weitere Variante der Dividendenstrategie geht auf Benjamin Graham zurück. Diese trägt auch den Namen Top-12-Dividenden. Hierbei wird die Zusammensetzung des Depots zweimal überprüft: einmal zum Jahresbeginn und einmal zur Jahresmitte. Ausgewählt und gekauft werden dann aus einem Index die zwölf Aktien, die die höchste Dividendenrendite aufweisen. Gehört eine Aktie, die sich im Depot befindet, nicht mehr zu diesen Aktien, so wird sie verkauft.

Die Dividendenstrategie eignet sich ähnlich wie die Top-Flop-Strategie für Anleger mit begrenzter Zeit, die an einer langfristigen Anlagemöglichkeit interessiert sind, da sie nur ein bis zwei Überprüfungstermine pro Jahr vorsieht. Sollte sich in dieser Zeit jedoch ein Börsencrash ereignen, sind Anleger mit einer Dividendenstrategie nicht vor Verlusten geschützt - und die Dividendenzahlungen, auf die diese Strategie ausgerichtet ist, können auch wegfallen oder deutlich reduziert werden.

Momentum-Strategie

Die Momentum-Strategie orientiert sich am Prinzip "The trend ist your friend". Auf Deutsch ausgedrückt bedeutet das, dass man annimmt, dass Aktien, die in der jüngsten Vergangenheit gut gelaufen sind und Kursgewinne eingefahren haben, dies auch in Zukunft tun werden. Diese Annahme und damit auch die Momentum-Strategie treffen besonders gut zu, wenn sich die Märkte generell in einem Aufwärtstrend befinden. In Seitwärtsphasen, wenn es an den Börsen also weder bergauf noch bergab geht - erzielt die Momentum-Strategie weniger gute Ergebnisse.

Die bekannteste und am weitesten verbreitete Momentum-Strategie ist die Theorie der relativen Stärke, die von Robert Levy geprägt wurde. Nach Levys Theorie werden die Aktien eines Index in einer Rangliste nach einem festen Prinzip geordnet. Dabei wird die Kursentwicklung des letzten halben Jahres, bzw. der letzten 26 Wochen, einer jeden Aktie betrachtet. Dazu werden bei jeder Aktie die letzten 26 Wochenschlusskurse addiert und anschließend durch 26 geteilt, um einen Durchschnittskurs zu erhalten. Anschließend wird der aktuelle Kurs jeder Aktien durch den so errechnete Durchschnittskurs der Aktie geteilt. Erhält man dabei einen Wert, der größer ist als 1, stellt dieser ein Kaufsignal für die Aktie dar.

Bei einem solchen Signal wird die Aktie jedoch noch nicht sofort gekauft. Zunächst wird bei allen Aktien des Index überprüft, welche Titel nach dieser Rechnung den höchsten Wert aufweisen und so die oben genannte Rangliste nach absteigender Reihenfolge erstellt. Anschließend werden die besten Aktien gekauft - jedoch nach Levy nur die besten fünf bis sieben Prozent der Rangliste. Beim DAX würde das auf einen Kauf von zwei Aktien hinauslaufen.

Mit dem Kauf der Aktien ist hier aber noch nicht Schluss. Stattdessen wird die Rangliste jede Woche weitergeführt, also nach jeder Handelswoche auf Basis der dann letzten 26 Wochen neu berechnet. Wenn eine Aktie, die aufgrund der Aussagen der Momentum-Strategie zu Beginn gekauft wurde, dabei in der Liste abrutscht und ins hintere Drittel der Liste fällt, wird diese verkauft und an ihrer Stelle die Aktie mit der höchsten Platzierung gekauft, die sich noch nicht im Depot befindet.

Die Momentum-Strategie eignet sich eher für Anleger, die bereits einige Erfahrung an der Börse gesammelt und mindestens wöchentlich Zeit für die Überprüfung ihrer Anlage aufwenden können. Denn die Berechnung der Rangliste ist nicht ganz einfach und benötigt außerdem - abhängig von der Größe des ausgewählten Index - einiges an Zeit, vor allem, da sie wöchentlich durchgeführt werden sollte.

Wenn man die Momentum-Strategie anwenden möchte, muss man sich auch darüber bewusst sein, dass im Extremfall jede Woche Umschichtungen nötig sein können - verbunden mit den dabei anfallenden Gebühren, die vor allem bei kleinen Depots stark ins Gewicht fallen könnten. Auch können die Kursverluste bei einer Aktie bereits recht groß sein, bevor sie verkauft werden darf, da sie zunächst ins hintere Drittel der Rangliste durchgereicht werden muss. Aus diesen Gründen ist die Momentum-Strategie für Börsenanfänger und Privatanleger, die den Aktienhandel nur als ein Hobby unter vielen betreiben, eher nicht zu empfehlen.

Value Strategie

Die Value-Strategie ist die Strategie, nach der Star-Investor Warren Buffet handelt. Bei ihr geht es darum, Qualitätsaktien mit einem hohen inneren Wert zu finden und diese zu einem möglichst günstigen Preis bzw. mit einem Rabatt in Relation zu ihrem wahren Wert zu kaufen. Die Kaufentscheidung wird hier also nicht aufgrund des Aktienkurses oder der Dividendenrendite getroffen, sondern aufgrund der Qualität des Unternehmens. Um die Qualität eines Unternehmens bestimmen zu können, bzw. um herauszufinden, bei welchen Aktiengesellschaften es sich um Qualitätsunternehmen handelt, spielt die Fundamentalanalyse eine große Rolle.

Bei der Fundamentalanalyse werden bestimmte Unternehmenskennzahlen betrachtet und bewertet. Wichtig sind zum Beispiel das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) eines Unternehmens, das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV), die Dividendenrendite oder das Gewinnwachstum. Anhand dieser Kennzahlen können geübte Investoren erkennen, ob das Unternehmen an der Börse unterbewertet ist. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn der Kurs einer Aktie nahe am Buchwert des Unternehmens liegt bzw. das Kurs-Buchwert-Verhältnis kleiner als 1 ist. Letzteres ist aber nur äußerst selten der Fall.

Hat man eine Aktie gefunden, die unterbewertet ist, wird diese gekauft und lange gehalten, da auf eine langfristige und solide Wertsteigerung abgezielt wird, die durch die fundamentalen Kennzahlen bereits angedeutet wird.

Die Value-Strategie gilt als eher defensive Strategie, da sie nur in Unternehmen mit solidem Hintergrund investiert, und ist daher für sicherheitsbewusste Anleger geeignet. Sie ist aber nicht so leicht anzuwenden, da man solche Unternehmen erst einmal finden muss und diese dann zusätzlich auch noch unterbewertet sein müssen. Es kann daher sein, dass man Zeit investiert, um sich hundert verschiedene Aktien anzusehen, und dennoch darunter keine unterbewertete Qualitätsaktie findet. Vom Rechercheaufwand betrachtet, dürfte die Value-Strategie daher eine der aufwendigsten Handelsstrategien sein.

Saisonalitäten

Bei dieser Handelsstrategie macht man sich als Anleger saisonale Muster zunutze. Anders ausgedrückt: Man investiert in saisonal starken Zeiten und steigt in saisonal schwachen Zeiten entweder ganz aus dem Markt aus oder reduziert zumindest das Engagement spürbar. Dieser Grundsatz findet sich auch in der bekannten Börsenweisheit "Sell in May and Go Away, but Remember to Come Back in September."

Tatsächlich lässt sich diese Handelsstrategie im Wesentlichen auf diesen alten Spruch reduzieren. Denn in den Sommermonaten herrscht am Markt meist eine Flaute, da sich auch hier die Ferienzeit, beispielsweise in Form geringerer Umsätze, auswirkt und viele Marktteilnehmer eben nicht am Markt, sondern im Urlaub sind. Zum Jahresende kommt es hingegen oft zu einer Jahresendrallye, in deren Rahmen die Aktienmärkte oft noch einmal kräftig zulegen. Diese immer wiederkehrenden zeitlichen Muster macht man sich bei den Saisonalitäten zunutze.

Die Theorie der Saisonalitäten hört sich zunächst nach einer sehr einfachen Handelsstrategie an, im Gegensatz zu anderen Handelsstrategien sagt sie aber nichts darüber aus, welche Aktien man kaufen sollte. Sie sollte daher immer mit einer weiteren Strategie, zum Beispiel der Value-Strategie, kombiniert werden. Dann eignet sie sich aber gut für mittel- bis langfristige Anlagen.

http://www.finanzen.net/special/nachricht/welche_handelsstrategien_gibt_...

 

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Benjamin Franklin

16.12.2014 15:52
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MarcusFabian hat am 02.10.2014 - 18:28 folgendes geschrieben:

Elias hat am 02.10.2014 - 09:37 folgendes geschrieben:

Wie schon mal gepostet: Die Amis werden mit dem verfluchten Fracking die Preise drücken

..

..

..

Ob die USA überhaupt bereits einen Energie-Überschuss erzeugen ist abhängig davon, wie hart der Winter wird. In einem normalen Winter würde die erzeugte Energie bereits reichen. Aber der letzte Winter war in den USA hart und da hat das Gas nicht gereicht. Europa kann sich also nicht darauf verlassen, dass die USA allfällig ausfallende Russland-Lieferungen ersetzen können. Die USA werden - verständlicher Weise - nur allfällige Überschüsse exportieren und somit keine langfristigen Lieferversprechungen abgeben können. Und selbst wenn die USA einen milden Winter haben sollten, werden ihre Überschüsse in keinem Verhältnis zum europäischen Bedarf stehen.

Die USA sind der Erdölproduzent Nr. 1

Und jetzt drücken ausgerechnet die Saudis den Preis. Die ganzen Überlegungen von vor 2 Monaten kann man vergessen.

Wenn die Russen jetzt in der Verzweiflung noch am Gashahn fummeln, wird sich Europa nach anderen Energieträgern umschauen.

Rohstoffförderung mit Pilzen: Ölfirma setzt auf Magic Mushrooms

http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/oelfoerderung-mit-pilzen-wint...

 

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Benjamin Franklin

02.10.2014 18:38
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khug hat am 02.10.2014 - 10:02 folgendes geschrieben:

Ich war 1982 kurz in Moskau und reiste dann über Irkutsk in die Mongolei. Wie wir damals als Reisegruppe behandelt wurden, war grauenhaft.

Ich war zum ersten Mal 1995 in Moskau. Wie es vorher war, weiss ich nicht. 1995 war kurz nach der Wende und da gaben sich die Russen Mühe, den Tourismus anzukurbeln. Sprich: englisch sprechende Verkäufer in den Läden des GUM etc.
Mittlerweile hat sich das offenbar aber leider erledigt. Attraktion von Touristen schein offenbar kein Geschäftsmodell mehr zu sein Sad

 

Per hat am 02.10.2014 - 10:26 folgendes geschrieben:

was mich jedoch am meisten an deinem post stört ist, dass du alles auf petersburg und moskau reduzierst. immerhin leben ausserhalb der beiden gross-städten noch etwa 115mio russen. bezüglich russischer gastfreundschaft kann sich die schweiz eine scheibe abschneiden. schade, dass du das noch nicht erleben durftest obwohl du mit einer russin verheiratet bist. versuch mal mit den anderen 115mio in kontakt zu kommen, vielleicht kann dir deine frau dabei behilflich sein.

Einverstanden. Ich melde mich dann wieder bei Dir, sobald ich die übrigen 115mio Russen kennengelernt habe Biggrin

 

02.10.2014 18:28
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Elias hat am 02.10.2014 - 09:37 folgendes geschrieben:


Wie schon mal gepostet: Die Amis werden mit dem verfluchten Fracking die Preise drücken

Sorry, aber zumindest diesen Punkt (mit den anderen, nicht-zitierten bin ich bei Dir) zweifle ich an:

Die Amis haben kürzlich ein Schiff mit LNG (Liquified Natural Gaz) nach Südkorea geschickt. Es handelte sich dabei um den ersten Erdölexport der USA seit den frühen 1970ern und ist aus meiner Sicht ein PR-Gag.

Um aus Gas LNG zu erzeugen, braucht man 25% des Gases. Sprich: Von 100qm Gas werden 25qm als Energie verbraucht, um die restlichen 75qm zu verflüssigen. Wir haben womit also schon mal initial einen 25%-igen Verlust. Rechnet man nun noch die Energie auf, die benötigt wird, um dieses LNG per Schiff zum Endkunden zu schippern und vergleichen diesen Aufwand damit, welche Energie nötig ist, um das ursprüngliche Gas durch Pipelines zu pumpen, wird schnell klar, dass die USA nie im Leben mit Russland konkurrieren können, wenn es darum geht, Gas nach Westeuropa zu liefern.

Ob die USA überhaupt bereits einen Energie-Überschuss erzeugen ist abhängig davon, wie hart der Winter wird. In einem normalen Winter würde die erzeugte Energie bereits reichen. Aber der letzte Winter war in den USA hart und da hat das Gas nicht gereicht. Europa kann sich also nicht darauf verlassen, dass die USA allfällig ausfallende Russland-Lieferungen ersetzen können. Die USA werden - verständlicher Weise - nur allfällige Überschüsse exportieren und somit keine langfristigen Lieferversprechungen abgeben können. Und selbst wenn die USA einen milden Winter haben sollten, werden ihre Überschüsse in keinem Verhältnis zum europäischen Bedarf stehen.

 

 

02.10.2014 10:41
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Per hat am 02.10.2014 - 10:26 folgendes geschrieben:

@Elias : where ever you go, go frist to russia an enjoy this beautiful country!

Land und Leute sind selten das Problem. Die einfachen Menschen kommen immer gut miteinander aus. Patriotismus, Nationalismus und Religionen sind oft das Gift.

Kaum zu glauben, dass BL und BS weiterhin getrennte Wege gehen, obwohl sie in vielen Bereichen zusammen arbeiten.

 

Leopold Kohr

1992 schrieb der Bierbrauer Alfred Heineken, angeregt durch die Philosophie Leopold Kohrs, einen Artikel über die Zukunft Europas mit dem Titel Eurotopia – Ein Europa der 75 Regionen, nicht der Staaten.

http://de.wikipedia.org/wiki/Leopold_Kohr

 

Eurotopia ist utopisch und anarchistisch. Für Menschen mit Xenophobie ein Horror. Die Gedanken dahinter finde ich gut.

 

 

 

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02.10.2014 10:26
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MarcusFabian hat am 01.10.2014 - 18:53 folgendes geschrieben:

Meine persönliche Haltung zu Russland - das gebe ich zu - ist etwas zwiespältig.

Ich bin, wie einige wissen, mit einer Russin verheiratet und hatte somit das Glück oder Pech auch hinter die Kulissen des Alltags in Russland blicken zu können.

Was jedem, der schon mal Moskau besucht hat, einfährt ist die Unfreundlichkeit der Menschen, die bei der Passkontrolle am Flughafen beginnt und sich mittlerweile bis in die Geschäfte hinzieht, wo es als Beleidigung aufgefasst wird, wenn man eine Verkäuferin in englisch statt russisch anspricht. Das war notabene vor 20 Jahren, kurz nach der "Wende" bedeutend besser.

Abschreckend in Russland ist auch der enorme Graben zwischen Super-Reich und Super-Arm. Das gilt vor allem für Moskau, das mit 10 Mio Einwohnern mehr Millionäre beherbergt als die Schweiz. Ich hab's zuerst auch nicht geglaubt aber das stimmt tatsächlich. Der Grund ist, dass sich alle Millionäre des 143-Millionen-Volkes in Moskau (z.T. auch in St. Petersburg) konzentrieren. Aus meiner Froschperspektive hat Russland sehr schnell einen unangenehmen Wandel von "Gleich viel Geld für alle" (aka: Kommunismus) zu einem eben so ungesunden Kapitalismus vollzogen.

Was mich andererseits an Russland positiv beeindruckt ist, dass es trotz all der erwähnten Widrigkeiten einen enormen Nationalstolz, Patriotismus, eine Liebe zu "Mütterchen Russland" gibt. Hinzu kommt die Opferbereitschaft und Leidensfähigkeit des 100 Jahre lang geplagten russischen Volkes. Wenn also, wie Elias hier zitiert, ein deutscher Reporter von "Der Rubel-Absturz droht Russland zu zerreißen" erzählt, muss ich trotz aller persönlicher Kritik an Russland anführen: "Der hat die russische Seele nicht verstanden!". Oder anders: Russland hat schon ganz andere Krisen überstanden als eine Währungskrise.

Was Aktien-Investments in Russland betrifft, schlage ich mich nach Lektüre der Diskussion der letzten Tage in diesem Thread auf die Seite von iGwt. Das schlimmste ist bereits eingepreist und die unrealistischen Statements "wird Russland zerreissen" zeigen auf, dass es ein zu-negatives Sentiment im Westen zu geben scheint. Firmen wie Gazprom generieren ihre Einnahmen in Westeuropa und künftig auch in China. Da wird der Aussenwert des Rubels also zweitrangig. Und so lange der Erdölpreis über $65/barrel liegt, kann Russland sein Volk versorgen.

@Elias : where ever you go, go frist to russia an enjoy this beautiful country!

@MarkusF

 

da du ja hinter die kulissen siehst, solltest du eigentlich wissen, dass moskau  offiziell 12 mio. einwohner zählt, sowie zusätzlich 4 mio. nicht registrierte einwohner. also total leben min. 16 mio. in moskau. du stellst das gefälle ja so dar als ob es dies bei uns nicht gäbe. was mich jedoch am meisten an deinem post stört ist, dass du alles auf petersburg und moskau reduzierst. immerhin leben ausserhalb der beiden gross-städten noch etwa 115mio russen. bezüglich russischer gastfreundschaft kann sich die schweiz eine scheibe abschneiden. schade, dass du das noch nicht erleben durftest obwohl du mit einer russin verheiratet bist. versuch mal mit den anderen 115mio in kontakt zu kommen, vielleicht kann dir deine frau dabei behilflich sein.

02.10.2014 10:11
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Russland hat nur zwei Verbündete – seine Armee und seine Flotte

Zar Alexander III.

 

 

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02.10.2014 10:02
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MarcusFabian hat am 01.10.2014 - 18:53 folgendes geschrieben:

Meine persönliche Haltung zu Russland - das gebe ich zu - ist etwas zwiespältig. [...]

 

Was jedem, der schon mal Moskau besucht hat, einfährt ist die Unfreundlichkeit der Menschen, die bei der Passkontrolle am Flughafen beginnt ...

Marcus, es ist schon erschütternd, was Du zur russischen Unfreundlichkeit schreibst. Ich war 1982 kurz in Moskau und reiste dann über Irkutsk in die Mongolei. Wie wir damals als Reisegruppe behandelt wurden, war grauenhaft. Ich war der Reiseleiter und hatte das Vergnügen, mit unseren Aufpassern alles diskutieren zu müssen. Ich bin schon vorher viel gereist und nachher erst recht, aber so einen Tiefpunkt wie auf dieser Reise habe ich nie mehr erlebt.

Gut, das ist über 30 Jahre her, und das politische System war ein anderes. Aber gebessert hat sich seither nicht viel, wie wir immer wieder erfahren.

Zur von dieser zitierten russischen Seele: Die ertrinkt im Alkohol. Der Spiegel, Januar 2014: "Russische Männer haben im Vergleich zu Westeuropäern eine deutlich geringere Lebenserwartung, 25 Prozent von ihnen sterben vor dem Alter von 55 Jahren. Zum Vergleich: In Großbritannien ist das bei sieben Prozent der Fall. Die durchschnittliche Lebenserwartung für einen russischen Mann liegt bei 64 Jahren."

Andererseits - mein Lieblingsroman Der Meister und Margarita wurde vom Russen Michail Bulgakow geschrieben. Traurig nur, dass auch er wie Millionen anderer Russen vor und nach ihm an der Verfolgung durch seine Landsleute zugrunde ging. 

Unabhängige Informationen zum Investieren in Aktien findet Ihr auf 
www.clever-investiert.info

02.10.2014 09:37
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MarcusFabian hat am 01.10.2014 - 18:53 folgendes geschrieben:

Das schlimmste ist bereits eingepreist und die unrealistischen Statements "wird Russland zerreissen" zeigen auf, dass es ein zu-negatives Sentiment im Westen zu geben scheint. Firmen wie Gazprom generieren ihre Einnahmen in Westeuropa und künftig auch in China. Da wird der Aussenwert des Rubels also zweitrangig. Und so lange der Erdölpreis über $65/barrel liegt, kann Russland sein Volk versorgen.

Meine Vermutung: neben dem Währungskrieg läuft auch ein Gas-/Öl-Krieg.

Wie schon mal gepostet: Die Amis werden mit dem verfluchten Fracking die Preise drücken und gleichzeitig auf erneuerbare Energien & Technologien setzen. China will in der Ökologie DIE führende Nation werden. Das heisst, beide wollen von den fossilen Energieträgern weg. Europa wird folgen. Die Carbonblase wird platzen.

Die ETH Zürich ist an einem Projeht dabei, wo aus CO2 wieder Treibstoff hergestellt wird. In Deutschland und den USA laufen Anlagen, die mit Algen aus CO2 wieder eine Art "Erdöl" herstellen. 

 

Wer ausser Rohstoffen nichts hat, sieht nicht gut aus.

 

Demographischer Wandel: Russland schrumpft bis 2050 um ca 40%. Die Umsiedelung der russischen Ukrainer nach Smolensk (und anderen Städte) ist für Putin ein Glücksfall, da viele Russen nach Moskau und St. Peterburg abgewandert sind, weil es dort wirtschaftlich besser läuft.

 

 

 

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Benjamin Franklin

01.10.2014 18:53
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Meine persönliche Haltung zu Russland - das gebe ich zu - ist etwas zwiespältig.

Ich bin, wie einige wissen, mit einer Russin verheiratet und hatte somit das Glück oder Pech auch hinter die Kulissen des Alltags in Russland blicken zu können.

Was jedem, der schon mal Moskau besucht hat, einfährt ist die Unfreundlichkeit der Menschen, die bei der Passkontrolle am Flughafen beginnt und sich mittlerweile bis in die Geschäfte hinzieht, wo es als Beleidigung aufgefasst wird, wenn man eine Verkäuferin in englisch statt russisch anspricht. Das war notabene vor 20 Jahren, kurz nach der "Wende" bedeutend besser.

Abschreckend in Russland ist auch der enorme Graben zwischen Super-Reich und Super-Arm. Das gilt vor allem für Moskau, das mit 10 Mio Einwohnern mehr Millionäre beherbergt als die Schweiz. Ich hab's zuerst auch nicht geglaubt aber das stimmt tatsächlich. Der Grund ist, dass sich alle Millionäre des 143-Millionen-Volkes in Moskau (z.T. auch in St. Petersburg) konzentrieren. Aus meiner Froschperspektive hat Russland sehr schnell einen unangenehmen Wandel von "Gleich viel Geld für alle" (aka: Kommunismus) zu einem eben so ungesunden Kapitalismus vollzogen.

Was mich andererseits an Russland positiv beeindruckt ist, dass es trotz all der erwähnten Widrigkeiten einen enormen Nationalstolz, Patriotismus, eine Liebe zu "Mütterchen Russland" gibt. Hinzu kommt die Opferbereitschaft und Leidensfähigkeit des 100 Jahre lang geplagten russischen Volkes. Wenn also, wie Elias hier zitiert, ein deutscher Reporter von "Der Rubel-Absturz droht Russland zu zerreißen" erzählt, muss ich trotz aller persönlicher Kritik an Russland anführen: "Der hat die russische Seele nicht verstanden!". Oder anders: Russland hat schon ganz andere Krisen überstanden als eine Währungskrise.

Was Aktien-Investments in Russland betrifft, schlage ich mich nach Lektüre der Diskussion der letzten Tage in diesem Thread auf die Seite von iGwt. Das schlimmste ist bereits eingepreist und die unrealistischen Statements "wird Russland zerreissen" zeigen auf, dass es ein zu-negatives Sentiment im Westen zu geben scheint. Firmen wie Gazprom generieren ihre Einnahmen in Westeuropa und künftig auch in China. Da wird der Aussenwert des Rubels also zweitrangig. Und so lange der Erdölpreis über $65/barrel liegt, kann Russland sein Volk versorgen.

30.09.2014 22:57
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khug hat am 29.09.2014 - 14:17 folgendes geschrieben:

in_God_we_trust hat am 21.09.2014 - 17:01 folgendes geschrieben:

Ich bleibe dabei, dass für Russlandaktien jetzt und kurzfristig ein guter Einstiegszeitpunkt ist.

 

Beten soll beim Investieren auch helfen, habe ich mal gehört. Gilt vor allem für all jene, die das Denken durchs Glauben ersetzt haben. Die andern sehen anderswo nämlich bessere Chancen. RUSSLAND! Ist doch das allerletzte.

https://www.youtube.com/watch?v=XfuBREMXxts

Gruss
iGwt

"Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und euch spät erst niedersetzt, um das Brot der Mühsal zu essen; denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf." ( Psalm 127:2 )

30.09.2014 17:38
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in_God_we_trust hat am 30.09.2014 - 13:59 folgendes geschrieben:

Ich kaufe eben Unternehmen und keine Aktien. In 20 Jahren können wir dann wieder fachsimpeln. Bis dann!

In 20 Jahren werde ich wohl kaum mehr hier im Forum sein.
Du bist dann 80. Der technische Fortschritt ist dann noch rasanter. Im Altersheim steuert man Ueli Maurers Drohnen bei Kafi & Brotmöcke (Coupe AHV)

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Benjamin Franklin

30.09.2014 13:59
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Ich kaufe eben Unternehmen und keine Aktien. In 20 Jahren können wir dann wieder fachsimpeln. Bis dann!

Gruss
iGwt

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30.09.2014 13:52
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in_God_we_trust hat am 30.09.2014 - 13:46 folgendes geschrieben:

Du vermutest immer dasselbe, was nicht gerade für Deine prophetischen Fähigkeiten spricht. Ausserdem autest Du Dich eben als antisemit und rassist. Schön, wie Du Dich offenbarst.

Nein, da liegst du falsch. Zionismus ist eine politisch Ideologie. Wenn dir dabei Rassismus & Antisemitismus in den Sinn kommt, liegt es an dir.

Du solltest mich schon lange dahin kontern, dass der Schekel selbst für Israel unangenehm stark gestiegen ist. Ich bin sicher, jetzt wo ich das poste, fällt es dir im Nachhinein auch auf.

 

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Benjamin Franklin

30.09.2014 13:50
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Cooles Kino hier, ich bleib für einmal an der Seitenlinie: Kambly-Güezi und Kaffee sind auf dem Bistrotisch parat...

Überheblich, arrogant oder eben doch "nur" genial?

30.09.2014 13:46
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Du vermutest immer dasselbe, was nicht gerade für Deine prophetischen Fähigkeiten spricht. Ausserdem autest Du Dich eben als antisemit und rassist. Schön, wie Du Dich offenbarst.

Gruss
iGwt

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